Das wilde Pack - 8. Im Schattenreich

Das wilde Pack - 7. in geheimer Mission

Das wilde Pack - 6. im verbotenen Wald

Das wilde Pack - 5. in der Falle

Das wilde Pack - 4. lässt es krachen

Pack - 3. und der geheime Fluss

Das wilde Pack - 2. schmiedet einen Plan

Das wilde Pack - Folge 1


Das wilde Pack - 8. Im Schattenreich



Erster Eindruck: Wölfe unter sich

Fenris, ein wilder Wolf aus der Umgebung der Stadt, stößt zum wilden Pack, doch schon anfangs gibt es kleinere Unstimmigkeiten. Trotzdem ist Hamlet froh, einen Artgenossen bei sich zu haben. Das Blatt wendet sich endgültig, als Fenris Hamlet zum Kampf um die Vorherrschaft im wilden Pack herausfordert...

Nach einer recht spaßigen Folge mit lustigen Tieren kommt der achte Teil der USM-Serie "Das wilde Pack" um eine Horde freiheitsliebender Tiere wesentlich düsterer daher. Die Bedrohung durch Fenris ist eindeutig der Aufhängepunkt der Serie und wird anfangs sehr gut dargestellt, die Stimmung, die von ihm ausgeht, ist sehr finster und steigert die Spannung. Doch auch nach dem Duell zwischen Fenris und Hamlet, das vielleicht etwas lebendiger hätte umgesetzt werden können, geht die Geschichte durchaus ansprechend weiter und man merkt, das dies nur ein erster Höhepunkt war. Man begegnet weiteren Wölfen, und auch der fiese Zoodirektor Müller sorgt wieder für Querelen. Das Salz in der Suppe sind jedoch wie immer die verschiedenen Charaktere, die mit ihrer lustig-niedlichen Darstellung immer wieder für Abwechslung sorgen. Sei es nun Spy, der stets reimende Kolibri, Shiva, die geheimnisvolle Pantherdame oder der ewig meckernde Pavian Ludwig - schnell hat man seine ganz eigenen Lieblinge gefunden. So vergehen die 64 Minuten Laufzeit angenehm kurzweilig, die achte Folge der Serie ist eine sehr runde Sache.

Fenris, der wilde Wolf, um den es in dieser Geschichte geht, wird von Thomas Linden gesprochen. Immer klingt er leicht knurrig und bedrohlich und steht so im Gegensatz zum fröhlichen Hamlet, seine Sprechweise kann dabei sehr überzeugen. Christiane Reichert kann als Leitwölfin eines Rudels dabei ebenso ihre wölfische Seite hervorkehren und eine gute Darbietung abliefern. Frank Bahrenberg ist als schusseliger Gorilla Barnabas wie immer für viel Schmunzeln gut, schnell gewinnt man den gutmütigen Affen lieb. Weitere Sprecher sind Thomas Küchler, Karl-Heinz March und Benjamin Werres.

Die Musik wurde hier durchaus dem düsteren Verlauf angepasst, sodass dieses mal nicht nur fröhliche Melodien zu hören sind. Besonders die Zeit bei den wilden Wölfen ist akkustisch gut umgesetzt. Passende Geräusche sorgen immer wieder für einen glaubhafteren Verlauf und in sich stimmige Passagen.

Auf dem Cover sind wieder einige Tiere des wilden Packs zu sehen, ihre Darstellung erneut sehr putzig. Die Bedrohung durch Fenris wird durch einen Schatten erzeugt, der auf die rechte Seite des Bildes fällt - und dort durch den Schriftzug leider etwas gestört wird. Die restliche Aufmachung ist wieder eher schlicht und ziemlich bunt.

Fazit: Eine etwas andere Folge des wilden Packs, düsterer und recht spannend. Hat mir gut gefallen!

VÖ: 23. April 2010
Label:United Soft Media (USM)
Bestellnummer: 978-3-8032-3957-0


Das wilde Pack - 7. in geheimer Mission



Erster Eindruck: Kaka ohne Du

Kaka, das Kakaduweibchen, wird von Du getrennt und in ein geheimes Labor verschleppt, in dem ein Professor Versuche um die Intelligenz von Tieren macht. Natürlich will das wilde Pack sie sofort befreien, stößt aber auf viele Fallen. Hat vielleicht sogar Kaka selbst die rettende Idee?

Neues vom wilden Pack! Nachdem in den letzten Folgen insbesondere der Bau des Schiffes zur Flucht aus der Stadt im Mittelpunkt stand und den roten Faden der Serie vorangetrieben hat, steht die siebte Folge wieder für sich allein und kann auch ohne Vorkenntnisse der Serie problemlos gehört werden. Im Fokus des Interesses stehen dieses mal Kaka und Du, wieder hervorragend dargestellt mit ihrer witzigen Art zu reden. Schön ist auch, dass ohne großes Vorgeplänkel die Story direkt mit der "Entführung" startet und so schnell an Fahrt aufnimmt. Die folgenden Szenenwechsel zwischen Kaka im Labor und der Rettungsaktion der anderen Tiere gestaltet das Hörspiel dynamisch und kurzweilig. Besonders niedlich sind Kakas Mitgefangene im Labor, eine bunte Mischung aus verschiedenen Tieren, die sehr witzig gestaltet wurde. Überhaupt sind diese Szenen besonders stark, Kakas genialer Einfall zu ihrer Rettung beispielsweise ist sehr witzig und kreativ. Die liebevolle Darstellung der Tiere und viele bunte Einfälle, dazu eine temporeiche Geschichte machen aus der siebten "Das wilde Pack"-Folge eine sehr starke.

Die Sprecher geben das Wesen ihrer Tiere sehr gut wieder und haben hörbar Spaß an den außergewöhnlichen Rollen. Alexandra Gehrmann krächzt sowohl Kaka als auch Du, die beiden Kakadus, und verleiht ihnen mit verstellter Stimme jeweils einen eigenen Klang, aber auch die Zusammengehörigkeit der beiden wird so deutlich. Thandiwine Braun ist als Elefantenmädchen Elisabeth zu hören und bringt mit ihrer sonnigen Art viel Freude in das Hörspiel ein. Andy Muhlack spricht den eingesperrten Falken Horus, sein Freiheitsdrang wird besonders gut dargestellt. Weitere Sprecher sind unter anderem Bruno Tendera, Thomas Peters und Mechthild Teschemacher.

Die akkustische Gestaltung der letzten Folgen wurde beibehalten. Das heißt: flotte Musik, nicht sonderlich aufwändig, aber passend und stimmungsvoll, sowie passende Geräusche, die einige Situationen besser auszuleuchten wissen. Einige Melodien kommen mir aber recht bekannt vor, stören aber den Hörfluss keineswegs.

Ich mag die Cover der CDs sehr, die Tiere sind auch hier wieder sehr liebevoll dargestellt und in niedlichen Positionen zu sehen. Das Innenleben bietet neben einer Übersicht über die Buchvorlagen (und damit auch die kommenden Folgen) auch eine kleine Trackliste und listet die vielen Sprecher auf.

Fazit: Eine wie immer spaßige Folge, sehr abwechslungsreich und mit einem spannenden Verlauf. Eine tolle Serie!

VÖ: 23. April 2010
Label:United Soft Media (USM)
Bestellnummer: 978-3-8032-3956-3


Das wilde Pack - 6. im verbotenen Wald



Erster Eindruck: Abenteuer bei den Bibern

Der Bau des Schiffes vom wilden Pack geht zwar voran, aber da Castor alle Arbeit allein bewältigen muss dauert es einfach zu lang. So begibt sich eine kleine Gruppe in den Wald, wo sie andere Biber vermuten, die ihnen helfen könnten. Doch sie erleben eine unangenehme Überraschung...

"Das wilde Pack" erzählt die Geschichte einer Gruppe von Tieren, die der Gefangenschaft der Menschen entgehen wollen. Obwohl die Geschichten an sich relativ abgeschlossen sind, verfolgt die Serie ein großes Ziel für die Tiere: Ein Schiff bauen und damit davonfahren, was selbstverständlich einige Probleme mit sich bringt. In der spaßigen und spannenden sechsten Folge wird der Bau des Schiffes wieder etwas stärker betont, denn auf der Suche nach neuen Helfern geraten Hamlet, Barnabas, Oskar und die anderen in große Gefahr. Der andere Biberstamm ist nicht gerade freundlich gestimmt, aber allzu niedlich anzuhören. Besonders deren Anführer Meister Bockert ist extrem putzig. Auch die vielfältigen Begegnungen mit den fremden Tieren sind spaßig und spannend zugleich, der Varlauf gut gestaltet und zu einem sinnvollen Ende geführt. Schön, dass die Serie so regelmäßig mit neuen Folgen aufwartet, insbesondere wenn sie so gut sind wie diese hier.

Zu Anfang sei hier noch einmal Jürgen Sieger als Schnabeltier Oskar gelobt, der das putzige und intelligente Tier sehr charmant wirken lässt. Meister Bockert wird von Andy Muhlack mit verstellter Stimme sehr aufgeregt und rechthaberisch dargestellt, er hebt den Humor der Figur gut hervor. Ebenfalls witzig wird es mit Nadine Kühn und Malcolm Walgate als zwei Biberkinder, die in ihrem Zusammenspiel sehr gut harmonieren. Weitere Sprecher sind Natascha Cham, Anna Stijohann und Suzan Erentok.

Ziemlich flott geht der Titelsong ins Ohr und bleibt für eine Weile dort kleben - eine schöne Eröffnung für die Folge. Danach bieten abwechslungsreiche Musikstücke eine angenehm temporeiche Atmosphäre, die gut zu der Geschichte passt. Auch die Geräusche sind wie immer gut eingefügt und lassen die Situationen glaubhafter erscheinen.

Die Tierbande schleicht durch den nächtlichen Wald - das Titelbild ist dieses mal sehr atmosphärisch gelungen. Besonders gefällt mir Caramba, der Frosch, der frech vom Cover grinst. Übersichtlich gestaltet ist das kleine Booklet, ein paar mehr Illustrationen wären aber schön gewesen, um mehr Eindrücke der Tiere zu bekommen.

Fazit: Eine sehr starke Folge für "Das wilde Pack" - wenn nicht sogar die beste!

VÖ: 15.Oktober 2009
Label: United Soft Media
Bestellnummer: 978-3-8032-3955-6


Das wilde Pack - 5. in der Falle



Erster Eindruck: Ablenkungsmanöver und kleine Pfeile

Oskar, das merkwürdige Tier mit Entenschnabel und Biberschwanz, erfährt, dass Tierfänger in der Stadt unterwegs sind, um das wilde Pack einzufangen. Sofort startet die Bande ein Ablenkungsmanöver und will sich in Zukunft ruhiger verhalten. Doch bei ihrem Plan geht ordentlich etwas schief...

"Das wilde Pack" geht in zwei neue Runden, Teil fünf der Serie aus dem Hause USM trägt den Titel "in der Falle". Ein kurzes Vorwissen aus den vorigen Folgen ist nötig, um den Anfang komplett zu verstehen, im Prinzip würden für Neueinsteiger aber auch die hier gebotenen Informationen ausreichen. Es geht wieder turbulent zu bei der leicht durchgedrehten Gruppe, neue Wendungen und überraschende Momente halten die Geschichte am Laufen. Doch völlig kindgerecht verliert man hier nicht den Überblick, zumal der Handlungsbogen stringent erzählt wird. Besondres der Zusammenhalt der Tiere wird in dieser Folge auf die Probe gestellt und gut dargestellt. Viel Spaß steht natürlich auch auf dem Programm, schnell wachsen die liebevoll gestalteten Charaktere dem Hörer ans Herz. "Das wilde Pack" ist eine lustige und unterhaltsame Kinderserie, an der auch so mancher Erwachsene Freude haben dürfte, und auch Folge fünf reiht sich hier vollkommen ein.

Erzähler der Serie ist Thomas Linden, der seine seltenen und kurzen Parts gut gestaltet. Jens-Peter Fiedler spricht den Wolf Hamlet, den Anführer der Bande, mit fester Stimme, sicherer Betonung und glaubhaften Auftreten. Thomas Küchler spricht den Biber Castor und klingt dabei lustig und sympathisch. Weitere Rollen werden unter anderem von Jürgen Sieger, Suzan Erentok und Nadine Kühn übernommen.

Die einfache, aber witzige Geschichte wird gut von der Musik unterstützt, indem auch sie sehr frisch und ungezwungen wirkt. So ergibt sich ein einheitliches Ganzes, das durch den Einsatz einiger Geräusche noch positiv unterstützt wirkt. Diese schaffen zusätzlich Atmosphäre und lassen einige Abläufe klarer erscheinen.

Witzig gezeichnet ist das Cover, auf dem die verschiedenen Tiere sehr amüsant dargestellt werden. Der rote Hintergrund lässt die Gefahr, in der das wilde Pack schwebt, mit der Signalfarbe rot deutlich vor Augen treten. Das Innere ist wieder recht schlicht gestaltet, enthält neben den üblichen Informationen noch eine Kapitelübersicht.

Fazit: Spannende und kurzweilige Unterhaltung wird auch in der fünften Folge der Serie geboten. Weiter so!

VÖ: 15.Oktober 2009
Label: United Soft Media
Bestellnummer: 978-3-8032-3954-9


Das wilde Pack - 4. lässt es krachen



Erster Eindruck: Tierischer Spaß für Groß und Klein

Für ihr Schiff braucht das wilde Pack noch einen Kiel, den sie auf einer Baustelle besorgen wollen. Doch als Barnabas, der Gorilla, seinem alten Zoo einen Besuch abstattet, ist er erschüttert und beschließt, dass alle Tiere, die in der Stadt in Gefangenschaft leben, gerettet werden müssen. Und da dafür ein extrem großer Kiel benötigt wird, muss eben das Richtfest erheblich gestört werden...

Ein miesepetriger Pavian, ein reimender Kolobri, ein mitfühlender Gorilla, ein überhebliches Chamäleon, ein putziges Schnabeltier... Die Liste der liebenswerten Charaktere des "wilden Packs" ließe sich noch wesentlich weiter führen. Doch neben diesen vielfältigen Figuren, die viel Potenzial für Ent- und Verwicklungen bieten, kann auch die vierte Folge der Serie mit einer lustigen und kurzweiligen Geschichte überzeugen. Dabei wirkt alles sehr organisch und dient ganz nebenbei der Weiterführung des großen Plans, ein Schiff zu bauen um aus der Stadt zu entkommen. Ob es nun an der angenehmen Länge des Hörspiels von unter 45 Minuten liegt oder an den besonders schönen Einfällen (zum Beispiel dass Schnabeltier Oskar zu lesen lernt oder Pavian Ludwig sein gutes Herz entdeckt), die vierte Folge des wilden Packs kann sich noch einmal steigern und ist der bisher beste Teil der Serie. Ich freue mich schon auf die weiteren Umsetzungen der Bücher.

Frank Bahrenberg ist wieder als Gorilla Barnabas zu hören und gestaltet seine Rolle sehr engagiert und mitfühlend. Ganz besonders hat mir wieder Bruno Tendera als Ludwig gefallen, der den Pavian mit sehr lauter Stimme sehr angriffslustig spricht. Neu dabei ist Thomas Küchler als Biber Castor, eine gelungene Nebenrolle, da auch er seinem Tier eine sehr eigene Sprechweise auferlegt. Weitere Sprecher sind Anna Stijohann, Mechthild Teschemacher und Natascha Cham.

Auch hier gilt für die Musik: Weniger ist manchmal mehr. Statt hochtrabender Musik oder lauter Effekte hören wir eine eher ruhige Umsetzung mit Blickpunkt auf den Sprechern. Trotzdem können die eingesetzten Geräusche die Geschichte dreidimensionaler machen und erklären manche Situationen ohne den Einsatz des Erzählers.

Auf dem Cover sehen wir wieder eine Szene aus dem Hörspiel, die dynamisch und detailreich illustriert wurde. Besonders die verschiedenen Tiere sind gelungen dargestellt und machen Lust aufs Hören. Praktischerweise wurde an eine Auflistung der Tracks gedacht, um den Widereinstieg in die Handlung zu erleichtern.

Fazit: Eine vielschichtige und lustige Kindergeschichte, die auch für Erwachsene spaßig umgesetzt wurde. Toll!


Das wilde Pack - 3. und der geheime Fluss



Erster Eindruck: Der Plan wird weiterverfolgt...

Der Plan ist gefasst: Das wilde Pack, eine Gruppe freiheitsliebender Tiere, die in verlassenen Schächten unterhalb eine großen Stadt leben, will flüchten und alle Mitglieder in ihre Heimatländer bringen - in einem Boot. Doch wie bauen die Menschen eigentlich ihre Schiffe? Während einige Tiere dies herausfinden wollen mischt sich auch Rafina, die Anaconda ein und gibt einen hilfreichen Tipp...

Wieder vor unterschiedlichste Probleme gestellt geht es für "Das wilde Pack" auch in der dritten Folge der gleichnamigen Serie von USM turbulent weiter. Sei es nun die abenteuerliche Entdeckungsreise durch die verlassenen U-Bahn-Schächte, der ewig störende Zoodirektor Müller oder eine der anderen einfallsreichen Komponenten: Diese Serie macht einfach Spaß! Dabe wird viel Wert auf die verschiedenen Tiere mit ihren einzigartigen Charaktereigenschaften gelegt, die auch immer wieder zu kleinen Streitereien führen. Die Geschichte an sich ist in einen Gesamtkontext gebettet, und so sollte man die Vorgänge der vorigen Folgen noch halbwegs im Kopf haben. Trotzdem bietet "und der geheime Fluss" natürlich auch eigene Elemente, die diese Folge hörenswert machen und definitiv nicht nur für Kinder gedacht sind.

Stinktier-Dame Tulpe wird von Natascha Cham gesprochen, die wie schon in anderen Cocomico-Produktionen positiv auffällt und mit markanter Stimme eine gute Leistung abliefert. Auch Alexandra Gehrmann ist als Kakadu-Pärchen Kaka und Du hervorragend besetzt. Mit viel Witz und Charme krächzt sie sich durch die Handlung. Mein persönliches Highlight ist aber Christiane Reichert als Anaconda Rafina, die sie sehr hinterhältig wirken lässt. Eine tolle Darbietung! Weitere Sprecher sind unter anderem Jürgen Sieger, Banjamin Werres und Bruno Tendera.

Grundsolide ist die atmosphärische Gestaltung der Geschichte. Ein mitreißender Titelsong, der im Ohr bleibt ist eine gute Eröffnung, dazu kommen kleine akkustische Akzente in der Handlung, die auflockernd wirken und äußerst angenehm sind. Schön ist aber, dass der Fokus auf den Sprechern bleibt.

Eine tolle und vielseitige Covergestaltung sorgt auch für ein optisch rundes Erscheinungsbild. Ein kleines Manko ist allerdings die Gestaltung im Inneren des Booklets, die mit dem grellen rot etwas zu heftig geraten ist. Dafür findet sich dann aber eine Auflistung der Tracks und alles wirkt insgesamt recht übersichtlich.

Fazit: Auch die dritte "Das wilde Pack"-Folge macht Spaß, zumal man sich nun endgültig an die verschiedenen Charaktere gewöhnt hat.


Das wilde Pack - 2. schmiedet einen Plan



Erster Eindruck: Ein Schnabeltier auf Selbstfindung

Nach einem nicht ganz erfolgreichen Beutezug im Zoo kommen Hamlet und seine Freunde vom wilden Pack wieder im Paradies, ihrem unterirdischen Versteck, an. Dort hadert das Schnabletier Oskar mit seinem Schicksal, denn er weiß nicht, zu welcher Tierart er gehört und findet sich auch so ziemlich nutzlos. Deswegen beschließen einige Tiere, ins Naturkundemuseum zu gehen, um mehr über das seltsame Geschöpf zu erfahren. Doch noch ein anderer triebt sich dort des nachts herum: Zoodirektor Müller, der immer noch einen Wolfspelz für seine Tochter haben will...

Nach einer überzeugenden ersten Folge durfte man gespannt auf Teil 2 von "Das wilde Pack" sein, einer Serie, die von einer Gruppe unterschiedlichster Tiere handelt, die gemeinsam versteckt in einer großen Stadt leben und frei von den Menschen leben wollen. Diese Folge dreht sich um das "seltsamste Tier der Welt", Schnabeltier Oskar, und beim Einbruch in das Museum geht es wieder äußerst turbulent zur Sache. Die Geschichte hat auch seine anrührenden Stellen und hat eine tolle Essenz: Es kommt nicht darauf an, was du bist oder wie du aussieht, du kannst auch so eine wertvolle Hilfe und ein toller Mensch... nein, ein tolles Tier sein. Doch das wilde Pack besticht besonders durch eins: Es ist unglaublich komisch! Sei es der niedliche Kolobri Spy, der immer in Reimen spricht oder die Tiere denken, dass rote Knöpfe sprechen, lustig ist es fast immer. Jeder findet unter den vielen Tieren schnell seinen Liebling, und auch Erwachsene finden die Geschichten alles andere als langweilig. Und somit kann ich auch die zweite Folge dieser neuen Serie vollauf empfehlen.

Schnabeltier Oskar wird von Jürgen Sieger gesprochen, der in dieser Rolle ziemlich putzig wirkt und gut darstellt. Lustig wird es mit Anna Stijohann als Spy. Der in Reimen sprechende Kolibri bringt jede Menge Spaß in das Hörspiel. Insgesamt sind alle Sprecher toll und passen gut in ihre Rollen, nur Melanie Werner neigt als fiese Tochter des Zoodirektors zu kleinen Übertreibungen. Weitere Rollen übernehmen Oliver Dollansky, Bruno Tendera und Erzähler Thomas Linden.

Mit dem Titelsong von Andy Muhlack ist ein toller Opener geglückt, der wirklich Lust auf das kommende macht. Allerdings hätte er in der kürzeren Version am Anfang und in der längeren Version am Ende besser gewirkt, jetzt ist der Vorspann etwas zu lang geraten. Die Musik an sich ist wieder gut produziert und unterstützt die Stimmungen der Geschichte.

Die Illustration des Covers ist wie in Folge eins wieder wunderschön und lebhaft. Allerdings stören die vielen Banner doch etwas den Gesamteindruck. Die restliche Aufmachung ist eher schlicht, kann sich aber durchaus sehen lassen.

Fazit: "Das wilde Pack schmiedet Pläne" kann wieder auf voller Länge überzeugen und macht jetzt schon Lust auf die folgenden Teile.


Das wilde Pack - Folge 1



Erster Eindruck: Tierisches Vergnügen

Der Zoodirektor will den Wolf Hamlet töten, um das Fell seiner Tochter zu schenken. Hamlet beschließt zu fliehen, und mit Hilfe seines Freundes, dem Gorilla Barnabas, gelingt es ihm, den Direktor zu überlisten. Jetzt hat er ein Ziel: Das legendäre wilde Pack zu finden, einer Gruppe freier Tiere, die in der Kanalisation der Stadt lebt. Doch kann er den Kolibri Spy, das Stinktier Tulpe und die Pantherdame Shiva davon überzeugen, auch Barnabas aus dem Zoo zu retten?

"Das wilde Pack", eine relativ neue Buchserie vom Autorenduo André Marx und Boris Pfeiffer, handelt von einer Gruppe von Tieren, die durch den jungen Wolf Hamlet lernen, was Zusammenhalt und Freundschaft bedeutet. Dass sich dieser Stoff ideal für eine Hörspielumsetzung eignet, hat nun das Label USM mit einer tollen Umsetzung bewiesen. Die Charaktere sind liebevoll dargestellt und haben ihre ganz speziellen Eigenheiten (so spricht der Kolibri Spy immer in Reimen und Hamlet besteht immer wieder darauf, ein Wolf und kein Hund zu sein), die Dialoge sind witzig und die Story hat neben einem schnellen Tempo und einem spannenden Verlauf ganz versteckt einiges an klugen Gedanken zu bieten. Es macht einfach Spaß, den unterschiedlichen Tieren bei ihren kleinen Streitereien und dem großen Zusammenhalt zuzuhören, und somit ist die Umsetzung voll und ganz zu empfehlen.

Jens-Peter Fiedler spricht den Hamlet und schafft es, ihm die nötige Portion Stolz und Würde zu verleihen, um den Charakter des Wolfs gut herüberzubringen. Toll ist auch Frank Bahrenberg als Gorilla Barnabas, der durch die tolle Sprecherleistung gutmütig und lebhaft wirkt. Shiva, die Pantherdame wird von Suzan Erentok mit leichtem Knurren und Fauchen in der Stimme gesprochen, was äußerst realistisch wirkt. Weitere Rollen übernehmen Natascha Chan, Benjamin Werres und Alexandra Gehrmann.

Der Titelsong geht direkt ins Ohr und ist schön fetzig und rockig. Die ideale Einleitung für dieses spaßige und spannende Hörspiel! Die restliche musikalische Gestaltung ist eher schlicht gehalten, dafür überzeugen die Geräusche mit den passenden Stimmungen und glaubhaften Sounds.

Die Titelillustration ist - auf den Punkt gebracht - einfach nur schön. Ein stimmungsvoller Abendhimmel, davor die Tiere, die Freude und eine Art von Erhabenheit ausstrahlen. Leider wird das ganze durch viele einzelne Banner gestört, vielleicht hätte man einiges davon auf die Rückseite packen sollen. So wirkt es leider ziemlich überladen. Die restliche Aufmachung im Booklet ist übersichtlich und hat wieder das schöne Motiv vom Cover als Auflockerung.

Fazit: "Das wilde Pack" überzeugt mit einer phantasievollen Geschichte und lustigen Charakteren. Ein Kinderhörspiel, bei dem auch Erwachsene gut unterhalten werden!