Asterix – 22. Die große Überfahrt

Asterix - 21. Das Geschenk Cäsars

Asterix – 19. Der Seher

Asterix – 36. Der Papyrus des Cäsar

Asterix – 20. auf Korsika

Asterix – 18. Die Lorbeeren des Cäsar

Asterix – 17. Die Trabantenstadt

Asterix – 16. bei den Schweizern

Asterix – 15. Streit um Asterix

Asterix – 14. in Spanien

Asterix - 13. und der Kupferkessel

Asterix – 9. und die Normannen

Asterix – 8. bei den Briten

Asterix – 7. und die Goten


Asterix – 22. Die große Überfahrt



Erster Eindruck: Hinter dem großen Teich...

Frischer Fisch ist im Dorf der tapferen Gallier leider Mangelware – auch wenn Verleihnix dies wohl anders sehen würde. Doch für seinen Zaubertrank benötigt Miraculix einige frische Meeresbewohner, sodass sich Asterix und Obelix in einem kleinen Kahn auf den Weg machen. Doch sie landen etwas weiter weg als geplant, in einem Land, in dem es schmackhafte Laufvögel und rothäutige Ureinwohner gibt...

Wer die Trickfilme über den kleinen, tapferen Gallier Asterix und seine Freunde kennt, wird auch mit dem Comic „Die große Überfahrt“ vertraut sein – auch wenn dies nicht allen bewusst ist. Denn diese Geschichte diente als Vorlage für „Asterix in Amerika“, wenngleich nur die Grundidee und einige entscheidende Szenen übernommen wurden. Eine deutlich werkgetreuere Umsetzung hat nun Karussell als Hörspiel herausgebracht, das wie die meisten anderen Folgen auch kurzweilig umgesetzt ist. Der Start gelingt sehr charmant und stellt die Gallier in ein liebenswert-chaotischem Licht dar, wobei durch die deutliche Charaktergestaltung viel Humor eingebracht wurde. Der Hauptteil, der Aufenthalt von Asterix und Obelix bei den amerikanischen Ureinwohnern ist ebenso humorvoll gelungen, wobei neben den Verständigungsschwierigkeiten noch einige Anspielungen und Klischees für Lacher sorgen. Am Ende wird die Handlung dann aber etwas konfus, da mit den Wikingern noch eine andere Gruppe den Plan betritt. Hier verliert die Folge deutlich an Charme, da zu viele durcheinandergewüfelt wirkende Szenen auf einmal eingebaut sind. Dennoch ist insgesamt eine unterhaltsame Folge enstanden, die den Geist der Serie aufgreift und behutsam an das Medium Hörspiel angepasst wurde.

Auch die Sprecher haben mir in dieser Folge gut gefallen, allesamt sorgen sie mit einer spaßigen Umsetzung für Lacher. Eckart Dux verleiht beispielsweise dem singenden Troubadix eine sehr ulkige Note und kann seine schrägen Töne gekonnt herüberbringen. Michael Bideller macht seine Sache als Fortwienix ebenfalls sehr ordentlich, er wirkt in der Rolle präsent und verleiht ihr eine spezielle Note. Konstantin Graudus ist als Erik im Einsatz, auch er bringt seine Szenen gekonnt zur Geltung. Weitere Sprecher sind Christian Rudolf, Peter Bieringer und Holger Mahlich.

Die Serie hat längst ihr eigenes Klangkonzept gefunden und klingt dabei sehr comichaft, was sich nicht nur in den vielen eingebauten Geräuschen niederschlägt, sondern durchaus auch für die eingesetzte Musik gilt. Dabei sind einige bereits bekannte Melodien aus vorigen Folgen erneut zu hören, was langsam einen leichten Abnutzungseffekt mit sich bringt.

Natürlich wurde auch hier wieder das Cover der Comicvorlage verwendet und an das neue Format der CD angepasst, sodass man nur einen Auschnitt zu sehen bekommt. Die tosenden Wellen, die das kleine Schiff umspülen, kommen dabei aber ebenso gut zur Geltung wie der beeidigte Blick von Obelix und Asterix' düstere Aussicht in die Ferne.

Fazit: Die Asterix-Reihe von Karussell ist durchgängig solide umgesetzt, aber immer auch von der Vorlage abhängig. „Die große Überfahrt“ sorgt dabei für kurzweilige Unterhaltung mit viel Witz und Charme, nur gegen Ende geht der Handlung etwas die Puste aus und wird mit dem Auftauchen der Wikinger etwas konfus. Dennoch eine insgesamt hörenswerte Umsetzung, die mir viel Spaß bereitet hat.

VÖ: 3. März 2017
Label: Karussell
Bestellnummer: 0602557101379


Asterix – 21. Das Geschenk Cäsars



Erster Eindruck: Wahlkampf auf Gallisch

Eigentlich als nicht ganz freundlich gemeintes Geschenk an einen widerspenstigen Legionär, vergibt Julius Cäsar die Besitzrechte an einem kleinen gallischen Dorf. Über einige Umwege landen diese bei dem Wirt Orthopädix, der schon bald seinen scheinbaren Besitz für sich beanspruchen will. Doch die Bewohner des Dorfes haben einiges dagegen einzuwenden, denn es handelt sich ausgerechnet um Asterix, Obelix und ihre Freunde...

Die Neuvertonung der Asterix-Comics geht in erfreulichem Tempo weiter, mittlerweile ist bereits die 21. Folge der Serie erschienen – und diese thematisiert anfangs mal wieder die ganz besondere Beziehung zwischen Cäsar und dem kleinen gallischen Dorf. Ganz im Stil der Serie ist dies aber nur eine Einleitung für das eigentliche Thema, das mal wieder ein ganz anderes ist als zunächst vermutet. Denn mit der Ankunft von Orthopädix und seiner Familie geht nicht nur die Geschichte so richtig los, es werden auch aktuelle gesellschaftliche Themen in den kleinen Kosmos des Dorfes getragen: Von versteckter Fremdenfeindlichkeit über Küngeleien beim Wahlkampf bis hin zum schlichten Streitigkeiten innerhalb einer Familie – das ist sehr vielfältig, passt sehr gut zueinander und wird witzig und kurzweilig erzählt. Das letzte Drittel der Geschichte ufert dann allerdings wieder ein wenig aus und nimmt noch einige Bögen, die vorher so kompakte Handlung franst etwas aus. Doch das macht nicht viel, denn auch so ist „Das Geschenk Cäsars“ eine stimmige und humorige Umsetzung des Comicklassikers, der trotz des Alters der Geschichte kein bisschen altbacken daherkommt.

Volker Hanisch ist als Orthopädix zu hören, wobei er vom selbstbewussten Politiker bis hin zum kleinlauten Ehemann eine große Bandbreite sicher und glaubhaft vertont. Gelatine, seine Gattin, wird von Ela Nitzsche gesprochen, die mit einer gewissen Schärfe in der Stimme meist recht herrisch klingt und das Klischee einer resoluten Ehefrau ziemlich gut bedient. Ihre Tochter Zechine ist mal zickig, mal kindisch, mal verführerisch, was von Franciska Friede gut in Szene gesetzt wird. Weitere Sprecher sind Achim Schülke, Isabella Grothe und Achim Buch.

Die akustische Umsetzung der Geschichte ist erneut mit wenigen, aber gelungenen Mitteln umgesetzt worden. So sind nur einige Melodien eingesetzt, die bereits aus den vorigen Episoden bekannt sind, aber die Stimmung im Dorf gut einfangen können. Die Geräusche sind sehr prägnant, fast schon ein wenig überzogen, und unterstreichen dabei den comichaften Ausdruck dieser Produktion.

Klar, dass das Covermotiv des Comics auch hier verwendet wird. Zu sehen sind Asterix und Obelix, die gerade eine wilde Prügelei beobachten, die im Hintergrund dank einiger grauer Silhouetten angedeutet wird. Der Hintergrund ist dabei sehr schlicht in weiß gehalten, was sich durch die gesamte Aufmachung zieht. Kleine grafische Elemente lockern dabei den Gesamteindruck etwas auf.

Fazit: Fremde im Dorf der Gallier, die gleich die Herrschaft für sich beanspruchen – ein schlichter Ansatz dieser 21. Folge, aber sehr unterhaltsam ausstaffiert. Schön, wie leichtfüßig aktuelle gesellschaftliche Themen einfließen und wie locker sich die Handlung dabei weiterentwickelt!

VÖ: 9. Dezember 2016
Label: Karussell
Bestellnummer: 0602557101355


Asterix – 19. Der Seher



Erster Eindruck: Trubel im Dorf

Ein alter Mann bringt sich bei den Galliern vor einem schrecklichen Gewitter in Sicherheit und stellt sich als Seher vor. Tatsächlich bewahrheiten sich einige seiner Vorhersagen, und die Gallier sind überzeugt, dass er tatsächlich in die Zukunft sehen kann. Doch Asterix und der Druide Miraculix glauben nicht an seine übernatürlichen Fähigkeiten...

Schon bei den Comics war „Der Seher“ eine der stärksten Folgen von Asterix, und auch die Hörspielumsetzung von Karussell, die seit einigen Jahren neu aufgenommen werden, ist sehr gelungen. Die Geschichte um den angeblichen Seher fängt in einer recht düsteren Szene an, und anfangs macht die titelgebende Figur tatsächlich einen unheimlichen Eindruck. Es ist jedoch sehr interessant zu sehen, wie seine Fassade langsam abblättert, als Asterix den Druck auf ihn erhöht. Und auch die nachfolgende Handlung ist sehr kurzweilig umgesetzt, denn der Seher windet sich immer wieder aus den unangenehmsten Situationen heraus und schafft es, Leichtgläubige von seinen Fähigkeiten zu überzeugen. Natürlich werden auch die Römer wieder in die Ereignisse hereingezogen, ein heftiger Streit im Dorf sorgt für zusätzliche Dynamik, was zu einem sehr witzig erzählten Finale führt. „Der Seher“ hat mir richtig Spaß gemacht und eine knappe Stunde für gute Unterhaltung gesorgt.

Eberhard Haar ist in der Rolle des Sehers zu hören und sorgt mit seiner dynamischen Sprechweise für viel Freude, er reagiert sehr flexibel auf die unterschiedlichen Situationen und passt wunderbar in die Atmosphäre der Serie. Michael Grimm ist natürlich wieder als Asterix mit dabei, seine pfiffige und lebendige Art kommt sehr gut zur Geltung und sorgt immer wieder für charmante Momente. Auch Eckart Dux lässt sich auf die heitere Stimmung im Dorf ein und lässt immer einer humorvolle Ader bei Miraculix durchblicken. Weitere Sprecher sind Guido Zimmermann, Joshy Peters und Douglas Welbat.

Auch hier klingt die Umsetzung sehr comichaft, die Geräusche sind nicht immer ganz natürlich, sondern ziemlich überspitzt, was in etwa auch den dicken Kommentaren in der Vorlage entspricht, wenn ein Römer mal wieder einen Schlag auf den Kopf bekommen hat. Die Musik wiederholt sich innerhalb der Serie immer wieder und sorgt für eine aufgelockerte Atmosphäre.

Natürlich ist auch das Titelbild der Comicvorlage auf dem Cover verwendet worden, der den Seher nicht direkt zeigt, sondern nur als Schatten. Auch die Reaktion der Dorfbewohner ist gekonnt gezeigt: Während Obelix verärgert schaut und der große Teil zusammenschreckt, hat Asterix im Vordergrund einen spöttischen Gesichtsausdruck. Die restliche Gestaltung ist schlicht und enthält nur wenige weitere Zeichnungen.

Fazit: „Der Seher“ ist auch in der Hörspielumsetzung von Karussell eine hörenswerte Folge, die eine heitere Geschichte erzählt. Die Figur des Sehers bringt dabei viel Würze mit ein und sorgt für allerlei spaßige Entwicklungen, auch die so verschiedenen Charaktere der Dorfbewohner kommen bestens zur Geltung.

VÖ: 26.Februar 2016
Label: Karussell
Bestellnummer: 0602547490353



Asterix – 20. auf Korsika



Erster Eindruck: Klischees von der französischen Insel

Zum Ehrentag einer großen Schlacht wird im allseits bekannten gallischen Dorf ein großes Fest geplant, bei dem auch eine ordentliche Rauferei mit einem benachbarten römischen Lager ansteht. Dabei befreien sie den korsischen Häuptling Osolemirnix, der Asterix und den anderen Dorfbewohnern schnell von seiner Heimat vorschwärmt. Und so beschließt der pfiffige Gallier, Osolemirnix gemeinsam mit Obelix nach Korsika zu begleiten...

Asterix spielt immer wieder mit Klischees über verschiedene Völker und greift dabei Vorurteile aus der Gegenwart auf, die in die Vergangenheit transportiert werden. Das funktioniert natürlich nur gut, wenn man diese Anspielungen auch versteht, was auch durch die Hörspielumsetzung der 20. Folge „Asterix auf Korsika“ gezeigt wird. Den Namen des Häuptlings Osolemirnix können die meisten wohl noch mit dem sehr ähnliche klingenden Lieder-Klassiker in Verbindung bringen, auch Blutrache und die verstrittenen Sippen können wohl zumindest noch entfernt eingeordnet werden. Viele der ürbigen Anspielungen sind jedoch wohl eher im frankophilen Raum bekannt, sind aber dennoch locker und heiter umgesetzt. Zudem trägt auch der große Charme der bekannten Charaktere zum Gelingen der Folge bei, schon in den Szenen im Dorf, die recht üppig ausgefallen sind, kommt das Zusammenspiel der streitlustigen Gallier sehr gut zur Geltung. Die Geschichte ist dabei sehr langsam erzählt, die Entwicklungen kommen nicht so recht in Schwung. Was bei den unterhaltsamen Dorf-Szenen oder den witzigen Szenen mit den Piraten noch gut ausgeglichen wird, stellt sich im Mittelteils manchmal als etwas langwierig heraus, da hier zu wenig passiert und auch die Gagdichte nicht sonderlich groß ist. So bleibt insgesamt ein solider, aber nicht wirklich begeisternder Eindruck dieser Folge zurück.

Peter Bieringer ist in dieser Folge als Osolemirnix zu hören, wobei er die Rolle durchaus charmant spricht und dem eigensinnigen Häuptling einige passende Eigenschaften andichtet. Kai Hendrik Möller spricht, wie auch schon in einigen vorigen Folgen, den Piratenkapitän, wobei er viel zu der lockeren und heiteren Atmosphäre beiträgt und seine kurzen Szenen mit Dynamik präsentiert. Auch Michael Grimm und Douglas Welbat als Asterix und Obelix machen ihre Sache wieder richtig gut, ihr großer Charme sorgt immer wieder für Lacher. Weitere Sprecher sind Tilman Borck, Oliver Hörner und Wolf Frass.

Akustisch ist diese Folge insgesamt eher zurückhaltend umgesetzt. Musik ist nur sehr wenig im Einsatz, ein paar Melodien sind zwar in den Szenenübergängen zu hören, diese werden aber von den Kommentaren von Erzähler Wolf Frass etwas unter. Geräusche sind zielgerichtet und passend eingefügt, wobei sie die jeweiligen Szenen recht lebendig wirken lassen.

Natürlich ist das Cover der bekannten Comicvorlage auch hier verwendet worden und lediglich an das andere Coverformat angepasst worden. Natürlich ist am oberen Rand der rote Schriftzug zu sehen, unten eine typische Zeichnung der beiden Hauptfiguren in beschwingter Pose, während der Hintergrund nur in gold und weiß die malerische Landschaft Korsikas andeutet.

Fazit: Die charmanten Figuren und die vielen witzigen Details sorgen auch hier wieder für gute Unterhaltung und viele komische Momente, wobei die Szenen im Dorf besonders gut gelungen sind. Die Handlung ist für diese Laufzeit allerdings etwas zu lang geraten, dass sich im Mittelteil einige langwierige Szenen einschleichen.

VÖ: 27.Mai 2016
Label: Karussell
Bestellnummer: 00602547490377



Asterix – 36. Der Papyrus des Cäsar



Erster Eindruck: Leichte Veränderungen in der Geschichtsschreibung

Cäsar hat endlich sein Werk über den gallischen Krieg – De Bello Gallico – vollendet. Doch sein Berater Syndicus empfiehlt ihm, das Kapitel über die unbeugsamen Gallier zu streichen und den Deckmantel des Schweigens darüber auszubreiten. Doch dieses Vorhaben hält leider nicht allzu lang, denn Asterix und seine Freunde bekommen eine Abschrift in die Finger. Doch wie können Sie das Wissen für die Nachwelt bewahren...?

Karussell folgt mit seiner Neovertonungen der bekannten Asterix-Comics für gewöhnlich der Nummerierung der deutschen Bände, hat allerdings zum Erscheinen des neuen Bandes „Der Papyrus des Cäsar“ diese Vorgehensweise geändert und recht zeitnah als 36. Episode auf den Markt gebracht. Die Machart der neuen Geschichten ist deutlich vom Zeitgeist geprägt, was nach diesem Umbruch besonders auffällt. Persifliert werden hier nämlich die Mechanismen der modernen Medien inklusive Wikileaks und Co, was einige witzige Momente nach sich zieht und den Charme der Figuren wieder gut auszuspielen weiß. Die spaßige Namensgebung funktioniert auch hier wieder gut, und auch das Einbinden eines Horoskops hat mit gut gefallen. Schade, dass es dafür bei der Geschichte manchmal etwas holpert und im Mittelteil keine wirkliche Bewegung aufkommt, hier hätte etwas temporeicher und sicherlich auch spritziger erzählt werden können. Dennoch gefällt mir „Der Papyrus des Cäsar“ ziemlich gut und bringt den Witz der Figuren gelungen in die neue Zeit – samt Anspielung auf die Comicveröffentlichungen ganz am Schluss.

Bernd Stephan ist hier wieder als Cäsar zu hören, mit seiner leicht blasierten Art und der hochtrabenden Betonung passt er sehr gut zu der Rolle und kann auch hier wieder gelungene Auftritte abliefern. Rufus Syndicus wird von Stefan Brönneke gesprochen, der eine solide Leistung abliefert und eine glaubhafte Betonung zeigt. Wolf Frass wird wie immer als Erzähler eingesetzt, seine Passagen gestalten er kurzweilig und bringt mit seiner schwungvollen Betonung Dynamik in die Erzähltexte. Weitere Sprecher sind Robin Brosch, Klaus Dittmann und Eckart Dux.

Wie bereits in den vorigen Folgen wird der Geschichte durch eine passende akustische Gestaltung eine lockere und leichte Atmosphäre verliehen. Flotte Melodien sind während der Szenenwechsel eine angenehme Unterbrechung, während die vielfältige Geräuschkulisse gut auf die unterschiedlichen Szenerien abgestimmt ist und diese lebendiger wirken lassen.

Natürlich wurde für die Hörspielumsetzung das Titelbild der Comicvorlage verwendet, auf der neben Asteric, Obelix und Idefix mit fröhlichem Gesichtsausdruck auch Cäsar mit seinem typischen, milden Lächeln zu sehen ist – allesamt halten dabei einen Teil einer langen Schriftrolle. Die restliche Aufmachung ist wieder in reinem weiß gehalten, wobei ruhig noch mehr Zeichnungen hätten verwendet werden können.

Fazit: Zwar passiert streckenweise recht wenig, sodass dann die Handlung etwas weiter in den Hintergrund tritt. Dennoch wird mit den liebenswert chaotischen Figuren und dem typischen Witz der Reihe eine kurzweilige Atmosphäre geschaffen, die mit vielen Anspielungen auf die heutige Zeit punkten kann.

VÖ: 18.Dezember 2015
Label: Karussell
Bestellnummer: 0602547642608


Asterix – 18. Die Lorbeeren des Cäsar



Erster Eindruck: Eine Wette mit Folgen

Gutemine besteht darauf, dass ihr Gatte Majestix zu ihrem Bruder Homäopati zu Besuch kommt. Doch nach einigen Kelchen Wein geraten die beiden wieder in Streit, und wegen der hochnäsigen Art seines Schwagers lässt sich der Häuptling zu einer ungewöhnlichen Wette ein: Er will Homäopatix zu einem Ragout einladen, dass mit den Lorbeeren des Cäsar gewürzt ist...

Auch Jahrzehnte nach seinen ersten Abenteuern ist der kleine Comic-Gallier Asterix noch äußerst erfolgreich, sodass neben dem Comics, Zeichentrick- und Realfilmen auch Hörspiele zu der bekannten Figur gibt. Karussell produziert eine neue Serie, die sich an die Reihenfolge der Comicvorlage hält. „Die Lorbeeren des Cäsar“ kann, ebenso wie viele seiner Vorgänger, in wenigen Sätzen zusammengefasst werden, dennoch ist die etwa einstündige Produktion wegen der vielen humorvollen Szenen sehr kurzweilig geraten. Der große Charme der Serie geht besonders von den vielen ausdrucksstarken Charakteren aus, auch Homäopatix kommt mit seiner arroganten Art in den ersten Szenen recht signifikant herüber. Natürlich ist klar, dass Asterix und Obelix die Lorbeeren besorgen sollen, was über unterschiedliche Stationen und sogar einen Sklavenhändler geschieht. Die vielen witzigen Momente und die gelungenen Einfälle machen richtig Spaß, sodass auch diese Folge sehr unterhaltsam geraten ist.

Michael Grimm spricht wie immer die Rolle des pfiffigen Galliers. Durch ihn bekommt Asterix eine sehr positive und witzige Ausstrahlung, besonders seine guten Einfälle kommen dabei gut zur Geltung. Douglas Welbat spricht seinen großen Freund Obelix, der mit seiner langsamen Sprechweise immer etwas schwer von Begriff wird, aber auch unüberhörbare Freude wiedergeben kann – eine sehr gelungene Leistung.

In Sachen Musik geht er hier comichaft und witzig zu, wobei viele Geräusche deutlich computergeneriert wirken und so insbesondere Kinder ansprechen dürften. Dennoch ist die Vielfalt durchaus beeindruckend, alles wirkt sehr lebendig. Die Dialoge werden durch viele Sounds unterstützt, Musik wird insbesondere während der Szenenübergänge eingesetzt.

Für das Cover wurde die Zeichnung des Comics verwendet, das Asterix und Obelix in den Mittelpunkt stellt. Voller Stolz und mit erheitertem Gesicht halten sie den Lorbeerkranz des Cäsar in den Händen, der hier nur als Steinstatue zu sehen ist. Die restliche Gestaltung ist wie bei den Vorgängern auch sehr schlicht gehalten, die comichafte Schrift lockert das Ganze aber deutlich auf.

Fazit: Ein humorvoller Einstieg, eine kurzweilige Handlung und ein pfiffiger Schluss – auch diese Folge von Asterix überzeugt mit vielen witzigen Momenten und einer lockeren Ausstrahlung. Die starken Charaktere dieser Folge stechen positiv hervor.

VÖ: 26.Juni 2015
Label: Karussell
Bestellnummer: 0602547126795


Asterix – 17. Die Trabantenstadt



Erster Eindruck: Cäsars neuester EInfall

Julius Cäsar hat einen neuen Plan ersonnen, um die widerspenstigen Gallier aus ihrem Dorf zu vertreiben. Doch statt auf kämpferische Konfrontation setzt er dieses mal auf eine schlaue List: Ganz in der Nähe des Dorfes will er eine Großstadt errichten lassen, die langsam das Dorf für sich einnehmen soll. Doch dabei hat er nicht mit der Gewitztheit der Gallier gerechnet – und mit der Magie des Druiden Miraculix...

Seit einiger Zeit produziert Karussell neue Hörspiele um den bekannten Comichelden Asterix, in erfreulicher Häufigkeit erscheinen seitdem neue Folgen. Mit „Die Trabantenstadt“ ist die mittlerweile 17. Folge veröffentlicht worden, die wieder mal vorrangig in dem kleinen gallischen Dorf spielt. Es ist äußerst vergnüglich erzählt, wie dank der Magie von Miraculix und dem Pfiff von Asterix immer wieder der Plan von Cäsar vereitelt wird. In recht kurzen Szenen werden dabei unterschiedliche Stationen erzählt, mal ziemlich offensichtlich komisch, mal mit hintergründigem Witz durchzogen. Besonders, nachdem die Damen der ersten Bewohner der Stadt das Dorf bevölkern, ergeben sich zahlreiche sehr gelungene Momente, die sogar einen Hauch Sozialkritik enthalten. Während dies vor allem Erwachsenen gefallen dürfte, erfreuen sich die Kinder an den albernen und spannenden Momenten. Die Geschichte ist in einer knappen Stunde sehr kurzweilig erzählt und enthält verschiedene Stimmungen, und auch die Charaktere kommen hier wieder gut zur Geltung. Die passende Produktion trägt ihr Übriges zum Gelingen des Hörspiels bei.

Eckart Dux spricht mit seiner markanten und deutlich gealterten Stimme den Miraculix, was sehr gut zu dem weisen und gelassenen Druiden passt. Kai Henrik Möller sorgt in einer eher kurzen Szene als Troubadix für eine herrlich alberne Szene, seine exaltierte Sprechweise formt einen auffälligen und gelungenen Charakter. Wolf Frass sorgt in seinen kurzen Erzähltexten für eine warmherzige und amüsante Stimmung. Weitere Sprecher sind Bernd Stephan, Sven Dahlem und Achim Buch.

Die Musik ist auf wenige Momente bei den Szenenübergängen beschränkt und nimmt damit nur wenig Einfluss auf die Stimmung. Sie wirkt dann allerdings comichaft und amüsant. Einige Geräusche sind während der Dialoge eingebaut, hätten aber für meinen Geschmack noch prägnanter und vielfältiger eingebaut werden können. So wirkt das Hörspiel an einigen Stellen leider etwas zu blass.

Natürlich wurde auch hier wieder das Cover des Comics für das Titelbild gewählt, dass hier überraschend farblos wirkt. In einem mit Lorbeer umkränzten Ausschnitt ist die Trabantenstadt in tristen Brauntönen zu sehen, nur der ziemlich miesepetrig dreiblickende Asterix bringt vor dem weißen Hintergrund etwas Farbe ins Spiel. Das Innere ist schlicht, aber übersichtlich gestaltet und enthält die üblichen Informationen.

Fazit: „Die Trabantenstadt“ bringt zahlreiche witzige Szenen und einen kurzweiligen Verlauf. Dabei kommen die Charaktere – insbesondere Asterix und Miraculix – wieder gut zur Geltung, während gegen Ende auch ein Hauch Sozialkritik eingebaut ist. Die vergnügliche Erzählung macht deswegen Erwachsenen und Kindern gleichermaßen Spaß.

VÖ: 27.Februar 2015
Label: Karussell
Bestellnummer: 0602547126771


Asterix – 16. bei den Schweizern



Erster Eindruck: Edelweiß, Käsefondue und das rote Kreuz

Agrippus Virus hat mit seinen ausschweifenden Orgien und der sündhaft teuren Einrichtung für Misstrauen bei Julius Cäsar gesorgt, sodass er den Quästor Claudius Incorruptus ur Prüfung nach Condate entsendet. Doch Agrippus vergiftet den Quästor. Als dieser Miraculix um Hilfe bittet, weiß der Druide schnell Rat, doch für den Heiltrank benötigt er das seltene Edelweiß. Und so brechen Asterix und Obelix auf nach Helvetien, um die Pflanze zu suchen...

Es ist fast schon eine kleine Tradition bei Asterix und Obelix: Einer Folge, die hauptsächlich im Dorf spielt, folgt eine Geschichte, in der die beiden Gallier auf Reisen sind. Und so spielt die 16. Folge der Hörspielserie auf dem Weg in die Schweiz, und dabei werden so einige Klischees über das Alpenvolk humorvoll auf die Schippe genommen: Käsefondue, das Bankgeheimnis, politische Neutralität und noch einige andere. In jeder Szene gibt es eine neue Anspielung, und gerade diese Häufung gefällt und sorgt für einen Lacher nach dem anderen. Die Handlung ist dabei recht turbulent erzählt, immer neue Situationen kommen auf Asterix und Obelix zu, unterbrochen von einigen Szenen mit Claudius Interruptus und Miraculix. Die schnellen Wechsel lassen eine gewisse Dynamik entstehen, sodass ein flüssiger Erzählstil entsteht. „Asterix bei den Schweizern“ ist ein sehr witziges Hörspiel geworden, dass mit seinem sehr offensiven Humor überzeugen kann.

Michael Grimm hat wieder die Rolle des Asterix übernommen, mit pfiffigem Klang und einer spontan wirkenden Aussprache kann er den cleveren Gallier sehr gut darstellen. Achim Schülke ist als Miraculix zu hören, er verleiht ihm einen etwas spröden und strengen Charme, kann aber immer auch ein gewisses Augenzwinkern durchscheinen lassen. Gerd Hinze ist als Claudius Incorruptus ebenfalls eine gute Wahl, mit viel Energie ist er bei der Sache. Weitere Sprecher sind Klaus Dittmann, Erik Schäffler, Patrick Elias.

Comichaft und kommt die akustische Gestaltung des Hörspieles daher. So wirken viele Sounds recht künstlich und sind offensichtlich am Computer erzeugt werden, was die Wirkung einer Comicumsetzung jedoch gut zu unterstützen weiß. Dabei wird viel Wert auf einen passende Hintergrund für die Szenen gelegt. Musik wird dabei nicht eingesetzt, sodass die Sprecher von zahlreichen passenden Sounds untermalt werden.

Auch auf dem Cover werden gleich mehrere Schweizer Klischees bedient, Asterix und Obelix sind in einem Banktresor umgeben von zahlreichen Münzen zu sehen. Während Asterix an einem Edelweiß schnuppert, hält Obelix selig einen Leib Käse in den Armen. Die restliche Gestaltung ist recht schlicht, wird aber immer wieder von kleinen Zeichnungen aus dem Comics aufgelockert.

Fazit: Die Reise zu den Schweizern ist gespickt mit Klischees und witzigen Anspielungen, viele Szenen nehmen dabei typische Thematiken aufs Korn. So gerät „Asterix bei den Schweizern“ zu einer sehr witzigen Angelegenheit, während die eigentliche Handlung turbulent und spannend erzählt wurde.

VÖ: 12.Dezember 2014
Label: Karussell
Bestellnummer: 0602537662364


Asterix – 15. Streit um Asterix



Erster Eindruck: Unruhe im gallischen Dorf

Das kleine widerspenstige gallische Dorf ist Julius Cäsar immer noch ein Dorn im Auge. Doch er hat einen neuen Plan, um die eingeschworene Gemeinschaft zu entzweien und sendet Tullius Destuctivus ins Dorf. Dieser schleicht sich dort unter einem Vorwand ein und sorgt gleich mit Intrigen und Verleumdung für Zwietracht. Und tatsächlich: Bald sind die Gallier völlig zerstritten. Hat Cäsar gewonnen?

Nach langen Jahren der Abstinenz vertont Karussell momentan wieder eine der bekanntesten Comic-Reihen als Hörspiel: Asterix. Dabei wird in der Reihenfolge der Comicbände vorgegangen, sodass als 15. Geschichte aus dem gallischen Dorf wieder der „Streit um Asterix“ thematisiert wird. Dabei steht das Wirken von Tullius Destructivus im Mittelpunkt, der ein Talent dafür hat, die Schwächen der Bewohner zu erkennen und sie so gegeneinander aus zu spielen. Das offenbart, dass die Beziehungen untereinander durchaus komplex sind, bereitet aber insbesondere jede Menge Spaß. Dabei wird recht genau auf das Alltagsleben der Dorfbewohner eingegangen, einzelne Charaktere werden recht genau betrachtet. Aus Kleinigkeiten erwächst schnell großes Konfliktpotenzial, sodass das Tempo der Folge recht hoch ist. Gut gelungen ist am Ende der Ausweg aus den zahlreichen Streitereien, alles wird gekonnt aufgelöst und lässt die Dorfgemeinschaft wieder trotz aller Reibereien wie eine Einheit wirken. Eine humorige und temporeiche Folge der Serie, die gut gefallen kann.

Peter Weis ist in der Rolle des Tullius Destructivus zu hören und legt dabei viel Niedertracht in seine Stimme, klingt sehr unsympathisch und schafft damit einen gelungenen Charakter. Bernd Stephan ist – wie auch schon in vorigen Folgen - als Julis Cäsar zu hören und legt eine gewisse Hochnäsigkeit in seine Stimme, auch die immer leicht genervte Grundeinstellung aus den Comics kann er einfließen lassen. Isabelle Grothe macht ihre Sache als Gutemine, der Frau von Majestix, ebenfalls sehr gut und tritt mit viel Energie aus. Weitere Sprecher sind unter anderem Eckart Dux, Henry König und Achim Schülke.

Musik wird in dieser Produktion kaum eingesetzt, sodass die Atmosphäre vor allem durch verschiedene Geräusche erzeugt wird. Manche von ihnen sind im Hintergrund eingesetzt und untermalen die jeweilige Szene in ihrer Wirkung, andere sorgen für ein besseren Verständnis. Insgesamt liegt der Großteil der Atmosphäre aber auf den Sprechern, was mit ihren ausdrucksstarken Stimmen gut gelingt.

Natürlich wurde das Cover von der Comicausgabe übernommen, wobei die leicht modernisierte Neuauflage als Grundlage genommen wurde. Darauf zu sehen sind Asterix und Obelix, die sich einander anschreien, während im Hintergrund andere Dorfbewohner und Römer in heftigen Streitereien verstrickt sind – in symbolischen Grün eingefärbt. Und auch Tullius Detructivus, der sich grinsend die Hände reibt, hat natürlich seinen Platz gefunden.

Fazit: Tullis Detructivus ist eine gelungene Figur und sorgt mit seinen Intrigen für ordentlich Zündstoff. Dabei werden die Beziehungen untereinander wie auch einige Gallier unter die Lupe genommen, was einen sehr vergnüglichen Eindruck hinterlässt. Auch die Auflösung des Ganzes ist gut erzählt und zeigt die Stärken der Serie auf. Kurzweilig und hörenswert.

VÖ: 12.Dezember 2014
Label: Karussell
Bestellnummer: 0602537662340


Asterix – 14. in Spanien



Erster Eindruck: Kleiner Spanier sorgt für Aufsehen

Nicht nur Gallien wurde von den Römern eingenommen, auch die Spanier müssen sich den Angriffen erwehren. Doch aus einem tapferen Dorf wird der Häuptlingssohn Pepe entführt und gefangen gehalten. Um das Dorf in die Knie zu zwingen, wird Pepe von einer Garnison nach Gallien gebracht, wo er auf niemand anderes als Asterix und Obelix trifft. Doch der Kleine hat es faustdick hinter den Ohren...

Nach jahrelanger Pause veröffentlicht Karussell wieder Hörspiele zu Asterix. Dabei wird die Reihenfolge der bekannten Comicvorlagen eingehalten, sodass Folge 14 Asterix und Obelix nach Spanien führt. Bis zum ersten Zusammentreffen von Pepe und den gallischen Helden dauert es jedoch etwas, denn zuerst wird die Geschichte aus beiden Perspektiven getrennt erzählt. Dabei sticht Pepe mit seiner frechen und kindlichen Art schnell heraus und bereitet dem Zuhörer viel Freude, während er die Erwachsenen nach seiner Pfeife tanzen lässt. Während dieser erste Teil eher locker ist, geht es nach dem Zusammentreffen von Asterix, Obelix und Pepe etwas turbulenter zu, denn die beiden Gallier bringen den spanischen Häuptlingssohn zurück in sein Heimatdorf und müssen dabei allerlei gefährliche Situation bestehen. Das ist ebenso kurzweilig und witzig wie eh und je, zumal die drei Charaktere bestens zueinander passen und gerade Pepe und Obelix mit ihren witzigen Charakterzügen für gute Laube sorgen.

Daniel Kirchberger ist hier als Pepe zu hören und stiehlt mit seine rotzig, frechen Art den „Großen“ bald die Show, indem er seine Rolle sehr witzig und vorlaut anlegt. Christian Rudolh spricht den römischen Kommandanten Claudius Bockschus und kann mit seiner markanten Stimme und der glaubhaften, kindgerechten Sprechweise überzeugen. Erzähler Wolf Frass kann mit seinem sehr angenehmen Klang und ruhiger Betonung die kurzen Erzählpassagen sehr lebendig darstellen. Weitere Sprecher sind Achim Schülke, Kai Henrik Möller und Rainer Schmitt.

In Sachen Akustik greifen Regisseur Thomas Karallus und sein Team die comichafte und turbulente Stimmung der Vorlage auf und setzten dabei besonders auf eine vielfältige Geräuschkulisse, die die einzelnen Szenerien betont und ihnen die passende Stimmung verleiht. Dabei geht es mitunter auch schon mal etwas lauter zu, die Sprecher und die Dialoge gehen dabei jedoch nicht unter.

Das Cover des Comics wurde natürlich auch hier als Titelbild verwendet, um den Wiedererkennungswert zu steigern. Zu sehen sind Asterix, Obelix, Pepe und der kleine Hund Idefix, die sich an einem Seil festhalten und freundlich den Betrachter anschauen, während im Hintergrund eine typische Landkarte zu sehen ist, natürlich mit Spanien im Mittelpunkt. Die restliche Gestaltung ist hier sehr schlicht und auf das Wesentliche reduziert worden.

Fazit: Pepe ist der eindeutige Star dieses Hörspiels und überzeugt mit seiner sehr lebendigen und frechen Art. Die Geschichte braucht zwar etwas, um an Fahrt aufzunehmen, kann aber gerade im zweiten Teil und einer stürmischen Handlung überzeugen.

VÖ: 17.Oktober 2014
Label: Karussell
Bestellnummer: 0602537662319


Asterix – 13. und der Kupferkessel



Erster Eindruck: Turbulente Jagd von Asterix und Obelix

Ein Nachbardorf der widerspenstigen Gallier bittet Majestix um Hilfe: Sie haben einen ganzen Kessel voller Sesterzen und wollen ihn vor den römischen Steuereintreibern verstecken. Asterix ist dafür zuständig, den Kessel zu bewachen, doch prompt wird dieser gestohlen. Keine Frage, dass sich der mutige Krieger zusammen mit seinem Freund Obelix sogleich auf die Suche begibt...

Neue Folgen von Asterix – wer hätte erwartet, dass es dazu noch einmal kommen könnte. Doch bei Karussell wurden tatsächlich neue Comics vertont, sodass als insgesamt 13. Folge „Asterix und der Kupferkessel“ erschienen ist. In der neuen Produktion kommt die Stimmung im gallischen Dorf sehr gut herüber, das Zusammenspiel der verschiedenen Charaktere ist zwar etwas heruntergebrochen, was aber aufgrund der vorherrschenden Vielfalt mit den vielen Details nicht verwunderlich ist. Dennoch kommt die turbulente und keineswegs friedfertige Atmosphäre sehr gut zur Geltung und wirkt sehr unterhaltend. Auch der Einsatz des Erzählers ist gelungen, statt die Dialoge einfach aneinanderzureihen trägt er mit seinen Kommentaren zum besseren Verständnis bei und kürzt die Handlung etwas, um sie an das Medium Hörspiel anzupassen. Die Handlung ist hier ziemlich witzig und gelungen, zahlreiche Hindernisse stehen bis zur Wiedererlangung des Kessels um Wege und tragen so zum Unterhaltungswert bei. Schön, dass er der pfiffige Gallier wieder auf CD geschafft hat!

Michael Grimm ist in der Neuproduktion als Asterix zu hören, er verleiht der bekannten Figur einen pfiffigen Charakter und wirkt immer sehr präsent und glaubwürdig. Douglas Welbat gefällt mir als Obelix sehr gut, er kann sowohl eine gemütliche als auch eine etwas kindische Note mit einbringen und hat dabei oft die Lacher auf seiner Seite. Kai Henrik Möller spricht den Piratenkapitän, der als Running Gag immer wieder mit den Galliern aneinandergerät und kann seine kurze Szene mit viel Energie ausstatten. Weitere Sprecher sind Tetje Mierendorf, Tilman Borck und Gerhart Hinze.

Die akustische Umsetzung der Geschichte ist hier recht gelungen, wobei kaum Musik eingesetzt wird. Der weitaus größte Teil der Atmosphäre wird deswegen neben den Sprechern von zahlreichen und passenden Geräuschen erzeugt. Diese wirken recht kindgerecht und comichaft, aber manchmal auch etwas künstlich. Insgesamt gefällt mir diese Umsetzung aber gut.

Das Cover des Comics wurde hier modernisiert und etwas aufgehübscht, sodass es einen etwas modernen Ausdruck bekommt. Asterix und Obelix laufen darauf symbolisch dem Kupferkessel hinterher, der auf einem goldenen Wagen davonrollt und während der Fahrt einige Münzen verliert. Die restliche Gestaltung ist sehr schlicht, nur wenige Motive aus dem Comics haben hier Einzug gefunden.

Fazit: Die Neuauflage der Comicklassiker überzeugt mit einer passenden Geräuschkulisse, einer gelungenen Anpassung an das Medium Hörspiel und vielen guten Sprechern, die die Handlung zum Leben erwecken. Die vielen witzigen Momente sorgen hier für gute Unterhaltung.

VÖ: 17.Oktober 2014
Label: Karussell
Bestellnummer: 0602537662302


Asterix – 9- und die Normannen



Erster Eindruck: Ein Feigling und eine wilde Meute

Die widerständigen Gallier bekommen Besuch von Grautvornix, dem Neffen von Majestix. Dieser wurde von seinem Vater in das Dorf geschickt, damit er ein richtiger Mann wird. Doch dieser lehrt die Bewohner lieber, wie man heutzutage in Lutetia tanzt und hat kein Interesse daran, mutig und tapfer zu werden. Doch kurz darauf landen die Normannen an der nahe gelegenen Küste mit nur einem Ziel – sie wollen die Furcht lernen, die bekanntlich Flügel verleiht...

2006 erschien als „Asterix und die Wikinger“ der bisher letzte Zeichentrick-Film, einige Jahre später wurden Motive des Comics auch in einer Realverfilmung verwendet. Ebenfalls aus dem Jahr 2006 stammt aber auch die Hörspielumsetzung von Karussell, hier allerdings unter dem Originaltitel „Asterix und die Normannen“. Die Folge spielt vorrangig im Dorf und in den nahe gelegenen Wäldern, sodass man viel von dem ganz besonderen Charme, der ganz besonderen Stimmung des Dorflebens mitbekommt. Gleich zwei gelungene Ideen haben dabei Einzug gefunden und bringen die Geschichte ans Laufen: Einerseits Grautvornix, der ängstliche Neffe von Majestix, der als ziemlich verweichlicht und typischer Großstädter dargestellt wird, am Ende aber natürlich auch seine mutige Seite zeigen kann. Da es hier eher auf den Spaßfaktor ankommt, wird die Wandlung kurz und bündig dargestellt. Anderes Antriebswerk der Folge sind die unerschrockenen Wikinger, die unbedingt lernen wollen, Angst zu haben. Sie werden ziemlich wild und unbändig dargestellt, ihr ungewöhnliche Wunsch bringt eine humorvolle Komponente ein. Besonders, wie ihnen schließlich Furcht eingeflößt wird,ist witzig umgesetzt und passt sehr gut in die Serie. Der Humor kommt hier nicht zu kurz, ist aber nicht ganz so vordergründig wie in anderen Folgen, er wird eher aus der Persiflage der Wikinger und auf den Großstädter Grautvornix gewonnen.

Stefan Brönnecke ist als Grautvorix Gastsprecher der Folge. Er verlieht seiner Stimme einen leicht versnobten Klang und spielt sich dynamisch und glaubwürdig durch die Handlung. Olaf Maulaf, der Häuptling der Normannen, wird von Klaus Dittmann gesprochen, der mit lauter und polternder Stimme einen grobschlächtigen Eindruck verbreitet. Douglas Weltbat ist als Obelix zu hören, setzt den starken Gallier mit gutmütiger, manchmal auch etwas einfältiger Stimme passend um. Weitere Sprecher sind Thomas Kröger, Thomas Karallus und Wolf Frass.

Die jeweilige Stimmung der Szene wird hier oft mit passenden Geräuschen untermalt, die eine vielfältige Soundkulisse bilden. Manchmal wirkt dies etwas unübersichtlich und chaotisch, da auch viele Geräusche eingebaut wurden, die die Handlung verdeutlichen sollen. Kurze Musikstücke ergänzen die atmosphärische Gestaltung und sind immer wieder zur Trennung einzelner Szenen verwendet worden.

Für die Comics gibt es zahlreiche verschiedene Coverversionen, für diese Umsetzung wurde eine sehr modern wirkende Gestaltung ausgewählt. Im Vordergrund ist ein Normanne zu sehen, der den ängstlich dreinblickenden Grautvornix am Kragen gepackt hält und ihn wütend anschaut. Im Hintergrund ist eine wilde Schlägerei zu sehen, bei dem sich Asterix, Obelix und ein weiterer Normanne von den schemenhaften anderen Kämpfern abheben.

Fazit: Die Kombination aus viel Humor und einer kurzweiligen Handlung ist hier witzig und spannend umgesetzt worden. Sowohl die Figur des Grautvornix als auch das wilde Volk der Normannen sind gelungen umgesetzt worden und bringen die Handlung in Fahrt. Die Umsetzung ist stellenweise etwas überfrachtet, wirkt aber auch spaßig und gibt die Stimmung des Comics gelungen wieder.

VÖ: 28.April 2006
Label: Karussell
Bestellnummer: 0602498768471


Asterix – 8. bei den Briten



Erster Eindruck: Gekochtes Wildschwein mit Pfefferminzsoße

Nicht nur die Gallier werden von den Truppen Julius Caesars bedrängt, auch die Briten haben unter den Angriffen zu leiden. Und so besucht Teefix, ein Vetter von Asterix, das kleine gallische Dorf, um sich etwas von dem Zaubertrank zu holen. Um für seine sichere Reise zu garantieren, begleiten Asterix und Obelix ihn auf seiner Fahrt. Doch ganz reibungslos geht dies nicht von statten...

Kaum jemand, der in seiner Kindheit nicht mindestens ein oder zwei Comichefte von Asterix, dem pfiffigen Gallier gelesen hat. Auch heute noch gehört die Reihe zu den erfolgreichsten Comicveröffentlichungen. Die Hörspielumsetzung von Karussell hat eine moderne Neuumsetzung des Stoffes zum Ziel, was auch der achten Folge „Asterix bei den Briten“ deutlich anzumerken ist. Durch den Einsatz eines Erzählers wird die Handlungen flott vorangetrieben, die einzelnen Dialoge gut miteinander verstrickt, er erzählt, was sonst in den Bildern des Comics zu sehen ist. Hier ist er besonders in den ersten Szenen unverzichtbar, wenn er die Eigenheiten der Briten und den Grund für Teefax' beschreibt. Hier kommt auch der Humor der Folge sehr gut zu tragen, wenn das britische Volk ordentlich auf die Schippe genommen wird – und das zieht sich durch die gesamte Folge. Seien es die speziellen Essgewohnheiten, die Eigenheiten der englischen Sprache oder die seltsame Angewohnheit, um fünf Uhr Nachmittags heißes Wasser zu trinken, alles wird mit einem deutlichen Augenzwinkern versehen. Die Geschichte orientiert sich an der turbulenten Reise von Asterix, Obelix und Teefax, auch die lange Suche nach dem Zaubertrank, der zwischenzeitlich abhanden gekommen ist, wird gekonnt thematisiert. Die liebevollen Figuren mit ihren speziellen Eigenschaften kommen dabei gut zur Geltung und runden das flotte und kurzweilige Hörspiel gekonnt ab.

Peter Heinrich ist in dieser Serie als Asterix zu hören, seine Stimme klingt hier sehr schnarrend und gleichzeitig recht hoch. Zuerst klingt dies recht merkwürdig und ungewohnt, im Laufe der Zeit gewöhnt man sich aber daran und kann seiner energischen Umsetzung viele positive Seiten abgewinnen. Michael Harck spricht den Briten Teefax, mit seiner leicht hochnäsigen und betonten Stimme kann er das klassische Klischee der Briten bestens erfüllen. Erzähler ist Wolf Frass, dessen angenehme und ruhige Stimme die Erzählteile verständlich und atmosphärisch umsetzt. Weitere Sprecher sind unter anderem Gerd Hinze, Thomas Karallus und Stefan Brönnecke.

Akustisch geht es in dieser Hörspielumsetzung vielfältig und bunt zu. Zahlreiche eingebaute Sounds, die deutlich computergeneriert wurden und einen fröhlich-künstlichen Klang haben, lassen Erinnerungen an Cartoonverfilmungen aufkommen und dürften gerade Kindern viel Spaß bereiten. Auch die Musik sind ebenso flott und witzig umgesetzt, sodass alles wie in ein einheitliches Gewand gekleidet scheint.

Das Cover zeigt – selbstverständlich – eine Zeichnung aus den Comics, allerdings sind die Zeichnungen deutlich moderner und dem Look der neuveröffentlichten Hefte angepasst. Zu sehen sind Asterix, Obelix und Teefax, die samt Zaubertrankfass vor einer Horde Briten fliehen, um Hintergrund wird ein Rugbyfeld angedeutet. Auch die restliche Gestaltung greift immer wieder kleine Motive aus den Comics auf.

Fazit: Die Umsetzung des Comics in der Hörspieladaption ist turbulent, fröhlich und lebhaft gelungen, wobei man sich an einige Sprecher kurz gewöhnen muss. Die Handlung ist kurzweilig und beschreibt eine abenteuerreiche Reise, immer wieder neue Situationen sorgen dabei für Abwechslung, aber auch etwas Verwirrung, da alles recht schnell wechselt. Die Charaktere und deren Eigenschaften kommen sehr gut zur Geltung, Humor ist ein wichtiger Baustein der Folge.

VÖ: 28.April 2006
Label: Karussell
Bestellnummer: 0602498768464


Asterix – 7. und die Goten



Erster Eindruck: Die Entführung des Druiden

Asterix und Obelix begleiten Miraculix zu einem Treffen der Druiden im Kanutenwald. Doch selbst eintreten dürfen sie nicht, sodass sie nicht beobachten können, wie Miraculix mit seinem wundersamen Zaubertrank den Wettbewerb der Druiden gewinnt. Doch kurz darauf wird er von den Goten geführt, sodass sich die beiden gallischen Krieger auf die Suche nach ihm machen müssen – und so einige Tricks anwenden...

Die Comic-Serie Asterix stellt immer wieder andere Völker in den Mittelpunkt eines Bandes und verknüpft diese dann mit Klischees und einigen Anspielungen. Auch „Asterix und die Goten“, das als siebte Folge für die zugehörige Karussell-Hörspielserie produziert wurde, bedient sich an diesem Element und stellt in Bezug auf die französische Sicht auf die Deutschen die Goten als militärisch organisiert und ordnungsliebend dar. Ein bisschen Eigenhumor muss man also schon mitbringen, aber auch ansonsten werden viele witzige Stellen eingebaut. Dabei ist besonders das Treffen der Druiden zu erwähnen, die sich mit komischen Tränken und Zaubern übertreffen. Auch die Erzählweise ist hier sehr gut gelungen, der Sprecher fasst Dinge gut zusammen und kann die sonst in den Comics dargestellten Bilder kurzweilig wiedergeben. Und auch Obelix' Begriffsstutzigkeit und seine freundliche und einfältige Art sorgen immer wieder für Lacher. Die Geschichte, die in kurzweiligen 42 Minuten flott erzählt wird, hat einen flüssigen und spannenden Verlauf, springt schnell von einer Situation zur nächsten und stellt immer neue Begebenheiten in den Vordergrund. Besonders gut gefällt mir die List, mit der die Handlung aufgelöst wird, ein cleverer und gelungener Einfall. Diese Folge ist sehr auf die Handlung fixiert und kann diese flott erzählen, so geht aber manchmal auch Atmosphäre verloren.

Wolf Rathjen ist als Druide Miraculix zu hören, mit seiner angenehmen Stimme und dem ruhigen Klang ist er eine sehr gute Wahl und stellt das souveräne Auftreten des weisen Mannes gekonnt dar. Rhetorik, der Anführer der Westgoten, wird von Gerd Hinze gesprochen, sein prägnanter und lauter Klang stellen einen imposanten Mann dar, dessen Wildheit ebenso wie seine Führungsfähigkeiten herausgestellt werden. Erzähler ist Wolf Frass, der mit ebenso heiterer wie markanter Stimme fröhlich und unbeschwert durch die Handlung führt. Weitere Sprecher sind Michael Harck, Thomas Schüler und Lothar Zibell.

Die akustische Untermalung ist recht vielseitig, aber auch ziemlich plakativ geworden. Zahlreiche Hintergrundgeräusche, teilweise Stimmengewirr oder der Lärm von Kämpfen, bildet eine stetige Geräuschkulisse, viele andere vordergründige Geräusche zur Unterstützung der aktuellen Handlung und kleine, abgehackt wirkende Melodien, um einzelne Szenen voneinander zu trennen und sorgen für eine manchmal etwas überladene, comichafte Wirkung.

In modernem und witzigem Comicstil ist das Cover zu diesem Hörspiel gehalten, das natürlich auf die Zeichnungen der Vorlagen zurückgreift. Die beiden Helden des Hörspiels sind darauf in kämpferischer und angriffslustiger Pose zu sehen, im Hintergrund die ängstlichen Römer, vorn nur durch Schatten sind die Goten mit ihren Spitzhelmen angedeutet. Ein Wegweiser, von denen einer nach Gallien und einer zu den Goten zeigt, ist ein typisches Element aus den Comics.

Fazit: Die Geschichte wird mit viel Tempo erzählt, die einzelnen Situationen reihen sich schnell aufeinanderfolgend aneinander, lassen die Zeit sehr schnell vergehen, wirken aber manchmal auch etwas ungeordnet und hektisch. Viele witzige Momente runden das positive Gesamtbild ab.

VÖ: 28.April 2006
Label: Karussell
Bestellnummer: 0602498768457