Teufelskicker – 67. Paula im Abseits

Teufelskicker – 66. Labrador, noch ein Tor!

Teufelskicker – 65. Die Kicker der Tafelrunde

Teufelskicker – 64. Punktspiel oder Popstar?

Teufelskicker – 63. Sauber gespielt

Teufelskicker – 62. Das Wunder von Bert

Teufelskicker – 61. Das Abstiegsgespenst

Teufelskicker – 60. Ein heißer Ritt

Teufelskicker – 59. Arbeitssieg

Teufelskicker – 58. Heja, Blau-Gelb

Teufelskicker – 57. Quiz-Duell

Teufelskicker – 56. Doppelpass

Teufelskicker – 54. Der Ballflüsterer

Teufelskicker – 53. Zoff bei Zeche 04!

Teufelskicker – 52. Hallen-Duell

Teufelskicker – 51. Schiri in Not

Teufelskicker – 49. Kapitän über Bord!

Teufelskicker – 48. Der Elfer-Elvis

Teufelskicker – 47. 13:0 für die Teufelskicker

Teufelskicker – 46. Eigentor für Moritz

Teufelskicker – 44. Wo ist Tasman?

Teufelskicker – 43. Die Beach-Kings

Teufelskicker – 40. Spiel mir das Lied vom Tor

Teufelskicker – 39. Gipfelstürmer!

Teufelskicker – 38. Catrina bleibt am Ball

Teufelskicker – 37. Der Super-Coach

Teufelskicker – 37. Der Super-Coach

Teufelskicker – 36. Geisterspiel

Teufelskicker - 35. Blau-Gelb gegen die Teufelskicker

Teufelskicker – 34. Freundschaft in Gefahr

Teufelskicker – 32. Sammelfieber

Teufelskicker – 31. Kicken auf Kufen

Teufelskicker – 30. Vampire im Feriencamp

Teufelskicker – 29. Mädchen-Alarm

Teufelskicker – 28. Jäger des verlorenen Pokals

Teufelskicker – 27. Seitenwechsel

Teufelskicker – 26. SOS aus Schweinesand!

Teufelskicker - 25. 1, 2, 3, Winterhexerei

Teufelskicker - 24. Geheimakte Blau-Gelb

Teufelskicker - 23. Im Untergrund

Teufelskicker - 22. Die Teufelskocher

Teufelskicker - 20. Doping im Spiel?

Teufelskicker - 19. Viel Wirbel um Schorschi

Teufelskicker - 18. Spielerin im Abseits

Teufelskicker - 17. Der Milch-Millionär

Teufelskicker - 16. Verpasste Chance

Teufelskicker - 15. Spuk Im Vereinsheim

Teufelskicker - 14. Falsches Spiel beim Turnier

Teufelskicker -13. Sieg um jeden Preis

Teufelskicker - 12.Teufelskicker und Revolverheld


Teufelskicker – 67. Paula im Abseits



Erster Eindruck: Keeper gesucht

Mehmet verletzt sich bei einer ziemlich unangenehmen Begegnung mit einem ihm unbekannten Mädchen im Park an der Schulter. Sein Arzt verpasst ihm für einige Wochen absolutes Sportverbot. Eine Katastrophe für die Teufelskicker, denn ein Ersatztorhüter steht ihnen momentan nicht zur Verfügung. Doch als das Mädchen sich dann als neue Mitschülerin der Teufelskicker entpuppt, geht der Ärger erst richtig los...

Bereits 67. Folgen lang werden Geschichten von den Teufelskickern erzählt, und dabei ist es verständlich, dass sich einige Motive aus den vorigen Folgen wiederholen. „Paula im Abseits“ erinnert jedoch stark an die gar nicht so lang zurückliegende Folge über Rockerin Leonie „Punktspiel oder Popstar“ oder auch „Doppelpass“ über eine junge Punkerin. In allen drei Folgen geht es um ein Mädchen, dass irgendwie nicht in die Norm passt, durch die Freundlichkeit des Teufelskicker dann aber zu einer guten Freundin wird. Nur in der Ausgestaltung der Folgen wird dieses Grundprinzip variiert, sodass ich mir doch etwas mehr Abwechslung für diese Episode gewünscht hätte. Gut eingebaut ist die Verletzung von Mehmet, die weitreichende Konsequenzen für das Team hat. Aber auch das Thema Mobbing wird mit einigen gemeinen Sprüchen und Spitznamen für Paula gut aufgegriffen. Auch wie sich diese gegen die Angriffe wehrt, ist gut erzählt und könnte zum Vorbild für Mädchen werden. Leider ist die Folge recht lang geraten und enthält einige recht langwierige Szenen. Für sich genommen ist diese Folge recht solide, doch durch die Wiederholung des Themas innerhalb der Serie wird der Eindruck etwas getrübt.

Emily Seubert ist in der Rolle der Paula zu hören, sie spricht die Rolle mit viel Energie und kann die kühle, burschikose Art des Mädchens ebenso treffend umsetzen wie ihre spätere Wandlung. Flemming Stein hat als Mehmet hier wieder einen größeren Part, er wirkt dabei wie immer sympathisch und wählt eine glaubhafte Sprechweise. Franciska Friede klingt als Celina etwas hölzern und hat sich scheinbar noch nicht ganz in ihre Rolle hineingefunden. Weitere Sprecher sind Manuela Bäcker, Timo Kinzel und Oliver Rohrbeck.

Die akustische Umsetzung der Folge ist solide wie immer und mit vielen Geräuschen aufgehübscht. So wirken die Szenen lebendig und fast ein wenig comichaft, was den jugendlichen Charakter der Serie unterstreicht. Und natürlich darf die tolle Stadionatmosphäre bei den Fußballspielen nicht fehlen, die dieses mal auch bei einer anderen Sportart authentisch im Einsatz ist.

Paula seht mit abweisendem Gesichtsausdruck am Torpfosten, während im Hintergrund einige Teufelskicker vom hellen Stadionlicht beleuchtet werden. Wie immer im ansprechenden Zeichenstil umgesetzt gefällt mir auch dieses Cover wieder gut. Im Inneren gibt es natürlich wieder die hübsche Auflistung der Mitwirkenden in Form einer Spielaufstellung.

Fazit: Die Geschichte um Paula ist durchaus gut erzählt und bringt einen interessanten neuen Charakter zur Vorschein. Leider gibt es aber hier ziemlich viele Elemente, die man schon aus den vorigen Folgen kennt und die wie eine Wiederholung wirken. Zudem ist die Handlung etwas zu langsam erzählt, sodass insgesamt ein eher durchwachsener Eindruck entsteht.

VÖ: 9. Juni 2017
Label: Europa
Bestellnummer: 888751883420


Teufelskicker – 66. Labrador, noch ein Tor!



Erster Eindruck: Ein Herz für Hunde

Die gesamte Mannschaft der Teufelskicker ist völlig angetan von dem kleinen Labrador, den Trainer Norbert sich angeschafft hat. Doch die Freude schlägt bald in Sorge um, als der Welpe immer schwächer wird und der Tierarzt nicht weiterhelfen kann. Zum Glück steht das nächste Spiel der Teufelskicker in dem Ort statt, in dem auch der Züchter wohnt, sodass gleich einige Nachforschungen angestellt werden können...

Tasman, das Maskottchen der Teufelskicker, ist ein fester Bestandteil der Teufelskicker, immer wieder mischt die aufgedrehte Hund das Geschehen auf. In der 66. Folge der Serie stößt nun ein weiterer Vierbeiner zur Gruppe und wird zum Hauptthema der Folge gemacht. Dabei ist es sicherlich Geschmackssache, wie weit sich eine Jugend-Fußball-Serie von dem populären Spiel entfernen sollte, mir persönlich gefallen allerdings die Folgen besser, die sich stärker dem Fußball widmen. Hier ist dies wieder eher eine Randnotiz, ein Grund für die Reise in die Nachbarstadt oder ein Vorwand, um die Gruppe beim Training zusammenkommen zu lassen – die Geschichte an sich würde auch ohne Fußball funktionieren. Vielmehr ist es eine kleine Abenteuergeschichte geworden, die im Grundsatz an die Fünf Freunde erinnert: Der Tierschutz wird stark thematisiert, die Gruppe ermittelt gemeinsam und kommt üblen Machenschaften auf die Spur. Das ist nicht schlecht erzählt, wirkt in der Serie aber etwas deplatziert, zumal die Handlung erst im letzten Drittel wirklich in Fahrt kommt. So bleibt auch diese Folge eher solider Durchschnitt und wird wohl nur von Fans der Serie als gute Folge wahrgenommen werden.

Oliver Rohrbeck ist hier natürlich wieder als Trainer Norbert mit dabei, sein sehr freundlicher Klang sorgt auch hier wieder für eine gelungene Grundstimmung, aber auch seine Gefühlsregungen kommen sehr gut zur Geltung. Anton Sprick ist natürlich wieder als Moritz mit dabei, er spricht die Rolle suverän wie immer und verleiht dem Teufelskicker einen glaubhaften Ausdruck. Laura M. Ketzer spricht Rebekka wieder mit dem leicht widerborstigen Unterton, kann aber auch die sympathischen Seiten des Mädchens nach vorne stellen. Weitere Sprecher sind Julia Fölster, Alina Degener und Janek Schächter.

Akustisch hat sich an der Folge im Vergleich zu restlichen Serie nicht viel geändert, sodass hier wieder der bereits bekannte Schlachtruf-Titelsong zu hören ist. Zwischen den Szenen gibt es ebenfalls die bekannten Melodien, sodass der Wiedererkennungswert hoch ist. Zu den Geräuschen gesellt sich hier natürlich auch das Fiepen und Bellen des Welpen, was die Szenen gut ausgestaltet.

Im Gegensatz zur Folge wirkt der kleine Labrador auf dem Cover äußerst lebendig und agil, er springt einem Ball der Teufelskicker hinterher. Die niedliche Zeichnung fokussiert sich ganz auf den Welpen, der auch auf dem Backcover noch einmal dargestellt ist. Im Inneren finden sich zwar keine weiteren Extras, aber natürlich wieder die Sprecherauflistung in Form einer Mannschaftsaufstellung.

Fazit: Die Folge kommt hier nur sehr schwer in Gang, für meinen Geschmack entfernt sich die Folge zudem wieder zu weit vom eigentlichen Thema der Serie, dem Fußball. Doch die Stimmung der Serie hat mir wieder gut gefallen, die Charaktere kommen gut zur Geltung, und auch die Sensibilisierung der zuhörenden Kinder auf den richtigen Umgang beim Kauf von Hunden ist lobenswert.

VÖ: 10. März 2017
Label: Europa
Bestellnummer: 888751883321


Teufelskicker – 65. Die Kicker der Tafelrunde



Erster Eindruck: Ein Frieden, der nicht lange hält...

Ein großer Mittelaltermarkt wird in der Stadt aufgebaut, und da so viele Neuerungen eingeplant sind, sollen die Jugendfußballmannschaften den neuen Attraktionen einen Test vollziehen. Und so treffen die Teufelskicker und der VfB erneut aufeinander, einigen sich aber auf eine friedliche Zeit. Doch die alte Rivalität lässt sich anscheinend nicht einfach so ausblenden, und so wird es bald für einige der Spieler ziemlich gefährlich...

Dass sich die Teufelskicker insbesondere um das Thema Fußball drehen, aber eben manchmal auch andere Themen aufgreifen, ist schon häufiger der Fall gewesen. In der 65. Folge hat dies leider nicht ganz so gut funktioniert, vielleicht weil der Gedanke an einen Mittelaltermarkt so gar nicht zum Fußball passen will. Zwar haben die Autoren versucht, mit der Geschichte des Fußballs diese Thematik wieder in den Mittelpunkt zu rücken, diese Dialoge sind aber recht langwierig und hölzern geraten. Da gibt der art der Geschichte um eine Entführung und die dunklen Gänge der Burg schon etwas mehr her und erzeugt durch die verschiedenen Perspektiven Dynamik. Und beim Streifen durch die dunklen Gänge kommt dann auch kindgerechte Spannung auf, die Sorge um die liebgewonnenen Teufelskicker dürfte besonders für die Fans der Serie greifbar sein. Doch der Ausgangspunkt wirkt dann leider doch ziemlich konstruiert, als ob man nach einem Vorwand gesucht hat, die Teufelskicker einzusperren. Auch das Verhalten der VfBler wirkt dabei nicht wirklich authentisch. So kommt leider auch diese Folge nicht über das Mittemaß hinaus und konnte mich insgesamt nicht so recht überzeugen.

Flemming Stein ist in der Rolle des Mehmet wieder sehr sicher, klingt sympathisch und kann dem Torwart der Teufelskicker einige individuelle Eigenschaften verleihen. Laura M. Ketzer ist natürlich wieder als Rebekka mit dabei, ihre immer leicht zickige Art lässt sie allerdings auch hier nicht biestig, sondern eher bestimmt und durchsetzungsstark wirken. Rafi Guessos ist als Gastsprecher zu hören und berichtet als Führer über den Mittelaltermarkt mit angenehmer Stimme auch über die Geschichte des Fußballs, der französische Akzent wirkt aber etwas störend und passt nicht so recht in die Handlung. Weitere Sprecher sind Patrick Bach, Tilman Brock und Tim Kreuer.

Gerade am Anfang wurde ein wenig mit dem Klang gespielt und herumexperimentiert, indem einige mittelalterliche Klänge eingebaut sind und die sonstige Fußballhymnen-Thematik witzig variieren. Auch die Szenen in der Burg werden recht stimmig untermalt und haben für die Zielgruppe der etwas jüngeren Hörerschaft genau die richtige Portien Grusel in petto.

Mit Umhängen, Spitzhüten und Ritterrüstung sind einige der Teufelskicker auf dem Cover mit typischen, mittelalterlichen Accessoires zu sehen. Vor der düsteren Kulisse des nächtlichen Schlosses, das natürlich von einem vollen Mond beschienen und von Fledermäusen umflattert wird, kommt das gut zur Geltung. Die restliche Gestaltung ist wieder stimmig gestaltet und thematisch passend eingekleidet.

Fazit: Es ist zwar löblich, wenn immer wieder neue Themen Einzug in die Serie halten, das Mittelalter will sich aber einfach nicht stimmig einfügen. So wirkt alles doch recht konstruiert, die Charaktere handeln nicht immer nachvollziehbar. Die gute Portion Spannung im Schloss und eine dynamisch erzählte Handlung sorgen dennoch für Kurzweil.

VÖ: 27. Januar 2017
Label: Europa
Bestellnummer: 888751883222


Die Teufelskicker – 64. Punktspiel oder Popstar?



Erster Eindruck: Erster Auftritt für die Punkies

Catrina ist nicht gerade begeistert als sie erfährt, dass ihre Cousine Leonie von Hamburg in ihre Nähe zieht, denn früher war sie äußerst überheblich und eingebildet – und dann soll sie sogar auch noch bei den Teufelskickern mitspielen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten versteht sich Leonie aber sehr gut mit dem Team. Doch ihre Leidenschaft ist nicht der Fußball, sondern die Musik – und gerade das führt immer wieder zu Reibereien...

Die Teufelskicker – klar, das steht für Fußball und eine engagierte Jugendmannschaft. Dass dabei zugunsten eines anderen Themas der Sport ein wenig in den Hintergrund rückt, ist schon seit Anfang der Serie zu beobachten, nie aber so stark wie in der 64. Folge „Punktspiel oder Popstar“. Denn mit dem Auftauchen von Leonie rückt die Musik fast vollkommen in den Mittelpunkt – was kein Wunder ist, denn dadurch soll die neue Europa-Serie „Die Punkies“ vorgestellt werden. Und so dreht sich der Mittelteil um den flippigen Neuzugang, ihrer Leidenschaft als Schlagzeugerin, ihren Problemen mit ihrem Vater und, ach ja, ein wenig Fußball kommt auch noch vor. Das bietet einiges an Awechslung und bezieht auch die bekannten Charaktere der Serie wieder mit ein, entfernt sich aber für meinen Geschmack etwas zu weit von den Ursprüngen der Serie. Der Erzählfluss der Folge hingegen ist gelungen, denn obwohl die Folge doppelt so lang läuft wie eine übliche Episode, kommen kaum langatmige Szenen oder unnötige Entwicklungen auf, alles hat seinen festen Platz. So ist die Vorstellung von Leonie und den Punkies durchaus unterhaltsam gelungen, könnte aber für Fußball-Puristen zu uninteressant sein.

Jenny Maria Meyer ist als Leonie zu hören, und sie schafft mit der frechen und emotionalen Art einen recht prägnanten Charakter, der gerade Kindern eine gute Identifikationsfigur bietet. Daniel Axt spricht ihren Bandkollegen Ben mit einer sehr einfühlsamen Art, er wirkt sehr sympathisch und authentisch. Julia Fölster ist als Catrina ebenfalls wieder sehr lobenswert, sie ist völlig mit ihrer Rolle verwachsen und klingt dabei immer glaubwürdig. Weitere Sprecher sind Ursula Pages, Peter Bieringer und Anton Sprick.

Die akustische Umsetzung ist wie immer bei dieser Serie solide. Die Musikauswahl ist größtenteils bereits aus vorigen Folgen bekannt, oft wird dabei das schmissige Titellied variiert. Die Geräuschekulisse ist stimmig und gerade bei den Fußbalszenen sehr lebendig. Und natürlich gibt es auch einen kleinen Ausblik auf die Punkies, denn Leonie und ihre Band interpretieren hier schon einige Titel.

Das Titelbild strahlt wieder in bunten Farben, wobei besonders das Grün des Rahmens hervorsticht. Gezeigt wird eine Szene aus dem Hörspiel, in der Leonie bei einem wichtigen Freistoß innerlich an einem Song feilt, weswegen die anderen Teufelskicker nicht gerade begeistert dreinschauen. Der ackige Comicstil kommt dabei wieder gut zur Geltung und ist mit vielen Details ausgestattet.

Fazit: Zwar gefällt mir die Idee schon, die neue Punkies-Serie auch bei den Teufelskickern vorzustellen, leider ist der Fußball-Aspekt dabei aber zu sehr in den Hintergrund getreten. Doch die Geschichte ist kurzweilig und durchaus spannend, zumal Leonie mit den Problemen mit ihrem Vater auch so zu einer gelungenen Folge beitträgt.

VÖ: 18. November 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 888751883123


Teufelskicker – 63. Sauber gespielt



Erster Eindruck: Duell auf unbekanntem Gebiet

Es steht mal wieder ein Derby der Teufelskicker gegen ihre Rivalen des VfB an, und nicht nur, dass die Blau-Gelben ihren Sieg leichtfertig verspielen, sie erliegen auch noch einem Streich ihrer Gegner und müssen voller grüner Farbe zur Ehrung durch den Bürgermeister. Das schreit geradezu nach einer Revange, und so lassen sich die Teufelskicker bei einem Sommerfest eine ganz andere sportliche Herausforderung einfallen...

Eine sanfte Annäherungen an Oberfiesling Mark des VfB war am Ende der letzten Folge festzustellen, doch in „Sauber gespielt“ läuft erst einmal alles nach dem alten Schema ab – Rivalität, Streitereien, Streiche. So kommt mal schnell in die Folge herein, wofür auch das Fußballspiel der verfeindeten Stadtmannschaften ganz am Anfang beiträgt. Auch ansonsten ist die Folge dieses mal sehr flüssig erzählt, es wird auch mal öfters zu Mark und Konsorten geschaltet, über mehrere Etappen baut sich sogar etwas Spannung über den Ausgang der Geschichte auf. Zugegeben, wirkliche Überraschungen gibt es nicht, und auch wie die VfBler bei einem recht unfairen Manöver enttarnt werden, mutet recht seltsam an. Doch die eingebauten Anspielungen auf eine vorige Folge und viel Spaß während der Handlung machen hierbei einiges wett, und auch die durchaus kreativen Einfälle sorgen bis zum großen Finale für gute Unterhaltung für Kinder. In einer entscheidenden Szene sind zwei der Protagonisten ganz auf sich allein gestellt, diese sprechen ihre Gedanken dabei laut aus, was sich gut einfügt und ein bisschen mehr Prickeln in die Szene bringt. Und auch hier gibt es am Ende wieder eine fast versöhnliche Szene zwischen den Streithähnen, was der Serie sehr gut steht. Schön, dass sich die Serie hier wieder auf ihre Stärken besinnt und den erhobenen Zeigefinger nicht allzu deutlich erhebt.

Sven Nowatzky macht seine Sache als Niko sehr gut, er klingt sehr authentisch und setzt seine Szenen mit viel Energie um. Daniel Kirchberger klingt als Enes, dem jüngsten Mitglied der Teufelskicker, wieder herrlich aufgedreht und kann so mehr Schwung in die Handlung bringen. Guido Zimmermann ist in der Rolle von Marks Onkel Fred zu hören und gibt sich alle Mühe, grantig und unsympathisch zu klingen, was ihm auch gut gelingt. Weitere Sprecher sind Ela Nitzsche, Holger Mahlich und Eckart Dux.

Die Umsetzung ist auch schon aus den vorigen Folgen bekannt und wird mit den gleichen Elementen umgesetzt: Kurze Musikstücke zur Trennung der Szenen, die meist auf dem Titelsong basieren, dazu zahlreiche Geräusche, die die Handlung lebendig halten, aber auch oft recht künstlich wirken – und natürlich die toll umgesetzten Fußballszenen im Stil einer Radioübertragung.

Mark spielt in dieser Folge eine sehr wichtige Rolle, sodass er auch auf dem Cover einen prominenten Platz gefunden hat. Mit erschrockenem Gesichtsausdruck rutscht er auf der glitschigen Spielfläche aus, während Niko im Hintergrund in seiner Seifenkiste angerast kommt. Wieder ein stimmiges Cover im witzigen Comicstil, das gerade bei der Zielgruppe gut ankommen dürfte.

Fazit: Eine Folge, die kurzweilig erzählt wurde und viele verschiedene Szenen bietet, sodass eine gewisse Dynamik entsteht. Die Rivalität zwischen den beiden Vereinen ist dabei wieder sehr präsent umgesetzt, am Ende aber auch gelungen aufgelockert. Die eingebauten Ideen machen Spaß und bringen Abwechslung in die Handlung.

VÖ: 9.September 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 888751883024


Teufelskicker – 62. Das Wunder von Bert



Erster Eindruck: Gemeinsam Gutes tun...

„Gemeinsam“ heißt der Titel der Projektwoche an der Schule der Teufelskicker, doch während Mark und Konsorten es sich einfach machen und wählen den wohl einfachsten Kurs „Gemeinsam Lachen“. Doch die Teufelskicker beschließen Gutes zu tun und den alten Menschen im Pflegeheim zu helfen. Das ist ganz schon anstrengend, dabei müssen sich die Fußballspieler auch noch am Ende der Woche in einem kleinen Turnier beweisen...

Ein wirkliches Hauptthema für die 62. Folge der Teufelskicker zu finden fällt schwer, denn in der Handlung sind eine Vielzahl von unterschiedlichen Ideen eingebracht. Die Geschichte hangelt sich allerdings an der Projektwoche der Europaschule entlang, sodass sich viele Szenen direkt hieraus beziehen. Das ist sehr flüssig erzählt und bietet einige sehr hübsche Szenen, doch über allem schwebt immer ein moralischer Unterton, der zu gegenseitiger Hilfe, Fair Play im Sport oder auch eine strebsame Arbeitsweise auffordert. Das ist in dieser Fülle leider etwas zu viel, und auch die unterschiedlichen Themen wollen nicht so recht miteinander harmonieren. So gibt es viele einzelne gelungene Momente und Ansätze, in dieser Masse ist das aber leider recht unstimmig. Gut gefällt mir jedoch das Ende, in der auch Mark mal eine sehr sympathische Seite von sich zeigen kann und vom arroganten Widerling über den verschüchterten Jungen auf einmal richtig nett wird – das sollte noch weiter verfolgt werden und würde viel Entwicklungspotenzial für die weiteren Folgen bieten.

Die Sprecher haben mir hier sehr gut gefallen, sie bringen viel positive Energie mit in die Handlung. Tim Kreuer ist hier wieder in der Rolle des Mark zu hören, besonders die gerade beschriebene Wandlung des Widersachers zum sympathischen Mitschüler ist ihm gut gelungen, dabei kommt er auch etwas von seinem überheblichen Ton herunter. Achim Schülke ist als Opa Bert zu hören, mit seiner mitreißenden und herzlichen Art wird er schnell zum heimlichen Star dieser Folge. Sven Dahlem ist als schusseliger und aufdringlicher Lehrer Kleber zu hören, was er mit viel Ausdruck umsetzt. Weitere Sprecher sind Gabriele Libbach, Michaela Kreißler und Carla Becker.

Akustisch ist das Ganze wieder solide umgesetzt, dabei aber natürlich auf den Geschmack der jüngeren Zuhörer zugeschnitten. So wirken einige Geräusche gewollt künstlich und comichaft, und auch die Musik ist an einigen Stellen etwas zu aufdringlich und präsent geraten. Da nur wenige Fußballszenen vorkommen, ist auch die tolle Stadionatmosphäre mit Sprecher Ulli Potofski nur selten zu hören.

Das Cover spielt mit dem Licht des einfahrendes Zuges, der im Hintergrund am Stadion stehen bleibt, es blendet den Torhüter, gegen den Moritz gerade einen Treffer verwandelt. Eine Szene, die mit ihrem witzigen Comicstil gut in die bisherige Covergalerie passt, aber die Ereignisse aus dem Hörspiel leider schon im Vorraus verrät.

Fazit: Hier wurden ziemliche viele Ansätze miteinander vermischt, was zwar zu einem kurzweiligen Verlauf führt, aber eben auch einige Momente wie durchgespult wirken und zu schnell erzählt werden. Zudem sind die moralischen Aspekte zu deutlich nach außen gekehrt, sodass die Folge einen zwiespältigen Eindruck hinterlässt.

VÖ: 3.Juni 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 888751882928



Teufelskicker – 61. Das Abstiegsgespenst



Erster Eindruck: Herbe Niederlagen für die Teufelskicker

Es steht nicht gut in der Liga für die Teufelskicker: Wegen einiger Verletzungen haben sie in den letzten Spielen einige Punkte verschenkt und spielen gemeinsam mit einigen anderen Teams gegen den Abstieg. Doch dann kommt noch eine Schocknachricht: Norbert muss für einige Wochen verreisen und kann die Mannschaft für die anstehenden Spiele nicht trainieren. Und so springt Rebekka ein...

Sicherlich werden die Teufelskicker in der gleichnamigen Hörspielserie von Europa nicht als die Über-Mannschaft dargestellt, die die Liga locker dominiert, es werden auch immer wieder hart umkämpfte, aber eben doch verlorene Partien gezeigt. So schlimm wie in der 61. Folge mit dem passenden Titel „Das Abstiegsgespenst“ stand es aber noch nie um die Mannschaft, was einige Konflikte nach sich zieht. Das ist hier sehr gut dargestellt, besonders wenn sich die Lage nach dem Weggang von Norbert noch verschärft: Die Motivation scheint in den Keller zu sinken, offene Streitereien brechen aus, Rebekka vergreift sich in den Trainingsmethoden. Dabei werden immer wieder in der typischen Marnier der Serie einige Spiele eingebaut, und stetig hat man das Gefühl, dass es jetzt eigentlich bergauf gehen müsste – um dann doch wieder enttäuscht zu werden. Das ist ungewöhnlich hart dargestellt, und gerade deswegen gefällt mir diese Folge richtig gut. Dass am Ende doch noch alles gut wird, für alle auftretenden Konflikte eine Lösung gefunden wird, die Teufelskicker im entscheidenden Moment zusammenstehen und ein wahres Team bilden, ist dann ein versöhnlicher und gut erzählter Abschluss für eine konsequent erzählte Handlung, die mich überzeugen konnte.

Anton Sprick macht seine Sache als Moritz wieder sehr souverän. Er ist in jeder Szene glaubhaft und kann den manchmal etwas aufbrausenden Jungen mit viel Leidenschaft und Temperament ausstatten. Laura M. Ketzer ist als Rebekka wieder voll in ihrem Element, sie lässt ihre Stimme immer leicht zickig und gereizt klingen, aber auch ihre Überforderung mit dem Traineramt kommt gut herüber. Flemming Stein ist als Mehmet wieder solide und kann den Torhüter der Teufelskicker authentisch wiedergeben. Weitere Sprecher sind Sven Nowatzky, Linda Fölster und Daniel Kirchberger,

Bei so vielen Fußballszenen ist die Stadionatmosphäre natürlich wieder besonders wichtig, und obwohl die Geräuschkulisse und einzelne Sounds bereits bekannt sind, funktioniert diese wieder sehr gut. Die Anfangssequenz, die einen Alptraum von Moritz zum Inhalt hat, ist aber etwas überzeichnet und wirkt recht unruhig. Ansonsten gibt es wieder sehr anständig und stimmig produzierte Szenen, die den Fokus auf die Dialoge setzen.

Das Abstiegsgespenst besucht die Teufelskicker in einer kurzen Szene auch in einer sehr gestaltlichen Version, und genau das ist auch auf dem Cover dargestellt. Der Comic-Stil funktioniert dabei auch hier wieder sehr gut, besonders die düstere Beleuchtung ist dabei gelungen. Im Inneren ist die pfiffige Idee, die Sprecher in Form einer Fußballaufstellung aufzulisten, natürlich wieder vorhanden.

Fazit: Die sonst so erfolgsverwöhnten Teufelskicker stehen vor einigen herben Niederlagen, was sehr kurzweilig und ohne die sonst störenden Nebenarme erzählt wurde. Die Konflikte innerhalb der Mannschaft und die vielen vergeigten Spiele werden gekonnt dargestellt, aber natürlich auch Lösungen aufgezeigt. Eine starke Folge der Serie!

VÖ: 15.April 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 888751882829


Teufelskicker – 60. Ein heißer Ritt



Erster Eindruck: Mädchen gegen Jungs

Schon wieder kommen Catrina, Rebekka und Elene zu spät zum Training der Teufelskicker, die Jungs und Trainer Norbert sind mittlerweile ziemlich genervt. Doch ihr Verhalten hat einen wichtigen Grund: Sie müssen sich um einige Pferde kümmern, deren Pflegerin krank geworden sind. Doch die Jungs bestehen darauf, dass Fußnall vorgeht, sodass die drei eine folgenschwere Entscheidung treffen...

Fußball ist ein klassisches Jungenthema – klischeehaft zumindest. Denn auch immer mehr Mädchen interessieren sich für den populären Sport, sodass von Anfang an bei den Teufelskickern auch Mädchen mitgespielt haben. Der Konflikt zwischen Jungs und Mädels bricht allerdings erst in der 60. Folge „Ein heißer Ritt“ richtig hervor – und das mit einem Thema, das eigentlich eher dem weiblichen Geschlecht liegen sollte: Pferde. Glücklicherweise konzentriert sich die Handlung nicht allzu sehr auf die Pflege der Vierbeiner, sondern auf den Streit zwischen den Parteien. Beide vertreten dabei gut ihre Meinung, im weiteren Verlauf weichen beide aber ihren Standpunkt auf und sorgen für einen gelungenen Kompromiss. Schön auch, wie dabei die festgefahrenen Rollenklischees negiert werden und auch die Jungs plötzlich Gefallen am Reiten finden. Und damit das Thema Fußball wieder mehr in den Mittelpunkt gerückt wird, gibt es am Ende noch einen ordentlichen Konflikt mit den örtlichen Rivalen der Teufelskicker, wobei ein Plädoyer für Fair Play gehalten wird. Eine typische Folge der Serie mit einigen starken Momenten und einem kurzweiligen Verlauf.

Julia Fölster hat sich nach ihren Auftritten bei den Teufelskickern auch bei anderen Hörspielen etabliert und zeigt hier wieder, dass sie ihre angenehm weiche Stimme sehr variabel einsetzen kann und immer den richtigen Ton trifft. Laura M. Ketzer bringt als Rebekka wieder sehr gut ihre zickige und durchsetzungsstarke Art zur Geltung, gerade ihr genervter Tonfall ist sehr authentisch umgesetzt. Alina Degener ergänzt das Mädchen-Trio mit einer ebenso glaubwürdigen und passenden Leistung. Weitere Sprecher sind Flemming Stein, Daniel Kirchberger und Tim Kreuer.

Klar, dass auch bei der wohl einzigen Pferdefolge der Serie der Titelsong nicht fehlen darf, der auch im weiteren Verlauf immer wieder in kleinen Motiven wiederholt wird und sich so sehr einprägsam durch die Handlung streckt. Die Geräuschkulisse ist dabei wieder gut erfasst, sodass die Szenen lebendig und sehr nahbar wirken.

Catrina ist auf dem Cover reitend auf einem Pferd zu sehen, dass sich gerade in dynamischer Pose nach oben wirft. Im Hintergrund sind zwei der Jungs mit recht verbissenem Gesichtsausdruck zu sehen, diese kicken aber lieber mit ihrem Fußball. Wie immer kommt der ansprechende Comic-Stil dabei gut zur Geltung, auch der Schriftzug passt wieder sehr gut.

Fazit: Schön, dass der Konflikt zwischen Mädchen und Jungs so angenehm klischeearm und lebendig umgesetzt wurde, aber später alle gemeinsam eine Lösung finden. Auch gefällt mir, dass die Handlung ohne Überspitzungen auskommt und sehr flüssig erzählt wurde.

VÖ: 19. Februar 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 888430095021


Teufelskicker – 59. Arbeitssieg



Erster Eindruck: Moralhammer – aber nicht immer an der richtigen Stelle

Wenn seine Eltern nicht zu Hause sind, veranstaltet Olli regelmäßig die Sport-Garage, wo sich die Jugendlichen der Stadt über Fußball austauschen. Niko, der dabei sogar heimlich um ein wenig Geld wettet, trifft dabei auf den ärmlich gekleideten Marten, der jedoch mit großem Sportverstand überzeugen kann. Beide sind schnell im Wettfieber, sodass sie kurz darauf sogar in ein echtes Wettbüro begeben...

Bei den Teufelskickern werden immer wieder Probleme von Jugendlichen angesprochen, die rund um die erfolgreiche Fußballmannschaft konstruiert oder von neuen Charakteren eingebracht werden. Nicht immer geschieht dies ohne erhobenen Zeigefinger, wie nun auch die 59. Folge der Serie zeigt. Das Sportwettenthema wird dabei zügig aufgegriffen, dass dabei einiges schief läuft ist dabei natürlich nicht sonderlich überraschend. Dabei gibt es einige starke Szenen, die gerade den jüngeren Zuhörern auch gehörige Angst einjagen dürften – wirklich subtil ist das allerdings nicht. Schon besser gefällt mir da die Parallelhandlung, die sich um Marten aufbaut. Hier geht es um ein Geheimnis, das der Junge mit sich herumträgt und das langsam aufgedeckt wird. Schön, dass hier deutlich feinfühliger darauf plädiert wird, hinter die Fassade zu sehen und für die Probleme anderer ein offenes Ohr zu haben, zumal dies recht schmissig erzählt wurde. Eine Sache ist aber in einem Kinderhörspiel ziemlich deplatziert: Dass legitimiert wird, dass man seine Arbeit, für die man bezahlt wird, nicht richtig erledigt, ist sicherlich nichts, was man seine „Helden“ ungestraft machen lassen sollte – gerade wenn das Plädoyer dieser Folge ist, dass man sein Geld durch ehrliche Arbeit verdienen sollte.

Irmi, die Besitzerin des Wettbüros, wird von Katja Brügger gesprochen, die wie geschaffen für diese Rolle scheint. Ihre kratzige Stimme klingt man warm und einschmeichelnd, mal gemein und hinterhältig, sodass sie die beiden Seiten der Frau bestens darstellen kann. Janek Schächter ist wieder als Niko zu hören, er kann wieder eine glaubhafte Leistung abliefern, besonders seine Gedankenlosigkeit kommt gut zur Geltung. Erzähler Thomas Karallus führt mit seiner freundlichen und angenehmen Stimme wieder kurzweilig durch die Handlung. Weitere Sprecher sind Anton Sprick, Tobias Schmidt und Alina Degener.

Der rhythmische und einprägsame Titelsong eröffnet auch diese Folge wieder mit Stadionhymnen-Atmosphäre. Während der Folge sind dieses mal nur recht wenige Fußball-Szenen zu hören, sodass dieses immer wieder sehr gelungene Element nicht so recht zur Geltung kommt. Dafür sind die übrigen Szenen stimmig und mit einer passenden Geräuschkulisse produziert worden.

Schon auf dem Cover wird gezeigt, dass mit Irmi nicht zu spaßen ist, Zwar wird dabei vielleicht schon eine Spur zu viel von der Handlung verraten, dafür ist das düstere Bild mit dem interessanten Lichteinfall stimmig umgesetzt. Der comichafte Stil der bisherigen Cover wurde auch hier wieder übernommen, was man besonders an Marten im Hintergrund sehen kann, der einen sehr extremen Gesichtsausdruck zeigt.

Fazit: Hier verbinden sich prinzipiell zwei Handlungsstränge miteinander, und während der Teil um die illegalen Wetten recht moralisch geraten ist, wird das Geheimnis um Marten einfühlsam aufgedröselt. Insgesamt ist die Folge recht kurzweilig geraten, zumal die Teufelskicker wieder gut miteinander harmonieren.

VÖ: 20.November 2015
Label: Europa
Bestellnummer: 888430094925


Teufelskicker – 58. Heja, Blau-Gelb



Erster Eindruck: Im hohen Norden

Zu einem Freundschaftsspiel werden die Teufelskicker von einer befreundeten Mannschaft nach Schweden eingeladen. Doch neben spannenden Fußballspielen erwarten sie dort auch einige landestypische Aufgaben, die es in sich haben – und das nicht nur wegen der ungewöhnlichen Spezialitäten, die am Begrüßungsabend bereit stehen. Denn bald geraten Norbert und Rebekka in große Gefahr...

Dass die Teufelskicker durchaus in Deutschland herumkommen und gerne auch mal zu weit entfernten Auswärtsspielen fahren, ist in den über 50 Folgen der Europa-Serie nichts ungewöhnliches mehr. In Folge 58 wird es nun sogar international, Schweden ist das Ziel, sodass die Konflikte mit dem VfB oder die beiden nahe gelegenen Schulen mal nicht thematisiert werden. Dafür gibt es Informationen über das Gastgeberland – und das reichlich. Dabei wird ein schmaler Grad zwischen reinen Klischees und tatsächlicher nordischer Kultur beschritten, insgesamt liegt die Handlung dabei wohl irgendwo in der Mitte. Dass bei einer Hörspielserie dann auch mal etwas dicker aufgetragen werden darf, ist völlig okay, dass die Handlung um Norbert und Rebekka allerdings auch noch ziemlich vorhersehbar ist, stört zumindest den geübten Hörspielhörer, der sich auch mal überraschen lassen will – zumal der sonst so verantwortungsbewusste Trainer auch noch unnötige Gefahren eingeht und damit nicht gerade plausibel handelt. Ansonsten ist eine recht unterhaltsame und kurzweilige Folge entstanden, die mit ihren vielen unterschiedlichen Situationen für abwechslungsreiche Momente sorgt, die Story an sich ist aber etwas dünn geraten.

Laura M. Ketzer ist natürlich wieder als Rebekka zu hören, das resolute Mädchen bekommt durch sie einen ganz eigenen, recht rauen Charme, sie überzeugt mit einer authentisch wirkenden Sprechweise. Oliver Rohrbeck klingt als Norbert erneut sehr sympathisch und kumpelhaft, seine auffällige Stimme passt sehr gut zu dem engagierten Trainer, auch wenn er sein merkwürdige Verhalten nicht wirklich glaubhaft machen kann. Daniel Kirchberger ist als Enes mit dabei, er findet sich mittlerweile ganz gut in die Rolle ein und bringt viel Energie mit ein. Die schwedischen Gastgeber werden unter anderem von Timo Kinzel, Till Demtröder und Jannika Jira gesprochen.

Die Melodien zwischen den einzelnen Szenen wiederholen sich in den Folgen immer wieder, besonders bei den Variationen des Titelsongs fällt dies immer wieder auf. Einerseits sorgt dies natürlich für einen großen Wiedererkennungswert, auf die Dauer hinterlässt es aber auch einen monotonen Eindruck. Sehr gelungen sind wieder die vielen Geräusche, die passend und vielfältig eingebaut wurden.

Das Cover greift auf eine der Szenen aus dem Hörspiel zurück und setzt diese in eine einfache, aber ansehnliche Zeichnung im typischen Comic-Stil der Serie um. Zu sehen ist der Hundeschlitten bei einer wilden Fahrt, bei dem nur einer der Mitfahrenden sichtlich Spaß hat. Die übrige Aufmachung ist mit kleinen Motiven aufgelockert, im Inneren gibt es natürlich wieder die Sprecherliste in Form einer Spielaufstellung.

Fazit: Die Reise nach Schweden bietet einige ganz neue Ansätze für die Serie, die auch durchaus reizvoll umgesetzt wurden. So sieht man gern über einige Klischees über das nördliche Land hinweg. Leider ist der Spannungsaufbau recht konstruiert und nicht sonderlich glaubwürdig, sodass diese Folge ab etwa der Hälfte deutlich abnimmt und den positiven ersten Eindruck nicht fortsetzen kann.

VÖ: 25.September 2015
Label: Europa
Bestellnummer: 88843094826


Teufelskicker – 57. Quiz-Duell



Erster Eindruck: Raten statt kicken

Die beiden Erzrivalen der Stadt – die Teufelskicker und der VfB – treffen mal wieder aufeinander, doch das Spiel geht unentschieden aus. Da die Schüler anscheinend momentan das Lernen zu Gunsten des Fußballs vernachlässigen, lassen sich die beiden Trainer und der Klassenlehrer Herr Laubmühlen eine ungewöhnliche Verlängerung einfallen, um den Sieger zu bestimmen: Die Teams müssen in einem Parcours durch die Stadt Quizfragen zum Thema Fußball beantworten...

Quizsendungen haben ja seit einigen Jahren Hochkonjunktur im deutschen Fernsehen, und genau dort setzt auch die 57. Folge der Teufelskicker an. Nach einer witzigen Introszene mit einem alten Bekannten, in der auf das Thema eingestimmt wird, ist aber erst einmal wieder die Rivalität der beiden Stadtmannschaften und natürlich der Fußball im Vordergrund. Nur langsam wird dann auf den Kernpunkt, das Quiz von Lehrer Laubmühlen, umgeschwenkt, und leider haben sich hier einige Ungereimtheiten eingeschlichen. Denn um die Schüler davon zu überzeugen, wie wichtig das Lernen für die Schule ist, ist ein spontanes Ratespiel über deren Lieblingsthema wohl nicht die beste Alternative, und auch eine Übertragung im Radio ist wohl eher unwahrscheinlich – das lässt sich aber wohl für die zuhörende Zielgruppe verschmerzen. Das eigentliche Quiz wird dann recht schmissig umgesetzt, in Form einer Radioreportage mit einer Moderatorin und zwei „Außenreportern“. Abwechselnd sind dann kleine Rätsel und klassische Quizfragen mit vier Antwortmöglichkeiten zu hören, bei denen der Zuhörer zum mitraten aufgefordert wird. Der Bezug zum wirklichen Fußball ist dabei gut gelungen, wenngleich die Protagonisten nicht immer logisch handeln. Schön ist, dass während der Handlung eine Annäherung der beiden Mannschaften stattfindet, wofür auch die gelungene Auflösung steht. Wieder sind einige Stolpersteine vorhanden, dennoch ist „Quiz-Duell“ durchaus unterhaltsam.

Zahlreiche Sprecher sind hier zu hören, einige zur wenige Momente lang, insgesamt ist die Sprecherleistung aber recht gut. Robert Kotulla ist als Herr Laumühlen zu hören, je nach Situation klingt er mal ernst, mal engagiert, mal heiter und trifft so immer einen überzeugenden Tonfall. Daniel Kirchberger hat die Rolle des Enes übernommen, der nun der Rolle entsprechend deutlich jünger als das restliche Team klingt, auch er kann in seiner Sprechweise viel Engagement vermitteln. Oliver Rohrbeck ist natürlich wieder als Trainer Norbert mit von der Partie und klingt grundsympathisch und glaubhaft. Weitere Sprecher sind Swen Nowatzky, Patrick Bach und Jens Wendland.

Da hier nur wenige Fußballszenen zu hören sind, kommt die tolle Stadionatmosphäre nur ganz am Anfang zum Einsatz. Dafür ist auch der Rest gut gestaltet, sodass man Radioaufnahmen und Dialoge gut voneinander unterscheiden kann und alles stimmig zusammengestellt wirkt. Nach jeder Quizfrage wird kurz vor der Auflösung ein kurzes Klingeln eingespielt, sodass man die CD stoppen und mitraten kann.

Das Hoffen und Bangen bei einer Quizsendung wird auf dem Cover gut dargestellt, auch wenn die Darstellung des VfB-Spielers für meinen Geschmack doch etwas zu dümmlich ausgefallen ist. Im Hintergrund werden neben den anfeuernden Trainern noch weitere Zuschauer als Silhouetten dargestellt. Weitere Infos im kleinen Booklet sind leider nicht vorhanden.

Fazit: Die Grundidee ist gelungen, und auch das Quiz an sich bietet dem Zuhörer einige gelungene Momente – leider nicht genügend, um das komplette Hörspiel mit Leben zu füllen. Hinzu kommen einige Unglaubwürdigkeiten, die jüngere Hörer allerdings nicht unbedingt wahrnehmen werden. Insgesamt eine solide Leistung.

VÖ: 21.August 2015
Label: Europa
Bestellnummer: 888430094727


Die Teufelskicker – 56. Doppelpass



Erster Eindruck: Die doppelte Jackie

Bei einem Ausflug in ein Einkaufzentrum sehen Jackie und Serkan ein schwarzhaariges Mädchen, das ziemlich beeindruckende Fußballtricks vorführt. Vielleicht haben sie ja eine neue Mitspielerin für die Teufelskicker gefunden, doch kurze Zeit später beobachten die beiden, wie das Mädchen in einem Schmuckladen eine Kette stiehlt. Und das sollte nicht die letzte Begegnung der drei werden...

Auch die Teufelskicker haben sich der SOS-Kinderdörfer angenommen, die momentan in zahlreichen Europa-Produktionen eine Rolle spielen. Schön, dass auch hier auf das wichtige Thema aufmerksam gemacht wird, zumal auch die Handlung sehr überzeugen kann, die Teufelskicker besinnen sich hier nämlich auf ihre Stärken: Statt weite Reisen oder ungewöhnliche Themen stehen die zwsichenmenschlichen Beziehungen im Vordergrund, eingekleidet in das gelungene Fußball-Umfeld samt Mannschaftsdynamik. Besonders die Beziehung zwischen Jackie und Mia, die ihr ungewöhnlich ähnlich sieht, ist dabei sehr gelungen dargestellt, durch den vielschichtigen Charakter des punkigen Mädchens kommt viel frischer Wind auf. Auch ihre Hintergrundgeschichte ist sehr gelungen dargestellt und mit dem Kinderdorf-Thema sehr gut verknüpft. Das ist auch durchaus berührend und authentisch dargestellt, wobei ganz am Ende vielleicht etwas zu dick aufgetragen wird. Die Verwechslungs-Geschichte um Mia und Jackie ist überraschend und witzig umgesetzt worden. Trotz der vielen Themen passt alles sehr gut zusammen, so kann es mit den Teufelskickern weitergehen!

Leonie Landa übernimmt hier die Rolle der Mia, sie kann das durchaus komplexe Mädchen sehr glaubhaft darstellen und mit viel Energie und Emotionen gelungen erfassen. Jackie wird wieder von Linda Fölster gesprochen, auch sie wirkt authentisch und kann die verschiedenen Stimmungen der Stürmerin gekonnt in Szene setzen. Schön auch, dass Oliver Rohrbeck mal wieder eine größere Rolle hat und Norbert wie immer professionell und empathisch darstellt. Weitere Sprecher sind Oliver Hörner, Cornelia Dörr und Maximilian von Stengel.

Die akustische Umsetzung der Serie ist atmosphärisch und passend gelungen, wobei die Dialoge nicht mit Musik oder Geräuschen überladen wirken, sondern passend und authentisch umgesetzt wurden. Natürlich fallen die Fußballspiele dabei aus dem Rahmen, durch Kommentator Ulli Potofski und eine passende Stadion-Atmosphäre sind diese sehr lebendig in Szene gesetzt worden.

Der Hinweis auf eine Spendenaktion für die SOS-Kinderdörfer darf auch auf diesem Cover nicht fehlen, ansonsten ist wieder ein comichaftes und ansprechendes Bild entstanden, das Mia bei ihren Ballkünsten zeigt. Allerdings ist ihr Pony hier nicht wie im Hörspiel blau, sondern in rot dargestellt. Im Inneren darf die kreative Sprecherliste in Form einer Fußball-Aufstellung natürlich nicht fehlen.

Fazit: Mia ist ein sehr interessanter Charakter, der viel frischen Wind mit einbringt und bestens zu den Teufelskickern passt. Die vielen eingebundenen Themen ergänzen sich sehr gut und lassen die Handlung abwechslungsreich und flüssig wirken. Lobenswert auch hier wieder der Hinweis auf die SOS-Kinderdörfer und deren wichtige Arbeit.

VÖ: 5.Juni 2015
Label: Europa
Bestellnummer: 888430094628


Teufelskicker – 54. Der Ballflüsterer



Erster Eindruck: Und nun die Fußballvorhersage

Zach, der amerikanische Austauschschüler der Europaschule, hat zwei große Leidenschaften: Computer und Fußball. Beides hat er in seinem Programm „Soccer Alert“ kombiniert und behauptet, damit alle Fußballergebnisse voraussagen zu können. Und tatsächlich stimmen die ersten Prognosen, doch Rebekka wird bald misstrauisch und hinterfragt das System...

Auch nach 53 Folgen der Serie geben die Autoren der Hörspielserie „Die Teufelskicker“ den Geschichten immer neue Impulse und Themen, doch wie immer dreht sich auch „Der Ballflüsterer“ um den Fußball. Schwung in die Handlung bringt dieses mal der Austauschschüler Zach mit seinem Computerprogramm, der Start in die Handlung ist dann auch recht locker und kurzweilig geworden. Zach wirkt dabei sehr sympathisch und passt gut in die Szenerie der Teufelskicker. Allerdings ist schon sehr schnell klar, worauf die Geschichte hinausläuft, sodass hier eine sehr überraschungsarme Folge geboten wird. Zudem wirken einige Szenen leider überflüssig, beispielsweise ist eine längere Passage mit Teufelskicker-Erzfeind Mark und seinen Freunden deutlich zu lang und lenkt zu stark vom eigentlichen Thema ab. Und so wirken die fast 70 Minuten dann auch zu lang für den gebotenen Inhalt. Hinzu kommen wieder einige Logiklücken, die zuhörenden Kindern sicherlich nicht auffallen, Erwachsenen aber schnell ins Ohr springen. Hier hätte sicherlich noch etwas am Drehbuch gefeilt werden können. Schön ist natürlich die Erkenntnis, dass sich Fußball nicht vorhersehen lässt und viele Faktoren eine Rolle spielen, aber auch das versöhnliche Ende mit einem gelungenen und fröhlichen Abschluss.

Timo Kinzel ist in dieser Folge als Zach zu hören, er klingt sehr sympathisch und kann sich gut in die Teufelskicker-Clique einfügen, sein amerikanischer Akzent wirkt jedoch etwas zu überzogen und aufgesetzt. Rebekka wird erneut von Laura M. Ketzer gesprochen, ihre recht schnippische Art kommt wieder sehr gut zur Geltung. Florentine Drager ist als Celina eine gute Wahl, sie wirkt glaubwürdig und passt gut zu der Rolle. Weitere Sprecher sind Flemming Stein, Jannek Schächter und Anton Wilms.

Die akustische Gestaltung hat sich seit Beginn der Serie nur leicht verändert, sodass alles wie aus einem Guss wirkt, aber auch nur wenig Abwechslung bietet. Die Variationen des Titelsongs sind jedoch auch hier gut eingebaut und können mit ihrer Stadionatmosphäre für Stimmung sorgen, und auch die restlichen Melodien passen zur Handlung. Auch die Geräusche sind wie immer sehr professionell eingebaut.

Natürlich ist Zach auch auf dem Cover abgebildet, in dem witzigen Comicstil hält er verschmitzt lächelnd seinen Laptop mit dem Ergebnis in die Höhe, welches auch auf der großen Anzeigetafel zu sehen ist. Die moderne und jugendlich wirkende Gestaltung zieht sich auch durch das Backcover und das kleine Booklet, während die undurchsichtigen Teile des Jewelcase erneut in Fußballrasen-Grün eingefärbt wurden.

Fazit: Eine Teufelskicker-Folge, die erneut lockere Unterhaltung bietet, aber leider einige überflüssige Szenen beinhaltet und zudem recht schnell zu durchschauen ist. Dennoch fügt sich der sympathische Austauschschüler gut ins Team ein und kann mit seiner strebsamen Art überzeugen.

VÖ: 13.Februar 2015
Label: Europa
Bestellnummer: 888430094420


Teufelskicker – 53. Zoff bei Zeche 04!



Erster Eindruck: Die Teufelskicker im Ruhrpott

Nach einem hitzigen Auswärtsspiel in Zechendorf, das mitten im Ruhrpott liegt, freunden sich die Teufelskicker schnell mit der gegnerischen Mannschaft an. Und so entschließen sich einige Spieler, noch ein paar Tage länger zu bleiben – nicht zuletzt weil sie ihren alten Freund Schorschi auf seinem Landsitz besuchen können. Doch auf den alten Bergwerkstollen unter dem weitläufigen Gelände soll es spuken – was die Teufelskicker schon bald selbst erleben...

Fußball steht bei den Teufelskickern im Mittelpunkt – zumindest die Spieler des erfolgreichen Vereins brennen für den Nationalsport der Deutschen. Die gleichnamige Serie von Europa sieht sich allerdings durchaus mal nach anderen Genres um und hat damit schon die eine oder andere gute Folge produziert. „Zoff bei Zeche 04!“ versucht dabei eine unheimliche Geister- und Detektivgeschichte mit einzubinden, leider nur mit mäßigem Erfolg. Diese Kombination funktioniert leider nur mäßig und mag sich nicht so recht in das Fußball-Ambiente einfügen, zumal die Geschichte zu viele Baustellen offen hat und nicht so recht weiß, wohin sie will. Dabei sind einige Szenen durchaus gelungen, das Wiedersehen mit Schorschi macht Spaß, das Auftauchen des Geistes im Bergwerk ist stimmungsvoll geraten, die Fußballszenen sind wie immer dynamisch geraten. Doch zusammen können sie einfach nicht so recht überzeugen und wirken etwas zusammengeflickt. Dies ist definitiv nicht die stärkste Folge der Serie, obwohl einige ansprechende Ansätze erkennbar sind.

Die Sprecher sind hier wieder in guter Form und sind mit viel Spielfreude mit dabei. Lukas Sperber ist als Enes beispielsweise energiegeladen und kann einige Szenen mit viel Nachdruck umsetzen. Gerhart Hinze spricht mal wieder den sehr sympathischen Schorschi und klingt auch als Landbesitzer äußerst freundlich und hat eine väterliche Ader. Thomas Karallus setzt seine Erzähltexte erneut locker und kurzweilig um. Weitere Sprecher sind Achim Buch, Volker Hansich und Ben Jung.

Wie immer können besonders die Fußballszenen dynamisch umgesetzt werden, die Stadiongesänge verbinden sich sehr gut mit dem Kommentator Ulli Potofski. Und auch die anderen Szenen sind stimmig umgesetzt, die Variationen des Titelliedes und zahlreiche Geräusche passen gut zu der Geschichte. Das Auftauchen des Geistes im alten Bergwerk ist für jüngere Zuhörer sehr unheimlich und gruselig vertont worden.

Die unterirdischen Stollen sind auch auf dem Cover umgesetzt worden, auf einer einfachen Lore rasen Mehmet und Catrina auf Schienen dadurch, während das Maskottchen der gegnerischen Mannschaft, ein Geißbock, im Hintergrund angedeutet wird. Die Gestaltung der CD ist ansprechend und kindgerecht, wobei die Sprecherauflistung in Form einer Spielaufstellung wieder das Highlight darstellt.

Fazit: Die Reise der Teufelskicker in den Ruhrpott ist etwas zwiespältig. Einige gelungene Parts prägen das Bild, doch hier soll zu viel erzählt werden. So kommen die einzelnen Parts nicht wirklich gut zur Geltung, zumal die Geistergeschichte nicht so recht passen mag. So bleibt diese Folge hinter einigen anderen der Serie zurück.

VÖ: 28.November 2014
Label: Europa
Bestellnummer: 888430094321


Teufelskicker – 52. Hallen-Duell



Erster Eindruck: Zoff mit den Rivalen

Die Winterpause in der Liga steht an, doch für die Teufelskicker geht es gleich mit einem weiteren sportlichen Höhepunkt weiter: Ein Hallenturnier steht an. Neben den Teufelskickern will sich auch der VfB gut vorbereiten, doch beiden Mannschaften steht nur eine einzige Turnhalle zur Verfügung. Während sich die Trainer um Frieden bemühen, machen sich die Mannschaften gegenseitig das Leben schwer...

Die Winterfolge der Teufelskicker mit dem Titel „Hallen-Duell“ kommt ganz ohne weihnachtliche Stimmung auf, das kalte Wetter mit heftigem Schneefall ist jedoch sehr gut integriert und wird gleich mehrfach in der Geschichte aufgegriffen. Und auch das eigentliche Thema ist gut umgesetzt, hier wird der Rivalität der beiden Fußballclubs mal die volle Aufmerksamkeit geschenkt. In dem für die Serie typischen, eher langsamen Tempo wird sich an die Handlung heran getastet, die Situation mit der zu teilenden Halle erklärt. Den Höhepunkt bildet jedoch ein Wochenende, bei dem beide Teams auf sich allein gestellt sind, ohne dass die Trainer auf sie einwirken können. Wie sich der Konflikt immer weiter verschärft, fast eskaliert und dann – natürlich – positiv aufgelöst wird, transportiert eine passende Botschaft, die dieses mal nicht ganz so oberlehrerhaft daher kommt wie sonst manchmal. Auch die Vergleiche zur Berliner Mauer fügen sich hier stimmig ein. Allerdings stößt an einigen Stellen die allzu flapsige oder aufgesetzt wirkende Sprache auf, hier liegen einige Stolpersteine verborgen. Ansonsten ist eine gelungene und kurzweilige Folge entstanden, die stimmig erzählt wurde.

Bert Maschke, der Trainer des VfB, wird von Christian Rudoplh gesprochen, der eine sehr solide Leistung abliefert und einen sympathischen, warmherzigen Mann darstellt. Tim Kreuer hat als Mark dieses mal richtig viel zu tun, den herrischen Rivalen der Teufelskicker Mark setzt er auch hier mit viel Energie um und kann sich am Ende auch von seiner vernünftigen Seite zeigen – was sehr glaubhaft gelingt. Auch Patrick Bach hinterlässt als erfahrener Sprecher in der Rolle des Roberto einen positiven Eindruck. Weitere Sprecher sind unter anderem Kai Hendrik Möller, Alexander Grimm und Oliver Rohrbeck.

Musikalisch wird bei den Teufelskickern meist die gleiche Kost geboten, auch hier sind die Variationen des Titelsongs meist schon bekannt. Zumindest eine neue Version ist dann aber doch eingesetzt und sorgt für ein wenig Abwechslung. Ansonsten stützt sich die szenische Gestaltung vor allem auf diverse Geräusche, die insgesamt gut platziert wurden und glaubhaft klingen, manchmal an Lautstärke aber doch über das Ziel hinausschießen.

Die wilde Schneeballschlacht, die sich die Teufelskicker am Anfang mit dem VfB liefern, ist auf dem Cover thematisiert worden und in dem witzigen und jugendlichen Comicstil umgesetzt worden. Die restliche Gestaltung ist wie immer solide und ansprechend umgesetzt, wobei die witzige Idee mit der Spieleraufstellung als Sprecherliste erneut heraussticht. Weitere Extras sind leider nicht vorhanden.

Fazit: Eine kurzweilige Folge, die Spaß macht und sich mal ganz auf den Konflikt der rivalisierenden Fußballclubs konzentriert. Hier wurde noch viel offenes Potenzial genutzt, die eingebauten Ideen sind stimmig zusammengefügt und ergeben ein rundes Ganzes samt sinnvoller Botschaft. An der Sprache hätte allerdings noch gefeilt werden können.

VÖ: 26.September 2014
Label: Europa
Bestellnummer: 888430094222


Teufelskicker – 51. Schiri in Not



Erster Eindruck: Trubel – mal nicht um die Teufelskicker selbst

Mirko, der neues Vereinsmitglied bei den Teufelskickern ist, ist zwar fußballbegeistert, aber im Spiel eine ziemliche Niete. Sein Ziel ist der Job des Schiedsrichters, und obwohl sogar der sein sehr erfahrener Mentor Herr Gille momentan ziemlichen Gegenwind bekommt, verfolgt er dieses beharrlich. Und bald besteht er die notwendigen Prüfungen und darf sein erstes Spiel pfeifen...

Schier unerschöpflich scheint für die Serie „Die Teufelskicker“ das Thema Fußball zu sein, aus ganz unterschiedlichen Perspektiven wird die beliebte Sportart beleuchtet. Doch tatsächlich wurde erst in Folge 51 der Job des Schiedsrichters in den Mittelpunkt gerückt, hierfür wurde gleich die neue Figur des Mirko eingeführt. An seinem Werdegang zum Schiedsrichter, den ersten Erfolgen und natürlich auch Misserfolgen hangelt sich die Handlung entlang. Sein Aufstieg wird recht flüssig, aber etwas zu ausführlich erzählt, hier hätte man die Handlung ruhig etwas straffen oder später einsetzen können. Das erste Spiel, das von Mirko gepfiffen wird, gerät dann zu einem reinen Desaster für den jungen Schiedsrichter, doch die nachfolgenden Drohungen sind etwas zu aufgeblasen erzählt, zumal allen Hörern – aber nicht den handelnden Personen – sofort klar ist, wer hinter den gemeinen Attacken steckt. Es wirkt schon merkwürdig, wie lange es dauert, bis die Täter endlich feststehen, während die Auflösung des Ganzen zwar ganz pfiffig erzählt ist. Insgesamt wirkt die Handlung aber ziemlich moralapostelisch, was besonders im letzten Spiel zur Geltung kommt – wobei sich noch die ein oder andere unlogische und zwanghaft herbeigeführte Situation einschleicht. Insgesamt wurde die Folge aber recht flüssig erzählt, weswegen sie im soliden Mittelfeld der Serie landet.

Johannes Semm ist hier als Mirko zu hören und hat dabei schnell die volle Aufmerksamkeit des Hörers – einerseits weil seine Rolle hier recht groß angelegt ist, andererseits weil er ein sehr natürliches und glaubwürdiges Auftreten an den Tag legt und die verschiedenen Gefühlslagen des Jugendlichen gekonnt an den Tag legt. Herr Gille, selbst langjähriger Schiedsrichter und Mentor von Markus, wird von Jens Wendland gesprochen, der sehr erfahren und routiniert eine saubere Sprecherleistung abliefert. Erzähler Thomas Karallus führt wie immer souverän und lebendig durch seine angenehm kurzen Passagen. Weitere Sprecher sind Ingo Meß, Robin Brosch und Mark Bremer.

Neben den Sprechern gibt es natürlich auch hier noch zahlreiche weitere akustische Elemente, die das Hörspiel begleiten. So sind neben dem fröhlichen Titelsong samt Stadionatmosphäre immer wieder Variationen hiervon als Szenenübergänge zu hören, was durch zahlreiche passende und glaubhafte Geräusche ergänzt wird. Bei den Fußballspielen fühlt man sich dank vielfältiger Geräuschkulisse wirklich an den Ort des Geschehens versetzt.

Markus, hier mit Brille, grauem Dress und erschrockenem Gesichtsausdruck dargestellt, steht auch auf dem Cover im Mittelpunkt, das eine Szene aus dem Hörspiel zeigt, in dem die Fans ziemlich ärgerlich auf eine krasse Fehlentscheidung des jungen Schiedsrichters reagieren, was in dem modernen Comicstil samt mehrerer Silhouetten gekonnt dargestellt wurde.

Fazit: Die Folge wird in weiten Teilen flüssig und kurzweilig erzählt, auch wenn manche Zusammenhänge nicht wirklich einleuchtend erscheinen und aufgesetzt wirken. Schön ist, wie das Thema Fußball wieder von einer ganz anderen Seite beleuchtet und die Rolle des Schiedsrichters durchaus differenziert betrachtet wurde.

VÖ: 18.Juli 2014
Label: Europa
Bestellnummer: 888430094123


Teufelskicker – 49. Kapitän über Bord!



Erster Eindruck: Niko auf Abwegen

Fortuna Fürstenau ist erst kürzlich in die Liga der Teufelskicker aufgestiegen, doch bisher haben sie jeden Gegner geschlagen. Und auch die Teufelskicker tun sich sehr schwer gegen die starke Mannschaft, nur Kapitän Niko zeigt Einsatz und Können. Und so wird er vom Trainer von Fürstenau nach dem Spiel angesprochen, ob er nicht in sein Team wechseln will. Und wegen der vielen Sponsoren und den guten Aufstiegsmöglichkeiten ist das Angebot sehr verlockend...

Niko ist ein fester Bestandteil der Teufelskicker ist steht seit den Start der Serie immer mal wieder im Mittelpunkt. Auch die 49. Folge der Serie dreht sich vorrangig um ihn und befördert den beliebten und engagierten Spieler in eine völlig neue Situation. Der Start in die Handlung wird schon kurz nach dem ersten Spiel gegen Fortuna Fürstenau eingeleitet, wenn der gegnerische Trainer Niko abwerben will. Die Reaktionen von Trainer Norbert und seiner Kameraden werden dabei ebenso gut dargestellt wie das schmeichlerische Auftreten des gegnerischen Trainers – der in Anspielung auf einen anderen Verein, der des öfteren starke Spieler anderer Mannschaften abwirbt Herr Pepp heißt und einen starken bayrischen Dialekt spricht. Und auch der weitere Verlauf ist aus unterschiedlichen Perspektiven dargestellt, doch die ersten Konflikte sind vorprogrammiert, als Niko bei seinem ersten Einsatz patzt. Und natürlich halten die Teufelskicker nach einigen Querelen zusammen und helfen ihrem Freund, auch wenn dieser ihnen kurzzeitig den Rücken zugekehrt hat. Zusammenhalt, Teamgeist und wahre Freundschaft werden gekonnt dargestellt, hierdurch wird die Konfliktsituation gekonnt aufgelöst. Wie immer wird locker und flockig erzählt, die Gespräche zwischen den Kindern stehen stets im Fokus, sie wirken jugendlich und glaubhaft. Die Handlung ist solide und kann durchaus unterhalten, hat seine Höhepunkte, aber auch einige kleinere Längen.

Der Trainer der Fortuna Fürstenau, Alois Pepp, wird von Kai Hendrik Möller gesprochen, der nicht nur einen glaubhafte bayrischen Dialekt vorträgt, sondern die schmeichlerische, unangenehme Seite des Mannes ebenso gut präsentieren kann. Niko wird erneut von Janek Schächter gesprochen, der zwar sympathisch und dynamisch klingt, hier aber ganz verschiedene Seiten von sich zeigt und auch überheblich und unsicher klingen kann. Laura M. Ketzer ist als Rebekka zu hören, das kluge, aber auch besserwisserische Mädchen mit dem großen Herz wird auch hier wieder gekonnt dargestellt. Weitere Sprecher sind Julia Fölster, Johannes Semm und Anton Sprick.

Highlight jeder Teufelskicker-Folge sind die enthaltenen Fußballspiele, das gilt sowohl für die Handlung als auch für die akustische Umsetzung. Hier werden Fangesänge, Jubel und die aufgeregte Stimme des Kommentators Ulli Potofski ergeben wirkliches Stadion-Flair. Ansonsten wird die Handlung eher schlicht umgesetzt, einige Geräusche und als Übergang Variationen der Titelmelodie sorgen für die notwendige Stimmung.

Klar, dass Nikos Wechsel in eine andere Mannschaft auch auf dem Cover zu sehen ist. Hier steht er in den für ihn ungewohnten Farben weiß und lila in seinem neuen Trikot, eine große Fahne in der Hand und siegessicher lächelnd. Seine Teamkollegen schauen im Hintergrund recht entsetzt drein, während es auch Trainer Norbert auf das Titelbild geschafft hat und die Arme verschränkt finster auf den abtrünnigen Spieler schaut.

Fazit: Eine solide und gut geschriebene Folge der Teufelskicker. Niko steht mal wieder im Vordergrund und kann verschiedene Seiten von sich zeigen, auch mal unsympathisch wirken und darstellen, wie Erfolg einen verändern kann. Auch die Reaktionen seiner Kollegen und die weitere Entwicklung können gekonnt dargestellt werden. Die Anspielungen auf den realen Fußballverein wirken etwas zu aufdringlich, während die Auflösung des Problems mit Pfiff umgesetzt wurde.

VÖ: 4.April 2014
Label: Europa
Bestellnummer: 887254769620


Teufelskicker – 48. Der Elfer-Elvis



Erster Eindruck: Holger Herrlichs Schlagerparade

Das 50. Jubiläum des SV Blau-Gelb steht kurz bevor, und für diesen feierlichen Anlass bereiten Moritz, Catrina und Rebekka eine Fotosammlung von allen wichtigen Spielen der Vereinsgeschichte vor. Nur zu dem legendären „Elfer-Elvis“, de eigentlich Holger Herrlich heißt und ein gefragter Schlagersänger ist, fehlen alle Aufnahmen. Dabei hat sein Elfmeter den Aufstieg des Vereins ermöglicht. Gut, dass Catrinas Oma Elli sich noch gut an diese Zeit erinnern kann...

Eigentlich hätte diese Geschichte bei den Teufelskickern noch zwei Folgen warten müssen, dann wäre das fünfzigste Vereinsjubiläum in der fünfzigsten Folge der Serie gefeiert worden. In letzter Zeit wurden den Fans nicht durchgängig starke Episoden präsentiert, doch „Der Elfer-Elvis“ ist insgesamt gut erzählt und bereitet dem Hörer Freude. In der ersten Szene wird auf die Problematik der Tatsachenentscheidung hingewiesen, bei dem auch schon mal Tore gezählt werden, bei denen der Ball nur scheinbar hinter der Linie war. Dieses Motiv zieht sich durch die gesamte Folge und ist die zentrale Frage: Hat der „Elfer-Elvis“ wirklich getroffen oder nicht? Catrina, Moritz und Rebekka sind bei den „Ermittlungen“ ein gutes Team und gestalten den Hauptteil sehr kurzweilig. Nur manchmal verhalten sie sich etwas unglaubwürdig – sie stellen eine Falle und wundern sich dann tatsächlich, dass diese auch funktioniert hat und alle Beweise vernichtet wurden. Zwei der Figuren stechen deutlich hervor, das sind Oma Elli mit ihrer liebenswerten, aber auch sehr resoluten Art sowie Holger Herrlich, der mit seiner arroganten und nervigen Art für Aufsehen sorgt. Das ist alles hübsch zusammengesetzt und wird durch die Feierlichkeiten gekonnt ergänzt, denn es gibt neben den Feierlichkeiten auch ein ganz besonderes Fußballmatch. Eine kurzweilige und spannende Folge, die wirklich Spaß macht.

Robert Missler ist als Holger Herrlich zu hören. Mit seiner markanten Stimme kann er den unsympathischen Schlagersänger gekonnt umsetzen und ihm einige Facetten abringen, auch die ziemlich lauten Sangesdarbietungen passen sehr gut in dieses Bild. Ursula Pages spricht Oma Elli und verleiht der alten Dame viel Charme, bei ihr fühlt man sich sofort wohl, doch sie kann auch etwas sehr Bestimmtes in ihre Stimme legen. Moritz wird wie immer von Anton Sprick gesprochen, der hörbar Spaß an seiner Rolle hat und auch hier gekonnt auftritt. Weitere Sprecher sind Bernd Stephan, Lennart Krüger und Eckart Dux.

Die akustische Umsetzung der Folge ist wie immer kindgerecht geraten. Die bereits bekannte Melodie aus dem Intro wird auch hier immer wieder für Szenenwechsel genutzt, wirkt dabei aber manchmal etwas nervig. Gut eingebaut sind die Lieder von Holger Herrlich, die wunderbar überzogen schmalzig sind und von Robert Missler mit Inbrunst dargeboten werden.

Die große Jubiläumsfeier ist als Motiv für das Titelbild gewählt worden, das wieder mit dem bekannten Schriftzug samft Teufelshörner-Fußball geziert wird. Die Teufelskicker sind hierauf in Partystimmung zu sehen, Blechbläser sind um sie herum angeordnet, ein helles Scheinwerferlicht lenkt die Aufmerksamkeit auf Holger Herrlich, der im Hintergrund stilisiert dargestellt wird.

Fazit: Eine kurzweilige Detektivgeschichte für Moritz, Catrina und Rebekka, die in der Vergangenheit ermitteln und im Laufe der Zeit unglaubliches herausfinden. Der zwielichtige und schmierige Schlagersänger und ein furioses Tor sorgen für interessante Aspekte, der Handlungsverlauf ist kurzweilig und spannend. Eine gelungene Folge.

VÖ: 14.Februar 2014
Label: Europa
Bestellnummer: 887254769422


Teufelskicker – 47. 13:0 für die Teufelskicker



Erster Eindruck: Eine fatale Wette und ihre Folgen

Mit satten 12 Toren ohne Gegentreffer haben die Rivalen der Teufelskicker, der VfB, die momentan Tabellenletzten und Trainerlosen Sportfreunde Schmalstedt vom Platz gefegt. Deswegen lassen sich die Teufelskicker auf eine Wette ein und wollen mindestens 13:0 gewinnen. Doch daran droht das Team zu zerbrechen, und tatsächlich müssen sich die Blau-Gelben bald von einem ganz besonderen Mitglied verabschieden…

Dass Fußball nicht mehr nur eine Männerdomäne ist, zeigt nicht nur die zunehmende Popularität der Frauen-Nationalmannschaft, sondern auch die erfolgreiche Fußballjugend-Hörspielserie „Die Teufelskicker“, in der sich einige Mädchen längst als Stammmitglieder etabliert haben. Dennoch wird in der 47. Folge auch sehr schön gezeigt, dass Machogehabe und Angeberei dennoch ihren festen Platz haben. Und so wirken die sonst so sympathischen und fairen Teufelskicker über weite Teile ziemlich unsympathisch, machen sich über die schwächere Mannschaft lustig, verlieren ihr eigentliches Ziel aus den Augen und stänkern dann auch noch ordentlich gegen ihre Teamkameradin, lassen ziemlich gehässige Kommentare los. Natürlich wird ihnen im Laufe der Folge klar, dass ein solches Verhalten unmöglich ist, dennoch ist die Stimmung hier nicht wirklich gut. Sehr schön hingegen, wie die Damen der Mannschaft darauf reagieren, sie äußern deutlich ihre Meinung, sind hilfsbereit und lassen wahren Sportsgeist durchblicken, zeigen, dass sich harte Arbeit und unkonventionelle Denkweisen lohnen. Diese beiden Extrema hätten auch etwas sanfter ausfallen können, denn zu der bisherigen Gestaltung der Charaktere will das Machogehabe nicht so recht passen. Zudem ist die Moralkeule am Ende zu deutlich angesetzt, die Quintessenz der Handlung hätte auch ohne dieses Statement seine Wirkung gefunden. Der Verlauf der Handlung ist hingegen gut gelungen, zahlreiche neue Gegebenheiten, punktierte Gespräche und ein spannender Verlauf spielen die Stärken der Serie aus. Und auch der Fußballanteil ist hier recht hoch, ganze vier Spiele werden hier kommentiert – zwei davon in einer Konferenzschaltung – ohne dass die Spiele zu viel Raum einnehmen würden. Und es geht mal wieder nur um Fußball, und das tut der Serie nach einigen Ausflügen in andere Gefilde auch sehr gut!

Laura M. Ketzer hat als Rebekka hier mal wieder eine größere Rolle, als junge Trainerassistentin kann sie die leicht zickige und besserwisserische Art des Mädchen darstellen, aber eben auch ihr gutes Herz, ihren Ehrgeiz und ihre sehr pfiffige Art. Flemming Stein, der sonst immer als Mehmet eine sehr gute Leistung abliefert, scheint mit den Schimpftiraden des Torwartes etwas überfordert und wirkt in diesen Szenen etwas überzogen. Alina Degener kann in den Dialogen zwar wie immer überzeugen, als Gast-Kommentatorin schafft sie es aber nicht, die Stimmung des Spiels einzufangen und wirkt hier etwas hölzern. Weitere Sprecher sind Jesse Grimm, Martin May und Johannes Semm.

„Ole, ole, ole“ dröhnt es beim Titellied wie ein Fangesang aus den Boxen, unterstützt von Pauken und Pfeifen. Wie immer ein guter Start, die einprägsame Titelmelodie wird auch immer wieder als Trennung zwischen den Szenen genutzt. Bei den Dialogen findet keine musikalische Begleitung statt, dafür werden hier einige passende Geräusche eingesetzt. Stark wie immer sind die kommentierten Fußballszenen umgesetzt, hier kommt gut die Stadionatmosphäre herüber.

Mehmet wirft sich jubelnd auf den Rasen, die Arme siegesgewiss in die Höhe gestreckt, das Gesicht zu einem breiten Grinsen verzogen. Im Hintergrund sind ist weiteren euphorischen Teufelskickern eine große Anzeigetafel mit dem Endergebnis des Teufelskicker-Spiels zu sehen: Das Titelbild ist gelungen und ansprechend gestaltet, auch die restliche Gestaltung mit der kleinen Trackliste und der pfiffigen Sprecherauflistung ist positiv.

Fazit: Mit fast 77 Minuten eine ziemlich lange Folge der Teufelskicker, dafür passiert auch einiges. So wirkt die Handlung ausführlich geschildert und zeigt eine gelungene und spannende Entwicklung. Leider verhalten sich gerade die männlichen Teufelskicker – angeführt von Mehmet – ziemlich unsympathisch und damit ganz anders als man es von ihnen gewohnt ist. Das trübt das Hörspiel doch deutlich, ebenso wie die Moralkeule am Schluss. Schade um die wirklich sehr ereignisreiche Handlung.

VÖ: 22.November 2013
Label: Europa
Bestellnummer: 887254769323


Teufelskicker – 46. Eigentor für Moritz



Erster Eindruck: Konkurrenzkampf bei den Teufelskickern

Zu Beginn des neuen Schuljahrs gibt es gleich zwei Überraschungen für Moritz und seine Klassenkameraden, zwei neue Schüler werden ab jetzt mit ihnen gemeinsam unterrichtet. Der eine ist wohlbekannt: Es ist Mark, ihr Erzrivale. Der andere ist Roberto, ein junger Spanier, der sich schnell als richtig guter Fußballspieler herausstellt. Klar, dass die Teufelskicker versuchen, ihn auf ihre Seite zu ziehen…

Die Teufelskicker nähern sich immer weiter einem runden Jubiläum, fast 50 Folgend er Jugendfußball-Serie sind nun bereits auf dem Markt. Und dennoch werden immer noch neue Situationen und Ideen in die Serie eingebaut und verleihen den einzelnen Folgen somit eine eigene Einfärbung. In Folge 46 steht beispielsweise Moritz mal wieder mehr im Vordergrund, er fühlt sich durch den neuen Mitspieler, den starken Stürmer Roberto, in seiner Stammposition stark bedroht und hat Angst um seinen Platz in der Mannschaft. Grund genug für ihn, ordentlich gegen den Spanier zu stänkern und immer wieder bissige Kommentare loszulassen. Doch die Serie wäre nicht komplett, ohne dass eine positive Wendung eingebaut werden würde, die Moritz von seinem kleinen Egotrip herunterholt und ihm sogar noch sehr nützlich erscheint. Schön, dass seine Ängste um den Stammplatz nicht übertrieben, sondern sehr nachvollziehbar dargestellt wurden und er auch maßgeblich an dem guten Ausgang dieser Geschichte beteiligt ist – durch diesen kleinen schwachen Moment wirkt der sympathische Kicker nur umso glaubwürdiger. Doch damit ist die Handlung keineswegs schon um, vielmehr weitet sich die Geschichte um Neuzugang Roberto noch weiter aus und stellt ihn vor einen großen Konflikt mit seiner Mannschaft. Durch diesen vielfältigen Verlauf mit mehreren Seitenarmen, die jedoch alle zu einer großen Handlung gehören, wirkt die Entwicklung der Folge sehr glaubhaft und vielseitig. Insgesamt eine recht gut gelungene Folge, die allerdings an einigen Stellen Längen aufweist.

Die größtenteils jungen Sprecher agieren auch hier insgesamt wieder gut und wirken glaubwürdig und spontan. Tim Kreuer spricht hier wieder Mark und kann wieder den leicht arroganten Gegenspieler abgeben, bringt aber in einigen Szenen eine leicht humorvolle Seite mit ein. Die Rolle des Roberto hat der erfahrene Hörspielsprecher Patrick Bach übernommen, der hier ebenso jung, frisch und agil klingt wie der Rest der Teufelskicker. Oliver Rohrbeck liefert als Trainer Norbert wie gewohnt eine sehr professionelle Leistung ab. Weitere Sprecher sind Florentine Draeger, Eckart Dux und Jannik Endemann.

Da in dieser Serie sehr viel Wert auf das Thema Fußball gelegt wird, ist auch die entsprechende akustische Untermalung auf die spannend erzählten Spiele mit dem Kommentar von Ulli Potofski ausgerichtet. Doch auch ansonsten ist eine Atmosphäre geschaffen worden, die der Zielgruppe in guter Weise entspricht, kleine eingebaute Soundeffekte lockern dabei beispielsweise die Dialoge auf.

Moritz sieht auf dem Cover ziemlich griesgrämig aus, den Kopf in die Hände gestützt. Über ihm ist eine comichafte Denkblase zu sehen, in der Roberto von seinem Teamkameraden feiernd in die Luft gehoben wird. Das Cover ist ansehnlich gestaltet und spricht mit seinem modernen, etwas kantigen Zeichenstil besonders die jüngeren Zuhörer an. Diese werden sich kaum daran stören, dass ansonsten wie immer kein Bonusmaterial vorhanden ist.

Fazit: An einigen Stellen hätte die Geschichte dynamischer wirken, einige Szenen zugunsten des Erzählflusses gekürzt werden können. Ansonsten ist eine Geschichte entstanden, die sich an mehreren Nebenhandlungen entlanghangelt und dabei doch immer beim eigentlichen Thema bleibt. Schön, wie die Gefühlswelt von Moritz gut dargestellt wird, der junge Fußballspieler aber selbst einen Weg zur Lösung der Probleme findet.

VÖ: 4.Oktober 2013
Label: Europa
Bestellnummer: 887254769224


Teufelskicker – 44. Wo ist Tasman?



Erster Eindruck: Entflohenes Maskottchen

Eine „englische Woche“ mit gleich zwei wichtigen Punktspielen steht den Teufelskickern bevor. Doch kurz vor deren Beginn entschlüpft Tasman seinem Herrchen Enes – und taucht nicht wieder auf. An der Stelle, an der sein Hund verschwunden ist, findet Enes nur eine frische Blutspur und das zerrissene Halsband. Was hat der merkwürdige Knall mit Tasmans Verschwinden zu tun, den Enes im Wald gehört hat?

Nach einigen Folgen, in denen die Teufelskicker herumgereist sind und verschiedene Orte besucht haben, spielt die 44. Folge der Serie mal wieder in heimischen Gefilden und rückt eine Nebenfigur in den Mittelpunkt, die bisher wirklich nur ganz am Rande beachtet wurde: Das Maskottchen der Teufelskicker, der quirlige Hund Tasman. Sein Verschwinden im Wald bietet dem aufmerksamen Hörer schon einige Anhaltspunkte, was in etwa vorgefallen sein könnte, allzu offensichtlich ist hier aber erst einmal nichts. Und so nimmt die Geschichte einen durchaus kurzweiligen Verlauf, die Suche nach Tasman erstreckt sich über mehrere Etappen, am Ende gibt es zwei Gruppen von Teufelskickern, die in völlig unterschiedliche Situationen kommen, sodass für genügend Abwechslung gesorgt ist. Und natürlich spielt auch der Fußball wieder eine Rolle, hier sorgt ein anscheinend ziemlich unfähiger Schiedsrichter für Aufregung und eine unverdiente Niederlage für die Mannschaft. Auch die Auflösung des Ganzen ist eine gute Idee und zeigt, dass es nicht immer so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Schade nur, dass es beim Dialogbuch doch an einigen Stellen hapert. Einige Dialoge holpern ziemlich vor sich hin, die Handlungsweisen der Charaktere sind nicht immer logisch oder nachvollziehbar, sodass sogar an der einen oder anderen Stelle ein entsprechender Kommentar eingebaut werden musste. Hier hätte sicherlich noch Verbesserungspotenzial geschlummert, ansonsten ist eine ordentliche Folge entstanden, die Fans der Serie wieder voll zufriedenstellen dürfte.

In Sachen Sprecher tauchen natürlich wieder zahlreiche bereits bekannte Stimmen wieder auf, Julia Fölster, Laura M. Ketzer und Janek Schächter gehören auch hier wieder zur Stammbesetzung. Lukas Sperber kann hier als Enes die Sorge um seinen kleinen Hund sehr gut darstellen und bringt viel Energie mit, sodass seine Figur gut wirken kann. Auch Gerd Hinze hat als Platzwart Schorschi wieder einen etwas größeren Auftritt, den er mit seiner sympathischen Stimme gekonnt umsetzt. Walter Wiegand spricht den Obdachlosen Bruno und kann in seinem kurzen Auftritt eine breite Palette an Emotionen glaubhaft darstellen.

Natürlich wird in den Fußballszenen wieder auf die bewährte Stadion-Atmosphäre gesetzt, die immer wie eine wirkliche Radioübertragung wirkt und viel Stimmung vermitteln kann. Auch die typischen kleinen Melodien, die Abwandlungen des Titelsongs sind, kommen wieder vor. Und auch ansonsten wurde eine glaubhafte und passende Atmosphäre geschaffen, nur das Bellen von Tasman wirkt manchmal etwas blechern.

Catrina scheint das Lieblingsmotiv der Ully Arndt Studios zu sein, die die Cover für die Teufelskicker gestalten. Denn wieder ist das rothaarige Mädchen hier im Vordergrund zu sehen und hält mit fragendem ein Bild von Tasman hoch, obwohl Enes doch die deutlich größere Rolle spielt – auf dem Cover aber in den Hintergrund verbannt ist, wo er einen Steckbrief von Tasman an einen Baum hängt.

Fazit: Wieder einmal wurde eine komplett neue Grundsituation für die Teufelskicker geschaffen. Die Suche nach Tasman gestaltet sich kurzweilig und spannend, nur die Dialogbuch mit seinen merkwürdigen Formulierungen und unglaubwürdigen Handlungen hätte noch verbessert werden können. Fans der Serie werden sich über den größeren Auftritt von Tasman freuen.

VÖ: 12.Juli 2013
Label: Europa
Bestellnummer: 887254768722


Teufelskicker – 43. Die Beach-Kings



Erster Eindruck: Fußball mal am Strand

Fünf der Teufelskicker verbringen mit Trainer Norbert einige Tage auf der Insel Amrum, um dort an einem Beach-Soccer-Turnier teilzunehmen. Es dauert etwas, bis sie sich an die veränderten Bedingungen gewöhnt haben, doch im ersten Spiel können sie einen Sieg feiern. Doch auch die Kultur Amrums will erkundet werden, und so besuchen sie ein privates Bernsteinmuseum. Kurz darauf fehlt der wertvollste Stein der Sammlung – und die Teufelskicker geraten unter Verdacht…

Statt immer nur im heimischen Station zu spielen, machen sich die Teufelskicker in der gleichnamigen Europa-Hörspielserie immer wieder auf zu neuen Schauplätzen – wichtig, um den Handlungen neue Impulse zu verleihen, aber ebenso gut, dass die Schreiber es nicht übertreiben. Die 43. Folge „Die Beach-Kings“ spielt wieder in der Ferne, auf der Nordseeinsel Amrum, und natürlich geht es nicht nur um Fußball, auch wenn dieser wieder gut eingebracht wurde. Durch die kürzeren Spielzeiten und das höhere Tempo sind die Berichterstattungen vom Beach-Soccer sehr spannend gelungen. Nur, dass sich vorher so gar nicht auf das Turnier vorbereitet wurde und den Spielern noch nicht einmal klar ist, dass barfuß gespielt wird, wirkt etwas merkwürdig. Der Teil mit dem verschwundenen Bernstein ist sehr gut gelöst und bringt neben viel Spannung auch eine kleine Liebesgeschichte mit ein – für die hartgesottenen Jungs, eigentlich nur Fußballgeschichten hören wollen, ist dies aber wahrscheinlich schon wieder zu viel des Guten. Die Auflösung ist in ein spannendes Finale gepackt, sodass die Folge gut abgerundet wird. Eine kurzweilige Folge der Teufelskicker, in dem sich die verschiedenen Elemente gut die Waage halten.

Tobias Diakow ist hier als Cornelis zu hören, der sich ziemlich in Teufelskickerin Jackie verknallt. Er kann den Jungen sympathisch wirken lassen und wirkt spontan und gelöst. Sein Onkel Fiete, der Besitzer des privaten Bernsteinmuseums, wird von Wolf Frass in glaubhaften, aber gut verständlichen Plattdeutsch gesprochen, sodass ein runder Charakter entsteht. Linda Fölster ist i der wiederkehrenden Rolle der Jackie gut positioniert und kann das lebhafte Mädchen gut umsetzen. Weitere Sprecher sind Tobias Schmidt, Ingo Meß und Jens Wendland.

Klar, dass zu Anfang wieder die fußballhymnengleiche Titelmelodie ertönt, die in verschiedenen Modifizierungen auch während der Szenenübergänge eingesetzt wurde. Hier sind auch andere Musikstücke zu hören, die insgesamt einen modernen Eindruck vermitteln und gut in die Handlung passen. Die Geräusche sind wieder sauber eingefügt und machen die einzelnen Szenen lebendiger.

Klar, dass auf dem Cover das Beach-Soccer-Thema aufgegriffen wird. Der Hintergrund mit dem hellen Sandstrand, dem blauen Meer, dem wolkenlosen Himmel und einem kleinen Leuchtturm macht auf jeden Fall schon mal Lust auf Urlaub, während zwei der Teufelskicker gerade beim Fußballspielen in einer dynamischen Szene samt Fallrückzieher zu sehen sind.

Fazit: Der Ausflug an den Amrumer Strand tut den Teufelskickern gut, die Geschichte ist spannend und kurzweilig, auch wenn die eingebaute Liebesgeschichte eingefleischte Fans etwas zu viel sein dürfte.

VÖ: 10.Mai 2013
Label: Europa
Bestellnummer: 887254768623


Teufelskicker – 40. Spiel mir das Lied vom Tor



Erster Eindruck: Kleine Stadt, großes Spiel

Die Teufelskicker machen sich dieses mal mit dem Zug auf, um in einer abgelegenen Stadt ein Freundschaftsspiel anzutreten. Doch es folgt schnell Ernüchterung, denn das kleine Dorf entspricht so gar nicht ihren Vorstellungen von einem aufregenden Wochenendausflug. Und auch das Spiel gerät zur Katastrophe: Ein staubiger Ascheplatz, ein parteiischer Schiedsrichter und eine unschlagbare Doppelspitze aus den Zwillingen Jimmy und Johnny machen ihnen hier das Leben schwer...

Es ist immer so eine Sache mit den Teufelskickern: Zwar hat sich die Serie grundsätzlich auf einem soliden Niveau eingependelt, die Folgen können gut unterhalten, aber ab und an schleicht sich auch mal ein ziemlicher Reinfall mit ein, so geschehen bei der vierzigsten Folge mit dem Titel „Spiel mir das Lied vom Tor“. Schon allein der Titel ist merkwürdig, das darin angesprochene Western-Thema kommt nur marginal vor und mag auch nicht so recht passen. Zwar ist der Verlauf der Folge gar nicht mal so schlecht, und auch die dahinter stehende Aussage kann man bedenkenlos unterschreiben. Allerdings ist die Folge mit fast 70 Minuten viel zu lang, für diese Laufzeit wird schlicht zu wenig geboten. Viel gravierender sind jedoch die zahlreichen Logikfehler und zusammengereimten Ereignisse, die mal widersprüchlich sind und mal sehr unglaubwürdig wirken. Kleine Kostprobe gefällig? Ein derart verschlafenes Nest wie Westerndorf hat ein eigenes, nicht einmal sonderlich kleines Kino? Nachdem sie sogar zwei der Teufelskicker entführt haben, knicken Jimmy und Johnny plötzlich völlig ein, nur weil der Rest der Mannschaft auftaucht? Niemand sonst mag ihren Schwindel bemerkt haben, obwohl er doch so offensichtlich ist? Das trübt beim Hören doch stark das Vergnügen an der Geschichte und hinterlässt einen schalen Geschmack, zumal es nicht bei den oben genannten Punkten bleibt und der ganze Hintergrund der Stadt und die meisten Charaktere ziemlich überzeichnet wirken. Schade, denn der Grundgedanke ist kein schlechter, aber so kann die Folge nicht überzeugen.

Tobias Diekow und Ingo Meß sind als Zwillinge Jimmy und Johnny zwar insgesamt ein gutes Team und agieren gut miteinander, übertreiben ihre Rollen aber an einigen Stellen und wirken dann gestellt. Ole Jacobsen macht als Charlie, der gleichsam Kneipenwirt und Schiedsrichter ist, eine gute Figur und kann den etwas schrulligen Mann gut darstellen. Besonders gut macht sich hier wieder Ulli Potofski, der als Fußballkommentator jede Menge Schwung in die entsprechenden Szenen legt und die Spiele so sehr lebendig wirken lässt. Weitere Sprecher sind unter anderem Henry König, Walter Wigand und Martin Sabel.

Die akustische Begleitung der Geschichte geht insgesamt in Ordnung, die Zwischenmelodien als Füller zwischen den einzelnen Szenen sind hier wieder recht abwechslungsreich. Allerdings schleicht sich auch hier ein unverständlicher Logikfehler ein: Beim Fußballspiel in Westerndorf johlt eine riesige Menge an Zuschauern für die Teufelskicker, obwohl diese wohl kaum eine große Fangemeinde haben dürften – das klingt trotz allem Verständnis für den Wunsch einer lebendigen Atmosphäre nach zu viel.

Wie im Titel wird auch auf dem Cover auf das nur marginal eingebaute Western-Thema eingegangen: in typischer Filmpose sieht man nur die verdreckten Cowboystiefel des Gegenspielers der Teufelskicker, die mit ernstem Gesichtsausdruck in ihren Trainingsanzügen zu sehen sind. Auch der Hintergrund versprüht dabei den entsprechenden Charme einer verlassenen Western-Stadt.

Fazit: Viele Unglaubwürdigkeiten und Logikfehler trüben hier das Hörvergnügen, sodass diese Folge leider gar nicht überzeugen kann.

VÖ: 23. November 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 886979036925


Teufelskicker – 39. Gipfelstürmer!



Erster Eindruck: Teufelskicker man getrennt

Für die Schulklasse von Moritz geht auf ihrer Klassenfahrt zum Skifahren in Oberbayern. Doch statt der erhofften Schneelandschaft finden die Kinder grüne Wiesen vor. Wenigstens bekommen die fünf Teufelskicker Ablenkung, als sie auf Max, Lukas und Toni treffen, die zur Jugendmannschaft von Bayern München gehören. Trotzdem – Skifahren wollen sie um jeden Preis…

Die Teufelskicker sind als Mannschaft (fast) unschlagbar. Nur was passiert, wenn man dieses Team trennt? In Folge 39 der Serie gehen nur fünf der Teufelskicker auf Reise, der Rest bleibt weitgehend unerwähnt. Zu bemerken seien an dieser Stelle Ungereimtheiten, die sich am Anfang der Geschichte auftun: Elena hat einen wichtigen Eiskunstlaufwettbewerb, aber keiner wusste davon? Auch die Geschichte um die Eltern von Mehmet und Enes, die plötzlich in die Türkei müssen, klingt erst einmal recht unglaubwürdig. Sieht man hiervon ab ist eine recht gute Folge der Serie entstanden, die durch die Konzentration auf nur wenige Teammitglieder eine ganz andere Dynamik bekommt. Der Verlauf ist flüssig, die Szenen in den verschneiten Bergen dabei ziemlich dramatisch, aber glaubhaft umgesetzt. Hier kommen besonders gut die verschiedenen Charaktere der Teufelskicker zum Tragen. Das Fußballspiel im Viehstall ist lustig umgesetzt, wenn es auch einen merkwürdigen Beigeschmack behält. Insgesamt eine recht starke Folge mit einigen interessanten Ideen und einem spanenden Verlauf.

Lennart Nolte spricht in dieser Folge den Lukas und setzt dabei die Reihe der jungen, aber spontan wirkenden Sprecher fort, er kann seine Szenen gut ausgestalten. Robert Kotulla ist als Lehrer Herr Laubmühlen zu hören, mit seiner sympathischen Art kann er auch in Situationen, in denen er sehr streng ist, noch nett wirken. Gut gefallen hat mir Dagmar Dreke als bayrische Pensionswirtin Blaugruber gefallen, die mit dem typischen Dialekt und herzhafter Aussprache überzeugen kann. Weitere Sprecher sind Toilman Borck, Michael Bideller und Erzähler Thomas Karallus.

Die Auswahl der Musik ist mal wieder richtig gut gelungen und wirkt frisch und jugendlich, hat ordentlich Tempo drauf und ist richtig gut eingebaut. Natürlich gibt es an einigen Stellen auch wieder die hübschen Variationen des Titelliedes mit Stadionfeeling zu hören. Die Geräusche sind insgesamt gut eingebaut, wirken aber beim Fußballspiel im Stall etwas zu aufgesetzt und übertrieben.

Auf dem Cover wird natürlich das Skifahr-Thema der Folge aufgegriffen, auch wenn die dargestellte Szene so nicht vorkommt und eher am Ende der Geschichte angesiedelt ist. Dennoch ist der Fußball-Schneemann mit den Teufelskickern im Vordergrund und die Schneelandschaft im Hintergrund recht ansehnlich. Im Inneren ist wieder die lustige Sprecherauflistung als Fußballplatz verwendet worden.

Fazit: Über die kleineren Ungereimtheiten kann man bei dieser spannenden Geschichte hinwegsehen, das Ambiente der bayrischen Berge ist gelungen.

VÖ: 21.September 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 886979036727


Teufelskicker – 38. Catrina bleibt am Ball



Erster Eindruck: Catrina wechselt die Seiten

Catrina spielt jetzt auch in der Bezirksauswahl der Mädchen, doch die Jungs haben dafür nur abfällige Kommentare übrig. Rebekka möchte das nicht auf sich beruhen lassen und schlägt ein Freundschaftsspiel der Teufelskicker mit der Bezirksauswahl vor. Moritz und die anderen können natürlich nicht ablehnen, da sie ansonsten als Drückeberger dastehen, aber wenn sie die Mädchen richtig runterputzen, würde ihre Abwehrchefin Catrina ziemlich geknickt sein…

Catrina hat bisher wie selbstverständlich bei den Teufelskickern mitgespielt, war festes Teammitglied und nicht aus der Mannschaft wegzudenken. Auch das Thema Mädchenfußball wurde immer nur ganz am Rande zu Thema gemacht – was sich mit Folge 38 der Serie nun freilich ändert. Anfangs fällt positiv auf, dass hier erst einmal Bezug auf die letzte Folge genommen wurde, als sich Trainer Norbert beim Tapezieren verletzt hatte. Dieser Zusammenhang ist hübsch eingebracht und am Ende wird gleich die Grundlage für die nächste Folge gelegt – so ein dezenter roter Faden passt gut zu der Serie, gut, dass hier vermehr drauf geachtet wird. Und auch die Traumsequenzen sind wieder öfters eingebaut, allerdings ein wenig dezenter und nicht so übertrieben wie in der letzten Folge, hier passen sie gut herein. Der Verlauf der Folge ist sinnvoll arrangiert und unterhaltsam, allerdings wird an manchen Stellen die eigentliche Aussage der Folge über Mädchenfußball ins Gegenteil verkehrt – warum gerade Catrina es beispielsweise peinlich findet, dass die Teufelskicker im Spiel gegen die Mädchenauswahl eine so schlechte Figur gemacht haben, verwundert dann doch ziemlich. Insgesamt aber eine gute Folge der Serie mit gelungenem Verlauf.

Julia Fölster ist wie immer als Catrina zu hören, ihre aufgeweckte und sympathische Stimme setzt sie auch hier gekonnt ein, um ein lebendiges Bild der engagierten Fußballerin zu hinterlassen. Laura Ketzer ist als Rebekka zu hören, die ja auch mal etwas zickig und nervig dargestellt wird. Laura hält dies aber auch einem guten Level und lässt sie im Grunde nicht unsympathisch wirken. In einigen Szenen kann Tim Kreuer wieder Mark zum Besten geben, den arroganten Gegenspieler der Teufelskicker, was er wie immer souverän meistert. Weitere Sprecher sind Linda Fölster, Elga Schütz und Oliver Rohrbeck.

Wirklich gut gelungen ist die Musik dieser Folge. Hier sind nicht nur Variationen des Titelsongs zu hören, sondern auch andere, sehr rhythmische Melodien, die mitreißend sind und der Folge eine ganz besondere Stimmung verleihen. Wie immer stechen hier die Fußballszenen mit Kommentator Ulli Potofski hervor, die mit einer umfassenden Geräuschkulisse ausgestattet sind.

Auf dem Cover ist das Duell der beiden Mannschaften dynamisch abgebildet, im Mittelpunkt stehen hier Moritz im Trikot der Teufelskicker und Catrina in ihrem roten Dress der Mädchenmannschaft, die sich Auge in Auge gegenüberstehen, jeweils einen Fuß am Ball. Die anderen Mitspieler am Rand und der vorrangig rote Hintergrund runden das Titelbild ab.

Fazit: Eine kurzweilige Geschichte rund um das Thema Mädchenfußball mit einigen guten Winkelzügen und einer hübschen Grundaussage.

VÖ: 24.August 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 88697036628


Die Teufelskicker – 37. Der Super-Coach



Erster Eindruck: Abschied von Norbert?

Trainer Norbert hat sich den Knöchel verstaucht, und nun müssen die Teufelskicker mit einem neuen Trainer zurechtkommen. Und das ist gerade der unfreundliche Mann, mit dem sich Moritz auf einem Parkplatz angelegt hat. Er krempelt das gesamte Team erst einmal vollkommen um und will sogar Catrina und Elena aus der Mannschaft haben. Doch das lassen sich die Kids natürlich nicht gefallen...

Die Teufelskicker sind ein eingespieltes Team – und dazu gehört selbstverständlich auch ihr Trainer Norbert, der die Mannschaft immer zusammenhält. Was nun passieren kann, wenn man dieses wichtige Mitglied aus der Gruppe entfernt und durch einen fremden ersetzt, das wird in der 37. Folge der Serie erzählt. Die Geschichte wird gut erzählt und hat in der anfänglichen Parkplatzszene einen guten Start. Gut gefällt, dass der neue Trainer Herr Schütte nicht einfach nur als unsympathisch dargestellt wird, sondern gleich wirklich böse Fehler macht und seine neue Stellung als Trainer ausnutzt – so verbünden sich die Teufelskicker nicht einfach gegen jemand neuen, den sie nicht leiden können, sondern weil dieser ihr Team auseinanderbrechen lässt. Das ist alles stimmig erzählt und gut aufgebaut, die Handlung macht mal wieder richtig Spaß und wird zu einer ziemlich starken Folge der Serie. Allerdings stören einige Szenen das Bild, die in den Gedanken der Teufelskicker münden – so ist Moritz als kickender Zirkusartist zu hören. Das wirkt leider nur wenig lustig und stört den Verlauf der Geschichte, ist zu slapstickhaft. Hingegen die kurze türkische Version ist besser eingebaut. Eine unterhaltsame Folge, die mit ihrer gelungenen Geschichte zu gefallen weiß.

Der Sprechercast ist gut zusammengestellt, besonders die Teufelskicker harmonieren wieder sehr gut miteinander. Auch Lukas Sperber als Enes macht seine Sache gut, klingt aber mittlerweile zu alt in der Rolle als Mehmets kleiner Bruder. Als Herr Schütte ist Volker Hanisch zu hören, der als Bösewicht der Folge eine richtig gute Figur macht und den aufbrausenden Unsympath mit Leidenschaft darstellt. Neuzugang der Teufelskicker ist Hendrik, gesprochen von Anton Wilms, der ab und an noch etwas hölzern klingt, sich aber schon gut einfügt. Weitere Sprecher sind Laura Ketzer, Alina Degener und Anton Sprick.

Wie oben bereits erwähnt sind hier einige Sequenzen eingebaut, die in der Phantasie der Teufelskicker ihren Ursprung haben. Diese sind akustisch deutlich mit künstlich generierten Sounds abgehoben und wirken fehl am Platze. Auch ansonsten können mich die qietschbunten Geräusche nicht wirklich überzeugen, auch die Musik ist bunt zusammengewürfelt und unstimmig.

Der witzige Stil des Artworks kommt auch bei dieser Folge gut zur Geltung. Gezeigt wird eine Szene, in denen Trainer Schütte gerade seine neue Aufstellung zeigt, das Unverständnis der Teufelskicker ist dabei deutlich zu sehen. Im Inneren gibt es neben der gut aufgemachten Sprecherliste in Form eines Fußballplatzes keine weiteren Informationen.

Fazit: Eine sehr dynamische und gut erzählte Folge mit interessantem Ausgang, nur die Slapstickszenen stören ein wenig.

VÖ: 27.Juli 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 886979036321


Die Teufelskicker – 37. Der Super-Coach



Erster Eindruck: Abschied von Norbert?

Trainer Norbert hat sich den Knöchel verstaucht, und nun müssen die Teufelskicker mit einem neuen Trainer zurechtkommen. Und das ist gerade der unfreundliche Mann, mit dem sich Moritz auf einem Parkplatz angelegt hat. Er krempelt das gesamte Team erst einmal vollkommen um und will sogar Catrina und Elena aus der Mannschaft haben. Doch das lassen sich die Kids natürlich nicht gefallen...

Die Teufelskicker sind ein eingespieltes Team – und dazu gehört selbstverständlich auch ihr Trainer Norbert, der die Mannschaft immer zusammenhält. Was nun passieren kann, wenn man dieses wichtige Mitglied aus der Gruppe entfernt und durch einen fremden ersetzt, das wird in der 37. Folge der Serie erzählt. Die Geschichte wird gut erzählt und hat in der anfänglichen Parkplatzszene einen guten Start. Gut gefällt, dass der neue Trainer Herr Schütte nicht einfach nur als unsympathisch dargestellt wird, sondern gleich wirklich böse Fehler macht und seine neue Stellung als Trainer ausnutzt – so verbünden sich die Teufelskicker nicht einfach gegen jemand neuen, den sie nicht leiden können, sondern weil dieser ihr Team auseinanderbrechen lässt. Das ist alles stimmig erzählt und gut aufgebaut, die Handlung macht mal wieder richtig Spaß und wird zu einer ziemlich starken Folge der Serie. Allerdings stören einige Szenen das Bild, die in den Gedanken der Teufelskicker münden – so ist Moritz als kickender Zirkusartist zu hören. Das wirkt leider nur wenig lustig und stört den Verlauf der Geschichte, ist zu slapstickhaft. Hingegen die kurze türkische Version ist besser eingebaut. Eine unterhaltsame Folge, die mit ihrer gelungenen Geschichte zu gefallen weiß.

Der Sprechercast ist gut zusammengestellt, besonders die Teufelskicker harmonieren wieder sehr gut miteinander. Auch Lukas Sperber als Enes macht seine Sache gut, klingt aber mittlerweile zu alt in der Rolle als Mehmets kleiner Bruder. Als Herr Schütte ist Volker Hanisch zu hören, der als Bösewicht der Folge eine richtig gute Figur macht und den aufbrausenden Unsympath mit Leidenschaft darstellt. Neuzugang der Teufelskicker ist Hendrik, gesprochen von Anton Wilms, der ab und an noch etwas hölzern klingt, sich aber schon gut einfügt. Weitere Sprecher sind Laura Ketzer, Alina Degener und Anton Sprick.

Wie oben bereits erwähnt sind hier einige Sequenzen eingebaut, die in der Phantasie der Teufelskicker ihren Ursprung haben. Diese sind akustisch deutlich mit künstlich generierten Sounds abgehoben und wirken fehl am Platze. Auch ansonsten können mich die qietschbunten Geräusche nicht wirklich überzeugen, auch die Musik ist bunt zusammengewürfelt und unstimmig.

Der witzige Stil des Artworks kommt auch bei dieser Folge gut zur Geltung. Gezeigt wird eine Szene, in denen Trainer Schütte gerade seine neue Aufstellung zeigt, das Unverständnis der Teufelskicker ist dabei deutlich zu sehen. Im Inneren gibt es neben der gut aufgemachten Sprecherliste in Form eines Fußballplatzes keine weiteren Informationen.

Fazit: Eine sehr dynamische und gut erzählte Folge mit interessantem Ausgang, nur die Slapstickszenen stören ein wenig.

VÖ: 27.Juli 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 886979036321


Teufelskicker – 36. Geisterspiel



Erster Eindruck: Harte Strafen für die Teufelskicker

Die Teufelskicker sind nur noch zwei Spiele von ihrem hart erarbeiteten Erfolg als Meister der Liga entfernt. Doch gerade bei ihren fast perfekten 3:0 werden in ihrem Fanblock Feuerwerkskörper gezündet und einer der Linienrichter bekommt einen Plastikbecher an den Kopf geworfen. Das soll ernste Konsequenzen nach sich ziehen, aber die Teufelskicker wollen nicht glauben, dass es einer ihrer Fans war...

In der 36. Folge greift die beliebte Europa-Serie „Die Teufelskicker“ ein sehr aktuelles Thema auf und ist damit völlig auf der Höhe der Zeit – es geht um Randale und gefährliche Bengalo-Lichter bei Fußballspielen, was in letzter Zeit in deutschen Stadien vermehrt auftritt. Doch da nun mal auch die Fußball-EM ansteht, musste natürlich auch dieses Thema behandelt werden, was ein wenig gequetscht wirkt und nicht so recht zusammenpassen mag. Zu Beginn wird dann schnell die Fußballszene eingeschoben, sodass mit der eigentlichen Handlung doch noch recht schnell begonnen werden kann. Ob die Verwaltung der Liga tatsächlich so hart gegen die Teufelskicker entscheiden würde sei einmal dahingestellt, es wird aber auch ansonsten sehr klar gemacht, dass man mit solcher Randale besonders seinem eigenen Verein schadet. Leider ist die nachfolgende Handlung ziemlich schnell durchschaubar, wirkliche Spannung kommt nicht auf. Ein paar pfiffige Ideen sorgen dann zwar noch für einen gewissen Unterhaltungswert, wirklich in Hochform kommen die Teufelskicker bei dieser Folge aber nicht. Gut umgesetzt sind natürlich wieder die Fußballszenen, von denen wir hier gleich zwei recht lange Abschnitte präsentiert bekommen, die die Dramatik auf dem Feld gut einfangen können und sehr lebendig wirken. Ansonsten eine eher durchwachsene Folge, die nicht vollkommen überzeugen konnte.

Jonas Nay ist hier als Jens „Kroko“ Krokowski zu hören, dem Kapitän der gegnerischen Mannschaft. Er kann dabei die verschiedenen Gemütslagen des Jungen gut darstellen und besonders den leichten Anflug von Verliebtheit passend umsetzen. Patrick Bach erkennt man wegen des witzigen Dialekts als Konrad Krosanke nicht gleich, die Wandlung zur späteren Zerknirschtheit kann er aber nicht ganz glaubwürdig herüber bringen. Sein Vater wird von Robert Missler gesprochen, der in der humorvollen Rolle gut besetzt ist. Weitere Sprecher sind Julia Fölster, Mareike Fell und Flemming Stein.

An Musik wird wieder auf Variationen des Titelliedes gesetzt, dass so stark an eine Fußballhymne erinnert. So können sie Szenenwechsel immer etwas Schwung in die Dialoge bringen. Geräusche sind wie immer ebenfalls gut umgesetzt worden, besonders hervorzuheben sind die beiden Spiele der Teufelskicker, die eine glaubhafte Atmosphäre haben.

Klar, dass die Szene mit de Bengalo-Lichtern auf dem Cover aufgegriffen wird. Die Teufelskicker sehen dabei ziemlich ratlos aus, während auch hier die Atmosphäre im Stadion gut dargestellt wird. Die Wahl des Titels ist allerdings ein wenig unglücklich, da das Geisterspiel nur eine ganz kleine Rolle spielt und man als Hörer doch etwas anderes erwartet.

Fazit: Leider etwas vorhersehbar und starr, sodass nicht gerade eine Highlight-Folge entstanden ist.

VÖ: 18.Mai 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 886979036123


Teufelskicker - 35. Blau-Gelb gegen die Teufelskicker



Erster Eindruck: Norbert in der Krise

Obwohl die Saison gerade erst gestartet ist, sieht es schlecht aus für die Teufelskicker: kein einziger Punkt, letzter Tabellenplatz. Dafür wird vorrangig Trainer Norbert verantwortlich gemacht und kurzerhand ausgetauscht – gegen einen alten Bekannten, den Nico und Co. lieber nicht wiedergesehen hätten. Und der trifft gleich zu Anfang folgenschwere Entscheidungen...

Nachdem die Europa-Serie „Die Teufelskicker“ immer öfter von ihrem eigentlichen Kernthema abgekommen ist – dem Jugendfußball einer engagierten Mannschaft – kehrt sie in der 35. Folge wieder genau dorthin zurück und verzichtet zudem auf Schnickschnack, der in vielen anderen Episoden hinzugedichtet wurde. Das gefällt ebenso sehr wie die gelungene Erzählweise von „Blau-Gelb gegen die Teufelskicker“, denn diese wird gerade den Fans der Serie gefallen. Schon zu Anfang fällt positiv auf, dass Trainer Norbert mal etwas genauer unter die Lupe genommen wird, direkt auf seine Gefühle angesprochen wird. Und auch danach wird mit dem langsamen Hinzufügen von neuen Ereignissen das Interesse hochgehalten. Mit dem neuen Trainer, der bereits aus einer früheren Folge bekannt ist, kommt eine Figur ins Spiel, die man hemmungslos ungerecht und gemein finden kann, während die neuen Spieler der Blau-Gelben am Ende noch einmal ordentlich Sympathiepunkte hinzugewinnen. Der Verlauf ist flüssig und schlüssig – was bei dieser Serie nicht immer der Fall ist. Zudem trieft die Geschichte nicht so vor guten Ratschlägen und Lebensweisheiten, sondern bietet lockere und spannende Unterhaltung – die Teufelskicker haben hier zu alter Stärke zurückgefunden.

Der seit langem hörspielerprobte Rainer Schmitt ist hier als Albert Hinze zu hören und klingt wieder herrlich gemein und ungerecht, legt eine große Härte in seine Stimme – so kann man sich richtig gut vorstellen, wie er die jungen Spieler drangsaliert. Rasmus Borowski ist als Levinho zu hören, der neu zu den Teufelskickern stößt und vorerst einen recht arroganten Eindruck macht, diesen später aber wieder glaubhaft revidieren kann. Kerstin Draeger hat einen sehr sympathischen Auftritt als Norberts Frau und klingt sehr warmherzig. Weitere Sprecher dieser Folge sind Felix Topp, Till Hesse und Nils Rieke.

Die große Stärke der Serie ist seit jeher die glaubhafte und mitreißende Atmosphäre im Fußballstadion, die auch hier zu voller Stärke auflaufen kann – und das an gleich mehreren Stellen. Zurufe, Fangesänge und der Stadionsprecher Ulli Potofski greifen wieder sehr gut zusammen, doch auch in den restlichen Teilen ist eine ordentliche atmosphärische Gestaltung geschaffen worden.

Das letzte und entscheidende Spiel zwischen den Blau-Gelben und den „abtrünnigen“ Teufelskickern, das auch den Titel inspiriert hat, ist auf dem Cover zu sehen, besonders die Gesichtsausdrücke der beiden Spieler sprechen Bände und sind bezeichnend für deren Einstellung zum Fußball. Das Innere ist wieder hübsch und ansehnliche gestaltet.

Fazit: Eine dynamische und kurzweilige Folge, die keine der typischen Schwächen der Serie aufweist – eindeutig gelungen!

VÖ: 13.April 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 886979036024


Teufelskicker – 34. Freundschaft in Gefahr!



Erster Eindruck: Die Gefahr des Internets

Die Teufelskicker sind nicht gerade begeistert davon, dass Rebekka plötzlich mit Mark vom ihrem Erzfeind vom VfB zusammen ist. Doch als im Internet ein Foto auftaucht, dass Mark mit einem anderen Mädchen im Arm zeigt, ist Rebekka geknickt und fängt einen heftigen Streit an. Und da taucht noch ein Foto auf, das sie in einem peinlichen Aufzug zeigt. Die Sache gerät immer mehr außer Kontrolle...

In der 34. Folge der Teufelskicker ist man fast schon geneigt zu vergessen, dass es sich bei der erfolgreichen Europa-Serie eigentlich um eine Fußballmannschaft geht. Denn um dieses Thema geht es hier nur am Rande. Und noch nicht einmal ein Mitglied der Blau-Gelben steht hier im Vordergrund, sondern Rebekka, die bisher regelmäßig als Freundin und Fan aufgetaucht ist. Und so wie die Serie momentan immer wieder aktuelle Themen aufgreift, ist es kein Wunder, dass es hier um Mobbing im Internet geht. Der Verlauf ist zwar durchaus flüssig und unterhaltsam,aber dann doch etwas zu lang geraten und ziemlich vorhersehbar. Zudem wirkt die Moral wieder reichlich aufgesetzt, eine so distanzierte Meinung, wie Rebekka sie gen Ende vorträgt, wirkt unglaubwürdig und dürfte bei den jungen Zuhörern auch nicht wirklich ankommen. Ach ja, Fußball gibt es ja auch noch, und hier nimmt das letzte Spiel zu viel Raum ein, dauert zu lang. Ein löbliches Thema, streckenweise gute Szenen, ein glaubwürdiger Verlauf, aber die typischen Fehler der Serie schleichen sich auch hier ein.

Laura Ketzer steht hier als Rebekka mal voll im Vordergrund und kann auch mit diesem erhöhten Interesse gut umgehen, kann das Mädchen glaubwürdig darstellen – nur bei der oben erwähnten Standpauke gegen Ende wirkt die etwas steif und unbeholfen. Tim Kreuer kann sowohl die arrogante Seite von Mark wie seine liebevolle und einsichtige gut zeigen, nur der Übergang zwischen beiden Extremen wird nicht so deutlich. Julia Fölster macht als Catrina wieder einen guten Job und bleibt ihrer Rolle durchweg treu. Weitere Sprecher sind Tammo Kaulbarsch, Tilman Borg und Ela Nitzsche.

Bei der Musik gibt es einige Neuerungen, so sind neue Melodien zu hören, die nicht immer auf dem schmissigen Titelsong basieren. Besonders auffallend ist ein Stück, dass nur mit Pfeifen und Blechbläsern auskommt – frischer Wind, sehr gelungen. Auch die Geräusche sind wie immer passend eingebaut, die Fußballatmosphäre während der Spiele kommt bestens zur Geltung.

Dass schon auf dem Cover die Lösung zu der Geschichte zu finden ist, nimmt noch mehr Spannung aus der Folge. Zwar kann man den Jungen im Hintergrund nicht sofort erkennen, spätestens bei seinem ersten Auftritt in der Folge ist aber alles klar. Die Teufelskicker vor dem Computer geben aber ein gutes Motiv ab, das zur Handlung passt.

Fazit: Wieder wird ein wichtiges Thema angesprochen, wieder ist der grundsätzliche Verlauf gut, und wieder sind einige Längen und unglaubwürdige Stellen zu finden.

VÖ: 10.Februar 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 886979035829


Teufelskicker – 32. Sammelfieber



Erster Eindruck: Tausche Catrina gegen Moritz

Zwar ist das Match zwischen zwei Footballmannschaften auf dem Platz der Teufelskicker ein großer Spaß, aber der Rasen ist danach völlig demoliert. Da auch die Stadt kein Geld hat, um noch vor dem Saisonauftakt einen Rollrasen zu spendieren, müssen die Teufelskicker selber eingreifen. Da haben sie eine tolle Idee: Sie möchten Sammelkarten ihres Vereins verkaufen...

Das Sammeln und Tauschen von den kleinen Kärtchen mit Fußballspielern erfreut sich großer Popularität und hat die Macher der Teufelskicker zur 32. Folge der Serie inspiriert. Auch hier erliegen die Spieler anfangs den Bundesliga-Karten und kommen schließlich auch auf die Idee, Karten zu drucken. Das ist dann auch schon das Wesentliche Erzählelement der Folge, kleine Nebenschauplätze tun sich allerdings überall auf. Gut gelungen ist aber, dass sie im Gegensatz zu einigen vorigen Folgen besser miteinander harmonieren und allesamt zum Fortlauf der Handlung beitragen. Dabei gibt es einige unterhaltsame Szenen, aber auch Längen und überflüssige Dialoge. Auch einige Themen wirken eher aufgesetzt als organisch in die Handlung eingefügt. Wirklich störend ist allerdings ein logischer Fehler, der den Anfang ad absurdum führt: Die Teufelskicker wollen mit den Sammelkarten eigentlich Geld für einen neuen Rasen sammeln, beschließen dann aber, alles einem Kinderdorf zu spenden und sind schlussendlich doch wieder auf die Hilfe des Bürgermeisters angewiesen. Am Schluss wird durch eine Strafpredigt in der Halbzeitpause zudem noch ordentlich der moralische Zeigefinger ausgefahren, was zu plakativ wirkt. Ansonsten ist eine ordentlich Folge der Serie entstanden, die für ihre Dauer durchaus unterhalten kann.

Als Gastsprecher wurde für diese Folge Bundesliga-Profi Marko Marin gewonnen, der jedoch eindeutig besser auf dem Fussballplatz denn im Tonstudio ist, er wirkt recht hölzern und abgelesen. Erik Schäffler ist mal wieder als Herr Kaiser zu hören, die er erneut gut und glaubhaft zu gestalten weiß, auch seinen Sinneswandel am Ende seines Handlungsbogens. Maximilian von Stengel kann als Serkan wieder mit Lebensfreude und Enthusiasmus aufwarten. Weitere Sprecher sind Arjun Büssing, Lennardt Krüger und Dagmar Dreke.

Wie üblich ertönt zu Beginn der hymnenartige Titelsong, der kraftvoll und temporeich für einen gelungenen Start in die Handlung sorgt. Die Melodie wird auch während der Handlung immer wieder aufgegriffen und teilt die einzelnen Szenen voneinander ab. Zahlreiche passende Geräusche können Ereignisse plausibler und glaubwürdiger machen.

Witzig ist das Titelbild. Im Vordergrund sind einige der Teufelskicker-Sammelkarten zu sehen, während Serkan im Hintergrund völlig auszuflippen scheint und dem „Sammelfieber“ sichtlich erlegen ist. Als tolles und passendes Extra finden sich tatsächlich einige Sammelkarten bei der CD und lassen so die Stimmung der Folge auferstehen.

Fazit: Trotz einiger Stolpersteine gut erzählt und unterhaltsam, hier greift alles besser ineinander

VÖ: 30.September 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886979035522


Teufelskicker – 31. Kicken auf Kufen



Erster Eindruck: Die Teufelskicker auf fremden Terrain

Das letzte Spiel vor der Winterpause wird für die Teufelskicker zum Desaster. Gerade gegen ihre Konkurrenten vom VfB verlieren sie auf dem hartgefrorenen Platz. Das wollen sie nicht auf sich sitzen lassen und fordern eine Revanche – doch der VfB will dies nur als Eishockeymatch. Können sich die Teufelskicker zusammenraufen und in kurzer Zeit ein gutes Eishockeyteam werden?

Nachdem sich die Teufelskicker in der letzten Folge in der exotischen (und eigens für die Serie erfundenen) Sportart Pompfball probiert haben, steht auch in der 31. Folge der Europa-Serie nicht der Fußball, sondern ein anderer Sport im Vordergrund. Zwar wird zu Beginn ein spannend erzähltes und auch gar nicht mal so kurzes Fußballmatch behandelt, danach widmet man sich aber ganz dem Eishockey. Dabei haben die Macher in der Vergangenheit bewiesen, dass sie durchaus zu sehr vielfältigen Variationen beim eigentlichen Sport der Teufelskicker fähig sind. Im Hauptteil der Folge dreht sich alles um die anstrengende Vorbereitung auf das Eishockeymatch und die vielen Widrigkeiten, die sich Catrina, Moritz und den anderen in den Weg stellen. Das hat zwar einen gewissen Unterhaltungswert, Spannung kommt hier aber keine auf – zumal das Ergebnis des Spiels eigentlich schon früh zu erahnen ist. Mir persönlich gefallen die Teufelskicker auf ihrem eigenen Metier besser, diese Folge dümpelt insgesamt ein wenig vor sich hin.

Mark, der unsympathische Spieler des VfB, wird wieder von Tim Kreuer gesprochen. Er kann die Überheblichkeit des jungen gut darstellen und bringt die Teufelskicker immer wieder mit fiesen Sprüchen aus dem Konzept. Alina Degener ist als Elena mittlerweile fester Bestandteil des Stammcasts und wirkt auch hier engagiert und hat sich gut in ihre Rolle eingefunden. Auch Rebekka wird hier wieder von Laura Ketzer überzeugend dargestellt. Weitere Sprecher sind Elena Wilms, Felix Topp und Achim Schülke.

An der musikalischen Umsetzung dieser Folge hat sich im Vergleich zu seinen 30 Vorgängern nicht viel verändert. Als Abtrennung der einzelnen Szenen wird der Titelsong in zahlreichen Variationen verwendet, der so noch präsenter ist und lange im Ohr bleibt. Während der Dialoge ist keine Musik eingesetzt. Zahlreiche Geräusche lassen das Geschehen und insbesondere die Sportberichte lebendig wirken.

Auf dem Cover ist einer der Teufelskicker in voller Ausrüstung zu sehen, sein grimmiger Gesichtsausdruck macht klar, wie wichtig die Spieler das Match nehmen. Der Hintergrund mit dem gefrorenen See und der Winterlandschaft samt einiger Iglus aus der Geschichte ist gut dargestellt. Im Inneren ist ein Vergleich zwischen Fußball und Eishockey nachzulesen.

Fazit: Die Geschichte scheint an einigen Stellen auf der Stelle zu treten und nicht so recht in Fahrt zu kommen, aber das typische Teufelskicker-Flair wird Fans dafür entschädigen.

VÖ: 23.September 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 88697903542


Teufelskicker – 30. Vampire im Feriencamp



Erster Eindruck: Pompfen statt kicken

Ein Feriencamp für Fußballer ist doch genau das richtige für langweilige Sommerferien, finden Catrina, Elena und Moritz. Doch schon kurz nach der Ankunft stellt sich Ernüchterung ein, harte Regeln prägen das Leben. Da ist es umso aufregender, dass sie des Nachts eine merkwürdige Gruppe entdecken, die scheinbar Vampire sind. Eine aufregende Zeit beginnt...

Dass sich die beliebte Kinderserie „Teufelskicker“ von Europa auch immer wieder gern mit Themen fernab vom Fußball beschäftigt, ist in den letzten Folgen immer deutlicher geworden und hat sich in vielen Fällen auch bewährt. In der 30. Folge mit dem Titel „Vampire im Feriencamp“ wird allerdings ein wenig zu dick aufgetragen, was nämlich Live-Rollenspiele hier zu suchen haben, bleibt lange Zeit fraglich. Sicherlich, die anfänglichen Gruselszenen, in der die merkwürdige Gruppe beobachtet wird, sind gut gelungen und sorgen für eine spannende Atmosphäre, nur sind diese auch schon bald vorbei und der Effekt verpufft. Die nachfolgende Geschichte kann weder fesseln noch ist sie sonderlich originell, sondern eher ein wenig peinlich. Zudem ist fraglich, ob Kinder tatsächlich schon an das Thema herangeführt werden müssen und dieses ausführlich und differenziert genug betrachtet wird. Und dann ist da noch Pompfball, die Sportart der „Vampire“, in der sich natürlich auch die Teufelskicker versuchen. Die Umsetzung kann leider nicht überzeugen, zu gewollt wird hier auf eine unheimliche Atmosphäre hingearbeitet wird, die dann doch nicht erreicht wird. Gut gelungen sind jedoch die Szenen, in denen die Härte im Feriencamp dargestellt wird, die Trainingseinheiten und der Umgang der Bewohner mit dem Leiter sind dynamisch und machen Spaß. Neben vielen gelungenen Folgen kann Nummer 30 der Serie nicht überzeugen, zu wenig Teufelskicker, zu viel Drumherum.

Die Sprecher machen hier wie immer einen ordentlichen Eindruck, Anton Sprick, Alina Degener und Julia Fölster sind in den Hauptrollen als Moritz, Elena und Catrina gut aufgehoben. Nils Rieke hat hier als Leif eine wichtige Nebenrolle, die er durchaus charmant umsetzt und die verschiedenen Emotionen des Jungen gut umreißen kann. Erzähler Thomas Karallus ist solide wie immer und führt mit seiner ruhigen Stimme gekonnt durch die Handlung, ohne sich zu sehr in den Vordergrund zu drängen. Ulli Potofski macht als Kommentator des abschließenden Fußballspiels wieder einen sehr guten Eindruck, hat aber Schwierigkeiten, beim Pompfball gleiches zu vollbringen, sondern wirkt bei der erzwungenen gruseligen Stimmung fehl am Platz.

Die musikalische Umsetzung orientiert sich wieder zu großen Teilen an dem mitreißenden Titelsong und stellt Ausschnitte der Melodie zwischen die einzelnen Szenen. Das prägt sich schnell ein und bildet einen roten Faden durch die Geschichte. Auch die gruseligen Szenen sind durchaus ansprechend umgesetzt, nur das oben bereits erwähnte Pompfballspiel kann nicht so recht überzeugen.

Eine heimelige Szene des Feriencamps wird auf dem Cover dargestellt, ein paar der Teufelskicker sitzen samt Gitarre ums Lagerfeuer und machen einen sehr entspannten Eindruck. Das rechte Drittel nimmt aber eine düstere und vermummte Gestalt mit klauenartigen Fingern ein. Die restliche Gestaltung ist wie immer sinnvoll und kindgerecht gestaltet.

Fazit: Das deplatziert wirkende Thema lässt anfangs zwar unheimliche Stimmung aufkommen, trägt die Geschichte nicht genügend und lässt diese Folge unter den Durchschnitt fallen.

VÖ: 19.August 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886978003027


Teufelskicker – 29. Mädchen-Alarm



Erster Eindruck: Kickende Mädels

Die Sommer-Ferien stehen bevor, und nur einige der Teufelskicker bleiben in der Stadt. Da behaupten die Jungs plötzlich, die besseren Fußballspieler zu sein und fordern die Mädels zu einem Spiel heraus. Jetzt müssen Rebekka, Catrina und Elene erst einmal neue Mitspielerinnen finden – was sich zuerst komplizierter darstellt als es ist...

Nicht nur dank der WM im eigenen Land, auch wegen der hervorragenden Leistungen der deutschen Mannschaft ist Frauenfußball in aller Munde. Bei den Teufelskickern war es hingegen bisher immer selbstverständlich, dass mit Catrina und später auch Elena zumindest zwei Mädchen mit in der Mannschaft sind. Da überrascht es, dass in der 29. Folge der Serie erstmals arge Macho-Sprüche der Jungs auftauchen. Ein leichter Bruch im sonst so harmonischen Team, der aufgrund der vorigen Geschichten nicht sonderlich glaubwürdig wirkt. Leider scheinen auch die Produzenten nicht vom alleinigen Erfolg der Teufelskickerinnen überzeugt und spendieren den Jungs einige unnötige Szenen, und dass zwei Teenagermädchen auf ihren etwa 4jährigen Bruder und zwei Hunde allein aufpassen müssen, während die Eltern weg sind, wäre dann doch ein Fall für das Jugendamt. Bis auf die verkraftbaren Kleinigkeiten ist die Folge gut gelungen, die Idee dahinter gefällt, der Verlauf ist unterhaltsam. Besonders die Querelen mit den drei Ersatz-Mädchen wissen durch Witz zu überzeugen. Dass am Ende alles gut wird und natürlich die Mädels die Nase vorn haben, war schon anfangs zu erwarten, rundet die Folge aber gut ab. Denn neben einer unterhaltsamen Geschichte bietet diese Folge besonders ein weiteres Statement für Fußballspielende Frauen.

Nadine Schreier ist als Zicke und High-Life-Girl Mandy zu hören. Grundsätzlich kann sie dies gut herüber bringen und greift gut den Witz ihres Charakters auf, lässt sich dann aber doch des öfteren zu Übertreibungen hinreißen. Linda Fölster kann als Charlotte überzeugen, den Bücher liebenden, aber netten Streber kauft man ihr sofort ab. Stephanie Kirchberger spricht mit Jenny ein selbstbewusstes Mädchen aus der U17-Nationalmannschaft, auch hier kann die gestandene Sprecherin eine gute Leistung abliefern. Weitere Sprecherinnen sind Tanja Dohse, Lotta Doll und Ann-Cathrin Schaible.

Die akustische Begleitung ist wie immer gut gelungen. Sehr gut sind hier die vielen kleinen Musikstücke, die sehr abwechslungsreich wirken. Da dieses mal kein großes Spiel im Stadion stattfindet, gibt es zwar nicht viel von der tollen Atmosphäre, die hier immer geschaffen wurde, dafür hat auch das Straßenfußballspiel mit Kommentatorin Gesa Graichen seinen ganz eigenen Charme.

Auch auf dem Cover stehen die Jungs noch ziemlich im Vordergrund, Catrina in ihrem Klischee behafteten rosa Shirt geht schon etwas unter. Auch Mandy ist zu sehen,in ihrem Cheerleader-Outfit wird auch hier auf witzige Elemente gesetzt. An der restlichen Aufmachung hat sich nichts geändert, die gut durchdachte Sprecherauflistung kann auch hier überzeugen.

Fazit: Ein Statement für Frauenfußball, verpackt in einer unterhaltsamen, aber nicht ganz glatten Geschichte.

VÖ: 10.Juni 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886978002921


Teufelskicker – 28. Jäger des verlorenen Pokals



Erster Eindruck: Schnitzeljagd bei den Hobbykickern

Durch Zufall entdecken Catrina und Niko, dass einer der Pokale in dem Vereinsheim von Blau-Gelb nur ein billiges Plastikimitat ist. Angeblich soll ein ehemaliger Spieler das Original mitgenommen haben. Auf einem Zettel findet Catrina den ersten Teil eines Rätsels, der Beginn einer großen Schatzsuche...

In der mittlerweile 28. Folge der Kinder- und Jugendhörspielserie „Die Teufelskicker“ führt die Geschichte mal in ganz andere Bahnen und präsentiert eine Schatzsuche, die stark an eine andere äußerst erfolgreiche Serie von Europa erinnert. Nach einigem Vorspiel geht es dann auch direkt zur Sache, und Catrina und Niko bekommen den ersten Teil einer verschlüsselten Botschaft in die Hände, die mit vagen Andeutungen zum Versteck des vermissten Pokals führen soll. Hier muss entschlüsselt und gerätselt werden, und dieses erste Rätsel ist nur der Anfang, nach dem gleichen Schema geht es auch danach noch weiter. Leider kommt dabei ein wenig Monotonie auf – nach dem ersten Rätsel, das noch gut unterhalten konnte, kommt man sich ein wenig wie in einer Wiederholung vor. Die Auflösung des ganzen soll hier nicht verraten werden, ist jedoch recht unglaubwürdig geworden, das passgenaue Timing, das dafür nötig ist, kann so einfach nicht zufällig vorkommen. „Jäger des verlorenen Pokals“ bietet einige gute und neue Ansätze für die Serie und ist streckenweise auch noch sehr unterhaltsam geworden. Doch leider haben sich doch einige Fehler eingeschlichen, die diese Folge eher im Mittelmaß belassen.

Die Besetzung der Folge hat sich im Vergleich zu den vorigen Teilen kaum geändert, sodass man wieder die gewohnten Stimmen der Teufelskicker zu hören bekommt. Julia Fölster spricht dabei erneut die Catrina und kann mit ihrer lockeren und fröhlichen Art auch hier überzeugen. Janek Schächter ist als Niko auch eine solide Wahl und kann den aufgeweckten Jungen durchaus glaubwürdig präsentieren. Susanne Sternberg spricht seine Mutter und wirkt in den kurzen Auftritten sehr sympathisch. Weitere Sprecher sind beispielsweise Patrick Bach, Alina Degener und Thomas Karallus als Erzähler.

Neben den wirklich gut inszenierten Fußballsequenzen, die die mitreißende Stimmung einfangen können, ist auch der Rest solide produziert und hat die Stärke in den vielfältigen Geräuschen, die glaubwürdig sind und die einzelnen Szenen glaubwürdiger machen. An Musik werden vorrangig kurze Sequenzen aus dem Titelsong verarbeitet.

Auf dem Cover sind einige der Teufelskicker in Aktion zu sehen, die aufregende Schatzsuche wird dabei gut dargestellt, gerade auf jüngere Zuhörer dürfte der jugendhafte Zeichenstil ansprechend wirken. Im Inneren ist neben der originellen Auflistung der Sprecher einer Übersicht über alle bisher erschienenen Folgen zu finden.

Fazit: Trotz einiger Schwächen ist „Jäger des verlorenen Pokals“ eine unterhaltsame Folge geworden, die für Fans der Teufelskicker sowieso ein Muss ist.

VÖ: 15. April 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 88697 80028 2


Teufelskicker – 27. Seitenwechsel



Erster Eindruck:  Das Leben des anderen

Gemeinsam mit einem befreundeten Trainer hat Norbert eine super Idee: 5 der Teufelskicker sollen mit Kindern aus dem Team für eine Woche lang das Laben tauschen – gekrönt von einem Freundschaftsspiel, in der die getauschten Spieler gegen ihre Mannschaft antreten müssen. Schnell werden sich die Teufelskicker einig, wer das spannende Experiment machen darf, uns so geht es für Moritz, Catrina und Co in die große Stadt...

Obwohl sich die Serie „Teufelskicker“ des legendären Labels Europa um eine junge Fußballmannschaft dreht, wird dies oftmals nur als Aufhänger genutzt, andere interessante Geschichten zu erzählen. So spielt das Thema Fußball in der 27. Folge „Seitenwechsel“ nur begrenzt eine Rolle, im Mittelpunkt steht der Tausch mit anderen Teenagern, und der Möglichkeit, ein wenig von deren Leben kennen zu lernen – eine interessante Idee, die dazu auch noch recht schmissig umgesetzt wurde. Denn nachdem die Gastkinder erst einmal in ihren neuen Familien angekommen sind, wird gleich eine ganze Ladung an Gedanken und Geschichten gestartet. Beispielsweise das Thema Berufswünsche für die Zukunft, bei dem sich jeder der Teufelskicker so seine eigenen Gedanken macht – ein wenig mehr Tiefgang ab und an wäre hier allerdings schon schön gewesen. Zudem werden noch einige kleinere kurzweilige Geschichten erzählt, die den Kindern in ihrer Gastfamilie zustoßen. Neben lustigen Ansätzen wird hier auch eine spannende Verfolgungsjagd durch das U-Bahn-Netz erzählt, gewürzt mit ein wenig Sozialkritik. Allerdings ist schon ein wenig merkwürdig, dass eine völlig neue Figur direkt als Stammspielerin der Mannschaft dargestellt wird – ein kurzer Satz, dass sie gerade erst hinzugestoßen ist, wäre da schon hilfreicher gewesen. Insgesamt eine recht unterhaltsame Folge der Teufelskicker, die mit ihren unterschiedlichen Themen zu punkten weiß.

Babsi heißt die neue Spielerin bei den Teufelskickern, gesprochen wird sie von Lea Sprick, die trotz ihres jungen Alters schon eine gewisse Erfahrung mitbringt und sich gut zu positionieren weiß. Philipp Drager spricht den kleinen Joshua und kann den aufgedrehten Jungen insgesamt glaubwürdig darstellen. Gut gefallen haben mir die kleinen Auftritte von Susanne Sternberg und Martin Lohmann, die als erfolgreiches Ehepaar Herwig äußerst sympathisch wirken. Weitere Sprecher sind Valentin Pages, Elena Wilms und Lisa Sternberg.

Die Musik wirkt frisch und unverbraucht, oftmals versüßen kleine Gitarrenmelodien die Übergänge und lassen diese sehr harmonisch wirken. So wirkt alles stimmig und den Zuhörern wird Zeit gegeben, das Gehörte ein wenig Revue passieren zu lassen. Wie immer professionell eingefügt sind hier auch wieder die Geräusche, die sich stimmig zu einer glaubhaften Atmosphäre vereinigen.

Das Cover zeigt eine der Schlüsselszenen des Hörspiels, welche die oben beschriebene Jagd durch die U-Bahn zum Thema hat. Der Comic-Stil wirkt für die anvisierte Zielgruppe sicherlich ansprechend, die Fußballthematik ist in dem kleinen Booklet wieder mit der Sprecherauflistung in Form eines Spielplans pfiffig umgesetzt worden.

Fazit: Mal wieder eine sehr gelungene Folge der Teufelskicker, die mit ihren vielfältigen Geschichten und durchaus interessanten Gedanken punkten kann.

VÖ: 11. Februar 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 88697800272

 


Teufelskicker – 26. SOS aus Schweinesand!

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Erster Eindruck: Die Teufelskicker in Hamburg

Die Teufelskicker freuen sich auf Hamburg, wo sie zu einem Jugendturnier eingeladen wurden. Dort angekommen treffen sie auf Serdar, einem Spieler des FC. St. Pauli, der mit vielen Tricks die Spieler begeistert und sich mit ihnen anfreundet. Mehmet und Alex machen mit ihm des nachts einen Ausflug in ein Naturschutzgebiet mitten in der Elbe, doch dabei geht einiges schief...

Ein Fußballturnier steht einmal mehr als Grundlage für eine Folge der „Teufelskicker“-Serie aus dem Hause Europa da, aber die eigentliche Geschichte findet rund um die spannenden Spiele statt. Dies merkt man schon gleich zu Beginn, wo einige Erzählstränge aufgenommen werden – einer vielfältigen Folge mit dem Titel „SOS aus Schweinesand!“ steht also nichts im Wege. Dabei vergeht einige Zeit, bis man zur eigentlichen Geschichte mit dem Ausflug in das Hamburger Naturschutzgebiet Schweinesand kommt. Vielleicht zu viel Zeit, denn man merkt schnell, wie das Interesse allmählich absinkt. Eine Straffung um einige Minuten wäre hier vielleicht eine gute Idee gewesen, die Begegnung mit einigen Hamburger Prominenten ist beispielsweise recht überflüssig. Ab dem Zusammentreffen mit Serdar geht es allerdings bergauf, hier findet die Serie zu ihrer Stärke zurück und erzählt eine interessante und unterhaltsame Handlung. Auch das Fußballturnier ist gut integriert und sicherlich für Fußballfans mal wieder das Highlight der ganzen Folge. Mit einigen Startschwierigkeiten ist aus dieser 26. Folge der Serie also noch eine recht gute geworden.

Julian Henneberg ist als Serdar zu hören und stattet die Rolle des trickreichen und wagemutigen Jungen mit recht viel Enthusiasmus aus. Flemming Stein ist wieder als Mehmet dabei und ist im Laufe der Serie deutlich sicherer und lockerer geworden. Auch Aaron Kaulbach konnte sich als Alex kontinuierlich steigern, sodass er hier eine gute Leistung abliefern kann. Weitere Sprecher sind Oliver Rohrbeck, Tomas Kröger und Thomas Karallus.

Die akustische Gestaltung der Serie ist wie immer auf recht guten Stand, die einzelnen Szenen werden durch einige sinnvolle Geräusche ausgestattet, aber nicht damit überladen. Besonders die Fußballspiele sind mit glaubhafter Stadionatmosphäre unterlegt. Musik ist insgesamt eher weniger zu finden, wobei die Fußballhymne am Anfang ein toller Start in die Folge ist.

Serdar als eine der Hauptfiguren der Folge ist auch im typischen Look der Serie auf dem Cover zu sehen, in einer dynamischen Pose mit entschlossenen Gesichtsausdruck. Viel interessanter ist jedoch das beliegende Extra der CD: Eine komplette DVD mit vielen Fußballtricks, die beim Trainieren hilfreich sind, und das samt eigenständigen Booklet weiteren wertvollen Tipps für kleine Fußballer.

Fazit: Am Anfang ein wenig zu überladen mit etlichen Themen, dann aber eine gut erzählte Geschichte mit spannendem Verlauf.

VÖ: 3. Dezember 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 886978002624


Die Teufelskicker - 25. 1, 2, 3, Winterhexerei

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Erster Eindruck: Schneechaos und ein neuer Freund

Catrina hat zum anstehenden Weihnachtsfest eigentlich nur zwei Wünsche. Den ersten erfült sie mit Hilfe ihrer Oma, die ihr ein magisches Ritual erklärt, wie man Schnee herbeizaubert. Und tatsächlich schneit es bald und die Stadt wird mit einem weißen Mantel bedeckt. Beim zweiten Wunsch geht es nicht so einfach voran, denn der dreht sich um den neuen Jugendtrainer Karim...

Satte 25 Folgen umfasst nun die Hörspielserie "Die Teufelskicker", zum kleinen Jubiläum gibt es eine Weihnachtsfolge - die sich natürlich auch wie immer um das Thema Fußball dreht. Die Geschichte ist kurzweilig und unterhaltsam - doch leider wurden hier zu viele Handlungsbögen mit eingebracht, sodass die Geschichte etwas chaotisch und unstrukturiert wirkt. Im Mittelpunkt steht die erste Verliebtheit von Abwehrspielerin Catrina, die im Titel angesprochene Hexerei nur schmückendes Beiwerk. Schneechaos, Streitereien im Team und das nahende Weihnachtsfest stören die Geschichte, die an sich schon wunderbar gewesen wäre: Catrina verliebt sich in den afghanischen Jungen Karim, der zusammen mit seiner Schwester Malika abgeschoben werden soll. Dieser Kernpunkt hätte weiter ausgebaut werden sollen, als von ihm abzulenken. Das ist keinesfalls langweilig, sogar im Gegenteil: "1, 2, 3, Winterhexerei" gehört trotz gewöhnungsbedürftigen Titel zu den unterhaltsamsten Folgen der Serie. Trotzdem hätte die Reduktion auf Catrinas Gefühle und der Kampf gegen die Abschiebung gereicht, um eine tolle Folge zu zaubern.

Tobias Schmidt ist in der Rolle des Karim zu hören, mit seiner warmen Stimme, die es leicht macht, Sympathie zu empfinden, stellt er den freundlichen jungen Mann gekonnt dar. Seine Schwester Malika wird von Katharina von Keller etwas härter angelegt, hier wird mehr auf ihre Befürchtungen vor der drohenden Abschiebung eingegangen. Julia Fölster steht als Catrina erneut im Mittelpunkt und kann die kampferische wie gefühlvolle Spielerin glaubhaft darstellen. Weitere Sprecher sind unter anderem Laura Katzer, Alina Degener und Aaron Kaulbarsch.

Passende und stimmige kleine Musikstücke sind wieder die Untermalung für die Geschichte, in Sachen Akkustik hat sich also nicht allzu viel getan. Gut so, denn in sich wirkt die Serie stimmig. Besonders die Fußballatmosphäre ist sehr gelungen, die sich durch Sportkommentator Ulli Potofski noch weiter verstärkt.

Eine entschlossen und leicht grimmig dreinschauende Catrina mit einem magischen Fußball, zudem ihre erschrockenen Teamkameraden vor glitzerndem Himmel - auf dem Cover wurde etwas dick aufgetragen. Für die Zielgruppe ist das Titelbild aber sicherlich ansprechend und weckt die Neugier auf die Hexerei.

Fazit: Etwas überfrachtet, aber eine schöne und zu Herzen gehende Geschichte um erste Verliebtheit, die Abschiebung mit dem nötigen Ernst behandelt.

VÖ: 24. September 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 886978002525


Die Teufelskicker - 24. Geheimakte Blau-Gelb

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Erster Eindruck: Fieser Trainer mit unfairen Methoden

Unerfreuliches Wiedertreffen für Trainer Norbert: Sein alter Jugendtrainer steigt mit seinem Team aus Lückstedt in die gleiche Liga wie die Teufelskicker auf. Dabei bedient er sich immer noch den gemeinen Trainingsmethoden wie damals. Norbert will für das Probespiel die Abwehr etwas stärker machen, doch anscheinend kennen die Lückstedter jeden Spielzug auswendig...

Die in letzter Zeit von Europa sehr gepflegte Serie "Die Teufelskicker" legt weiter vor und bringt die mittlerweile 24. Folge der Fußballserie an den Start. "Geheimakte Blau-Gelb" - der Titel verspricht Spannung und Rätsel. Anzumerken ist, dass es in dieser Folge wieder vermehrt um das Hauptthema Fußball geht, anstatt wie in anderen Folgen nur Rahmenbedingung zu sein. Interessant ist es auf jeden Fall, Norberts Vergangenheit etwas mehr beleuchtet zu bekommen, seine Gefühle gegen seinen alten Trainer werden in der anfänglichen Szene gut deutlich. Danach geht es unterhaltsam und kurzweilig weiter, vom ersten Verdacht des Ausspionierens bis zur Sicherheit beim ersten Spiel gegen die Lückstedter setzt die Handlung auf lockere Unterhaltung im typischen Teufelskicker-Stil. Danach wird die Spannungsschraube wieder ein wenig nach oben gedreht, bis die Folge ein würdiges Finale beim zweiten Spiel gegen Max Beissels Truppe findet. Moralische Anklänge sind gut und ohne erhobenen Zeigefinger untergebracht, sodass Fans der Serie ihren Spaß an "Geheimakte Blau-Gelb" finden werden.

Die Sprecher gefallen mir insgesamt gut, das gilt für die jungen wie die älteren Sprecher. Lediglich Lukas Sperber wirkt als Enes etwas abgelesen und klingt zudem älter als sein eigentlich älterer Bruder Mehmet. Dieter Schmitt ist hingegen als Max Beissel wunderbar, er klingt ebenso hart und kompromisslos wie sein Charakter es ihm vorgibt. Als Schorschi kann wieder Gerd Hinze punkten, der den ehemaligen Obdachlosen immer mit einer sehr sympathischen Art spricht. Weitere Sprecher sind unter anderem Thomas Karallus, Svenja Pages und Robert Missler.

Die Musik wirkt hier sehr frisch - es wurden nicht nur instrumentale Stücke eingesetzt, sondern auch solche mit Gesang. Das fällt positiv auf und macht einen wesentlich moderneren Eindruck, zumal diese Stücke gefällig klingen. Bei der Geräuschauswahl wird besonders auf die bewährte Stadion-Stimmung bei den Spielen gesetzt.

Zwei der Teufelskicker können in äußerst cooler Pose auf dem Cover betrachtet werden, Cathrina dreht sogar einen Ball auf der Fingerspitze. Ein ansprechendes Cover, das seine Wirkung mit dem dynamischen Schriftzug nicht verfehlt. Die restliche Aufmachung wirkt locker und stimmig, die Sprecherübersicht auf dem Fußballfeld ist immer noch eine hervorragende Idee.

Fazit: Eine in sich stimmige und runde Folge, die sich gradlinige an die interessante Geschichte und das Thema Fußball hält. Gelungen!

VÖ: 17. September 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 886978002426


Teufelskicker - 23. Im Untergrund



Erster Eindruck: Süße Störenfriede und fiese Mitschüler

Auf dem neuen Trainingsplatz der Teufelskicker haben sich niedliche, aber unerwünschte Besucher eingeschlichen: Maulwürfe machen das Trainieren unmöglich. Dabei hätte gerade Mehmet dies nötig, im letzten Spiel hat er richtig schlecht gespielt. Aber auch so grenzt er sich von den Teufelskickern ab und nimmt alles nicht mehr so wichtig. Was steckt dahinter?

Nach einer Folge, in der eindeutig die WM im Vordergrund stand, läuft in der 23. Folge von den Teufelskickern wieder alles nach dem alten Schema - was zumindestens in diesem Fall nichts schlechtes ist. Gerade im Vergleich zum Vorgänger wird hier wieder eine fortlaufende Geschichte erzählt, die nur am Rande mit Fußball zu tun hat, sondern die Geschehnisse an Mehmets und Moritz' neuer Schule als Grundlage hat. Nach dem durchaus amüsanten Abstecher zu Beginn, die die Maulwürfe thematisiert, startet man mit Mehmets "Absturz" in die Geschichte, die bald darauf mit Drohbriefen an die türkische Mitschülerin Cetin neuen Stoff bekommt. Erpressung an Schulen und Vorurteile gegenüber türkischen Menschen sind die beiden Motoren, die die Geschichte am Laufen lassen und sie durchaus interessant gestalten, aber manchmal wieder etwas aufgesetzt lehrreich daherkommen. Ein wenig mehr erhobener Zeigefinger wäre schön gewesen, ansonsten ist eine anständige Folge der Teufelskicker herausgekommen, die wieder Spaß gemacht hat.

Gut gefallen hat mir die Sprecherauswahl für die Nebenrollen, die jungen Stimmen wirken glücklicherweise nicht aufgesetzt, stechen aber auch nicht sonderlich hervor. Da wäre zum Beispiel Aline Brosch als Cetin, die eine sanfte und angenehme Stimmfarbe hat. Ugur Tasbilek kann als Özcan einige Klischees beseitigen und klingt sehr standhaft. Als fiesen Dustin ist Tim Kreuer zu hröen, der eine tadellose Darstellung abliefert. Weitere Sprecher sind Jannik Endemann, Tammo Kaulbarsch und Anton Wilms.

Die akkustische Begleitung der Serie ist wie auf einem soliden Stand, die kleinen musikalischen Zwischenspiele sind oft an den Stadion-Anfeuerungs-Titelsong angelehnt und bilden so einen roten Faden. Wie immer ist besonders die Stadionatmosphäre beim Fußballspiel gut eingefangen.

Die Maulwürfe, die ja eigentlich nur ganz am Rande mit der Handlung zu tun haben, sind aber immerhin ein witziger und niedlicher Anblick auf dem Cover, wobei die Teufelskicker in voller Mannschaftskluft natürlich auch nicht fehlen dürfen. Auf der Rückseite ist eine kleine Trackliste zu finden.

Fazit: Eine interessante Geschichte mit kleineren Nebenschauplätzen, fortlaufend gut erzählt. Eine gute Folge für die Blau-Gelben.

VÖ: 9. Juli 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 886978002327


Teufelskicker - 22. Die Teufelskocher



Erster Eindruck: Hoher Besuch bei den Teufelskickern

Die Fußball-WM steht vor der Tür, und natürlich fiebern auch die Teufelskicker dem Großereignis entgegen. Catrina und Moritz veranstalten in ihrer Klasse ein Tippspiel, und auch ein Freundschaftsspiel soll veranstaltet werden. Doch um internationalen Flair zu erreichen, hat Catrina noch eine ganz andere Idee...

Gastauftritte von Prominenten sind ein beliebtes Mittel, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, auch bei Hörspielserien gilt diese Regel. Die 22. Folge der Teufelskicker hat da noch einen draufgesetzt und gleich zwei prominente Namen für "Die Teufels-Kocher" verpflichtet: Teenie-Rocker Apollo 13 und den Fernsehkoch Horst Lichter. Diese sind auch gut und sinnvoll in die Geschichte integriert und - da sie sich selbst spielen - auch recht glaubwürdig. Die Geschichte kann besonders gegen Anfang des Fiebern auf die Fußball-WM gut darstellen, alle Darsteller scheinen nur noch das eine Thema zu kennen, große Vorfreude breitet sich aus. Die Geschichte, die darauf folgt, wirkt jedoch etwas zusammengestückelt und teilweise zusammenhanglos. Zu viele Themen werden angesprochen, die an sich zwar interessant klingen, in ihrer Kombination aber einfach zu viel des Guten sind. Die Konzentration auf einen festeren Verlauf der Handlung wäre sicherlich förderlich gewesen, denn so können die einzelnen Elemente sich nicht so wirklich entfalten.

Ungewöhnlich viele Sprecher sind in dieser Folge zu hören, gerade in der Besetzung von Erwachsenen hat man sich auf bekannte Stimmen berufen. So spricht beispielsweise Elga Schütz die Großmutter von Catrina und kann mit ihrem warmen Klang auch hier für Aufmerksamkeit sorgen. Marion Elskis spricht Frau Sehler und gestaltet auch diese Rolle mit Bravour. Robert Missler ist als Herr Kaiser zu hören, auch diese Rolle gewinnt durch den Sprecher an Glaubwürdigkeit. Weitere Sprecher sind Oliver Rohrbeck, Tina Eschmann und Traudel Sperber.

Die akkustische Gestaltung ist auf dem selben Niveau wie in den letzten Folgen. Besonders die Stadionatmosphäre beim Fußballspiel wird glaubhaft dargestellt und macht Freude, doch auch beim späteren Wettkochen wird viel Wert auf die richtige Stimmung gelegt, sodass alles gut untermalt wird.

Apollo 3, die ja schließlich einen Gastauftritt haben, sind in ihrer Comic-Version auf dem Cover zu sehen - eine spaßige Idee und besonders für Fans der Gruppe ein echtes Highlight. Aber auch ansonsten wirkt das Cover recht dynamisch. Im Inneren sind dann auch noch Steckbriefe und Infos über die Jungs zu lesen.

Fazit: Mit den vielen verschiedenen Themen wirkt alles etwas durcheinander, kann aber Lust auf die WM wecken.

VÖ: 11. Juni 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 886978002228


Teufelskicker - 20. Doping im Spiel?



Erster Eindruck: Bunte Pillen und falsche Freunde

Ein wichtiges Pokalspiel steht den Teufelskickern bevor, doch auch der neue Platzwart sorgt für Wirbel - es ist niemand anderes als Schorschi. Allerdings benimmt sich Niko seit neuestem ziemlich merkwürdig, spielt beim Kicken nur noch für sich und hat eine unglaublich hohe Kondition. Hat das Fitnessstudio, in dem er seit kurzem trainiert, etwas damit zu tun?

Eine neue Folge für die Teufelskicker, mittlerweile sind runde 20 Stück erschienen. Dieses mal spielt der Fußball eine untergeordnete Rolle, lediglich ein Spiel wird während der gesamten Laufzeit beschrieben, sodass auch Zuhörer, die mit dem Thema nichts anfangen können, mit Interesse folgen können. Die Aussage ist mal wieder löblich, auch er Hinweis auf den bekannten Verein "Keine Macht den Drogen" fehlt nicht. Leider ist die Geschichte dazu leicht zu durchschauen und etwas platt. Zu viele Klischees, zu viele Vorhersehbarkeiten. Man hat das Gefühl, die ganze Geschichte gleich am Anfang erzählen zu können, was auch an der unglücklichen Erzählweise liegt, die quasi schon am Anfang alles aufklärt. Toll ist allerdings die Ankunft von Schorschi bei den Blau-Gelben, der immer wieder für erheiternde Momente sorgt. Leider krankt auch diese Folge an einigen Stellen, was den positiven Ansatz erschwert.

Janek Schächter bekommt als Niko die Chance, in einigen längeren Passagen zu sprechen. Größtenteils macht er seine Sache gut, wirkt an einigen Stellen aber etwas zu hölzern und steif. Patrick Bach spricht seinen Cousin Greg und kann einmal mehr überzeugen. Tim Knauer ist als Andreas Striezel zu hören, von ihm geht gleich zu Beginn eine unsympathische Ausstrahlung aus, was seinen Charakter unterstreicht. Weitere Sprecher sind Oliver Rohrbeck, Gerd Hintze und Laura Ketzer.

"Ole, ole ole" - gleich zu Beeginn schallt eine wahre Fussballhymne aus den Lautersprecherboxen und stimmt kleine Fussballfans auf das Hörspiel ein. Die verwendete Melodie taucht immer wieder während der Handlung auf und wird in verschiedenen Variationen den einzelnen Stimmungen angepasst. Ein gelungener Wiedererkennungswert.

Zum 20. Jubiläum wurde den Teufelskickern gleich ein neues Logo spendiert, das zwar nur geringfügig vom vorigen abweicht, aber dennoch viel dynamischer und cooler wirkt. Im kleinen Booklet sind neben Infos zu "Keine Macht den Drogen" noch Rezepte für alkoholfreie Cocktails zu finden.

Fazit: Sehr löblicher Ansatz, ungeschickte Erzählweise - durch das schnelle Bekanntwerden wichtiger Fakten wird aus "Doping im Spiel?" leider nur Mittelmaß.

VÖ: 12. Feburar 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 88697 19163 2


Die Teufelskicker - 19. Viel Wirbel um Schorschi



Erster Eindruck: Besuch aus England

Enes entdeckt am Traininsplatz der Teufelskicker einen Stadtstreicher namens Schorschi und freundet sich schnell mit ihm an. Nach anfänglicher Skepsis sind die restlichen Mitglieder der Blau-Gelben angetan, denn sein Fußballwissen ist groß. Doch als eine englische Fussballmannschaft zu Besuch ist, gerät Schorschi vorerst in den Hintergrund...

Wieder benutzt die Serie "Die Teufelskicker" das Thema Jugendfußball nur, um weitere Geschichten rund um die Mannschaft zu erzählen. In "Viel Wirbel umd Schorschi" sind es genau genommen sogar zwei Geschichten: Der arme Stadtstreicher Schorschi ist großer Fan der Teufelskicker, doch offenbart wenig über seine Fussballkenntnis. Hier wird die etwas emotionalere Seite der Serie aufgegriffen, indem die Teufelskicker in der Vergangenheit des Mannes einige Geheimnisse aufdecken zu können. Der andere Teil der Folge ist das Zusammentreffen mit der englischen Fussballmannschaft aus Canterbury. Neben dem freundschaftsspiel im Mittelpunkt werden die neuen Charaktere gut dargestellt. Wunderbar finde ich die Idee, immer wieder einfache englische Ausdrücke oder Vokabeln einfließen zu lassen. So wird auf angenehme Art Kindern noch die Fremdsprache beigebracht, ohne sie zu überfordern. Leider ist die Verknüfung der beiden Themen nicht so gut gelungen. Beide Erzählstränge scheinen andeinander vorbei zu laufen, gerade jüngere Hörer dürften hier schnell überfordert sein. Das Ende ist wieder eine typische Auflösung für die Serie. Eine solide Folge.

Gerd Hintze wurde für die Rolle des Schorschi ausgewählt und stellt den liebenswerten Mann mit viel Gefühl in der Stimme dar. Als Jennifer, dem einzigen Mädchen im englischen Team, ist Lea Sprick in sehr charmanter Weise zu hören. Auch Ben Millington, der den Steve spricht, schafft glaubhaft den Sprung zwischen deutsch und englisch. Weiterhin zu hören sind unter anderem Tim Kreuer, Lennart Krüger und Marion Elksis.

In Sachen atmosphärischer Gestaltung wird natürlich besonders viel Wert auf die Fußballszenen gelegt. Das Spiel gegen Canterbury wird wieder mit vielen glaubhaften Stadiongeräuschen untermalt, die die Spannung steigern. Doch auch die restliche Akkustik kann mit dem guten Einsatz von Geräuschen und einigen Musikstücken überzeugen.

Riesige Fahnen im Hintergrund, Schorschi als Zuschauer und der Wimpeltausch nach dem Freundschaftsspiel - die Covergestaltung ist dieses mal gut gelungen. Im Innenteil findet sich neben den originellen Sprecherangaben etliche englische Vokabeln aus dem Hörspiel, die das Verständnis vereinfachen können und einen zusätzlichen Lerneffekt erzielen.

Fazit: "Viel Wirbel um Schorschi" ist eine recht gute Teufelskicker-Folge, die interessante Geschichten erzählt, sich dabei aber etwas verhaspelt.

VÖ: 27. November 2009
Label: Europa
Bestellnummer: 88697 19162 2


Die Teufelskicker - 18. Spielerin im Abseits



Erster Eindruck: Wo ist der Nudelsalat?

In ihrer Liga legen die Teufelskicker eine ungebrochene Siegeserie hin und können in ihrem nächsten Spiel sogar die Führung übernehmen. Doch immer wieder verschwinden Sachen aus dem Vereinsheim. Als dann auch noch ein Mädchen aus der Nachbarschaft verschwindet, versuchen die Teufelskicker ihr Bestes, alles aufzuklären...

Die blau-gelbe Fußballmannschaft kann nicht nur auf etliche gewonnene Fußballspiele, sondern auch auf mittlerweile 18 veröffentlichte Hörspiele zurückblicken. "Spielerin im Abseits" heißt das neueste Werk, das den Fußballgedanken wieder nur am Rande nutzt, um eine andere Geschichte zu erzählen. Diese verläuft auch durchaus abwechslungsreich und kurzweilig: Über gestohlene Lebensmittel und andere merkwürdige Vorkommnisse im Vereinsheim kommen die Teufelskicker einem kleinen Drama auf die Spur, das sie mit viel Einfühlungsvermögen lösen können. Leider schleichen sich dabei immer wieder pathetische Floskeln ein, die zu aufgesetzt wirken, um von Jugendlichen kommen und wie eine Erzählung mit erhobenen Zeigefinger wirken. Schön hingegen ist die Einbindung von Themen aus den vorigen Folgen, zum Beispiel das Sponsoring des Milchmillionärs. Doch aufgrund der geschwollenen Audrucksweise an manchen Stellen - so wahr sie auch sein mögen - ist diese Folge nicht so stark wie die meisten anderen.

Anton Sprick ist wieder als Moritz zu hören und wirkt mit seiner Rolle vollständig verbunden, er spricht alle Passagen glaubwürdig. Als Simone ist Manuela Becker zu hören, sie ist mit ebenso großen Engagement dabei und stellt die Gefühle ihres Charakters gut dar. Wunderbar ist wieder Eckart Dux als unkonventioneller Opa Dörfler, der einige schöne Szenen hat. Weitere Sprecher sind Dagmar Dreke, Marion Elskis und Janek Schächter.

Solide, aber nicht Aufsehen erregend ist die akkustische Gestaltung der Folge geworden. Nach dem eingängigen Titelsong wird besonders auf vielfältige Geräusche gesetzt, die glaubwürdig in die Geschichte eingebunden sind. Besonders bei den Fussballspielen wird eine tolle Atmosphäre erzeugt.

Die Suche im Wald, die mit eine der Schlüsselszenen dieser Folge ist, wird auf dem Cover gut dargestellt und fügt sich gut in die Reihe ein. Dass auf dem Cover auch ein dicker Aufdruck "ab 0 freigegeben" prangt liegt daran, dass ein zusätzliches kleines Computerspiel auf der CD enthalten ist, was ich für ein tolles Gimmick für Fans halte.

Fazit: Eine schöne Geschichte, aber stellenweise zu übertrieben ausformuliert. Für Fans der Serie wird das aber nicht weiter schlimm sein.


Die Teufelskicker - 17. Der Milch-Millionär



Erster Eindruck: Die Teufelskicker in der Zwickmühle

Die Tornetze der Teufelskicker sind schon recht lädiert, auch der Vereinsbus und die Trikots haben schon bessere Zeiten erlebt. Da taucht ein bekannter Millionär auf, der sein Geld mit Milchprodukten macht, und verspricht ihnen zu helfen. Auch seine Bedingungen klingen anfangs nicht schlecht...

Neues von den Teufelskickern! In der mittlerweile 17. Folge der beliebten Hörspielreihe dreht sich eben wieder nicht alles um Fußball, es wird vielmehr eine Geschichte rund um das Thema erzählt. Diese beginnt so, wie es wohl vielen kleinen Fußballvereinen geht und bekommt so einen passenden Bezug zur Realität: Das Geld ist knapp, die Ausrüstung alt und fehlerhaft. Als vom örtlichen "Milch-Millionär" spontane Hilfe angeboten wird, scheint alles in Ordnung, aber dann gehen die kleinen Probleme los, die die Geschichte letzlich ausmachen. Es geht um Themen wie Bestechlichkeit, Loyalität und das Entfalten der eigenen Persönlichkeit - ganz schön viel für eine einzige Folge, wenn sie auch satte 70 Minuten läuft. Doch hier werden keineswegs platt aufgesetzte Halbweisheiten geliefert, sondern an konkreten Handlungen festgemachte Beispiele. Das macht die Themen nachvollziehbar und lehrreicher, wobei die Geschichte natürlich wie immer unterhaltsam ist. Schön, dass dieses mal das richtige Tempo gefunden wurde und auch die Story mithalten kann. Eine sehr gute Folge der Serie.

Wie immer wird ein Großteil der Handlung von recht jungen Sprechern bestritten, wobei der Hauptcast sich sehr gut eingefunden hat. Laura Ketzer als Rebekka beispielsweise wirkt in ihren Szenen äußerst glaubwürdig und engagiert. Als Jonas, den jüngsten Sohn des Milch-Millionärs, ist Phillipp Drager zu hören, der sich zwar hörbar bemüht, ab und an aber eben doch abgelesen wirkt. Für einen so jungen Sprecher aber eine große Leistung. Einen herrlichen Kurzauftritt als Butler hat Rainer Schmitt, der sehr amüsant ist und seine Wandlungsfähigkeit unter Beweis stellt. Weitere Sprecher sind Arjun Büssing, Max McMahon und Kerstin Drager.

Wieder auf dem selben hohen Niveau wie sonst auch ist die Produktion, wobei von der Geschichte ablenkende Sounds wieder nicht verwendet wurden. Vielmehr hören wir passende Geräusche, eine glaubhafte Fußballatmosphäre bei den Spielen (auch dank Kommentator Ulli Potofski) und eingängige Zwischenmelodien.

Sehr gut gefällt mir dieses mal die Gestaltung des Covers. Neben Herrn Kaiser, dem Milch-Millionär, bekommen wir auch gleich einen Eindruck von den neuen Trikots, die hier sehr witzig gestaltet sind. Auch die schlechte Stimmung innerhalb des Teams wird aufgegriffen. Die restliche Aufmachung ist gelungen wie immer und überzeugt mit kleinen Details.

Fazit: Die Teufelskicker auf dem Vormarsch, denn diese Folge gehört mit interessanten Thema und einer gelungenen Storyführung zu den besten der Serie.


Die Teufelskicker - 16. Verpasste Chance



Erster Eindruck: Krawall im Vereinsheim

Zu Beginn der Sommerferien stellen die Teufelskicker fest, dass sie Nachwuchs für ihren Verein gebrauchen könnten. So machen sie sich auf, um auf den Plätzen der Umgebung neue Talente zu sichten. Doch sie begegnen einer Bande von Rowdys, und der Ärger ist vorprogrammiert. Kann Robin, ein Junge mit unübersehbaren Spaß am Fussball, den Kickern helfen?

Auch die 16. Folge von Europas "Teufelskickern" bedient sich nur bedingt am Thema Fussball, sondern erzählt wieder eine Geschichte aus dem Umfeld eines jungen, engagierten Fussballclubs. Leider wurde recht zwanghaft ein Fussballspiel eingebaut, welches hier etwas fehl am Platze wirkt. Denn selten werden wohl spontane Kickereien von einem Kommentator begleitet.Die Geschichte an sich ist dabei wieder kurzweilig und unterhaltsam, kann aber nicht ganz mit den Vorgängerfolgen mithalten. Das liegt besonders daran, dass sie sehr leicht zu durchschauen ist und keine wirklichen Überraschungsmomente auftreten. Positiv anzumerken ist, dass der Teamgeist der "Blau-Gelben" auch in schwierigen Zeiten unerschütterlich ist und schön dargestellt wird, dass man gemeinsam fast alle Probleme lösen kann. Insgesamt gesehen ein Hörspiel, das so in Ordnung geht, aber nun mal kein Highlight ist.

Mit jungen Sprechern zu arbeiten ist immer ein gewisses Risiko, denn oftmals fällt ihnen das hineinversetzen in andere Rollen noch schwer. So leider auch bei Leander Galach als Robin, der seine Texte ziemlich emotionslos abliest. Hoffentlich ist hier noch eine Steigerung drin, da er von nun an öfters vorzukommen scheint. Im Gegensatz dazu gefällt mir Flemming Stein als Mehmet immer besser, da er seinen Charakter mit viel Leidenschaft austattet. Auch Tammo Kaulbarsch in einer Gastrolle als Tonne überzeugt vollkommen. Weitere Sprecher sind Julia Fölster, Klaus Dittmann und Tim Kreuer.

Die Teufelskicker sind ein Kinder- und Jugendhörspiel, weswegen die Untermalung mit Musik und Geräuschen eher gemäßigt ausfällt. An der einen oder anderen Stelle setzen werden hier lediglich Akzente gesetzt, um beispielsweise Übergänge flüssiger zu gestalten, ansonsten kann man sich vollkommen auf die Sprecher konzentrieren. Eine gute Leistung in diesem Bereich.

Das Cover ist wieder im comicartigen Stil gehalten und spricht damit sicherlich viele junge Hörspielhörer an. Schön ist, dass hier wieder eine Szene aus der Handlung aufgegriffen wir. Die Illustration wird auch an anderen Stellen verwendet, um das Layout etwas aufzulockern. Und die Hülle ist passenderweise Fussballrasen-Grün.

Fazit: Es gab schon stärkere Folgen der Serie, für jeden Fan von den Teufelskickern aber immer noch lohnenswert.


Teufelskicker - 15. Spuk Im Vereinsheim



Erster Eindruck: Ein Geist in einer schlaflosen Nacht...

Kurz vor Beginn der neuen Saison sind die Teufelskicker zu einem Freundschaftsspiel mit dem FC Grauenstein eingeladen. Die Spieler freuen sich auf das anstehende Match, und auch der gegnerische Kapitän David scheint freundlich zu sein. Doch in der Nacht beginnt es mit merkwürdigen Geräuschen im Vereinsheim - und dann taucht ein Geist auf!

Eine neue Fußballsaison startet - und auch die Teufelskicker sind wieder mit dabei. Nummer 15 der Reihe heißt "Spuk im Vereinsheim" und hat wieder eine lustige und gut durchdachte Story parat. Dieses mal gruselt es die Spieler der Teufelskicker ordentlich, und auch für den Hörer sind die kleinen Episoden im Vereinsheim des gegnerischen Teams recht unterhaltsam. Dass dabei leicht zu durchschauen ist, was hinter dem Spuk steckt, ist wahrscheinlich das einzige Manko der Folge. Was Fußballfreunde besonders freuen dürfte ist die Tatsache, dass der beliebte Ballsport wieder mehr im Vordergrund steht, und so bekommen wir gleich zwei Spiele gegen die Grauensteiner zu hören, die auch etwas länger als sonst zu sein scheinen. Dass dabei auch Werte wie Fairness und Freundschaft gezeigt werden, ist quasi das Tüpfelchen auf dem "i".

Mit Oliver Rohrbeck ist ein wahres Urgestein für die Rolle von Trainer Norbert im Einsatz, der auch hier eine gute Leistung abliefert. Als Gast ist Tim Kreuer als David, dem gegnerischen Teamkapitän, zu hören, der seine Parts sehr glaubhaft und abwechslungsreich gestaltet. Lukas Sperber gehört als Enes fest zum Team der "Blau-Gelben" und beweist hier einmal mehr, warum das so ist. Weitere Sprecher sind Anton Sprick, Martin Lohmann und Julia Fölster.

Typisch für ein Kinder- und Jugendhörspiel ist auch diese Folge nicht mit Sounds und Geräuschen überladen, diese sind eher im Hintergrund. Allerdings wird besonders während der Fußballspiele eine gelungene Atmosphäre erzeugt, und auch sonst wird mit einigen Geräuschen immer alles glaubhaft gehalten.

Mit den drei Teufelskickern in Bewegung und dem mysteriösen Geist im Hintergrund wirkt das Cover insgesamt sehr dynamisch und für kleine Fußballfans sicherlich ansprechend. Die restliche Aufmachung ist mit der besonderen Sprecherauflistung und dem Hinweis auf die umfangreiche Homepage ebenfalls schön anzusehen.

Fazit: Auch die 15. Folge der Teufelskicker ist gelungen, wenn sie auch leicht durchschaubar ist. Aber das Gesamtwerk hat durchaus überzeugt


Teufelskicker - 14. Falsches Spiel beim Turnier



Erster Eindruck: Neue Herausforderungen für die Teufelskicker

Kurz vor Beginn der Sommerferien erfahren die Teufelskicker, dass ihr Erzrivale, der VfB, ein Turnier veranstaltet, bei dem auch ausländische Mannschaften teilnehmen. Als sie von ihrem Trainer Norbert erfahren, dass auch sie teilnehmen können, sehen sie ihre Chance gekommen, dem VfB ihre letzte Niederlage heimzuzahlen. Und beim Turnier geht es drunter und drüber: Neben aufregenden Partien und einem Herzschlagfinale haben sie es noch mit Aufschneidern, schlechten Gewissen und einem Diebstahl zu tun...

"Die Teufelskicker", die ja unter vielen kleinen Fußballbegeisterten Kultstatus genießt, geht mit "Falsches Spiel beim Turnier" in die 14. Runde. Dass die Serie spannend und abwechslungsreich bleibt, dafür sorgen hier gleich mehrere kleine Geschichten, die rund um das Turnier erzählt werden. Besonders der fesche Julian erhitzt die Gemüter - bei Catrina und Rebekka allerdings auf völlig andere Weise als bei den Jungs des Teams. Doch im Vordergrund stehen hier eindeutig die spannenden Spiele des Turniers, die von Sportmoderator Ulli Potofski "kommentiert" werden und so echtes Fußballfeeling aufkommen lassen. Dass nebenbei noch Werte wie Durchhaltevermögen, Ehrgeiz und Teamgeist gefördert werden dürfte Eltern freuen, die Kids lassen sich lieber von der tollen Story mit dem spannenden und abwechslungsreichen Aufbau fesseln. Daumen steil nach oben!

Laura Ketzer ist wieder als Rebekka zu hören. Obwohl sie nicht direkt zum Team der "Blau-Gelben" gehört, harmoniert sie wunderbar mit den Sprechern und bleibt immer glaubhaft und sympathisch. Ollis Opa wird von Eckhart Dux gesprochen, der sich trotz seiner Professionalität jede Menge Gefühl und Humor bewahrt hat. Als Aufschneider Julian hören wir Tammo Kaulbarsch, der die Gastrolle mit dem nötigen Enthusiasmus angeht. Weitere Rollen werden von Marion Elskis, Anton Sprick und Maximilian von Stengel übernommen.

Die Titelmelodie klingt wie eine echte Fußballhymne und bleibt sofort im Ohr hängen. Auch die Musik während des Hörspiels überzeugt mit flotten Rhythmen und immer der passenden Stimmung. Gleiches gilt für die Geräusche, die besonders während der Spiele äußerst gelungen sind.

Das Cover zeigt wunderbar deine Szene mit Julian. Obwohl das nicht das Hauptthema der Folge ist, finde ich es gelungen und halte es für eine gute Wahl. Schön gestaltet ist wie immer die Sprecherübersicht, die auf einem Fußballfeld angeordnet ist, und auch an eine Titelübersicht wurde gedacht.

Fazit: Eine mitreißende Folge um die tollste Fußballmannschaft in der Hörspielwelt. Schöne Geschichten, tolle Sprecher und ein spannendes Ende!


Die Teufelskicker -13. Sieg um jeden Preis



Erster Eindruck: Teufelskicker wie immer treffsicher

Das Spiel der Teufelskicker gegen ihre Erzrivalen vom VfB steht bevor, und Trainer Norbert fordert seiner Mannschaft ein hartes Training ab. Doch plötzlich liegt Olli verletzt am Boden, nachdem Catrina ihn gefoult hat. Alle sind sauer auf sie, doch bald kommen erste Zweifel auf, dass Olli wirklich so schwer verletzt wurde. Hat er seine Mannschaft wirklich angelogen? Und wie wird das Spiel gegen den VfB laufen?

In der mittlerweile 13. Folge aus der beliebten Europa-Reihe "Die Teufelskicker" wird mit harten Mitteln gekämpft, spielen sie doch gegen ihre Konkurrenten. Auch wenn die Meisterschaft für die "Blau-Gelben" nicht mehr zu holen ist, ist das Spiel spannend und ereignisreich produziert. Doch das Schöne an der Serie ist, dass nicht nur der Fußball im Vordergrund steht, sondern mehr oder weniger kleine Geschichten um den Verein und seine Mitglieder erzählt werden. Auch die Geschichte um das angebliche Foul an Olli ist interessant gehalten und offenbart seinen persönlichen Hintergrund. Das ist interessant und schön zu hören, wenn auch an der ein oder anderen Stelle nicht unbedingt völlig logisch durchdacht.

Die Sprecher machen ihre Sache größtenteils sehr gut. Erzähler der Geschichte ist Thomas Karallus, während bei dem Spiel Ulli Potofski eingesetzt wurde. Eine gut Idee, diese beiden Rollen voneinander zu trennen. Julia Fölster gibt als Catrina auch in schwierigeren Situationen eine glaubwürdige Leistung ab. Alexander Kapp ist an sich in der Rolle des Olli gut besetzt, nur leider wirkt er teilweise etwas hölzern und "abgelesen". Weitere Sprecher sind unter anderem Flemming Stein, Christine Pappert und Oliver Rohrbeck als Trainer Norbert.

Der Titelsong ist eine wahre Fußballhymne und bleibt sofort im Ohr hängen. Auch der restliche Einsatz der Musik ist gelungen, wobei sie sich eher im Hintergrund hält - typisch für ein Kinderhörspiel. Geräuschemacher Andreas Lück hat ebenso gute Arbeit geleistet, die Sounds sind gut ins Hörspiel eingebaut und wirken glaubwürdig.

Die Titelillustration ist im typischen Stil der Serie gehalten und wirkt mit der restlichen Aufmachung sehr stimmig. So sind die Sprecherangaben auf einem Fußballfeld zu finden. Lobend sei hier noch die ausführliche und inhaltsreiche Internetpräsenz der Serie erwähnt, bei der kleine Fußballspieler eine eigene Homepage für ihren Verein anlegen können.

Fazit: Eine typische Folge der spannenden Fußballserie, die einfach Spaß macht.


Die Teufelskicker - 12.Teufelskicker und Revolverheld  



Erster Eindruck: Hitgarant für die Teufelskicker

Ein schlimmer Orkan verwüstet den Sportplatz der Teufelskicker völlig: Das Vereinsheim gleicht eher einer Ruine, die neu gekauften Tore sind demoliert, die Pappeln sind umgeknickt, der Rasen völlig aufgeweicht und unbrauchbar. Außerdem ist das Maskottchen des Teams, Enes' Hund Tasman, abgehauen. Die Stimmung ist sowieso schon auf dem Tiefpunkt, da verliert die Mannschaft auch noch ein wichtiges Spiel. Trainer Norbert berichtet, dass die Versicherung nur einen Teil des Schadens übernehmen wird. Doch Niko hat eine Idee: Seine Cousine kennt die Band Revolverheld, sie könnte doch versuchen, ein Benefizkonzert zu organisieren, dessen Erlös in den Wiederaufbau gesteckt werden könnte...

Die nunmehr zwölfte Folge der Fußballserie "Die Teufelskicker" kommt mit echten Starafgebot daher. Die Hamburger Band "Revolverheld" ist nicht nur mit mehreren Musiktiteln für den Soundtrack der Folge zuständig, sondern sprechen sogar allesamt mit - als sie selbst! Eine schöne Idee, die zudem gut umgesetzt ist. Zwar treten die Teufelskicker und Revolverheld nicht in direkten Kontakt, haben also nur voneinander getrennte Szenen, trotzdem ist es zu einem ausgewogenen Ganzen verwoben. Die Story ist in sich stimmig und Themen wie Zusammenhalt, Teamgeist und Fairness werden groß geschrieben, genau das richtige für jedes Fußball begeisterte Kind (selbst wenn die "Kinder" schon etwas älter sind...)

Die fünf Jungs von Revolverheld machen ihre Sache erstaunlich gut. Flüssig und ohne große Hemmungen sprechen sie mit viel Spaß in dieser Hörspielfolge. Dabei kommt alles spontan und glaubhaft rüber. Die Teufelskicker sind nicht nur in der Seerie ein eingespieltes Team, auch die Sprecher harmonieren gut miteinander und steellen trotz ihrer Jugend die verschiedenen Charaktere gut dar. Als Trainer Norbert hören wir niemand geringeren als Oliver Rohrbeck, der auch diese Rolle mit viel Enthusiasmus spricht.

Auffälligste Musik ist natürlich die von Revolverheld. Schön in die Story eingeflochten, mal als "Kostprobe" für Nikos Cousine Nina im Übungsraum, mal beim großen Konzert, ist sie nicht einfach "irgendwie" eingebaut. Die restliche Musik ist eher dezent im Hintergrund gehalten, was bei Kinder- und Jugendhörspielen sinnig ist, um die jungen Hörer nicht von den Sprechern abzulenken. Auch die Geräusche stehen nicht zu sehr im Vordergrund, sondern unterstützen die Geschichte eher unauffällig.

Auf dem Cover sehen wir - logischerweise - Revolverheld, und zwar in gezeichneter Version, zusammen mit den jubelnden Teufelskickern. Sehr gelungen! Schön ist die Gestaltung im Booklet, die Aufstellung der Spieler, in dem die Sprecher aufgeführt sind, ist dieses mal um die Bühne der Revolverhelden ergänzt worden. Eine tolle Idee, die allerdings nicht unbedingt der Übersichtlichkeit dienlich ist.

Fazit: Die Fussballreihe mal mit einer Musikfolge. Tolle Idee, gut umgesetzt, genau das richtige für kleine Fussballfans!