
Dark Trace - 5. Nachtschwärmer
Dark Trace - 4. Die Signatur des Mörders
Dark Trace - 3. Der Florentinische Spiegel
Dark Trace - 2. Das Imperium des Blutes
Dark Trace - 1. Die Bestie von Amsterdam
Dark Trace - 6. Das Syndikat

Erster Eindruck: Ein giftiges Kleid
Aufgrund seiner fragwürdigen Methoden in seinem letzten Fall soll
sich Cornelius Liewens einer Psychotherapie unterziehen. Doch
schnell kommt ihm der nächste Mord in den Weg: Das aufstrebende
Model Tess bricht bei einer Modenschau tot auf dem Laufsteg
zusammen. Und die Mordwaffe ist nichts anderes als ein
Designerkleid...
Die sechste Folge für Cornelius Liewens, den sarkastischen und
recht ruppigen Ermittler, in der Serie "Dark Trace" von Maritim
entführt den Hörer in die Welt der Mode. Der Fall mit dem
ermordeten Model bleibt über lange Zeit spannend und mysteriös,
anders als bei der letzten Folge (die lobenswerterweise direkte
Auswirkungen auf diesen Fall hat). Hier ist erst gegen Ende klar,
wer der Mörder ist, viele kleine Finten und Ablenkungsmanöver
sorgen für einen gelungenen Storybogen. Auch Cors bissige Art sowie
die Nebenfiguren Bas de Jonge, Dr. Stine Lindberg und van Halen
sind wieder gut plaziert und lassen die Geschichte lebendig wirken.
Leider ist Cornelius Liewens' äußerst harte Ermittlungsart dieses
mal recht fehl am Platze, den statt um grausame Serientäter geht es
hier "nur" um einen einzelnen Mordfall, der sicherlich auch ohne
aufgezwungene Prügelszenen gut funktioniert hätte. Im Vergleich zu
den anderen Folgen ist diese blutarmer und nicht ganz so brutal,
aber dafür wirklich spannend und wie immer sehr zu empfehlen.
Auch diese Folge ist mit hochwertigen Sprechern besetzt, sodass
alle Rollen glaubhaft wirken. Wieder auf höchstem Niveau spricht
Melanie Manstein die Dr. Stine Lindberg und schafft einen perfekten
Ausgleich aus wissenschaftlicher Nüchternheit und weicher
Emotionalität. Als Tess Molenaar ist Ghadah Al-Akel zu hören, die
hier wieder mit ihrer einprägsamen Stimme zu überzeugen weiß. Ihr
Freund Lucas van Tyll wird von Gerhard Acktun gesprochen. Auch er
liefert eine absolut tadellose Darstellung des harten Mannes ab.
Weitere Sprecher sind unter anderem Anke Reitzenstein, Sabine
Bohlmann und Philipp Brammer.
Die Musik ist dem Grundtenor der Serie angepasst und damit recht
hart geworden. So bekommt man besonders stampfende Techno-Rhythmen
zu Ohr, die in den Szenenübergängen für Auflockerung sorgen. Die
Geräusche während der Szenen sind gut platziert und wirken mit
wenigen Ausnahmen sehr realistisch.
Ausnehmend gut gefällt mir hier die Covergestaltung: Das schlanke
Frauenbein hat direkten Bezug zu der Folge, ohne zu viel von der
Geschichte zu verraten. Der Stöckelschuh, der über den gelben
Balken ragt, ist ein zusätzlicher Hingucker. Lediglich bei den
Sprecherangaben könnte der aufmerksame Leser ein wichtiges Faktum
aus der Folge ableiten.
Fazit: Wieder mal eine
sehr gelungene Folge der Serie, die vermehrt auf Krimi statt auf
Action setzt.
Dark Trace - 5. Nachtschwärmer

Erster Eindruck: Cor Liewens' neuester Fall
Immer wieder verschwinden in den letzten Wochen Menschen, die kurze
Zeit später grausam zugerichtet aufgefunden werden. Als dann auch
noch die Tochter des Ministerpräsidenten entführt wird, soll
Cornelius Liewens den Fall lösen. Doch der "Nachtschwärmer" scheint
völlig unberechenbar...
Um es vorneweg zu nehmen: Die vorigen vier Folgen der Dark
Trace-Serie haben mich völlig überzeugt und gehören zu den
Highlights der neueren Krimiunterhaltung. Auch die fünfte Folge der
Serie "Nachtschwärmer" beginnt durchaus vielversprechend: Ein
sadistischer Massenmörder treibt sein Unwesen und scheint Gefallen
am Spiel mit der Presse gefunden zu haben. Der abgrundtief
sarkastische Ermittler Cornelius Liewens bringt viel schwarzen und
derben Humor in die Serie, die Nebenrollen wirken stimmig, die
Storyführung ist interessant und baut einiges an Spannung auf.
Immer wieder werden Szenen eines Familienurlaubes eingespielt, die
amüsant sind und schön langsam eine Verknüpfung zum aktuellen Fall
erhalten. Lediglich die Zusammenfassung des letzten Falles hätte
man herauslassen können, denn dieser hat keinen Bezug zum
aktuellen. Die Lage spitzt sich weiter zu, die Taten des Mörders
sind wieder in der schockierenden Art der Serie beschrieben, sehr
brutal und somit sicherlich nichts für schwache Nerven. Bis dahin
wieder ein wunderbares Hörspiel der Serie - doch dann kommt der
Schluss, und der geht wahnsinnig schnell. Keine Erklärung, wie der
Täter schließlich gefunden wurde, dazu eine zu einfache Auflösung,
über die Hintergründe erfährt man nichts. Schade, denn so verliert
das ansonsten hervorragende Hörspiel einiges von seinem Reiz.
Martin Kessler überzeugt einmal mehr als Cornelis Liewens. Auch die
Wandlung vom ansonsten coolen und gelassenen Ermittler zum wütenden
(und vom Zahnschmerz geplagten) Rächer vollzieht in perfekt und mit
großer Treffsicherheit. Auch sein immer gestresster Boss van Halen
hat einen fähigen und ausdrucksstarken Sprecher gefunden: Norbert
Gastell. In einer großartigen Nebenrolle als geschwätzige Enneken
Veenhuis ist die wunderbare Gisela Fritsch zu hören, die die ersten
Szenen sehr unterhaltsam und amüsant gestaltet. Weitere
Gastsprecher sind Walter von Hauff, Jo Kern und Marco Sand.
Die Musik passt wieder sehr gut zu der Geschichte - hart und
schnell darf sie sein. So wirkt das Hörspiel insgesamt sehr Nerven
aufreibend (besonders gegen Ende steigert sich dieser Eindruck
immer mehr), aber auch sehr düster, was sehr gut mit dem
bitterbösen Humor von Cor in Einklang ist. Auch an den Geräuschen
habe ich nichts zu bemängeln.
Auch die Krähen auf dem Cover sind unheilvoll, düster und drohend -
haben aber nicht allzu viel mit der Handlung zu tun. Trotzdem
passend und sehr stimmungsvoll. Wie bei allen aktuellen
Maritim-Produktionen ist die Aufmachung nicht sonderlich aufwändig,
aber vollkommen ausreichend.
Fazit: Das Ende kommt zu abrupt,
vorher wird aber wieder ein dunkles, spannendes und unterhaltsames
Hörspiel geboten.
Dark Trace - 4. Die Signatur des
Mörders

Erster Eindruck: Neues von Cornelius Liewens
Gleich mehrere Morde erschüttern die Amsterdamer Polizei, sodass
Ermittler Cornelius Liewens keine Zeit für eine Sinnkrise bleibt.
Doch der Fund eines Toten in den Ufern des Flusses und die grausam
ermordete und zugerichtete Frauenleiche scheinen scheinbar keinen
Zusammenhang zu haben. Trotzdem wittert Cor eine Verbindung
zwischen den Fällen und bittet einen Freund um Rat...
Auch bei der vierten Folge der "Dark Trace"-Reihe wurde wieder
alles richtig gemacht. Schon allein der ziemlich sarkastische und
kompromisslose Cornelius Liewens ist ein Highlight unter den
Ermittlern, für eine unkonventionelle Handlung ist also gesorgt.
Wieder haben wir es mit sehr grausamen Morden zu tun, was für
gelungene Schockmomente sorgt, da bracht man schon einen halbwegs
robusten Magen. Für besonders gelungenen halte ich die
Storyführung, bei der am Anfang wirklich alles im Dunkeln liegt und
der Hörer nur Schritt für Schritt in die richtige Richtung gelenkt
wird. Das garantiert Spannung und wirklich hohem Interesse an der
Auflösung des Falles, ich habe förmlich mitgefiebert und war am
Ende sehr gepackt von der Geschichte. Und das macht für mich das
Geniale an dieser Serie und dieser Folge aus, weswegen ich nur eine
ganz klare Empfehlung aussprechen kann.
Dr. Stine Lindberg, Mitarbeiterin von Cornelius Liewens, wird von
Melanie Marnstein sehr facettenreich dargestellt, man merkt
förmlich die Spannung, die zwischen ihr und Liewens in der Luft
liegt. Als Gast hören wir Ghada Al Akel, die sich wunderbar in ihre
Rolle hereinfindet und somit die junge Famke sehr lebensecht
spricht. In einer kurzen Nebenrolle ist Thomas Karallus als
Obdachloser zu hören, der selbst bei diesem kleinen Ausschnitt
einen sehr positiven Eindruck hinterlässt. Weitere Sprecher sind
Susanne Meikel, Peter Weis und Klaus Dittmann.
Schon allein die Introszene spricht für die fantastische Umsetzung:
Der irre Mörder, die schreiende Frau und die eingesetzten Geräusche
der Tattomaschiene ergeben ein erschreckendes Gesamtbild. Doch auch
der Rest der Story wurde sehr austariert umgesetzt und verschmilzt
mit den Sprechern zu einer Einheit.
Das Coverbild ist sehr gut gelungen, man bekommt direkt einen
Eindruck, als einen erwartet. Auch wenn nur dieses Motiv verwendet
wurde, ist die Aufmachung insgesamt gelungen und - typisch für
Maritim - sehr schlicht und übersichtlich gehalten.
Fazit: Hochspannende,
packende und rundum gelungene moderne Kriminalunterhaltung, die das
aufgedruckte Prädikat "Nicht für schwache Nerven" absolut verdient
hat.
Dark Trace - 3. Der Florentinische
Spiegel

Erster Eindruck: Nicht gerade leichte Kost...
Ein neuer, schrecklicher Mord beschäftigt die Amsterdamer
Kriminalpolizei, und da kommt nur deren bester Kommissar in Frage:
Cornelius Liewens. An einen wertvollen Spiegel aus der Renaissance
im Privatbesitz eines exzentrischen Kunstsammlers wurde brutal eine
junge Frau mit vier dicken Nägeln gekreuzigt und der Kopf
abgeschlagen. Die Ermittlungen führen Cor und sein Team in eine
düstere Vergangenheit...
Starke Nerven sollte man schon für die dritte "Dark Trace"-Folge
"Der Florentinische Spiegel" haben. Denn schon zu Beginn wird der
grausame Mord an der Diebin detailreich und nicht gerade zimperlich
beschrieben. Auch die Entstehungsgeschichte des Spiegels mit dem
mysteriösen Medusenhaupt ist alles andere als leichte Kost. Doch
Autor Ascan von Bergen setzt nicht nur auf Schockmomente, sondern
insbesondere auch auf einen spannenden Storyverlauf, in der sich
Hörer und Ermittler nur langsam Stück für Stück an das grausame
Geheimnis hinter dem Verbrechen herantasten. Garniert mit einigem
schwarzen Humor, dem wunderbar sarkastischen Cornelius Liewens und
einem atemberaubenden Finale kommen hochspannende und unterhaltsame
70 Minuten Laufzeit heraus, von denen sich jede einzelne lohnt.
Neben dem absolut fantastischen Martin Kessler als Cornelius
Liewens hören wir an seiner Seite Andreas Borcherding als Bas de
Jonge, der Liewens' Mitarbeiter Bas de Jonge überzeugend und
nebensnah darstellt. Als Lisa Maria ist Sabine Bohlmann zu hören,
die aus ihrer recht kurze Rolle alles herausholt und einen
bleibenden Eindruck des Schreckens, den die junge Frau erleben
musste, hinterlässt. Michael Schertaner spricht ebenfalls eine
Gastrolle als Gerrit Ten Damme und überzeugt mit viel Ausdruck und
Intensität. Weitere Sprecher sind Klaus Dieter Klebsch, Susanne
Meikl und Norbert Gastell.
Bis auf den gewöhnungsbedürftigen Titelsong ist die Musik der Folge
sehr gelungen. Immer der Geschichte angepasst, mal heiter, aber
meistens treibend und düster, schafft sie verschiedene Stimmungen,
die große Wirkung auf den Hörer hat und die Geschehnisse intensiver
wirken lässt. Gelungen sind auch die Geräusche, wenn auch bei der
anfänglichen Auktion etwas zu viel Ruhe herrscht.
Die drei Kreuze, von hinten beleuchtet mit unruhigem Wolkenhimmel
zieren das tolle Cover. Auch wenn es für die Geschichte eine
passendere Illustration gegeben hätte (beispielsweise ein
Meduseenhaupt), stellt die gewählte sehr gut die Stimmung des
Hörspiels dar.
Fazit: Die bisher beste
Folge der Dark Trace Serie, die sowieso schon den unkonventionellen
Cornelius Liewens auf hohem Niveau ermittlen ließ. Gut durchdachte
Krimiunterhaltung mit Mystery-Elementen
Dark Trace - 2. Das Imperium des
Blutes

Erster Eindruck: Ein Mord mit weitreichenden
Konsequenzen...
Nach einer heiklen Jagd auf einen durchgedrehten Drogendealer steht
für den Amsterdamer Ermittler Cornelius Liewens bereits der nächste
Fall an: Eine junge Prostituierte und ihr Freier werden auf
bestialische Art ermordet. Die Obduktion bringt weitere
Merkwürdigkeiten ans Licht: Beiden wurde ein Brandzeichen am
Oberschenkel eingebrannt, und Dahlia, die ermordete Prostituierte,
war eine Transsexuelle. Cor beginnt mit den Ermittlungen und stellt
fest, dass die beiden Fälle miteinander verknüpft zu sein
scheinen...
Der zweite Fall von "Dark Trace", der Ermittlerserie um den
unkonventionellen Cornelius Liewens, kann mit seinem grandiosen
Vorgänger durchaus mithalten. Wieder steht ein brutaler Mord an
einer jungen Frau im Mittelpunkt, doch entwickelt sich die Story
hier in eine komplett andere Richtung. Eine geheimnisvolle
Nachricht bringt den Kommissar nach der Entschlüsselung schließlich
auf die richtige Spur, und endet in einem spannenden
Herzschlagfinale. Das Erzähltempo ist recht hoch und droht somit
nicht einmal langwierig zu werden, trotzdem kann der Hörer aufgrund
des guten Dialogbuches alles problemlos mitverfolgen. Wer also auf
spannende Krimiunterhaltung steht und mit teilweise schockierenden
Bildern umgehen kann, sollte zugreifen. Die Warnung auf der
Vorderseite steht da aber nicht umsonst: Nichts für schwache
Nerven.
Nach der Ablösung des fantastischen Thomas Danneberg spricht nun
Martin Kessler die Hauptrolle des Cornelius Liewens. Auch er gibt
dem Charakter Profil und verleiht der Geschichte Glaubwürdigkeit.
Als durchgedrehten Drogendealer hören wir Wolfgang Bahro, der sich
zwar sehr in die Rolle hineinsteigert, dabei aber leider ein wenig
übertrieben wirkt. Toll ist Norbert Gastell als Liewens'
Vorgesetzter Lennard van Halen, der den sarkastischen und genervten
Chef wunderbar interpretiert. Weitere Sprecher sind unter anderem
Lutz Riedel, Eckart Dux und Susanne Meikl.
Musikalisch gesehen hat sich die Folge sogar etwas gesteigert.
Besonders während der Actionszenen und während man die Ergebnisse
der Obduktion hören kann, fällt sie sehr dramatisch aus und
steigert so die Spannung. Doch auch die leiseren Klänge sind
wunderbar und bilden einen roten Faden durch die Geschichte.
Gewohnt schlicht ist das Cover. Ein mysteriöses Foto einer
Ermordeten, dahinter ein Mann mit einem Messer, von keinem ist das
Gesicht zu sehen. Trotz seiner Einfachheit ein absoluter
Volltreffer! Auch die restliche Aufmachung ist nicht sonderlich
aufwändig, überzeugt aber mit Übersichtlichkeit und
Vollständigkeit.
Fazit: Auch Dark Trace 2
kann mich vollkommen überzeugen und hat es über 75 Minuten lang
geschafft, mich bestens zu unterhalten.
Dark Trace - 1. Die Bestie von
Amsterdam

Erster Eindruck: Ein Thriller, der zu schockieren weiß
Sanne van Hesselt will ihren Bruder in einem Park besuchen, der in
dem dortigen Haus wohnt. Doch dieser hat sie nicht dorthin
bestellt, wie sie gedacht hat. Im Gegenteil, in Panik erklärt er
ihr, dass sie fliehen müsse, weil ein Dämon hinter ihr her sei...
Die Musicalsängerin Floor Janson stürzt nach einem Streit mit ihrem
Manager aus dem Fenster, alles sieht nach Selbstmord aus. Cornelius
Liewens, der in diesem Fall ermitteln soll, ist schockiert: Er
kennt die junge Frau, vor Jahren hat er schon einmal ihre Leiche
untersucht. Wird er Licht in die Angelegenheit bringen können? Und
was hat Sanne van Hesselt mit all dem zu tun?
"Dark Trace" heißt die neue Serie von Maritim, die uns auf "Spuren
des Verbrechens" bringt - so verspricht es uns der Untertitel. Und
tatsächlich ist ein wahnsinnig spannender Erstling gelungen. Die
Kombination von kleinen Schockmomenten, Themen, die zumindestens
als heikel angesehen werden dürfen (Kinderpornographie,
Vergewaltigung einer Leiche...) und ein aberwitziger, aber dennoch
in sich logischer Plot übt einen großen Reiz auf den Hörer aus.
Besonders gelungen ist der Anfang, an dem zwei "mörderische" Szenen
gespielt werden, die auf den ersten Blick keinen Zusammenhang zu
haben scheinen. Erst durch die Ermittlungen des machohaften, aber
irgendwie liebenswerten Kommissars fügen sich die Handlungstränge
zusammen und enden in einem spannenden Finale.
Die Sprecher geben eine hervorragende Leistung ab. Thomas Danneberg
ist als Cornelius Liewens stets glaubwürdig und bleibt wie sein
Charakter stets auf dem Boden der Tatsachen. Melanie Manstein ist
dem Inspektor als Dr. Stine Lindberg eine große Hilfe, ihre
angenehme Stimme passt toll zu dem feinsinnigen Charakter. Die
überzeugenste Vorstellung liefert allerdings Udo Schenk ab. Als
psychisch Erkrankter Hans Westerholt ist er dermaßen intensiv und
glaubhaft, dass es einem eiskalt den Rücken herunterläuft. Eine
absolute Top-Liestung! Außerdem sind Daniela Hoffmann, Andreas
Borcherding und Sandra Schwittau zu hören, die alle eine tolle
Qualität leisten.
Die Musik ist recht hektisch und unterstützt so das
nervenaufreibende Spiel der Sprecher. Hier wäre allerdings noch ein
bisschen Verbesserungarbeit nötig, denn oft wirkt sie ein wenig
künstlich und aufgesetzt. Dennoch verfehlt sie ihre Wirkung nicht
und steigert die Spannung.
Das Cover ist recht schlicht gehalten, durch die verwendeten
Rottöne aber ansprechend und Stimmungsoll. Das Inlay beschränkt
sich auf die wichtigsten Angaben, ist aber funktional und
übersichtlich.
Fazit: Ein furioser
Auftakt zu einer Serie, die dieses hohe Niveau hoffentlich zu
halten weiß. Ein Krimi-Thriller der Extraklasse!
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