Fünf Freunde – 95. in der Höhle des Urmenschen

Fünf Freunde – 94. und die Sturmflut

Fünf Freunde – 93. und das Geheimnis des Winterwaldes

Fünf Freunde – 92. auf der Insel der Seeräuber

Fünf Freunde – 91. und der Schatz aus dem U-Boot

Fünf Freunde – 90. retten die Honigbienen

Fünf Freunde – 89. und das Familienwappen

Fünf Freunde - 88. und das Gespenst von Canterbury

Fünf Freunde - 87. und das rätselhafte Sternbild

Fünf Freunde - 86. und die verbotenen Blüten

Fünf Freunde - und der siamesische Königsdrache

Fünf Freunde - 85. und der verschwundene Wikingerhelm

Fünf Freunde - 84. und der Gesang der Sirenen

Fünf Freunde - 83. und das Abenteuer im Hundeschlitten

Fünf Freunde - 82. und der verhängnisvolle Treibsand

Fünf Freunde - 81. und das Höhlen-Labyrinth

Fünf Freunde - 80. und das gefährliche Antonisfeuer

Fünf Freunde - 79. und das Rätsel des Drachenbootes

Fünf Freunde - 78. und die Piraten-Bande

Fünf Freunde - 77. und das unheimliche Bergmonster 

Fünf Freunde - 76. und das Geheimnis des Maskottchens

Fünf Freunde - 74.verfolgen den Wilderer


 


Fünf Freunde – 95. in der Höhle des Urmenschen



Erster Eindruck: Forschende Fünf Freunde

Die Fünf Freunde machen einen Ausflug zu Kreidefelsen, in denen versteinerte Pflanzen und Tiere aus der Steinzeit zu finden sind. Doch nach einiger Zeit machen Julian, Dick, Anne und George eine viel fantastischere Entdeckung: Sie sehen einen Urmenschen, der in den dortigen Höhlen zu hausen scheint. Da ihnen keiner Glauben schenkt, machen sie sich selbst an die Erforschung...

Immer wieder treffen die Fünf Freunde auf außergewöhnliche Erscheinungen, die sich im Laufe der Zeit auf natürliche Weise erklären lassen, meist in Verknüpfung mit einem Verbrechen. Und so ist es auch in der 95. Folge von Anfang an klar, dass hier nicht wirklich ein Urmensch sein Unwesen treibt. Trotzdem ist der Fall rätselhaft und durchaus auch spannend, denn was denn hinter dem Wesen steckt bleibt lange unklar, auch offensichtliche Fährten werden nicht gestreut. Einige spannende Szenen sind immer wieder eingestreut und halten das Interesse wach, das Finale ist gut erzählt und macht dem Zuhörer Spaß. Nur leider dauert es einfach zu lang, bis die Folge richtig in Gang kommt. Der Urmensch taucht erst recht spät auf, davor ist die Folge ein nettes Erzählwerk, aber ohne wirkliche Spannung oder Anreize, die eine solche Folge interessant machen. So macht „in der Höhle des Urmenschen“ einen recht trägen Eindruck, wobei die Grundidee eigentlich recht gelungen ist.

Hier sei noch einmal ausdrücklich die positive Leistung der vier Hauptsprecher hervorgehoben, die wunderbar zusammen passen. Alexandra Garcia klingt als George sehr kämpferisch und mutig, kann aber auch immer die gefühlvolle und gerechtigkeitsliebende Seite zeigen. Ivo Müller kann als Julian ebenso überzeugen und fügt der Folge jede Menge Leben hinzu. Auch Erzähler Lutz Mackensy ist mit seiner sonnigen Stimme und der freundlichen Art eine hervorragende Wahl. Gastsprecher in dieser Folge sind unter anderem Martin May, Gabriele Libbach und Joachim Kappl.

Solide wie immer ist die akustische Gestaltung dieser Folge gelungen, die sich immer am gleichen Schema orientiert. So werden während der Szenen zahlreiche Geräusche eingesetzt, die die Dialoge lebendiger wirken lassen, während die Szenenwechsel mit Melodien aus dem umfangreichen Archiv von Europa gespickt sind, die zwar oft schon bekannt sind, aber gut zu der jeweiligen Stimmung passen.

Hübsch ist erneut die Gestaltung des Covers geworden, das die fünf Freunde bei der Erkundigung der urzeitlichen Höhle zeigt. Wieder stechen sie mit bunten Farben hervor, während der Hintergrund in gedeckten Braun- und Grautönen gehalten ist. Auch der Urmensch ist zu sehen,wirkt aber seltsam fehl am Platz. Die übrige Gestaltung ist bereits bekannt und eher sparsam gehalten.

Fazit: Es dauert einfach ein wenig zu lang, bis die Folge richtig in Fahrt kommt, nach dem langen Intro aber gut erzählt ist.

VÖ: 10.Februar 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 886972309521


Fünf Freunde – 94. und die Sturmflut



Erster Eindruck: Es wird nass in Kirrin...

Gerade sind die Fünf Freunde in den Ferien in Kirrin angekommen, droht eine große Sturmflut. Statt tatenlos herum zu sitzen, beschließen Julian, Dick, Anne und George zu helfen und stapeln Sandsäcke auf. Doch als der Bauer Green eine wertvolle Standuhr vermisst, ist das erst der Anfang eines neuen Falls für die Hobbydetektive...

Eine lange Laufzeit ist den “Fünf Freunden“ nicht abzusprechen, mit großen Schritten geht es auf die 100. Folge zu. Da ist es nicht verwunderlich, dass sich bei der ursprünglich von Enid Blyton erdachten Serie Wiederholungen und ähnliche Motive einschleichen – umso erfreulicher, dass die 94. Folge mit einem anderen Ansatz anfängt, die Sturmflut und ihre Folgen ziehen sich durch die gesamte Folge, bieten aber vorerst einen spannenden Anfang. Die Dramatik der Naturkatastrophe wird dabei gut dargestellt und überträgt sich recht intensiv auf den Hörer, auch nach der überstandenen Sturmflut ist der heftige Regen immer wieder Thema. Vor dieser Kulisse platziert sich ein kleiner Kriminalfall, der zwar rätselhaft ist, aber nicht übertrieben aufgebauscht wird. Der Verlauf ist flüssig und kurzweilig, langatmige Passagen tauchen hier nicht auf. Eine solide und unterhaltsame Folge nicht mehr und nicht weniger.

Bauer Green, dem hier einige wertvolle Sachen abhanden gekommen sind, wird von Werner Cartano gesprochen. Seine Stimme passt gut zu dem alten Mann, der so glaubhaft dargestellt wird. Oliver Rohrbeck ist in einer Gastrolle als Mr. Sottleby zu hören, verstellt seine markante Stimme aber etwas zu stark und kann daher keinen wirklich guten Auftritt hinlegen. Lutz Herkenrath macht aber als Jim alles richtig und ergänzt sich gut mit Christian Rudloff als Joe. Weitere Sprecher sind unter anderem Andreas von der Meden, Kai-Henrik Möller und Karin Lieneweg,

Dass Timmy, der Hund hier immer gleich klingt und nur eine begrenze Anzahl an lauten von sich gibt, ist ein wenig zum Kult in dieser Serie geworden, sein Bellen kommt einem so immer sehr bekannt vor. Die Musik wurde hier wieder sehr passend ausgewählt, sie kann die Stimmung der jeweiligen Szene größtenteils gut wiedergeben, und auch an den Geräuschen gibt es wenig Kritikpunkte.

Sehr gelungen finde ich die Gestaltung des Covers, die ebenfalls das Sturmflut-Thema aufgreift und in entsprechend dunklen Farben dargestellt ist. Ist gelbe Regenmäntel gehüllt sieht man die Fünf Freunde, wie sie sich bei der Verstärkung des Sandsack-Deiches beteiligen. Im Hintergrund sind weitere Helfer als Schatten dargestellt, die sich kaum von dem stürmischen Meer abheben.

Fazit: Solide Folge der Serie mit einem Thema das auch noch nicht ganz so abgegriffen. Grad die jüngern Hörer dürfte diese Folge gut gefallen, für die die schon länger dabei sind ist es recht vorhersehbar.

VÖ: 25.November 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886972309422


Fünf Freunde – 93. und das Geheimnis des Winterwaldes



Erster Eindruck: Tierschutz bei den Fünf Freunden

Kurz vor den Weihnachtsfeierlichkeiten treffen die Fünf Freunde auf Förster Sharewood, der für ein paar Tage zu seiner Familie fahren möchte. Julian, Dick, Anne und George bieten an, sich derweil um die Futterkrippe im Wald zu kümmern. Doch sie entdecken immer wieder Igel, die aus ihrem Winterschlaf aufgewacht sind. Ist es ein natürlicher Vorgang oder steckt mehr dahinter?

Es geht langsam auf den Winter zu, und erfahrungsgemäß spielen dann auch immer wieder die Folgen einiger Hörspielserien in der kalten Jahreszeit. Den „Fünf Freunde“ geht es da nicht anders, die 93. Folge spielt in den Tagen vor Weihnachten. Mir gefällt der Ansatz der aufgewachten Igel, was ja zunächst einmal offen lässt, ob ein Verbrechen oder eine natürliche Ursache zugrunde liegt. Erst im Laufe der Zeit kristallisiert sich der Hintergrund heraus, und dann können die Juniordetektive endlich ihre Ermittlungsarbeit beginnen. Doch auch hier läuft es nicht nach dem Schema F ab, sondern bietet Variationen zu anderen Folgen. So hält die Geschichte die ein oder andere Überraschung parat und ist recht abwechslungsreich. Dabei ist der Gedanke des Tierschutzes gut eingebettet, nicht nur bei der Rettung der Igel und dem Futtersammeln für die Waldtiere, sondern auch im Fall selbst. Auch die winterliche Stimmung kommt gut herüber und gibt der Geschichte einen glaubhaften Hintergrund. Eine gelungene, aber nicht sonderlich auffällige Folge der Serie, die mir gut gefallen hat.

Die Nebenrollen sind mit Harald Dietl, Peter Lontzek und Peter Weis gut besetzt, die drei machen ihre Sache richtig gut. Theresa Underberg ist wie immer als Anne zu hören, das etwas ängstliche Mädchen wird durch sie glaubhaft dargestellt. Alexandra Garcia kann die resolute George mit dem nötigen Druck in der Stimme sprechen. Auch die beiden Jungen der Fünf Freunde, Julian und Dick, werden von Ivo Müller und Jannik Endemann seit zahlreichen Folgen gesprochen, sodass sie sich mittlerweile richtig gut in die Rollen eingefunden haben.

Auch wenn hier wieder einige der eingesetzten Musikstücke bereits aus vorigen Produktionen bekannt sind, passen diese richtig gut in die Handlung und wirken frisch. Dabei werden die Stimmungen aus den einzelnen Szenen gut eingefangen und durch die Melodien ausgekleidet. Geräusche sind ebenso zahlreich wie gekonnt eingefügt.

Ein schönes und harmonisches Bild ist auf dem Cover zu sehen. Es zeigt die Fünf Freunde, natürlich inklusive Hund Timmy, die sich um die vielen aufgewachten Igel kümmern. Die verschneite Landschaft im Hintergrund verbreitet dabei jede Menge winterliche Stimmung. Die Aufmachung im Landkarten-Stil ist wieder ein hübscher Hingucker.

Fazit: Eine schöne Stimmung, ein ruhiger Verlauf, eine interessante Geschichte mit gelungenem Aufbau. Mal wieder eine tolle Folge der Fünf Freunde.

VÖ: 23.September 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886972309323


Fünf Freunde – 92. auf der Insel der Seeräuber



Erster Eindruck: Auf den zweiten Blick...

Es sollen einige wunderschöne Tage sein, die die fünf Freunde auf Malta verbringen. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft treffen sie auf eine Gruppe von Piraten, die recht mittelalterlich wirken. Als Julian, Dick, Anne und George die Insel der Seeräuber entdecken, ist mal wieder alles anders, als es auf den ersten Blick scheint...

Es gibt eine Auswahl von Themen, die in Hörspielen immer wieder sehr beliebt sind und die dementsprechend in den diversen Juniordetektiv-Hörspielen des öfteren behandelt werden. Seeräuber gehören dazu, und nachdem es die fünf Freunde vor einiger Zeit mit der modernen Variante in einer nicht romantisch verklärten Version zu tun bekommen haben, handelt die 92. Folge der beliebten Europa-Serie, die nach Motiven von Enid Blyton geschrieben wird, von deren klassischeren Vorbildern. Hier gefällt mir besonders, wie schnell mit der Einbindung des Falles begonnen wird, kurze Zeit nach dem Start gibt es die ersten Hinweise, man ist schnell völlig in der Geschichte verbunden und bekommt ein Gefühl dafür, wie sich die Handlung entwickeln könnte. Trotzdem gibt es hier auch immer wieder kleine Überraschungen im Verlauf, die so nicht erwartet wurden. Positiv ist auch, dass hier kein klassischer Krimi erzählt wird, der mit den typischen Ermittlungsarbeiten gegen die Verdächtigen aufwartet, sondern die Geschichte hier anders gestrickt ist. Das kann dann auch über einige Längen im Mittelteil hinwegtrösten, in denen die Handlung etwas zu stagnieren scheint. „Fünf Freunde auf der Insel der Seeräuber“ hat mir insgesamt gut gefallen und ergänzt die Serie um eine weitere spannende Folge.

Sowohl die Stammbesetzung als auch die Gastsprecher passen hier äußerst gut zusammen und ergänzen sich. So kann Ursula Sieg als Tante Fanny in ihren Szenen wieder einen wunderbar mütterlichen Eindruck hinterlassen, bei dem man sich direkt wohl fühlt. Volker Hanisch hat als Mr. Hopkins eine wichtig Nebenrolle inne und kann den Mann mit einigen speziellen Eigenschaften und einer glaubhaften Sprechweise versehen. Jürgen Holdorfs einprägsame Stimme kann er auch in der Rolle des Joseph Blooney gut zur Geltung bringen. Weitere Sprecher sind Frank Meyer-Brockmann, Holger Umbreit und Stephan Gabriel.

Wie immer ist die akustische Gestaltung des Hörspiels abwechslungsreich gelungen. So können zahlreiche Melodien, die teilweise schon aus anderen Produktionen bekannt sind, verschiedene Stimmungen schaffen, die immer gut an die jeweilige Situation in der Handlung angepasst sind. Auch Geräusche werden zahlreich und passend verwendet.

Das Coverbild ist dieses mal ausgesprochen hübsch anzusehen. Das liegt insbesondere an der wunderbaren maltesischen Landschaft, die in dem leicht verwaschenen Stil der Serie besonders gut zur Geltung kommt. Als Motiv sind wie immer die fünf Freunde zu sehen, die dieses mal den Kampf zweier Seeräuber in mittelalterlichen Kostümen beobachten.

Fazit: Eine gut erzählte Folge der Serie, die mit ihren kleinen Wendungen und der schönen Atmosphäre überzeugen kann.

VÖ: 10. Juni 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886972309224


Fünf Freunde – 91. und der Schatz aus dem U-Boot



Erster Eindruck: Besuch im Museum

Als die fünf Freunde ihren alten Bekannten, den Hafenmeister Higgins, begegnen, erfahren sie von einem neuen Hafenmuseum und sind sofort begeistert. Tatsächlich sind dort viele interessante Dinge zu betrachten, doch einige merkwürdige Ereignisse führen Julian, Dick, Anne und George auf die Spur eines Verbrechens...

Mit großen Schritten steuert die Serie „Fünf Freunde“, die ursprünglich von der berühmten Autorin Enid Blyton erdacht wurde, auf das große Jubiläum zu, bereits 91. Folgen sind nun schon seit der ersten Folge in den 80er-Jahren erschienen. Wie eigentlich fast immer stoßen auch hier die vier Hauptpersonen und natürlich ihr Hund Timmy zufällig auf eine heiße Spur, die sie mit Hartnäckigkeit und Wagemut verfolgen. Meist baut dies auf einem ganz besonderen Thema auf – hier fällt dieser Aspekt allerdings weg, das Setting der Geschichte geht von einer eher alltäglichen Situation aus. Die Erzählweise der letzten Folgen ähnelt sich stark, meist wird das selbe Grundgerüst verwendet – auch hier steigert sich die Geschichte immer mehr, und durch die Ermittlungen der fünf Freunde kommen immer neue Aspekte zum Gesamtbild hinzu. Trotzdem kann diese Folge gut unterhalten, sei es wegen der interessant dargestellten Charakteren oder der durchdachten Geschichte. Die Stimmung hält durchgehend etwas Spannung bereit, ist aber durch die Fröhlichkeit der Serie geprägt, sodass auch Kinder nicht überfordert werden. Eine insgesamt gelungene und durchgängig solide Folge, die nur ein wenig dynamischer sein könnte.

Wolfgang Hartmann ist hier als Käptn Higgins zu hören, der die raubeinige Art des Hafenmeisters perfekt inszenieren kann und dabei nie vergisst, viel Sympathisches in seiner Stimme mitschwingen zu lassen. Tina Eschmann spricht Beverly Huong Ho, die eine wichtige Rolle in der Folge einnimmt und diese professionell und glaubwürdig gestaltet. Die wunderbare Ursula Sieg ist wie immer als Tante Fanny zu hören, ihre liebevolle Stimme passt wunderbar in die Serie. Kleine Gastrollen als Touristen haben Andreas Fröhlich, Oliver Rohrbeck und Jens Wawrczek.

Solide produziert ist die akustische Umsetzung der Folge. Aus dem sehr umfangreichen Archiv von Europa stammt die Musik, die sich hier stimmig in die Geschichte einfügt, aber nie wirklich in den Vordergrund gestellt wird. Bei den Geräuschen wird auch hier viel Wert auf Authentizität gelegt, hier passt alles sehr gut zusammen und unterstützt die Handlung.

Das Coverbild ist mal wieder sehr gut gelungen, der ansprechende Zeichenstil passt einfach gut zu der Serie. Zu sehen sind die fünf Freunde, die in einer von Sturm umtosten Nacht am Hafen stehen. Auch das U-Boot hat seinen Platz gefunden, wird aber wesentlich düsterer dargestellt. Auch die restliche Aufmachung orientiert sich an Motiv und Farben, sodass alles passend wirkt.

Fazit: Eine solide Folge mit typischem Aufbau und gut erzählter Geschichte, der lediglich ein wenig Pepp fehlt.

VÖ: 8. April 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886972309125


Fünf Freunde – 90. retten die Honigbienen



Erster Eindruck: Die Königin ist krank - es lebe die Königin!

Auch in Pfingstferien sind Julian, Dick, Anne und George zusammen und verbringen diese bei Dicks Onkel. Doch der hat momentan große Sorgen: Seine Bienenfarm droht aufgrund einer merkwürdigen Krankheit der Königin große Gefahr, auch die Ernst des Honigs in diesem Jahr ist fraglich. Natürlich wollen die Fünf Freunde helfen und suchen nach einem Gegenmittel...

Verschiedenste Themengebiete wurden bisher bei Juniordetektivhörspielen abgedeckt, doch was der 90. Folge der „Fünf Freunde“ zugrunde liegt, ist schon eine kleine Kuriosität: Honigbienen! Klingt beim ersten mal vielleicht etwas merkwürdig, allerdings wurde eine durchaus interessante Geschichte darum entwickelt, die wunderbar in das Konzept der Serie passt. Und auch der Aufbau dieser Folge ist innerhalb der Serie klassisch zu nennen: Ein neuer Freund in Not, dem die fünf Freunde helfen wollen und erst einmal recht unbedarft an die Sache heran gehen, aber im Laufe der Zeit merken, dass doch mehr als anfangs gedacht hinter der Sache steckt. Leider ist das dem Hörer schon wesentlich früher klar - da er nicht nur den normalen Aufbau einer Folge schon kennt, sondern ansonsten auch zu wenig Substanz hinter dem ganzen stecken würde. Ein wirklicher Überraschungseffekt kann also nicht eintreten, aber immerhin ist die Erzählweise wieder recht kurzweilig und interessant gelungen, die Geschichte nicht unnötig in die Länge gezogen sondern in angemessenem Tempo erzählt. So kommt dann doch eine insgesamt recht gelungene Folge heraus, die zwar nicht zu den stärksten innerhalb der ganzen Serie gehört, aber immer noch solide und gut produziert ist.

Berny, der Onkel von Dick, wird von Aaron Kaulbarsch gesprochen. Seine Stimme passt sehr gut in die Stimmung der Serie und kann mit seinem freundlichen Ton für gute Laune sorgen. Holger Löwenberg spricht Mr. Buckfast und übernimmt dabei als klassischer Verdächtiger eine nicht ganz so sympathische, sondern eher geheimnisvolle Stimmfärbung an. Lutz Mackensy sorgt wieder in seinen Erzähltexten mit seinem sonnigen Gemüt und der einfühlsamen Kommentierung der Geschichte für eine gekonnte Führung durch die Handlung. Weitere Sprecher sind unter anderem Jürgen Thormann, Eberhard Haar und Katja Brügger.

In letzter Zeit hat sich die akustische Gestaltung der Serie kaum verändert – und das ist gut so, denn die Stimmung der Geschichten ist immer äußerst angenehm anzuhören. Die eingesetzten Musikstücke zur Abgrenzung der einzelnen Szenen passen recht gut zur Handlung und unterstützen die jeweilige Atmosphäre, während die Geräusche insgesamt gut eingefügt wurden.

Natürlich ist das Thema der Folge auch auf dem Cover aufgegriffen, und so sieht man zwei der vier Freunde in der typischen Imker-Schutzkleidung, während die beiden anderen mit Timmy spielen. Der schöne Naturhintergrund harmoniert sehr gut mit dem Look der Serie. Im Inneren herrscht wieder die übliche Schlichtheit, zusätzliche Infos finden sich leider nicht wieder.

Fazit: Eine Folge, die keine großen Überraschungen für den Hörer bereit hält, aber mit einem unterhaltsamen Verlauf für Kurzweil sorgt.

VÖ: 11. Februar 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 88697230902


Fünf Freunde – 89. und das Familienwappen

Erster Eindruck: Entführung am Strand

Die Ferien haben begonnen, und natürlich verbringen die fünf Freunde sie gemeinsam in Kirrin. Dort begegnen sie einem Straßenmusikanten Bob und seinem Sohn Bill, der für ihn das Geld einsammelt. Sie laden Bill zu sich nach Hause ein, doch der Junge verhält sich äußerst merkwürdig. Und dann passiert es: Er und Dick werden von Unbekannten entführt...

 

Es scheint häufig Ferien zu geben in Großbritannien. Schon 89 Folgen der Kultserie „Fünf Freunde“ sind während der Ferien zusammengekommen, und immer noch sind Julian, Dick, Anne und George im frühen Teenageralter. Die neue Folge weicht ein wenig vom üblichen Schema ab – es geht vorrangig nicht darum, den Täter eines Verbrechens zu ermitteln, sondern das Geheimnis eines neuen Freundes aufzudecken. Was hinter dem merkwürdigen Verhalten von Bill steckt, wird erst nach und nach aufgedeckt, während er und Dick in den Händen der Entführer sind. Natürlich wird auch ein großer Teil der Folge darauf verwandt, wie die Rettung der beiden abläuft, was spannend geraten ist und im Stil einer klassischen Abenteuergeschichte abläuft. Doch Bills Geheimnis ist es, was der Folge das gewisse Etwas verleiht und über die Spielzeit das Interesse aufrecht erhält – zumal die Idee dahinter sehr gut gelungen ist und für eine kleine Überraschung sorgt. Eine Folge, die mir gut gefallen hat.

 

Lucas Sperber ist hier als Bill Gatwick zu hören und nimmt damit eine wichtige Nebenrolle ein. Mit seiner präzisen Aussprache und seinem glaubwürdigen Auftreten kann er einmal mehr überzeugen. Der Sprecher des Bob Linsdale ist Arndt Schmöle, der energisch und freundlich wirkt, insgesamt auch eine gute Leistung. Wunderbar ist wieder Lutz Mackensy als Erzähler, er wechselt mühelos zwischen freundlicher und spannungsgeladener Stimmung. Weitere Sprecher sind unter anderem Ernst H. Hilbich, Stephanie Kirchberger und Achim Schülke.

 

Solide produziert ist das Sounddesign dieser Folge, die Stimmung wird hier vor allem mit den passenden Geräuschen erzeugt, die glaubhaftes Ambiente schaffen und die Geschichte so gut unterstützen. Die Musik ist nett anzuhören und durchaus passend zu der jeweiligen Situation ausgewählt, auch wenn viele Melodien einem schon bekannt vorkommen.

 

Ein dunkles Burgverlies, eingestürzte Mauern, dicke Fesseln – der Eindruck von dem Cover könnte sehr düster und geheimnisvoll wirken, würden die fünf Freunde nicht derart farbenfroh und fröhlich auffallen und somit die Stimmung wieder zunichte machen. Die restliche Aufmachung ist – typisch für das Label – sehr schlicht und auf das Wesentliche beschränkt.



Fazit:

Die Rettung sorgt für Spannung, Bills Geheimnis für die Rätsel – eine kurzweilige und gelungene Folge der Serie.



VÖ:

26. November 2010


Label:

Europa


Bestellnummer:

886972308920


Fünf Freunde - 88. und das Gespenst von Canterbury

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Erster Eindruck: Trubel vor den Feierlichkeiten

In den Ferien besuchen die fünf Freunde ihre Bekannte Trixie in Canterbury. In dem dortigen Dom soll bald wieder das jährliche Fest stattfinden, auf dem die berühmte Geschichte des Gespenstes von Canterbury aufgeführt wird. In der Brauerei von Trixies Vater finden sie eine Spur zu einem gestohlenen wertvollen Gegenstand aus dem Dom...

In der 88. Folge der berühmten "Fünf Freunde"-Serie aus dem Hause Europa wird auf eine andere, ebenfalls bekannte Geschichte zurückgegriffen: Das Gespenst von Canterville wurde lediglich in den ähnlich klingenden Ort Canterbury verfrachtet. Dort wird die Geschichte jedes Jahr mit einem Fest gefeiert. Ein idealer Schauplatz für die Abenteuerserie, denn dunkle, verhüllte Gestalten treiben sich während dieser Zeit in den Gassen der kleinen Stadt herum und bieten so jede Menge gruseliger Atmosphäre. Gut genutzt auch die Brauerei, in der mehrere Szenen spielen, hier wird ganz nebenbei noch einiges Wissenswertes über die Bierproduktion vermittelt. Der Fall an sich ist an keiner Stelle so wirklich spannend geworden, dafür aber stimmungsvoll und kurzweilig. Zu sehr durchschaubar ist das Konstrukt, das den Folgen zu Grunde liegt, als dass man den geübten Hörer noch überraschen könnte. Trotzdem, das Verstecken, das Beobachten und Kombinieren ist gut aufgebaut und lässt keine Langeweile aufkommen. Der schöne Hintergrund des Festes lässt dann noch jede Menge Flair aufkommen und verzeihen, dass das Ende etwas merkwürdig formuliert ist. Insgesamt eine durchaus hörenswerte Folge.

Kaya Möller ist als Trixie zu hören und fügt sich gut in die bestehende Vierertruppe ein, indem sie ebenso spontan und fröhlich wirkt, aber auch eigene Charakterzüge entwickelt. Ihr Onkel Robert wird von Dietmar Mues gesprochen, seine herzliche und freundliche Art wirkt auch auf den Hörer sympathisch und passt wunderbar in die Geschichte. Der undfreundliche Assistent Christopher wird von Sascha Rotermund mit der nötigen Portion Grantigkeit ausgestattet. Weitere Sprecher sind Alexandra Doerk, Eckart Dux und Wanda Osten.

Akustisch ist die Folge wie immer gut produziert, keine großen Änderungen gilt es zu vermelden. Die Musik passt gut zu der Geschichte und verbreitet angenehme Stimmungen, sticht aber nicht sonderlich hervor. Gleiches gilt für die Geräusche, die in genügender Anzahl an den richtigen Stellen auftauchen, ohne von den Sprechern abzulenken.

Auf dem Cover zu sehen sind die fünf Freunde, die im alten Dom vermummte Gestalten in Mönchskutten beobachten. Die schöne Gestaltung des Säulengangs und die dunkle Farbgestaltung lassen das Cover geheimnisvoll wirken, was auch durch die drei Mönche unterstützt wird. Die fröhlich bunten Kleidungsstücke der Hauptpersonen mögen sich hier nicht so recht einfügen und stören die Stimmung.

Fazit: Viele stimmungsvolle und teilweise gruselige Szenen, ein kurzweiliger Verlauf, aber keine richtige Spannung. Eine unterhaltsame Folge.

VÖ: 17. September 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 886972308821


Fünf Freunde - 87. und das rätselhafte Sternbild



Erster Eindruck: Blick in die Sterne

Das Felsenhaus benötigt Onkel Quentin für sich, und so verbringen die fünf Freunde ihre Ferien dieses mal in Greenwich. In einer Sternwarte treffen sie auf Loreena, die soeben eine merkwürdige Sternkarte entdeckt hat. Warum ist dort der große Wagen falsch herum eingezeichnet? Eine spannende Schnitzeljagd beginnt...

An immer neue Schauplätze führt es wie durch Zufall Julian, Dick, Anne, George und Timmy den Hund, kurz gesagt: Die fünf Freunde. Ausgangspunkt der 87. Folge ist die Entdeckung der rätselhaften Sternkarte in der Warte. Was folgt ist ein Aufbau, der für die Serie typisch ist und die Spannung der Jagd auf den Schatz eines berühmten Wissenschaftlers zulässt. Häufiger tauchen neue Teilrätsel auf, die die Handlung interessant und vielseitig gestalten, aber auch die Frage nach den Gegenspielern der fünf Freunde steht eigentlich immer im Raum. Alles nichts wirklich Neues, gerade Kenner der Serie dürften schnell einige Motive wieder erkennen, und doch ist der Folge sein Unterhaltungswert kaum abzusprechen. Die Jagd ist kurzweilig und unterhaltsam, am Ende kommt richtige Spannung auf, und auch die Nebencharaktere sind dieses mal gut gelungen. Eine schöne Folge, die stellenweise sehr atmosphärisch geworden ist.

Anja Topf ist als Loreena zu hören und macht einen sehr fröhlichen und aufgeweckten Eindruck, ihre Betonung ist glaubwürdig. Julia Fölster spricht die Maxi, ihre angenehme Stimmfarbe und ihre gekonnte Sprechweise sorgen für einen guten Gesamteindruck. Auch Jürgen Holdorf kann als Mr. Lassell überzeugen. Weitere Sprecher sind unter anderem Volker Bogdan, Wolfgang Kaven und Rhea Harder.

Die Musik hat sich im Vergleich zu den letzten Folgen kaum verändert. Die eingespielten Melodien passen dieses mal recht gut zu der Handlung und unterstützen die angestrebte Stimmung. Die Geräusche sind auf dem typischen hohen Niveau der klassischen Europa-Produktionen und machen das Geschehen plastischer.

Auf dem Cover ist die erste Szene des Hörspiels zu sehen, als die fünf Freunde eine kalte Nacht auf der Felseninsel verbringen. So hat die schöne Zeichnung direkten Bezug zur Handlung. Der sternenklare Nachthimmel spielt dabei auf das Thema der Folge an. Und wieder überzeugt mich das neue Design, das wunderbar zur Serie passt.

Fazit: Eine dynamische Handlung mit einigen gelungenen Elementen. Nicht sonderlich innovativ, aber unterhaltsam.

VÖ: 11. Juni 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 886972308722


Fünf Freunde - 86. und die verbotenen Blüten



Erster Eindruck: Crepes und merkwürdige Pflanzen...

Endlich wieder Sommerferien bei Tante Fanny und Onkel Quentin. Doch für Anne, Dick, Julian und ihre Cousine George heißt das dieses mal Arbeit, denn eine Pflanzenausstellung findet in der Stadt statt. Und ihr Gast hat ziemlich merkwürdige Gewächse mit dabei. Die vier beginnen zu recherchieren...

Die in letzter Zeit von Europa wieder sehr gepflegte Enid Blyton-Serie "Fünf Freunde" geht mit "und die verbotenen Blüten" in die 86. Runde. Der typische Flair der Serie kommt schnell auf, schon zu Beginn ist die schöne Stimmung spürbar. Der Fall an sich ist wesentlich pfiffiger, als er auf den ersten Blick vermuten lässt. Denn der Hörer wird erst einmal auf eine gründlich falsche Fährte geschickt. Zugegebenermaßen habe auch ich anfangs gedacht, dass die Geschichte ziemlich flach und zudem schlecht erzählt ist. Als dann der Umschwung auf den eigentlichen Teil kam, musste ich erst einmal schmunzeln, weil auch ich darauf hereingefallen bin. Der zweite Teil sprüht zwar nicht unbedingt vor krativer Innovation, ist aber doch mit einer pfiffigen Auflösung bedacht worden. Auch die kleinen Elemente rund um den Fall sind angenehm und hörenswert. Der einfallsreiche Wechsel macht Nummer 86 der Serie für mich zu einer guten Folge.

An dieser Stelle noch einmal ein ausdrückliches Lob an Erzähler Lutz Mackensy, dessen sehr freundliche Stimme die Parts, die in anderen Serien schon einmal in die Länge gezogen sein können, sehr dynamisch wirken lässt. Auch Ursula Sieg kann als Tante Fanny mit einer warmen Aura und gekonnter Betonung überzeugen. Hörspiel-Urgestein Andreas von der Meden gestaltet auch die Rolle von Onkel Quentin wie immer sehr punktgenau. Weitere Sprecher sind unter anderem Achim Schülke, Celine Fontanges und Ingrid Andree.

Wie immer eher schlicht ist die akkustische Umsetzung der Serie. Die Geräusche sind sehr passend und glaubhaft, aber nicht sonderlich im Übermaße eingesetzt. Auch die Musik, die sich dieses mal etwas zurückhält, ist nicht gerade auffällig, aber in dieser Folge recht passend augewählt.

Ein wunderschönes Blütenmeer bildet den Hintergrund für das Covermotiv, das so sehr farbenfroh und fröhlich wirkt. Doch auch die fünf Freunde sind schön dargestellt, insbesondere Timmys gemütlicher Platz bei dem Gabelstapler gefällt mir sehr gut. Auch der restliche Gestaltung ist gelungen.

Fazit: Die interessante Wendung hat mich gut unterhalten, sodass der Fall insgesamt gut gelungen ist.

VÖ: 16. April 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 88697230862


Fünf Freunde - und der siamesische Königsdrache



Erster Eindruck: Jetzt bist DU dran!

Beverly Bulterton, eine recht aufdringliche Reporterin, will eine Reportage über Goerges Urgroßvater Kaptitän Kirrin schreiben. Sie bringt die fünf Freunde damit auf die Spur eines Schatzes, der im gesunkenen Schiffswrack vor der Felseninsel versteckt sein soll. Doch der Fall ist kniffelig und die fünf Freunde brauchen Hilfe - und zwar von dir!

Nach über 80 Folgen der erfolgreichen und langjährigen Abenteuerserie "Fünf Freunde" gibt es nun erstmals eine Sonderfolge. Und zwar eine recht interaktive. Das Ganze gestaltet sich folgendermaßen: Julian, Dick, Anne und George bitten schon zu Anfang den Hörer um seine Mithilfe in dem Fall und treten somit auch als Erzähler auf. Immer wieder geben sie Kommentare ab oder verweisen auf das mitgelieferte "Abenteuerhandbuch" (das Booklet), das einige Tipps bereit hält. Am Schluss müssen noch die letzten Indizien zusammengefügt werden, um den Täter zu entlarven - doch dies wird dem Hörer überlassen. Eine spannende Angelegenheit für Kinder, ein Beweis (oder Gegenbeweis?) für alle diejenigen, die behaupten, jeden Fall schon im Vorfeld durchschauen zu können. Von diesen Elementen abgesehen ist "und der siamesische Königsdrache" ein ganz normaler Fall für die Fünf Freunde, und sogar ein recht guter. So kann man sich auch ohne Mitraten und Blick ins Abenteuerhandbuch gut unterhalten fühlen, während man einfach nur zuhört. Ein interessantes und gelungenes Experiment!

Als Beverly Butlerton, die unsympathische Reporterin, ist Nina Petri zu hören. Sie gibt dem Charakter einen immer leicht schnippischen Unterton und stellt die Rolle so sehr genau und lebensnah dar. Henry König spricht den Mr. Rivers und kann auch hier wieder vollkommen in seinen Charakter schlüpfen. Die fünf Freunde Ivo Möller, Janik Endemann, Theresa Underberg und Alexandra Garcia machen wie immer eine gute Figur und können auch in den Erzählparts, die sich direkt an den Zuhörer wenden, überzeugen. Weitere Sprecher sind Ursula Sieg, Christian Rode und Wolfgang Kaven.

Die akkustische Gestaltung der Folge ist wieder solide umgesetzt. Kleine Melodien lockern das Geschehen auf und verleihen zusätzliche Stimmung, auch wenn nicht jede Musik perfekt passt. Die Geräusche sind gut ausgewählt und glaubhaft, dabei in genau der richtigen Menge eingefügt.

Eine besondere Folge erfordert ein besonderes Cover. Und so ist die Illustration dieses mal abstrakt: Zu sehen sind lediglich die Silouhetten der fünf Freunde, der Hintergrund ist blau und wird von einem japanisch anmutenden Drachen geziert. Das dieses mal sehr umfangreiche Booklet bietet kleinen Abenteuern viele Tipps und Tricks, aber auch Rätsel. Eine schöne Idee!

Fazit: Die Mitmachfolge mit vielen Details zum Nachlesen und Aufforderung zum selber Raten kann vollkommen überzeugen. Experiment gelungen!

VÖ: 16. April 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 88697613372


Fünf Freunde - 85. und der verschwundene Wikingerhelm



Erster Eindruck: Ein Fest muss gerettet werden

Die fünf Freunde wandeln auf den Spuren der Wikinger und freuen sich schon auf das bevorstehende Festival, bei dem ein ganzes Dorf seiner Vorfahren gedenkt. Doch das Fest ist in Gefahr, als der einzige originale Wikingerhelm verschwindet. Bevor die fünf Freunde den Fall lösen, müssen sie eine ganze Reihe von Verdächtigen überprüfen...

Trotz ihrer vielen Reisen bleiben die fünf Freunde meist im britischen Empire, so auch in der 85. Folge, die sich um einen gestohlenen Wikingerhelm dreht. Schön an dieser Episode ist, dass tatsächlich eine Reihe von Verdächtigten für den Diebstahl des historischen Exemplars in Frage kommt und somit der Fall auch für den Hörer nicht allzu leicht zu durchschauen ist - was besonders in Hinblick auf die beiden direkten Vorgänger lobenswert ist. Hier stehen die Ermittlungsarbeiten vor den Abenteuerelementen. Auch die Auflösung hat mir gut gefallen, da geschichtliche Dinge mit einbezogen werden und die Situation des kleines Dorfes plötzlich in einem anderen Licht dasteht. Auch der Stotyverlauf ist gelungen und wieder einmal kurzweilig und unterhaltsam, sodass insgesamt eine richtig gute Folge für Julian, Dick, George, Anne und Timmy herausgekommen ist.

Patrick Bach spricht in dieser Folge Hamish, der schnell Freundschaft mit den fünf Freunden schließt. Er lässt den jungen Mann sympathisch und dynamisch wirken. Als Bruce ist Jörg Gillner zu hören, der genau den Tenor seiner Figur trifft und seine Beschreibung somit sehr glaubhaft wirkt. Anne Moll ist als Finola mit dabei und liefert ebenfalls überzeugende Aufnahmen. Weitere Sprecher sind Oliver Böttcher, Uwe Friedrichsen und Tina Eschmann.

Die Musik stammt aus dem umfangreichen Archiv von Europa, sodass Leuten, die viele Hörspiel hören, einige Melodien bereits bekannt sein dürften. Das sorgt einerseits zwar für einen positiven Wiedererkennungswert, leider sind aber nicht alle Einsätze gut auf die Geschichte angepasst.

Schön, dass wir die fünf Freunde auf dem Titelbild in einer recht fröhlichen Szene sehen dürfen, in der sie die vielen Schätze für das Wikingerfest begutachten. Ein stimmungsvolles und sehr gelungenes Cover. Auf der Rückeite ist wie immer noch eine kleine Trackauflistung zu finden.

Fazit: "Fünf Freunde und der verschwundene Wikingerhelm" gefällt mit einer undurchsichtigen Geschichte und etwas Historie.

VÖ: 12. Februar 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 88697 23085 2


Fünf Freunde - 84. und der Gesang der Sirenen



Erster Eindruck: Zwei geheimnisvolle Fremde

Ein Sturm hat Teile der Felseninsel verwüstet. Als Julian, Dick, Anne und George mit den Aufräumarbeiten beschäftigt sind, hören sie seltsame und gespenstische Laute. Auch zwei Jouranlisten, die sich die Insel ansehen wollen, erregen ihre Aufmerksamkeit. Doch die Lage wird noch seltsamer...

Mit einer netten kleinen Vorgeschichte, der man gerne lauscht, beginnt die 84. Folge der Europa-"Fünf Freunde"-Reihe. Danach kommt die Geschichte eher langsam in Gang, nur wenige neue Informationen werden hinzugefügt, jedoch wirkt dieses keineswegs langweilig. Denn danach wird das Tempo schnell angezogen, bis sich die Ereignisse förmlich überschlagen und in einem typischen Finale für die Serie enden. Dieses ist sehr spannend und gefährlich für die Hauptfiguren, überschreitet aber nicht die Nerven jüngerer Zuhörer. Auch der eigentliche Kernpunkt der Folge passt sehr gut in die Reihe und spricht erneut Themen wie Umweltschutz und Tierliebe an. Eine nette Folge, die nicht zu den besten der Serie gehört, den negativen Eindruck der vorigen etwas relativiert.

Tim Knauer spricht in dieser Folge Alf, einen Freund von Julian, Dick, Anne und George. Er passt sehr gut zu den vier Detektiven und liefert eine gute Leistung ab. Seine Tante Rebecca wird von Sonja Szylowicki gesprochen, die an der leidenschaftlichen Meeresforscherin hörbar Gefallen gefunden hat. Wolfgang Hartmann ist als Kapitän Higgins mit glaubhaften Dialekt für einige angenehm-charmante Situationen zuständig. Weitere Sprecher sind Rüdiger Schulski, Tetje Mierendorf und Regine Lamster.

Auch wenn die Musikstücke aus dem umfangreichen Archiv von Europa stammen, passen sie sehr gut in diese Folge und sorgen für eine spannende und teilweise unheimliche Stimmung. Die Wiederholung der Titel innerhalb der Folge schafft gekonnt und ohne großen Aufwand einen roten Faden.

So schön das Cover auch gezeichnet sein mag - für meinen Geschmack verrät es zu viel von der Geschichte und nimmt einiges an Überraschung vorweg. Trotzdem ist die unterirdische Höhle und das aufgewühlte Wasser eine tolle Einstimmung auf die Folge, und auch die fünf Freunde selbst sind wieder gut dargestellt.

Fazit: Ein schönes Thema, anfangs ein bisschen mysteriös, ein spannender Verlauf - die 84. Folge der Serie ist nette Hörspielunterhaltung


Fünf Freunde - 83. und das Abenteuer im Hundeschlitten



Erster Eindruck: Im Norden Schottlands...

Onkel Quentin muss geschäftlich nach Schottland reisen, natürlich lassen sich Julian, Dick, Anne und George die Chance nicht entgehen und kommen mit. Als sie auch noch eine Hundeschlittentour gewinnen, sind sie völlig begeistert. Doch was hat das unfreundliche und ungeduldige Ehepaar auf der Tour vor?

In letzter Zeit sind von der Europa-Abenteuerserie "Fünf Freunde" vielleicht nicht furchtbar innovative Geschichten erschienen, aber immer noch grundsolide bis sehr gute Folgen. Leider kann die Folge mit der Nummer 83 und dem Titel "und das Abenteuer im Hundeschlitten" da nicht ganz mithalten. Das fängt schon zu Beginn an, der Grund der Reise und die gewonnene Hundeschlittentour wirken einfach zu konstruiert und unglaubwürdig. Auch der Mittelteil ist leicht durchschaubar und bietet keine Überraschungen, kommt zudem nur sehr langsam in Gang. Gegen Ende bessert sich die Geschichte jedoch schlagartig und bietet einige spannende Momente. Die Weite des Schneegebiets und die Bedrohung durch die Verbrecher werden greifbar dargestellt und gut aufgearbeitet, wenn auch das Ende wieder zu konstruiert scheint. Dies mildert den eher nüchternen Eindruck des ersten Teild wieder ein wenig, wenn ich auch Neueinsteigern eher andere Folgen empfehlen würde.

An den Sprechern gibt es wie immer nichts auszusetzen. Christine Pappert ist als Mitarbeiterin der Hundestation Catriona zu hören und liefert in jeder Situation eine glaubhafte Darstellung ab. Gleiches gilt für Rhea Harder als Eva, die mit ihrer sanften Stimme für angenehme Momente sorgt. Gut gefallen hat mir ebenfalls Frank Felicetti als Greg Wolsey, dessen Sprechweise sehr gut zu dem Charakter gepasst hat. Weiterhin zu hören sind unter anderem Konstanze Ullmer, Konstantin Graudus und Oliver Böttcher.

Als eine deutliche Steigerung habe ich den Einsatz der Musik empfunden. Hier wurden sehr dynamische und spannungsgeladene Stücke eingesetzt, die den Handlunsgverlauf sehr gut untermalen. Alles wirkt frisch und optimal auf die Geschichte abgestimmt, auch die Geräusche wirken glaubhaft und sind gut eingefügt.

Das Cover gefällt mir ebenfalls sehr gut, die wunderschöne Landschaft im Hintergrund verbreitet eine schöne Stimmung, die fünf Freunde mit dem Hundeschlitten im Vordergrund sind ebenfalls gut dargestellt. Auch die Gestaltung der CD an sich ist gelungen, die Silouetten der Fünf Freunde sind silber auf blauem Grund gut zu erkennen.

Fazit: Eine nicht ganz so starke Folge wie die letzten, aber im letzten Drittel durchaus mit spannenden Momenten.


Fünf Freunde - 82. und der verhängnisvolle Treibsand



Erster Eindruck: Forschung und Sabotage

Statt entspannender Ferien bei Tante Fanny müssen die fünf Freunde Onkel Quentin auf eine Forschungsreise begleiten. Doch schnell lernen sie mit der aufgeschlossenen Kay eine neue Freundin kennen, die ihnen die Gegend zeigt. Als dann des nachts hellen Licht bei der Bohrungsstelle zu sehen ist, beginnt ein spannendes Abenteuer für Julian, Dick, Anne und George, bei dem sie sogar eine Entführung aufdecken müssen...

Gleich zwei Folgen auf einmal veröffentlicht das "Ur-Label" Europa nun in der Erfolgsserie "Fünf Freunde", sodass man nun auch direkt die Geschichte um den verhängnisvollen Treibsand erleben darf. Interessant ist hierbei besonders die vielschichtige Story, in der mehr Elemente als sonst zusammenkommen. So wird der Hörer immer verwirrter und weiß im Prinzip gar nicht mehr, wem er was glauben soll. Doch auch jede Menge spannender Momente bereichern diese Folge, zum einen natürlich der titelgebende Treibsand, nächtliche Ausflüge, aber auch die Entführung von Kay und andere Szenen halten die Geschichte interessant, abwechslungsreich und vielschichtig. Dass die Auflösung des Falles dabei etwas aufgesetzt wirkt und keiner für seine gemeinen Übeltaten so richtig bestraft werden soll, halte ich zwar für merkwürdig, kann aber aufgrund der wirklich guten Geschichte vernachlässigt werden.

Lilli Dräger ist als junge Kay Washburn zu hören und stellt in den Szenen ihre unterschiedlichen Gefühle sehr gut dar, besonders nach der Entführung ist sie sehr glaubhaft. Professor Hopkins wird von Traudel Sperber gesprochen, die ebenfalls viele unterschiedliche Situationen und Emotionen mit Bravour meistert. Dass man Andreas von der Meden als Onkel Quentin mal so richtig wütend erlebt, ist da noch ein kleines Sahnehäubchen obendrauf. Weitere Sprecher sind Celine Fontanges, Christian Senger und Björn Dankwardt.

Eine typische Europa-Produktion wird in Sachen Musik geboten. Die Stücke werden gut zu den Szenenübergängen ausgewählt, sind aber während gesprochener Passagen nicht mehr zu hören, sodass sich auch kleinere Hörer gut folgen können. Auch die Geräusche sind wie immer gut eingefügt und lassen alles realistischer wirken.

Das Cover gibt uns einen Eindruck von dem gefährlichen Treibsand und der herrlichen Landschaft im Hintergrund. Auch wenn die Szene in dieser Personenkonstellation nicht stattgefunden hat, ist es eine gelungene optische Unterstützung der Folge. Die restliche Aufmachung bewährt sich einmal mehr und ist dieses mal in einem sandigen Braun gehalten - passenderweise!

Fazit: Eine typische Fünf Freunde-Folge mit einer schlüssigen und spannenden Story.


Fünf Freunde - 81. und das Höhlen-Labyrinth



Erster Eindruck: Auf der Suche nach dem verlorenen Gang

Wieder einmal sind Julian, Dick, Anne und George mit Tante Fanny im Urlaub, dieses mal besuchen sie Elsa Hudson und ihren Sohn Nat in Dover. Fasziniert von dem großen Höhlensystem unter der Stadt begeben wollen sie dieses zusammen mit Nat, der dort arbeitet, erforschen, scheitern jedoch ziemlich schnell an einem unfreundlichen Wachmann. Doch spätestens beim zweiten Abstieg wittern die Freunde, dass dort unten eine Gaunerei stattfindet…

Fünf Freunde ist eine der wenigen Hörspielserien, die sich seit Jahrzehnten in den Regalen halten kann und nach wie vor Generationen von Hörern begeistert. Und auch Folge 81 wird dieses sicherlich schaffen, denn Fans der Serie bietet Fünf Freunde und das Höhlenlabyrinth gewohnte Kost: Unterirdische Gänge oder Höhlen, in denen Schätze versteckt sind, sind schon öfters Motive in der Serie gewesen, dass dabei mehr oder wenige üble Schurken ihre Finger im Spiel haben ist auch nicht sonderlich neu. Trotzdem gelingt es, mit einigen neuen Elementen zu überraschen und auch diese Folge zum Laufen zu bringen. Zum Beispiel überrascht dieses mal kein neuer unentdeckter Gang, sondern ein verschwundener. Wer sich diese Folge anhört, wird vielleicht nicht gerade mit Hochspannung belohnt, dafür ist das Muster der Fünf Freunde einfach zu bekannt. Dafür wird es aber auch nie langweilig, und das Verbrechen ist nicht ganz so durchsichtig wie sonst manchmal. Positiv anzurechnen ist die stimmige Atmosphäre in den unterirdischen Gängen sowie die sehr sympathische Figur des Nat, insgesamt also eine grundsolide Folge des Vierergespanns.

Fast seit Beginn der Serie spricht Ursula Sieg die Tante Fanny, und auch heute hat sie nichts von ihrem Charme und ihrer warmen, positiven Ausstrahlung verloren. Als Nat Hudson ist Felix Strüven im Einsatz, der den freundlichen jungen Mann mit unverkrampfter Art und sicherer Betonung spricht. Auch Alexandra Doerk bekommen wir mal wieder zu hören, auch hier beweist sie einmal mehr ihren selbstverständlichen Umgang mit verschiedenen Rollen, die sie immer sehr gut gestaltet. Weitere Sprecher sind Lutz Mackensy, Heidi Berndt und Sönke Städtler.

Auch in Sachen Musik gelingen vielleicht keine großen Überraschungen, dafür wird wieder mit wenigen Mitteln eine stimmige und angenehme Atmosphäre zu schaffen. Besonders die Zwischenmelodien sind immer wieder sehr schön zu hören. Wie bereits oben erwähnt hat mir die Stimmung in dem Höhlen-Labyrinth sehr gut gefallen, auch die eingesetzten Geräusche haben mich überzeugt.

Wie sollte es anders sein auf dem Cover sehen wir die Fünf Freund beim Abstieg in die unterirdischen Gänge. Für meinen Geschmack hätte ruhig noch Nat mit auf das Cover gekonnt, um so auch mal einen optischen Eindruck einer Nebenfigur zu bekommen. Beeindruckend ist die Auflistung sämtlicher bisher erschienenen Folgen im Inneren, das bald zu groß für das kleine Booklet sein dürfte.

Fazit: Eine weitere gute Folge der Fünf Freunde, die zwar nichts völlig Innovatives bietet, alte Motive aber gut zusammenfügt und jeden Freund der Serie zufrieden stellen dürfte.


Fünf Freunde - 80. und das gefährliche Antonisfeuer



Erster Eindruck: Sonderbares in Kirrin...

Die Sorge um Tante Fanny ist groß: Seit sie sich den Kopf gestoßen hat, benimmt sie sich merkwürdig und steht völlig neben sich. Als sich auch andere Bewohner von Kirrin seltsam aufführen, schöpfen die fünf Freunde Verdacht. Was haben die beiden Grundstücksmakler damit zu tun, die große Teile des Landes aufkaufen wollen?

Runde 80 Folgen gibt es nun von der erfolgreichen Hörspielserie "Fünf Freunde" nach den Büchern der Autorin Enid Blyton. Diese Folge beweist einmal mehr, warum diese Serie längst ihren festen Stammplatz in der Hörspielwelt hat: Die Geschichte unterscheidet sich zwar nicht völlig von den anderen, doch trotzdem ist sie kurzweilig und hat einen gelungenen Spannungsbogen, der sich über die komplette Folge zieht, ohne abzuflauen. Auch hier erschließen sich dem Hörer nicht direkt alle Zusammenhänge, sodass bis zum Schluss einiges offenbleibt. Auch die Personen sind glaubhaft und haben ganz eigene Charakterzüge, was alles sehr viel wirklicher und dynamischer macht. Ein weiteres tolles Hörspiel, das sich wunderbar in die Serie einreiht.

Im Mittelpunkt der fünf Freunde steht einmal mehr die eigensinnige George, die von Alexandra Garcia mit viel Energie gesprochen wird. Auch Ursula Sieg ist stellt ihren Charakter, Tante Fanny, sehr sympathisch und voller Elan. Ebenso überzeugend ist Andreas von der Meden als Onkel Quentin, dessen Auftritt recht kurz ist. Gastsprecher in dieser Folge sind unter anderem Claudia Schermutzki, Achim Schülke und Veronika Neugebauer.

"Wir sind die Fünf Freunde, Julian und Dick, Anne und George, und Timmy der Hund..." so beginnt seit vielen Folgen jedes Hörspiel der Reihe. Der Titelsong ist äußerst schwungvoll und ein echter Ohrwurm. Die restliche Akkustik überzeugt besonders in Punkto Geräusche, die sehr glaubhaft sind und eine schöne Atmosphäre erzeugen.

Das neue Coverdesign im Stil einer Landkarte bewährt sich einmal mehr und wirkt frischer und abenteuerlicher als das alte. Auch die Zeichnung ist mit vielen kleinen Details versehen und zeigt unsere liebgewonnenen fünf Freunde.

Fazit: Eine grundsolide Folge, die für Fans der Serie sowieso Pflicht ist. Aber auch Neueinsteigern ist diese Folge zu empfehlen.


Fünf Freunde - 79. und das Rätsel des Drachenbootes



Erster Eindruck: Alte Freunde und alte Boote

In New Haven soll ein Drachenbootrennen stattfinden - klar, dass die fünf Freunde sich das nicht entgehen lassen wollen. Doch gleich erleben sie die erste Überraschung: Ihre Freundin Mei-Ling ist da! Gemeinsam helfen sie dem Team, und Julian springt sogar für einen verletzten Paddler ein. Doch eine merkwürdige Glückskeksbotschaft und schließlich ein gestohlener Drachenkopf stürzen die fünf Freunde in einen neuen Fall, in dem nicht alle Rollen klar ersichtlich sind...

"Fünf Freunde und das Rätsel des Drachenbootes" heißt also die mittlerweile 79. Folge der beliebten und langlebigen Detektivserie um Julian, Dick, Anne, George und Timmy, die in dieser Folge Unterstützung von ihrer Freundin Mei-Ling erhalten. Der Fall an sich ist nicht sonderlich spektakulär, bietet aber einen gelungenen Spannungsbogen und viele tolle Szenen, in denen es natürlich auch wieder gefährlich für die Juniordetektive wird. Schön ist, dass viele kleine Verdachtsmomente beim Zuhörer geschaffen werden, die sich erst im Verlauf der Folge bis hin zum spannenden Finale aufklären. Nur eines hätte ich noch gern gewusst: Wer hat denn nun eigentlich das Drachenbootrennen gewonnen?

Die bewährten Sprecher der fünf Freunde machen natürlich wie immer eine gute Figur. Besonders gefallen hat mir in dieser Folge mal wieder Theresa Underberg, die die schreckhafte Anne besonders in den gefährlichen Szenen mit viel Leidenschaft spricht. Als Gast können wir Lotte Bublitz als Mei-Ling hören, die das Team als sympathische Chinesin perfekt ergänzt. Mr. Lee, gesprochen von Sven Dahlem, wirkt durch die tolle Sprecherleistung besonders mysteriös und undurchsichtig. Weitere Rollen werden von Jens Wawrczek, Jesse Grimm und Kerstin Draeger übernommen.

An der Musik hat sich nichts geändert und bietet sofort einen Wiedererkennungswert. Und trotzdem ist sie immer nah am Geschehen und ist besonders während der Szenenübergänge und spannenden Stellen ein bewährtes Stilmittel, um die Geschichte optimal zu unterstützen. Selbiges kann von den Geräuschen behauptet werden, bei denen lediglich Timmy, der Hund teilweise unglaubwürdig ist (welcher Hund klingt schon immer gleich?)

Das Cover zeigt und die fünf Freunde am farbenfrohen Drachenboot mit einer wunderschönen Strandkulisse im Hintergrund. Besonders gelungen ist die Idee, das blau des Himmels auch für die restliche Aufmachung zu verwenden. Hilfreich beim Wiederfinden einzelner Stellen ist die Titelübersicht auf der Rückseite der CD.

Fazit: Solide Kost wird dem Abenteuerfan hier geboten. Nichts Spektakuläres, aber auch kein Ausrutscher nach unten.


Fünf Freunde - 78. und die Piraten-Bande



Erster Eindruck: Neuzeitliche Piraten in Irland...

Die Fünf Freude Julian, Dick, Anne und George mit dem Hund Timmy unterwegs in Irland. Bei einer Segeltour treffen sie auf einen freundlichen Bootsmacher, der ihnen von der Legende vom "Grauen Schiff" berichtet. "Alles Quatsch" denken die vier, doch als sie auf einer Burg eine merkwürdige Frau stoßen und seltsame Blinkzeichen bemerken, ändern sie ihre Meinung. Und kurz darauf begegnen sie tatsächlich dem unheilvollen Schiff...

Nach 77 Folgen bekommen die Fünf Freunde mit Nummer 78 nun auch eine Piraten-Folge, allerdings wesentlich düsterer als wir es von anderen Serien gewohnt sind. Die Geschichte baut von Anfang an einiges an Spannung und Rätseln auf, die sich immer weiter steigern und in einem wirklich sehr guten Ende gipfeln. Schön ist, dass auch für die Hörer bis zum Ende einiges undurchsichtig und rätselhaft bleibt, sodass die eine oder andere Überraschung auf sie wartet. Diese gut durchdachten Geschichten machen Fünf Freunde zu etwas wirklich Besonderen, dass sich völlig zu Recht immer noch großer Beliebtheit erfreut. Eine Tolle Folge, die jedem Abenteuerfans wärmstens ans Herz gelegt sei!

Neben den vier (tollen) Hauptsprechern hat in dieser Marek Erhardt als Bootsbauer Conan Dunbar einen sympathischen Gastauftritt. Gut gefallen hat mir besonders Saskia Weckler als Grace O'Malley, die auch den Zuhörer zu verunsichern weiß. Anja Nejarri spricht die Claire McNamara ebenso glaubhaft. Weitere Sprecher sind unter anderem Anton Sprick, Achim Schülke und Gabriele Hartmann.

Auch in Sachen Produktion kann das Hörspiel überzeugen. Die Musikstücke als Übergang oder während der Passagen von Erzähler Lutz Mackensy lockern das Geschehen auf oder verleihen zusätzliche Spannung. Dabei liegt der Fokus aber immer ganz klar auf den Sprechern. Die Geräusche sind ebenfalls gut eingefügt und runden das Ganze ab.

Das Cover ist eines der besten Cover der Fünf Freunde der letzten Zeit. Schön unheilvoll und mysteriös wirkt das graue Gespensterschiff im Nebel, und auch die Fünf Freunde sind lebhaft in Szene gesetzt worden. Toll!

Fazit: Wieder mal eine gelungene Folge der Fünf Freunde, die jedesmal wieder großen Spaß bringen.


Fünf Freunde - 77. und das unheimliche Bergmonster



Erster Eindruck: Auf Bigfoots großen Spuren

Die fünf Freunde sind mit Tante Fanny bei deren Freundin Mrs. Jones und ihrem Sohn Jasper in Wales zu Besuch. Sie freuen sich schon auf ausgiebige Bergtouren mit Jasper, er sich in der Gegend sehr gut auskennt. Doch schon am ersten Tag passiert etwas merkwürdiges: George ist sich sicher, einen Bigfoot, ein Bergmonster mit extrem großen Füßen, gesehen zu haben. Die fünf Freunde erfahren schnell, dass nach walisischen Fabeln solche Wesen wirklich existieren. Natürlich begeben sie sich wieder auf die Suche nach dem Wesen, doch da bedroht ein Steinrutsch ihre Tour...

Schon seit Jahrzehnten begeistern Julian, Dick, George, Anne und Timmy, der Hund Generationen von Hörspielhörern mit ihren Abenteuern. Auch die nun vorliegende 77. Folge "Fünf Freunde und das unheimliche Bergmonster" überzeugt auf ganzer Linie. Durch die Reise nach Wales erfährt man ganz nebenbei einiges über das kleine, recht unbekannte Land. Auch die Sagen vom Bigfoot werden liebevoll in die Geschichte eingeflochten. Und dass der Spaß und die Spannung nicht zu kurz kommen, ist selbstverständlich. Besonders beim Erdrutsch und bei der Begegnung mit dem "Bigfoot" hängt man förmlich an den Lautsprechern und rätselt mit den Freunden mit. Das Ende ist recht typisch für die Serie und führt so auch die lange Tradition fort.

Ivo Müller, Jannik Endemann, Theresa Underberg und Alexandra Garcia verkörpern die fünf Frunde sehr überzeugend und hauchen ihnen mit ihren Stimmen Leben ein. Auch Ursula Sieg ist wieder klasse als Tante Fanny. Als Gastsprecher ist dieses mal unter anderem Eddda Pastor als Mrs. Jones dabei, die die resolute Frau mit leichtem Akzent sehr sympathisch wirken lässt. Auch Jona Mues ist als Jasper glaubhaft. Eine grandiose Vorstellung liefert Utz Richter am Ende ab, die sein Facettenreichtum beweist. Ebenfalls dabei sind Lutz Mackensy, Konstantin Graudus und Hanna Reisch.

Bei der Musik wurde wieder auf die bewährten Melodien gesetzt, und das ist auch gut so, um der Serie einen musikalischen roten Faden zu verleihen. Gleiches gilt für die Geräuschkulisse (und das Bellen von Timmy), die gut umgesetzt wurde und die Geschichte unterstützt.

Mir gefällt das neue Design der Cover außerordentlich gut, und auch die Illustration ist gelungen. Neben den fünf Freunden bekommt man im Hintergrund einen Eindruck der walisischen Landschaft.

Fazit: Eine starke, spannende Folge mit einem durchdachten Ende, die durch die tollen Sprecher gut umgesetzt wurde.


Fünf Freunde - 76. und das Geheimnis des Maskottchens



Erster Eindruck: Erneuter Anpfiff für die Fünf Freunde

Julian, Dick, Anne und George lesen in der Zeitung vom kommenden Fussballspiel den Jugendmannschaften des hiesigen Fußballvereins und der Nationalmannschaft. Schnell freunden sich die Vier mit den Spielern und besonders mit Christine an, die für die Asrüstung der Mannschaft zuständig ist. Doch schnell wittern die Freunde einen neuen Fall, als aus dem Mannschaftsbestand ein Fussball und das Maskottchen des Vereins gestohlen werden. Steckt wirklich nur ein verrückter Fan dahinter? Und was hat der unsymphatische Trainer der gegnerischen Mannschaft damit zu tun?

Wie sollte es anders sein, auch die 76. Folge der Kult-Abenteurreihe "Fünf Freunde" dreht sich im EM-Jahr rund ums Thema Fussball. Zwar wird die Spannung auf das kommende Spiel gut umgesetzt, doch dreht sich die Folge eher um den merkwürdigen Raub und den damit zusammenhängenden Fall. Spannung kommt auf, weil lange Zeit nicht klar ist, wer hinter diesem Verbrechen steckt und was das Motiv dafür sein könnte. Aber völlig kinder- und jugendgerecht werden die Täter überführt und haben im Endeffekt nicht mal etwas von ihrem Vergehen. Und so ist es mal wieder eine schöne Folge der "Fünf Freunde" geworden, die sich nicht nur für Fussballfans eignet.

Die Sprecher sind wie immer gut gewählt und zu ihren Rollen passen. Lediglich Ivo Möller wirkt trotz guter Sprecherleistung aufgrund seiner tiefen Stimme etwas zu alt für die Rolle des Julian. Rüdiger Hellmann geht in seiner Rolle als strenger Trainer Sam McCallum auf. Sehr symphatisch ist Anabelle Krieg, die Christine die nötige Freundlichkeit verleiht. Andere Sprecher sind unter anderem Jacob und Jesse Grimm sowie Henrike Fehrs.

Die klangliche Gestaltung ist schon seit langem die gleiche, was der Serie eine angenehme Kontinuität verleiht. Der fetzige Titelsong hinterlässt bei mir immer mal wieder einen Ohrwurm, die Übergänge der einzeelnen Szenen sind gut untermalt, die spannenden Szenen sind mit den passenden Geräuschen ausgestattet, das Hörspiel wirkt so sehr stimmig und erzeugt ein Gefühl von Echtheit.

Das Cover zeigt die Fünf Freunde in dem Fussballstadion des Vereins. Schön, dass man den Pinguin, das Maskottchen, auch mal zu Gesicht bekommt. Die neue Aufmachung, die seit der letzten Folge verwendet wird, wirkt mit der angedeuteten Landkarte als Hintergrund sehr abenteuerlich und macht Lust auf das Hörspiel.

Fazit: Eine schöne Folge, die für Fans sowieso ein Muss ist. Doch auch Freunde des gepflegten Abenteuer- und Juniordetektivhörspiels sei dingend angeraten, mal reinzuhören!


Fünf Freunde - 74.verfolgen den Wilderer

Erster Eindruck: Zurück im Sherwood Forrest

Julian, Dick, Ann und George sind zurück in Nottingham bei Cora, die sie und Tante Fanny zu ihrer Hochzeit mit dem Förster Charles eingeladen hat. Kaum angekommen geraten sie mit ihren Freunden Jo und dem Reiterjungen Brendan in ein neues Abenteuer. In dem Wald, in dem Charles als Förster tätig ist, treibt ein Wilderer sein Unwesen. Zusammen machen sie sich auf die Suche nach dem Übeltäter. Wer ist der mysteriöse Schütze? Was haben Lady Wollington und der Bauer Cater damit zu tun?

In dieser Folge gibt es ein Wiederhören mit Lumpen-Jo, Cora & Brandon, die schon in Folge 52 zu erleben waren. Alles in allem ist die Folge in guter alter Fünf Freunde Manier, zwar ist der Anfang etwas arg langatmig geraten, aber nach recht kurzer Zeit gewinnt die Story an Fahrt. Bei der.MC Version hätte man vielleicht darauf achten sollen, dass Seite 1 nicht so ein lange Nachlaufzeit hat, aber davon kann man absehen.

Die Hauptsprecher der Fünf Freunde sind - wie immer - in Topform. In einigen Gastrollen sind Tobias Schmidt, Douglas Welbat und Patrick Bach zu hören. Als Lady Wollington ist Elga Schütz im Einsatz, ich kannte sie bisher nur aus "Drizzt" von Lausch, aber auch hier als undurchsichtige Gutsbesitzerin macht sie eine gute Figur. Ich würde sie gerne in mehr Produktionen hören. Als Erzähler fungiert abermals Lutz Mackensy.

Die Musik, die in dem 60-Minuten Hörspiel zum tragen kommt, war mir zwischenzeitlich zu hektisch, bzw. für die Fünf Freunde zu clublastig. Zu den Geräuschen gibt es nur wenig zu sagen, sie sind im guten, alten Europa-Stil gehalten.

Das Cover ist in typischer Fünf Freunde Tradition gehalten. Es zeigt dioe vier Junior-Detektive auf der Suche nach dem Wilderer im Sherwood Forrest. Die Gestaltung passt definitiv zu der Folge.

Fazit: Ein weiterer spannender Volltreffer aus der Fünf Freunde Reihe. Eine Reihe, die in keiner Sammlung fehlen sollte.