Fünf Freunde – 120. und die doppelte Erfindung

Fünf Freunde – 119. und das versunkende Schiff

Fünf Freunde – 118. und der falsche Patient

Fünf Freunde – 117. und der Wolf in den Highlands

Fünf Freunde – 116. und der chinesische Pflanzenzauber

Fünf Freunde – 115. helfen den Flutopfern

Fünf Freunde – 114. und der Skandal auf der Freilichtbühne

Fünf Freunde – 113. und das Feuer auf der Felseninsel

Fünf Freunde – 112. und der Delphin in der Felsenbucht

Fünf Freunde – 111. und das Geheimverlies im Schloss

Fünf Freunde – 110. auf dem Pfad der Küstenschmuggler

Fünf Freunde – 109. und die mysteriöse Botschaft

Fünf Freunde – 108. und die Entführung im Skigebiet

Fünf Freunde – 107. und die Nacht im Safari-Park

Fünf Freunde – 106. und das geheimnisvolle Polarschiff

Fünf Freunde – 105. und das magische Spinnennetz

Fünf Freunde – 104. und die Jagd nach der Diebesbande

Fünf Freunde – 103. und die giftigen Feuerquallen

Fünf Freunde – 102. und die goldene Maske des Pharao

Fünf Freunde – 101. und der vergessene Schatz

Fünf Freunde – 99. und der seltsame Leuchtturm

Fünf Freunde - 98. und die Legende der Zwillingseiche

Fünf Freunde – 97. auf der Spur der Silberdiebe

Fünf Freunde - 96. und das gefährliche Treibgut

Fünf Freunde – 95. in der Höhle des Urmenschen

Fünf Freunde – 94. und die Sturmflut

Fünf Freunde – 93. und das Geheimnis des Winterwaldes

Fünf Freunde – 92. auf der Insel der Seeräuber

Fünf Freunde – 91. und der Schatz aus dem U-Boot

Fünf Freunde – 90. retten die Honigbienen

Fünf Freunde – 89. und das Familienwappen

Fünf Freunde - 88. und das Gespenst von Canterbury

Fünf Freunde - 87. und das rätselhafte Sternbild

Fünf Freunde - 86. und die verbotenen Blüten

Fünf Freunde - und der siamesische Königsdrache

Fünf Freunde - 85. und der verschwundene Wikingerhelm

Fünf Freunde - 84. und der Gesang der Sirenen

Fünf Freunde - 83. und das Abenteuer im Hundeschlitten

Fünf Freunde - 82. und der verhängnisvolle Treibsand

Fünf Freunde - 81. und das Höhlen-Labyrinth

Fünf Freunde - 80. und das gefährliche Antonisfeuer

Fünf Freunde - 79. und das Rätsel des Drachenbootes

Fünf Freunde - 78. und die Piraten-Bande

Fünf Freunde - 77. und das unheimliche Bergmonster 

Fünf Freunde - 76. und das Geheimnis des Maskottchens

Fünf Freunde - 74.verfolgen den Wilderer


Fünf Freunde – 120. und die doppelte Erfindung



Erster Eindruck: Der verschwundene Onkel...

Da Tante Fanny einer erkrankten Familienangehörigen helfen muss und Onkel Quentin einen wichtigen Termin beim Patentamt haben, bleibt den Fünf Freunden nichts anderes übrig, als Georges Vater in die Stadt zu begleiten. Sie haben sich nach dem Termin in einem Park verabredet, doch auch nach einigen Stunden ist er immer noch nicht aufgetaucht. Da die Polizei erst einmal nicht ermitteln kann, machen sich die fünf Freunde auf die Suche nach ihm...

Sicherlich haben die privaten Verpflichtungen von Tante Fanny oder die berufliche Karriere von Onkel Quentin schon des öfteren dafür gesorgt, dass die Fünf Freunde ihre Heimatstadt verlassen und in verschiedenen Orten ermitteln können. Doch in der 120. Folge ist dies nicht nur eine nette Begleiterscheinung, sondern gleich der Aufhänger der Folge, denn hier dreht sich alles um eine bahnbrechende Erfindung und den Problemen bei der Anmeldung beim Patentamt. Das Verschwinden von Onkel Quentin kommt schon recht überraschend, aber es gibt zunächst nur wenige Anhaltspunkte, sodass sich erst einmal einige spannende und atmosphärische Ermittlungen anschließen. Besonders eine unheimliche Nacht ist sehr gut geschildert und sorgt für eine unheimliche Stimmung. Und so hangelt sich die Handlung immer weiter und bietet langsam, aber stetig neue Informationen. Lange Zeit können so die Hintergründe im Verborgenen bleiben, und das ist richtig gut erzählt. So ist eine kriminalistisch angehauchte und sehr gelungene Folge enstanden, die zu den Besten der letzten Zeit gehört.

Natürlich ist Ivo Möller wieder als Julian zu hören, und er macht seine Sache nicht nur sehr sicher, sondern kann auch den pfiffigen Charakter des Jungen gekonnt unterstreichen. Wolf Frass ist in der Rolle des Mr. Higgins zu hören, mit seinem markanten Klang schafft er einen präsenten Charakter, indem er immer wieder sprachliche Akzente setzt. Timo Kinzel hat als Vincent zwar nur einen recht kleinen Auftritt, kann diesen aber nachhaltig und flüssig gestalten. Weitere Sprecher sind Peter Weis, Detlev Tams und Erkki Hopf.

Akustisch ist die Folge wieder solide wie immer umgesetzt, wobei die eingesetzte Musik eher fröhlich ist und die eher düstere Stimmung immer wieder auflockern. Besonderen Wert wird aber wieder auf die vielfältigen Geräusche gelegt, die immer gut an jede einzelne Szene angepasst sind und ihnen so zu mehr Lebendigkeit verhelfen.

Auf dem Cover verstecken sich die fünf Freunde in dem Patentamt unter eine Treppe – was ihnen aufgund ihrer quietschbunten Kleidung wohl nicht ganz einfach fallen dürfte. Doch die Interessante Perspektive und der angedeutete Hintergrund des Gebäudes samt den Schuhen eines Mannes lassen ein ansehnliches und passendes Cover entstehen.

Fazit: Mir gefällt an dieser Folge sehr, wie gut Onkel Quentins Beruf hier eingebaut ist und wie gelungen alles miteinander verzahnt ist. Dabei halten sich atmosphärische Szenen wie im nächtlichen Gebäude und detektivische Ermittlungen die Waage, wobei erst ganz am Ende alles offenbart wird. Eine sehr gelungene Folge, die richtig Spaß gemacht hat.

VÖ: 17. Februar 2017
Label: Europa
Bestellnummer: 889853753222


Fünf Freunde – 119. und das versunkende Schiff



Erster Eindruck: Abenteuer an der Küste...

Julian, Dick, George und Ann verbringen einige Tage an der Küste von Bogna Bay, woe sie von wertvollen Bernsteinfunden hören. Angeblich soll ein reich beladenes Schiff nahe der Stadt untergegangen sein. Und natürlich ist dabei sofort der Spürsinn der fünf Freunde geweckt. Doch sie ahnen nicht, in welch große Gefahr sie ihr neues Abenteuer bringen wird...

Seit einigen Jahrzehnten läuft mittlerweile die Hörspielserie über die fünf Freunde, und da ist es nicht verwunderlich, wenn einige Themen immer mal wieder aufgegriffen werden. So ist auch das versunkene Schiff in der 119. Folge keine ganz neue Idee, doch es verspricht Abenteuer und Spannung. Und nicht nur das, denn die Geschichte überzeugt mit einem gelungenen Kniff: Die fünf Freunde werden hier voneinander getrennt und müssen in zwei Gruppen das Abenteuer bestehen. Dabei wird häufiger zwischen den Szenen hin- und hergewechselt, was nicht nur das Tempo steigert, sondern auch viel Dynamik mit einbringt. Schön ist auch, dass einige brenzlige Situationen eingebaut sind, die die fünf Freunde richtig fordern und aus denen sie nicht nur durch pures Glück entkommen, sondern ihre speziellen Eigenschaften einsetzen müssen. Eingebettet in eine typische Rahmenhandlung ergibt das eine weitere starke Folge der Serie, die zwar keine ganz neuen Ideen einbringt, aber einige Elemente egekonnt variiert und für viel Spannung sorgt.

Herbert Tennigkeit ist in der Rolle des Hendrik gut aufgehoben, er spricht die Rolle sehr routiniert und sicher, wobei er den Kern der Figur gut trifft. Jannik Endemann bereitet dem Hörer in der Rolle des Dick wieder viel Freude, wobei er nicht nur die spannenden Momente gut umsetzt, sondern auch viel Witz und Humor in die Folge einbringt. Auch Theresa Underberg ist als Anne wieder rchtig stark, sie kann der zurükhaltenden Figur ein paar interessante Facetten abgewinne. Weitere Sprecher sind Ben Hecker, Tobias Schmidt und Laura Preiss.

Die musikalische Umsetzung der Folge ist wieder auf einem sehr soliden Niveau, die eingesetzten Musikstücke sind passend zu der jeweiligen Stimmung ausgewählt, drängen sich aber nicht auf und dienen insbesondere zur Auflockerung der Szenenübergänge. Die Geräusche sind wieder vielfältig eingefügt und lassen die Dialoge lebendiger wirken.

Der Hang der fünf Freunde zu äußerst farbenfroher Kleidung wird auch auf diesem Cover wieder aufgegriffen. Während diese auch hier schon in zwei Grüppchen zu sehen sind, beeindruckt insbesondere die wunderschöne Landschaft, die im Hintergrund dargestellt wird. Die restliche Aufmachung ist wieder übersichtlich und hübsch aufgemacht.

Fazit: Eine Folge, die zwar keine großen Neuerungen in die Serie eingebaut hat, aber dafür sehr kurzweilig und spannend geraten ist. Das liegt vor allem an der Trennung der fünf Freunde, die zwei Handlungsstränge erlaubt und so einen dynamischen Eindruck hinterlässt. Und auch der Witz der Serie kommt stellenweise wieder gut zur Geltung.

VÖ: 18. November 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 888751832527


Fünf Freunde – 118. und der falsche Patient



Erster Eindruck: Eine Katzenrettung und ihre Folgen...

Als George eine Katze entdeckt, die auf einem Baum festsitzt, greift sie sofort beherzt ein und rettet das hilflose Tier. Doch bei dieser Aktion wird sie bestohlen und ist entrüstet über das Vorgehen des Diebes. Nach und nach erfahren die fünf Freunde von immer mehr Diebstählen und beginnen mit ihren Ermittlungen. Doch sogar Onkel Quentin ist nicht davor gefeit, ihm kommen wichtige Unterlagen abhanden...

Raffinierte Diebesbanden, die im kleinen Küstenort Kirrin ihr Unwesen treiben – nicht zum ersten mal müssen sich die fünf Freunde, die in mittlerweile 118 Fällen ermittelt habe, hiermit auseinandersetzen. Die Wiederholung schadet „Fünf Freunde und er falsche Patient“ nicht, da das Thema hier gekonnt variiert wurde und mit einigen interessanten Elementen in einer andere Richtung führt als bisher. Zudem ist die Folge insgesamt recht kurzweilig geraten und punktet mit einem flüssigen Verlauf. Die Diebe verhalten sich äußerst trickreich und nutzen jede sich bietende Situation aus, und bald kommen die fünf Freunde einer noch gemeineren Masche auf die Spur. Das ist zwar insgesamt mit einem recht erhobenen Zeigefinger erzählt, bringt aber auch einige nützliche Tipps zur Sicherung seine Eigentums mit und sensibilisiert gerade die zuhörenden Kinder. Schade ist allerdings eine Szene auf dem Markt, bei dem die Kinder trotz ihres vorbildlichen Verhaltens von den Erwachsenen ausgeschmipft werden, das dämpft die guten Ansätze zu mehr Zivilcourage gleich wieder ein – hier hätte man etwas sensibler vorgehen können. Zudem schimmert immer wieder das Konstrukt der Handlung hindurch, was zumindest geübte Hörspielhörer etwas stören dürfte. Doch insgesamt ist eine Folge entstanden, die durchaus überzeugen kann.

Alexandra Garcia ist natürlich wieder als George mit dabei, ihre energische Stimme und das sichere Auftreten passen sehr gut zu dem selbstsicheren Mädchen. Auch Theresa Underberg macht als Anne einen sehr guten Eindruck, sie kann die Unsicherheiten des vorsichtigen Kindes ebenso gut darstellen wie ihre offene und freundliche Art. Achim Schülke ist als Constable Wilbert zu hören, er prägt seine Szenen mit seinem markanten Klang. Weitere Sprecher sind Christian Concilio, Jürgen Thormann und Tobias Schlegl.

Auch akustisch wird hier eine sehr sichere und gradlinige Leistung abgeliefert. Die Musikstücke aus dem Archiv von Europa sind stimmig eingebaut, wirken frisch und unverbraucht, sie unterstreichen die jeweilige Stimmung der einzelnen Szenen. Die Geräusche wirken vielfältig und lebendig, durch sie wirken die Dialoge nahbarer und natürlicher.

Die anfängliche Szene, in der Geroge auf den Baum klettert und die kleine Katze rettet, ist auch auf dem Cover abgebildet, was wieder in dem ansehnlichen Zeichenstil der bisherigen Folgen gehalten ist. Neben den fünf Freunden in den wie immer farbenfrohen Klamotten ist auch die Menschenmenge, die zusieht anstatt einzugreifen, auf dem gelungenen Titelbild zu sehen.

Fazit: Der Ansatz ist gelungen, die Folge wird zudem kurzweilig und durchaus spannend erzählt. Gut gefällt, dass Kinder sensibilisiert werden, besser auf die Gefahren von Taschiendieben zu achten, auch wenn der Zeigefinger etwas zu lange erhoben bleibt.

VÖ: 9.September 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 888751832428


Fünf Freunde – 117. und der Wolf in den Highlands



Erster Eindruck: Ein Drama in den Highlands

Als Onkel Quentin die versprochene Reise mit den fünf Freunden in die schottischen Highlands absagt, befürchten Julian, Dick, Anne und George eine langweilige Zeit im Felsenhaus. Doch glücklicherweise können sie dennoch fahren, denn Quentins Cousin Edward nimmt die Freunde gern bei sich auf. Doch eines nachts kommt es zu einem Tumult, als ein Wolf Edwards Schafherde bedroht...

Nach deutlich über 100 Folgen der langlebigen Jugendhörspielserie „Die fünf Freunde“ fällt es den Autoren immer schwerer, neue Ansätze für die von Enid Blyton erdachten Figuren zu finden, oft wirkt das Ganze nicht recht stimmig. Umso löblicher ist es, dass dies nun bei „der Wolf in den Highlands“, der 117. Folge der Serie, ziemlich gut gelungen ist und dennoch die typischen Merkmale der Serie erhält. So geht es auch hier wieder um Tierschutz, um einen achtsamen Umgang mit der Umwelt, um abzubauende Vorurteile. Das ist gut umgesetzt und lenkt die Aufmerksamkeit auf ein weiteres interessantes Thema, doch im Prinzip ist nur der vordergründige Aufhänger für eine überraschend düstere Folge, die sich um unerfüllte Leidenschaft und bitteren Verrat dreht. Zwar kommt die Folge nur allmählich hierhin, dennoch ist dieses Ende so ungewöhnlich, so stark erzählt und so überraschend erwachsen, dass es die gesamte Folge prägt. Da ist man sogar versucht, die Episode gleich noch einmal zu hören, um den kleinen, durchaus vorhandenen Hinweisen nachzuspüren und schon früher Anzeichen für Motiv und Tat zu entdecken. Auch das Ende ist ungewöhnlich und endet nicht in der sonst üblichen Friede-Freude-Eierkuchen-Attitüde, was eine weitere interessante Note mit einbringt. Sehr gelungen!

Joachim Ketzer ist als Edward zu hören, der mit seinem sehr ausdrucksstarken Klang immer wieder für Aufmerksamkeit sorgt. Er agiert in allen unterschiedlichen Situationen sehr glaubhaft und kann so einen starken Charakter schaffen. Celine Fontanges hat mir als Julie McIntre ebenfalls sehr gut gefallen, ihre zarte Stimme nimmt hier immer wieder einen überzeugenden, kämpferischen Klang an, aber auch ihre weiche Seite wird sehr gut beleuchtet. Mit Reent Reins zieht eine weitere markante Stimme ein, auch er prägt seine Szenen als Kevin Dunbar mit seinem einprägsamen Klang. Weitere Sprecher sind Daniel Kirchberger, Douglas Welbat und Lutz Mackensy.

Akustisch ist die Folge stimmig, aber eher unauffällig in Szene gesetzt worden. Die ausgewählten Musikstücke sind dabei zwar nicht immer perfekt auf die jeweilige Stimmung passend abgestimmt, sind aber solide und lockern das Geschehen an den richtigen Stellen auf. Die Geräusche sind wie immer bei der Serie sehr gut eingebaut und verleihen den Dialogen mehr Lebendigkeit, besonders die Tiergeräusche sind sehr stimmig.

Das Cove greift wunderbar die Stimmung der schottischen Hochländer auf, ein dicht bewachsener Wald, hohe Berge und ein See im Hintergrund sorgen für das passende Ambiente der Szenerie, die durch ein wohlig beleuchtetes Blockhaus unterstützt wird. Der Wolf und Timmy stehen sich gegenüber und schätzen einander ein, während den Fünf Freunden in den etwas zu farbenprächtigen mit erschrockenen Mienen daneben stehen.

Fazit: Die Fünf Freunde überraschen hier mit einer recht düsteren Folge, die zwar auch die typischen Elemente der Serie beinhaltet und Tierschutz als Thema in den Vordergrund stellt, aber eben auch eine recht dramatische und gefühlsbetonte Geschichte erzählt, die mal nicht mit inem klassischen Happy End aufwarten kann – sehr gelungen!

VÖ: 3.Juni 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 888751832329


Fünf Freunde – 116. und der chinesische Pflanzenzauber



Erster Eindruck: Gefahr für Timmy

Anne freut sich schon auf die Kürbisernte bei Tante Fanny, denn sie möchte bei dem örtichen Wettbewerb für das schönste Gemüse teilnehmen. Doch obwohl am Vortag ales in Ordnung war, wirkt der Kürbis am Morgen plötzlich krank und kraftlos. Glücklicherweise kommt Mr. Wang vorbei, der neue chinesische Nachbar, und hat einige gute Tipps für das Gärtnern parat. Doch hilft der Mantra-Gesang dem Kürbis wirklich bei der Erholung?

Dass sich bei Hörspielthemen bestimmte Themen wiederholen, ist verständlich, denn will der Hörer wissen, woran er ist. Und so definiert sich die mittlerweile 116. Folge der Abenteuer-Serie „Fünf Freunde“ wieder über den Umweltschutz und stellt dies in den Mittelpunkt. An sich ist das auch gut gelungen, besonders der Einfluss der chinesischen Mantra-Kunde bringt hier eine sehr spezielle, reizvolle Note mit ein und variiert das bekannte Schema gekonnt. Auch die anfänglichen Ermittlungen haben mir gut gefallen, hier tappt man tatsächlich einige Zeit im Dunkeln und wird auf eine falsche Fährte gelockt. Doch schon kurz darauf ist alles klar, und es verläuft eben doch noch nach bekannten Motiven. Das ist nicht schlecht erzählt und auch kurzweilig, nur eben nicht sonderlich spannend oder aufregend. Auch die Handlung um den Wettbewerb des schönsten Kürbisses, die das eigentliche Geschehen einrahmt und am Anfang und zum Ende das Hörspiel bestimmt, kann daran nicht viel ändern – zumal auch hier das Ende keine wirkliche Überraschung bietet. So hinterlässt „der chinesische Pflanzenzauber“ einen soliden, aber keinen überragenden Eindruck, immerhin sind einige gelungene Ansätze zu erkennen.

Stephan Schad ist in der Rolle des Mr. Wang zu hören, den chinesischen Mann setzt er mit gut dosiertem Akzent um und kann seine Szenen eindrucksvoll darstellen. Joachim Kretzer ist als Mr. Botterbloom zu hören, der als Konkurrent gegen Annes Kürbis antritt. Auch er liefert eine gaubhafte und überzeugende Leistung ab, sein freundlicher Klang passt gut zu der Figur. Lutz Mackensy punktet als Erzähler wieder mit einer sehr kurzweiligen und liebenswerten Erzählweise. Weitere Sprecher sind Maud Ackermann, Gordon Piedesack und Achim Schülke.

Die akustische Umsetzung der Geschichte folgt wieder der bekannten und bewährten Art, wird aber ab und an durch chinesische Klänge ergänzt und so gut auf das Thema zugeschnitten. Besonders die kleinen Mantra-Gesänge sorgen hier für Abwechslung. Die vielen eingebauten Geräusche sorgen erneut für göaubhafte Szenen und einen lebendigen Ausdruck.

Jede Menge dunkle und verdorbene Erde, ein ängstlich und traurig dreinblickender Timmy, Anne mit einem Tuch vor Nase und Mund – das Cover greift einige Motive aus dem Hörspiel auf und zeigt in kräftigen Farben und mit charmanten Zeichenstil ein stimmiges Titelbild. Die restliche Gestaltung ist durchaus gelungen, durch die sinnige Aufteilung wird alles gut aufgelockert.

Fazit: Zwar ist dem Hörer schnell klar, in welche Richtung sich diese Geschichte entwickeln wird, dennoch sind einige reizvolle Ideen eingebaut, die das bekannte Konzept variieren. Größtenteils wird die Folge dann auch schlüssig und kurzweilig erzählt, sodass eine solide Produktion entstanden ist.

VÖ: 15.April 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 888751832220


Fünf Freunde – 115. helfen den Flutopfern



Erster Eindruck: Vorurteile und miese Tricks

Der nächste Besuch von Dick, George und Anne bei ihrer Cousine George beginnt mit ordentlich Trubel, denn in der nahe gelegenen Schule sind viele Menschen untergebracht, die durch eine Flut ihr zu Hause verloren haben. Doch die Stimmung scheint sich gegen die Flutopfer zu wenden – auch, weil Quirrin von einer Einbruchserie heimgesucht wird. Doch die fünf Freunde sind von deren Unschuld überzeugt...

Die Angst vor Menschen, die fremd sind, die alles verloren haben, die Hilfe brauchen – ein Thema, dass momentan aktueller denn je ist. Und auch wenn es sich bei den geflohenen Menschen in der 115. Folge um Menschen aus dem eigenen Land handelt, sind diese Vorbehalte deutlich spürbar und werden sehr gelungen dargestellt. Die Reaktionen der Quirriner Bürger und auch die Situation der Opfer werden gleichermaßen behandelt, sodass auch die zuhörenden Kinder schnell einen Zugang hierzu finden. Verpackt ist dies in einen Fall, der eng mit den Flutopfern verknüpft ist, aber in ganz andere und sehr interessante Richtungen geht. Zwar ist dem halbwegs geübten Hörspielhörer schnell klar, woher der Wind weht, dennoch ist die Geschichte gut erzählt und bietet einige Spannungsmomente. Die Fünf Freunde geraten mal wieder in viele brenzlige Situationen und können den Übeltätern nur mit knapper Not entkommen. Dass dabei noch auf eine trickreiche und ebenso aktuelle Betrügermasche aufmerksam gemacht wird, ist umso löblicher und – leider – auch recht realitätsnah. Eine hörenswerte Folge, die das aktuelle Thema kindgerecht und lebendig vermittelt, ohne den Zeigefinger zu erheben.

Michael Harck spricht den etwas merkwürdigen Mr. Hammersmith und passt mit seiner außergewöhnliche Stimme bestens zu dem kauzigen Auftreten des Mannes, der so eine sehr ausdrucksstarke Art verpasst bekommt. Als Rose ist Simona Pahl zu hören, sie setzt ihre Stimme sehr variabel ein und kann jede ihrer Szenen gekonnt herüberbringen. Henning Nöhren ist als Peter zu hören, auch er liefert eine sehr glaubhafte Lesistung ab und kann seinen Charakter gut zur Geltung bringen. Weitere Sprecher sind Mario Ramos, Julia Fölster und Tom Pidde.

Musikalisch wirkt diese Folge recht modern, viele Stücke mit treibenden Beats und eingängiger Melodie gestalten die Szenenübergänge sehr angenehm und kurzweilig, zudem wird die Atmosphäre der Geschichte dadurch verstärkt. Auch die vielen eingebauten Geräusche sorgen für mehr Lebendigkeit im Hörspiel und lassen die Szenen sehr greifbar wirken.

Dass die fünf Freunde ein Faible für farbenfrohe Kleidung haben, ist auch schon auf den früheren Titelbildern zu sehen. Da sie hier alte Klamotten als Sachspenden für die Flutopfer zusammensuchen, wird dieses noch einmal bestätigt. Der ansehnliche Zeichenstil bringt die Szenerie gut zur Geltung, und auch die übersichtliche Gestaltung des kleinen Bookelts ist gelungen.

Fazit: Schön, dass Europa hier ein aktuelles Thema aufgreift und kindgerecht verarbeitet, insbesondere wenn es so kurzweilig und spannend umgesetzt wurde wie hier. Zwar sind die Hinweise gerade zu Anfang schon recht offensichtlich ausgelegt, durch prägnante Charaktere und den typischen Charme der Serie wird dies aber wieder ausgeglichen.

VÖ: 19.Februar 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 888751832121


Fünf Freunde – 114. und der Skandal auf der Freilichtbühne



Erster Eindruck: Operndiva mal nicht exzentrisch

Tante Fanny probt in Cornwall für die Aufführung einer Oper, bei der sie im Chor singt. Die Kulisse der Freilichtbühne, direkt vor einer steilen Klippe, fordert den Statisten wegen der schmalen Pfade einiges an Mut ab. Doch bald gibt es eine ganze Kette von Unfällen und lebensbedrohlichen Situationen, sodass es schon kein Zufall mehr sein kann. Und so ermitteln die fünf Freunde bald wieder...

Mit der titelgebenden Freilichtbühne, die in der 114. Folge der Fünf Freunde eine so entscheidende Rolle spielt, ist ein sehr lebendiger Schauplatz entstanden, der dank der atmosphärischen Gestaltung bald vor dem inneren Auge des Zuhörers zu entstehen scheint. Gerade in der ersten Hälfte der Produktion wird viel von der Bühne gesprochen, von den Wegen von der Kabine zum Aufgang, von der spektakulären Aussicht, und auch das recht wuselige Treiben der Akteure und Regisseure findet hier seinen festen Platz. Das ist sehr unterhaltsam geschehen und bietet eine sehr gelungene atmosphärische Gestaltung, zumal auch die vorgestellten Charaktere sehr eindringlich beschrieben wird. Kurz danach folgt dann auch eine sehr starke Szene mit einer sehr gefährlichen Szene, in der das Leben eines Charakters recht untypisch für die Serie tatsächlich in Gefahr ist. Leider flaut die bis dahin aufgebaute Spannung wieder deutlich ab, da nach dem vielen Unklaren schnell Tatsachen präsentiert werden, die dem Hörer die Auflösung quasi auf dem Silbertablett vorlegen. Sicherlich gibt es noch die eine oder andere gefährliche Situation, wirkliche Spannung kommt dabei aber nicht mehr auf. Dennoch handelt es sich hier um eine sehr stimmungsvolle Folge, die eben nur im letzten Abschnitt keine Überraschungen mehr parat hat.

Beate Rysopp hat mir in dieser Folge äußerst gut gefallen, ihre sehr prägnante Stimme verleiht der warmherzigen Opernsängerin Ludmilla Kulikova eine sehr gelungene Ausstrahlung, mit viel Energie setzt sie die einzelnen Szenen um. Leonhard Mahlich ist als immer gestresster Regieassistent Daniel ebenfalls eine gute Besetzung, der routinierte Sprecher setzt auch diese Rolle ins richtige Licht und bringt die Gereiztheit des jungen Mannes gut zur Geltung. Maud Ackermann hat hier als Tante Fanny mal wieder einen größeren Auftritt, den sie wie immer sehr rund und liebenswert gestaltet. Weitere Sprecher sind Christine Wilhelmi, Mike Olsowski und Martin Sabel.

Akustisch macht auch diese Folge keine großen Sprünge und setzt die solide Arbeit der vorigen Episoden gekonnt weiter. Die Musik zwischen den einzelnen Szenen ist gut ausgewählt und passt recht gut zur der jeweiligen Stimmung, während die Dialoge von passenden und gut eingefügten Geräuschen untermalt werden. Ab und an hätten diese aber ruhig noch etwas prägnanter ausfallen können.

Die Freilichtbühne wird auf dem Cover zwar deutlich kleiner dargestellt, als es der Beschreibung in dem Hörspiel zu entnehmen ist – hier findet immerhin ein großer Chor Platz -, ist aber mit den antiken Bögen, und der steilen Klippe im Hintergrund ansonsten sehr stimmig umgesetzt. Der Blick auf das weite Meer hat durchaus etwas reizvolles, während die Juniordetektive wie immer in ziemlich bunter Kleidung auftreten.

Fazit: Der Folge gelingt es, mit den vielen starken Charakteren und dem prägnanten Schauplatz schnell eine sehr dichte Stimmung aufzubauen, wobei das eigentliche Rätsel vorerst im Hintergrund bleibt. Leider wird dann alles allzu schnell aufgeklärt, sodass die zweite Hälfte zwar noch einige gefährliche Szenen, aber eben auch viel vorhersehbares bietet.

VÖ: 20.November 2015
Label: Europa
Bestellnummer: 888750572424


Fünf Freunde – 113. und das Feuer auf der Felseninsel



Erster Eindruck: Streit mit Onkel Quentin

Onkel Quentin ist gerade ziemlich gereizt, ein wichtiges Projekt plagen ihn ebenso wie Geldsorgen. Die fünf Freunde beschließen, ihm lieber aus dem Weg zu gehen und die Nacht auf der Felseninsel zu verbringen – doch diese steht schon bald in Flammen. Es scheint so, dass Julian, Dick, Anne und George unachtsam mit dem Lagerfeuer waren, sodass es großen Ärger mit Onkel Quentin gibt. Doch diese sind ganz sicher, alles richtig gemacht zu haben...

Die Felseninsel spielt seit den Beginn der kultigen Hörspielserie „Fünf Freunde“ eine wichtige Rolle, immer wieder werden dort wichtige Treffen abgehalten oder Ganoven beobachtet. Dass sich die 113. Folge der Serie so intensiv mit der idyllisch gelegenen Insel beschäftigt, dürfte dann natürlich besonders die Fans erfreuen – zumal die Handlung richtig gut gelungen ist. Lange Zeit ist unklar, was hinter dem Fall wirklich steckt, sodass auch der Zuhörer über das Geschehen nachdenken kann. Langsam kommen immer weitere Informationen hinzu, sodass sich mit der Zeit ein komplettes Bild ergibt. Und noch schöner ist, dass keine Großverbrecher oder internationale Gaunerbanden im Fokus stehen, sondern ein im Vergleich sehr bodenständiger Fall, der die fünf Freunde direkt betrifft. Der persönliche Konflikt zwischen George und Onkel Quentin bringt dabei zusätzliche Würze, auch dessen Auflösung kann gefallen und fügt sich gut in das sehr stimmige Gesamtbild ein. Die Fünf Freunde funktionieren hier bestens, weil man sich auf das Wesentliche konzentriert hat, die Charaktere in den Mittelpunkt gerückt wurde und der Fall nicht abgehoben wirkt.

Auch die Sprecher machen ihre Sache richtig gut, sodass die Glaubwürdigkeit noch weiter gesteigert wird. Gordon Piedesack zeigt als Onkel Quentin mal seine mürrische und schlecht gelaunte Seite, was sehr kraftvoll und energisch beim Hörer ankommt. Christian Rode ist in der Rolle des Mr. Brandon zu hören, seine eindringliche Sprechweise setzt er auch hier wieder sehr zielgerichtet ein, um einen glaubhaften Charakter zu schaffen. Celine Fontanges gibt als Stacy die verwöhnte Zicke, was man ihr wegen ihres gelungenen Einsatzes sofort abnimmt. Weitere Sprecher sind Christian Rode, Tobias Schmidt und Maud Ackermann.

Akustisch ist diese Folge recht unspektakulär umgesetzt, aber alles passt sehr gut zusammen, sodass sich die Geschichte von einer sehr stimmigen Seite zeigen kann. Behutsam sind während der Dialoge einige Geräusche eingebaut, die die Szenerie ausgestalten oder einige Vorgänge besser erklären. Die Musik stammt aus dem Archiv von Europa und passt vielleicht nicht immer hundertprozentig, bringt aber Schwung in die Szenenwechsel.

Das Feuer auf der Felseninsel ist der Ausgangspunkt der Handlung, sodass es natürlich einen Platz auf dem Cover bekommen hat. Darauf ist auch zu sehen, dass sich der Hang zu äußerst farbintensiven Stoffen bei den fünf Freunden nicht nur auf deren Kleidung auswirkt, sondern sich auch in der Wahl der Zelte niederschlägt. Die hübsche landschaftliche Darstellung hat mir sehr gut gefallen.

Fazit: Eine sehr runde und gelungene Folge der Fünf Freunde, die mal nicht in die weite Welt hinausziehen, sondern ganz klassisch einen Fall in ihrem Umfeld lösen – der sie auch noch persönlich betrifft. Das ist kurzweilig und durchaus spannend geraten, da man den Fall nicht gleich zu Anfang durchschaut. Sehr gelungen!

VÖ: 11.September 2015
Label: Europa
Bestellnummer: 888750572325


Fünf Freunde – 112. und der Delphin in der Felsenbucht



Erster Eindruck: Gedankenlose Gefahr für die Natur

Nahe bei Georges Felseninsel entdecken die fünf Freunde einen Delphin. Doch das sonst so lebhafte Tier scheint völlig entkräftet. Julian, Dick, Anne und George entdecken, dass es sich in einem riesigen Schleppernetz verfangen hat. Zusammen mit ihrem Freund Alf machen sich die aufgeweckten Jugendlichen auf die Suche nach den Tätern...

Tierschutz steht bei den Fünf Freunden, eine der langlebigen Hörspielserien von Europa, sehr oft hoch im Kurs, auch die 112. Folge dreht sich zumindest am Rande um dieses Thema. Auch wenn der Delphin, der sich in einem Netz verfangen hat, nur selten vorkommt und eine untergeordnete Rolle spielt, ist er ein guter Aufhänger und zeigt, was die Skrupellosigkeit einiger Menschen mit unschuldigen Tieren anstellt. In den ersten Szenen werden noch einige Charaktere vorgestellt, die später eine wichtige Rolle spielen, schnell danach wird aber auf die Geschichte mit dem Schleppernetz umgeschwenkt. So ist schnell klar, worum es geht, was ein bisschen die Spannung aus der Folge nimmt. Doch zahlreiche brenzlige Situationen sorgen dann doch für einen kurzweiligen Verlauf, auch wenn die abschließende Verfolgungsjagd etwas langsamer ausfällt als man es erwarten kann – was ziemlich humorvoll umgesetzt wurde. Leider ist das Skript nicht immer vollkommen gelungen, in einer Szene fällt beispielsweise die inflationäre Verwendung der Namen auf. Es ist zwar lobenswert, dass man versucht, auch kleineren Zuhörern die Geschichte gut verständlich darzustellen, hier hat man es aber doch etwas übertrieben.

Timo Sünnemann ist hier in der Rolle des Alf zu hören, der leider nicht ganz mit den vier Hauptsprechern mithalten kann. Meist wirkt er etwas hölzern, nur ab und an kommt mehr Lebendigkeit in seine Stimme. Kai Hnedrik-Möller spricht seinen Vater, er kann einen sehr gelungenen Eindruck vermitteln und einen interessanten Charakter schaffen. Ben Hecker und Wolfgang Berger bilden zusammen ein gutes Team als Verbrecher, mit ihrer etwas trotteligen Art wirken sie zwar bedrohlich, was aber auf einem kindgerechten Level stattfindet.

Akustisch wurde wieder eine solide Leistung abgeliefert, sodass die einzelnen Szenen gut ihre Wirkung entfalten können. Dabei wurde wieder das Archiv von Europa durchforstet, wobei zahlreiche Melodien eingesetzt wurden, die einen frischen und sehr passenden Eindruck vermitteln. Die vielen Geräusche lassen die Handlung lebendiger wirken und tragen viel zur atmosphärischen Gestaltung bei.

Natürlich ist der Delphin auch auf dem Cover zu sehen, trotz seiner misslichen Lage scheint er recht freundlich dreinzublicken. Die fünf Freunde mit ihren mittlerweile typischen bunten Klamotten schauen hingegen eher besorgt drein. Wegen des Tierschutz-Themas wurde zudem eine Zusammenarbeit mit der Aktion „Pro Wildlife“ vereinbart, deren Logo in Form eines Aufklebers auch auf dem Titelbild einen Platz gefunden hat.

Fazit: Zwar kommt der Delphin, der im Titel und auf dem Cover besonders betont wird, im Hörspiel nur recht wenig vor, diese ist dennoch spannend und kurzweilig geraten. Einige Stellen wirken zwar insgesamt etwas hölzern und unbeholfen, doch einige gefährliche Szenen sorgen für einen positiven Gesamteindruck.

VÖ: 5.Juni 2015
Label: Europa
Bestellnummer: 88875057222


Fünf Freunde – 111. und das Geheimverlies im Schloss



Erster Eindruck: Besuch bei den Baronen

Eddy, ein Klassenkamerad der fünf Freunde, hat die Juniordetektive in das Schloss seiner Eltern eingeladen, die waschechte Barone sind. Doch genau wie Eddy sind auch seine Eltern sehr freundliche Leute, nur als Gerüchte über ein Geheimverlies aufkommen, regiert Eddys Vater ziemlich ungehalten. Was ist an der Geschichte dran, dass hier früher der junge Prinz Adlous untergebracht wurde, der immer noch als Geist im Schloss Lebens soll?

Schon sehr früh hatte die Abenteuerserie „Die fünf Freunde“ einen Hang zu ungewöhnlichen und geschichtsträchtigen Orten, um die sich unheimliche Geschichten ranken. Auch die 111. Folge „und das Geheimverlies im Schloss“ spielt mit diesem Thema, wie der Titel bereits vermuten lässt. Doch ganz so stark wie zu Anfang steht dieses Thema hier nicht im Vordergrund, vielmehr wird es schon recht schnell aufgeklärt, statt den Gerüchten um den geheimnisvollen Prinzen mehr Raum zu gewähren – hier wurde sicherlich einiges an Spannungspotenzial verschenkt. Die Handlung wirkt jetzt hingegen recht modern und wurde mit einem Thema versehen, dass die fünf Freunde schon sehr häufig behandelt haben. Leider wurde dann auch noch eine recht vorhersehbare Geschichte erzählt, die nur wenige Überraschungen bietet. Allerdings ist die Atmosphäre recht dicht geraten, zahlreiche brenzlige Situationen und stark geschilderte Charaktere sorgen für einen recht spannenden Verlauf. Und immerhin zeigt die eine oder andere Person gegen Ende noch ein anderes Gesicht. Sicherlich hätte man aus dieser Folge noch mehr herausholen können, doch insgesamt ist sie recht gut gelungen.

Als Eddy ist Woody Mues zu hören, der den jungen Adeligen sehr sympathisch und freundlich klingen lässt. Er kann dabei eine angemessene Palette an Emotionen glaubhaft vermitteln. Stephan Schad und Beate Rysopp geben als Ehepaar Hasting eine gute Figur ab und machen einen modernen und angenehmen Eindruck. Rüdiger Schulzki spricht Ronald, den Chauffeur mit einer recht kraftvollen und düsteren Stimme, sodass ein prägnanter Charakter entsteht. Weitere Sprecher sind Heinz Lieven, Stephan Benson und natürlich Lutz Mackensy als Erzähler.

Die akustische Umsetzung des Hörspiels ist wie immer sehr sauber und professionell gelungen, wobei insbesondere auf Musik aus dem umfangreichen Europa-Archiv verwendet wurde. Diese wirkt meist modern und kann die jeweiligen Stimmungen gut einfangen. Auch die eingebauten Geräusche verfehlen ihre Wirkung nicht und lassen die Szenen und Handlungen lebendiger wirken.

Bei diesem Cover ist nicht nur die Kleidung der fünf Freunde äußerst farbenfroh, auch die grüne Landschaft und der orangerote Sonnenuntergang lassen eine bunte, wenn auch etwas düstere Szenerie entstehen. Das herrschaftliche Schloss und der Oldtimer des Chauffeurs sind dabei sehr plakativ in den Mittelpunkt gerückt. Das Innere ist wie immer übersichtlich gestaltet, enthält aber keine zusätzlichen Informationen.

Fazit: Der Besuch der fünf Freunde im Schloss ihres Freundes ist kurzweilig und stellenweise recht spannend geraten, allerdings wurden einige Chancen auf eine überraschende Handlung liegen gelassen. So entsteht abenteuerliches Flair, das aber wenige Überraschungen bietet und eine vorhersehbare, aber flüssige und gut geschriebene Handlung präsentiert.

VÖ: 10.April 2015
Label: Europa
Bestellnummer: 888750572028


Fünf Freunde – 110. auf dem Pfad der Küstenschmuggler



Erster Eindruck: Wo sind Julian und Dick?

Weil Tante Fanny und Onkel Quentin dringend verreisen müssen, kommen die fünf Freunde bei Verwandten unter und können an der Küste endlich Windsurfen lernen. Doch Julian und Dick treiben zu weit aufs Meer hinaus und müssen von einem zufällig vorbeifahrenden Schiff gerettet werden. Dass einer der Matrosen ziemlich unfreundlich reagiert, ist schon seltsam, doch bald stoßen die beiden auf noch mehr merkwürdige Ereignisse...

Wie alle Europa-Serien, die in den 80er Jahren gestartet sind, haben auch die Fünf Freunde eine deutliche Entwicklung mitgemacht und sich dem Trend der jeweiligen Zeit angepasst. Deutlich wird dies auch bei der 110. Folge der Serie, die einen speziellen Bereich des Themas Tierschutz und Gesundheit mit einer spannend erzählten Geschichte kombiniert. Dem geübten Krimihörer wird schnell klar, worum es hier geht, da die entsprechenden Stichworte schon früh fallen und ziemlich offensichtlich angesprochen werden. Und auch der Titel der Folge deutet schon einiges an und nimmt viele Rätsel aus der Handlung, die mehr hätten ausgekostet werden können. Doch da es sich um ein Abeteuer-Hörspiel handelt, geht dies in Ordnung, den viele spannende Szenen sorgen hier für einen kurzweiligen Verlauf. Immer wieder geraten die fünf Freunde in gefährliche Situationen, sodass der Pegel hier durchgängig hoch ist. Allerdings sind einige Dinge doch recht merkwürdig, dass die Eltern von zwei verschwundenen Kindern von der Polizei nicht informiert werden oder zwei Mädchen allein auf einen Suchtrupp geschickt werden sind hierfür nur zwei Beispiele. Die Auflösung ist mir persönlich trotz des wichtigen und guten Grundgedanken zu sehr mit dem erhobenen Zeigefinger inszeniert. So schmälert sich der gute Eindruck trotz positiven Ansatzes leider deutlich.

Antje Otterson ist als Scarlet zu hören, der Verwandten der fünf Freunde, mit ihrer angenehmen und warmen Stimme spricht die glaubhaft und mit dem nötigen Nachdruck. Michael Bideller spricht Constable Jones sehr lebendig und freundlich, er kann in dieser Rolle durchaus überzeugen. Malon Stahlhut ist ein noch sehr junger Sprecher, kann als Luka dennoch schon mit einer recht glaubwürdigen Sprechweise punkten. Weitere Sprecher sind Patrick Bach, Douglas Welbat und Udo Schenk.

Wie immer ist die Handlung passend, aber nicht sonderlich außergewöhnlich in Szene gesetzt worden. Dafür wurde wieder in den Archiven von Europa nach stimmigen Melodien gesucht, sodass wieder der eine oder andere Wiedererkennungsmoment auftreten dürfte. Zusammen mit den vielfältigen und gut eingebauten Geräuschen ergibt dies eine gute Atmosphäre, die nicht zu sehr von der Handlung ablenkt.

Die wunderschöne Küstenlandschaft wurde auch auf dem Cover umgesetzt, Julian, Dick, Anne und George betrachten von einer der felsigen Steilklippen die Gegend, durch die sich der titelgebende Pfad der Schmuggler hindurch schlängelt. Die kräftigen Farben sind ja mittlerweile zum Markenzeichen der Serie geworden und sind ebenso wie die Landkarten-Optik des Coverdesigns ein fester Bestandteil.

Fazit: Viele spannende und gefährliche Momente reihen sich hier aneinander in einem Fall, der dem geübten Hörer schnell klar ist, Kindern aber den einen oder anderen Aha-Efffekt bescheren dürfte. Die Themenwahl ist interessant und macht auf ein aktuelles Thema aufmerksam, wirkt aber etwas zu moralisch. Auch einige Ungereimtheiten fallen hier auf, sodass ein eher durchwachsener Eindruck bleibt.

VÖ: 13.Februar 2015
Label: Europa
Bestellnummer: 888750571922


Fünf Freunde – 109. und die mysteriöse Botschaft



Erster Eindruck: Timmy als Retter in der Not

Eigentlich wollten die Fünf Freunde den Frühlingsbeginn mit einem entspannten Tag am Strand verbringen, doch da macht ihnen Timmy einen Strich durch die Rechnung. Er findet im Garten eine Brieftaube, die sich am Flügel verletzt hat und nicht mehr weiterfliegen kann. Durch den kleinen Ring am Bein machen sie den Züchter ausfindig – doch dieser reagiert äußerst unfreundlich...

Bei den „Fünf Freunden“, eine der langlebigsten Hörspielserien des Kultlabels Europa, geht es oft hoch her, wenn Diebesbanden ihr Unwesen treiben oder seltene Tierarten bedroht werden. In Folge 109 geht es deutlich ruhiger zu, zumal auch ein recht ernstes Thema aufgegriffen wird. Mir gefällt, dass es hier eher ruhig zugeht, dass einige Rätsel in den Vordergrund gestellt werden, dass kein künstlicher Höhepunkt erzeugt wird. Vom ersten Geheimnis mit der Taube, die auch noch einen leeren Zettel mit sich trägt, entwickelt sich eine gelungene Geschichte, die sich im Gegensatz zu anderen Folgen nicht so leicht durchschauen lässt. Auch recht offensichtlich gelegte Spuren erweisen sich als falsche Fährten, während sich langsam das eigentliche Thema herauskrustallisiert. Das ist ansprechend und mit einem gewissen Ernst umgesetzt, wurde aber auch kindgerecht und nicht allzu heftig umgesetzt – ein gelungener Mittelweg, da auch spannende und gefährliche Szenen wohl dosiert eingesetzt wurden. Gut auch, dass nach der Aufklärung nicht noch eine spektakuläre Schlusszene folgt, sondern recht ruhig und konsequent zu Ende erzählt wurde. Insgesamt eine wirklich gelungene Folge, die ausgetretende Pfade verlässt und sich einige neue Wege sucht.

Lennart Krüger ist hier als Archibald Winston zu hören. Den unfreundlichen Taubenzüchter spricht er mit prägnanter Stimme und kann so den Charakter gut herausarbeiten. Ingeborg Christiansen ist als Gertrud Miller zu hören, ihre deutlich gealterte Stimme hat einen angenehmen Klang und kann die fürsorgliche Ader der Haushälterin gut aufgreifen. Sehr gefallen hat mir Micaela Kreißler als Rita Marlow, die mit harter und abweisender Stimme eine passende und eindringliche Leistung abliefert.

Die akustische Umsetzung der Folge ist wie immer bei dieser Serie eher schlicht und zurückhaltend, wobei auf einen stimmigen Mix aus Musik und Geräuschen gesetzt wurde. Dazu sind in den Szenen passende Sounds eingebaut, während die Szenenübergänge mit Melodien aus den Archiven von Europa eingebaut wurden. Eine stimmige Umsetzung, die jedoch stellenweise noch prägnanter hätte sein können.

Die gewohnte, knallbunte Kleidung haben die fünf Freunde natürlich auch hier wieder an, auf den farbenfrohen Covern sind sie mittlerweile zum Markenzeichen geworden. Gezeigt wird die anfängliche Szene mit dem Fund der Brieftaube, während der Hintergrund wieder sehr detaillreich und hübsch anzusehen gestaltet wurde. Das kleine Booklet beschränkt sich wieder auf die wesentlichen Informationen.

Fazit: Eine gelungene Themenwahl, eine gut erzählte Handlung mit spannenden Höhepunkten und einen passenden, nicht übertriebenen Finale, dazu viel menschliche Emotionen und interessante Charaktere – eine rundum gelungene Folge der Serie.

VÖ: 21.November 2014
Label: Europa
Bestellnummer: 887254412922


Fünf Freunde – 108. und die Entführung im Skigebiet



Erster Eindruck: Neues Urlaubsziel für die fünf Freunde

Von einer entfernten Verwandten, Joyce Gilmor, werden die fünf Freunde nach Schottland in ein Skigebiet eingeladen. Dort betreibt Joyce Gilmor, die sich vor kurzem von ihrem Mann getrennt hat, eine kleine Pension. Schnell freunden sich Julian, Dick, Anne und George mit Joyce' Sohn Fin an und verbringen einige vergnügliche Stunden auf der Piste. Doch nach einem Mittagsimbiss bekommt Dick plötzlich Magenkrämpfe...

Eine schier unendliche Verwandtschaft scheinen die fünf Freunde zu haben, auch in der 108. Folge lernen sie dabei wieder jemand Neues kennen. Doch während zu Beginn von „Fünf Freunde und die Entführung im Skigebiet“ die Ankunft breit geschildert wird, auf die angespannte Situation bei Familie Gilmor nach der Trennung der Eltern eingegangen wird und die ersten Skilaufversuche unternommen werden, bleibt die eigentliche Handlung deutlich auf der Strecke. Die Handlung kommt sehr langsam in Gang, man weiß nicht so recht, woran man hier ist, hat aber schon bald eine Ahnung, worauf alles hinausläuft – etwas zu offensichtlich wird die erste Spur gelegt. Trotz der langen Einführung bleibt die Geschichte etwas blutleer, auch die späteren, durchaus spannend erzählten Szenen können vollkommen überzeugen. Vielleicht, weil man gegen Ende nach langen, erfolglosen Ermittlungen dann zu viel auf einmal wollte und wiederum zu schnell erzählt. Gut gefällt mir die dunkle Atmosphäre der Handlung, die ernster wirkt als andere Folgen der Serie.

Timo Sünnemann ist als Fin zu hören, der sich schnell mit den fünf Freunden anfreundet. Er kann in dieser Rolle durchaus glaubwürdig wirken und kann die einzelnen Passagen lebendig sprechen. Gerlinde Dilge spricht seine Mutter Joyce und legt eine sehr liebenswerte und mütterliche Art an den Tag, kann aber auch andere Emotionen passend transportieren. Maureen Havlena kann in der Rolle der Skilehrerin Molly durchaus angemessen agieren, übertreibt in einer Szene am Ende aber doch etwas. Weitere Sprecher sind Patrick Bach, Stephan Schwartz und Stefan Hossfeld.

Die akustische Produktion der Folgen orientiert sich an den Standards der Serie und spielt so in den Szenenwechseln eine Reihe unterschiedlicher Melodien ein, die recht gut für die Handlung ausgesucht wurden und die jeweilige Stimmung wiedergeben. In Sachen Geräuschen hätte man aber ruhig noch etwas mehr hören können, gerade die Szenen auf der Skipiste wirken etwas steril.

In wie immer knallbunter Kleidung sausen Julian, Dick, Anne und George passend zum Thema der Geschichte einen schneebedeckten Abhang herunter. Der Hintergrund ist malerisch mit vielen Bergen gestaltet, während bei der winterlichen Stimmung scheinbar auch ein Weihnachtsbaum samt einiger Lichter nicht fehlen darf, auch wenn das Fest der Liebe im Hörspiel gar nicht erwähnt wird.

Fazit: Anfangs zu langsam erzählt, nach dem gelungenen Mittelteil schließen sich jedoch einige zu kurz erzählte Schlussszenen an. Das gut gewählte Thema und die gut dargestellten Stimmungen zwischen den Charaktere sind positive Aspekte des Hörspiels, die insgesamt überwiegen.

VÖ: 26.September 2014
Label: Europa
Bestellnummer: 887254412823


Fünf Freunde – 107. und die Nacht im Safari-Park



Erster Eindruck: Sorge um die gutmütigen Dickhäuter

Julian, Dick, Anne und George reisen zusammen mit Tante Fanny in die kleine Stadt Moregate, um eine Verwandte zu besuchen. Langeweile kommt allerdings nicht auf, denn schon kurz nach ihrer Ankunft beobachtet George, wie aus einem Zirkus ein Elefant entführt wird. Zwar klärt sich schnell auf, dass dies rechtens ist und das Tier in einen Safari-Park gebracht wurde, doch auch hier geht nicht alles mit rechten Dingen zu...

Tierschutz spielt schon seit geraumer Zeit eine wichtige Rolle in der Europa-Dauerbrenner-Serie „Die fünf Freunde“. Auf der Suche nach einem neuen Tier, das gerettet werden muss, hat man die Handlung kurzerhand in einen Safari-Park verlegt. Und dabei gibt es gleich eine ganze Reihe zwielichtiger Gestalten, alles hängt zusammen, und auch vor ziemlich merkwürdig anmutenden Verstrickungen macht die Folge gegen Ende nicht halt. Das wirkt alles etwas zu viel des Guten, doch die Handlung an sich ist gar nicht schlecht erzählt. Es wird eine abenteuerliche Stimmung verbreitet, besonders die Szenen im Safari-Park und die Nähe zu den Tieren sind gerade für Kinder ein gelungenes Element. Auch die titelgebende Nacht im Safari-Park ist am Ende mit vielen spannenden Momenten gut ausgestattet. Allerdings sind die oben genannten zu konstruierten Zufälle eine große Schwäche, die jüngere Kinder nicht auffallen dürfte, insgesamt aber doch störend wirken.

Florian Herkenrath ist als Pedro zu hören, der ein junges Zirkusmitglied ist und seine Sache mit viel Engagement und treffendem Ausdruck recht gut macht. Wolf Frass ist als Mr. Pinelli zu hören und spricht diese Rolle abweisend und unfreundlich, sodass er dem Charakter sehr gerecht wird. Robin Brosch ist als Mr. Livingston zu hören, auch er kann sich gut in die Atmosphäre der Folge einfinden. Tilman Madaus, Henry König und Stephanie Kirchberger sind in weiteren Rollen zu hören.

Die Geschichte bietet sich natürlich dafür an, eine vielfältige Geräuschkulisse zu schaffen, und so sind zahlreiche verschiedene Tiergeräusche zu hören, neben dem unvermeidlichen Elefantentröten sind auch Affen und eine Antilopenherde zu hören. Die Musik hält sich dabei eher zurück, nur selten tritt sie in den Vordergrund und beeinflusst die Stimmung der Folge nur unwesentlich.

Eine Szene aus dem Hörspiel ist auf dem Cover stimmungsvoll dargestellt, die fünf Freunde sind dabei im Safari-Park im Jeep zu sehen, während der Elefantenbulle Ibrahim sie mit Wasser bespritzt. Im Hintergrund ist nicht nur ein weiterer Elefant mit seinem Baby zu sehen, sondern auch eine in wunderschönen Orange-Tönen gehaltene Landschaft zu sehen.

Fazit: Die Handlung bietet zahlreiche spannende Momente und eine schöne Atmosphäre im Safari-Park, zudem zahlreiche Informationen über Tiere und ihr Leben im Safari-Park. Doch leider spielen zu viele unglaubwürdige Zufälle und Zusammenhänge mit, als das man diese ignorieren könnte. Diese werten die ansonsten gelungene Folge deutlich ab.

VÖ: 6.Juni 2014
Label: Europa
Bestellnummer: 887254412724


Fünf Freunde – 106. und das geheimnisvolle Polarschiff



Erster Eindruck: Schottische Tradition und eine Schatzkarte

Kaum sind Anne, Dick und Julian bei ihrer Cousine George angekommen, brechen sie zusammen mit Onkel Quentin und Tante Fanny auf in die schottische Hafenstadt Dundee. Dort gibt es die Legende eines Schatzes, der in einem Schiff versteckt sein soll. Handelt es sich dabei tatsächlich um das Schiff von Kapitän Mullligan, mit dem vor vielen Jahren eine Polarexpedition unternommen wurde...?

Neben Quirrin und dem Felsenhaus verbringen die fünf Freunde ihre Ferien – natürlich zusammen – immer wieder quer durch Großbritannien. In der 106. Folge sind Julian, Anne, Dick und George für drei Tage in Schottland, und dabei bekommen sie auch noch einiges an Tradition und Stimmung des Landes mit, auch dem Hörer wird dies alles gelungen vermittelt – besonders durch ein eingebautes, typisch melancholisches Lied, das die fünf Freunde zudem auch auf die Spur des verschwundenen Schatzes bringt. Von da an entwickelt sich die Geschichte zuerst langsam weiter, nimmt aber etwa ab der Hälfte deutlich an Fahrt auf und endet in einer sehr gut erzählten, spannenden Nacht, in der sich die Ereignisse zu überschlagen scheinen und jedes Mitglied seinen Teil zur Auflösung des Falles beiträgt. Die eingebauten Überraschungen verfehlen ihre Wirkung nicht, allerdings sind einige Zufälle in der gesamten Handlung doch etwas konstruiert wirken. Viele eingebaute Elemente wirken schon fast klassisch, wurden aber gut zusammengestellt und können so eine unterhaltsame und kurzweilige Stimmung erzeugen.

Rolf Becker spricht Kapitän Mulligan und kann den gutmütigen Mann mit viel Präsenz ausstatten und eine angenehme Stimmung schaffen. Gut gefallen hat mir Madeleine Weingardt als Erin, die mit ihrer fröhlichen Stimme und dem glaubhaften Auftreten die neue Bekannte der fünf Freunde gekonnt umsetzen kann. Mogens von Gadow und Peter Weis geben ein gutes Gaunergespann an, das sich typischerweise öfter in die Haare bekommt und so einen dynamischen Eindruck erweckt. Weitere Sprecher sind Leonard Mahlich, Stefan Brentle und Gosta Liptow.

Die akustische Umsetzung der Handlung ist wieder stimmig und mit zahlreichen passenden Geräuschen unterlegt, auch die eingebaute Musik kann für die passende Stimmung sorgen. Besonders hervorzuheben ist aber der oben angesprochene Song einer Straßenmusikantin, der nicht nur während der Handlung, sondern auch einmal am Ende in voller Länge zu hören ist. Die stimmungsvolle Melodie und der geheimnisvolle Text sind sehr gelungen, auch der Interpretin und Autorin Gwen Leo-Allen verdient viel Lob.

Dass sich die fünf Freunde in den Hörspielen oft unentdeckt durch die Handlung bewegen, ist wegen der knallbunten Kleidung, die sie auf den Covern tragen, doch recht verwunderlich. Auf dem Titelbild zu dieser Folge besteigen sie gerade über einen Steg das große Segelschiff, das Ganze ist wie immer ansehnlich gestaltet und mit der gelungenen Landkarten-Symbolik versehen.

Fazit: Die schottische Umgebung, das Geheimnis um das Schiff und die längst vergangene Polarexpedition, all das sind gelungene Elemente der Geschichte, die gut zusammengestellt wurde und einen hohen Unterhaltungswert bietet. Highlight ist die Schlussszene auf dem nächtlichen Segelschiff, das viele brenzlige und interessante Situationen bietet.

VÖ: 11.April 2014
Label: Europa
Bestellnummer: 887254412625


Fünf Freunde – 105. und das magische Spinnennetz



Erster Eindruck: Dämpfer für Quentins Forschung

Es sind wieder Ferien, und die fünf Freunde freuen sich auf ihr Zusammentreffen bei Onkel Quentin und Tante Fanny. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft zieht erster Ärger auf, beim Fußballspielen zerstören sie Teile der Forschungsarbeit von Quentin und seinem Team: Ein großes Spinnennetz, das im Garten gespannt war. Doch auch danach laufen einige Dinge richtig schief, und so werden Julian, Dick, Anne und George sogar aus dem Felsenhaus verbannt…

Zugegeben, die Idee dass die Fünf Freunde die Forschungen von Onkel Quentin stören, ist nicht gerade neu für die langjährig erfolgreiche Abenteuerserie nach den Büchern von Enid Blyton. Doch in Folge 105 ist dies durchaus neu kombiniert und kann so eine ordentliche Folge der Serie abliefern. Statt lange Zeit mit der Vorstellung der Grundsituation zu verwenden, wird hier gleich in der ersten Szene das Setting der Handlung vorgestellt. Die Forschungen an den Spinnennetzten wird gekonnt eingeführt, und von da an entwickelt sich eine gelungene und abwechslungsreiche Geschichte. Gelungen besonders, dass auch die Fünf Freunde in Verdacht geraten, an den chaotischen Zuständen schuld zu sein, und auch die Verdachtslage der Juniordetektive wechselt sich immer wieder ab – und am Ende eine durchaus überraschende Auflösung zu präsentieren. Die Hintergründe werden dabei gelungen aufgeklärt. Schön auch, dass die Eigenschaften von Spinnenseide so ausführlich dargestellt werden, das erklärt nicht nur die Wichtigkeit der Forschung, sondern vermittelt auch etwas zusätzliches Wissen. Mir gefällt diese Folge ziemlich gut, auch wenn das Attribut „magisch“ im Titel so gar nicht passen mag, da nicht einmal die Andeutung von übernatürlichen Vorgängen gemacht wird.

Gordon Piedesack bekommt hier als Onkel Quentin mal wieder einen größeren Part zugeschrieben, mit seiner markanten Stimme kann er den sympathischen, aber auch durchsetzungsfähigen Mann gekonnt darstellen. Heinz Lieven spricht einen der Mitarbeiter von ihm, er kann seine Figur sehr glaubhaft darstellen und mit einzigartigen Attributen ausstatten. Auch Sonja Szylowicki hat einen gekonnten Auftritt, ihr einprägsamer Klang kann eine runde und stimmige Figur schaffen. Weitere Sprecher sind Karin Lieneweg, Gosta Liptow und Maud Ackermann.

Auch nach so vielen Folgen kann mich der Titelsong immer noch sehr überzeugen, mit seinem flotten Beat, dem witzigen Text und der eingängigen Melodie bleibt er schnell im Ohr hängen und eröffnet auch diese Folge gekonnt. Der weitere Verlauf der Handlung wird eher durch zahlreiche passende Geräusche geprägt, die die Stimmung beeinflussen und einen gelungenen Hintergrund für die Szenen bilden.

Die erste Szene aus dem Hörspiel ist gewohnt farbenfroh und in ansprechendem Zeichenstil auf dem Cover umgesetzt worden. Die fünf Freunde – natürlich inklusive Timmy – spielen im bunt blühenden Garten Fußball, das runde Leder fliegt gerade auf das im Vordergrund aufgespannte Spinnennetz zu. Auffällig ist dabei wieder die grelle Kleidung der Charaktere, die leger mit blauen Jeans sehr jugendlich wirken.

Fazit: Eine durchaus runde und gelungene Folge für die Fünf Freunde. Sie geraten selbst unter Verdacht, die Forschungen zu stören, stellen selbst Ermittlungen an und lassen dabei den Hörer an ihren Vermutungen teilhaben. Am Ende klärt sich alles gut auf, auch die Motive der einzelnen Charaktere werden aufgedeckt. Stimmig, stellenweise spannend und mit einer gut erzählten Handlung.

VÖ: 14.Februar 2014
Label: Europa
Bestellnummer: 887254412526


Fünf Freunde – 104. und die Jagd nach der Diebesbande



Erster Eindruck: Spurensuche im Wald

Als die fünf Freunde einen Ausflug nach New Haven machen, beobachten sie zwei Kinder, die ein älteres Ehepaar auf recht dreiste Weise bestehlen. Natürlich versuchen sie die beiden ausfindig zu machen und stoßen so auf eine Diebesbande, die auf sehr skrupellose Art agiert. Doch als sie zur Polizei gehen, stoßen sie auf taube Ohren – und so machen sie sich weiter daran, den Fall aufzuklären…

Das Leben scheint für die Fünf Freunde aus einer langen, immerwährenden Ferienzeit zu bestehen, immer kommen sie in Georges Felsenhaus zusammen oder gehen auf spannende Reisen. Das kommt der stetig gute Atmosphäre der Serie zugute, die dadurch locker und ungezwungen wirkt. Und so kommt auch in der 104. Folge der Serie Ferienstimmung auf, die Abenteuerlust der Jungen und Mädchen kommt wieder sehr gut zur Geltung. Mit der eigentlichen Handlung fängt es dann auch schnell an, und fast genauso schnell kommen dann auch die turbulenten und spannenden Szenen auf, die sich durch die gesamte Handlung ziehen und immer wieder die Handlung anreichern. Hier geht es nicht darum, wer die Täter sind – das steht sofort fest, ein Geheimnis wird darum nicht gemacht – sondern darum, wie die Diebesbande von Julian, Dick, Anne und George dingfest gemacht wird. Bis dahin werden einige Hürden überwunden, die richtig gefährlich werden und besonders eines der Mitglieder in eine sehr gefährliche, fast schon ausweglose Situation bringt. Immer wieder halten neue Wendungen die Handlung auf Trab, durch die verschiedenen Sichtweisen bekommt man einen umfassenden Blick über die einzelnen Erlebnisse der fünf Freunde. Das Ende ist gut aufgelöst und punktet mit einem Höhepunkt, der vielleicht etwas zu lang gezogen ist, dafür noch einmal einen sehr gelungenen Bösewicht in den Mittelpunkt rückt. Eine Folge mit sehr dichter Atmosphäre und einer spannenden Handlung – so sollen die Fünf Freunde klingen!

Sally, das Mädchen das beim Klauen beobachtet wurde, wird von Selina Böttcher gesprochen, die es schafft, immer glaubhaft zu wirken und die verschiedenen Situationen gekonnt herüberzubringen. Leonhard Mahlich und Francisco Löwe sind als Gaunerduo zu hören, die beiden ergänzen sich gut und können neben aller Bedrohlichkeit auch eine humoristische Seite einbringen, die sich auf ihre fehlende Organisation begründet. Mike Olsowski ist im späteren Verlauf noch in einer wichtigen Rolle zu hören, die er mit viel Energie umsetzt. Weitere Sprecher sind Lino Böttcher, Philipp Draeger und Detlef Bierstedt.

Die Musik stammt wie immer aus dem Archiv von Europa und ist dabei immer passend zu den einzelnen Situationen ausgewählt und kann dabei die Stimmung der Szenen einfangen. Geübten Hörspielhörern dürfte die eine oder andere Melodie durchaus bekannt vorkommen, die eigentliche Zielgruppe dürfte dieser Umstand aber recht egal sein – zumal auch die Geräusche wieder professionell eingefügt wurden.

Auf jedem Cover zu der Serie sind die fünf Freunde in einer zur Folge passenden Umgebung zu sehen – und das in quietschbunten Oberteilen. Auch hier heben sich ihre knalligen T-Shirts und die blauen Jeans deutlich von dem dunkelgrünen Wald ab, durch den sie mit Timmy rennen. Auch hier kommt die Gestaltung des Rahmens mit der dezenten Einbindung einer Landkarte gut zur Geltung.

Fazit: Eine sehr spannende Folge, die schnell Fahrt aufnimmt und mit vielen temporeichen und packenden Szenen überzeugt. Dabei sind die Hintergründe durchaus ernsthaft, werden aber kindgerecht vermittelt und sensibilisieren die Zuhörenden auf das behandelte Thema. Das ist alles gut zusammengefügt und wird zu einer der besten Folgen der letzten Zeit.

VÖ: 22.November 2013
Label: Europa
Bestellnummer: 887254412427


Fünf Freunde – 103. und die giftigen Feuerquallen



Erster Eindruck: Rasierschaum und Würstchen mit Ketchup

Aus dem gemütlichen Tag am Strand wird nichts, denn Anne wird von einer Qualle gestreift. Gut, dass zufällig der freundliche Steven Pincher auftaucht und gleich Rat weiß. Doch als die fünf Freunde für das abendliche Grillfest frische Lachse beim befreundeten Züchter Mr. Morris kaufen wollen, erfahren sie, dass auch in dessen Käfige Quallen eingedrungen sind und viele Tiere getötet haben. Ist das plötzliche Auftauchen ein Zufall oder hat jemand nachgeholfen…

In den letzten Folgen des Hörspielklassikers „Fünf Freunde“ standen immer wieder verschiedene Tiere im Mittelpunkt, du auch die mittlerweile 103. Folge der Abenteuerserie handelt von einer neuen Spezies: Quallen. Während der Anfang wie immer recht ruhig ist und erst langsam Fahrt in die Handlung kommt, sind auch andere Elemente schon aus früheren Episoden bekannt - der eng eingegrenzte Kreis an Verdächtigen beispielsweise. Doch trotzdem hat diese Folge einigen ihrer Vorgänger etwas Voraus, und das sind die eingebauten überraschenden Wendungen, die die Folge dynamisch und spannend halten. So sind auch der Übeltäter und besonders dessen Motiv nicht gleich offensichtlich, die Verdachtsmomente wechseln ab und an. Und auch die Szenen sind kurz und knapp gehalten, langwierige Dialoge kommen hier nicht vor. Gewürzt wird dies von einer ordentlichen Portion Humor, der in den Charakteren begründet liegt. Gut ist auch das Einbindung von dem abgehalfterten Alistair McNeal, das der Zielgruppe angemessen erklärt wird, der Alkoholiker wird mit genügend Abstand betrachtet und gerät nicht einfach zur Witzfigur. Eine sehr runde und gelungene Folge der Serie, die einige der schwächeren Folgen der letzten Zeit ausgleicht.

Die Besetzung der Sprecher kann wieder überzeugen, neben den fünf Freunden Ivo Müller, Jannik Endemann, Theresa Underberg und Alexandra Garcia können auch die Nebenrollen überzeugen. Patrick Bach ist ein Vollprofi hinter dem Mikrofon, sodass er auch die Rolle des Steven Fincher gut auskleiden kann, der junge Mann wirkt dynamisch und zugleich ein bisschen zwielichtig. Harald Dietl ist als heruntergekommener Alistair McNeal zu hören, er übertreibt dabei glücklicherweise nicht, sondern liefert eine gekonnte Darstellung ab. Ben Hecker und Daniel Welbat sind als Vater und Sohn Morris zu hören, beide ergänzen sich gut und spielen gekonnt miteinander, gehen gut auf den anderen ein.

Die akustische Umsetzung des Hörspiels ist auf dem gleichen Level wie seine Vorgänger und ist insgesamt ansprechend gestaltet. Dabei sind einige kleine Melodien eingebaut, die die Szenen voneinander trennen und für eine passende Atmosphäre sorgen. Auch die Geräusche sind wieder gut eingefügt, nur Hund Timmy klingt erneut ziemlich künstlich eingebaut und kann bei seinen häufigen Auftritten so nicht immer überzeugen.

Wie immer ist auf dem Cover eine Szene aus dem Hörspiel zu sehen, und wie immer tragen die fünf Freunde äußerst farbenfrohe und bequeme Kleidung. Zusammen sind sie in einem Boot, während einer der Jungen als Beweisstück ein Netz aus dem Wasser zieht. Auch der Hintergrund ist wieder gut gelungen und zeigt die malerische Landschaft Kirrins mit seinen sanften, grünen Hügeln im Hintergrund.

Fazit: Zwar bietet die mittlerweile 103. Folge der Serie keine wirkliche Neuerungen mehr, kann aber mit einem flüssigen, kurzweiligen Verlauf mit auf den Punkt gebrachten Dialogen und kleineren Wendungen punkten. Durch die Reduzierung der potenziellen Verdächtigen können Kinder und Jugendliche gut miträtseln, sodass „Fünf Freunde und die Feuerquallen“ zu einem kurzweiligen Vergnügen wird.

VÖ: 13.September 2013
Label: Europa
Bestellnummer: 887254412328


Fünf Freunde – 102. und die goldene Maske des Pharao



Erster Eindruck: Kunstraub im Museum

Die Ferien verbringen die fünf Freunde dieses Mal in Torquay, um Onkel Quentin bei einer Tagung zu begleiten. Doch kaum in dem Ort angekommen, erfahren sie von dem Diebstahl eines wertvollen altägyptischen Ringes. Was hat Onkel Quentins Kollege mit der Sache zu tun, der sich die ganze Zeit so merkwürdig benimmt und auffällige Gespräche führt?

Julian, Dick, Anne und George, die sich plötzlich für ein Museum interessieren? Das ist tatsächlich ungewöhnlich und überrascht in der 102. Folge der Kult-Abenteuer-Serie „Die fünf Freunde“ nicht nur Onkel Quentin. Weiß man allerdings, dass dort der Diebstahl stattgefunden hat, ist das brennende Interesse nicht mehr ungewöhnlich. Zu Anfang geht es mit einer kleinen Einleitung los, wechselt dann aber recht schnell zum eigentlichen Fall über. Dieser wird getragen von den interessanten Nebenfiguren, vom Museumsdirektor über die freundliche Darstellerin der Miss Marple im Museum bis hin zum zwielichtigen Mr. Mohamadi – allesamt sind ausdrucksstark gestaltet und bringen Farbe mit in die Geschichte. Diese ist insgesamt auch gut erzählt und hat einen recht hohen Unterhaltungswert, auch wenn die häufige Beschattung des verdächtigen Ägypters vielleicht etwas zu viel Raum einnehmen. Ein klares Highlight ist dann der nächtliche Besuch im Museum, der sehr spannend, aufregend und unheimlich geworden ist. Doch auch die Auflösung kann überzeugen, sie wird gut dargestellt und offenbart auch die Motive des Täters auf angemessene Weise. Mir hat diese Folge der Fünf Freunde mal wieder sehr gut gefallen, hier passt alles gut zusammen und verknüpft die einzelnen Teile gut miteinander.

Nicolas König spricht die Rolle des Mr. Mohamadi und kann die zwiespältige Rolle dabei gut erfassen. Zwar wirkt er vordergründig sehr freundlich und sympathisch, ihm haftet aber immer etwas Unheimliches an. Die wunderbare Regina Lemnitz ist in einer kleinen Rolle als Darstellerin der Miss Marple zu hören, ihre kratzige Stimme passt auch hier wunderbar in die Handlung, sie kann viele Facetten zeigen. Mr. Stringer wird von Henry König gesprochen, auch er erhält durch das gekonnte Spiel eine einzigartige Ausstrahlung. Weitere Sprecher sind Michael Grimm, Dietrich Adam und Christian Rudolph.

Seit mehreren Jahrzehnten (eine Aussage, die man sich auf der Zunge zergehen lassen sollte) produziert Heikedine Körting diese Serie, sodass der Machart immer eine ähnliche ist. Längst hat sich ein eigener Stil herauskristallisiert, der auf organisch wirkenden, handgemachten Geräuschen und Musik aus dem umfangreichen Europa-Archiv basiert. Dennoch gibt es auch hier wieder Abwechslung in Form einiger Stücke, die noch nicht allzu oft eingesetzt wurden und recht frisch wirken.

Eine ägyptische Grabkammer wurde als Kulisse für das Cover ausgewählt, dass in erdigen Braun- und Orangetönen erstrahlt. Die fünf Freunde – wie immer in ihrer quietschbunten Kleidung – erkunden den Raum aufmerksam, was ein typisches Cover für die Serie darstellt. Bei der restlichen Aufmachung hat es keine Änderung gegeben, die Gestaltung ist sehr übersichtlich, im Inneren gibt es eine Übersicht über die bisher erschienenen Folgen.

Fazit: Eine gut erzählte Folge der Serie, die mit einigen spannenden Szenen wie der Nacht im Museum punktet und mit dem ägyptischen Thema einen gelungenen Aufhänger hat.

VÖ: 7.Juni 2013
Label: Europa
Bestellnummer: 887254412229


Fünf Freunde – 101. und der vergessene Schatz



Erster Eindruck: Pilze suchen und Schätze finden

Endlich hat der Regen in Quirrin nachgelassen, und deshalb wollen die fünf Freunde so schnell wie möglich auf eine geheime Lichtung im Wald, in der viele Steinpilze wachsen. Doch auf dem Weg dorthin begegnet ihnen ein recht unfreundliches Ehepaar, das ebenfalls nach Pilzen sucht, den Freuden aber dich eher suspekt ist. Doch es soll nicht lange dauern, bis sich alle durch Zufall wiedersehen…

Gerade erst haben die „Fünf Freunde“ das einhundertste Jubiläum gefeiert, mittlerweile haben sie etliche Jahre und unzählige Urlaube hinter sich, ihr 101. Abenteuer trägt den Titel „und der vergessene Schatz“. Die anfängliche Szene hat noch nicht viel mit dem Fall zu tun, ein verregneter Nachmittag im Haus und eine witzige Prognose von Onkel Quentin transportieren aber eine lockere und angenehme Atmosphäre. Und auch bei dem Ausflug in den Wald kommt die Geschichte nur langsam in Fahrt, neben ein paar kleinen Verdachtsmomenten, die aber eher auf Unsympathie beruhen, gibt es vorerst nicht viel zu berichten, doch auch hier wird kurzweilig und launig erzählt. Im weiteren Verlauf zieht die Handlung zwar an, doch schnell ist klar, wer die Täter sind und was ihr Motiv ist – die Spannung wird aus den abenteuerlichen Momenten bezogen, die die Hauptfiguren bis zum Ende durchleben. Das kann man gut hören und macht auch Spaß, ist aber eben von einer Knallerfolge doch deutlich entfernt. Hinzu kommen, dass einige Zufälle doch ziemlich konstruiert wirken, eine organische Wirkung wird dadurch nicht gerade erzeugt. Trotzdem insgesamt eine gelungene Folge, der es an wirklichen Highlights fehlt.

Maud Ackermann ist hier mal wieder als Tante Fanny zu hören und macht ihre Sache richtig gut, klingt herzlich, aber auch bestimmend und durchsetzungsfähig. Karin Lieneweg spricht die gutmütige Pensionsbesitzerin Mrs. Whitaker, sie kann die alte Dame sehr sympathisch wirken lassen. Gut gefallen hat mir das Duo aus Erkki Hopf und Birte Kretschmer, die als merkwürdiges Ehepaar Jonathan und Valerie Brewster gut zusammenarbeiten. Weitere Sprecher sind Achim Schülke, Monika John und Gordon Piedesack.

Gelungen ist das Zusammenspiel von Musik und Geräuschen, das die einzelnen Szenen gut ausstattet und besonders in den Szenenwechseln für weichere Übergänge sorgen kann. Doch auch als Stilmittel zur Spannungssteigerung werden modern klingende Melodien eingesetzt. Die Geräusche fügen sich gut in die Dialoge ein und verleihen ihnen mehr Lebendigkeit.

Die Covergestaltung der Serie mit dem Landkartenähnlichen Rand ist auch hier wieder ein Hingucker, das Titelmotiv fällt insbesondere wieder wegen seiner eigenwilligen Farbgebung auf. Während der Hintergrund, ein Waldstück, in gedeckten und eher dunklen Farben gehalten ist, leuchten die fünf Freunde und der knallblaue Lieferwagen in bunten Tönen.

Fazit: Kurzweilig erzählt und unterhaltsam, aber der Spannungsbogen wirkt gedämpft. Eine solide Folge, aber eben nicht herausragend.

VÖ: 12.April 2013
Label: Europa
Bestellnummer: 887254412120


Fünf Freunde – 99. und der seltsame Leuchtturm



Erster Eindruck: Ein Seesturm und seine Folgen

Ein lustiger Segelausflug wird für die fünf Freunde schnell zur Katastrophe, als ein schwerer Sturm aufzieht. Mit letzter Not können die drei sich auf eine felsige Insel retten, von der aus ein Leuchtturm sein Licht in die Nacht gesandt hat. Dort merken sie schnell, dass nicht alles mit rechten Dingen zugehen kann, und auch das Gebäude selbst erregt bald ihre Aufmerksamkeit...

Knapp vor dem großen Jubiläum – der 100. Folge der Serie – präsentieren die fünf Freunde in Nummer 99 „und der seltsame Leuchtturm“ eine schon fast klassisch anmutende Geschichte. Schon schnell zu Anfang geht es hier zur Sache, die erste Szene mit dem aufkommenden, heftigen Sturm ist ein guter Start in die Folge und ist spannend umgesetzt, wirkt aber auch recht konstruiert und aufgesetzt. Im Folgenden handeln die fünf Freunde nicht immer ganz sinnvoll – während sie schon in der ersten Nacht sehr misstrauisch gegenüber den Fremden auf der Insel sind, tappen sie am nächsten Tag schon unversehens in eine Falle, die für den Hörer ziemlich offensichtlich erscheint. Auch dass zwei von ihnen recht lange in einem Verlies verbringen und einen Ausweg suchen, später aber eine plötzliche Eingebung haben, trägt nicht gerade zur Glaubwürdigkeit bei. Dabei ist der Grundgedanke der Folge kein schlechter, und ab und ab kommt tatsächlich so etwas wie die Stimmung der alten Folgen auf – die Erforschung eines unbekannten Gebäudes und die Beschränkung auf dieses Thema war damals recht zentral. Doch leider lässt die Spannung immer wieder nach, zudem gibt es immer wieder die unpassenden Handlungsweisen der Charaktere. So wird der gute Ansatz leider schnell zunichte gemacht, sodass eine eher schwache Folge entstanden ist.

Theresa Underberg spricht schon seit etlichen Folgen die Rolle der Anne, das ängstliche Mädchen passt gut zu ihrer Stimme. Allerdings schafft auch sie es nicht, ihre sprunghaften und unglaubwürdigen klar darzustellen. Eckart Dux spricht den grantigen Leuchtturmwärter Mr. Winslet und setzt seine kantige Stimme dabei sehr pointiert ein, wodurch einige gute Szenen entstehen. Leonhard und Holger Mahlich geben als Henry und Bill ein gutes Gespann ab und spielen sich immer wieder die Bälle in die Hand. Natürlich dürfen auch Ivo Möller, Jannik Endemann und Theresa Underberg nicht fehlen.

Musik und Geräusche sind in gewohnter Manier eingesetzt und setzen somit insgesamt die Geschichte gut um. Die eingesetzten Melodien können dabei die jeweiligen Stimmungen gut wiedergeben, allerdings gibt es hier manchmal starke Stimmungsbrüche, die nicht so recht passen wollen. Zudem gibt es wieder nur die paar verschiedenen bekannten Arten von Timmy zu Bellen, was auf Dauer etwas eintönig wirkt.

Die erste Szene, in der die fünf Freunde in Seenot geraten, ist hier auf dem Cover zu sehen. Während Julian, Dick, Anne und George wieder mit ihren bunten Klamotten auffallen, ist der Hintergrund eher stimmungsvoll düster gehalten und zeigt den stürmischen Wolkenhimmel und die Leuchtturminsel in atmosphärischen Farben. Dazu passend wieder die gelungene Rahmengestaltung und der schlichte Schriftzug.

Fazit: Zwar gefällt, dass die Geschichte nicht so aufgebauscht ist und sich auf die Erforschung des Leuchtturms konzentriert, aber Logikfehler und immer wieder abfallende Spannung lassen diese Folge eher schwach wirken.

VÖ: 23.November 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 886972309927


Fünf Freunde - 98. und die Legende der Zwillingseiche



Erster Eindruck: Großes Geheimnis im kleinen Dorf

Twin Oaks, eine beschauliche Stadt, steht kurz vor dem 200. Jubiläum ihrer Gründung. Auch die fünf Freunde wollen sich dies nicht entgehen lassen, doch Timmy wird von einem Auto angefahren. Beim Tierarzt erzählt ihnen die alte Aline davon, dass die Eiche gefällt werden soll, weil sie angeblich von gefährlichen Pilzen befallen wurde. Doch die fünf Freunde wittern einen neuen Fall…

Wiederholungen lassen sich bei fast 100 Folgen einer Hörspielserie kaum ausschließen, auch bei den Fünf Freunden ist dies immer wieder der Fall. Und so wird sich der eine oder andere Fan an eine Szene erinnern, in der Timmy angefahren wird. und genau dies ist auch die Ausgangssituation für die 98.Folge „Fünf Freunde und die Legende der Zwillingseiche“. Es ist eine launige Folge geworden, die mit einem gut durchdachten und nicht allzu übertrieben Kriminalfall punkten kann. Zuerst tappt man als Hörer noch ziemlich im Dunkeln und kann kaum abschätzen, was denn nun der Kern der Folge sein könnte. Nur langsam kommt es zur Aufklärung, und auch hier wird eher aus Realismus gesetzt. Trotzdem kommen einige spannende Sequenzen auf. Besonders gut sind hier die Nebencharaktere gelungen, die alte Aline bringt ein sehr gelungenes Element in die Handlung mit ein. Durch den recht flüssigen Verlauf der Handlung ist eine Folge entstanden, die sehr gut unterhalten kann.

Die alte Melinda wird von der wunderbaren Luise Lunow gesprochen, die die Verschrobenheit, aber auch den starken Willen der alten Frau bestens umsetzen kann. Erzähler Lutz Mackensy bringt mit seiner sonnigen Art in seinem Passagen viel gute Laune mit ein, kann aber auch die Spannung steigern. Ivo Möller ist als Julian mal wieder sehr gut drauf und kann den Jungen mit Pfiff darstellen. Natürlich sind auch Jannik Endemann, Theresa Underberg und Alexandra Garcia mit dabei.

Die Musik wurde hier passend zur Geschichte ausgewählt und kann die Grundstimmung der Folge aufgreifen. Die steigende Spannung, die in dieser Folge aufkommt, wird auch in der Auswahl der Melodien ausgedrückt. Viele Geräusche lassen die Szenen lebendiger und ausdrucksstärker wirken.

Dieses mal sind die Farben auf dem Cover wesentlich heller und freundlicher als in vielen anderen Folgen, sodass auch die quietschbunten Klamotten der fünf Freunde nicht weiter auffallen. Auf dem Motiv untersuchen die fünf Freunde die Pilze auf der Zwillingseiche, was wieder gut mit den Landkartenkoordinaten des Coverdesigns harmoniert.

Fazit: Eine Folge der Fünf Freunde, die mir wegen des flüssigen Verlaufs und den sehr gelungenen Nebencharakteren gut gefallen hat.

VÖ: 14.September 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 886972309828


Fünf Freunde – 97. auf der Spur der Silberdiebe



Erster Eindruck: Warum die fünf Freunde plötzlich im Hotel leben

Da die fünf Freunde überraschend doch nicht bei ihrer Tante verbringen können, werden sie kurzerhand in ein Hotel im kleinen Ort Herney Bay einquartiert. Doch schon in der ersten Nacht beunruhigen merkwürdige Geräusche die ängstliche Anne, ein Erkundungsrundgang von George bleibt allerdings ergebnislos. Aber am nächsten Tag fehlt wertvolles Besteck des Hotels, und die fünf Freunde stehen plötzlich unter Verdacht...

Das die diversen pfiffigen Juniordetektive immer neue Abenteuer erleben müssen, ist klar, schließlich will man seiner Hörerschaft etwas bieten. Doch wie sollen sie in die neuen Situationen stolpern und schließlich auch die Gastakteure kennenlernen? Da gibt es schon die eine oder andere merkwürdige Situation – in der 97. Folge des Klassikers „Fünf Freunde“ beispielsweise sollen die Protagonisten bei Onkel und Tante unterkommen, die jedoch plötzlich und unerwartet so krank wird, natürlich ansteckend, dass sie keine Gäste beherbergen können und Julian, Dick, Anne, George und Timmy in einem Hotel untergebracht werden und von ihren Verwandten auch nicht mehr viel zu sehen bekommen. Trotz dieses konstruierten und unglaubwürdigen Starts entwickelt sich eine recht gute Folge der Serie, die den typischen Flair der fünf Freunde beinhaltet und eine unterhaltsame Handlung präsentiert. Hinzu kommt, dass anfangs mal nicht gleich der Täter durch einen offensichtlichen Hinweis quasi präsentiert wird und sich zumindest die jüngeren Hörer oder ungeübte Krimihörer eine Weile mit Rätseln beschäftigen können. Gut gefällt, dass Die Juniordetektive hier selbst unter Verdacht stehen und dieses von sich abwenden müssen, was der Sache zusätzliche Brisanz verleiht. Auch die Auflösung präsentiert sich launig, sodass hier alles gut zusammenpasst.

Sven Dahlem ist hier als Mr. Miller zu hören, er hat eine angenehme Stimme und kann den Charakter seiner Figur gut darstellen und bleibt stets glaubhaft. Tilo Schmitz ist als Mr. Chintzy zu hören, sein unverwechselbarer Klang passt gut in diese Folge. Tim Kreuer macht sich momentan einen Namen als Spreche für junge und eher unsympathische Rollen, auch den Dusty kann er hier gut präsentieren. Aaron Ullmer, Wanda Osten und Julia Hummer sind ebenfalls zu hören.

Obwohl auf der Musik hier kein größerer Fokus liegt, passt hier alles ganz gut zusammen. Die ausgewählten Melodien passen gut zu den jeweiligen Szenen und können diese trotz der kurzen Laufzeit in ihrer Wirkung ganz gut unterstützen. Zahlreicher sind da schon die Geräusche, die insgesamt auch einen positiven Eindruck hinterlassen.

Anne, George, Julian und Dick sind wie immer in farbenfrohen Kleidern zu sehen und stechen schon wegen der kräftigen Farben auf dem Cover heraus. Das maritime Ambiente ist dabei hübsch arrangiert, und auch Timmy hat seinen festen Platz und schaut wie seine menschlichen Freunde durch ein altes Fenster.

Fazit: Trotz des etwas spröden Anfangs entwickelt sich hier eine unterhaltsame Geschichte, die gut zu den Hobbydetektiven passt.

VÖ: 8.Juni 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 886972309729


Fünf Freunde - 96. und das gefährliche Treibgut



Erster Eindruck: Gefahr für Kirrins Tierwelt

In Kirrin ist plötzlich jede Menge los, denn ein Kreuzfahrtschiff hat am kleinen Fischereihafen geankert, die Touristen durchströmen die kleine Stadt. George geht das schon gehörig auf die Nerven, aber als sie jede Menge Müll im Wasser entdecken, wird sie richtig sauer. Die fünf Freunde vermuten, dass die Passagiere ihren Müll achtlos über Bord werfen und sprechen erst einmal mit dem Kapitän...

Die Fünf Freunde, die Kultserie von Enid Blyton um vier abenteuerlustige Kinder und ihren treuen Hund, steuert scharf auf die 100-Folgen-Grenze zu – jedenfalls als Hörspielserie von Europa, die nach dem Tod der beliebten Autorin nichts von ihrer Beliebtheit verloren hat. Und in Folge 96. wird noch einmal gezeigt, warum das so ist. Die Geschichte platzt jetzt nicht unbedingt vor Spannung, kann aber dennoch eine unterhaltsame Handlung präsentieren, die einige aufregende Momente in sich birgt und mit einem flüssigen Verlauf punktet. Hier ist schon am Anfang ein kleiner Reizpunkt gesetzt, indem George aufgrund der vielen Touristen richtig schlechte Laune hat, was man eigentlich nicht gewohnt ist. Und dann geht auch schon mit der eigentlichen Geschichte los, wenn sich diese anfangs auch langsam aufbaut und erst am Ende richtig Tempo macht. Die Gespräche mit dem Kapitän, weitere Entdeckungen, die das Müllproblem verstärken und schließlich eine gefährliche Entdeckertour über das Kreuzfahrtschiff. Die Auflösung des Ganzen ist dann vielleicht nicht sonderlich originell und wirkt etwas konstruiert, ist aber unterhaltsam und kurzweilig geraten. Positiv kommt hier der Umweltschutz-Gedanke zum tragen, nicht mit erhobenen Zeigefinger, sondern mit ganz anschaulichen Begebenheiten. Vielleicht nicht das Glanzstück der Serie, aber eine gelungene Episode.

Michael Bideller ist als Kapitän zu hören und wirkt in dieser Rolle sehr sympathisch und glaubwürdig. Mit fester und freundlicher Stimme macht er in den wenigen Szenen, in denen er auftritt, einen sehr guten Eindruck. Robert Missler spricht den Smutje Sam, stellt ihn leicht trottelig hin und sorgt dabei auch für einige Lacher. Wie immer sehr gut macht Alexandra Garcia ihre Sache, George bekommt so einen sehr nachdrücklichen Touch. Weitere Sprecher sind Christian Rudolf, Horst Stark und Timo Sünnemann.

Die Musik ist stimmig eingebaut, fällt aber nicht sonderlich aus dem Rahmen. Die ausgewählten Melodien passen zu der jeweiligen Stimmung, setzen aber keine eigenen Akzente. In Sachen Geräusche beweist Europa wieder einmal das Gespür für das richtige Maß, sowohl was Häufigkeit als auch Lautstärke betrifft. Nur Hund Timmy könnte ab und an einen neuen Sound vertragen.

Die malerische Landschaft des fiktiven Kirrins wird auf dem Cover gut in Szene gesetzt, das Meer mit den felsigen Inseln sind hübsch anzusehen. Im Vordergrund die Fünf Freunde in Rückansicht – wie immer in knallig bunten Shirts – sowie ein Schwarm Möwen. Nur das Kreuzfahrtschiff hätte man noch einbauen können, gerade damit jüngere Zuhörer sich gleich einen Eindruck machen können.

Fazit: Kurzweilig, gut gewähltes Thema, flüssiger Verlauf. Auch Folge 96 der Serie kann sich hören lassen.

VÖ: 13.April 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 886972309620


Fünf Freunde – 95. in der Höhle des Urmenschen



Erster Eindruck: Forschende Fünf Freunde

Die Fünf Freunde machen einen Ausflug zu Kreidefelsen, in denen versteinerte Pflanzen und Tiere aus der Steinzeit zu finden sind. Doch nach einiger Zeit machen Julian, Dick, Anne und George eine viel fantastischere Entdeckung: Sie sehen einen Urmenschen, der in den dortigen Höhlen zu hausen scheint. Da ihnen keiner Glauben schenkt, machen sie sich selbst an die Erforschung...

Immer wieder treffen die Fünf Freunde auf außergewöhnliche Erscheinungen, die sich im Laufe der Zeit auf natürliche Weise erklären lassen, meist in Verknüpfung mit einem Verbrechen. Und so ist es auch in der 95. Folge von Anfang an klar, dass hier nicht wirklich ein Urmensch sein Unwesen treibt. Trotzdem ist der Fall rätselhaft und durchaus auch spannend, denn was denn hinter dem Wesen steckt bleibt lange unklar, auch offensichtliche Fährten werden nicht gestreut. Einige spannende Szenen sind immer wieder eingestreut und halten das Interesse wach, das Finale ist gut erzählt und macht dem Zuhörer Spaß. Nur leider dauert es einfach zu lang, bis die Folge richtig in Gang kommt. Der Urmensch taucht erst recht spät auf, davor ist die Folge ein nettes Erzählwerk, aber ohne wirkliche Spannung oder Anreize, die eine solche Folge interessant machen. So macht „in der Höhle des Urmenschen“ einen recht trägen Eindruck, wobei die Grundidee eigentlich recht gelungen ist.

Hier sei noch einmal ausdrücklich die positive Leistung der vier Hauptsprecher hervorgehoben, die wunderbar zusammen passen. Alexandra Garcia klingt als George sehr kämpferisch und mutig, kann aber auch immer die gefühlvolle und gerechtigkeitsliebende Seite zeigen. Ivo Müller kann als Julian ebenso überzeugen und fügt der Folge jede Menge Leben hinzu. Auch Erzähler Lutz Mackensy ist mit seiner sonnigen Stimme und der freundlichen Art eine hervorragende Wahl. Gastsprecher in dieser Folge sind unter anderem Martin May, Gabriele Libbach und Joachim Kappl.

Solide wie immer ist die akustische Gestaltung dieser Folge gelungen, die sich immer am gleichen Schema orientiert. So werden während der Szenen zahlreiche Geräusche eingesetzt, die die Dialoge lebendiger wirken lassen, während die Szenenwechsel mit Melodien aus dem umfangreichen Archiv von Europa gespickt sind, die zwar oft schon bekannt sind, aber gut zu der jeweiligen Stimmung passen.

Hübsch ist erneut die Gestaltung des Covers geworden, das die fünf Freunde bei der Erkundigung der urzeitlichen Höhle zeigt. Wieder stechen sie mit bunten Farben hervor, während der Hintergrund in gedeckten Braun- und Grautönen gehalten ist. Auch der Urmensch ist zu sehen,wirkt aber seltsam fehl am Platz. Die übrige Gestaltung ist bereits bekannt und eher sparsam gehalten.

Fazit: Es dauert einfach ein wenig zu lang, bis die Folge richtig in Fahrt kommt, nach dem langen Intro aber gut erzählt ist.

VÖ: 10.Februar 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 886972309521


Fünf Freunde – 94. und die Sturmflut



Erster Eindruck: Es wird nass in Kirrin...

Gerade sind die Fünf Freunde in den Ferien in Kirrin angekommen, droht eine große Sturmflut. Statt tatenlos herum zu sitzen, beschließen Julian, Dick, Anne und George zu helfen und stapeln Sandsäcke auf. Doch als der Bauer Green eine wertvolle Standuhr vermisst, ist das erst der Anfang eines neuen Falls für die Hobbydetektive...

Eine lange Laufzeit ist den “Fünf Freunden“ nicht abzusprechen, mit großen Schritten geht es auf die 100. Folge zu. Da ist es nicht verwunderlich, dass sich bei der ursprünglich von Enid Blyton erdachten Serie Wiederholungen und ähnliche Motive einschleichen – umso erfreulicher, dass die 94. Folge mit einem anderen Ansatz anfängt, die Sturmflut und ihre Folgen ziehen sich durch die gesamte Folge, bieten aber vorerst einen spannenden Anfang. Die Dramatik der Naturkatastrophe wird dabei gut dargestellt und überträgt sich recht intensiv auf den Hörer, auch nach der überstandenen Sturmflut ist der heftige Regen immer wieder Thema. Vor dieser Kulisse platziert sich ein kleiner Kriminalfall, der zwar rätselhaft ist, aber nicht übertrieben aufgebauscht wird. Der Verlauf ist flüssig und kurzweilig, langatmige Passagen tauchen hier nicht auf. Eine solide und unterhaltsame Folge nicht mehr und nicht weniger.

Bauer Green, dem hier einige wertvolle Sachen abhanden gekommen sind, wird von Werner Cartano gesprochen. Seine Stimme passt gut zu dem alten Mann, der so glaubhaft dargestellt wird. Oliver Rohrbeck ist in einer Gastrolle als Mr. Sottleby zu hören, verstellt seine markante Stimme aber etwas zu stark und kann daher keinen wirklich guten Auftritt hinlegen. Lutz Herkenrath macht aber als Jim alles richtig und ergänzt sich gut mit Christian Rudloff als Joe. Weitere Sprecher sind unter anderem Andreas von der Meden, Kai-Henrik Möller und Karin Lieneweg,

Dass Timmy, der Hund hier immer gleich klingt und nur eine begrenze Anzahl an lauten von sich gibt, ist ein wenig zum Kult in dieser Serie geworden, sein Bellen kommt einem so immer sehr bekannt vor. Die Musik wurde hier wieder sehr passend ausgewählt, sie kann die Stimmung der jeweiligen Szene größtenteils gut wiedergeben, und auch an den Geräuschen gibt es wenig Kritikpunkte.

Sehr gelungen finde ich die Gestaltung des Covers, die ebenfalls das Sturmflut-Thema aufgreift und in entsprechend dunklen Farben dargestellt ist. Ist gelbe Regenmäntel gehüllt sieht man die Fünf Freunde, wie sie sich bei der Verstärkung des Sandsack-Deiches beteiligen. Im Hintergrund sind weitere Helfer als Schatten dargestellt, die sich kaum von dem stürmischen Meer abheben.

Fazit: Solide Folge der Serie mit einem Thema das auch noch nicht ganz so abgegriffen. Grad die jüngern Hörer dürfte diese Folge gut gefallen, für die die schon länger dabei sind ist es recht vorhersehbar.

VÖ: 25.November 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886972309422


Fünf Freunde – 93. und das Geheimnis des Winterwaldes



Erster Eindruck: Tierschutz bei den Fünf Freunden

Kurz vor den Weihnachtsfeierlichkeiten treffen die Fünf Freunde auf Förster Sharewood, der für ein paar Tage zu seiner Familie fahren möchte. Julian, Dick, Anne und George bieten an, sich derweil um die Futterkrippe im Wald zu kümmern. Doch sie entdecken immer wieder Igel, die aus ihrem Winterschlaf aufgewacht sind. Ist es ein natürlicher Vorgang oder steckt mehr dahinter?

Es geht langsam auf den Winter zu, und erfahrungsgemäß spielen dann auch immer wieder die Folgen einiger Hörspielserien in der kalten Jahreszeit. Den „Fünf Freunde“ geht es da nicht anders, die 93. Folge spielt in den Tagen vor Weihnachten. Mir gefällt der Ansatz der aufgewachten Igel, was ja zunächst einmal offen lässt, ob ein Verbrechen oder eine natürliche Ursache zugrunde liegt. Erst im Laufe der Zeit kristallisiert sich der Hintergrund heraus, und dann können die Juniordetektive endlich ihre Ermittlungsarbeit beginnen. Doch auch hier läuft es nicht nach dem Schema F ab, sondern bietet Variationen zu anderen Folgen. So hält die Geschichte die ein oder andere Überraschung parat und ist recht abwechslungsreich. Dabei ist der Gedanke des Tierschutzes gut eingebettet, nicht nur bei der Rettung der Igel und dem Futtersammeln für die Waldtiere, sondern auch im Fall selbst. Auch die winterliche Stimmung kommt gut herüber und gibt der Geschichte einen glaubhaften Hintergrund. Eine gelungene, aber nicht sonderlich auffällige Folge der Serie, die mir gut gefallen hat.

Die Nebenrollen sind mit Harald Dietl, Peter Lontzek und Peter Weis gut besetzt, die drei machen ihre Sache richtig gut. Theresa Underberg ist wie immer als Anne zu hören, das etwas ängstliche Mädchen wird durch sie glaubhaft dargestellt. Alexandra Garcia kann die resolute George mit dem nötigen Druck in der Stimme sprechen. Auch die beiden Jungen der Fünf Freunde, Julian und Dick, werden von Ivo Müller und Jannik Endemann seit zahlreichen Folgen gesprochen, sodass sie sich mittlerweile richtig gut in die Rollen eingefunden haben.

Auch wenn hier wieder einige der eingesetzten Musikstücke bereits aus vorigen Produktionen bekannt sind, passen diese richtig gut in die Handlung und wirken frisch. Dabei werden die Stimmungen aus den einzelnen Szenen gut eingefangen und durch die Melodien ausgekleidet. Geräusche sind ebenso zahlreich wie gekonnt eingefügt.

Ein schönes und harmonisches Bild ist auf dem Cover zu sehen. Es zeigt die Fünf Freunde, natürlich inklusive Hund Timmy, die sich um die vielen aufgewachten Igel kümmern. Die verschneite Landschaft im Hintergrund verbreitet dabei jede Menge winterliche Stimmung. Die Aufmachung im Landkarten-Stil ist wieder ein hübscher Hingucker.

Fazit: Eine schöne Stimmung, ein ruhiger Verlauf, eine interessante Geschichte mit gelungenem Aufbau. Mal wieder eine tolle Folge der Fünf Freunde.

VÖ: 23.September 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886972309323


Fünf Freunde – 92. auf der Insel der Seeräuber



Erster Eindruck: Auf den zweiten Blick...

Es sollen einige wunderschöne Tage sein, die die fünf Freunde auf Malta verbringen. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft treffen sie auf eine Gruppe von Piraten, die recht mittelalterlich wirken. Als Julian, Dick, Anne und George die Insel der Seeräuber entdecken, ist mal wieder alles anders, als es auf den ersten Blick scheint...

Es gibt eine Auswahl von Themen, die in Hörspielen immer wieder sehr beliebt sind und die dementsprechend in den diversen Juniordetektiv-Hörspielen des öfteren behandelt werden. Seeräuber gehören dazu, und nachdem es die fünf Freunde vor einiger Zeit mit der modernen Variante in einer nicht romantisch verklärten Version zu tun bekommen haben, handelt die 92. Folge der beliebten Europa-Serie, die nach Motiven von Enid Blyton geschrieben wird, von deren klassischeren Vorbildern. Hier gefällt mir besonders, wie schnell mit der Einbindung des Falles begonnen wird, kurze Zeit nach dem Start gibt es die ersten Hinweise, man ist schnell völlig in der Geschichte verbunden und bekommt ein Gefühl dafür, wie sich die Handlung entwickeln könnte. Trotzdem gibt es hier auch immer wieder kleine Überraschungen im Verlauf, die so nicht erwartet wurden. Positiv ist auch, dass hier kein klassischer Krimi erzählt wird, der mit den typischen Ermittlungsarbeiten gegen die Verdächtigen aufwartet, sondern die Geschichte hier anders gestrickt ist. Das kann dann auch über einige Längen im Mittelteil hinwegtrösten, in denen die Handlung etwas zu stagnieren scheint. „Fünf Freunde auf der Insel der Seeräuber“ hat mir insgesamt gut gefallen und ergänzt die Serie um eine weitere spannende Folge.

Sowohl die Stammbesetzung als auch die Gastsprecher passen hier äußerst gut zusammen und ergänzen sich. So kann Ursula Sieg als Tante Fanny in ihren Szenen wieder einen wunderbar mütterlichen Eindruck hinterlassen, bei dem man sich direkt wohl fühlt. Volker Hanisch hat als Mr. Hopkins eine wichtig Nebenrolle inne und kann den Mann mit einigen speziellen Eigenschaften und einer glaubhaften Sprechweise versehen. Jürgen Holdorfs einprägsame Stimme kann er auch in der Rolle des Joseph Blooney gut zur Geltung bringen. Weitere Sprecher sind Frank Meyer-Brockmann, Holger Umbreit und Stephan Gabriel.

Wie immer ist die akustische Gestaltung des Hörspiels abwechslungsreich gelungen. So können zahlreiche Melodien, die teilweise schon aus anderen Produktionen bekannt sind, verschiedene Stimmungen schaffen, die immer gut an die jeweilige Situation in der Handlung angepasst sind. Auch Geräusche werden zahlreich und passend verwendet.

Das Coverbild ist dieses mal ausgesprochen hübsch anzusehen. Das liegt insbesondere an der wunderbaren maltesischen Landschaft, die in dem leicht verwaschenen Stil der Serie besonders gut zur Geltung kommt. Als Motiv sind wie immer die fünf Freunde zu sehen, die dieses mal den Kampf zweier Seeräuber in mittelalterlichen Kostümen beobachten.

Fazit: Eine gut erzählte Folge der Serie, die mit ihren kleinen Wendungen und der schönen Atmosphäre überzeugen kann.

VÖ: 10. Juni 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886972309224


Fünf Freunde – 91. und der Schatz aus dem U-Boot



Erster Eindruck: Besuch im Museum

Als die fünf Freunde ihren alten Bekannten, den Hafenmeister Higgins, begegnen, erfahren sie von einem neuen Hafenmuseum und sind sofort begeistert. Tatsächlich sind dort viele interessante Dinge zu betrachten, doch einige merkwürdige Ereignisse führen Julian, Dick, Anne und George auf die Spur eines Verbrechens...

Mit großen Schritten steuert die Serie „Fünf Freunde“, die ursprünglich von der berühmten Autorin Enid Blyton erdacht wurde, auf das große Jubiläum zu, bereits 91. Folgen sind nun schon seit der ersten Folge in den 80er-Jahren erschienen. Wie eigentlich fast immer stoßen auch hier die vier Hauptpersonen und natürlich ihr Hund Timmy zufällig auf eine heiße Spur, die sie mit Hartnäckigkeit und Wagemut verfolgen. Meist baut dies auf einem ganz besonderen Thema auf – hier fällt dieser Aspekt allerdings weg, das Setting der Geschichte geht von einer eher alltäglichen Situation aus. Die Erzählweise der letzten Folgen ähnelt sich stark, meist wird das selbe Grundgerüst verwendet – auch hier steigert sich die Geschichte immer mehr, und durch die Ermittlungen der fünf Freunde kommen immer neue Aspekte zum Gesamtbild hinzu. Trotzdem kann diese Folge gut unterhalten, sei es wegen der interessant dargestellten Charakteren oder der durchdachten Geschichte. Die Stimmung hält durchgehend etwas Spannung bereit, ist aber durch die Fröhlichkeit der Serie geprägt, sodass auch Kinder nicht überfordert werden. Eine insgesamt gelungene und durchgängig solide Folge, die nur ein wenig dynamischer sein könnte.

Wolfgang Hartmann ist hier als Käptn Higgins zu hören, der die raubeinige Art des Hafenmeisters perfekt inszenieren kann und dabei nie vergisst, viel Sympathisches in seiner Stimme mitschwingen zu lassen. Tina Eschmann spricht Beverly Huong Ho, die eine wichtige Rolle in der Folge einnimmt und diese professionell und glaubwürdig gestaltet. Die wunderbare Ursula Sieg ist wie immer als Tante Fanny zu hören, ihre liebevolle Stimme passt wunderbar in die Serie. Kleine Gastrollen als Touristen haben Andreas Fröhlich, Oliver Rohrbeck und Jens Wawrczek.

Solide produziert ist die akustische Umsetzung der Folge. Aus dem sehr umfangreichen Archiv von Europa stammt die Musik, die sich hier stimmig in die Geschichte einfügt, aber nie wirklich in den Vordergrund gestellt wird. Bei den Geräuschen wird auch hier viel Wert auf Authentizität gelegt, hier passt alles sehr gut zusammen und unterstützt die Handlung.

Das Coverbild ist mal wieder sehr gut gelungen, der ansprechende Zeichenstil passt einfach gut zu der Serie. Zu sehen sind die fünf Freunde, die in einer von Sturm umtosten Nacht am Hafen stehen. Auch das U-Boot hat seinen Platz gefunden, wird aber wesentlich düsterer dargestellt. Auch die restliche Aufmachung orientiert sich an Motiv und Farben, sodass alles passend wirkt.

Fazit: Eine solide Folge mit typischem Aufbau und gut erzählter Geschichte, der lediglich ein wenig Pepp fehlt.

VÖ: 8. April 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886972309125


Fünf Freunde – 90. retten die Honigbienen



Erster Eindruck: Die Königin ist krank - es lebe die Königin!

Auch in Pfingstferien sind Julian, Dick, Anne und George zusammen und verbringen diese bei Dicks Onkel. Doch der hat momentan große Sorgen: Seine Bienenfarm droht aufgrund einer merkwürdigen Krankheit der Königin große Gefahr, auch die Ernst des Honigs in diesem Jahr ist fraglich. Natürlich wollen die Fünf Freunde helfen und suchen nach einem Gegenmittel...

Verschiedenste Themengebiete wurden bisher bei Juniordetektivhörspielen abgedeckt, doch was der 90. Folge der „Fünf Freunde“ zugrunde liegt, ist schon eine kleine Kuriosität: Honigbienen! Klingt beim ersten mal vielleicht etwas merkwürdig, allerdings wurde eine durchaus interessante Geschichte darum entwickelt, die wunderbar in das Konzept der Serie passt. Und auch der Aufbau dieser Folge ist innerhalb der Serie klassisch zu nennen: Ein neuer Freund in Not, dem die fünf Freunde helfen wollen und erst einmal recht unbedarft an die Sache heran gehen, aber im Laufe der Zeit merken, dass doch mehr als anfangs gedacht hinter der Sache steckt. Leider ist das dem Hörer schon wesentlich früher klar - da er nicht nur den normalen Aufbau einer Folge schon kennt, sondern ansonsten auch zu wenig Substanz hinter dem ganzen stecken würde. Ein wirklicher Überraschungseffekt kann also nicht eintreten, aber immerhin ist die Erzählweise wieder recht kurzweilig und interessant gelungen, die Geschichte nicht unnötig in die Länge gezogen sondern in angemessenem Tempo erzählt. So kommt dann doch eine insgesamt recht gelungene Folge heraus, die zwar nicht zu den stärksten innerhalb der ganzen Serie gehört, aber immer noch solide und gut produziert ist.

Berny, der Onkel von Dick, wird von Aaron Kaulbarsch gesprochen. Seine Stimme passt sehr gut in die Stimmung der Serie und kann mit seinem freundlichen Ton für gute Laune sorgen. Holger Löwenberg spricht Mr. Buckfast und übernimmt dabei als klassischer Verdächtiger eine nicht ganz so sympathische, sondern eher geheimnisvolle Stimmfärbung an. Lutz Mackensy sorgt wieder in seinen Erzähltexten mit seinem sonnigen Gemüt und der einfühlsamen Kommentierung der Geschichte für eine gekonnte Führung durch die Handlung. Weitere Sprecher sind unter anderem Jürgen Thormann, Eberhard Haar und Katja Brügger.

In letzter Zeit hat sich die akustische Gestaltung der Serie kaum verändert – und das ist gut so, denn die Stimmung der Geschichten ist immer äußerst angenehm anzuhören. Die eingesetzten Musikstücke zur Abgrenzung der einzelnen Szenen passen recht gut zur Handlung und unterstützen die jeweilige Atmosphäre, während die Geräusche insgesamt gut eingefügt wurden.

Natürlich ist das Thema der Folge auch auf dem Cover aufgegriffen, und so sieht man zwei der vier Freunde in der typischen Imker-Schutzkleidung, während die beiden anderen mit Timmy spielen. Der schöne Naturhintergrund harmoniert sehr gut mit dem Look der Serie. Im Inneren herrscht wieder die übliche Schlichtheit, zusätzliche Infos finden sich leider nicht wieder.

Fazit: Eine Folge, die keine großen Überraschungen für den Hörer bereit hält, aber mit einem unterhaltsamen Verlauf für Kurzweil sorgt.

VÖ: 11. Februar 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 88697230902


Fünf Freunde – 89. und das Familienwappen

Erster Eindruck: Entführung am Strand

Die Ferien haben begonnen, und natürlich verbringen die fünf Freunde sie gemeinsam in Kirrin. Dort begegnen sie einem Straßenmusikanten Bob und seinem Sohn Bill, der für ihn das Geld einsammelt. Sie laden Bill zu sich nach Hause ein, doch der Junge verhält sich äußerst merkwürdig. Und dann passiert es: Er und Dick werden von Unbekannten entführt...

 

Es scheint häufig Ferien zu geben in Großbritannien. Schon 89 Folgen der Kultserie „Fünf Freunde“ sind während der Ferien zusammengekommen, und immer noch sind Julian, Dick, Anne und George im frühen Teenageralter. Die neue Folge weicht ein wenig vom üblichen Schema ab – es geht vorrangig nicht darum, den Täter eines Verbrechens zu ermitteln, sondern das Geheimnis eines neuen Freundes aufzudecken. Was hinter dem merkwürdigen Verhalten von Bill steckt, wird erst nach und nach aufgedeckt, während er und Dick in den Händen der Entführer sind. Natürlich wird auch ein großer Teil der Folge darauf verwandt, wie die Rettung der beiden abläuft, was spannend geraten ist und im Stil einer klassischen Abenteuergeschichte abläuft. Doch Bills Geheimnis ist es, was der Folge das gewisse Etwas verleiht und über die Spielzeit das Interesse aufrecht erhält – zumal die Idee dahinter sehr gut gelungen ist und für eine kleine Überraschung sorgt. Eine Folge, die mir gut gefallen hat.

 

Lucas Sperber ist hier als Bill Gatwick zu hören und nimmt damit eine wichtige Nebenrolle ein. Mit seiner präzisen Aussprache und seinem glaubwürdigen Auftreten kann er einmal mehr überzeugen. Der Sprecher des Bob Linsdale ist Arndt Schmöle, der energisch und freundlich wirkt, insgesamt auch eine gute Leistung. Wunderbar ist wieder Lutz Mackensy als Erzähler, er wechselt mühelos zwischen freundlicher und spannungsgeladener Stimmung. Weitere Sprecher sind unter anderem Ernst H. Hilbich, Stephanie Kirchberger und Achim Schülke.

 

Solide produziert ist das Sounddesign dieser Folge, die Stimmung wird hier vor allem mit den passenden Geräuschen erzeugt, die glaubhaftes Ambiente schaffen und die Geschichte so gut unterstützen. Die Musik ist nett anzuhören und durchaus passend zu der jeweiligen Situation ausgewählt, auch wenn viele Melodien einem schon bekannt vorkommen.

 

Ein dunkles Burgverlies, eingestürzte Mauern, dicke Fesseln – der Eindruck von dem Cover könnte sehr düster und geheimnisvoll wirken, würden die fünf Freunde nicht derart farbenfroh und fröhlich auffallen und somit die Stimmung wieder zunichte machen. Die restliche Aufmachung ist – typisch für das Label – sehr schlicht und auf das Wesentliche beschränkt.



Fazit:

Die Rettung sorgt für Spannung, Bills Geheimnis für die Rätsel – eine kurzweilige und gelungene Folge der Serie.



VÖ:

26. November 2010


Label:

Europa


Bestellnummer:

886972308920


Fünf Freunde - 88. und das Gespenst von Canterbury

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Erster Eindruck: Trubel vor den Feierlichkeiten

In den Ferien besuchen die fünf Freunde ihre Bekannte Trixie in Canterbury. In dem dortigen Dom soll bald wieder das jährliche Fest stattfinden, auf dem die berühmte Geschichte des Gespenstes von Canterbury aufgeführt wird. In der Brauerei von Trixies Vater finden sie eine Spur zu einem gestohlenen wertvollen Gegenstand aus dem Dom...

In der 88. Folge der berühmten "Fünf Freunde"-Serie aus dem Hause Europa wird auf eine andere, ebenfalls bekannte Geschichte zurückgegriffen: Das Gespenst von Canterville wurde lediglich in den ähnlich klingenden Ort Canterbury verfrachtet. Dort wird die Geschichte jedes Jahr mit einem Fest gefeiert. Ein idealer Schauplatz für die Abenteuerserie, denn dunkle, verhüllte Gestalten treiben sich während dieser Zeit in den Gassen der kleinen Stadt herum und bieten so jede Menge gruseliger Atmosphäre. Gut genutzt auch die Brauerei, in der mehrere Szenen spielen, hier wird ganz nebenbei noch einiges Wissenswertes über die Bierproduktion vermittelt. Der Fall an sich ist an keiner Stelle so wirklich spannend geworden, dafür aber stimmungsvoll und kurzweilig. Zu sehr durchschaubar ist das Konstrukt, das den Folgen zu Grunde liegt, als dass man den geübten Hörer noch überraschen könnte. Trotzdem, das Verstecken, das Beobachten und Kombinieren ist gut aufgebaut und lässt keine Langeweile aufkommen. Der schöne Hintergrund des Festes lässt dann noch jede Menge Flair aufkommen und verzeihen, dass das Ende etwas merkwürdig formuliert ist. Insgesamt eine durchaus hörenswerte Folge.

Kaya Möller ist als Trixie zu hören und fügt sich gut in die bestehende Vierertruppe ein, indem sie ebenso spontan und fröhlich wirkt, aber auch eigene Charakterzüge entwickelt. Ihr Onkel Robert wird von Dietmar Mues gesprochen, seine herzliche und freundliche Art wirkt auch auf den Hörer sympathisch und passt wunderbar in die Geschichte. Der undfreundliche Assistent Christopher wird von Sascha Rotermund mit der nötigen Portion Grantigkeit ausgestattet. Weitere Sprecher sind Alexandra Doerk, Eckart Dux und Wanda Osten.

Akustisch ist die Folge wie immer gut produziert, keine großen Änderungen gilt es zu vermelden. Die Musik passt gut zu der Geschichte und verbreitet angenehme Stimmungen, sticht aber nicht sonderlich hervor. Gleiches gilt für die Geräusche, die in genügender Anzahl an den richtigen Stellen auftauchen, ohne von den Sprechern abzulenken.

Auf dem Cover zu sehen sind die fünf Freunde, die im alten Dom vermummte Gestalten in Mönchskutten beobachten. Die schöne Gestaltung des Säulengangs und die dunkle Farbgestaltung lassen das Cover geheimnisvoll wirken, was auch durch die drei Mönche unterstützt wird. Die fröhlich bunten Kleidungsstücke der Hauptpersonen mögen sich hier nicht so recht einfügen und stören die Stimmung.

Fazit: Viele stimmungsvolle und teilweise gruselige Szenen, ein kurzweiliger Verlauf, aber keine richtige Spannung. Eine unterhaltsame Folge.

VÖ: 17. September 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 886972308821


Fünf Freunde - 87. und das rätselhafte Sternbild



Erster Eindruck: Blick in die Sterne

Das Felsenhaus benötigt Onkel Quentin für sich, und so verbringen die fünf Freunde ihre Ferien dieses mal in Greenwich. In einer Sternwarte treffen sie auf Loreena, die soeben eine merkwürdige Sternkarte entdeckt hat. Warum ist dort der große Wagen falsch herum eingezeichnet? Eine spannende Schnitzeljagd beginnt...

An immer neue Schauplätze führt es wie durch Zufall Julian, Dick, Anne, George und Timmy den Hund, kurz gesagt: Die fünf Freunde. Ausgangspunkt der 87. Folge ist die Entdeckung der rätselhaften Sternkarte in der Warte. Was folgt ist ein Aufbau, der für die Serie typisch ist und die Spannung der Jagd auf den Schatz eines berühmten Wissenschaftlers zulässt. Häufiger tauchen neue Teilrätsel auf, die die Handlung interessant und vielseitig gestalten, aber auch die Frage nach den Gegenspielern der fünf Freunde steht eigentlich immer im Raum. Alles nichts wirklich Neues, gerade Kenner der Serie dürften schnell einige Motive wieder erkennen, und doch ist der Folge sein Unterhaltungswert kaum abzusprechen. Die Jagd ist kurzweilig und unterhaltsam, am Ende kommt richtige Spannung auf, und auch die Nebencharaktere sind dieses mal gut gelungen. Eine schöne Folge, die stellenweise sehr atmosphärisch geworden ist.

Anja Topf ist als Loreena zu hören und macht einen sehr fröhlichen und aufgeweckten Eindruck, ihre Betonung ist glaubwürdig. Julia Fölster spricht die Maxi, ihre angenehme Stimmfarbe und ihre gekonnte Sprechweise sorgen für einen guten Gesamteindruck. Auch Jürgen Holdorf kann als Mr. Lassell überzeugen. Weitere Sprecher sind unter anderem Volker Bogdan, Wolfgang Kaven und Rhea Harder.

Die Musik hat sich im Vergleich zu den letzten Folgen kaum verändert. Die eingespielten Melodien passen dieses mal recht gut zu der Handlung und unterstützen die angestrebte Stimmung. Die Geräusche sind auf dem typischen hohen Niveau der klassischen Europa-Produktionen und machen das Geschehen plastischer.

Auf dem Cover ist die erste Szene des Hörspiels zu sehen, als die fünf Freunde eine kalte Nacht auf der Felseninsel verbringen. So hat die schöne Zeichnung direkten Bezug zur Handlung. Der sternenklare Nachthimmel spielt dabei auf das Thema der Folge an. Und wieder überzeugt mich das neue Design, das wunderbar zur Serie passt.

Fazit: Eine dynamische Handlung mit einigen gelungenen Elementen. Nicht sonderlich innovativ, aber unterhaltsam.

VÖ: 11. Juni 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 886972308722


Fünf Freunde - 86. und die verbotenen Blüten



Erster Eindruck: Crepes und merkwürdige Pflanzen...

Endlich wieder Sommerferien bei Tante Fanny und Onkel Quentin. Doch für Anne, Dick, Julian und ihre Cousine George heißt das dieses mal Arbeit, denn eine Pflanzenausstellung findet in der Stadt statt. Und ihr Gast hat ziemlich merkwürdige Gewächse mit dabei. Die vier beginnen zu recherchieren...

Die in letzter Zeit von Europa wieder sehr gepflegte Enid Blyton-Serie "Fünf Freunde" geht mit "und die verbotenen Blüten" in die 86. Runde. Der typische Flair der Serie kommt schnell auf, schon zu Beginn ist die schöne Stimmung spürbar. Der Fall an sich ist wesentlich pfiffiger, als er auf den ersten Blick vermuten lässt. Denn der Hörer wird erst einmal auf eine gründlich falsche Fährte geschickt. Zugegebenermaßen habe auch ich anfangs gedacht, dass die Geschichte ziemlich flach und zudem schlecht erzählt ist. Als dann der Umschwung auf den eigentlichen Teil kam, musste ich erst einmal schmunzeln, weil auch ich darauf hereingefallen bin. Der zweite Teil sprüht zwar nicht unbedingt vor krativer Innovation, ist aber doch mit einer pfiffigen Auflösung bedacht worden. Auch die kleinen Elemente rund um den Fall sind angenehm und hörenswert. Der einfallsreiche Wechsel macht Nummer 86 der Serie für mich zu einer guten Folge.

An dieser Stelle noch einmal ein ausdrückliches Lob an Erzähler Lutz Mackensy, dessen sehr freundliche Stimme die Parts, die in anderen Serien schon einmal in die Länge gezogen sein können, sehr dynamisch wirken lässt. Auch Ursula Sieg kann als Tante Fanny mit einer warmen Aura und gekonnter Betonung überzeugen. Hörspiel-Urgestein Andreas von der Meden gestaltet auch die Rolle von Onkel Quentin wie immer sehr punktgenau. Weitere Sprecher sind unter anderem Achim Schülke, Celine Fontanges und Ingrid Andree.

Wie immer eher schlicht ist die akkustische Umsetzung der Serie. Die Geräusche sind sehr passend und glaubhaft, aber nicht sonderlich im Übermaße eingesetzt. Auch die Musik, die sich dieses mal etwas zurückhält, ist nicht gerade auffällig, aber in dieser Folge recht passend augewählt.

Ein wunderschönes Blütenmeer bildet den Hintergrund für das Covermotiv, das so sehr farbenfroh und fröhlich wirkt. Doch auch die fünf Freunde sind schön dargestellt, insbesondere Timmys gemütlicher Platz bei dem Gabelstapler gefällt mir sehr gut. Auch der restliche Gestaltung ist gelungen.

Fazit: Die interessante Wendung hat mich gut unterhalten, sodass der Fall insgesamt gut gelungen ist.

VÖ: 16. April 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 88697230862


Fünf Freunde - und der siamesische Königsdrache



Erster Eindruck: Jetzt bist DU dran!

Beverly Bulterton, eine recht aufdringliche Reporterin, will eine Reportage über Goerges Urgroßvater Kaptitän Kirrin schreiben. Sie bringt die fünf Freunde damit auf die Spur eines Schatzes, der im gesunkenen Schiffswrack vor der Felseninsel versteckt sein soll. Doch der Fall ist kniffelig und die fünf Freunde brauchen Hilfe - und zwar von dir!

Nach über 80 Folgen der erfolgreichen und langjährigen Abenteuerserie "Fünf Freunde" gibt es nun erstmals eine Sonderfolge. Und zwar eine recht interaktive. Das Ganze gestaltet sich folgendermaßen: Julian, Dick, Anne und George bitten schon zu Anfang den Hörer um seine Mithilfe in dem Fall und treten somit auch als Erzähler auf. Immer wieder geben sie Kommentare ab oder verweisen auf das mitgelieferte "Abenteuerhandbuch" (das Booklet), das einige Tipps bereit hält. Am Schluss müssen noch die letzten Indizien zusammengefügt werden, um den Täter zu entlarven - doch dies wird dem Hörer überlassen. Eine spannende Angelegenheit für Kinder, ein Beweis (oder Gegenbeweis?) für alle diejenigen, die behaupten, jeden Fall schon im Vorfeld durchschauen zu können. Von diesen Elementen abgesehen ist "und der siamesische Königsdrache" ein ganz normaler Fall für die Fünf Freunde, und sogar ein recht guter. So kann man sich auch ohne Mitraten und Blick ins Abenteuerhandbuch gut unterhalten fühlen, während man einfach nur zuhört. Ein interessantes und gelungenes Experiment!

Als Beverly Butlerton, die unsympathische Reporterin, ist Nina Petri zu hören. Sie gibt dem Charakter einen immer leicht schnippischen Unterton und stellt die Rolle so sehr genau und lebensnah dar. Henry König spricht den Mr. Rivers und kann auch hier wieder vollkommen in seinen Charakter schlüpfen. Die fünf Freunde Ivo Möller, Janik Endemann, Theresa Underberg und Alexandra Garcia machen wie immer eine gute Figur und können auch in den Erzählparts, die sich direkt an den Zuhörer wenden, überzeugen. Weitere Sprecher sind Ursula Sieg, Christian Rode und Wolfgang Kaven.

Die akkustische Gestaltung der Folge ist wieder solide umgesetzt. Kleine Melodien lockern das Geschehen auf und verleihen zusätzliche Stimmung, auch wenn nicht jede Musik perfekt passt. Die Geräusche sind gut ausgewählt und glaubhaft, dabei in genau der richtigen Menge eingefügt.

Eine besondere Folge erfordert ein besonderes Cover. Und so ist die Illustration dieses mal abstrakt: Zu sehen sind lediglich die Silouhetten der fünf Freunde, der Hintergrund ist blau und wird von einem japanisch anmutenden Drachen geziert. Das dieses mal sehr umfangreiche Booklet bietet kleinen Abenteuern viele Tipps und Tricks, aber auch Rätsel. Eine schöne Idee!

Fazit: Die Mitmachfolge mit vielen Details zum Nachlesen und Aufforderung zum selber Raten kann vollkommen überzeugen. Experiment gelungen!

VÖ: 16. April 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 88697613372


Fünf Freunde - 85. und der verschwundene Wikingerhelm



Erster Eindruck: Ein Fest muss gerettet werden

Die fünf Freunde wandeln auf den Spuren der Wikinger und freuen sich schon auf das bevorstehende Festival, bei dem ein ganzes Dorf seiner Vorfahren gedenkt. Doch das Fest ist in Gefahr, als der einzige originale Wikingerhelm verschwindet. Bevor die fünf Freunde den Fall lösen, müssen sie eine ganze Reihe von Verdächtigen überprüfen...

Trotz ihrer vielen Reisen bleiben die fünf Freunde meist im britischen Empire, so auch in der 85. Folge, die sich um einen gestohlenen Wikingerhelm dreht. Schön an dieser Episode ist, dass tatsächlich eine Reihe von Verdächtigten für den Diebstahl des historischen Exemplars in Frage kommt und somit der Fall auch für den Hörer nicht allzu leicht zu durchschauen ist - was besonders in Hinblick auf die beiden direkten Vorgänger lobenswert ist. Hier stehen die Ermittlungsarbeiten vor den Abenteuerelementen. Auch die Auflösung hat mir gut gefallen, da geschichtliche Dinge mit einbezogen werden und die Situation des kleines Dorfes plötzlich in einem anderen Licht dasteht. Auch der Stotyverlauf ist gelungen und wieder einmal kurzweilig und unterhaltsam, sodass insgesamt eine richtig gute Folge für Julian, Dick, George, Anne und Timmy herausgekommen ist.

Patrick Bach spricht in dieser Folge Hamish, der schnell Freundschaft mit den fünf Freunden schließt. Er lässt den jungen Mann sympathisch und dynamisch wirken. Als Bruce ist Jörg Gillner zu hören, der genau den Tenor seiner Figur trifft und seine Beschreibung somit sehr glaubhaft wirkt. Anne Moll ist als Finola mit dabei und liefert ebenfalls überzeugende Aufnahmen. Weitere Sprecher sind Oliver Böttcher, Uwe Friedrichsen und Tina Eschmann.

Die Musik stammt aus dem umfangreichen Archiv von Europa, sodass Leuten, die viele Hörspiel hören, einige Melodien bereits bekannt sein dürften. Das sorgt einerseits zwar für einen positiven Wiedererkennungswert, leider sind aber nicht alle Einsätze gut auf die Geschichte angepasst.

Schön, dass wir die fünf Freunde auf dem Titelbild in einer recht fröhlichen Szene sehen dürfen, in der sie die vielen Schätze für das Wikingerfest begutachten. Ein stimmungsvolles und sehr gelungenes Cover. Auf der Rückeite ist wie immer noch eine kleine Trackauflistung zu finden.

Fazit: "Fünf Freunde und der verschwundene Wikingerhelm" gefällt mit einer undurchsichtigen Geschichte und etwas Historie.

VÖ: 12. Februar 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 88697 23085 2


Fünf Freunde - 84. und der Gesang der Sirenen



Erster Eindruck: Zwei geheimnisvolle Fremde

Ein Sturm hat Teile der Felseninsel verwüstet. Als Julian, Dick, Anne und George mit den Aufräumarbeiten beschäftigt sind, hören sie seltsame und gespenstische Laute. Auch zwei Jouranlisten, die sich die Insel ansehen wollen, erregen ihre Aufmerksamkeit. Doch die Lage wird noch seltsamer...

Mit einer netten kleinen Vorgeschichte, der man gerne lauscht, beginnt die 84. Folge der Europa-"Fünf Freunde"-Reihe. Danach kommt die Geschichte eher langsam in Gang, nur wenige neue Informationen werden hinzugefügt, jedoch wirkt dieses keineswegs langweilig. Denn danach wird das Tempo schnell angezogen, bis sich die Ereignisse förmlich überschlagen und in einem typischen Finale für die Serie enden. Dieses ist sehr spannend und gefährlich für die Hauptfiguren, überschreitet aber nicht die Nerven jüngerer Zuhörer. Auch der eigentliche Kernpunkt der Folge passt sehr gut in die Reihe und spricht erneut Themen wie Umweltschutz und Tierliebe an. Eine nette Folge, die nicht zu den besten der Serie gehört, den negativen Eindruck der vorigen etwas relativiert.

Tim Knauer spricht in dieser Folge Alf, einen Freund von Julian, Dick, Anne und George. Er passt sehr gut zu den vier Detektiven und liefert eine gute Leistung ab. Seine Tante Rebecca wird von Sonja Szylowicki gesprochen, die an der leidenschaftlichen Meeresforscherin hörbar Gefallen gefunden hat. Wolfgang Hartmann ist als Kapitän Higgins mit glaubhaften Dialekt für einige angenehm-charmante Situationen zuständig. Weitere Sprecher sind Rüdiger Schulski, Tetje Mierendorf und Regine Lamster.

Auch wenn die Musikstücke aus dem umfangreichen Archiv von Europa stammen, passen sie sehr gut in diese Folge und sorgen für eine spannende und teilweise unheimliche Stimmung. Die Wiederholung der Titel innerhalb der Folge schafft gekonnt und ohne großen Aufwand einen roten Faden.

So schön das Cover auch gezeichnet sein mag - für meinen Geschmack verrät es zu viel von der Geschichte und nimmt einiges an Überraschung vorweg. Trotzdem ist die unterirdische Höhle und das aufgewühlte Wasser eine tolle Einstimmung auf die Folge, und auch die fünf Freunde selbst sind wieder gut dargestellt.

Fazit: Ein schönes Thema, anfangs ein bisschen mysteriös, ein spannender Verlauf - die 84. Folge der Serie ist nette Hörspielunterhaltung


Fünf Freunde - 83. und das Abenteuer im Hundeschlitten



Erster Eindruck: Im Norden Schottlands...

Onkel Quentin muss geschäftlich nach Schottland reisen, natürlich lassen sich Julian, Dick, Anne und George die Chance nicht entgehen und kommen mit. Als sie auch noch eine Hundeschlittentour gewinnen, sind sie völlig begeistert. Doch was hat das unfreundliche und ungeduldige Ehepaar auf der Tour vor?

In letzter Zeit sind von der Europa-Abenteuerserie "Fünf Freunde" vielleicht nicht furchtbar innovative Geschichten erschienen, aber immer noch grundsolide bis sehr gute Folgen. Leider kann die Folge mit der Nummer 83 und dem Titel "und das Abenteuer im Hundeschlitten" da nicht ganz mithalten. Das fängt schon zu Beginn an, der Grund der Reise und die gewonnene Hundeschlittentour wirken einfach zu konstruiert und unglaubwürdig. Auch der Mittelteil ist leicht durchschaubar und bietet keine Überraschungen, kommt zudem nur sehr langsam in Gang. Gegen Ende bessert sich die Geschichte jedoch schlagartig und bietet einige spannende Momente. Die Weite des Schneegebiets und die Bedrohung durch die Verbrecher werden greifbar dargestellt und gut aufgearbeitet, wenn auch das Ende wieder zu konstruiert scheint. Dies mildert den eher nüchternen Eindruck des ersten Teild wieder ein wenig, wenn ich auch Neueinsteigern eher andere Folgen empfehlen würde.

An den Sprechern gibt es wie immer nichts auszusetzen. Christine Pappert ist als Mitarbeiterin der Hundestation Catriona zu hören und liefert in jeder Situation eine glaubhafte Darstellung ab. Gleiches gilt für Rhea Harder als Eva, die mit ihrer sanften Stimme für angenehme Momente sorgt. Gut gefallen hat mir ebenfalls Frank Felicetti als Greg Wolsey, dessen Sprechweise sehr gut zu dem Charakter gepasst hat. Weiterhin zu hören sind unter anderem Konstanze Ullmer, Konstantin Graudus und Oliver Böttcher.

Als eine deutliche Steigerung habe ich den Einsatz der Musik empfunden. Hier wurden sehr dynamische und spannungsgeladene Stücke eingesetzt, die den Handlunsgverlauf sehr gut untermalen. Alles wirkt frisch und optimal auf die Geschichte abgestimmt, auch die Geräusche wirken glaubhaft und sind gut eingefügt.

Das Cover gefällt mir ebenfalls sehr gut, die wunderschöne Landschaft im Hintergrund verbreitet eine schöne Stimmung, die fünf Freunde mit dem Hundeschlitten im Vordergrund sind ebenfalls gut dargestellt. Auch die Gestaltung der CD an sich ist gelungen, die Silouetten der Fünf Freunde sind silber auf blauem Grund gut zu erkennen.

Fazit: Eine nicht ganz so starke Folge wie die letzten, aber im letzten Drittel durchaus mit spannenden Momenten.


Fünf Freunde - 82. und der verhängnisvolle Treibsand



Erster Eindruck: Forschung und Sabotage

Statt entspannender Ferien bei Tante Fanny müssen die fünf Freunde Onkel Quentin auf eine Forschungsreise begleiten. Doch schnell lernen sie mit der aufgeschlossenen Kay eine neue Freundin kennen, die ihnen die Gegend zeigt. Als dann des nachts hellen Licht bei der Bohrungsstelle zu sehen ist, beginnt ein spannendes Abenteuer für Julian, Dick, Anne und George, bei dem sie sogar eine Entführung aufdecken müssen...

Gleich zwei Folgen auf einmal veröffentlicht das "Ur-Label" Europa nun in der Erfolgsserie "Fünf Freunde", sodass man nun auch direkt die Geschichte um den verhängnisvollen Treibsand erleben darf. Interessant ist hierbei besonders die vielschichtige Story, in der mehr Elemente als sonst zusammenkommen. So wird der Hörer immer verwirrter und weiß im Prinzip gar nicht mehr, wem er was glauben soll. Doch auch jede Menge spannender Momente bereichern diese Folge, zum einen natürlich der titelgebende Treibsand, nächtliche Ausflüge, aber auch die Entführung von Kay und andere Szenen halten die Geschichte interessant, abwechslungsreich und vielschichtig. Dass die Auflösung des Falles dabei etwas aufgesetzt wirkt und keiner für seine gemeinen Übeltaten so richtig bestraft werden soll, halte ich zwar für merkwürdig, kann aber aufgrund der wirklich guten Geschichte vernachlässigt werden.

Lilli Dräger ist als junge Kay Washburn zu hören und stellt in den Szenen ihre unterschiedlichen Gefühle sehr gut dar, besonders nach der Entführung ist sie sehr glaubhaft. Professor Hopkins wird von Traudel Sperber gesprochen, die ebenfalls viele unterschiedliche Situationen und Emotionen mit Bravour meistert. Dass man Andreas von der Meden als Onkel Quentin mal so richtig wütend erlebt, ist da noch ein kleines Sahnehäubchen obendrauf. Weitere Sprecher sind Celine Fontanges, Christian Senger und Björn Dankwardt.

Eine typische Europa-Produktion wird in Sachen Musik geboten. Die Stücke werden gut zu den Szenenübergängen ausgewählt, sind aber während gesprochener Passagen nicht mehr zu hören, sodass sich auch kleinere Hörer gut folgen können. Auch die Geräusche sind wie immer gut eingefügt und lassen alles realistischer wirken.

Das Cover gibt uns einen Eindruck von dem gefährlichen Treibsand und der herrlichen Landschaft im Hintergrund. Auch wenn die Szene in dieser Personenkonstellation nicht stattgefunden hat, ist es eine gelungene optische Unterstützung der Folge. Die restliche Aufmachung bewährt sich einmal mehr und ist dieses mal in einem sandigen Braun gehalten - passenderweise!

Fazit: Eine typische Fünf Freunde-Folge mit einer schlüssigen und spannenden Story.


Fünf Freunde - 81. und das Höhlen-Labyrinth



Erster Eindruck: Auf der Suche nach dem verlorenen Gang

Wieder einmal sind Julian, Dick, Anne und George mit Tante Fanny im Urlaub, dieses mal besuchen sie Elsa Hudson und ihren Sohn Nat in Dover. Fasziniert von dem großen Höhlensystem unter der Stadt begeben wollen sie dieses zusammen mit Nat, der dort arbeitet, erforschen, scheitern jedoch ziemlich schnell an einem unfreundlichen Wachmann. Doch spätestens beim zweiten Abstieg wittern die Freunde, dass dort unten eine Gaunerei stattfindet…

Fünf Freunde ist eine der wenigen Hörspielserien, die sich seit Jahrzehnten in den Regalen halten kann und nach wie vor Generationen von Hörern begeistert. Und auch Folge 81 wird dieses sicherlich schaffen, denn Fans der Serie bietet Fünf Freunde und das Höhlenlabyrinth gewohnte Kost: Unterirdische Gänge oder Höhlen, in denen Schätze versteckt sind, sind schon öfters Motive in der Serie gewesen, dass dabei mehr oder wenige üble Schurken ihre Finger im Spiel haben ist auch nicht sonderlich neu. Trotzdem gelingt es, mit einigen neuen Elementen zu überraschen und auch diese Folge zum Laufen zu bringen. Zum Beispiel überrascht dieses mal kein neuer unentdeckter Gang, sondern ein verschwundener. Wer sich diese Folge anhört, wird vielleicht nicht gerade mit Hochspannung belohnt, dafür ist das Muster der Fünf Freunde einfach zu bekannt. Dafür wird es aber auch nie langweilig, und das Verbrechen ist nicht ganz so durchsichtig wie sonst manchmal. Positiv anzurechnen ist die stimmige Atmosphäre in den unterirdischen Gängen sowie die sehr sympathische Figur des Nat, insgesamt also eine grundsolide Folge des Vierergespanns.

Fast seit Beginn der Serie spricht Ursula Sieg die Tante Fanny, und auch heute hat sie nichts von ihrem Charme und ihrer warmen, positiven Ausstrahlung verloren. Als Nat Hudson ist Felix Strüven im Einsatz, der den freundlichen jungen Mann mit unverkrampfter Art und sicherer Betonung spricht. Auch Alexandra Doerk bekommen wir mal wieder zu hören, auch hier beweist sie einmal mehr ihren selbstverständlichen Umgang mit verschiedenen Rollen, die sie immer sehr gut gestaltet. Weitere Sprecher sind Lutz Mackensy, Heidi Berndt und Sönke Städtler.

Auch in Sachen Musik gelingen vielleicht keine großen Überraschungen, dafür wird wieder mit wenigen Mitteln eine stimmige und angenehme Atmosphäre zu schaffen. Besonders die Zwischenmelodien sind immer wieder sehr schön zu hören. Wie bereits oben erwähnt hat mir die Stimmung in dem Höhlen-Labyrinth sehr gut gefallen, auch die eingesetzten Geräusche haben mich überzeugt.

Wie sollte es anders sein auf dem Cover sehen wir die Fünf Freund beim Abstieg in die unterirdischen Gänge. Für meinen Geschmack hätte ruhig noch Nat mit auf das Cover gekonnt, um so auch mal einen optischen Eindruck einer Nebenfigur zu bekommen. Beeindruckend ist die Auflistung sämtlicher bisher erschienenen Folgen im Inneren, das bald zu groß für das kleine Booklet sein dürfte.

Fazit: Eine weitere gute Folge der Fünf Freunde, die zwar nichts völlig Innovatives bietet, alte Motive aber gut zusammenfügt und jeden Freund der Serie zufrieden stellen dürfte.


Fünf Freunde - 80. und das gefährliche Antonisfeuer



Erster Eindruck: Sonderbares in Kirrin...

Die Sorge um Tante Fanny ist groß: Seit sie sich den Kopf gestoßen hat, benimmt sie sich merkwürdig und steht völlig neben sich. Als sich auch andere Bewohner von Kirrin seltsam aufführen, schöpfen die fünf Freunde Verdacht. Was haben die beiden Grundstücksmakler damit zu tun, die große Teile des Landes aufkaufen wollen?

Runde 80 Folgen gibt es nun von der erfolgreichen Hörspielserie "Fünf Freunde" nach den Büchern der Autorin Enid Blyton. Diese Folge beweist einmal mehr, warum diese Serie längst ihren festen Stammplatz in der Hörspielwelt hat: Die Geschichte unterscheidet sich zwar nicht völlig von den anderen, doch trotzdem ist sie kurzweilig und hat einen gelungenen Spannungsbogen, der sich über die komplette Folge zieht, ohne abzuflauen. Auch hier erschließen sich dem Hörer nicht direkt alle Zusammenhänge, sodass bis zum Schluss einiges offenbleibt. Auch die Personen sind glaubhaft und haben ganz eigene Charakterzüge, was alles sehr viel wirklicher und dynamischer macht. Ein weiteres tolles Hörspiel, das sich wunderbar in die Serie einreiht.

Im Mittelpunkt der fünf Freunde steht einmal mehr die eigensinnige George, die von Alexandra Garcia mit viel Energie gesprochen wird. Auch Ursula Sieg ist stellt ihren Charakter, Tante Fanny, sehr sympathisch und voller Elan. Ebenso überzeugend ist Andreas von der Meden als Onkel Quentin, dessen Auftritt recht kurz ist. Gastsprecher in dieser Folge sind unter anderem Claudia Schermutzki, Achim Schülke und Veronika Neugebauer.

"Wir sind die Fünf Freunde, Julian und Dick, Anne und George, und Timmy der Hund..." so beginnt seit vielen Folgen jedes Hörspiel der Reihe. Der Titelsong ist äußerst schwungvoll und ein echter Ohrwurm. Die restliche Akkustik überzeugt besonders in Punkto Geräusche, die sehr glaubhaft sind und eine schöne Atmosphäre erzeugen.

Das neue Coverdesign im Stil einer Landkarte bewährt sich einmal mehr und wirkt frischer und abenteuerlicher als das alte. Auch die Zeichnung ist mit vielen kleinen Details versehen und zeigt unsere liebgewonnenen fünf Freunde.

Fazit: Eine grundsolide Folge, die für Fans der Serie sowieso Pflicht ist. Aber auch Neueinsteigern ist diese Folge zu empfehlen.


Fünf Freunde - 79. und das Rätsel des Drachenbootes



Erster Eindruck: Alte Freunde und alte Boote

In New Haven soll ein Drachenbootrennen stattfinden - klar, dass die fünf Freunde sich das nicht entgehen lassen wollen. Doch gleich erleben sie die erste Überraschung: Ihre Freundin Mei-Ling ist da! Gemeinsam helfen sie dem Team, und Julian springt sogar für einen verletzten Paddler ein. Doch eine merkwürdige Glückskeksbotschaft und schließlich ein gestohlener Drachenkopf stürzen die fünf Freunde in einen neuen Fall, in dem nicht alle Rollen klar ersichtlich sind...

"Fünf Freunde und das Rätsel des Drachenbootes" heißt also die mittlerweile 79. Folge der beliebten und langlebigen Detektivserie um Julian, Dick, Anne, George und Timmy, die in dieser Folge Unterstützung von ihrer Freundin Mei-Ling erhalten. Der Fall an sich ist nicht sonderlich spektakulär, bietet aber einen gelungenen Spannungsbogen und viele tolle Szenen, in denen es natürlich auch wieder gefährlich für die Juniordetektive wird. Schön ist, dass viele kleine Verdachtsmomente beim Zuhörer geschaffen werden, die sich erst im Verlauf der Folge bis hin zum spannenden Finale aufklären. Nur eines hätte ich noch gern gewusst: Wer hat denn nun eigentlich das Drachenbootrennen gewonnen?

Die bewährten Sprecher der fünf Freunde machen natürlich wie immer eine gute Figur. Besonders gefallen hat mir in dieser Folge mal wieder Theresa Underberg, die die schreckhafte Anne besonders in den gefährlichen Szenen mit viel Leidenschaft spricht. Als Gast können wir Lotte Bublitz als Mei-Ling hören, die das Team als sympathische Chinesin perfekt ergänzt. Mr. Lee, gesprochen von Sven Dahlem, wirkt durch die tolle Sprecherleistung besonders mysteriös und undurchsichtig. Weitere Rollen werden von Jens Wawrczek, Jesse Grimm und Kerstin Draeger übernommen.

An der Musik hat sich nichts geändert und bietet sofort einen Wiedererkennungswert. Und trotzdem ist sie immer nah am Geschehen und ist besonders während der Szenenübergänge und spannenden Stellen ein bewährtes Stilmittel, um die Geschichte optimal zu unterstützen. Selbiges kann von den Geräuschen behauptet werden, bei denen lediglich Timmy, der Hund teilweise unglaubwürdig ist (welcher Hund klingt schon immer gleich?)

Das Cover zeigt und die fünf Freunde am farbenfrohen Drachenboot mit einer wunderschönen Strandkulisse im Hintergrund. Besonders gelungen ist die Idee, das blau des Himmels auch für die restliche Aufmachung zu verwenden. Hilfreich beim Wiederfinden einzelner Stellen ist die Titelübersicht auf der Rückseite der CD.

Fazit: Solide Kost wird dem Abenteuerfan hier geboten. Nichts Spektakuläres, aber auch kein Ausrutscher nach unten.


Fünf Freunde - 78. und die Piraten-Bande



Erster Eindruck: Neuzeitliche Piraten in Irland...

Die Fünf Freude Julian, Dick, Anne und George mit dem Hund Timmy unterwegs in Irland. Bei einer Segeltour treffen sie auf einen freundlichen Bootsmacher, der ihnen von der Legende vom "Grauen Schiff" berichtet. "Alles Quatsch" denken die vier, doch als sie auf einer Burg eine merkwürdige Frau stoßen und seltsame Blinkzeichen bemerken, ändern sie ihre Meinung. Und kurz darauf begegnen sie tatsächlich dem unheilvollen Schiff...

Nach 77 Folgen bekommen die Fünf Freunde mit Nummer 78 nun auch eine Piraten-Folge, allerdings wesentlich düsterer als wir es von anderen Serien gewohnt sind. Die Geschichte baut von Anfang an einiges an Spannung und Rätseln auf, die sich immer weiter steigern und in einem wirklich sehr guten Ende gipfeln. Schön ist, dass auch für die Hörer bis zum Ende einiges undurchsichtig und rätselhaft bleibt, sodass die eine oder andere Überraschung auf sie wartet. Diese gut durchdachten Geschichten machen Fünf Freunde zu etwas wirklich Besonderen, dass sich völlig zu Recht immer noch großer Beliebtheit erfreut. Eine Tolle Folge, die jedem Abenteuerfans wärmstens ans Herz gelegt sei!

Neben den vier (tollen) Hauptsprechern hat in dieser Marek Erhardt als Bootsbauer Conan Dunbar einen sympathischen Gastauftritt. Gut gefallen hat mir besonders Saskia Weckler als Grace O'Malley, die auch den Zuhörer zu verunsichern weiß. Anja Nejarri spricht die Claire McNamara ebenso glaubhaft. Weitere Sprecher sind unter anderem Anton Sprick, Achim Schülke und Gabriele Hartmann.

Auch in Sachen Produktion kann das Hörspiel überzeugen. Die Musikstücke als Übergang oder während der Passagen von Erzähler Lutz Mackensy lockern das Geschehen auf oder verleihen zusätzliche Spannung. Dabei liegt der Fokus aber immer ganz klar auf den Sprechern. Die Geräusche sind ebenfalls gut eingefügt und runden das Ganze ab.

Das Cover ist eines der besten Cover der Fünf Freunde der letzten Zeit. Schön unheilvoll und mysteriös wirkt das graue Gespensterschiff im Nebel, und auch die Fünf Freunde sind lebhaft in Szene gesetzt worden. Toll!

Fazit: Wieder mal eine gelungene Folge der Fünf Freunde, die jedesmal wieder großen Spaß bringen.


Fünf Freunde - 77. und das unheimliche Bergmonster



Erster Eindruck: Auf Bigfoots großen Spuren

Die fünf Freunde sind mit Tante Fanny bei deren Freundin Mrs. Jones und ihrem Sohn Jasper in Wales zu Besuch. Sie freuen sich schon auf ausgiebige Bergtouren mit Jasper, er sich in der Gegend sehr gut auskennt. Doch schon am ersten Tag passiert etwas merkwürdiges: George ist sich sicher, einen Bigfoot, ein Bergmonster mit extrem großen Füßen, gesehen zu haben. Die fünf Freunde erfahren schnell, dass nach walisischen Fabeln solche Wesen wirklich existieren. Natürlich begeben sie sich wieder auf die Suche nach dem Wesen, doch da bedroht ein Steinrutsch ihre Tour...

Schon seit Jahrzehnten begeistern Julian, Dick, George, Anne und Timmy, der Hund Generationen von Hörspielhörern mit ihren Abenteuern. Auch die nun vorliegende 77. Folge "Fünf Freunde und das unheimliche Bergmonster" überzeugt auf ganzer Linie. Durch die Reise nach Wales erfährt man ganz nebenbei einiges über das kleine, recht unbekannte Land. Auch die Sagen vom Bigfoot werden liebevoll in die Geschichte eingeflochten. Und dass der Spaß und die Spannung nicht zu kurz kommen, ist selbstverständlich. Besonders beim Erdrutsch und bei der Begegnung mit dem "Bigfoot" hängt man förmlich an den Lautsprechern und rätselt mit den Freunden mit. Das Ende ist recht typisch für die Serie und führt so auch die lange Tradition fort.

Ivo Müller, Jannik Endemann, Theresa Underberg und Alexandra Garcia verkörpern die fünf Frunde sehr überzeugend und hauchen ihnen mit ihren Stimmen Leben ein. Auch Ursula Sieg ist wieder klasse als Tante Fanny. Als Gastsprecher ist dieses mal unter anderem Eddda Pastor als Mrs. Jones dabei, die die resolute Frau mit leichtem Akzent sehr sympathisch wirken lässt. Auch Jona Mues ist als Jasper glaubhaft. Eine grandiose Vorstellung liefert Utz Richter am Ende ab, die sein Facettenreichtum beweist. Ebenfalls dabei sind Lutz Mackensy, Konstantin Graudus und Hanna Reisch.

Bei der Musik wurde wieder auf die bewährten Melodien gesetzt, und das ist auch gut so, um der Serie einen musikalischen roten Faden zu verleihen. Gleiches gilt für die Geräuschkulisse (und das Bellen von Timmy), die gut umgesetzt wurde und die Geschichte unterstützt.

Mir gefällt das neue Design der Cover außerordentlich gut, und auch die Illustration ist gelungen. Neben den fünf Freunden bekommt man im Hintergrund einen Eindruck der walisischen Landschaft.

Fazit: Eine starke, spannende Folge mit einem durchdachten Ende, die durch die tollen Sprecher gut umgesetzt wurde.


Fünf Freunde - 76. und das Geheimnis des Maskottchens



Erster Eindruck: Erneuter Anpfiff für die Fünf Freunde

Julian, Dick, Anne und George lesen in der Zeitung vom kommenden Fussballspiel den Jugendmannschaften des hiesigen Fußballvereins und der Nationalmannschaft. Schnell freunden sich die Vier mit den Spielern und besonders mit Christine an, die für die Asrüstung der Mannschaft zuständig ist. Doch schnell wittern die Freunde einen neuen Fall, als aus dem Mannschaftsbestand ein Fussball und das Maskottchen des Vereins gestohlen werden. Steckt wirklich nur ein verrückter Fan dahinter? Und was hat der unsymphatische Trainer der gegnerischen Mannschaft damit zu tun?

Wie sollte es anders sein, auch die 76. Folge der Kult-Abenteurreihe "Fünf Freunde" dreht sich im EM-Jahr rund ums Thema Fussball. Zwar wird die Spannung auf das kommende Spiel gut umgesetzt, doch dreht sich die Folge eher um den merkwürdigen Raub und den damit zusammenhängenden Fall. Spannung kommt auf, weil lange Zeit nicht klar ist, wer hinter diesem Verbrechen steckt und was das Motiv dafür sein könnte. Aber völlig kinder- und jugendgerecht werden die Täter überführt und haben im Endeffekt nicht mal etwas von ihrem Vergehen. Und so ist es mal wieder eine schöne Folge der "Fünf Freunde" geworden, die sich nicht nur für Fussballfans eignet.

Die Sprecher sind wie immer gut gewählt und zu ihren Rollen passen. Lediglich Ivo Möller wirkt trotz guter Sprecherleistung aufgrund seiner tiefen Stimme etwas zu alt für die Rolle des Julian. Rüdiger Hellmann geht in seiner Rolle als strenger Trainer Sam McCallum auf. Sehr symphatisch ist Anabelle Krieg, die Christine die nötige Freundlichkeit verleiht. Andere Sprecher sind unter anderem Jacob und Jesse Grimm sowie Henrike Fehrs.

Die klangliche Gestaltung ist schon seit langem die gleiche, was der Serie eine angenehme Kontinuität verleiht. Der fetzige Titelsong hinterlässt bei mir immer mal wieder einen Ohrwurm, die Übergänge der einzeelnen Szenen sind gut untermalt, die spannenden Szenen sind mit den passenden Geräuschen ausgestattet, das Hörspiel wirkt so sehr stimmig und erzeugt ein Gefühl von Echtheit.

Das Cover zeigt die Fünf Freunde in dem Fussballstadion des Vereins. Schön, dass man den Pinguin, das Maskottchen, auch mal zu Gesicht bekommt. Die neue Aufmachung, die seit der letzten Folge verwendet wird, wirkt mit der angedeuteten Landkarte als Hintergrund sehr abenteuerlich und macht Lust auf das Hörspiel.

Fazit: Eine schöne Folge, die für Fans sowieso ein Muss ist. Doch auch Freunde des gepflegten Abenteuer- und Juniordetektivhörspiels sei dingend angeraten, mal reinzuhören!


Fünf Freunde - 74.verfolgen den Wilderer

Erster Eindruck: Zurück im Sherwood Forrest

Julian, Dick, Ann und George sind zurück in Nottingham bei Cora, die sie und Tante Fanny zu ihrer Hochzeit mit dem Förster Charles eingeladen hat. Kaum angekommen geraten sie mit ihren Freunden Jo und dem Reiterjungen Brendan in ein neues Abenteuer. In dem Wald, in dem Charles als Förster tätig ist, treibt ein Wilderer sein Unwesen. Zusammen machen sie sich auf die Suche nach dem Übeltäter. Wer ist der mysteriöse Schütze? Was haben Lady Wollington und der Bauer Cater damit zu tun?

In dieser Folge gibt es ein Wiederhören mit Lumpen-Jo, Cora & Brandon, die schon in Folge 52 zu erleben waren. Alles in allem ist die Folge in guter alter Fünf Freunde Manier, zwar ist der Anfang etwas arg langatmig geraten, aber nach recht kurzer Zeit gewinnt die Story an Fahrt. Bei der.MC Version hätte man vielleicht darauf achten sollen, dass Seite 1 nicht so ein lange Nachlaufzeit hat, aber davon kann man absehen.

Die Hauptsprecher der Fünf Freunde sind - wie immer - in Topform. In einigen Gastrollen sind Tobias Schmidt, Douglas Welbat und Patrick Bach zu hören. Als Lady Wollington ist Elga Schütz im Einsatz, ich kannte sie bisher nur aus "Drizzt" von Lausch, aber auch hier als undurchsichtige Gutsbesitzerin macht sie eine gute Figur. Ich würde sie gerne in mehr Produktionen hören. Als Erzähler fungiert abermals Lutz Mackensy.

Die Musik, die in dem 60-Minuten Hörspiel zum tragen kommt, war mir zwischenzeitlich zu hektisch, bzw. für die Fünf Freunde zu clublastig. Zu den Geräuschen gibt es nur wenig zu sagen, sie sind im guten, alten Europa-Stil gehalten.

Das Cover ist in typischer Fünf Freunde Tradition gehalten. Es zeigt dioe vier Junior-Detektive auf der Suche nach dem Wilderer im Sherwood Forrest. Die Gestaltung passt definitiv zu der Folge.

Fazit: Ein weiterer spannender Volltreffer aus der Fünf Freunde Reihe. Eine Reihe, die in keiner Sammlung fehlen sollte.