Die letzten Helden – 10. Der Sumpf des Vergessens

Die letzten Helden – 9. Die Festung des Frostwurmes

Die letzten Helden – 8. Das Turnier der Zauberer

Die letzten Helden – Zweiter Akt- Episode VII: Das todgeweihte Kind

Die letzten Helden - Erster Akt - Episode VI: Das Tor der Toten

Die letzten Helden - Erster Akt - Episode V: Jenseits des Meeres der verlorenen Seelen

Die letzten Helden - Erster Akt - Episode IV: Das Herz des Kristallwaldes

Die letzten Helden - Erster Akt - Episode III: Die Wüste der Ewigkeit

Die letzten Helden - Erster Akt - Episode II: Die Katakomben von Danbar

Die letzten Helden - Erster Akt - Episode I: Über den Wolken Mordens


Die letzten Helden – 10. Der Sumpf des Vergessens



Erster Eindruck: Gefährlicher Weg zum Konzil der Elemente

X und Eye kämpfen sich durch einen düsteren Sumpf, verfolgt durch ihren ehemaligen Weggefährten Amon, der sich der dunklen Seite angeschlossen hat und ihnen nun mit dem Drachenwesen Draco nach dem Leben trachtet. Doch die beiden verhalten sich immer merkwürdiger und verlieren immer weiter ihr Gedächtnis. Dabei müssen sie dringend das Konzil der Elemente finden...

Nach einer mehrjährigen Pause für „Die letzten Helden“ hat Holysoft Fans der Serie erst einmal mit drei weiteren Folgen versorgt, weitere sind schon angekündigt. „Der Sumpf des Vergessens“ ist die dritte dieser Episoden, wie die beiden Vorgänger spielt auch sie im Totenreich und präsentiert dem Hörer eine weitere außergewöhnliche Landschaft. Dass die trostlose Landschaft so ihre Tücken innehat, verrät schon der Titel, und die Wandlung von X und Eye in zwei alberne und selbstvergessene Charaktere steht im Mittelpunkt und ist zudem witzig erzählt. Kleine Einschübe zeigen auch, wie sich Amon mittlerweile entwickelt hat und die Bedrohung, die von ihm ausgeht. Viele weitere kreative Elemente zieren die Handlung, doch gerade dort liegt auch ein kleiner Stolperstein. Denn vor lauter unterschiedlicher Situationen und Kreaturen bleiben die Charaktere hier manchmal auf der Strecke, insbesondere Amons Wandlung wird hier etwas zu oberflächlich behandelt. Dennoch kommt hier neben dem ganzen Witz auch eine spannende Stimmung auf, die durch viele gut erzählte Szenen eine dynamische Wirkung erhält.

Der wunderbare Engelbert von Nordhausen ist natürlich wieder als Eye zu hören und verleiht dem Gargoyle eine sehr außergewöhnliche Note, hat viel Witz und verleiht seiner Stimme immer einen listigen Unterton. Joseline Gassen ist als Arachnae zu hören, sie spricht sehr markant und punktiert, sodass sie ihrem Charakter eine starke Aura verleiht. Gordon Piedesack ist als geheimnisvoller „Der Eine“ zu hören, er wirkt sehr präsent und kann so eine interessante Figur schaffen. Weitere Sprecher sind unter anderem Florian Köhler, Marion Hartmann und Robert Riechert.

Holysoft hat hier wieder eine gelungene Atmosphäre geschaffen und die Geschichte mit zahlreichen akustischen Elementen ausstaffiert. Trotz aller Vielfalt stehen die Sprecher jedoch immer klar im Vordergrund, auch wenn die eindrucksvolle Musik immer wieder für stimmungsvolle Momente sorgt. Viele Geräusche sorgen für verschiedenartige Szenerien und gestalten die jeweiligen Handlungen gut aus.

Viel Mühe wurde sich auch wieder bei der gelungenen Coverhestaltungen gegeben, das in ansprechendem Zeichenstil eine Szene aus dem Hörspiel zeigt. Zu sehen sind X und Eye, halb flüchtend, halb kämpfend gegen ein riesiges Sumpfmonster. Gelungen auch das dicke Cover, neben einer kurzen Zusammenfassung der vorigen Folge sind zahlreiche weitere Informationen und Zeichnungen zu sehen.

Fazit: Die Ereignisse im Totenreich werden auch hie wieder spannend, kurzweilig und witzig erzählt, durch weitere wichtige Ereignisse wird auch der rote Faden der ganzen Serie weiter fortgeführt. Die Charaktere wirken neben all den vielfältigen Einfällen manchmal etwas blass, dafür werden die Nebenarme sehr ausführlich erzählt.

VÖ: 1.August 2014
Label: Holysoft
Bestellnummer: 978-3-9418-9932-2


Die letzten Helden – 9. Die Festung des Frostwurmes



Erster Eindruck: Irrsinn im Sand, Flucht im Eis

Nachdem X und Eye von Amon getrennt wurden, irren sie orientierungslos durch eine scheinbar endlose Wüste, nur knapp können sie dem aufkommenden Wahnsinn trotzen. Die Möglichkeit zur Flucht ist versperrt, denn Dragoon liegt erstarrt im Sand. Erst, als der geheimnisvolle Händler auftaucht, entdeckt X seine Stärke neu, sodass die geschrumpfte Reisegruppe schließlich in einer völlig vereisten Landschaft landet...

Die vorige Folge von „Die letzten Helden“ mit dem Titel „Das Turnier der Zauberer“ hat am Ende einen Knall gesetzt und der bisher bekannten Heldengruppe andere Vorzeichen verpasst, Amon wurde von den anderen getrennt und hat zudem die Seiten gewechselt. Hier setzt dann auch gleich der Nachfolger „Die Festung des Frostwurms“ ein, lässt die ersten Szenen in der Sandwüste aber etwas zu lang geraten. Zwar werden einige wichtige Details genannt, doch insgesamt kommt nicht so recht Stimmung auf, der aufkommende Wahnsinn wird zudem nicht dramatisch genug geschildert, um so auch beim Hörer anzukommen. Mir hätte es hier beispielsweise besser gefallen, hier noch mehr kleinere Einschübe von Amon zu hören, dessen Part hier untergeht. Mit dem Aufbruch in die Eiswelt wendet sich die Folge jedoch und präsentiert eine gelungene Handlung, die mit zahlreichen neuen Informationen und Wendungen den Hörer bei Laune hält. So kommt man noch weiter hinter X' Vergangenheit und trifft auf neue ungewöhnliche Gefährten. Die Bedrohung durch den Frostwurm wird sehr präsent dargestellt, zumal einige Actionsequenzen eingebaut wurden, die eine ganz neue Dynamik verleihen. Der Humor kommt alles andere als zu kurz, ein vergessliches Skelett und zahlreiche wirklich witzige Kommentare sorgen für eine heitere Grundstimmung. Mir gefällt auch die geheimnisvolle Aura, eine wunderschöne junge Frau, zu der sich X hingezogen fühlt und die später noch eine sehr entscheidende Rolle spielt, und das in einem überraschenden Finale – wenn dieses auch manchmal etwas konstruiert wirkt.

Dietmar Wunder glänzt mal wieder als X und kann dem heroischen Charakter wieder viele verschiedene Facetten abgewinnen, er steht hier noch mehr im Mittelpunkt und kann auch die Texte als Erzähler gelungen umsetzen. Hennes Bender spricht das Skelett und lässt seine Stimme gebrochen klingen, er bringt viel Humor und den Sinn für das richtige Timing mit ein. Sehr gut gefallen hat mir auch Bettina Zech als mysteriöse Aura, besonders in den ersten Szenen mit ihr kann sie punkten und ihrem Charakter etwas besonderes verleihen. Eckart Dux, Klaus Dieter Klebsch und Kim Hasper sind weitere Sprecher.

Die akustische Umsetzung ist auch hier wieder gelungen, mit zahlreiche Stilmitteln wird eine passende Atmosphäre erzeugt. Dazu gehören insbesondere stimmungsvolle Geräusche, die oft die Handlungen untermalen. Und auch die Musik kann mit passenden Melodien überzeugen. Gerade bei dieser Vielfalt fällt es dann besonders auf, wenn gerade Stille herrscht, was hier sehr geschickt eingesetzt wurde, um einzelne Szenen zu betonen.

Wie immer ist in weichem Zeichenstil das Cover mit einem sehr ansprechenden Titelbild versehen worden. Zu sehen sind X, Eye und Aura auf der Flucht vor dem Frostwurm. Während die geheimnisvolle Dame sanft und zart wirkt, ist das schreckliche Monster beeindrucken dargestellt worden. Lobenswert wieder das Booklet, das zahlreiche Zeichnungen und Informationen zu der Serie enthält und die vorkommenden Charaktere vorstellt.

Fazit: Die Szenen in der Eiswüste sind sehr gelungen und wechseln zwischen witzig, spannend und dramatisch. Besonders zwei Charaktere sorgen hier für einen flüssigen Verlauf, das witzige Skelett Skeli und die mysteriöse Aura. Zwar sind die ersten Szenen etwas zu langatmig geraten, dennoch liegt eine überzeugende Folge vor.

VÖ: 1.August 2014
Label: Holysoft
Bestellnummer: 978-3-9418-9931-5


Die letzten Helden – 8. Das Turnier der Zauberer



Erster Eindruck: Die Rückkehr der letzten Helden

Auf ihrer Reise treffen die Gefährten auf Sir Gavvendyl, den Lehrmeister von X. An immer neue Details aus seiner Vergangenheit kann er sich erinnern, doch diese einzuordnen fällt ihm nicht immer leicht. Amon hingegen hat es bald mit einer ganz anderen Prüfung zu tun, mehr aus Trotz denn aus wirklicher Überzeugung meldet er sich bei einem magischen Turnier an – und hat es gleich in der ersten Runde mit einem feurigen Gegner zu tun...

Einige Jahre ist es ruhig um „Die letzten Helden“ von Holysoft geworden, doch nach der langen Wartezeit wurden gleich mehrere neue Episoden der Fantasy-Serie vorgelegt. „Das Turnier der Zauberer“ - Folge 8 der laufenden Serie – startet gleich ohne Umschweife in die Handlung. Wer sich in der Zwischenzeit die früheren Folgen nicht noch einmal zu Gemüte geführt hat, sollte sein Gedächtnis also vielleicht nochmals auffrischen, um sich schneller wieder einfinden zu können – das beiliegende Booklet liefert hier einen ausführlichen Text über die bisherigen Ereignisse. Anfangs will die Geschichte nicht so recht an Fahrt aufnehmen, doch dann findet sie ein angenehmes Erzähltempo, in dem weder überstürzt noch verlangsamt erzählt wird. Und das lohnt sich auch, denn die einzelnen Elemente können durchaus überzeugen. So sind die aufkommenden Erinnerungen von X ein gelungener Aufhänger, Kernstück ist aber das titelgebende Zauberturnier, das fantasievoll und schwungvoll in Szene gesetzt wurden. Doch neben dem Unterhaltungswert dienen diese Szenen auch einem wichtigen Zweck innerhalb der Serie, die Weiterentwicklung der Charaktere und einige krasse Wendungen, die den weiteren Verlauf der Serie beeinflussen werden, sind hier beispielhaft zu nennen. Nach dem großen Showdown beim Turnier fällt der Spannungsbogen dann wieder etwas ab, kann aber immer noch mit der lockeren und humorvollen Grundstimmung der Serie überzeugen.

Passend auch wieder die Auswahl der Sprecher, wobei vorrangig auf prominente Sprecher gesetzt wurde. Kim Hasper gefällt mir als Amon wieder gut, er setzt seine Stimme sehr variabel ein offenbart so eine breite Palette an verschiedenen Emotionen. Axel Lutter ist als heißblütiger Dragoon zu hören, mit einer sehr präsenten Bosheit in der Stimme kann er den hinterlistigen Charakter passend umsetzen. Als Berg ist Nicolas König zu hören, dem man das uralte Geschöpf mit seinen ganz eigenen Befindlichkeiten komplett abnimmt. Weitere Sprecher sind Jürgen Kluckert, Wolfgang Bahro und Nico Sablik.

Das Produktionsteam um David Holy konnte wieder eine passende akustische Gestaltung für die Geschichte erschaffen, die mit einer Vielzahl an verschiedenen Sounds umgesetzt wurde. So ist die Geräuschkulisse vielfältig, sodass jede Szene ihren eigenen Klang erhält, in dem die Vorgänge besser wirken können. Die Musik ist eingängig und passt sich gut der jeweils vorherrschenden Atmosphäre an.

Ein großes Lob muss in Sachen Gestaltung gemacht werden, besonders das dicke und informative Cover kann punkten. Neben Zeichnungen und kurzen Informationen zu den wichtigen vorkommenden Charakteren gibt es eine ausführliche Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse sowie zahlreiche weitere Artworks. Das Cover zeigt mit dem sprechenden Berg in klassischem und detailreichen Zeichenstil eine Szene aus dem Hörspiel.

Fazit: Folge 8 setzt unmittelbar an die letzten Ereignisse von X, Amon und Eye an, braucht aber etwas, um wirklich in Schwung zu kommen. Dann wird eine kurzweilige und durchaus spannende Geschichte geboten, die die Entwicklung der Serie und der Charaktere voranbringt und dennoch eigenständig ist. Besonders die Szenen mit dem sprechenden Berg und dem Zabererturnier wurden gekonnt umgesetzt.

VÖ: 1.August 2014
Label: Holysoft
Bestellnummer: 978-3-9418-9930-8


Die letzten Helden – Zweiter Akt- Episode VII: Das todgeweihte Kind



Erster Eindruck: 6 Stunden um einen neuen Charakter

Adran, ein lebenslustiger Waisenjunge, hat in seinen Freunden Artur, Maria und Michael eine Ersatzfamilie gefunden, mit denen er das harte Leben auf der Straße bestreitet. Doch Chronarius weiß mehr über den Jungen, er ist dazu bestimmt, früh zu sterben – und er hat die Macht, den Untergang der Welt hinauf zu beschwören. Jedoch kann er immer wieder aus brenzligen Situationen entkommen und denkt so gar nicht ans Sterben...

6 Stunden Hörspiel, und das in einer eigentlich ganz normalen Folge innerhalb einer Serie – anscheinend wollte man sich bei Eröffnung der zweiten Staffel von „Die letzten Helden“ nicht mit Mittelmaß zufriedengeben. So beginnen die 6 CDs von „Das todgeweihte Kind“ im Prinzip mit einer völlig neuen Geschichte und neuen Hauptcharakteren, wobei die gesamte erste CD einen Dialog zwischen Chronarius und seinen Begleitern besteht, die aus düsteren Prophezeiungen und Andeutungen besteht, was die Zukunft von Adran betrifft – ohne dass man den Waisenjungen kennenlernen würde. Natürlich ist es spannend zu hören, was alles passieren könnte, aber hier hätte man das etwa halbstündige Gespräch auch gut auf die Hälfte bis ein Drittel herunter kürzen können. Und dass im weiteren Verlauf der Folge als große Erkenntnis präsentiert wird, dass es sich bei dem prophezeiten Kind tatsächlich um Adran handelt, ist dann zumindest keine große Überraschung mehr. Startet die Handlung in CD 2 dann richtig durch, überzeugt zuerst einmal die pfiffige Figur Adran mit seinem großen Charme und einer ordentlichen Portion Dreistigkeit. Immer wieder während der Handlung weiß er durch Geschick und Cleverness aus gefährlichen Situationen zu entkommen und scheinbar unbezwingbare Gegner zu überlisten – was unbestritten einen großen Unterhaltungswert hat. Dabei passieren im Laufe der Zeit immer schrecklichere oder beeindruckendere Dinge, die er jedoch zu schultern weiß. Ein wenig Dramatik hier und da sorgt dafür, dass die Welt von „Die letzten Helden“ mehr an Tiefe und Vielschichtigkeit gewinnt. Bis zum Ende steigern sich die Ereignisse immer mehr, sodass Adran am Schluss gegen mächtige Sagengestalten und sogar den Tod selbst gekämpft hat. Allerdings ist anzumerken, dass die Elemente sich zwar wunderbar ineinanderfügen, ihre Darstellungsweise aber schon klassisch zu nennen ist, zu sehr ist sie anderen Erzählungen entnommen. Der Tod ist also ein schrecklicher Herrscher, der unendliche Qualen hinauf beschwört und auf einem Thron aus Knochen residiert – das hat man sicherlich schon da ein oder andere mal gehört. Auch an der Erzählweise kann noch ein wenig gefeilt werden: Die sechs Stunden haben zwar nirgendwo wirklichen Leerlauf oder langatmige Passagen inne, treten aber manchmal auf der Stelle und kommen in der Geschichte nicht so recht voran, eine Kürzung wäre an der einen oder anderen Stelle sinnvoll gewesen. Einige Formulierungen wirken zudem etwas holprig oder wollen nicht so recht in die mittelalterliche Welt passen. Ansonsten gefällt die spätere Überkreuzung zum ersten Akt, die durchaus spannenden Erlebnisse von Adran sowie der Charakter des pfiffigen Waisenjungen. Obwohl „Das todgeweihte Kind“ durchaus seine Schwachstellen hat, vergehen die 6 Stunden schnell und unterhaltsam, die Neueinstieg in den zweiten Akt ist also geglückt.

Über 80 (!!!) Rollen sind allein in dieser Folge vergeben, viele Stimmen kommen einem sehr bekannt vor. Sowohl bekannte Profis als auch Neulinge oder Sprecher aus dem Hobbyhörspielbereich sind dabei, allein die Liste zu lesen ist beeindruckend. Hervorzuheben ist zuallererst natürlich Philipp Zieschang als Adran, er verleiht dem gewitzten Jungen eine ordentliche Portion Leben und kann besonders dessen lockere Art mit Dingen umzugehen und seine Unerschrockenheit in den Vordergrund stellen. Roan Wolko spricht seinen Freund Artur, der auch die zwielichtigen und harten Seiten des Anführers der Füchse nicht vernachlässigt und so in diversen Facetten erscheint. Gabrielle Pietermann und Max Felder sind als Ergänzung der Bande eine sehr gute Wahl. Wie im ersten Akt ist Christian Rode auch hier als Chronarius zu hören, seine markante Stimme setzt er auch hier hervorragend ein, um den weisen Mann mit dem nötigen Eindruck erscheinen zu lassen. Andreas Mannkopf als erste Eule und Hans-Georg Panczak als Store sorgen für erheiternde Momente. Graf Guildenstern wird ebenfalls wieder von Gerrit Schmidt-Foss gesprochen, trotz seiner eher freundlichen Stimme kann er hier sehr zwielichtig wirken. Thomas Friebe spricht den Tod und kann seiner Stimme einen beeindruckenden donnernden Klang verleihen. Es fällt leicht, noch einige bekannte und beliebte Namen wie nebenbei zu erwähnen, beispielsweise Lutz Riedel, Wolfgang Pampel, Dieter Hallervorden, Thomas Nero Wolff, Gisela Fritsch oder Frank-Otto Schenk.

Die akustische Umsetzung der Handlung ist wie in den vorigen Folgen insgesamt gelungen, die einzelnen Szenen wurden jeweils mit passender und stimmungsvoller Musik untermalt. Sie trägt einen großen Teil zur Atmosphäre bei, da immer wieder neue Atmosphären für die einzelnen Handlungen geschaffen werden. Auch die Geräusche sind gut eingebaut und lassen das Geschehen lebendiger wirken.

Jeweils 2 der 6 CDs stecken zusammen in einer normalen Doppel-CD-Hülle, die sich zusammen in einem Pappschuber finden. Dieser ist zwar hübsch gestaltet, enthält aber keine Informationen über das Hörspiel, diese sind auf der Rückseite der Hüllen zu finden. Dazu gibt es gleich 3 dicke Booklets mit zahlreichen Zeichnungen, Charakterbeschreibungen, Trackliste und einem ausführlichen Rückblick auf den ersten Akt.

Fazit: Hier wurde vielleicht nicht die ideale Erzählweise gefunden, dafür wird ein vielseitiges und unterhaltsames 6-Stunden-Hörspiel präsentiert, welches den zweiten Akt wunderbar eröffnet.

VÖ: 17. Dezember 2010
Label: Holysoft
Bestellnummer: 978-3-9418-9906-3


Die letzten Helden - Erster Akt - Episode VI: Das Tor der Toten

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Erster Eindruck: Der letzte Kampf...

Ein letztes Hindernis steht zwischen X und dem Konzil der Elemente: er muss durch das Tor der Toten schreiten. Doch zuvor landen er und sein Begleiter Amun in dessen Heimat Falkenfels, wo er seinen sterbenden Vater begegnet. Und alles deutet darauf hin, dass er von einem Gefährten getötet worden ist - von X...

Die neue Fantasy-Serie "Die letzten Helden" ist in Akte unterteilt, die jeweils einen anderen Handlungsbogen verfolgen, aber in der gleichen Welt spielen und auch ansonsten einen Zusammenhang haben. Nun ist der sechste Teil des ersten Aktes erschienen, der somit abgeschlossen ist. Da kann man schon eine besondere Folge erwarten - und wird nicht enttäuscht. Vielmehr zeigt Holysoft erneut, was für spannende Einfälle sie haben, und dringen auch weiter in die Charaktere ein als zuvor. Die Handlung dreht sich dieses mal vorrangig um das Erreichen des Konzils der Elemente, natürlich wie immer äußerst spannend verpackt. Der mysteriöse Ort verleiht der Folge eine ganz eigene Stimmung. Wie es dann ausgeht wird hier natürlich nicht verraten, ich jedenfalls war durchaus überrascht und sehr positiv angetan von dem Feuerwerk, das die Folge bietet. Alles fügt sich zusammen, und die gesäten Hinweise während der vorigen Folgen gehen auf und entfalten sich mit neuen Elementen zu einem stimmigen und interessanten Gesamtbild. Mythologische und teilweise bekannte Themen werden verschmolzen und zu einem neuen Gesamtbild geformt. Besonders stark sind die Szenen, in denen Amun an seinem Begleiter X zweifelt, ein wunderbares Mittel, um einerseits die Spannung zu erhöhen und andererseits andere Seiten der Charaktere zu zeigen. Ein hervorragender Akt geht zu Ende, ein spannender Handlungsbogen über 6 Folgen, ich bin sehr guter Dinge das man mit dem zweiten Akt nochmal die eine oder andere Schippe oben drauf legen wird.

Trotz vieler großartiger Sprecher, auch in dieser Folge, seien hier noch einmal die drei Hauptcharaktere hervorgehoben, die diesen ersten Akt geprägt und mitgestaltet haben. Als Amun ist Kim Hasper dabei, der den ungestümen Helden mit einer vielfältigen Gefühlswelt austattet und ihm so Leben einhaucht. Dietmar Wunder ist als X fantastisch, immer etwas mysteriös und undurchsichtig zieht er den Hörer in seinen Bann. Großen Gefallen habe ich auch am wunderbaren Engelbert von Nordhausen gefunden, der das zauberhafte Wesen Eye mit einer Mischung aus Ernst und schwarzem Humor einzigartig zu gestalten weiß. Weitere Sprecher sind unter anderem Gisela Fritsch, Andreas Mannkopff und Gerrit Schmidt-Foss.

Auch in Sachen Musik trumpft diese Folge auf, die sehr hohe Qualität der letzten Teile wird hier noch einmal gesteigert, die Szenen werden mit eindrucksvollen und passenden Stücken untermalt, die besonders die dramatischen Szenen zu zusätzlicher Stärke verhelfen. Hier wird auch bei den Geräuschen nicht gekleckert, auch hier wurde präzise und effektvoll gearbeitet.

Bisher wurden für die Serie immer einzigartige Fantasy-Zeichnungen verwendet, die dynamisch und lebendig wirken. Dies ist auch bei dieser Folge geschehen, da besonders durch das Spiel von Licht und Schatten auffällt. Ein dickes Booklet enthält viele Informationen zu den Charakteren und Begebenheiten dieser Folge, aber auch eine ausführliche Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse.

Fazit: Ein packendes Finale, welches des ersten Akt krönt und ein wunderbarer und spannender Abschluss ist.

VÖ: 29. Oktober 2010
Label: Holysoft
Bestellnummer: 978-3-9418-9905-6


Die letzten Helden - Erster Akt - Episode V: Jenseits des Meeres der verlorenen Seelen

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Erster Eindruck: An Bord des Schreckens der Meere

Auf ihrer Flucht vor dem Leichenlord kommen Amun und der schwer verletzte X in ein Küstendorf, in dem man sie alles andere als freundlich begrüßt. Doch größer als die Abneigung gegen die Fremden ist die Furcht vor der Eternity, einem sagenumwobenen Piratenschiff. Die beiden Gefährten haben jedoch keine andere Wahl, als an Bord zu gehen...

Als wäre die Suche nach dem Konzil der Elemente nicht schon schwierig genug, haben X und Amun auf dem Weg dorthin immer noch vielfältige Abenteuer zu bestehen - in der fünften Episode allerdings mal wieder "nur" auf einer CD mit einer Laufzeit von fast 80 Minuten. Nach wie immer stimmungsvollen Eingangsszenen beginnt die eigentliche Handlung dieser Folge an Bord der Eternity, die seltsamen Ereignisse häufen sich zunehmends, und auch der Hörer kommt nur schwerlich auf die Hintergründe. Die Charaktere sind dabei ebenso vielfältig wie interessant, sei es nun der übellaunige Kapitän Tarossa, dem merkwürdigen Smutje Silberauge oder die hübsche Schiffsärztin Lich - eine wunderbare Ergänzung zu den Hauptrollen Amun, X und Eye. Der Verlauf der Story ist sehr kurzweilig und nimmt im Verlauf immer mehr Fahrt und Spannung auf, viele mysteriöse Ereignisse lassen das Geheimnis um das Konzil der Elemente letztendlich klarer werden. Geschickt lenkt David Holy die Geschichte in immer neue Bahnen und hält somit das Interesse aufrecht, bis ein tolles und überraschendes Ende folgt. Die Vielfältigkeit dieser Folge, aber auch der sehr kurzweilige Verlauf und die grandiose Stimmung lassen diese Folge meiner Ansicht nach zu der besten der Serie werden - bisher zu mindestens.

Wieder überzeugt die Sprecherauswahl mit interessanten Stimmen und fähigen Schauspielern, die ihre Charaktere zum Leben erwecken können. Jan Spitzer gefällt mir als Kapitän Tarossa sehr gut, indem er mit fester, dröhnender Stimme einen sehr genauen Eindruck über den misstrauischen und rauen Mann hinterlässt. Helgo Liebig spricht Silberauge mit nicht zu überhörender Spielfreude und bringt feine Nuancen mit ein. Wunderbar ist Katharina Koschny als Lich, sie überzeugt mit einer großen Bandbreite in ihrer Stimme. Weitere Sprecher sind unter anderem Garhard Schaale, Konrad Halver und Peter Groeger.

Ernsthaftigkeit strahlt die Musik zu dieser Folge aus, keine verspielten Melodien, sondern gewaltige und beeindruckende Arrangements. Auch wird eher die düstere Atmosphäre an Bord eingefangen, als auf Meeresrauschen und Möwengeschrei zurückzugreifen. Eine dunkle Umsetzung, diegerade deshalb so ansprechend ist.

Auf dem Cover wird eine Szene aus dem Hörspiel dargestellt, die mit ihren gedeckten Tönen ebenfalls viel Atmosphäre erzeugen kann. Neben dem umfangreichen Booklet ist besonders die zweite CD zu erwähnen, die beiliegt. Auf ihr finden sich viele Musikstücke des opulenten Soundtracks, aber auch - für Fans besonders interessant - geschnittenen Szenen, die nun doch noch ihre Verwendung gefunden haben.

Fazit: Düstere Stimmung, temporeiche Geschichte, merkwürdige Ereignisse und ein großer Schritt in Richtung Finale - eine grandiose Folge der Serie.

VÖ: 8. Oktober 2010
Label: Holysoft
Bestellnummer: 978-3-9418-9904-9


Die letzten Helden - Erster Akt - Episode IV: Das Herz des Kristallwaldes

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Erster Eindruck: Kristallmine und Drachenhöhle...

Auf ihrer Suche nach dem Konzil der Elemente, dem geheimnisvollen Ort, der ewigen Leben verspricht, gelangen der Magier X und sein junger Begleiter, der Schwertkämpfer Amon, in das kleine Dorf Ristan im Kristallwald. Doch anstatt ihrem Ziel näher zu kommen, haben sie es mit einer neuen Bedrohung zu tun: Dem roten Tod...

Hohe Erwartungen wurden an die neue Serie "Die letzten Helden" nach verheißungsvoller Promotionarbeit gestellt, die ersten drei Folgen sind auch gut angekommen. Nun geht es weiter mit den Fantasy-Serie, und wieder zeigt sich, dass neben der fortlaufenden Geschichte immer auf ein stimmungsvolles Szenario gesetzt wird. Anfangs wird dem Hörer nach der Pause der Wiedereinstieg leicht gemacht: Neben einer ausführlichen Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse werden diese auch in einer Unterhaltung zwischen X und Amun kurz umrissen. Allein die Beschreibung des Kristallwaldes und die Ankunft in dem kleinen Dorf versetzen den Hörer augenblicklich in die fantastische Welt, in der man sich langsam heimisch fühlt. Langsam wird dann die Geschichte aufgenommen, die sich stetig weiter entwickelt und einen gelungenen Spannunngsbogen herstellt, der am Ende in einem packenden Finale endet. Die Bedrohung durch den roten Tod ist wunderbar umgesetzt, die Angst der Dorfbewohner glaubhaft dargestellt. Dabei wird wieder viel Wert auf glaubwürdige Charaktere gelegt, die umfassend dem Hörer präsentiert werden. Erneut haben es die Macher geschafft, ihrer Produktion einen völlig neuen Schliff, eine neue Wirkung zu verleihen, indem sie X und Amun in eine neue Situation gesteckt haben. Das verleiht der Serie Fahrt und Variation, was auch diese Folge zu einem hörenswerten Genuss macht.

Wunderbar wieder die Sprecherauswahl, erstaunlich wie ein solch neues Label so viele Top-Namen verpflichten konnte. Der grandiose Jürgen Thormann ist hier als Bürgermeister von Ristan zu hören, mit seiner äußerst präzisen Darstellung kann er auch hier begeistern. Arianne Borbachs einprägsame Stimme passt perfekt zu der Rolle der Kassandra, die sie mit Leidenschaft auszustatten weiß. Herbert Tennigkeit hat einen sehr effektvollen Auftritt als Druide, den er sehr gut meistert. Weitere der vielen Sprecher sind Thomas Petrou, Lutz Riedel und Gerhard Acktun.

Musikalisch wurde wieder einiges aufgefahren, jede Szene hat eine würdige Untermalung bekommen, die sie zum Strahlen bringt uns ihre Wirkung erst noch verstärkt. Dabei wird ebenso viel Wert auf eine passende Geräuschbegleitung gelegt, sodass die Szenen noch greifbarer und realistischer wirken.

Das Cover zeigt den großen Kampf von Amun und einem entscheidenden Charakter für die Geschichte, alles ist sehr dynamisch umgesetzt. Die Darstellung der Kristallmine im Hintergrund trägt viel zur Stimmung bei, während die beiden Figuren schön anzuschauen sind. Das Booklet ist umfangreich und bietet viele zusätzliche Informationen - löblich!

Fazit: Wieder eine spannende Geschichte, gut ausgewogen und mit einer ganz eigenen Wirkung - toll gemacht und mehr davon!

VÖ: 17. September 2010
Label: Holysoft
Bestellnummer: 978-3-9418-9903-2


Die letzten Helden - Erster Akt - Episode III: Die Wüste der Ewigkeit



Erster Eindruck: Sklavenhändler und berühmte Diebe

X und Amon sind in die Fänge von Sklavenhändler geraten, die Situation scheint aussichtslos. Und während X auf einem Sklavenmarkt an einen wahren Menschenfeind verkauft wird, soll Amon in Gladiatorenkämpfen sein Geschick beweisen. Durch Edelmut und starken Willen erlangt er den Respekt seiner neuen Herren. Doch dann lernt er eine schöne Sklavin kennen...

Die Reise zum Konzil der Elemente geht für X und Amon weiter, denn dieses ist die Hauptstory des ersten Aktes von "Die letzten Helden". Die einzelnen Episoden bilden dabei die kleinen Abenteuer, die Amon und X auf ihrem Weg dorthin bestreiten müssen. "Die Wüste der Ewigkeit" scheint da fast ein wenig zweigeteilt zu sein. Auf der ersten CD ist die Geschichte sehr stimmungsvoll: Der Sklavenmarkt sowie die Trennung der beiden Helden mit ihren anschließenden Aufenthaltsorten ist sehr detailliert beschrieben und glänzt durch die düstere Atmosphäre. Schnell kann sich der Hörer in diese fantastische Welt hineinversetzen. Auch die Charaktere werden hier wunderbar dargestellt, neben X und Amon tut sich hier besonders Sulman Sareibar hervor, ein grausamer und exzentrischer Sklavenhalter. Auf der zweiten CD steht dann wieder die Handlung mehr im Vordergrund, fantastische Gestalten und die Titelgebende "Wüste der Ewigkeit" bringen den Hörer ein Stück in der Hauptstory weiter, und das geschieht auf sehr spannende und unterhaltsame Weise. Beide Abschnitte haben mir äußerst gut gefallen, und so unterschiedlich sie auch sein mögen passen sie hervorragend in die Serie und sind nicht nur für Fantasy-Fans eine Empfehlung wert.

Wieder sind nur äußerst fähige und teils namhafte Sprecher engagiert, die den vorgegebenen Stoff glaubhaft umsetzen. Reinhard Kuhnert sorgt als Sulman Sareibar für kleine Highlights, indem er den menschenverachtenden Herrscher sehr präzise, beängstigend und mit einem Hauch humor umsetzt. Michael Pans außergewöhnliche Stimme sticht auch hier als Ali Bapa heraus und sorgt für Aufmerksamkeit. Tanja Green ist als Sklavin Nedime zu hören und setzt den Charakter sehr präzise um. Weitere Sprecher sind unter anderem Ingo Albrecht, Lutz Riedel und Tom Vogt.

In dieser Folge zeigt sich die Variabilität des Produktionsteams in Sachen Musik, denn statt wie in den vorigen Folgen auf eine klassische Umsetzung zu setzen, sind hier auch orientalische Klänge zu hören, die der Geschichte Flair und einen farbigen Anstrich verleihen. Jede Szene wird so stimmungsvoll und passend untermalt.

Die Covergestaltung greift viele Motive aus dem Hörspiel auf und ist in ansprechendem Fantasy-Stil gehalten. Die verwendeten bräunlichen Töne wirken ruhig und angenehm, während das Motiv für das nötige Interesse sorgt. Im Inneren ist neben einem Ausblick auf die kommenden Folgen eine ausführliche Trackliste zu finden.

Fazit: Sehr stimmungsvoll, wieder auf alte Märchen zurückgreifend und mit einer spannenden Geschichte - auch die dritte Folge der Serie kann überzeugen.

VÖ: 16. Juli 2010
Label: Holysoft
Bestellnummer: 978-3-9418-9902-5


Die letzten Helden - Erster Akt - Episode II: Die Katakomben von Danbar



Erster Eindruck: Vom Himmel unter die Erde

Neue Gefahren für X und Amon. Während die eintätowierten Runen des Magiers immer größer werden und neue Visionen heraufbeschwören, lernt der junge Krieger Draco kennen, der ihnen als Führer durch ein unterirdischen Höhlenlabyrinth dienen soll. Dort treffen sie auf legendäre Märchengestalten - und einen leibhaftigen Drachen...

Das Mammutprojekt "Die letzten Helden" erregt momentan viel Aufsehen in der Hörspielwelt und startet auch gleich mit drei Folgen, der Titel der Nummer zwei lautet "Die Katakomben von Danbar". Und wie so oft tut sich auch hier im zweiten Teil eine gewisse Richtung auf, die die Serie gehen wird und die der Hörer hier schon erahnen kann. Und das ist, dass neben der eigentlichen Story, der Suche nach dem Konzil der Elemente, das quasi übergeordnet ist, immer wieder kleinere Episoden eingespielt werden. Das war in der ersten Folge beispielsweise die Bedrohung durch die Traumspinnen, auch hier werden gleich mehrere Nebenschauplätze in den düsteren Katakomben offenbart. Eine Begegnung mit Grimm'schen Märchenfiguren, ein umfangreiches Rätsel, das der Hörer notieren und lösen kann, die Begegnung mit dem Drachen - ganz schön viel Stoff für eine Folge, zumal ja auch die Rahmenhandlung vorangetrieben wird. Da kommt keine Langeweile auf, immer ist der Hörer mitten in die Geschichte involviert. Trotzdem hatte ich bei keiner Szene das Gefühl, dass ihr nicht genügend Beachtung geschenkt wurde, alles passt harmonisch ineinander. Spannend ist die Geschichte allemal, auch wenn die Auflösung am Ende für einige nicht allzu überraschend kommen dürfte. Eine gelungene Fortsetzung des engagierten und spannenden Stoffes.

Auch hier wurde nicht an den Sprechern gespart, fast 40 Schauspieler haben vor dem Mikrofon Platz genommen und ihre Rollen interpretiert. Für ein fantastisches Intro sorgt Christian Rode als Chronist, der mit seiner sonoren und donnernden Stimme gleich die richtige Stimmung erzeugt. Als Draco ist Wolfgang Bahro zu hören, der hier sein Talent für zweilichtige Gestalten unter Beweis stellt und eine absolut gelungene Vorstellung bietet. Als Schneedreckchen ist Katharina von Weltzien zu hören, auch sie trägt dazu bei, dass das Hörspiel zum Erlebnis wird. Weitere Sprecher sind Klaus-Dieter Klebsch, Henry König und Ingo Albrecht.

Die Musik beeinflusst die Stimmung in großem Maße - und das durchgängig, mal leise im Hintergrund während der Dialoge, mal weiter in den Vordergrund gestellt. Tragend und eindrucksvoll sorgt sie immer für eine gespannte und mystische Atmosphäre, kann aber auch mal locker und heiter sein. Die Geräusche sind ebenso gelungen.

Die Kampf von X und Amon gegen dem mächtigen, feuerspeienden Drachen ist auf dem Cover zu sehen. In gelblichen Brauntönen wird hier mit Lichteffekten gearbeitet, alles ist fantastisch anzusehen und erweckt Neugier und die Lust, das Hörspiel kennen zu lernen. Im Inneren hätte ich mir außer der Trackliste noch weitere Informationen über das Projekt gewünscht.

Fazit: Spannend geht es weiter, sowohl Rahmenhandlung als auch eine eigenständige Geschichte finden hier Platz. Für Fantasy-Fans genau das Richtige!

VÖ: 16.Juli 2010
Label: Holysoft
Bestellnummer: 978-3-9418-9901-8


Die letzten Helden - Erster Akt - Episode I: Über den Wolken Mordens



Erster Eindruck: Auftakt zu großem Epos

Amon, der Sohn eines Grafen, geht in einem fliegenden Schiff auf die Suche nach dem geheimnisvollen Konzil der Elemente, das mehr Legende als Wirklichkeit zu sein scheint. In Begleitung des Magiers X gerät er von einer Gefahr in die andere... und findet treue Gefährten!

"Die letzten Helden" ist eindeutig als Großprojekt zu bezeichnen. Geplante 24 Episoden, aufgeteilt in vier Akte á 6 Folgen, davon etliche mit mehr als einer CD Laufzeit. Über 300 Sprecher, die die Creme de la Creme der deutschen Hörspielszene zusammenfassen. Geplante Veröffentlichungstermine bis 2014. Fantastische Artworks und zusätzliche Extras, die den Fans das Leben versüßen sollen. Eine ganz schön hohe Latte, die sich das Produzententeam um David Holy und Björn Korthof da selbst gesetzt haben, die Erwartungshaltung ist dementsprechend hoch. Und siehe da, mit dem ersten Teil "Über den Wolken Mordens" wird diese auch voll und ganz erfüllt.Die Geschichte ist spannend und kann den Hörer von der ersten Minute an packen, trotz ihrer Vielschichtigkeit bleibt sie einfach nachzuvollziehen. Wunderbar, dass kleine Elemente eingebaut wurden, die das ganze Auflockern, beispielsweise ein sprechendes und vorlautes Buch. Viele Fantasy-Motive mögen Fans des Genres bekannt vorkommen, doch in dieser Vielfalt wird man auch immer wieder aufs Neue überrascht. Über die gesamte Laufzeit von immerhin 2 Stunden entsteht eine packende Handlung rund um die anschaulich beschriebenen und interessanten Figuren, die das Herz jedes Fantasy-Fans höher schlagen lässt. Besonders die Szenen mit den gefährlichen Traumspinnen sind sehr aufregend und mit tollen Ideen gespickt. Eine extrem aufregende und vielversprechende erste Folge dieses Mammut-Projekts.

Zu viele hervorragende Sprecher wurden verpflichtet, um die alle gebührend loben zu können. Schon hier sind es über 25 an der Zahl, unter ihnen so klanghafte Namen wie Christian Rode, Claudia Urbschat-Mingues, Regina Lemnitz, Tobias Kluckert und Hans-Georg Panczak. Als Amon, der eine der Hauptrollen übernimmt, ist Kim Hasper zu hören, der den jungen Helden in all seinen Facetten darzustellen weiß. X, der mächtige Magier, wird vom fabelhaften Dietmar Wunder gesprochen, dessen einprägsame Stimme sehr gut zu dem Charakter passt. Interessant wird es mit Engelbert von Nordhausen als Gargoyle Eye, dessen spöttische Kommentare gut mit seiner einzigartigen Stimmfarbe harmonieren, der aber auch immer einen gewissen Ernst nicht vermissen lässt. Den Nagel auf den Kopf hat auch die Sprecherauswahl von Santiago Ziesmer als Kobold Rimak getroffen, dessen Szenen wunderbar gelungen sind.

Großes ist auch von der musikalischen Begleitung zu berichten. Dramatisch, geradezu episch erschallt sie aus den Boxen und entführt den Hörer in die fantastische neue Welt der Serie. Orchestrale Klänge begleiten dabei die Handlung und machen sie zu einem echten Hörerlebnis. Auch die Geräusche sind sehr gut eingefügt, das Hörspiel wirkt so sehr lebendig und glaubhaft.

X, Amon und Eye, die drei Hauptcharaktere dieser ersten Folge, zieren auch das Cover. Im typischen Fantasy-Stil mit interessanten Lichtspielereien bekommt man einen ersten optischen Eindruck der Helden, auch das fliegende Luftschiff ist zu erblicken. Eine ausführliche Trackauflistung im Inneren erleichtert den Wiedereinstieg in die Handlung.

Fazit: Eine packende Produktion voller Fantasie und Spannung, eine völlig neue und interessante Welt, die einem offenbart wird. Die großmundigen Ankündigungen haben sich hier schon mal bewahrheitet.

VÖ: 16. Juli 2010
Label: Holysoft
Bestellnummer: 978-3-9418-9900-1