Don Harris Psycho-Cop - 6. Das Glastonbury-Rätsel

Don Harris Psycho-Cop - 5. Das Killer-Kommando

Don Harris Psycho-Cop - 4. Das Erbe der Wächter

Don Harris Psycho-Cop - 3. Das schwarze Amulett

Don Harris Psycho-Cop - 2. Der Club der Höllensöhne

Don Harris Psycho-Cop - 1. Das dritte Auge


Don Harris Psycho-Cop - 6. Das Glastonbury-Rätsel



Erster Eindruck: Temporeich gehts weiter

Ahmet Corelli findet seinen Vater brutal ermordet vor und wendet sich hilfesuchend an das ESI, einen Geheimdienst, der Don Harris und seine Partnerin Elektra auf den Fall ansetzt. Schnell wir klar, wie brisant der Fall ist, denn auch Corelli wird bald darauf getötet. Wer steckt hinter den Anschlägen? Um das herauszufinden widmen sich die beiden Ermittler dem Forschungsgebiet des Ägypters zu und entdecken ein Dokument, das die Menschheit verändern könnte…

In rasantem Tempo geht es bei Don Harris Psycho-Cop in die nächste Runde, und ein Teil scheint besser zu sein als der andere. Autor Jason Dark und Regisseur Oliver Döring gönnen ihren Hörern zwar eine kurze Pause vor den mächtigen Höllensöhnen, die es auf Don Harris abgesehen haben, dafür taucht ein neuer Geheimbund auf, der für Probleme sorgt: Das Schwert Zions. Dieses mal sorgt ein religiöses Thema für den Ausgangsstoff der Folge, das hoch spannend aufgearbeitet wurde und aufgrund seiner Brisanz für höchste Aufmerksamkeit beim Hörer sorgt. Dabei wird ihm kaum Luft zum Atmen gelassen, immer wieder neue Ereignisse oder Erkenntnisse ergeben eine hohe Dichte, die trotzdem gut nachvollziehbar ist. Das mysteriöse und spektakuläre Ende, welches sogar für philosophische Gedanken Patz lässt, lässt mich zu der aussage hinreißen, dass wir es hier mit der bisher besten Folge der Serie zu tun haben, was aufgrund der extrem starken Vorgänger schon etwas heißen will. Ich jedenfalls bin völlig hingerissen aufgrund der modernen Mystik und den sehr realen Bedrohungen, die diese Serie zu etwas ganz Besonderem machen.

Natürlich wurde auch hier wieder höchster Wert auf eine gelungene Sprecherauswahl gelegt. So brilliert Claudia Urbschat-Mingues wieder als Elektra und kann neben der mysteriösen Seite auch gefühlvolle Anteile gut herüberbringen. Als Ahmet Corelli ist Philipp Moog zu hören, der den jungen Ägypter sehr glaubhaft und mit präziser Betonung spricht. Für gruselige Momente sorgt am Ende Raimund Krone und sorgt neben Hochspannung auch für nachdenkliche Momente. Außerdem hören wir noch Jürgen Kluckert, Bernd Rumpf und selbstverständlich Dietmar Wunder als Don Harris.

Der Gruselthriller wird wieder gekonnt in Szene gesetzt, in dem die Musik zurückgefahren und eher im Hintergrund gehalten wird. Nur wenige, dafür umso gezieltere Effekte werden eingesetzt und lassen den Fokus auf den Sprechern. Das ergibt eine ganz eigene Stimmung, die nicht von der Story ablenkt. Dieser für Oliver Döring neue Weg schafft eine ganz eigene Atmosphäre, die mir sehr zusagt und für Don Harris genau der richtige Weg ist.

Auch auf diesem Cover wird wieder mit den Lichteinfall gespielt und lässt große Teile der Umgebung um Düsteren. Zusammen mit dem ermordeten Corelli im Vordergrund und der wichtigen Schriftrolle ergibt sich eine mysteriöse Stimmung, die sich auf den potenziellen Käufer zu übertragen weiß und somit eine perfekte Wahl ist.

Fazit: Auch hier ist wieder ein Meisterstück gelungen, dass nicht nur für Fans der Serie interessant sein dürfte. Ich bin vollends begeistert!


Don Harris Psycho-Cop - 5. Das Killer-Kommando



Erster Eindruck: Geistererscheinung und äußerst reale Killer…

Der Club der Höllensöhne hat es weiter auf Elektra und besonders Don Harris abgesehen, der mit seinen übersinnlichen Kräften und dem magischen Amulett eine große Bedrohung für sie darstellt. Deswegen entsenden sie einen Killer, den Don Harris jedoch mit seinen Fähigkeiten überwältigen kann. Doch die Höllensöhne ruhen nicht und schmieden weitere finstere Pläne…

Der durchweg positive Eindruck der Don Harris Psycho-Cop Serie von Oliver Döring setzt sich auch in der fünften Folge ungebrochen fort. Die Geschichten wirken wesentlich realer als es jedes Action-Mystery-Spektakel sein könnte und ist somit auch für den Hörer bedrohlicher, die mysteriöse Figur der Elektra, der Club der Höllensöhne und natürlich die übersinnliche Begabung von Don Harris sind ein reizvoller und spannender Ausgangspunkt der Serie. In dieser Folge finde ich besonders den Perspektivenwechsel spannend, der auch mal aus der Sicht der Höllensöhne erzählt und die Story somit dreidimensional und logisch durchdacht wirken lässt. Auch die eingespielten Telefongespräche, in denen Don Harris Tod geplant wird, lassen knisternde Spannung aufkommen. Eine kleine Anspielung auf Oliver Dörings zweite Erfolgsserie und viele spektakuläre Szenen runden die Spannungskurve ab. Zusammen mit einer spektakulären Geistererscheinung, die weitere Fragen aufwirft und die Geschichte um den Psycho-Cop entscheidend beeinflussen wird, ergibt sich ein hoch spannendes Gemisch, bei dem ich jede Minute in mich aufgesogen habe und mich völlig fesseln lassen konnte. Don Harris ist einfach eine Wucht, und jeder sollte sich selbst davon überzeugen.

Douglas Welbat konnte sich als Erzähler noch einmal steigern und kostet nun jeden Spannungsmoment hingebungsvoll aus und scheint so mit dem Hörer zu spielen. Als Bestattungsunternehmer Ethan Sloane ist Jörg Döring zu hören, der perfekt seine Rolle austariert und zwischen Unterwürfigkeit und Verzweiflung zu pendeln weiß. Björn Schalla spricht Pablo und liefert eine so tadellose und intensive Leistung ab wie eh und je. Weitere Sprecher sind unter anderem Gerrit Schmidt-Foss, Bernd Vollbrecht und Lutz Mackensy.

Auch wenn hier ein ganz anderer Weg eingeschlagen wird als in der John Sinclair-Serie, habe ich nur Lob für die akustische Gestaltung über. Denn gerade das Fehlen von den ganz großen Bombast-Effekten, die eher zurückhaltende Musik machen diese Produktion aus und legen den größeren Wert auf eine spannende und zusammenhängende Geschichte. Was natürlich nicht heißt, dass es nicht mal laut werden darf…

Das Cover gefällt mir dieses mal besonders gut. Auf den ersten Blick kann man nicht gleich alles erfassen und entdeckt immer wieder neue Kleinigkeiten. Die Beleuchtungsperspektive ist sehr interessant und sorgt für einen zusätzlichen Reiz.. Der Rest der Aufmachung ist recht schlicht, enthält im Inneren aber alle wichtigen Informationen.

Fazit: Don Harris entwickelt sich zu einer absoluten Top-Serie und legt auch mit Das Killer-Kommando einen spannenden und vielschichtigen Knaller hin. Grandios und sehr zu empfehlen!


Don Harris Psycho-Cop - 4. Das Erbe der Wächter



Erster Eindruck: Azucena in Gefangenschaft...

Azucena, die Profikillerin, entscheidet sich, das schwarze Amulett für ihre Zwecke zu nutzen und gegen den Willen ihrer Auftraggeber zu handeln. Daraufhin entführen sie die Höllensöhne, um den Verbleib des machtvollen Gegenstandes zu klären. Elektra nimmt Kontakt zu ihr auf und versucht, sie zu befreien. Don Harris erfährt unterdessen von den wahren Zielen der ESI, der Organisation, für die er arbeitet...

Nachdem Don Harris mit der dritten Folge schon ein gelungenes Comeback gefeiert hat, scheint es, als könnte sich die Serie in Teil 4 noch weiter steigern. Immer weiter kommt der Hörer auf die Spur der Zusammenhänge, in die Azucena noch wesentlich mehr eingebaut ist als anfangs vermutet. Der Abstecher in Elektras Vergangenheit, die Offenbarung über die Ziele der ESI, der spektakuläre Rettungsversuch von Azucena, all das würde schon zu einem fantastischen und besonders spannenden Hörspiel reichen. Doch hinzu kommen noch die Szenen, in denen Azucena von ihren Bewachern gequält wird - alles mehr angedeutet als ausformuliert und damit noch bedrohlicher, noch fesselnder für den Zuhörer. Auch der Abschluss der Handlung, in dem Don Harris und Elektra ihre Kräfte vereinigen, hat es in sich. Mir gefällt immer besser, dass "Don Harris" zwar mit mysteriösen Themen spielt, aber mehr in der Realität angesiedelt ist und damit erwachsener und auch moderner wirkt. Hier wurde wirklich alles richtig gemacht, eine spannende, teilweise Nerven aufreibende Story, die sowohl eine kurze Episode erzählt als auch in den großen Handlungsverlauf der Serie eingebaut ist, eine für das Genre außergewöhnliche Produktionsweise und wirklich gute Sprecher! Der Daumen zeigt steil nach oben!

Über 20 Sprecher wurden engagiert, und sogar die kleinsten Nebenrollen sind mit hochkarätigen Schauspielern wie Marie Bierstedt, Raainer Fritsche oder Anke Reitzenstein besetzt. In der Hauptrolle des Don Harris erleben wir einen Dietmar Wunder in Höchstform, der jedes einzelne Wort sowohl mit Hingabe als auch mit Professionalität spricht und somit eine überzeugende Top-Leistung abliefert. Auch Bernd Rumpf ist als Jack O'Donnell, Don Harris' Vorgesetztem, hervorragend und trifft die richtigen Töne. Gelobt sei noch einmal Katrin Fröhlich, deren Rolle Azucena um einige Aspekte gewachsen ist, die sie wunderbar meistert.

Musik und Geräusche sind hier wirklich nur Hintergrund, eher leises Stilmittel um den Hörer zu begeistert anstatt lautes Getöse, die zum Gelingen des Hörspiels beitragen müsste. Das schafft hier die Geschichte ganz von allein. Trotzdem (oder gerade deshalb?) klingt alles sehr rund.

Das Cover ist wesentlich besser gelungen als sein Vorgänger. Das Bergpanorama ergibt mit Don Harris am Paraglider und dem Schriftzug eine Symbiose, die beeindruckend und stimmig wirkt. Noch etwas zum Logo: Auch hier kommt die Verbindung von Mystik und Realität sehr gut zur Geltung.

Fazit: Die Folge legt nochmal ordentlich zu. Der Spannungsbogen, die Effekte, die Sprecher alles top. Das lange Warten auf die Fortsetzung hat sich auf jedenfall gelohnt


Don Harris Psycho-Cop - 3. Das schwarze Amulett



Erster Eindruck: Ein neuer Feind betritt die Bühne

Don Haris ist immer noch nicht vollständig mit seiner Macht und seiner Vergangenheit vertraut, als eine Vision nach Spanien ruft. Dort wartet schon ein Bote der geheimnisvollen Elektra auf ihn. Doch auch finstere Mächte wissen, wo Don Harris sich aufhält. Was ist das Geheimnis des schwarzen Amuletts?

"Don Harris Psycho-Cop" kehrt nach längerer Pause in die Hörspielregale zurück- neu ist auch der Vertrieb von Universal. Offensichtlich hat die Abwesenheit dem Hörspiel nur gut getan - die sowieso schon gute Serie ist hörbar erstarkt. Mir gefällt dieser gelungene Mix aus Mystik und Realität, der ganz anders ist als beispielsweise "John Sinclair", obwohl beide Reihen von Jason Dark geschrieben und von Oliver Döring produziert wurden. Don Harris wirkt insgesamt reifer, erwachsener, aber auch vielschichtiger. Erst langsam kommt der Hörer hinter die Geschichte der einzelnen Charaktere, die dabei wesentlich besser durchleuchtet und vorgestellt werden. Ruhiger geht es auch zu, hintergründiger, aber genauso spannend. Begeistert war ich besonders von dem tollen Intro und der Schlusssequenz - beide wecken große Erwartungen, die absolut erfüllt werden. Don Harris grenzt sich stark von anderen genretypischen Serien ab und schafft etwas Neues, und so habe ich dem "schwarzen Amulett" sehr gerne gelauscht und kann es nur weiterempfehlen.

Erzähler der Serie ist Douglas Welbat, der zwar insgesamt sehr überzeugend ist, manchmal aber etwas langsamer hätte sprechen können, um die Spannung noch mehr zu steigern. Wunderbar ist Claudia Urbschat-Mingues, die Elektra mit vielen Facetten ausstattet und von geheimnisvoll bis eindringlich eine große Bandbreite abdecken kann. Katrin Fröhlich, die die Azucena spricht, schafft es ebenso, ihren Charakter glaubhaft erscheinen zu lassen und verleiht ihr die nötige Härte und Abgebrühtheit. Mit dabei sind auch Oliver Feld, Frank Glaubrecht und natürlich Dietmar Wunder als Don Harris.

Auch in Sachen Akkustik grenzt sich Don Harris deutlich vom "großen Bruder" John Sinclair ab: Die Musik ist eher dezent im Hintergrund und bei weitem nicht so knallig, die Sounds sparsamer und nicht so dominant. So entsteht eine ganz eigene, untypische Atmosphäre, die wunderbar zu der Geschichte passt.

Das Cover wurde ebenfalls leicht überarbeitet. Auch wenn es etwas computergeneriert wirkt, ist es passend und verstrahlt ein leichte Mystik. Das Booklet ist klein, aber ausreichend und enthält alle nötigen Informationen

Fazit: "Don Harris Psycho-Cop" in neuem Glanze, etwas anspruchsvollere, aber immer noch lockere Mystery auf hohem Niveau. Danke, dass der Serie noch eine Chance gegeben wurde!


Don Harris Psycho-Cop - 2. Der Club der Höllensöhne



Erster Eindruck: Eltern und Höllensöhne

Um mehr über seine Eltern und sein eigenes Schicksal zu erfahren, begibt sich Don Harris nach Glastonbury, seinem Geburtsort. Doch die geheimnisvolle Elektra lockt ihn zu sich und gibt wieder völlig neue Rätsel auf. Auch der Club der Höllensöhne ruht nicht und will mit aller Macht verhindern, dass Don Harris seine Kräfte komplett entfalten kann...

Weiter geht es mit Don Harris, dem übersinnlich begabten Polizisten. Auch diese zweite Folge "Der Club der Höllensöhne" wurde noch für einen anderen Vertrieb produziert und nun von Universal übernommen. Dabei wird die Handlung der ersten Folge aufgegriffen und weitergeführt, sodass man diese schon gehört haben sollte, um alles verstehen zu können. Hauptaugenmerk liegt auf Elektra, in ihr bisheriges Leben bekommen wir einen - sehr kleinen - Einblick, was sie noch mysteriöser wirken lässt als bei ihrem ersten kleinen Auftritt in der vorigen Folge. Doch auch die Weiterführung der Bedrohung durch die Höllensöhne (mit überraschender Wendung) und die weiteren Ver- und Entwicklungen von Don Harris werden zum Thema und verleihen der Handlung seine Substanz. Ganz so stark wie die erste (und die weiteren) Folgen ist dieser zweite Teil nicht, dazu verfällt Regisseur Oliver Döring etwas zu viel ins Profil von John Sinclair und grenzt sich nicht weit genug ab. Auch eine gewisse, sagen wir mal: erotische Szene wird etwas überspitzt dargestellt und mutet etwas merkwürdig an. Dennoch ist sie aufgrund der immer noch spannenden Geschichte und der vielschichtigeren Handlung der Serie gut hörbar, und mit Folge drei wird dieser kleine Durchhäger absolut wieder wett gemacht.

Die Anzahl der Sprecher ist wesentlich geringer als im ersten Teil, die Qualität ist aber glücklicherweise geblieben. Elektra wird von der wundervollen Claudia Urbschat-Mingues gesprochen und kann hier beweisen, was alles in ihrer Rolle steckt. Dass sie auch hier ihr Talent wieder voll ausspielen kann, muss wohl kaum noch erwähnt werden. Auch Frank Glaubrecht liefert als Mac "Silver" Sterling eine durchgehend hervorragende Leistung ab und spricht seinen Charakter wieder mit intensiver Betonung. Und Tilo Schmitz, im Booklet schlicht als "Killer" benannt hat einen kurzen, aber sehr prägnanten Auftritt. Weitere Sprecher sind David Nathan, Björn Schalla und Lutz Mackensy.

Bei der Musik ist eine schwierige Gratwanderung absolut gelungen: Zwar ist im Hintergrund eigentlich immer etwas zu hören, trotzdem drängt sich die Musik nie zu weit in den Vordergrund und arbeitet lediglich Nuancen heraus. Unterstützt durch eine unglaublich gute Auswahl an Effekten (die hier noch einmal heftiger ausfallen) ergibt sich eine sehr hintergründige, erwachsene Ästhetik, die die Geschichte in ein passendes Gewand kleidet.

Die neue Gestaltung entfaltet auch hier ihren ganzen Reiz. Vom Titelbild ist dank weggefallenen Rahmen jetzt mehr zu sehen, wir bekommen ein umfassenderes Bild der dargestellten Szene. Das Booklet könnte zwar wieder etwas umfangreicher sein, ist aber auch in seiner Schlichtheit durchaus überzeugend und hat das Coverbild als Hintergrund.

Fazit: Leider nicht ganz so stark wie sein Vorgänger. Davon sollte man sich aber keinesfalls abschrecken lassen, denn ab dem nächsten Teil geht es richtig zur Sache!


Don Harris Psycho-Cop - 1. Das dritte Auge



Erster Eindruck: Der Start einer beeindruckenden Serie

Schon in seiner Kindheit besitzt Don Harris übersinnliche Fähigkeiten und kann Dinge vorhersehen. Auch in seinem späteren Leben als Polizist kann er dieses gewinnbringend einsetzen. Doch noch immer fehlt ihm die Kontrolle seiner Gabe. Erst, als sein Vater ermordet wird, erfährt er vom "Club der Höllensöhne", die es auf ihn abgesehen haben, und begegnet der geheimisvollen Elektra...

Nach dem Wechsel der "Don Harris Psycho-Cop"-Serie zu Universal finden sich auch die ersten beiden Folgen der Seerie ins Verlagsprogramm ein - mit dem neuen Design, das versteht sich wohl von selbst. Oliver Döring vertont hier abermals eine Reihe von Jason Dark, schlägt aber ganz andere Wege ein als bei "John Sinclair". Die Geschichte ist insgesamt erwachsener und mehr in der Realität angesiedelt, es wird mehr Wert auf die Geschichte als auf Action gelegt. Schon das Intro, in dem Don Harris Kindheit beschrieben wird, macht viel Lust auf das Folgende. Beginnt dann die eigentliche Handlung, ist man schnell gefesselt von den glaubwürdigen Charakteren und der interessanten Handlung. Dennoch, kennt man bereits die nächsten Folgen nimmt man die Nummer eins "Das dritte Auge" als Starter wahr: Zwar durchaus spannend und unterhaltsam, aber im Vergleich zu den anderen eben auch gebremster und nicht so temporeich. Trotzdem, auch die erste Folge halte ich aufgrund der spannenden Geschichte, den Top-Sprechern und der gelungenen akkustischen Umsetzung für mehr als empfehlenswert. Seinen ganzen Reiz entfaltet sie jedoch erst in Verbindung mit den anderen Teilen. Doch aufgrund des offenen Endes wird wohl kaum jemand nicht weiterhören...

Über 30 (!!!) Sprecher sind für diese erste Folge verpflichtet worden, und allesamt machen sie ihre Sache ganz wunderbar. Als Don Harris können wir Dietmar Wunder erleben, der der Serie die nötige Ernsthaftigkeit verleiht und jede Szene mit viel Feingefühl spricht. Sein Kollege Terry Sheridan wird von Gerrit Schmidt-Foss gesprochen, auch er kann mich mit seiner einprägsamen Sprechweise überzeugen. Als Erzähler fungiert Douglas Welbat, der mir hier noch zu sanft herüberkommt und seine Passagen technisch zwar einwandfrei spricht, dafür aber keine zusätzliche Spannung aufbauen kann. Weitere Sprecher sind Susanna Bonaséwicz, Claudia Urbschat-Mingues und Oliver Rohrbeck.

Auch in Sachen Musik werden deutlich andere Wege beschritten als bei der Sinclair-Serie. Die Musik hält sich hier sehr zurück, unterstreicht dabei die tollen Sprechleistungen eher hintergründig, statt sie zu überdecken. Auch die Geräusche sind nicht ganz so laut, nicht ganz so knallig, dafür aber technisch wieder astrein umgesetzt, sodass sie für kleine Schockmomente und ein realitätsnahes Ambiente sorgen.

Das Motiv des Covers wurde von der alten Auflage übernommen, aber noch einmal überarbeitet. So stört kein Balken den Gesamteindruck, der Schriftzug wirkt wesentlich mystischer, alles wirkt organischer und geht besser ineinander über. Nur leider lassen sich die Sprecherangaben bei schwachem Licht nur schwer entzifffern, da sie rot auf dunklem Grund gedruckt sind. Aber darüber kann man leicht hinwegsehen.

Fazit: Ein überaus gelungener Start der Serie. Und trotzdem kann sie sich in den nächsten Folgen noch einmal steigern. Mystery-Fans sollten unbedingt zugreifen.

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