Team Undercover – 19. Die Rache des Geisterpiraten

Team Undercover – 18. Der Schatz von Heaven's Bridge

Team Undercover – 17. Die Spur des Bären

Team Undercover – 16. Ein Team für alle Fälle

Team Undercover – 15. Im Fadenkreuz

Team Undercover – 14. Unter Haien

Team Undercover – 13. Im flammenden Inferno

Team Undercover – 12. Geisterspuk im Landschulheim

Team Undercover – 11. Gefahr aus dem Weltall

Team Undercover – 10. Angst um Odysseus

Team Undercover – 9. Tödliche Bedrohung

Team Undercover – 8. Jagd in die Vergangenheit

Team Undercover – 7. Doppeltes Spiel

Team Undercover – 6. Der unheimliche Clown

Team Undercover - 5. Der geraubte Stern

Team Undercover - 4. Die Nacht des Vampirs

Team Undercover - 3. Das Haus der Geister

Team Undercover - 2. Das Rätsel der Halskette

Team Undercover - 1.Der Fluch des Anubis


Team Undercover – 19. Die Rache des Geisterpiraten



Erster Eindruck: Unsicherheit am Set

Während ihrer Amerika-Reise dürfen die Mitglieder des Team Undercover als Highlight ein Filmset besuchen, auf der der Gruselfilm „Der Geistersturm“ gedreht wird. Doch schon bald häufen sich merkwürdige Unfälle, sodass das ganze Filmprojekt in Gefahr scheint. Klar, dass Eddie, Ben, Hannah und Sarah den Fall untersuchen wollen...

Dass man zwischen zwei Serien ein Crossover einleitet, ist immer wieder nicht nur interessant für die Hörer, sondern dient sicherlich auch Marketingzwecken. Contendo Media hat dies schon in der letzten Folge von Team Undercover mit seinen beiden himmlischen Ermittlern Morgan und Bailey gemacht, noch gelungener ist dies aber bei Folge 10 geschehen. Denn hier wird ein Film namens „Der Geistersturm“ gedreht – eben jene Geschichte, die als erster Teil der neuen Hörbuchreihe „Schauergeschichten“ erschienen ist. Beides funktioniert völlig unabhängig voneinander, dennoch ist ein witziger Querverweis gelungen. Und so präsentiert sich die Handlung auch immer wieder mit einer Spur Grusel, der sehr gut zu der Serie passt und wohldosiert wie hier einen zusätzlichen Reiz bietet. Dabei spielt „Die Rache des Geisterpiraten“ auch die anderen Stärken der Serie gut aus: Sympathische Charaktere, ein flottes Erzähltempo sowie undurchschaubare Handlungen, die sich erst am Ende vollständig aufklären. Besonders die unterschiedlichen Figuren am Set kommen hier gut zur Geltung, wobei einige Verdächtigte einen Vorteil aus dem Abbruch des Drehs zu haben scheinen. Die geschmeidige Auflösung schließt diese Folge dann gekonnt ab.

Patrick Mölleken geht in seiner Rolle als Eddie Köhler wieder voll auf, er wirkt sehr spontan und kann in jeder Szenen einen überzeugenden Eindruck hinterlassen. Konrad Bösherz ist in dieser Folge als Casey Trucker zu hören, sein markanter Klang sorgt immer wieder für viel Aufmerksamkeit, zumal auch er sehr glaubhaft klingt. Annina Braunmiller-Jest kann die durchsetzungsstarke Aufnahmeleiterin Chloe sehr energisch herüberbringen und bringt so viel Energie mit ein. Weitere Sprecher sind Viktor Neumann, Gerald Paradies und Andre Beyer.

Christoph Piasecki und sein Team haben auch hier eine sehr stimmige Atmosphäre geschaffen, alles passt gut zusammen und wirkt wie aus einem Guss. Dabei gefällt mir besonders, dass durch die Musik der Grusel dieser Geschichte gekonnt unterstrichen wird. Doch auch die Geräusche sind sehr gekonnt eingebaut und sorgen in den trubeligen Szenen für einen lebendigen Ausdruck.

Eine düstere Gasse, die des nachts nur spärlich durch Laternen beleuchtet wird, ist die Kulisse für das Cover dieser Folge. Der Geisterpirat steht dabei ziemlich unheilich dort und scheint mit seinen Armen einen Sog zu erzeugen, der die Mitglieder des Team Undercover zu sich zu ziehen scheint, auch im Hintergrund werden ansehnliche Motive aus dem Hörspiel dargestellt.

Fazit: Die Geschichte wird flott erzählt, sodass keine Langeweile aufkommt, zudem wird der leichte Gruselansatz sowie der Querverweis zu den Schauergeschichten sehr gut eingebaut. Mehrere Verdächtige und erst ganz zum Ende die überraschende, aber sinnige Aufösung – eine sehr hörenswerte Folge der Serie.

VÖ: 13. Januar 2017
Label: Contendo Media
Bestellnummer: 978-3-945757-44-4


Team Undercover – 18. Der Schatz von Heaven's Bridge



Erster Eindruck: Unterwegs mit neuen Bekannten

Auf ihrer Reise durch Amerika macht das Team Undercover nach ihrem unfreiwillig Stopp in der Wildnis Halt im kleinen Küstenstädtchen Heaven's Bridge und kommt bei der Pastorin Rose Bailey unter. Da diese ebenfalls eine kriminalistische Ader hat, werden die vier Hobbydetektive schnell in einen neuen Fall um eine gestohlene Münzsammlung verwickelt – und dieser führt sie durch die ganze Stadt...

Crossover sind immer wieder eine hübsche Sache in der Hörspielwelt, insbesondere wenn zwei Serien zusammengeführt werden, bei denen man das Gefühl hat, dass sie wie füreinander geschaffen sind. In der 18. Folge von Team Undercover ist dies gelungen, denn die Energie der vier Jungdetektive kombiniert sich hier prächtig mit der Gelassenheit der beiden Hauptfiguren aus „Morgan & Bailey“ - womit der Schauplatz der Handlung ebenfalls gegeben ist: Heaven's Bridge. Schnell kommt die warmherzige Art der Pastorin herüber, die sich um die Kinder kümmert und mit ihren bereits aus der eigentlichen Serie bekannten Pancakes verwöhnt, bevor auch schon nach einigen kurzen Erklärungen der Fall losgeht. Doch dieser schlägt eine ganz andere Richtung an als anfangs gedacht, denn das Rätsel um die Münzen ist schnell gelöst, eine Art Schnitzeljagd durch die ganze Stadt bildet den Hauptteil der Handlung. Dabei sind so einige Rätsel zu lösen, die ziemlich clever aufgebaut sind und den Hörer gut unterhalten können. Was dahinter steckt, klärt sich erst ganz am Ende auf, und auch das ist spannend erzählt und setzt am Ende noch einmal mit einer brenzligen Situation ein Highlight der Folge. Besonders gelungen ist, dass man schnell vergisst, dass es sich um ein Crossover handelt, weil alles so gut ineinander greift und sich zu einem unterhaltsamen Ganzen verbindet.

Rita Engelmann und Joachim Tennstedt sprechen ihre Rollen auch hier mit einer sehr warmherzigen und liebenswerten Art, sodass sich auch Neulinge direkt bei den beiden Geistlichen wohl fühlen. Jürgen Thormann ist in einer kurzen Szene als Alan Roberts zu hören, mit seiner markanten Stimme kann er den Mann recht ruppig, aber auch sympathisch darstellen. Pat Murphy macht seine Sache als Harry O'Neill ebenfalls sehr gut, er kann einen glaubhaften Eindruck hinterlassen. Weitere Sprecher sind Jaron Löwenberg, Bodo Wolf und Daniel Wandelt.

Die akustische Umsetzung orientert sich eher an den Folgen des Teams Undercover denn an Morgan & Bailey, sodass eher wenig Musik im Einsatz ist und die Konzentration ganz auf den Sprechern liegt – die aber auch schon für genügend Atmosphäre sorgen. Unterstützt werden sie von sehr gut eingebauten Geräuschen, die entweder im Hintergrund eingesetzt sind oder die Handlungen der Figuren präsenter wirken lassen.

Das Cover zeigt nicht nur die vier Mitglieder des Teams Undercover, sondern auch Rose Bailey und Charles Morgan in dem modernen und computeranimierten Look der Serie. Die Hafenstadt kommt dabei gut zur Geltung, mit einem Möwenschwarm und dem Leuchtturm, der auch im Hörspiel eine Rolle spielt, sind weitere hübsche Verzierungen hinzugekommen.

Fazit: Die beiden Serien harmonieren sehr gut miteinander, alle Charaktere kommen gut zur Geltung und sorgen für eine warmherzige Atmosphäre. Schön ist auch, dass der Fall in eine ganz andere Richtung führt als zunächst gedacht, die eingebauten Rätsel und die gelungene Auflösung sorgen für viel Abwechslung und einen kurzweiligen Verlauf.

VÖ: 16.September 2016
Label: Contendo Media
Bestellnummer: 978-3-945757-34-5


Team Undercover – 17. Die Spur des Bären



Erster Eindruck: Von Futurismus bis Naturbelassenheit

Die Science Fiction-Convention ist ein Muss-Termin für Eddie, Ben, Hannah und Sarah, wobei sie nicht nur allerlei merkwürdige Gestalten treffen, sondern auch mit einem neuen Fall um ein wertvolles Manuskript einer Fernsehserie konfrontiert werden. Als Belohnung für das gelöste Rätsel dürfen die vier sogar nach Amerika zu Filmaufnahmen reisen, doch bei einem Helikopterflug geht einiges schief...

„Team Undercover“, die Jugendkrimiserie aus dem Hause Contendo Media, ist ursprünglich mit dem Gedanken gestartet, die Folgen in der Heimatstadt der Bandenmitglieder und der näheren Umgebung spielen zu lassen. Doch nach einer Reise nach Südafrika vor einigen Folgen geht es nun weiter in die Ferne, die USA an der Grenze zu Kanada ist das neue Ziel der Hobbydetektive. Der zurvor eingeschobene Fall auf der Science Fiction-Convention ist dabei mehr schmückendes Beiwerk und knackig und kurzweilig erzählt, auch wenn der Hörer schnell auf die richtige Fährte gelockt wird. Diese Szene hätte auch gut in die zuvor erschienene Kurzgeschichtensammlung gepasst, ist hier aber die Einleitung des eigentlichen Falles, der ziemlich dramatisch inszeniert ist. Die vier geraten in eine ziemlich brezlige Situation, sind fast auf sich allein gestellt und müssen sich sogar trennen. Das ist gut erzählt, besonders die Begegnung mit dem titelgebenden Bären ist aufregend dargestellt. Für meinen Geschmack wird danach aber etwas übertrieben, was zwei der Teammitglieder in den Wäldern entdecken, ist eine Nummer zu groß für die sonst so bodenständige Serie. Eine rasante Flucht und eine knappe Entscheidung konnten mich hier aber wieder versöhnen, denn abwechslungsreich und packend ist die Folge allemal.

Die großartige Martina Treger ist im ersten Abschnitt des Hörspiels als Julia Riemsbach zu hören, ihre energische und überspannte Art kommen durch ihre sehr eingängige Sprechweise sehr gut zur Geltung. Frank Felicitti ist als Professor Scmith zu hören, auch er spricht ausdrucksstark und energiegeladen, sodass ein interessanter Charakter entsteht. Lea Kiernan hat sich mittlerweile in der Rolle der Sarah sehr gut eingefunden, sie spricht nun authentischer und lebendiger. Weitere Sprecher sind Michael Pan, Till Hagen und Yvonne Greitzke.

Die beiden so unterschiedlichen Szenerien – die Science Fiction-Convention und die Weiten des nordamerikanischen Waldes – sind akustisch sauber umgesetzt worden, wobei naturgemäß in der anfänglichen Szene mehr Leben und auch mehr akustische Stilmittel zum Einsatz kommen. Doch auch später ist eine glaubwürdige Geräuschkulisse eingebaut, die jeden Moment des Hörspiels gut wirken lässt.

Eine turbulente Wildwasserfahrt ist fast ans Ende des Hörspiel gestellt worden, auf dem Cover ist sie ebenfalls zu sehen. Bunte Farben, eine ansehnliche Landschaft und die erschrockenen Gesichter der Teammitglieder gestalten ein gelungenes Titelbild, bei dem die Lupe als Rahmen schon obligatorisch ist. Auf den kleinen „Brief“ im Inneren, der dieses mal von Eddie stammt, wurde ebenfalls nicht verzichtet.

Fazit: Der Auftaktfall dieser Folge ist kurzweilig erzählt, wirkt vom Hauptteil aber sehr losgelöst und ist mit diesem nur lose verknüpft. Die Szenen in Amerika sind sehr spannend und aufregend, doch der eingebaute Fall wird hier etwas zu sehr übertrieben und passt leider nicht ganz in die Serie. Der gelungene Abschluss entschädigt aber für diesen kleinen Stolperstein.

VÖ: 13.Mai 2016
Label: Contendo Media
Bestellnummer: 978-3945757-33-8


Team Undercover – 16. Ein Team für alle Fälle



Erster Eindruck: Rheinberg hoch vier

Auf dem Bahnhof beobachten Eddie, Ben und Sarah zwei verdächtige Männer, die einen geheimnisvollen Koffer übergeben – und geraten dabei in große Gefahr. Und da sich das Team Undercover nun mal um alle Fälle kümmert, bei denen ihre Hilfe benötigt wird, müssen sie auch bald bei der Entführung von ihnen nahe stehenden Personen, der Schließung des örtlichen Kinos und seltsamen Vorgängen in einem Nonnenkloster eingreifen...

Nach 15 regulären Folgen von Team Undercover ist mit „Ein Team für alle Fälle“ nun eine ganz besondere Folge entstanden. Erzählt wird darin nämlich nicht eine zusammenhängende Geschichte, sondern vier knackig erzählte Episoden. Die Entwicklung der Handlungen ist dabei natürlich deutlich verkürzt, auch sind die Geschichten bei weitem nicht so komplex wie gewohnt. Dabei wird durchaus etwas experimentiert, denn jede Episode hat einen ganz anderen Ansatz. Der erste Fall mit den beiden verdächtigen Männern ist recht actionbetont und rasant erzählt, ist für meinen Geschmack aber etwas zu schlicht. Eine kleine Wendung oder eine überraschende Auflösung hätten der Geschichte gut getan. Der zweite Fall, der sich um eine Entführung dreht, ist ziemlich aufregend, da die Bedrohung der Geiseln immer sehr präsent dargestellt wird. Durch viele Schnitte entsteht dabei eine dynamische Stimmung, sodass mir diese Episode gut gefallen hat. Der dritte Fall um die Schließung des alteingesessenen Kinos ist das eindeutige Highlight von „Ein Team für alle Fälle“, da eine geheimnisvolle und unheimliche Stimmung entsteht. Eine sehr prägnante Szene sorgt hier für eine gekonnte Szenerie, die sehr gelungen forgeführt und zu einem Ende gebracht wurde. Das Nonnenkloster ist ein sehr atmosphärischer Ort für die vierte Episode, die flott erzählt und schnell auf den Punkt gebracht wird. Der Fall ist gut erdacht und wird durch eine gelungene Szene abgeschlossen, die sogar eine kleine Slapstick-EInlage bereithält. Insgesamt machen diese vier Geschichten einen positiven Eindruck, auch diese knappere Erzählweise funktioniert in der Serie sehr gut.

Patrick Mölleken ist hier natürlich wieder als Eddie Köhler zu hören, er wirkt in dieser Rolle sehr spontan und glaubhaft, zudem bringt er wieder viel Energie in die Folge mit ein. Theresa Schulte passt sich als Hannah Brandt sehr gekonnt den verschiedenen Situationen an und reagiert sehr flexibel auf die unterschiedlichen Szenerien. Auch Max von der Groeben konnte mich als Ben Egner wieder überzeugen, die sympathische Art und seine Pfiffifgkeit seines Charakters bringt er wieder sehr gut zur Geltung. Neben Lea Kiernan als Sarah sind auch wieder Tatjana Auster und Christoph Piasecki vom ersten Team Undercover mit dabei.

Für die ganz unterschiedlichen Szenen wurden vom Produktionsteam jeweils eine eigene Stimmung geschaffen, wobei sich gerade die dritte Episode ordentlich austobt und Musik und Geräusche recht prägnant einsetzt und die Szene so sehr intensiv wirken lässt. Aber auch ansonsten ist durch einen sehr präzisen Einsatz von Geräuschen und einige kleine Melodien eine passende Atmosphäre entstanden.

Bei dieser besonderen Folge der Serie gehört das Team Undervover natürlich auch wieder auf das Titelbild. Im typischen Zeichenstil der Serie schauen sie auf dem Cover recht erschrocken drein. Warum das so ist, erschließt sich erst auf den zweiten Blick beim genauen Hinsehen auf den verräterischen Schatten, während im Hintergrund das Nonnenkloster aus der vierten Episode zu sehen ist.

Fazit: Vier kurze Fälle für das Team Undercover, die jeweils sehr knackig erzählt wurden. Der Verlauf ist dabei immer sehr kurzweilig, zumal vier recht unterschiedliche Situationen dargestellt werden. Das ist sehr unterhaltsam geraten und bringt viel Schwung und gelungene Szenen mit sich, wobei besonders die dritte Episode sehr hörenswert ist.

VÖ: 11.März 2016
Label: Contendo Media
Bestellnummer: 978-3-945757-32-1


Team Undercover – 15. Im Fadenkreuz

 



Erster Eindruck: Safari, Dreharbeiten und ein höllischer Flug...

Immer noch sind Eddie, Ben und Hannah mit ihrer Freundin Luisa zu Gast in Südafrika. Von der engagierten Tierschützerin Hakima Nayiga haben sie erfahren, dass in einem Safaripark unerlaubt Wilderer ihr Unwesen treiben. Der Verdacht fällt auf einen der Angestellten, der gut zahlenden Jägern Wildtiere zum Abschuss anbietet. Doch nach einer ersten Tour durch den weitläufigen Park können sich die Hobbydetektive kaum vorstellen...

Das Team Undercover hat in der vorigen Folge zum ersten mal die heimische Stadt verlassen, um in Südafrika zu ermitteln. Wie zum Beweis, dass die Jugendkrimiserie eigene Wege gehen möchte, spielt auch die nächste Folge in dem südlichen Land. Die Geschichte wurde bereits am Ende der vorigen Episode angestoßen, sodass es nach einer kurzen Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse auch direkt mit der eigentlichen Handlung losgehen. Hier baut sich schnell eine recht spannende Atmosphäre auf, der Verlauf ist flüssig und kommt auch im Mittelteil nichts ins Stocken. Die Konzentration auf einige wenige Verdächtige, dazu interessante Nebencharaktere und die Rückkehr eines alten Bekannten sorgen für einen starken Ausdruck, im Mittelpunkt steht aber die sehr spannende Handlung. In gleich zwei Handlungssträngen wird es richtig spannend, das Team Undercover teil sich auf und gerät an allen Fronten in sehr gefährliche Situationen. Das ist packend erzählt, sodass man das eine oder andere Klischee in der Handlung verzeihen kann. Denn insgesamt ist hier ein sehr rundes und unterhaltsames Hörspiel entstanden.

Merete Brettschneider ist als Hakima Nayiga eine sehr gute Wahl. Ihre freundliche und kraftvolle Stimme passt bestens zu der engagierten Naturschützerin, besonders die dramatischen Szenen kann sie sehr glaubhaft darstellen. Eva Michaelis zeigt als Larissa Stratmann eine Vielzahl unterschiedlicher Facetten, sie trifft in den verschiedenen Szenen konsequent und passend auf. Erik Schäfflers prägnante Stimme verleiht der Figur des Jack Okafor das gewisse Etwas. Weitere Sprecher sind Norbert Langer, Jürgen Thormann und Christian Rudolf.

Passend zu dem exotischen Ermittlungsort des Team Undercover wagt auch die akustische Umsetzung neue Wege und präsentiert landestypische Klänge. Das verleiht eine ganz besondere Stimmung und setzt dynamische Akzente, ist dabei aber auch nicht zu aufdringlich gestaltet. Ergänzt wird dies durch zahlreiche authentische Geräusche, die die Szenen lebendiger wirken lassen.

Im Zentrum des Covers steht ein Löwe mit gefletschten Zähnen und angespannter Haltung, während vorn das Team Undercover abgebildet ist, im Hintergrund sind weitere Safariteilnehmer zu sehen. Die weite Steppe Afrikas wird stimmungsvoll angedeutet. Natürlich gibt es im Inneren wieder einen kleinen „Brief“, der dieses mal von Ben verfasst wurde und gelungen auf die Handlung einstimmt.

Fazit: Die zweite Folge in Südafrika um Ben, Eddie und Hannah ist sehr spannend gelungen und versetzt die Protagonisten in sehr gefährliche Situationen, die für eine gewisse Brisanz sorgen. Die sehr gut geschriebene Folge vergeht sehr flüssig und endet in einem packenden Finale – sehr hörenswert!

VÖ: 2.Oktober 2015
Label: Contendo
Bestellnummer: 978-3-945757-10-9


Team Undercover – 14. Unter Haien



Erster Eindruck: Ausflug nach Südafrika – die Erste

Eddie, Ben und Sarah dürfen mit ihrer Freundin Luisa deren Vater in Südafrika besuchen und staunen über das vielfältige Land. Er betreibt dort mit seiner Partnerin Bella, die die vier ebenso herzlich empfängt, eine Tauchschule und nimmt das Team Undercover natürlich auch mit auf einen Tauchgang. Doch plötzlich tauchen gefährliche Haie auf, und ein Anschlag ist der Beginn eines neuen Falles für die Juniordetektive...

Bisher haben die Abenteuer des Team Undercover immer in ihrer Heimatstadt oder der näheren Umgebung stattgefunden, Nummer 14 der Serie führt dementsprechend ein Novum ein: Erstmals sind Eddie, Ben und Sarah außer Landes und folgen damit der Tradition zahlreicher Jugenddeteltiv-Geschichten. Der Ausflug nach Südafrika erstreckt sich allerdings über zwei Folgen, die voneinander getrennte Fälle erzählen. Den Start macht „Unter Haien“, das eine spannende und gefährliche Geschichte spinnt. Umweltaktivisten, bedrohliche Gestalten und einige lebensbedrohliche Szenen machen diese Geschichte sehr kurzweilig und spannend, wobei sich der Kern der Handlung nur langsam herauskristallisiert. Die Charaktere sind sehr plastisch beschrieben und geben auch dem Hörer einige Rätsel auf, während erst ganz am Ende feststeht, wer so alles ein falsches Spiel spielt. Das ist nicht nur für Jugendliche spannend, sondern kann auch Erwachsene gut unterhalten. Und ganz nebenbei wird ohne moralischen Zeigefinger vermittelt, wie wichtig Umweltschutz ist. Dass nach dem großen Finale noch der nächste Fall angekündigt wird, weckt natürlich die Vorfreude auf den nächsten Teil, doch auch dieser ist schon sehr gelungen.

Christian Rudolf ist als David Köhler zu hören, der den sympathischen Mann authentisch umsetzt und mit einer passenden Sprechweise ausstatten kann. Auch Christine Pappert ist als Bella gut besetzt, sie kann eine breite Palette an Emotionen glaubhaft einsetzen und trifft so in jeder Szene den richtigen Ton. Asad Schwarz spricht mit Mokabi Kutesa eine recht zwielichtige Person, seine harte Aussprache passt bestens dazu und lässt den Charakter vor dem Auge des Hörers entstehen. Weitere Sprecher sind Norbert Langer, Merete Brettschneider und Ursela Monn.

Die Musik nimmt immer wieder Anklänge an traditioneller südafrikanischer Musik, stellt dies aber nicht allzu sehr in den Vordergrund und wirkt so insgesamt recht modern. Diese passende Mischung schafft eine gelungene Mischung und kombiniert das typische Team Undercover-Gefühl mit den exotischen Klängen. Auch die Geräusche sind passend eingebaut und lassen die einzelnen Szenen lebendiger wirken.
Auf dem Cover wurde der gefährliche Tauchgang mit dem Haiangriff in Szene gesetzt, das Team Undercover ist am Grund des Ozeans vor einem gesunkenen Schiff zu sehen, während der Hai sich von hinten nähert. Die Lupenoptik ist natürlich ebenso aufgegriffen wie der computeranimierte Look, der für die Zielgruppe sicherlich ansprechend wirkt, mir persönlich aber nicht allzu sehr zusagt.

Fazit: Das erste Abenteuer des Team Undercover außer Landes ist sehr gut auf Südafrika zugeschnitten und präsentiert eine vielschichtige und spannende Geschichte. Zahlreiche gefährliche Situationen, Verfolgungsjagden und Beschattungen sind ebenso vorhanden wie zwielichtige und sehr gut beschriebene Charaktere.

VÖ: 24.April 2015
Label: Contendo Media
Bestellnummer: 978-3-945757-09-3


Team Undercover – 13. Im flammenden Inferno



Erster Eindruck: Viele Spuren, viele Verdächtige

Eigentlich wollte Lara nur kurz ihr Handy aus dem Verlagsgebäude holen, bevor sie mit Eddie und seiner Tante Petra zum Essen geht. Doch in der Empfangshalle des Gebäudes geht unerwartet und ohne wirklichen Hinweis ein Bild des umstrittenen Malers Brog in Flammen auf. Zu dritt sind sie dort eingeschlossen, alle Fluchtwege versperrt, Telefone in unerreichbarer Weite. Schaffen sie es, sich aus dem Inferno zu befreien?

Eine sprichwörtlich heiße Folge liegt mit Nummer 13 der charmanten Juniordetektivreihe „Team Undercover“ vor, die wieder frischen Wind in das Genre bringt und die Schauplätze des Geschehens immer in glaubhafte Schauplätze legen. Die oben beschriebene erste Szene startet dramatisch in die Handlung und ist sehr fesselnd erzählt, hier kommt direkt Spannung auf – auch wenn die Dialoge einer so heftigen Situation nicht immer angemessen wirken. Das Rätsel des sich scheinbar selbst entzündenden Bildes bleibt bestehen und begleitet das Team Undercover durch diese Folge, ein guter Aufhänger, der zudem gut ausgenutzt wird. So wird eine leicht mysteriöse Komponente mit eingebracht, während Eddie, Ben, Hannah und Sarah verschiedenen Spuren nachgehen. Oft führen diese ins Leere, aber die Charaktere, die eingebaut sind, haben ihren Reiz und sorgen für ganz unterschiedliche Stimmungen. Ein zweites in Flammen stehendes Gebäude, bei dem auch die Protagonisten wieder anwesend sind, sorgt für weiteren Zündstoff – und weitere Spuren. Das ist gut erzählt und ist schwungvoll in Szene gesetzt. Wieder eine runde und spannende Folge von Team Undercover, die einmal mehr den bekannten Serien Konkurrenz durch gelungene Einfälle und stimmige Szenerien macht.

Auch wenn die Stimme von Judy Winter vergleichsweise kurz vorkommt, hat sie als Tante Petra emit ihrem klaren, immer etwas harschen Klang einen sehr positiven Eindruck hinterlassen. Auch Holger Löwenberg ist als Christian Brog, dem exzentrischen Maler, eine sehr gute Wahl und kann erst einen Hauch von Geheimnis in sein Auftreten legen, wandelt sich aber später und vollzieht eine glaubwürdige Handlung. Die wunderbare Anke Reitzenstein kann mit ihrer aussagekräftigen Stimme auch hier wieder als Tina Egner überzeugen. Weitere Sprecher sind Konrad Halver, Helmut Krauss und Sylvie Nogler.

Ein stimmiges Szenario wurde auch hier wieder geschaffen, um die Geschichte ins rechte Licht zu rücken und sie atmosphärisch treffend zu gestalten. Nach dem instrumentalen Titelsong sind insbesondere zahlreiche Geräusche zu hören, die die Ereignisse lebendiger darstellen und besonders die dramatischen Szenen gekonnt unterstützen. Auch die Musik wird hierfür passend eingesetzt und macht alles noch eingängiger.

Natürlich ist auch für das Cover eine feurige Szene umgesetzt worden. Der Stil ist dabei wieder sehr technisiert und in moderner Animationsgrafik gehalten, wirkt aber durch das lodernde Feuer, das aus den Fenstern des Gebäudes schlägt, sehr lebendig und bedrohlich. Auch Lara, Eddie und Tante Petra sind hierauf zu sehen, stützen sich gegenseitig und suchen mit deutlicher Verzweiflung auf den Gesichtern nach einem Ausweg.

Fazit: Die dramatische Eröffnungszene setzt gleich einen Knallpunkt, und auch der Rest ist nicht gerade arm an packenden Momenten. Die rätselhaften Vorkommnisse und eine Hand voll Verdächtige sorgen für einen flüssigen Verlauf mit interessanten Charakteren. Eine gelungene und gut erzählte Juniordetektiv-Geschichte!

VÖ: 24.Oktober 2014
Label: Contendo Media
Bestellnummer: 4049774259326


Team Undercover – 12. Geisterspuk im Landschulheim



Erster Eindruck: Ein altes Kloster als Schauplatz...

Eine Klassenfahrt führt das Team Undercover in ein Landschulheim, das im uralten Gebäude eines ehemaligen Klosters untergebracht ist. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft erfahren sie von einer unheimlichen Geistererscheinung, die die Köchin in Angst und Schrecken versetzt. Und bald können sie in der dunklen Vollmondnacht selbst die hell leuchtende Gestalt erblicken. Was hat das mit dem geheimnisvollen Tagebuch einer Nonne zu tun, das die drei zu Gesicht bekommen?

Alte Klöster sind spätestens seit „Der Name der Rose“ von Umberto Eco ein beliebter Schauplatz für diverse Geschichten mit unheimlichen Einschlag. Auch die Macher von Team Undercover haben ihre drei Hobbydetektive in der 12. Folge der Serie in diese Umgebung geschickt und daraus ein sehr stimmungsvolles Hörspiel gestrickt. Wie immer geht es zu Anfang eher locker zu, die angenehme Grundstimmung der Serie kommt dabei gut zur Geltung, auch der nervige Klassenkamerad Sören, der immer wieder dazwischenfunkt, wird hier vorgestellt und wirkt wunderbar unsympathisch und großkotzig. Doch schon kurz darauf geht es mit den ersten unheimlichen Momenten weiter, die in der gesamten Handlung ihren Platz finden und für Spannung und eine sehr dichte Atmosphäre sorgen. Man scheint selbst mit den dreien durch die alten Gemäuer zu streifen und dabei allerlei Merkwürdiges zu beobachten. Sehr gut, zumal dies nicht übertrieben wird, sondern von Gesprächen zwischen den dreien unterbrochen wird. Hier kommt man langsam einem Geheimnis auf die Spur, das lange in der Vergangenheit liegt und das sehr passend eingebaut wurde. Besonders gut gefällt, wie bei Bedarf auch die Mitglieder des Team Undercover die Rolle des Erzählers übernehmen und dem Hörer an ihren Gedanken teilhaben lassen. Auch wenn man den Übeltäter schon früh erahnen kann, wird die Handlung immer spannender, insbesondere das Ende ist packend erzählt mit einer brenzligen Situation für Eddie, Ben und Sarah.

Wieder bereichern einige bekannte Sprecher das Team, so sind unter anderem Marion von Stengel, Nina Vorbrodt und Katja Brügger zu hören. Als Walter, der das Team Undercover in dieser Folge tatkräftig unterstützt, ist Jannik Endemann zu hören. Mit seiner angenehmen Stimme kann er den jungen Mann dynamisch und glaubwürdig wirken lassen. Karin Lieneweg spricht die Besitzerin des alten Klosters, Frau von Gnadenthal, mit ihrer resoluten Art kann sie einen interessanten Charakter formen, der gut in die gesamte Szenerie passt. Bert Stevens spricht den Hausmeister Herr Petrovski, der später noch eine wichtige Rolle spielt und mit kratzigem Klang eine sehr passende Vorstellung abliefert.

Die Handlung wurde wieder gelungen in Szene gesetzt, die akustischen Elemente passen sich gut an die Geschichte an und verleihen ihr zusätzliche Stimmung. Besonders die Szenen in den dunklen Nächten im Kloster sind sehr gelungen und bekommen durch leise Hintergrundgeräusche eine sehr unheimliche Atmosphäre. Auch das leise, eingespielte Flüstern einer Frau kann dabei immer wieder für Gänsehautmomente sorgen.

Natürlich ist das Cover zu dem Hörspiel im Kloster angesiedelt, um die unheimliche Stimmung noch zu verstärken ist es natürlich auch Nacht. In einem Säulengang beobachten Eddie, Ben und Hannah die leuchtende Gestalt, die durch den Klostergarten streift und mit seinem hellen Licht übernatürlich wirkt. Im Inneren gibt es wie immer einen kleinen Kommentar zu der Folge, der dieses mal von Hannah stammt.

Fazit: Diese Folge der gelungenen Juniordetektivserie überzeugt insbesondere durch die sehr dichte und unheimliche Atmosphäre. Mehrere Szenen in dunkler Nacht im alten Gemäuer sorgen für Gänsehautstimmung, während sich die Szenen, in denen ermittelt wird, kurzweilig und spannend präsentieren. Mich konnte diese Folge vollkommen überzeugen.

VÖ: 6.Juni 2014
Label: Contendo Media
Bestellnummer: 4049774259036


Team Undercover – 11. Gefahr aus dem Weltall



Erster Eindruck: Aliens in Rheinberg?

Eddie, Ben, Sarah und Hannah wollten eigentlich nur einen spaßigen Tag auf der Rheinburger Kirmes verbringen. Doch als eine Frau völlig aufgelöst von einer Ufolandung im nahen Gebirge berichtet, ist ihr Interesse geweckt. Gemeinsam macht sich das Team Undercover an die Nachforschungen, und tatsächlich können sie ein merkwürdiges Flugobjekt beobachten. Doch plötzlich funktionieren ihre Handys nicht mehr…

Auch beim Team Undercover darf es ab und an mal etwas klischeehaft zugehen. Denn warum sollte die Jugendbande bei Tag den Schauplatz des Interesses besichtigen, wenn dies auch in einer dunklen Nacht geschehen kann, die idealerweise noch nebelverhangen und damit ziemlich gruselig ist? Und so gibt es in der elften Folge der charmanten Jugenddetektiv-Serie mit dem verheißungsvollen Titel „Gefahr aus dem Weltall“ recht zu Beginn einen hübsch dramatischen Höhepunkt, der viel Stimmung mit in die Handlung einbringt und die Weichen für den restlichen Verlauf stellt. Denn natürlich finden die Jugendlichen hier einige Hinweise, die alles andere als außerirdisch wirken. Die Ermittlungen haben dann eine etwas ruhigere Ausstrahlung, können aber dank der flotten Erzählweise und den sympathischen Hauptcharakteren immer noch gut unterhalten. Gut gefällt dabei, dass nicht ganz klar ist, worum es hier eigentlich geht, sodass der Hörer ein wenig miträtseln kann. Auch das Einbringen der früheren Mitglieder des Team Undercover ist wieder sehr gut gelungen und ein kleines Bonbon für Fans der ersten Stunde. Spannend wird es dann auch wieder am Ende, in einer sehr intensiv geschilderten Schlusssequenz wird es richtig gefährlich, und die Dinge klären sich alle auf. Doch zwei kleine Stolpersteine tun sich dabei auf: Einerseits ist es schon etwas merkwürdig, dass zwei erfahrene Bergsteiger Probleme beim Erreichen eines bestimmten Punktes haben, das Team Undercover aber gemütlich dorthin spazieren kann. Zudem ist die letzte Szene, die wieder auf dem Rummel spielt, recht überflüssig und nimmt das Tempo und den Drive aus der Folge. Davon abgesehen ist wieder eine runde und hörenswerte Folge dieser sympathischen Serie entstanden.

Bei den Sprechern stehen wieder die jungen Hauptdarsteller im Vordergrund und machen ihre Sache richtig gut. Auch Lea Kiernan kann sich wieder als Sarah behaupten und spricht Bens jüngere Schwester mit einer lockeren und glaubwürdigen Art, die gut zu dem aufgeweckten Mädchen passt. Helmut Krauss ist hier als Professor Kolbe zu hören, der intelligente Mann bekommt durch ihn als Sprecher eine sehr warmherzige und empathische Ausstrahlung, wobei er auch deutliche und energische Worte findet. Sein Assistent Marco Bauer bekommt seine Stimme vom Volkram Zschiesche geliehen, der diesen gekonnt interpretiert. Weitere Sprecher sind Tobias Schmidt, Katrin Heß und Christoph Piasecki, der nach wie vor auch als Autor und Regisseur mitwirkt.

Die akustische Umsetzung ist wieder eine runde Angelegenheit und kann die passende Stimmung für die einzelnen Szenen schaffen. Besonders der Unterschied zwischen dem trubeligen und lauten Jahrmarkt, der mit passenden Hintergrundgeräuschen unterlegt ist, und der unheimlichen Szene im nächtlichen Wald kommt gut herüber. Buchstäblich auf Kommando ruft hier eine Eule durch die dunklen Bäume, was eine sehr witzige Stelle hervorruft.

Eben diese Szene ist auch auf dem Cover zu sehen: Die vier Mitglieder des Team Undercover stehen auf der Waldlichtung und blicken sich hilfesuchend um, während Ben mit seinem Smartphone ein Foto von dem „Außerirdischen“ macht, der mit einer Laserpistole um sich schießt und von oben hübsch unheimlich von dem fliegenden Ufos mit grellen Lichtern beleuchtet wird. Ein sehr stimmiges Cover.

Fazit: Schon gleich zu Beginn startet man mitten in die Handlung, sodass schon im ersten Drittel die zentrale Szene mit dem Ufo im Wald zu hören ist. Die hier verbreitete unheimliche Stimmung kann zwar nicht bis zum Ende gehalten werden, dafür ist dann aber noch eine weitere sehr starke Szene zu hören. Insgesamt hätte die Handlung zwar noch etwas gestrafft werden können, dennoch ist eine weitere gute Folge der Serie entstanden.

VÖ: 28.Februar 2014
Label: Contendo Media
Bestellnummer: 4049774258909


Team Undercover – 10. Angst um Odysseus



Erster Eindruck: Ein Pferd nach dem Jungbrunnen

Als Eddie, Hannah und Ben seine Schwester Sarah vom Reiterhof ab, den Eddies Tante führt. Nach einem kleinen Zwischenfall mit einem tieffliegenden Flugzeug erfahren sie von Odysseus, dem Lieblingspferd von Eddies Cousin Luisa. Dieser erscheint anfangs sehr alt und krank, ist aber am nächsten Tag wie ausgewechselt, ist agil und schnell. Luisa bittet das Team Undercover, der Sache auf den Grund zu gehen…

Nach dem Wechsel des ursprünglichen Team Undercover mit neuen Charakteren hat die Jugenddetektivbande im Prinzip dreieinhalb Mitglieder – Bens Schwester Sarah ist nicht immer mit von der Partie und spielt oft auch nur eine kleinere Nebenrolle. In der zehnten Folge der spannenden Serie steht sie aber wieder mehr im Vordergrund, was der Serie durchaus gut tut und eine neue Nuance mit einbringt. Mehr noch, auch Freddy Köhler vom „alten“ Team Undercover ist hier mit dabei. Anders als zuvor erwartet ist „Angst um Odysseus“ keine reine Pferdefolge, dieses Thema ist nur zu Anfang wirklich präsent, später tritt dies aber deutlich in den Hintergrund und schwenkt auf eine recht andere Szenerie um. Dies ist alles gut zusammengefügt und greift organisch ineinander. Dabei entwickelt sich mit der Zeit eine spannende Geschichte, die sich immer weiter steigert und mit einigen Wendungen für Kurzweil und Dynamik sorgt. Die Handlung endet in einer dramatischen Verfolgungsjagd quer durch die Stadt, die sehr gut umgesetzt wurde. Etwas störend ist jedoch, dass der Übeltäter gleich zu Anfang auf dem Silbertablett präsentiert wird, ein kleines Ablenkungsmanöver hier und da hätte die Spannung noch weiter steigern können. Durch die gestraffte Handlung von etwa 50 Minuten kommt aber mit Sicherheit keine Langeweile auf.

Lobend zu erwähnen ist auch die Auswahl der Sprecher. Neben den mittlerweile sehr gut eingespielten Hauptsprechern Patrick Mölleken, Max von der Groebe, Theresa Schulte und Lea Kiernan sind auch zahlreiche Nebendarsteller mit dabe. Dazu gehört beispielsweise die wunderbare Daniela Hoffmann als Silvia Brehm, Eddies Tante. Mit ihrer sehr klaren und hellen Stimme kann sie auch diese Rolle angenehm gestaltet, die sanfte Frau kann aber auch mal deutlich und resolut klingen. Ihre Tochter Luisa wird von Nina Mölleken gesprochen, die sich sehr gut in das Konzept der Serie einfügt und Eddies Cousine sehr lebendig und realistisch darstellt. Robert Kotulla schafft es, Dr. Gerd Zeis von Anfang an recht unsympathisch und sperrig klingen zu lassen, er gibt einen sehr guten Gegenspieler für das Team Undercover ab.

Nach dem instrumentalen und melodischen Titelsong ist auch die restliche atmosphärische Gestaltung als gelungen zu betrachten, Musik und Geräusche fügen sich hier gut ineinander und können die jeweiligen Szenen mit einer glaubhaften und stimmungsvollen Klangkulisse ausstatten. Besonders gelungen ist dabei die Verfolgungsjagd, ein wahres Stimmgewirr wird hier aufgefahren und schafft di Atmosphäre einer Großveranstaltung.

Auf dem Cover zu dieser Folge wird deutlich auf das Pferdethema eingegangen, zu sehen sind Eddie und Sarah auf einem Pferd, das gerade über einen hohen Zaun springt. Zahlreiche Details sind hier zu sehen, beispielsweise zwei aufgeschreckte Tauben oder eine Pferdekutsche und ein See im Hintergrund. Im Inneren gibt es wie immer einen kleinen Brief von einem Mitglied des Team Undercover, hier schildert mal Sarah ihre Sicht auf die Dinge.

Fazit: Zwei Themenwelten sind hier geschickt miteinander verwoben. Zwar ist die Folge manchmal etwas durchsichtig, durch gut eingebaute Wendungen und einen spannenden Verlauf wird dem aber entgegengewirkt. Das spannende Finale mit der dynamischen Verfolgungsjagd schließt diese gelungene Folge gekonnt ab.

VÖ: 22.November 2013
Label: Contendo Media
Bestellnummer: 4049774258824


Team Undercover – 9. Tödliche Bedrohung



Erster Eindruck: Freie Tage in Dresden…

Eddie, Hannah und Ben verbringen einige Tage in Dresden, weil Eddie an einem Fußballturnier teilnimmt. Doch statt eines gemütlichen Tages in der Stadt macht sich der sportbegeisterte Junge lieber auf zum Joggen. Dabei kommt er an einem alten Haus vorbei, in dem es angeblich spukt und dreht für seine Freunde ein Handyvideo – bis ein leichtes Erdbeben das baufällige Gebäude erschüttert und Eddie mit dem Fuß stecken bleibt…

„Team Undercover“, die deutsche Konkurrenz zu all den amerikanischen Juniordetektiven, geht mit „Tödliche Bedrohung“ schon in die neunte Runde, und auch die neue Besetzung des Teams mit anderen Jugendlichen hat sich längst eingespielt. Über 70 Minuten dauert diese Produktion, und das ist angesichts dessen, was sich hinter dem Fall verbirgt, schon eine ganze Menge. Und so wird lange Zeit darauf verbracht, die Situation darzustellen, Eddie bei seinem Besuch in dem angeblichen Spukhaus zuzuhören, seinen Unfall zu begleiten – nur um nachher festzustellen, dass dies mit dem eigentlichen Fall gar nichts zu tun hat. Und so zieht sich alles in der ersten Hälfte des Hörspiels in die Länge, um der eigentliche Start in den Fall gestaltet sich auch etwas merkwürdig: An eine zufällig gerade erst eingerichtete Mailadresse wird eine zufällig falsch adressierte Nachricht geschickt… Nun denn. Auch vermisse ich hier an der einen oder anderen Stelle einen externen Erzähler, alles wird aus der Sicht der drei Teammitglieder erzählt, sodass manchmal merkwürdig anmutende Monologe entstehen. Allerdings muss man der Geschichte aber eines zugutehalten: Sie ist mit vielen spannenden und actionbetonten Szenen gespickt, die starke Bedrohung aller drei Teammitglieder und der schnelle Wechsel zwischen den einzelnen Schauplätzen sind sehr gelungen. Und so ist die zweite Hälfte die deutlich stärkere, temporeich erzählt und mit einem packenden Finale. Zudem ist die Einbindung des früheren Team Undercover, die hier nicht nur einmal Erwähnung finden, ebenso gelungen wie der trockene Witz der drei Hauptcharaktere, der immer wieder hervorblitzt und zu einigen Lachern führt. Schade nur, dass der erste Teil der Handlung nicht ganz die Erwartungen erfüllen kann.

Hier stehen die drei Hauptfiguren deutlich im Vordergrund, wobei auch die Nebenrollen sehr gut besetzt wurden, teilweise mit prominenten Namen. Die wunderbare Ursela Monn spricht Eddies Tante Hildegard, ihre dominante, witzige und liebevolle Art kommen sehr gut an und erheitern immer die Szenen. Wolfgang Bahro spricht – natürlich – einen der Bösewichte, seine tiefe und eindringliche Stimme passt sehr gut zu der Rolle und bringt in den letzten Szenen eine düstere Komponente mit ein. Auch Martin May ist in einer kleinen Rolle als Mirko Hoffmann zu hören, er agiert wie immer sehr gekonnt und professionell. Weitere Namen auf der Sprecherliste sind Rüdiger Schulski, Wolf Frass und Klaus Dittmann.

Konrad Dornfels ist hier für Musik und Sounddesign zuständig, und dies hat er mit Erfolg betrieben. Dabei wirkt alles in sich stimmig, die einzelnen Elemente sind gut aufeinander abgestimmt und wirken nicht zu dominant. Dabei sind es hier nicht nur die kleinen Melodien, die manche Szenen dynamischer gestalten, sondern auch die vielfältigen und glaubwürdigen Geräusche, die gerade gegen Ende gut eingesetzt wurden.

Als dezenter, aber auch gut gelungener Rahmen für das Cover wurde hier wieder die Lupe eingesetzt, die das eigentliche Motiv einfasst und auf das Detektivthema anspielt. Zu sehen ist eine Szene aus dem Hörspiel, in dem sich Ben und Hannah hinter einigen Containern verstecken, während mehrere Männer mit Taschenlampen nach ihnen suchen. Ein düsteres Cover, das gut zum Ausdruck der Folge passt.

Fazit: Der Anfang ist hier deutlich zu lang geraten, zu viele unwichtige Szenen belasten den flüssigen Verlauf. Zudem ist der unglaubwürdige Start in die eigentliche Handlung nicht sehr gelungen. Dem gegenüber stehen zahlreiche spannende und atmosphärische Szenen sowie dynamische Wechsel, der spätere Verlauf der Handlung ist durchaus gelungen. Somit bleiben gemischte Gefühle, „Tödliche Bedrohung“ ist aber noch ausbaufähig.

VÖ: 13.September 2013
Label: Contendo
Bestellnummer: 4049774258817


Team Undercover – 8. Jagd in die Vergangenheit



Erster Eindruck: Schnitzeljagd mal anders…

Die Schule in Rheinberg veranstaltet eine Schnitzeljagd für die Schüler, und natürlich sind auch Eddie, Hannah und Ben mit von der Partie. Doch die Rätsel sind ziemlich kniffelig, und bald geraten die drei vom Team Undercover auch auf eine ganz andere Spur, die sie bis zu den Dichtern Goethe und Schiller führt. Und dann ist da auch noch ihr Gegenspieler Sören, der ihnen einige Steine in den Weg legt…

Eine Schnitzeljagd quer durch Rheinberg, dabei jede Menge kniffliger Rätsel und so einige skurrile Gestalten – das sind die Aufhänger der achten Folge von Team Undercover und somit die dritte in neuer Besetzung. Ausgehend von dem harmlosen Freizeitvergnügen entwickelt sich die Handlung dann aber doch ganz anders, als erwartet, und die drei Ermittler sind einem ganz anderen Geheimnis auf der Spur. Die Nebencharaktere sind gut dargestellt und verleihen den einzelnen Szenen immer wieder neuen Pfiff, während die Konzentration auf die einzelnen Rätsel manchmal den Blick auf das große Ganze verlieren lässt. Auch kommt so ein Spannungsbogen, der sich über die gesamte Folge zieht, nicht so recht zustande, zu sehr wird sich auf die kleinen Rätsel zwischendurch konzentriert. Die Folge ist insgesamt sehr abwechslungsreich und kann mit einer gut erzählten Auflösung punkten.

Patrick Bach ist hier als Sören zu höre und kann mit seiner jugendlichen Stimme glaubhaft wirken und die Rolle gut auskleiden. Konrad Halver, dem diese Folge gewidmet ist, spricht hier den Pfarrer Rilms und kann seine eingängige, prägnante Stimme erneut sehr geschickt einsetzen. Sehr gut gefallen hat mir Nana Spier als überdrehte Gräfin von Höffken, die mit leichten Kicksern und ihrem aufgedrehten Spiel einen bleibenden Eindruck hinterlassen konnte. Weitere Sprecher sind Karin Lieneweg, Gerrit Schmit-Foß und Eckart Dux.

Auch die Produktion ist durchaus gelungen, Contendo Media konnte einen in sich stimmigen und modern klingende Sound kreieren, in dem die Geschichte gut zur Geltung kommt. Dabei sorgen die eingestreuten Melodien für Abwechslung und Atmosphäre, während die Geräusche insbesondere dazu gedacht sind, die einzelnen Szenen lebendiger und glaubwürdiger wirken zu lassen.

Eine mittelalterliche Burg ist die Kulisse für das Cover dieser Folge. Einige Statuen zieren die Umgebung, und Vögel und Pflanzen lockern das Gante etwas auf. Im Vordergrund sind jedoch Hannah, Ben und Eddie zu sehen, die gemeinsam die Rätsel um Goethe entschlüsseln. Im Inneren gibt es neben den bereits bekannten Steckbriefen wieder einen kurzen Text, dieses mal von Eddie geschrieben, über einige Elemente des Hörspiels.

Fazit: Viele in sich spannende Szenen mit interessanten Rätseln, das geht allerdings etwas zu Lasten der Dynamik der Folge. Gut ist die Einbindung der beiden großen deutschen Dichter gelungen.

VÖ: 15.Mai 2013
Label: Contendo Media
Bestellnummer: 4049774258800


Team Undercover – 7. Doppeltes Spiel



Erster Eindruck: Geocaching im tiefsten Winter

Eigentlich sollte es für Eddie und Hannah nur ein Geocaching-Ausflug werden. Doch mitten im Wald beobachten, dass ein Wagen von der Straße abgedrängt wird. Nur mit knapper Not können sie den Fahrer vor dem Absturz in eine Schlicht retten, doch ihr Detektivinstinkt ist geweckt. Und schon bald sind auch Ben und Sarah in den Fall verwickelt, eine spannende Jagd durch die verschneiten Wälder beginnt…

Erst vor kurzem ist das Team Undercover nach ziemlich langer Pause und in neuer Besetzung wieder in den Fokus der Hörspielszene zurückgekehrt. Dort aber mit einem Knall: Die Comebackfolge war ein echter Volltreffer. Und die Pause scheint tatsächlich gut getan zu haben, denn auch der Nachfolger von „Team Undercover 2.0“ kann auf ganzer Linie überzeugen. Schon zu Beginn ist eine spannende und dramatische Szene zu hören, deren Ausgang nicht klar ist – ein spannender Einstieg! Danach geht es sehr kurzweilig weiter, auch wenn man zu Beginn noch völlig im Dunkeln tappt, wie die Hintergründe des Ganzen sein könnten. Erst im Laufe der Zeit bekommt man kleine Hinweise auf die Zusammenhänge, die wie im Vorgänger wieder geschickt und recht unscheinbar platziert sind. Und immer wieder sind spannende, actiongeladene Szenen eingebaut, die neue Spannungsbögen erzeugen und richtig gut umgesetzt wurden – die gefährlichen Situationen werden dabei sehr gut ausgekostet. Zwischendrin werden immer wieder Anspielungen auf das Geocaching gemacht, was der Folge zusätzliche Aufmerksamkeit verleiht. Der Wechsel zwischen den Teammitgliedern, die verschiedenen Perspektiven, die zwei großen Handlungsstränge, die ein ganzes ergeben, all das sind gelungene und passende Elemente. Und dann eine Teilauflösung, doch danach kommt doch noch mehr, alles entwickelt sich anders als erwartet. Auch wenn die Thematik nicht ganz so sehr packen kann wie in der vorigen Folge, ist auch „Doppeltes Spiel“ ein sehr gelungenes Hörspiel, das in sich sehr stimmig ist.

Die Handlung konzentriert sich hier stark auf die Hauptsprecher, zu denen auch Bens jüngere Schwester Sarah gehört. Sie wird von Lea Kiernan gesprochen, die wirklich etwas jünger klingt als ihre Bandenmitglieder, aber genauso spontan und glaubwürdig klingt. Claudia Urbschat-Mingues ist als Polizistin Nicole Hermann zu hören, die hier einen sehr soliden und gradlinigen Klang wählt, insgesamt eine gute Leistung abliefert. Tilo Schmitz‘ eindringliche Stimme verleiht dem Robert eine sehr intensive Note. Und natürlich sind auch wieder Patrick Mölleken, Max von der Groeben und Theresa Schulte zu hören.

Der Titelsong ist vielleicht etwas zu lang geraten und nicht prägnant genug, um wirklich einen unvergesslichen Einstieg in die Handlung zu gewähren. Danach geht es allerdings launig und angenehm weiter, insbesondere die Szenenwechsel sind mit passender Musik unterlegt. Besonderes Augenmerk verdienen allerdings die oben erwähnen dramatischen Szenen, die eine sehr gelungene Mischung aus Geräuschen, Musik und dem Geschrei der Kinder bilden.

Vom alten Coverdesign wurde die Idee mit der Lupe übernommen, was einen guten Aufhänger und einen Hingucker bietet. Ansonsten sind die Motive realistischer gehalten, zu sehen sind Eddie und Hannah in der ersten Szene mit dem explodierenden Auto zu sehen. Das Innere enthält wieder die bereits bekannten Steckbriefe zu den vier Teammitgliedern sowie einen kurzen Infotext zum Thema Geocaching.

Fazit: Viele spannende und dramatische Szenen sind das i-Tüpfelchen für die gut erzählte und unterhaltsame Geschichte, die das kleine Comeback vom Team Undercover gelungen fortführt.

VÖ: 15.Februar 2013
Label: Contendo Media
Bestellnummer: 4049774258695


Team Undercover – 6. Der unheimliche Clown



Erster Eindruck: Neues Team, altes Muster

Als Juliane und Lilliom Winter beim Zelten von einem unheimlich kichernden Clown überfallen werden, denken Eddie, Ben und Hannah vom Team Undercover zuerst an den Streich eines Mitschülers. Doch als sich diese Ereignisse häufen, wollen sie der Sache auf den Grund gehen. Doch wo liegt die Gemeinsamkeit der überfallenen Jugendlichen? Bald können die drei einige Verdächtige abgrenzen…

Fast zwei Jahre ist es her, seit die letzte Folge von „Team Undercover“ erschienen ist. Mit Nummer sechs der Serie wird nun ein Schnitt gemacht und gleich die Hauptcharaktere samt Sprecher komplett ausgetauscht. Statt Freddy, Anne und Nick gibt es nun Eddie, Hannah und Ben, die zumindest zu zwei Dritteln in verwandtschaftlichem Verhältnis zum „alten“ Team stehen, und zumindest Freddy und Anne tauchen auch in diesem Relaunch wieder auf. In dieser ersten Folge mit neuer Besetzung hätte man die Charaktere vielleicht noch etwas schärfer umreißen können, um ihnen etwas wirklich Individuelles zu verleihen. Das wäre dann aber auch schon der einzige größere Kritikpunkt, denn insgesamt hat mir diese Folge richtig gut gefallen. Die anfänglichen Szenen mit dem unheimlichen Clown sind schon stimmungsvoll und gruselig geraten, der Übeltäter platziert sich hier gekonnt. Und dann geht es auch spannend weiter: Neben den bereits erwähnten kurzen Auftritten von Anne und Freddy ist auch die Ermittlungsarbeit gut erzählt: Während man anfangs noch völlig um Dunkeln tappt, was der Hintergrund der Taten sein könnte, werden immer mehr Einzelheiten offenbart, die sich nicht so recht in Einklang bringen lassen wollen. Und so gibt es gegen Ende noch mehrere völlig unterschiedliche Verdächtige, die man nicht so recht einzuschätzen weiß. Und am Ende kommt es dann noch anders, die Auflösung überrascht und ist trotzdem in sich logisch – ein gelungenes Finale, bei dem man erst mal die kleinen versteckten Hinweise während der Handlung zu deuten weiß. Insgesamt also eine wirklich gut erzählte und kurzweilige Folge, die dem Neustart äußerst gut zu Gesicht steht.

An dieser Stelle sei natürlich das neue Dreiergespann in den Hauptrollen näher beleuchtet, auch wenn einige Nebencharaktere wie Sabine Schmidt-Kirchner, Marin May und Julia Fölster durchaus lobende Erwähnung verdient hätten. Patrick Mölleken spricht Eddie Köhler und kann den sportlichen Jungen mit viel Elan, aber auch Witz und Charme darstellen. Die Wahl für die Rolle der Hannah Brandt ist auf Theresa Schulte gefallen, die immer glaubwürdig klingt und das forsche Mädchen so spontan wirken lassen kann. Auch Max von der Groeben kann als Ben Egner überzeugen und ist mit einer guten Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit bei der Sache.

Die eingespielte Musik wirkt insgesamt modern und ansprechend. Allerdings ist gerade die Eröffnungsmelodie zu wenig prägnant gewählt. Statt einer aussagekräftigen Melodie ist nach dem Intro einer Akustikgitarre angenehme, aber eben etwas blasse Popmusik zu hören. Während der Handlung wurden die Übergänge mit ähnlicher Musik sanft gestaltet, während die Geräusche und insbesondere das unheimliche Clownlachen gut eingebaut wurden.

Auch die Covergestaltung hat ein Update erfahren, und statt der manchmal etwas abstrakten Darstellungsweise des „alten“ Teams sind hier Eddie, Hannah und Ben auf der Flucht vor dem Clown zu sehen. Die dunkle Farbgebung weiß dabei zu überzeugen, die drei Kinder wirken aber doch ziemlich künstlich. Das Booklet hingegen überzeugt auf voller Linie, neben der Vorstellung der wichtigsten Charaktere gibt es auch einen unterhaltsamen Infotext, was mit den Vorgängern des Team Undercover geschehen ist.

Fazit: Drei neue Charaktere, und gleich ein sehr spannend erzählter Fall, bei dem alles gut ineinander greift und einen runden Eindruck hinterlässt. Sehr schön!

VÖ: 1.Februar 2013
Label: Contendo Media
Bestellnummer: 4049774258466


Team Undercover - 5. Der geraubte Stern



Erster Eindruck: Neuester Ohrwurm: Immer und ewig!

Sergio Fossi, der berühmte Schlagerstar, gibt einige Konzerte in Rheinburg. Freddys Mutter ist ganz aufgeregt und organisiert natürlich Karten. Durch Zufall bekommen Freddy, Anne und Nick Wind von den gemeinen Drohbriefen, die Sergio erhält. Als er dann auch noch vor ihren Augen entführt wird, ist ihr kriminalistischer Spürsinn endgültig geweckt...

Ein typisches Trio von Juniordetektiven in deutschen Gefilden ermitteln zu lassen, das ist das erklärte Ziel der Hörspielserie "Team Undercover". Und was könnte deutscher sein als die hiesige Schlagerszene? Deshalb enthält die fünfte Folge "Der geraubte Stern" einige herrlich böse Anspielungen auf bekannte Namen - höchst wahrscheinlich natürlich völlig unabsichtlich. Der arrogante und divenhafte Sergio Fossi bringt dabei jede Menge Spaß in die Folge, spätestens als er seinen geliebten Lavendeltee von den Entführern verlangt. Für die komische und unterhaltsame Seite ist also gesorgt - was nicht darüber hinwegtäuschen soll, dass auch der Fall dieses mal sehr stimmig ist. In früheren Folgen ist oftmals das Problem aufgetaucht, dass der Fall für den Hörer schon nach kurzer Zeit offensichtlich ist. Das ist in "Der geraubte Stern" nicht der Fall, immer stehen noch mehrere Tatverdächtige mit ihren unterschiedlichen Motiven im Raum und sorgen für einen spannenden Verlauf. Und auch die letztendliche Auflösung ist logisch aufgebaut und nachvollziehbar. Hier möchte man ein laustarkes "Geht doch!" in den Raum schreien, denn diese Folge hat mich erstmals komplett überzeugen können.

Besonders in der Besetzung der größeren Nebenrollen sind durchaus bekannte Namen zu finden. So spricht Judy Winter Freddys Mutter, ihre raue Stimme ist immer wieder ein Highlight und passt auch zu dieser Rolle wunderbar. Claudia Urbschat-Mingues spricht erneut die Polizistin Nicole Hermann sehr professionell und glaubhaft. Als Sergio Fossi ist Harry Heib zu hören, der auch seine Gesangtalente unter Beweis stellen darf (muss?) und für einige Lacher sorgt. Weitere Sprecher sind Karen Schulz-Vobach, Robert Missler und Sascha Rotermund.

Die atmosphärische Gestaltung wurde gut auf das Geschehen abgestimmt und kann die steigende Spannung durchaus unterstützen. Auf ein besonderes Bonbon darf man sich am Ende des Hörspiels freuen, eine naheliegende und zugleich einzigartige Idee: Ein ganzer Song von Sergio Fossi alias Harry Heib, der extra für dieses Hörspiel aufgenommen wurde.

Die typische Lupe, die jedes Cover der Serie ziert, zeigt uns dieses mal ein Bild von Sergio, wie er gefesselt und geknebelt auf einem Stuhl sitzt. Schminktisch, Erpresserbrief und Mikrofon spielen auf das Thema der Folge an. Im Inneren ist wieder ein kleiner Brief von Anne über den Fall zu finden - ein kleines Extra, das ich immer mehr zu schätzen lerne.

Fazit: Hier passt dieses mal alles noch besser: Eine gute Geschichte mit mehreren Tatverdächtigen und jede Menge Witz. Weiter so!

VÖ: 14. Mai 2010
Label: Contendo Media
Bestellnummer: 4042564118704


Team Undercover - 4. Die Nacht des Vampirs



Erster Eindruck: Legende oder Wirklichkeit?

Freddy, Anne und Nick machen einen Kurzurlaub im kleinen Dorf Siedembuk. Zwar sind die Bewohner recht freundlich zu ihnen, doch schnell entdecken die drei Freunde einen merkwürdigen Stein im Wald, der sie zu der Legende vom Heinrich Ridderfels führt. Dieser soll als Vampir sein Unwesen treiben. Und schon steht ein neuer Fall für das Team Undercover an...

Seit dem Start von "Team Undercover" - was zugegebenermaßen erst drei Folgen her ist - war ein stetiger Aufwärtstrend zu erkennen, der sich auch im vierten Teil "Die Nacht des Vampirs" fortsetzt. Der Aufbau der Folge ist solide, aber nicht sonderlich originell oder außergewöhnlich. Ein kleines Dorf, eine verschworene Gemeinschaft, ein düsteres Geheimnis. Dafür sind die ersten gruseligen Szenen direkt sehr aufregend gestaltet und bieten einen stimmungsvollen Einstieg in den Fall der drei Detektive. Auch im weiteren Verlauf gilt: Die Story ist durchaus vorhersehbar (dafür wurden die Hinweise auf das Motiv der Tat zu offensichtlich eingebaut), trotzdem kommt stellenweise Spannung auf, zumal die Geschichte atmosphärisch gut gelungen ist. Das große Finale ist dann schließlich der eindeutige Höhepunkt der Folge, die direkte Konfrontation mit dem Vampir bietet einen tollen Abschluss. Diese sehr atmosphärische Folge des Team Undercover kann den positiven Eindruck der letzten Folge halten und hat einige unheimliche Szenen zu bieten.

Christoph Piasecki, Tatjana Auster und Tobias Diakow sind weiterhin in den Hauptrollen zu hören. Auch hier ist eine positive Entwicklung erkennbar, allesamt wirken sie frischer und spontaner. Martin Sabel, Erzähler der Serie, kann wieder mit seiner ausdrucksstarken Gestaltung seiner Passagen überzeugen. Sehr gut gefallen hat mir Robert Missler als Carl von Schneider, der einen großen Teil zur gelungenen Atmosphäre beisteuert. Weitere Sprecher sind unter anderem Katja Brügger, Karin Lieneweg und Dirk Hardegen.

In Sachen Musik und Geräusche wurde das Niveau der letzten Folgen beibehalten, welches für ein Newcomerlabel schon recht gelungen ist. Insgesamt wird die Geschichte eher sacht begleitet, doch gerade an den spannenden Stellen wird die Stimmung mit guten Effekten unterstützt, sodass sie richtig gut wirken.

Von den bisherigen Covern gefällt mir das zu dieser Folge am besten. Lediglich die diabolischen Augen und die spitzen Zähne des Vampirs sind vor dem dynamischen Hintergrund zu sehen, sogar der seltsame Stein aus der Geschichte hat seinen Platz gefunden. Wieder ist einer der lieb gewonnenen kleinen Briefe im Inneren zu finden.

Fazit: Auch wenn die Story etwas vorhersehbar ist, die schaurige Stimmung an vielen Stellen macht "Die Nacht des Vampirs" zu einer guten Juniordetektivgeschichte.

VÖ: 12. März 2010
Label: Contendo Media
Bestellnummer: 4042564118698


Team Undercover - 3. Das Haus der Geister



Erster Eindruck: Spuk oder Schurkerei?

Pfarrer Horn bittet Freddy, Anne und Nick um ihre Hilfe, denn die alte und erblindete Frau Ildebrandt wird mit der Zeit immer merkwürdiger und zieht sich mehr und mehr zurück. Der Grund ist von den dreien schnell gefunden: Unheimliche Geräusche und merkwürdige Ereignisse lassen Frau Ildebrandt glauben, sie sei von Geistern verfolgt. Spukt es in hrem Haus tatsächlich?

"Team Undercover" ist eine weitere Jugendkrimiserie, in der Juniordetektive mysteriöse Fälle aufklären. In den ersten beiden Folgen konnte durchaus ein guter Ansatz erkannt werden, der im dritten Teil "Das Haus der Geister" noch ausgebaut wird. Die Geschichte wirkt glatter und glaubwürdiger als die Vorgänger, auch die Dialoge sind insgesamt besser gelungen. Obwohl der Fall über 75 Minten dauert und damit am oberen Limit für eine Einzel-CD ist, kommt kaum Leerlauf oder Langeweile auf, insgesamt ist die Geschichte also dichter geworden. Allerdings ist der Fall für geübte Krimihörer recht vorhersehbar und bietet kaum Überraschungen, wie der Täter vorgeht ist allerdings teilweise recht einfallsreich. Auch die Blindheit von Frau Ildenbrandt liefert etwas Außergewöhnliches, das die Folge interessant macht. Im Gegensatz zu den Vorgängern ist in "Das Haus der Geister" eine wesentliche Steigeung zu erkennen und hat beim Hören Spaß bereitet. Der eingeschlagene Weg ist der richtige, und somit bin ich noch mehr davon überzeugt, dass eine sehr gute Serie entstehen kann. Wer das Genre mag, sollte ruhig mal in diese dritte Folge der Serie reinhören!

Die drei Hauptsprecher Christoph Piasecki, Tatjana Auster und Tobias Diakow machen alle drei ihre Sache prinzipiell gut, könnten aber spontaner und somit glaubwürdiger wirken. Ingrid Mülleder liefert als Marion Ildebrandt eine sehr überzeugende Vorstellung ab, indem sie ihre warme Stimme punktgenau einsetzt. Rainer Maria Ehrhardt spricht wie in der vorigen Folge den Pfarrer Horn und bliebt dabei immer glaubwürdig. Weitere Sprecher sind unter anderem Claudia Urbschat-Mingues, Robert Missler und Patrick Bach.

Wie in den Vorgängerfolgen kann die akkustische Begleitung der Geschichte überzeugen. Ohne sonderlich bombastische Klänge wird die Handlung eher sacht und leise begleitet, sodass der Hauptaugenmerk auf den Sprechern liegt. An den richtigen Stellen wird mit Musik und Geräuschen aber zusätzliche Stimmung erzeugt.

Das Coverartwork mit der vorgeschobenen Lupe funktioniert auch hier gut, zumal das blitzumspielte Haus und die dunkle Silouhette vor erleuchtetem Fenster schön stimungsvoll wirken. Gut, dass sich der Schriftzug da eher zurückhaltend gestaltet. Das Booklet enthält als kleines Goodie noch einen Brief über den Fall, der dieses mal von Nick stammt.

Fazit: Wenn auch teilweise vorhersehbar ist "Das Haus der Geister" unterhaltsam und kurzweilig. Deutliche Steigerung zu den ersten Teilen!

VÖ: 15. Januar 2010
Label: Contendo Media
Bestellnummer: 4042564118681


Team Undercover - 2. Das Rätsel der Halskette



Erster Eindruck: Eine Kette und alte Briefe

Anne entdeckt bei ihrem Vater Briefe aus dem ersten Weltkrieg, die sich um eine gestohlene Halskette im ortsansässigen Gasthaus drehen. Obwohl die Chance gering ist, nach so langer Zeit noch Spuren zu finden, beginnen die drei Freunde vom Team Undercover mit ihren Ermittlungen. Tatsächlich bringen sie verschlüsselte Codes und die Übersetzung des italienischen Textes auf eine Spur...

Zum Serienstart der neuen Ermittlerserie "Team Undercover" von Contendo Media wurden gleich zwei Folgen veröffentlicht, sodass man nach dem "Fluch des Anubis" auch dem "Rätsel der Halskette" lauschen darf. Auch diesem Fall liegt ein interessanter Grundgedanke vor: Das Lösen eines Rätsels, das weit in der Vergangenheit zurückliegt. Einzig die gefundenen Briefe und historische Dokumente können zum Ziel führen, da das Befragen von Zeugen aus verständlichen Gründen erschwert ist. Doch auch dieses Hörspiel ist an einigen Stellen verbesserungswürdig. So ist der Mittelteil etwas in die Länge gezogen, eine Straffung um 15 Minuten wäre ohne weiteres möglich gewesen. Mir persönlich spielen zu viele Zufälle in die Handlung herein, sodass die Geschichte teilweise arg konstruiert wirkt. Am Sprachfluss sind wie im Vorgänger noch einige Haken auszubügeln, viele Sätze würden zwischen Jugendlichen so einfach nicht gesprochen werden. Gut gelungen ist da trotzdem die Darstellung der drei Hauptcharaktere mit ihren ganz persönlichen Eigenschaften. Wieder ist ein guter Ansatz vorhanden, der mit ein wenig Überarbeitung zu einem richtig guten Hörspiel hätte werden können.

Wie Christoph Piasecki und Tatjana Auster ist Tobias Diakow als drittes Mitglied des Team Undercover ebenfalls eher ein Sprecherneuling. Die Rolle des Nick Pältzer füllt er aber recht gut aus, könnte manchmal aber noch etwas spontaner wirken. Martin Sabel ist Erzähler der Serie und kann auch in dieser Rolle mit prägnanter Aussprache überzeugen. Patrick Bach ist als Torben Brunner zu hören, der nicht ganz zu dieser Rolle passen will. Weitere Sprecher sind Daniel Faust, Annette Gunkel und Rainer Maria Ehrhardt.

Akkustisch gesehen ist das Hörspiel solide produziert und kann einige Stimmungen der Handlung umsetzen. So wird es in einer der letzten Szenen auf dem nächtlichen Friedhof durchaus ein wenig gruselig. Insgesamt hält sich die Musik aber eher zurück, und auch Geräusche sind nur wenige, dafür gut platzierte zu finden.

Auffällig an der Covergestaltung ist wieder die stilisierte vorgeschobene Lupe, die zu einem Markenzeichen der Serie werden kann. Die Gestaltung des Friedhofs ist dabei ansprechend gelungen und weckt durchaus das Interesse. Im Inneren des kleinen Inlays ist wieder ein kleiner Brief über den Fal zu finden, den dieses mal Anne verfasst hat.

Fazit: So wirklich überzeugend ist leider auch der zweite Teil der Serie nicht. Auch hier kann noch zugelegt werden.

VÖ: 13.November 2009
Label: Contendo Media
Bestellnummer: 4042564118674


Team Undercover - 1.Der Fluch des Anubis



Erster Eindruck: Neues Detektivtrio mit göttlichem Fall

Freddy, Anne und Nick sind mehr durch Zufall auf die feierlichen Eröffnung einer ägyptischen Kunstausstellung im heimischen Museum geraten. Doch ein Stromausfall stürzt die Gesellschaft ins Chaos. Als dann auch noch die Gottheit Anubis auftaucht, ist der Spürsinn des Team Undercover geweckt. Steckt wirklich einer der Gäste hinter dem Anschlag?

"Team Undercover" heißt die neueste Serie rund um ein junges Ermittlertrio. Die Abenteuer von Freddy, Anne und Nick sollen allesamt in Deutschland spielen und so den Hörern zumindestens räumlich näher rücken. Ansonsten bieten die drei Hauptcharaktere nicht wirklich etwas Neues und variieren bekannte Themen aus der Hörspielwelt. "Der Fluch des Anubis" heißt die erste Folge der Serie und spielt - Achtung! - komplett in einem Museum. Denn nach dem Stromausfall sind alle Türen versperrt, der Täter also noch im Gebäude. Ein reizvoller Grundgedanke, der durch das Auftauchen des Anubis immer mehr an Spannung gewinnt. Doch leider liegt hierin auch der Hinderungsgrund, dass das Hörspiel an Fahrt aufnimmt, die Geschichte wirkt trotz der interessanten Elemente etwas lahm. Dabei ist die Auflösung des Ganzes doch gelungen, die vielen verschiedenen Spuren lassen kein eindeutiges Ergebnis für den Hörer zu, trotzdem wirkt die Geschichte keineswegs konstruiert. Für die erste Folge bleibt also ein guter Ansatz für die drei neuen Detektive, allerdings könnte mit dem Drehen einiger Stellschrauben die Geschichte noch besser werden.

Neben vielen bekannten Sprechern wurden gerade für die drei Hauptrollen Sprecherneulinge verpflichtet. Christoph Piasecki spricht den Freddy Köhler und stellt den gewitzten Jungen durchaus glaubwürdig dar, bleibt aber oft zu steif. Gleiches gelingt Tatjana Auster, die die verschiedenen Gemütslagen ihres Charakters zu erfassen weiß, leider aber manchmal etwas abgelesen wirkt. Claudia Urbschat-Mingues ist in dieser Folge als Nicole Hermann zu hören, die sie professionell wie immer darstellt. Weitere Sprecher sind Tobias Diakow, Martin Sabel und Robert Missler.

Den Sprechern zur Seite gestellt wird eine runde akkustische Produktion des Hörspiels. Hier wird durch kleine, eher unauffällige Musikstücke und die passenden Geräusche, die sich ebenfalls nicht in den Vordergrund stellen, eine ein wenig unheimliche Atmosphäre erzeugt. Besonders das Auftauchen von Anubis ist jedes mal sehr gut gelöst worden.

Auch die Aufmachung darf insgesamt als gelungen betrachtet werden. Das gezeichnete Titelbild wirkt zwar etwas flach, ist aber hübsch anzusehen und bietet mit der vorgeschobenen Lupe einen tollen Wiedererkennungswert für die Serie. Im Inneren finden wir sogar einen kleinen Brief von Freddy, der uns den Fall ein wenig näher bringt.

Fazit: Die erste Folge von "Team Undercover" ist durchaus nicht schlecht gelungen, hat aber auch noch viel Potenzial nach oben.

VÖ: 13.November 2009
Label: Contendo Media
Bestellnummer: 4042564118667