Pippi Langstrumpf – Das Hörspiel

Pippi Langstrumpf - 6. findet einen Spunk

Pippi Langstrumpf - 5. will nicht groß werden

Pippi Langstrumpf - 4. bekommt feinen Besuch

Pippi Langstrumpf - 3. geht einkaufen

Pippi Langstrumpf - 2. geht in den Zirkus

Pippi Langstrumpf - 1. geht in die Schule


Pippi Langstrumpf – Das Hörspiel



Erster Eindruck: Heldin aus der Kindheit in neuem Gewand

Pippi Langstrumpf zieht in ihre Villa Kunterbunt in einem kleinen schwedischen Dorf ein, schon bald ist ihr die Aufmerksamkeit der anderen Bewohner und die Freundschaft von Annika und Tommy sicher. Langweilig wird es zumindest nicht, wenn sie im Zirkus oder beim Kaffeekränzchen auftaucht und sich Diebe in ihr Haus schleichen...

Pippi Lagstrumpf ist seit 1945 die Heldin immer mehr Kinderzimmer, ihre unkonventionelle Art begeistern nach wie vor Kinder jeden Alters. Schön, dass der Oetinger Audio Verlag auch Hörspiele mit der schwedischen Figur von Astrid Lindgren produziert und veröffentlicht hat. Auf dieser über zweistündige Version erlebt Pippi so einige Abenteuer, die ohne einen roten Faden zu haben episodenhaft aneinandergereiht sind und so in fast beliebiger Länge zu hören sind. Witzig geht es zu, heiter und locker, aber ruhiger als man es von den Filmen gewohnt ist. So entsteht ein ganz anderes, aber ebenso stimmiges Bild des frechen Mädchens, das gut eingebettet ist in das Schweden der damaligen Zeit und einige Aspekte aufgreift, ohne altbacken zu wirken. Anfangs wird recht viel Zeit darauf verwendet, Pippi, Annika und Tommy vorzustellen, doch auch hier geht es munter zu. Im späteren Verlauf stechen einige kleine Geschichten positiv hervor, beispielsweise als Pippi zu einem feinen Kaffekränzchen eingeladen ist und die Damen doch gehörig aufmischt. Doch auch die anderen Episoden können durchweg überzeugen, immer sticht der Schalk und die kleine Respektlosigkeit der Hauptfigur durch und sorgt für ein Hörspielvergnügen voller Herzenswärme und guter Laune. Und mit dieser sehr guten Produktion wird man sicher auch die heutige Kindheit zu Fans von Pippi Langstrumpf machen können.

Laure Maire ist in der Hauptrolle der Pippi zu hören und klingt eher ruhig, aber scharfsinnig und intelligent. Schnell entwickelt sie ein Gespür für das richtige Timing und löst sich von der Filmfigur, um etwas Eigenständiges zu schaffen. Lea Sprick ist als Annika zu hören, sie wirkt fröhlich und kann die Steigerung dieser Laune nach dem Treffen mit Pippi deutlich herausstellen. Flemming Stein ist als Tommy eine ebenso gute Wahl, stets bleibt er in seiner Rolle und bringt diese glaubwürdig herüber. Weitere der vielen Sprecher sind Marion Elskis, Achim Schülke und Peter Fricke als Erzähler.

Dieter Faber und Frank Oberpichler haben die Musik erschaffen und ebenfalls eine eher ruhige Tonart gewählt, die sich sanft an die Geschichte anpasst und insbesondere während der Szenenwechsel zwischen den einzelnen Episoden für eine sehr angenehm entspannte Stimmung sorgt. Die Geräusche von Jörg Busch passen sehr gut in die Handlung und gestalten diese eingängiger.

Natürlich ist Pippi Langstrumpf auch auf dem Cover zu sehen, in lustigem Zeichenstil blickt sie einem fröhlich winkend entgegen. Auch ihr Affe Herr Nielson ist zu sehen, zusammen sitzen sie auf einem Seil. Die restliche Gestaltung ist schlicht und übersichtlich, im kleinen Booklet ist neben Fotos einiger Sprecher auch eine gut aufgeteilte Trackliste zu finden.

Fazit: Kleine, lustige und erheiternde Episoden für die ganze Familie, die mit der tollen Hauptfigur und der etwas anderen Interpretation des Stoffes überzeugen können.

VÖ: Februar 2012
Label: Oetinger Audio
Bestellnummer: 978-3-8373-0608-8


Pippi Langstrumpf - 6. findet einen Spunk



Erster Eindruck: Gebäck oder Krankheit?

Pippi ist ganz begeistert von sich selbst, denn sie hat ein nagelneues Wort entdeckt: Spunk. Das ist schließlich viel besser als die ganzen anderen Wörter. Doch leider hat sie keine Ahnung, was ein Spunk sein könnte und macht sich mit Tommy und Annika auf die Suche. Soll sie im Eisenwarenladen nachfragen oder doch lieber beim Doktor?

Mit "Pippi Langstrumpf findet einen Spunk" macht Oetinger Audio die Hörspielvertonung der Bücher über die berühmte Heldin komplett, hier wurde der zweite Teil des letzten Buches umgesetzt. Wieder gibt es statt einer fortlaufenden Handlung mehrere einzelne Episoden zu hören, die auf ihre Art alle etwas sehr Besonderes sind. Sehr gut gefallen hat mir beispielsweise "Pippi heitert Tante Laura auf", da die unkonventionelle Art des rothaarigen Mädchen hier besonders gut zur Geltung kommt und gezeigt wird, dass nicht immer alle Klischees erfüllt werden müssen, die man so mit sich herumträgt. Pippis Suche nach dem Spunk ist wieder herzerfirschend schräg und spiegelt die Seele der Bücher wieder. Doch auch all die anderen Geschichten sind wunderbar anzuhören und verbreiten eine angenehm skurille Atmosphäre. Ein sehr gelungener Abschluss dieser Hörspielserie, die wieder Groß und Klein unterhalten wird.

Klaus Dittmann ist in der ersten Episode als feiner Herr zu hören, der Pippis Haus kaufen möchte. Die hinterlistige Art wird hier besonders gut gezeigt, auch die sich steigernde Wut des Mannes stellt Dittmann gekonnt dar. Peter Kirchberger und Andreas von der Meden sind wieder als die beiden Polizisten der kleinen, kleinen Stadt mit dabei und wirken erneut grundsympathisch. Peter Fricke ist auch hier der Erzähler und gestaltet seine Passagen sehr angenehm und kurzweilig. Laura Maire, Lea Sprick und Flemming Stein sind natürlich auch mit dabei.

DIe zauberhafte Musik stammt von Dieter Faber und Frank Oberpichler, die die einzelnen Stimmungen gekonnt einzufangen wissen und sowohl kindgerechte als auch für Erwachsene angenehme Stücke eingesetzt haben. Die passenden Geräusche dazu runden das Hörspiel ab und lassen es glaubwürdiger werden.

Pippis Suche nach dem Spunk wird auf dem Titelbild mit einem Fernrohr dargestellt, die Hauptfigur wirkt einmal mehr herzzerreißend schräg. Ein sehr schlichtes Cover, das glücklicherweise mal nicht vor bunten Farben überquillt. Auch das Digipack, in dem die CD geliefert wird, macht einen stabilen Eindruck.

Fazit: Ein wunderbarer, unaufgeregter Abschluss für die kleine Serie, die ich sicherlich öfters aus dem Regal holen werde.

VÖ: Februar 2010
Label: Oetinger Audio
Bestellnummer: 978-3-8373-0485-5


Pippi Langstrumpf - 5. will nicht groß werden



Erster Eindruck: Auf ins Taka-Tuka-Land

Zusammen mit ihren Freunden Tommy und Annika sowie ihrem Vater segelt Pippi Langstrumpf ins Taka-Tuka-Land, wo sie schließlich die Prinzessin ist. Obwohl die Insel wunderschön ist, fühlt sich Pippi nicht immer wohl, wenn die Taka-Tuka-Kinder sie förmlich anbeten. Und dann bekommen Tomy und Annika Heimweh...

Nach den erfolgreich und liebevoll vertonten ersten Bücher der schwedischen Kult-Autorin Astrid Lindgren über die chaotische Pippi Langstrumpf hat sich Oetinger Audio nun auch an das letzte Buch gemacht und in zwei Teilen als Hörspiel veröffentlicht. Los geht es mit "Pippi Langstrumpf will nicht groß werden", der fünften Folge der Serie. Anders als bei den anderen Folgen ist diese Geschichte nicht allzu sehr in einzelne Episoden aufgeteilt, zumindestens die Seereise zum und ihre Erlebnisse im Taka-Tuka-Land ergeben eine einheiltliche Storylinie, woran sich nach der Heimkehr eine einzelne Geschichte anschließt. Diese gefühlte Einheit macht sich sehr gut, man kann sich noch besser in die Handlung versetzen, zumal sogar ein wenig karibisches Flair entsteht. Die Seele des Hörspiels ist aber immer noch der Witz und der Charme der Hauptfigur, die uns zum Lachen, aber manchmal auch zum Nachdenken bringt. Eine schöne Umsetzung der berühmten Geschichten, die mir gut gefallen hat.

Douglas Welbat spricht hier Pippis Vater, Kapitän Langstrumpf. Seine warme, gutmütige Stimme passt gut zu dem liebevollen Vater, sodass die Figur sehr lebendig wirkt. Dietmar Mues und Monty Arnold sind als Räuberpaar Buck und Jim zu hören, beide bringen etwas sehr Erheiterndes in die Geschichten ein. Laura Maire ist schließlich wieder als Pippi mit dabei und klingt zwar sanft, aber auch ziemlich spitzübisch. Weitere Sprecher sind Lea Sprick, Flemming Stein und Konrad Halver.

Die akkustische Gestaltung wurde zwar nur behutsam eingesetzt, um die jüngeren Zuhörer nicht allzu sehr von den Sprechern und der Geschichte abzulenken. Trotzdem ist mit den vorhandenen Mitteln eine angenehme Atmosphäre entstanden, die die Welt von Pippi bunter und intensiver wirken lässt.

Das Titelbild ist lustig wie immer - Pippi tanzt ausgelassen, während Tommy und Annika sie etwas verwirrt beobachten. Auch die Schlichtheit des Cover weiß zu gefallen. Allerdings hätte ich mir doch eine Szene an Bord oder aus dem Taka-Tuka-Land gewünscht, da diese Elemente das Hörspiel schließlich ausmachen.

Fazit: Ein wunderbares Kinderhörspiel, dem auch viele Erwachsene gern lauschen werden. Ich habe es sehr genossen.

VÖ: Februar 2010
Label: Oetinger Audio
Bestellnummer: 978-3-8373-0486-2


Pippi Langstrumpf - 4. bekommt feinen Besuch



Erster Eindruck: Ein Abschied für immer?

Ferien für Annika und Tommy, und natürlich wollen sie diese zusammen mit Pippi verbringen. Als diese von ihren Abenteuern zu erzählen beginnt, wollen auch die beiden Geschwister einmal auf einer einsamen Insel stranden. Nichts leichter als das, denkt sich Pippi, und so starten die drei in ein tolles Abenteuer...

Gleich vier Folgen hat der Oetinger Audio Verlag von der neuen Serie "Pippi Langstrumpf" veröffentlicht, der die Romane von Astrid Lindgren zugrundeliegen. Hier wird der zweite Teil des zweiten Buches "Pippi Langstrumpf geht an Bord" vertont, das wieder aus mehreren lose zusammenhängenden Geschichten besteht. Der Anfang ist dabei beschwingt und lustig wie die anderen Teile, doch als Pippis Vater zu Besuch kommt und mit ihr ins Taka-Tuka-Land fahren will, steht ein großer Abschied von Annika und Tommy bevor. Hier wird es dann herzergreifend und gefühlvoll, wobei die freche Pippi natürlich wieder aus der Reihe heraussticht und völlig anders mit der Situatuion umgeht als andere Kinder. Dieser Kontrast zwischen lustig und ergreifend macht dieses Hörspiel so abwechslungsreich und wunderschön, dass ich es wirklich nur empfehlen kann. Bleibt zu hoffen, dass auch Lindgrens dritter Pippi-Roman auf die gleiche Weise vertont wird.

Erzähler der Serie ist nach wie vor Peter Fricke. Er schafft es, seine Passagen sehr lebendig zu gestalten, ohne zu sehr in den Vorergrund zu treten. Als Pippis Vater ist Douglas Welbat zu hören. Mit seiner tiefen, brummigen Stimme ist er die Idealbesetzung für einen echten Kapitän und ist mit viel Engagement dabei. Konrad Halver ist als Fridolf zu hören, auch er hinterlässt einen hervorragenden Eindruck. Laure Maire als Pippi, Lea Sprick als Annika und Flemming Stein als Tommy sind natürlich auch wieder mit von der Partie.

Nicht nur musikalisch kann diese Serie überzeugen, in dem die Musik für eine angenehme Begleitung sorgt. Auch die Geräusche sind hervorragend eingesetzt und sorgen für einen Großteil der Atmosphäre. Besonders die Szenen am Schiff sind sehr gut untermalt, schnell hat man die passenden Bilder vor Augen.

Das vierte Cover der Reihe hat eindeutig wieder die außergewöhnliche Pippi als Blickfang eingesetzt. Ein weiteres mal wird eine Szene aus dem Hörspiel vor blauem Hintergrund mit kleinen Details versehen und lustig anmutend dargestellt. Das Digipack enstrpicht wieder völlig meinen Erwartungen.

Fazit: Die beste Folge der Serie, die mit lustigen und emotionalen Momenten gleichermaßen überzeugen kann.


Pippi Langstrumpf - 3. geht einkaufen



Erster Eindruck: Bonbons und ein Tiger

Zusammen mit Annika und Tommy geht das außergewöhnliche Mädchen Pippi Langstrumpf in die Stadt, um einige Dinge einzukaufen. Doch neben dem Arm einer Schaufensterpuppe will sie auch in ein Süßwarengeschäft gehen - und gibt dort eine ungewöhnliche Bestellung auf...

Ein neues Abenteuer für Pippi Langstrumpf - vielmehr sind es auch in dieser Folge der Hörspielserie von Oetinger Audio gleich mehrere kleine. Der Heldin aus Millionen von Kinderzimmern (und sicherlich auch von einigen Erwachsenen) werden liebevolle Umsetzungen gewidmet, die die Bücher in ihrer Urform erzählen. Und wie in den beiden vorigen Folgen macht das Zuhören einfach Spaß, nach wie vor sind die Geschichten um die Piratentochter wohl einmalig, spannend und lustig. Da macht es kaum etwas, dass ihre Abenteuer manchmal etwas altmodisch wirken, da sie nun einmal aus einer anderen Zeit stammen. Denn gerade dies kann reizvoll sein, wenn beispielsweise Pippi in einem echten Süßwarenladen lauter Köstlichkeiten einkauft. Die Geschichten sind also so schon hervorragend, die Produktion ist es aber auch, denn glücklicherweise passt hier alles zusammen, wirkt nicht so überladen. So kann ich ruhigen Gewissens das Hörspiel allen empfehlen, die auch schon in ihrer Kindheit die Abenteuer von Pippi geschätzt haben.

Großes Lob gebührt den Sprechern, die ihre Charaktere zwar intensiv und außergewöhnlich wirken lassen, sich dabei aber nie zur schrillen Übertreibung hinreißen lassen. Alles voran gilt dies für Laura Maire als Pippi Langstrumpf, die einen teilweise fast ruhigen Eindruck macht und trotzdem den frechen Teil ihrer Figur nicht vernachlässigt. Pia Werfel ist wieder als Lehrerin zu hören un gestaltet ihre Parts mit fester, betonter Stimme. Lustig wird es mit Peter Kirchberger und Andreas von der Meden, die als Polizisten für jede Menge Spaß sorgen. Weitere Sprecher sind Sephanie Kirchberger, Jens Wawrczek und Klaus Dittmann.

Auch musikalisch ist diese Produktion äußerst gelungen. Gestartet wird selbstverständlich mit dem berühmten Titellied der TV-Serie (für das Hörspiel neu eingesungen), dann werden von Dieter Faber und Frank Oberpichler arrangierte Musikstücke verwendet, die toll in die Geschichte passen und diese optimal unterstützen, zum Beispiel beim Trennen von Szenen.

Eine fröhliche Pippi Langstrumpf, die ihren Schaufensterpuppenarm an einem typischen schwedischen Gartenzaun vorbeiträgt, kann man auf dem Cover bewundern. Auch hier wirkt alles stimmig und passend. Das Innere der stabilen Papphülle ist mit Fotos der Sprecher und Produzenten ausgestattet, auch eine Auflistung der Tracks gehört hier zum Standart.

Fazit: Viele schöne Geschichten um Pippi Langstrumpf werden hier erzählt, und alle sind besonders. Eine tolle Produktion!


Pippi Langstrumpf - 2. geht in den Zirkus



Erster Eindruck: Starke Männer und feine Damen

Ein Zirkus kommt in die kleine Stadt, und natürlich wollen sich das weder Annika und Tommy noch Pippi Langstrumpf entgehen lassen. Als der stärkste Mann der Welt auftritt und einen Gegner sucht, meldet sich Pippi... Ein paar Tage später bekommt sie eine Einladung zum Kaffeekränzchen bei Frau Settergren. Doch kann sie sich wirklich gut benehmen im Kreise der feinen Damen?

Bisher begeisterten die Geschichten Generationen von Kindern als Filme oder Bücher, nun gibt es ihre Abenteuer auch als Hörspiele: Pippi Langstrumpf. Mehrere amüsante Episoden fasst die zweite Folge der Serie von Oetinger Audio zusammen, die auf die Geschichten von Astrid Lindgren zurückgehen. So hat nun jeder die Wahl, ob er die Folge komplett oder nur einzelne Geschichten hören will - ideal, da bestimmt auch kleinere Zuhörer den Geschichten lauschen wollen, deren Konzentration nicht unbedingt über eine Stunde anhält. In den Geschichten begeistert immer wieder die unkonventionelle Art der Hauptfigur, die mit verrückten Einfällen, einem recht losen Mundwerk und ganz spezielen Eigenheiten für viel Spaß sorgt. Die Geschichte um das Kaffeekränzchen hat mir persönlich besonders gut gefallen, da neben des spaßigen Verlaufs noch jede Menge Eindrücke vermittelt werden, wie Schweden zur Entstehungszeit der Geschichten war. Ich kann dieses Hörspiel nur empfehlen, da es Kindheitserinnerungen wecken kann und die Geschichten auf moderne Weise auch der neuen Generation näher gebracht werden.

Tommy wird in dieser Serie von Flemming Stein gesprochen, der trotz seines jungen Alters eine enorme Wandlungsfähigkeit und große Glaubwürdigkeit an den Tag legt. Als Frau Settergren, Tommys und Annikas Mutter, ist Monika Elskis zu hören, die ebenfalls eine überzeugende Leistung mit einer gewissen Ruhe in der Stimme vollbringt. Jan Scheiblich und Achim Schülke sind als zwei schusselige Landstreicher zu hören und bringen viel Spaß in diese Episode. Weitere Sprecher sind unter anderem Wolf Frass, Frank Gustavus und Robert Missler.

Auch in dieser zweiten Folge drängt sich die Musik nie in der Vordergrund, sondern bleibt angenehme Begleiterscheinung. Trotzdem verfehlt sie ihre Wirkung nicht, sondern bringt Ruhe in die Geschichten und sorgt für angenehme Szenenübergänge, die so sehr weich wirken.

Eine frech grinsende Pippi Langstrumpf strahlt uns nach ihrem Sieg über Adolf vom Cover an. Die lustige Zeichnung ist ein gelungenes Titelbild für die Folge. Das in blau gehaltene Digipack macht einen sehr schönen Eindruck und versteckt recht viele Fotos in seinem Inneren.

Fazit: Mit frechen Sprüchen und furchtlosem Auftreten überzeugt Pippi Langstrumpf hier ein weiteres mal große und kleine Hörspielfreunde.

 


Pippi Langstrumpf - 1. geht in die Schule



Erster Eindruck: Neuauflage eines Klassikers

Annika und Tommy staunen nicht schlecht, als eines Tages ein ziemlich merkwürdiges Mädchen die Straße entlanggeht. Das Mädchen heißt Pippi Langstrumpf, ist die Tochter eines berühmten Seefahrers und wohnt nun ganz allein in der kleinen Stadt. Die beiden Geschwister sind sofort begeistert und wollen Pippi näher kennen lernen...

Einer der Kinderbuchklassiker schlechthin erfährt nun von Oetinger Audio eine komplett neue Hörspielfassung: Pippi Langstrumpf von Schwedens wohl berühmtester Autorin Astrid Lindgren. Doch selbst wenn man die Geschichten schon kennt, ist diese Umsetzung eine interessante und schöne Alternative. Die erste Zeit, in der sich Tommy, Annika uns Pippi kennen lernen wird in dieser ersten Folge liebevoll erzählt, wobei die Umsetzung sehr nah am Originalwerk gehalten ist. Pippi wird hier eher unkonventionell als frech dargestellt, was einen neuen Aspekt in die Figur einbringt und somit auch für Erwachsene lustige Denksantöße gibt. Aber ganz klar steht hier der Spaß im Vordergrund, und der ist für große wie für kleine Hörspielfreunde ungebrochen, denn so viele skurrile Ideen sind bei kaum einem anderen Jugendheldin zu finden. Die ruhige Umsetzung machen es auch für die ganz kleinen Zuhörer interessant, ohne zu viel an Tempo zu verlieren. Eine tolle Umsetzung, der ich begeistert gelauscht und mich in meine Kindheit zurückversetzt gefühlt habe.

Die wichtigste Rolle der Pippi Langstrumpf übernimmt Laura Maire und löst sich dabei stark von den bekannten Filmen. Sie verleiht der Figur einen unangepassteren Ton und wirkt ruhiger, was aber ebenfalls sehr gut passt. Als Annika ist die junge Lea Sprick zu hören, die auf mich einen sehr aufgeweckten und fröhlichen Eindruck gemacht hat. Erzähler ist Peter Fricke, er führt mich ruhiger und betonter Stimme durch die Handlung. Weitere Sprecher sind Andreas von der Meden, Flemming Stein und Pia Werfel.

Das berühmte Titellied darf natürlich nicht fehlen, hat aber eine neue Umsetzung erfahren. Das Thema dieses Liedes wird immer wieder aufgegriffen und in den Szenenübergängen variiert, sodass der Wiedererkennungswert des Liedes optimal ausgenutzt wird. Eine zaghafte Geräuschkulisse begleitet durch das Hörspiel, wird nie zu aufdringlich und passt hervorragend zu der Geschichte.

Typisch für Oetinger Audio ist das Digipack, welches hier besonders schön gestaltet wurde. Ein fröhliches Titelbild, das Pippi in einer witzigen Pose in der Schule zeigt, im Inneren sind neben einer ausführlichen Trackauflistung und den üblichen Informationen noch Fotos der Sprecher und weiterer Beteiligter zu sehen. Sehr gelungen!

Fazit: Endlich gibt es die phantasievollen und lustigen Kinderbücher in einer gelungenen Hörspielfassung. Ich freue mich schon auf di nächsten Teile!