Die große, abenteuerliche und auch mysteriöse Ferienbande Box

Die Ferienbande - 6. und der kolossale Terror

Die Ferienbande - 5. und das echt gruselig fies schwere Rätsel - LIVE

Die Ferienbande - 4. Das bumsfidele Geisterschiff

Die Ferienbande - 3.und die unerträglichen Schmuggler


Die große, abenteuerliche und auch mysteriöse Ferienbande Box



Erster Eindruck: Liebevolle Parodie

Bernd, früher genannt Beate, Baul, Bröckchen, Babsi sowie ihr Hund Bambi sind zusammen die Ferienbande, die immer wieder spannende Abenteuer erleben. So gerät ein Ausflug nach Rügen außer Kontrolle oder Internatslehrer werden gleich reihenweise getötet. Auch ein Ausflug zu Bröckchens Verwandtschaft bringt keine Erholung, und kurz danach sorgen ein mysteriöses Geisterschiff, die Bedrohung einer exzentrischen Baronin und ein merkwürdiges Picknick für weiteren Ärger...

Mitte der 80er Jahre tauchte ein neues Phänomen in deutschen Kinder- und Jugendzimmern auf: Das Juniordetektivhörspiel. Eine Bande aus drei bis 5 Mitgliedern im Teenageralter sorgte in diversen Hörspielreihen für spannende Unterhaltung. Eine ganze Generation wurde von dieser Art Hörspiel geprägt und favorisierte meist eine bestimme Serie. Genau dieses Phänomen greifen Sven Buchholz und Kai Schwind in ihrer herrlich politisch unkorrekten Serie „Die Ferienbande“ auf, die dieses Genre schamlos parodiert, aber trotzdem den Respekt vor den Originalserien nicht verliert. Die ersten sechs Folgen sind nun zusammen in einer Box erschienen, und das unter dem an sich schon lustigen Titel „Die große, abenteuerliche und auch mysteriöse Ferienbande Box“. Den einzelnen Folgen ist dabei eines gemein: Sie sind urkomisch und sorgen garantiert für mehrere herzhafte Lacher pro Folge. Das liegt zum einen an den liebevoll-chaotisch angelegten Figuren, die die präsentierten Stereotypen der Hörspielserien ziemlich durch den Kakao ziehen. Die Sportskanone, das Superhirn, der dümmliche Gemütliche und das Quoten-Mädchen tauchen in der einen oder anderen Variation eigentlich immer auf. Das ista ber nicht das gesamte Erfolgsrezept der Serie. Denn immer wieder werden wunderbare Sprüche heraus gehauen oder Situationskomiken erzeugt, Anspielungen auf diverse Serien oder ihre aktuelle Situation gebracht oder sonstige äußerst kreative Ideen eingebaut. Der Humor reicht dabei von bitterböse bis albern und ist dabei eigentlich immer treffend. Doch es steckt immer noch mehr in der Serie, denn die Fälle, die die Ferienbande zu lösen hat sind gar nicht mal ganz so dumm und zeigen ebenfalls den Respekt vor den Originalen. Eine sehr ambitionierte und insbesondere urkomische Serie voller Überraschungen und witziger Ideen. Und mit dieser Box wird allen, die sie noch nicht kennen, dies nachzuholen und sich auf die Ferienbande einzulassen.

Die Erfinder und Autoren der Ferienbande lassen es sich nicht nehmen, gleichzeitig auch die Hauptrollen zu sprechen. So ist Sven Buchholz gleichzeitig als Bern, früher genannt Beate und als Bröckchen zu hören. Beide Rollen gestaltet er sehr lebendig und voller dunkler Ironie, besonders der stets etwas krähende Bröckchen mit seinen sinnlosen Einwürfen ist zum Schreien komisch. Kai Schwind spricht immer den Baul und sächselt dabei nicht nur wunderbar, sondern zieht auch das Superhirn immer gekonnt durch den Kakao. Chris Peters stößt zu dem Comedyduo hinzu und ist als Babsi zu hören, auch sie ist mit viel Leidenschaft und Lust dabei. Die Gastsprecher liest sich wie das Who is Who der deutschen Hörspielszene, auch viele der eigentlich Veralberten sind mit von der Partie. Auszug gefällig? Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczek, Andreas Fröhlich, Gisela Fritsch, Heikedine Körting, Reinhilt Schneider, Santiago Ziesmer, Veronika Neugebauer, Luise Lunow und viele, viele andere.

Die Hörspiele sind sehr professionell umgesetzt, auch wenn man bei den späteren Folgen die größeren Mittel deutlich heraushört. Musik wird hier nur minimal verwendet, dafür werden umso mehr passende und sinnvolle Geräusche verwendet, die sich harmonisch in das Gesamtkonzept einfügen. Und ist etwas mal nicht so gelungen wird dies mit einem flapsigen Spruch zu einer Stärke der Serie umgewandelt.

In strahlendem Weiß ist diese Komplettbox der Serie, die aus stabiler und hübsch anzusehender Pappe gefertigt ist. Das Cover wird durch das Logo geziert, welches ebenfalls eine Parodie auf eine bestehende Hörspielserie ist. Die CDs sind mit dem jeweiligen Titelbild der einzelnen Folge bedruckt und in den Laschen des aufklappbaren Digipacks gelagert. Auch hier wurde Wert auf das Details gelegt: Die Folgenbeschreibung findet sich jeweils auf der Lasche, die Liste der Sprecher hinter der CD. Auch die lustigen Kurzbeschreibungen der Bandenmitglieder sind zu finden.

Fazit: 491 Minuten voller Humor, von rabenschwarz bis Klamauk, immer extrem komisch und ebenso voller Nostalgie. Die Ferienbande sollte man sich nicht entgehen lassen!

VÖ: 4. Februar 2011
Label: Wort Art
Bestellnummer: 978-3-941082-41-0


Die Ferienbande - 6. und der kolossale Terror



Erster Eindruck: Ein Fernsehkoch beim Picknick

Grenzdebil lachend macht die Ferienbande einen Ausflug auf dem Fahrrad, ein Picknick soll sie an dem heißen Tag erfrischen. Doch daraus wird nichts, denn Gangster stören die Idylle. Auch auf dem Schulhof fallen merkwürdige Dinge vor, kaum noch ein Schüler ist zu sehen. Die Ferienbande ermittelt wieder...

"Die Ferienbande" parodiert schamlos diejenigen Hörspielserien, die in den 80er Jahren bekannt geworden sind und auch heute noch existieren. Das scheint gut anzukommen, die Serie erfreut sich großer Beliebtheit. Das Erstaunliche: Auch die Macher hinter der veralberten Serien scheinen Bernd, Baul, Bröckchen und Babsi zu mögen, gleich mehrere bekannte Namen lassen sich bei der Sprecherauflistung wiederfinden. So geben beispielsweise die legendäre Heikedine Körting und Sven Stricker ein Gastspiel, als ganz besonderes Highlight sind die drei ??? in Originalbesetzung zu hören. Eine tolle Sache für Fans - aber auch ohne diese wäre aus "Die Ferienbande und der kolossale Terror" ein klasse Hörspiel geworden. Die Parodie auf die verschiedenen Figuren ist mehr als gelungen und an sich schon witzig, die vielen Gags setzen aber noch einmal einen drauf. Wieder können besonders Bröckchens Kommentare begeistern, aber auch ansonsten hat mal eigentlich immer etwas zum Lachen. Klar, dass die Geschichte da eher in den Hintergrund tritt, und auch diese soll wohl nicht so ganz ernst genommen werden. Ein Highlight für die Kassettenkinder, für alle Hörspielfans, die ihr Hobby nicht allzu ernst nehmen und mal wieder herzlich Lachen wollen.

Neben dem Stammcast, der insbesondere die vier Hauptrollen spricht, sind auch dieses mal einige prominente Gastsprecher zu hören. Luise Lunow beispielsweise spricht in dieser Folge die Oma und hat hörbar Spaß an der ungewöhnlichen Rolle, bei der sie mal so richtig aus sich heraus gehen kann. Bernhard Hoecker, eher bekannt aus dem Fernsehen, ist gleich in zwei Rollen zu hören und beweist, dass er auch in diesem Genre punkten kann. Fernshekoch Mirko Reeh spricht sich selbst und hat durchaus spaßige Auftritte. Weitere Sprecher sind Lisa Feller, Katrin Wiegand und Klaus Krückemeyer.

Überraschenderweise ist die musikalische Gestaltung des Hörspiels alles andere als lächerlich. Auch hier hätte man viel Parodie erwarten können, aber die Musik von Viktor Weimer ist zwar stellenweise lustig, aber ansonsten eher stilsicher klassisch mit Instrumenten wie Trompete und Querflöte eingespielt. Bei den verwendeten Geräuschen ist dann wieder mehr von der lustigen Atmosphäre zu spüren.

Klar, dass auch das Cover Parodie pur ist. Der schwarze Rahmen und die Zeichnung der vier Hauptfiguren erinnert stark an zwei bekannte Serien, das Cover ist natürlich auch nicht gerade ernst gemeint. Im Inneren findet mal neben den üblichen Charakterbeschreibungen dieses mal ein leckeres und gänzlich ernst gemeintes Rezept von Mirko Reeh.

Fazit: Bei dieser Gagdichte tritt die Geschichte mal wieder sehr in den Hintergrund. Unglaublich spaßig!

VÖ: 4. Juni 2010
Label: Wort Art
Bestellnummer: 978-3-941082-31-1


Die Ferienbande - 5. und das echt gruselig fies schwere Rätsel - LIVE



Erster Eindruck: Eine Fleischwurst für Bröckchen...

Eine - selbstverständlich exzentrische - Baronin wird von Spukerscheinungen in ihrem Haus heimgesucht. Weil gerade kein anderer zur Stelle ist, übernimmt die Ferienbande die Ermittlungen in dem Fall. Und da man auf einem Rummelplatz oder im Leuchtturm in Jugendserien eigentlich immer einen Hinweis findet, machen sich Bern, früher genannt Beate, Baul, Bröckchen und Babsi an die Lösung dieses echt gruselig fies schweren Rätsels...

Ein weiterer Beweis für die Einzigartigkeit der Ferienbande ist, dass sie schon als fünfte Folge eine eigene Live-CD nach dazugehöriger Tour veröffentlichen können - das will ihnen erst einmal jemand nachmachen! Und da der Auftritt etwas länger geht als ein normaler CD-Rohling fassen kann, ist es sogar gleich eine Doppel-CD geworden. Glücklicherweise trägt der absolut schräge, bitterböse Humor auch über die längere Laufzeit, die Gagdichte ist beachtenswert, hier folgt wirklich Lacher auf Lacher. Und dabei bekommen wieder besonders die Jugendkrimiserien, die seit den 80er Jahren populär sind, ihr Fett weg. Besonderes Lob gilt wieder einmal der schamlosen Parodie der stereotypen Rollenverteilung und den Anspielungen aufs Medium Hörspiel ("Warum sagt eigentlich kein anderes Kind aus der Klasse etwas?") Das alles ist schon aus den anderen Folgen bekannt, weswegen noch ein paar Worte zum Thema Live-Hörspiel fallen sollen: Es ist erst einmal bemerkenswert, wie schnell die 5 Sprecher zwischen ihren Rollen zielsicher hin- und herwechseln können, immerhin hat jeder ein Pensum von 2 bis 4 Personen zu bewältigen. Und das, was diese Folge letztendlich zu etwas Besonderem macht ist, dass sich der Spaß der Sprecher absolut auf die Zuhörer überträgt. Ein sehr amüsantes und unterhaltsamen Hörspiel, wie wir es von der Ferienbande gewohnt sind. Ich frage mich nur, warum nicht in unterirdischen Gängen nach dem Täter gesucht wurde.

Sven Buchholz ist für die Rollen von Bernd, Bröckchen und der Baronin zuständig. Besonders Bröckchen spricht er derart übertrieben und mit krächzender Stimme, dass es ein wahrer Genuss ist, seinen dummen Sprüchen zu lauschen. Kai Schwind gelingt der Übergang zwischen seinen Rollen am besten, und das obwohl er gleich mit 4 Rollen betraut ist. Chris Peters übernimmt die weibliche Hauptrolle des Mädchens und noch eine kleine Nebenrolle, auch sie spielt ihr komödiantisches Talent perfekt aus. Erzähler Matthias Keller ist zusätzlich als Kommisar Tappert zu hören, während Viktor Weimer neben seinen beiden Rollen noch Geräuschemacher ist (der auch gern mal Pause macht).

Auch soundtechnisch ist diese Produktion insgesamt sehr gut gelungen, die Lautstärke der Sprecher steht in guter Relation zu den Lachern des Publikums. Leider haben sich ein paar leise Lacher auf die CD verirrt, die von einem der Mitwirkenden stammen und etwas befremdlich wirken, wenn sie auch den Hörgenuss nur minimal trüben. Lob gebührt an dieser Stelle noch einmal Geräuschemacher Viktor Weimar, der für echtes Hörspiel Feeling sorgt.

Das Cover zeigt uns ein Rednerpult mit einer angehängten Fleischwurst - eine herrliche Anspielung auf einer der Szenen. Auch Logo und Gestaltung des Covers parodieren gekonnt diverse Hörspielserien. Das umfangreiches Booklet enthält neben vielen Fotos einen Tourbericht und einen einleitenden Text von Kai Schwind. Sehr vorbildlich!

Neben dem Live-Mitschnitt lassen sich noch diverse Extras widerfinden. So ist an die normale Handlung noch ein Gastauftritt einer anderen Aufnahme angehangen: In einer vierminütigen Szene gibt sich Oliver Rohrbeck die Ehre und beweist damit neben seinem Hang zu Hörspiel seinen Humor und dass er durchaus über sich selbst lachen kann. Die beiden Musiktracks sind wohl etwas für Hardcore-Fans. Auf CD 1 ist als besonderes Schmankerl ein Mitschnitt eines anderen Stückes der Ferienbande zu sehen, der die Sprecher in voller Aktion zeigt.

Fazit: Ein weiteres urkomisches Hörspiel der Ferienbande mit vielen bösen Anspielungen und dieses mal sehr besonderem Flair. Ich habe wieder Tränen gelacht!


Die Ferienbande - 4. Das bumsfidele Geisterschiff



Erster Eindruck: Moment, ich muss mir noch die Lachtränen wegwischen...

Bernd, früher genannt Beate, steckt in einer depressiven Sinnkrise, Babsis Freund (Babsi hatte einen Freund?) ist zum Ex-Freund geworden, Bröckchen ist genervt vom Sportunterricht beim fiesesten Lehrer aller Zeiten und Baul - naja, dem gehts halt auch nicht so gut. Da kommt der neue Fall gerade recht, bei dem die freundliche, exzentrische, alte reiche Dame von einem gruseligen Geisterschiff tyrannisiert wird - jedenfalls fährt es an ihrem Haus vorbei und erschreckt sie zu Tode. Doch bevor Frau von der Osten-Sacken Auskunft geben kann, müssen ihre Hängebauchschweine versorgt werden. Da kommt Bröckchen eine Erkenntnis...

Genug von diversen Juniordetektivserien mit stereotypen Charakteren? Hör doch die Ferienbande. Ist zwar auch eine Juniordetektivserie mit stereotypen Charakteren, dafür aber eine, die die Kollegen aufs gnadenlosteste parodiert und quasi im Sekundentakt mit mehr oder weniger bösartigen Seitenhieben um sich wirft. Selten ein Hörspiel gehört, bei dem so extrem ein Gag auf den anderen folgte und bei dem ich so herzlich Tränen gelacht habe. Schon das völlig übertrieben dargestellte Intro ist zum Schießen, und noch lange sind wir nicht am Höhepunkt angekommen. In jeder Situation denkt man, dass es doch jetzt eigentlich nur noch schlechter werden kann, doch immer wieder wird eine neue völlig verrückte Idee eingebracht, und sei es nur ein blöder Spruch vom leicht hysterischen Bröckchen, der plötzlich alle Namen fürchterlich komisch findet. Das Hörspiel endet wie es sich eben für ein Hörspiel gehört mit einem großen Showdown - oder sollte ich besser sagen: mit mehreren großen Showdowns. Diese sind nämlich so zahlreich, dass sie laut Babsi im Telegrammstil erzählt werden müssen, weil die CD eine zu kurze Laufzeit hat. Tatsächlich überschreitet "Die Ferienbande und das bumsfidele Geisterschiff" mit 80 Minuten den Durchschnitt an Abenteuerhörspielen deutlich, davon sollte man sich aber nicht abschrecken lassen, denn ein so witzig-geniales Hörspiel sollte man sich nicht entgehen lassen!

Sven Buchholz, Kai Schwind, Sven Buchholz (ja, in einer Doppelrolle...) und Chris Peters sind die Ferienbande. Mal hysterisch, mal furchtbar trocken witzeln (und sächseln) sie sich durch die Handlung und sorgen für jede Menge Spaß. Ansonsten sind viele bekannte Sprecher dabei, die dabei auch gerne mal Serien auf die Schippe nehmen, in denen sie selbst mitgesprochen haben. Jens Wawrczek ist beispielsweise als Dietmar dabei, Babsis Ex-Freund und beweist einmal mehr sein komödiantisches Talent. Auch Gisela Fritsch und Reinhilt Schneider als Mutter und Tochter von der Osten-Sacken sind genial und dürfen ihre Rollen auch mal nach Herzenslust übertrieben darstellen. Andere Stimmen kommen von Klaus-Dieter Klebsch, Oliver Kalkofe und Henni Nachtsheim und Gerd Knebel von Badesalz als John und Sinclair Schneider.

Allein der schräge Titelsong, der auch gerne mal während der Handlung rezitiert wird, ist ein Seitenhieb und eine Hommage zugleich an eine andere, recht bekannte Jugendbandenhörspielserie. Ansonsten geht die eigentlich gelungene Musik im Chaos der Handlung und im Gelächter der Zuhörer eher unter. Auch die Geräusche passen in die Handlung - will heißen sind immer mal wieder für einen Lacher gut.

Die Covergestaltung ist zwar nicht gerade innovativ, dafür aber eben auch wieder mit herrlichen Anspielungen gespickt. Auch der Klappentext ans ich ist schon witzig, und im Booklet erfahren wir mehr über die Protagonisten (außer Babsi, die ist schließlich nur das Mädchen...), Danksagungen und einen einleitenden Text von Stefan Gnad. Sogar an eine Übersicht der Tracks wurde gedacht.

Fazit: Die Ferienbande ist besonders ein: Zum Brüllen komisch und leicht respektlos. Ganz unbedingt reinhören, besonders wenn man mit diversen Hörspielserien groß geworden ist.


Die Ferienbande - 3.und die unerträglichen Schmuggler

Erster Eindruck: Schwarzer Humor auf die Hörspielwelt der Extraklasse

Die Ferienbande alias Beate, Baul, Br�ckchen und Babsi machen dieses mal Ferien bei Tante Pfanne und dem doch sehr aufbrausendem Onkel Tarantino in der H�gelh�tte. Kaum angekommen sehen sich die vier mit fiesem miesen Schmugglern konfrontiert die die Idylle des Dorfes in Angst und Schrecken versetzt.

Eine Parodie auf die H�rspielhelden vieler Kindheiten, wie TKKG, Die drei ???, F�nf Freunde, Hanni und Nanni... Na, ob das gut gehen kann? Doch schon nach den ersten Minuten merkt man: Es kann! Denn irgendwo zwischen Respeklosigkeit und lustigen Einf�llen schimmert immer wieder der Respekt und die Leidenschaft f�r die Klassiker des Genres durch. Dass dabei die wahnwitzige Story nicht zu kurz kommt, sei nur am Rande erw�hnt. Denn man freut sich viel zu sehr �ber den s�chselnden "Baul" und die vielen Seitenhiebe. Das Highlight der Folge kommt jedoch schon kurz nach der herrlich schr�g gesungenen Titelmelodie: Ein eifriger Rechtkundiger st�rmt das Studio mit der Nachricht, die Ferienbande m�sse sich umbennen auf Grund von Rechtstreitigkeiten mit dem Onkel der Nachbarn des Lizenzgebers und er Buchverlag... - Na, ihr wisst schon! Aber Gott sei dank hat er einige hilfreiche Tipps im Gep�ck, zum Beispiel dass man sich doch ab sofort "Die Vier" nennen k�nnte (in Anspielung auf eine wohnbekannte Serie, die sich vor kurzem umbennen musste)

Kai und Sven die Macher des H�rspiels haben einige der bekanntesten Sprechern f�r die Folge verpflichtet, einige kennt man selber aus den H�rspielen die hier so herlich durch den Kakao gezogen werden. Da w�ren Andreas von der Meden der selber Onkeln Quentin bei den F�nf Freuden oder Skinny Norris bei den drei ??? spricht, oder Konrad Halver, Santjago Ziesmer und Sascha Draeger. Alle Sprecher egal ob jung oder alt erf�llen die Figur die sie darstellen mit gekonnt witzigen Z�gen. Kai und Sven sind nat�rlich selber als Bernd und Baul mit dabei.

Musikalisch als auch von den Ger�uschen her ist dieses H�rspiel durchaus auch eine Hommage an die "Echten". Zwar kommt hier nicht die "Original" Musik aus den einzelnen Serien zum Zug, aber das was hier daf�r produziert wurde kann sich auch h�ren lassen.

Das Cover ist zwar durchaus noch ausbauf�hig kann sich aber trotdem sehen lassen, die "zuf�llige" �nhlichkeit mit dem einen oder anderen Cover ist nat�rlich nur rein zuf�llig

Fazit: Comey in H�rspielformat, das durchaus Potenzial f�r mehr hat. Eine liebenvolle Verneigung vor dem Originalen. Mehr davon.