
Gordon Black - 3. Friedhof der Hexen
Gordon Black - 2. Die
Augen des Dämonen
Gordon Black - 1. Der Spiegel des Grauens
Gordon Black - 3.
Friedhof der Hexen

Erster Eindruck: Ein Hexenmeister aus der Vergangenheit
Zur Zeit er Hexenverfolgung wurde in Salem ein Hexenmeister samt
seiner Anhängerschaft verbrannt. Heute ist er zurückgekehrt, um
blutige Rache zu nehmen, doch erst wenn er seine sieben Hexen
wieder erweckt hat, ist seine Macht unbesiegbar. Gordon Black wird in die kleine Stadt gerufen,
um dies zu verhindern. Da beginnen die Kirchenglocken zu
läuten...
"Friedhof der Hexen" komplettiert die drei zuerst veröffentlichten
Folgen der neuen Gordon Black-Reihe
über einen Anwalt, der dazu bestimmt ist, Dämonen zu bekämpfen. Die
Folgen haben keinen roten Faden und können somit alle für sich
allein gehört werden, auch wurden bisher nicht weitere Details von
Gordons Weg zum Dämonenjäger enthüllt als die - sehr gelungene -
Introszene, die vor jeder Geschichte steht. Auch hier fehlt mir
wieder das Besondere, das eine Serie einzigartig macht, ansonsten
ist diese dritte Folge die bisher stärkste. In der Geschichte
finden sich keine Ungereimtheiten, alles ist logisch und gut
nachvollziehbar aufgebaut. Die Darstellung der Dämonen ist
schariger als in den beiden Vorgängern, Gordon steht aufgrund des Versagens seiner
Waffen in Zgzwang, was neue Perspktiven für den Handlungsverlauf
bietet. Auch hier schlägt die Handlung immer wieder Wendungen ein,
sodass trotz der Laufzeit von 68 Minuten kein Leerlauf entsteht.
Ich jedenfalls habe mich gut unterhalten gefühlt und möchte diese
Folge Fans des Genres gerne nahe legen.
Auch in dieser dritten Folge ist der Sprechercast wieder
hervorragend. Als Noah Rush hören wir den wunderbaren Martin Sabel,
der den Dämonen sehr düster und rachsüchtig wirken lässt. Gleiches
gilt für Petra Goßmann und Heidi Lepies als seine Hexen, auch sie
schaffen eine gruselige Atmosphäre. Auch Santiago Ziesmer, dessen
Stimme wohl unverwechselbar ist, macht als Inspector Ranking eine
sehr gute Figur. Weitere Sprecher sind Konrad Halver, Klaus-Dieter
Klebsch und Reinhilt Schneider.
Ebenso wie in den ersten beiden Folgen kann sich hier die
atmosphärische Gestaltung wieder behaupten. Die musikalischen
Arrangements sind treffend zu den einzelnen Szenen ausgesucht und
unterstützen sie in ihrer Wirkung auf den Hörer. Besonders während
der Kampfszenen mit dem Dämonen wird hier einiges für die Ohren
geboten. Weiter so!
Eine Frau, die scheinbar zu Tode erschreckt und schreiend auf einem
Friedhof davonläuft ziert das Cover von "Friedhof der Hexen".
Wieder wurde das Titelbild des Heftromans mit dem insatz von
Violetttönen verfremdet. Lediglich der Schriftzug wirkt etwas
angestaubt, wird Nostalgiker aber wohl erfreuen.
Fazit: Eine insgesamt sehr
gute Folge des Genres, die mit einigen spannenden Höhepunkten
aufwarten kann.
Gordon Black - 2. Die
Augen des Dämonen

Erster Eindruck: Spielsüchtiger Dämon
Durch Zufall stößt der Anwalt und Dämonenjäger Gordon Black auf einen neuen Fall: Ein Dämon
kontrolliert die Gedanken von Mariette Hammond und lässt sie einen
Mann ermorden. Doch auch im Gefängnis ist die angehende
Schauspielerin nicht sicher vor den schädlichen Einflüssen. So
beauftragt er Hanako auf Mariette aufzupassen. Ein schwerer
Fehler...
"Ein Gruselkrimi aus der Geisterwelt" lautet der Untertitel der
neuen Serie von Nocturna Entertainment "Gordon Black", was die
Serie insgesamt gut umschreibt. In dieser zweiten von bisher drei
veröffentlichten Folgen hat er der Dämonenjäger wieder mit einen
gefährlichen Geschöpf aus der Unterwelt zu tun, wobei die
Geschichte teilweise nicht ganz nachvollziehbar ist. Was nämlich
ein Dämon aus der Vergangenheit mit Glücksspielen zu tun hat, wird
nicht ganz deutlich. Die Geschichte hingegen schlägt recht viele
Winkelzüge, was sie durchaus interessant und abwechslungsreich
erscheinen lässt. Auch handwerklich ist nichts auszusetzen, der
Spannungsbogen ist gut aufgebaut, die akkustische Ausstattung gut
bis hervorragend. Dennoch sind die Geschichten zu gleichförmig und
vorhersehbar und die Charaktere sind bisher zu stereotyp. Trotzdem:
Es ist eine gute Produktion und eine Steigerung zur ersten
Folge.
Wieder sind über 40 Sprecher im Einsatz, die neben den üblichen
Sprecherrollen im Hintergrund immer wieder für realistische
Gesprächsfetzen sorgen. Erzähler der Serie ist Wolf Frass, der mit
seiner eingängigen Stimme und klarer Sprechweise für eine gute
Stimmung bei seinen Texten sorgt. Sehr gut gefallen hat mir Katja
Brügger als Mariette Hammond, die sehr wandlungsfähig ihre Stimme
an verschiedene Situationen anpassen kann. Im Intro ist Stephan
Schwarz als Earl of Blackinverness in seiner kurzen Passage sehr
beeindruckend. Weitere Sprecher sind unter anderem Patrick Bach,
Monty Arnold und Lea Kohns.
We dieie erste Folge kann auch "Die Augen des Dämonen" mit einer
gelungenen Atmosphäre überzeugen. Die ausgewählten Musikstücke
tragen zur Spannung bei, die Geräusche sind recht realistisch und
beschreiben das Geschehen gut und nachvollziehbar. Wieder sind die
vielen Sprecher im Hintergrund hervorragend umgesetzt, sodass
beispielsweise das Casino sehr plastisch und greifbar wirkt.
Für das Cover wurde wieder er die Originalzeichnung des Heftromans
mit einem schmucken Lilaton eingefärbt, was mir persönlich sehr gut
gefällt und die Idee aus den 80er Jahren mit dr heutigendeodernen
Hörspielwelt verbindet. Auch der Rest der Aufmachung ist durchaus
ansehnlich und wird in den selben Farbtönen fortgeführt.
Fazit: Ein solides, gut
produziertes Hörspiel für Fans von Dämonenjägern, und eine
deutliche Steigerung zur ersten Folge.
Gordon Black - 1. Der
Spiegel des Grauens

Erster Eindruck: Neue Geisterjägergeschichten
Beim Spiel auf einem gewöhnlichen Spinett stirbt eine junge Frau
unter mysteriösen Umständen und wird völlig blutleer
zurückgelassen. Da Mel Teeler verdächtigt wird, den Mord an Linda
begangen zu haben, sucht er den Anwalt Gordon Black auf, von dem er weiß, dass er
außerdem ein Dämonenjäger ist. Zusammen mit seiner Assistentin und
Geliebten Hanako stößt er auf ein schreckliches Geheimnis...
Ein weiterer Kämpfer gegen die Unterwelt betritt die
Hörspiellandschaft, die Romane über Gordon Black von Horst W. Hübner werden von
Nocturna Entertainment umgesetzt, gleich drei Folgen wurden zum
Auftakt veröffentlicht. Den Anfang macht "Der Spiegel des Grauens",
und dort bekommen wir erst einmal ein gelungenes Intro aus den
Kindertagen des Helden, bevor wir und längere Zeit die
Ausgangssituation mit dem merkwürdigen Todesfall lauschen dürfen.
Zwar braucht es seine Zeit, um richtig Fahrt aufzunehmen, doch
gegen Ende wird es sehr stimmungsoll, das extatische Spiel auf dem
Spinett ist hervorragend umgesetzt. Leider folgen wieder lange
Gespräche mit Gordon Black, in denen
weder sonderlich viel passiert noch großartige Erkenntisse bieten.
Positiv anzumerken ist hier die Figur der Hanako Kamara, die mit
flotten Sprüchen für Abwechslung sorgt. Doch auch hier fängt sich
die Story wieder, der Rest der Geschichte ist interessant und
durchaus spannend. Leider fehlt mir aber das gewisse Etwas, das
diese Serie von anderen des selben Genres unterscheidet. Auch die
Motivation von Gordon Black, also
warum er Dämonenjäger ist, kommt nicht wirklich herüber. Kein
schlechter Auftakt für die Serie, insgesamt sogar ein recht guter,
aber um dauerhaften Erfolg zu haben muss noch dazugelegt
werden.
Über 40 Sprecher (!) wirken bei dieser Produktion mit. Das ist
besonders darauf zurückzuführen, dass ein vorbildlicher Background
für die Serie geschaffen wird, die so sehr lebendig wirkt. Robert
Missler ist als Gordon Black besetzt
worden, und mit seiner eingängigen Stimme gestaltet er seine Rolle
gut aus. Die selbstbewusste Hanako Kamara wird von Tanja Dohse
gesprochen, die mit ihrer spröden Art und unverkennbaren Einsatz
sehr gut herüberkommt. In dieser Folge hören wir auch Regisseur
Sven M. Schreivogel, der als Mel Teeler sin Talent als Sprecher
beweist und wirklich sehr gute Arbeit leistet. Weitere Sprecher
sind Rainer Schmitt, Reinhilt Schneider und Wolf Frass als
Erzähler.
Produktionstechnisch gibt es an diesem Hörspiel nichts auszusetzen.
Auffallend gut ist der oben bereits erwähnte Einsatz von Sprechern
zur Gestaltung des Hintergrundes, sodass die so entstehende
Atmosphäre sehr realistisch und lebendig wirkt. Doch Musik und
Geräusche haben ihren festen Platz und setzen Akzente an den
richtigen Stellen.
Die Coverzeichnung sowie das Logo wirken herrlich nostalgisch, mit
der lilafarbenen Einfärbung aber alles andere als altbacken. Ein
toller Kompromiss, der sehr gu funktioniert. Im kleinen Booklet
finden wir neben ausführlichen Angaben zur Produktion noch eine
Widmung für den Autor Horst W. Hübner und Informationen zu den drei
Hauptsprechern.
Fazit: Obwohl es mich
nicht wirklich mitgerissen hat, Gordon Black ist ein gut produziertes Hörspiel
mit einer guten Story. Aber der letzte Funke sprang bei mir bisher
nicht über