Hier zu finden, alle meine Rezensionen zu "Edgar Allan Poe"

Edgar Allan Poe - 37. Die Gestalt des Bösen

Edgar Allan Poe - 36. Der Teufel im Glockenturm

Edgar Allan Poe - 35. Das Geheimnis von Marie Roget

Edgar Allan Poe - 34. Ligeia

Edgar Allan Poe - 33. Morella

Edgar Allan Poe - 32. William Wilson

Edgar Allan Poe - 31. Teer und Federn

Edgar Allan Poe - 30. Feeninsel

Edgar Allan Poe - 29.Der Kopf des Teufels

Edgar Allan Poe - 28.Der Mann in der Menge

Edgar Allan Poe - 27.Landors Landhaus

Edgar Allan Poe - 26.Die Flaschenpost

Edgar Allan Poe - 22.Berenice


Edgar Allan Poe - 37. Die Gestalt des Bösen



Erster Eindruck: Wendung zum Guten?

In Begleitung seiner drei gekauften Zeugen, die vor Gericht seine Identität bestätigen sollen, reist Edgar Allan Poe nach New York, um sich vor weiteren Problemen wieder zu finden. Denn sein ehemaliger Verleger tut alles, das Gerichtsverfahren zu Poes Ungunsten ausgehen zu lassen. In einer düsteren Nacht soll eine wichtige Entscheidung fallen...

Mit "Die Gestalt des Bösen" neigt sich auch die neunte Staffel der "Edgar Allan Poe"-Reihe ihrem Ende entgegen, in der Poes Suche nach Zeugen für seine Identität im Vordergrund stand. Direkt an die letzte Folge anschließend wird der Hörer direkt in die Handlung geworfen, nur eine kurze Erklärung umreißt die wichtigsten Umstände. Wieder finden viele Storyelemente Platz in dem Hörspiel, die nahtlos ineinandergreifen und in ihrem Zusammenwirken Spannung erzeugen. Die dynamische Abwechslung von ruhigeren Momenten und temporeicheren Passagen fesselt den Hörer an die Geschichte, immer neue Wendungen halten die Geschichte am Laufen. Unbestrittener Höhepunkt ist hierbei jedoch die Gerichtsverhandlung gegen Ende der Produktion, die erneut die gesamte Situation Poes ändert und so gespannte Vorfreude auf die nächsten Folgen weckt. Allerdings hätte diese Geschichte etwas länger sein können, da einige Passagen zu kurz geraten sind und so in ihrer Wirkung nicht den möglichen Effekt erzielen. Trotzdem ist wieder ein hevorragendes Hörspiel herausgekommen, dass in seiner Erzählweise an viele Top-Hörspiele der Serie erinnert.

Aufmerksame Hörer der Serie können sich auf eine erneute Begegnung mit Rick Ellis freuen, der wieder von Tilo Schmitz auf seine ganz eigene Weise interpretiert wird. Olaf Baden spricht Neilson Poe, der einer der gekaufen Zeugen ist. Mit seiner präzisen und punktierten Ausspache macht er dem Zuhörer leicht, sich auf die Figur einzulassen. Als Richter Sir Frank Lee konnte Ernst Meincke gewonnen werden, der auch diese Rolle gekonnt und in hoher Qualität spricht. Weiterhin zu hören sind Matthias Klages, Klaus Lutz Lansemann und Andreas W. Schmidt.

Einen großen Teil des Reizes dieser Folge macht die atmosphärische Gestaltung aus, die sehr düster und fast schon bedrückend wirkt. Das passt so hervorragend zu der Geschichte, dass eine wohl einzigartige Smybiose eingegagen wird. Als Bonustrack ist eine Kurzgeschichte von Poe vorhanden, die von Christopher Lee stimmungsvoll vorgetragen wird.

Äußerst finster wirkt das Cover zu dieser Folge. Wieder ist eine Statue fotografiert worden, doch diese transpotiert vor allem Wut und Gewalt. Das kleine Booklet überzeugt mit einer stimmigen Gestaltung und Kurzinfos zu den beiden Hauptsprechern Ulrich Pletigen und Iris Berben.

Fazit: Ein spannender Abschluss der neunten Staffel, der vieles offen lässt und Vorfreude auf die nächsten Folgen bereitet.


Edgar Allan Poe - 36. Der Teufel im Glockenturm



Erster Eindruck: Ein unmoralisches Angebot...

Trotz seiner Bemühungen ist es Edgar Allan Poe nicht gelungen, Menschen zu finden, die seine Identität beweisen können. Hoffnungslos flieht er sich in einer billigen Kneipe in den Alkohol, bis ein bekanntes Gesicht ihm ein unmoralisches Angebot macht: Er will Menschen bestechen, vor Gericht falsch auszusagen. Doch die Gegenleistung ist hoch...

Einen wichtigen Anteil in der Serie "Edgar Allan Poe" haben die Träume des Hauptdarstellers, die meist auf den Geschichten des gleichnamigen Autors basierten. In dieser 36. Folge gibt es gleich drei Traumsequenzen, die dieses mal aber dazu dienen, den psychischen Verfall und die sinkende Moral aufzuzeigen. Der Gewissenskonflikt, in den Poe gerät, ist die Triebfeder dieser Folge und stellt die unweigerliche Frage, wie er vorgehen wird. Doch auch um diesen Konflikt herum werden wieder viele kleine Elemente gestrickt, die zu den Anfängen der Serie zurückführen und frühere Themen aufgreifen, ohne den Hörer dabei zu sehr zu überfordern. Beeindruckend ist auch wieder das Ende gelungen, in dem eine recht überraschende Wendung eintritt, die den weiteren Verlauf der Serie in andere Bahnen lenken wird. Durch die Vermischung der aktuellen und zurückliegenden Themen, gespickt mit einer weiteren, grausigen Geschichte und eingebettet in die einzigartige und düstere Atmosphäre der Serie, ist dieses Hörspiel ein Volltreffer, das sich kein Fan der Serie entgehen lassen darf.

Trotz über 35 Folgen der Serie bin ich immer noch fasziniert von der Sprecherleistung von Ulrich Pleitgen als Edgar Allan Poe. Mit seiner getragenen Art, in der er seine Texte spricht, und der glaubhaften Umsetzung von Dialogen und Erzähltexten kann ich mir keine bessere Besetzung für die Serie vorstellen als ihn. Karin David spielt in dieser Folge eine wichtige Rolle und macht die Wandlung ihrer Rolle erlebbar. Auch Till Hagen ist mal wieder mit dabei und lässt mit seiner Stimme wieder Gänsehautschauer entstehen. Weitere Sprecher sind unter anderem Olaf Baden, Heinrich Grossmann und natürlich Iris Berben als Leonie.

Beeindruckend ist auch hier wieder die musikalische Gestaltung der Geschichte gelungen. Mit dem Einsatz klassischer Intrumente wird eine ganz eigene Stimmung erzeugt, wobei schon die Titelmelodie Eindruck hinterlässt. Auch hier fügt sich Katharina Francks "Ligeia" als Song am Ende wunderbar ein und lässt das Geschehen düster ausklingen.

Passend zum Titel "Der Teufel im Glockenturm" sehen wir eine alte Kirche mit einem hoch aufragenden Turm, der sich bedrohlich auf dem Cover zeigt. Mit der Farbgebung wurde ein unverkennbares Merkmal für diese Serie geschaffen, das Aufmerksamkeit erregt und trotzdem sehr schlicht ist.

Fazit: Der moralische Verfall Poes, das Auftauchen eines alten Bekannten und einige kleinere Episoden machen aus dieser Folge ein Highlight für jeden Poe-Fan.


Edgar Allan Poe - 35. Das Geheimnis von Marie Roget



Erster Eindruck: Dramatische Entwicklungen

Endlich ist Edgar Allan Poe an seinem Ziel angekommen: In dem kleinen Dorf Sleepy Hollow findet er seine Schwester Rosalie, die ihn ebenfalls nach kurzer Zeit als ihren verstorbenen Bruder erkennt. Doch wie so oft folgt in Poes Leben eine schreckliche Wendung, und so wird er gemeinsam mit Leonie eines schrecklichen Verbrechens beschuldigt...

Es ist mittlerweile zu einem kleinen Markenzeichen der "Edgar Allan Poe"-Serie von Lübbe Audio geworden, einem scheinbaren Erfolg für den Protagonisten einen wesentlich schlimmeren Verlauf der Dinge folgen zu lassen. Doch auch in der 35. Folge der Reihe hat dies nichts von dem Schrecken und dem Schock verloren. Gerade hier ist die Umkehr aus Glück zu Verderben so schnell und so extrem abgelaufen, dass dem Hörer der Atem stockt - nur leider wird eben dieser Moment schon im Klappentext genannt, was viel von der Überraschung nimmt. Doch auch danach geht es beeindruckend weiter, und der Tod seiner Schwester scheint das geringste Problem von Edgar Allan Poe zu sein. Wieder verbreiten grausame Tötungsmethoden und eine wildgewordene Dorfgemeinschaft Schrecken, doch das Beeindruckendste an der Folge ist das Auftauchen eines alten Bekannten. Ereignisse aus der Folge "Feeninsel" werden aufgegriffen und spielen gekonnt in diese Folge mit ein. Doch auch Elemente aus der Geschichte Sleepy Hollow, die spätestens seit dem Film von Tim Burton bekannt ist, lassen sich wiederfinden. Insgesamt wieder eine düstere und spannende Folge, die mit ungewissem und dramatischem Ende zu überzeugen weißt und Lust auf mehr macht.

Mit Franziska Pigulla ist eine weitere Top-Sprecherin in diese Serie eingekehrt. Mit ihrer Interpretation der Rosalie kann sie ihre sanftere und ruhigere Seite zeigen und überzeugt auch hier mit einer sehr präzisen, gefühlsbetonten Aussprache. Sehr gut gefallen hat mir auch Maria Mägdefrau als Katrina, einer alten hilfsbereiten Frau, deren leicht kratige Stimme sehr variabel ist. Als aufgebrachter Dorfbewohner Gerrit ist Markus Eberl zu hören, der mit seiner eindringlichen Interpretation die Brisanz der Szene zu steigern weiß. Weitere Sprecher sind Engelbert von Nordhausen, Nico Nothnagel und Lutz Riedel.

Die Musik ist einmal mehr sehr wuchtig und dramatisch geworden, was äußerst gut zu der Story passt. Dabei steht das Streicherquartett meist im Vordergrund, doch mit dem gezielten Einsatz anderer Instrumente wird das Grundthema immer wieder variiert und wirkt so neu und überrsachend. Besonders bei den spannungsgeladenen Teilen der Geschichte trumpft die Musik auf, ohne die Sprecher zu überdecken.

In der üblichen Gestaltung findet sich das Cover wieder, dieses mal bekommen wir ein beeindruckendes Bauwerk zu sehen, das einen ersten Eindruck von der Geschichte liefern soll. Auch wenn der Schriftzug dabei eher im Hintergrund steht, ist der Druck mit silberner Glanzfolie sehr effektvoll und gelungen.

Fazit: Ein weiteres Stück der Geschichte wird mit eindrucksvollen Elementen und einem gelungenen Spannungsbogen erzählt. Hervorragend!


Edgar Allan Poe - 34. Ligeia



Erster Eindruck: Auf den Spuren der Vergangenheit...

Edgar Allan Poe ist auf der Suche nach seinen Verwandten, die er als Beweis für seine wahre Identität braucht. In Begleitung von Leonie begibt er sich einem Hinweis folgend nach Baltimore und hofft, im örtlichen Buchladen einen Hinweis zu finden. Doch der Besitzer des Ladens scheint etwas zu verbergen. Hat er wirklich Mitglieder der Familie gekannt?

Von vielen Fans heiß erwartet geht es weiter mit der Geschichte um den Autor Edgar Allan Poe, der von Dr. Temleton in die missliche Lage gebracht wurde, für tot gehalten zu werden und nun Beweise für seine Identität sucht. In gewohnt düsterer Manier steckt auch "Ligeia" voller Schrecken, voller hintergründiger Spannung und voller Atmosphäre. Dabei wird der rote Faden der Serie um ein weiteres Stück ergänzt, ohne dass diese Folge nicht für sich allein stehen könnte. Wieder bestimmen merkwürdige und leicht skurille Figuren den Tenor der Geschichte und verleihen ihr einprägsame Momente. Dennoch: Diese Folge hat ihre kleinen Schwächen und ist nicht so wuchtig und beeindruckend wie einige ihrer Vorgänger. Ich vermisse beispielsweise den Moment, in dem einem der Atem stockt und man als Hörer völlig irritiert und verunsichert zurückbleibt. Auch die prickelnde Spannung, die mit den Figuren mitfiebern lässt, stellt sich nur streckenweise ein. Heraus kommt ein immer noch überduchschnittliches und sehr atmosphärisches Hörspiel, das aber nicht an die Hochzeiten der Serie anschließen kann.

Hervorragend ist natürlich wieder die Qualität der Sprecher. Eine der besten Schauspielerinnen Deutschlands als Hauptfigur zu engagieren erweist sich einmal mehr als genialer Schachzug, denn Iris Berben spricht als Leonie Goron punktgenau und lebendig wie eh und je. Als Buchhändler hören wir in dieser Folge Rüdiger Kuhlbrodt, der den eigensinnigen Mann sehr intensiv darstellt und so in wenigen Sätzen sein ganzes Wesen zu erfassen scheint. Auch Tobias Kluckert macht als Schauspieler in einer etwas kleineren Rolle eine gute Figur und passt mit seiner tragenden Stimme gut ins Gesamtkonzept. Weitere Sprecher sind Marius Clarén, Karen Schulz-Vobach und Carsten Wilhelm.

Zur neuen Staffel gibt es auch wieder einen neuen Titelsong von Katharina Franck, der ebenfalls "Ligeia" heißt. Er war bereits auf dem Sampler "Visionen" der Edar Allan Poe-Reihe zu finden und entfaltet hier eine eindringliche Wirkung, die das Geschehen gekonnt abrundet und ausklingen lässt. Sowohl die gesprochenen als auch die gesungenen Part steigern sich dabei in ihrer Intensivität.

Ein Geniestreich ist auch wieder die Gestatung des Covers. Die Fotografie einer Statue, die eine trauernde Frauengestalt zeigt, in den bekannten Farben getönt - ein eindrucksvolles und gelungenes Titelbild. Auch der kurze Prologtext, der beim Aufklappen der Hülle sichtbar wird, stimmt auf das Hörspiel ein.

Fazit: Steigerungsfähig, aber eine sinnvolle und atmosphärische Weiterführung der Geschichte.


Edgar Allan Poe 33. Morella



Erster Eindruck: Angekommen im Haus der Vergangenheit…

Edgar Allan Poe, der immer noch auf der Suche nach Beweisen für seine Identität ist, findet einen Hinweis auf sein früheres Heimatdorf und beschließt, dort nach Mitgliedern seiner Familie zu suchen. Doch vor seinem Aufbruch erlebt er noch eine positive Überraschung: Leonie findet ihn wieder und begleitet ihn auf seiner Reise. Dort angekommen stoßen sie auf eine Welle der Ablehnung gegen die Familie. Können sie das Geheimnis, das sie in dem alten Haus der Poes erwartet, lüften?

Morella, die 33. Folge der Edgar Allan Poe-Reihe, braucht einige Minuten, um in Fahrt zu kommen. Nicht dass die schaurig-schöne Atmosphäre mit dem melancholischen Hauptdarsteller nicht gelungen wie immer wäre, aber richtig spannend wird es erst im Mittelteil. Immer mal wieder gibt es Traumsequenzen, die sich allerdings dieses mal stärker auf die Haupthandlung beziehen und so besser eingebunden sind. Mit Morella kommt auch wieder eine interessante, vielschichtige und für die Serie typische Figur ins Spiel, die eine tragische Geschichte mit sich zieht. Hier ist die Serie wieder bei alter Stärke und überzeugt mit ihrem düsteren Glanz und der stimmungsvollen Geschichte. Hier spiegelt sich wieder, was die ganze achte Staffel betrifft: Nach der Klärung von Poes Identität muss die Serie sich erst wieder finden und einen neuen Spannungsbogen aufbauen, der über mehrere Folgen trägt. Momentan sind die Folgen wie immer hervorragend produziert und immer noch gute Unterhaltung, aber nicht mehr so hoch spannend wie vorher.

Auch diese Geschichte kommt mit relativ wenigen Figuren aus, sodass nicht sonderlich viele Sprecher ums Mikrofon versammelt wurden. Diese sind aber absolut hochkarätig und professionell. Neben Ulrich Pleitgen und Iris Berben in den Hauptrollen hören wir Sabine Arnhold als Morella, die die zerbrechliche und tragische Frau hervorragend herüberbringt und immer die richtige Stimmung einfangen kann. Auch Hannelore Minkus gelingt als alter Dorfbewohnerin ein Glanzstück, dass die hohe Qualität der Serie zu halten weiß. In kleineren Nebenrollen hören wir Christopher Schrader, Heike Fendrich und Helmut Konstanz.

Auch die musikalische Gestaltung sucht ihresgleichen. Auch wenn nicht sonderlich viel Variabilität der Stücke geboten wird und einem alles recht bekannt vorkommt, wird immer gut auf die Geschichte eingegangen und ein dichter Soundteppich gewebt, auf dem die Sprecher optimal getragen werden. Ein Meisterwerk!

Das Cover überzeugt wie immer mit seiner Schlichtheit. Die Fotografie einer Statue, die so viel von der Story einzufangen versteht bildet den Mittelpunkt, der von einem kleinen Booklet mit weiteren Informationen und natürlich wie immer den Eröffnungssätzen der Folge umschmückt wird.

Fazit: Auch die vierte Folge der achten Staffel ist eine gute, solide und spannende Angelegenheit und wartet mit einem gelungen Cliffhanger auf.


Edgar Allan Poe - 32. William Wilson



Erster Eindruck: Auf der Suche nach sich selbst

Edgar Allan Poe ist knapp dem Tode im Irrenhaus auf Griswald Island entkommen und kommt nun bei Rick Ellis unter. Er ist auf der Suche nach Beweisen, dass er tatsächlich der totgeglaubte Schriftsteller ist und stößt in einem Buch auf den Namen seines ehemaligen Verlegers. Ein Besuch dessen Büros versetzt Poe in Hochstimmung, denn zu mindestens sein Assistent Mister White scheint ihm zu Glauben. Doch wie immer ist nicht alles so, wie es scheint...

In "William Wilson", der 32. Folge von "Edgar Allan Poe", hören wir wieder einen der Träume, die der Ausgangspunkt der Serie waren und auf den Geschichten des bekannten Autors basieren. Wieder ist es ein Traum, der von Wahnsinn und mysteriösen Gegebenheiten erzählt, voller Schrecken für die Hauptfigur, die - typisch für die Geschichten - nicht gerade von Moral und Anstand geprägt ist. Doch widmen wir uns der Hauptstory: Edgar Allan Poe auf der Suche nach Beweisen für seine Identität, um in sein altes Leben zurückzukehren und den Schrecken der Vergangenheit ablegen zu können, das ist die neue Grundlage für die Serie. Wenn sich dieser rote Faden auch noch nicht als so hochspannend, dramatisch und zum Mitfiebern erwiesen hat wie die Suche nach Poes Identität, ist diese Folge dennoch atmosphärisch und anspruchsvoll, wie man es von der Serie gewohnt ist. So entsteht wieder eine gute Folge, die mit einigen Schreckmomenten glänzt.

Als Rick Ellis ist wieder Tilo Schmitz zu hören, der die Rolle des zwielichtigen Mannes und einer von Poes wenigen Vertrauten mit großer Professionalität und Engagement spricht. Auch Detlef Bierstedt besticht als Mister White durch eine intensive und betonte Sprechweise, die wunderbar zu der Rolle passt. Wie immer fabelhaft und ohne jeglichen Kritikpunkt ist natürlich Ulrich Pleitgen als Edgar Allan Poe, doch auch Friedrich G. Beckhaus, Mitthias Klages und Bodo Wolf können überzeugen.

Auch die Musik lässt wieder keine Wünsche offen. Fein auf die Szenen abgestimmt, dabei immer so im Hintergrund, dass die Sprecher nicht überdeckt werden, aber noch so laut, dass der Hörer ideal in seinem Empfinden beeinflusst wird. Auch die eingesetzten Geräusche sind ideal eingefügt und verleihen Substanz und Glaubwürdigkeit.

Wieder eine steinerne Figur, mit interessantem Lichteinfall in schwarz-weiß fotografiert, so präsentiert sich das schöne Cover mit dem geprägten Schriftzug. Eine solch stimmige Aufmachung kann man sich bei jedem Hörspiel nur wünschen.

Fazit: Edgar Allan Poe gehört immer noch zu dem Besten, was man auf dem momentanen Hörspielmarkt bekommen kann. "William Wilson" ist ein weiterer Beweis dafür.


Edgar Allan Poe - 31. Teer und Federn



Erster Eindruck: Wieder eingesperrt...

Edgar Allan Poe ist für einen Mord, den er nicht begangen hat, zum Tode verurteilt worden und bisher seinem Schicksal nur entgangen, weil er von allen für wahnsinnig gehalten wird. Nun fristet er sein Dasein in einer Irrenanstalt, als sein Mitinsasse einen gefährlichen Plan zu seiner Flucht anbietet. Doch Poe bekommt auch Hilfe von einer Unerwarteten Seite...

"Teer und Federn" heißt die 31. Folge der viel gerühmten "Edgar Allan Poe"-Serie von Stil, die nach der Aufklärung seiner Identität nichts von ihrer Genialität verloren hat. "Teer und Federn" spielen eine entscheidende, grausame Rolle in der Folge, doch fangen wir vorn an: Wieder sitzt Poe in einer Anstalt fest, doch dieses mal schmiedet er Fluchtpläne, für die er gerade einmal einen gestohlenen Löffel zur Verfügung hat. Wenn auch düster und atmosphärisch, ist dieser Teil etwas zu lang geraten. Doch dann begegnet er Abraham Farry, einem Mithäftling, und die Story findet zu alter Stärke zurück. Nun geht es von einem spannenden Moment zum nächsten, neue Grausamkeiten lassen Gänsehaut aufkommen, und das große Finale überrascht mal wieder mit einem gelungenen Höhepunkt. Für den Fortgang der "großen Geschichte" ist mit dem erneuten Zusammentreffen mit Leonie gesorgt, und so kann man sich nach dieser gelungenen Folge auf die weiterführenden freuen.

Ulrich Pleitgen glänzt natürlich wie immer mit seiner Ernsthaftigkeit und seiner perfekten Verwandlungskunst. Eine bessere Besetzung für diese Rolle ist kaum vorstellbar. Auch Iris Berben ist als Leonie wieder auf dem selbem hohen Niveau wie immer. Als Gastsprecher hören wir einen Klaus Dieter Klebsch, der die Bandbreite seines Könnens dieses mal mit einer sehr düsteren Rolle beweist, und Klaus Wiesinger als Mister Maillard, einer wichtigen, aber umso schwierigeren Rolle, die er aber gekonnt meistert und für intensive Momente sorgt. Auch Frank Glaubrecht, Ingo Albrecht und Kim Hasper tragen zum tollen Gesamteindruck bei.

Der neue Titelsong "Nen Ar Tasar (You See)" stammt von der Band Elane und ist endlich wieder ein Titel, der wie geschaffen für die Serie scheint und am Ende des Hörspiels für einen gelungenen, stimmungsvollen Ausklang sorgt. Doch auch während der Szenen kann die Musik von Christian Hagitte und Simon Berteling vollkommen mit einzigartigen Arrangements überzeugen.

Die verzerrten Masken auf dem Titelbild sprechen von Entsetzen und Qual, wie immer in der genialen Farbgebung und den kreativen Ideen für die Gestaltung. Ein Konzept, welches einmal mehr aufgegangen ist. Eine Folgenübersicht und Texte zu den Protagonisten runden das Ganze im Booklet gekonnt ab.

Fazit: Wieder eine spannende, atmosphärische und düstere Folge der Serie, die mich aufgrund der tollen Szenen im Irrenasyl vollkommen überzeugen konnte.


Edgar Allan Poe 30. Feeninsel



Erster Eindruck: Auf den Spuren von Edgar Allan Poe…

Edgar Allan Poe und Leonie sind wider voneinander getrennt worden, und so macht sich Leonie auf den Weg, ihren Geliebten zu suchen. Mit Hilfe ihres Bergführers Joe sucht sie die Gegend um Landors Landhaus ab, in dem sie Hinweise auf Poes Verbleib gefunden hat. Doch sie wird verfolgt: Dr. Templeton ist genesen und macht weiterhin Jagd auf seine Aufzeichnungen…

Edgar Allan Poe, ein Name der seit Jahren höchste Achtung in Hörspielkreisen genießt. Nachdem das Rätsel um Poes Identität geklärt wurde, nimmt die Story hier wieder an Fahrt auf. Begonnen wird mit einen furiosen Start, der nicht nur auf angenehm knappe Weise die vergangenen Ereignisse erklärt und somit für Neulinge zugänglich macht und alte Hasen zurück in die Geschichte finden lässt, sondern insbesondere den bedrohlichen Dr. Templeton wieder belebt und eine für die Serie so typische finstere Stimmung mit einem kleinen Schockmoment schafft. Danach entwickelt sich eine spannende Folge, die Leonie auf ihrer Suche begleitet und immer wieder auf die Sichtweise Templetons zurückgreift. Diese Perspektivwechsel sorgen für jede Menge Dynamik. Auch wenn die Folge nicht ganz an die Knallerfolgen der Serie heranreicht, wird Fans der Serie hier beste Unterhaltung auf hohem Niveau geboten, die aus der Masse der Hörspielproduktionen weit heraus sticht.

Neben der phänomenalen Iris Berben überzeugt wieder einmal Till Hagen als Dr. Templeton, der wieder einmal zwischen Wahnsinn und Genie pendelt. Allein mit dem Klang seiner Stimme erzeugt er Gänsehaut und eine absolut düstere Atmosphäre. Weiterhin ist Timmo Niesner als Leonies Führer Joe zu hören, der sie immer weiter in die Sagen des Ortes einführt. Auch er macht in seiner Rolle eine gute Figur und trägt zum Gelingen des Hörspiels bei. Weitere Rollen übernehmen Hans-Peter Hallwachs und Henriette Gonnermann.

Musikalisch gesehen bleibt alles auf dem gewohnt hohen Standart. Neben den bekannten Variationen des Stückes Dies Irae wird jede Szene, jedes Gefühl, jede Stimmung in feinsten Nuancen ausbalanciert und packend inszeniert. Mehr noch: Die Musik spielt geradezu mit dem Hörer, wägt ihn in Sicherheit, um ihn danach zu überrumpeln und lässt spannungsgeladene Szenen vergleichbar harmlos enden. Grandios! Als neuen Titelsong hören wir Nen as Tasar von Elane.

Auch zum Cover kann ich nur Lob aussprechen. Eine schlichte schwarz-weiß Fotografie mit einem schlichten, mit Silberfolie geprägten Schriftzug, und schon ist ein ebenso passendes wie außergewöhnliches Cover fertig. Das kleine Booklet bietet wieder neben den üblichen Informationen einen kleinen Text zu Iris Berben sowie den Hinweis auf die Band Elane.

Fazit: Weiter geht s mit der mittlerweile achten Staffel der Erfolgsserie, und wieder ist ein wahres Prachtstück geglückt. Ganz ohne die Hauptfigur, dafür mit einer umso intensiveren Geschichte um Leonie.


Edgar Allan Poe - 29.Der Kopf des Teufels

Erster Eindruck: "Der Kopf des Teufels" ist höllisch gut!

Leonie ist verschwunden! Edgar Allan Poe macht sich große Sorgen um seine Verlobte. Einem geheimnisvollen Brief folgend macht er sich in Begleitung seines Kumpanen Toby Dammit auf die Suche und gerät schon bald in ein verworrenes Höhlensystem, in dem Leonie auf ihn warten soll. Doch auch nach langem Umherirren findet Poe keine Spur von Leonie. Als er wieder aus der Höhle herausgefunden hat, wartet wieder einmal das Grauen auf ihn: Er findet Toby wieder - enthauptet. Schlimmer kann es fast nicht mehr kommen, doch da wird er auch noch vor Gericht gezerrt. Was wird ihm noch alles zustoßen?

Die vierte Folge der neuen Staffel und damit auch des neuen Handlungsstrangs führt den Hörer immer weiter in die Geschichte ein, die hier deutlich temporeicher wird. Die Spannung steigert sich immer weiter bis zum grauenhaften Ende - und lässt einen dann eiskalt stehen. Der Cliffhanger scheint wieder einmal eine auswegslose Situation für unseren Titelhelden darzustellen - und einen neuen Anfang für eine schon lange bekannte Person. Gespannt will man ins Hörspielregal greifen, um dann festzustellen, dass die Staffel wieder zu Ende ist und man sich bis zur nächsten Folge noch einige Zeit wird gedulden müssen.

Auch in dieser Folge kann man die Sprecher nur loben. In wirklich jeder Szene spielen sie ihre Rollen unglaublich intensiv und wirken so auf den Zuhörer glaubhaft und überzeugend. Auch das macht die Serie aus, auch das macht sie so besonders und lässt die Geschehnisse lebendig wirken. Neben dem unvergleichlichen Ulrich Pleitgen können wir, wie schon in der vorigen Folge, Lutz Riedel als Leonies Exmann Gorn hören, der die boshafte Rolle bestens herüberbringt.

Ein unvergleichliches Hörerlebnis wird einem schon allein durch die Musik geboten. Sie trägt die Sprecher, schafft Übergänge und untermalt dramatische Wendungen. Alles das macht zusammen mit den fantastischen Sprechern und der außergewöhnlichen Rahmenhandlung den großen Reiz der Serie aus.

Das Cover zeigt, wie schon einige der vorherigen Folgen, wieder eine alte Statue. Durch den halb zerfallenen „Kopf des Teufels“ wird der Hörer gleich in die Epoche des frühen 19. Jahrhunderts versetzt. Mir gefallen diese Cover am besten, weil sie am stimmungsvollsten sind.

Fazit: Die beste Folge der sowieso hervoragenden neuen Staffel. Bleibt zu hoffen, dass Lübbe uns nicht ein weiteres Jahr auf neue Folgen warten lässt.


Edgar Allan Poe - 28.Der Mann in der Menge

Erster Eindruck: Eine Edgar Allan Poe Folge mal ohne Edgar Allan Poe...

Nach ihrer Flucht aus Landors Landhaus ist Leonie Goron nach New York gereist. Keine Freunde, keine Unterkunft, keine Ahnung was sie als nächstes tun soll... Ihre Situation scheint auswegslos. Und dann geschieht das Unglaubliche, von dem sie gehofft hatte, es nie wieder erleben zu müssen: Sie sieht ihren gehassten Ex-Mann. Wieder versucht sie, in der Menge unterzutauchen. Doch alles kommt noch schlimmer, als sie plötzlich gefangen genommen wird...

In der mittlerweile 28. Folge aus der höchst unterhaltsamen Edgar Allan Poe-Reihe dürfen wir wieder einmal mehr aus Leonies Vergangenheit erfahren. Doch dies gestaltet sich etwas anders als in den vorherigen Teilen: Große Stücke der Handlung werden aus Leonies Sicht erzählt, was oft eher an ein Hörbuch erinnert, da keine Dialoge vorhanden sind. Auch für die Macher sicherlich ein Experiment - ein äußerst gelungenes! Leonies verwirrte Gefühlswelt und die gehetzte Flucht vor ihrer Vergangenheit verleiht der Geschichte ihren ganz eigenen Reiz, ist aber trotzdem genauso spannend wie üblich. Und am Ende wird wieder der Bogen zum "normalen" Hörspiel geschlagen, welches düstere Vorahnungen beim Hörer entstehen lässt.

Keinerlei Kritik lassen die oftmals hoch gelobten Sprecher zu. Kein Ausrutscher nach unten, nicht einmal ein Abdriften ins Mittelmaß: Diese Serie kann getrost als Vorbild für eine perfekte Besetzung herhalten. Das liegt zum großen Teil daran, dass die Sprecher eindeutig nicht nach ihrem Bekanntheitsgrad, sondern nach ihrem Können und dem Passen zu ihrer Rolle ausgewählt wurden. Der von Iris Berben bestrittene große Teil des Hörspiels ist ungaublich intensiv und überzeugend gesprochen. Höchstes Lob!

Das Produzententeam ist eindeutig bemüht, durch düstere Musik, die meist im Orchesterbereich angesiedelt ist, eine dichte Atmosphäre ohne jeglichen Spannungsabfall herzustellen, was ihnen vortrefflich gelingt. Doch trotz aller bombastischen Musik, die eingesetzt wird, steht immer Leonie Goron alias Iris Berben im Vordergrund, was die Storylastigkeit dieser Serie betont.

Die Schattengestalten, die auf dem Cover abgebildet sind, schaffen schon beim ersten Hinsehen eine mysteriöse Atmosphäre. Zusammen mit der aufwändigen Aufmachung ein Blickfang in jedem Hörspielregal.

Fazit: Düster, ereignisreich und Nerven aufreibend - so kennen wir diese Serie. Dass dies auch mit Konzentration auf nur eine der Hauptpersonen gelingt, beweist diese Folge.


Edgar Allan Poe - 27.Landors Landhaus

Erster Eindruck: Die Vergangeheit ruht nicht

Von dem Schiff entkommen, lernen Poe und Leonie den gutmütigen Landor kennen, der ihnen sein Landhaus als Unterkunft vermietet. Dort beginnen sie die Planungen für ihre Hochzeit. Doch in dem Haus kommt es zu seltsamen Vorfällen, auf ihm scheint ein Fluch zu lasten. Zu alledem finden sie im Keller auch noch eine Leiche, und Leonie wird von ihrer Vergangeheit nun endgültig eingeholt...

Immer wenn man denkt, dass man sich nun rein inhaltlich nicht mehr steigern kann, überraschen einen manche Serien doch immer wieder aufs Neue. Mit der Folge packen die Macher nochmal eine richtig ordendliche Portion oben drauf. Der neue Handlungstrang, den man hier aufbaut, nimmt hier langsam Fahrt auf und es werden neue Geheimnisse gestreut, besonders was Leonies Vergangeheit angeht. Edgar Allan Poe ist und bleibt vorerst die beste Serie aus dem Hause Stil!

Ein wahres Highlight dieser Serie ist und bleibt die Sprecherbesetzung. Die Idee, viele Schauspieler, die eher aus Filmen oder Serien als aus Hörspielen bekannt sind, gibt der Serie eine enorme Spieltiefe und den Sprechern hörbare Freude und Enthusiasmus. Neu gabei ist Peter Schiff als Landor vertreten, der Poe und Leonie sein Landhaus zur Verfügung stellt. Ich fand ihn in der Rolle wunderbar besetzt. Ulrich Pleitgen und Iris Berben harmonieren auch hier wieder auf eine Art und Weise, die sonst in keiner Produktion zu hören ist.

Einen großen Teil der Spannung baut die imposante Musik auf. Durch dynamische Wechsel zwischen laut und leise, schnell und langsam, beruhigend und Nerven aufreibend wird eine unglaublich intensive düstere Atmosphäre aufgebaut. Auch die restlichen Soundeffekte steuern viel zum gelungenen Gesamtkonzept bei.

Äußerst gelungen ist wieder einmal die Covergestaltung. Der alte Baum in der schwarz-weißen Fotografie ist eine weitere Bereicherung für die hervorragende Aufmachung seit der ersten Folge.

Fazit: Den Machern ist sicherlich noch nicht die Luft ausgegangen, das haben sie mit dieser Folge bewiesen.


Edgar Allan Poe - 26.Die Flaschenpost

Erster Eindruck: Klasse Comeback

Nachdem Edgar Allan Poe nun endlich weiß, wer er ist, will er mit Leonie Goron nach England überschiffen, um dort mit ihr zusammen ein neues Leben zu beginnen. Doch bevor sie an Bord des Schiffes gehen, besuchen sie noch einmal Dr. Baker, der nun in der Irrenanstalt sitzt... Kaum aus dem Hafen ausgelaufen, tritt an Bord ein Krankheitsfall auf und das Schiff wird unter Quaratäne gesetzt. Im Wasser findet Poe eine Flaschenpost, von ihr inspiriert schreibt er eine Geschichte, die er einem sich an Bord befindenden einem Reporter zu lesen gibt. Kurz danach offenbart sich das ganze Ausmaß von Poes Vergangenheit. Edgar Allan Poe und Leonie Goron wollen von dem Schiff fliehen...

Nach einem ganzen Jahr Wartezeit ist Edgar Allan Poe endlich wieder mit neuen Folgen am Start. Diese bilden den Auftakt zu der zweiten großen Geschichte rund um Poe. So stark wie die letzte Folge aufgehört hat, beginnt nun auch die neue. Nach dem doch überraschenden Ende der Folge 25 waren die Erwartungen bei vielen, auch bei mir, sehr hoch. Wie gehts nun weiter? Kann es noch weitergehen? Aber es kann und es geht gut weiter, man legt die CD ein und ist sofort wieder von der Geschichte, der Atmosphäre und der guten Umsetzung gefangen.

Hier bestätigt sich erneut, was für eine glänzende Wahl die Produzenten schon am Anfang der Serie in Bezug auf die Sprecher getroffen haben. Ulrich Pleitgen, der mit seiner Ernsthaftigkeit und Intensität der Rolle des Edgar Allan Poe ihren düsteren Glanz verleiht, ist längst fest in seine Rolle gewachsen und ist an Überzeugungskraft kaum zu übertreffen. Und auch die übrige Besetzung wie z.B Charles Rettinghaus als Wirt oder Rainer Wut als Kapitän, ist bis zur kleinsten Nebenrolle perfekt besetzt.

Für das düstere Ambiente sorgen wie immer die schaurig-schöne Musik und die überzeugenden Geräusche. Jede Handlung wird mit den passenden Effekten – mal mehr und mal weniger laut – untermalt und lässt so die Geschichte glaubhaft wirken, ohne die schauspielerische Leistung in den Hintergrund zu drängen.

Die Landschaftsfotografie auf dem Cover überträgt die Trostlosigkeit einiger Szenen des Hörspiels gut in eine sichtbare Form. Die Cover in schwarz-weiss und nicht farbig zu gestalten ist eine gute Wahl so strahlen sie schon etwas Geheimnissvolles aus.

Fazit: Gelungenes Comeback einer der besten Serien, die der Hörspielmarkt momentan zu bieten hat.


Edgar Allan Poe - 22.Berenice

Lange habe ich auf die neuen Folgen gewartet...nun sind sie endlich da und ich bin sicherlich nicht entäuscht worden!

Die Handlung ist mal wieder perfekt durchdacht und hier bekommt der Hörer auch das was er versprochen bekommen hat...die Abschliessung des ersten Handlungstranges und die Auflösung um Dr.Tempelton alisa Dr.Baker!

Super werden nun eingen denken, aber weit gefehlt das was sich Lübbe als Auflösung ausgedacht hat ist erstmal überraschen und entpuppt sich dann als Lüge...denn Edgar Allan Poe ist....na was meint ihr wer er ist? Richtig er ist Edgar Allan Poe!

Als ich das hörte dachte ich auch erst ob denen echt nichts besseres eingefallen ist...aber die Auflösung folgt dann nach Ende der Handlung von Folge 25

Knallhart wurde der gute Edgar von dem Dr. angelogen und Leonie die mitstreiterin von Edgar hat es faustdick hinter den Ohren...was der hörer aber wohl erst in den nächten Folgen hören wird (die im übrigen auch schon angegüngigt sind)

Was bleibt hier zu der Folge "Berenice" zu sagen? Die Traumgeschichte die Edgar Allan Poe hier erlebt entpuppt sich diesmal als Hörbuch und nicht als Hörspiel, das fand ich etwas daneben! Aber sei es Lübbe verziehen, bei der Rahmenhandlung haben sie sich echt Mühe gegeben und die Aussichten auf die nächsten Folgen machen Lust auf mehr...auf viel mehr!

Der neuen Titelsong "Ich bin nicht wahnsinnig" ist völlig daneben gegangen...der Text besteht aus Zeilen der Hörspieltexte! Der Song ist mehr ein Remix als ein eigenständiges Lied...da gab es schon besser in den letzten Staffeln!

Fazit: Diese Hörspielserie ist um längen besser als Gabriel Burns und wird es wohl auch noch bleiben, denn hier werden nicht immer nur Geheimnisse dazugenommen hier werden sie auch gelüftet!