Raumstation Alpha-Base – 10.2 Kampf um Zulu I

Raumstation Alpha-Base – 10.1 Kampf um Zulu I

Raumstation Alpha-Base – 9. Attentäter

Raumstation Alpha-Base - 8. Feind

Raumstation Alpha Base - 7. Der Untergang der Alpha-Base

Raumstation Alpha Base - 6. Die Romani

Raumstation Alpha-Base - 5. Das letzte Lebenszeichen

Raumstation Alpha-Base - 4. Kontakt

Raumstation Alpha-Base - 3. Freund oder Feind

Raumstation Alpha-Base - 2. Überleben

Raumstation Alpha-Base - 1. Sprung durch den Sektor


Raumstation Alpha-Base – 10.2 Kampf um Zulu I

wysiwyg image

Erster Eindruck: Der Kampf geht weiter...

Immer noch steht die Heimatstadt der Norka'de unter Beschuss, die feindlichen Ferona sind im Begriff, die Stadt zu überrennen und somit die einzigen Verbündeten der Alpha-Base zu vernichten. Doch Abisai Abel muss sich auch weiterhin gegen seine Feinde im Inneren wehren: „Peace“ bekommt immer mehr Zuwachs. Wird er die brenzlige Situation auflösen können?

Der Zweiteiler „Kampf um Zulu I“ geht in die zweite Runde, das gekonnt aufgebaute Szenario von zwei gefährlichen Bedrohungen, die Abisai Abel gleichzeitig bekämpfen muss, wird hier weiter- und bis zum Ende geführt. Der erste Teil konnte mit seinem dynamischen Verlauf überzeugen, der zweite steht ihm in nichts nach und setzt noch ein wenig mehr auf temporeiche Abläufe. Wirklich bemerkenswert ist jedoch die Tragweite, die von den beiden Bedrohungen ausgeht, sie ist der eigentliche Reizpunkt dieser Doppelfolge und wird hier noch intensiver dargestellt. Zwischen den beiden Feuern steht Abisai Abel, und hier entfaltet er seine ganze Stärke. All die Aufmerksamkeit tut besonders der Charakterentwicklung zu Gute, die hier trotz all des Trubels nicht außer Acht gelassen wird. Zudem ist die Folge sehr gut und flüssig erzählt, bietet etliche Momente, die für Aufmerksamkeit sorgen. Ein sehr guter Abschluss wird dann selbstverständlich mitgeliefert. Eine Folge, die die Serie weiter stärkt und auf die positiven Seiten setzt.

Zahlreiche starke Stimmen versammeln sich hier, um ihren Charakteren mit einen unverwechselbaren Eindruck zu verleihen. Jürgen Kluckert kann als Julki'mor mit seinem intensiven Ausdruck punkten, hier zeigt er eine weitere seiner vielen Stimmlagen. Lutz Riedel spricht Turkal'dor mit seinem unvergleichlichen Timbre und kann so wieder einen einzigartigen Charakter erschaffen. Tobias Meister gelingt als Zak ähnliches, trotz seines kurzem Auftretens. Auch Andreas Fröhlich, Bernd Vollbrecht und Karin Eckhold sind zu hören.

Die akustische Gestaltung der Serie hat eine klare Struktur, wurde aber auch hier wieder sehr gut an die Geschichte angepasst. Die eingespielte Musik ist bereits bekannt, passt aber dennoch gut zu den einzelnen Szenen, während besonders bei den heftigen Kämpfen die Geräusche einen großen Teil zur gelungenen Atmosphäre beitragen.

Ein riesenhaftes Auge blickt dem Betrachter von dem Cover der Folge entgegen, wieder zeigt sich, dass auch eine schlichte Zeichnung effektvoll und sehr passend sein kann. Der Rest der Gestaltung ist hinlänglich bekannt, für den potenziellen Käufer ist die Sprecherübersicht auf der Rückseite sicherlich eine gute Hilfestellung.

Fazit: Die Ereignisse werden gekonnt fortgesetzt, um einige neue Winkelzüge bereichert und gipfeln in einem spannenden Finale – eine sehr gelungene Folge der Serie.

VÖ: Dezember 2010
Label: Maritim
Bestellnummer: 978-3-86714-328-8


Raumstation Alpha-Base – 10.1 Kampf um Zulu I

wysiwyg image

Erster Eindruck: Abisai statt Nicole

Nicole Schwing, Captain der Alpha-Base ist zu einer Reise aufgebrochen, als ihre Fähigkeit als Führer besonders gebraucht werden würden. Eine Organisation aus Besatzungsmitgliedern sorgt für Unruhe, während das verbündete Volk der Norka'de von einem scheinbar übermächtigen Feind angegriffen wird. Und mittendrin Abisai Abel, der die Verantwortung übernimmt...

Zur zehnten Folge der Science Fiction-Serie „Raumstation Alpha-Base“ gibt es erstmals im Verlauf der Serie eine Doppelfolge, die den Titel gebenden „Kampf um Zulu I“ beschreibt. Das Besondere daran ist außerdem, dass die ansonsten im Mittelpunkt stehende Nicole Schwing hier überhaupt nicht vorkommt, die Ereignisse werden aus der Sicht von Abisai Abel erzählt. Dieser Wechsel der Perspektive ist nicht nur interessant, sondern bringt zudem auch viel frischen Wind in die Serie. Her zeigt sich, dass auch die größeren Nebenfiguren genügend Potenzial haben, gute Geschichten zu erzählen. Doch auch ansonsten ist dieser erste Teil der Folge mit vielen wichtigen und spannenden Ereignissen versehen, die für Kurzweil sorgen. Die beiden beschriebenen Schwerpunkte der Handlung sorgen für einen dynamischen Verlauf der Folge und bieten ein spannendes Finale, welches definitiv Lust auf den zweiten Teil weckt. Sehr gelungen!

Auch mit der erweiterten Rolle kann Frank-Otto Schenk als Abisai Abel sehr gut mithalten und den energischen Mann mit viel Tiefgang und Glaubwürdigkeit ausstatten. Nach wie vor hervorragend finde ich Erich Räuker als Scott Fish, der zahlreiche Facetten seines Charakters beleuchten kann. Auch Stefan Staudinger ist als Tim Wagnis eine gute Wahl, er ist mit hörbarem Engagement bei der Sache. Weitere Sprecher sind Arianne Borbach, Tobias Meister und Jürgen Kluckert.

Auch die akustische Gestaltung dieser Folge kann überzeugen, hält sie sich doch an das bereits bewährte Konzept der Serie: Eindrucksvolle, aber nicht übermäßig eingesetzte Musik, die die Szenen gekonnt untermalt, dazu ebenso imposante Geräusche, die gerade während des Krieges sehr gut integriert sind.

Das Cover zeigt dieses mal ein riesiges Raumschiff, welches zusammen mit dem rötlichen Hintergrund nicht nur sehr futuristisch, sondern auch kriegerisch wirkt. Der simple Schriftzug der Serie am oberen Teil des Titelbildes verfehlt auch hier seine Wirkung nicht und weist zugleich auf den nüchternen Charakter der Serie hin.

Fazit: Die Übertragung auf Abisai Abel als Hauptfigur ist mehr als geglückt, ein sehr spannender und temporeicher erster Teil.

VÖ: Dezember 2010
Label: Maritim
Bestellnummer: 978-3-86714-300-4


Raumstation Alpha-Base – 9. Attentäter

wysiwyg image

Erster Eindruck: Gefährliche Reise

Captain Nicole Schwing macht sich in Begleitung von Al Cardel, dem Anführer eines außerirdischen Volkes, auf eine Reise und folgt dem Artefakt der Taylonen. Doch sie geraten in einen Hinterhalt der Duplikaten und werden von ihnen gefangen genommen. Doch der Schein trügt öfter, als man denkt...

„Raumstation Alpha-Base“ aus dem Hause Maritim setzt die Tradition ernsthafter Science Fiction-Serien fort, indem sie die Geschichte eines verschollenen Raumschiffes erzählt. In Folge 9 mit dem Titel „Attentäter“ ist die fortlaufende Handlung schon recht weit fortgeschritten, einige fremde Völker sind hinzugekommen, zahlreiche Handlungsstränge sind aufgegriffen. Und von diesem Startpunkt aus entwickelt sich hier eine wirklich spannende und dynamische Folgen mit gekonnten Wechseln zwischen den einzelnen Szenarien, die insbesondere von ihren glaubwürdigen Charakteren lebt. Und es ist eine Folge, die sich prägend auf den weiteren Handlungsverlauf der Serie auswirken wird, da einige als sicher geglaubte Tatsachen in einem anderen Licht erscheinen. So kurzweilig und unterhaltsam war die Serie lange nicht, weswegen für Fans der Serie und Freunde des nüchternen Science Fiction-Hintergrundes ihre Freude daran finden werden.

Die Sprecherliste weist viele bekannte und beliebte Namen auf, beispielsweise sind Gertie Honeck, Gisela Fritsch und Bernd Vollbrecht mit dabei. In der Rolle der Hully ist Arianne Borbach zu hören, die ihre unverwechselbare Stimme wieder gekonnt einsetzt und so den Hörer einen glaubhaften Eindruck ihrer Rolle vermittelt. Klaus Dieter Klebsch, eine der momentan gefragtesten Stimmen in der Hörspielwelt, ist als Al Cardel zu hören und kann wieder gekonnt Akzente setzen. Helmut Krauss spricht Alda und passt wunderbar zu der interessanten Rolle.

Eindrucksvoll ist die Musik, die für das Hörspiel ausgewählt wurde. Meist dröhnt sie wie am Anfang laut aus den Boxen und zieht die Aufmerksamkeit der Hörer völlig auf sich, aber sie kann auch mal ganz leise im Hintergrund ertönen. Die Geräusche tun ihr übriges, um das glaubhafte Weltraum-Flair zu komplettieren.

In Sachen Design ist Schlichtheit angesagt, und das gilt nicht nur für die Aufmachung, die sich auf das Minimale beschränkt. Auch die Covergestaltung ist eher ruhig, neben dem bereits bekannten, technisch wirkenden Schriftzug ist ein einfaches, aber durchaus hübsch anzusehendes Titelbild abgedruckt.

Fazit: Eine Folge voller Entscheidungen, spannend erzählt und mit guter Charakterdarstellung. Genretypisch und doch mit neuen Elementen.

VÖ: August 2010
Label: Maritim
Bestellnummer: 978-3-86714-299-1


Raumstation Alpha-Base - 8. Feind



Erster Eindruck: Unauffindbar und in großer Gefahr...

Captain Nicole Schwing findet sich nach einer Bewusstlosigkeit in einer fremden und feindseligen Umgebung wieder. Zwar findet sie einen putzigen Gefährten, doch schwebt sie immer noch in großer Gefahr. Abisai Abel versucht Kontakt zu ihr aufzunehmen, was sich als fast unmöglich herausstellt...

Nachdem "Raumstation Alpha-Base", die Science-Ficiton-Serie von Maritim, in der siebten Folge den Abschluss eines Handlungsstranges gefunden hat, geht es in "Feind", Nummer acht der Reihe, mit neuen Abenteuern weiter, sodass auch Neueinsteiger wieder Anschluss finden. Und der neue Handlungsbogen startet vielversprechend und kurzweilig wie lange nicht. Nicole Schwings Erwachen in einem ihr unbekanntem Gebiet mit neuen, merkwürdigen Wesen ist unterhaltsam dargestellt und hat etwas von der Schwere der vorigen Folgen abgelegt, wirkt nun lockerer. Trotzdem wirkt die Geschichte keinesfalls anspruchslos, im Gegenteil, die neue Bedrohung wirkt noch gefährlicher und ist besser spürbar als im vorigen Handlungsbogen. Dabei gefällt, dass die unterschiedlichen Erzählstränge nahe miteinander verknüpft sind und gemeinsam die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählen. Ein toller Auftakt zu einer neuen Handlung, die mich mehr überzeugen konnte als ihre Vorgänger. Fans der Serie, die den nüchterneren Stil mochten, werden sich aber erst einmal umstellen müssen.

Nicole Schwing wird natürlich unverändert von Gertie Honeck gesprochen, die ihre feste und reife Stimme wieder zu ihren Gunsten einzusetzen weiß. Klaus-Dieter Klebsch, einer der momentan präsenttesten Sprecher, leiht hier Al Cardel seine einzugartige Stimme und somit ein ungewöhnliches, aber sehr passendes Wirken. Frank-Otto Schenk kann Abisai Abel wieder sehr glaubwürdig klingen lassen. Weitere Sprecher sind Stefan Staudinger, Sabine Bohlmann und Christian Toberentz.

An der akustischen Umsetzung der Serie hat sich ebenfalls nichts geändert, und so bekommen wir eine recht reduzierte Version von Science Fiction zu hören. Die Atmosphäre wird vorrangig durch die passenden Geräusche erzeugt, beispielsweise in der Raumstation oder der öden Wüste. Aber auch Musik ist zu hören, die auflockernd wirkt.

Auf dem Cover ist die trostlose Landschaft zu sehen, in der Nicole Schwing zu Beginn des Hörspiels erwacht. Durch die dunklen Farben wirkt der knorrige Baum und der mondbeschienene Wolkenhimmel unheimlich und unheilvoll. Auf der Rückseite ist wie immer das Innere eines Raumschiffes zu sehen, während das Booklet nur die nötigsten Infos preisgibt.

Fazit: Ein toller Neustart mit einer unterhaltsamen und kurzweiligen Geschichte. Mir hat es gut gefallen.

VÖ: 5. Juli 2010
Label: Maritim
Bestellnummer: 978-3-86714-287-8


Raumstation Alpha Base - 7. Der Untergang der Alpha-Base



Erster Eindruck: Kampf ums pure Überleben

Der Krieg hat Einzug gehalten auf der Raumstation Alpha-Base, die weit entfernt von ihrem Heimatplaneten gestrandet ist. Die wütenden Taylonen wollen Rache und lassen sich nicht auf Verhandlungen ein. Doch dann greift ein mächtiges Wesen ein und bringt alle Hektiker zur Ruhe - bis auf einen...

"Raumstation Alpha-Base", die ziemlich ernsthafte Science Ficiton-Serie von Maritim, rast mit großen Schritten an der Handlung entlang, in etwas mehr als einem Jahr wurden nun schon sieben Folgen veröffentlicht. Und mit eben dieser siebten Folge ist der erste Handlungsstrang laut Angaben von Maritim beendet, vielleicht deswegen der passende Titel "Der Untergang der Alpha-Base". Und diese hat es wirklich in sich, ist der unbestreitbare Höhepunkt der bisherigen Teile. Viele Begebenheiten aus den letzten Folgen spielen eine wichtige Rolle, der rote Faden der Handlung wird stärker ausgebaut denn je. Der kraftvolle Kampf gegen die Taylonen ist wunderbar in Szene gesetzt worden und kann durchaus fesseln, während die Ankunft eines mystischen Wesens noch einmal einen draufsetzt. Die Story bekommt eine unvorhergesehene Wendung, hinterfragt die Kämpfe und auch die Charaktere und gibt einer bisher eher im Hintergrund handelnden einen großen Auftritt. Für Abwechslung und Dynamik ist also gesorgt, für ein zufriedenstellendes Ende des Handlungsstranges ebenso. Wer sich mit dem sachlichen, nüchternen Grundton der Serie anfreunden kann, der zugegebenermaßen etwas speziell ist, wird an der Serie und im Speziellen an dieser Folge seine Freude haben.

Auch die Sprecherriege trägt ihren Teil zum Gelingen der Produktion bei, allen voran Gertie Honneck als Captain Nicole Schwing, die mit ihrer resoluten Art und recht harter Aussprache eine tolle Vorstellung abliefert. Stefan Staudinger spricht Tim Wagnis und kann diesen ganz speziellen Charakter mit viel Ausdruck wunderbar darstellen. Jan Panczak ist als Astoran zu hören und trifft dabei immer genau den richtigen Ton. Weitere Sprecher sind Frank-Otto Schenk, Erich Räuker und Arianne Borbach.

Während der gesamten Laufzeit ist die akustische Gestaltung ziemlich gelungen. Seien es die eindrucksvollen Musikstücke, die sich jedoch nie zu sehr in den Vordergrund drängen, die technisierten Geräusche, die Raumschiff-Stimmung aufkommen lassen, oder die glaubwürdigen Kampfgeräusche während der Gefechte - alles wirkt stimmig.

Das Cover wirkt insgesamt doch ziemlich computergeneriert und somit leider auch recht künstlich. Die Darstellung eines Astronauten vor einem strahlenden Sternenhimmel kann mich nicht so recht überzeugen. Der Schriftzug, insbesondere die verwendete Schrift, ist recht klobig, erfüllt aber seinen Zweck und passt zu der Serie.

Fazit: Dynamische Wechsel, spannende Kämpfe und die tolle Kehrtwende machen aus der siebten Folge der Serie das bisherige Highlight.

VÖ: Mai 2010
Label: Maritim
Bestellnummer: 978-3-86714-267-0


Raumstation Alpha Base - 6. Die Romani



Erster Eindruck: Völkertreffen der anderen Art

Neue Gefahr für die Alpha-Base, denn ein Komet rast mit großer Geschwindigkeit direkt auf die verschollene Raumstation zu. Doch die Gefahr kommt nicht von dem riesigen Gesteinsbrocken, sondern von dem Leben darauf. Das Volk der Romani, das ohne Heimat durch das All reist, birgt ein Geheimnis...

Fremde Völker spielen eine große Rolle in der Sci-Fi-Serie "Raumstation Alpha-Base" von Maritim. In der sechsten Folge steht ein ganz besonderes Volk im Mittelpunkt: Die Romani, quasi Zigeuner-Aliens. Eine außergewöhnliche Mischung, die Aufhänger für die Folge ist und für interessante Entwicklungen sorgt. Vom harmlosen Anfang, in dem man das Volk kennen lernt und schon interessiert ist steigert sich die Geschichte um die Romani immer mehr bis zu einem spannenden Finale, das in der gewohnt nüchternen Art der Serie geschildert wird. Die Erzählweise ist gekonnt, durch die Logbucheinträge einiger hochrangiger Kommandanten der Alpha-Base kommt die Geschichte ohne externen Erzähler aus, trotzdem wird alles nah an der Handlung begleitet, auf allen Erzählebenen wirkt dies glaubwürdig. Dabei ist "Raumstation Alpha-Base" mit Sicherheit kein Hörspiel für nebenbei, die nüchterne, teilweise technische Atmosphäre, der oftmals schroffe Ton, erzeugen eine sehr ernsthafte Stimmung, auf die man sich einlassen muss, um der durchaus spannenden Geschichte etwas abgewinnen zu können. Ich finde es lobenswert, dass die Serie den angeschlagenen und nicht unbedingt Massenkompatiblen Kurs beibehält und halte "Die Romani" aufgrund ihrer einfallsreichen Geschichte für eine der besten Folgen der Serie.

Auch die Sprecherauswahl kann sich hören lassen, bekannte Namen wie Anke Reitzenstein, Dietmar Wunder und Stefan Staudinger sind darauf zu finden. Karin Eckhold ist als Hett Norka zu hören und setzt ihre warme Stimme gekonnt ein, um ihrer Rolle das gewisse Etwas zu verleihen. Arianne Borbachs geheimnisvolle und tiefe Stimme passt wunderbar zu Hully, die so zu einer interessanten Figur wird. Auch Anita Hopt kann als Tilala mit glaubwürdiger Aussprache überzeugen.

Das Intro der Serie mit tiefen Blechbläserklängen und elektronischen Klängen läutet auch diese Folge gut und stimmungsvoll ein. Auch danach wird neben der kühl-distanzierten Sprechweise auf klare Arrangements ohne viel Klimbim gesetzt, die die Atmosphäre auf dem verschollenen Raumschiff gut einfangen kann.

Der rot glühende Komet der Romani rast in hoher Geschwindigkeit durch den Sternenhimmel - das Covermotiv hat einen Bezug zur Folge, ohne allzu viel davon zu verraten. Dennoch ist es vielleicht etwas nichtssagend und beliebig. Auf der Rückseite werden schon mal einige der bekannten Stimmen aufgezählt.

Fazit: Eine gute Story mit interessanten Einfällen, der nüchterne Tonfall der Serie grenzt sie von anderen Science Fiction-Produktionen ab.

VÖ: Mai 2010
Label: Maritim
Bestellnummer: 978-3-86714-266-3


Raumstation Alpha-Base - 5. Das letzte Lebenszeichen



Erster Eindruck: Schrecken der fremden Welt...

Um den fremden Völkern besser gewappnet zu sein, bittet Nicole Schwing die übersinnlich begabte Carmen, ihre Fähigkeit einzusetzen, um die Ferona auszuspionieren. Doch was sie empfängt, führt zu einem unglaublichen Geheimnis, das die Besatzung der Alpha-Base in Schrecken versetzt...

Die Science Fiction-Serie "Raumstation Alpha-Base" hat in den letzten vier Folgen mit einer ausgeklügelten Story in der fremden Welt Zulu I mit einer sehr ernsthaften Erzählweise überzeugt und mit interessanten Winkelzügen für Spannung gesorgt. Dies alles sind auch die Vorteile der fünften Folge "Das letzte Lebenszeichen", nur dass die Geschichte noch einmal an Gewicht zunimmt und die Spannung deutlich anzuheben weiß. Dies liegt nicht nur an den verschiedenen Handlungssträngen, die sich um das gestrandete Raaumschiff gebildet haben, sondern insbesondere an Carmens Kontaktaufnahme mit den Ferona, die übermächtig und beeindruckend in Szene gesetzt wurde. Das dominierende Thema der Folge (über das ich nicht allzu viel verraten möchte, das aber schon auf dem Titelbild erahnbar ist) bereichert die Serie ungemein. Der sehr sachliche Ton unterscheidet "Alpha-Base" von den meisten anderen Serien der Gattung und sorgt für mehr Gaubwürdigkeit. Eine hervorragende Folge der Serie, die sich von mal zu mal zu steigern weiß.

Carmen wird von der bezaubernden Anke Reitzensteein gesprochen, die eine intensive und an einigen Stellen gruselige Darstellung ihres Charakters hervorragend umsetzt. Arianne Borbach, die ihre dunkle Stimme der Hully leiht, übereugt ebenfalls mit sicherer Betonung. Nicole Schwing, die resolute Kommandantin, wird von Gertie Honneck mit kühlem, sehr passenden Ton gesprochen. Weitere Rollen übernehmen Bernd Vollbrecht, Wolfgang Condrus und Michael Iwannek.

Auch wenn die Musik sich oftmals zurückhält, ist sie als gezieltes Stilmittel eingesetzt beeindruckt sie mit düsteren Klängen, die sich wunderbar in die Geschichte einfügen und ihr zusätzliche Spannung verleihen. Die Geräusche hingegen sind öfters präsent und sorgen für mehr Glaubwürdigkeit.

Das Cover zeigt einen Menshen, dessen eine Hälfte einem Computerinneren ähnelt. Eine ansprechendes und gut gemachtes Cover, das meiner Meinung nach aber schon fast zu viel vom Inhalt der Folge verrät. Besonders gelungen ist der Hintergrund der Illustration. Im Inneren werden die Grundsituation der Alpha-Base und die fremden Völker beschrieben.

Fazit: Die bisher beste Folge der Serie, spannend und mit einer interessanten Thematik. Schön, dass trotzdem alle Handlungsstränge fortgeführt werden.

VÖ: 02.Dezember 2009
Label: Maritim
Bestellnummer: 978-3-86714-243-4


Raumstation Alpha-Base - 4. Kontakt



Erster Eindruck: In den Fängen des Gegners

Nicole Schwing, Kommandantin der Alpha-Base, hat alle Hände voll zu tun. Tim Wagnis leidet unter einer seltsamen Störung, die ihn selbst seine engsten Freunde vergessen lassen. Zudem muss sie einem fremden Volk bei der Aufarbeitung ihres Computersystems helfen. Doch auch Sergeant Olsen wird von Al Cardel zur Mithilfe gezwungen - mit weitreichenden Folgen...

"Raumstation Alpha-Base" ist die Science Ficiton-Serie der etwas anderen Art aus dem Hause Maritim, denn statt auf große Knalleffekte und bombastische Effekte wird hier auf die Geschichte gesetzt, die sich von Folge zu Folge weiterentwickelt. Die Ereignisse aus den vorigen Teilen sollten dem Hörer also präsent sein, sonst wird er der Handlung kaum folgen können, glücklicherweise werden in den Introsätzen von Kommandantin Nicole Schwing diese noch einmal zusammengefasst, sodass man sich schnell wieder in die Situation einfinden kann. Danach werden die verschiedenen Erzählstränge allesamt weitergeführt, den Hörer erwartet also erneut eine sehr abwechslungsreiche Geschichte, die sich im Vergleich zu ihren Vorgängern erneut steigern kann. Die sehr nüchterne Erzählweise der Folge dürfte aber weiterhin Geschmackssache bleiben, wirkliche Dynamik will bei dem sachlichen Ton nicht so recht aufkommen, das Zuspitzen der Situation wird zumindestens akkustisch nicht nachvollziehbar. Für Freunde der Serie ist "Kontakt" jedenfalls eine sehr gute Folge!

Stefan Staudinger spricht den Tim Wagnis in der Serie und hat hier einen wichtigen Part zu bestreiten. Er stellt die zunehmende Verwirrung des Mannes sehr gut dar und bleibt in allen Punkten sehr glaubwürdig. Frank-Otto Schenk ist als Abisai Abel ebenso überzeugend und passt sich gut dem Grundton der Serie an. Als Al Cardel ist Klaus Dieter Klebsch zu hören, der sein Talent für finstere Rollen einmal mehr unter Beweis stellt. Weitere Sprecher sind Gertie Honeck, Erich Räuker und Arianne Borbach.

Es ist eine wohltuende Abwechslung, neben den ganzen lauten Weltraumabenteuern auch mal eine heruntergefahrene Alternative zu haben. Denn hier muss es nicht ale paar Sekunden knallen, um Spannung zu erzeugen, dies schafft allein die Geschichte und die Sprecher. Dennoch ist mit diversen Sounds eine glaubhafte Atmosphäre erzeugt werden, die von passender Musik unterstützt wird.

Ein strahlend angeleuchteter Planet in einem funkelnden Sternenmeer - das Cover von "Kontakt" nimmt dieses mal keinen konkreten Bezug zur Handlung auf, trotzdem ist das Titelbild wunderschön anzuschauen. Lob gebührt, dass erstmals im kleinen Booklet die Grundsituation und die wichtigsten außerirdischen Völker nachlesbar sind.

Fazit: Die Geschichte entwickelt sich immer weiter und führt in neue Richttungen. Gut gemachte und ernsthafte Weltraumserie.

VÖ: 23.November 2009
Label: Maritim
Bestellnummer: 978-3-86714-242-7


Raumstation Alpha-Base - 3. Freund oder Feind



Erster Eindruck: Kontakt mit fremden Völkern

Nach ersten gescheiterten Kontaktversuchen soll endlich ein Treffen zwischen Nicole Schwing und dem Anführer der außerirdischen Rasse stattfinden. Doch dieser ist alles andere als leicht zu durchschauen. In der Raumstation selbst sorgt der Mord an einem Besatzungsmitglied weiter für Aufsehen. Kann dieser endlich aufgeklärt werden?

Die dritte Folge der Science Fiction-Serie von Maritim mt dem Namen Raumstation Alpha Base lässt den Hörer lange im Unklaren darüber, wie der Verlauf der Geschichte sein wird. Viele Möglichkeiten werden offen gelassen, sodass die verschiedenen Handlungsstränge immer wieder mit kleinen Winkelzügen überraschen können. In gerade einmal 42 Minuten baut sich so eine spannende Geschichte auf, die mit diversen Szenenwechseln und einem gelungenen Handlungsbogen zu überzeugen weiß. Der vorherrschende Ton ist wie in den letzten beiden Folgen eher sachlich und kühl, die Emotionen der mittlerweile lieb gewonnenen Charaktere sind reduziert. Das gibt dem Hörer die Chance, sich selbst in deren Lage zu versetzen, ist aber wohl nicht jedermanns Fall.. Die tadellose Produktionen und die guten Sprecher runden sie interessante Geschichte gekonnt ab.

Kommandantin Nicole Schwing wird wieder von Gertie Honeck gesprochen, die mit ihrer nüchternen Sachlichkeit und einer gewissen Härte in der Stimme sehr glaubhaft ist und ein umfassendes Bild ihres Charakters zeichnet. Neu dabei als junge, leicht rebellische AUßerirdische Mia Ewigk ist Melane Fouché, deren variable Stimme sich treffgenau an die verschiedenen Sitationen anpasst und so sehr glaubhaft und gefühlsbetont wirkt. Auch der vielbeschäftigte Klaus-Dieter Klebsch brint seine Stimme als Al Cardel wieder gekonnt zum Einsatz und variiert diese immer passend. Weitere Sprecher sind unter anderem Michael Iwannek, Arianne Borbach und Erich Räuker.

Fernab vom bombastischen Science Fiction-Spektakel wirkt auch die Prouktionsweise recht heruntergefahren, obwohl recht viele leisere Sounds zu hören sind. Die Musik tut ihr übriges, um die Szenen aufzulockern und mit zielsicherem Einsatz zusätzliche Spannung zu erzeugen.

Das Cover zeigt uns einen Außerirdischen, der ganz nach dem Titel der Serie nicht ganz zu Freund oder Feind einzuordnen ist. Der Weltall-Hintergrund und als kleiner Eyecatcher unsere Erde ergänzen das stimmungsvolle Titelbild. Praktischerweise werden schon auf der Rückseite die Sprecher genannt, sodass man sich gleich einen ersten Eindruck hiervon machen kann.

Fazit: Die Ereignisse der ersten beiden Teile werden sinnig weitergeführt und durch verschiedene Elemente abwechslungsreich gehalten.


Raumstation Alpha-Base - 2. Überleben



Erster Eindruck: Neue Gefahren für die Alpha-Base

Der Besatzung der fehlgeleiteten Raumstation Alpha-Base bleibt nichts anderes übrig, als sich auf dem Planeten Zulu I einzurichten. Ein Erkundungstrupp stößt dabei auf eine bisher unbekannte Zivilisation, während die Hauptstation von mächtigen Gegnern angegriffen wird, die Kommandantin Nicole Schwing vor große Herausforderungen stellen. Kann Carmen, die übersinnlich begabte junge Frau Licht in das Dunkel bringen?

Fans von klassischen Science Fiction-Serien können sich über ein weiteres Hörspiel freuen: Überleben führt die Ereignisse der ersten Raumstation Alpha-Base-Folge in neue Richtungen. Erstmals scheint für den Hörer der Weg, den die Serie gehen wird, etwas hindurch. Wie der erste Teil ist alles eher sachlich gehalten, auch die Sprache basiert meist auf dem kühlen Umgangston eines Kommandos. Das ist sicherlich nicht jedermanns Sache, zumal die Figuren durchaus das Potenzial zu stärkeren Gefühlen hätten. Diese Sachlichkeit ist die größte Stärke wie die gewichtigste Schwäche von Alpha-Base, denn die ist besonders eins: Geschmackssache. Technisch gesehen ist alles gut gemacht, auch die Geschichte ist gut gemacht, wenn man aber mit dem vorherrschenden Ton oder anspruchsvollere Science-Fiction nichts anfangen kann, wird diese Serie einen nicht bekehren können. Mit einer sinnvollen Weiterführung des ersten Teils mit neuen Aspekten hat sich die Serie jedoch auch in der zweiten Folge für Fans dieser Art von Hörspielen empfohlen.

Frank-Otto Schenk spricht den Commander Abisai Abel größtenteils mit einer sachlichen Nüchternheit, kann aber auch in gefühlvolleren Passagen punkten. Auch der Sprecher Tim Wagnis, Stefan Staudinger, macht seine Sache sehr professionell und liefert eine kontinuierlich gute Leistung ab. Die verzerrte Stimme von Gisela Fritsch zeichnet ein sehr außergewöhnliches Bild der mächtigen Außerirdischen Norkade, auch sie macht ihre Sache wie immer sehr gut. Wietere Sprecher sind Arianne Borbach, Michael Iwannek und Gertie Honeck.

Die Musik ist insgesamt sehr futuristisch, was besonders der Mischung aus klassischen Instrumenten mit elektronischen Klängen zu verdanken ist, die in den Szenenübergängen gut eingesetzt wird. Auch die Geräusche sind sehr passend, manchmal wirkt die Szenerie jedoch etwas überladen. Manchmal wäre hier eine Reduktion wünschenswert gewesen.

Die Gestaltung insgesamt ist zwar nicht sonderlich aufwändig, kann aber mit einer stimmigen Grafik überzeugen. Schön finde ich die Sprecherangaben auf der Rückseite, sodass sich jeder einen ersten Eindruck hiervon verschaffen kann. Das Titelmotiv ist vielleicht etwas reißerisch und suggeriert mehr Schock-Momente als eigentlich vorhanden sind, ist aber insgesamt angemessen.

Fazit: Ein weiteres grundsolides Hörspiel der Serie, das aufgrund seiner Wirkung jedoch nicht für jeden geeignet ist. Fans von Science Fiction können jedoch getrost zugreifen.


Raumstation Alpha-Base - 1. Sprung durch den Sektor



Erster Eindruck: In einer anderen Dimension...

Die einberufene Pressekonferenz sollte die Reporter eigentlich aufklären und beruhigen: Die Mission der Raumstation Alpha-Base, einen Planeten für die europäische Union bewohnbar zu machen, steht in harscher Kritik. Doch die Vorführung der revolutionären Technik gerät zu einem Disaster, denn viel zu früh startet Alpha-Base ihren Sprung - mit sämtlichen an Bord befindlichen Personen...

Ein weiterer Serienneustart beim sehr produktiven Label Maritim: "Raumschiff Alpha-Base" ist eine Science Ficiton-Serie aus der Feder von James Owen. "Sprung durch den Sektor" heißt die erste Folge, die uns vorallem die Grundsituation schildert, um die sich die Serie drehen wird, und die Charaktere vorstellt. Erzählt wird aus der Perspektive der Wissenschaftlerin und Kommandantin Nicole Schwing, teilweise auch in Formvon kurzen Logbucheinträgen, die uns die fortschreitende Zeit verfolgen lassen. Doch auch die die übersinnlich begabte Carmen di Majento, der kritische Reporter Scott Fish oder der engagierte Arzt Abisai Abel sorgen für den interessanten Fortlauf der Geschichte und werden sicherlich noch einige Reibungspunkte bieten. Doch auch erste Gefahren im unbekannten Sonnensystem tauchen auf und bereiten spannende Momente, beispielsweise das Auftauchen von Aliens oder eine äußerst irdische Bedrohung. Meiner Meinung nach wird bei dieser Serie nicht die einzelne Folge an sich, sondern der gesamte Handlungsverlauf zusamengenommen den Reiz ausmachen, sodass diese Folge zwar angenehm zu hören war und eine sinnige und stellenweise spannende Geschichte hatte, insbesondere aber auf die nächsten Folgen neugierig macht und auf diese vorbereitet. Fans des Genres werden an der sachlichen Atmosphäre Freunde finden, die so durchaus vorstellbar ist.

Relativ wenige Sprecher werden für dieses Hörspiel benötigt - gerade einmal acht - und alle haben mir gut gefallen. Allen voran wäre da Gertie Honeck, die mir bis dato völlig unbekannt war. Sie liefert eine absolut überzeugende Leistung ab und leuchtet ihren Charakter sehr gut aus. Mit Anke Reitzenstein wurde eine sehr feminine Stimme für die Rolle der Carmen ausgewählt, was gut zu der gefühlvollen Frau passt - zudem ist sie eine sehr fähige und eingängige Sprecherin. Auch Erich Räuker macht seine Sache fantastisch und ist in seiner Sprechweise eindringlich und sauber. Außerdem sind noch Frank-Otto Schenk, Wolfgang Condrus und Michael Tietz zu hören.

Neben den Sprechern kann auch die erzeugte Atmosphäre überzeugen. Die Musik ist stimmungsvoll, aber nicht zu übertrieben oder vordergründig. Die Geräusche vermitteln den Eindruck eines hochentwickelten Raumschiffes mit umfangreichen Computersystem. Bei der eher nüchterne Auslegung des Science Ficiton-Themas würden epochale Schlachten stören, dennoch wird bei dem Auftauchen der Aliens mit gezielten Effekten die Spannung unterstützt.

Das Cover zu der Folge ist stimmungsvoll und gibt Hinweise auf die technische Seite der Handlung - könnte so aber zu fast jeder Produktion des Genres verwendet werden. Etwas Individuelleres, was explizit auf eine Szene anspricht, hätte einen höheren Wiedererkennungswert und würde sich besser einprägen. Positiv anzumerken ist, dass schon auf der Rückseite die Sprecher genannt werden und sich so jeder auf die Auswahl einstellen kann.

Fazit: Kein schlechter Auftakt für die Serie, die viel Spannung für den folgenden Verlauf andeutet. Doch auch diese Folge konnte mich schon überzeugen.