Die drei ??? Kids – 56. Das Rätsel der Könige

 

Die drei ??? Kids – 54. Zombie-Alarm

Die drei ??? Kids – 53. Geheimnis der Tiere

Die drei Kids ??? - 52. Mächtige Magier

Die drei ??? Kids – 50. Schatz der Piraten

Die drei ??? Kids – 47. Falsche Fußballfreunde

Die drei ??? Kids – 46. Jagd auf das Dino-Ei

Die drei ??? Kids – 45. Ein Fall für Superhelden

Die drei ??? Kids – 41. Insel der Haie

Die drei ??? Kids – 40. Brennendes Eis

Die drei ??? Kids – 39. Der verrückte Erfinder

Die drei ??? Kids – 38. Stunde der Wahrheit

Die drei ??? Kids – Der Weihnachtsdieb

Die drei ??? Kids – 36. Mission Mars

Die drei ??? Kids – 35. Im wilden Westen

Die drei ??? Kids – 34. Falsches Gold

Die drei ??? Kids – 33. Nacht im Kerker

Die drei ??? Kids – 31. Rückkehr der Dinosaurier

Die drei ??? Kids – 30. Im Geisterschiff

Die drei ??? Kids – 29. Monsterpilze

Die drei ??? Kids – 28. Diamantenjagd

Die drei ??? Kids – 26. Fußball-Alarm

Die drei ??? Kids – 24. Im Bann des Zauberers

Die drei ??? Kids – 22. Einarmige Banditen

Die drei ??? Kids – 21. Die Geisterjäger

Die drei ??? Kids – 20. Die Schmugglerinsel

Die drei ??? Kids – 19. Spur in die Wildnis

Die drei ??? Kids – 18. Mission Maulwurf

Die drei ??? Kids - 17. Rettet Atlantis!

Die drei ??? Kids - 16. Der magische Brunnen

Die drei ??? Kids - 15. In der Geisterstadt

Die drei ??? Kids - 14. Gefahr aus dem All

Die drei ??? Kids - 13. Im Reich der Rätsel

Die drei ??? Kids - 12. Internetpiraten

Die drei ??? Kids - 11. Fluch des Goldes

Die drei ??? Kids - 9. SOS über den Wolken

Die drei ??? Kids - 8. Nacht unter Wölfen

Die drei ??? Kids - 7. Gruft der Piraten

Die drei ??? Kids - 3. Invasion der Fliegen

Die drei ??? Kids - 2. Radio Rocky Beach

Die drei ??? Kids - 1. Panik im Paradies


Die drei ??? Kids – 56. Das Rätsel der Könige



Erster Eindruck: Auf der Suche nach dem Schatz...

Als Justus, Peter und Bob von der Eröffnung eines neuen Einkauszentrums erfahren, sind sie sofort neugierig und möchten an dem Event teilnehmen. Doch schon kurz nach dem Start wird die Feier gestört, und natürlich ist der Spürsinn der Detektive geweckt. Als sie die Spuren verfolgen, stoßen sie auf ein großes Geheimnis, das gut gehütet wird...

Schon 2013 ist die Buchvorlage erscheinen, vier Jahre später hat es „Das Rätsel der Könige“ aus der „Die drei ??? Kids“-Reihe nun auch als Hörspiel in die Kinderzimmer der Republik geschafft. Die jüngere Version der bekannten, jugendlichen Detektive erzählt auch hier wieder eine etwas schlichtere Geschichte, die nicht ganz so gruselig ist wie das große Vorbild, auch die Komplexität ist hier deutlich heruntergefahren, sodass jüngere Kinder tatsächlich einfach folgen können. Doch leider wirkt die Sprache in „Das Rätsel der Könige“ etwas steif, nicht nur Schlauberger Justus gibt Sätze von sich, die gekünstelt und hölzern wirken. Und auch einige unlogische Handlungen sind zu verzeichnen, die von zu deutlichen Zufällen geprägt sind. An diesen Punkten schwächelt die Serie schon des öfteren, dafür ist die Handlung hier recht spannend erzählt. Auch wenn dem halbwegs geübten Hörer bald klar ist, in welche Richtung sich alles entwickeln wird, sind immer wieder kleine Überraschungen und Wendungen eingebaut, die das Geschehen kurzweilig halten. Besonders das Finale ist pfiffig erzählt und kann zudem die Stärken der drei Juniordetektive ausspielen. Mit ein bisschen mehr Arbeit am Skript hätte hier noch mehr herausgeholt werden können.

Jannik Schümann ist natürlich wieder als Justus Jonas mit dabei. Seine altkluge Art kommt dabei gut zur Geltung, er ist immer wieder im Mittelpunkt und kann diese Rolle gekonnt ausfüllen. Ilka Teichmüller ist in dieser Folge in der Rolle der Clarissa zu hören, dabei setzt sie ihre Stimme gekonnt ein, um die Aufmerksamkeit auf ihre Figur zu ziehen. Auch Ansgar Döbertin ist in einer sehr reizvollen Rolle zu hören und gestaltet diese sehr präsent aus. Weitere Sprecher sind Thorsten Kai Botenbender, Stefan Bergel und Ludger Vortmann.

Akustisch hat diese Folge keine allzu großen Überraschungen zu bieten. Insbesondere die Musik ist schon aus den vorigen Produktionen bekannt, durch die vielen Wiederholungen in den letzten Folgen sind diese langsam aber etwas ausgereizt. Die Geräuschkulisse ist dabei schon stimmiger, die einzelnen Szenen sind recht lebendig dargestellt und gut auf die Dialoge abgestimmt.

Klar, dass das Cover wieder der Buchvorlage entnommen ist und im witzigen Comicstil gehalten ist. Die drei Detektive sind darauf mit ihren Stirnlampen zu sehen, während sie einen wertvollen Schatz in einer Truhe oder die Krone in Justus' Hand bestaunen. Auch auf der Rückseite sind einige kleinere Zeichnungen zu sehen, die Szenen aus der Handlung zeigen. Im Inneren darf der kleine Tipp für angehende Detektive natürlich nicht fehlen.

Fazit: Auch wenn sich die alten Fehler der Serie immer wieder einschleichen und die Dialoge ziemlich hölzern wirken, ist die Handlung an sich recht spannend und punktet mit einigen gut eingesetzten Wendungen. Die Auflösung ist dann spannend erzählt, auch die Charaktere der Figuren kommen dabei gut zur Geltung.

VÖ: 10.März 2017
Label: Europa
Bestellnummer: 889853585823


Die drei ??? Kids – 54. Zombie-Alarm



Erster Eindruck: Horrortrip für Justus, Peter und Bob

Justus gewinnt ein Wochenende auf Sandy Island, und natürlich nimmt er seine beiden Detektiv-Kollegen Peter und Bob mit. Doch schon bald wandelt sich der fröhliche Ausflug zu einem Horrortrip, denn eine Flaschenpost, die die drei bei einem alten Schiffswrack finden, scheint einen Geist zu beherbergen. Als sich dieser dann auch noch als waschechter Zombie entpuppt, ist der Spürsinn der Freunde geweckt...

Auf der Suche nach aktuellen Themen, die momentan bei Kindern beliebt sind, hat sich die 54. Folge der drei ??? Kids dieses mal ein etwas ungewöhnliches Terrain ausgesucht. Denn Zombies haben zwar dank einer erfolgreichen Fernsehserie wieder Hochwasser, ist aber doch eher für Erwachsene gedacht – gehirnfressende Ungeheuer sind für Kinder nicht unbedingt geeignet. Doch die Autoren haben dies ordentlich entschärft, sodass lediglich ein gewisser Gruselfaktor erhalten geblieben ist. Und sicherlich sind auch hier die typischen Solpersteine der Serie vorhanden, beispielsweise wirkt die Auflösung des Ganzen dann doch etwas krude, insgesamt ist aber eine sehr gute Folge entstanden, die insbesondere mit ihrem flüssigen Verlauf punkten kann. Die Ereignisdichte ist recht hoch, sodass keine Langeweile aufkommt, die Handlung rätselhaft und vielseitig. Zudem kommen die Charaktere der Hauptfiguren wieder gut zur Geltung, jeder bringt seine persönlichen Stärken mit ein, sodass ein runder Eindruck der Geschichte erzählt.

Jannik Schümann ist natürlich wieder als Justus Jonas mit dabei und überzeugt mit seiner ausdrucksstarken Stimme und vielen markanten Austritten, trotz seiner manchmal etwas überheblichen Art wirkt er immer sympathisch. Thomas Dehler ist hier als Jack zu hören, auch er liefert eine überzeugende Darstellung ab und finder in jeder Szene die richtige Tonlage. Ingo Abel wirkt als Gilbert recht routiniert, hätte aber manchmal noch etwas mehr Energie mitbringen können. Weitere Sprecher sind Johann Jürgens, Stephan Baumecker und Jürgen Heimüller.

Akustisch ist wieder eine saubere Leistung abgeliefert worden, wobei der Gruselfaktor der Serie ruhig noch etwas mehr unterstrichen werden könnte. Gerade musikalisch hätte ich mir etwas mehr Abwechslung gewünscht, viele der eingesetzten Melodien sind bereits aus vorigen Folgen bekannt. Die Geräusche sind vielfältig eingefügt und lassen die Szenen lebendiger wirken.

Das Cover ist natürlich der Buchvorlage entnommen und zeigt die drei Fragezeichen am Strand in ihren Badehosen, die erschrocken auf das Gesicht eines Zombies schauen. Dieser streckt seinen Kopf mit den langen schwarzen Haaren und den rot leuchtenden Augen aus dem Wasser und funkelt Justus bösartig an, was wie immer im ansehnlichen Comicstil gezeichnet wurde.

Fazit: Das Thema ist ungewöhnlich, aber spannend und kindgerecht umgesetzt. So kommt ein gelungener Gruselfaktor mit in die Handlung, die sie größtenteils kurzweilig und spannend präsentiert. Das Schiffswrack ist zudem ein sehr präsenter Handlungsort, der den Reiz der Folge weiter steigert.

VÖ: 2. Dezember 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 888751318625


Die drei ??? Kids – 53. Geheimnis der Tiere



Erster Eindruck: Die drei ??? Kids als Tiersitter

Onkel Titus bekommt den Auftrag den Besitz des vertorbenen Anthony Sparks auf seinem Wertstoffhandel zu verkaufen. Doch um die vielen Tiere auf dem Hof will sich sein Erbe Simon Sparks nicht kümmern. Deswegen überreden Justus, Peter und Bob Onkel Titus, die Tiere bei sich aufzunehmen, bis sich ein neuer Besitzer gefunden hat. Doch die Tiere scheinen ein Geheimnis zu bergen...

Die drei ??? Kids sind in ihrer Themenwahl sehr frei, was allerdings auch einige male dazu geführt hat, dass die Geschichten ziemlich abgedreht wirken. Folge 43 der Serie ist nun aber wieder sehr bodenständig geraten und beschäftigt sich mit einem rätselhaften Nachlass, der ein recht verzwicktes Geheimnis birgt. Zwar dauert es etwas, bis man beim eigentlichen Fall angekommen ist, das stört aber nicht weiter, da die Zeit bis dahin recht unterhaltsam geraten ist – und mit dem Einbinden der vielen Tiere zudem einige putzige Momente bietet. Im weiteren Verlauf müssen sich Justus, Peter und Bob noch mit einigen esoterischen Themen auseinandersetzen, um dem Geheimnis um das Erbe auf die Spur zu kommen. Auch wenn dieser Sprung anfangs noch etwas merkwürdig anmutet, klärt sich der Zusammenhang schnell auf und wird sinnvoll verknüpft. Das ist trickreich gelungen und hat mir Spaß gemacht, sodass ich der Folge auch die kleinen vorhandenen Längen gern verzeihe. Die ausgelegte Spur zur Auflösung ist nicht allzu offensichtlich, auch das Finale kann überzeugen. Eine runde und gut erzählte Folge der Serie.

Tom Solo ist in der Rolle des Simon Sparks zu hören, er spricht sehr ausdrucksstark und kann den unfreundlichen Charakter damit gut zur Geltung bringen. Auch Petra Konradi macht ihre Sache als Elisabeth Benett sehr gut, sie passt ihren Klang gut an die Atmosphäre der Serie an und sorgt für einige einprägsame Momente. Johannes Steck ist wieder als Erzähler im Einsatz, seine kurzen Passagen gestaltet er unterhaltsam und mit einer angenehmen Grundstimmung. Weitere Sprecher sind Robert Missler, Linus Kraus und Tommi Piper.

Auch akustisch gibt es an dieser Folge nicht viel auszusetzen. Die wenigen eingebauten Musikstücke sind bereits aus einigen vorigen Folgen bekannt und sorgen einerseits für einen Wiedererkennungswert bei den zuhörenden Kindern, andererseits sind diese gut auf die Handlung abgestimmt. Die Geräusche sind vielfältig und glaubhaft, nur die Tiere hätten noch etwas prägnanter in Szene gesetzt werden können.

Klar, dass die putzigen Lebewesen auch auf dem Cover abgebildet sind, dort stimmen sie direkt die kleinen Zuhörer auf die Handlung ein. Schildkröte, Waschbär und Co machen einen niedlichen Eindruck, während Bob dem Papagei mit einem Zettel hinterherjagt. Im Inneren gibt es wieder eine kleine Szene aus dem Hörspiel mit einer weiteren dazu passenden Zeichnung.

Fazit: Schön, wie hier verschiedene Themen miteinander verknüpft werden, deren Sinn sich erst später erschließt. So entsteht trotz kleinerer Längen eine unterhaltsame Folge der Serie, die spannend und nicht zu überdreht daher kommt. Ein Weg, den die Serie weiter verfolgen sollte!

VÖ: 30.September 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 888751318526


Die drei ??? Kids - 52. Mächtige Magier



Erster Eindruck: Zaubertricks ohne Ende

Justus, Peter und Bob werden zu einem Zaubererkongress eingeladen, doch vorher sollen sie noch ein ganz spezielles Rätsel lösen und selbst einen Zaubertrick erlernen. Da ihnen dies ziemlich schnell gelingt, dürfen sie als Belohnung als Assistenten auf der Bühen auftreten und geraten dabei mitten in den Streit zweier Magier, die völlig unterschiedliche Ansichten ihres Berufes haben...

Die Junior-Version von den drei ??? greift immer wieder neue Themen auf, die besonders das männliche Publikum der Zielgruppe ansprechen, von Piraten über Cowboys bis zu Raumfahrern. In der 52. Folge sind es nun Zauberer, und darum wurde eine Geschichte gestrickt, die recht gut in dieses Themengebiet eingebettet ist. Zahlreiche Tricks werden dabei eingebaut, sodass man nicht nur einen vielfältigen Einblick bekommt, sondern auch bei der nächsten Show, die man selbst anschaut, noch genauer hinsieht. Doch leider stolpert die Handlung an einigen Stellen, es gibt zahlreiche Ungereimtheiten und hölzerne Dialoge. Das ist schade, denn so geht das zweite große Rätsel für die drei ???, das gleich aus mehreren Zaubertricks besteht, ziemlich unter, hier hätte mehr Potenzial in der Handlung gesteckt. Doch das recht missglückte Finale mit der völlig wirr erzählten Vorstellung eines verschollenen Tricks zieht auch diesen guten Ansatz weiter nach unten. Gut gefallen hat mir hingegen, dass nicht immer der sympathische Kerl auch gleichzeitig der Gute ist, sondern alles zwei Seiten hat.

Jeffrey Wipprecht ist als Adam zu hören, er spricht den jungen Magier mit viel Inbrunst und Leidenschaft, er kommt frisch und mit viel Energie herüber. Ernst Walter Siemon ist als Harris zu hören, auch er liefert eine gute Leistung ab und verleiht dem grantigen alten Magier eine interessante und ebenso gaubhafte Note. Sven Philipp ergänzt das Ensemble als Matthias gut und liefert eine solide Sprechweise ab. Natürlich sind Jannik Schümann, Yoshij Grimm und David Wittmann wieder mit dabei.

Passend zu der Geschichte wirkt auch die akustische Gestaltung etwas unstimmig. Die Geräusche sind nicht sauber genug eingefügt und sind teilweise zu überzogen, sodass diese unglaubwürdig wirken. Musik ist hier kaum im Einsatz, obwohl die Handlung manchmal etwas mehr Auflockerung vertragen hätte. Der Sound kommt aber wie immer klar und deutlich aus den Boxen.

Der witzige Comic-Stil, der für das Cover verwendet wird, kommt auch hier wieder gut zur Geltung und spricht gerade die jüngere Zielgruppe an. Justus, Peter und Bob sind dabei auf der Zauberbühne zu sehen und erschrecken sich vor der Mumie, die gerade zum Leben erwachen scheint. Auch das Konterfei der drei im schwarzen Rahmen passt wieder gut hierzu.

Fazit: Leider ist die Geschichte ziemlich lahm umgesetzt, das einzige wirkliche Highlight – das Rätsel, das aus mehreren Zaubertricks besteht – kommt darin gar nicht richtig zur Geltung. Zudem ist die Handlung oftmals sperrig umgesetzt und weist viele Ungereimtheiten auf, sodass hier eine eher schwache Folge der Serie vorliegt.

VÖ: 22.Juli 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 888751318427


Die drei ??? Kids – 50. Schatz der Piraten



Erster Eindruck: Filmarbeiten und ein Rätsel

Ein neues Abenteuer wartet auf Justus, Peter und Bob, die Peters Vater zu Filmaufnahmen nach San Francisco begleiten und dort als Komparsen auftreten sollen. Doch bei der entscheidenden Szene geht etwas schief, denn ein Unbekannten torkelt mitten durch das Bild. Die Aufregung ist groß, doch die drei Detektive wittern einige Ungereimtheiten – und stoßen auf einen wertvollen Schatz...

Herzlichen Glückwunsch an die drei ??? Kids. „Schatz der Piraten“ ist nämlich ein rundes Jubiläum, bereits 50 Folgen der Junior-Ausgabe der äußerst bekannten Vorlage sind bereits erschienen. Zum Feiern bleibt den dreien aber keine Zeit, denn sie stecken mitten in einem neuen Fall, der gleich mehrfach die anvisierte jüngere Zielgruppe anspricht. Denn neben den aufregenden Filmaufnahmen inklusive eines recht aufgeblasenen Regisseurs sind Justus, Peter und Bob auf der Suche nach einem echten Piratenschatz und müssen dabei allerlei Hindernisse überwinden. Dabei wird es mal rätselhaft, mal sehr gruselig und mal spannend, sodass ein guter Mix an unterschiedlichen Stimmungen entsteht. Dabei ist verkraftbar, dass sich wieder einige Ungereimtheiten einschleichen, zumal diese den jüngeren Zuschauern nicht wirklich auffallen dürften. Der flüssige Verlauf und ein durchaus überraschendes Finale, bei dem die drei ??? Kids nur durch das Eingreifen von außen gerettet werden können, machen „Schatz der Piraten“ zu einer würdigen Folge für das Jubiläum.

Zwar nicht seit Anfang an, aber doch zumindest den größten Teil der Folgen sind die drei Hauptsprecher mittlerweile zu hören. Jannik Schümann ist als Justus zu hören und lässt ihn wunderbar naseweiß klingen, sein markanter Klang passt wunderbar dazu. Yoshij Grimm ist als Peter Shaw mit dabei, er klingt mal ängstlich, mal durchsetzungsstark und liefert eine überzeugende und authentische Leistung ab. David Wittmann gefällt mir als Bob ebenso gut, er ist mit viel Engagement und Enthusiasmus bei der Sache. Weitere Sprecher dieser Folge sind Felix Würgler, Richard Heinrich und Hubert Burczek.

Akustisch wurde wieder eine saubere und stimmige Umsetzung geschaffen, sodass die einzelnen Szenen immer gut zur Geltung kommen. Das wird insbesondere durch eine passende Geräuschkulisse erzeugt, die die verschieden Situationen gekonnt untermalen. Besonders die gruseligen Szenen werden durch passende Effekte unterstrichen.

Klar, dass die Rahmengestaltung mit dem Konterfei der drei Detektive wieder Anwendung findet, und auch der Sammelrücken wird natürlich weiter fortgeführt. Dass auch dieses Cover samt Höhle und Piratenschiff bestens in die bisherige Galerie passt, zeigt ein mehrfach klappbares Faltblatt, dass alle bisherigen Titelbilder zeigt und den jungen Hörern einige Suchaufgaben stellt.

Fazit: Zwar handelt es sich hier um keine klassische Jubiläumsfolge, dennoch ist diese Folge gut gelungen und erzählt eine flüssige und runde Geschichte, die die Detektive in spannende und unheimliche Szenen führt. Gut gefällt mir wieder das Zusammenspiel der verschiedenen Charaktere, die sehr prägnant in Szene gesetzt wurden.

VÖ: 4.März 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 888430092822


Die drei ??? Kids – 47. Falsche Fußballfreunde



Erster Eindruck:

Die Weltmeisterschaft im Strandfußball lockt nicht nur viele nationale und internationale Spieler an, sondern bietet Justus, Peter und Bob auch die perfekte Ausrede, um nicht den Schrottplatz für Tante Mathilde aufzuräumen. Am Strand angekommen begegnen sie tatsächlich einem ihrer Idole – das sich aber sehr merkwürdig verhält und einen Verdacht bei den Detektiven weckt...

Fußball ist ja nicht gerade der Nationalsport der US-Amerikaner, dennoch drehen sich dem deutschen Markt geschuldet einige Folgen um den hier sehr populären Sport. „Falsche Fußballfreunde“ ist ein weiteres Beispiel hierfür, und auch wenn die Weltmeisterschaft dann doch kein großes Thema ist und eher das Vorfeld behandelt wird, ist der Sport gut eingebunden und immer wieder entscheidend für den Fortlauf der Handlung. Denn nach dem ersten Zusammentreffen mit dem bekannten Fußballer baut sich eine flott erzählte Handlung um ein Verwechslungsspiel auf, bei dem einige wichtige Partien gespielt werden – mit sehr wechselhaften Ausgang. Leider ist die Folge ercht wirr erzählt, der rote Faden kommt dabei nicht so recht zur Geltung. Und auch wenn der jüngeren Zeilgruppe die kleinen Ungereimtheiten nicht auffallen: Es gibt sie. Mit mehr Schwung, einer verkürzten Laufzeit und einem klareren Verlauf hätte „Falsche Fußballfreunde“ sicherlich noch mehr gewonnen.

Hendrik Riehemann nimmt als Toni Manga eine wichtige Rolle in dieser Folge ein, die er souverän und glaubwürdig bestreitet, er kann die Not des Mannes gekonnt darstellen. Steffen Quasebarth ist als Mr. Heines ebenfalls eine gute Wahl, mit Nachdruck und viel Engagement setzt er seine Rolle gekonnt um. Barbara Scheck ist als Mrs. Blomquist dabei, agiert aber leider etwas zu übertrieben und kann so das merkwürdige Verhalten der alten Dame ebenfalls nicht erklären. Weitere Sprecher sind José Rogriguez Melgarejo, Patrick Mölleken und Tobias Diakow.

Akustisch haben Black & Black wieder eine saubere Folge abgeliefert werden, die einerseits das Bedürfnis der jungen Zuhörer nach bekannten Melodien stillt, aber auch auf eine passende Atmosphäre wert legt. So sind die Fußballszenen durchaus dynamisch umgesetzt und können so zusätzliche Spannung erzeugen, während auch die Geräusche sicher und glaubwürdig eingebaut wurden.

Fußabllspielen am Strand, beim hübschen Sonnenuntergang und dem Meer mit leichtem Wellengang – die Szene auf dem Cover könnte idyllisch wirken, wenn die drei ??? nicht erschrocken den Mann in dem Strandhotel bemerken würden, die ängstlich am Fenster steht. Wie seit Beginn der Serie wird natürlich auch hier der hübsche Sammelrücken weiter fortgeführt.

Fazit: Zwar ist das Fußballthema gut eingebunden und nimmt tatsächlich viel Einfluss auf die Handlung statt nur schmückendes Beiwerk zu sein, doch die Geschichte wird leider recht wirr erzählt, sodass viel von der aufgebauten Atmosphäre wieder verloren geht. Eine Straffung der Handlung hätte der Folge sicherlich gut getan.

VÖ: 4.Dezember 2015
Label: Europa
Bestellnummer: 888430092525


Die drei ??? Kids – 46. Jagd auf das Dino-Ei



Erster Eindruck: Eine Insel voller Entdeckungen

Bobs Vater wird von einem neuen Safari-Park eingeladen, noch vor der offiziellen Eröffnung einen Bericht über die artenreiche Insel zu schreiben. Spontan nimmt er auch Bob und seine Freunde Justus und Peter mit, die jedoch schon bei dem heiklen Flug zu der Insel ein merkwürdiges Gefühl beschleicht. Angekommen sind die zwar von der Schönheit der Insel beeindruckt, geraten jedoch auch bald in gefährliche Situationen...

Seit jeher sind gerade Jungs von Dinosauriern fasziniert, und genau dies greift die 46. Folge der drei ??? Kids auf – wobei die urzeitlichen Wesen lange auf sich warten lassen, vielmehr geht es zunächst um eine ungewöhnliche Safari-Insel, wo sich zahlreiche unbekannte Lebewesen angesiedelt haben und die nun vom Forscher Professor Dooley für Touristen zugänglich gemacht wurde. Der Flug dorthin mit dem suspekten Piloten Smitty ist recht unterhaltsam geraten, bremst aber schon früh die Entwicklung der Geschichte, die sich oft einfach zu viel Zeit lässt und so einige zähe Stellen enthält. Allerdings ist die Atmosphäre auf der Insel gut gelungen, die reichhaltige Flora und Fauna gibt einiges zu entdecken her, und auch die aufkommende Bedrohung ist gut dargestellt. Am Ende wird es dann auch wieder ziemlich spannend, die drei ??? müssen sich verstecken, Gefahren abwenden, ihre Pfiffigkeit beweisen und eine Falle zuschnappen lassen. Gerade am Ende wird es für meinen Geschmack aber doch allzu fantastisch und unrealistisch, die Handlung geht wieder eher in Richtung Abenteuer, wirklich ermitteln müssen die Juniordetektive auch hier wieder nicht.

Christian Reimer ist als Pilot Smitty zu hören, er bringt mit seiner witzigen und leicht irren Sprechweise eine sehr gelungene Komponente mit ein und kann in seinen Szenen so für viel Aufregung sorgen. Auch Irina von Bentheim hat mir hier sehr gut gefallen, ihre einprägsame Stimme hat hier einen sehr harten Klang angenommen, sodass sie das Ende noch einmal spannend gestaltet. Thomas Zieler liefert als Professor Dooley eine sehr solide Leistung ab und lässt den Forscher sympathisch wirken. Natürlich dürfen Jannik Schümann, Yoshij Grimm und David Wittmann nicht fehlen.

Auch akustisch wird eine ordentliche Leistung abgeliefert, die sich an dem Konzept der Vorgänger orientiert und nur wenig Musik einsetzt. Die kurzen Melodien zwischen den Szenen dienen nur zur Abtrennung und sind bereits bekannt, sodass sich schnell ein Wiedererkennungswert einstellt. Die Geräusche habe ich als positiv empfunden, die Szenerie auf der artenreichen Insel kommt so gut zur Geltung.

Die Dschungel-Stimmung wird natürlich auch auf dem Cover aufgegriffen, und dabei darf das rätselhafte Ei, welches eine so wichtige Rolle in dem Hörspiel einnimmt, nicht fehlen – man sieht hier sogar schon, dass es aufgebrochen ist. Es gibt hier einiges zu entdecken, und auch Justus, Peter und Bob sind wieder gut in Szene gesetzt worden.

Fazit: Eine weitere Folge der Serie, die eher in Richtung Abenteuer geht als ein Krimi zu sein, ermitteln müssen die drei ??? Kids hier nur marginal. Das Thema ist recht fantastisch, spricht aber die junge Zuhörerschar an und wurde recht unterhaltsam und mit vielen spannenden Momenten umgesetzt, auch wenn es etwas dauert, bis alles in Schwung gekommen ist.

VÖ: 2,Oktober 2015
Label: Europa
Bestellnummer: 888430092426


Die drei ??? Kids – 45. Ein Fall für Superhelden



Erster Eindruck: Zahnschmerzen und eine Werbekampagne

Bei einem gemütlichen Frühstück beißt sich Justus bei seien Cornflakes fast einen Zahn aus. Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass er auf eine goldene Frühstücksflocke gebissen hat – als Preis dafür winkt ein Werbeauftritt als Superheld. Als sich der Juiordetektiv in der Werbeagentur meldet, bekommt er gleich drei Aufträge als Super-Justus, immer begleitet von einer Kamera. Doch auch ein düsterer Widersacher tritt auf den Plan...

Sicherlich sind für ein Kinderhörspiel andere Maßstäbe an Kontinuität und Logik anzusetzen als bei solchen für Erwachsene, schließlich soll hier der Spaß und die Unterhaltung im Vordergrund stehen. Leider wirken einige Elemente der drei ???-Kids Folge mit der Nummer 45 dann doch zu konstruiert und aufgesetzt, was schon recht zu Anfang beginnt – denn scheinbar haben trotz Justus' Alter die Erziehungsberechtigten keinen sonderlich großen Einfluss auf seinen Auftritt als neue Werbefigur. Solche Kleinigkeiten ziehen sich durch die gesamte Handlung und stellen auch die Auflösung des ganzen Hörspiels in Frage, denn die Täter dieser Folge hätten den gewünschten Effekt auch einfacher haben können – ohne goldene Cornflakes. Es wird ziemlich offensichtlich, dass für das Superhelden-Thema ein recht gezwungener Rahmen gewählt wurde, dennoch finden sich auch viele positive Momente. Denn der Handlungsverlauf ist flüssig, trotz der typisch langen Laufzeit der Serie wird hier mit einigen Ausnahmen recht flüssig erzählt, was mit spannenden und mysteriösen Szenen untermalt wurde. Zudem gehen Justus, Peter und Bob ein ungewöhnliches Bündnis ein, um de Ganoven auf die Schliche zu kommen, was gut dargestellt wurde. Insgesamt bleibt ein eher gemischter Eindruck der Folge, denn die Logiklücken und die konstruierte Handlung lässt sich auch durch einige gelungene Szenen leider nicht wegdiskutieren.

Volker Brandt ist als David Jeffers zu hören, seine prägnante Stimme kann die Energie des Chefs der Werbeagentur gut einfangen und an den Hörer weitergeben. Lara Trautmann hat mir als Liza, Jeffers Nichte, gut gefallen, ihre freundliche und sympathische, aber auch etwas aufgedrehte Art passt gut in das Hörspiel. Ralf Spengler überzeichnet seine Rolle als Unternehmer Jason Roberts etwas, kann damit aber eine prägnante Figur schaffen. Weitere Sprecher sind Tommi Piper, Carmen Molinar und Johannes Steck.

In dieser Serie werden einige Musikstücke immer wieder verwendet, um die Szenen besonders dramatisch wirken zu lassen. Dies funktioniert meist recht gut, gelingt hier aber nicht immer passend und stimmig. Hier hätte ruhig etwas mehr Gruselatmosphäre bei den passenden Stellen auftreten können. Die Geräusche sind wie immer sauber und meist glaubhaft eingefügt.

Klar, dass das Superhelden-Thema auch auf dem Cover aufgegriffen wurde. Justus ist dabei in seinem Dress zu sehen, der aus einem blauen Overall und rotem Cape besteht, wie der Aufdruck mit den drei ??? auf seiner Brust erinnert dies stark an die Darstellung von Superman. Mit Federn unter den Schuhen scheint der dem Betrachter entgegen zu fliegen, Bob und Peter sind erstaunt aus der Vogelperspektive auf der Straße zu sehen.

Fazit: Leider wirkt das Superhelden-Thema ziemlich aufgesetzt, die Handlung darum ist deutlich konstruiert worden und enthält zahlreiche Ungereimtheiten. Dagegen sind einige Szenen recht spannend umgesetzt und besitzen durchaus stimmungsvolles Unterhaltungspotenzial. So bleibt ein zwiespältiger Eindruck, zudem ist die Laufzeit wieder etwas zu lang geraten.

VÖ: 10.Juli 2015
Label: Europa
Bestellnummer: 888430092327


 


 


 


Die drei ??? Kids – 41. Insel der Haie



Erster Eindruck: Keine Haie in Sicht

Shark Island, eine kleine Insel vor der Küste, wurde von einem Filmteam aufwändig in eine Kulisse für einen Piratenfilm verwandelt. Peter Vater wurde dazu beauftragt, das Set zu bewachen und hat die drei ??? eingeladen, eine Nacht mit ihm dort zu übernachten. Doch plötzlich ist Mr. Shaw spurlos verschwunden, sodass sich Justus, Peter und Bob auf die Suche nach ihm begeben müssen...

Klar, die drei ??? Kids sind – wie der Name schon andeutet – für Kinder konzipiert, denen die eine oder andere Logiklücke wohl nicht so stark auffällt wie erwachsenen Zuhörern. Besonders deutlich wird dies wohl in der 41. Folge der Serie, in der ein recht fadenscheiniger Grund für eine ungewöhnliche Kulisse gesucht wurde. Leider ziehen sich solcherlei Beispiele durch die komplette Handlung, und so stolpern Justus, Peter und Bob auch zufällig über diesen Fall – nur ist dem Hörer lange nicht klar, dass es sich um einen neuen Fall handelt. Schnell wird dann noch eine künstliche Haiflosse platziert - denn mit Haien hat diese Folge trotz ihres Titels nichts zu tun –, um etwas Dramatik zu schüren, und schon geht es in eine unterseeische Welt, die ebenso konzipiert wirkt die der Rest der Folge. Was da alles zu tage gefördert wird, erfüllt zwar die wildesten Abenteuerphantasien von jungen Zuhörern, ist aber doch genauso abstrus wie das eingebaute Rätsel. Bleibt lediglich zu erwähnen, dass durchaus einige gelungene Einfälle eingebaut sind, die das Filmset und die Special Effects gelungen integrieren, ansonsten hat mich diese Folge doch eher enttäuscht.

Die Folge kommt mit erstaunlich wenigen Sprechern aus, lediglich drei sind neben Jannik Schümann, Yoshij Grimm und David Wittmann in den Hauptrollen im Einsatz. Erzähler Johannes Steck liefert wie immer eine stimmige Leistung ab und kann seine Texte recht dynamisch präsentieren. Oliver Schmitz spricht Peters Vater mit einer sehr konstanten Stimme und kann dabei durchaus glaubhaft wirken. Lutz Mackensy kann mal wieder als Bösewicht der Folge mit einer sehr variablen und passenden Stimme punkten.

Die Atmosphäre ist durchaus stimmig in Szene gesetzt worden und kann die einzelnen Elemente der Handlung gelungen unterstützen. Dabei ist es besonders die bereits bekannte Musik, die auf die dramatischen Stellen hinweist und diese angenehm gestalten kann. Die eingebauten Geräusche, insbesondere in der letzten Szene, lassen das Geschehen lebendiger wirken.

Justus, Peter und Bob sind auf dem Cover bei einem Tauchgang zu beobachten. Inmitten einiger putziger und knallbunter Fische spähen sie durch das Loch in einem versunkenen Schiff auf einen Goldschatz – der in der Handlung allerdings nicht vorkommt. Im Inneren gibt es wie immer einen kleinen Detektivtipp, während der sehr gelungene Sammelrücken um ein weiteres Teil ergänzt wird.

Fazit: Haie kommen in dieser Handlung trotz des Titels nicht wirklich vor, dafür jede Menge merkwürdiger und sehr konstruierter Szenen. Der Hörer weiß erst recht spät, worum es eigentlich geht, sodass auch keine wirkliche Spannung aufgebaut werden kann. Die abenteuerliche Atmosphäre dürfte Jungs im Grundschulalter dennoch gut gefallen.

VÖ: 28.November 2014
Label: Europa
Bestellnummer: 978-3-8032-3290-8


Die drei ??? Kids – 40. Brennendes Eis



Erster Eindruck: Heißer Fall in kalter Umgebung

Justus hat in einem Preisausschreiben gewonnen, sodass er zusammen mit Peter und Bob einige Tage vor der Eröffnung in einer neuen Skihalle verbringen kann. Doch dort ist noch ziemlich viel zu tun, da die Schneekanonen ausgefallen sind und so Schnee aus den nahe gelegenen Bergen herantransportiert werden muss. Doch die merkwürdigen Vorkommnisse häufen sich, sodass die drei Hobbydetektive bald in einem neuen Fall stecken...

Auch in der 40. Folge der drei ??? Kids wurde ein neues Thema aufgegriffen, und um eine Geschichte auch mal im tiefen Schnee spielen zu lassen, wurde sie kurzerhand in die Umgebung einer Skihalle verlegt – und das mit einer durchaus gelungenen Geschichte. Zwar ist durch einen kleinen Hinweis am Anfang der Geschichte „Profi“-Hörspielhörern der Sinn hinter der Geschichte schnell klar, doch für die Zielgruppe ist dies nicht allzu offensichtlich gelegt. So wirkt alles schön rätselhaft und hält einige Überraschungen bereit. Die Geschichte ist zweigeteilt: Zuerst ist den drei ??? nicht klar, warum all die rätselhaften Ereignisse passieren. Ist dies geklärt, geht es noch darum, den Täter dingfest zu machen. Das ist gut zusammengestellt und sehr abwechslungsreich, hat genügend spannende Momente und ein packendes Finale. Dass sich dabei bei genauerer Betrachtung einige unlogische Verknüpfungen ergeben, fällt dabei kaum auf und trübt das Hörvergnügen nicht. Eine gelungene Folge, die die Stärken der Serie ausspielen kann.

Arnold Pichler, der sympathische Betreiber der Skihalle, wird von Markus Sulzbacher mit passendem österreichischem Akzent und sehr freundlicher und warmherziger Ausstrahlung gesprochen. Klaus Dittmann ist mal wieder als Kommissar Reynold gesprochen, der mit seiner markanten Stimme und dem bestimmten Auftreten wieder einen positiven Eindruck hinterlassen kann. Erich Räuker sorgt mit seiner tiefen, etwas rauchigen Stimme für einige unheimliche und spannungsgeladene Momente, die er authentisch und passend umsetzt. Weitere Sprecher sind Ansgar Döbertin, Stephan Müller-Ruppert und Stephan Baumecker.

Die Musikstück, die in dieser Serie eingesetzt werden, wiederholen sich auch hier immer wieder. Besonders die kleine Melodie von wenigen Minuten, die einen Szenenwechsel ankündigt, ist schnell verinnerlicht und sorgt für einen Wiedererkennungswert. Es sind aber insbesondere die vielen Geräusche, die immer wieder eingebaut wurden und für eine passende und glaubwürdige Stimmung sorgen.

Natürlich ist auf dem Cover auch der wichtigste Ort diese Folge dargestellt, die Skihalle von Arnold Pichler, in der Justus, Peter und Bob auf einer Art Surfbrett die Piste hinuntersausen. Das Feuerwerk deutet auf den Folgentitel hin, während die drei Hobbydetektive in dynamischen Posen, aber auch mit ängstlichem Gesichtsausdruck im comichaften Stil dargestellt sind.

Fazit: Der Folgentitel ist passend umgesetzt und bringt einige sehr gelungene Szenen mit sich. Die Geschichte ist gut zusammengestellt und entwickelt eine spannende, für Kinder durchaus gruselige Atmosphäre, die mit einer gelungenen und gar passenden Auflösung gekonnt abgeschlossen wird.

VÖ: 29.August 2014
Label: Europa
Bestellnummer: 886919955927


Die drei ??? Kids – 39. Der verrückte Erfinder



Erster Eindruck: Kuriose Maschinen und ziemlicher Gestank

Der Schrottplatz von Titus Jonas bekommt unerwarteten Besuch von Professor Lindman, einem Erfinder, der auf dem Weg zu einem Wettbewerb ist. Nach einigem Bitten dürfen Justus, Peter und Bob den zerstreuten Mann dorthin begleiten und einige kuriose Erfindungen betrachten, doch schon bald ist Lindman unauffindbar. Bald stecken die Juniordetektive wieder mitten in einem gefährlichen Fall...

Die drei ???-Kids, die Juniorvariante der wohl bekanntesten deutschen Hörspielserie, basiert auf den Buchvorlagen von Ulf Blanck und werden dabei immer ziemlich originalgetreu umgesetzt. Doch was als Buch für Kinder funktionieren mag, lässt sich nicht eins zu eins auf eine Hörspielumsetzung übertragen, und so ist auch die 39. Folge der Serie leider deutlich zu lang geraten. Zu viele Nebenarme tun sich auf, zu langatmig wird erzählt, zu viele für die Handlung unwichtige Details verstopfen den Handlungsverlauf. Dabei ist der Grundsatz kein schlechter, und die Szenen auf der Erfindermesse sind durchaus kurzweilig gelungen – gerade weil die vorgestellten Erfindungen so herrlich absurd sind. Und auch der Hintergrund de Folge ist nicht uninteressant, es geht um den Diebstahl geistigen Eigentums ebenso wie private Differenzen innerhalb eines Forscherteams. Auch sind einige Ansätze in der Handlung gelungen, die Folge geht später doch in eine andere Richtung als gedacht, gegen Ende gibt es einige brenzlige und spannende Szenen. Doch das reicht leider nicht, um die deutlich zu langsame Folge wirklich zum Gelingen zu bringen, sodass „Der verrückte Erfinder“ nicht über das Mittelmaß herausragen kann.

Die Sprecher hinterlassen dagegen einen recht positiven Eindruck und können ihre Charaktere gelungen umsetzen. Im Mittelpunkt steht dabei natürlich Prof. Lindford, der von Bert Stevens gesprochen wird. Dieser lässt den Erfinder fahrig und etwas verwirrt wirken, wiederholt einige Satzteile und kann damit für gute Unterhaltung sorgen. Klaus Dieter Klebsch sorgt mit seiner sehr eindringlichen und ausdrucksstarken Stimme für einen Auftritt von Dr. Ribman, der im Gedächtnis bleibt und gut in die Szenerie passt. Auch Marco Sven Reinbold ist als Colby eine gelungene Wahl und liefert eine solide Leistung ab. Weitere Sprecher dieser Folge sind Raphael Wilczek, Michael Siller und Ingrid Capelle.

Die akustische Untermalung der Handlung ist zwar sauber und geht ohne Schnitzer über die Bühne, wirkt nach fast 40 Folgen aber auch recht eintönig. Immer wieder wird eine sehr kurze Melodie eingespielt, um einen Szenenwechsel zu signalisieren, bei der Hintergrundmusik gibt es ebenfalls sehr wenig Variation. Die Geräusche wurden gut eingefügt, bringen aber auch nicht wirklich Leben in die Handlung.

Eine Szene sticht aus der Handlung deutlich hervor und bringt gerade den jüngeren Zuhörern eine Menge Spaß – und eben diese Szene ist auch auf dem Cover zu sehen. Justus, Peter und Bob sitzen darauf in einer Mischung aus Konzentration und Erstaunen in einem kreisrunden Fluggerät, das mit vielen Knöpfen und Geräten sowie einem Anker und einer Ballhupe eine gekonnte Mischung aus modern und altmodisch darstellt – genauso, wie man sich die Erfindung eines verrückten Professors vorstellt.

Fazit: Hier sind einige gelungene Grundgedanken, ein bisher nicht angesprochenes Verbrechen und eine Hand voll spannender Szenen vereint, die aber deutlich zu sehr in die Länge gezogen wurden und so kaum Spannung zulassen. So wirkt das Ganze etwas spröde und kann zwar Fans der Serie überzeugen, hinterlässt bei anderen aber einen fahlen Nachgeschmack. Eine deutliche Straffung und Kürzung hätte zu einem besseren Hörspiel führen können.

VÖ: 2.Mai 2014
Label: Europa
Bestellnummer: 886919955828


Die drei ??? Kids – 38. Stunde der Wahrheit



Erster Eindruck: Sammelwut für Konservendosen

Onkel Titus hat den Nachlass eines Zeitungsverlegers aufgekauft. Als Tante Mathilda die unzähligen Konservendosen entdeckt, ist sie alles andere als begeistert, denn sie glaubt nicht, dass diese verkauft werden könnte. Doch schon kurze Zeit später taucht ein Mann auf, der tatsächlich Interesse an leeren Dosen hat. Justus, Peter und Bob ist die Sache nicht ganz geheuer und stellen den Besucher auf die Probe…

Immer wieder gibt es auch bei den drei ??? Kids Folgen, in denen mysteriöse Elemente ihren Platz finden oder futuristische Erfindungen die Grundidee bestimmen. Doch in der 38. Folge der Serie geht alles mit rechten Dingen zu, und dennoch (oder gerade deshalb?) hat die Geschichte genügend Pepp, um die gute Stunde Laufzeit zu unterhalten. Denn schon sehr kurz nach dem Beginn wird die Handlung in Schwung gebracht, und die ersten Verdachtsmomente kommen auf – nicht nur, weil es merkwürdig ist, dass schon kurz nach dem Kauf von Titus Interesse an den Büchsen besteht, sondern auch, weil sich der Interessent ziemlich merkwürdig verhält. Nach dieser Begegnung machen sich die Juniordetektive an die Nachforschungen und lernen die Umstände des Vermächtnisses kennen. Für geübte Krimihörer ist daraufhin zwar schnell klar, wer der Täter ist und bekommt eine Ahnung, worum es ihm eigentlich geht, für Kinder (und das ist schließlich die eigentliche Zielgruppe der Serie) dürften aber durchaus einige Überraschungen dabei sein. Es wird dann auch ziemlich spannend und dynamisch, wie sich alles entwickelt, zumal der Gauner auf ziemlich unterhaltsame Weise und mit Pfiff überführt wird. Eine durchaus gelungene Folge der Serie, deren glaubwürdiger Ausdruck ein Vorteil gegenüber anderen Episoden ist.

Margot Rothweiler ist als Witwe des verstorbenen Mannes zu hören und kann in einer durchaus anrührenden Rede und dem nachfolgenden Dialog eine gekonnte Vorstellung abliefern. Ihr Sekretär Johnson wird von Lutz Riedel gesprochen, der der Figur genügend Nachdruck verleihen kann und die unterschiedlichen Situationen gekonnt meistert. Johannes Steck macht seine Arbeit als Erzähler wieder sehr gut und kann seine Passagen kurzweilig gestalten. Natürlich sind auch Jannik Schümann, Yoshij Grimm und David Wittmann wieder zu hören.

Akustisch wird auf den bewährten Mix gesetzt, der auch schon in den früheren Folgen gut funktioniert hat. Die eingesetzten Melodien, die vorrangig während der Szenenübergänge zu hören sind, sind zwar schon bekannt, schaffen aber so eine einheitliche Linie und einen Wiedererkennungswert. Geräusche sind passend und realistisch eingefügt und können zusätzliche Stimmung schaffen.

Natürlich sind auf dem Cover die drei Detektive Justus, Peter und Bob zu sehen, der Zeichenstil ist witzig, comichaft und kindgerecht. Inmitten eines großen Berges aus Konservendosen stehen die drei und schauen erstaunt auf eine Dose, aus deren Inneren es rot herausleuchtet. Der erstaunte Gesichtsausdruck der drei spiegelt völlige Überraschung wieder. Die restliche Gestaltung hat sich nicht geändert, im Inneren gibt es wieder einen kleinen Detektivtrick mit Bezug zu der Folge.

Fazit: Die drei ??? Kids können hier mit einer gut erzählten und dynamischen Geschichte überzeugen, die einen interessanten Ansatz zur Grundlage hat und ohne große Brimborium auskommt. Die gradlinig erzählte Handlung mit kleineren spannenden Höhepunkten sorgt für genügend Abwechslung und eine hörenswerte Auflösung.

VÖ: 28.Februar 2014
Label: Europa
Bestellnummer: 978-3-8032-3247-2


Die drei ??? Kids – Der Weihnachtsdieb



Erster Eindruck: Suche nach Geschenken

Ganz Rocky Beach ist in Weihnachtsstimmung. Es gibt einen kleinen Weihnachtsmarkt, Justus sucht noch nach dem passenden Geschenk für Tante Mathilda und Porter hat einen Weihnachtsmann engagiert, dem man seine Wünsche verraten kann, damit er dann diese Geschenke bringt. Doch kurz vor der Bescherung gibt es eine böse Überraschung: Alle Pakete aus Rocky Beach wurden gestohlen. Klar, dass Justus, Peter und Bob sofort mit den Ermittlungen beginnen…

Es weihnachtet kräftig in Rocky Beach, ein Jahr nach dem hörspielerischen Adventskalender der drei ??? Kids gibt es nun mit „Der Weihnachtsdieb“ eine Sonderfolge, die sich ganz um die schönste Zeit des Jahres dreht und das Fest der Liebe zum Hauptthema hat. Der Einstieg ist dabei recht beschaulich gelungen, die Handlung kommt nur langsam in Gang. Es ist zwar possierlich zu hören, wie Justus nach dem perfekten Geschenk sucht und wie Skinny Norris den Weihnachtsmann ärgert, doch so lange wie hier hätte die Geschichte wirklich nicht vor sich hindümpeln müssen. Und auch im späteren Verlauf gibt es nur wenige spannende Stellen, zumal man sofort durchschaut, wer der Täter ist und wie er es angestellt hat. Auch die Überführung des Täters geht zu einfach und unaufgeregt von statten. Dass am Ende gezeigt wird, was hinter der bösen Tat steckt und dass der Versuch unternommen wird, alles wieder gut zu machen, ist dann gut geschildert und bringt noch einmal eine ganz andere Note mit ein. Und am Ende wird dann noch viel fröhlich-weihnachtliche Stimmung verbreitet – inklusive eines ganz besonderen Gastes. Leider ist die Handlung dann doch recht zäh und mit fast 80 Minuten deutlich zu lang geraten, deswegen konnte mich diese Folge trotz des ansprechenden Themas nicht so recht überzeugen.

Jürgen Thormann ist in dieser Folge als Weihnachtsdieb zu hören und macht seine Sache mal wieder richtig gut. Seine ganz spezielle, leicht kratzige Stimme lässt er mal sehr gutmütig und freundlich klingen, dann wieder boshaft und sich leicht überschlagend. Nur gegen Ende lässt er sich hinreißen und legt ein wenig zu viel Emotion in seine Stimme. Tim Kreuer ist mal wieder als unsympathischer und gemeiner Skinny Norris zu hören, hier lässt er sich völlig gehen und steigert sich gut in die Rolle hinein. Ingrid Capelle lässt ihren mütterlichen Charme wieder als Mathilda spielen und sorgt gerade in der letzten Szene für weihnachtliche Stimmung. Weitere Sprecher sind Achim Schülke, Johannes Steck und Tommi Piper.

Natürlich ist die Serie vorrangig für Kinder im Grundschulalter gedacht, und auch die akustische Gestaltung ist auf deren Bedürfnisse zugeschnitten. Das bedeutet viele, passende Geräusche, die die Dialoge untermalen und einige Handlungen so leichter verständlich machen. Die Musik ist wieder gut eingefügt, wobei ich mit an einigen Stellen etwas weihnachtlichere Melodien vorgestellt hätte.

Natürlich greift das Cover das festliche Thema auf. Ein riesiger Weihnachtsbaum, mit Kerzen, Glocken und Sternen geschmückt, ziert den Hintergrund, der Boden ist schneebedeckt und wird von Bob gerade auf Fußspuren untersucht, während Justus ein leeren, aus gerissenes Geschenkpäckchen in den Händen hält und recht bedröppelt dreinschaut. Der comichafte Stil spricht vor allem die jüngere Zielgruppe an.

Fazit: Die Weihnachtsfolge der drei ??? will nicht so richtig in Schwung kommen, was auch daran liegt, dass schnell alle Fakten klar sind und so keine Spannung erzeugt wird. Dafür wird am Ende Verständnis füreinander und die Wiedergutmachung schlechter Taten eingebunden, was sehr passend ist. Eine eher durchwachsene Folge der Serie.

VÖ: 22.November 2013
Label: Europa
Bestellnummer: 888837979429


Die drei ??? Kids – 36. Mission Mars



Erster Eindruck: Aufbruch zu den Sternen

Bud Norris, der Vater von Skinny, baut seine komplette Bar um und will daraus eine Mars-Erlebnis-Welt machen. Anfangs ist die Sache streng geheim, doch schnell kommen Justus, Peter und Bob einer unglaublichen Sache auf die Spur: In Norris‘ Bar sollen exklusiv die erste Marslandung übertragen werden. Doch warum will ein schmieriger Geschäftsmann so viel Schrott vom Wertstoffhandel Jonas kaufen?

Skinny Norris hat in der Kulthörspielserie „Die drei ???“ nur einige wenige, aber dafür umso besser platzierte Auftritte. Der Erzfeind der drei Detektive, der später durch Kunstraub für Aufsehen sorgt, bekommt in der Junior-Ausgabe der Reihe unter dem naheliegenden Titel „Die drei ??? Kids“ momentan eine recht große Rolle zugeteilt. Der fiese Jugendliche sorgt zwar für viel Trubel und ist ein gut eingebauter Rivale, aber es geht auch viel von der mysteriösen Stimmung der Figur verloren. Ansonsten kann sich die 36. Folge der Serie wirklich hören lassen und ist gerade für die Zielgruppe gut erzählt. Das Thema Weltraum wird hier durchaus sinnvoll eingebaut, auch wenn die Gutgläubigkeit der Bewohner von Rocky Beach am Ende doch etwas zu stark ausgeprägt scheint. Durch verschiedene Stationen und mit einigen kleinen Wendungen kommen die drei ??? einem geschickten Betrug auf die Schliche, das sich für den Hörer schon recht früh erahnen lässt. Mit Witz und Charme wird hier erzählt, besonders die Auflösung des Ganzen macht Spaß und sorgt für Schmunzeln. Und zugleich wird die Macht der Medien gut aufbereitet und die Gefahren kindgerecht aufbereitet. Eine hübsche Folge, die mir recht gut gefallen hat.

Tobias Brecklinghaus spricht Bud Norris und steht seinem Sohn Skinny dabei in keiner Weise in Sachen Derbheit und Unfreundlichkeit nach. Auch wenn der Charakter dazu neigt, etwas überzeichnet zu wirken, kann Brecklinghaus diesen immer authentisch herüberbringen. Thomas Arnold spricht Spout und kann sich sehr gut in die Stimmung der Serie hineinfinden, er spricht sehr prägnant und klar. Elga Schütz hat als leicht hysterische Haushälterin einen einprägsamen und sehr energiegeladenen Ausdruck. Weitere Sprecher sind Tim Kreuer, Oliver Krietsch-Matzura und Christian Becken.

Neben der Vereinfachung der Geschichten und der etwas harmloseren Gestaltung der Verbrechen ist auch die akustische Gestaltung der Hörspiele einfacher und überschaubarer gehalten. Die Musik hält sich insgesamt im Hintergrund und wird nur manchmal bei Szenenübergängen eingesetzt. Die Geräusche sind stimmig eingefügt und sehr eindeutig. Nur wenn die Menge im Hintergrund laut applaudiert, aber von einem leisen Raunen die Rede ist, passt das Ganze nicht so gut zusammen.

Klar, dass bei dem Weltraumthema auch ein passendes Titelbild gewählt wurde. Justus, Peter und Bob stehen in voller Raumfahrermontur auf dem Mars mit seinem roten Untergrund, während der tiefdunkle Himmel von Sternen und der hell strahlenden Erde geziert wird – und das obligatorische Raumschiff darf natürlich nicht fehlen. Der comichafte Stil lässt das Bild gut wirken und ist besonders für Kinder ansprechend.

Fazit: Auch wenn hier zwei oder drei Stolpersteine vorhanden sind, die sich nicht ganz stimmig einfügen, ist insgesamt eine ansprechende und kurzweilige Folge entstanden, die besonders für die anvisierte Zielgruppe interessant sein dürfte. Das interessante Thema ist mit einer gut erzählten Handlung und viel Witz angereichert worden. Besonders die Auflösung kann dabei punkten.

VÖ: 29.November 2013
Label: Europa
Bestellnummer: 886919956023


Die drei ??? Kids – 35. Im wilden Westen



Erster Eindruck: Rocky-Beach braucht einen Saloon!

Eine aufwändige Filmproduktion verspricht jede Menge Geld und Touristen nach Rocky Beach zu bringen. Dafür muss sich allerdings die kleine Küstenstadt in eine echte Wild-West-Kulisse verwandeln, samt Saloon, Pferdetränken und Cowboys. Doch auch andere Städte kommen für das Filmteam in Frage, und so entsteht ein Wettstreit, wer die schönere Westernstadt auf die Beine stellen kann. Justus, Peter und Bob mischen natürlich kräftig mit…

Die drei ??? Kids, die Junior-Variante der wohl bekanntesten und beliebtesten Hörspielserie in Deutschland, haben immer wieder andere Themenwelten als Hintergrund und halten so das Interesse besonders bei den jüngeren Zuhörern hoch. Folge 35 der Serie beschäftigt sich mit dem wohl immer aktuellen Thema Wilder Westen, die Faszination für Cowboys scheint ungebrochen. Die erzählte Handlung bietet hier zwar wenig Kriminalistisches, da die Übeltäter von Anfang an klar scheinen, dafür aber eine Abenteuergeschichte mit vielen Nebenschauplätzen und einer temporeichen Geschichtsführung. Die jüngeren Zuhörer verlieren sich schnell in der Handlung, ältere Kinder und Erwachsene dürften aber ob des Hintergrundes der Geschichte verwundert sein – dass eine Filmfirma auf diese Art einen Schauplatz aussucht ist doch eher merkwürdig. Und auch ansonsten können nicht alle Details der Geschichte sofort punkten, einige wirkt nicht ganz stimmig. Doch die Serie zielt nun einmal vorrangig auf Grundschulkinder ab, und die dürften mit der temporeichen Handlung und dem interessanten Thema schnell warm werden.

Tim Kreuer spricht in der Kids-Variante der drei ??? ihren Erzfeind Skinny Norris, und das mit ausgeprägtem Selbstbewusstsein, unsympathischem Auftreten und immer einem leichten Quäken in der Stimme, sodass er für genügend Aufmerksamkeit sorgt. Sein Vater wird nicht minder unsympathisch von Tobias Brecklinghaus gesprochen, der mit seiner derben Art seine Figur glaubhaft und eingängig darstellt. Tommi Piper ist mal wieder als Porter zu hören, seine markante Stimme ist auch hier wieder gut platziert. Weitere Sprecher sind Sabine König, Detlef Tams und Klaus Dittmann.

Wie immer professionell ist die akustische Untermalung des Hörspiels geworden. Nach dem flotten Mitsing-Titelsong sind es insbesondere kleinere Melodien, die schon aus früheren Folgen bekannt sind und für die notwendige Stimmung sorgen. An Geräuschen wird hier ebenfalls nicht gespart, sodass eine lebendige und abwechslungsreiche Atmosphäre generiert wird. Noch besser wäre es gewesen, wenn man auch musikalisch das Wild-West-Thema stärker aufgegriffen hätte.

Auf dem Cover, das im witzigen Cartoon-Stil gezeichnet wurde und wie der große Bruder einen schwarzen Rahmen um das Motiv erhalten hat, sind Justus, Peter und Bob in voller Cowboy-Montur zu sehen – nur dass Bob eine Wasserpistole statt eines richtigen Colts in den Händen hält. Im Hintergrund ist schon die Westernstadt zu sehen, sogar die Statue von Fred Fireman hat einen Cowboyhut spendiert bekommen.

Fazit: Das Thema Wilder Westen wird hier gelungen umgesetzt und ist besonders für jüngere Zuhörer ein großer Spaß. Während Erwachsene über die merkwürdige Grundsituation stolpern, fiebert diese nämlich wegen der kurzweiligen Story schnell mit und freuen sich an Cowboys, Saloons und Sherifs.

VÖ: 4.Oktober 2013
Label: Europa
Bestellnummer: 978-3-8032-3244-1


Die drei ??? Kids – 34. Falsches Gold



Erster Eindruck: Eine defekte Waschmaschine als Ausgangspunkt

Mathildas Waschmaschine läuft aus und muss durch eine neue ersetzt werden. Gut, dass die Tante von Justus an die Goldmünzen denkt, die sie mal als Notreserve zurückgelegt hat. Die drei ??? machen sich zusammen mit Onkel Titus auf, um die Stücke zu verkaufen, und besuchen zuerst einen alten Handelspartner. Von dessen Sohn erhalten sie einen ordentlichen Preis, doch danach verhält dieser sich äußerst merkwürdig…

Zugegeben, mit einigen der letzten Folgen der drei Fragezeichen Kids bin ich ziemlich hart ins Gericht gegangen. Die 34. Episode der Serie kann aber die meisten der Schwächen ausbügeln und eine spannende und kurzweilige Handlung präsentieren. Die Introszene mit der defekten Waschmaschine lässt das typische Flair von Justus‘ Familie aufkommen und ermöglicht einen guten Einstieg in die Handlung. Diese nimmt nach dem Besuch bei dem Münzhändler recht schnell an Fahrt auf, immer mehr Fakten zum Thema werden eingebaut und lassen den Hörer tiefer in das Konstrukt der Folge eindringen. Dabei lernt man noch einiges über das Prägen von Münzen und auch deren Fälschungen. Dabei ist neben Bobs Fachwissen und Recherche noch einiges an klassischer Ermittlungsarbeit gefragt, Verhöre von Zeugen und das Beobachten von Verdächtigen nehmen hier die meiste Zeit ein. „Der Adler darf nie wieder fliegen“ ist ein Credo, ein Rätsel, das Justus, Peter und Bob durch die Handlung begleitet und eine geheimnisvolle Stimmung mit einbringt. Natürlich ist das Ganze nicht so komplex angelegt wie Geschichten für Erwachsene oder Jugendliche, und auch einige Spuren werden recht offensichtlich gelegt, sodass aufmerksamen Zuhörern der Täter schnell klar sein dürfte. Aber eine kurzweilige Handlung, die Skrupellosigkeit des Verbrechers und besonders eine mysteriöse und sehr gut erzählte Schlusssequenz am Meer formen eine gelungene Folge der Serie.

Michael Grimm ist in dieser Folge als Edward Augustus zu hören, den alten und freundlichen Münzhändler kann er mit viel Freundlichkeit und Wärme in der Stimme darstellen, im Laufe der Zeit steigert er sich immer weiter und kann auch in den dramatischen Schlussszenen glaubhaft wirken. Robert Glatzeder spricht seinen Neffen George mit deutlich härterer und kälterer Stimme, um ihn ranken sich einige Geheimnisse, die er gut in Szene zu setzen weiß. Erzähler Johannes Steck kann seine Parts wieder kurzweilig und mit einer passenden Stimmung umsetzen. Natürlich sind auch Jannik Schümann, Yoshij Grimm und David Wittmann wieder mit dabei.

Die Umsetzung dieser Folg eist wieder auf demselben Qualitätsstandart wie die vorigen Folgen. Das bedeutet, dass immer wieder einige hübsche Melodien eingespielt werden, die schon aus vorigen Folgen bekannt sind, aber nicht immer unbedingt zu der jeweiligen Atmosphäre passen. Die Geräusche sind gut eingepasst und können die jeweiligen Handlungen gut und glaubwürdig unterstützen.

Das Cover zu der Folge spielt in der Münzwerkstatt von Edward Augustus und kann mit einigen passenden Elementen überzeugen. Während Justus eine glänzende Goldmünze prüfend ins Licht hält, untersuchen seine beiden Mitdetektive Peter und Bob die restliche Einrichtung. Die restliche Aufmachung ist wie immer etwas überfrachtet, kann aber ein kleines Foto von Autor Boris Pfeiffer, eine Trackliste und einen kleinen Detektivtipp bereithalten.

Fazit: Die Folge entwickelt sich zwar gerade zu Anfang relativ langsam, enthält dafür aber zahlreiche gelungene Details und eine spannende Handlung, die sich immer weiter zu steigern weiß. Besonders der sehr gelungene Schlusspunkt kann mit seiner geheimnisvollen Stimmung überzeugen.

VÖ: 30.August 2013
Label: Europa
Bestellnummer: 978-3-8032-3243


Die drei ??? Kids – 33. Nacht im Kerker



Erster Eindruck: Reynolds unter Verdacht

Der Juwelierladen in Rocky Beach steht in Flammen. Doch nachdem Kommissar Reynolds den Besitzer, Mister Pendelton, gerettet hat, wird bei ihm ein wertvolles Schmuckstück gefunden und muss sich den Diebstahlvorwürfen stellen. Doch die Beweislage scheint eindeutig, und so wird der Kommissar ins Gefängnis gesteckt. Justus, Peter und Bob sind allerdings von seiner Unschuld überzeugt und wollen ihm helfen…

Tante Mathildas Kirschkuchen, Giovannis Eisdiele, Porters Laden – die Serie „Die drei ??? Kids“ von Europa spielt mit vielen wiederkehrenden Elementen und bietet somit immer wieder vertraute Situationen und einen Wiedererkennungswert, der gerade für die jüngeren Zuhörer wichtig ist und zudem viel Spaß bereitet. Auch in der 33. Folge der Serie kommt dies alles wieder vor, viel interessanter ist jedoch, dass hier eine bekannte Figur unter Verdacht steht, den Juwelenraub begangen zu haben. Die Bemühungen, dem befreundeten Kommissar zu helfen, stehen im Mittelpunkt, die Juniordetektive müssen sich so einiges einfallen lassen und einige brenzlige Situationen überstehen, bis dies geschafft und der eigentliche Täter entlarvt ist. Das hat durchaus seine spannenden Szenen und wird in kindgerechtem Tempo erzählt, für zuhörende Erwachsene läuft jedoch wieder alles zu gemächlich ab, zahlreiche Szenen hätten für meinen Geschmack gekürzt werden können. Ähnlich verhält es sich mit der Vorhersehbarkeit: Kinder dürften miträtseln können, was hinter allem steckt, für geübte Hörspielhörer sind die Grundzüge schon nach wenigen Szenen bekannt, dann geht es nur noch um Detailfragen. Gut gefällt mir, wie sehr die drei Juniordetektive in den Fall hereingezogen werden, sogar – wie der Folgentitel schon verrät – eine „Nacht im Kerker“ verbringen müssen. Für die anvisierte Zielgruppe sicherlich eine weitere professionell produzierte Folge, die mit Kommissar Reynolds als Verdächtigen einen gelungenen Aufhänger hat.

Wie immer bei den drei ??? Kids wird Kommissar Reynolds von Klaus Dittmann gesprochen, der diese Rolle immer noch mit viel Engagement und Gespür für das richtige Timing umgesetzt hat. Andre Beyer ist als Juwelier Pendelton eine gute Wahl und kann den unsympathischen Mann von Anfang an ein wenig zwielichtig erscheinen lassen. So schafft er einen guten Gegenpol zu den beliebten Hauptfiguren, dem Kinder gleich gut einordnen können. Robert Missler bereitet auch hier als Eisverkäufer Giovanni viel Freude, sein witziger italienischer Akzent und seine fröhliche Art kommen auch hier gut an. Weitere Sprecher sind Florian Walter, Robert Steudtner und Timo Piper.

Im Großen und Ganzen ist diese Folge gut produziert und bietet dem Hörer eine abwechslungsreiche Klangkulisse, die jedoch immer von den Dialogen dominiert wird, auf diese wird besonderer Wert gelegt. Zahlreiche bekannte Melodien verstärken den Wiedererkennungswert der Serie und gestalten die Szenen lebendiger. Auch die Geräusche sind gut eingebaut und vermitteln die passende Stimmung zu den jeweiligen Handlungen.

Klar, wenn die drei ??? in einer Folge schon im Gefängnis sitzen, muss dieses Motiv auch auf das Cover. Und so sind die drei Juniordetektive (Bob sogar in Handschellen) hinter Gitterstäben zu sehen, während Peter gerade versucht, das Vorhängeschloss mit einem Dietrich zu knacken. Das Fenster im Hintergrund lässt den nächtlichen Himmel samt Vollmond durchscheinen. Ein durchaus hübsches und ansehnliches Titelbild.

Fazit: In kindgerechtem Tempo wird hier eine Geschichte erzählt, die mit der Verhaftung Reynolds gleich zu Beginn einen interessanten Aufhänger benutzt und diesen gut auskostet.

VÖ: 10.Mai 2013
Label: Europa
Bestellnummer: 978-3-8032-3242-7


Die drei ??? Kids – 31. Rückkehr der Dinosaurier



Erster Eindruck: Urzeitwesen mitten in Rocky Beach?

Bei einem Stadtfest beobachten Justus, Peter und Bob eine merkwürdige Szene: An einem Stand einer Ölfirma ist angeblich ein echter Dinosaurierknochen aufgetaucht, der von einem Wissenschaftler entwendet wird. Bei einer Besichtigung des Firmengeländes sind die drei dabei, als ein Dinosaurierfriedhof entdeckt wird. Und noch mehr Funde der Urzeitwesen tauchen auf…

Dinosaurier sind ein beliebtes Thema gerade bei heranwachsenden Jungen. Und gerade das ist auch die primäre Zielgruppe des Ablegers der berühmtesten Juniordetektivserie Deutschlands: Die drei ??? Kids. Grund genug also, die Urzeitwesen in einen der Fälle einzubauen – keine schlechte Idee, wenn denn die Umsetzung stimmig wäre. Leider hat mir die Geschichte nicht zugesagt, zu vorhersehbar die Handlung. Ausgelegte Finten wurden gleich von Justus wieder negiert, was viel von der Spannung nimmt und deren Wirkung verpuffen lässt. Zudem ist die Idee der beweglichen Urzeitmonster doch sehr weit hergeholt und unlogisch, derart aufwändige Puppen wären sicherlich viel teurer, als die Hintermänner des Verbrechens hätten aufbringen können. Dennoch sind einige starke Szenen zu verzeichnen, die von Spannung zeugen und unterhaltsame Momente erzeugen. Auch der Witz kommt nicht zu kurz, und die Handlung ist mit etwa einer Stunde Laufzeit genau richtig geraten – so kommt kein Leerlauf auf und die einzelnen Parts können sich trotzdem gut entfalten. Dennoch sind zu viele störende Elemente vorhanden, als dass ich diese Folge als gelungen bezeichnet könnte.

Holger Fuchs ist hier als Professor Herbert zu hören, er kann seinen Charakter durchaus gelungen darstellen und kann glaubhaft und flüssig seinen Text vortragen. Als John Cheat, dessen Name hier durchaus als Programm gewertet werden kann, ist Martin Schäfer mit dabei, auch er kann mit leicht undurchsichtiger Art eine solide Leistung vollbringen. Als Mister Andrews, der Vater von Bob, ist Ole Jacobson zu hören, seine markante Stimme passt auch hier wieder gut in die Stimmung der Folge. Weitere Sprecher sind Bodo Henkel, Michael Krüger und Klaus Dittmann.

Die akustische Umsetzung ist auf dem gleichen Niveau wie immer, sodass hier ein runder Eindruck entsteht, Musik und Geräusche passen gut zur Handlung und können diese passend untermalen. Während der Szenenübergänge und während besonders dramatischer Szenen sind kleine Melodien zu hören, während ansonsten vielfältige und passende Geräusche die Handlungen deutlicher werden lassen.

Natürlich dürfen auch auf dem Cover die urzeitlichen Wesen nicht fehlen, hier ist ein Motiv zu sehen, das mitten aus dem Hörspiel stammt: Die jungen drei Fragezeichen werden von einem Flugsaurier verfolgt, die Ölfördertürme im Hintergrund bei wolkenverhangenem Mond sind ein stimmungsvoller Hintergrund. Die restliche Gestaltung hat sich nicht verändert, kleine Zeichnungen lockern den Look deutlich auf. Auch der kleine Sammelrücken wird hier fortgesetzt.

Fazit: Die Länge ist so sehr gut, der Witz der Folge kommt auch gut zur Geltung, leider ist das Thema sehr unglaubwürdig, der Verlauf vorhersehbar, sodass mir diese Folge nicht zusagen konnte.

VÖ: 25.Januar 2013
Label: Europa
Bestellnummer: 886919955125


Die drei ??? Kids – 30. Im Geisterschiff



Erster Eindruck: Schatzsuche unter Wasser

In Rocky Beach tobt ein ungewöhnlich heftiger Sturm, und die drei ??? wollen am Strand einen Drachen steigen lassen. Doch da dieser nach wenigen Minuten kaputt geht, entdecken sie am Strand etwas Merkwürdiges: Ein Schiff scheint vor der Küste untergegangen zu sein, und das vor mehr als 100 Jahren. Sie wittern ein Geheimnis und treffen auf ein Forscherduo, das sich ebenfalls für das Schiff interessiert...

Fast 80 Minuten dauert die 30. Folge der drei ??? Kids – für ein Hörspiel, das sich vorrangig an Kinder widmet, schon eine recht lange Zeit. Und beim Hören der CD ist schnell festzustellen, dass eine Kürzung gut machbar gewesen wäre. Denn viele Szenen dienen scheinbar nur als Füllmaterial und bieten kaum relevante Informationen, und auch in Sachen Stimmung und Atmosphäre sind diese nicht herausragend. Zu viele Schlenker verlangsamen die Dynamik und den Storyverlauf deutlich, und auch die Geschichte ist nicht so stark wie andere Folgen der Serie. Lange Zeit dümpelt die Handlung vor sich hin, Spannung kommt bei der Entdeckung des gesunkenen Schiffs nicht auf. Und auch beim weiteren Verlauf werden zwar immer neue Informationen hinzugefügt, diese sind aber nicht aufregend oder mitreißend – wie das Schiff nun genau hieß und warum ist nur mäßig spannend. Das Gruselthema, das mit dem Titel „Im Geisterschiff“ versprochen wird, wird nur sehr am Rande behandelt und kommen dort so plötzlich, dass sie gar nicht richtig wirken können. Hinzu kommt, dass Mathilda ganz plötzlich einer Sinneswandlung unterliegt,und auch das selbstgebaute Amphibienfahrzeug ist nicht gerade glaubwürdig. Das Ende ist dann ebenfalls eher unglaubwürdig, da ein Charakter eine sehr starke Wandlung durchmacht. Leider konnte mich diese Folge gar nicht überzeugen, zu langatmig der Verlauf und zu unaufregend die Geschichte.

Mareike Fell ist in der Rolle der jungen Forscherin Julia Jenkins zu hören und klingt dabei sehr sympathisch und frisch, kann ihre Rolle mit einigen Eigenheiten ausstatten, die durchaus glaubwürdig klingt. Ihr zur Seite steht Patrick Bach als Leon Murdock, der zwar anfangs einen guten Job macht, am Ende aber eine deutliche Tendenz zur Übertreibung hat. Ingrid Capelle hat sich als Tante Mathilda bewährt und kann auch in dieser Folge voll überzeugen. Weitere Sprecher sind Holger Löwenberg, Klaus Dittmann und Johannes Steck.

In Sachen Akustik präsentiert sich diese Folge auf dem gleichen Stand wie ihre Vorgänger, und das bedeutet insbesondere eine vielfältige und glaubwürdige Geräuschkulisse, die die einzelnen Szenen plastischer und vielfältiger wirken lassen. Doch auch die Musik trägt ihren Teil zur gelungenen Atmosphäre bei, die gut auf die anvisierte Zielgruppe zugeschnitten ist.

Natürlich ist das Coverdesign an den „großen Bruder“ angelehnt, und das bedeutet einen dicken schwarzen Rahmen um das eigentlich Motiv, das hier aber mit dem Konterfei der drei Juniordetektive geziert wird. Das Motiv zeigt die Justus, Peter und Bob beim Schatztauchen am Schiff, natürlich etwas reißerisch inszeniert mit Skelett und funkelndem Schmuck – was zu dick aufgetragen wirkt.

Fazit: Zu langatmig, eine zu uninteressante Geschichte, zu viele merkwürdige Stolpersteine. Hat mir leider nicht wirklich gefallen.

VÖ: 30.November 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 978-3-8032-3239-7


Die drei ??? Kids – 29. Monsterpilze



Erster Eindruck: Ein verrückter Professor?

Justus entdeckt in seinem Garten eine riesige Kirsche, doch keiner will ihm glauben. Tatsächlich ist kurze Zeit später die Frucht wieder auf Normalgröße geschrumpft. Doch immer mehr Dinge scheinen sich plötzlich in Übergröße auszudehnen, und die drei ??? beginnen mit ihren Recherchen. Der unsympathische Reporter Larry Blix funkt ihnen aber immer wieder dazwischen…

Hat sich die Juniordetektivserie „Die drei ??? Kids“ nach anfänglichen Schwächen zu zahlreichen guten Folgen gemausert, kann Folge 29 der Serie leider nicht mehr überzeugen und präsentiert eine recht abstruse Geschichte mit ebenso sehr weit hergeholten Hintergrund. Schon der Anfang wirkt eher lächerlich denn lustig, wenn Mathilda und Titus ihn für übergeschnappt halten. Und auch danach wird der Verlauf der Handlung immer wieder von ziemlich merkwürdigen Ereignissen und logisch fragwürdigen Handlungen gestört. Auch der Hintergrund ist dann ziemlich an den Haaren herbei gezogen, und zu allem Überfluss muss noch eine Agentenhafte Szene samt Hubschrauber und verlassener Bohrinsel hinhalten. Auch dass die drei ??? gegen Ende einen erwachsenen und gestandenen Mann einfach so erpressen können, trägt nicht gerade zum Gelingen bei. Ein arger Ausrutscher in der Serie, der mich mal so gar nicht überzeugen konnte.

Michael Krüger ist hier als Larry Blix zu hören, ein aufdringlicher und unsympathischer Kerl. Dies kann Krüger auch gut darstellen und lässt den Reporter somit recht gut wirken. Robert Missler ist als Professor Dryfuss zu hören, seine gebrochene Stimme passt gut zu dem Charakter, nur gegen Ende scheint die Gestaltung zu übertrieben. Erzähler Johannes Steck macht seine Sache wie immer gut und hält sich genügend im Hintergrund, um die Dialoge im Vordergrund zu lassen. Jannik Schümann, Yoshij Grimm und David Wittmann dürfen natürlich als Justus, Peter und Bob nicht fehlen.

Die musikalische Untermalung ist wie immer solide und rundet die Dialoge geeignet ab. Die ausgewählten Stücke passen sich gut der jeweiligen Stimmung der Szene an und gestalten die Übergänge sanfter und geben Raum, das Gehörte zu reflektieren. Die Geräusche passen ebenfalls gut in die Handlung und lassen einige Vorgänge klarer erscheinen.

Die riesigen Pilze, die sowohl der Folge ihren Namen gaben als auch eine wichtige Rolle gegen Ende der Folge spielen, sind natürlich auch auf dem Cover zu sehen. Justus, Peter und Bob gehen durch den regelrechten Wald und schauen recht skeptisch drein. Das Innere ist mit viel Werbung für andere Produkte der drei Juniordetektive gespickt und ist recht unübersichtlich gestaltet.

Fazit: Leider eine ziemlich unglaubwürdige und abstruse Folge, die schon zu Anfang nicht richtig zünden will. Eine Folge, die man schnell wieder vergessen wird.

VÖ: 28.September 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 978-3-8032-3228-0


Die drei ??? Kids – 28. Diamantenjagd



Erster Eindruck: Das hängt alles irgendwie zusammen...

In Rocky Beach findet ein Stadtfest zu Ehren von Fred Fireman statt, der als Held bei einem Großbrand gefeiert wird. Sogar eine Statue des Feuerwehrmannes ziert den Brunnen auf dem Marktplatz. Doch eben diese wird beim Fest beschädigt und soll von Titus Jonas repariert werden. Dabei entdecken Justus, Peter und Bob wertvolle Steine im Inneren – doch wie sind sie dorthin gekommen?

Rocky Beach ist vielen Hörspielhörern als Heimatstadt der drei ??? eng ans Herz gewachsen. Viele der Geschichten, die in der Prequel-Serie „Die drei ??? Kids“ erzählt werden, haben ebenfalls einen engen Bezug zu der kleinen Stadt, in der 28. Folge wird gar ein Held dieser Stadt erfunden: Fred Fireman hat nicht nur einen sehr aussagekräftigen Namen, sondern steht auch als Brunnen mitten in der Stadt, ein jährliches Fest samt Kuchenbackwettbewerb wird veranstaltet. So entsteht schon einmal ein netter Anfang, denn jeder aufmerksame Hörer kann sich denken, wer diesen Wettbewerb wohl gewinnen könnte. Leider ist die nachfolgende Handlung nicht ganz so gelungen wie dieser Anfang, prinzipiell ist nämlich schon hier klar, wer die Täter sein könnten – eine derart auffällige Spur mit sofort unsympathischen Charakteren hätte auch etwas dezenter ausfallen können. Immerhin gibt es zwischendurch immer wieder kleine Häppchen, die das Gesamtbild etwas klarer, aber eben nicht sofort durchsichtig machen und so noch ein bisschen mitgerätselt werden kann. Störend ist allerdings, dass Justus oft Zusammenhänge sieht, die sachlich nicht sonderlich viel miteinander zu tun haben, von ihm aber als völlig selbstverständlich dargestellt werden. Auch einige andere „Zufälle“ sind dann doch eher auf die jüngere Generation zugeschnitten, die damit etwas mehr anfangen können. Insgesamt keine schlechte Folge, da immer noch ein gewisser Unterhaltungswert besteht, aber einige Dinge trüben dann doch die Freude.

Jannik Schümann spricht wie immer den Justus Jonas und klingt pfiffig wie immer, an einigen Stellen dieses Hörspiels aber dann doch so altklug und besserwisserisch, dass er einige Sympathiepunkte verliert. Djuwita Müller und Dirk Herold bilden ein gutes Team und ergänzen sich gegenseitig, können aber auch einzeln durchaus bestehen. Tommi Piper kann trotz kurzem Auftritt als Porter wieder für ein wenig Witz mit seiner ziemlich geschäftstüchtigen Art sorgen. Weitere Sprecher sind Mathias Bauer, Oliver Schmitz und Klaus Dittmann.

Die Produktion der Folge ist auf dem gleichen Niveau wie die anderen der Serie, weder ein Ausreißer nach oben noch nach unten. Die Musik wurde passend ausgewählt und kann die jeweilige Stimmung der Szenen unterstreichen, drängt sich aber nie in den Vordergrund, sondern lässt den Fokus auf den Sprechern und ihren Dialogen. Auch die Geräusche dienen hier zur atmosphärischen Gestaltung, sind aber auch eher sparsam eingesetzt.

Fred Fireman ist – in skelettierter Version – auf dem Cover zu sehen, Uniform und Helm haben sich etwas länger gehalten als der Körper. Zudem wurden natürlich auch die wertvollen Steine thematisiert, die bunt glitzernd verteilt sind. Das ist zwar etwas weiter von der Geschichte entfernt, aber wurde zu einem ansprechenden Cover verarbeitet.

Fazit: Ein gelungener Start, doch leider flaut der Spaß an der Folge später etwas ab. Ein wenig subtiler hätten die Bösewichte schon präsentiert werden können.

VÖ: 13.Juli 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 978-3-8032-3237-3


Die drei ??? Kids – 26. Fußball-Alarm



Erster Eindruck: Rocky Beach mal Fußballverrückt

Justus' Onkel Titus soll von einem alten Schulfreund das Grundstück erben, auf dem sein Schrottplatz steht – unter einer Bedingung: Das Fußballteam, dem die beiden für kurze Zeit angehörten, soll ein Spiel gegen eine andere Mannschaft gewinnen. Da ihr Haus in Gefahr ist, bleibt Titus, Justus und auch Peter und Bob ihnen nichts anderes übrig, als alle wieder zusammen zu trommeln...

Wie allseits bekannt ist Fußball nicht die beliebteste Sportart in den USA, Basketball, Baseball und Co. haben dort einen wesentlich höheren Stellenwert. Blöd nur, dass auf dem deutschen Markt gerade zur bevorstehenden Fußball-EM Hörspiele mit diesem Thema nachgefragt werden. Was tun, hat man sich anscheinend auch bei den drei ??? Kids gedacht, um doch noch eine Fußball-Folge veröffentlichen zu können? Hier hat man sich für eine sehr konstruierte Geschichte entschieden, die an einigen Stellen vor Hölzernheit und einem unverkennbaren Gerüst nur so strotzt. Ein alter Schulfreund, seit Jahrzehnten kein Kontakt mehr, entschließt sich, ein wertvolles Grundstück an Titus zu vererben, der ihm früher dann auch noch bei einem wichtigen Fußballspiel den Sieg vermasselt hat und knüpft dieses dann an eine haarsträubende Bedingung? Nun gut – wenn es denn der Unterhaltung dient. Tatsächlich bietet die 26. Folge der Serie einige gute Momente, die jedoch wieder in der typischen Langatmigkeit der Serie an Gewicht verlieren. Ein Notar mit einer ziemlich unwitzigen Spracheigenheit und eher mau inszenierte Fußballszenen ziehen den Eindruck der Folge weiter nach unten. Schade, dass hier offensichtlich nur das Thema irgendwie untergebracht werden sollte und viele andere Aspekte vernachlässigt wurden.

Tim Kreuer ist hier erneut als noch recht junger Skinny Norris zu hören, seine herrlich unsympathische und arrogante Art lassen einen hervorragenden Gegenspieler entstehen, den gerade die jungen Zuhörer mit Herzblut hassen können. Sein Vater Bud wird ebenso gekonnt von Tobias Brecklinghaus gesprochen, auch er setzt seine Stimme gekonnt ein, um ein genaues Bild des harten Mannes zu zeichnen. Christian Melchert ist als Notar Chandler etwas zu steif und wirkt stellenweise unglaubwürdig mit seinem sprachlichen Eigenheit. Weitere Sprecher sind Holger Löwenberg, Tommi Piper und Achim Schülke.

Die Musik geht hier wie immer in Ordnung, trifft im Allgemeinen die Stimmung der jeweiligen Szenen und dient meist der sanfteren Gestaltung der Übergänge. Auch die Geräusche sind wie immer solide eingefügt, nur die Fußball-Szenen, bei denen man sich offensichtlich bei den Teufelskickern hat inspirieren lassen, wirken nicht so dynamisch und stimmungsvoll wie in der Vorlage.

Auf dem Cover stehen Bob, Peter und Justus in einem Tor, die Gesichter angestrengt und grimmig verzogen. Als klares Motiv ist hier groß ein Fußball zu sehen, allerdings mit einer angezündeten Zündschnur – eine Anspielung auf eine bestimmte Szene des Hörspiels. Im Inneren gibt es ja immer einen kleinen Detektivtipp, der dieses mal aber eher unsinnig scheint.

Fazit: Zu langatmig, zu konstruiert, zu steif erzählt. Von den drei ??? Kids durfte man in letzter Zeit besseres gewohnt sein.

VÖ: 2.März 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 978-3-8032-3235-9


Die drei ??? Kids – 24. Im Bann des Zauberers



Erster Eindruck: Mysteriöses aus Rocky Beach

Auf dem Marktplatz von Rocky Beach führen einige Straßenkünstler ihre Künste vor. Justus, Peter und Bob freunden sich zwar mit den Hochseilartisten Lara und Leon an, der Zauberer Zampani ist ihnen aber gleich suspekt. Und tatsächlich – als sich die drei wegen eines peinlichen Vorfalls rächen wollen, belauschen sie ein verdächtiges Telefongespräch...

Der „kleine Bruder“ der Kult-Serie „Die drei ???“, in der Fälle der jüngeren Version von Justus, Peter und Bob gezeigt werden, ist dank regelmäßiger Veröffentlichung auch schon bei der 24. Folge angekommen. Hier werden nicht nur harmlosere Fälle erzählt, die Handlungen spielen auch größtenteils im heimischen Rocky Beach. „Im Bann des Zauberers“ beginnt leider mit einer eher überflüssigen Szene, die sich nicht so recht einfügen mag und auch eher mäßig unterhaltsam ist – zumindest für zuhörende Erwachsene. Danach geht es recht gemächlich weiter, die Handlung wird eher langsam in die Gänge gebracht, ohne dass man gleich zu Anfang von der Geschichte überzeugt werden würde. Nur langsam kristallisiert sich heraus, welche Art von Verbrechen hier vorliegt. Insgesamt ist diese Folge zu undynamisch und auch zu lang geraten, wieder wäre eine Kürzung um etwa zwanzig Minuten nicht nur möglich, sondern auch empfehlenswert gewesen. Gut ist allerdings der Aspekt, dass die Künste des großen Zampani im Dunkeln gelassen werden, der so recht undurchsichtig wirkt. Auch die übrigen Charaktere sind wieder gut gelungen, die drei ??? werden auch gut dargestellt und kommen mit ihren speziellen Eigenschaften gut beim Publikum an. Und das gelungene Finale macht ebenfalls wieder einiges wett. Trotzdem, insgesamt ist diese Folge eher durchwachsen.

Christian Deutsch ist als Zampani eine gute Wahl und kann etwas sehr geheimnisvolles, aber auch düsteres in seine Stimme legen. Nur ab und an lässt er sich von der exzentrisch angelegten Figur zur Übertreibung hinreißen. Jennifer Böttcher klingt als Lara sympathisch, kann die nette Artistin gut darstellen und mit ihrer freundlichen Stimme die Szenerie bereichern. Ihr Bruder Leon wird von Jens Wendland gesprochen, der ebenfalls eine gute Darbietung liefern kann. Natürlich dürfen Jannik Schümann, Joshij Grimm und David Wittmann nicht fehlen.

Die Musik, die eingesetzt wird, ist bereits aus den vorigen Folgen bekannt und bietet eine eher lockere Stimmung, an den spannenderen Stellen zieht sie aber mit der Atmosphäre der jeweiligen Szene mit. Der Wiedererkennungswert ist zwar löblich und auch eine sinnvolle Angelegenheit, ein wenig frischer Wind wäre allerdings wünschenswert gewesen.

Das Coverbild ist ein geschicktes Zusammenspiel von Licht und Schatten, was durch die Scheinwerfer auf Zampanis Bühne hervorgerufen wird. Während die drei ??? Kids gut zu sehen sind, ist der Zauberer düster im Hintergrund, eine Darstellung, die ja auch im Hörspiel zu getroffen wurde. Der Detektivtipp im Inneren ist dieses mal eher ein wenig abstrus.

Fazit: Eine zu lange Geschichte, die leider nicht ganz überzeugen kann, trotz der guten Charakterdarstellung.

VÖ: 11.November 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 978-3-8032-3233-5


Die drei ??? Kids – 22. Einarmige Banditen



Erster Eindruck: Rocky Beach als Glücksspielhölle

Onkel Titus gewinnt auf dem Marktplatz von Rocky Beach 100$. Doch das Glück währt nicht lange, denn schnell kommen die drei ??? darauf, dass eine organisierte Glücksspielbande dahintersteckt, die in einer alten Autowerkstatt Quartier bezogen haben. Natürlich informieren sie sofort Kommissar Reynolds, doch als dieser am Tatort eintrifft, sind alle Spuren verwischt und die Verbrecher verschwunden...

Glücksspiel ist das Thema der 22. Folge der Serie „Die drei ??? Kids“, und wie immer stolpern die drei Hobbydetektive eher durch Zufall über das Verbrechen. Das geht hier sogar recht schnell, schon nach einer kurzen Introszene stehen die ersten Fakten fest. Leider wird dann aber vorerst viel Zeit darauf verwendet, die Gesetze zu diesem Thema in verschiedenen amerikanischen Staaten zu erläutern, was zudem in etwas steifen Dialogen geschieht. Das nimmt das anfängliche Tempo gleich wieder heraus und macht einen trägen Eindruck. Dafür geht es danach wieder bergauf, obwohl gleich zu Beginn der Sachverhalt des Verbrechens fest steht und auch die Täter keine Unbekannten sind, kann Spannung aufgebaut werden. Es ist ein kleines hin und her, mal scheinen die Detektive die Überhand zu haben, mal wischt die Glücksspielbande ihnen wieder eines aus. Es gibt gleich mehrere brenzlige Situationen, die kindgerecht erzählt werden, aber auch Erwachsene unterhalten können. Dennoch – eine Straffung um einige Minuten wäre auch hier gut möglich gewesen und hätte mehr Kurzweil verliehen. Die Auflösung des Ganzen ist dann gut erzählt, und auch wenn geübte Hörer schnell alles durchschauen können, macht diese Folge insgesamt doch Spaß, gerade wegen einiger recht witziger Szenen. Gerade Kinder dürften an dem Geschehen Freude finden.

Die drei Hauptsprecher Jannik Schümann, Yoshij Grimm und David Wittmann sind hier wieder in guter Form und wirken spontaner denn je. Doch auch die anderen Sprecher machen hier eine gute Figur und tragen zum Gelingen des Hörspiels bei. Winfried Glatzeder ist hier als zwielichtiger Besitzer der alten Autowerkstatt Jimmy zu hören und verleiht seinem Charakter etwas leicht Dümmliches und Abgehalftertes, ohne aufgesetzt oder peinlich zu wirken. Dieter Gerlach und Peter Kirchberger geben als Ganovenduo ein gutes Gespann ab und harmonieren auch stimmlich gut miteinander. Kai Bronisch ist in einigen Szenen als Sergeant Raider zu hören und kann den Mann glaubhaft darstellen.

Die Produktion ist auf dem selben hohen Standard wie die vorherigen Folgen, die musikalische Untermalung ist stimmig und kann die Atmosphäre der jeweiligen Szenen einfangen, auch wenn die meisten Melodien schon bekannt sind. Geräusche sind vielfältig eingesetzt und tragen zur Glaubwürdigkeit des Hörspiels bei, erklären einige Vorgänge so besser.

Das Artwork der Serie ist gut an den großen Bruder angepasst und macht so die Zusammengehörigkeit der beiden Reihen klar, ohne die notwendige Individualität zu vernachlässigen. Erreicht wird dies durch den comicartigen und recht detailreichen Stil des Titelbildes, auf dem Justus, Peter und Bob zwischen zahlreichen einarmigen Banditen und einem Haufen Geld zu sehen sind.

Fazit: Wie so oft in dieser Serie weist die Geschichte einige Längen auf, kann aber insgesamt einen guten Eindruck hinterlassen und eine dynamische und spannende Handlung erzählen.

VÖ: 19.August 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 978-3-8032-3231-1


 Die drei ??? Kids – 21. Die Geisterjäger



Erster Eindruck: Gruselfaktor gleich 0

Mrs. Almond ist die neue Klientin von Justus, Peter und Bob. In ihrem Haus soll es spuken, weswegen sich kein Mieter für die Gemäuer findet. Wenn das so weiter geht, wird die alte Dame das Anwesen zu einem geringen Preis verkaufen müssen. Das hier getrickst wird haben die drei schnell entdeckt, doch wer hätte einen Grund dazu?

„Die Geisterjäger“ - ein Titel, der jede Menge gruselige Spannung verspricht. Doch leider kann die 21. Folge der Europa-Serie „Die drei ??? Kids“, in der das beliebte Detektivtrio in jüngeren Jahren begleitet wird, dieses nicht halten. Bis auf eine recht stimmungsvolle Anfangsszene ist hier nichts mit Gänsehautstimmung oder übernatürlichen Erscheinungen, gleich am Anfang wird alles als technisches Spektakel entlarvt. Schade, denn so wird eine Menge potenzielle Atmosphäre verhindert, sodass hier eine recht konventionelle „Wer ist der Täter?“-Geschichte erzählt wird. Positiv dabei ist die Beschränkung auf nur wenige Verdächtige, die durchaus alle ein glaubhaftes Motiv hätten – die Chance, selber mit zu raten und dem Täter auf die Schliche zu kommen ist so recht hoch und macht Spaß. Allerdings hätte diese Geschichte auch in stark gestraffter Form erzählt werden können, so entstehen einige langwierige und für die Geschichte zudem unnötige Passagen, die den Hörfluss stören und einen eher zähen Eindruck dieses Hörspiels hinterlassen, beispielsweise eine Szene in einem noch nicht eröffneten Vergnügungspark. Ein wenig mehr Pepp und Mut zur Kürzung hätte hier gut getan, „Die Geisterjäger“ kann den guten Eindruck der letzten Folgen leider nicht wiederholen.

Als Mrs. Almond ist hier Karin Eckhold zu hören, ihre gealterte Stimme klingt glaubwürdig, zumal sie die Angst der Dame gut darstellen kann. Christina Puciata spricht ihre Nichte Sophie Higgins, mit ihrer leicht überheblichen Art kann sie in ihren recht wenigen Passagen einen guten Eindruck von der Figur erwecken. Lustig wird es hingegen bei Frank Jordan und Tina Eschmann, die als Ehepaar Doyle, das sich für die Wohnung interessiert, einige kurzweilige Szenen darbieten Natürlich dürfen Jannik Schümann, Yoshij Grimm und David Wittmann als Justus, Peter und Bob nicht fehlen.

Die akustische Gestaltung der Folge ist insgesamt gelungen und hält den hohen Standard der Serie. Viele der eingesetzten Melodien sind schon aus den vorigen Folgen bekannt und haben dort die Stimmung geprägt, hier bieten sie einen Wiedererkennungswert, ohne abgegriffen zu wirken. Auch die Geräusche fügen sich stimmig in die Handlung ein, sind aber eher auf die jüngeren Zuhörer zugeschnitten.

Das Booklet enthält wieder im Inneren einen kleinen Detektivtrick nebst ziemlich Werbung für Produkte der drei ??? Kids. Das Cover hingegen vermittelt genauso wie der Folgentitel gruselige Stimmung, was die Folge einfach nicht hergibt. Trotzdem ist die Darstellung des alten Hauses samt Vollmond und Fledermäusen hübsch anzusehen, auch die drei Hauptfiguren sind passend dargestellt.

Fazit: Einige langgezogene Szenen und das Fehlen von gruseliger Atmosphäre lassen diese Folge leider nicht so gut wirken wie seine Vorgänger, obwohl die Sprecher gut drauf sind.

VÖ: 24.Juni 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886978003126


Die drei ??? Kids – 20. Die Schmugglerinsel



Erster Eindruck: Allein auf hoher See

Völlig überraschend erbt Onkel Titus eine ganze Insel, die auch noch in der Nähe von Rocky Beach liegt. Natürlich sind Justus, Peter und Bob gleich Feuer und Flamme und wollen Magic Island erkunden. Doch ein Unwetter erschwert den dreien die Rückkehr, weswegen sie eine ganze Nacht dort verbringen müssen – und einige merkwürdige Entdeckungen machen...

In erfreulicher Regelmäßigkeit werden nicht nur die Abenteuer von Justus, Peter und Bob als Teenager, sondern auch die „Kids“-Version der drei ??? veröffentlicht, die mittlerweile auch schon bei Folge 20 angekommen ist. Auch hier wird eher auf die jüngeren Hörer geachtet, allzu viel Spannung oder Brutalität wäre da eher kontraproduktiv. Dennoch halte ich auch hier die anfängliche Szene wieder für etwas zu lang geraten, es dauert einfach bis man sich richtig in die Geschichte eingefunden hat. Danach wird allerdings wieder eine interessante Handlung aufgebaut, die durchaus kurzweilig geworden ist. Der Ausgangspunkt hält genügend Anreize und Möglichkeiten der weiteren Entwicklung zu, Langeweile kommt also nicht auf. Für die jüngeren Zuhörer werden genügend Hinweise gelegt, um miträtseln zu können – für geübte Krimihörer und Erwachsene vielleicht ein wenig zu viele, denn für sie ist der Fall recht durchschaubar. Zudem sind einige der Dialoge zu lang geraten, die Geschichte kommt dadurch an einigen Stellen etwas ins Stocken. Die gut erzählte Auflösung macht davon wieder einiges wett. Lobenswert sei hier das Zusammenspiel der drei Juniordetektive erwähnt, welches organischer und glaubhafter denn je wirkt. Insgesamt eine sehr solide Folge, die Fans der Serie absolut überzeugen dürfte.

Manfred Reddemann ist als Kapitän Dexter zu hören, seine sehr dynamische Art zu sprechen verleiht der Figur etwas ganz Eigenes, was er für seine Zwecke zu Nutzen weiß. Christian Starks einprägsame Stimme passt sehr gut zu Rick, der so sehr gut dargestellt wird. Christian Meichert ist in einer kleinen Nebenrolle als Notar Chandler zu hören und kann dies absolut glaubwürdig herüber bringen. Als drei ??? Kids sind natürlich wieder Jannik Schümann, Yoshij Grimm und David Wittmann zu hören.

Akustisch gesehen steht auch diese Folge wieder absolut solide produziert da. Die Musik ist passend ausgewählt, hält sich aber meist dezent im Hintergrund. Sehr gut ist wieder die Bestückung der Handlung mit passenden Geräuschen, die den Großteil der Atmosphäre ausmachen und die verschiedenen Situationen vielfältig ausmalen und die Sprecher unterstützen.

Die Titelillustration macht hier einen sehr dynamischen und bewegten Eindruck, dafür sorgen neben dem spritzenden Wasser und den vielen Möwen auch die Posen von Justus, Peter und Bob. Einige zusätzliche Illustrationen lockern den Gesamteindruck etwas auf, im Inneren ist für die jüngeren Hörer wieder ein nützlicher Detektivtipp abgedruckt.

Fazit: Ist die Handlung erst einmal in die Gänge gekommen, entsteht eine durchaus spannende Geschichte mit guter Auflösung.

VÖ: 4. März 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 978-3-8032-3229-8


Die drei ??? Kids – 19. Spur in die Wildnis



Erster Eindruck: Wanderung mit Hindernissen

Justus, Peter und Bob gewinnen bei einer Verlosung im Radio die Teilnahme an einem Abenteuertrip durch die Wälder. Das Besondere: In mehreren Spielen gilt es, goldene Kugeln zu finden, die Gruppe mit den meisten gewinnt 10.000 Dollar. Natürlich sind die drei mit Feiereifer dabei, müssen aber feststellen, dass auch die Konkurrenz nicht schläft. Doch ist vielleicht sogar ein Saboteur dabei?

Eine Abenteuertour durch die kalifornischen Wälder – was nach dem Traum vieler Wanderer klingt, ist für die 19. Folge der Serie „Die drei ??? Kids“ von Europa die Grundlage, auf die sich die ganze Geschichte aufbaut. Die deutlich jüngeren Versionen von Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews müssen hier zahlreiche Spiele bestehen – seit diversen Fernsehshows ist diese Art von Unterhaltung ja sehr beliebt und führt somit zu einem interessanten Ansatz für die Handlung. Und tatsächlich geht es hier schon nach einer kurzen Einführung los mit dem Trip, die anderen Teilnehmer der Gruppe werden vorgestellt, das erste Spiel beginnt. Der Verlauf der Folge ist kurzweilig gestaltet, der stetige Wechsel zwischen den einfallsreichen Spielen und und den Beobachtungsphasen, in denen die drei Juniordetektive den Saboteur zu entlarven versuchen, lässt einen dynamischen Eindruck entstehen. Trotz der Länge der Folge kommt hier kein Leerlauf oder gar Langeweile auf, was oftmals der größte Kritikpunkt an den vorigen Folgen war. Dazu trägt auch die gesamte Gruppendynamik bei, die interessant zu betrachten ist, wie sich die einzelnen Mitglieder der buntgemischten Tour verhalten. Im Schlussteil der Folge bekommen die drei nicht nur Unterstützung von einem „echten“ Detektiv, sondern können erwartungsgemäß auch die ganze Sache aufklären – die Auflösung ist recht durchdacht, kann aber mit dem Unterhaltungswert der Folge nicht so recht mithalten. Insgesamt eine kurzweilige Angelegenheit, die sicherlich zu den besseren Folgen der Serie gehört.

Neben der Stammbesetzung sind hier die Mitglieder des Abenteuertrips sehr gut ausgewählt und können den jeweiligen Charakter der einzelnen Figuren gut umreißen. Tom Bentley beispielsweise, der von John Ment mit viel Eifer und der nötigen Portion Ernsthaftigkeit gesprochen wird. Judy Clarke, die in einer Situation sogar mit den drei ??? Kids zusammenarbeitet, wird von Uta Dänekamp verkörpert, die eine gekonnte Mischung aus Sympathie und kämpferischer Einstellung an den Tag legt. Auch Robert Missler ist hier dabei, er spricht den Stuart McMarshall wie immer sehr professionell und mit der ihm eigenen Genauigkeit. Weitere Sprecher sind unter anderem Stefan Mitrenga, Ansgar Döbertin und Rene Dawn-Claude.

Die Musik der Folge ist wieder sehr gut an die Handlung der Folge angepasst und kann in kurzen Einspielern genau die richtige Stimmung erzeugen um die Wirkung der jeweiligen Szene gut zu unterstützen, ohne dabei allzu häufig zum Einsatz zu kommen. Zur atmosphärischen Gestaltung tragen aber insbesondere die passenden Geräusche bei, die realistisch wirken und zahlreich eingefügt wurden.

Auf dem Cover wird eine Szene aus dem Hörspiel dargestellt, in der die drei ??? mit einem Jeep zum nächsten Treffpunkt der Gruppe fahren. Der lustige Comicstil soll anscheinend vor allem Kinder ansprechen, ist aber auch für Erwachsene durchaus ansehnlich. Im Inneren ist wieder ein Detektivtipp zu finden, der einen eigenen Trip in die Wildnis erleichtern könnte.

Fazit: Die Spiele der Tour sind abwechslungsreich und bringen immer wieder neuen Schwung in die Ermittlerarbeit, insgesamt eine gelungene und kurzweilige Folge.

VÖ: 26. Januar 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 978-3-8032-3218-1


Die drei ??? Kids – 18. Mission Maulwurf



Erster Eindruck: Justus, Peter und Bob undercover

Nichts ist mehr sicher in Rocky Beach, immer wieder werden wertvolle Gegenstände mitten am Tage gestohlen. Als Justus, Peter und Bob dies live miterleben, wollen sie natürlich sofort eingreifen. Sie vermuten, dass eine Bande von Kindern dahintersteckt und beschließen, sich dort verdeckt einzuschleichen. Und das wird gefährlicher, als sie vorher dachten...

„Die drei ??? Kids“ geht in die nächste Runde, die von Ulf Blanck verfassten und vertonen Geschichten um die junge Ausgabe von Justus, Peter und Bob kann mittlerweile auch schon auf 18 Folgen zurückblicken. „Mission Maulwurf“ ist also der neueste Titel der Serie und weist somit gleich auf die verdeckte Ermittlertätigkeit der drei hin. Diese ist das Kernstück der Folge, deren Antriebsfeder, und insgesamt auch sehr gut umgesetzt. Das Gefühl, ständig auffliegen zu können, überträgt sich gut auf den Hörer, woraus die Spannung der Geschichte resultiert. Ein sehr guter Einfall, der auch gut umgesetzt wurde. Leider ist auch diese Folge der Serie etwas zu weitschweifig geworden, immer wieder wird spürbar Tempo aus der Handlung genommen, um langen Dialogen Platz zu machen. Das ist schade darum, denn der Erzählfluss und damit auch die Spannung werden dadurch deutlich gemildert. Dennoch, die starke Handlung macht davon einiges wieder wett, sodass insgesamt noch ein recht guter Kinderkrimi entstanden ist.

Die Sprecherliste ist gut besetzt, besonders für die zahlreichen Kinder wurden glaubwürdige Sprecher engagiert. So kann beispielsweise Jannik Endemann als Mogli mit guter Betonung und ungehemmten Sprachfluss. Tim Kreuer ist mal wieder als Skinny Norris zu hören und gestaltet diese Rolle mit einem gewissen Charme, den auch die erwachsene Version des Charakters innehat. Lia Pahl ist als Mrs. Wilmers, eine nette Dame, eine hervorragende Wahl und kann ihre Rolle sehr lebendig gestalten. Weitere Sprecher sind unter anderem Michael Habeck, Jens Wendland und  Isabel Garcia.

Der anfängliche Titelsong mutiert schnell zum Ohrwurm, die nette Melodie, der lustige Text und der schreiende Kinderchor bilden zusammen einen angemessenen und auf die Bedürfnisse von jüngeren Zuhörern zugeschnittenen Einstieg in die Folge. Auch die restliche musikalische Gestaltung ist gelungen und lockert die Dialog angenehm auf.

Justus, Peter und Bob in schwarzen, langen Umhängen entdecken das unterirdische Versteck mit etlichen Reichtümern – eine wichtige Szene aus dem Hörspiel, die auf dem Cover dargestellt wird. Die detailreiche Zeichnung in dem lustigen Comic-Stil ist hübsch anzusehen und passt durch den direkten Bezug zum Hörspiel natürlich sehr gut.

Fazit: Stellenweise zu langatmig geworden, aber mit einem interessantem Ansatz und einer spannenden Handlung.

VÖ: Dezember 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 978-3-8032-3227-4


Die drei ??? Kids - 17. Rettet Atlantis!

wysiwyg image

Erster Eindruck: Freizeitpark und Fische

Die drei Juniordetektive Justus, Peter und Bob bekommen von Bobs Vater die Gelegenheit, sich den neuen Freizeitpark von Rocky Beach schon vor der Eröffnung anzuschauen. Sie sind begeistert von der wunderschönen Poollandschaft und den vielen Wassertieren, doch der Park wird eindeutig sabotiert. Mister Hillmond, der Leiter des Parks, scheint mehr zu wissen als er zu gibt...

Ein Freizeitpark rund um die vielfältigen Meeresbewohner ist die Grundlage für den 17. Fall der "Die drei ??? Kids"-Serie von Europa. Hierum wurde ein Fall gestrickt, der eigentlich klassisch für Juniordetektivserien ist. Das Intro ist mal wieder recht lang - es ist zwar recht interessant, die drei bei einem Angelausflug zuzuhören, mit dem Fall zu tun hat dies aber nichts. Zumal doch eigentlich eher Peter derjenige wäre, der lieber durch die Fluten taucht. Ist dieser Abschnitt aber vorbei, wird sich ausschließlich dem eigentlichen Fall gewidmet, der wie immer etwas langsamer beginnt und im Laufe der Zeit an Tempo hinzugewinnt. Das ist durchaus interessant und bietet einen sinnvollen wie unterhaltsamen Verlauf. Die Figuren sind gut dargestellt, insbesondere der undurchsichtige Mister Hillmond bietet einiges an Potenzial, das jedoch noch etwas mehr hätte ausgereizt werden können. Die Auflösung ist zwar für den halbwegs geübten Krimihörer nicht allzu überraschend, kommt aber glaubwürdig daher und ist gut erzählt worden. Der wirklich gute und unterhaltsame Aufbau der Folge machen sie aber zu einem starken Teil der Serie, die sich immer weiter verbessern kann.

Lutz Herkenrath ist in dieser Folge als Mister Hillmond zu hören und gestaltet diese Rolle wirklich sehr gut. Durch seine außergewöhnliche Art hinterlässt er einen äußerst positiven Eindruck und verleiht dem Charakter etwas Einzigartiges. Caspar Besch spricht Bronsky und kann ebenfalls mit gekonnter Betonung überzeugen. Ole Jacobsen ist erneut als Bobs Vater zu hören und passt sehr gut zu der Rolle. Natürlich sind auch als Hauptsprecher wieder Jannik Schümann, Yoshij Grimm und David Wittmann wieder mit von Partie.

Die musikalische Umsetzung der Geschichte ist erneut gelungen - wie eigentlich immer bei dieser Serie. Die kurzen, eingesetzten Stücke sorgen für Stimmung und zusätzliche Spannung, ohne auch die jüngeren Zuhörer zu überfordern - und an die richtet sich die Serie schließlich in erster Linie. Auch Geräusche sind wieder vielfältig und passend eingefügt worden.

Passend zum Titel ist auf dem Cover die Reise der drei Detektive in eine Unterwasserstadt zu sehen, begleitet von Delphinen und Fischschwärmen. Besonders der Hintergrund hat etwas Mystisches und sagt mir sehr zu. Ein kleiner Detektivtrick im Inneren des Booklets ist wie immer eine nette Idee.

Fazit: Ein interessantes Thema, die Figur des Mister Hillmond und die kurzweilige Geschichte lassen diese Folge gut dastehen. Weiter so!

VÖ: 8. Oktober 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 978-3-8032-3226-7


Die drei ??? Kids - 16. Der magische Brunnen



Erster Eindruck: Wünsch dir was...

Früh am Morgen treffen sich Justus, Peter und Bob zufällig vor Porters Laden und staunen nicht schlecht: Der Brunnen vor dem Laden ist angefüllt mit Pennys. Als zusätzlich noch ein Jahrmarkt seine Attraktionen völlig umsonst anbietet und mitten im Sommer Schnee liegt, werden die drei misstrauisch. Des Rätsels Lösung hoffen sie mit einem Kinderbuch finden zu können...

Neben der erfolgreichen Vorbild hat auch die Kinderbuchreihe "Die drei ??? Kids" viele Fans dazugewonnen - sowohl gedruckt als auch in Hörspielform. Auch hier sind die Geschichten kreativ und stelle Justus, Peter und Bob vor neue Herausforderungen. Das interessante am 16. Fall "Der magische Brunnen" ist, dass vorerst gar kein klassisches Verbrechen im Vordergrund steht, sondern die eigentlich sehr erfreulichen Ereignisse in Rocky Beach. Erst im Laufe der Zeit müssen die drei nach einem Täter suchen. Dabei ist die Idee, die dem ganzen zugrunde liegt, sehr schön und führt in eine etwas andere Richtung, als man Anfangs dachte. Allerdings ist auch hier ein negativer Punkt zu finden, der viele Folgen der Serie befallen hat: Sie ist zu langwierig. Über 70 Minuten sind für ein Kinderhörspiel zu happig, zumal in der Story etliche Längen auftreten. 10 bis 15 Minuten hätten locker gekürzt werden können, ohne wirklich wichtige Stellen auszulassen. So bleibt es bei einem interessanten Grundgedanken und einigen schönen Szenen, die Chance auf ein richtig gutes Hörspiel konnte leider nicht genutzt werden.

Die Auswahl der Sprecher ist gelungen, die Qualität ist hoch. Peter Weis ist als Christopher King zu hören und wirkt mit seiner leicht brüchigen Stimme sehr sympathisch. Michael Habeck ist wieder als verschrobener Porter zu hören und kann seinen außergewöhnlichen Klang sehr gut einsetzen. Stephan Schwartz spricht Mr. Bradshore und kann ebenfalls sehr überzeugen. Weitere Sprecher sind unter anderem Klaus Dittmann, Robert Missler und Isabel Garcia.

Die akustische Produktion dieser Serie unterscheidet sich stark von dem berühmten Vorgänger. Jede Szene wird hier von leiser Musik begleitet und schafft so eine zusammenhängendere Atmosphäre, lenkt aber manchmal auch etwas von den Sprechern ab. Die Geräusche sind recht gut eingefügt.

Das Titelbild gefällt mir sehr gut. Im witzigen Comic-Stil kann man die drei Detektive betrachten, die sich vor einem geisterhaften Wesen im Brunnen erschrecken. Das kleine Booklet enthält neben den üblichen Informationen und Hinweisen auf die Internetseite und die Buchreihe einen kleinen Detektivtrick.

Fazit: Ein interessanter und spannender Grundgedanke, leider recht lang gezogen und mit einigen Passagen die man hätte kürzen können.

VÖ: 20. August 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 978-3-8032-3225-0


Die drei ??? Kids - 15. In der Geisterstadt



Erster Eindruck: Rocky Beach wie leergefegt

In Rocky Beach bebt die Erde, was einige Schäden an den Häusern hinterlässt. Umso größer ist die Angst vor einem zweiten Beben, das ein geheimnisvoller Mann ankündigt. Die Bewohner der kleinen Küstenstadt fliehen aus ihren Häusern - und lassen die Stadt fast unbewacht zurück. Bis auf Justus, Peter und Bob...

Ein kleines Jubiläum - "Die drei ???" feiern in ihrer jüngeren Variante mit dem entsprechenden Zusatz "Kids" im Namen ihren 15. Geburtstag und sind damit längst den Kinderschuhen entwachsen. Und dazu gibt es dann auch mit "In der Geisterstadt" eine recht stimmungsvolle Geschichte zu hören. Diese ist - angesichts der Zielgruppe völlig verständlich - nicht gerade Nerven aufreibend spannend, und auch der Fall lässt sich recht leicht durchschauen, viele offensichtliche Fährten sind gelegt, sodass man den Täter schnell entlarven kann. Doch gerade für die jüngeren Hörer, die vielleicht erst mit dem Hörspielhören anfangen, kann dies auch ein positiver Aspekt sein, für sie dürfte das Miträtseln durchaus Spaß machen, zumal ein zu komplizierter Ablauf hier eher abschrecken würde. Dazu kommt, dass insbesondere der Mittelteil in der verlassenen Stadt, die der Folge den Titel verliehen hat, sehr stimmungsvoll gehalten ist. Die Atmosphäre kommt hier sehr gut zur Geltung, und auch die Bedrohung durch die Gangster wird gut auf den Hörer übertragen. Ich habe vielleicht nicht völlig geflasht vor den Boxen gesessen, trotzdem hat mir die 15. Folge der Serie aber recht gut gefallen.

Für die Zielgruppe positiv anzumerken ist, dass nur relativ wenige Sprecher dabei sind, sodass man den Überblick nicht verlieren kann. Als Porter, der ein freundlicher Ladenbesitzer ist, kann man Michael Habeck hören, dessen einprägsame Stimme gut zu der Rolle passt und die er ebenso gut gestaltet. Doktor Keppler wird von Ben Hecker gesprochen, auch er hinterlässt einen positiven Eindruck. Gut gefallen hat mir Ingrid Capelle als Tante Mathilda, die ebenso mütterlich wie resolut klinen kann. Auch Jannik Schümann, Yoshij Grimm und David Wittmann sind natürlich mit von der Partie.

Die akkustische Begleitung ist eher zurückgefahren und drängt sich nie zu sehr in den Vordergrund. Gut so, denn jüngere Zuhörer könnten zu leicht abgelenkt werden. Trotzdem ist Musik bei recht vielen Szenen anzutreffen, was besonders in der verlassenen Stadt gut umgesetzt wurde. Die Geräusche begleiten die Geschichte ebenfalls sinnig.

Natürlich streifen die drei Hobbydetektive auf dem Cover durch die verlassene Stadt, eine Landkarte in der Hand vor zerfallenen Häusern. Ein schönes Cover mit dem ansprechenden Comicstil. Ein kleiner Detektivtipp darf bei dieser Serie im Booklet auch nicht fehlen. Kleines Manko: Eines der Bilder auf der Rückseite verrät ein wenig zu viel vom Inhalt.

Fazit: Nicht besonders überraschungsreich, aber mit stimmungsvollen Momenten. Eine gute Folge!

VÖ: 21. Mai 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 978-3-8032-3224-3


Die drei ??? Kids - 14. Gefahr aus dem All



Erster Eindruck: Rückkehr eines Bösewichts

Randolph Appelton, ein kreativer Erfinder, experementiert auch mit Geräten, die Satelliten fernsteuern können. In der Hand von Verbrechern wäre dies eine große Gefahr. Und tatsächlich geht das wertvolle Stück abhanden. Was hat Skinny Norris damit zu tun, der den drei Fragezeichen nachstellt, die in dem Fall ermitteln?

Neben dem "Reich der Rätsel" ist "Gefahr aus dem All" die zweite Folge, die zeitgleich veröffentlicht werden, sodass Fans der "Die drei ??? Kids"-Serie gleich in den Genuss der Folgen 13 und 14 kommen können. Leider ist "Gefahr aus dem All" nicht ganz so gut gelungen wie sein direkter Vorgänger, dazu hat es zu viele Fehler, die der Serie schon in anderen Folgen zu schaffen machten. Dazu gehört beispielsweise der eher zähe Verlauf der Handlung, in dem nicht so recht Spannung aufkommen mag. Eine Kürzung um ein Viertel wäre sicherlich machbar und wünschenswert gewesen. Dass die Geschichte recht vorhersehbar ist, trägt auch nicht gerade zum gelungenen Gesamteindruck bei. Positiv anzumerken ist Skinny Norris, der quasi schon ein Kult-Charakter der originalen Serie ist und nun auch hier auftaucht. Auch die Charaktere wirken wieder interessant und glaubhaft. So ist der spannungsarme Verlauf der Geschichte umso bedauerlicher, denn ein positiver Ansatz der Handlung ist durchaus erkennbar.

Die Sprecher sind wieder gut ausgewählt und passen zu ihren Charakteren. Auch Jannk Schümann, Yoshij Grimm und David Wittmann in den Hauptrollen wirken gelöster als sonst und somit auch glaubhafter. Skinny Norris wird von Tim Kreuer gesprochen, der ruhig noch fieser hätte wirken können. Janet, die Nichte des Erinders, wird von Merete Brettschneider mit viel Freude gesprochen. Und Jörg Gillner verleiht Randolph Appelton eine wunderbar ironische Note, die sehr passend ist.

Wie in der Vorgängerfolge fallen mir auch hier immer wieder merkwürdige Computersounds auf, die ziemlich unrealistisch wirken und die jüngere Generation erfreuen sollen. Die Musik hingegen ist wieder passend eingesetzt und verleiht den einzelnen Szenen die dazugehörigen Stimmungen.

Das merkwürdige Gerät auf dem Cover spielt in der Handlung eine entscheidende Rolle und wird auch gut dargestellt. Zusammen mit dem schönen Hintergrund und natürlich den drei Hauptcharakteren wirkt alles passend und stimmig. Der Sammelrücken wird dieses mal um ein Stück von Onkel Titus' Gesicht ergänzt.

Fazit: Guter und interessanter Ansatz, leider ist die Geschichte an sich eher zäh.

VÖ: 12. März 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 978-3-8032-3223-6


Die drei ??? Kids - 13. Im Reich der Rätsel



Erster Eindruck: Rätsel über Rätsel

Onkel Titus wird von Stanley zu einem außergewöhnlichen Autrag gebeten: Sein ihm unbekannter Vater hat ihm ein altes Anwesen vermacht, das ausgerümpelt werden soll. Doch bevor es soweit ist, muss ein ganz spezielles Spiel gelöst werden. Und da sind Justus, Peter und Bob natürlich Feuer und Flamme. Was hat sich der Spieleerfinder wohl alles ausgedacht?

Nach Goldrausch und Piraterie dürfen sich Justus, Peter und Bob in ihrer "Kids"-Variante wieder einmal einem klassischen Rätsel widmen - wie es schließlich auch der Titel verspricht. Dass es dabei um eine geheimnisvolle Erbschaft geht, der Vater nicht bekannt war und die Gegenspieler recht unsympathisch sind, ist ja auch schon aus einigen anderen Folgen bekannt. Trotz dieser Wiederholungen ist aus "Im Reich der Rätsel" eine gute 13. Folge für "Die drei ??? Kids" geworden, denn der Ablauf ist sehr flüssig und unterhaltsam, die gestellten Rätsel interessant und die Lösungswege passen wunderbar zu den allseits bekannten Charakteren. Die Idee, dass alles von einem Spieleerfinder ausgeht, wirkt dabei auch recht schlüssig, am Ende gibt es noch eine kleine Überrachung, die die Geschichte in ein leicht anderes Licht rückt. Mir persönlich hat diese Folge trotz fehlender Innovation gut gefallen, was besonders am kurzweiligen Verlauf gelegen hat.

Stanley, der nette Schauspieler, der die drei ??? um Hilfe bittet, wird von Marek Erhardt gesprochen, der sehr sicher wirkt und eine gute Leistung abliefert. Christine Pappert spricht Isabell, die nervige und unangenehme Frau des zweiten möglichen Erben, und ist dabei herrlich überheblich. Monty Arnold ist schließlich als Mrs. Shatterfield, die schwerhörige Haushälterin zu hören, und sorgt dabei immer wieder für komische Momente. Weitere Sprecher sind Gerd Baltus, Günter Lüdke und Michael Habeck.

Musikalisch gesehen ist das Hörspiel solide begleitet. Nie wird sie zu sehr in den Vordergrund gestellt um so in Gefahr zu laufen, die Sprecher zu überdecken. Vielmehr sorgen nette Melodien für eine angenehme Atmosphäre. Die Geräusche wirken aber leider teilweise zu computergeneriert, manchmal sogar albern.

Auf dem Titelbild erkunden die drei ?? Kids gerade das unterirdische Höhlenlabyrinth, was sehr stimmungsvoll wirkt. Der Rahmen erinnert zwar an die Originalserie, hat aber mit den Zeichnungen im Hintergrund etwas eigenständiges zu bieten. Ein kleiner Detektivtrick aus dem Hörspiel wird im kleinen Booklet erklärt.

Fazit: Diese Folge bietet nichts wirklich Neues, ist aber trotzdem sehr unterhaltsam und spannend.

VÖ: 12. März 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 978-3-8032-3222-9


Die drei ??? Kids - 12. Internetpiraten



Erster Eindruck: Pegasus muss geretten werden

Es sollte ein entspannter Tag am Strand für Justus, Peter und Bob werden. Doch als sie Bobs Vater begegnen und diesem der Laptop mit dem neuesten Betriebssystem gestohlen wird, beginnt ein neuer Fall für die drei Fragezeichen. Ihr Weg führt sie zu einem alten Schiffswrack...

Internet und Piraten - gleich zwei Themen, die topaktuell sind und viele potenzielle Zuhörer ermöglichen. Keine schlechte Idee also, beides im Titel zu erwähnen. Das klingt gut und weckt Neugier auf die zwölfte Folge der "Die drei ??? Kids"-Serie. Tatsächlich ist es gelungen, diese beiden Themen sinnvoll miteinander zu veknüpfen und eine Geschichte darum zu stricken. Wieder gefällt die Zusammenarbeit der drei, die spontaner und glaubhafter denn je wirken. Leider ist der Fall an sich nicht ganz so gelungen: Wie einige frühere Folgen ist die Geschichte recht in die Länge gezogen und wirkt besonders im Mittelteil zäh. Der Aufhänger der Folge - der Diebstahl des Laptops von Bobs Vater mit dem neuen Betriebssystem - ist doch arg konstruiert und vorhersehbar. Leider hat mir diese Folge nicht ganz so gut gefallen, unter Fans der Serie wird sie aber einigen Freude bereiten

Ole Jacobsen spricht in dieser Folge erneut Bobs Vater Mr. Andrews und ist in seiner Aussprache sehr solide und beständig. Klaus Dittmann ist als Komissar Reynolds zu hören und erfreut in seinem Auftritt mit ebenso professionellem Verhalten. Die drei Hauptsprecher konnten sich noch einmal steigern und wirken glaubwürdiger. Nur in Sachen Spontanität könnten sie noch etwas zulegen, wenn auch hier eine deutliche Verbesserung eingetreten ist. Weitere Sprecher sind Michael Prelle, Nadine Schreier und Tim Knauer.

Akkustisch bleibt die Produktion über weite Teile der Handlung recht unauffällig. Nur wenige Musikstücke werden eingesetzt, und diese nehmen kaum Einfluss auf den Hörer. Auch die Geräusche sind gut platziert und glaubhaft, stechen aber kaum hervor. Eine Ausnahme bildet der Titelsong, den man schnell mitsingen kann.

Auch auf dem Cover tauchen die zwei populären Themen Computer und Piraten auf - man sieht Justus, Peter und Bob samt Laptop in einem kleinen Boot vor einem riesigen Schiff. Für mich sehr ansprechend und perspektivisch interessant. Im Inneren gibt es wieder einen kleinen Trick, der auch mal zur Nachahmung anregt.

Fazit: Interessante Themen, leider mit sehr langwierigem Verlauf. Hier hätte man mehr herausholen können.

VÖ: 5. Februar 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 978-3-8032-3221-2


Die drei ??? Kids - 11. Fluch des Goldes



Erster Eindruck: Wildschwein und Wildwasser

In Rocky Beach herrscht große Aufregung: Ein Goldfund ist die Neuigkeit in der kleinen Stadt, und schnell wollen die Bewohner selbst nach dem wertvollen Metall graben. Auch Onkel Titus macht sich mit Justus, Peter und Bob auf in die Berge, doch der erste Tag erweist sich nicht gerade als erfolgreich. Trotzdem will Titus nicht aufgeben...

Die kleinere Ausgabe der drei ??? widmet sich dieses mal einem fast historischen Thema, denn in Rocky Beach ist der Goldrausch ausgebrochen. Die wachsende Begeisterung der Leute, die sich fast zu einer Manie entwickelt, ist ein interessanter Start in die Handlung. Doch - wie sollte es anders sein - geht nicht alles mit rechten Dingen zu, und hieraus zieht diese Folge ihren Antriebsmotor. Schnell entdecken Justus, Peter und Bob einige Auffälligkeiten und beginnen eher zurückhaltend mit ihren Ermittlungen, was eine Steigerung an Tempo und Spannung zulässt. Dieses Zuspitzen der Situation macht diese Folge so hörenswert und unterhaltsam, zumal die drei Juniordetektive locker und glaubhaft wie nie agieren. Schön, dass sich diese Serie nicht zwanghaft an das ältere Original klammert, sondern durchaus eigene Wege zu gehen weiß, besonders in Bezug auf Jugendfreundlichkeit. Eine sehr gute Folge der Serie!

Achim Schuelke ist wieder als Titus zu hören und spricht Justus' Onkel auf seine ganz eigene, unverkennbare Weise. Gleiches gilt für Ingrid Capelle als Tante Mathilda: Auch sie schafft eine individuelle Interpretation ihres Charakters, ohne sich zu weit vom bekannten Original zu entfernen. In dieser Folge ist Eberhard Haar als Rod Dunken zu hören, der mit glaubhafter Betonung realistisch wirkt. Weitere Sprecher sind Douglas Welbat, Michael Habeck und Joscha Fischer-Antze.

Die Musik ist wie in den anderen Folgen eher im Hintergrund oder den Szenenübergängen eingesetzt. So wird der Hörer - insbesondere der jüngere Hörer - nie von den Dialogen abgelenkt und kan sich voll auf die Sprecher konzentrieren. Der Einsatz von Geräuschen macht die Handlung dabei noch glaubwürdiger.

Natürlich soll die Covergestaltung an die "drei???"-Serie erinnern, trotzdem wurde mit den drei Köpfen, die in den dunklen Rahmen integriert sind, auch hier etwas Eigenständiges geschaffen. Im Inneren ist wie immer ein kleiner Detektivtipp zu finden, und auch ein Hinweis auf die Homepage ist vorhanden.

Fazit: Eine starke und sich immer weiter steigernde Folge für unsere drei Hobbydetektive. Sehr abwechslungreich!

VÖ: 27. November 2009
Label: Europa
Bestellnummer: 978-3-8032-3220-5


Die drei ??? Kids - 9. SOS über den Wolken



Erster Eindruck: …Ballonfahrt ins Ungewisse

Als Onkel Titus den Auftrag bekommt, einen nahe gelegenen Flugplatz zu entrümpeln, sind Justus, Peter und Bob mit dabei, um sich ein paar Dollar zu verdienen. Doch da dem Leiter des Flughafens gerade einige Mitarbeiter abgesprungen sind, bittet er das Trio, ihn auf einer Fahrt mit dem Heißluftballon zur Hand zu gehen. Doch plötzlich reißt ein wichtiges Seil, nur mit knapper Not kann der Ballon gelandet werden. Sofort steht fest: Das Seil muss gekappt worden sein. Natürlich wollen die drei Hobbydetektive die Hintergründe dieser Tat erfahren, doch sie geraten erneut in Gefahr…

Nachdem die ??? Kids-Hörspiele wie ihre etwas berühmtere Vorlage nun auch bei Europa erscheinen, steht einer Veröffentlichung neuer Folgen beider Serien nichts mehr im Wege, sodass wir nun auch die Nummer 9 der jüngeren Ausgabe von Justus, Peter und Bob zu Ohr bekommen. Der Fall greift das Thema Luftfahrt direkt am Anfang auf, zuerst eher zufällig, dann mit dem Auftrag im Flugplatz konkreter. Der frühe Höhepunkt ist die missglückte Fahrt mit dem Ballon, auch danach gehen die Ermittlungen stimmig und spannend weiter, bis schließlich der Täter gefunden wurde. Sehr gute Krimiunterhaltung doch dann geht es noch weiter, wobei die Spannung leider nicht ganz gehalten werden kann. Es wird zäher, die Konzentration lässt nach, alles scheint ein wenig aufgesetzt, um zwingend noch einen drauf zu setzen. Die zweite Fahrt mit dem Heißluftballon ist zwar wieder gut umgesetzt und bringt noch einmal Schwung in das Hörspiel, doch insgesamt halte ich es mit fast 80 Minuten (!) für zu lang geraten, dafür reicht der Stoff einfach nicht aus. Trotz dieser Schwäche und aufgrund des wirklich guten unterhaltsamen ersten Teils dennoch kein schlechtes Hörspiel.

Jannik Schümann, Yoshij Grimm und David Wittmann sprechen die jüngeren Ausgaben von Justus, Peter und Bob. Insgesamt liefern auch alle drei sehr gute Einzelleistungen ab und stellen ihre Charaktere gut dar, nur am lockeren Umgang miteinander könnte noch etwas gefeilt werden. Wolfgang Hartmann spricht in dieser Folge den Flugplatzbesitzer und Piloten Dave Spencer und hinterlässt einen sympathischen und glaubhaften Gesamteindruck. Auch Erzähler Johannes Steck ist eine gute Wahl und bemüht sich, seine Passagen so lebendig wie möglich zu gestalten. Weitere Sprecher sind Michael Krüger, Klaus Dittmann und Lia Pahl.

Atmosphärisch gesehen gibt es nichts auszusetzen, die Produktion ist sauber und stimmig. Obwohl die Musik nicht sonderlich laut oder oft eingesetzt wurde, erzeugt sie eine angenehme Atmosphäre, die dem jüngeren Publikum durchaus angemessen ist, aber nie ins Kindliche verfällt. So können auch Erwachsene beruhigt zugreifen, denn auch die Geräusche sind gut eingefügt.

Sehr gelungenen ist das Cover, auch wenn dabei schon auf die zweite Ballonfahrt angespielt wird. Das Motiv wirkt sehr dynamisch, die Situation dramatisch. Durch die Figuren im Comic-Stil bekommt man gleich einen Eindruck von den drei Hauptcharakteren, wobei im Inneren dieses mal der kleine Steckbrief von Peter zu finden ist und sich angehende Juniordetektive über einen Tipp für Fingerabdruckpulver freuen können.

Fazit: Trotz des Themas kein wirklicher Überflieger, zwar sind die Sprecher und die Atmophäre wunderbar gelungen dafür sind aber zu viele Längen vorhanden und so zieht sich das ganze das es streckenweise aufgesetzt wirkt


Die drei ??? Kids - 8. Nacht unter Wölfen



Erster Eindruck: Falschgeld in Rocky Beach

Als sich Justus, Peter und Bob vom hart erarbeiteten Geld ein Eis gönnen wollen, müssen sie feststellen, dass der 10 $-Schein gefälscht ist. Doch woher stammt die Blüte? Überall in Rocky Beach müssen sie ermitteln und die Spuren führen sie zu einem Zirkus, der momentan in der Küstenstadt ist - direkt in den Käfig der Wölfe...

Einige können von Justus, Peter und Bob ja nicht genug bekommen. Für diese und für die etwas kleineren Hörspielfreunde ist "Die drei ??? Kids" gedacht, die Serie hat zu Europa übergewechselt, wo auch die achte Folge der Serie erschienen ist. "Nacht unter Wölfen" heißt das gute Stück und könnte wie sein Vorgänger an einigen Stellen gestrafft werden, um den Handlungsablauf flüssiger und spannender zu gestalten. Ansonsten ist eine richtig gute Folge entstanden: Die Ermittlungen sind logisch aufgebaut, vernachlässigen unsere drei beliebten Detektive nicht (schön, dass ihre verschiedenen Charaktere auch hier gut herausgearbeitet werden) und gipfeln in einem wirklich spannenden Finale, dem Justus, Peter und Bob nur knapp für sich entscheiden können. Dass dabei der Fall nicht allzu komplex ist und ihn geübte ???-Hörer recht schnell durchschauen können, sei der Zielgruppe geschuldet. Somit entsteht ein gelungener Hörspielspaß für die ganze Familie, der Abwechslung für alteingesessene Fans bietet.

Trotz der Umbesetzung der drei Hauptcharaktere von der USM-Version wurden andere Sprecher der ursprünglichen Umsetzung übernommen, sodass wir auch hier wieder Ingrid Capelle als Justus' Tante Mathilda zu Ohren bekommen. In ihren kurzen Einsätzen schafft sie es, ihre Rolle sehr glaubhaft und lebendig wirken zu lassen. Auch Achim Schuelke ist als Onkel Titus schon bekannt, der ebenfalls eine gute Leistung abliefert. Als Gastsprecher hören wir Volker Bogdan als Zirkusdirektor Rondini, der ihn herrlich unfreundlich wirken lässt. Weitere Sprecher sind Klaus Dittmann, Ruth Rockenschaub und Johannes Steck als Erzähler.

Auch die Umsetzung der Geschichte kann sich hören lassen - viele passende Geräusche, mal geschickt im Hintergrund, mal recht vordergründig, lassen die Handlung dynamisch und glaubhaft wirken. Auch von unnötiger Musik werden die kleineren Hörer hier nicht abgelenkt.

Die Gestaltung von Booklet und Cover ist sehr gut gelungen. Alles ist übersichtlich, ohne zu geordnet zu wirken. Dafür sorgen neben verschiedenen Farben (meist natürlich weiß, blau und rot) noch ein Steckbrief von Bob und ein nützlicher Tipp, wie man Falschgeld erkennen kann. Besonders schön wird es, wenn man die Folgen nebeneinander stellt, denn dann erhält man einen Sammelrücken, der die Köpfe der drei Hobbydetektive zeigt.

Fazit: "Nacht unter Wölfen" ist spannende, gut durchdachte Hörspielunterhaltung und dürfte nicht nur Fans der "Original-Serie" gefallen.


Die drei ??? Kids - 7. Gruft der Piraten



Erster Eindruck: Ein Goldschatz für Justus, Peter und Bob?

Bei einer gewonnenen Fahrt mit einem Boot entdecken die drei ??? Kids Justus, Peter und Bob Spuren eines alten Schiffwracks. Natürlich wollen die drei mehr darüber erfahren, und so begibt Peter sich auf einen Tauchgang. Doch schon bald gibt es Hinweise darauf, dass noch mehr Schiffe am Meeresgrund liegen. Was hat der alte, verwirrte Old Baby Boy damit zu tun, der den dreien immer wieder begegnet?

Neben der Erfolgsserie "Die drei ???" ist nun auch dessen Ableger "Die drei ??? Kids" bei Europa und nicht mehr bei USM erhältlich und startet dabei direkt auch mit neuen Folgen durch. Trotz einiger Änderungen ist das Grundkonzept geblieben, die Geschichten stammen weiterhin von Ulf Blanck. "Gruft der Piraten", Nummer sieben der Reihe, ist ein typischer Fall für die beliebten Juniordetektive, nur dass alles kindgerechter abläuft.Schnell kommt sogar etwas von dem gewohnten Feeling der Ursprungsserie auf. Leider kann der Fall da nicht ganz mithalten, der Spannungsbogen trägt nicht über die gesamte Laufzeit von über 70 Minuten. Hier sehe ich ein weiteres Problem, denn auch wenn alles leicht verständlich und gut nachvollziehbar ist, dürfte es der anvisierten jüngeren Zielgruppe teilweise schwer fallen, sich über diesen Zeitraum ganz auf die Handlung zu konzentrieren. Kleinere Schönheitsfehler können also noch behoben werden, insgesamt bin ich von dem Konzept aber überzeugt.

Für die drei Hauptfiguren wurden neue Sprecher engagiert, die Kennern des drei Fragezeichen-Film durchaus bekannt vorkommen dürften, da sie dort schon Justus, Peter und Bob gesprochen haben. Dabei wirken Jannik Schümann, Yoshij Grimm und David Wittmann sehr engagiert und gestalten ihre Charaktere durchweg glaubhaft und mit viel Elan, allerdings wirkt der gute Bob etwas jünger als die anderen beiden, woran man sich aber schnell gewöhnt hat. In dieser Folge ist noch Hans Kahlert in einer anspruchsvollen Rolle als Old Baby Boy, die er hervorragend meistert. Weitere Sprecher sind unter anderem Jörg Gillner, Tommi Piper und Guido Zimmermann.

Der fetzige und eingängige Titelsong ist geblieben und hat seinen festen Platz zu Anfang und zu Ende der Folge. Die akkustische Gestaltung ist sehr gelungen, wobei mehr mit Geräuschen als mit Musik gearbeitet wird und so schöne Klangkulissen entstehen, besonders die Szenen am Meer sind schön gestaltet.

Zum Neustart wurde der Serie noch ein neuer Look verpasst. Das Cover wirkt durch die Verwendung der Zeichnungen im Hintergrund nun aufgelockerter, während die Hüllen an sich nun abwechselnd in den typischen drei Fragezeichen-Farben weiß, rot und blau geliefert werden. Auch im Inneren wurde vieles sortiert und neben einem kurzen Steckbrief (hier zu Justus) noch ein Tipp aus der Detektivwelt eingefügt.

Fazit: Eine gute Folge zum Neustart der "drei ??? Kids", allerdings etwas zu lang geraten.


Die drei ??? Kids - 3. Invasion der Fliegen



Erster Eindruck: Aufräumen, sonst gibts ein Donnerwetter!

Am Schrottplatz der Familie Jonas tummeln sich die Fliegen. Tante Mathilda ist der Meinung, dass die Unordnung von Onkel Titus daran schuld ist. Doch als in ganz Rocky Beach immer mehr Insekten auftauchen, werden auch die drei Fragezeichen darauf Aufmerksam, denn an einen Zufall glauben sie nicht. Der Weg führt in einen zwielichtigen Laden, eine Wurstfabrik und in die Kanalisation…

Invasion der Fliegen heißt der dritte Titel der drei ??? Kids, welche nun in einer Neuauflage bei Europa erhältlich ist. Auch dieser Fall ist treuen Fans der Serie schon bekannt, lediglich einige kleinere Veränderungen hat es gegeben. Auch diese Folge ist insgesamt zu lang, auch wenn das nicht so sehr ins Gewicht fällt wie bei den beiden Vorgängern. Ein weiteres kleines Manko ist, dass teilweise an Stellen gelacht wird, die nicht wirklich witzig sind, was einen teilweise etwas ratlos zurück lässt, obwohl einige Sprüche wirklich humorvoll sind. Positiv ist definitiv anzumerken, dass auch dieser Fall schnell zu durchschauen ist, aber immerhin eine kleine Ablenkung gelegt wurde, um den Hörer etwas zu verwirren. Nur der Schluss ist dann wieder leicht merkwürdig und im Zusammenhang eher unlogisch. Bei der Bewertung der Folge bin ich wie bei den anderen zwiegespalten: Schlecht ist sie nicht, wirklich gut aber auch nicht. Dazu kommen die Erwartungen, die man an ein Produkt mit der Marke Die drei ???stellt, hier etwas eigenes zu schaffen hätte ich für wünschenswerter gehalten. Ob es gefällt oder nicht kann hier nur jeder für sich selbst herausfinden.

Wie auch seine beiden Detektivkollegen hat Bob Andrews eine neue Stimme bekommen, wobei David Wittmann wegen seiner einzigartigen Stimmlage ein paar Jahre jünger klingt als Jannik Schümann und Yoshij Grimm. Trotzdem ist er aufgrund seines großen Talents eine gute Wahl. Als Erzähler der Serie können wir den Worten von Johannes Steck lauschen, der ebenfalls einen ordentlichen Job macht. Als Gast hören wir den unverkennbaren Martin Semmelrogge als Berthold von Bock, der auch hier der Figur seinen Stempel aufdrückt und somit sehr glaubhaft wirkt. Weiterhin sind Robert Missler, Lennardt Krüger und Michael Habeck zu hören.

Ein ordentlicher Job wurde bei der akustischen Gestaltung gemacht, der die Szenen gut stützt und mit wenig Schnickschnack auskommt. Heraus kommt dabei eine sehr gradlinige Umsetzung, die eine gewisse Ruhe ausstrahlt, was mit sehr gut gefällt. Auch der Titelsong wird von mal zu mal besser.

Das Cover zeigt uns die drei Detektive in Aktion und wirkt mit dem Hintergrund, auf dem ebenfalls Justus, Peter und Bon zu sehen sind, sehr angenehm und erinnert von der Aufteilung stark an die Originalserie. Auch hier finden wir einen kleinen Trick sowie den Steckbrief von Peter (mit sehr charmanten Schreibfehler…)

Fazit: Zugegeben es ist noch Luft nach oben. Trotzdem habe ich mich gut unterhalten gefühlt und mag die drei neuen Stimmen mittlerweile sehr.


Die drei ??? Kids - 2. Radio Rocky Beach



Erster Eindruck: Auf den Spuren eines Piratensenders

Große Aufregung bei Onkel Justus und Tante Mathilda: Ihr Auto wurde aufgebrochen und einige wertvolle Dinge gestohlen. Als Justus erfährt, dass immer zur gleichen Zeit in Rocky Beach eingebrochen wird und er feststellt, dass gerade dann die berühmte Radioshow von DJ Wolfman läuft, wittert er einen neuen Fall für die drei ???. Doch noch einige Rätsel müssen gelöst werden...

"Radio Rocky Beach" ist der zweite Fall für die jüngere Ausgabe der drei ???. Im Vergleich zu seinem Vorgänger ist die Story deutlich ausgeklügelter und nicht ganz so leicht zu durchschauen. Auch die Lösung verlangt Justus, Peter und Bob einige Tricks mehr ab und kommt so abwechslungsreicher und interessanter daher. Allerdings hätte man auch hier die Geschichte um eine gute viertel Stunde kürzen können, um temporeicher zu sein und nicht so viel Leerlauf zu haben. Ein weiterer Vorteil der Folge gegenüber seinem Vorgänger: Sie hat Charme! Seien es die kurzen Ausschnitte aus der DJ Wolfman-Show, Onkel Titus, der seinem raren Beatles-Mitschnitt nachtrauert oder die zickige Mitarbeiterin des Piratensenders, alles wirkt liebevoller und lebendiger. Vollkommen überzeugt bin ich zwar immer noch nicht, aber diese Folge war ein Schritt nach vorn!

Die Umbesetzung der drei Hauptkteure gegenüber der USM-Serie ist ein radikaler Schnitt, und so hören wir in der Rolle des Peter Shaw den talentierten Yoshij Grimm. Er lässt den sportlichen Jungen sehr lebendig wirken und verleiht im ein eindeutiges Profilbild. Ganz hervorragend ist auch Sky du Mont, der als DJ Wolfman wunderbar locker und witzig wirkt. Auch seine Kollegin Lara wird von Tanja Dose sehr punktiert und herrlich giftig dargestellt. Außerdem zu hören sind Jannik Schümann, Marisa Calcagno und Achim Schuelke.

Der Titelsong ist leicht zwiespältig zu sehen: Einerseits ist er für Fans der "drei ???" wohl zu sehr auf gute Laune getrimmt, ist der Zielgruppe aber durchaus angemessen und bleibt definitiv im Ohr hängen. Gut gelungen sind die eingebauten Geräusche, die allesamt sehr realistisch wirken und in der richtigen Lautstärke eingestellt wurden.

Das Coverbild zeigt uns die drei Fragezeichen bei ihren Ermittlungen und ist somit eine weitere Abgrenzung zum "großen Bruder", bei dem immer stilisierte Bilder verwendet wurden. Im Inneren findet sich wieder ein kurzer Steckbrief und ein lustiger Tipp für kleine Detektive. Im Vergleich zu USM-Ausgabe wirkt die Aufmachung hier in sich wesentlich stimmiger.

Fazit: Eine deutliche Steigerung lässt diese Folge zu einer recht guten werden, auch wenn besonders das Ende ein wenig zäh ist. Mein Tipp: Einfach mal reinhören...


Die drei ??? Kids - 1. Panik im Paradies



Erster Eindruck: Die Anfänge in Rocky Beach...

Die drei ??? planen einen gemütlichen Tag am Strand, doch dann finden sie einen einsamen Seehund. Schnell fällt ihnen Kapitän Larson ein, der einige seltene Tiere hat, und so bringen Justus, Peter und Bob "Jonas", wie sie das putzige Tierchen genannt haben, dorthin. Allerdings läuft bei dem kauzigen Kapitän einiges schief und die Tiere werden eines nach dem anderen krank. Die drei Juniordetektive wollen unbedingt herausfinden, was dahinter steckt...

Schon seit Längerem gibt es diesen Ableger der kultigen "Drei ???"-Serie zu haben, nun sind die Abenteuer der deutlich jüngeren Detektive ebenfalls bei Europa erhältlich. "Panik im Paradies" ist nett - nicht mehr, aber auch nicht weniger. Der Vergleich zur ursprünglichen Serie bietet sich an und muss aufgrund des gleichen Namens sogar gezogen werden, und schnell stellt man fest das diese Juniorausgabe nicht den gleichen Witz hat. Auch die Story schafft es nicht, vollends zu überzeugen, sie ist relativ schnell durchschaubar und zieht sich an einigen Stellen in die Länge, eine Straffung der Buchvorlage wäre wünschenswert gewesen. Dies ist allerdings dadurch erklärbar, dass man mit "Die drei ??? Kids" eine deutlich jugendlichere Zielgruppe anvisiert und deshalb das Tempo etwas heraus nehmen muss. Positiv ist anzumerken, dass liebgewonnene Charaktere übernommen wurden und auch das Zusammenspiel von Justus, Peter und Bob sehr gut funktioniert. Auch wenn diese Folge nicht wirklich schlecht ist, Luft nach oben ist sicherlich noch viel.

Passend zum neuen Label wurden auch die Sprecher ausgetauscht und die Synchronsprecher des Filmes engagiert. So hören wir Jannik Schümann als Justus, der lediglich manchmal etwas altkluger klingen könnte, sonst aber eine gute Liestung abliefert. Jürgen Kluckert ist hier als Erik Larson zu hören und verleiht ihm Witz und ein wenig Skurrilität. Als Kommissar Reynolds ist Klaus Dittmann im Einsatz, der dem Polizisten seinen eigenen Stempel aufdrückt. Ebenfalls mit dabei sind David Wittmann, Utz Richter und Ingrid Capelle.

Nach dem Titelsong, der verdächtig nach Ohrwurm klingt, ist in Sachen Akkustik vieles richtig gemacht worden. Wenige, dafür sehr gut platzierte musikalische Einlagen und Geräusche schmücken die Handlung aus. Mich erinnert dieser Stil an die vielen Jugendkrimiserien der 80er Jahre, sodass auch Nostalgiker angesprochen werden.

Die Covergestaltung wurde noch einmal überarbeitet und wirkt nun frischer und geordneter. Immer wieder werden kleine Zeichnungen eingebaut, und im Innenteil findet sich neben einem kleinen Steckbrief über Justus noch ein Tipp, der nicht nur Detektive interessieren dürfte.

Fazit: Die erste Folge der "drei ??? Kids" ist solide Hörspielkost, aber leider zu lang geraten, womit sie nicht ganz an das Original heranreicht. Trotzdem habe ich recht gern zugehört.