Pettersson und Findus - 9. Findus zieht um

Pettersson und Findus – 8. Pettersson zeltet

Pettersson und Findus - 7. Pettersson kriegt Weihnachtsbesuch

Petterson und Findus - 6. Aufruhr im Gemüsebeet

Petterson und Findus - Findus und der Hahn im Korb

Petterson und Findus - Eine Geburtstagstorte für die Katze 

Petterson und Findus - Ein Feuerwerk für den Fuchs

Petterson und Findus - Armer Petterson 

Petterson und Findus - Wie Findus zu Petterson kam


Pettersson und Findus - 9. Findus zieht um



Erster Eindruck: Allein im Plumpsklo…

Findus, der aufgekratzte Kater von dem gutmütigen Pettersson, wacht jeden morgen früh auf und muss dann auf seinem Bett herumhüpfen. Doch das stört den alten Mann ganz gewaltig und bietet Findus an, das Plumpsklo im Garten umzubauen, sodass er dort einziehen kann. Anfangs freut sich Findus sehr und genießt seine Freiheit, doch nachts wird es ganz allein im Garten ziemlich unheimlich…

Lange Zeit ist es her, dass Sven Nordqvist eine Fortsetzung seiner erfolgreichen und beliebten „Pettersson und Findus“-Reihe geschrieben hat, doch im Jahr 2013 ist es nun endlich soweit. Und was Hörspielfreunde ganz besonders freuen dürfte: Der Oetinger Audio-Verlag hat die Geschichte gleich wieder mit den bereits bekannten Sprechern umsetzen lassen. Aus einer alltäglichen Situation bei Pettersson und Findus entwickelt sich hier wieder eine neue Geschichten, die auch für die kleinsten Zuhörer mit einer guten halben Stunde gut nachvollziehbar bleibt, aber auch für ältere Kinder unterhaltsam ist – und auch Erwachsene hören aufgrund der Niedlichkeit der Figuren gerne zu. Es ist keine große Entwicklung, die sich hier vollzieht, keine groß angelegte Geschichte mit einem ausgeklügelten Spannungsbogen, dafür überzeugen die kleinen, manchmal fast unscheinbaren Momente in ihrer Herzlichkeit – beispielsweise wenn Findus Pettersson partout nicht erzählen will, wen er zu seiner Einweihungsfeier eingeladen hat. Und dass Findus schnell merkt, dass es im großen Haus bei Pettersson eben doch am schönsten ist und sie eine gute Lösung für beide finden, dürfte dann zwar keine große Überraschung mehr sein, ist dafür aber umso schöner erzählt. Wieder eine sehr gelungene, liebevolle Geschichte mit viel Herz für große und kleine Kinder.

An der Sprecherriege hat sich nichts geändert – glücklicherweise. Denn so bekommt man einmal mehr Jens Wawrczeck zu hören, der sich wunderbar durch die Handlung schnurrt und den frechen Kater Findus mit viel Liebe und sehr, sehr niedlich darstellt. Fred Maire kann als Pettersson ebenso überzeugen, schafft er es doch, den alten Mann ebenso brummig und in sich gekehrt wie liebevoll wirken zu lassen und so den Charakter des Buches zu erhalten. Laura Maire ist als Erzählerin dabei und kann mit ihrer freundlichen, warmen Stimme ihre Passagen sehr angenehm gestaltet. Als Hühner sind Angela Metzler, Stefanie Mühle und Kaharina Wolter zu hören.

Die kleinen Lieder, die sonst in die Handlung eingebaut worden sind, fehlen hier komplett, nur am Ende ist das bereits bekannte „Findus und Pettersson“-Lied zu hören. Auch instrumentale Musik ist hier eher wenig im Einsatz, dafür darf man sich über eine recht umfangreiche und treffende Geräuschkulisse freuen, und auch die Stimmen der Sprecher sind im Hintergrund zu hören, beispielsweise in den Erzählpassagen von Laura Maire.

In einem kräftigen Gelb ist dieses mal die Gestaltung des Covers gehalten, und darauf ist eine der liebevollen und witzigen Zeichnungen von Sven Nordqvist aus der Buchvorlage zu sehen: Findus hüpft begeistert auf seinem Bett im Plumpsklo, während Pettersson etwas verdattert davor steht, auch die Hühner sind wieder gut in Szene gesetzt. Im Inneren sind wieder Kurzinformationen zu den Sprechern und dem Autor zu finden.

Fazit: Die niedliche Geschichte um die beiden ungleichen Charaktere wurde auch hier wieder mit viel Liebe, Humor und Können umgesetzt. Eine hervorragende Produktion für Kinder!

VÖ: Februar 2013
Label: Oetinger Audio
Bestellnummer: 978-3-8373-0678-1


Pettersson und Findus – 8. Pettersson zeltet



Erster Eindruck: Die Hühner kommen groß heraus

Als Pettersson sein altes Zelt findet, will er zusammen mit seinem frechen Kater Findus einen Angelausflug machen. Doch die Hühner sind neidisch und wollen mitkommen, schließlich haben auch sie noch nie in einem Zelt geschlafen. Das wird Pettersson zu viel, und so baut er für Findus das Zelt in seinem Garten auf...

„Pettersson und Findus“, die Serie rund um den seltsamen alten Schweden und seinen sprechenden und gewitzten Kater Findus, hat sich in letzter Zeit zu einer der liebevollsten und charmantesten Kinderserien der letzten Zeit entwickelt, was nicht nur an den wunderschönen Bilderbuchvorlagen von Sven Nordqvist liegt. Mit „Pettersson zeltet“ ist nun der mittlerweile achte Teil der Serie erschienen, mit nur 25 Minuten ist er auch gleichzeitig der kürzeste. Auch gier versprüht die Geschichte wieder jede Menge Zauber, insbesondere Findus bereitet jede Menge Spaß. Doch hier gibt es weitere Stars, die in den vorigen Folgen bisher eher witzige Nebenrollen waren: Die Hühner von Pettersson sorgen für ordentlich Radau und haben sogar ein eigenes Lied bekommen. Ihre komischen Kommentare lassen herzhaftes Lachen folgen. Hier steht nicht wirklich eine fortlaufende Geschichte im Vordergrund, sondern viele kleine lustige Situationen und die wundervollen Figuren. Ein weiterer Volltreffer aus der Reihe!

Angela Metzler, Stefanie Mühle und Katharina Wolter sind als sie drei Henne zu hören, tatsächlich können sie ihren Stimmen große Ähnlichkeit mit dem Gackern der Federtiere verleihen und schaffen es zugleich, immer etwas empört und zickig zu klingen. Der wunderbare Jens Wawrczeck als eigensinniger Findus überzeugt wieder mit seinem mehr als niedlichen Acting, bei dem er die Stimme glaubhaft verstellt. Ilse Strombowski ist in einer kurzen Rolle als Frau Andersson zu hören und fügt sich gut in das Ensemble ein. Laura Maire, Fred Maire und Martin Reinke sind ebenfalls zu hören.

Sehr liebevoll ist die akustische Begleitung der Geschichte gelungen, die einzelnen Szenen werden immer wieder durch kleine Melodien aufgelockert, die nicht zu sehr von der Handlung ablenken. Herrlich witzig sind auch die beiden Lieder, die extra komponiert wurden, darunter auch das bereits oben erwähnte Lied der Hühner, welches sich sehr stimmig in die Handlung einfügt.

Natürlich werden hier einige der Zeichnungen von Sven Nordqvist verwendet, auf dem Cover sieht man Pettersson und Findus auf dem Weg zum Angelausflug, auch die Hühner haben ihren Platz gefunden. Der in Blautönen gestreifte Hintergrund passt gut dazu, während die Aufmachung des stabilen Digipacks recht schlicht ist, aber Infos zu einigen Mitwirkenden bietet.

Fazit: Eine weitere liebevolle und witzige Geschichte rund um die beliebten Figuren, 25 Minuten voller Spaß und charmanter Einfälle.

VÖ: Januar 2011
Label: Oetinger Audio
Bestellnummer: 978-3-8373-0411-4


Pettersson und Findus - 7. Pettersson kriegt Weihnachtsbesuch



Erster Eindruck: Karotten statt Schinken

Der Tag vor Heiligabend, und Pettersson und Findus müssen noch einige Weihnachtseinkäufe erledigen. Doch der alte Mann stürzt und kann nicht mehr laufen. Findus sieht ein trauriges Fest kommen, ohne Baum und ohne Essen. Doch zum Glück hat Pettersson eine tolle Idee...

Hörspiele mit weihnachtlichem Flair gibt es viele, kaum eine Serie, die nicht eine Geschichte zu der schönsten Zeit des Jahres zu erzählen weiß. Auch bei Pettersson und Findus ist es nun so weit - allerdings weniger aus aktuellen Marketinggründen, die Bilderbuchvorlage des Schweden Sven Nordqvist entstand schon im Jahr 1989 und dürfte somit noch einigen Hörspielhörern aus ihren Kindertagen bekannt sein. Die Geschichte ist ruhiger als die anderen, teilweise recht turbulenten Folgen über den brummigen alten Mann und seine freche Katze, was schon allein durch das Thema vorgegeben wird. Trotzdem glänzt das Hörspiel mit seinen pfiffigen Einfällen, allen voran der äußerst kreativ selbstgebaute Weihnachtsbaum. Insbesondere lebt die Folge aber von ihrem Flair, der weihnachtlichen Stimmung und der wunderschönen Aussage, die am Ende über das Fest der Liebe getroffen werden kann. Und natürlich von den tollen Charakteren, die so liebevoll und voller Leben sind. Mit 28 Minuten recht kurz, aber ein Vergnügen, das sich lohnt.

Laura Maires sanfte Stimme kommt auch hier als Erzählerin sehr schön zur Geltung, sie bringt eine gewisse Ruhe in die Handlung. Ilse Strombowski hat einen tollen, aber recht kurzen Auftritt als Frau Andersson, ihr angenehmer Klang passt gut zu der alten Frau. Nicht ganz so gut gefallen hat mir allerdings Hans Holzbrecher als Axel, der zu übertrieben dümmlich klingt. Weitere Sprecher sind Martin Reinke, Susanne Barth und Jan Haase.

Die frech-witzigen Songs, die sonst in die Handlung eingebaut wurden, fehlen hier, nur am Ende ist ein schon bekanntes Lied über Pettersson und Findus zu hören. Sie fehlen aber auch nicht wirklich, vielmehr hätte die Gefahr bestanden, dass sie die weihnachtliche Stimmung gestört hätten. Die eingesetzten kleinen Melodien und Geräusche begleiten die Handlung völlig angemessen.

Auch das Titelbild zu der Folge ist insgesamt ruhiger als die der anderen Teile, man sieht die beiden Hautcharaktere beim gemütlichen und entspannten Weihnachtsessen. Und diese Illustration vom Autor trifft genau die Stimmung, die während des Hörens aufkommt. Im Inneren sind wieder kleine Infos zu Mitwirkenden zu finden.

Fazit: Eine angenehm ruhige und unaufgeregte Folge voller Flair und lustigen Ideen.

VÖ: September 2010
Label: Oetinger Audio
Bestellnummer: 978-3-8373-0408-4


Petterson und Findus - 6. Aufruhr im Gemüsebeet



Erster Eindruck: Kartoffeln, Klößchen und Körner

Petterson liebt seinen Gemüsegarten und kann endlich wieder mit dem pflanzen beginnen. Auch Findus, sein frecher Kater, ist begeistert und möchte einen Fleischklößchenbaum züchten. Doch als die Hühner den Garten stürmen, ist die ganze Aussaat in Gefahr! Kann Findus sein Fleischklößchen verteidigen?

Mindestens genauso liebevoll wie die Bücher über Petterson und Findus von Sven Nordqvist sind auch die Hörspielumsetzungen der Kinderbuchhelden von Oetinger Audio gelungen. So auch die sechste Folge "Aufruhr im Gemüsebeet", in der es turbulent wie noch nie zugeht. Die aufgeschreckten Hühner, das ständige Zerstören der ausgesäten Pflanzen (und Fleischklößchen), Besuch von unliebsamen Besuchern, all das trägt zu einer recht temporeichen und spaßigen Folge bei. Den größten Reiz zieht die Serie wie auch diese Folge aus den unglaublich liebevollen Charakteren, allen voran natürlich Findus, der mit lustigen Einfällen und einer niedlichen Darstellung schnell der Liebling der Zuhörer wird. Mit knapp über einer halben Stunde Laufzeit wird auch bei den kleineren Kindern die Aufmerksamkeitsspanne nicht überschritten, sodass wahrhaft ein Hörspiel für die ganze Familie entstanden ist.

Keine große Variation ist bei den Sprechern zu finden, da auch in den Vorlagen immer nur wenige Figuren vorkommen. So ist Fred Maire erneut als Petterson zu hören, der den alten Mann mit abwechslungsreichen Gefühlslagen spricht und sehr dynamisch wirkt. Laura Maire ist wieder Erzählerin und führt in ihren angenehm kurzen Passagen mit warmer Stimme durch die Handlung. Großartig wie immer ist Jens Wawrczek als Findus, der die putzige Katze dieses mal auch zum Singen bringt. Als Hühner sind Angela Metzler, Stefanie Mühle und Katharina Wolter zu hören.

Die Musik ist hervorragend und perfekt auf die Stimmung der Bücher ausgerichtet. Kindgerecht, aber niemals ins Laute oder Lächerliche abdriftend begleitet sie sanft die Handlung oder tritt während der beiden Lieder in den Vordergrund. Auch die Geräusche sind wunderbar und machen das Hörspiel rund.

Das Titelbild zeigt eine lustige Szene aus dem Hörspiel, in der Petterson und Findus den aufgeschreckten Hühnern hinterherjagen. Die beiden Hauptfiguren kommen sehr gut zur Geltung, auch die Hühner sind liebevoll gezeichnet und wirken vor dem orangenen Hintergrund sehr stimmig. Im Inneren des Digipacks sind kleine Infotexte zu den Sprechern zu finden.

Fazit: Eine der lustigsten und turbulentesten Folgen der Serie, welches mit seinen guten 30 Minuten bestens unterhalten kann.

VÖ: Februar 2010
Label: Oetinger Audio
Bestellnummer: 978-3-8373-0409-1


Petterson und Findus - Findus und der Hahn im Korb

Erster Eindruck: Konkurrenz für Findus

Pettersson rettet den Hahn Caruso vor dem Suppentopf und nimmt ihn bei sich auf. Findus ist alles andere als begeistert, denn sofort zeigen die Hühner nur noch Interesse an dem Neuling. Auch seine Streiche werden von dem Gockel vereitelt. Als dieser dann auch noch anfängt, ununterbrochen zu krähen, ist das Maß für Findus übergelaufen...

Fünf Folgen gibt es mit dem Erscheinen von "Findus und der Hahn im Korb" nun schon, seit ebensolanger Zeit begeistern der kleine freche Kater und der gutmütige Pettersson ihre Zuhörerschaft. Auch diese Folge strotzt wieder nur so vor lustigen Ideen und spaßigen Momenten. Dabei wird vorerst ein ganz banales Gefühl thematisiert: Eifersucht. Besonders gefallen haben mir die Versuche von Findus, das Krähen des Hahnes zu übertönen. Gleiches gilt für die etwas späteren Szenen, in denen er mit ganz anderen Mitteln (die nicht immer ganz so nett sind) versucht, Caruso zum Schweigen zu bringen. Die putzige Erzählweise führt schnell dazu, dass man sich alles bildlich vorstellen kann. Mit einer Länge von 34 Minuten ist es ideal für kleinere Kinder, die sich noch nicht allzu lang konzentrieren können. Aber auch viele Erwachsene werden sich schnell in die putzigen Geschichte verlieben, sodass "Findus und der Hahn im Korb" zu einem Hörspiel für die ganze Familie wird.

Jens Wawrczeck ist wieder als Findus zu hören. Es ist unglaublich, welchen Klang er seiner Stimme verleihen kann, denn er mimt den frechen Kater mit einer Art Schnurren in der Stimme. Eine ganz herausragende Leistung! Fred Maire spricht abermals Pettersson und bringt den Charakter des Mannes direkt auf den Punkt. Sehr gefallen haben mir auch Angela Metzler, Stefanie Mühle und Katharina Wolter als Hühner, die ebenfalls den dargestellten Tieren sehr nahe kommen. Als Erzählerin ist Laura Maire eingesetzt.

In der Handlung wurden wieder zwei Lieder platziert, die von den Charakteren selbst gesungen werden. Diese lockern angenehm die Handlung auf, sind eingängig und mahen einfach Spaß. In den restlichen Szenen wurde hörbar viel Wert auf die Geräusche gelegt, besonders Finus Lärm ist gut dargestellt, ohne zu krass zu sein.

Der lauthals krähende Hahn, ein verzweifelter Pettersson und ein genervter (und extrem niedlicher) Findus sind auf dem Cover zu entdecken. Letzteres Motiv zieht sich auch durch die gesamte Aufmahung als kleiner Blickfang. Das grüne Digipack macht wieder einen hochwertigen Eindruck.

Fazit: Ein weiterer Volltreffer der Serie. Niedlich, unterhaltsam und auch ein wenig lehrreich!


Petterson und Findus - Eine Geburtstagstorte für die Katze

Erster Eindruck: Bäckerei mit Hindernissen...

Findus, die kleine Katze vom verschrobenen Pettersson, hat mal wieder Geburtstag - was nicht so ungewöhnlich ist, Findus hat nämlich dreimal im Jahr Geburtstag. Wie jedes mal will Pettersson eine leckere Pfannkuchentorte backen, doch er hat kein Mehl. Warum er dazu eine Angel braucht, erzählt diese Geschichte...

Pettersson und Findus, die beiden schwedischen Kinderbuchhelden, werden äußerst liebevoll vom Oetinger audio Verlag vertont, so auch die vierte Folge "Eine Geburtstagstorte für die Katze". Keine knallige Action, keine flache Komik, nur die wunderschönen und lustigen Geschichten um den leicht merkwürdigen Pettersson, der schon mal den einen oder anderen außergewöhnlichen Einfall hat, und um die freche, lebensfrohe und ziemlich liebenswerte Katze Findus. Es ist keine große Story, die erzählt wird, sie ist auf das Wesentliche reduziert und bietet immer wieder kleinere Verstrickungen. Gerade das macht das Hörspiel so charmant, geradezu zu einem wunderbareren Gegenpol zu vielen anderen Produktionen. Ein Kinderhörspiel, bei den jeder Erwachsene gerne mithören möchte.

Jens Wawrczeck spricht Findus, wobei seine markante Stimme kaum erkennbar ist und nur leicht hindurchscheint. Großartig, wie anders er klingen kann und wie lebendig er die Katze erscheinen lässt. Gutmütig und verschroben wird Pettersson von seinem Sprecher Fred Maire charakterisiert, dessen leicht knarzige Stimme wunderbar zu der Rolle passt. Einen kleinen Auftritt hat Christoph Arnold als wildgewordener Stier, ansonsten sind noch Martin Reinke und Laura Maire als Erzählerin zu hören.

Musikalisch wird recht viel geboten: Neben einer schönen Szenengestaltung werden auch gleich zwei eigens komponierte Musikstücke geboten, bei denen jedes Kind (und vielleicht ein paar Erwachsene?) direkt mitsingen werden: "Eine Rezept für die Geburtstagstorte" und als Abschluss "Geburtstag Geburtstag". Beide sind sehr eingängig, launig und gehen direkt ins Ohr

In einem schönen und stabilen Digipack wird die CD geliefert, die neben einer Auflistung der Tracks (9 Stück bei 27 Minuten Laufzeit) noch kurze Informationstexte zu den Sprechern und Autor Sven Nordqvist enthalten. Wunderschön ist das Coverbild, das der Buchausgabe entnommen ist.

Fazit: Pettersson und Findus begeistern nun auch als liebevolles Hörspiel das mit seiner guten Umsetzung und seiner hervorragenden Sprechern glänzt. Wunderschön, lustig und einfach zum gerne hören.


Petterson und Findus - Ein Feuerwerk für den Fuchs

Erster Eindruck: Großer Aufwand für einen Fuchs

Von seinem Nachbarn wird Pettersson gewarnt, dass ein Fuchs umherstreift und Hühner reißt. Doch als Petterssons Katze Findus erfährt, dass Gustavsson den Fuchs erschießen will, hat er eine viel bessere Idee: Füchse legt man rein. Und so kommen den beiden immer neue Einfälle...

Die "Pettersson und Findus"-Bücher vom schwedischen Autor Sven Nordqvist sind schon lange Klassiker der Kinderliteratur. Oetinger audio hat sich an die Vertonung der liebevollen Geschichten gemacht, und so können wir nun auch hören, wie es zu dem "Feuerwerk für den Fuchs" kam. Und das ist einfach nur schön geworden! Immer wieder fallen Pettersson und Findus neue, leicht skurrile Ideen ein, wie sie ihre Hennen vor dem Fuchs bewahren können, ohne diesen zu töten. Da braucht es keine weitschweifende Geschichte, das Hörspiel besticht einfach durch seinen unwiderstehlichen Charme und die beiden liebenswerten Charaktere und ihre Beziehung zueinander: Der leicht mürrische Pettersson und die aufgedrehte Katze Findus. Garniert mit einigen beschwingten Liedern wird diese Produktion sicherlich der Hit in vielen Kinderzimmer, kommt aber auch bei Erwachsenen äußerst gut an.

Wunderbar ist Laura Maire als Erzählerin. Sie trifft immer genau den richtigen Ton, um die Geschichte verschmitzt und einfallsreich wirken zu lassen. Martin Reinke spricht den Nachbarn Gustavsson. Ihm gelingt es, mit wenigen Sätzen ein komplettes Bild seines Charakters zu zeichnen, besonders seine Ansicht auf Pettersson. Fred Maire und Jens Wawrczeck sind wieder als Pettersson und Findus zu hören, wobei sie besonderen wert auf ihre Beziehung untereinander legen. Als Hühner hören wir noch Angela Metzler, Stefanie Mühle und Katharina Wolter.

Neben der passenden und wunderschönen Szenengestaltung überzeugen besonders die drei Lieder "Füchse legt man rein", "Grübel, grübel" und "Ich bin doch nur ein Fuchs", die passend in die Handlung eingebaut wurden und dem Ganzen Lockerheit und Pfiff verleihen. Die Geräusche sind gut eingefügt und wirken nicht überladen.

Wie die anderen Pettersson und Findus-Hörspiele wird auch dieses in einem Digipack geliefert, das durch seine tolle Titelillustration glänzt. Mit vielen kleinen Details versehen können wir und gleich ein Bild der beiden Hauptdarsteller machen. Die restliche Aufmachung ist zweckmäßig und übersichtlich, enthält neben einer Auflistung der Tracks einige Informationen zu den Sprechern. Lediglich die ein oder andere Zeichnung aus den Büchern hätte ich mir noch gewünscht.

Fazit: Ein wunderbares, hörenswertes Kinderhörspiel welches die Fantasie anregt und die Lieder in dem Hörspiel animieren Kinder zum mitsingen an.


Petterson und Findus - Armer Petterson 

Erster Eindruck: Pettersson ist sehr traurig...

Was ist nur mit Pettersson los? Der sonst so gutmütige Mann ist völlig trübsinnig und lustlos. Als er seine kleine Katze Findus dann auch noch anschreit, weil sie mit dem Löffel gegen die Tasse schlägt, ist Findus klar, dass er ihn aufheitern muss. Nur wie?

Wer kennt es nicht, das Gefühl zu gar nichts Lust zu haben, sich verkriechen zu wollen und sich selbst leid zu tun? Genau darum geht es in "Armer Petterson" aus dem Hause Oetinger audio. Das anfängliche Frühstück ist nicht nur sehr unterhaltsam, sondern erklärt auch die Grundsituation und verrät einiges über die Beziehung von Pettersson und seiner Katze. Auch danach baut sich keine groß angelegte Geschichte auf, sondern erzählt von den Aufmunterungsversuchen von Findus. Denn ihm ist es zu langweilig, einfach nur dazusitzen und Trübsal zu blasen. So hat er eine chaotische Idee nach der anderen, und so entsteht eine lustige, gefühlsbetonte und - typisch für die Bücher und die Hörspiele - liebevolle knappe halbe Stunde, die wirklich nichts vermissen lässt.

Nur unsere beiden Hauptpersonen sowie eine Erzählerin sind zu hören, aber dieses Mindestmaß für ein Hörspiel fällt überhaupt nicht negativ ins Gewicht. Das liegt auch an Jens Wawrczeck, der die aufgedrehte Katze Findus mit viel Humor und Leidenschaft spricht. Fred Maire lässt Pettersson unglaublich betrübt wirken und trifft immer den richtigen Ton. Laura Maire, die Erzählerin, schafft es, selbst längere Passagen lebendig und dynamisch zu gestalten.

Auch hier haben wieder Frank Oberpichler und Dieter Faber die passende Musik komponiert, die die Geschichte optimal unterstützt und mit schönen Klängen ausstattet. Auch die beiden in die Geschichte eingebauten Songs strotzen vor Lebendigkeit und Freude.

In blau gehalten ist das aufklappbare Digipack, und das Titelbild zeigt uns den niedergeschlagenen Pettersson (auf den es zu allem Überfluß auch noch regnet), sowie Findus bei einem Versuch Petterson zu erheitern. Im Inneren finden sich Infotexte zu den Sprechern, nur ein paar mehr der Illustrationen von Sven Nordqvist wären wünschenswert gewesen.

Fazit: Eine der schönsten folgen der Geschichte, die wunderbar die Freundschaft der beiden unterstreicht. Wer die Serie nicht kennt, sollte unbedingt einmal reinhören!


Petterson und Findus - Wie Findus zu Petterson kam

Erster Eindruck: Die Katze und der alte Mann

In einem kleinen schwedischen Dorf wohnt der alte Pettersson und fühlt sich manchmal richtig alleine. Bis er irgendwann einen Karton geschenkt bekommt, in dem einmal grüne Erbsen waren und nun eine kleine Katze miaut. Jetzt geht es Pettersson zwar schon besser, aber noch schöner wäre es, wenn die Katze sprechen könnte. Und so liest er ihr immer aus der Zeitung vor...

Die Buchreihe "Pettersson und Findus" vom schwedischen Autor und Illustrator Sven Nordquist gehört zu den erfolgreichsten Kinderbüchern der neueren Zeit. Grund genug, die Geschichten auch als Hörspiel zu produzieren. Und an eben diese Aufgabe hat sich der Oetinger audio-Verlag gemacht. Diese Geschichte erzählt, wie alles begann, wie Findus sprechen lernte und noch einiges mehr. Das Hörspiel eignet sich schon für die ganz kleinen Zuhörer ab ca. vier Jahren, und dementsprechend liegt sein Schwerpunkt eher auf einer angenehmen Grundstimmung, auf Gefühlen, die auf recht einfache Weise geschildert werden, und auf der Beschreibung der Charaktere, wobei die Handlung auf einige wenige Elemente reduziert ist. Doch gerade das macht das halbstündige Hörspiel so reizvoll und auch für Erwachsene, die völlig abschalten wollen, interessant und lohnenswert.

Mit recht wenigen Sprechern kommt diese Produktion aus, und deswegen wurde umso mehr auf eine gute Wahl geachtet. Überraschend dürfte für einige der Einsatz von Jens Wawrczeck als Findus sein. Doch er spricht die junge, freche Katze mit derart verstellter Stimme, dass man sie kaum erkennt und eine unglaubliche gute Leistung dabei herauskommt. Pettersson wird von Fred Maire ebenso einfühlsam und glaubhaft gesprochen. Als Beda Andersson ist Ilse Strambowski zu hören, die in ihrem kurzen Auftritt einen sehr guten Eindruck hinterlässt. In weiteren kleinen Rollen sind Angela Metzler, Stefanie Mühle und Katharina Wolter zu hören.

Die Musik stammt aus der Feder von Frank Oberpichler und Dieter Faber. Sie haben es geschafft, die Musik so sehr im Hintergrund zu halten, dass sie nicht zu auffällig wird um von der Geschichte abzulenken, dennoch aber so präsent zu halten, dass eine angenehme Grundstimmung verbreitet wird. Hinzu kommt noch das Lied "Finus und Pettersson" welches von einem Kinderchor fröhlich intoniert wird.

Schon das Titelbild ist einfach nur putzig. Die kleine Katze in dem Karton, dazu der völlig überraschte Pettersson. Dass dabei der Hintergrund in den Farben des Stoffes ist, der hinterher zu Findus' Hose verarbeitet wird, ist eine schöne Idee. Das Digipack enthält dazu noch Informationen zu Sven Nordqvist und einigen Sprechern sowie eine Auflistung der Tracks.

Fazit: Diese Folge der "Pettersson und Findus"-Reihe überzeugt mit einer liebevollen Geschichte, kann Kinder begeistern und wird auch unter Erwachsenen Hörern ihre Fans finden