Die Punkies – 6. Die Jagd nach der Masken-Band

Die Punkies – 5. Video-Stars

Die Punkies – 4. Bens Comeback

Die Punkies – 3. Gig auf der Geisterinsel

Die Punkies – 2. Gitarrendieb on Tour!

Die Punkies – 1. Bühne frei für die Punkies!


Die Punkies – 6. Die Jagd nach der Masken-Band



Erster Eindruck: Geheimnisvolle Band mit vielen Rätseln

Die Aufregung ist groß, als sich die Punkies als Newcomer in einer bekannten Radioshow vorstellen können. So stört es sie nicht einmal, dass die Crashkidzz ebenfalls in der Sendung zu Gast sind. Doch ein berührender Anruf lässt sowieso alle Konkurrenz vergessen: Evas Bruder liegt seit einiger Zeit im Koma, und die einzige Hoffnung sieht sie in einem Auftritt seiner Lieblingsband. Doch die gilt seit langem als verschollen...

Fast jede Jugend-Hörspielserie hat einige Detektiv-Elemente in ihren Folgen, mal mehr, mal weniger. Die sechste Folge der Punkies ist im Grunde auch eine derart gelagerte Geschichte, reichert dies aber mit einigen gelungenen Elementen an und bindet das musikalische Grundthema sehr gekonnt mit ein. Die Introszenen sind dabei unterhaltsam erzählt, das kleine Geplänkel mit ihren Rivalen und der Auftritt beim sympathischen Moderator Ole stimmen gut auf die Handlung ein. Und so ist auch der Übergang zur Suche nach der Masken-Band geschmeidig eingebaut, der Hauptteil dreht sich dann aber um die Rätsel, die die geheimnisvollen Musiker hinterlassen haben – und diese ist eng mit ihrem letzten Album verknüpft. Der Aufbau gefällt mir dabei sehr gut, das Rätsel ist nicht gerade einfach zu knacken und beschäftigt die Punkies für einige Zeit, was durch immer unterschiedliche Situationen unterhaltsam gehalten wird. Toll ist dabei auch das Mysterium um einen Bankraub, der vor einigen Jahren mit den gleichen Masken verübt wurde, die die Band getragen hat, aber auch die Charaktere der Folge passen sehr gut zusammen und sorgen für einen dynamischen Eindruck. Wieder eine richtig starke Folge der Serie, die mit einer spannenden Handlung und einigen geschickten Wendungen überzeugt – und einem kleinen Querverweis auf die Teufelskicker.

Marko, der ein eigenes Tonstudio besitzt, wird von dem bekannten Sänger Laith Al-Deen gesprochen, der auch hier einen sehr guten Eindruck hinterlässt. Er spricht sehr locker und glaubhaft, auch kleinere Gefühlsregungen werden von ihm gekonnt herübergebracht. Svenja Pages ist als Tamara zu hören, ihre Stimme nimmt hier einen leicht rauchigen und geheimnisvollen, aber auch sympathischen Unterton an. Marc Seidenberg ist als Radiomoderator Ole dabei, auch er hinterlässt einen guten Eindruck und schafft einen weiteren passenden Charakter für diese Folge. Weitere Sprecher sind Linda Fölster, Tobias Diakow und Rüdiger Schulski.

Natürlich spielt die Musik auch hier wieder eine wichtige Rolle, die verschiedenen eingebauten Songs der Bands bringen immer wieder eine neue Stimmung mit ein und machen gerade den jüngeren Zuhörern jede Menge Spaß. Doch auch die sonstige Gestaltung mit leiser Hintergrundmusik oder vielfältigen Geräuschen kann hier wieder überzeugen.

Natürlich ist die Masken-Band auch auf dem Cover zu sehen, die T-Rex und die Tigermaske sind dabei gut in Szene gesetzt, die Posen wirken dynamisch und rockig. Die Punkies sind dabei nur im Hintergrund zu sehen, auf einer mondbeschienenen Mauer machen sie aber auch keine schlechte Figur. Die nächtliche Szenerie und die klare Comicstil sorgen für einen noch positiveren Eindruck.

Fazit: Ein entspannter Start, eine gefühlvolle Einleitung in die eigentliche Handlung, viele große und kleine Rätsel, sympathische Figuren und eine kurzweilige und spannende Geschichte - „Die Jagd nach der Masken-Band“ stellt die Stärken der Serie erneut heraus und macht wieder einmal richtig Spaß.

VÖ: 29. September 2017
Label: Europa
Bestellnummer: 889853449422


Die Punkies – 5. Video-Stars



Erster Eindruck: Ein Dreh mit Folgen

Wie jede Band, die etwas auf sich hält, proben die Punkies nicht nur hart, sondern wollen nun auch ihr erstes Musikvideo drehen. Und da sie mit Guidos Eisdiele als Location nicht allzu glücklich sind, wollen sie in einem halb verfallenen Landschulheim drehen, das einsam im Wald steht. Doch die Drohne ihres Regisseurs Luis verschwindet auf merkwürdige Weise. Bei der Suche nach dem teuren Gerät stoßen sie auf eine große Überraschung...

Die Punkies etablieren sich immer mehr als Hörspielserie für Jugendliche, die lockere Grundstimmung und die sympathischen Charaktere haben dafür längst den Grundstein gelegt. In der fünften Folge „Video-Stars“ wird nicht nur ihre Geschichte weiter erzählt, die Entwicklung als Band vorangetrieben, sondern auch über den Tellerrand geschaut und eine aktuelle Thematik behandelt. Der Anfang zeigt aber erst einmal recht charmant den Band-Alltag und zeigt im Schnelldurchlauf, wie so eine Probe funktionieren könnte und ein neuer Song entwickelt wird. Der Übergang zum Videodreh ist flüssig geraten und zeigt schön, wie sehr die Punkies ihren eigenen Kopf durchsetzen wollen. Doch der Kern der Handlung ist das Zusammentreffen mit Darko, der den Punkies schnell sympathisch ist, aber mit einem ganzen Berg von Problemen beladen ist. Es dauert, bis er sich der Band öffnet, doch dann verschärft sich seine Situation recht schnell und spitzt sich immer weiter zu. Schön ist, wie sensibel die Thematik hier umgesetzt ist, auch wenn die „Bösewichte“ der Folge vielleicht eine Spur zu plakativ dargestellt wurden. Die Handlung hat immer wieder aufregende Momente und hält die Spannung zu aufrecht, während das Finale sehr rund erzählt ist und die Folge gekonnt abschließt.

Flemming Stein ist ja mittlerweile schon ein alter Hase als Hörspielsprecher und verleiht auch der Figur des Luis eine sehr lockere und authentische Sprechweise. Marek Harloff hat mir als Darko sehr gut gefalle, er spricht mit viel Nachdruck und macht das Dilemma des jungen Mannes für den Hörer erlebbar, wobei er viele Facetten an den Tag legt. Daniel Axt hat mich in seiner Rolle als Ben wieder überzeugt, er spricht sehr bodenständig und mit viel Energie. Weitere Sprecher sind Erik Schäffler, Bernd Stephan und Henry König.

Natürlich spielt bei einer Serie über eine Band die Musik eine besondere Rolle, sie ist auch immer wieder in die Szenen eingebunden und sorgt dabei für eine jugendliche und coole Stimmung. Schon in der ersten Szene im Proberaum wird dabei gezeigt, wie sich durch wenige Mittel ein Song verändern kann. Auch die Geräusche sind gut eingebunden und sorgen für einen lebendigeren Ausdruck.

Die ganze Band ist in ziemlich cooler Pose auf dem Cover zu sehen, während im Hintergrund verschiedene Themen und Figuren aus der Handlung zu sehen sind. Die Farbgebung in violett, rosa und Pink wirkt hier wegen der kräftigen Töne gar nicht mal so mädchenhaft. Im Inneren gibt es eine Übersicht über die bisherigen Folgen, und natürlich werden auch alle Mitwirkenden aufgelistet, was wegen der schwarzen Schrift auf dunkelblauem Hintergrund nicht immer gut zu erkennen ist.

Fazit: Hier wird einerseits die Entwicklung der Band vorangetrieben, als auch eine eigenständige Geschichte erzählt wird. Das aktuelle Thema wird dabei gekonnt und einfühlsam dargestellt, nur manchmal wirkt das Ganze etwas zu plakativ. Die lockere Stimmung der Serie kommt auch hier wieder sehr gut zur Geltung.

VÖ: 9. Juni 2017
Label: Europa
Bestellnummer: 889853449521


Die Punkies – 4. Bens Comeback



Erster Eindruck: Das Ende der Punkies?

Die Punkies sind gerade erst als Band so richtig zusammengewachsen, und auch Neuzugang Nicolas hat sich als Keyboarder fest integriert. Doch schon steht die nächste Zerreißprobe an, denn Ben bekommt das Angebot, die momentan sehr angesagte Band Triggerbrain auf ihrer Tour zu bgeleiten. Kann er widerstehen oder ist das Ende der Punkies schon vor dem großen Durchbruch besiegelt?

Nachdem sich die Teufelskicker schon seit längerem in der Hörspielwelt etabliert haben, hat Europa mit den Punkies eine ähnlich gestrickte Serie auf den Markt gebracht, die sich jedoch einem ganz anderen Thema widmet: Einer jungen, aufstrebenden Musikband. Nach drei starken Auftaktfolgen ist nun „Bens Comeback“ erschienen, und auch hier werden die vielen psoitiven Aspekte der Vorgänger weitergeführt. Schön ist, dass man die Bandmitglieder noch etwas besser kennenlernt. Jeder hat seine ganz eigene Ausstrahlung, durch die ganz unterschiedlichen Typen gibt es für viele Jugendliche eine Figur, mit der sie sich identifizieren können. Und auch die Vorgänge innerhalb der Band werden hier sehr gelungen aufgegriffen, was auch dem Scherpunkt dieser Folge geschuldet ist. Mit Bens Weggang zeigt sich erst, wie eingeschworen die fünf schon sind, wie wichtig jeder einzelne für die Band ist. Die Handlung wird dabei sehr flüssig und konsequent weiterentwickelt, wobei es kleine, unterhaltsame Nebenschauplätze gibt. Schön ist, wie alles aufgelöst wird, denn auch hier werden jede Menge Emotionen eingebaut, die passend für die anvisierte Zielgruppe wirkt. Das Skript ist stimmig verfasst, die Sprache wird authentisch und flüssig, sodass ich der kurzweiligen Geschichte sehr gern gelauscht habe.

Daniel Axt ist natürlich wieder in der Rolle des Ben zu hören, mit seiner lockeren Art wirkt er sehr sympathisch, kann aber auch den Gewissenskonflikt des jungen Musikers und die Konflikte mit seinen Bandkollegen gekonnt darstellen. Norman wird von Jesse Grimm gesprochen, der glaubhaft wirkt und die unverkrampfte Art der Serie unterstützt. Auch Fabian Harloff ist in der Rolle des Smarty gut besetzt und kann die Nebenrolle treffend darstellen. Weitere Sprecher sind Tibias Diakow, Niels Rieke und Leonie Landa.

Musik spielt eine wichtige Rolle in der Serie und wird natürlich auch immer wieder als Stilmittel eingesetzt – mal als Songs, die von der Band gespielt werden, aber immer wieder auch im Hintergrund, um die jeweilige Atmosphäre zu stärken. Auch die Geräuschkulisse ist authentisch umgesetzt und sorgen für lebendig wirkende Dialoge.

Das Cover ist im witzigen Comicstil umgesetzt, und auch der Schriftzug mit dem kleinen Moskito passt gut hierzu. Zu sehen ist Ben, der aus einem Tourbus steigt und dort voller Freude von seinen Bandkollegen empfangen wird, und sogar das Smartphone eines Fans hat es auf das Titelbild geschafft. Im Inneren werden die Mitwirkenden optisch ansprechend aufgelsitet.

Fazit: Auch die vierte Folge der Punkies hat mir äußerst gut gefallen. Die Konlikte innerhalb der Band, die sympathischen und ganz unterschiedlichen Charaktere, der flüssige Verlauf, der lockere Umgang mit der Sprache - „Bens Comeback“ macht einiges richtig und sorgt dabei für eine angenehme und jugendliche Atmosphäre.

VÖ: 10. März 2017
Label: Europa
Bestellnummer: 889853449620


Die Punkies – 3. Gig auf der Geisterinsel



Erster Eindruck: Viele Themen in kurzweiliger Geschichte

Die Punkies freuen sich riesig auf ihren Auftritt beim Beats & Waves-Festival auf der kleinen Nordseeinsel Nebelhörn. Gemeinsam mit Eiscafebesitzer und Organisator Guido machen sie sich auf gen Norden, sind aber umso enttäuschter, als sie erfahren, dass das Festival abgesagt wurde. Denn auf der Insel gehen seltsame Dinge vor sich, und auch die Bewohner haben sich schon größtenteils von der Insel verabschiedet. Doch sollen die Punkies nun tatsächlich auf einem Alternativfestival im Schatten der Krashkiddz auftreten?

Für die Punkies geht es zu Beginn gleich richtig los, neben einem Gastspiel bei den Teufelskickern zum aufwärmen und zwei Folgen zum Start geht es schon kurz darauf weiter mit der Geschichte um den „Gig auf der Geisterinsel“. Die Band, die im Gegensatz zum Namen eher Popmusik spielt, ist darin zum ersten mal außerhalb ihrer Heimatstadt unterwegs, was auch stimmungstechnisch sehr gut umgesetzt wurde: Man fühlt sich gleich an den Nordseestrand versetzt. Hier wurden einige Themen untergebracht, die nichts mit der Musik der Band zu tun haben, beispielsweise wird durch ein witziges und aufgedrehtes Zwillingspaar der Umweltschutz aufgegriffen, was auch im weiteren Verlauf noch eine wichtige Rolle spielen wird. Dennoch greift alles sehr gut zusammen, und auch die „Geisterinsel“-Thematik wird nicht albern erzählt oder in die Länge gezogen, obwohl alles von Anfang an klar ist, sondern bezieht sich er auf eine kurze, gelungene Szene, die Abwechslung in die Handlung bringt. Auch der Konflikt mit den Krashkiddz wird natürlich wieder eingebracht, umso schöner ist es aber, dass hier am Ende noch einmal ein anderer Kniff verwendet wird. Das ist locker und unterhaltsam erzählt, versteift sich nicht auf ein Thema, sondern bietet viel Abwechslung, wobei sich alle Elemente stimmig ineinander fügen. „Die Punkies“ vermeiden insbesondere die typischen Fehler anderer Serien und gehören zu den wirklich guten Produktionen für die jugendliche Hörerschar.

Jenny Maria Meyer ist auch in dieser Folge als Leonie mit dabei, sie spricht das aufgeweckte, leicht rebellische, aber auch sehr sympathische Mädchen mit einer sehr authentischen Art, die sie mal aufgebracht, dann auch wieder sehr warmherzig klingen lassen kann. Robert Missler überzeugt nicht nur mit glaubhaftem italienischem Akzent, sondern auch mit seiner offenen und leicht aufbrausenden Art, die noch einmal Schwung in die Serie bringt. Niels Rieke spricht mit Vince ein Mitglied der verhassten Krashkiddz und bringt seine arrogante und überhabliche Art sehr gut zur Geltung. Weitere Sprecher sind Johannes Semm, Tetje Mierendorf und Alina Degener.

Klar, dass es in einer Serie um eine Band auch viel Musik gibt. Diese ist sehr sanft in die Handlung eingebettet, man hört aber auch mal einen ganzen Song der Punkies. Das ist sehr abwechslungsreich, gerade weil hier noch verschiedene Gruppen zu hören sind und einige Lieder als Akustik-Versionen zum Besten gegeben werden. Auch ansonsten ist die akustische Gestaltung der Geschichte sehr professionell und atmosphärisch gelungen.

Auf dem Cover schauen die Punkies betreten bis ängstlich in der Gegend herum, während finstere Schatten auf die fallen und aus dem Hintergrund ein Leuchtturm die Gegend beleuchtet, ein paar blaue Farbwirbel ergänzen dieses Motiv. Aus der Gestaltung hätte man sicherlich noch mehr herausholen können, der Zeichenstil wirkt etwas kindlich, was durch das Schwein an der Seite nur noch verstärkt wird.

Fazit: Mir gefällt, dass es hier nicht bloß um die Musik der Punkies geht, sondern die Themenwelt auch mal erweitert wird. Das fügt sich recht stimmig ein und bringt Abwechlsung mit sich, zumal die Charaktere wieder äußerst gut dargestellt werden. Viele schöne Einfälle haben hier ihren Platz gefunden.

VÖ: 27. Januar 2017
Label: Europa
Bestellnummer: 889853449729


Die Punkies – 2. Gitarrendieb on Tour!



Erster Eindruck: Fiese Tricks und ein schlimmer Verdacht

Als die Punkies bei einem neuen Song nicht so recht zufrieden sind, kommt Ben auf die Idee, das Gitarrensolo auf einem ganz besonderen Instrument zu spielen: Der Fender-Jaguar-Gitarre, die sein Vater in einer Vitrine aufbewahrt. Und da gerade ein Bandwettbewerb ansteht, nimmt der junge Musiker das wertvolle Stück kurzerhand mit. Doch nachdem er sie für einen Augenblick aus den Augen gelassen hat, ist die Gitarre verschwunden...

Zum Start der neuen Europa-Serie „Die Punkies“ sind gleich zwei Folgen erschienen, sodass man sich nach der recht ausführlichen Vorstellung der Charaktere in der ersten Episode gleich einen Eindruck davon machen kann, welche Richtung die regulären Geschichten einschlagen werden. Das Intro ist vielversprechend, denn hier wird ein Song der Punkies mit einem sehr speziellen Text gespielt, bevor Aylin, die dieses mal die Rolle der Erzählerin übernommen hat, hierauf eingeht und dabei List auf das kommende macht. Schade, dass während der Folge hierzu keine Brücke geschlagen wird, aber das ist auch fast schon der einzige kleine Kritikpunkt. Die Geschichte wird flüssig und schlüssig erzählt, wobei recht zu Anfang gleich mehrere Spuren für die möglichen Täter gelegt werden. Geübte Hörer ahnen schnell, welche Spur davon zum Ziel führen wird, doch die Auflösung ist dann doch noch einmal ganz anders als gedacht – für überraschende Momente ist also gesorgt. Wieder gibt es viel Witz und Humor, der in die Handlung eingeflossen ist, die Dialoge wirken zu großen Teilen authentisch und passend zu der jugendichen Besetzung, als besonders gelungen habe ich allerdings empfunden, dass hier sehr auf die Beziehung der Punkies untereinander eingegangen ist, sie erfahren hier noch mehr voneinander und werden noch enger zusammengeschweißt. Auch diese Folge hat mich überzeugt und mir viel Spaß gemacht.

Merete Brettschneider ist für die Rolle der Aylin ausgewählt worden, auch hier wirkt sie absolut professionell und bringt ihre fröhliche Lebendigkeit mit ein. Sie schafft so einen sehr sympathischen und authentischen Charakter, der auch die Erzählerrolle gut ausfüllt. Tim Kreuer spricht ihren Bandkollegen Lucas, der seine Texte sehr flüssig spricht und die einzelnen Szenen sehr passend umsetzt. Flemming Stein ist in der Rolle des Jannis zu hören, er ergänzt den Hauptcast um eine weitere gelungene Facette ergänzt und ebenfalls sehr glaubhaft wirkt. Weitere Sprecher sind Erik Schäffler, Niels Rieke und Ugur Tasbilek.

Natürlich geht es bei einer Serie um eine Band auch viel um deren Musik, die immer wieder Teil der Handlung sind. Sie sind sehr poppig gehalten und bieten durchaus den einen oder anderen Ohrwurm, wobei auch während der Dialoge oft leise Hintergrundmusik eingespielt wird. Natürlich haben aber auch zahlreiche Geräusche Einzug ins Hörspiel gefunden, die die Szenen lebendiger wirken lassen.

Ein junger Mann mit tief ins Gesicht gezogener Kapuze hat die wertvolle Gitarre geschultert und wird von Ben auf seinem Skateboard verfolgt, während im Hintergrund die anderen Bandmitglieder als Silhouetten abgebildet sind. In der Folge kommt zwar keine Verfolgungsjagd vor, sodass vielleicht Begehrlichkeiten geweckt, aber nicht erfüllt werden, ansprechend ist das Titelbild dennoch.

Fazit: Auch die zweite Folge der Punkies macht richtig Spaß, Charaktere und Handlung wirken frisch, das Thema ist noch unverbraucht, alles greift gelungen ineinander. Entstanden ist ein kleiner Krimi mit einigen einprägsamen Szenen und einer flüssigen Erzählweise. Besonders der Zusammenhalt der Punkies wird sehr gut in den Mittelpunkt gerückt, während deren Mitglieder noch besser beschrieben werden.

VÖ: 18. November 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 889853449828



Die Punkies – 1. Bühne frei für die Punkies!



Erster Eindruck: Gelungener Auftakt für eine moderne Produktion...

Endlich haben Bassistin Leonie und Gitarrist Ben nicht nur weitere Mitglieder für ihre Band gefunden, sondern auch gleich einen coolen Namen: Die Punkies. Was ihnen jetzt noch fehlt ist ein Proberaum, und im Gemeindezentrum ist gerade einer frei geworden. Doch auch die ewigen Rivalen der Punkies, die arroganten krashkiddz, bewerben sich um diesen Proberaum...

Bei den Teufelskickern hatten die Punkies ihren ersten Auftritt in der Hörspielwelt, mit „Bühne frei für die Punkies“ ist Folge eins der Serie erschienen. Und es wird auch direkt an die Ereignisse der Teufelskicker angesetzt, sodass Leonie erst einmal Aylin und Lucas kennenlernen muss, die sie bisher nur per Videotelefonie gesprochen hat. Mir gefällt, dass auch andere Details aus der Geschichte kurz angerissen werden, das sorgt für einen glaubwürdigeren Eindruck des Settings. Dieses ist der Idee der Teufelskicker gar nicht so unähnlich, auch hier geht es um ein eingeschworenes Team mit einem gemeinsamen Hobby, um Freundschaft und Rivalität, um Zusammenhalt und auch gemeinsame Arbeit. Doch es gibt auch Unterschiede, und das gilt nicht nur für das Thema: Die Punkies klingen nicht so kindlich oder albern, sondern sind coole Jugendliche. Auch lernt man die Charaktere hier schon recht gut kennen, jeder wird recht ausführlich vorgestellt und mit einem eigenen Hintergrund versehen – was auch durchaus einiges an Konfliktpotenzial verspricht, was besonders bei der deutsch-türkischen Sängerin Aylin in einer Rückblick-Szene angedeutet wird. Auch der Witz der Serie gefällt mir sehr gut, sei es ein ungewöhnlicher Gast bei dem ersten Termin im Gemeindezentrum, wie die Punkies dessen Hausmeister von sich überzeugen oder ein gemeiner Streich der krashkiddz. Einen klassischen Erzähler gibt es nicht, dafür gibt es kurze Kommentare von Ben, um die Szenen besser zu beschreiben, was sehr autehntsich wirkt und die Bandmitglieder noch weiter in den Mittelpunkt rückt. Der Verlauf ist wirklich kurzweilig, die Folge hat mir richtig Spaß gemacht, der Einstand ist sehr gelungen.

Auch der Sprechercast ist gut zusammengestellt, besonders die Bandmitglieder harmonieren auch hier schon gut miteinander. Daniel Axt ist als Ben zu hören und macht einen sehr sympathischen und engagierten Eindruck, er ist sehr locker und ein angenehmer Kumpeltyp. Patrick Bach verleiht Nikolas einen sehr pfiffigen und gewitzen Unterton, was durch seine spontan wirkende Sprechweise noch unterstützt wird. Kai Henrik Möller ist als Hans Häußler, der Hausmeister des Gemeindezentrums, zu hören und bringt eine sehr humorige Note in seiner Szene mit ein. Weitere Sprecher sind Robert Missler, Tobias Diakow und Robin Brosch.

Musik spielt in der Serie eine große Rolle, und natürlich ist dann auch die akustische Umsetzung sehr auf die Klänge der Punkies ausgerichtet. Da gibt es viele Gitarrenmelodien, die auch mal im Hintergrund klimpern, aber auch viele eigene Songs der Band. Diese sehr poppigen Klänge wirken modern und sich mit einer klassischen Bandbesetzung richtig gut in die Handlung einfügen.

Das Cover zeigt die Punkies bei einem Auftritt, jeder hat sein Instrument bei sich, sodass man sich gleich einen Eindruck von den Mitgliedern machen kann. Der hübsche Schriftzug nimmt dabei schon einen großen Teil ein. Untermalt mit einer hübschen Lichtinszenierung ergibt sich ein modernes Titelbild im Comicstil, der vielleicht schon etwas zu kindlich wirkt.

Fazit: Die Punkies legen hier einen sehr sympathischen Start hin: Die Bandmitglieder werden gekonnt und kurzweilig vorgestellt, und auch die Handlung um den Proberaum und die Konkurrenten der krashkiddz sind unterhaltsam und witzig. Schnell finden jugendliche Hörer eine Identifikationsfigur, zumal viel Witz eingeflossen ist. Das hat mich durchaus positiv überrascht!

VÖ: 18. November 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 889853449927