Die Punkies – 3. Gig auf der Geisterinsel

Die Punkies – 2. Gitarrendieb on Tour!

Die Punkies – 1. Bühne frei für die Punkies!



Die Punkies – 3. Gig auf der Geisterinsel



Erster Eindruck: Viele Themen in kurzweiliger Geschichte

Die Punkies freuen sich riesig auf ihren Auftritt beim Beats & Waves-Festival auf der kleinen Nordseeinsel Nebelhörn. Gemeinsam mit Eiscafebesitzer und Organisator Guido machen sie sich auf gen Norden, sind aber umso enttäuschter, als sie erfahren, dass das Festival abgesagt wurde. Denn auf der Insel gehen seltsame Dinge vor sich, und auch die Bewohner haben sich schon größtenteils von der Insel verabschiedet. Doch sollen die Punkies nun tatsächlich auf einem Alternativfestival im Schatten der Krashkiddz auftreten?

Für die Punkies geht es zu Beginn gleich richtig los, neben einem Gastspiel bei den Teufelskickern zum aufwärmen und zwei Folgen zum Start geht es schon kurz darauf weiter mit der Geschichte um den „Gig auf der Geisterinsel“. Die Band, die im Gegensatz zum Namen eher Popmusik spielt, ist darin zum ersten mal außerhalb ihrer Heimatstadt unterwegs, was auch stimmungstechnisch sehr gut umgesetzt wurde: Man fühlt sich gleich an den Nordseestrand versetzt. Hier wurden einige Themen untergebracht, die nichts mit der Musik der Band zu tun haben, beispielsweise wird durch ein witziges und aufgedrehtes Zwillingspaar der Umweltschutz aufgegriffen, was auch im weiteren Verlauf noch eine wichtige Rolle spielen wird. Dennoch greift alles sehr gut zusammen, und auch die „Geisterinsel“-Thematik wird nicht albern erzählt oder in die Länge gezogen, obwohl alles von Anfang an klar ist, sondern bezieht sich er auf eine kurze, gelungene Szene, die Abwechslung in die Handlung bringt. Auch der Konflikt mit den Krashkiddz wird natürlich wieder eingebracht, umso schöner ist es aber, dass hier am Ende noch einmal ein anderer Kniff verwendet wird. Das ist locker und unterhaltsam erzählt, versteift sich nicht auf ein Thema, sondern bietet viel Abwechslung, wobei sich alle Elemente stimmig ineinander fügen. „Die Punkies“ vermeiden insbesondere die typischen Fehler anderer Serien und gehören zu den wirklich guten Produktionen für die jugendliche Hörerschar.

Jenny Maria Meyer ist auch in dieser Folge als Leonie mit dabei, sie spricht das aufgeweckte, leicht rebellische, aber auch sehr sympathische Mädchen mit einer sehr authentischen Art, die sie mal aufgebracht, dann auch wieder sehr warmherzig klingen lassen kann. Robert Missler überzeugt nicht nur mit glaubhaftem italienischem Akzent, sondern auch mit seiner offenen und leicht aufbrausenden Art, die noch einmal Schwung in die Serie bringt. Niels Rieke spricht mit Vince ein Mitglied der verhassten Krashkiddz und bringt seine arrogante und überhabliche Art sehr gut zur Geltung. Weitere Sprecher sind Johannes Semm, Tetje Mierendorf und Alina Degener.

Klar, dass es in einer Serie um eine Band auch viel Musik gibt. Diese ist sehr sanft in die Handlung eingebettet, man hört aber auch mal einen ganzen Song der Punkies. Das ist sehr abwechslungsreich, gerade weil hier noch verschiedene Gruppen zu hören sind und einige Lieder als Akustik-Versionen zum Besten gegeben werden. Auch ansonsten ist die akustische Gestaltung der Geschichte sehr professionell und atmosphärisch gelungen.

Auf dem Cover schauen die Punkies betreten bis ängstlich in der Gegend herum, während finstere Schatten auf die fallen und aus dem Hintergrund ein Leuchtturm die Gegend beleuchtet, ein paar blaue Farbwirbel ergänzen dieses Motiv. Aus der Gestaltung hätte man sicherlich noch mehr herausholen können, der Zeichenstil wirkt etwas kindlich, was durch das Schwein an der Seite nur noch verstärkt wird.

Fazit: Mir gefällt, dass es hier nicht bloß um die Musik der Punkies geht, sondern die Themenwelt auch mal erweitert wird. Das fügt sich recht stimmig ein und bringt Abwechlsung mit sich, zumal die Charaktere wieder äußerst gut dargestellt werden. Viele schöne Einfälle haben hier ihren Platz gefunden.

VÖ: 27. Januar 2017
Label: Europa
Bestellnummer: 889853449729


Die Punkies – 2. Gitarrendieb on Tour!



Erster Eindruck: Fiese Tricks und ein schlimmer Verdacht

Als die Punkies bei einem neuen Song nicht so recht zufrieden sind, kommt Ben auf die Idee, das Gitarrensolo auf einem ganz besonderen Instrument zu spielen: Der Fender-Jaguar-Gitarre, die sein Vater in einer Vitrine aufbewahrt. Und da gerade ein Bandwettbewerb ansteht, nimmt der junge Musiker das wertvolle Stück kurzerhand mit. Doch nachdem er sie für einen Augenblick aus den Augen gelassen hat, ist die Gitarre verschwunden...

Zum Start der neuen Europa-Serie „Die Punkies“ sind gleich zwei Folgen erschienen, sodass man sich nach der recht ausführlichen Vorstellung der Charaktere in der ersten Episode gleich einen Eindruck davon machen kann, welche Richtung die regulären Geschichten einschlagen werden. Das Intro ist vielversprechend, denn hier wird ein Song der Punkies mit einem sehr speziellen Text gespielt, bevor Aylin, die dieses mal die Rolle der Erzählerin übernommen hat, hierauf eingeht und dabei List auf das kommende macht. Schade, dass während der Folge hierzu keine Brücke geschlagen wird, aber das ist auch fast schon der einzige kleine Kritikpunkt. Die Geschichte wird flüssig und schlüssig erzählt, wobei recht zu Anfang gleich mehrere Spuren für die möglichen Täter gelegt werden. Geübte Hörer ahnen schnell, welche Spur davon zum Ziel führen wird, doch die Auflösung ist dann doch noch einmal ganz anders als gedacht – für überraschende Momente ist also gesorgt. Wieder gibt es viel Witz und Humor, der in die Handlung eingeflossen ist, die Dialoge wirken zu großen Teilen authentisch und passend zu der jugendichen Besetzung, als besonders gelungen habe ich allerdings empfunden, dass hier sehr auf die Beziehung der Punkies untereinander eingegangen ist, sie erfahren hier noch mehr voneinander und werden noch enger zusammengeschweißt. Auch diese Folge hat mich überzeugt und mir viel Spaß gemacht.

Merete Brettschneider ist für die Rolle der Aylin ausgewählt worden, auch hier wirkt sie absolut professionell und bringt ihre fröhliche Lebendigkeit mit ein. Sie schafft so einen sehr sympathischen und authentischen Charakter, der auch die Erzählerrolle gut ausfüllt. Tim Kreuer spricht ihren Bandkollegen Lucas, der seine Texte sehr flüssig spricht und die einzelnen Szenen sehr passend umsetzt. Flemming Stein ist in der Rolle des Jannis zu hören, er ergänzt den Hauptcast um eine weitere gelungene Facette ergänzt und ebenfalls sehr glaubhaft wirkt. Weitere Sprecher sind Erik Schäffler, Niels Rieke und Ugur Tasbilek.

Natürlich geht es bei einer Serie um eine Band auch viel um deren Musik, die immer wieder Teil der Handlung sind. Sie sind sehr poppig gehalten und bieten durchaus den einen oder anderen Ohrwurm, wobei auch während der Dialoge oft leise Hintergrundmusik eingespielt wird. Natürlich haben aber auch zahlreiche Geräusche Einzug ins Hörspiel gefunden, die die Szenen lebendiger wirken lassen.

Ein junger Mann mit tief ins Gesicht gezogener Kapuze hat die wertvolle Gitarre geschultert und wird von Ben auf seinem Skateboard verfolgt, während im Hintergrund die anderen Bandmitglieder als Silhouetten abgebildet sind. In der Folge kommt zwar keine Verfolgungsjagd vor, sodass vielleicht Begehrlichkeiten geweckt, aber nicht erfüllt werden, ansprechend ist das Titelbild dennoch.

Fazit: Auch die zweite Folge der Punkies macht richtig Spaß, Charaktere und Handlung wirken frisch, das Thema ist noch unverbraucht, alles greift gelungen ineinander. Entstanden ist ein kleiner Krimi mit einigen einprägsamen Szenen und einer flüssigen Erzählweise. Besonders der Zusammenhalt der Punkies wird sehr gut in den Mittelpunkt gerückt, während deren Mitglieder noch besser beschrieben werden.

VÖ: 18. November 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 889853449828



Die Punkies – 1. Bühne frei für die Punkies!



Erster Eindruck: Gelungener Auftakt für eine moderne Produktion...

Endlich haben Bassistin Leonie und Gitarrist Ben nicht nur weitere Mitglieder für ihre Band gefunden, sondern auch gleich einen coolen Namen: Die Punkies. Was ihnen jetzt noch fehlt ist ein Proberaum, und im Gemeindezentrum ist gerade einer frei geworden. Doch auch die ewigen Rivalen der Punkies, die arroganten krashkiddz, bewerben sich um diesen Proberaum...

Bei den Teufelskickern hatten die Punkies ihren ersten Auftritt in der Hörspielwelt, mit „Bühne frei für die Punkies“ ist Folge eins der Serie erschienen. Und es wird auch direkt an die Ereignisse der Teufelskicker angesetzt, sodass Leonie erst einmal Aylin und Lucas kennenlernen muss, die sie bisher nur per Videotelefonie gesprochen hat. Mir gefällt, dass auch andere Details aus der Geschichte kurz angerissen werden, das sorgt für einen glaubwürdigeren Eindruck des Settings. Dieses ist der Idee der Teufelskicker gar nicht so unähnlich, auch hier geht es um ein eingeschworenes Team mit einem gemeinsamen Hobby, um Freundschaft und Rivalität, um Zusammenhalt und auch gemeinsame Arbeit. Doch es gibt auch Unterschiede, und das gilt nicht nur für das Thema: Die Punkies klingen nicht so kindlich oder albern, sondern sind coole Jugendliche. Auch lernt man die Charaktere hier schon recht gut kennen, jeder wird recht ausführlich vorgestellt und mit einem eigenen Hintergrund versehen – was auch durchaus einiges an Konfliktpotenzial verspricht, was besonders bei der deutsch-türkischen Sängerin Aylin in einer Rückblick-Szene angedeutet wird. Auch der Witz der Serie gefällt mir sehr gut, sei es ein ungewöhnlicher Gast bei dem ersten Termin im Gemeindezentrum, wie die Punkies dessen Hausmeister von sich überzeugen oder ein gemeiner Streich der krashkiddz. Einen klassischen Erzähler gibt es nicht, dafür gibt es kurze Kommentare von Ben, um die Szenen besser zu beschreiben, was sehr autehntsich wirkt und die Bandmitglieder noch weiter in den Mittelpunkt rückt. Der Verlauf ist wirklich kurzweilig, die Folge hat mir richtig Spaß gemacht, der Einstand ist sehr gelungen.

Auch der Sprechercast ist gut zusammengestellt, besonders die Bandmitglieder harmonieren auch hier schon gut miteinander. Daniel Axt ist als Ben zu hören und macht einen sehr sympathischen und engagierten Eindruck, er ist sehr locker und ein angenehmer Kumpeltyp. Patrick Bach verleiht Nikolas einen sehr pfiffigen und gewitzen Unterton, was durch seine spontan wirkende Sprechweise noch unterstützt wird. Kai Henrik Möller ist als Hans Häußler, der Hausmeister des Gemeindezentrums, zu hören und bringt eine sehr humorige Note in seiner Szene mit ein. Weitere Sprecher sind Robert Missler, Tobias Diakow und Robin Brosch.

Musik spielt in der Serie eine große Rolle, und natürlich ist dann auch die akustische Umsetzung sehr auf die Klänge der Punkies ausgerichtet. Da gibt es viele Gitarrenmelodien, die auch mal im Hintergrund klimpern, aber auch viele eigene Songs der Band. Diese sehr poppigen Klänge wirken modern und sich mit einer klassischen Bandbesetzung richtig gut in die Handlung einfügen.

Das Cover zeigt die Punkies bei einem Auftritt, jeder hat sein Instrument bei sich, sodass man sich gleich einen Eindruck von den Mitgliedern machen kann. Der hübsche Schriftzug nimmt dabei schon einen großen Teil ein. Untermalt mit einer hübschen Lichtinszenierung ergibt sich ein modernes Titelbild im Comicstil, der vielleicht schon etwas zu kindlich wirkt.

Fazit: Die Punkies legen hier einen sehr sympathischen Start hin: Die Bandmitglieder werden gekonnt und kurzweilig vorgestellt, und auch die Handlung um den Proberaum und die Konkurrenten der krashkiddz sind unterhaltsam und witzig. Schnell finden jugendliche Hörer eine Identifikationsfigur, zumal viel Witz eingeflossen ist. Das hat mich durchaus positiv überrascht!

VÖ: 18. November 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 889853449927