Der kleine Hui Buh – 4. Der blubbernde Brotteig / Alarm in der Geheimzentrale

Der kleine Hui Buh – 3. Die wilde Koboldjagd / Der fluchende Papagei

Der kleine Hui Buh – 2. Wie Hui Buh seine Rasselkette bekam / Die Halloween-Party

Der kleine Hui Buh – 1. Die verschwundene Stunde / Sven will zur Feuerwehr


Der kleine Hui Buh – 4. Der blubbernde Brotteig / Alarm in der Geheimzentrale



Erster Eindruck: Gespenst und Hexe mit schwierigen Aufgaben...

Frederik hat neue Aufgaben für Hui Buh und Heda Hex: Während das Gespenst üben soll, Dinge unsichtbar zu machen, soll die Hexe versuchen, etwas an einen anderen Ort zu zaubern. Beides scheint nützlich zu sein, doch wie können sie Emil helfen, dessen Teig viel zu sehr aufgeht? (Der blubbernde Brotteig)
Als Hui Buh üben soll, die Leute als Poltergeist zu erschrecken, beschließt er, auf Schloss Burgeck zu spuken. Dort trifft er auf Emil und Ede, die nichts Gutes im Sinn haben. Aus Versehen erzählt er den beiden von der geheimen Kommandozentrale auf dem Dachboden der Schule. Gemeinsam mit Hedda Hex muss er ihr Versteck nun verteidigen... (Alarm in der Geheimzentrale)

„Der kleine Hui Buh“ ist eigentlich für ein jüngeres Publikum konzipiert, schon ab etwa drei Jahren können Kinder den kleinen Geschichten folgen. Nichtsdestotrotz werden auch viele ältere Kinder (und im Übrigen auch Erwachsene) ihren Spaß an der vierten Folge haben. Besonders die erste von den beiden hier vorhandenen Episoden ist dabei äußerst gelungen und ist fast nach alter Manier klassischer Europa-Produktionen gehalten. Die beiden Protagonisten müssen darin Emil helfen, richten aber noch mehr Chaos an als vorher. Das ist sehr kurzweilig geraten und macht richtig Spaß, wobei auch die kleine Konkurrenzsituation zwischen Hedda und Hui Buh gut herausgearbeitet wird. Auch Frederik wird hier gut eingebaut, und nach einigem Trubel gibt es dann ein sehr versöhnliches Ende, welches mir sehr gut gefallen hat. Auch „Alarm in der Geheimzentrale“ hat mir gut gefallen, ist aber eine kleine Spur schwächer – vielleicht weil es nicht so eine starke Identifikationsfigur gibt wie Emil. Aber der Humor der Serie funktioniert hier wirklich sehr gut, besonders durch die Unachtsamkeiten von Hui Buh und Hedda kommen witzige Szenen mit ein. Aber auch die beiden Diebe Emil und Ede haben ihren Charme, zumal beide in einer furiosen Schlussszene in die Flucht geschlagen werden. Wieder eine sehr gelungene Folge der Serie, die mir nach wie vor äußerst gut gefällt.

Bert Franzke ist als Frederik sehr gut besetzt, trotz seines jungen Alters spricht er sehr locker und glaubwürdig, zudem bringt er die Aufregung des kleinen Bäckers sehr gut zur Geltung. Elias Chamlali und Roman Kretschmer geben ein gutes Gespann als Emil und Ede ab, sie spielen sich einander die Bälle zu und harmonieren gut in ihren jeweils zugeschriebenen Rollen. Und auch Cathlen Gawlich ist als Hedda Hex wieder sehr stark und bringt jede Menge Energie mit ein. Weitere Sprecher sind Andi Krösing, Matthias Klages und Rüdiger Kuhlbrodt.

Auch in der Junior-Version der Serie kommt eine lebendige und zauberhafte Atmosphäre auf. Das liegt insbesondere als den vielen eingesetzten Geräuschen, die die Zaubereien der beiden Hauptfiguren untermalen und die Dialoge auflockern. Gerade in den etwas chaotischeren Szenen ist dies für die Zuhörern an der unteren Altersgrenze schon eine Spur zu viel.

Die erste Episode dieser Folge wurde als Titelbild sehr gekonnt in Szene gesetzt, überall ist der blubbernde Brotteig zu sehen. Frederik hüpft auf einem Bein herum, Hedda macht einen leicht verzweifelten Eindruck, während Hui Buh viel Spaß zu haben scheint. Das alles ist im witzigen Zeichenstil gehalten und wird bei der restlichen Gestaltung öfters wiederholt.

Fazit: Jede Menge Spaß, Chaos und gute Laune: Auch die vierte Folge von Der kleine Hui Buh ist vollgepackt mit magischen Elementen und kurzweiligen Geschichten. Besonders der blubbernde Brotteig hat mir dabei äußerst gut gefallen und erinnert an einer moderne Version des Klassikers.

VÖ: 9. Juni 2017
Label: Europa
Bestellnummer: 889854248529


Der kleine Hui Buh – 3. Die wilde Koboldjagd / Der fluchende Papagei



Erster Eindruck: Zauberwesen und entflogene Piepmätze

Kenny, ein kleiner frecher Kobold, hat sich in der Schutasche von Elias eingenistet und stellt so allerlei Unfug an. Doch als Elias für einen Dieb gehalten wird, ist der Spaß endgültig vorbei. Hui Buh muss etwas einfallen lassen, um den Kobold wieder loszuwerden... (Die wilde Koboldjagd)
Hedda Hex hat von ihrem gestrengen Lehrer die Aufgabe bekommen, die Sprache der Tiere zu lernen. Gar nicht so leicht, doch schon bald muss die kleine Hexe genau diese Fähigkeit einsetzen, um einen entflogenen Papagei zu finden... (Der fluchende Papagei)

Die Neuauflage des Europa-Klassikers Hui Buh läuft sehr erfolgreich, und so hat man nun auch unter „Der kleine Hui Buh“ eine Version für noch jüngere Kinder entwickelt. Die Handlungen sind dabei etwas schlichter gestrickt, die Figuren niedlicher, die Geschichten nicht so gruselig und eher auf die Lebenswelt von jungen Schulkindern abgestimmt. Dabei enthält auch die dritte Folge der Reihe wieder zwei einzelne Episoden, die jeweils in sich abgeschlossen sind. Gut gefällt mir, dass auch dieses mal die Schulstunden bei dem griesgrämigen Uhu thematisiert werden, so ergibt sich durch den Lernfortschritt der beiden Schüler doch so etwas, wie ein leichter roter Faden durch die Handlungen. Die erste Geschichte um den kleinen Kobold wirkt durch diesen ziemlich frech und aufregend, jede Menge Chaos und eine gewisse Wildheit sorgen für sehr kurzweilige Minuten. Trotz der einfach gestrickten Handlung wirkt dies jedoch keineswegs zu kindlich oder albern, sondern nimmt seine kleinen Zuhörer dennoch ernst. Die zweite Episode konzentriert sich eher auf die liebenswerte Hedda Hex, die mit ihrer aufgeweckten Art so allerlei bewältigen kann, was am Anfang der Folge nicht absehbar war. Dabei wurden einige kleine Kniffe eingebaut, sodass scheinbar für sich stehende Elemente doch miteinander verknüpft werden und so eine Einheit bilden. Eine sehr gelungene Veröffentlichung von Europa, die mir wieder viel Spaß bereitet hat.

Das liegt auch an den tollen Sprechern, die ihre Rollen der gekonnt darstellen. So hat mich Cathlen Gawlich als Hedda Hex wieder völlig begeistert, ihre Stimme nimmt hier einen ganz besonderen Klang an und sorgt für eine sehr liebenswerte Erscheinung der kleinen Hexe. Julius Walch hat hier die Rolle des Elias eingenommen und bietet in der ersten Geschichte einen etwas ruhigeren Fixpunkt inmitten der vielen aufgedrehten Szenen und spricht dabei sehr flüssig. Erzähler Marius Claren macht seine Sache ebenfalls sehr gut, mit seiner ruhigen und angenehmen Sprechweise führt er gekonnt durch die Handlung. Weitere Sprecher sind Katharina Hagitte, Gerald Schaale und Bert Franzke.

Die akustische Umsetzung der beiden Geschichten hat mir wieder gut gefallen, die leicht aufgedrehte Atmosphäre der Handlung kommt auch hier gut zur Geltung. Dafür sorgen zahlreiche Sounds, die teilweise aus der eigentlichen Serie entnommen sind und auf jede Szene gekonnt eingehen. Der flotte Titelsong bleibt schnell im Ohr hängen und lässt sich von Kindern bestens mitsingen.

Richtig niedlich ist die Gestaltung des Covers gelungen, auf dem Kinder auch gleich einen Eindruck von den Figuren bekommen. So ist nicht nur die rothaarige Hedda auf ihrem Besen zu sehen, die mit Hui Buh durch die Abenddämmerung schwebt, auch ihr schlecht gelaunter Lehrer, Uhu Frederik, schaut von einem Ast auf die beiden herunter.

Fazit: Die dritte Folge von „Der kleine Hui Buh“ beweist die Kreativität des Macherteams und erzählt zwei kleine Geschichten voller Witz und phatasievoller Einfälle. Dabei werden die Kinder mit spannenden Handlungen versorgt, der Humor ist keinesfalls flach, sondern sehr niedlich. Die Geschichte um den Papagei hat mir etwas besser gefallen und ist für ein Kinderhörspiel recht komplex, doch auch das Chaos mit dem kleinen Kobold ist sehr hörenswert.

VÖ: 10. Februar2017
Label: Europa
Bestellnummer: 9783803267023


Der kleine Hui Buh – 2. Wie Hui Buh seine Rasselkette bekam / Die Halloween-Party



Erster Eindruck: Auf dem Bauernhof und in der Schule

Auf seinem Weg zum Unterricht bei Fledermaus Frederik trifft der kleine Hui Buh auf Anton, dessen Eltern große Sorgen plagen. Denn ihr Bauernhof-Hotel muss dringend renoviert werden, ansonsten müssen sie ihr Haus an den gierigen Herrn Münzsack verkaufen. Klar, dass Hui Buh helfen will, doch obwohl er die kleine Hexe Hedda mit einspannt, will der Plan gar nicht so einfach gelingen...

Die Neuauflage der legendären Europa-Hörspielserie Hui Buh richtet sich eher an ältere Kinder, denn die Folgen sind recht komplex und stellenweise auch sehr gruselig. Doch da sich auch jüngere Zuhörer für Geistergeschichten interessieren, werden nun auch die Erlebnisse des jungen Hui Buh erzählt, die zwar nicht in die Kontinuität der ursprünglichen Serie passen, aber dafür einen hohen Unterhaltungswert besitzen. Auch die zweite Episode mit zwei etwa halbstündigen Geschichten ist nämlich flott erzählt und punktet mit starken Charakteren sowie einer sehr gekonnten Atmosphäre. Auch hier wird das Konzept beibehalten, dass die beiden Protagonisten Hui Buh und Hedda Hex auf ein Kind treffen, dem sie helfen und dabei noch in ihrer Ausbildung weiter kommen. Die Geschichte um den Bauernhof rückt dabei ernste Probleme in den Mittelpunkt, vermittelt diese aber sehr kindgerecht und legt den Fokus auf die witzigen Spukereien, bei denen so einigen schief geht. Die zweite Geschichte widmet sich der Halloween-Party an einer Schule, bei der Hui Buh und Hedda der kleinen Finnia helfen wollen, die von ihrem Bruder geärgert wird. Dabei kommt ihnen noch die sauertöpfische Direktorin in die Quere, was sehr spritzig und humorvoll umgesetzt wurde. Besonders der Wortwitz in den Dialogen kommt hier sehr gut zur Geltung, das kleine Rededuell zwischen Hui Buh und der Direktorin mit dem passenden Namen Frau Sauermilch ist äußerst amüsant. Auch diese zweite Folge der Serie hat mir sehr gut gefallen, eine liebevolle Kinderserie mit viel Charme!

Cathlen Gawlich ist in der Rolle der quirligen Hexe Hedda zu hören und setzt diese sehr knuffig und energiegeladen um. Mit viel Esprit und einem immer etwas frechen Unterton bringt sie eine sehr liebevolle Figur herüber, die eine sehr gute Ergänzung zu Hui Buh ist. Die Fledermaus Frederik, die als Lehrer für Hui Buh und Hedda im Einsatz ist, wird von Bert Franzke gesprochen, der immer etwas übellaunig, aber im Grunde doch gutherzig und fast schon väterlich wirkt. Heide Domanowski ist als Frau Sauermilch zu hören, mit ihrer zickigen und arroganten Art ist sie ein wunderbarer Gegenspieler für die beiden Spukgestalten. Weitere Sprecher sind Tobias Kluckert, Ben Ersson und Claire Bertling.

Akustisch wird eine gute Leistung abgeliefert, die gekonnt auf die Handlung abgestimmt ist. Dabei werden einige Elemente aus der eigentlichen Serie übernommen, besonders die Geräuschkulisse ähnelt sich sehr. Doch es werden auch viele individuell angepasste Sounds mit aufgenommen, sodass insgesamt ein eigenständiger und eingängiger Eindruck entsteht.

Auf dem Cover sind Hui Buh, Hedda Hex und Fledermaus Frederik zu sehen, die auf dem Dach eines Hauses sitzen und das in der Ferne gelegene Schloss Burgeck beobachten. Die nächtliche Szenerie samt Vollmond und dem kleinen Dorf ist ein wenig gruselig und ebenso verträumt, wobei mir der witzige Zeichenstil richtig gut gefällt.

Fazit: Die beiden Geschichten um den kleinen Hui Buh sind mit viel Witz und Humor versehen, gehen aber auch auf die Probleme von Kindern ein und lösen diese auf sehr charmanre und liebevolle Art. Die wundervollen Charaktere und die lebendige Szenerie sorgen für einen sehr positiven Gesamteindruck.

VÖ: 14. Oktober 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 889853637225


Der kleine Hui Buh – 1. Die verschwundene Stunde / Sven will zur Feuerwehr



Erster Eindruck: Als Hui Buh das Spuken lernte...

Hui Buh ist noch ein kleines Gespenst, hat aber ein klares Ziel vor Augen: Er möchte unbedingt auf dem nahe gelegenen Schloss Burgeck herumspuken. Doch dafür muss er erst einmal sein Handwerk bei der Fledermaus Frederik lernen, der gleichzeitig auch die junge Hexe Hedda Hex unterrichtet. Beide bekommen zum Start eine knifflige Aufgabe gestellt, wollen aber gleichzeitig der kleinen Emma helfen...

Nach dem Neustart der 80er Jahre-Hörspielserie Hui Buh bei Europa mit einer leicht modifizierten Szenerie und neuen Geschichten hat das freche Gespenst seitdem viele neue Fans gefunden. Nun wird zusätzlich noch ein weiterer Ableger produziert, der sich auf die Kinderjahre des frechen Gespenstes konzentriert. Das steht zwar im Gegensatz zum Hintergrund der älteren Version - hier ist der Geist schließlich aus dem bereits erwachsenen Ritter Balduin entstanden. Doch diese Tatsache mal außer acht gelassen ist die erste Folge mit zwei etwas kürzeren Geschichte ein sehr gut gelungenes Kinderhörspiel, das mit witzigen Figuren und einer sehr charmanten Ausstrahlung punkten kann. Dabei wird kurz die Situation um die etwas griesgrämige Fledermaus Frederik erklärt, die Charaktere vorgestellt. Doch schon kurz nachdem die beiden Schüler Hui Buh Und Hedda Hex ihre Aufgaben erhalten haben, lernen sie ein Kind kennen und versuchen ihm zu helfen – was nicht immer so gelingt wie geplant, aber schlussendlich doch zum Ziel führt. Dieses Konstrukt wird in beiden Folgen verwendet, doch sehr unterschiedlich ausgestaltet. Die Geschichte um die kleine Emma ist emotionaler, sowohl mit ernsten als auch mit heiteren Momenten versehen, während es bei Sven und der Feuerwehr chaotischer und verhexter zugeht. Besonders positiv empfinde ich, dass dabei durchaus Anklänge an andere Kinderhörspiele genommen wird – dass man in jeder Folge ein anderes Kind trifft und diesem zu helfen versucht, ist schließlich kein ganz neues Konzept. Mir hat diese erste Folge wegen ihres treffenden Wortwitzes, den einprägsamen Figuren und den einfachen, kindgerechten Geschichten äußerst gut gefallen.

Stefan Krause ist in dieser Umsetzung als junger Hui Buh zu hören. Er spricht diesen mit Inbrunst und viel Energie, sodass die vielen Wortspiele und Versprecher ebenso gut zur Geltung kommen wie der aufgedrehte Charakter des jungen Gespenstes. Timmo Niesner ist in der Rolle von Emmas Vater zu hören, er spricht diese Rolle sehr souverän und in einem angenehmen Sprechtempo, was gerade in einem Kinderhörspiel natürlich sehr wichtig ist. Erzähler ist Marius Claren, seine kurzen Texte spricht er lebhaft und fröhlich, was die Atmosphäre der Produktion noch weiter unterstreicht. Weitere Sprecher sind Helen Blaschke, Jürgen Wolters und Comso Claren.

Die akustische Gestaltung hält sich sehr nahe an der Erwachsenen-Version von Hui Buh, viele Sounds wurden eins zu eins übernommen, beispielsweise wenn Hui Buh sich unsichtbar macht. Dabei wird besonders auf eine vielfältige Geräuschkulisse wert gelegt, wobei auch der schmissige Titelsong um die beiden Hauptdarsteller zu einem Ohrwurm werden kann.

Als Titelbild wurde eine Szene aus der zweiten Geschichte gewählt, in der Hui Buh mit Hedda und Sven in einem Heißluftballon festsitzt. Das ist in einem niedlichen Zeichenstil gestaltet und setzt die Figuren sehr niedlich um, wobei viele Motive aus der Handlung aufgegriffen werden. Im Inneren des kleinen Booklets werden die wichtigsten Figuren noch einmal zum Nachlesen vorgestellt.

Fazit: Ich war zugegebenermaßen anfangs recht skeptisch, ob es eine jüngere Version des frechen Gespenstes benötigt, doch nach dieser Folge lautet die Antwort für mich: Ja! Denn die liebevollen und stark dargestellten Charaktere und das wunderbare Konzept, in jeder Episode einem anderen Kind zu helfen, passen bestens zueinander und werden durch viel charmenten Wortwitz ergänzt. Eine sehr humorige, aber dennoch nicht flache Kinderserie!

VÖ: 14.Oktober 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 889853637126