Ritter Rost – 15. Das Phantom

Ritter Rost – 14. Die Sportskanone

Ritter Rost – 13. Der Roboter

Ritter Rost – 12. Die Zauberfee

Ritter Rost – 11. Jäger des verlorenen Geschirrs

Ritter Rost - 10. Im Weltraum

Ritter Rost - 9. Der Babysitter

Ritter Rost - 8. Feuerstuhl

Ritter Rost - 7. Unter Wasser

Ritter Rost - 6. Der doppelte Koks 

Ritter Rost - 1.Der Bauchredner


Ritter Rost – 15. Das Phantom



Erster Eindruck: Faule Polizisten und einfallsreiche Gauner

Zwei zwielichtige Gestalten besuchen Ritter Rost auf seiner Burg, um ihn um Hilfe zu bitten. Denn bei ihren Gaunereien funkt ihnen immer wieder ein dunkles Phantom dazwischen. Dumm nur, dass Rösti ziemliche Angst vor Geistern hat und deswegen lieber die Polizei einschalten will – natürlich nur unter Begleitschutz von Bö und Koks. Doch dann taucht ein Phantomjäger auf, der kurzen Prozess machen will…

Die Hauptcharaktere der Europa Serie „Ritter Rost“ sind ja schon mit viel Witz und Skurrilität ausgestattet und zieht viel von ihrem Charme daraus. Doch in der 15. Folge mit dem Titel „Das Phantom“ bekommen sie starke Konkurrenz, denn hier sind auch die Nebenfiguren wunderbar gezeichnet und bringen zusätzlichen Pepp in die Folge, deren Handlung an sich gar nicht mal so schwungvoll ist. Zum einen sind da die beiden Gauner Enzo und Ede, beide mit unverwechselbarem Dialekt, die gern vielfältige Beschreibung und Ausreden für ihre Tätigkeiten finden. Zum anderen noch die beiden Polizisten, die sich durch nichts aus der Ruhe bringen lassen und drei Stunden vor Dienstschluss nicht auch noch belästigt werden müssen, das Kaffeetrinken ist da doch wesentlich wichtiger. Und eben auch Jean-Jacques LeNoire, der Phantomjäger, der Ritter Rost das ein oder andere mal ziemlich belämmert dastehen lassen. Und auch König Bleifuß hat wieder einen witzigen Auftritt inklusive Running-Gag, der sich durch das gesamte Ende der Folge zieht. Ziemlich viel Abwechslung also für gerade einmal eine Dreiviertelstunde Laufzeit, da alle Figuren die nötige Beachtung bekommen. Eine spaßige und für Kinder sogar etwas gruselige Folge, die einen sehr runden Eindruck macht.

Martin Baltscheid ist hier gleich in einer Doppelrolle zu hören, als Ganovenduo Enzo und Ede. Obwohl die beiden direkt miteinander sprechen, kann man kaum erkennen, dass sie von dem gleichen Sprecher gesprochen werden. Die beiden witzigen Dialekte bringt er glaubhaft herüber, sodass die Figuren wunderbar zusammenpassen. Ralf Gottesleben spricht den Phantomjäger Jean-Jacques LeNoire ebenfalls mit Akzent, und zwar einem französischen, der ihn leicht abgeboben und arrogant wirken lässt. Als König Bleifuß ist Dieter Brink zu hören, auch er kann seinen Charakter hervorragend und mit viel Witz darstellen. Weitere Sprecher sind Jörg Hilbert, Uli Wewelsiep und Felix Janosa.

Ein weiteres Merkmal der Serie sind die in die Handlung eingebauten Lieder, hier sind gleich zwei verschiedene zu hören – und beide sind sehr gelungen. Den Anfang macht der Song der beiden trägen Polizisten, untermalt mit Mundharmonika im Country-Stil, während Nummer zwei „Phantom, Phantom!“ heißt und mit viel Energie und einer eindringlichen Hookline für Abwechslung sorgen kann.

„O Schreck“ steht auf dem Schild, das Ritter Rost oberhalb seiner Brust trägt, was wunderbar zu seinem Gesichtsausdruck passt. Das rein schwarze Phantom im Hintergrund hält grinsend eine Kette in den Händen und wirkt nicht ganz so unheimlich. Die niedlichen Zeichnungen sind auch in der restlichen Gestaltung zu sehen, Kinder haben hier viele lustige Dinge zu entdecken.

Fazit: Witzige Lieder, wirklich wunderbare Nebencharaktere, viel Spaß – da stört es nicht, dass die Geschichte erst am Ende richtig Fahrt aufnimmt.

VÖ: 15.Februar 2013
Label: Europa
Bestellnummer: 887654281821


Ritter Rost – 14. Die Sportskanone



Erster Eindruck: Couchpotatoe wird auf Touren gebracht

Burgfräulein Bö ist nicht gerade begeistert, dass Ritter Rost nur noch zu hause rumsitzt und nichts für seine Fitness tut – ganz im Gegensatz zu Prinz Eisenerz, dem großen Konkurrenten von Rösti. Das kann er nicht auf sich sitzen lassen und beginnt mit dem Training, unterstützt von seinem Motivator Drache Koks. Doch so ganz rund verläuft das Ganze erst einmal nicht...

In kaum einer Kinderserie ist die Hauptfigur so deutlich mit diversen Makeln behaftet wie „Ritter Rost“, der aus der Feder von Jörg Hilbert und Felix Janosa stammt. Er ist faul, besserwisserisch und ein wenig arrogant – und genau deswegen so beliebt und sympathisch. Seine Makel werden immer wieder zum Thema in der Handlung, ganz deutlich auch bei der 14. Folge „Die Sportskanone“. Die anfänglich Diskussion mit dem tüchtigen Burgfräulein Bö zeigt schon sehr deutlich, wie wenig Lust er auf sportliche Tätigkeit hat, das sogenannte Training mit Koks hinterher noch mehr. Gerade diese Szenen sind gelungen, da beide nicht wirklich den Ansporn haben, Ritter Rost wieder fit zu kriegen. Die weitere Geschichte entwickelt sich organisch und unterhaltsam, ist aber nicht ganz so schräg wie andere Folgen, in denen sich oft ein Gag an den anderen reiht. Auch die skurrilen Details, die sonst so zahlreich auftreten und die Serie einen Großteil ihres Reizes verleihen, sind hier spürbar zurückgeschraubt. Dennoch ist hier wieder ein Kinderhörspiel entstanden, das auch Erwachsenen Spaß macht und unterhaltsam ist, aber eben nicht ganz so stark wie andere Vertreter der Serie.

Koks, der kleine freche Drache, der schnell zum kleinen Helden der Serie geworden ist, wird von Felix Janosa gesprochen, der wieder sehr putzig und niedlich spricht und die freche Seite des Feuerspuckers betont. Uli Wewelsiep ist als Prinz Eisenerz zu hören und passt sich gut dem witzigen Ambiente der Serie an. Erzähler Fritz Stevenhagen hat auch hier eher weniger Text, den er mit seiner eindringlichen Stimme aber gut vermitteln kann. Dieter Brink, Ralf Gottesleben und Patricia Prewitt sind ebenfalls zu hören.

Akustisch geht es hier wie immer bunt und lebhaft zu, viele Sounds und kleine Melodien lockern die Dialoge auf und sorge für eine flotte und witzige Atmosphäre. Doch auch eigens für das Hörspiel produzierte Lieder sind hier zu hören, „Kraftwachs“ und das witzige „Komm zu Potte, Lieselotte“. Diese fügen sich gut in die Handlung ein und sind echte Ohrwürmer.

Das Sportthema wird natürlich auch auf dem Cover aufgegriffen. Ritter Rost hat einen Federballschläger an sein Schwert gebunden und schaut etwas ratlos, während Burgfräulein Bö im Hintergrund beim Gewichtheben einen wesentlich besseren Eindruck hinterlässt. Die übrige Gestaltung wird immer wieder von kleinen grafischen Elementen aufgelockert.

Fazit: Unterhaltsam, aber nicht so gelungen wie die übrigen Folgen der Serie. Hier fehlt noch ein wenig mehr Witz und Biss.

VÖ: 8.Juni 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 886919981520


Ritter Rost – 13. Der Roboter



Erster Eindruck: Vor der Arbeit drücken...

Ritter Rost hat es satt, neben den ganzen Aufgaben, die Bö ihm gibt, auch noch seinen Pflichten als Ritter nachzukommen. Deshalb entschließt er sich, dem Dienst zu entsagen und als Hausmädchen bei der alten Schildegard von Schrottentrott anzufangen. Doch da muss er plötzlich noch mehr erledigen. Währenddessen findet Drache Koks auf dem Dachboden einen alten Roboter, der ihm im Haushalt hilft...

Es gibt Kinderserien, die sind wirklich nur für Kinder gedacht und lassen den Großteil der Erwachsenen ziemlich kalt. Und es gibt jene, die mit skurrilem Humor durchaus auch Menschen jenseits des zehnten Lebensjahrs ansprechen und ziemlich zum Lachen bringen. Ritter Rost gehört eindeutig zur zweiten Kategorie, denn es steckt immer ein Quäntchen mehr darin als es auf den ersten Blick scheint. In der 13. Folge „Der Roboter“ geht es um die Unlust, seine Aufgaben zu erledigen und wie schön man es sich manchmal vorstellt, etwas ganz Neues anzufangen. In dieser Geschichte merkt der metallhaltigste aller Ritter jedoch langsam, dass dies nicht immer begrüßenswert ist und wünscht sich bald das Ritterleben zurück – und davor ist selbstverständlich jede Menge chaotischer Spaß zu hören. Der Humor der Serie gewinnt mit jedem mal mehr, immer näher rücken die Charaktere und sind so liebevoll übertrieben, dass man aus dem Lachen teilweise kaum herauskommt. Es sind diese Kleinigkeiten, die auch diese Folge zu etwas Besonderem machen und in der Verknüpfung mit der gar nicht mal so dummen oder platten Lebensweisheit „Ritter bleibt bei deinen Schrauben“ ein richtig gutes Hörspiel ergibt, das man sich getrost mit der ganzen Familie anhören kann.

Die Hauptsprecher Björn Dömkes als Ritter Rost, Felix Janosa als Drache Koks, Patricia Prawitt als Burgfräulein Bö und Ezähler Fritz Stavenhagen sind auch in dieser Folge zu hören. Hinzu kommt dieses mal Isabel K. Sandig als schwerhörige Schildegard von Schrottentrott, die mit ihrem schlechten Hören und der kratzigen Stimme immer wieder für Lacher sorgt. Dieter Brink als König Bleifuß kann auch überzeugen, spricht dabei hochgestochen und karikiert seinen Charakter damit wunderbar. Auch Rolf Gotesleben ist in seiner kleinen Rolle als genervter Arbeitsvermittler eine gute Wahl.

Während der Szenen ist eher wenig Musik eingesetzt, aber schon zu Anfang sorgt der Titelsong für erheiternde Stimmung. Wie immer sind auch hier eigens auf die Geschichte abgestimmte Lieder zu hören, doch sowohl „Das kann ich schon“ als auch „Der Maschinist“ sind nicht so treffend humorig und ein potenzieller Ohrwurm wie viele ihrer Vorgänger.

Ritter Rost ist auf dem Cover dieses mal nur recht klein im Hintergrund abgebildet, sitzt aber wie immer auf seinem Metallpferd und hat eine mechanische Wolke inklusive Blitz über sich schweben. Im Vordergrund steht hier der kupferfarbene Roboter in Teekesselform mit kleinem Fernseher oben darauf. Auch ein Stück vom niedlichen Drachen Koks ist zu sehen.

Fazit: Treffend, witzig, übertrieben und sogar mit einer beachtenswerten Lebensweisheit. Eine ziemlich gelungenes Hörspiel.

VÖ: 10.Februar 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 886919214529


Ritter Rost – 12. Die Zauberfee



Erster Eindruck: Zauberei auf der Ritterburg

Burgfräulein Bö hat den Ritter Rost zum Aufräumen der Burg verdonnert, obwohl dieser doch vor drei Monaten fast den Müll raus gebracht hat. Doch sein Unbehagen schlägt schnell in Freude um, als er einer Zauberfee befreit, die ihm nun drei Wünsche erfüllen muss. Klar, dass Ritter Rost ganz viele Einfälle hat...

Es gibt Hörspiele, die vor schrägen Einfällen und urkomischen Situationen nur so strotzen. Auch die mittlerweile 12. Folge von Europas „Ritter Rost“ gehört dazu und bringt einen direkt zum Lachen. Mir gefallen die Macho-Sprüche von Ritter Rost richtig gut, wenn er sich beklagt, wie viel er im Haushalt helfen soll, wo er doch eigentlich nie etwas wirklich macht. Lustige Sprüche und spaßige Szenen ziehen sich hier durch die gesamte Handlung und sorgen für ein sehr kurzweiliges Erscheinungsbild – und das nicht nur für die anvisierte Zielgruppe, sondern eindeutig auch für die mithörenden Erwachsenen. Die Geschichte ist ebenso simpel erzählt wie unterhaltsam, immer neue schräge Ideen hat Ritter Rost, was die Fee so alles für ihn zaubern soll. Da ist jede Menge Tempo drin und führt schnell von einer Situation in die nächste, sorgt aber natürlich auch für Probleme. Diese werden ebenso gut thematisiert und sorgen für einen kleinen Umbruch in der Folge, die aber ebenso witzig und locker weitergeht. Die Geschichte ist also wieder sehr gelungen und passt wunderbar in die etwas skurrile Atmosphäre der Serie, ist ebenso kindgerecht wie auch für Erwachsene unterhaltsam.

Neben den Stammsprechern ist nur eine weitere Stimme zu hören, die von Isabel K. Sandig, die die Zauberfee in dieser Folge spricht. Sie klingt hell und klar, passt sich gut den anderen Sprechern an und sorgt wie diese für einige witzige Momente. Björn Dömkes ist wie immer als Ritter Rost mit dabei, mit völliger Selbstverständlichkeit bringt er auch die lustigsten Sprüche und Einfälle glaubwürdig herüber. Erzähler Fritz Stavenhagen führt wie immer gekonnt und mit einem Lächeln in der Stimme durch die Handlung. Natürlich dürfen auch Felix Janosa als Drache Koks und Patricia Prawit als Burgfräulein Bö nicht fehlen.

Neben dem lustigen und schmissigen Titelsong und ein wenig Hintergrunduntermalung sind wieder einige Lieder in die Handlung integriert, die von den Protagonisten gesungen werden und ganz unterschiedliche Ansätze haben. Allesamt machen sie einfach viel Spaß und können zu echten Ohrwürmern mutieren, bereichern die Handlung um dieses weitere Element.

Natürlich ist Ritter Rost auch wieder auf den Cover zu sehen. Er freut sich, während die Fee an seiner Seite einen ärgerlichen Eindruck macht. Der Hintergrund ist in einem fröhlichen Rosa gehalten, während die restliche Gestaltung immer wieder von kleinen grafischen Elementen aufgelockert wird.

Fazit: Auch hier sind es wieder die vielen komischen Einfälle und die ganz eigene Figuren, die diese Folge zu einem sehr unterhaltsamen Hörspiel machen.

VÖ: 16.September 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886979204126


Ritter Rost – 11. Jäger des verlorenen Geschirrs

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Erster Eindruck: Dreckig ist viel schöner!

Das Burgfräulein Bö hat Geburtstag, der kleine Drache Koks hat sich auch eine tolle Überraschung einfallen lassen. Nur Ritter Rost hat kein Geschenk, sodass Koks ihm auf die Sprünge helfen muss. Wie wäre es denn, wenn er zur Abwechslung mal das Geschirr spült? Doch die Teller und Tassen wollen lieber schmutzig bleiben und fliehen aus dem Schloss. So bleibt Rösti nichts anderes über, als ihnen hinterherzujagen...

Herrlich ironisch, mit ungewöhnlichen Figuren und kreativen Ideen, kindgerecht und doch familientauglich – so präsentiert sich die Europa-Serie „Ritter Rost“. Die von Jörg Hilbert erdachte Figur mischt nun schon seit 11 Folgen auch den Hörspielmarkt auf und überzeugt immer wieder mit abgedrehten Geschichten. In dieser Folge mit dem Titel „Jäger des verlorenen Geschirrs“ steht wieder einmal Ritter Rost selbst im Vordergrund, während Bö und Koks die Geschichte um einige witzige Details erweitern. Dabei konzentriert sich die Folge nicht auf die fortlaufende Handlung, sondern schildert eher witzige und urkomische Momentaufnahmen, die sehr unterhaltsam sind. Besonders das freche Geschirr, das Ritter Rost immer wieder entwischt, sorgt für etliche Lacher und einen kurzweiligen Verlauf. Doch auch ein gemeiner Jägersmann und die fiese Spülmaschine bereichern die Folge um witzige Einfälle. Wieder eine sehr gelungene Folge der Serie, die mich oft zum Lachen gebracht hat.

Teilweise sind für einen Sprecher mehrere Rollen vorgesehen, zum Beispiel übernimmt Patricia Prawitt nicht nur die Rolle von Burgfräulein Bö, sondern auch die des Geschirrs. Beim Hören fällt dies aber kaum auf, da die frechen Zwischenrufe der Teller und Tassen ganz anders angelegt sind. Uli Wewelsiep ist als Jäger mit dabei und kann in dieser Rolle dessen überhebliche Seite wunderbar darstellen. Die Spülmaschine wird von Jörg Hilbert gesprochen und klingt ziemlich gefährlich, ohne das Augenzwinkern zu vernachlässigen. Fritz Stavenhagen, Björn Dömkes und Felix Janosa dürfen natürlich nicht fehlen.

Die Geräuschkulisse ist auch hier gut gelungen und spiegelt überzeugend die Umgebung wieder, die in der Handlung beschrieben wird. Besonderes Highlight sind aber auch hier wieder die in die Geschichte eingebauten Songs, die nicht nur auflockernd wirken, sondern auch die Geschichte bereichern und zudem noch echte Ohrwürmer sind.

Was mir an der Gestaltung der Cover der Serie besonders gefällt ist die Tatsache, dass nicht mit dem quietsch-bunten und ultra-coolen Trend anderer Reihen mitgegangen wird, sondern konsequent auf lustige oder niedliche Zeichnungen gesetzt wird, die nicht nur für die Zielgruppe eine wohltuende Abwechslung bietet. Auch hier ist lediglich Ritter Tost mit laufendem Geschirr zu sehen.

Fazit: Freches Geschirr, eine gefährliche Spülmaschine, ein trotteliger Ritter Rost – die Zutaten für diese Geschichte ergeben wieder eine tolle Mischung und machen viel Freude

VÖ: 26. November 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 886977626425

 

Ritter Rost - 10. Im Weltraum



Erster Eindruck: Computerspiel mit Bö und Koks

Graf Zitzewitz tritt mit einer Bitte an Ritter Rost heran. Von seiner Burg aus will er seine Rakete ins Weltall starten lassen - und Ritter Rost soll vom Boden aus das Raumschiff lenken. Die beiden Insassen, niemand anderes als das Burgfräulein Bö und der Drache Koks, sollen vor allem Feuerstuhl retten. Denn das treue Pferd wurde von Außerirdischen entführt...

Runde zehn Folgen lang gibt es nun schon die wohl metallischen Hörspiele um Ritter Rost. Mit Wortwitz, kreativen Einfällen und immer einem kleinen Schuss Moral entstehen skurille und spaßige Folgen rund um die drei außergewöhnlichen Hauptcharaktere. Auch diese zehnte Folge, in der Bö und Koks vom Boden abheben, vereinigt diese Attribute auf sich. Der Humor äußerst sich hier insbesondere durch die Eigensinnigkeit von Ritter Rost, der den Flug ganz schön turbulent werden lässt und auch ansonsten lieber ein leckeres Kühlwasser schlürft als sich um das Raumschiff zu kümmern. Doch auch die Idee mit den Außerirdischen, die im mechanischen Pferd Feuerstuhl einen gewöhnlichen Erdenbewohner sehen und ihn untersuchen, sorgt für Erheiterung. Die Geschichte ist sehr kurzweilig aufgebaut, für Kinder gut nachvollziehbar und auch für Erwachsene durchaus spaßig und interessant. Die Auflösung des Ganzen ist dann ebenso versöhnlich wie einfallsreich. Mit Folge zehn ist eine rundum gelungene Folge der tollen Serie erschienen, die ich gern weiterempfehle.

Interessant ist, dass immer nur wenige Sprecher an den Produktionen beteiligt sind und Rollen auch mal doppelt besetzt werden, alle aber mit ihrer Stimme so gut umzugehen wissen, dass dies kaum auffällt. Martin Baltscheid ist als Graf Zitzewitz zu hören und gestaltet die Rolle auf seine ganz eigene Weise. Patricia Prawit kann als Bö mal streng und unnachgiebig, aber auch ganz sanft klingen. Erzähler Fritz Stavenhagens angenehme Stimme führt kurzweilig in knappen Ausführungen durch die Handlung. Björn Dömkes, Felix Janosa und Uli Wewelsiep sind auch mit dabei.

Die Begleitung der Handlung durch Musik ist - wie in den anderen Folgen - gut gelungen. Obwohl auf eine etwas jüngere Hörerschafft zugeschnitten, ist sie auch für Erwachsene gut hörbar. Besonders gelungen sind aber die beiden Lieder, die in die Handlung eingeflochten sind. Sie erinnern stark an die Zeit der Neuen Deutschen Welle und gehen sofort ins Ohr.

Ritter Rost ist groß auf dem Titelbild zu sehen und steht eindeutig im Fokus, mehr im Hintergrund sieht man die taumelnde Rakete. Lustig, dass sogar die Sterne und Himmelskörper aus Metall sind. Kleine Zeichnungen lockern die ganze Optik des Hörspiels auf, eine ausführliche Trackliste ist im Inneren zu finden.

Fazit: Eine der spaßigsten und kreativsten Folgen dieser wunderbaren Serie, bei der insbesondere die beiden Lieder zu loben sind.

VÖ: 11. Juni 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 886976611927


Ritter Rost - 9. Der Babysitter



Erster Eindruck: Windeln ohne Gerauchsanweisung

Tante Gitta stattet Ritter Rost einen Besuch ab, jedoch keineswegs aus purer Freundlichkeit: Sie möchte nicht mehr auf die Nichte des Königs aufpassen und überträgt diese ehrenvolle Aufgabe Ritter Rost und Burgfräulein Bö. Diese ist entsetzt, dass Rosti nicht wickeln und der Drache Koks mit Daisine nur fernsehen will. Doch da lauern auch noch zwei Räuber...

Die neunte Folge der "Ritter Rost"-Hörspiele widmen sich einem Thema, das bislang immer unterschwellig und nun mit voller Wucht auftaucht: Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau. Denn Ritter Rost sieht gar nicht ein, warum er seinen Teil zur Kindererziehung beitragen soll und beschwert sich über die fehlende Gebrauchsanleitung, während an Burgfräulein Bö im Endeffekt doch die ganze Arbeit hängen bleibt. Dass das Ganze auf charmant-witzige Art geschieht und mit überzogenen Klischees gearbeitet wird, ist spätestens bei den sehr liebenswerten Wutausbrüchen des Burgfräuleins zu merken. Überhaupt stehen die urkomischen Einfälle im Vordergrund, ohne den dahinterstehenden Sinn vollkommen zu überdecken. Für weitere Turbulenzen und damit eine unterhaltsame Folge sorgen die beiden eigentlich bekehrten Räuber Ede und Enzo, die sich die bietende Gelegenheit, die Nichte des Königs zu entführen nicht entgehen lassen wollen, und das erneute Auftauchen von Tante Gitta. Eine rundum liebenswerte und unterhaltsame Folge rund um das ungewöhnliche Burgbewohnertrio, die erneut sehr viel Spaß macht.

Betty Striewe ist als Gitta Rost (Achtung, Wortspiel!) zu hören und passt mit der leicht überzogenen Stimme wunderbar in das skurille Szenario. Martin Baltscheit spricht gleich beide Räuber und schafft es, sowohl Ede als auch Enzo ein ganz eigenes Klangbild und somit eigene Charaktere zu verpassen. Uli Wewelsiep ist als Baby Draisine dabei und kann mit wenigen Lauten ihre Gefühlswelt darstellen. Natürlich sind auch Björn Dömkes, Felix Janosa und Patricia Prawit mit von der Partie.

Neben den gelungenen Szenenbegleitungen und -übergängen kann die Musik auch bei den beiden eingebauten Liedern überzeugen. Das erste ist ein Schlaflied von Ritter Rost, das einen ziemlich komischen Text hat, das andere am Schluss soll einfach nur Spaß bereiten und wird von den beiden Räubern dargeboten.

Eine brüllende Draisine und ein ratloser Ritter Rost mit zugehaltender Nase sind auf dem Titelbild zu sehen, passend zum Thema ist der Hintergrund in Babyrosa gehalten. An den witzigen Zeichnungen kann ich mich kaum sattsehen, ein paar mehr dürften es also durchaus sein. Ein ausführliches Tracklisting im Inneren rundet das Ganze ab.

Fazit: Witzig, skurill und doch voller Gesellschaftskritik kann auch die neunte Folge von Ritter Rost begeistern. Sehr zu empfehlen!

VÖ: 12. Februar 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 88697 61354 2


Ritter Rost - 8. Feuerstuhl



Erster Eindruck: Wunder der Technik

Als der Ritter Rost ein neues achtbeiniges und vollautomatisches Eisenpferd entdeckt, ist er kaum zu halten und möchte seinen treuen Feuerstuhl abgeben. Burgfräulein Bö und der Drache Koks sind jedoch entsetzt und wollen Feuerstuhl behalten. Doch auch Ritter Rost lernt bald die negativen Seiten von seinem neuen Untersatz kennen...

Die wohl eisenhaltigste Serie der Hörspielwelt kehrt mit seiner achten Folge "Feuerstuhl" zurück und bietet erneut recht schräge Familienunterhaltung. Denn obwohl die Serie eindeutig auf Kinder abzielt, haben auch die meisten Erwachsenen viel Spaß an der skurrilen Atmosphäre und den spaßigen Einfällen. In dieser Folge geht es um die Wertschätzung seiner Sachen, selbst wenn es immer neue, scheinbar bessere Alternativen gibt, aber auch um Freundschaft und Treue. Verständlich in eine sbwechslungsreiche Geschichte verpackt werden die Werte kindgerecht dargestellt, ohne aufgesetzt zu wirken. Doch im Vordergrund stehen immer noch die liebevoll ausgemalten Figuren, wie der starrköpfige und belehrungsresistente Ritter Rost. Durch die bezieht die Geschichte ihren unabsprechbaren Charme, der sie unterhaltsam und hörenswert macht. So habe ich mich während der gesamten Laufzeit gut unterhaten gefühlt, auch wenn dies nicht die beste Folge der Serie ist und andere Teile einfallsreicher waren.

Erneut sei die tolle Leistung der drei Hauptsprecher gelobt. Ritter Rost wird von Björn Dömkes mwunderbar aufgeblasen dargestellt, die verstelte Stimme ist eindeutig ziemlich komisch. Patricia Prawit ist als Bö da schon etwas sanfter, kann aber auch die Durchsetzungskraft des Burgfräuleins gut darstellen. Etrem lustig und niedlich wird es bei dem Drachen Koks, der durch Felix Janosa gekonnt zum Leben erweckt wird. In dieser Folge sind auch noch Uli Wewelsiep, Jörg Hilbert und Martin Baltscheit zu hören.

Die musikalische Umsetzung der Geschichte ist sehr gelungen. Wieder einmal werden in die Handlung kleinere Songs eingebaut, die gut hereinpassen, witzig sind und eine nette Abwechslung bieten. Während auch die restliche musikalische Begleitung angenehm und sinnvoll ist, überzeugen besonders die Geräusche der beiden Pferde.

Lustig bunt und ansprechend ist einmal mehr die Covergestaltung geworden. Besonders gefällt mir, dass viele Elemente wie aus Eisen gezeichnet sind und so den Charme der Serie aufgreifen können. Neben einer ausführlichen Trackliste sind auch im Inneren der Hülle viele lustige Zeichnungen zu finden.

Fazit: Schönes und unterhaltsamen Kinderhörspiel, das von den liebevollen Figuren und den lustigen Einfällen lebt.


Ritter Rost - 7. Unter Wasser



Erster Eindruck: Eine Seefahrt, die ist lustig

Bei einem Telefongewinnspiel gewinnt Ritter Rost eine Kreuzfahrt, und natürlich kommen auch Burgfräulein Bö und der Drache Koks mit. Doch während Koks sich langweilt und Bö von der Animateurin genervt wird, fällt Ritter Rost über Bord. Auf der Suche nach ihm werden die beiden anderen von einem riesigen Kraken in das sagenhafte Atlantis verschleppt - wo niemand anderes als der Ritter von eine Nixe gefangen gehalten wird...

Ein neuer Angriff auf die Lachmuskeln ist im Anmarsch: Ritter Rost veröffentlicht sein siebtes Abenteuer. Die skurrilen Figuren undviele schräge Einfälle machen auch diese Folge zu einem besonderen Hörspielspaß: Vom kleinen, aber umso lustigeren Versprecher, über den frechen Drachen Koks, der immer nur Unsinn im Kopf hat bis zu den kulinarischen Vorzügen von Ritter Rost. Auch die spezielle Geschichte dieser Folge ist mit lustigen Details und Anspielungen auf die reale Welt gespickt. Die Geschichte um die einsame Nixe Calypso und den austrocknenden Meeresgrund macht zudem noch viel Spaß und begeistert durch seine Andersartigkeit. Ich habe in vollen Zügen jede einzelne Minute genossen und habe diese Folge als bisher beste der ganzen Serie empfunden.

Die auffallendste Sprechleistung ist wohl wieder Felix Janose als Koks zu zusprechen. Er verkörpert den kleinen Drachen so putzig, so frech und so aufgedreht, dass er jede Szene zu einem Highlight werden lässt. Elke Schlimbach spricht hier die Calypso und macht es einem leicht, sich in die Geschichte hineinzuversetzen. Die Einsätze von Erzähler Fritz Stavenhagen sind sehr begrenzt, was einen sehr lebendigen und organischen Eindruck hinterlässt, diese kurzen Passagen gestaltet er aber mit einer einprägsamen Stimme. Weitere Sprecher sind Björn Dömkes, Patricia Prawit und Uli Wewelsiep.

Warum die Animateurin auf der Kreuzfahrt mit verzerrter Stimme versehen wird, ist mir nicht ganz klar. Dass der Rest des Hörspiels jedoch sehr professionell und nahezu perfekt produziert ist dagegen schon. Besonderen Spaß machen dabei die zwei neuen Songs, die eine erfrischende Abwechslung bieten und glücklicherweise knackig kurz sind.

Das Titelbild mit Ritter Rost und vielen Fischen gefällt mir sehr gut. Auch der Rest ist mit vielen Zeichnungen versehen, allerdings hätte ich auch gerne mal Koks, Bö oder Calypso zu sehen bekommen, die finden sich leider nur in schwarz-weiß bei den Hinweisen zu anderen Produkten von Ritter Rost. Und eine doppelte Auflistung der Tracks wäre auch nicht zwingend notwendig gewesen.

Fazit: Eins meiner Highlights im Kinderhörspielsektor. Viele schräge Situationen, die viel Freunde bereiten.


Ritter Rost - 6. Der doppelte Koks



Erster Eindruck: Zweimal Chaos pur

Was ist bloß mit Koks los? Der freche Drache benimmt sich bei Ritter Rost und Burgfäulein Bö ziemlich merkwürdig. Auch Koks ist verwundert, aber dann merkt er, dass da noch ein anderer Feuerdrache auf der Burg sein Unwesen treibt. Un der behauptet, Koks' verschollener Zwillingsbruder aus der Urzeit zu sein...

Mit "Ritter Rost" ist eine Hörspielumsetzung der beliebten gleichnamigen Kinderbuchreihe unter dem Label Europa mini erschienen, die jetzt ihre sechste Folge veröffentlicht. In "Der doppelte Koks" geht es vornehmlich um den kleinen frechen Drachen, der am liebsten Unsinn macht, was einen großen Spaßfaktor bedeutet. Und das dieser Drache nun gleich zweimal auftaucht, verdoppelt das Chaos natürlich. Es ist einfach alles urkomisch, jung und alt finden gleichermaßen ihre Freude daran. Dabei überzeugen besonders die vielen kleinen Details, die eingebracht werden: Ein altes Weib, das vergiftete Bio-Äpfel verkaufen will, der kleine Sprachfehler von Koks oder Ritter Rosts Lieblingsessen: Herzschrittmachersuppe. Das auch die Story spannend und wirklich gut durchdacht ist, macht das Hörspiel endgültig zu einem tollen Spaß für ale Generationen.

Bö, das arbeitssame Burgfräulein auf der Burg, wird von Patricia Prawit gesprochen, die sehr energiegeladen und resolut wirkt. Auch Björn Dömkes ist als Ritter Rost hervorragend und lässt ihn fast ein wenig machohaft und überheblich wirken. Der Knaller ist jedoch Felix Janosa als Koks (und hier auch als Brikett, dem Zwillingsbruder), der den frechen Drachen mit dem Sprachfehler unglaublich putzig darstellt. Weitere Sprecher sind Elke Schlimbach (toll!), Uli Wewelsiep und Fritz Stavenhagen als Erzähler.

Felix Janosa scheint ein echtes Multitalent zu sein, den neben seinen unbestreitbaren Vorzügen als Sprecher ist er auch für Regie, Produktion und Musik zuständig, die er eigens arrangiert und eingespielt hat. Herausgekommen sind dabei neben dem netten "Ritter Rost Trailer" und einer guten musikalischen Gestaltung noch zwei Songs, die in die Handlung eingebaut sind und einfach nur Spaß machen und im Ohr hängen bleiben.

Gelungen ist auch die Gestaltung: Auf dem Cover sehen wir Koks mit seinem Zwillingsbruder Brikett, doch auch das kleine Booklet, die CD an sich, die Rückseite und sogar der Platz hinter der CD sind mit vielen kleinen Zeichnungen versehen, die alles sehr locker und stimmig wirken lassen. Vorbildlich ist die Trackliste, die neben einem Titel noch die genaue Zeitangabe enthält.

Fazit: Wer sich Ritter Rost entgehen lässt, hat etwas verpasst, denn so ein urkomisches Kinderhörspiel habe ich lang nicht mehr gehört.


Ritter Rost - 1.Der Bauchredner

Erster Eindruck: Tolle neue Europa Serie

Das Burgfr�ulein B�m�chte endlich mal wieder etwas spannendes erleben, Ritter Rost sitzt aber mal wieder Beleidigt mit seiner Zeitung auf der Toilette! Also macht sich das Burgfr�ulein kurzerhand allein auf dem Weg in die Stadt der Bauchreder! Grad angekommen ger�t sie von einem Schlamassel in den n�chten und als ihr dann auch noch ihr sprechender Hut gestohelen wird ist alles aus! Ritter Rost und Drache Koks eilen zur Rettung....

Ritter Rost ist eine neue Serie aus dem Hause Europa, allerdingst sitz bei dieser Produktion nicht Heikedine K�rtig am Regiepult sondern J�rg Hilbert! Die Geschichte ist sch�n gemacht und f�r Kinder sicherlich passend!

Die Sprecher machen ihre Aufgabe richtig gut! Meist kommen die Sprecher in meheren Rollen vor, da zeigt sich auch wie wandlungsf�hig der eine oder andere Sprecher ist!

Technisch ist dieses H�rspiel gut gemacht! Hier gibt es nichts auszusetzen! Das Titellied gef�llt mir sehr gut!
Das Cover zeigt das Burgfr�ulein B�in der Stadt der Bauchredner, im Hintergrund sieht man Ritter Rost! Das Bild ist schon gestaltet! Was mir hier nicht gef�llt ist das es wieder keinen einheidlichen Coverr�cken gibt! Wie schaut das denn aus im Regal?

Fazit: Das H�rspiel hat mit 50 Minuten lang gut unterhalten! Wer Kinderh�rspiele mag ist beim Ritter Rost an der richtigen Adresse!