
Hexe Lilli – 23. Die Reise nach Mandolan
Hexe Lilli – 23. Das Buch des Drachen
Hexe Lilli - 22. und Hektors verzwickte Drachenprüfung
Hexe Lilli - 20. fliegt zum Mond
Hexe Lilli – 23. Die Reise nach Mandolan

Erster Eindruck: Ein Großwesir in Not
Kaum ist Lilli die neue Superhexe geworden, bekommt sie auch schon einen Hilferuf aus einem fernen Königreich. In Mandolan wirft der Thron immer wieder den Herrscher von allein ab, und Lilli soll einen Gegenzauber finden. Das ist gar nicht so einfach, und dann erfährt sie auch noch, dass in der Wüstenstadt einiges im Argen liegt...
Innerhalb der Serie „Hexe Lilli“, die nach den Büchern von Knister im Tonstudio Europa als Hörspiel umgesetzt wird, bleibt nicht alles beim Alten, Entwicklungen sind durchaus spürbar umgesetzt. So ist Lilli nun zur Superhexe geworden und damit erste Ansprechpartnerin in allen Fragen in Sachen Magie. Das eröffnet der Serie natürlich völlig neue Möglichkeiten, was in der 23. Folge auch gut ausgenutzt wird. Hier ist nicht nur die Reise per Hexensprung Ausgangspunkt wie in vielen vorigen Folgen, sondern auch ein magisches Problem. Doch in dieser Folge steckt noch mehr, im Laufe der Zeit erfährt Lilli immer mehr über das Land, kann sogar ein großes Komplott aufdecken und lernt wie immer neue, interessante Charaktere kennen. Schön ist auch, dass der kleine witzige Drache Hektor zwar vorkommt und seine feste Rolle eingenommen hat, aber nicht überpräsent ist. So sind seine Auftritte echte Highlights, lockern die Handlung auf und machen einfach Spaß, ohne dass das Besondere verloren geht oder der Drache einem auf die Nerven gehen kann. Eine sehr flüssig erzählte, spannende und witzige Folge, die eine runde Angelegenheit ist.
Die Auswahl der Sprecher ist gelungen, jeder kann seine Rolle glaubwürdig ausstatten. Als Großwesir Guliman ist Tim Grobe zu hören, der den Witz der Figur gut erkannt hat und immer wieder herrlich jammert. Hofmagier Abrasch ist eine zwielichtige Gestalt, dessen Heimtücke durch das gekonnte Spiel von Wolf Frass sehr gut zur Geltung kommt. Gut gefallen hat mir auch Eberhard Haar als Nandi gefallen, der hier einen rundum positiven Eindruck hinterlässt. Weitere Sprecher sind Julia Fölster, Achim Schülke und Jesse Grimm.
Die Musik stammt wie immer aus den Archiven des Labels, die aus einem großen Fundus schöpfen, Wiederholungen aber auftauchen. Und so wird hier häufig eine Melodie eingesetzt, die für eine andere Serie von Europa sehr prägend war und Hörspiel-Fans unweigerlich diese Assoziation haben werden. Die Geräusche fügen sich wie immer gut in die Dialoge ein.
Äußerlich hat diese Serie insbesondere eines geprägt: Ein Wackelbild als Cover. Auch hier ist Lilli, die zusammen mit Hektor auf einem Elefanten reitet, gleich in zwei Posen zu sehen. Im Inneren findet sich immer ein zusätzliches Gimmick, und so ist neben den üblichen Angaben zur Produktion noch ein kleines Suchspiel zu finden, das auf der Internetseite aufgelöst wird.
Fazit: Hexe Lilli macht mit dieser kurzweiligen und vielseitigen Folge wieder so richtig Spaß!
VÖ: 16.September 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886978880826
Hexe Lilli – 23. Das Buch des Drachen

Erster Eindruck: Wie alles begann...
Dass Lilli zur Hexe wurde, als sie das mächtige Zauberbuch der alten Surulunda Knorx bekommen hat, wird wohl jeder wissen. Doch wie ist sie an das mächtige Werk gekommen? Alles fing damit an, dass der Magier Hieronymus eine Weltbeherrschungsmaschine bauen will und dafür das Buch benötigt. Surulunda will es unbedingt vor ihm in Sicherheit bringen...
Hexe Lilli begeistert nicht nur die Leser des Autors Knister, sondern mittlerweile seit mehreren Jahren auch die Hörspielwelt und sogar Kinobesucher. Der gleichnamige Film mit dem animierten Drachen Hektor erzählt die Vorgeschichte, wie Lilli an das magische Buch gekommen ist – und genau diese Geschichte wird jetzt auch von der 23. Folge der Hörspielserie aufgegriffen. Dabei wird auch ein wenig die dunkle Seite der Serie hervorgekehrt, denn währenddessen die übrigen Folgen eher niedlich und humorvoll sind, sind die Szenen mit dem dunklen Magier Hieronymus für die jüngere Zuhörerschar durchaus ziemlich gruselig – was aber durch die liebenswert schusselige Surulunda Knorx und besonders den niedlichen Drachen Hektor abgemildert wird. Die Geschichte wird dabei sehr gut erzählt und erfährt recht viele Wendungen und überraschende Momente, verliert aber trotzdem nicht den Flair, der der Serie ansonsten innewohnt: In komischen Situationen darf auch gelacht werden, und Lilli versprüht wieder jede Menge Charme. Warum nun allerdings die Betonung auf Hektor auch in der Hörspielserie sein muss, habe ich nicht so ganz verstanden, denn auch ohne den Drachen wurden bisher sehr kreative und liebevolle Geschichten erzählt, während der Drache mit seiner witzigen Attitüde doch eher auf Humor abzielt. Diese Folge unterscheidet sich recht deutlich von dem Rest, bietet aber trotzdem gute Unterhaltung.
Der Stammcast der Serie ist natürlich geblieben, und so ist auch Tim Kreuer wieder als Hektor zu hören, der mit putzigem Klang für viele erheiternde Momente sorgt und hörbar Spaß an der Rolle hat. Wolf Frass darf als Hieronymus wieder seiner dunkle Seite zeigen und kann seiner Stimme eine furchteinflößende Note verleihen, die der Figur den nötigen Nachdruck verleiht. Katja Brügger spricht Surulunda Knorx, auch sie passt sehr gut zu der Rolle und kann sie gut darstellen. Weitere Sprecher sind Patrick Bach, Marion von Stengel und Jesse Grimm.
Neben der Geschichte hat auch die akustische Untermalung ein wenig an Düsternis hinzugewonnen, was sich besonders in den Szenen mit dem bösen Zauberer Hieronymus zeigt. Hier erhalten die Sprecher starke Unterstützung durch atmosphärische Musik, aber auch die spaßigen Momente sind gut und wesentlich fröhlicher umgesetzt worden.
Lilli läuft auf dem Cover durch ein Haus voller Treppen, welches auch in der Handlung eine wichtige Rolle spielt, während sie das Zauberbuch unter den Arm geklemmt hat und Hektor über ihr fliegt. Das Besondere daran ist, dass es sich um ein Wackelbild handelt: Kippt man es, bewegt Hektor sich plötzlich und der Hexe Lilli Schriftzug erscheint in anderen Farben.
Fazit: Diese Vorgeschichte zu der Serie weicht stark von den übrigen Folgen ab und bringt ganz neue Elemente mit ein, die die gesamte Wirkung verändern.
VÖ: 11. Februar 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886972139924
Hexe Lilli - 22. und Hektors verzwickte Drachenprüfung

Erster Eindruck: Brezelschnappen und Rätselraten
Hexe Lilli beschließt, ihren Freund, den verfressenen Flugdrachen Hektor mal wieder zu besuchen. Tatsächlich hat der Lillis Hilfe dringend nötig, denn seine Drachenprüfung steht kurz bevor. Unerlaubterweise schaut Lilli zu und merkt schnell, dass mit dem dreiköpfigen Drachen Uruguru etwas falsch läuft...
Ein neues Abenteuer von Hexe Lilli steht bevor, und nachdem der putzige Drache Hektor im Kinofilm schon viele Fans gefunden hat, hat er nun auch in den Hörspielen seinen großen Auftritt. Und wirklich kann das feuerspuckende Fabelwesen immer wieder für witzige, skurille und äußerst niedliche Momente sorgen und ist das Tüpfelchen auf dem "i" dieser Folge. Grundlage ist der Wettkampf um die Drachenlizenz, bei dem ein Kanditat ordentlich bevorzugt wird. Dies geht durchaus spannend voran, immer wieder gerät Lilli in Gefahr, die Prüfungen sich abwechslungs- und einfallsreich. Die Figuren sind gut gelungen, seien es die vielen Drachen, der Leiter des Wettkampes Trotzdemus oder Madame U, die mit einem kleinen Sprachfehler für ein typisches Motiv bei Kinderhörspielen sorgt. Eine rundum gelungene Folge, die mit witzigen Einfällen zu überzeugen weiß.
Als Hektor ist Tim Kreuer zu hören, der wie oben bereits geschrieben eine putzige Vorstellung abliefert. Holger Mahlich spricht Uruguru und stellt den Drachen, der offensichtlich etwas im Schilde führt, gekonnt mit lauter, dröhnender Stimme dar. Sehr überzeugend ist Tina Eschmann als Madame U, einer Komplizin von Uruguru, die anstelle eines "u" immer ein "ü" spricht und somit neben der gelungenen Darstellung des Charakters für viel Spaß sorgt. Weitere Sprecher sind Wolf Frass, Eberhart Haar und Gerhart Hinze.
Akkustisch ist diese Folge erneut sehr ausbalanciert, Sprecher, Geräusche und Musik bilden eine harmonsche Einheit. So fällt es leicht, sich in die Geschichte hineinzuversetzen, wobei auch Kinder nicht mit zu lauten oder zu vielen Sounds überfordert werden. Die Titelmelodie ist ebenso unaufdringlich, hat aber trotzdem Wiedererkennungswert.
Großes Lob gebührt wieder dem Titelbild, denn die Serie liefert da immer etwas sehr Besonderes: Ein Wackelbild, auf dem Lilli und Hektor schön in Szene gesetzt werden. Im Inneren ist neben den üblichen Informationen noch ein Rezept für leckere Drachenbrezeln zu finden.
Fazit: Hektors Drachenprüfung ist eine unterhaltsame und spaßige Angelegenheit, die mit vielen Einfällen überzeugen kann.
VÖ: 12. Februar 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 88697613512
Hexe Lilli - 21. in Lilliput

Erster Eindruck: Riesengroßer Spaß
Lilli wundert sich, warum die Lilliputaner, die wegen Gullivers Reisen so bekannt sind, fast genauso heißen wie sie selbst. Klar, dass sie der Südseeinsel sofort einen Besuch abstatten will. Doch ihre Hexerei mit dem Fernglas muss irgendwie schief gelaufen sein, denn sie ist genauso groß wie Mougoul, einem Lilliputanermädchen. Als sie sich dann in ihr Zimmer zurückhext, gibt es eine böse Überraschung...
Mit einem Kinofilm dürfte Hexe Lilli, das magisch begabte Mädchen aus der Feder von Knister, nun auch einem etwas breiterem Kinopublikum bekannt sein. Die Hörspielumsetzungen bringen es mittlerweile mit "Hexe Lilli in Lilliput" auf 21 Folgen, und auch diese neueste Folge versprüht viel Charme. Inspiriert von dem Buch "Gullivers Reisen" von Jonathan Swift will Lilli auf die Südseeinsel Lilliput und hat wie immer mit einigen Problemen zu kämpfen. So ist die Geschichte eigentlich zweigeteilt, denn bevor sie in ihrer normalen Größe ankommt, erlebt sie ein kleines, lustiges und spannendes Abenteuer in ihrem Zimmer. Der zweite Teil der Geschichte ist ähnlich gestrickt wie dir Vorgängerfolgen: Sie lernt die Eigenheiten des kleinen Volkes kennen und hilft ihnen in einer bedrohlichen Situation. Das ist dann nicht mehr sonderlich innovativ, trotzdem ist die Geschichte einfach bezaubernd und überzeugt mit viel Charme und lustigen Einfällen, die sowohl den kleineren als auch den größeren Zuhörern Spaß machen dürften.
Zu Anfang des Hörspiels klingt Thea Frank, Sprecherin von Hexe Lilli, etwas zu alt für die Rolle, im Laufe der Zeit fällt dieses aber nicht mehr so stark auf. Weiterhin klingt sie sehr vergnügt und sympathisch. Als Lilliputanermädchen Mougoul ist Saskia Weckler zu hören, auch sie haaucht ihrer Figur Leben ein und sorgt dafür, dass man sich auf die Geschichte einlassen kann. Mit Thomas Fritsch ist die Rolle des Kaisers Aururom hochkarätig besetzt, denn auch hier hört man die jahrelange Erfahrung einfach heraus. Weitere Sprecher sind Dietmar Mues, Patrick Bach und Micaela Kreißler.
Die Musik stammt wieder aus den umfangreichen Archiven von Europa, sodass aufmerksamen Hörspielhörern recht viele Melodien bekannt vorkommen dürften. Das macht aber nichts, denn diese sind sehr geschickt, abwechslungsreich und passen platziert, sodass sie immer zum aktuellen Geschehen passen und die Situationen gut untermalen. Nur ein wenig mehr Südseegefühl hätte ich mir noch gewünscht.
Das Cover ist wieder nicht nur sehr liebevoll gezeichnet, sondern bietet zusätzlich wieder eine kleine Besonderheit: Es ist ein Wackelbild, sodass man beim Kippen der Hülle gleich zwei Bilder betrachten kann. Auch die restliche Aufmachung kann sich sehen lassen.
Fazit: Eine weitere unterhaltsame und lustige Geschichte von Hexe Lilli, der ich sehr gerne gelauscht habe.
Hexe Lilli - 20. fliegt zum Mond

Erster Eindruck: Lilli erobert den Weltraum
Lilli besucht mit ihrer Klasse ein Raumfahrtmuseum, dort werden ihnen auch echte Steine vom Mond gezeigt, da kommt in Lilli die Idee auf, sich mit Hilfe ihres Hexensprunges auch mal auf den Mond zu wagen. Aber sie braucht etwas vom Mond, damit sie sich dort hin hexen kann, aber was? Dann hat Lilli eine Idee, sie hext sich erst in das Museum um dort an einen Mondstein zu kommen und mit seiner Hilfe würde sie sich dann auf den Weg zum Mond machen. Wird Lilli unbemerkt in das Museum kommen und landet sie wirklich auf dem Mond?
Mit "Hexe Lilli fliegt zum Mond" legt Europa unter der Regie von Heikedine Körting die mittlerweile 20. Folge dieser Serie nach den Büchern von Knister vor. Auch diesmal ist die Geschichte wieder sehr kindgerecht, bei der die Zuhörer auch einiges über die Mondgeschichte vermittelt bekommen. Und so, wie das bei Hexe Lilli bisher immer war, kommt auch der Spaß und das Abenteuer nicht zu kurz. Die Story ist sehr schön umgesetzt worden, was nicht zuletzt an der tollen Buchvorlage liegt.
Als Hexe Lilli ist auch diesmal wieder Thea Frank im Einsatz, seit Mitte der 90er Jahre im Einsatz. Mit viel Liebe haucht sie der kleinen Hexe Leben ein. Wie immer auch dabei Leon, Lillis kleiner nerviger Bruder den sie aber sehr lieb hat, im Laufe der Jahre wurde er von verschiedenen Leute gesprochen, hier ist nun Lukas Sperber zu hören. Weiter zu hören sind einige Europa-Bekannte wie Kerstin Draeger, Gernot Endemann und Lutz Mackensy. Jede Rolle ist passend besetzt und man merkt, dass alle Beteiligten mit viel Spaß bei der Sache waren.
Was soll man zu den Geräuschen noch schreiben, jeder, der seit Jahren Hörspiele aus dem Hause Europa hört, kennt so ziemlich jedes Geräusch das vorkommt. Allerdings muss erwähnt werden, dass die Effekte nicht alt klingen, sie passen nach wie vor in die Hörspiele und haben über die Jahre einen Wiedererkennungswert entwickelt. Die Musik, die hier zum Einsatz kommt, fügt sich auch ohne Mängel in das Hörspiel ein.
Das Cover zeigt Hexe Lilli auf dem Mond und die Sportrakete mit der sie dann wieder heimfliegt. Die Illustration aus der Feder von Birgit Rieger ist wieder mal gelungen, nicht zu bunt, aber dennoch aussagekräftig. Was ich nach wie vor sehr schon finde ist die Idee mit dem Wackelcover, so kommt noch eine Menge Bewegung in die ganze Sache.
Fazit: Hexe Lilli ist eine schöne Kinderserie die viel Charme besitzt und viel Spaß beim zuhören macht. Schade nur, dass so wenig Folgen erscheinen, das mag aber daran liegen, dass man hier auf die Buchvorlage von Knister angewiesen ist