Hexe Lilli – 25. wird Prinzessin

Hexe Lilli – 24. im Wunderland

Hexe Lilli – 26. und die Zaubernacht im Kindergarten

Hexe Lilli – 25. und der kleine Eisbär Knöpfchen

Hexe Lilli – 23. Die Reise nach Mandolan

Hexe Lilli – 23. Das Buch des Drachen

Hexe Lilli - 22. und Hektors verzwickte Drachenprüfung

HexeLilli - 21. in Lilliput

Hexe Lilli - 20. fliegt zum Mond


Hexe Lilli – 25. wird Prinzessin



Erster Eindruck: Im Land der Drachen und Schlösser

Schon wieder muss Lilli ihr Zimmer aufräumen, dabei gefällt ihr ein bisschen Chaos ganz gut. Da kommt sie auf die Idee, sich in die Märchenwelt als Prinzessin zu hexen, denn Prinzessinnen müssen schließlich niemals aufräumen. Dort begegnet sie einer richtigen Prinzessin, die gerade auf der Flucht vor ihrer strengen Gouvernante ist, denn sie kann auch nicht alles machen, was sie will. Und so reiten die beiden aus dem Schloss in die Landschaft...

Nach einigen einfachen Folgen für kleinere Kinder ist mit „Hexe Lilli als Prinzessin“ wieder eine Folge erschienen, die für Kinder im Grundschulalter gedacht ist. Das märchenhafte Thema spricht dabei wohl vorrangig Mädchen an, die sich selbst oft in die Rolle einer Prinzessin träumen – dass auch hier nicht immer alle nach Plan läuft kann hier miterlebt werden. Auch Lilli ist fasziniert von dem scheinbar sorgenfreien Leben und erfährt bald, dass viele Pflichten damit verbunden sind. Auch die Flucht aus dem Schloss verläuft nicht gerade glatt, die beiden geraten in die Fänge eines wilden Drachen – der sie dann auch noch zum Aufräumen zwingt. Dass ist alles stimmig erzählt und wird gekonnt weitergeführt und zu Ende erzählt. Doch insgesamt wirkt die Handlung etwas zu flach und vorhersehbar, wirkliche Spannung kommt nur bei den Szenen mit dem Drachen auf. Beim ersten Hören ist das Hörspiel wirklich noch ganz witzig, doch zum Dauerbrenner im Kinder-CD-Spieler wird es wohl nicht avancieren.

Linda Fölster ist hier als Prinzessin zu hören, die sich bald mit Lilli anfreundet. Ihre helle und freundliche Stimme passt gut zu dem vorsichtigen und zögerlichen Charakter, der aber gegen Ende aufblüht, was Fölster auch mit ihrem Klang ausdrücken kann. Isabel Navarro ist als gestrenge Gouvernante zu hören, was sie mit einer gewissen Härte in der Stimme gut zur Geltung bringt. Sehr gut gefallen hat mir Wolf Frass als Drache, der durchaus bedrohlich wirkt, ohne die Kinder allzu sehr zu erschrecken. Weitere Sprecher sind Thea Frank, Micaela Kreißler und Klaus Dittmann.

Die Geschichte wurde insgesamt stimmig umgesetzt, wirkt aber eher dezent und zurückhaltend – nicht unüblich für ein Kinderhörspiel, damit diese nicht von der Geschichte abgelenkt werden. So gibt es während der Szenenübergänge einige kleinere Musikstücke, während der Dialoge passend eingesetzte und glaubwürdige Geräusche, die die Szenen lebendiger machen.

Das Coverdesign wurde hier angepasst und ein wenig modernisiert, auch der niedliche Drache Hektor, der in dieser Folge nicht vorkommt, hat wegen der großen Popularität seinen Platz gefunden. Lillis Haare sind etwas kürzer, der Look etwas frischer, während die in einem schlichten Prinzessinnen-Kleid und Krönchen im Haar auf einem weißen Pferd reitet – ein mädchenhaftes Cover. Im Inneren gibt es einige Tipps für Seifenblasen.

Fazit: Lillis Ausflug in das Märchenland zu Prinzessinnen und Drachen ist eine witzige und kurzweilige Angelegenheit, ist aber etwas vorhersehbar erzählt worden. Einige lustige oder spannende Momente reihen sich hier aneinander, die zeigen, dass man es als Prinzessin auch nicht immer leicht hat.

VÖ: 21.November 2014
Label: Europa
Bestellnummer: 888430909328


Hexe Lilli – 24. im Wunderland



Erster Eindruck: Ein eisiger Herrscher

Auf der Suche nach neuen Zielen für ihren Hexensprung hat Lilli eine tolle Idee: Zusammen mit ihrem kleinen Flugdrachen Hektor zaubert sie sich mit Hilfe einer Schneeflocke in das Wunderland. Doch dort angekommen erfährt sie von einer großen Gefahr: Fürst Pückler, der Herrscher über die Winterberge, greift immer weiter um sich und bedroht das Frühlingsland. Natürlich will Lilli helfen und macht sich auf die Reise…

Nach einem Ausflug zum jüngeren Ich von Hexe Lilli ist man in der 24. Folge der Serie, die nach den Büchern des Autors Knister entsteht, wieder bei der wohlbekannten Lilli angelangt, die ja mittlerweile zur Oberhexe geworden ist. Dieses mal begibt sie sich in ein Phantasieland, die ganz anderen Gesetzen gehorcht als unsere Welt, sie ist aufgeteilt in verschiedene Länder, in denen jeweils eine Jahreszeit fortgehend vorherrscht. Es macht Spaß, nach dem Ankommen von Lilli dieses Lad zu entdecken, seine Bewohner kennenzulernen und Lilli bei ihrer Reuse zu begleiten, das ist kurzweilig und launig umgesetzt. Abenteuerlich wird es dann, als Lilli und Hektor im Winterland angekommen sind, der dort herrschende Fürst Pückler – lustiges Wortspiel! – zeigt, dass nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Diese Moral ist wie nebenbei eingestreut und passt organisch zu der Geschichte, wirkt nicht aufgesetzt. Wieder eine gelungene Folge von Hexe Lilli, in der wie so oft der freche Hektor für Stimmung und gute Laube sorgt.

Tim Kreuer ist es hier, der als Hektor so viel Freude bereitet. Mit seiner verstellten Stimme spricht er sehr niedlich und putzig, kann mit seinen frechen Kommentaren und witzigen Anmerkungen für gute Stimmung sorgen. Josephine Martz ist hier als Eichhörnchen Nusella zu hören, sie spricht flüssig und locker, passt gut in die Atmosphäre der Serie. Gut gefallen hat mir Christian Rudolf als Fürst Pückler der Grausame, der verschiedene Seiten von sich zeigen kann. In weiteren Rollen sind Lutz Harder, Sven Dahlem und Stephan Benson zu hören.

Hat man schon die vorigen Folgen gehört fällt schnell auf, das hier immer wieder die gleiche Musik zu hören ist. Die fröhliche Titelmelodie passt sehr gut zu der Serie, und auch die anderen Stücke – die teilweise auch schon in Produktionen der 80er Jahre genutzt wurden – können die Stimmung der Geschichte verstärken. Allerdings wirkt die Auswahl auf die Dauer doch etwas eintönig, hier hätte mehr Pfiff nicht geschadet.

Das Wackelbild auf dem Cover ist ja mittlerweile zum Markenzeichen der Serie geworden, und auch hier ist es wieder prächtig anzusehen. Im Hintergrund ist eine phantasievolle Landschaft zu sehen, inklusive Bäume mit rosafarbenen Kronen und dem schneeweißen Eispalast. Lilli sitzt im Vordergrund mit dem Eichhörnchen Nusella auf einer grünen Wiese, während Hektor dank des Wackelbildes immer näher geflogen kommt.

Fazit: Schön, auch mal wieder eine Folge mit der älteren Lilli zu Ohren zu bekommen, die Geschichte im phantasievollen Wunderland gefällt insbesondere wegen der gelungenen Nebenfiguren.

VÖ: 24.Februar 2013
Label: Europa
Bestellnummer: 887654281920


Hexe Lilli – 26. und die Zaubernacht im Kindergarten / und der verrückte Ritter



Erster Eindruck: Chaos mit Hektor und Don Quichotte

In Lillis Kindergartengruppe findet eine Lesenacht statt, wo die Kinder auch übernachten werden. Doch Leo langweilt sich zu Hause ziemlich und durchstöbert deswegen Lillis Zimmer – und findet die Drachenschuppe von Hektor... (Lilli und die Zaubernacht im Kindergarten)
Eigentlich soll die Nachbarin Frau Knorz auf Lilli und Leon aufpassen, doch die beiden können sie überreden, dass sie allein bleiben können. Lilli erinnert sich an die Geschichte von Don Quichotte und erzählt Leon davon. Da kommt ihr eine witzige Idee... (Lilli und der verrückte Ritter)

Hexe Lilli kennt man aus den Hörspielen eher im Schulalter, doch wie auch schon die vorige Folge macht die Serie in Folge 26 wieder einen Sprung und ist wieder eher für Kindergartenkinder konzipiert – dementsprechend ist die Hauptfigur im gleichen Alter. Das ist erst einmal kein Problem, zumal die beiden hier enthaltenen Geschichten recht unterhaltsam sind. Merkwürdig ist es dann aber, wenn frühere Abenteuer von Lilli erwähnt werden, die eigentlich erst später passiert sind. Nun gut, der angesprochenen Zielgruppe wird dies kaum negativ auffallen, von daher ein näherer Blick aus die positiven Seiten, die deutlich überwiegen. In der ersten Episode geht es zunächst vorrangig um Leon, Lillis Nacht im Kindergarten fällt etwas ab und dient insbesondere zur Vorstellung der Situation. Viel spaßiger ist es da mitzuhören, wie Leon Hektor ruft und der putzige Flugdrache unbedingt zu Lilli will. Gerade im letzten Drittel der Geschichte geht es spannend und witzig zu, Lilli kommt hier ganz schön in Nöte. In der zweiten Episode geht es recht schnell chaotisch zu, Don Quichotte taucht schon kurz nach dem Start auf und bringt alles durcheinander. Hier kommt es weniger auf die Handlung an als auf witzige und turbulente Momente, die eng aneinandergereiht sind. Frau Knorz, die etwas unleidliche Nachbarin bringt zusätzliche Würze mit ein. Zwei gelungene Geschichten um die junge Lilli ohne viel brimborium und mit Konzentration auf eher alltägliche Situationen, die durch Hexerei durcheinander geraten.

Sascha Draeger spricht den putzigen (und etwas pummeligen) Drachen Hektor und klingt dabei sehr niedlich und putzig, kann seine Aufregung und Sorge um Lilli gut umsetzen. Frau Pisak, die unfreundliche Hausmeisterin des Kindergartens wird von Katja Brügger gesprochen, die ihre Stimme sehr hart klingen lässt und immer einen sehr genervten Unterton mitschwingen lässt. Peter Weis spricht den ebenso aufgedrehten wie witzigen Don Quichotte mit Leidenschaft und Temperament, sodass eine wirklich interessante Figur entsteht. Weitere Sprecher sind unter anderem Kerstin Draeger, Kim Mayhew und Sabine Hahn.

Nach dem kurzen und instrumentalen Titelsong folgt bei beiden Episoden eine nicht ganz kurze Einführung um Lilli, die gerade für kleinere Kinder ein guter Start ist. Ansonsten ist nicht allzu viel an Musik zu hören, um die kleinen Zuhörer nicht von den Dialogen abzulenken. Dafür sind recht zahlreiche Geräusche zu hören, die die einzelnen Handlungen erklären und so einen intensiveren Eindruck von den Szenen hinterlassen.

Auf dem Cover ist ein Motiv von der ersten Geschichte zu sehen, bei dem Lilli, Leon, Hektor und jede Menge Bücher zu sehen sind, verziert mit kleinen Wolken und Sternchen. Ein weiteres kleines Bild in der rechten unteren Ecke zeigt zudem die beiden Geschwister mit Don Quichotte. Im Inneren gibt es neben den üblichen Produktionsangaben und einer übersichtlichen Trackliste ein kleines Spiel für Kinder im Kindergartenalter.

Fazit: Bei der Zaubernacht wird es spannend und mit Hekor niedlich, bei Don Quichotte chaotisch und witzig – zwei gelungene kleine Geschichten um die jüngere Lilli.

VÖ: 23.November 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 887254425823


Hexe Lilli – 25. und der kleine Eisbär Knöpfchen



Erster Eindruck: Alles neu bei Hexe Lilli

Bei einem Zauberspruch von Lilli geht einiges schief. Eigentlich wollte sie nur einen kleinen, niedlichen Eisbären herbeihexen, doch dann liegt im ganzen Zimmer Schnee. Und auch bei ihrem Bruder Leon ist einiges los… (und der kleine Eisbär Knöpfchen)
Beim Spielen möchte Lillis Bruder Leon Amerika entdecken wie einst Christoph Kolumbus. Lilli will ihm dabei helfen und hext einige Zaubersprüche. Doch was wird Mama dazu sagen? (entdeckt Amerika)

Einen starken Umbruch in der Serie „Hexe Lilli“ von Europa gibt es in Folge 25: In der Kontinuität der Serie ist Lilli eigentlich zur Oberhexe geworden und hat die Zauberei ziemlich gut im Griff, nun springt man einige Jahre zurück, die Geschichten richten sich nun auch an jüngere Kinder ab 3 Jahren. Auch die Sprecher wurden komplett ausgewechselt, ältere Lilli-Fans werden sich anfangs also ziemlich wundern. Neu ist auch, dass nun zwei abgeschlossene, kürzere Geschichten zu hören sind, die sich beide mehr auf durch Lilli angerichtetes Hexenchaos beziehen. Das ist kindgerecht erzählt und macht der anvisierten Zielgruppe sicherlich Spaß, ist für ältere Kinder aber wohl etwas zu einfach gestrickt. Der Niedlichkeitsfaktor spielt bei der Eisbärgeschichte und dem putzigen Knöpfchen eine große Rolle, während bei der Amerika-Folge mehr Abenteuer-Feeling herüberkommt. Der Umbruch kommt überraschend und wird nicht allen Fans gefallen, für jüngere Kinder sind diese Geschichten aber ein schöner Einstieg in die Hörspielwelt.

Lilli wird nun von Julia Fölster gesprochen, die pfiffig und witzig klingt, in den etwas turbulenteren Szenen kann sie die zusätzlich Spannung auch mit ihrer Stimme nachzeichnen. Malon Stahlhuth spricht Lillis jüngeren Bruder Leon mit viel Charme, klingt aber manchmal etwas hölzern, mit der Zeit wird er aber sicherlich mehr Spontanität entwickeln. Neuer Erzähler ist Oliver Böttcher, der mit Witz und einem Gespür für den richtigen Moment an die Sache heran geht. Saskia Weckler, Heikedine Körting und Stefanie Kirchberger sind weitere Sprecher dieser Folge.

Auch die Titelmelodie wurde ausgetauscht, ist nun nicht mehr ganz so schwungvoll, kann aber mit einem hübschen Arrangement und einer netten Melodie für Kinder eine gute Wahl sein. Hörspielkennern könnte sie noch von der 80er-Jahre-Serie Pops, der Sternenjunge bekannt sein. Während der Handlung ist weniger Musik eingesetzt, hier sind dafür einige passende Geräusche eingesetzt.

Rein am Cover ist leider nicht erkennbar, dass dieser Bruch passiert ist. Zwar hat das Bild hier einen hellblauen Rahmen bekommen, ein entsprechender Hinweis wäre aber eine gute Sache gewesen – dieser verbirgt sich auf der Rückseite. Das Titelmotiv zeigt mit dem verschneiten Kinderzimmer eine Szene aus der Folge, Lilli und Leon sind im lustigen Comic-Stil darauf zu sehen, und auch Knöpfchen darf natürlich nicht fehlen.

Fazit: Ein Hörspiel für jüngere Kinder und da sicher auch eine gute Wahl, die älteren Lilli-Fans dürften aber stark verwundert sein und mit dieser verjüngten Version nicht viel anfangen können.

VÖ: 21.September 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 887254086321


Hexe Lilli – 23. Die Reise nach Mandolan



Erster Eindruck: Ein Großwesir in Not

Kaum ist Lilli die neue Superhexe geworden, bekommt sie auch schon einen Hilferuf aus einem fernen Königreich. In Mandolan wirft der Thron immer wieder den Herrscher von allein ab, und Lilli soll einen Gegenzauber finden. Das ist gar nicht so einfach, und dann erfährt sie auch noch, dass in der Wüstenstadt einiges im Argen liegt...

Innerhalb der Serie „Hexe Lilli“, die nach den Büchern von Knister im Tonstudio Europa als Hörspiel umgesetzt wird, bleibt nicht alles beim Alten, Entwicklungen sind durchaus spürbar umgesetzt. So ist Lilli nun zur Superhexe geworden und damit erste Ansprechpartnerin in allen Fragen in Sachen Magie. Das eröffnet der Serie natürlich völlig neue Möglichkeiten, was in der 23. Folge auch gut ausgenutzt wird. Hier ist nicht nur die Reise per Hexensprung Ausgangspunkt wie in vielen vorigen Folgen, sondern auch ein magisches Problem. Doch in dieser Folge steckt noch mehr, im Laufe der Zeit erfährt Lilli immer mehr über das Land, kann sogar ein großes Komplott aufdecken und lernt wie immer neue, interessante Charaktere kennen. Schön ist auch, dass der kleine witzige Drache Hektor zwar vorkommt und seine feste Rolle eingenommen hat, aber nicht überpräsent ist. So sind seine Auftritte echte Highlights, lockern die Handlung auf und machen einfach Spaß, ohne dass das Besondere verloren geht oder der Drache einem auf die Nerven gehen kann. Eine sehr flüssig erzählte, spannende und witzige Folge, die eine runde Angelegenheit ist.

Die Auswahl der Sprecher ist gelungen, jeder kann seine Rolle glaubwürdig ausstatten. Als Großwesir Guliman ist Tim Grobe zu hören, der den Witz der Figur gut erkannt hat und immer wieder herrlich jammert. Hofmagier Abrasch ist eine zwielichtige Gestalt, dessen Heimtücke durch das gekonnte Spiel von Wolf Frass sehr gut zur Geltung kommt. Gut gefallen hat mir auch Eberhard Haar als Nandi gefallen, der hier einen rundum positiven Eindruck hinterlässt. Weitere Sprecher sind Julia Fölster, Achim Schülke und Jesse Grimm.

Die Musik stammt wie immer aus den Archiven des Labels, die aus einem großen Fundus schöpfen, Wiederholungen aber auftauchen. Und so wird hier häufig eine Melodie eingesetzt, die für eine andere Serie von Europa sehr prägend war und Hörspiel-Fans unweigerlich diese Assoziation haben werden. Die Geräusche fügen sich wie immer gut in die Dialoge ein.

Äußerlich hat diese Serie insbesondere eines geprägt: Ein Wackelbild als Cover. Auch hier ist Lilli, die zusammen mit Hektor auf einem Elefanten reitet, gleich in zwei Posen zu sehen. Im Inneren findet sich immer ein zusätzliches Gimmick, und so ist neben den üblichen Angaben zur Produktion noch ein kleines Suchspiel zu finden, das auf der Internetseite aufgelöst wird.

Fazit: Hexe Lilli macht mit dieser kurzweiligen und vielseitigen Folge wieder so richtig Spaß!

VÖ: 16.September 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886978880826


 Hexe Lilli – 23. Das Buch des Drachen



Erster Eindruck: Wie alles begann...

Dass Lilli zur Hexe wurde, als sie das mächtige Zauberbuch der alten Surulunda Knorx bekommen hat, wird wohl jeder wissen. Doch wie ist sie an das mächtige Werk gekommen? Alles fing damit an, dass der Magier Hieronymus eine Weltbeherrschungsmaschine bauen will und dafür das Buch benötigt. Surulunda will es unbedingt vor ihm in Sicherheit bringen...

Hexe Lilli begeistert nicht nur die Leser des Autors Knister, sondern mittlerweile seit mehreren Jahren auch die Hörspielwelt und sogar Kinobesucher. Der gleichnamige Film mit dem animierten Drachen Hektor erzählt die Vorgeschichte, wie Lilli an das magische Buch gekommen ist – und genau diese Geschichte wird jetzt auch von der 23. Folge der Hörspielserie aufgegriffen. Dabei wird auch ein wenig die dunkle Seite der Serie hervorgekehrt, denn währenddessen die übrigen Folgen eher niedlich und humorvoll sind, sind die Szenen mit dem dunklen Magier Hieronymus für die jüngere Zuhörerschar durchaus ziemlich gruselig – was aber durch die liebenswert schusselige Surulunda Knorx und besonders den niedlichen Drachen Hektor abgemildert wird. Die Geschichte wird dabei sehr gut erzählt und erfährt recht viele Wendungen und überraschende Momente, verliert aber trotzdem nicht den Flair, der der Serie ansonsten innewohnt: In komischen Situationen darf auch gelacht werden, und Lilli versprüht wieder jede Menge Charme. Warum nun allerdings die Betonung auf Hektor auch in der Hörspielserie sein muss, habe ich nicht so ganz verstanden, denn auch ohne den Drachen wurden bisher sehr kreative und liebevolle Geschichten erzählt, während der Drache mit seiner witzigen Attitüde doch eher auf Humor abzielt. Diese Folge unterscheidet sich recht deutlich von dem Rest, bietet aber trotzdem gute Unterhaltung.

Der Stammcast der Serie ist natürlich geblieben, und so ist auch Tim Kreuer wieder als Hektor zu hören, der mit putzigem Klang für viele erheiternde Momente sorgt und hörbar Spaß an der Rolle hat. Wolf Frass darf als Hieronymus wieder seiner dunkle Seite zeigen und kann seiner Stimme eine furchteinflößende Note verleihen, die der Figur den nötigen Nachdruck verleiht. Katja Brügger spricht Surulunda Knorx, auch sie passt sehr gut zu der Rolle und kann sie gut darstellen. Weitere Sprecher sind Patrick Bach, Marion von Stengel und Jesse Grimm.

Neben der Geschichte hat auch die akustische Untermalung ein wenig an Düsternis hinzugewonnen, was sich besonders in den Szenen mit dem bösen Zauberer Hieronymus zeigt. Hier erhalten die Sprecher starke Unterstützung durch atmosphärische Musik, aber auch die spaßigen Momente sind gut und wesentlich fröhlicher umgesetzt worden.

Lilli läuft auf dem Cover durch ein Haus voller Treppen, welches auch in der Handlung eine wichtige Rolle spielt, während sie das Zauberbuch unter den Arm geklemmt hat und Hektor über ihr fliegt. Das Besondere daran ist, dass es sich um ein Wackelbild handelt: Kippt man es, bewegt Hektor sich plötzlich und der Hexe Lilli Schriftzug erscheint in anderen Farben.

Fazit: Diese Vorgeschichte zu der Serie weicht stark von den übrigen Folgen ab und bringt ganz neue Elemente mit ein, die die gesamte Wirkung verändern.

VÖ: 11. Februar 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886972139924

 

Hexe Lilli - 22. und Hektors verzwickte Drachenprüfung



Erster Eindruck: Brezelschnappen und Rätselraten

Hexe Lilli beschließt, ihren Freund, den verfressenen Flugdrachen Hektor mal wieder zu besuchen. Tatsächlich hat der Lillis Hilfe dringend nötig, denn seine Drachenprüfung steht kurz bevor. Unerlaubterweise schaut Lilli zu und merkt schnell, dass mit dem dreiköpfigen Drachen Uruguru etwas falsch läuft...

Ein neues Abenteuer von Hexe Lilli steht bevor, und nachdem der putzige Drache Hektor im Kinofilm schon viele Fans gefunden hat, hat er nun auch in den Hörspielen seinen großen Auftritt. Und wirklich kann das feuerspuckende Fabelwesen immer wieder für witzige, skurille und äußerst niedliche Momente sorgen und ist das Tüpfelchen auf dem "i" dieser Folge. Grundlage ist der Wettkampf um die Drachenlizenz, bei dem ein Kanditat ordentlich bevorzugt wird. Dies geht durchaus spannend voran, immer wieder gerät Lilli in Gefahr, die Prüfungen sich abwechslungs- und einfallsreich. Die Figuren sind gut gelungen, seien es die vielen Drachen, der Leiter des Wettkampes Trotzdemus oder Madame U, die mit einem kleinen Sprachfehler für ein typisches Motiv bei Kinderhörspielen sorgt. Eine rundum gelungene Folge, die mit witzigen Einfällen zu überzeugen weiß.

Als Hektor ist Tim Kreuer zu hören, der wie oben bereits geschrieben eine putzige Vorstellung abliefert. Holger Mahlich spricht Uruguru und stellt den Drachen, der offensichtlich etwas im Schilde führt, gekonnt mit lauter, dröhnender Stimme dar. Sehr überzeugend ist Tina Eschmann als Madame U, einer Komplizin von Uruguru, die anstelle eines "u" immer ein "ü" spricht und somit neben der gelungenen Darstellung des Charakters für viel Spaß sorgt. Weitere Sprecher sind Wolf Frass, Eberhart Haar und Gerhart Hinze.

Akkustisch ist diese Folge erneut sehr ausbalanciert, Sprecher, Geräusche und Musik bilden eine harmonsche Einheit. So fällt es leicht, sich in die Geschichte hineinzuversetzen, wobei auch Kinder nicht mit zu lauten oder zu vielen Sounds überfordert werden. Die Titelmelodie ist ebenso unaufdringlich, hat aber trotzdem Wiedererkennungswert.

Großes Lob gebührt wieder dem Titelbild, denn die Serie liefert da immer etwas sehr Besonderes: Ein Wackelbild, auf dem Lilli und Hektor schön in Szene gesetzt werden. Im Inneren ist neben den üblichen Informationen noch ein Rezept für leckere Drachenbrezeln zu finden.

Fazit: Hektors Drachenprüfung ist eine unterhaltsame und spaßige Angelegenheit, die mit vielen Einfällen überzeugen kann.

VÖ: 12. Februar 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 88697613512


Hexe Lilli - 21. in Lilliput



Erster Eindruck: Riesengroßer Spaß

Lilli wundert sich, warum die Lilliputaner, die wegen Gullivers Reisen so bekannt sind, fast genauso heißen wie sie selbst. Klar, dass sie der Südseeinsel sofort einen Besuch abstatten will. Doch ihre Hexerei mit dem Fernglas muss irgendwie schief gelaufen sein, denn sie ist genauso groß wie Mougoul, einem Lilliputanermädchen. Als sie sich dann in ihr Zimmer zurückhext, gibt es eine böse Überraschung...

Mit einem Kinofilm dürfte Hexe Lilli, das magisch begabte Mädchen aus der Feder von Knister, nun auch einem etwas breiterem Kinopublikum bekannt sein. Die Hörspielumsetzungen bringen es mittlerweile mit "Hexe Lilli in Lilliput" auf 21 Folgen, und auch diese neueste Folge versprüht viel Charme. Inspiriert von dem Buch "Gullivers Reisen" von Jonathan Swift will Lilli auf die Südseeinsel Lilliput und hat wie immer mit einigen Problemen zu kämpfen. So ist die Geschichte eigentlich zweigeteilt, denn bevor sie in ihrer normalen Größe ankommt, erlebt sie ein kleines, lustiges und spannendes Abenteuer in ihrem Zimmer. Der zweite Teil der Geschichte ist ähnlich gestrickt wie dir Vorgängerfolgen: Sie lernt die Eigenheiten des kleinen Volkes kennen und hilft ihnen in einer bedrohlichen Situation. Das ist dann nicht mehr sonderlich innovativ, trotzdem ist die Geschichte einfach bezaubernd und überzeugt mit viel Charme und lustigen Einfällen, die sowohl den kleineren als auch den größeren Zuhörern Spaß machen dürften.

Zu Anfang des Hörspiels klingt Thea Frank, Sprecherin von Hexe Lilli, etwas zu alt für die Rolle, im Laufe der Zeit fällt dieses aber nicht mehr so stark auf. Weiterhin klingt sie sehr vergnügt und sympathisch. Als Lilliputanermädchen Mougoul ist Saskia Weckler zu hören, auch sie haaucht ihrer Figur Leben ein und sorgt dafür, dass man sich auf die Geschichte einlassen kann. Mit Thomas Fritsch ist die Rolle des Kaisers Aururom hochkarätig besetzt, denn auch hier hört man die jahrelange Erfahrung einfach heraus. Weitere Sprecher sind Dietmar Mues, Patrick Bach und Micaela Kreißler.

Die Musik stammt wieder aus den umfangreichen Archiven von Europa, sodass aufmerksamen Hörspielhörern recht viele Melodien bekannt vorkommen dürften. Das macht aber nichts, denn diese sind sehr geschickt, abwechslungsreich und passen platziert, sodass sie immer zum aktuellen Geschehen passen und die Situationen gut untermalen. Nur ein wenig mehr Südseegefühl hätte ich mir noch gewünscht.

Das Cover ist wieder nicht nur sehr liebevoll gezeichnet, sondern bietet zusätzlich wieder eine kleine Besonderheit: Es ist ein Wackelbild, sodass man beim Kippen der Hülle gleich zwei Bilder betrachten kann. Auch die restliche Aufmachung kann sich sehen lassen.

Fazit: Eine weitere unterhaltsame und lustige Geschichte von Hexe Lilli, der ich sehr gerne gelauscht habe.


Hexe Lilli - 20. fliegt zum Mond

Erster Eindruck: Lilli erobert den Weltraum

Lilli besucht mit ihrer Klasse ein Raumfahrtmuseum, dort werden ihnen auch echte Steine vom Mond gezeigt, da kommt in Lilli die Idee auf, sich mit Hilfe ihres Hexensprunges auch mal auf den Mond zu wagen. Aber sie braucht etwas vom Mond, damit sie sich dort hin hexen kann, aber was? Dann hat Lilli eine Idee, sie hext sich erst in das Museum um dort an einen Mondstein zu kommen und mit seiner Hilfe würde sie sich dann auf den Weg zum Mond machen. Wird Lilli unbemerkt in das Museum kommen und landet sie wirklich auf dem Mond?

Mit "Hexe Lilli fliegt zum Mond" legt Europa unter der Regie von Heikedine Körting die mittlerweile 20. Folge dieser Serie nach den Büchern von Knister vor. Auch diesmal ist die Geschichte wieder sehr kindgerecht, bei der die Zuhörer auch einiges über die Mondgeschichte vermittelt bekommen. Und so, wie das bei Hexe Lilli bisher immer war, kommt auch der Spaß und das Abenteuer nicht zu kurz. Die Story ist sehr schön umgesetzt worden, was nicht zuletzt an der tollen Buchvorlage liegt.

Als Hexe Lilli ist auch diesmal wieder Thea Frank im Einsatz, seit Mitte der 90er Jahre im Einsatz. Mit viel Liebe haucht sie der kleinen Hexe Leben ein. Wie immer auch dabei Leon, Lillis kleiner nerviger Bruder den sie aber sehr lieb hat, im Laufe der Jahre wurde er von verschiedenen Leute gesprochen, hier ist nun Lukas Sperber zu hören. Weiter zu hören sind einige Europa-Bekannte wie Kerstin Draeger, Gernot Endemann und Lutz Mackensy. Jede Rolle ist passend besetzt und man merkt, dass alle Beteiligten mit viel Spaß bei der Sache waren.

Was soll man zu den Geräuschen noch schreiben, jeder, der seit Jahren Hörspiele aus dem Hause Europa hört, kennt so ziemlich jedes Geräusch das vorkommt. Allerdings muss erwähnt werden, dass die Effekte nicht alt klingen, sie passen nach wie vor in die Hörspiele und haben über die Jahre einen Wiedererkennungswert entwickelt. Die Musik, die hier zum Einsatz kommt, fügt sich auch ohne Mängel in das Hörspiel ein.

Das Cover zeigt Hexe Lilli auf dem Mond und die Sportrakete mit der sie dann wieder heimfliegt. Die Illustration aus der Feder von Birgit Rieger ist wieder mal gelungen, nicht zu bunt, aber dennoch aussagekräftig. Was ich nach wie vor sehr schon finde ist die Idee mit dem Wackelcover, so kommt noch eine Menge Bewegung in die ganze Sache.

Fazit: Hexe Lilli ist eine schöne Kinderserie die viel Charme besitzt und viel Spaß beim zuhören macht. Schade nur, dass so wenig Folgen erscheinen, das mag aber daran liegen, dass man hier auf die Buchvorlage von Knister angewiesen ist