Dark Mysteries - 13. Der Coup

Dark Mysteries – 12. Poltergeist

Dark Mysteries – 11. Mörderisches Klassentreffen

Dark Mysteries – 10. Die Flut


Dark Mysteries – 13. Der Coup



Erster Eindruck: Thriller mit begrenztem Schauplatz

Ursprünglich wollte das Gaunertrio nur einen kurzen und effektiven Überfall in einer Bank begehen, sich schnell das große Geld greifen und in den Wirrungen der momentanen Baumaßnahmen verschwinden, bevor die Polizei vor Ort ist. Doch dann geht alles schief, der Anführer der Bande wird angeschossen, das Ganze entwickelt sich zu einem Geiseldrama. Doch bald wird klar: Jemand spielt ein falsches Spiel...

13 ist eine Unglückzahl, wird von vielen Menschen als mystische und unheilvolle Zahl angesehen. Umso erstaunlicher, dass die 13. Folge von Dark Mysteries überhaupt keine mysteriösen Elemente beinhaltet, sondern einen glatten Thriller erzählt – das allerdings sehr gut! Nach einer kurzen Vorschau auf die kommenden Ereignisse wird die Handlung auf den Ausgangspunkt zurückgesetzt, wobei eine Zeugenbefragung als Rahmenhandlung dient, Dinge erklärt und die Geschichte vorantreibt – ein gelungenes Element, um Erzähltexte lebendig zu halten und eine gewisse Dynamik mit einzubringen. Schnell kommt die Handlung auf ihren Kern, die Szenen in der Bank als wichtigsten und über weite Teile einzigen Schauplatz. Das erlaubt es, die Charaktere sehr genau kennenzulernen und den Schrecken der Geiseln mitzuerleben. Denn das Vorgehen der Geiselnehmer wird immer skrupelloser, es gibt erste Todesopfer zu beklagen, auch eine kleine Folterszene ist enthalten – die aber nicht so ausführlich gehalten ist wie in anderen Folgen der Serie und so viel eindringlicher ist, denn vieles wird der Fantasie des Hörers überlassen. Hinzu kommt, dass schnell klar wird, dass jemand ein falsches Spiel treibt, die Protagonisten manipuliert hat. Das Rätsel wird erst später aufgelöst und dann gleich mit mehreren Wirrungen versehen. Das ist überraschend aufgelöst, sodass die letzten zehn Minuten das unumstrittene Highlight der Folge sind.

Sehr gut zusammengestellt ist der Sprechercast, viele bekannte Stimmen sorgen für einen gelungenen Gesamteindruck. Michael Pan ist dabei als Clemens Grunwald, dem Bankdirektor, eine sehr gute Wahl und setzt seine ungewöhnliche Stimme sehr zielgerichtet ein, um die Figur zum Leben zu erwecken. Sascha Rotermund, einer der drei Verbrecher, sorgt mit seinem markanten Klang für einige eindrucksvolle Momente und kann die steigende Brutalität auch in seiner Stimme wiedergeben. Sehr gut gefallen hat mir auch Mia Diekow als Bankangestellte Tanja Neubauer, die eine sehr facettenreiche und immer sehr glaubwürdige Leistung abliefert. Weitere Sprecher sind Reent Reins, Marius Claren und Maud Ackermann.

Akustisch wird auf die gewohnte, düstere Atmosphäre gesetzt, die auch schon die vorigen Folgen begleitet hat. Dafür sind zahlreiche Musikstücke eingebaut, die mit klassischen Instrumenten eine eingängige Stimmung zaubern und die dramatische Entwicklung der Handlung nachzeichnet. Auch die Geräuschkulisse ist gut abgestimmt und passt gut zu der Erzählweise der Folge.

Das Cover zeigt den Lauf einer Pistole in exremer Vergrößerung, gehalten in der kühlen, grünlich-weißen Farbgebung der bisherigen Titelbilder. Eine gute Idee, insgesamt aber etwas unspektakulär. Auch der Verzicht auf einen Klappentext zugunsten eines recht beliebigen Zitates aus der Handlung ist nicht jedermans Geschmack und stimmt nicht wirklich auf die kommende Geschichte ein.

Fazit: Ein sehr klar erzählter Thriller, der sehr realitätsnah gehalten ist. Der Verlauf ist kurzweilig und atmosphärisch, die Charaktere gut dargestellt, die Spannung steigert sich immer weiter. Auch der Verzicht auf allzu brutale Szenen steht der Folge gut zu Gesicht. Sehr gut ist jedoch das Verwirrspiel, da lange nicht klar ist, was hinter den Vorgängen steckt.

VÖ: 16.September 2016
Label: Maritim
Bestellnummer: 978-3-9456-2481-4


Dark Mysteries – 12. Poltergeist



Erster Eindruck: Zwischen Traum und Realität

Gemeinsam mit ihrem Partner bezieht Britanny ein neues Haus nahe der Küste. Zunächst sind die umherfliegendenden Möwen, die ihr Angst einjagen, ihr größtes Problem. Doch schon bald zieht der Horror mit ein, und Brittany kann bald nicht mehr zwischen Realität und Einbildung unterscheiden. Als dann ihr Partner gefährlich verletzt wird und der Verdacht auf sie selbst fällt, steht ihr nur ein befreundeter Polizist zur Seite...

„Poltergeist“ macht das erste Dutzend der Dark Mysteries-Reihe aus dem Hause Maritim voll, die Freiheit der Autoren, immer wieder neue Charaktere und Schauplätze zu erfinden, sorgt auch hier wieder für Abwechslung, es wird eine völlig neue Facette des Genres gezeigt. Wer wegen des Titels an eine gruselige, aber im Grunde hermlose Geistergeschichte denkt, der täuscht sich gewaltig, denn von dem harmlosen Beginn aus entwickelt sich eine Handlung, die sich immer weiter steigert. Wirklich unheimliche Gruselszenen und Geistererscheinungen vermischen sich mit dem psychischen Problemen von Britanny, und bald kann auch der Hörer nicht mehr recht entscheiden, was hinter allem steckt. Das ist sehr mysteriöse gelungen und hat mich völlig in seinen Bann gezogen – schon deutlich vor dem Unfall von Brittanys Partner, der ein Wendepunkt in der Handlung darstellt. Danach wird noch intensiver nach den Hintergründen der Erscheinungen gesucht, die eine engere Verbindung zu dem Haus haben als vorher gedacht. Die Verknüpfungen zu den aktuellen Ereignissen sind beeindruckend, sodass die Folge noch einmal einen ordentlichen Twist bekommt. Auch die Erzählweise ist gelungen, durch den sparsamen Einsatz eines Erzählers bekommt die Handlung Struktur, ohne zu statisch zu wirken. Düster, unheimlich und ein intelligenter und beeindruckender Geister-Thriller – für mich die bisher beste Folge der Reihe.

Julia Stöpel ist als Brittany zu hören und übernimmt damit den weitaus größten Teil der Handlung. Ihr sehr facettenreiches und eingängiges Spiel lässt diesen sehr interessanten Charakter bestens zur Geltung kommen, besonders in den letzten Szenen entfaltet sie ihr volles Potenzial. Rainer Fritschze ist als Ethan zu hören, sein markanter Klang passt sehr gut in das Ambiente der Folge, er bleibt in jeder Szene authentisch und standhaft. Douglas Welbat ist als Erzähler zu hören, er gestaltet seine Passagen kurzweilig und steigert die jeweilige Stimmung. Weitere Sprecher sind Johannes Berenz, Kerstin Drager und Jürgen Holdorf.

Akustisch wird hier eine große Bandbreite geboten: Von dem fast idyllischen Start mit typischen Küstengeräuschen über den Mittelteil mit der atmosphärischen Musik und den leichten Schockmomenten bis hin zum sehr eingängig inszenierten Finale steigert sich die Dramartik immer weiter. Das ist mit Wucht und sehr stimmig umgesetzt, was die gelungene Handlung noch unterstreicht.

Das Cover ist wie bei den restlichen Folgen in grünlichen Tönen gehalten, Schwarz ist dabei dennoch die dominierende Farbe. Ein Konzept, das auch hier sehr gut aufgeht, die Hände, die sich gegen eine Fensterscheibe drücken, kommen dadurch gut zur Geltung. Ein kurzes Zitat aus der Handlung ist nicht nur als Klappentext zu lesen, sondern wird auch im Inneren des kleinen Booklets in den Mittelpunkt gerückt.

Fazit: „Poltergeist“ steigert sich von dem ruhigen Start immer weiter zu einem wahren Inferno: Wirklich unheimlich inszenierte Gruselszenen, Brittany als sehr facettenreicher Hauptcharakter, eine spannende Handlung und eine ebenso überraschendes wie bewegendes Finale, hier wurde alles richtig gemacht und lässt Poltergeist zu einer sehr hörenswerten Produktion werden.

VÖ: 10. Juni 2016
Label: Maritim
Bestellnummer: 978-3-9456-2480-7


Dark Mysteries – 11. Mörderisches Klassentreffen



Erster Eindruck: Grausame Details in spannender Geschichte

Nach einigen Jahren, in denen sich Anke einen Namen als Psychotherapeutin gemacht hat, trifft sich die gesamte Abschlussklasse ihrer alten Schule wieder zu einer großen Party. Da heißt es, alte Freundschaften und Feindseeligkeiten wieder aufleben lassen, aber auch neue Gesichter zu entdecken. Doch als einige Mitglieder der Klasse verschwinden und später tot aufgefunden werden, bekommt die Feier eine ganz andere Note...

Nach einer etwas längeren Pause erscheinen die neuen Folgen von „Dark Mysteries“ mittlerweile wieder erfreulich regelmäßig, sodass der geneigte Hörer nun schon die zwölfte Folge in den Händen halten kann. Wieder wird darin eine recht alltägiche Situation zu einer wirklichen Horrorerfahrung für die Protagonisten, wieder wurde hierfür ein ganz anderer Ansatz gefunden: Ein Klassentreffen, was interessante Möglichkeiten bietet, die Charaktere zu beleuchten und Dinge aus der fernen Vergangenheit wieder aufleben zu lassen. Prizipiell ist das auch gut gelungen, die Spannungskurve zeigt steil nach oben, die Stimmung in der Schule wird immer mehr angeheizt, die Ereignisse überschlagen sich bald. Doch leider gibt es auch zwei Aspekte, den Genuss der Geschichte getrübt haben: Zum einen wird eine ziemlich sadistische Sportübung über mehrere Szenen hinweg ausgekostet, die nicht nur unnötig brutal ist und die Grenzen des guten Geschmacks zu übersteigt, sondern eben auch sehr überflüssig ist – ich wage die These aufzustellen, dass die Geschichte ohne diesen Part sogar noch spannender gewesen wäre. Der zweite Punkt ist, dass der beste Stimmverzerreffekt nichts hilft, wenn der Sprecher eine so markante und einzigartige Sprechweise hat, dass der geübte Hörer ihn dennoch identifizieren kann. Schade, denn der clevere Twist am Ende, der alles aufklärt, ist ebenso gelungen wie der Fortlauf der Handlung mit der düsteren Stimmung.

Uschi Hugo ist hier als Anke zu hören, die ihre Sache sehr gut macht und nicht nur die toughe Terapeutin am Anfang glaubhaft darstellt, sondern eben auch die Spannungskurve mit ihrer Stimme nachzeichnet und das sich steigernde Grauen der jungen Frau gekonnt in Szene setzt. Auch Lutz Schnell macht seine Sache als Jonathan sehr gut, seine intensive Sprechweise passt sehr gut in das düstere Ambiente der Folge. Sandra Schwittaus ungewöhnlicher Klang setzt wieder gekonnte Akzente, sie ist wieder mit viel Energie bei der Sache. Weitere Sprecher sind Luise Lunow, Wolfgang Bahro und Martin Sabel.

Nach dem hübsch nostalgischen Heimorgel-Intro ist die Umsetzung der Handlung deutlich düsterer geworden. Wichtigstes Stilmittel ist dabei die Musik, die sich passend um die Geschichte legt und den Spannungsbogen mit dramatischen Melodien unterstützt. Und auch die Geräusche unterlegen die Szenen treffend, auch wenn während der Gewaltorgie manchmal etwas überzogen wird.

Ein Mensch mit geschminktem Gesicht, das an einen Totenkopf erinnert, den Kopf von einer Kapuze bedeckt, die Arme vor dem Körper verschränkt. Das Cover ist recht eindrucksvoll und kommt mit seiner grünlichen Färbung sehr gut zur Geltung – wozu auch der wabernde Nebel auf der rechten Seite beiträgt. Auch das Innere ist ansehnlich gestaltet, wobei die wichtigten Informationen aufgelistet sind.

Fazit: Die Geschichte ist sehr spannend und gut umgesetzt, die sich immer weiter steigernde Stimmung und dramatische Wendungen steuern auf einen gekonnten Wendepunkt hin, der mich sehr überzeugt hat. Doch die unnötigen und deutlich übertriebenen Gewaltdarstellungen trüben den Hörgenuss, zumal die Geschichte auch ohne diese bestens funktioniert hätte.

VÖ: 25.März 2016
Label: Maritim
Bestellnummer: 978-3-9456-2435-7


Dark Mysteries – 10. Die Flut



Erster Eindruck: Thriller-Horror in exotischer Kulisse

Es sollte eigentlich ein vergnüglicher Bootsausflug von drei befreundeten Pärchen werden, doch die Spannungen zwischen Amber und Joshua sowie das stürmische Wetter drücken die Stimmung in den Keller. Als das Boot während eines schweren Sturmes kentert und die sechs Passagiere an den Strand einer verlassenen Insel gespült werden, beginnt für alle ein Alptraum unglaublichen Ausmaßes...

Für zartbesaitete ist „Dark Mysteries“ nun wirklich nicht geeignet, und das gilt auch für die zehnte Folge mit dem Titel „Die Flut“. Denn auch wenn der Start in die Folge vergleichsweise harmlos ist, werden immer mehr Spannungs- und Horrorelemente eingebracht. Dabei scheint nicht nur die abgelegene Insel zahlreiche Gefahren zu bergen, auch innerhalb der Gruppe lauert einiges an Spannungspotenzial, was sich immer weiter zu steigern scheint. Das Insel-Setting wird dabei geschickt genutzt, um eine ansprechende Atmosphäre zu erzeugen und den Schauplatz zu begrenzen, wobei auch hier einige Überraschungen eingebaut wurden. Allerdings wirken einige der Gewaltdarstellungen doch leicht überzogen, die Handlung hätte diese gar nicht benötigt, um ihre volle Wirkung zu entfalten. Immer weiter steigert sich die Handlung, bis erst ganz zum Schluss alle Hintergründe offenbart werden – eine schreckliche Vision mit einem sehr intensiv gespielten Charakter, die nicht wie so oft in einer versöhnlichen, sondern in einer ziemlich verstörenden Schlusssequenz endet.

Gerade einmal sieben Sprecher werden hier benötigt, und jeder von ihnen nimmt einen dementsprechend wichtigen Platz in der Produktion ein. Marie Bierstedt setzt als Phoebe mit ihrer sanften Stimme einen gelungenen Kontrast zu der harten und brutalen Atmosphäre, was sie gerade am Ende sehr deutlich umsetzt. Tobias Lelle ist als Joshua zu hören, er nutzt seinen intensiven Klang, um seine Szenen ausdrucksstark wirken zu lassen. Hartmut Neugebauer ist als Archer zu hören, sein überraschender Auftritt und seine wandlungsfähige Stimme lassen ihn nur schwer durchschaubar erscheinen. Auch Tanja Dohse, Sascha Rotermund, Frank Felicetti und Arianne Borbach konnten einen positiven Eindruck hinterlassen.

Das Hörspiel beginnt mit einem unheilvollen und sehr interessanten musikalischem Orchesterintro, welches gelungen auf die kommende Geschichte einstimmt. Und auch während der Handlung sind zahlreiche Melodien platziert, die die Atmosphäre verdichten. Der Einsatz von Geräuschen ist meist zur Hintergrundgestaltung eingesetzt und bringt die Stimmung auf der einsamen Insel gekonnt zur Geltung.

Der Text auf dem Backcover ist sehr nebulös und weckt so das Interesse, ohne zu viel von dem Inhalt zu verraten. Auch die restliche Gestaltung ist mit einigen gelungenen Zitaten gestaltet, wobei die Mitwirkenden im Inneren des kleinen Booklet natürlich nicht fehlen dürfen. Das Cover ist mit der düsteren und beeindruckenden Gestalt ebenfalls gut gelungen.

Fazit: Mit „Die Flut“ präsentiert Winterzeit ein kurzweiliges und spannendes Hörspiel, dessen Horrorelemente im Laufe der Folge immer mehr an Gewicht gewinnen. So ist der Verlauf bis zum großen Finale flüssig erzählt, während die Auflösung sehr intensiv umgesetzt ist.

VÖ: 29. Januar 2016
Label: WInterzeit
Bestellnummer: 978-3-9456-2434-0

 

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