Mark Brandis – 32. Der Pandora-Zwischenfall

Mark Brandis – 31. Geheimsache Wetterhahn

Mark Brandis – 30 Planetaktion Z

Mark Brandis – 29. Die Zeitspule -2-

Mark Brandis – 28. Die Zeitspule -1-

Mark Brandis – 27. Metropolis-Konvoi

Mark Brandis – 26. Ikarus , Ikarus…

Mark Brandis – 25. Raumposition Oberon

Mark Brandis – 24. Blindflug zur Schlange

Mark Brandis – 23. Triton-Passage

Mark Brandis – 22. Lautlose Bombe -2-

Mark Brandis – 21. Lautlose Bombe -1-

Mark Brandis – 20. Sirius-Patrouille 2/2

Mark Brandis – 19. Sirius-Patrouille 1/2

Mark Brandis – 18. Alarm für die Erde (2/2)

Mark Brandis – 17. Alarm für die Erde (1/2)

Mark Brandis – 16. Operation Sonnenfracht

Mark Brandis – 15. Aktenzeichen: Illegal

Mark Brandis – 14. Pilgrim 2000 (2/2)

Mark Brandis – 13. Pilgrim 2000 (1/2)

Mark Brandis - 10. Raumsonde Epsilon -2-

Mark Brandis - 9. Raumsonde Epsilon -1-

Mark Brandis - 8. Vorstoss zur Uranus -2-

Mark Brandis - 7. Vorstoss zur Uranus -1-

Mark Brandis - 6. Testakte Kolibri -2-

Mark Brandis - 5. Testakte Kolibri -1-

Mark Brandis - 4. Aufstand der Roboter

Mark Brandis - 3. Unternehmen Delphin

Mark Brandis - 2.Verrat auf der Venus

Mark Brandis - 1.Bordbuch Delta VII


Mark Brandis – 32. Der Pandora-Zwischenfall



Erster Eindruck: Ein Held nimmt seinen Hut

Auf einem Jupitermond haben Union und Republiken gemeinsam ein Programm gestartet, in dem langlebige Kunstmenschen entwickelt werden, um zu einer weit entfernten Galaxis zu reisen und als Botschafter der Menschen zu fungieren. Doch unerklärliche Todesfälle lassen die Verantwortlichen aufschrecken, die Mark Brandis zu Hilferufen, um die Vorfälle aufzuklären...

Mit „Der Pandora-Zwischenfall“ findet die reguläre Mark Brandis-Hörspielreihe ihren Abschluss, wobei es sich hier um eine „normale“ Folge handelt, die keinen großen Knall oder ein Ende der Serienhandlung beinhaltet. Vielmehr werden in der Geschichte um die Astraliden, menschenähnliche, aber künstlich gezüchtete Wesen, einige philosophische Fragen gestellt, was mir äußerst gut gefallen hat. Moral, Liebe und Mitleid sind dabei angesprochene Themen, aber auch Persönlichkeitsstörungen und die Frage, wie weit Technik und Fortschritt gehen darf. Dies sind auch Kernthemen der übrigen Serie gewesen, so deutlich wie hier ist dies aber bisher noch nicht in Erscheinung getreten. Die Handlung ist dabei schlüssig und kurzweilig wie eh und je, wobei die Dialoge wieder um Vordergrund stehen und nur ab und an von spannenden Actionsequenzen unterbrochen werden. Für den Hörer gibt es dabei wieder einige interessante Aspekte der futuristischen Welt zu betrachten, zumal auch einige bereits bekannte Charaktere wieder auftauchen. Die finstere, aber noch unbekannte Bedrohung wird gut dargestellt, während am Ende ein Finale stattfindet, das einem Sherlock Holmes würdig wäre, der Täter wird listig überführt. Mir gefällt auch die abschließende Szene sehr gut, in der das weitere Leben von Mark Brandis offen gelassen wird, aber mit einer ebenso rührenden wie ungewöhnlichen Möglichkeit in eine bestimmte Richtung gelenkt wird.

Michael Lott hat dem Sternabenteurer Mark Brandis von Anfang an seinen Stempel aufgedrückt und kann auch hier mit seiner männlichen und markanten Stimme überzeugen und in jeder Situation glaubhaft und eindrucksvoll agieren. Ihm zur Seite steht Dorothea Lott als Ruth O'Hara, mit ihrer sanften, aber doch sehr ausdrucksstarken Stimme setzt sie gelungene Akzente und sorgt gerade am Ende für sehr schöne Momente. In dieser Folge sticht Daniel Claus als Astralid M3 hervor, der eine sehr gelungene Mischung darbietet: Aus der menschlichen Kälte seiner Art schimmert immer wieder tiefes Gefühl hervor. Weitere Sprecher sind Melanie Fouche, Martin Wehrmann und Hans-Eckart Eckhardt.

In Sachen Sound zählt auch diese Episode der Serie zu dem besten, was der momentane Hörspielmarkt zu bieten hat. Die Melodien sind wuchtig, aber nicht überzogen und erzeugen mit ihrem orchestralen Klang eine sehr intensive Atmosphäre, die durch eine lebendige Raumfahrt-Atmosphäre in vielen Geräuschen und Effekten ergänzt wird. Mal ruhig, dann wieder vorstrebend und prägnant – die akustische Gestaltung passt sich gekonnt der jeweiligen Stimmung an.

Der Blick vom Jupitertrabanten auf den riesigen, bräunlichen Planeten ist auf dem Cover dargestellt, wobei zwei sehr technisch wirkende Raumfahrzeuge die Wirkung noch unterstützen. Wie immer ist alles hübsch und ansehnlich gestaltet, während im Inneren nicht wie sonst ein Begriff aus der Hörspielserie erklärt wird, sondern zahlreichen Wegbegleitern der Produktion gedankt wird – ein kleiner Hinweis auf die ebenso gelungene Mark Brandis Raumkadett-Serie hingewiesen wird.

Fazit: Ein sehr gelungener Abschluss der Serie, der oft auch leise Töne anschlägt und philosophische Fragestellungen einbaut. Das ist in einer spannenden Geschichte integriert, die sogar einige Krimielemente in sich vereinen kann und einen sehr flüssigen Verlauf bietet. Die Charaktere sind sehr gekonnt dargestellt und werden durch die hervorragende Inszenierung unterstützt.

VÖ: 24.Juli 2015
Label: Folgenreich
Bestellnummer: 0602547126894


Mark Brandis – 31. Geheimsache Wetterhahn



Erster Eindruck: Mark Brandis in feindlichem Territorium

Die Hungersnot auf der Erde ist noch lange nicht besiegt, als die Wahl eines neuen politischen Führers der Union ansteht. Die Parteien kämpfen mit allen Mitteln um Macht uns versprechen Wunderwerke der modernen Agrarkultur. Mitten drin ist auch Mark Brandis, der sich jedoch noch mit einem ganz anderen Problem herumschlagen muss: Über neutralem Boden ist ein neues Schiff der Raumnotretter abgestürzt, doch die Rückübergabe wird verweigert...

Mit Folge 32 wird endgültig Schluss sein mit der Mark Brandis-Hörspielserie, die offiziellen Vorlagen aus der Feder von Nikolai v. Michaelwsky sind dann komplett vertont, neue Geschichten wird es nicht geben. Gut, dass das Prequel „Mark Brandis Raumkadett“ schon seit einigen Folgen einen würdigen Nachfolger präsentiert. Und auch die vorletzte Folge der Ursprungsserie „Geheimsache Wetterhahn“ ist erneut eine hervorragend inszenierte und spannende Geschichte, die mit ihren vielen Verwicklungen für Aufsehen sorgt. Hier wird auf zahlreiche Begebenheiten aus früheren Folge angespielt, sodass man sich schon gut in der Welt des Raumnotretters auskennen sollte, um dem Hörspiel richtig folgen zu können. Dies ist aber wieder auf beeindruckende Weise miteinander verknüpft worden, da sind krasse Wendungen und viele Überraschungen eingebaut, da zeigen Charaktere ihre wahre Loyalität, da wird die Handlung mit jeder Szene vorangetrieben. Auch die verschiedenen Stimmungen, die hier aufgegriffen werden, sind fügen sich bestens ineinander und zeigen, wie abwechslungsreich Science Ficiton wirklich sein kann. Besonders das Ende ist das perfekt inszeniert und begeistert mit seiner runden und temporeichen Handlung.

Auch die Sprecher agieren wieder äußerst professionell und sorgen mit ihren markanten Stimmen für viel Ausdruck in der Handlung. Martin Keßler ist beispielsweise wieder als Pablo Torrente zu hören und kann mit seiner sehr eingängigen Betonung eine lebhafte Vorstellung abliefert, die sich bestens in die Szenerie einpasst. Thomas Nero Wolff ist als Friedrich Chemnitzer ebenfalls eine hervorragende Wahl und kann mit seiner sehr betonten Sprechweise einen intensiv nachwirkenden Charakter erschaffen. Über jeden Zweifel erhaben ist auch hier wieder Michael Lott als Mark Brandis, der die Rolle des engagierten und mutigen Raumnotretters wie eine zweite Haut überstreift. Weitere Sprecher sind Dorothea Lott, Gerhart Hinze und Wolfgang Kaven.

Wieder ist die akustische Umsetzung absolut kinoreif und gehört mit zu dem Besten, was der deutsche Hörspielmarkt momentan hergibt. Die Musikstücke sind passgenau auf die einzelnen Szenen zugeschnitten und unterstützen diese dabei nicht nur in ihrer Wirkung, sondern prägen diese noch einmal aus. So wirkt alles wie aus einem Guss und verbindet sich bestens mit den interessanten Klangeffekten und den prägsamen Geräuschen.

Auch das Cover ist erneut ein optisches Highlight, die phantastische Weltraumszenerie wirkt ebenso technisch wie träumerisch. Unser weitläufiger Planet als Hintergrund, der durch leuchtende Sechsecke aufgeteilt ist, dazu der dunkle Himmel mit der einsam strahlende Sonne und als Mittelpunkt eines der imposanten Raumschiffe. Und natürlich gibt es im Inneren wieder weitere Informationen zu einem Thema aus dem Hörspiel.

Fazit: Eine abwechslungsreiche Geschichte, die zahlreiche spannende Highlights bietet und dem Hörer kaum Zeit zum Atmen lässt, so schnell sind Änderungen und Wendungen eingebaut. Dennoch wird hier nichts übereilt dargestellt, alles hat seinen wichtigen Platz in der Handlung. Die nahezu perfekte Inszenierung darf man ja bereits von der Serie gewohnt sein.

VÖ: 10.April 2015
Label: Folgenreich
Bestellnummer: 0602547126870


Mark Brandis – 30 Planetaktion Z



Erster Eindruck: Aktuelles Thema, angesiedelt in der Zukunft

Grischa Romen wird auf die Mission geschickt, einen Luxuskreuzer zur Hilfe zu eilen. Angeblich soll dort ein hochrangiger Politiker in Not geraten sein. Doch das Schiff ist fast leer, von der Besatzung ist keine Spur zu sehen. Grischa Romen findet den Präsidenten, der tatsächlich an Bord war, schwer verletzt vor. Doch auf die Erde zurückgekehrt wird er selbst verdächtigt, etwas mit dem Anschlag zu tun zu haben – wohl auch wegen der Feindlichkeit, die den Roma momentan entgegeschlägt...

Als Nikolai von Michalewsky 1983 Planetenaktion Z schrieb, konnte er wohl kaum ahnen, dass dieser Mark Brandis-Roman 22 Jahre später als Hörspiel veröffentlicht werden würde – und damit genau den Nerv der Zeit trifft. Das Thema Fremdenfeindlichkeit ist momentan leider wieder ziemlich aktuell und wird auch in dieser Folge aufgegriffen. Die oben beschriebene anfängliche Szene leitet die Folge stimmungsvoll ein, die sich später aber voll auf den Konflikt der Roma und der restlichen Bevölkerung konzentriert. Dabei sind die politischen Entwicklungen auf der Erde wieder als intensive Kulisse genutzt, die Nahrungsmittelknappheit, die seit einigen Folgen die Stimmung beherrscht auch hier ein zentrales Thema, auch der technische Fortschritt wird mit Genmanipulationen gekonnt mit eingebracht. Die Handlung ist hier eher ruhig und auf die Verfolgung der Roma konzentriert, sodass nur an einigen Stellen das typische Weltraumfeeling der Serie aufkommt. Doch das sehr starke Thema, die eindringlich geschilderten Entwicklungen und das packende Finale sorgen dennoch für eine sehr gelungene Folge der Serie, die andere Schwerpunkte setzt und einen neuen Aspekt einbringt.

Grischa Romen wird hier wieder eine zentrale Rolle zuteil, sodass David Nathan wieder einen etwas größeren Einsatz hat. Mit seiner markanten und kantig klingen Stimme kann er auch hier wieder eine sehr gelungene und glaubwürdige Performance abliefern. Antje von der Ahe kann als Marie Hamilton mit ihrer hellen und klaren Stimme punkten und auch eine emotionale Szene sehr treffend umsetzen. Juan Segovia wird von Rainer Schmitt gesprochen, mit seiner eindringlichen Art kann er diesen eher zwiespältigen Charakter passend und gelungen sprechen. Weiterhin zu hören sind unter anderem Erich Räuker, Fabian Kluckert und Rainer Fritzsche.

Durch die eher ruhige und nicht auf Actionsequenzen aufbauende Handlung wird hier nur in wenigen Momenten in Sachen Akustik richtig aufgefahren, dann ist aber wieder alles sehr gut abgestimmt und bietet hochwertiges Kino für die Ohren. Auch die ruhigeren Szenen sind ins rechte Licht gerückt, wofür die sehr präsente Musik und zahlreiche sehr glaubwürdige Hintergrundgeräusche verantwortlich sind.

Statt der Außenansicht eines Raumschiffes oder dem Blick auf einen Planeten ist auf dem Cover dieses mal das Innere eines Raumkreuzers zu sehen: Eine geschlossene Tür, daneben eine offene, die den verschleierten Blick auf Rauch und eine dunkle Gestalt freigibt. Im Inneren des kleinen Booklets gibt es wie immer eine kleine Erklärung zu einem im Hörspiel verwendeten Thema.

Fazit: Es mag dem Zufall geschuldet sein, dass das Thema der Folge so aktuell ist – gelungen umgesetzt ist es allemal. Die ruhige, aber spannende Handlung und Grischa Romen im Fokus können überzeugen, zumal das Finale besonders packend ist. Wieder werden der Serie neue Elemente entlockt, sodass auch diese Folge überzeugen kann.

VÖ: 30.Januar 2015
Label: Folgenreich
Bestellnummer: 0602537800179


Mark Brandis – 29. Die Zeitspule -2-



Erster Eindruck: Über Zeitparadoxen und skrupellose Entführer

Zwar ist Mark Brandis hinter das Geheimnis der Zeitspule und deren Funktion gekommen, doch sein Entführer erscheint weiterhin gnadenlos und erpresst ihn mit dem Leben seiner Frau Ruth. Fieberhaft versucht er, einen Ausweg aus seinem Dilemma zu finden und macht sich auf die Suche nach einem weiteren machtvollen Artefakt – doch seine Feinde schlafen nicht...

Furios und spannend wurde der neuste Mark Brandis-Zweiteiler „Die Zeitspule“ eingeleitet, die Figuren in Position für einen packenden Showdown gebracht. Besonders durch die Bedrohung für Brandis' Ehefrau Ruth wirkt alles viel nahbarer und dramatischer, und genau an dieses Gefühl, an diesen Reuzpunkt knüpft der zweite Teil der Reihe an. Geschickt werden hier verschiedene Themen, Gedankengänge, wissenschaftliche Theorien miteinander verbunden und werden durch die temporeiche Handlung zusammengehalten. Der Aufbau ist fast schon klassisch zu nennen, die Situation spitzt sich tragisch zu und endet in einer sehr intensiv erzählten Szene, die von Folter berichtet und den weiteren Verlauf der Serie deutlich zu beeinflussen scheint. Der brutalen, aber nicht übertrieben blutigen Szene wird eine gelungene Wendung entgegengesetzt, die alles passend auflöst. Im direkten Vergleich hat mir der erste Teil etwas besser gefallen, hier kam die mysteriöse Stimmung noch deutlicher zum Tragen. Dennoch kann auch diese Folge absolut überzeugen, ist temporeich erzählt und versetzt den Hörer erneut in die unendlichen Weiten des Weltalls.

Der wunderbare Thomas Nero Wolff beweist einmal mehr sein Talent für die kraftvollen, intelligenten Männer und spricht den Friedrich Chemnitzer mit einer sehr ausgeprägten Betonung und einer fast greifbaren Spannung. Andre Beyer ist in der sehr interessanten Rolle des undurchschaubaren Leonard Asante zu hören und kann diesen treffend und mit viel Ausdruck darstellen. Und auch Michael Lott wird als Mark Brandis hier wieder vor eine neue Situation gestellt und kann auch diese begnadet umsetzen. Weitere Sprecher sind Stefan Peters, Andreas Conrad und Martin Wehrmann.

Glänzend auch hier wieder die akustische Umsetzung, die jede Szene absolut passend und eingängig umsetzen kann. Das liegt einerseits an der bestens inszenierten musikalischen Umsetzung, die mit bombastischen Klängen, aber auch mal dezent im Hintergrund erklingt. Auch die Geräusche sind vielfältig und der jeweiligen Stimmung angepasst, sodass ganz unterschiedliche Szenerien entstehen.

Das Cover zu dieser Folge ist ähnlich aufgebaut wie beim ersten Teil, hat aber eine gänzlich andere Ausstrahlung. Das liegt vorrangig an der Farbgebung, die hier in einem kühlen Blau gehalten ist, während die Umgebung eher durch zahlreiche Felsen und einen steinigen Untergrund dominiert wird. Gleich bleibt der einsame Mann, der von einem hellen Licht angestrahlt wird und so nur wenige Details seines Raumanzuges offenbart.

Fazit: Hier wird direkt an die vorangegangene Folge angeknüpft, sodass der Hörer mitten in die Handlung geworfen wird. Die spannende Geschichte wird wendungsreich und mit vielen Höhepunkten erzählt, wird aber gegen Schluss durch eine sehr eindringliche Szene voller Schrecken und Leid dominiert. Sehr packend und ein sehr gekonnter Abschluss der Folge.

VÖ: 11.Juli 2014
Label: Folgenreich
Bestellnummer: 0602537800155


Mark Brandis – 28. Die Zeitspule -1-



Erster Eindruck: Mark Brandis unter Druck...

Der Staub des zerstörten Ikarus hängt immer noch wie eine dichte Wolke über der Erde und verhindert das Wachstum zahlreicher Pflanzen. Zu der Hungersnot kommt auch noch ein Rohstoffengpass, der auch Mark Brandis und seine Raumretter beeinflusst, seine Mittel werden größtenteils gestrichen. Er erfährt von einem Experiment, dass vor langer Zeit gemacht wurde und die Lösung der Probleme sein könnte. Doch kurz darauf wird Mark Brandis entführt...

Nachdem auch die Prequel-Serie „Mark Brandis Raumkadett“ mittlerweile gestartet ist und Interplanar nun quasi zwei Baustellen offen hat, geht es nun auch mit den regulären Folgen der Serie weiter, „Die Zeitspule“ ist wieder ein klassischer Zweiteiler. Hier werden Ereignisse aus der 26. Folge „Ikarus, Ikarus“ aufgegriffen, die Nachwirkungen dessen Zerstörung sind die Grundlage dieser Geschichte. Zuerst werden die Rahmenbedingungen geklärt, die dramatische Situation auf der Erde, die Hungernot und die Rohstoffverknappung sind zwar aus der Ferne, aber sehr lebendig und eindringlich umrissen. Doch schon kurz darauf geht die eigentliche Handlung richtig los – und das mit einem Paukenschlag. Die Entführung trifft den Hörer recht unvorbereitet und wird noch durch einige sehr gelungene und wirkungsvolle Elemente unterstrichen, die Mark Brandis in seinem persönlichen Umfeld treffen. Langsam kristallisiert sich heraus, worum es hier eigentlich geht, was das Ziel der Entführer ist. Die Handlung entwickelt sich dabei stetig und temporeich weiter, bis in einem packenden und sehr reduzierten Gespräch das komplexe Gebilde der titelgebenden „Zeitspirale“ angesprochen und aufgeklärt wird – ein interessanter Gedankengang, der diese sehr gelungene Geschichte zu einem gekonnten Ende führt und viel Lust auf die weitere Entwicklung macht. Die Mischung aus politischem Geflecht, persönlichen Geschicken und einer Portion Action ist auch hier wieder spannend aufbereitet.

Hervorragend auch die Besetzung dieser Folge, wieder sind zahlreiche herausragende Sprecher zu hören. Gerhart Hinze ist erneut als John Harris zu hören, den souveränen und resoluten Mann kann er wieder mit Nachdruck sprechen. Oliver Rohrbeck spricht den Journalisten Walter Hildebrandt, mit seiner außergewöhnlichen und markanten Stimme sticht er aus der Atmosphäre deutlich heraus und kann mit viel Charme auf sich aufmerksam machen. Dorothea Anna Hagena gefällt mir als Ruth O'Hara wieder einmal sehr gut, ihre angenehm dunkle Stimme trägt viel Herzlichkeit, aber auch Leidenschaft in sich. Weitere Sprecher sind Peter Groeger, Andreas Conrad und Stefan Peters.

Mark Brandis gehört auch in Sachen Akustik zu den momentan besten Hörspielserien auf den Markt und begeistert den Hörer mit einer Vielfalt an verschiedenen Sounds, die perfekt aufeinander abgestimmt sind und so den Hörer völlig in ihren Bann ziehen. Viele passende, leicht dramatische Musikstücke und klare Sounds, die die einzelnen Handlungen deutlich herausstreichen, sorgen für diesen typischen Klang der Serie.

Oftmals sind auf den Covern der Serie Szenen mit riesigen Raumschiffen zu sehen, hier jedoch ist die Gestaltung eine ganz andere. Vor einem hellen, orange gefärbten Licht einer hochtechnologischen Kulisse ist die Gestalt eines Mannes lediglich silhouettenhaft zu sehen, er kniet auf dem Boden und untersucht einen Gegenstand, der eine wichtige Rolle in dem Hörspiel einnimmt. Im übersichtlich gestalteten Inneren gibt es wieder eine kleine Begriffserklärung.

Fazit: Auch wenn an vergangene Ereignisse angeknüpft wird, braucht man keine zwingenden Vorkenntnisse für diese Folge. Nach einem sehr gut erzählten Intro und der spannenden Entführung entwickelt sich eine packende Handlung, die immer weiter zu deren Kern vordringt und in einem ungewöhnlich ruhigen, aber sehr gelungenen Gespräch endet, das die Zeitspirale erklärt und noch einmal mehr Lust auf den zweiten Teil macht.

VÖ: 11.Juli 2014
Label: Folgenreich
Bestellnummer: 0602537800131


Mark Brandis – 27. Metropolis-Konvoi



Erster Eindruck: Hungersnot in Metropolis

Eine Hungersnot ist auf der Erde ausgebrochen, die Nahrungsmittel in Metropolis werden schon stark rationalisiert, die Bevölkerung ist aufgehetzt, die Situation wird immer angespannter. Mark Brandis versucht Abhilfe zu schaffen und ist auf der Suche nach einem Vorrat, den seine Feinde für einen anstehenden Krieg angelegt hatten. Doch sein Weg führt ihn erst einmal in ein ganz besonderes Gefängnis…

Mark Brandis, eine der sehr wenigen Science Fiction-Hörspielserien auf dem aktuellen Hörspielmarkt, nimmt sich in der Themenwahl weitreichende Freiheiten und setzt immer neue Ausgangspunkte fest. Und so kostet der Start der 27. Folge der Serie die politischen Unruhen in der Bevölkerung richtig aus, zeigt eine recht heftige Szene vor einem Regierungsgebäude und fängt dabei einige Meinungen ein. Und auch eine weitere Sequenz wird der eigentlichen Handlung vorangestellt, die fast schon philosophische Gedankengänge mit einbringt, die besonders durch die Zweifel an der fragwürdigen Methode durch Mark Brandis zur Geltung kommen. So lässt der Start des Kerns, des Weltraumabenteuers etwas auf sich warten, dafür bekommt der Hörer durch eine intensive Beschreibung der Zukunftsvision einen deutlichen Mehrwert geboten, alles wirkt tiefgängiger und realistischer. Und natürlich kann auch die spätere Suche nach des verborgenen Lebensmittelvorräten überzeugen, hier wird ein wirklich dynamisches und eindringlich erzähltes Weltraumabenteuer erzählt, das mit verschiedenen Zwischenstationen und bedrohlichen Situationen viel an Spannung aufbauen kann – mal sehr vordergründig beim Aufeinandertreffen mit einem feindlichen Raumschiff, mal subtiler im Hintergrund. Und so sind alle starken Elemente der Serie vereint, sodass eine sehr runde Folge entstanden ist, die mit vielen Facetten überzeugt.

Es gibt ein Wiederhören mit David Nathan als Grischa Romen, wieder einmal kann er die Figur mit seinem einprägsamen Klang und seinem facettenreichen, situationsgerechten Schauspiel zum Leben erwecken und bringt stellenweise eine angenehm humoristische Variante mit ein. Tanya Kathana hat hier in einer der anfänglichen Szene in dem Gefängnis die Rolle der Louise Demnitz, sie hat eine angenehme Stimme und kann sich hier gut neben den teilweise deutlich bekannteren Sprechern beweisen. Tobias Lelle ist als Stig Bengtsson ebenfalls eine gute Wahl und punktet mit einer sehr glaubhaften, eingöngigen Aussprache. Weitere Sprecher sind unter anderem Anne Böckermann, Gerhart Hinze und Claudia Urbschat-Mingues.

Neben der gelungenen Handlung und den tollen Sprechern trägt auch immer die hervorragend produzierte Atmosphäre zum Gelingen der einzelnen Folgen bei. Beeindruckend ist hier insbesondere die Szene mit der aufgebrachten Menschenmenge, durch das Übereinanderlegen zahlreicher Stimmen und einer dementsprechenden Lautstärke hat man tatsächlich das unmittelbare Gefühl der Bedrohung und spürt die angespannte Stimmung der Menschen.

Es ist fast schon zum Klassiker geworden, diverse Raumschiffe in verschiedenen Szenen auf den Covern zu der Serie zu zeigen. Auch sind halbkugelförmige Gefährte zu sehen, die parallel von einem Planeten starten. Das ist wie immer hübsch und detailreich, aber eben auch beliebig mit anderen Folgen austauschbar, ein wirklicher Bezug zur Handlung wird nicht hergestellt. Dafür wird mit dem futuristisch angehauchten Schriftzug ein gelungener Wiedererkennungswert geschaffen.

Fazit: Ein langsamer Aufbau der Folge, die so aber auch deutlich an Tiefe gewinnt und statt einer reinen Actionstory noch nachdenkliche und politische Elemente mit einbringt. Die Handlung beginnt erst später richtig spannend zu werden, überzeugt dann mit dem typischen Mark Brandis-Feeling, in dem man sich so fallen lassen kann. Überzeugend!

VÖ: 10.Januar 2014
Label: Folgenreich
Bestellnummer: 0602537390182


Mark Brandis – 26. Ikarus , Ikarus…



Erster Eindruck: Eine Bedrohung für die ganze Menschheit…

Der Asteroid Ikarus ist reich an Rohstoffen wie Diamanten und Wasser, für die Menschen ist er somit sehr wertvoll und interessant. Um ihn besser ausbeuten zu können, soll er in die Mondumlaufbahn geschoben werden. Als Mark Brandis von dem Vorhaben erfährt, ist ihm die Gefahr sofort bewusst – nur ein Fehler, und Ikarus stürzt auf die Erde. Deswegen zögert er nicht lang, als Direktor Harris ihn bittet, den Vorgang zu überwachen…

Unter neuen Vorzeichen und einer neuen Aufgabe ist Mark Brandis, die aufwendige Science Fiction-Hörspielserie von Interplanar im Vertrieb von Folgenreich, in der vorigen Ausgabe gestartet. Statt seiner Anstellung bei der VEGA ist Geschichte, nun betreibt er ein eigenständiges Rettungsunternehmen. Doch „Ikarus, Ikarus…“, die 26. Folge der Serie, scheint unter gleichen Vorzeichen zu laufen, der Handlungsbogen ist ähnlich wie einige andere Episoden und Brandis bekommt seinen Auftrag sogar von seinem ehemaligen Vorgesetzten. Das ist aber gar nicht so schlimm, denn diese Folge hört sich spannend und kurzweilig, allerdings ist es verwunderlich, dass die Chance zu etwas Neuartigerem nicht genutzt wurde. Der Grundstein zur Folge wird schnell gelegt, die Idee vom Asteroiden passt gut in die Atmosphäre der Serie, Brandis‘ Rahmenbedingungen für den Einsatz sind bald geklärt. Dass daraufhin einige Querelen auftauchen, dürfte kaum überraschen, diese weiten sich jedoch immer weiter auf und handeln von Täuschung, Verrat und einem Plan, der seit langem geschmiedet wurde. Was anfangs wie ein gewöhnlicher Einsatz wirkt, entwickelt sich später zu einem Nervenkrieg zweiter Kontrahenten und stellt eine sehr interessante und vielseitige Figur in den Mittelpunkt. Bis dahin geht die Folge kurzweilig und spannend vorüber, und schon ist der 70-Minüter auch schon vorbei. Eine gelungene Episode mit einem interessanten Dreh, der allerdings festgetretene Bahnen nicht zu verlassen wagt.

In den letzten Folgen bekommt Ruth O’Hara, die Ehefrau von Mark Brandis, eine immer größere Rolle, sodass auch ihre Sprecherin Dorothea Anna Hagena öfter zu hören ist. Ich mag ihre ausdrucksstarke Stimme, die sich sehr gut an die verschiedenen Situationen anpasst und sowohl hart als auch emotional und gefühlvoll klingen kann. Thomas Nero Wolffs einprägsamer und prägnanter Klang bereichert auch dieses Hörspiel als Piet Gumboldt, der durch Wolff sehr präsent wirkt. Martin Keßler ist schon seit langem als Pablo Torrente mit dabei, und auch wenn er hier nicht die größte Rolle hat, hängt er sich voll in die Interpretation hinein. Weitere Sprecher sind Gerhart Hinze, Claudia Urbschat-Mingues und Uve Teschner.

Große Raumgefechte oder groß angelegte Kämpfe sind hier nicht zu hören, sodass diese spezielle bombastische Geräuschkulisse hier nicht zu hören ist. Die Folge ist gerade am Ende eher auf eine Art Psychokrieg angelegt, der dezenter, aber nicht weniger effektvoll umgesetzt wurde. Dazu wurden insbesondere stimmungsvolle Musikstücke ausgewählt, die sich dicht um die einzelnen Szenen legen.

Großer Variationsreichtum kommt auch auf den Covern nicht vor, stets ist eine düstere Weltraumszenerie zu sehen, gern ein Raumschiff vor einem riesenhaften Planeten. Und während hier die linke Hälfte von der Erde eingenommen wird, von der Sonne angestrahlt, ist ein dunkler Raumkreuzer zu sehen. Das Innere enthält wieder einige Begriffserklärungen aus dem Hörspiel sowie einen kleinen Text, was mit den Mark Brandis-Produktionen so alles angestellt wird.

Fazit: Trotz verschobener Grundbedingungen verläuft diese Folge in ähnlichen Bahnen wie zuvor, kann aber mit einem kurzweiligen Verlauf und insbesondere einem sehr gelungenen Dreh der Handlung überzeugen. Hier wird der wortreiche Kampf zweier Gegner in den Mittelpunkt gestellt, was sehr unterhaltsam geworden ist. Für Fans des Genres ist Mark Brandis immer eine Empfehlung wert.

VÖ: 11.Oktober 2013
Label: Folgenreich
Bestellnummer: 0602537390168


Mark Brandis – 25. Raumposition Oberon



Erster Eindruck: Neues Aufgabengebiet für Mark Brandis

Endlich hat Mark Brandis sein neues Aufgabenfeld gefunden: Auf dem Mond richtet er mit einem Team die Basis einer Raumrettungsstation ein. Es sollen Raumfahrer in Not gerettet werden, egal ob die der Union oder den Republiken angehören. Doch noch ist nicht alles fertig, da kommt schon der erste Notruf herein: Eine riesige Wolke aus Weltraumschrott steuert auf ein abgelegenes Kloster an. Doch die Kapazitäten reichen nicht aus, um alle auf einmal zu retten…

Ein neuer Abschnitt beginnt bei der erfolgreichen Science-Fiction-Hörspielserie „Mark Brandis“, statt seiner Commanderschaft bei der internationalen Raumfahrtgesellschaft VEGA hat er nun einen neuen Verantwortungsbereich als Vormann einer Raumrettungsstation – und das bringt natürlich auch völlig neue Grundvoraussetzungen und Ansätze für Geschichten mit sich. Und schon der erste Teil mit dieser Konstellation mit dem Titel „Raumposition Oberon“ zeigt, was dies so alles mit sich bringen kann. Zu Anfang werden noch die Rahmenbedingungen abgesteckt, die Atmosphäre während diesen ersten Teils ist nicht so gespannt wie in einigen vorigen Folgen, es geht stellenweise eher locker zu, auch einige humorvolle Stellen lassen sich ausmachen. Doch spätestens beim Start des übereilten und recht unvorbereiteten ersten Einsatzes ist wieder dieses Prickeln zu spüren, diese Dramatik, die schon andere Folgen der Serie auszeichnete. Es geht um zahlreiche Menschenleben, die unter schwierigen Bedingungen geborgen werden müssen, und nie ist wirklich klar, ob das Team um Mark Brandis diese Aufgabe tatsächlich bewältigen kann. Und so hofft und bangt man mit, kann die Rückschläge nachfühlen und hat Respekt vor den mutigen und konsequenten Entscheidungen des ehemaligen Commandeurs. Das Einspielen des Teams, das sich Verlassen müssen, aber auch das Handeln gegen die Regeln, um seinem Ziel nahe zu kommen, all das hinterlässt eine einprägsame Wirkung und gestaltet diese Folge so spannend. Dabei kann auch die Zeichnung der einzelnen Charaktere punkten, auch die kleineren Nebenrollen wirken glaubwürdig und stimmig. Wieder ist hier eine spannende Folge gelungen, die ein vielversprechender Start in eine neue Ära der Serie bildet.

Und natürlich können auch hier die Sprecher wieder nur sehr gelobt werden, sämtliche Rollen sind mit fähigen und leidenschaftlichen Schauspielern besetzt worden. Mich hat es beispielsweise sehr gefreut, Dorothea Anna Hagena als Ruth O’Hara in einer etwas größeren Rolle zu hören, ihre sanfte, aber doch kraftvolle Stimme passt sehr gut in das Ambiente der Serie. Martin Wehrmann ist als Iwan Stroganow mit dabei, sein markanter Klang kann den charakterstarken Leutnant sehr gut umsetzen und dem Hörer glaubhaft vermitteln. Als Leiter des Klosters, Pater Connery, ist Jürgen Thormann zu hören, der hier wieder eine intensive Umsetzung seiner Rolle garantiert und seinen einprägsamen Klang gekonnt einsetzt. Weitere Sprecher sind unter anderem Roman Kretschmer, Maja Maneiro und Gerhart Hinze.

Klar, dass zu einem neuen Abschnitt in der Serie auch ein neues Intro gehört. Stilistisch ist es ähnlich wie der Vorgänger, doch die veränderte Wortwahl fällt sofort auf und macht Lust auf das Kommende. Die szenische Gestaltung des Hörspiels ist wieder auf absolutem Top-Niveau, eine dichte und sehr eindringliche Atmosphäre wird hier aus dem gekonnten Zusammenspiel von Musik und Geräuschen erschaffen werden.

Wie immer sind auch in dem kleinen Booklet zu dieser Folge kurze Informationstexte zu finden, hier zu einigen Charakteren sowie dem Begriff des Weltraumschrotts. Schön, dass es dem Hörer ermöglicht wird, so noch weiter in die komplexe Welt der Serie einzudringen. Das Cover ist ebenfalls sehr gelungen, riesige Schrottteile scheinen langsam in Richtung des Betrachters zu driften, während im Hintergrund die riesige Erde zu sehen ist.

Fazit: Neue Voraussetzungen beschäftigen den Hörer im ersten Teil, es ist spannend zu erfahren, wie es mit Mark und seinem Team weitergeht, während im zweiten Abschnitt mit der Rettung wieder sehr spannend und sehr dramatisch wird. Auch das Thema Politik, ein Kernelement der Serie, streift die Handlung wieder am Rande. Science-Fiction-Fans kommen hier voll auf ihre Kosten, zumal Vorkenntnisse aus den früheren Folgen zwar hilfreich, aber nicht unbedingt von Nöten sind.

VÖ: 12.Juli 2013
Label: Folgenreich
Bestellnummer: 0602537169436


Mark Brandis – 24. Blindflug zur Schlange



Erster Eindruck: Mark Brands undercover

Nachdem Mark Brandis seine Karriere als Raumschiffpilot beendet hat, wartet er einen Hochgeschwindigkeitszug. Doch als er erfährt, dass sein ehemaliger Kamerad Grischa Romen von Piraten aufgegriffen wurde, beschließt er, ihm zur Hilfe zur eilen. Doch da ihm kein Raumschiff mehr zu Verfügung steht, entwickelt er einen ziemlich riskanten Plan…

Die letzte Folge von Mark Brandis endete mit einem Knall, in dem er seinen bisherigen Beruf bei der Vega kündigte – und damit brach einer der Grundpfeiler der Serie weg, die immer wieder für neue, brisante Situationen sorgte. Und somit stand vor Nummer 24 der Serie „Blindflug zur Schlange“ vor allem die Frage im Raum, wie es mit der Serie weitergehen würde. Die Geschichte setzt etwa ein halbes Jahr nach Brandis‘ Abgang an, schon in der ersten Szene wird wieder eine sehr dichte Atmosphäre geschaffen, die so typisch für die ganze Serie ist. Es ist interessant zu hören, wie sich die beliebte Hauptfigur so in einer ganz anderen Position bewährt, in dem er seinen kühlen Kopf nicht zum Wohle seiner Crew einsetzen kann. Doch der Hauptteil dreht sich natürlich wieder um ein gefährliches Weltraumabenteuer, in dem Mark Brandis wieder einige sehr gefährliche Situationen überstehen muss, um Grischa Romen zu retten – von einer Entführung, langer Zeit gefesselt und einem sehr mächtigen Mann wird hier erzählt. Das ist wieder spannend aufbereitet und bietet eine gute Stunde beste Unterhaltung, auch dass hier mal wieder eine Einzelfolge präsentiert wird, weiß zu gefallen. Die Kombination aus sehr spannender Geschichte und der eingängigen Atmosphäre ist es, die auch hier zu überzeugen weiß.

Martin Keßler spricht den Pablo Torrente wieder mit seiner sehr spontan wirkenden, glaubwürdigen Art, sodass man ihm jede Gefühlsregung abnimmt, auch in den Zwischentönen ist er stark und bietet eine lebendige Vorstellung. David Nathans einzigartiger Klang bereichert auch dieses Hörspiel, Grischa Romen wird durch sein intensives Spiel zu einer der stärksten Figuren der Serie. Und auch Dietmar Wunder, der hier als Tom O-Brien zu hören ist, kann voll überzeugen. Ausfälle gibt es hier keine, zu der starken Sprecherliste gehören auch Marina Krogull, Romanus Fuhrmann und Matthias Brodowy.

Mark Brandis hat seinen Ruf als momentan beste Science Fiction-Serie neben den komplexen Geschichten und den grandiosen Sprechern auch aufgrund der perfektionistischen Produktionsweise verdient. Und auch hier wird diese Stärke mit einer eindringlichen musikalischen Untermalung und den vielfältigen, passenden Geräuschen genutzt, um eine intensive und düstere Atmosphäre zu schaffen.

Mal kein wirkliches Weltraummotiv wurde als Cover für diese Folge ausgewählt, durch den futuristischen Look passt das Motiv aber dennoch bestens in die Serie. Zu sehen ist der Hochgeschwindigkeitszug, der gerade von Mark Brandis geentert wird. Statt den ansonsten vorherrschenden Blautönen wird hier neben Schwarz auch Orange verwendet, das interessanterweise aber ebenso düster und kühl wirken kann.

Fazit: Spannend ist nicht nur, wie Brandis seine Zeit nach der Vega verbringt, sondern auch die Rettung Grischa Romens, in der so einige heikle Situationen ausgestanden werden wollen.

VÖ: 12.April 2013
Label: Folgenreich
Bestellnummer: 0602537169412


Mark Brandis – 23. Triton-Passage



Erster Eindruck: Das Gewissen siegt...

Seit 240 Tagen harrt Mark Brandis nun schon mit einer kleinen Mannschaft in einem Raumkreuzer aus, um die mögliche Supernova eines Sterns zu beobachten. Doch kurz vor Ablauf des langen Auftrags erreicht ihn ein Hilferuf von einem Schiff der Republiken. Erst in Brandis zögerlich, doch als er hört, dass auch ein Kind an Bord sein soll, entschließt er sich, seinen Befehl zu missachten und zur Hilfe zu eilen...

Von Mark Brandis kannte die Hörspielwelt ja insbesondere die Zweiteiler, die mit entsprechend langer Laufzeit eine oft komplexe Geschichte erzählt haben. Ohne Verlust von Intensität oder Ausdrucksvermögen kommt da „Triton-Passage“ etwas überraschend, läuft diese Folge doch „nur“ 79 Minuten. Wie so oft startet das Hörspiel mitten in einem neuen Auftrag von Brandis, doch hier wird direkt die vergiftete Stimmung zwischen ihm und Commander Busch ausgekostet. Und auch der weitere Verlauf ist geprägt von starken und sehr unterschiedlichen Atmosphären und Szenen, beispielsweise die Suche in dem unbekannten Raumschiff nach Überlebenden und einem dramatischen Wettlauf gegen die Zeit, als die Luft sehr knapp wird. Und genau das ist es, was diese Folge so stark, so besonders werden lässt: Dass in fast 80 Minuten derart starke Szenen mit viel Ausdruck zusammengefasst sind, die einzelnen Elemente weder zu kurz kommen noch in die Länge gezogen werden. Und dabei sind auch wieder die schwierigen politischen Verhältnisse sowie die Machtkämpfe innerhalb der VEGA integriert, was zusätzlichen Pfiff verleiht und am Ende für eine große Überraschung sorgt. Eine sehr gut erzählte, spannende und abwechslungsreiche Mark Brandis-Folge, die ich gerade wegen ihrer Kürze schätze.

Auch hier ist die Wahl der Sprecher trefflich gelungen. Als Commander Elmar Busch ist Roman Kretschmer zu hören, in dessen markanter Stimme stets der Unmut über Brandis mitschwingt und der so einen interessanten Gegenpol zu der eher besonnenen Hauptfigur darstellt. Anastasia Conze spricht die junge und dynamische Catalina Minulescu und kann durch ihr präzises Spiel ein genaues Bild der Frau vermitteln. Gut gefallen hat mir auch Bettina Zech als Tuva Eidsvog, die ebenso geheimnisvoll wie sympathisch wie schutzbedürftig wirkt. Weitere Sprecher sind Gerhart Hinze, Urs Remond und Stefan Peters.

Die akustische Umsetzung ist wieder sehr geglückt, die verschiedenen Szenen und Stimmungen wurden mit viel Sorgfalt umgesetzt und haben so jeweils ein ganz individuelles Kleid geschneidert bekommen, das perfekt sitzt. Ganz wunderbar ist eine Szene recht weit gegen Ende gelungen, in der Mark Brandis und Tuva Eidsvog gemeinsam musizieren und später noch Orchesterbegleitung bekommen – sehr intensiv und gefühlsbetont umgesetzt!

Das Cover zeigt wieder eine Weltraumszene in unterkühlten Blau- und Grautönen, doch statt eines fliegenden Raumschiffes ist hier eine riesige Satellitenantenne auf einem einsamen Planeten zu sehen. Hübsch und wieder sehr detailreich produziert. Im Inneren sind wieder zusätzliche Informationen aus der Welt von Mark Brandis zu finden, beispielsweise über den Neptun und andere prägnante Begriffe, die kurz erläutert werden.

Fazit: Ganz verschiedene Stimmungen, die hier präsentiert und sehr gut ausgekostet werden, eingebettet in eine spannende und sehr unterhaltsame Geschichte. Eine sehr gelungene Folge!

VÖ: 11.Januar 2013
Label: Folgenreich
Bestellnummer: 0602537169382


Mark Brandis – 22. Lautlose Bombe -2-



Erster Eindruck: Gefahr für die Menschheit

Mark Brandis' Sorge gilt immer noch Ruth, die weiterhin im Koma liegt und deren Zustand immer schlechter wird. Dennoch begibt er sich auf die Suche nach seinem Halbbruder Jonathan, der mit einem Giftstoffangriff auf die gesamte Menschheit droht – doch was er wirklich vor hat, stellt sich erst im Laufe der Zeit hinaus...

Nach einem sehr guten Start für den neuen Mark Brandis-Zweiteiler mit dem Titel „Lautlose Bombe“, in dem eher die charakterlichen Seiten der Geschichte beleuchtet wurde, knüpft der zweite Teil direkt an die letzte Szene des ersten an und verliert kaum Zeit mit einer Einführung, schnell werden die einzelnen Fäden weiter gesponnen. Hier kommt der typische Flair der Serie wieder mehr zum Ausdruck, die Handlung ist ein wenig technischer und spannender aufgebaut. Im Kern geht es um die Verfolgungsjagd auf Jonathan, der in seinen finsteren Plänen – mal wieder – scheinbar nur durch Mark Brandis aufzuhalten ist. Dieser persönliche Bezug zum Übeltäter verleiht der Geschichte eine ganz andere Dimension, genauso dass seine Motive nachvollziehbar sind und im Grunde nicht schlecht gemeint sind. So schaukelt sich die Handlung immer höher, immer intensiver wirkt das Geschehen auf den Hörer, immer weiter dringt er in die Verstrickungen ein. Und Mark Brandis wäre nicht Mark Brandis, wenn nicht noch die eine oder andere Überraschung auf den Hörer wartet, die einiges in ein anderes Licht rückt. Auch dieser zweite Teil hat mir äußerst gut gefallen und setzt diese hervorragende Serie gekonnt fort.

Stets an der Seite von Mark Brandis ist Grischa Romen, kaum aus der Serie wegzudenken. David Nathan macht seine Sache wie immer sehr gut und setzt die Rolle mit Leidenschaft und viel Energie um. Claudia Urbschat-Mingues, die mit ihrer samtigen Stimme jedes Hörspiel bereichern kann, kann die interessante Figur der Rebecca Levy genau treffen. Andreas Müller ist als Milosch Stojka gut besetzt und kann mit den bekannten Vollprofis durchaus mithalten. Weitere Sprecher sind unter anderem Daniel Montoya, Gerhart Hinze und Mira Christine Mühlenhof.

Durch die mehr spannungsgeladenen Szenen und die sich weiter aufbauende Verfolgungsjagd ist diese Episode wieder imposanter umgesetzt als der insgesamt ruhigere erste Teil. Es wird viel mit stimmungsvoller Musik gearbeitet, und auch die Sounds sind beeindruckend präzise eingefügt. Allerdings baut die Produktion nicht auf den Klangwelten auf, sondern ist nur zur Unterstützung der Wirkung gedacht.

Ein hübsches Weltraumszenario ist wieder auf dem Cover abgebildet, ein eher kleines und weniges Raumschiff mit einem Planeten im Hintergrund sieht wie durch eine Zielvorrichtung betrachtet aus. Die typische Blaufärbung verleiht dem Ganzen einen futuristischen Eindruck und zieht sich durch die gesamte, gelungene Aufmachung.

Fazit: Unterscheidet sich deutlich vom Vorgänger, setzt die Geschichte aber sehr spannend fort und bietet ein packendes und aufregendes Finale.

VÖ: 6.Juli 2012
Label: Folgenreich
Bestellnummer: 0602527804231


Mark Brandis – 21. Lautlose Bombe -1-



Erster Eindruck: Ruth in Gefahr

In einem nachgebildeten Ökosystem, das dem Leben von vor hunderten Jahren nachempfunden ist, macht Mark Brandis mit seiner Frau Ruth eine Bergtour. Was bei Ruth vorerst wie ein harmloser Insektenstich aussieht, wird bald zu einer ernsten Gefährdung für ihr Leben. Völlig entkräftet kann er sie ins nächste Krankenhaus bringen und erfährt von einem neuartigen Virus...

Meist sind Science Fiction-Serien nicht allzu flexibel, viele der verschiedenen Folgen haben dort einen ähnlichen Ausdruck und sich gleichende Atmosphären. „Mark Brandis“, eine der momentan am besten produzierten Serien überhaupt, schafft es dennoch, mit fast jeder Doppelfolge etwas neues zu schaffen und immer leicht andere Wege zu gehen. Statt der große Bedrohung oder einem gefährlichen Flug durch den All ist der Anfang dieser Geschichte gänzlich anders: Eine fast schon idyllische Stimmung in freier Natur, bis das Szenario durch den Insektenstich gestört wird – und so ist man auch schon nach einigen Minuten mitten in der Geschichte angekommen. Und anfangs mag man kaum sehen, in welche wesentlich dramatische Richtung sich das Ganze entwickeln wird. Vielmehr fiebert man mit Mark Brandis auf Ruths Genesung hin und fragt sich, welche Rolle der plötzlich auftauchende Halbbruder der Hauptfigur spielen wird. Die Entwicklung ist hier zwar langsam, aber recht intensiv und spannend. Zum Ende dieses ersten Teils wird dann mit Wucht das erste große Geheimnis gelüftet und steckt den Ausgangspunkt für die nachfolgenden Ereignisse. Die Wirkung der Folge ist geprägt durch das Bangen um Ruth auf der einen und das Rätsel um das neue Virus auf der anderen Seite, hat nicht allzu viele typische Science Fiction-Merkmale und sticht gerade deshalb aus den anderen Folgen heraus.

Ruth ist zwar nur in der ersten Szene zu hören, trotzdem lässt Dorothea Anna Hagena diesen Charakter so voller Leben und Wärme erscheinen, dass man als Hörer gleich eine emotionale Bindung zu ihr bekommt, selbst wenn man sie nicht aus den vorigen Folgen kennt. Jacob Weigert ist als Jonathan Wast zu hören, der Halbbruder von Mark Brandis zeigt hier verschiedene Facetten, die allesamt sehr gut wieder gegeben werden. Und erneut gebührt Lob auch Michael Lott als Mark Brandis, der wieder ganz andere Aspekte seines Charakters zeigen und dabei stets glaubwürdig und eindringlich bleiben kann. Weitere Sprecher sind Wolf Frass, Oliver Seidel und Elena Wilms.

Da keine wirklichen Weltraumszenen zu hören sind, musste natürlich auch die akustische Gestaltung der Folge angepasst werden. Und auch diese etwas natürlichere und organischere Wirkung kann überzeugen und setzt ganz neue Akzente. Wie immer wurde hier jedoch nie zu stark instrumentalisiert, sondern der Schwerpunkt auf die Dialoge gesetzt.

Trotz des anderen Ansatzpunktes der Folge geht das Titelbild mit seinen Vorgängern konform und präsentiert sich vorrangig in kühlen Blautönen. Der einfache Schriftzug in futuristischer Schrift und gelben Absetzungen gehört ebenso zum Look des Covers. Auch wenn ich verstehe, dass man Kontinuität erhalten will, hätte man hier mit anderen Motiven arbeiten können.

Fazit: Wieder eine ganz andere Folge um Mark Brandis, durch den engen Bezug zu seinem Privatleben kommen die Charaktere noch intensiver herüber.

VÖ: 6.Juli 2012
Label: Folgenreich
Bestellnummer: 0602527804224


Mark Brandis – 20. Sirius-Patrouille 2/2



Erster Eindruck: Brandis außer Gefecht

Mark Brandis ist bei den Kämpfen mit den Piraten, die der Sirius-Patrouille begegnet sind, schwer verletzt worden und liegt besinnungslos auf der Krankenstation. Das Kommando hat nun Major Degenhardt, dessen Hass auf die Piraten sein Urteilsvermögen verblendet. Martin Seebeck und die Ärztin Rebecca Levy versuchen vergeblich, ihn zur Vernunft zu bringen...

Nachdem die 19. Folge von Mark Brandis viele Vorbereitungen für einen großen Showdown getroffen hat, geht die Geschichte im zweiten Teil der „Sirius-Patrouille“ gleich richtig zur Sache, ohne große einleitende Worte. Wieder wurde ein vielschichtiges Gebilde geschaffen, das zahlreiche Faktoren mit einbezieht, die sich gegenseitig bedingen. So ist es äußerst interessant, dass Mark Brandis, der schließlich die Hauptfigur der Serie ist, lange Zeit außer Gefecht gesetzt ist und keinen Einfluss auf die Ereignisse haben kann. Major Degenhardt ist eine interessante Figur, die ihr Potenzial hier gut ausschöpfen kann. Große Raumschlachten mit eindrucksvollen Effekten prägen das Bild dieser Folge, doch nie wird ins reine Actiongenre abgedriftet, immer spielen noch Machtstrukturen und die Persönlichkeiten eine entscheidende Rolle. Und da ist es kaum verwunderlich, dass der Konflikt letztlich doch mit diplomatischem Geschick und nicht mit der Vernichtung der Feinde gelöst wird. Bis dahin darf man ein komplexes und anspruchsvolles, aber immer unterhaltsames und kurzweiliges Weltraumgefecht erleben, das dem hohen Niveau der Serie voll gerecht wird.

Dr. Rebecca Levy, die hier eine wichtige Rolle einnimmt, wird von der wunderbaren Claudia Urbschat-Mingues gesprochen, die hier sowohl ihre harte, durchsetzungsfähige wie auch die weiche und einfühlsame Seite zeigen kann. Thomas Schmuckert setzt seinen gradlinigen und markanten Klang sehr gezielt ein, um ein umfassendes Bild von Major Degenhardt zu zeigen. Und natürlich ist auch Michael Lott als Mark Brandis wie immer in Hochform. Weitere Sprecher dieser Folge sind Matthias Brodowy, Mira Christine Mühlenhof und Tanya Kahana.

Hier kann das Produzententeam noch einmal richtig zeigen, was es so alles bewerkstelligen kann und staffiert die Kampfszenen sehr eindrucksvoll aus. So gehen wuchtige Sounds und intensive Musik eine einzigartige Symbiose ein, die ganz eine eigene Atmosphäre schaffen und direkt beim Hörer ankommen. Grandios umgesetzt!

Wie schon der erste Teil von Sirius-Patrouille ist das Cover auch hier in dunklen Blautönen gehalten. Gezeigt wird hier ein Gefecht zwischen zwei Raumschiffen, die dank des Feuers dynamisch und lebendig wirken. Gut dazu passt der futuristisch wirkende, doch sehr klare Schriftzug, der mit gelben Absetzungen für genügend Aufmerksamkeit sorgt. Im Inneren sind wie immer kleine Infotexte zu finden.

Fazit: Sehr spannend und actiongeladen wird die Geschichte hier abgeschlossen. Schön, dass wieder verschiedene Ebenen berücksichtigt werden.

VÖ: 2.März 2012
Label: Folgenreich
Bestellnummer: 0602527804200


Mark Brandis – 19. Sirius-Patrouille 1/2



Erster Eindruck: Testfahrt ins Ungewisse

Martin Seebeck, ein erfahrener Journalist, bekommt ein interessantes Angebot. Er soll an einem Testflug des neuen Raumkreuzers teilnehmen, der zugleich eine Strecke auskundschaften soll, auf der immer wieder unbemannte Raumsonden verschwinden. Der Commandeur ist kein geringerer als Mark Brandis, doch die Machtstrukturen an Bord sind kompliziert verwoben...

Die anscheinend als einzige verbliebene Science Fiction-Hörspielserie „Mark Brandis“ von Interplanar startet seinen neuen Zweiteiler Sirius-Patrouille vorerst ohne den Namen gebenden Protagonisten. Die Handlung dreht sich nämlich anfangs um den Journalisten Martin Seebeck, was dem Hörspiel sehr zu Gute kommt. Denn so bekommen wir eine ganz frische und unverbrauchte Sicht auf die Dinge, die neue Facetten ermöglicht und eine neue Grundstimmung schafft. Und so lernt der Hörer die Strukturen an Bord des Raumkreuzers aus seiner Sicht kennen, was schon einmal einen sehr interessanten Start gibt. Auch die Ankündigung einer möglichen Gefahr durch Piraten verleiht der Geschichte ein wenig Prickeln. Und das ist völlig ausreichend, die ersten beiden Drittel der Handlung spannend zu halten und erst danach ein anderen Raumschiff auf den Plan treten zu lassen. Auch wenn hier viel für den zweiten Teil vorbereitet wird, ist ein unterhaltsames und kurzweiliges Hörspiel entstanden, dass mit einem wuchtigen Cliffhanger neugierig auf den zweiten Teil macht.

Felix Isenbügel hat mit Martin Seebeck hier eine recht umfangreiche Rolle bekommen, die er mit Glaubwürdigkeit, Ausdruck und Charme voll ausfüllen kann und so einen ansprechenden Charakter schafft. Martin Wehrmann ist als Iwan Stroganow zu hören, er passt gut in das anspruchsvolle Szenario und kann mit eingängigem Sprachfluss überzeugen. David Nathan macht Grischa wieder eine ebenso gute Figur wie eh und je. Weitere Sprecher sind Wolf Frass, Martin Keßler und Martin May.

Eines der Markenzeichen dieser Serie ist die eindrucksvolle und intensive Produktion, die wunderbar mit der Geschichte harmoniert. Wuchtige Musik, die wie immer von Joachim-C. Redeker stammt, untermalt die einzelnen Szenen und deren Wechsel sehr abwechslungsreich, während die zahlreichen Geräusche für das nötige Weltraumfeeling sorgen.

Die Cover der beiden Folgen des Zweiteilers haben wieder einen eindeutigen Bezug zueinander, was insbesondere auf die Farbwahl zurückzuführen ist. Hier ist ein Einsatz an dem Raumkreuzer zu sehen, der auch so im Hörspiel beschrieben wird. Im Inneren gibt es wieder einen (fiktiven) Informationstext aus der Welt von Mark Brandis sowie eine Erläuterung einiger Personen.

Fazit: Der Wechsel der Perspektive tut diesem Hörspiel sehr gut, eine ausdrucksstarke und eingängige Folge mit dem typischen Flair der Serie.

VÖ: 2.März 2012
Label: Folgenreich
Bestellnummer: 0602527804194


Mark Brandis – 18. Alarm für die Erde (2/2)



Erster Eindruck: Andere Voraussetzungen

Während die Situation um den Kilimandscharo weiter eskaliert und die atomare Strahlung durch die Vulkanasche weit verbreitet wird, verliert Mark Brandis seine Stellung und ist nicht mehr für die Evakuierung verantwortlich. Die Revolutionäre machen ihm weiter zu schaffen, und auch die Regierung im Peking trägt nicht zur Besserung der Lage bei. Bald sieht sich Brandis immer größeren Problemen gegenüber...

Wieder als Zweiteiler kommt die neue Produktion der anspruchsvollen Science Fiction-Serie Mark Brandis daher, Teil 1 hat nicht nur die Grundsituation dargelegt und die Handlungsfäden für diesen zweiten Teil gelegt, sondern die Entwicklung der Handlung schon weit nach vorn getrieben. „Alarm für die Erde 2“ nutzt dies nun sehr gut aus und startet mit veränderten Vorzeichen, indem Mark Brandis von seinem Posten als Hochkommissar entbunden wird. Diese große Niederlage für ihn sorgt für einen interessanten Start und erschwert zusätzlich die Lösung der nicht gerade geringen Probleme. Diese nehmen immer weiter an Brisanz zu und sorgen für einen sehr dichten Verlauf der Folge, die dem Hörer kaum Zeit zum Aufatmen lässt. Dabei können die einzelnen Elemente gut ineinander greifen und beeinflussen sich gegenseitig auf glaubhafte Weise. Dass dieses mal die Menschen der Erde bedroht sind und so das Geschehen nicht so abstrakt ist wie in anderen Folgen, sorgt für ein anderes Hörgefühl, dass intensiver ist als bei anderen Produktionen der Serie. Das fantastische Ende mit der interessanten Auflösung sorgt für einen krönenden Abschluss. Ein sehr gelungener Zweiteiler, der das hohe Niveau der Serie locker halten kann.

Oliver Rohrbeck ist wieder als Journalist Walter Hildebrandt zu hören und sorgt mit seinen kleinen Berichten immer wieder dafür, dass der Hörer auf dem neusten Stand der Dinge ist. Seine einprägsame Stimme ist hier mal völlig ernst und ohne den Hauch eines Augenzwinkerns, was ihm ebenfalls sehr gut steht. Uve Teschner spricht Walter Ryan, er klingt nicht nur glaubwürdig, sondern sorgt mit seiner intensiven Sprechweise für zusätzliche Stimmung. Dorothea Anna Hagena spricht erneut Ruth O'Hara mit der ihr eigenen Rhythmik, die sehr gut zur Rolle passt. Weitere Sprecher sind Meylan Chao, Stefan Peters und Holger Umbreit.

Die Musik stammt wieder von Joachim C.Redeker, der diese sehr eng an die Handlung geschneidert hat und jeder Situation die passende Stimmung gegeben hat. Seine Kompositionen sind dieses mal nicht ganz so futuristisch und spielen somit auf die Handlung auf der Erde an. Auch die Geräusche klingen realitätsnaher, passen wunderbar in die Atmosphäre.

Der Vulkanausbruch des Kilimandscharo wird im Hintergrund auch auf dem Cover gezeigt, ist beeindruckend anzusehen. Im Mittelpunkt steht aber wieder ein Fluggefährt, das aufgrund seines hohen Tempos hier nur verschwommen zu sehen ist. Die restliche Aufmachung ist bereits bekannt und hält wieder kleine Texte zum Hörspiel bereit.

Fazit: Die Geschichte nimmt an Brisanz zu, öffnet neue Schauplätze und führt dann zu einem spektakulären Ende – ein Genuss nicht nur für Fans der Serie

VÖ: 4.November 2011
Label: Folgenreich
Bestellnummer: 0602527804170


Mark Brandis – 17. Alarm für die Erde (1/2)



Erster Eindruck: Atomkatastrophe in Afrika

Die große Katastrophe auf der Erde ist eingetreten: Beim als erloschen geltenden Ausbruch des Kilimandscharo wurde ein Atommülldepot beschädigt, schädliche Strahlung wurde freigesetzt. Wieder wird Mark Brandis als Krisenmanager gerufen, doch neben Freiheitskämpfern behindert auch das Verschwinden von Ruth O'Hara seine Arbeit...

Nach zahlreichen Folgen, die in den weiten des Alls spielten, wurde für die neueste Doppelfolge der Science Ficiton-Serie Mark Brandis ein vergleichsweise konventioneller Schauplatz auserkoren: Die gute alte Erde, natürlich um einige hunderte Jahre in die Zukunft versetzt. Zu Beginn der 17. Folge und damit des ersten Teils werden die veränderten Umstände aufgezeigt, was ein wenig Zeit in Anspruch nimmt. Doch danach überraschen die Macher wieder mit für diese Serie ungewöhnlichen Szenen, die einen Kriegszustand schildern und die wilden Gefechte sehr realitätsgetreu und gar nicht mal so unwirklich darstellen – beklemmende Momente. Die Befreiung von Ruth wird mit dem Kampf gegen die Freiheitskämpfer kombiniert, was einen weiteren interessanten und gut funktionierenden Abschnitt formt. Das eigentliche Highlight dieser Folge ist aber der Schluss, bei dem die Regelung für die Auswanderung ganz neue Dimensionen annimmt und die skrupellose Politik der Regierung aufdeckt. Und bei allem ist Mark Brandis der Fels in der Brandung, mit seinen stets korrekten und durchdachten Entscheidungen und der moralischen Integrität ein Fels in der Brandung und fast schon ein wenig zu langweilig für diese Flut an außergewöhnlichen Szenen. Wieder mal eine gelungene Folge, die gespannt auf Teil zwei macht.

Wie immer sorgen die Sprecher für ungetrübten Hörgenuss und glaubwürdige Darbietungen. Wie immer ist Michael Lott als Mark Brandis eine feste Größe, stets cool und beständig, er sorgt auch in den hektischen Szenen für eine gewisse Ruhe, um alles gut verfolgen zu können. David Nathan fällt als Grischa wieder ein größerer Part zu, seine markante Stimme mit dem unverwechselbaren Klang passt sehr gut in die ausdrucksstarke Atmosphäre. Claudia Urbschat-Mingues ist als Dr. Rebecca Levy zu hören und kann auch hier mit glaubhaftem Auftreten überzeugen. Weitere Sprecher sind Wolf Frass, Wolfgang Kaven und Jan Spitzer.

Fernab vom bombastischen Weltraumklang vieler voriger Folgen mussten sich Musik und Geräusche hier ganz neu positionieren, um auch die dramatische Situation auf der Erde darbieten zu können. So klingt hier vieles anders als früher, gerade die Gefechte sind erschreckend echt und intensiv umgesetzt, während wieder viel stimmungsvolle Musik eingesetzt wurde.

Ein futuristisches Titelbild darf bei Mark Brandis natürlich nicht fehlen, eine Startrampe mit einem beeindruckenden Hintergrund mit tiefblauem Himmel und Wolkenbergen – und das ist wieder ansprechend gelungen. Im Inneren ist ein kleiner Text zu finden, der ein Auszug aus einem natürlich fiktiven Buch darstellt, natürlich haben auch die Produktionsinfos ihren Platz gefunden.

Fazit: Ein spannender Auftakt mit völlig anderer Grundvoraussetzung, die das Geschehen noch weiter an den Hörer heranrückt.

VÖ: 4.November 2011
Label: Folgenreich
Bestellnummer: 0602527804163


Mark Brandis – 16. Operation Sonnenfracht



Erster Eindruck: Ein Erdbeben und seine Folgen

Auf einer wichtigen Ausstellung in San Francisco kommt es zu einem tragischen Unglück: Durch ein heftiges Erdbeben der Stärke 9 werden nicht nur fast alle Raumschiffe zerstört, sondern vor allem Tausende Menschen getötet. Mark Brandis, der ebenfalls anwesend war, erfährt, dass sich ein solches Ereignis bald wiederholen könnte – wenn er nicht helfend eingreift...

Nach den vier zusammenhängenden Auftaktfolgen bestand die bodenständige Science Fiction-Serie Mark Brandis bisher aus 5 Doppelfolgen, die zusammen eine etwas längere Geschichte erzählt haben, die letzte Folge stand jedoch allein für sich. „Operation Sonnenfracht“ ist nun erst die erste Folge, die keine in sich abgeschlossene Handlung erzählt, auf deren Fortsetzung man nun aber bis zur nächsten Veröffentlichung gedulden muss. Die Geschichte beginnt gleich mit einem spannenden Highlight, die Erdbebenkatastrophe wurde sehr gut umgesetzt und steigert gleich zu Beginn die Dramatik der Folge. Doch auch nach diesem gelungenen Einstieg geht es kurzweilig weiter, der Auftrag für Mark Brandis ist wieder typisch für die Serie und beschert zahlreiche spannende und unterhaltsame Szenen sowie einen gelungenen Erzählbogen. Hier herrscht eine etwas andere Stimmung als in den anderen Mehrteilern, die Schwere, die vielen der anderen Geschichten anhaftete, ist hier nicht so stark ausgeprägt. Vielmehr wird hier auf etwas mehr Action gesetzt, der Umweltkatastrophe haftet nicht die politische und schwere Bedeutung an, Intrigen sind hier beispielsweise nicht zu finden. Beides hat seinen Reiz, und so ist auch diese Folge der wunderbaren Science Ficiton-Serie mehr als nur gelungen.

Die Sprecherriege kann sich sehen lassen, zahlreiche fähige und beliebte Sprecher leihen den Rollen ihre Stimme. Allen voran natürlich Michael Lott als Commander Mark Brandis, der mit seiner coolen, aber niemals unterkühlten Art genau den richtigen Mittelweg für diesen Charakter findet. David Nathan steht ihm wieder als Grischa Romen zur Seite, mit seiner intensiven Sprechweise kann er auch hier eine Rolle in etwas Besonderes verwandeln. Dorothea Anna Hagena spricht die Ruth O'Hara und lässt auch hier wieder ihre ganze Erfahrung mit einfließen. Weitere Sprecher sind Ulrike Kapfer, Thomas Nero Wolff und Wolfgang Kaven.

Akustisch ist Operation Sonnenfracht wieder opulent und vielseitig umgesetzt worden, die Musik ist wunderbar stimmungsvoll und kann für die einzelnen Szenarien jeweils die passende Stimmung erzeugen, die durch den Einsatz von vielen unterschiedlichen und passenden Geräuschen noch intensiver und glaubhafter erscheint. Hier wurde wieder tadellose Arbeit geleistet.

Das Cover zeigt erneut eine Weltraumszene samt einiger fliegender Raumschiffe, gehalten in den für die Serie fast schon traditionellen Farben Blau und Schwarz. Der Blick auf den blauen Planeten ist wunderschön und vermittelt gleich die richtige Weltraumstimmung, die auch in der Folge an sich aufkommt. Auch der Rest ist wieder hübsch und übersichtlich gestaltet.

Fazit: Eine Folge, die nicht so schwermütig ist wie viele seine Vorgänger ist und somit neue Akzente innerhalb der Serie setzen kann – und die ebenso gelungen ist!

VÖ: 1.Juli 2011
Label: Folgenreich
Bestellnummer: 0602527585457


Mark Brandis – 15. Aktenzeichen: Illegal



Erster Eindruck: Erster Einteiler der Serie

Commander Mark Brandis wird zu einer fingierten Untersuchung berufen, der seine Flugtauglichkeit betrifft. Doch es wird in seinem Gedächtnis nach bestimmten Informationen gesucht. Neben dem Treffen mit einem innovativen Wissenschaftler liegt das Interesse dabei besonders auf der Beziehung zwischen Grischa Romen und seiner Freundin Ko Ai...

Nach dem anfänglichen Mehrteiler zum Start der Serie bestand eine neue Veröffentlichung der Serie Mark Brandis bisher immer aus zwei zusammenhängenden Folgen, die aufeinander aufbauten. Anders ist dies nun bei der Folge 15, die erstmals eine Geschichte über nur eine CD erzählt – eine kleine Besonderheit also. Und hier wird gezeigt, dass auch diese etwas knappere Form durchaus seinen Reiz hat. Alles wirkt etwas gestraffter, ohne hektisch oder überladen zu sein, allerdings führt die Idee mit Brandis' abgerufenen Erinnerung zu einer Erzählstruktur, die nahtlos verschiedene, scheinbar unzusammenhängende Szenen aneinander reiht, die erst im Laufe der Folge eine gemeinsame Basis offenbaren. Und das erhöht nicht nur das Tempo, da Übergänge unnötig sind, sondern weckt auch das Interesse beim Hörer. Thema der Folge ist die strikte Geburtenkontrolle der asiatischen Länder – was durchaus Parallelen zur heutigen Welt in sich birgt. Dies wird mit einer spannenden Geschichte aufbereitet, die dem Stil der Serie neue Nuancen abgewinnt und ihren ganz eigenen Weg verfolgt. Mich hat dieses Zusammenspiel aus der intelligenten Erzählstruktur, den interessanten Thema und dem außergewöhnlichen Verlauf sehr gut gefallen, eine extrem gute Folge der Serie die zeigt, dass auch kürzere Brandis-Geschichten ihren Reiz haben können.

Zahlreiche namhafte Hörspielsprecher wurden hier engagiert, und jeder drückt seiner Figur einen individuellen Stempel auf. Tanja Fornaro ist beispielsweise als Ko Ai mit dabei und wirkt sanft und freundlich, kann aber auch die Angst der jungen Frau gut darstellen. Walter Hildebrandt, ein Wissenschaftler mit einer fantastischen neuen Erfindung, bekommt seine Stimme von Oliver Rohrbeck geliehen, dessen einzigartiger Klang für einen intensiven Eindruck sorgt. Rainer Fritzsche ist als Jacques Rochelle zu hören und setzt seine Stimme wieder mit viel Feingefühl für das richtige Timing ein. Weitere Sprecher sind unter anderem Vera Teltz, David Natan und Claudia Urbschat-Mingues.

Kaum eine andere Science Fiction-Serie schafft es, die typische Stimmung so geschickt mit ansprechender Musik zu vermischen wie Mark Brandis. Hier wird neben dem eindrucksvollen Intro mit Blechbläsern noch wesentlich mehr geboten, der Hörer immer wieder mit neuen Klängen überrascht, während die Geräusche immer der Situation angepasst sind und die entsprechende Atmosphäre generieren.

Ein wunderschönes Bild ziert wieder das Cover der CD, wie eigentlich fast immer nimmt ein Raumschiff einen großen Teil des Platzes ein. Hier steht es in einer Wüsten ähnlichen Landschaft, lediglich die beiden Menschen stören etwas den positiven Eindruck und wirken einfach zu künstlich. Im Inneren sind neben den üblichen Angaben wieder Zusatzinformationen abgedruckt.

Fazit: Eine sehr kurzweilige und abwechslungsreiche Folge, die ein interessantes Thema spannend umzusetzen weiß. Sehr hörenswert, auch wenn man nicht zwingend Fan von Science Fiction ist.

VÖ: 1.Juli 2011
Label: Folgenreich
Bestellnummer: 0602527585444


Mark Brandis – 14. Pilgrim 2000 (2/2)



Erster Eindruck:

Die Macht einer Stimme

Auf dem Generationenschiff, der Pilgrim 2000, hat von anfangs mehreren Hundert nur eine Frau überlebt. Doch Mark Brandis und seine Crew können Judith nicht zurück zur Erde nehmen, da der Weg zu ihrem Raumschiff von zahllosen blutdurstigen Ratten versperrt wird. Und dann macht dem Commander auch noch eine Stimme zu schaffen, die ihm Befehle erteilt und die nur er zu hören scheint...

Ein abgelegenes Raumschiff, kein Kontakt zur Erde, gleich zwei scheinbar übermächtige Bedrohungen – das ist der Ausgangspunkt zum Abschluss des Mark Brandis-Zweiteilers Pilgrim 2000, der etwas mühsam in der ersten Folge aufgebaut wurde. Doch hier kann sich die Geschichte noch einmal wesentlich steigern, die Dichte an Spannung und entscheidenden Momenten ist wesentlich höher als im direkten Vorgänger. So kann sich der Hörer gleich zu Anfang vollends auf die bedrohliche Situation konzentrieren und die dadurch entstehende Spannung voll auskosten. Der Teil mit den Ratten ist recht actiongeladen und kann kurzweilige und temporeiche Unterhaltung bieten. Kernstück ist aber der mysteriöse Fremde, der in weiten Teilen der Handlung nicht so recht eingeordnet werden kann. Seine Macht, sein Mysterium und sein etwas schauriges, zumindest aber beeindruckendes Auftreten sind wunderbar herausgearbeitet und machen diese Folge richtig spannend. Dabei ist auch die Auflösung des großen Rätsels sinnvoll gelungen, alle Fragen werden aufgedeckt, ein dramatisches Ereignis setzt dem ganzen die Krone auf. Erfreulich, dass nach dem etwas schwächelnden Anfang in Teil 1 hier noch so ein sehr spannendes und vielseitiges Hörspiel geglückt ist.

Auch hier gibt es nur recht wenige Gastsprecher, die Handlung ist auf wenige Personen begrenzt. Claudia Urbschat-Mingues ist als Dr. Rebecca Levy zu hören und ergänzt das männliche Team um Mark Brandis um eine starke Frau, ihre Stimme passt auch hier sehr gut. Katarina Tomaschwesky ist als Judith zu hören und macht ihre Sache sehr gut, indem sie die einsame Frau mit einer einprägsamen Sprechweise ausstattet. Ganz wunderbar ist Klaus Sonnenschein als mysteriöser Fremder, dessen Stimme sehr eindringlich und wirkungsvoll ist. Weitere Sprecher sind Martin Keßler, Gernot Endemann und Martin Wehrmann.

Auch hier ist die Atmosphäre mehr als nur gelungen, typischerweise für die Serie ist sie sehr dicht und schmiegt sich eng um die Handlung. Dabei werden auch etwas pompösere Musikstücke gewählt, die das Weltraumfeeling unterstützen. Auch bei den Geräuschen wurde viel Wert auf passende Einsätze und Glaubhaftigkeit gelegt, sodass alles lebendig wirkt.

Das futuristische Cover ist wieder ein echter Blickfang. Ein wenig Dreidimensionalität, kombiniert mit einer technisierten Farbpalette und einem ansprechenden Motiv – hier wurde die Mühe, die man sich gegeben hat, mit einem ansprechenden Ergebnis belohnt. Ein Grundriss sowie ein Infotext des Generationenschiffs sind sinnvolle Ergänzungen im kleinen Booklet.

Fazit: Eine wirklich starke Folge von Mark Brandis, die fernab von Politischem eine spannende und rundum gelungene Geschichte erzählt.

VÖ: 4. März 2010
Label: Folgenreich
Bestellnummer: 978-3-8291-2437-9


Mark Brandis – 13. Pilgrim 2000 (1/2)



Erster Eindruck: Verlassenes Raumschiff oder gefährliche Falle?

Commander Mark Brandis und sein Team befinden sich gerade auf einem weiteren Einsatz mitten im All, als die Kommunikation zur Erde ausfällt. Zudem entdecken sie ein riesiges Raumschiff, welches seit Jahrzehnten als verschollen gilt. Die Crew macht sich auf, die Lebensstation zu erkunden – und entdeckt eine einsame Bewohnerin...

Nach vielen Folgen, in denen politische Verstrickungen im Vordergrund standen, ist bei dem neuen Mark Brandis-Zweiteiler ein anderer Weg eingeschlagen worden, hier wird mehr Wert auf ein stimmungsvolles Ambiente und ein wenig Abenteuer gelegt. Eine willkommene Abwechslung, die neben all dem „schweren“ Stoff der Serie nun auch etwas lockerere Unterhaltung bereithält. Sehr gefällt mir die Erkundung des Raumschiffs, die sehr atmosphärisch dicht herüberkommt – ständig hat man das Gefühl, dass gleich etwas schreckliches passieren könnte. Auch dass die einzelnen Puzzlesteine vorerst nicht miteinander in Verbindung gebracht werden können ist ein gelungenes Element, welches die Stärke der Folge ausmacht. Leider kommt dieser erste Teil etwas handlungsarm daher, die komplette Geschichte ließe sich in wenigen Sätzen zusammenfassen. Und dies wiederum führt zu einigen Längen, die ungewöhnlich für die Serie sind. Etwas mehr Tempo wäre wünschenswert gewesen, um die wunderbare Stimmung, die von dieser Folge ausgeht, richtig zu würdigen. Das kommt aber erst gegen Ende auf und führt zu einem der besten Cliffhanger der Serie, der mich wirklich gepackt hat. Doch der Verlauf der Folge ist ein wenig zu träge, um mit den Spitzenreitern dieser Reihe mithalten zu können.

Den Hauptteil dieser Folge bestreitet das bereits bekannte Sprecherteam, neue Stimmen sind hier eher rar gesät. Dafür bekommt man dann der wunderbare Michael Lott als Mark Brandis wieder einen sehr großen Teil, den er mit seiner markanten Stimme und konsequentem Auftreten sehr gut gestaltet. David Nathan ist als Grischa ebenfalls Teil der Stammbesetzung und kann ihm neben all dem Bekannten und Vertrauten auch neue Facetten abgewinnen, bleibt so immer ein interessanter Charakter. Mira Christine Mühlenhofs Interpretation des immer etwas widerspenstigem Bordcomputer CORA bleibt auch nach vielen Folgen für mich noch ein kleines Highlight. Weitere Sprecher sind Martin Keßler, Wolf Frass und Martin Wehrmann.

Gerade weil die Geschichte dieser Folge ein wenig schwächer ist als gewohnt, fällt der Atmosphäre mehr Bedeutung zu. Und dies wird wunderbar mit eingängigen Musikstücken geschafft, die das Geschehen immer wieder treffend beschreiben. Insbesondere die Szenen in dem scheinbar leeren Raumschiff sind sehr intensiv untermalt worden. Auch die Geräusche fügen sich hier genau ein.

Ein Raumschiff vor dem grellroten Hintergrund der glühenden Sonne – auch auf dem Cover zu der 13 Folge wird glaubhaftes Science Fiction-Feeling verbreitet. Auch die übrige Gestaltung orientiert sich an diesem Motiv. Im Inneren sind zwar eine bebilderte Folgenübersicht und Kurzbiografien zu zwei der Charaktere zu finden, von den vorigen Folgen ist man aber etwas mehr gewöhnt.

Fazit: Der Auftakt zum neuen Zweiteiler von Mark Brandis gestaltet sich ein wenig schwerfällig, ist aber sehr stimmungsvoll gelungen und macht mit dem genialen Ende Lust auf mehr.

VÖ: 4. März 2010
Label: Folgenreich
Bestellnummer: 978-3-8291-2436-2


Mark Brandis - 10. Raumsonde Epsilon -2-



Erster Eindruck: Raumschlachten und ein überraschendes Ende

Nur knapp von der ISIDOR entkommen suchen Mark Brandis und sein Team nach der Raumsonde Epsilon. In den Händen der Republik wäre sie eine unberechenbare Gefahr. Tatsächlich wird die Crew der Hermes von den Republikanern angegriffen und gefangen gehalten. Eine folgenschwere Begegnung sollte dann aber alles ändern...

Noch gar nicht allzu lang auf dem Hörspielmarkt, und schon gilt "Mark Brandis" als eine der besten Science Fiction-Serien. Nicht zu Unrecht, denn die bisherigen Folgen überzeugten durch ihre ganz besondere Wirkung. Das gleiche gilt für die zehnte Folge, den zweiten Teil von "Raumsonde Epsilon", der Ernsthaftigkeit und Spannung ausstrahlt. Die Geschichte aus dem ersten Teil wird nahtlos fortgesetzt, aber teilweise in andere Bahnen gelenkt und bietet somit einiges Überraschungspotenzial. Schön, dass hier nicht die komplette Geschichte vorhersehbar ist. Besonders die Gefangenschaft der Crew wird gut dargestellt: Die Drohungen, die zur Kooperation bewegen sollen, das Verhalten derBesatzung und natürlich besonders die Befreiung bringen Leben in die Handlung, dieser Hauptteil der Geschichte bietet ordentlich Spannung. Danach geht es recht temporeich weiter, der Höhepunkt der Folge rückt spürbar näher. Das Ende habe ich schließlich so nicht erwartet, die Krativität des Autors scheint noch lange nicht ausgereizt. Eine wunderbare Fortsetzung des ersten Teils, in der Zusammensetzung ist wieder ein dynamischer und spannender Handlungsbogen entstanden, der für Fans wie Neueinsteiger gleichermaßen geeignet ist.

Wie immer ist auch hier die Sprecherauswahl hervorragend gelungen. Allen voran glänzt natürlich wieder Michael Lott als Commander Mark Brandis mit seiner festen und ausdrucksstarken Stimme. Stefan Gossler spricht Oberst Lao Wu und kann ein genaues Bild von dem starken Charakter zeichnen. Udo Schenk ist als Captain Roger D'Arcy zu hören und kann einmal mehr mit seiner unverkennbaren Stimme überzeugen. Weitere Sprecher sind unter anderem Anke Reitzenstein, Oliver Seidler und Erich Räuker.

Eindrucksvoll ist auch hier die akkustische Begleitung der Geschichte gelungen. Die Musik kann sich zu den richtigen Zeitpunkten in den Vordergrund stellen und eine imponierende Wirkung auf den Hörer verbreiten. In Sachen Atmosphäre sind aber insbesondere die Soundeffekte tragend, die von leisen Tönen bis zu groß angelegten Schlachten viele Facetten haben.

Auch wenn das Cover im Vergleich zu der vorigen Folge etwas abfällt und nicht ganz so auffällig ist, eindrucksvoll ist die Darstellung des riesigen Raumschiffes mit dem kleinen Kreuzer allemal. Interessante Informationen im Innenteil runden den positiven Eindruck der Gestaltung ab.

Fazit: Gefangenschaft und weitere Suche nach Raumsonde Epsilon sind weiterhin sehr spannend und dynamisch. Ein toller Zweiteiler!

VÖ: 2. Juli 2010
Label: Universal / Folgenreich
Bestellnummer: 978-3-8291-2318-1


Mark Brandis - 9. Raumsonde Epsilon -1-



Erster Eindruck: Kniffel im Weltraum

Nach erfolgreichen Expeditionen ins Weltall ist Mark Brandis mit seiner Crew auf dem Weg zurück zur Erde. Plötzlich ist die Delta IX, die von der Hermes abgeschleppt wird, verschwunden. Schnell wird klar, dass die Vereinigten Orientalischen Republiken finstere Pläne schmieden, aber auch andere Gegner betreten die Bühne...

Es geht weiter mit einer der momentan gefragtesten Weltraumserien: Die Folgen neun und zehn von "Mark Brandis" ergeben - fast schon traditionell bei der Serie - einen Zweiteiler mit einer zusammenhängenden und in sich abgeschlossenen Geschichte. Diese beginnt mit einer Szene, die den recht langweiligen Alltag auf dem Weg zurück zur Erde beschrieben wird, sodass man Marl Brandis nicht nur in wilden Schlachten, sondern auch in stilleren Momenten erleben darf - ein schöner und umfassender Einblick in sein Leben wird gewährt. Schnell rückt aber die spannende Handlung um das verschwundene Raumschiff in den Mittelpunkt, die schnell danach einsetzt. Der Aufbau der Geschichte ist sehr gut gelungen, immer weiter weiß sich die Spannung zu steigern und so den Hörer immer weiter in sich hineinzuziehen. So kann man nach diesem ersten Teil kaum abwarten, wie es weitergehen wird. Was mir besonders gut gefällt ist, dass diese Science Fiction-Serie recht realistisch wirkt und sich nicht durch unglaubwürdige Begebenheiten oder lächerliche andere Völker abwertet. Außerdem stehen neben all der Story auch noch die Charaktere im Vordergrund, von denen man einen umfassenden Eindruck bekommt. "Raumsonde Epsilon" startet mit diesem ersten Teil sehr stark und bestätigt einmal mehr die hohe Qualität der Serie.

Julien Haggége ist als Leutnant Usko Koskinen, einem Besatzungsmitglied der Hermes, zu hören und Kann mit seiner ausdrucksstarken und lebendigen Stimme überzeugen. Christine Mühlenhofs Stimme wurde als Bordsystem CORA etwas verzerrt, sodass eine tolle Mischung aus Computer und Menschlichkeit gelungen ist. Michael Pan sticht auch hier als Leutnant William Xuma aus der Masse heraus und begeistert mit seinem einzigartigen Klang. Weitere Sprecher sind unter anderem Tomasina Ulbricht, Mark Bremer und Udo Schenk.

Die akkustische Untermalung des Abenteuers kann nur als vorbildlich beschrieben werden. Die Musik ist beeindruckend und steigert zusätzlich die Spannung, ohne dabei überladen oder zu wuchtig zu wirken. Gleiches gilt für die Geräusche und Effekte, die glaubhaftes Weltraum-Flair verbreiten können.

Die Gestaltung des Covers ist ansprechend gelungen. Durch des Einsatz von Lichteffekten entsteht ein sehr dynamischer Eindruck, das Bild ist sehr passend zur Handlung gestaltet worden. Kleine Extras versüßen auch das Innenleben des kleinen Booklets, beispielsweise Begriffserklärungen und eine Infoseite über den Prototyp der Hermes.

Fazit: Mit einer spannenden und temporeichen Stoty beginnt der neue Zweiteiler von Mark Brandis außerordentlich gut.

VÖ: 2. Juli 2010
Label: Universal / Folgenreich
Bestellnummer: 978-3-8291-2317-4


Mark Brandis - 8. Vorstoss zur Uranus -2-



Erster Eindruck: Alles auf Anfang...

Ein neues Raumschiff soll von Mark Brandis getestet werden, doch noch ein anderer Auftrag wird ihm mit auf den Weg gegeben: Mit seinem Team soll er eine Schutzeskorte für Commander Scotts Flug zu einem Uranusmond bieten. Doch Brandis verliert seinen Konkurrenten aus den Augen...

Auch Folge 7 und 8 der "Mark Brandis"-Serie bilden einen in sich abgeschlossenen Handlungsbogen. Während in Teil eins die Geschichte aus der Sicht von Commander Scott erzählt wurde, greift "Vorstoss zum Uranus 2" zeitlich zurück und beschreibt wieder den Beginn der Mission - dieses mal allerdings wieder mit Mark Brandis als Hauptfigur. Ein interessanter Perspektivwechsel, der im Hörspiel wunderbar umgesetzt wurde. So kann man zwar auch jede Folge einzeln hören, zusammen ergänzen sie sich aber perfekt. Dieser zweite Teil ist insgesamt dynamischer gelungen als sein Vorgänger, er bietet mehr Weltraumfeeling, muss aber auf das beklemmende Gefühl nach der Bruchlandung verzichten. Durch den größeren Handlungsspielraum, in dem zusätzlich mehr Themen ineinander greifen, ergibt sich eine kurzweiligere Folge, die mit ihrer Ernsthaftigkeit und der intensiven Atmosphäre die zwei wichtigsten Merkmale der Serie enthält. Ein gelungener Abschluss und eine tolle Erzählweise lassen "Vorstoss zum Uranus" die Handlung geschickt und spannend abschließen.

Michael Lott ist einmal mehr als Mark Brandis zu hören und ist weiterhin mit spürbarer Begeisterung und Engagement dabei. So schafft er eine sehr glaubhafte und intensive Darstellung des Weltraumcommanders. Kai Jürgens spricht Colonel Barclay mit selbstsicherer und fester Stimme, auch er liefert so eine überzeugende Charaterisierung ab. Erich Räuker kann diesen positiven Eindruck als Major Frederic Young fortsetzen. Weitere Sprecher sind Martin Wehrmann, Udo Schenk und Michael Pan.

Auf absolutem Top-Niveau ist die Produktion von Musik und Geräuschen anzusiedeln. Durch die geschickte Kombination dieser beiden Stilelemente ergibt sich eine dichte Atmosphäre, die es dem Hörer einfach macht, sich in die unendlichen Weiten des Weltraums hineinzuversetzen. Hier wurde mit viel Mühe Tolles geschaffen!

Der strahlende Suchscheinwerfer, der dem Betrachter ins Gesicht zu leuchten scheint, vor beeindruckender Weltraumkulisse - ein sehr ansprechendes und düsteres Titelbild. Noch einmal lobend erwähnt sei, dass es sich von seinem Vorgänger zwar unterscheidet, sie durch ähnliche Stilistik aber eindeutig zusammenhängend sind.

Fazit: Der interessante Perspektivwechsel und eine dynamischere Geschichte machen "Vorstoss zum Uranus" ein wenig besser als seinen Vorgänger, doch auch hier muss einem das Genre gefallen.

VÖ: 5. März 2010
Label: Universal / Folgenreich
Bestellnummer: 978-3-8291-2316-7


Mark Brandis - 7. Vorstoss zur Uranus -1-



Erster Eindruck: Bruchlandung im Niemandsland

Ernest D. Scott, Commander der Strategischen Raumflotte und Konkurrent von Mark Brandis, soll mit seiner Mannschaft als erstes auf einem Jupitermond landen. Doch das Raumschiff ist noch nicht genügend getestet, und Scott will um jeden Preis Brandis' Ansehen erlangen. Eine Bruchlandung ist die Folge, und niemand weiß, wo sich Scott und seine Mannschaft genau befinden...

Seit einigen Folgen steht der Name "Mark Brandis" in der Hörspielwelt für anspruchsvolle Science-Fiction-Unterhaltung, was im neuen Zweiteiler mit dem Titel "Vorstoss zum Uranus" bestätigt wird. Interessant ist, dass über weite Teile dieser ersten Folge Mark Brandis persönlich gar nicht vorkommt, die Konkurrenz von Commander Ernest Scott ihn aber immer präsent scheinen lässt. Die Geschichte mit dem abstürzenden Raumschiff ist interessant und durchaus spannend, die sich immer weiter zuspitzende Lage an Bord mit ausfallenden Maschinen wird gut dargestellt. Auch der vorangegangene Flug kann überzeugen. Leider wirkt die Geschichte manchmal etwas zäh, selbst im Gegensatz zu anderen "Erwachsenen"-Science-Fiction-Serien bleibt "Vorstoss zum Uranus" sehr ernsthaft und untertourig. Diese Folge ist sicherlich sehr gut produziert und hat eine interessante und ansprechende Story, für diese Art von Höspielen muss man aber eine Vorliebe haben, um es genießen zu können.

Frank Glaubrecht ist als Commander Ernest D. Scott zu hören, er kann das Konkurrenzdenken und die Geltungssucht, aber auch die unterdrückte Verzweiflung nach dem Absturz gut einfangen. Als Bordcomputer ist Anke Reitzenstein dabei, ihre freundliche Stimme bekommt durch die leichte Verzerrung eine ganz andere Farbe. Toll ist auch Sven Hasper als Winston McIntosh, der mit seiner markanten Stimme seinen Charakter gut darzustellen weiß. Weitere Sprecher sind unter anderem Tobias Kluckert, Erich Räuker und Mark Bremer.

Eindrucksvoll in Szene gesetzt wird die Handlung durch die tolle, futuristische Atmosphäre, die von Jochim-C. Redeker geschaffen wurde. Mit abwechslungsreichen und dynamischen Arrangements unterstützt die Musik die Wirkung der einzelnen Szenen, während die verschiedenen Geräusche und Effekte die Geschichte glaubhafter wirken lässt.

Glücklicherweise ist der Fehler des letzten Zweiteilers nicht wiederholt worden, und jede Folge hat ihr eigenes Titelmotiv. Durch einen ähnlichen Look wird trotzdem Zusammengehörigkeit symbolisiert, was mir persönlich sehr gut gefällt. Im Inneren finden sich neben den üblichen Angaben wieder einige Zusatzinformationen zu der Geeschichte.

Fazit: Ein interessanter Ansatz, fast ohne Brandis auszukommen, und eine bedrückende Atmosphäre. Der erste Teil ist schon mal gelungen.

VÖ: 5. März 2010
Label: Universal / Folgenreich
Bestellnummer: 978-3-8291-2315-0


Mark Brandis - 6. Testakte Kolibri -2-



Erster Eindruck: Die Suche geht weiter

Nach den letzten dramatischen Vorfällen in der Testserie des Kolibris soll die Entwicklung des Raumschiffs gestoppt werden. Doch Commander Mark Brandis glaubt weiter an das Projekt und startet weitere Test - mit schrecklichen Folgen...

Schon mit der zweiten Folge von Mark Brandis um die Testreihe zum neuen Raumschifftypen ist dieser Handlungsbogen abgeschlossen. Dementsprechend schnell geht die Entwicklung von "Testakte Kolibri 2" von statten, was der Spannung nur gut tut. Nahtlos an die letzte Folge geht die Handlung weiter, doch auch neue Elemente finden Platz und halten diese am Laufen. Dabei besticht einmal mehr die Darstellung der Charaktere, die mit ihren ganz eigenen Eigenschaften sehr realistsich wirken. Schön ist auch, dass sich die Handlung von den reinen Problematiken mit der Kolibri wegentwickelt und auch einen Blick auf Nebengebiete zulässt. Einzig das Ende kann mich nicht wirklich überzeugen, hier wurde es sich für meinen Geschmack etwas zu einfach gemacht. Dennoch hat mich auch diese zweite Folge von "Testakte Kolibri" mit seinem gelungenen Spannungsbogen überzeugt und mich in der Meinung bestärkt, dass Mark Brandis zu den besten Science Fiction-Serien auf dem momentanen Hörspielmarkt gehört.

Wie in der vorigen Folge ist Frank Thomé als Manuel Vargas zu hören, der die Akzente an den richtigen Stellen setzt und eine sehr dynamische Sprechweise hat. Katinka Jaekel hat mich als hartgesottene Rossana Jordan begeistert und die faszinierende Figur glaubhaft dargestellt. Ozan Ünal spricht den Boleslaw Burowski mit einer sehr prägnanten Interpretation des Charakters. Weitere Sprecher sind Detlef Bierstedt, Peter Bieringer und Christian Lessiak.

Jochim-C. Redeker ist verantwortlich für Sounddesign und Musik und hat dabei wieder genau den Ton der Geschichte getroffen, beziehungsweise geprägt. Seine feinsinnigen Arrangements passen hervorragend zu der Story und schafft immer neue, intensive Atmosphären.

Das Cover wird vom selben Titelbild wie der erste Teil geziert. Das ist zwar äußerst gelungen, ein wenig Abwechslung wäre aber ebenfalls schön gewesen. Im kleinen, faltbaren Booklet gibt es noch Informationen zu einigen Charakteren und Begriffen.

Fazit: Ein spannender Abschluss der Handlungsbogens, der zeigt, wie viel Potenzial noch in der Serie steckt. Ich freue mich auf weiter Mark Brandis Abenteuer


Mark Brandis - 5. Testakte Kolibri -1-



Erster Eindruck: Neue Aufgaben, neue Freunde

Die Kolibri soll das beste bisher existierende Raumschiff werden und sowohl in der Luft, im All und unter Wasser perfekte Lenkbarkeit haben. Doch in der Testreihe werden immer wieder Todesfälle gemeldet. Commander Mark Brandis wird hinzugerufen, um den Fehler zu entdecken...

Nach dem abgeschlossenen Handlungsbogen um die "reinigende Flamme" ist die Science-Fiction-Serie um Mark Brandis keinesfalls zu Ende - allerdings ist der Zweiteiler "Testakte Kolibri" einige Jahre später angesiedelt und bezieht sich nur an einigen Stellen auf die bisherigen vier Folgen, sodass man auch ohne Vorkenntnisse einsteigen kann. Ein schöner Kompromiss, denn durch die kleinen Anspielungen werden auch Fans der ersten Stunde nicht enttäuscht. Der erste Teil ist etwas simpler gestrickt als der komplexe erste Abschnitt der Serie, die vielen politischen Verwicklungen sind weg gefallen und machen einer nicht minder spannenden Geschichte rund um ein neues Raumschiff Platz. Immer neue Höhepunkte halten die Geschichte am Laufen und bieten Spannung und Abwechslung. Die Figuren sind gut gestaltet und genügend bodenständig, um glaubhaft zu sein, aber auch genügend außergewöhnlich, um zu unterhalten. Mir gefällt diese ewas leichtere Art von Mark Brandis äußerst gut, da die geniale Atmosphäre auch in dieser Folge zu spüren ist. Eine gelungene Fortsetzung unter neuen Vorzeichen!

Nur wenige Sprecher aus den ersten Folgen wurden aufgrund des neuen Handlungsrahmens übernommen. Zu diesen gehört aber selbstverständlich Michael Lott als Mark Brandis, der weiterhin mit viel Eifer an der Darstellung seiner Figur ist und diese so mit Leben zu erfüllen weiß. Dorothea Anna Hagena ist als sein Frau Ruth O'Hara zu hören und trifft in jeder Situation den richtigen Ton. In einer wichtigen Rolle als Grischa ist David Nathan zu hören, der mit seiner prägnanten Stimme wunderbar zu der düsteren Atmosphäre passt. Weitere Sprecher sind Olaf Reichmann, Maron von Stengel und Gerhart Hinze.

Aus den ersten Folgen übernommen wurde die prägnante und einzigartige Atmosphäre, die für ein Science-Fintion-Hörspiel relativ düster ausgefallen ist. Die Musik als ständiger Begleiter drängt sich dabei zu keiner Zeit zu sehr in den Vordergrund, sondern manipuliert die Gefühle des Hörer eher subtil. Sehr gelungen, zumal die Weltraumgeräusche ebenfalls gut platziert sind.

Das Cover zeigt uns das beeindruckende Raumschiff, wie es aus den Tiefen des Meeres gen Himmel schießt - eine Handlung, wie sie im Hörspiel tatsächlich des öfteren vorkommt. Die detailgetreue Gestaltung tut ihr übriges zum gelungenen Motiv.

Fazit: Ein weiteres Highlight aus der Mark Brandis-Reihe. Leichterer Stoff als die Vorgänger, aber nicht minder spannend.


Mark Brandis - 4. Aufstand der Roboter



Erster Eindruck: Smith mit neuen Plänen

Mark Brandis und seine Crew fliegen in ihrem Raumschiff von jeder Versorgung abgeschnitten durchs All, Krankheit und Hoffnungslosigkeit bestimmen ihren Alltag. Als sie einen scheinbar unbewohnten Planeten entdecken, auf dem sie Nahrung finden, scheinen sie gerettet. Doch General Gordon B. Smith hat einen weiteren teuflischen Plan ausgeheckt, um die Macht an sich zu reißen...

Mit "Aufstand der Roboter", der vierten Folge der "Mark Brandis"-Reihe, findet der Handlungsstrang um General Gordon B. Smith sein Ende - und was für eins! Es wird getrickst, bedroht und intrigiert, es wird spannend, voller Action und endet in einem wahren Herzschlagfinale. Dabei scheint der Handlungsverlauf im Gegensatz zu seinen Vorgängern noch ein Stück weit stringenter und klarer zu sein, er lässt sich leichter verfolgen ohne seinen Anspruch zu verlieren. Die düstere Zukunftsvision, die hier mit der "Reinigenden Flamme" gezeichnet wird, wurde in eine fesselnde Handlung gefasst und legt gegenüber den ersten drei Teilen noch an Dramatik zu, denn auch der Verlust eines Bordmitgliedes muss beklagt werden. Ich bin gespannt, wie es mit der Serie weiter geht, nach dem Genuss dieser Folge bin ich überzeugt, dass es ebenso packend wird wie hier.

Wie immer fantastisch ist die Sprecherauswahl, die sich einmal mehr bezahlt macht. Mit Holger Umbreit ist für Robert Monnier ein sehr engagierter Sprecher gefunden worden, die jede Gefühlsregung des Captains detailliert in seiner Stimme wiedersiegelt. Auch Michael Lott ist als Hauptfigur wieder voller Eifer und füllt jede Situation mit Leben. In einer sehr interessanten Rolle als Homo Factus hören wir Joachim-C. Redeker, der diese glänzend meistert. Weitere Sprecher sind Esther Schramm, Gernot Endemann und Rainer Schmitt.

Es fällt nicht schwer, sich aufgrund der faszinierenden musikalischen Gestaltung in die Geschichte hineinzuversetzen. Die fast 80-minütige Produktion wird immer von Arrangements begleitet, die sich sehr nah an der Geschichte halten und diese optimal ausfüllen. Die eingesetzten Geräusche tun ihr übriges zum gelungenen Weltraumsound.

Neben dem beeindruckenden Cover, dass den Schrecken des Plans der Reinigenden Flamme gut darstellt, ist auch das Booklet sehr gut ausgestattet. Viele Informationen zu Begriffen, Personen und den bisherigen Ereignissen lassen sich hier finden. Ungewöhnlich ist der Schritt, die Sprecherauflistung auf die Rückseite zu setzen, aber so weiß der Hörer gleich, wer ihn erwartet.

Fazit: Ein spektakuläres Finale des Handlungsstrang, das mich vollkommen überzeugt hat und das sich jeder Science Fiction-Fan einmal anhören sollte!


Mark Brandis - 3. Unternehmen Delphin



Erster Eindruck: Kann der Krieg noch verhindert werden?

Im Jahr 2120 droht der gesamten Welt Krieg: General Gordon B. Smith, Anführer der Europäisch-Amerikanisch-Afrikanische Union, will nun auch Herrscher über die Vereinugten Orientalischen Republiken erlangen und plant einen Anschlag. Diese wollen unter Verteidigungsminister Tschou Fang-Wu schnellstmöglich einen Gegenanschlag vorbereiten, um Smith zuvor zu kommen. In all dem Trubel wird Commander Mark Brandis dazu aufgerufen, diesen Krieg zu verhindern. Kann er es schaffen?

"Mark Brandis" verspricht anspruchsvolle Science Fiction-Unterhaltung auf hohem produktionstechnischen Niveau, und auch die dritte Folge von Interplanar mit dem Titel "Unternehmen Delphin" kann diese Erwartung erfüllen. Im Vordergrund stehen die politisch brisanten Verwicklungen, die vom Allmachtanspruch von Gordon B. Smith ausgehen. Hieraus entwickelt sich eine spannende Geschichte um Commander Mark Brandis und sein Team, in der riskante Unternehmen und natürlich viel Action nicht fehlen dürfen. Allerdings ist es definitiv kein Hörspiel zum "nebenbei" hören, da bei der dichten Storyline die ganzen 75 Minuten Laufzeit Konzentration verlangt wird. Wer also vielschichte Weltraumgeschichten mag, sollte sich unbedingt Mark Brandis zulegen.

Die Sprecher sind allesamt mit viel Ernsthaftigkeit und Eifer bei der Sache, was sich in einem hohen Sprecherniveau wiederspiegelt. Neben Michael Lott als Mark Brandis kann sich hier besonders Fang Yu als Tschou Fang-Wu profilieren, indem er eine gewisse Härte in seine Stimme legt. Als Gordon B. Smith ist Christian Rode zu hören, der den Herrscher auf seine eigene Weise interpretiert und so glaubhaft wirken lässt. Bordcomputer CORA wird von Christine Mühlendorf mit der richtigen Mischung aus Menschlichkeit und technischer Kühle gesprochen. Weitere Rollen sind von Martin Kunze, Wolf Frass und Dorothea Anna Hagena gesprochen.

Die atmosphärische Gestaltung ist sehr gelungen. Dabei sind sowohl die bombastischen Weltraumeffekte wie auch kleine, nebensächliche Geräusche wie das Knarren einer Tür gut eingebaut. Schön sind die dynamischen wechsel, die sich besonders in einer Szene im Raumschiffzeigen, in der keinerlei Hintergrundmusik zu hören ist.

Das Cover passt mit seinen düsteren Farben wunderbar in die harte Welt des Mark Brandis. Schön sind sie ausführlichen Infotexte über die bisherige Geschichte und wichtige Personen, die einen schnell wieder Erinnerungen in den Kopf rufen. Ungewöhnlich und leicht unübersichtlich sind aber die Kapitelangaben und die Sprecherliste auf der Rückseite.

Fazit: Eine weitere Folge der Mark Brandis-Reihe, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Ein ausgeklügelter Sound, tolle Sprecher und eine spannende Story garantieren Science Fichtion-Fans einen Hochgenuss.


Mark Brandis - 2.Verrat auf der Venus

Erster Eindruck: Mark Brandis befreit die Welt und erobert das Hörspielregal

Seit Gereral Gordon B. Smith nach seinem Putsch auf der Erde herrscht ist die Venus für die Gegner seiner Regierung der einzigste Zufluchtsort. Alle wissen das es einen Angriff von Smith geben wird, aber keiner weiss wann und ob die letzen Orientalischen und kleinen Kolonien ihm Stand halten können. Mark Brandis hat als Commander nun die Delta VII unter sich, dieses Schiff darf dem General auf gar keinen Fall in die Hände fallen. Aber dennoch beugt sich Brandis dem Willen seiner Vorgesetzten und startet zu einer Mission auf den Mond. Kann das Unterfangen gelinegen oder bewegen sie sich direkt in die Hände des tückischen Smith.

Nach einem Jahr geht die neue Science-Fiction Serie Mark Brandis in die zweite Runde und das nicht weniger Aufwändig und Imposant wie schon in Folge 1. Was das recht neue Label Interplanar hier umsetzt kann durchaus mir anderen vergleichbare Serien wie Perry Rhodan oder Star Wars mithalten. Die Story die unter der Regie von Joachim C. Redeker und Balthasar v. Weymarn entstanden ist hat mich vollkommen überzeugt, alles war in sich stimmig und durchweg konsequent umgesetzt.

Der Titelheld der Serie Mark Brandis wird von Michael Lott gesprochen, mit viel Elan und Eifer ist er im Einsatz um die Welt aus er herrschaft des General Gordon B. Smith zu befreien. Einen schönen Part hat in diesem Hörspiel Daniela Hoffmann in der Rolle der Angelica Nelson. Alle Beteiligten Sprecher egal ob es Dorothea Anna Hagena, Leon Boden oder Martin Wehrmann ist sind mit vollem Engagement dabei. Die Wahl für den Sprechercast hat Interplanar sorgsam ausgewähl.

Die Geräusche die hier zum Einsatz kommen könnten besser nicht sein, sie erschaffen die perfekte Weltraumatmosphäre. Dass das ganze in seiner Produktion sehr aufwenig ist, kann man defenitiv raushören. Die Musik ist passend gewählt, wenn ich auch sagen muss an er einen oder anderen Stelle hätte es etwas weniger sein gedurft. Aber soll nicht heißen das es stört....

Das Cover stammt von Silke Cronauer sie hat es durchaus verstanden Mark Brandis so in Szene zu setzten das es einen direkt Anspricht wenn man es betrachtet. Die Farben sind alle in sehr warmen tönen gehalten was das Bild nochmal lebendiger wirken lässt. Überhaupt ist die gesamte Aufmachung der zweiten Folge gelungen.

Fazit: Mark Brandis hat das Potenzial für eine große Science-Fiction Serie. Interplanar hat hier eine vielversprechende zweite Folge vorgelegt. Man darf gespannt sein wie es weiter gehen wird.


Mark Brandis - 1.Bordbuch Delta VII

Erster Eindruck: Science Fiction der ganz grossen Klasse!

Drei der fünf Kontinete (Europa, Amerika und Afrika) haben in der Zukunft eine politische Allianz geschlossen. Mark Brandis ist Captain der Delta VII, einem Raumschiff, das grade in der Testphase ist. Als er mit seiner Besatzung auf die Erde zurückkehrt hat sich einiges getan: General Smith hat die Weltherrschaft an sich gerissen! Mark Brandis ist davon überzeugt dass dies nicht auf normalem Weg geschehen sein kann, von daher beginnt er mit Ermittlungen. Die alte Regierung befindet sich in Gefahr, kurzentschlossen kapern Mark Brandis und sein Team die Delta VII und starten eine Rettungsaktion...

Steinbach sprechende bücher heißt das Label, das hier ihre erste Hörspielserie ins Rennen schickt! Mit Mark Brandis haben sie einen Stoff gewählt, der den Sci-Fi Fans durchaus schon bekannt sein dürfte aus meheren Brandis Büchern - 31 an der Zahl. Ich denke dass dies durchaus ein Erfolg werden könnte wenn man am Ball bleibt.

In der ersten Folge werden die Charaktere und die Handlung die sich aus Action und Politik zusammensetzt vorgestellt! Die Kunst hier auch noch die Spannung aufrecht zu erhalten ist den Machern durchaus gelungen!

Michale Lott als Mark Brandis war mir als Sprecher bisher völlig unbekannt, aber er macht seine Sachen wirklich gut! Einge bekannte Stimmen bekommt man auch zu hören u.a Norbert Langner (He-Man) und Rainer Schmitt (Larry Brent)! Alles in allem passen die Stimmen wunderbar zu den Charakteren die sie darstellen!

Die Geräusche die hier zum Einsatz sind ganz grosses Entertainment, die Geräuschkulisse ist genial! Star Wars like! Musikalisch hat man sich für Orchestermuisk enschieden die sich aber durchaus dezent im Hintergrund hält! Der Titelsong ist gelungen und passt zum Thema

Das Cover hat mich gleich überzeugt, hier hat der Verlag ein eigenes gewählt und nicht das vom Buch übernommen, wie man vielleicht erwartet hätte! Die Aufmachung ist in sich stimmig und durchaus passend!

Fazit: Mehr Mark Brandis braucht die Hörspielwelt! Dafür dass es das erste Hörspiel war, das Balthasar von Weymarn und Jochim-C. Redeker geschaffen hat, ist das Ergebnis fulminant! Hoffen wir, dass es noch zu weiteren Begegenungen mit Brandis kommt! Der Anfang ist gemacht!