Jack Slaughter – 19. Die Dämonenfabrik

Jack Slaughter – 18. Das Scheusal aus dem Meer

Jack Slaughter – 17. Gedankenspione

Jack Slaughter – 16. Asmodianas Todesring

Jack Slaughter – 15. Bedrohung aus dem All

Jack Slaughter – 14. Draculas großes Comeback

Jack Slaughter – 13. Ponyhof des Grauens

Jack Slaughter - 12. Der dämonische Hellseher

Jack Slaughter - 11. Im Haus des Todes

Jack Slaughter - 10. Werwolf im Schafspelz

Jack Slaughter - 9. Die Wurzel des Bösen

Jack Slaughter - 8. Das Heer der Finsternis

Jack Slaughter - 7. Dr. Jekyll & Mrs. Hyde

Jack Slaughter - 6. Im Land der Vampire

Jack Slaughter - 5. Am Ende der Welt

Jack Slaughter - 4. Virus in Jacksonville

Jack Slaughter - 3. Das Tor zur Hölle

Jack Slaughter - 2. Professor Dooms Erwachen

Jack Slaughter - 1.Tochter des Lichts


Jack Slaughter – 19. Die Dämonenfabrik



Erster Eindruck: Unheilige Zusammenarbeit

Nach seiner Niederlage schwört Professor Doom bittere Rache an Jack Slaughter und ganz Jacksonville. Gut, dass ihm auf der Suche nach einem neuen Unterschlupf Neu-Vampirin Sunset River über den Weg läuft, gemeinsam schmieden sie einen finsteren Plan und wollen in einem unterirdischen Bunker eine Armee von untoten Dämonenkriegern züchten. Und gerade da ist Ponytail, die magische Barbie von Jack Slaughter, verschwunden…

Viele regelmäßig wiederkehrende Rollen in immer neuen Verwicklungen untereinander – das sind die Soap-Elemente bei Jack Slaughter, der etwas abgedrehten Mystery-Serie „Jack Slaughter“. Und so kommt es auch, dass Professor Doom nach jeder noch so großen Niederlage zurückkehrt und mit einem neuen, teuflischen Plan zurückkehrt. In Folge 19 der Serie bekommt er dabei sogar Unterstützung von der zur Vampirin mutierten Oberzicke Sunset River. Deren Zusammentreffen findet recht früh statt, sodass mit diesem Handlungsstrang schnell begonnen wird. Und auch der restliche Verlauf ist von Abwechslung geprägt und zeigt immer neue Konstellationen, neue Entwicklungen. Wie immer ist das ganze locker und ohne großen Tempodruck erzählt, bis sich im letzten Drittel die Ereignisse überschlagen: Das Verschwinden von Ponytail und ihr Auftauchen sowie der Angriff von Doom und Sunset stehen hier im Mittelpunkt. Das Ende sorgt wieder für eine neue Wendung, doch diese wirkt ein wenig konfus und aufgezwängt, ist eindeutig nur dem Verlauf der Haupthandlung statt der logischen Entscheidung der Charaktere geschuldet. Wären die beiden Handlungsstränge mit Ponytail und Doom ein wenig besser über die Laufzeit verteilt, wäre diese Folge sicherlich noch besser gelungen, so bleibt sie im Mittelmaß der Serie.

Der feste Cast ist wieder ziemlich vollzählig mit dabei, als Gastrolle ist hier Gerrit Schmidt-Foss als aufgedrehter Puppenverkäufer Alan Poppins zu hören. Er spricht seine Rolle sehr sicher und kann sowohl die anfängliche Lockerheit als auch die späteren, eindringlicheren Momente sehr gut umsetzen. Schaukje Könning kann wieder der zickigen Sunset River nun auch eine böse, dämonische Seite hinzufügen. Und Erzähler Till Hagen sorgt mit seiner tiefen, eingängigen Stimme für genügend Aufmerksamkeit sorgen. Weitere Sprecher sind Engelbert von Nordhausen, Katharina Lopinski und Rainer Fritzsche.

Wie die Hautfigur nimmt sich ja auch die ganze Serie nicht sonderlich ernst, und so darf es auch in der akustischen Gestaltung etwas extravaganter zugehen. Die Musik ist hier auch mal lauter gestellt als üblich, ist mal locker und entspannt, mal rockiger und drängender, sodass die jeweiligen Stimmungen gut unterstützt werden. Geräusche sind viele eingefügt, sie verleihen den Szenen mehr Lebendigkeit.

Passend zum Titel der Folge ist auf dem Cover einer der untoten Kämpfer zu sehen, und das mit einem militärisch wirkenden Helm und mit der typischen Surrealität der ganzen Serie inklusive knalligen Neonfarben. Im Inneren ist wie immer ein heiterer Text über das Thema der Folge zu lesen. Dieser ist mit dunklen Lila auf schwarzem Hintergrund aber nicht sonderlich augenfreundlich abgedruckt.

Fazit: Witzige Szenen und eine weitere Entwicklung der Charaktere, später wieder eine witzig-dramatische Szene um das Wohl von Jacksonville – Jack Slaughter, wie man ihn gewohnt sein darf.

VÖ: 24.Mai 2013
Label: Folgenreich
Bestellnummer: 0602537051151


Jack Slaughter – 18. Das Scheusal aus dem Meer



Erster Eindruck: Es riecht fischig…

Bei einem nächtlichen Surfausflug wird Rick Silver von einem Hai angefallen – und prompt von Lucy zu neuem, unheiligen Leben als Mega-Monster Silverfish überredet. Doch anstatt sich darauf zu konzentrieren, Jack Slaughter zu jagen, vergnügt sich das stinkende Monster lieber mit der Frauenwelt Jacksonvilles und gerät dabei schnell an eine gewisse Dr. Kim Novak…

Nach einigen eher mittelmäßigen Folgen von Jack Slaughter, die ein wenig zu zäh oder statisch wirkten, durfte man auf die weitere Entwicklung der Serie gespannt sein. Und siehe da, Folge 18 mit dem Titel „Das Scheusal aus dem Meer“ vermag wieder zu überzeugen und bietet eine Stunde gute Unterhaltung. Der nächtliche Anfang beim Surfen mit dem Auftauchen von Lucy ist ein gelungener Start in die Handlung, vermittelt die passende Atmosphäre und macht neugierig auf das Folgende. Und dann wird eine Geschichte erzählt, die die Stärken der Serie in sich vereint, denn neben der eigentlichen Handlung dieser Folge wird auch auf andere Charaktere oder frühere Folgen eingegangen, ein roter Faden bildet sich, und trotzdem kann auch die Folge für sich allein stehen. Das ist vielseitig und dynamisch, sodass sich hier alles trotz angemessenem Erzähltempo schnell zu entwickeln scheint. Das „Monster oft he Day“ macht Spaß und ist mit seinen Eigenheiten ein guter Kontrastpunkt zu den bekannten Figuren, geht auch trotz eines schillerndes Bösewichts wie Professor Doom gegen diesen nicht unter. Für Spannung ist insbesondere im letzten Drittel gesorgt, während auch immer wieder auf Humor gesetzt wird, der treffend und manchmal unerwartet daherkommt. Besonders die direkte Kommunikation von Erzähler Till Hagen mit dem Zuhörer vermag hierbei zu punkten. So gefällt mir die Serie sehr gut, schön, dass sie zu alter Stärke zurückgefunden hat.

Dennis Schmidt-Foss ist in Sachen Hörspielsprechen ja mittlerweile ebenso gefragt wie er Vollprofi ist. Als Rick Silver/ Silverfish ist er hier eine absolute Bereicherung und bringt viel Pepp in die Rolle. David Nathan wirkt als Tony Bishop gelöst und locker, bringt auch immer wieder spontan wirkende Kommentare mit ein und agiert somit sehr lebendig. Und auch mit Marie Bierstedt als psychopathische Rose Parker macht ihren Job wieder sehr gut und bringt besonders das sehr labile der jungen Frau herüber. Weitere Sprecher sind Arianne Borbach, Katharina Lopinski und der Delphin Mitzi.

Flotte Musik während der Szenenübergänge, die auch mal etwas lauter sein darf, während der Szene mal Stille, mal leichte, sphärische und moderne Klänge, dazu eine vielfältige Geräuschkulisse, die an einigen Stellen richtig zu krachen vermag – das Konzept für die atmosphärische Untermalung ist unverändert und passt wieder bestens zu der Geschichte und verleiht der Serie einen individuelle Klang.

Das Cover zu dieser Folge ist extrem düster geraten, auf den ersten Blick oder bei schlechten Lichtverhältnissen ist nur wenig zu erkennen. Natürlich ist das unheimliche Fischwesen zu sehen, das hier jedoch ganz anders wirkt als in meiner Vorstellung und auch nicht das Besondere des Charakters hervorheben kann. Halb nützliche, halb witzige Tipps bei Mundgeruch sind dieses mal im Booklet abgedruckt.

Fazit: Wieder eine Folge voller Witz, Dynamik und einer spannenden Geschichte, hier passt alles gut zusammen und ist im ausgewogenen Verhältnis – so weiß die Serie zu gefallen!

VÖ: 25.Januar 2013
Label: Folgenreich
Bestellnummer: 0602537051137


Jack Slaughter – 17. Gedankenspione



Erster Eindruck: Jack unter Spionen?

Jack Slaughter hat für die Rettung seines besten Freundes Tony Bishop und das Leben seiner Eltern seine Seele an den Teufel Lucy verkauft. Um möglichst schnell an das unsterbliche Leben seines Widersachers zu gelangen, schließt Lucy einen Pakt mit Professor Doom ab. Doch auch die Clique um Jack hat so seine Schwierigkeiten: Ein Schläferagent und eine psychopathische Politesse machen ihnen das Leben schwer…

Ein fieser Cliffhanger beendete die 16. Folge von Jack Slaughter, und genau an dieser Stelle setzt nun das nächste Abenteuer des Geisterjägers an. Man erfährt, wie es weitergeht, nachdem Jack seine Seele für Tonys Leben und das seiner Eltern verkauft hat – und das ist nach einem Knall erst einmal wieder ruhiger. Man erfährt einiges über Jacks Eltern, warum sie sich als tot ausgegeben haben, aber auch mehr von einer Hintergrundgeschichte, von der man gar nicht wusste, dass es sie überhaupt gibt. Das könnte einen interessanten Nebenzweig der Serie ergeben. Von seinen Eltern erfährt Jack auch, dass ein Schläferagent es auf ihn abgesehen hat, was den Hauptstrang der Folge ausmacht. Zwar ist die Auflösung, wer dieser Agent ist, doch schon überraschend, aber es fehlt dann doch an Pepp und Dynamik, sodass dieser Teil eher vor sich dahindümpelt. Gut gelungen ist aber Tony Bishops Zusammentreffen mit der psychopatischen Politesse, hier kommt mehr Dramatik auf, selbst wenn übernatürliche Ereignisse hier außen vor bleiben. Der Witz, der sonst in vielen Folgen eingebaut war, geht hier unter und will nicht zünden, da darf man eigentlich mehr erwarten. Insgesamt eine solide Folge der Serie, deren Erzählweise noch hätte ausgearbeitet werden können.

Gleich drei neue Charaktere, die den Hörer wohl noch die nächste Zeit begleiten werden, werden hier eingeführt. Zum einen ist da Engelbert von Nordhausen als Jacks Vater John, dessen markante Stimme immer den richtigen Ton trifft, um die jeweilige Gefühlslage des Mannes zu treffen, an einer Stelle klingt er richtig bedrohlich. Seine Frau Barbara wird von Katharina Lopinski gesprochen, die ein wenig sanfter klingt, was gut zu der Rolle passt. Sher gut macht ihre Sache Marie Bierstedt als Rose Parker, die überdrehte Politesse wird von ihr mit steigender Eindringlichkeit intoniert. Weitere Srecher sind Litz Mackensy, Klaus-Dieter Klebsch und David Nathan.

Musikalisch wird sich hier an das altbekannte Schema gehalten, und das bedeutet harte Gitarrenmusik hier, entspannte Melodien, um die Szenenwechsel sanfter zu gestalten dort, eine gelungene Mischung. Die Geräusche dürfen auch hier manchmal etwas aufdrehen und sind Stilmittel, um Dramatik zu steigern, aber auch schlicht um die Szenen präsenter erscheinen zu lassen.

Das Cover ist wieder alles andere als konventionell gezeichnet. In düsteren schwarz-weißen Tönen wird das Grab der Familie Slaughter gezeigt, eine Treppe führt in die Gruft herab. Das alles ist einer etwas schrägen Perspektive und alles andere als realistisch gezeichnet. Im typischen Innentext im Booklet erfährt man hier, wie man einen Schläferagenten erkennen kann.

Fazit: Ein wenig zu statisch, um wirklich überraschen zu können. Leider nur eine mittelmäßige Folge der Tochter des Lichts.

VÖ: 7.September 2012
Label: Folgenreich
Bestellnummer: 0602537051120


Jack Slaughter – 16. Asmodianas Todesring



Erster Eindruck: Todeskämpfe und wichtige Entscheidungen

Anstatt wie bisher geglaubt sind die Eltern von Jack Slaughter keinesfalls tot, sondern arbeiten für einen Geheimdienst und schweben nun in Lebensgefahr. Um die beiden zu retten sieht die Tochter des Lichts nur eine Lösung: Er muss gegen Asmodiana antreten, die sich kürzlich von ihrem Gatten Luzifer getrennt hat. Um an frische Seelen zu kommen veranstaltet sie ein Turnier, bei dem jeder, der sie besiegt, einen beliebigen Wunsch erfüllt bekommt...

Die Serie „Jack Slaughter“ bezeichnet sich selbst als Horror-Sitcom, wobei sich das Verhältnis in den letzten Folgen eher auf die komödiantische Seite bezogen hat und mit vielen lustigen Einfällen denn mit einer gruseligen Handlung aufgewartet hat. In der 16. Folge mit dem Titel „Asmodianas Todesring“ verschiebt sich dieses Verhältnis enorm, denn neben den üblichen Running-Gags der Serie und dem wirklich witzigen Scheidungsgespräch zwischen Luzifer und Asmodiana (Namensähnlichkeiten zu anderen Serien sind sicherlich nicht ganz zufällig) ist hier an humoristischen nur wenig zu finden. Und so gehört der Hauptteil der Serie nicht zu den besten der Serie, alles wirkt eher lauwarm. Die Geschichte um Jacks Eltern wirkt arg konstruiert, und auch sonst mag keine wirkliche Spannung aufkommen. Und dann kommt dieses grandiose Finale, dass einen als Hörer den Atem verschlägt und mit einem beeindruckenden und alles auf den Kopf stellenden Cliffhanger endet. Das hat Dramatik, das hat Spannung, und das lässt auf die nächste Folge neugierig werden. Ein mittelmäßiger Hauptteil und ein grandioser Schluss – nur merkt man, wie sehr die Serie in letzter Zeit auf den Humor gebaut hat.

Die Sprecherliste setzt sich fast ausschließlich aus den bereits bekannten Namen zusammen, neu dabei ist allerdings Denise Gorzelanny als Lady Asmodiana. Ihre Stimme klingt hart und kühl, was wunderbar zu der dämonischen Frau passen mag. Simon Jäger ist als Jack Slaughter immer noch eine gute Wahl, obwohl er bei einem Gefühlsausbruch trotz all seines Könnens und seiner Erfahrung übertrieben wirkt – selbst wenn hier unterstellt wird, dass diese Szene komisch gemeint sein soll. Arianne Borbach ist wie immer als Kim Novak zu hören, ihre sympathische und freundliche Stimme gibt den Dialogen Munterkeit und Aufschwung. Weitere Sprecher sind Viktor Neumann, David Nathan und Lutz Mackensy.

Solide wie immer ist die akustische Gestaltung der Serie gehalten. Die Musik ist größtenteils schon aus den vorigen Folgen bekannt, kann die Stimmungen aber gut einfangen und darf hier auch schon mal etwas härter wirken. Die Geräusche sind gut eingepasst und verleihen insbesondere den spannenden und temporeichen Szenen die nötige Aufmerksamkeit.

Auch das Cover fällt etwas aus dem Rahmen. Waren die skurrilen Bilder ansonsten qietschbunt, ist hier alles in kalten Grautönen gehalten. Zu sehen ist Asmodiana als bedrohliche und dürre Frau, während eine Motorsäge in Großaufnahme eine Szene aus dem Hörspiel aufgreift. Mr. Ming steht im Booklet im Mittelpunkt, wenn seine Aussagen aus den vorigen Folgen entschlüsselt werden.

Fazit: Die Handlung zieht sich hier, und auch der Humor hat hier nachgelassen. Dafür wird das Durchhalten mit einem grandiosen Finale belohnt.

VÖ: 20.Januar 2012
Label: Folgenreich
Bestellnummer: 0602527615899


Jack Slaughter – 15. Bedrohung aus dem All



Erster Eindruck: Äffchen vom fremden Planeten

Das kleine Äffchen von Tony Bishop findet bei seinen Freunden keinen großen Anklang – kein Wunder, entpuppt es sich doch schon bald als körperfressendes Alien-Ungeheuer, dass die Weltherrschaft an sich reißen will. Nach und nach werden sämtliche Bewohner Jacksonvilles infiltriert – bis auf den Schwachkopf Bob, der es nun in der Hand hat, die Welt zu retten...

An schräge Einfälle und ziemlich merkwürdige Gegner war man bei Jack Slaughter ja schon seit längerem gewohnt. Ein Alien in der Gestalt eines niedlichen Äffchens ist jedoch selbst für diese Serie ungewöhnlich. Die 15. Folge „Bedrohung aus dem All“ startet wie immer recht gemächlich mit einem eher harmlosen, dafür amüsanten Gespräch zwischen Jack Slaughter und seinen Freunden. Doch im Gegensatz zu sonst will die Handlung auch im weiteren Verlauf vorerst nicht an Fahrt aufnehmen, die anfängliche halbe Stunde dümpelt alles vor sich hin. Einige Szenenwechsel wie in den vorigen Folgen hätten der Dynamik sicherlich gut getan. Als sich das Äffchen als Alien-General entpuppt, das weitere Körper infiltrieren möchte, nimmt zwar das Tempo zu, doch ab da an driftet die Geschichte dann ab. Neben einer Szene mit ziemlich unappetitlichen Fäkal-Humor, die nun wirklich nicht nötig gewesen wäre, vermisst man dann doch recht bald auch nur irgendeinen bekannten Charakter. Bis auf Schwachkopf Bob sind nämlich sämtliche Bewohner Jackonvilles ausgeschaltet – und dieser spielt hier auch eine komplett andere Rolle. Das Auftauchen von Professor Doom lenkt die Handlung dann wieder in geordnete Bahnen, seine Szenen sind wie immer gelungen und am Ende wird sogar eine Anspielung auf die wahre Herkunft Floppers gemacht, die jeden Fan der Serie erfreuen dürfte. Doch auch dieser Abschnitt täuscht nicht über den langwierigen Anfang und den zu schrägen Mittelteil hinweg.

General Wilson, erst niedliches Äffchen, später fieser Alien, wird von Sven Plate gesprochen, dessen unverkennbare Stimme hier sehr hart klingt und so eine weitere Facette seines Könnens offenbart. Dietmar Wunder ist als Bobs alter Ego Robert Stark zu hören und kann auch in dieser Rolle mit sicherer Aussprache und glaubhaftem Auftreten überzeugen. Ulrike Stürzbecher ist mal wieder in der kleinen, aber gut angelegten Nebenrolle der Hexe White Silk zu hören und kann den sympathischen, aber etwas verpeilten Eindruck aufrecht erhalten. Weitere Sprecher sind Michael Pan, Lutz Riedel und Cathleen Gawlich.

Die akustische Untermalung unterscheidet sich nicht wesentlich von den übrigen Folgen bietet gewohntes Jacksonville-Flair. Die Musik ist mal hart und mit E-Gitarrenklängen aufgemöbelt, mal locker und fröhlich, sodass zu jeder Situation die passende Stimmung erzeugt wird. Die Geräusche fügen sich stimmig ins Gesamtkonzept ein und werden gerade in den Actionszenen reichlich verwendet.

Das niedliche Totenkopfäffchen General Wilson ist auf der Titelillustration zur Folge zu sehen und im typischen verzerrten Stil der Cover verfremdet. Dagegen tritt das ebenfalls abgebildete Gebäude sehr in den Hintergrund und fällt nicht weiter auf. Im Inneren ist wie immer ein amüsanter Text zu lesen, der sich nicht ganz ernsthaft mit Aliens auf unserer Erde und Kühen beschäftigt.

Fazit: Leider vermag mich diese Folge nicht ganz zu überzeugen, nach zu langem Intro ist die anschließende Story selbst für diese Serie zu abgedreht.

VÖ: 21.Oktober 2011
Label: Folgenreich
Bestellnummer: 0602527615882


 Jack Slaughter – 14. Draculas großes Comeback



Erster Eindruck: Auferstehung und Zehennägel

Dracula, der mächtigste aller Vampire, bemächtigt sich Sunset River, Jacksonvilles Blondine Nummer 1, die nicht gerade als Intelligenzbestie gilt, um sein blutiges Machwerk fortzusetzen. Glücklicherweise bekommen Jack Slaughter und seine Freunde Hilfe von Jean-Claude van Helsing, einem Nachfahren von dem berühmten Vampirjäger. Doch auch Professor Doom, sein Helfer Basil Creeper und der niedliche Delphin Mitzi ruhen nicht...

„Draculas großes Comeback“ - eine vollmundige Ankündigung, die die 14. Folge der Horror-Sitcom-Hörspielserie da macht. Nur leider trifft es das Wort „groß“ nicht ganz, denn Dracula kommt gerade einmal in zwei Szenen vor und ist dann auch recht schnell wieder von der Bildfläche verschwunden. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn auch „Draculas kleines Comeback“ ist eine recht unterhaltsame Folge der Serie. Der Humor ist wieder äußerst schräg und lässt an einigen Stellen ein großes Schmunzeln aufkommen. Sogar der Running Gag der Serie, dass Grandma Abigail ihrem Schützling Jack nützliche Schminktipps gibt, funktioniert immer noch einwandfrei und ist ein witziges Detail, auf das kein Fan der Serie verzichten möchte. Gleiches gilt für die Szenen mit dem grandiosen Professor Doom, dessen Unverwundbarkeit hier zu einigen Komplikationen führt. Alles passt gut zusammen, die Charaktere treten gut hervor, das Hörspiel hört sich flüssig und ist unterhaltsam – nur wirklich spannend ist es eben nicht. Im Gegensatz zu anderen Folgen, die mit epischen Kämpfen aufwarten, ist es hier eher die lustige Seite, die in den Vordergrund gestellt wird. Aber natürlich knallt es am Ende im Kampf gegen den Vampirfürsten noch einmal deftig, sodass auch Actionfreunde durchaus auf ihre Kosten kommen dürften. „Draculas großes Comeback“ klingt zwar nach einem anderen Stil, doch das Kurzweilige und Unterhaltsame dieser Folge hat zumindest mich für das fehlen packender Spannung entschädigt.

Auf die Auswahl der Sprecher wurde zu Beginn der Serie großen Wert gelegt, und das zahlt sich jetzt aus, denn es gibt viele Charaktere, die immer wieder kehren. So kann Schaukje Könning auch jetzt noch als arrogante, aber nicht sonderlich helle Sunset River mit ihrer affektierten Art und ihren Sinn für das richtige Timing überzeugen. Auch Rainer Fritzsche ist als Basil Creeper längst zu einem heimlichen Star der Serie aufgestiegen, der schleimige Assistent von Professor Doom spielt dem wunderbaren Klaus-Dieter Klebsch immer wieder die Bälle zu. Als Dracula ist hier Rainer Schöne mit dabei, der in dem Ambiente der Serie eine gute Mischung aus Ernsthaftigkeit und Comedy findet. Sven Plate, David Turba und Michael Pan sind in weiteren Rollen zu hören.

Wie immer stammt die Musik von Andy Matern, und auch hier zeigt sich, dass sich Kontinuität auszahlt. Auch hier passt alles zusammen, durch einige bereits bekannte Melodien, neben dem Titelsong beispielsweise ein Arrangement, dass stets Erzähler Till Hagen bei seinen anfänglichen Ausführungen begleitet, entsteht gleich die richtige Stimmung für die Serie. Geräusche sind hier professionell eingesetzt worden.

Schrille Neonfarben sind zum Kennzeichen der Serie geworden, die Titelbilder haben immer einen ganz besonderen Look. Im typisch kantigen Zeichenstil ist hier eine Höllenkutsche inszeniert worden, was durchaus zu der Folge passt. Die restliche Aufmachung ist bekannt und enthält wieder einen nicht ganz ernst gemeinten Infotext, hier über die Aversion von Vampiren gegen Knoblauch.

Fazit: Eine lockere und unterhaltsame Folge der Serie mit vielen witzigen Details, die genau das richtige für Fans von Jack Slaughter ist.

VÖ: 15.Juli 2011
Label: Folgenreich
Bestellnummer: 0602527615875


Jack Slaughter – 13. Ponyhof des Grauens



Erster Eindruck: Emanzipation auch bei den Apokalyptischen Reitern

Endlich kommt Professor Doom aus seinem Formtief heraus und will mal wieder die Welt vernichten. Doch statt der heraufbeschworenen Apokalyptischen Reiter tauchen vorerst nur deren Praktikantinnen auf ihren Ponys auf – und die wollen vor dem Weltuntergang noch unbedingt ihren Lieblings-Ponyhof retten. Da ist mal wieder das Team von der Tochter des Lichts Jack Slaughter gefragt...

Das Leben ist kein Ponyhof - dieser Satz schwingt sich momentan zu einem waschechten Sprichwort auf. Auch die 13. Folge der Horror-Comedy-Serie Jack Slaughter greift dieses auf und versetzt seine Protagonisten auf den „Ponyhof des Grauens“ - und das ist genauso schräg wie es klingt. Schon der Anfang, in dem Abby und Gina als Praktikantinnen der Apokalyptischen Reiter vorgestellt werden, ist wirklich witzig und temporeich gelungen. Kurz danach folgen wieder einige Wortwechsel zwischen Professor Doom und seinem Assistenten Basil Creeper, die sowieso immer ein echtes Highlight sind und auch nach 13 Folgen nichts an Komik und kreativen Einfällen eingebüßt haben. Danach geht es mit einer dynamischen Geschichte weiter, die sich zwischen Doom und seinen Anhängern sowie Jack Slaughter und seinen Freunden abwechselt und so immer weiter dem Höhepunkt entgegensteuert. Die Geschichte ist sehr gut aufgebaut, und immer wieder werden kleine Seitenhiebe verteilt, das Genre veralbert oder einfach nur witzige Sprüche abgefeuert, sodass garantiert keine Langeweile aufkommt. Besonders das Ende hat es in sich, wie die Geisterjäger dieses mal gegen ihre Gegner gewinnen ist äußerst witzig anzuhören, zumal es kurze Zeit zuvor gar nicht danach aussieht. Hier stimmt wieder alles, das Tempo, der Witz, die neuen Nebenfiguren und besonders die Geschichte – eine der besten Folgen der Serie, die es bisher gab.

Anja Stadlober ist als Abby zu hören, die den Helden der Serie zu schaffen macht. Sie trifft den trockenen Humor der Serie auf den Punkt und kann so ihren Charakter so herrlich schräg wirken lassen. Auch Cathlen Gawlich, die hier ihr großes Talent nicht nur für ernsthafte Rollen unter Beweis stellt, kann mit ihrer sehr witzigen Art zum Gelingen der Folge ein großes Stück beitragen. Thomas Nero Wolff hat als Jean-Claude van Helsing einen kurzen, aber umso wirkungsvolleren Auftritt und passt sehr gut zu der Atmosphäre der Serie. Weitere Sprecher sind unter anderem Lutz Mackensy, Lutz Riedel und Ulrike Stürzbecher.

Sehr passend zu der Geschichte ist auch die akustische Umsetzung der Folge geworden. So sind auch hier mal übertriebene Musikstücke zu hören, die das Geisterjäger-Genre auf den Arm nehmen, und mal temporeiche Melodien, die zusätzliche Würze und Auflockerung in die Geschichte bringen. Die Geräusche sind passend dazu ausgewählt.

Im typisch-abstrakten Stil der Covergestaltung sind hier die beiden Höllenponys zu sehen, die Feuer und Säure spucken können – was aber erst auf den zweiten oder dritten Blick erkennbar ist. Die in Schwarz und Neonfarben gehaltene Aufmachung ist jedenfalls ein echter Hingucker, der witzige Text im Inneren des kleinen Booklets gehört mittlerweile genauso zur Serie.

Fazit: Ein sehr kreativer Grundgedanke, der temporeich und witzig weitergesponnen wurde. So macht das Zuhören so richtig Spaß!

VÖ: 15. April 2011
Label: Folgenreich
Bestellnummer: 978-3-8291-2442-3


Jack Slaughter - 12. Der dämonische Hellseher

Erster Eindruck: Valentinstag mit Hindernissen

Professor Doom fühlt sich ziemlich missverstanden. Ständig wird von Basil Creeper und seinem Delfin Flopper gefordert, dass er als grausamer und goldgehörnter Dämon alles vernichten will. In John Turner hat er einen verständnisvollen Freund gefunden, der ihn nur zu kleineren Missetaten verführt. Doch plötzlich steht ganz Jacksonville Kopf und nur einer kann noch helfen: Die Tochter des Lichts...

Weiter geht es mit der Serie, die irgendwo zwischen ernsthafter Geisterjäger-Geschichte und Comedy weilt – Jack Slaughter. Natürlich ist das Szenario nicht ganz ernst gemeint, und auch die vielen äußerst kreativ erdachten Charaktere sind mit wesentlich mehr als nur einem Augenzwinkern versehen. Dennoch überrascht es immer wieder, welch perfide Pläne von den Übeltätern erdacht werden, das steht anderen Serien in nichts nach. Das äußert sich gerade in dieser 12. Folge, die einen wirklich interessanten Bösewicht als Feind hat, der Jacksonville mit einer ziemlich ungewöhnlichen Idee zur Vernichtung bringen will. Auch der Widerstand von Jack Slaughter ist kreativ, berücksichtigt die Hintergründe des Geisterjägers und macht einfach Spaß – sehr gut erdacht und flüssig erzählt. Das Salz in der Suppe ist aber erneut Professor Doom mit seinen vielen Marotten und seinem urkomischen Auftreten. Alles fügt sich gut ineinander, alle Elemente sind aufeinander angepasst und werden gebührend berücksichtigt, sodass erneut eine sehr runde und kurzweilige Folge der außergewöhnlichen Serie entstanden ist.

John Turner, der schmeichlerische Bürgermeister von Jacksonville wird von Lutz Riedel gesprochen, dem diese Rolle wie auf den Leib geschneidert scheint. Mit seiner ganz eigenen Stimmlage kann er jedenfalls ein wunderbares Bild des zwielichtigen Mannes zeichnen. David Nathans prägnante Stimme funktioniert auch als Tony Bishop,Jacks treuen Freund, sehr gut, er wirkt sehr locker und spontan. Till Hagen gibt in dieser Serie den Erzähler und führt dynamisch und immer mit einem leichten Augenzwinkern in der Stimme durch die Handlung. Weitere Sprecher sind unter anderem Simon Jäger, Rainer Fritzsche und Oliver Siebeck.

Die musikalische Begleitung des Hörspiels ist sehr gelungen. Angenehme, leicht rockige Klänge dominieren das Gesamtbild und werden sowohl während der Übergänge als auch in einigen Szenen verwendet. Dabei ist bis zum Finale eine stetige Steigerung zu erkennen, wobei die Akustik immer locker bleibt – was der Stimmung der Serie sehr zu Gute kommt.

Die Covergestaltung ist bei Jack Slaughter schon immer etwas außergewöhnlich gewesen, so auch bei „Der dämonische Hellseher“. Zwei ineinander verschlungene Menschen, dazu einer der wichtigen Valentinskarten und einige Herzen, das alles spielt auf den Inhalt der Folge an. Auch im Inneren setzt sich der grelle Eindruck des Titelbildes fort.

Fazit: Eine lockere und kurzweilige Folge, die sich durch einen flüssigen Storyverlauf und einen wunderbaren Bösewicht auszeichnet.

VÖ: 26. November 2010
Label: Folgenreich / Universal
Bestellnummer: 978-3-8291-2358-7


Jack Slaughter - 11. Im Haus des Todes



Erster Eindruck: Hunger auf Herzhaftes...

Der stets fröhliche Mr. Happy errichtet in Jacksonville einen Freizeitpark, um allen Menschen Freude zu bereiten. Das funktioniert auch, nur sein Nachbar, Professor Doom, ist von dem Lärm genervt - aber der ist ja auch genau genommen kein Mensch. Er belegt Mr. Happy mit einem grausamen Fluch, und mal wieder ist Jack Slaughter, Tochter des Lichts, gefragt...

Die wohl einzige Horror-Hörspiel-Sitcom Jack Slaughter ist zurück, auf 11 Folgen hat es die Serie von Autor und Produzent Lars Peter Lueg bereits gebracht. Wieder startet die Folge ruhig und eher gemächlich, die skurrilen Figuren sorgen allerdings für einen gewissen Unterhaltungswert, hier in Form von nervigen Gute-Laune-Mensch Mr. Happy. Auch kommt man dem Geheimnis auf die Spur, warum aus der erwarteten Tochter des Lichts doch ein Mann gewirden ist - wobei ich mir nicht sicher bin, ob es nicht besser gewesen wäre, dies offen zu lassen, in der ansonsten witzigen Umgebung wirkt dies zu ernst. Auch nach dem Fluch von Professor Doom, der Grundlage dieser Folge ist, nimmt die Story nicht gerade an Fahrt auf, recht gleichförmig läuft die Story vor sich hin, ohne wirklich zu begeistern oder überraschen. Auch fehlt mir der bissige Witz, der die Serie ausmacht, zu wenige spaßige Szenen stören das Grundgefühl, das man bei den anderen Folgen hatte. Gegen Ende wird's dann wieder interessanter und temporeicher, ein fader Nachgeschmack aufgrund der anfänglichen Durststrecke bleibt aber auch hier.

Die Sprecher sind größtenteils schon aus den anderen Folgen bekannt und machen auch hier einen positiven Eindruck. Neu dabei ist Frank Röth als Mr. Happy, den übertrieben fröhlichen Mann stellt er auch nach seiner Verwandlung gekonnt und mit viel Humor dar. Arianne Borbach ist wieder als Dr. Kim Novak zu hören und findet die ideale Mischung aus Professionalität und Lockerheit. Simon Jäger wirkt als Jack Slaughter spontaner denn je. Weitere Sprecher sind unter anderem Till Hagen, Rainer Fritzsche und Oliver Siebeck.

Die Produktion ist wieder sehr gekonnt vorgegangen, die Musik passt gut zu den einzelnen Szenen und vermittelt eine nicht allzu ernste Grundstimmung. Doch auch in den Übergängen ist die gut eingesetzt und lässt diese weicher und angenehmer werden. Bei den Geräuschen darf es hier auch mal krachen, ohne dass es übertrieben wirkt.

Die Gestaltung mit schrillen Neonfarben ist für einige sicherlich gewöhnungsbedürftig, hebt sich aber definitiv von anderen Produktionen ab. Das kleine Booklet enthält neben Angaben zu Sprechern und Produktion noch den Introtext sowie einen - nicht ganz ernst gemeinten - Infotext über den leckeren Lieblings-Burger von Jack und Tony.

Fazit: Der Witz, die Raffinesse fehlen der Folge im Gegensatz zu den Vorgängern leider, vollkommen überzeugen kann diese Geschichte leider nicht.

VÖ: 27. August 2010
Label: Folgenreich / Universal
Bestellnummer: 978-3-8291-2357-0


Jack Slaughter - 10. Werwolf im Schafspelz



Erster Eindruck: Chucks Verwandlung

Chuck Novak, Karatetrainer und Bruder von Bikinimodel und diplomierter Biologin Kim Novak, wird von einem Werwolf angefallen und mutiert bald darauf auch zu einem der Höllenwesen. Jack Slaughter greift ein und steht vor der Wahl, in einzufangen oder ihn zu töten. Doch selbstverständlich kommt alles noch viel schlimmer...

Keine Ruhepause für die ungewöhnlichste Geisterjägerin der Hörspielwelt, Jack Slaughters Abenteuer gehen in die zehnte Runde. Und wieder vermischen sich die verschiedenen Genres zu einem ungewöhnlichen Ganzen, das sicherlich nicht jedermanns Sache sein dürfte. Für Horror-Fans zu locker, für Comedy-Fans zu gradlinig, für Soap-Fans zu abgedreht. Trotzdem ist auch "Werwolf im Schafspelz" ein gelungenes Hörspiel, gerade wegen dieser interessanten Mischung. Dabei hatte die Serie schon stärkere Geschichten, Chuck Novaks Verwandlung in einen Werwolf und die darauf folgenden Verwicklungen wirken auf mich etwas steif und gezwungen. Weitab von diesem Teil der Geschichte mischt auch Professor Doom wieder kräftig mit, seine Parts versprühen wieder den abgedrehten Charme dieser Figur und seinem Lieblings-Delfin Flopper, und auch hier gehören sie zu den absoluten Highlight der Handlung. Dass alles absolut solide und gekonnt produziert wurde, muss kaum noch dazu erwähnt werden. Trotzdem wollte der letzte Funke nicht so recht überspringen.

Chuck Novak, bisher immer eher als Nebenfigur in einigen Folgen, bekommt hier erstmals einen wichtigeren Part. Und auch hier kann Tobias Kluckert sein Talent beweisen und bleibt in jeder Szene glaubhaft. Arianne Borbach spricht seine Schwester Dr. Kim Novak, ihre dunkle Stimme bekommt hier durch die lockere Art einen ganz anderen Klang. Erzähler Till Hagen kann mit fester Stimme und leichtem Augenzwinkern in seinen Texten überzeugen. Weitere Sprecher sind Andy Matern, Rainer Fritzsche und Fang Yu.

Die Musik ist flott und passt gut zu der Grundstimmung der Story. Immer wieder sind abwechslungsreiche Melodien zu hören, die sich zum Finale hin deutlich verstärken und einen spannungsgeladenen Showdown ermöglichen. Auch die Geräusche sind einwandfrei eingefügt und glaubhaft.

Der Kampf zweier - extrem hässlicher - Werwölfe ist nicht nur Teil des Hörspiels, sondern auch auf dem Titelbild zu sehen, stimmungsvoll unterstützt durch einen Vollmond. Der eher abstrakte Zeichenstil sorgt für eine interessante Gestaltung mit Reihen von verschiedenfarbigen Punkten. Im Inneren ist ein kleiner, amüsanter Text zu finden.

Fazit: Nicht ganz so einfalls- und temporeich wie die Vorgänger, trotzdem gute Unterhaltung.

VÖ: 28.Mai 2010
Label: Folgenreich / Universal
Bestellnummer: 978-3-8291-2356-3


Jack Slaughter - 9. Die Wurzel des Bösen



Erster Eindruck: Familie und andere Schwierigkeiten

Basil Creeper trauert dem Verlust seines geliebten und verehrten Professor Doom nach und sucht in seiner Verzweiflung eine Frau auf, die er sonst wie die Pest meidet: Seine Mutter, eine mächtige Pflanzen-Dämonin. Sie soll mit Hilfe von HASS Doom wieder zum Leben erwecken, entwickelt aber ganz andere Pläne...

Jack Slaughter, die etwas andere Geisterjäger-Hörspielserie nimmt einmal mehr das Genre auf den Arm und versteckt in der klassischen Geschichte immer wieder charmante, skurille oder boshafte Details. Schon allein die Introszene, in der Basil seine Mutter besucht, ist ziemlich komisch. Überhaupt machen in dieser Serie die Bösewichte besonders viel Freude, wie Basil selbst oder der wahnsinnige Professor Doom. Elisabeth Creeper ist als Pflanzen-Dämonin auch so ein Prototyp aus verschiedenen Geisterjägerszenarien, ist selbstverständlich noch mächtiger als alle anderen zuvor und wird mit einem sehr einfallsreichen Trick besiegt. Bevor es soweit ist, müssen Jack Slaughter, seine Verbündeten und der verhasste und nervende Basil Creeper einen Pakt eingehen, der neue Spannung in die Handlung bringt. Das Tempo wirkt aufgrund der ruhigeren und spaßigen Erzählweise eher heruntergefahren, doch gerade das ist ein weiterer Pluspunkt für die Serie, da trotzdem zu keiner Zeit Langeweile aufkommt. Auch Nummer neun der Serie bekommt daher von mir eine Empfehlung.

Eva Kryll spricht Elisabeth Creeper und wirkt dabei nicht nur ziemlich dämonisch, sondern keift als Übermutter herrlich herum. Dennis Schmidt-Foß ist als Rick Silver, ein vertrottelter Student, dabei und hat einige spaßige Auftritte. Ein Wiederhören gibt es mit Ulrike Stürzbecher als homäopatische Hexe White Silk, ihre sanfte Stimme passt auch hier wieder hervorragend. Weitere Sprecher sind unter anderem Andy Martern, Gisela Fritsch und Rainer Fritzsche.

Die eigens für die Serie konzipierte und eingespielte Musik kann auch hier wieder mit entspannten Arrangements und passenden Stimmungen die Folge gut untermalen. Dabei wird sie von glaubwürdigen Geräuschen unterstützt, die beim heftigen Endkampf auch schon mal wuchtig und laut aus den Boxn schallen.

Elisabeth Creeper ist auf dem Cover zu sehen und macht einen ziemlich bedrohlichen und unheimlichen Eindruck, der wegen der außergewöhnlichen Zeichenweise wieder ins Auge fällt. Ein kleiner, lustiger Text findet sich noch im kleinen Booklet mit dem passenden Titel "Beipackzettel".

Fazit: Witzig und trotzdem spannend - auch "Die Wurzel des Bösen" ist eine weitere gute Folge für den ungewöhnlichen Geisterjäger.

VÖ: 26. Februar 2010
Label: Universal / Folgenreich
Bestellnummer: 978-3-8291-2355-6


Jack Slaughter - 8. Das Heer der Finsternis



Erster Eindruck: Rachsucht und Federvieh

Jack Slaughters Mitsteiter im Kampf gegen das Böse Reverend Black wird von einem wütenden Poltergeist heimgesucht. Nur mit Mühe schafft er es, Victoria Osbourne aus der Kirche zu vertreiben. Und die sucht sich als neuen Wohnort gerade den Atombunker von Professor Doom aus, was ungeahnte Folgen für alle Beteiligten hat...

Jack Slaughters Kampf gegen die Finsternis geht ein Jahr nach dem ersten Erscheinen mit der achten Folge "Das Heer der Finsternis" ungebrochen weiter, und das härter als zuvor. Denn die vielen Verstrickungen um den wütenden Geist der ehemaligen Hexe Victoria Osborne sind vielfältig und gehen in einen äußerst bedrohlichen Kampf gegen einen Schwarm wild gewordener Krähen über, der in dieser Härte in der Serie kaum zu finden war. Auch die Anspielungen auf Lucie, wie der Teufel in dieser Folge heißt, und seine Hölle tuen der Folge gut und verleihen ihr eine neue Dimension. Doch dabei darf nicht vergessen werden, dass es sich immer noch um eine Serie mit Sitcom-Elementen handelt, zwischendurch also auch ordentlich geschmunzelt werden darf. Enstanden ist die bisher beste Folge der Serie, die den Ausgleich zwischen Comedy und Grusel am besten vereint und durch die spannende Geschichte überzeugt.

Als Victoria Osborne ist die fantastische Marianne Groß zu hören, die ihre dunkle Stimme wütend und rachsüchtig klingen lässt. Besonders nach ihrer Tranformation legt sie eine grandiose Sprechleistung hin. Santiago Ziesmer ist erneut als Frogi Oaktree zu hören und sorgt mit seiner Art für viele amüsante Stellen. Wie immer überzeugt mich aber besonders einer: Klaus-Dieter Klebsch, der als wahnsinniger Professor Doom jedesmal eine Offenbarung ist. Weitere Sprecher sind unter anderem Fang Yu, Schaukje Könning und der Delphin Mitzi.

Das Sounddesign der Serie bewährt sich auch in dieser Folge. Denn statt pathetischer Klänge sind hier locker-coole Rockstücke eingebaut, die wunderbar zu dem ironischen Grundtenor der Serie passen, aber auch schon mal etwas mehr aufdrehen, um zusätzliche Spannung zu erzeugen.

Eine tote und Blut besudelte Krähe ist vor dem typische abstrakten Hintergrund auf dem Cover zu erblicken. Gemeinsam mit dem auffälligen Schriftzug und der Fledermaus besetzten Folgennummer ergibt sich wieder ein ansprechendes und zur Folge passendes Titelbild.

Fazit: Durch einen spannenden Verlauf und eine große Bedrohung für die Hauptpersonen ist "Das Heer der Finsternis" ein absoluter Volltreffer und die bisher stärkste Folge der Serie.


Jack Slaughter - 7. Dr. Jekyll & Mrs. Hyde



Erster Eindruck: Mutation im Fitnessstudio

Trotz Professor Dooms erholsamen Urlaub in Kolumbien bleibt Jack Slaughter keine Zeit, sich im Kampf gegen die Finsternis auszuruhen. Denn nach dem Genuss eines neuen Getränkes ist Dr. Kim Novak von der modelnden Parapsychologin zur hirnlosen Tussi mutiert. Ist ihr genialer Geist für immer verloren?

"Jack Slaughter - Tochter des Lichts", die Serie, die stets zwischen Grusel und Comedy schwankt, hat mit "Dr.Jekyll und Mrs. Hyde" die nunmehr siebte Folge veröffentlicht. Und auch hier ist die Verbindung der beiden Genres gelungen, eine leichte Neigung zum skurill-chaotischen ist wieder einmal nicht abzusprechen. Zugegeben: Die Anfangsphase des Hörspiel ist zwar nicht ununterhaltsam, könnte aber durchaus einen kleinen Temposchub vertragen, die Geschichte wird nur recht langsam vorangebracht. Nach Kim Novaks Verwandlung allerdings entwickelt die Story nicht nur die typischen komischen Elemente, sondern nimmt auch Fahrt und Action auf, sodass ab etwa der Hälfte wieder eine starke Folge der Serie entstanden ist. Nur Professor Doom im Urlaub kommt ein wenig zu kurz, waren seine Szenen doch immer die lustigsten und ausdrucksstärksten der ganzen Serie. Eine gute Stunde gute Unterhaltung wird hier geboten, zumal die Serie insgesamt ebenfalls absolut empfehlenswert ist.

Arianne Borbach fällt als Kim Novak hier natürlich eine besonders große Rolle zu. Hier zeigt sich, dass sie mühelos zwischen verschiedenen Stimmungen und Charakteren wechseln kann, denn immer ist sie vollkommen glaubhaft. Gisela Fritsch, die Jacks Grandma Abigail spricht, sorgt mit ihrer warmen Stimme und dem resoluten Auftreten für eine spaßige Szene. Und als Bob ist Andy Martern zu hören, der ebenfalls eine gute und solide Leistung abliefert. Weitere Sprecher sind Hasso Zorn, Christin Marquitan und Tobias Kluckert.

Neben seinem sprecherischen Engagement ist Andy Martern auch für die musikalischen Arrangements zuständig, die er gut an die Szenen angepasst hat. Passend zu dem lockeren Ton der Serie hat er auch eher unaufdringliche, aber coole Musik erschaffen, die auflockernd eingebaut ist.

Die schrille Aufmachung ist dieses mal mit dem Covermotiv besonders gelungen. Das übertriebene Schminktischchen in Lila hat einen niedlichen Hund mit Schleife als Blickfang bekommen - eine weitere boshafte Anspielung. Das Innere ist zwar wieder recht schlicht, aber auffällig grell und übersichtlich gestaltet.

Fazit: Nach einem etwas langwierigen Start geht auch die siebente Folge von Jack Slaughter in die Vollen. Schön, dass auch andere Seiten der Charaktere gezeigt werden!


Jack Slaughter - 6. Im Land der Vampire



Erster Eindruck: Koffein und rosa Shirts

Aus Zorn über den unzuverlässigen Kaffeelieferanten belege der Dämon Professor Doom diesen mit einem schrecklichen Fluch - er soll von nun an bis in alle Ewigkeit nur noch koffeinhaltiges Blut zu sich nehmen. Schnell treffen Jack Slaughter, Kim Novak und Tony Bishop auf den Unglückseligen, doch weder Weihwasser noch Sonnenlicht helfen gegen den Blutsauger...

"Im Verborgenen tobt seit Jahrtausenden ein blutiger Krieg zwischen Gut und Böse" - schon der Introsatz vor jeder Jack Slaughter-Folge dürfte bei dem einen oder anderen Assoziationen zu anderen Hörspielserien wecken. Doch die Horror-Hörspiel-Sitcom gibt sich nicht mit Anspielung auf andere Genrehörspiele hin, sondern verteilt immer wieder kleine Seitenhiebe auf alle möglichen Sachen. Glücklicherweise ist in dieser Folge die Geschichte wieder extrem stark, was die vorige Folge auszugleichen vermag. Der blut- bzw. kaffeerünstige Vampir hält unsere Helden ordentlich auf Trab, sodass eine recht temporeiche Folge herausgekommen ist. Die Gefahr, in der Kim Novak steckt, bringt zusätzliche Würze ins Spiel, während die Szenen mit Professor Doom wie immer das Salz in der Suppe sind und für Heiterkeitsausbrüche sorgen. Schräge Einfälle prägen wieder das Erscheinungsbild, und gepaart mit einer tollen Story und dem bösen Humor ist wieder eine sehr sehr gute Folge "Jack Slaugter - Tochter des Lichts" entstanden.

Marcel Collést als Oktavian Brasov zu hören, der zum Koffein-Vampir gemacht wird. Er scheint mit seiner Rolle sehr verwachsen und stellt diese mit einprägsamer Stimme gut dar. Auch David Nathan hat mich dieses mal als Tony Bishop vollkommen überzeugt, was an seiner unnachahmlichen lockeren Art liegt, die er hier besser präsentieren konnte als in den vorigen Folgen. Als Sunset River ist wieder Schaukje Könning dabei, die die arrogante Blondine herrlich parodiert. Weitere Sprecher sind Till Hagen, Gisela Fritsch und Marianne Groß.

Die Musik stammt wieder von Andy Martern, der und eine angenehme Klangkulisse bietet, die insgesamt abwechslungsreich ist und verschiedene Stimmungen erzeugt. Ergänzt werden diese durch passende Geräusche und Effekte, die das Verständnis erleichtern.

Eine Kaffeebohne in einem Vampirgebiss - könnte es eine bessere Idee für ein Cover für diese Produktion geben? Der comicartige Stil und die verwendeten Neon-Orange und Blautöne sorgen für die Auffälligkeit, während auch der Rest der Aufmachung ansehnlich gestaltet wurde.

Fazit: Eine der stärksten Folgen für den Dämonenjäger. Jack Slaughter ist skurril, spannend und höchst unterhaltsam.


Jack Slaughter - 5. Am Ende der Welt



Erster Eindruck: Treffpunkt: Dokumentarfilmabteilung

Immer noch ist Tony Bishop, der beste Freund des Hobbydämonenjägers Jack Slaughter, in der Gewalt von Professor Doom, dem 2,50m großen Dämon mit niedlichen Hörnern. Doch auch als dieser Jack Slaughter mit einem fürchterlichen Fluch belegt, wird es für den Waffenverkäufer irgendwie nicht besser - zumal der Fluch bewirkt, dass ihn alle für äußerst attraktiv und liebenswert halten...

Ein klassisches Horror-Hörspiel mit Comedy-Elementen, mal skurril, mal boshaft, mal zum Brüllen komisch - das ist "Jack Slaughter - Tochter des Lichts". Die mittlerweile fünfte Folge um den außergewöhnlichen Geisterjäger überzeugt einmal mehr mit schrägem Humor, wie der magischen Barbiepuppe Ponytail und natürlich wie immer den praktischen Schminktipps von Grandma Abigail. Leider ist in dieser Folge die Story nicht ganz so stark wie in den vier Vorgängerfolgen, dieses mal baut die Geschichte eher auf die skurrilen Einfälle. Leider passiert auch nicht wirklich viel, teilweise entsteht ein wenig Leerlauf, in der die Dialoge in die länge gestreckt herüberkommen. Trotzdem - es ist weiterhin ein amüsantes und unterhaltsames Hörspiel, besonders wenn man auf den speziellen Humor der Serie anspringt. Ein wenig mehr Tempo, und dann geht es mit der Serie wieder bergauf.

Grandios wie immer agiert der phänomenale Klaus-Dieter Klebsch als irrer Professor Doom, den ich zum Schielachen komisch finde und der sehr dynamisch und abwechslungsreich spricht. Als Chuck Novak, Kims Bruder, ist Tobias Kluckert zu hören, der eine weitere dauerhafte Nebenrolle zu bekommen scheint. Auch er spricht durchweg glaubhaft und mit einem Augenzwinkern in der Stimme. Und Rainer Fritzsche ist als Basil Creeper, dem Groupie von Professor Doom, schmeichlerisch wie eh und je. Weitere Sprecher sind unter anderem Andy Martern, Hasso Zorn und Arianne Borbach.

Die Musik ist wie in der vorigen Folgen durchgängig gut gewählt und an de Geschichte angepasst, sodass wir sehr abwechslungsreiche Stücke zu Ohren bekommen. Auch die Geräusche tragen ihren Teil zum Gelingen bei, besonders der Verzerreffekt von Professor Dooms Stimme, wenn er wütend wird, ist beeindruckend.

Der Stil der Cover hat auch das zu "Am Ende der Welt" geprägt, sodass wir wieder knallige Farben und ein verfremdetes Objekt betrachten können. Auch die restliche Gestaltung lehnt sich daran an und kann im Ganzen überzeugen. Nur Flopper, den Lieblingsdelphin von Doom möchte ich nicht einmal zu Gesicht bekommen.

Fazit: Nicht die stärkste Folge der Serie, aber immer noch unterhaltsam und hörenswert.


Jack Slaughter - 4. Virus in Jacksonville



Erster Eindruck: Steuerbeamte und andere Höllenunwesen

Nicht nur, dass die Tochter des Lichts Jack Slaughter gegen die Mächte der Finsternis kämpfen muss, jetzt steht im auch noch eine Steuerprüfung bevor. Aus Versehen steckt Jack Slaughter den fiesen Mr. Strangler mit einem Grippevirus an - und Stunden später ist der Virus mutiert und Mr. Strangler tot. Zu dumm, dass auch Professor Doom noch eine Rechnung mit ihm offen hat und den Fluch der dunklen Augenringe ausspricht...

"Jack Slaughter - Tochter des Lichts" aus dem Hause LPL records geht in die vierte Runde. Doch dieses mal muss sich Jack Slaughter nicht nur mit seiner nervigen und anstrengenden Nachbarin Ms. Albright und den Mächten der Hölle herumschlagen, sondern hat mit einer Steuerprüfung auch noch äußerst weltliche Probleme. Dass auch hier nicht alles ganz ernst gemeint zugeht, dürfte Kennern der Serie nicht sonderlich überraschen. Professor Doom richtet erst relativ spät und dieses mal nicht absichtlich einiges Unheil an - und sorgt für eine Armee untoter Steuerbeamter. Boshafte Ironie ist da wie inklusive. Insgesamt ist diese Folge nicht ganz so stark wie sein Vorgänger - die unterhaltsamen Szenen mit Professor Doom sind nämlich leider recht reduziert. Trotzdem bietet auch "Virus in Jacksonville" mehr als eine skurrile und lustige Horror-Stunde, die eine willkommene Abwechslung zu anderen Serien bietet. Zumal am Ende noch ein spannender Cliffhanger zur nächten Folge geboten wird.

Mr. Strangler wird von Udo Schenk gesprochen, der in bösen Rollen ja immer äußerst gut aufgeht. Auch hier überzeugt er mit einer harten Stimmlage und fiesem Lachen. Ebenfalls in einer kurzen Rolle ist Marianno Groß als Ms. Albright zu hören, die ihren Charakter sehr glaubhaft herüberbringt. Und natürlich ist auch Simon Jäger als Jack Slaughter wieder wunderbar ironisch und eine sehr gute Wahl. Weitere Sprecher sind Arianne Borbach, David Nathan und natürlich der geniale Klaus-Dieter Klebsch als verrückter Professor Doom.

Auch die Musik kann überzeugen. Obwohl sie fast immer präsent ist und die Geschichte optimal unterstützt, drängt sie sich nicht zu sehr in den Vordergrund. Auch die Geräusche sind gelungen, sodass hier ein rundes Gesamtpaket geliefert wird.

Der Blut beschmierte Wagen von Jack Slaughter und die Armee untoter Steuerbeamter im Comicstil gehalten, das ist die Gestaltung des Covers, die eindeutig auffällt und so im Laden für Kaufanreize sorgt. Die restliche Ausstattung ist nicht sonderlich aufwändig, enthält aber alle nötigen Angaben.

Fazit: Auch wenn diese Folge nicht die beste der Serie ist, kann ich aufgrund des hohen Unterhaltungswertes eine klare Empfehlung aussprechen und freue mich schon auf die nächsten Teile.


Jack Slaughter - 3. Das Tor zur Hölle



Erster Eindruck: Der Höllenschlund in Jacksonville

Grandma Abigail erscheint der Tochter des Lichts Jack Slaughter wieder im Traum und gibt ihm neben Schminktipps eine Warnung vor dem Tor zur Hölle mit. Natürlich sucht er es trotzdem und findet es bei der alternativen Geburtshelferin White Silk. Doch auch der zum Dämon mutierte Professor Doom ist dank des aufdringlichen Studenten Basil Creeper auf das Tor und den dahinter liegenden "HASS" aufmerksam geworden...

"Horror-Hörspiel-Sitcom" lautet die offizielle Bezeichnung zu recht neuen "Jack Slaughter - Tochter des Lichts"-Serie von Lars Peter Lueg. Und in der dritten Folge "Das Tor zur Hölle" scheint sich die Serie eingependelt zu haben. Beim Hören wirkt alles runder und stimmiger, was wahrscheinlich daran liegt dass man nun die Charaktere und die Hintergrundstory besser kennt. Der Sitcom-Aspekt liegt besonders in den skurrilen Figuren (besonders bei Professor Doom, dem Kaffee trinkenden Dämon mit Stummelhörnchen und Hang zu Delphinen) und diversen Anspielungen auf diverse TV- und Hörspielserien des Genres. "Jack Slaughter" ist nicht wirklich gruselig - das will es wohl auch gar nicht sein - sondern besticht durch die schrägen Einfälle (die insgesamt zu den beiden Vorgängern löblicherweise mehr geworden sind) und das nicht zu hastige Erzähltempo, dass einem angenehmerweise nicht die volle Konzentration abverlangt. Ein unterhaltsames, lockeres Hörspiel im Horror-Bereich, welches trotzdem an keiner Stelle langweilig wirkt, das hat noch gefehlt und bietet eine gute Ergänzung zu den diversen "schwerfälligen" Serien.

Erzähler der Serie ist Till Hagen, der mit seiner markanten Stimme gekonnt durch die Handlung führt. Einen wunderbar lustigen Auftritt hat Ulrike Stürzbecher als White Silk, einer homöopathischen Hexe. Zum Brüllen komisch! Auch Gisela Fritsch ist wieder als Grandma Abigail dabei und besticht mit ihrer rauen Stimme und einem wie immer witzigen Text. Außerdem mit dabei sind Detlef Bierstedt, Rainer Fritzsche und der Delphin Mitzi als Flopper.

Die Musik stammt von Andy Matern und ist eigens für das Hörspiel komponiert und arrangiert worden. Dieser Aufwand hat sich gelohnt, denn so passt alles zusammen und fügt sich organisch in die Handlung ein. Auch hier wird auf eine gewisse Lockerheit nicht verzichtet. Ebenso gelungen sind die Geräusche, die auch während der Kampfszenen glaubhaft wirken.

Das Cover zeigt uns eine alter Ritterrüstung, die auch eine Rolle im Hörspiel hat. Und es hinterlässt direkt einen passenden Eindruck, was man von der Geschichte zu erwarten hat. Die restliche Aufmachung ist wieder in schrillen Farben gehalten und enthält auch den lustigen Eingangstext.

Fazit: "Jack Slaughter" Nummer 3 konnte sich gegenüber seinen Vorgängern noch einmal steigern und hat mich nun komplett überzeugt. Mehr davon!


Jack Slaughter - 2. Professor Dooms Erwachen



Erster Eindruck: Eine zauberhafte Puppe...

Bei einem Bikiniwettbewerb lernen Jack Slaughter, Tochter des Lichts, und sein Freund Tony Bishop die ebenso hübsche wie intelligente Dr. Kim Novak kennen. Was sie nicht weiß: Jack Slaughter ist die legendäre Tochter des Lichts, Kämpferin gegen die Dämonen. Was die beiden nicht wissen: Die im paranormalen Gebiet kundige Wissenschaftlerin arbeitete für Professor Doom. Was alle dre nicht wissen: Eben dieser Professor Doom, der jetzt ein Dämon ist, plant einen Anschlag auf Kim Novak...

Jack Slaughter geht in die zweite Runde. Diente Teil eins offensichtlich eher zum Aufwärmen und Vorstellen der Charaktere, geht es in Folge zwei schon heftiger zur Sache. Doch immer geschieht alles mit einem großen Augenzwinkern. Allein die Tatsache, dass der völlig verrückte, bedrohliche und fiese Professor Doom mit seinem Lieblings-Glasfiguren-Delphin Flopper (...) spricht, ist zum sehr komisch, zumal auch die Umsetzung genial ist und zu den stärksten Szenen des Hörspiels gehört. Wohin die Serie gehen will, ist immer noch nicht ganz klar: Für Horror zu locker und komisch, für Comedy zu geringe Gagdichte. Das Hörspiel belegt einen Platz irgendwo dazwischen, kann aber immer wie Folge eins gut unterhalten und ist definitiv innovativ und mutig.

Jack Slaughters Kumpel Tony Bishop wird vom vielbeschäftigten David Nathan gesprochen, der zwar überzeugend spricht, bei dem der letzte Funke aber nicht überspringen will. Die Rolle von Dr. Kim Novak, die anscheinend einen festen Platz in der Serie haben wird, übernimmt Arianne Borbach, die die gewisse Komik der Figur aufgreift und ausarbeitet. Als Professor Doom hören wir Klaus Dieter Klebsch, dem mit der Mischung aus Bedrohung und Skurilität eine ganz hervorragende Mischung gelingt. Weitere Rollen sprechen Rainer Fritzsche, Schaukje Könning und Tilo Schmitz.

Die Musik von Andy Matern hält sich angenehm im Hintergrund. bombastische, ausgereifte Arrangements sucht man vergeblich, was auch überhaupt nicht zu der ungezwungenen und augenzwinkernden Art der Serie passen würde. Kein Geniestreich, aber gelungen und solide.

Das Cover fällt schon etwas düsterer aus als in Folge 1, auch die verwendeten Farben wirken nicht mehr so quietschend bunt. Die Aufmachung ist im gleichen Stil gehalten und insgesamt eher schlicht als aufwändig.

Fazit: Insgesamt besser und auch witziger als Teil 1. Wer Comedy und Horror mag wird hier gut unterhalten. Weiter geht es mit Folge 3 und 4, die Anfang nächsten Jahres erscheinen werden.


Jack Slaughter - 1.Tochter des Lichts



Erster Eindruck: Ein/e neue/r Kämpfer/in gegen das Böse

In dem beschaulichen Städtchen Jacksonville lebt Jack Slaughter, der in seinem Leben bis auf seinem Job als Waffenhändler noch nicht viel erreicht hat. Doch eines Tages offenbart sich ihm der Grund seines Lebens: Seine verstorbene Großmutter Abigail verrät ihm, dass jede zweite Generation ihrer Familie eine mutige Kämpferin gegen das Böse hervorbringt, und diese Tochter des Lichts ist... Jack Slaughter! Und schon betritt ein neues Höllenwesen unsere Welt: Professor Doom...

Pünktlich zu Halloween erscheint bei Universal eine neue Horror Serie, produziert von LPL Records. Das Besondere: Es handelt sich um eine Horror-Hörspiel-Sitcom. Was hat man sich denn nun unter dem aberwitzigen Titel "Jack Slaughter - Tochter des Lichts" vorzustellen? Glücklicherweise ist es kein alberner Klamauk geworden, die Komik beruht eher auf Anspielung auf andere Serien des Genres und lustigen Situation. Den Rahmen dafür bildet eine recht konventionelle (und gerade deswegen für ein Hörspiel, dass sich selbst nicht ganz so ernst nimmt geeignete) Story um Jack Slaughter, der auserwählt ist, gegen die Mächte der Finsternis zu kämpfen (das kommt einem doch schon bekannt vor...) Ausgestattet mit einer magischen Puppe, seinem besten Freund Tony Bishop und Schminktipps von seiner Grandma Abigail wird Jack Slaughter also nun in der Hörspielwelt das Böse bekämpfen. Doch ob lustige Anspielungen, eine leicht schräge Story und ein angenehmes Erzähltempo ausreichen, um eine gute Serie zu schaffen, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich habe mich zwar gut unterhalten gefühlt, denke aber, dass noch Luft nach oben ist...

Sprecher der Tochter des Lichts ist Simon Jäger. Mit deutlichem Humor in der Stimme und lustigen Sprüchen auf den Lippen steht er deutlich für die Lockerheit der Serie. Lutz Mackensy hat als teuflischer Luzie, ein ziemlich schrägen und lustigen Auftritt, den er wie immer souverän meistert. Als Grandma Abigail wird uns die famose Gisela Fritsch wohl noch etwas begleiten. Andere Rollen werden von Till Hagen, Klaus Dieter Klebsch und Detlef Bierstedt übernommen.

Die Musik ist angenehm und passt sich gut an die Szenerien an, hinterlässt insgesamt aber keinen bleibenden Eindruck. Die Sprecher stehen absolut im Vordergrund, und das ist auch gut so. Aber auch hier wird der eine oder andere Seitenhieb auf andere Serien gemacht, was schon am Intro zu hören ist.

Die Aufmachung ist schrill und bunt, was bei Produktionen des Genres ja eher unüblich ist. Passend, denn auch die Serie an sich ist ja nicht unbedingt konventionell. Das Cover deutet eher an als dass es detailliert gezeichnet ist, ist insgesamt aber bestimmt auffällig im Hörspielregal.

Fazit: Ein interessanter Ansatz, ein lockerer Ton, lustige Anspielungen... Man darf gespannt sein, wie sich die Serie weiterentwickelt!