Hellboy - 8. Baba Jaga / Sarg in Ketten / Köpfe

Hellboy - 7. König Vold / Weihnachten in der Unterwelt

Hellboy - 6. Ghost

Hellboy - 5. Fast ein Gigant

Hellboy - 4.Der Teufel erwacht -2-

Hellboy - 3.Der Teufel erwacht -1-

Hellboy - Saat der Zerstörung Teil 2

Hellboy - Saat der Zerstörung Teil 1


Hellboy - 8. Baba Jaga / Sarg in Ketten / Köpfe



Erster Eindruck: Russland, Japan, England

Eine Reise nach Russland lässt Hellboy nach der geheimnisvollen Baba Jaga suchen, die immer zum Vollmond grausige Taten begeht. Kann der Höllenjunge die mächtige Hexe stoppen? ("Baba Jaga")
Auch im fernen Japan stößt der rote Geisterjäger auf gefährliche Gegner, deren Köpfe getrennt von ihren Körpern existieren können. Hellboys Einfallsreichtum ist gefragt... ("Köpfe")
Immer noch in Unkenntnis über seine Vergangenheit kehrt Hellboy nach East Bromwich zurück, in der sein Schicksal seinen Lauf nahm. Was er dort erfährt, hat er vorher sicherlich so nicht erwartet... ("Sarg in Ketten")

Nach zwei Kurzgeschichten der Serie "Hellboy" in der letzten Folge präsentiert uns Lausch in Nummer acht gleich derer drei. Und das besonders interessante: Es sind drei ziemlich unterschiedliche Geschichten was Humor, Spannung und Hintergrund angeht. Allen dreien gemein ist jedoch, dass sie sich von anderen Geisterjäger-Serien vollkommen abheben, sei es wegen des sarkastischem Humors, der trotzdem meist ernsten Stimmung oder allein schon der ungewöhnlichen Titelfigur: Hellboy ist und bleibt ein Unikat in der Hörspielwelt, dem man sich ruhig einmal widmen sollte. Vielleicht sogar zuerst dieser Folge, da sie eine große Bandbreite an Möglichkeiten - und Schauplätzen - der Serie bietet. "Baba Jaga" spielt in Russland und hat von den drei Geschichten die gruseligste Stimmung, die Sage von der mächtigen Hexe wird um einige Varianten erweitert und ein wenig auf Hellboy "getrimmt". Eine sehr atmosphärische Geschichte, die zudem einen tollen Spannungsbogen bietet. Bei "Köpfe" steht neben der actiongeladenen Handlung besonders der Humor im Vordergrund, der sich in coolen Sprüchen der Hauptfigur äußert - allesamt Sprichwörter mit "Kopf". Die Einfallsreichtum und der geniale Einsatz haben mich zu lauthalsem Lachen angeregt. "Sarg in Ketten" hingegen glänzt an ganz anderer Stelle, die Hintergründe der Serie werden aufgegriffen und weitergesponnen, der rote Rächer erfährt mehr über seine Herkunft - spannend und sehr beeindruckend in Szene gesetzt, eine wunderbare Episode, die sich kein Fan entgehen lassen sollte! Drei unterschiedliche Geschichten, alle drei auf ihre Weise genial. Meine Empfehlung!

Auch hier gilt: Auf die Sprecherauswahl von Lausch kann man sich verlassen, hier kommen nur fähige und motivierte Schauspieler als Mikrofon. Beispielsweise Dorothea Hagena, die als Baba Jaga für jede Menge Gänsehaut und Stimmung sorgt, ihre tiefe Stimme passt perfekt zu der geheimnisvollen Sagengestalt. Aranka Mamero-Jaenke überzeugt gleich in zwei verschiedenen Rollen mit variantenreicher Stimme und punktgenauer Betonung, gern würde ich sie nach diesen beiden Folgen noch öfter hören. Natürlich darf auch Tilo Schmitz als Hellboy nicht fehlen, seine coole und markante Ar ist immer wieder ein Genuss für sich. Als Köpfe sind John Ment, Benrd Hölscher, Philipp Otto und Uwe Hügle zu hören.

Das Intro ist das gleiche wie in den anderen Folgen, die Grundlagen der Serie werden hier von Hellboy höchstpersönlich geschildert, unterlegt mit glaubhaften Geräuschen und spannungsgeladener Musik. Diese kann auch ansonsten durchgehend überzeugen, die geschaffene Stimmung ist sehr dicht und einzigartig. Nur eine klarere Abgrenzung zwischen den Geschichten hätte ich mich gewünscht.

Im typischen Comic-Stil der Vorlage ist auch das Titelbild gehalten, Pate stand die zweite Geschichte mit den japanischen Kopf-Dämonen. Eine witzige Darstellung, die auf den zweiten Blick doch recht Furcht einflößend wirken kann. Die restliche Gestaltung ist hübsch, könnte aber gerne zusätzliche Informationen enthalten.

Fazit: Drei sehr kurzweilige und unterhaltsame Geschichten, mal stimmungsvoll, mal lustig, mal bedeutend für die Serie. Ich bin begeistert!

VÖ: 4.Juni 2010
Label: Lausch
Bestellnummer: 978-3-9396-0054-1


Hellboy - 7. König Vold / Weihnachten in der Unterwelt



Erster Eindruck: Sagengestalten und Geschenke

Aufgrund enormer Kosten muss Hellboy seinem Vorgesetzten Dr. Manning einige seiner Ausgaben erklären, auch wenn diese schon einige Zeit zurückliegen. So ist er nach Norwegen geflogen, um dort gegen den sagenumwobenen König Vold zu kämpfen. ("König Vold")
Auch ein Vorfall in England, in dem eine alte Frau ihre verschollene Tochter vermisst, ist Thema der unangenehmen Unterredung... ("Weihnachten in der Unterwelt")

Hellboy, der wohl roteste Geisterjäger der Welt, kehrt zurück in die Hörspielregale! Gleich zwei neue Teile beschert uns das Label Lausch, dieses mal sind statt zusammenhängenden Folgen kürzere Geschichten zu hören. Die siebte Folge beispielsweise hat als Rahmen das oben erwähnte Gespräch zwischen Hellboy und Dr. Manning, während die zwei Kurzgeschichten recht spannend sind und mythologische Grundlagen haben. "König Vold" ist dabei recht actionbetont und kurzweilig, der bissige Wortwitz heitert das Geschehen jedoch gekonnt auf. Zugegeben, große Überraschungen oder geniale Wendungen gibt es hier nicht, dennoch ist auch "König Vold" die anspruchsvollere und kreativere Alternative zu vielen Geisterjäger-Serien. Bei "Weihnachten in der Unterwelt" ist die Handlung schon vielschichtiger, denn auch emotionale Momente fehlen hier nicht. Recht ungewöhnlich für die Serie und daher auch recht reduziert, die neuen Gedankenanstöße gefallen mir aber sehr gut. Ein paar mehr Überraschungen gibt es dann auch noch, sodass sich die Folge im zweiten Teil noch einmal steigern kann. Das übergeordnete Gespräch ist dabei im Übrigen genauso witzig wie die Geschichten es stellenweise sein können. Eine tolle Abwechslung zu den "normalen" Folgen, die sich nur um eine Geschichte kümmern, hört sich locker-leicht und ist trotzdem weit entfernt von Anspruchslosigkeit. Folge sieben hat mir sehr gut gefallen!

Ist ein Hörspiel von Lausch, kann man schon von einer gut ausgewählten Sprecherschar ausgehen. So ist beispielsweise Jürgen Holdorf als König Vold zu hören, mit dröhnender Stimme lässt er einen bedrohlichen Bösewicht entstehen. Aranka Mamero-Jaenke spricht Mrs. Hatch, die alte Frau aus der zweiten Geschichte, und kann mit charmant-rührender Art vollkommen überzeugen, besonders am Ende trifft sie ihren Charakter auf den Punkt. Ihre Tochter Annie wird von Mary Muhsal gesprochen, die eine recht variable Stimme hat und diese gut einsetzt. Weitere Sprecher sind Klaus Dittmann, Philipp Otto und Helmut Gentsch.

Die Musik wurde eigens unter aufwändiger Arbeit von Günter Merlau geschrieben und vom Hamburger Hörspiel Orchester eingespielt. Das ist auch gut zu hören, denn so wurde eine einzigartige Stimmung geschaffen, die unglaublich gut zu den Vorlagen von Mike Mignola passt. Die gediegene Arrangements sind dabei sehr passend zu der Geschichte gewählt.

Natürlich darf auf dem Cover nicht eine Zeichnung von Hellboy fehlen, schließlich ist dieser ursprünglich Comic-Held. Langsam dürfte aber auch etwas Abwechslung in die Auswahl der Cover kommen, die bisherigen Motive ähneln sich teilweise stark. Die restliche Aufmachung ist wie immer ansprechend gestaltet worden.

Fazit: Zwei recht unterschiedliche Geschichten auf einer CD, verbunden durch ein unterhaltsames Gespräch. Kurzweilig und sehr hörenswert!

VÖ: 4.Juni 2010
Label: Lausch
Bestellnummer: 978-3-9396-0053-4


Hellboy - 6. Ghost



Erster Eindruck: Ein Geist und ein Voodoo-Meister

Hellboy, der mächtige Ermittler der B.U.A.P. wird nach Arcadia geschickt, einer Stadt in der seit über 100 Jahren Mord und Kriminalität das Bild bestimmt. Zusammen mit der übersinnlich begabten Jo ist er auf der Suche nach einem weiblichen Geist, die mit Pistolen bewaffnet Kriminelle tötet. Doch als er ihr begegnet, ist er nicht nur von ihrem scharfen Outfit beeindruckt, sondern gerät auch in tödliche Gefahr...

"Ghost" - hinter dem schlichten Titel der sechsten Hellboy-Folge versteckt sich mehr, als man anfangs vermuten kann. Denn statt einem ätherischen Wesen geht es um eine äußerst taffe und entschlossene Frau. So bekommt man wieder eine sehr actionreiche und knallige Folge zu Ohr, die mich wirklich gepackt hat. Schon das recht lange Intro, das 100 Jahre zuvor spielt, ist toll umgesetzt und ist in Bezug auf die Handlung sehr aufschlussreich. Doch auch die eigentliche Handlung ist seit der ersten Begegnung von Hellboy und dem Geist eine sehr spannende Angelegenheit und schlägt immer wieder neue Haken, was sie sehr dynamisch und überraschend hält. Das Finale endet in einem großen Kampf, kann aber danach noch nachdenklich stimmen und lässt auf ein weiteres Auftauchen von Ghost hoffen. Wie die anderen Folgen macht es hier die Mischung: Eine lockere Erzählweise mit einer großen Portion schwarzen Humors, eine spannende Geschichte und auch mal die sachlichen Auszüge aus den B.U.A.P.-Akten ergeben ein sehr unterhaltsames Hörspiel, dass ich als ebenso stark wie die letzte Folge einordnen möchte und damit wärmstens empfehlen kann.

Auch hier wurde bis in kleine Nebenrollen auf professionelle und engagierte Sprecher Wert gelegt. So wird Ghost von Simona Pahl gesprochen, die jede Facette zwischen hart und gefühlvoll punktgenau trifft und so sehr überzeugend agiert. Auch Kurt Glockzin, der eine Schlüsselrolle übernommen hat, ist mit seiner einprägsamen Stimme und präziser Aussprache die perfekte Wahl gewesen. Überraschend gut war die mir bis dato unbekannte Kim Pfeiffer, die als Jo eine sehr sanfte und gefühlsbetonte Darbietung abliefert. Weitere Sprecher sind Robert Schlunze, Robert Missler und Helmut Krauss.

Akkustisch bewegt sich Hellboy auch hier wieder auf höchsten Niveau und ist mit abwechslungsreichen musikalischen Arrangements sehr stimmungsvoll und gibt den Szenen ein wunderschönes Gewand. Doch auch die Sounds und Effekte (beispielsweise eine stark entstellten Stimme) fügen sich gut in die Geschichte ein und gestalten besonders die vielen actionreichen Kämpfe sehr glaubwürdig. Kino für die Ohren eben!

Sehr gut gefällt mir dieses mal die Covergestaltung, auf der wir nicht nur Ghost und Hellboy sehen, sondern auch einen Hintergrund mit vielen stimmigen Elementen. Das kleine Booklet weist auf andere Produkte von Lausch und Hellboy hin, überzeugt aber auch mit ausführlichen Informationen und einigen Bildern aus dem zugehörigen Comic, sodass man auch einen Kampf zwischen Ghost und Hellboy betrachten darf.

Fazit: Hellboy in Hochform! Ich habe jede der 61 Minuten in vollen Zügen genossen.


Hellboy - 5. Fast ein Gigant



Erster Eindruck: Brüder und Mönche

Liz Sherman, Mitarbeiterin bei B.U.A.P. und gute Freundin von Hellboy, liegt seit den Ereignissen in Rumänien völlig entkräftet im Krankenhaus. Um herauszufinden, was ihr die Kraft raubt, kehrt Hellboy in Begleitung von Professor Kate Corrigan in dieses Land zurück. Doch bevor Liz gerettet werden kann, müssen sie erst einmal ihr eigenes Leben retten...

Nachdem gleich zwei Tweiteiler den Auftakt zur neuen Lausch-Serie "Hellboy" nach den Comics von Mike Mignola gebildet haben, ist die Nummer fünf "Fast ein Gigant" die erste Einzelfolge. Sie führt uns zwar zurück nach Rumänien, Kenntnisse der Serie sind aber nicht unbedingt notwendig, auch Neueinsteiger dürften auf Anhieb alles verstehen. Herausstechend ist zuerst einmal natürlich der lockere Ton der Serie, die teils deftige Sprache und der bissige Humor, sodass sich die Serie von anderen Produktionen deutlich zu unterscheiden weiß und dem Hörer das Gefühl von etwas Neuartigem vermittelt. Ich persönlich finde die Geschichte noch wesentlich besser als die der vorigen Folgen: Wieder werden real existierende Personen mit Fiktion verbunden, jedoch wird dieses mal der eine oder andere Gedankenanstoß geliefert, was an den interessanten Figuren liegt. Doch das alles wäre nichts ohne eine spannende Geschichte, und die wird hier vom recht gefühlvollen Anfang bis zum bombastischen und natürlich hochgefährlichen Ende eindeutig geliefert. Mir hat es sehr gut gefallen, nach den großen Verwebungen der ersten Folgen mal eine knackige Einzelfolge zu hören, die mit mehr Überraschungen aufwartet. Denn hier zeigt sich, was wirklich in Hellboy steckt: Kurzweilige, spannende und perfekt produzierte Unterhaltung.

Wieder ist die Besetzung der Sprecher hochkarätig, jeder erfüllt seine Rolle mit Leidenschaft und präziser Aussprache. Allem voran natürlich Hellboy Tilo Schmitz, der seiner dunklen, warmen Stimme einen coolen und ironischen Unterton verleiht, lässt sich aber nie dazu hinreißen, zu übertreiben oder den Charakter nicht ernst zu nehmen. In dieser Folge hat mir Bernd Hölscher als "Roger" sehr gut gefallen, der trotz schwieriger Rolle sehr glaubhaft und bodenständig wirkt. Auch Helmut Krauss beweist als Gigant mal wieder seine große Wandlungsfähigkeit und kann dabei sehr bedrohlich und mächtig klingen. Weitere Sprecher sind unter anderem Klaus Dittmann, Wolfgang Bahro und Peter Weis.

Die Musik stammt wieder von Günter Merlau, dem Meister der düsteren und dichten Atmosphären. Auch hier hat er mit einem dem kleinen "Hamburger Hörspiel-Orchester" ein sehr stimmungsvolles und lebendiges Klangbild gezeichnet, dass an jede einzelne Szene angepasst ist und sich so eng an die Geschichte schmeichelt. So wird das Hören zu einem eindringlichen Genuss, dass durch passende Effekte ergänzt wird. Lobenswert sind wieder die kleinen Einschübe, in denen aus den Akten der B.U.A.P. gelesen wird und die klanglich gut abgesetzt wurden.

Bei der Covergestaltung wurde natürlich auf die Comicvorlage zurückgegriffen, und so sehen wir eine Zeichnung des roten Helden von dessen Erfinder Mike Mignola. Ein wenig mehr Hintergrund wäre aber vielleicht ganz schön gewesen. Im Inneren des Booklets findet sich neben den üblichen Angaben und einer überzeugenden Gestaltung sogar eine original Comicseite aus der Vorlage in Kleinformat abgedruckt.

Fazit: Jetzt hat mich Hellboy vollkommen überzeugt, die Geschichte ist spannend, überraschend und mystisch, der Ton locker und ironisch. Große Empfehlung auch für Neueinsteiger!


Hellboy - 4. Der Teufel erwacht - Teil 2



Erster Eindruck: Ein Saboteur bringt alles zum wanken

Hellboy ist bei seinen Ermittlungen in Rumänien auf den Vampir Giurescu gestoßen, doch noch ganz andere Gestalten greifen in den Kampf ein. Dabei geraten alle Mitglieder von BUAP in große Gefahr, und schließlich klärt sich auf, wer hinter den Anschlägen steckt. Wird Hellboy einmal mehr das Böse aufhalten können und seine Kameraden schützen?

Vier Folgen hat Lausch zum Start ihrer neuen Serie "Hellboy" herausgebracht, und eben diese vierte Folge führt die Ereignisse um das rumänische Schloss und den grausamen Vampir Giurescu zu einem Ende. Keine Schwermut, trotz Nazimotive kaum Bezug zu realen Ereignissen, keine tiefgründig philosophischen Gedankengänge, Hellboy will einfach nur lockere, spannende Unterhaltung bieten, und das ist den Machern von Lausch auch definitiv gelungen. Dabei geht es gerade in dieser Folge oft auch actionreich oder beängstigend zu, ein absolutes Highlight also für Leute, die Spaß an temporeichen Fantasyspektakeln haben.

Neben der gendiosen Stammbesetzung sei in dieser Folge Katinka Springborn gelobt, die als fast willenlose Marionette der dunklen Kräfte dient und sich sogar in ein ganz und gar unglaubliches Wesen verwandelt, und das ohne unglaubwürdig zu werden. Auch Wolf Frass ist als Giurescu beeindruckend in seiner Stimmvarianz und Bedrohlichkeit. Als Von Klempt, einem Kopf in einem Glas, überzeugt Hennes Bender, der ja schon einen gelungenen Hörspieleinstand in Caine hinter sich hat. Weitere der 30 (!) Sprecher sind Dorothea Hagena, Elga Schütz und Wolfgang Berger.

Die Effekte und die Musik sind wieder ein reiner Ohrenschmaus. Beim "Chaos" haben Lausch sich selbst übertroffen und eine sehr beeindruckende und imposante Darstellung einer mystischen Wesenheit geschaffen, die wahre Gänsehautschauer erzeugt.

Das Cover zeigt Hellboy in der wohl kämpferischen Pose. Ich finde die Lösung, die jeweiligen Feinde im Hintergrund darzustellen, sehr gelungen und interessant. Auch die Hintergrunddarstellung mit den blauen Blitzen auf Schwarz ist beeindruckend.

Fazit: Hellboy mit einem weiteren actiongeladenen Fall, der mit seinen tollen Sprechern und der intensiven Umsetzung überzeugt.


Hellboy 3. Der Teufel erwacht Teil 1



Erster Eindruck: Vampire, Nazis und alte Bekannte…

Ein neuer Fall für die Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen: Mehrere verdächtige Holzkisten sind verschwunden, die Spur führt nach Rumänien. Schnell ist klar: Der mächtige Vampir Rasputin steckt dahinter. Doch noch ist nicht klar, wo genau er sich aufhält und die BUAP-Ermittler trennen sich. Klar, dass Hellboy mitten ins Geschehen platzt…

Nach dem Auftakt mit Saat der Zerstörung ist in der LAUSCH-Comicvertonung Hellboy auch Der Teufel erwacht zu einem Zweiteiler geworden. Opulent umgesetzt bietet auch dieses Hörspiel, was man von ihm erwartet: Mystische Figuren, coole Sprüche und viiieeel knallige Action. Dabei wurde die Grundsubstanz, die Vorlage von Mike Mignola, mit Liebe zum Detail umgesetzt, die kurzen Auszüge aus den Akten der BUAP sind beispielsweise für mich immer noch eine der besten Ideen in der Hörspielwelt. Von dieser Spur weicht Hellboy nicht ab und ist so sehr gradlinig, erlaubt sich kaum Experimente oder wirkliche Überraschungen. Das macht aber nichts, denn: Der Teufel erwacht macht einfach Spaß und bietet wirklich gute Unterhaltung. Allerdings wird schon hier klar, dass eine groß angelegte Geschichte hinter Hellboy steht, da wir einem Feind aus der ersten Folge wieder begegnen. Man darf gespannt sein, wie das weitergehen wird…

Michael Prelle ist wieder als Rasputin dabei, der den grausamen Vampir punktgenau und intensiv. Eine wirklich tolle Leistung, die wieder den Höhepunkt der Produktion darstellt. Doch auch der Rest der Besetzung kann überzeugen. Zum einen natürlich Tilo Schmitz als Hellboy, der die nötige Coolness besitzt, wie zum anderen Ranja Bonalana, Joachim Tennstedt und Simone Ritscher, die ebenfalls Agenten bei BUAP sind und ihre jeweiligen Rollen mit viel Leidenschaft erfüllen. Weitere Rollen übernehmen Klaus Dittmann, Peter Woy und Katinka Springborn.

Was für ein Sound, was für eine furiose Umsetzung, die der Vorlage absolut gerecht wird! Knallige Effekte, bombastische Sounds, detaillierte Ausarbeitungen der Soundkulisse, das Lausch-Team ist sich wieder selbst treu geblieben und hat eine dichte atmosphärische Gestaltung geschaffen, die den Begriff Kino für die Ohren Substanz verleiht.

Das Cover ist wieder recht düster ausgefallen und den Comics entnommen. Schon dieses Titelbild unterstreicht die Altersempfehlung ab 14 Jahre, suggeriert durch den Zeichenstil dennoch nichts Anspruchsvolleres als enthalten ist. Eine gute Wahl!

Fazit: Nach Der Teufel erwacht Teil 1 ist besonders eins geblieben: Die Spannung und die Vorfreude auf Teil 2. Sehr gelungen!


Hellboy - 2. Saat der Zerstörung Teil 2



Erster Eindruck: Showdown in den unterirdischen Gewölben

Während eines Kampfes mit Rasputin, einem dunklen Magier, erfährt Hellboy, dass eben dieser ihn bei einem Ritual erschaffen hat. Nun fordert er Hellboys Hilfe ein, um einen uralten Dämon, Ogdru-Jahad, wieder auf die Erde zu bringen, was nichts anderes als die Zerstörung der Welt zur Folge hätte… Können Abe und Liz noch rechtzeitig helfen?

Mit Hellboy hat sich das Label Lausch nicht nur erneut einer Serie mit viel Potenzial und guten Vorlagen verschrieben, sondern präsentiert diese stilecht wie eh und je. Neben dem coolen Auftreten des wohl einzigen Titelhelden aus der Hölle spiegelt sich dieses unter anderem in den sachlich vorgetragenen Ausschnitten aus den BUAP-Akten (Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen) über einzelne Personen oder Vorfälle wieder. Eine innovative und interessante Art, die Charaktere vorzustellen! Thematisch erfahren wir mehr über die Erschaffung Hellboys, verwobene Geschichten um Nazis und Dämonen werden in ausdrucksstarker Weise von Rasputin erzählt. Sogar die historische Figur des Heinrich Himmler wird, dargestellt von Kurt Glockzin, in die Geschichte eingewoben. Aber im Vordergrund steht wie im ersten Teil auch die Action, speziell Hellboys Kampf gegen einen fiesen Froschdämonen. Alles in allem ist das gut gemachte, aufwändig produzierte Unterhaltung für Fantasy-Freunde, die mal wieder eine neue Serie ausprobieren möchten.

Den in der vorigen Rezension gelobten Tilo Schmitz als Hellboy gilt auch dieses mal großer Respekt für die gute Umsetzung von Hellboy. Doch auch Joachim Tennstedt gelingt dies als Ape Sapien, einem Fischwesen, sehr gut, indem er den Charakter viele kleine Details hinzufügt. Den besten Auftritt liefert meiner Meinung nach aber Michael Prelle als Rasputin ab, der die verschiedensten Situationen punktgenau trifft und besonders beim Bericht von Hellboys Erschaffung mit Stimmgewalt überzeugt. Weiter Rollen übernehmen unter anderem Ranja Bonalana, Achim Buch und Klaus Dittmann.

Musik: Komposition Günther Merlau, eingespielt vom Hamburger Hörspiel Orchester, so ist es den Presseinformationen zu entnehmen. Wieder ist deutlich hörbar, wie viel intensive Arbeit in der Ausarbeitung der Klangwelt Hellboy gemacht haben muss, denn die Arrangements sind dicht am Geschehen gehalten, unterstützen diese und sorgen für zusätzliche Spannung. Kaum eine andere Serie kann derzeit mit diesem hohen Produktionsniveau von Lausch mithalten.

Das Cover zeigt besser als das erste, dass es in den Hörspielen äußerst actiongeladen zugeht. Der Dargestellte Kampf von Hellboy sprint sofort ins Auge und dürfte potenzielle Käufer durchaus mobilisieren.

Fazit: Spannend, temporeich und actiongeladen, dazu eine interessante Hintergrundgeschichte… Die zweite Hellboy-Folge ist ein wahrer Volltreffer!


Hellboy - 1. Saat der Zerstörung Teil 1



Erster Eindruck: Der roteste aller Hörspielhelden

Kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges erblickt ein seltsames Wesen das Licht der Welt: Rote Haut, pechschwarze Haare, Schwanz, Stummelhörner und ein Arm aus Stein. Professor Broom nimmt Hellboy, wie sein Spitzname lautet, bei sich auf und zieht es groß sehr groß, nämlich über 2 Meter. Als Erwachsener arbeitet Hellboy mit einigen anderen Außergewöhnlichen Ermittlern für die Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen, kurz BUAP. Sein Vater, Leiter eben dieser Organisation, wird nach einer geheimnisvollen Expedition von tödlichen Fröschen angegriffen. Hellboy schwört Rache und macht sich auf die Suche…

Hellboy heißt die neue Serie von Lausch. Nach langer Ankündigung ist es nun so weit, und wir können dem roten Ermittler bei seinen Fällen lauschen. Und die haben es in sich: Die erste Folge verspricht actionreiche Handlungen und spannende Verwicklungen. Sie ist perfekt produziert, fesselnd und gut durchdacht. Insgesamt fügt sie sich glatt ins sonstige Gefüge der Lausch-Produktionen ein: Die Bissigkeit und die coolen Sprüche erinnern an Caine, Nazi-Experimente spielen bei Die schwarze Sonne eine große Rolle. Vielleicht schon etwas zu glatt... Denn wirklich überraschen kann Hellboy nicht. Zu erwähnen bleiben noch die von Hellboy erzählten Passagen, die im Präsenz formuliert werden. Im Prinzip ein gelungener Ansatz, nur manchmal klingt der sonst so aufbrausende Superheld zu sachlich und unterkühlt bei der Schilderung der Ereignisse. Nichtsdestotrotz bietet Hellboy fast 70 Minuten gute Unterhaltung und ein spannendes Ende, dass Lust auf den zweiten Teil macht.

Bei den Sprechern wurden größtenteils die Synchronsprecher der ersten beiden Filme (von denen der zweite bald in den deutschen Kinos anläuft) übernommen, was natürlich für Filmfans einen gewissen Wiedererkennungswert darstellt. So spricht Tilo Schmitz die Hauptrolle, und fängt - bis auf oben erwähnte Unstimmigkeit beim Hören die Stimmungen von Hellboy gut ein und transportiert das Bild eines coolen, aber teilweise auch hitzköpfigen Ermittlers. Ranja Bonalana spricht seine Kollegin Liz Sherman, die mit Gedankenkraft Feuer entzünden kann. Ihre sonst so sanfte Stimme nimmt teilweise harte Charakteristiken an, womit sie ihre Wandlungsfähigkeit beweist. Gerd Samariter ist als Prof. Broom zu hören, der die Idealbesetzung für den gutmütigen, älteren Herren ist. Weitere Rollen werden von Joachim Tennstedt, Michael Prelle und Ilse Seemann gesprochen.

Die Produktion hält den professionellen und intensiven Stil von Lausch bei. Die Musik ist bombastisch, dynamisch und weiß die Spannung immer weiter zu steigern. Auch die Geräusche sind gut eingefügt und lassen die Szenen vor dem geistigen Auge des Zuhörers lebendig werden. Dem Dialogbuch ist anzuhören, dass viel Arbeit investiert wurde, um eine lockere und dennoch glaubhafte Sprache zu schaffen. Toll!

Das Cover zeigt uns Hellboy, wie er von seinem Schaffer Mike Mignola gesehen wurde. Der düstere Hintergrund und der coole Comicstil sind ein echter Hingucker und eine gute Umrahmung für die Abenteuer des Superhelden.

Fazit: Eine spannende Story, interessante Charaktere, geniale Produktion…. Ich bin gespannt, wie sich die Serie noch entwickeln kann!