Die Schlümpfe 7. Eine Kette für Schlumpfine / Ritter Norbert Nulltalent

Die Schlümpfe - 6. Die traurige Zauberweide / Die Entdeckerschlümpfe

Die Schlümpfe - 5. Der freche Geist / Ein Geschenk für Yolanda

Die Schlümpfe - 4. Unten! Ganz unten! / Der Schlumpf, der alles mag

Die Schlümpfe - 3. Die wundervolle Pflanze/ Die Schlümpfe in der Mine

Die Schlümpfe - 2. Die Wassersucher/ Jockeys Reise

Die Schlümpfe - 1. Das Buch, das alles sagt / Die unsichtbare Pfeife


Die Schlümpfe 7. Eine Kette für Schlumpfine / Ritter Norbert Nulltalent



Erster Eindruck: Die Suche nach den Perlen

Eine Kette für Schlumpfine: Alle Schlümpfe sind ganz aufgeregt, denn Schlumpfine hat Geburtstag, jeder will ihr ein tolles Geschenk machen. Schlaubi hat beim Töpferschlumpf wunderschöne Perlen machen lassen und kann nicht widerstehen, sich bei jedem Schlumpf zu überzeugen, dass seine Idee die Beste ist. Doch plötzlich sind die Perlen verschwunden…

Ritter Norbert Nulltalent: Beim Pilze Suchen treffen die Schlümpfe auf einen Ritter, der vom Pferd abgeworfen wurde und sich dann im Wald verirrt hat. Auch sonst ist der Ritter Nulltalent vom Unglück verfolgt, dabei will er doch seine Angebetete Hermelinde beeindrucken, die zu allem Überfluss von Fremden entführt wurde…

Auf mittlerweile sieben Folgen bringt es die Schlümpfe - Serie von EMI, die die kleinen blauen Wichtel wieder in Deutschlands Kinderzimmer bringt. Wieder kann man zwei Geschichten hören, die praktischerweise jeweils auf einem Track gespeichert sind, sodass man schnell die zweite Folge anwählen kann ohne sich lange durch die CD zu klicken. Hoch her im Dorf der Schlümpfe geht es in Eine Kette für Schlumpfine, und obwohl die Handlung schnell zusammengefasst ist und nicht wirklich sonderlich viel passiert, ist diese Geschichte sehr kurzweilig geworden und ist ein großer Spaß für kleine Hörer. Ritter Norbert Nulltalent ist eine sehr typische Folge für die Serie: Die Schlümpfe treffen durch Zufall einen Menschen und helfen ihn aus seinem Schlamassel. Dass dabei ein Happy End herauskommt dürfte klar sein, hier überzeugt vor allem der lustige Running-Gag, dass sich einer der Schlümpfe beim besten Willen den Namen der Angebeteten nicht merken kann.

Auch hier sind wieder die vier bekannten Sprecher eingesetzt, die jedoch ihr Bestes geben um den einzelnen Charakteren ein einzigartigen Klang zu geben. Und natürlich darf der leicht verzerrende Effekt bei den Stimmen der Schlümpfe nicht fehlen. Sehr gut gefallen hat mir Thomas Johannsen als Schlaubi, der den Winzling sehr besserwisserisch und klug wirken lässt. Sonja Markowski ist unter anderem als Schlumpfine zu hören und ist dabei sehr charmant. Hans Radloff beweist als verschiedene Schlümpfe seine Vielfalt, wirkt aber als Ritter Nulltalent ein wenig merkwürdig. Erzählerin Meina Kentner ist als Erzählerin zu hören und übernimmt auch einige kleinere Rollen.

Die Musik ist insgesamt gut gewählt, taucht nicht zu vordergründig auf und ist eine angenehme Begleitung für die Sprecher. Auch die Geräusche können überzeugen und sind gut auf die Bedürfnisse von Kindern zugeschnitten. Lustig war besonders das Trompetenspiel von Harmony.

Das Coverbild zeigt die Szene, in der Schlaubi in der Trompete nach seinen Perlen sucht, während Harmony erbost daneben steht. Der Comic-Stil der Zeichnung gefällt mir sehr gut und weckt Erinnerungen an Kindertage. Auf der Rückseite ist noch ein kleines Bild des übel zugerichteten Ritter Nulltalent zu sehen, womit auch diese Geschichte einen optischen Blickfang hat.

Fazit: Wieder ist es gelungen, zwei lustige und spannende Geschichten über die Schlümpfe für Kinder zu schaffen, die jede Menge Freude daran haben dürften.


Die Schlümpfe - 6. Die traurige Zauberweide / Die Entdeckerschlümpfe



Erster Eindruck: Die blauen Helden sind wieder da

Die traurige Zauberweide: Seit wann kann ein Baum denn weinen? Doch als die Schlümpfe auch noch mit der Weide sprechen können, erfahren sie, dass diese bald gefällt werden soll. Dabei ist es doch ein verzauberter Mensch... Die Schlümpfe überlegen, wie sie helfen können.

Die Entdeckerschlümpfe: Die Schlümpfe fragen sich, was wohl hinter dem Fluss Schlupf liegt, und so begeben sie sich auf eine Entdeckungsreise. Dabei begegnen sie kleinen Nymphen, die sie mit in ihr Reich unter Waasser nehmen...

Die Helden von Generationen von Kindern sind als Hörspiele zurück! Die Schlümpfe schlumpfen sich in zwei schlumpfigen Geschichten durch die Schlumpfwelt und schlumpfen lustige Abenteuer... Selbstverständlich ist die Sprache der blauhäutigen Winzlinge genauso, wie man es gewohnt ist, immer wieder werden Wörter durch "schlumpfen" oder ähnlichem ersetzt. Auch in der sechsten Folge werden zwei Geschichten geschildert, die dieses mal ein gewisses Maß an Mystik nicht leugnen können. "Die traurige Zauberweide" handelt von einem verwünschten Zauberer, der als Weide gefällt werden soll und nun Anschluss im Dorf der Schlümpfe sucht. Dass dabei nicht alles glatt läuft ist wohl selbstverständlich und sorgt für unterhaltsame Minuten, an deren eine eine schöne Quintessenz steht. "Die Entdeckerschlümpfe" entführt uns in das Reich der Meerjungfrauen und bietet kurzweilige Unterhaltung mit spaßigen Einfällen. Das ist der beste Weg, um seinen Kindern die Schlümpfe näher zu bringen und vielleicht sogar mitzuhören.

Auch hier lassen sich keine Sprecherangaben finden. Dabei sind die vier Sprecher, die die Rollen unter sich aufteilen, eigentlich ganz gut. Erzählerin ist Meina Kentner, die mit angenehm warmer und fröhlicher Stimme durch die Geschichten führt, ihre Passagen dabei immer sehr lebhaft spricht. Sonja Markowski spricht die meisten weiblichen Rollen und überzeugt als Schlumpfine genauso wie als Mamy Simbi, die Herrin der Nymphen. Alexander Schottky gibt jeder seiner Rollen eine eigene Stimmfarbe, sodass man beispielsweise Papa Schlumpf gut von Torti unterscheiden kann. Der vierte im Bunde ist Hand Radloff, der seine Sache ebenso gut macht.

Leider ist die Auswahl an Musikstücken begrenzt, sodass Wiederholungen nicht zu vermeiden sind. Dabei wirkt gerade das Stück, dass spannende Szenen untermalen soll, zu dominant und oftmals zu überdramatisch. Die kleinen Hörer dürfte das aber kaum stören, zumal so ein eindeutiger Wiedererkennungswert gegeben ist.

In Schlumpfblau ist die Aufmachung der Hülle und des Booklets gehalten - wie könnte es auch anders sein? Dabei ist auf dem Cover eine Illustration der ersten Geschichte zu sehen, während auch die Nymphen bei ihrem Boot unter Wasser zu sehen sind und eine kleine Zeichnung haben. Das Innenleben ist recht schlicht und seit Anfang an gleich, ein paar weitere Illustrationen der Schlümpfe würden mir als Verbesserungsvorschlag einfallen.

Fazit: Zwei abwechslungsreiche Geschichten, die schon für ganz kleine Hörer geeignet sind.


Die Schlümpfe - 5. Der freche Geist / Ein Geschenk für Yolanda



Erster Eindruck: Chaos im Schlumpfendorf

Der freche Geist: Die Schlümpfe Torti und Schlaubi treffen beim Pilzesuchen einen Händler, der auf der Durchreise ist. Doch er scheint jemanden in ein kleines Kästchen gesperrt zu haben, schnell öffnen die beiden das kleine Gefäß. Doch sie haben einen Geist befreit - einen frechen, unsichtbaren Geist, der gerne Streiche spielt...

Ein Geschenk für Yolanda: Poeti, der Dichterschlumpf, wird von Jägern gefangen genommen und in ein Schloss gebracht. Dort will der Baron ihn seiner Tochter Yolanga schenken, damit er sie aufmuntert und zum Sprechen bringt. Doch noch eine andere Aufgabe wartet auf den Schlumpf...

Auch die fünfte Folge der Schlümpfe bietet wieder zwei Geschichten auf einer CD, die die kleinen blauen Helden wieder aufleben und unterhaltsame Abenteuer erleben lassen. Die Aufteilung ist ähnlich wie bei der vorigen Produktion: Die erste Geschichte ist sehr spaßig, die zweite lehrreicher. In "Der freche Geist" bekommt das Dorf der Schlümpfe Besuch, der ordentlich Unheil anrichtet und den blauen Bewohnern ordentlich auf die Nerven fällt. Für die kleinen ist das ein großer Spaß, zumal noch ein schönes Ende die Geschichte abrundet. Auch die zweite Folge "Ein Geschenk für Yolanda" entbehrt nicht einer gewissen Komik, hat aber einen ernsteren Hintergrun ,der überzeugend und gefühlvoll, wenn vielleicht auch etwas plakativ gelöst wird. Da beide Geschichten die halbe Stunde unterschreiten, können die kleinen Hörer gut folgen und werden nicht überfordert. Somit gibt es für Kinderzimmer grünes Licht für die Schlümpfe... oder eher blaues?

Die Sprecher machen ihre Sache recht gut, wobei bei den Schlümpfen ein leicht verzerrter Effekt der Stimmen natürlich nicht fehlen darf. Warum der Händler Alfazar unbedingt einen südländischen Akzent braucht und damit Klischees schürt ist zwar fraglich, dennoch ist der Hans Radloff engagiert und bringt seine Figur glaubhaft herüber. Sehr gut hat mir Sonja Markowski Yolanda gefallen, die sehr lebhaft und nachdenklich wirkt. Auch ihr Vater, gesprochen von Alexander Schottky, konnte sprechertechnisch überzeugen. Weiterhin zu hören sind Thomas Johannsen und Meina Kentner.

Die Titelmusik ist ein kleiner Ohrwurm und orientiert sich eng an bekannten den bestens bekannten Meelodien der legendären Zeichentrickserie. Auch die restliche Musik ist kindgerecht eingebracht und lässt den Fokus auf den Sprechern, dabei sind auch die Geräusche nicht übermäßig eingesetzt.

Auf dem Cover bekommen wir gleich einen Eindruck von den putzigen Blaulingen, Schlaubi beim Öffnen der Kiste und Torti, als er eine Eichel af den Kopf geworfen bekommt. Die Schlümpfe sind natürlich wieder sehr niedlich anzusehen. Auf der Rückseite findet sich zudem noch eine kleine Illustration von Yolanda und Poeti im Käfig.

Fazit: Wieder zwei lustige, spannende Geschichten der Schlümpfe, die genügend Abwechslung für die Kleinen bergen.


Die Schlümpfe - 4. Unten! Ganz unten! / Der Schlumpf, der alles mag



Erster Eindruck: Zwei lustige... ähm... schlumpfige Geschichten

Unten! Ganz unten!: Eines schönen Tages finden die Schlümpfe einen Papagei und nehmen ihn in ihren Dorf auf. Doch als er immer alles nachplappert und die Geheimnisse der Schlümpfe ausplaudert, werden alle schnell sauer...

Der Schlumpf, der alles mag: Schlaubi ist genervt von Muffi, der nie etwas mag. Deswegen probiert er einen Zauberspruch, und schon begeistert sich Muffi für alle Dinge. Anfangs freuen sich die Schlümpfe darüber, doch dann beginnt ein spannendes Abenteuer...

Welches Kinderzimmer wurde noch nicht von den Schlümpfen heimgesucht? Damit auch die heutigen Kinder in den Genuss der kleinen blauen Kobolde kommen, sind auf der vierten Folge der Hörspielserie wieder zwei Geschichten zu finden. In "Unten! Ganz unten!" wird das Dorf der Schlümpfe ganz schön auf den Kopf gestellt, viele lustige Einfälle begleiten das spaßige Chaos. Das Ende birgt noch eine kleine Überraschung und klärt den merkwürdigen Ruf des Papageis auf. "Der Schlumpf, der alles mag" ist dagegen lehrreicher, hier wird gezeigt was passiert, wenn man jemanden von Grund auf ändern will. Beide Geschichten sind dabei auf die jüngere Generation zugeschnitten, sodass sie sich leicht verfolgen lassen und nicht zu lang oder zu anspruchsvoll sind. Dabei ist der Spaßfaktor der beiden Folgen á ca. 23 Minuten garantiert hoch und sorgen bei den Kleinen für viel Freude.

Leider lassen sich in dem Booklet keine Sprecherangaben finden, dabei sind doch eigentlich alle erwähnenswert. Interessant ist, dass lediglich drei Sprecher (plus Erzählerin) auf die Rollen verteilt sind. Gut gefallen hat mir besonders Sonja Markowski als Papagei in der ersten Geschichte, der immer wieder dazwischenkrächzt und dabei sehr lebhaft wirkt. Auch der Sprecher des Muffi, Hans Radloff, kann überzeugen und ist herrlich grummelig, stellt aber auch die überschwängliche Seite des Schlumpfes in der zweiten Folge gut dar. Auch Alexander Schottky, der unter anderem als Papa Schlumpf zu hören ist, macht seine Sache gut.

Bei der Musik könnte man noch etwas Verbesserungsarbeit leisten. Zwar steht sie nicht so sehr im Vordergrund, wie es sich nun einmal für ein Kinderhrörspiel gehört. Allerdings wirkt die Musik manchmal etwas überdramatisch und wird öfters wiederholt. Das allein muss kein Manko sein, zwei oder drei zusätzliche, weniger prägnante Musikstücke wären aber wünschenswert gewesen.

Das Cover zeigt uns eine Szene aus dem ersten Teil, in dem Schlumpfine völlig von dem Papageien entzückt ist. Doch auch von der zweiten Geschichte lässt sich auf der Rückseite eine kleine Illustration finden, auf der wir Muffi bewundern dürfen. Und natürlich ist die Aufmachung - wie sollte es anders sein - im schlumpfigen blau gehalten.

Fazit: Ein riesiger Spaß für die ganz kleinen Hörspielfreunde, die zudem noch lehrreich sind.


Die Schlümpfe - 3. Die wundervolle Pflanze/ Die Schlümpfe in der Mine



Erster Eindruck: Die Rückkehr der blauen Kinderhelden

Die wundervolle Pflanze: Schlumpfine pflückt gerade Brombeeren, als sie auf eine wunderschöne Blume stößt. Sie kennt sie zwar nicht, ist aber so fasziniert von den schönen Blüten, dass sie sie mit ins Dorf der Schlümpfe nimmt. Auch Papa Schlumpf hat keine Ahnung, was für eine Blume das sein könnte, aber dann beginnt sie sich rasend schnell zu vermehren. Was hat es damit auf sich?

Die Schlümpfe in der Mine: Die Schlümpfe bekommen Besuch: Der Kobold Kramik kommt nach Schlumpfhausen. Natürlich wird er freundlich empfangen, und auch nachher will Papa Schlumpf seinen Wünschen entsprechen. Und der Kobold interessiert sich für Gold. Zwar benötigen die blauen Kerle eigentlich keines, schürfen aber trotzdem für Kramik. Doch der will immer mehr. Was stimmt denn nicht mit Papa Schlumpf?

50 Jahre Schlümpfe - das muss gefeiert werden! Und so kehren die niedlichen Kerle samt Schlumpfine in Hörspielform von der Firma EMI zurück in deutsche Kinderzimmer - wenn sie denn je wirklich weg waren. Seit ihrer Entstehung haben sie kaum an Witz und Faszination verloren, und auch diese Produktion reiht sich gut in diese Qualität ein. Lustig inszeniert mit schönen, spannenden und lehrreichen Geschichten, die einfach viel Spaß beim Hören machen. Dabei wird viel Wert darauf gelegt, dass auch die ganz Kleinen der Handlung folgen können, sodass es kindgerecht wird, ohne langweilig zu wirken. Eine tolle Produktion!

Die Sprecher agieren engagiert und lebhaft. Dabei erfüllt besonders die Sprecherin der Schlumpfine ihre Figur mit Leben und hat hörbar Spaß an ihrer Rolle. Absolut gelungen ist die Darstellung des Kramik in der Geschichte "Die Schlümpfe in der Mine"! Der Sprecher füllt die Rolle komplett aus und wirkt dabei äußerst glaubwürdig. Wie immer sind die Stimmen der Schlümpfe mit dem witzigen Verzerr-Effekt verfremdet.

Atmosphärisch wurde für ein Kinderhörspiel alles richtig gemacht: Der Titelsong ist flott und einprägsam, ansonsten hält sich die musikalische Untermalung eher zurück, um die Aufmerksamkeit voll und ganz bei den Sprechern und der Handlung zu lassen. Hier werden nur einige Geräusche verwendet, die miterklärend sind und gut in die Geschichte eingefügt sind.

Die Aufmachung bewährt sich auch bei dieser Folge. Die verwendeten Blautöne sind stimmig und die einzig richtige Wahl. Auch die Titelillustration ist toll, wir bekommen gleich einen Eindruck der schönen Blume. Toll ist, dass auch die zweite Geschichte eine Zeichnung erhalten hat, die wir in kleinerer Form zu Gesicht bekommen.

Fazit: Einfach schlumpfig! Ein Hörspiel, das auch Erwachsenen Spaß machen würde, obwohl es natürlich eher für die Jüngeren produziert wurde.


Die Schlümpfe - 2. Die Wassersucher/ Jockeys Reise



Erster Eindruck: Spaßiges Hörvergnügen

Die Wassersucher: Schlumpfhausen ist in Not! Eine große Dürre sucht das Dorf heim, und die Schlümpfe haben nicht mehr genug Wasser. Natürlich machen sich einige der kleinen blauen Wesen auf die Suche nach neuen Wasserreserven. Und tatsächlich gelingt es ihnen, doch bis es soweit ist, begegnen sie einer Fee und sogar zwei Drachenbabys - und deren wütende Mutter...

Jockeys Reise: Auch in der zweiten Geschichte droht Gefahr - allerdings ganz anderer Art. Der Riese Großmaul ist eigentlich ganz umgänglich, es sei denn, er hat Hunger. Damit er sich nicht an Vorräten der Schlümpfe vergreift erzählt Jockey ihm von einem Land, in dem es Essen zu genüge gibt. Auch wenn das glatt gelogen war bricht Großmaul sofort auf - und nimmt Jockey mit...

Die Schlümpfe sind wohl eine der beliebtesten Kinderserien aller Zeiten und begeisterten Generation vor allem mit ihren Zeichentrickabenteuern. Nun feiern sie ihr Comeback - als Hörspiele von EMI. Dabei ist es außerordentlich gut gelungen, die lustige und charmante Atmosphäre der Abenteuer einzufangen und weiterzuentwickeln. Diese beiden Geschichten sind unterschiedlicher Machart: Während "Die Wassersucher" eher auf eine temporeiche Geschichte mit vielen Windungen setzt, ist in "Jockeys Reise" eher der Witz der beiden Figuren Jockey und Großmaul gefragt. Doch so unterschiedlich sie auch sein mögen, eins haben sie gemeinsam: Sie sind einfach schlumpfig. Für Kinder sind sie sowieso das Größte, aber auch der ein oder andere Erwachsene, der sich sein inneres Kind behalten hat, dürfte seine helle Freude an den schönen Kindheitserinnerungen haben.

Leider lassen sich keine Sprecherangaben finden - was aber auch nicht nötig ist! Alle machen ihre Sache sehr gut und erwecken die lustigen kleinen Kerlchen zum Leben, wobei die typische Verzerrung der Stimmen natürlich nicht fehlen darf. Auch die Erzählerin macht ihre Sache gut, wirkt ab und an aber etwas träge. Spaßig wird es beim Sprecher des Jockey, der den trotteliegen Riesen liebevoll darstellt und dabei äußerst charmant wirkt.

Wieder mal ein Kinderchor als Eröffnungstitel - lange nicht gehört. Durch die modernere Umsetzung ist es aber durchaus stimmig und schafft es, Altes mit Neuem zu verbinden, wie die Serie an sich auch. Während der gesprochenen Szenen wird allerdings kaum Musik eingesetzt, sondern passende und glaubhafte Geräusche zur Untermalung der Geschichte gewählt.

Die Aufmachung ist, wie sollte es anders sein, hauptsächlich blau - schlumpfblau! Die Titelillustration zeigt ein paar der Titelhelden in einer Szene aus der ersten Geschichte in einer rasanten Fahrt auf dem Fluss. Doch netterweise wurde auch zu "Jockeys Reise" eine liebevolle Zeichnung angefertigt, die wir bewundern können. Insgesamt ist die Aufmachung, vielleicht mit Ausnahme der fehlenden Sprecherangaben, sehr gelungen.

Fazit: Ein wirklich schönes Kinderhörspiel mit bekannten Helden und gleich zwei Geschichten auf einer CD/ MC.


Die Schlümpfe - 1. Das Buch, das alles sagt / Die unsichtbare Pfeife



Erster Eindruck: Schlumpfig!

Das Buch, das alles sagt: Papa Schlumpf ist auf Reisen, und da findet Schlaubi ein Buch, das Papa Schlumpf extra gut weggesperrt hat. Trotzdem schlägt er es auf und ist erstaunt: Auf alle seine Fragen hat es die passende Antwort parat. Schlaubi überlegt, wie er das Buch am Besten einsetzten kann, doch da erfahren auch die anderen Schlümpfe von dem geheimnisvollen Buch...

Die unsichtbare Pfeife: Die Schlümpfe treffen auf den verzweifelten Hirten Nikolas: Durch einen Zauber ist er unsichtbar geworden. Nun hat sein Hund panische Angst und läuft ihm immer weg...

Die Schlümpfe sind wieder da! In Hörspielform werden pünktlich zum 50. Geburtstag die kleinen blauen Kameraden von der Firma Emi wieder zum Leben erweckt. Jeweils zwei kürzere Geschichten von je circa 20 bis 25 Minuten befinden sich auf einem Tonträger und haben so genau die richtige Länge für die kleinen Hörer, deren Aufmerksamkeit ja nicht überstrapaziert werden soll. Produktionstechnisch gibt es nichts zu bemängeln, die Geschichten sind kindgerecht und vermitteln sogar den einen oder anderen moralischen Wert, und das ganz ohne erhobenen Zeigefinger. Unterhaltsam sind die Hörspiele dann auch noch, sodass selbst die "Großen" wieder das Kind in sich entdecken können und den spannenden Abenteuern lauschen können.

In alter Schlumpftradition sind die Stimmen verzerrt, was dem Hörvergnügen aber keinen Abbruch tut. Im Gegenteil: Durch diese Maßnahme klingen sämtliche Stimmen sehr ähnlich zu denen, die wir noch aus der Fernsehserie in Erinnerung haben dürften. Sprecherangaben lassen sich nicht finden, dennoch liefern alle Sprecher eine ordentliche Leistung ab und sind gut voneinander unterscheidbar.

Typisch für ein Kinderhörspiel ist, dass eher wenige Geräusche und kaum Hintergrundmusik zu hören ist. So können sich die kleinen Hörer ganz auf das Geschehen einlassen. Selbstverständlich ist eine lustige Titelmelodie dabei, die fröhlich ist und Lust auf das folgende Hörspiel macht.

Auf dem Cover sehen wir zwei der netten blauen Knirpse, die sich vor dem Buch versammelt haben. Eine schöne Illustration, die von einer stimmigen Gestaltung unterstützt wird. Auf der Rückseite finden wir außerdem noch ein kleines Bild zu der zweiten Geschichte.

Fazit: Zwei tolle und kindgerechte Geschichten, die einen gelungenen Auftakt zu dieser neuen Serie bilden. Wirklich Schlumpfig!