Bibi Blocksberg – 144. Der Klimawettbewerb

Bibi Blocksberg erzählt – 14. 3 Hexunfallgeschichten

Bibi Blocksberg – 143. Zurück zur Märcheninsel

Bibi Blocksberg – 142.UFOs über Neustadt

Bibi Blocksberg – 141. Mit Papi allein zu Haus

Bibi Blocksberg - 100. Die große Hexenparty

 


Bibi Blocksberg erzählt – 14. 3 Hexunfallgeschichten



Die Physik-AG ist für Bibi und Martina ziemlich langweilig, sodass Florian den Aufbau des Experiments fast alleine machen muss. In letzter Minute hext Bibi, um alles rechtzeitig fertig zu bekommen. Doch dabei geht einiges schief… („Falsch verknallt“)
Es sollte ein ganz normaler Tag im Hause Blocksberg werden, doch Bibi macht bei einer Hexerei einen entscheidenden Fehler. Bernhard fühlt sich danach als König und geht Barbara und Bibi mit seinem Verhalten reichlich auf die Nerven… („König Papi“)
Karla Kolumna, der Bürgermeister und Bibi Blocksberg landen durch eine mussglückte Hexerei in der Wüste. Doch der Rückweg ist ihnen versperrt, sodass sie erst einmal unter der sengenden Sonne zurechtkommen müssen… („Hilfe, wo sind wir“)

Drei kürzere Episoden, jeweils zu einem bestimmten Thema, aber mit den bekannten Figuren: Das Konzept von „Bibi Blocksberg erzählt“ ist leicht anders als von den regulären Folgen, spricht aber eine ähnliche Zielgruppe an. Die mittlerweile 14. Folge widmet sich einem Thema, welches zunächst sehr speziell wirkt: Hexunfälle. Einem normalen Kind wird so etwas nur in seltenen Fällen passieren, aber viele werden sich damit identifizieren können, wie es zu diesen Missgeschicken kommt: Unaufmerksamkeit und Gedankenlosigkeit. In keiner der Geschichten wird dies mit dem erhobenen Zeigefinger erzählt, zumal die Ideen äußerst abwechslungsreich geraten sind. Die Verliebtheit unter Jugendlichen in der ersten Geschichte, eine Episode aus der Familie Blocksberg, eine Handlung mit dem wunderbar streitsüchtigen Duo aus Karla und dem Bürgermeister – da entstehen viele verschiedene Stimmungen. Trotz der Kürze der Episoden kommt allerdings ab und an dennoch etwas langgezogene Dialoge auf. So wirkt die Verliebtheit von Bibi und Martina nach einiger Zeit etwas repetitiv, auch Bernhards herrisches Verhalten wirkt nach einiger Zeit etwas monoton. Dennoch: Insgesamt sind die Geschichten unterhaltsam und beleuchten im Kleinen weitere Aspekte aus Bibi Blocksbergs Welt.

Natürlich ist Susanna Bonasewicz auch hier wieder als Bibi Blocksberg zu hören, wobei sie neben den Dialogen auch die Erzähltexte übernimmt. Beides spricht sie lebendig und authentisch, sodass die Lebensfreude der kleinen Hexe wieder sehr gut zur Geltung kommt. Uschi Hugo spricht Martina ebenfalls wieder mit Leidenschaft und ihrer einprägsamen Stimme, was die Atmosphäre der ersten Episode auf überzeugende Weise prägt. Roland Hemmo bringt als Bürgermeister mit seiner arroganten Art und dem aufgeblasenen Verhalten eine humoristische Note mit ein, die er auch hier wieder mit viel Energie vermittelt. Weitere Sprecher sind Ulrike Stürzbecher, Gabriele Streichhahn und Gerrit Schmidt-Foß.

Der Titelsong der ursprünglichen Serie wird auch hier zu Anfang benutzt, in einer kürzeren Instrumentalversion ist die bekannte Melodie aber auch als Trennung zwischen den drei Episoden im Einsatz. Ansonsten sind einige passende Geräusche eingebunden, die eher die Handlungen der Charaktere erklären als für eine Kulisse zu sorgen. Das wirkt stimmig und lässt den Fokus auf den Sprechern und ihren Dialogen.

Zu jeder der drei Geschichten wurde ein eigenes Bild gezeichnet, sodass man sowohl Bernhard Blockberg mit einem königlichen Mantel samt Krone und Zepter zu sehen bekommt, aber auch Bibi und Marita, die Florian beim Eisessen anhimmeln und wie die Junghexe mit Karla Kolumna und dem Bürgermeister unter der sengenden Wüstensonne wandert.

Fazit: Ich mag, wie in jeder der drei Episoden auf die eine oder andere Weise Chaos ausbricht, dies erst einmal immer schlimmer wird und am Ende doch eine gute Lösung gefunden wird. Der Verlauf mag zwar immer recht ähnlich sein, durch die unterschiedlichen Szenerien kommt aber dennoch Abwechslung auf. Das ist größtenteils kurzweilig erzählt und ist für Zwischendurch sehr gut geeignet.

VÖ: 22. April 2022
Label: Kiddinx
Bestellnummer: 4001504254148


Bibi Blocksberg – 144. Der Klimawettbewerb



Dieses Mal ist Bibi besonders froh, dass sie auf ihrem Besen Kartoffelbrei zur Schule geflogen ist: Ein unerwarteter Platzregen setzt ein und setzt die Straßen unter Wasser. Passend dazu hat die Junghexe ein Referat zum Thema Klimaschutz vorbereitet und begeistert ihre Mitschüler damit so sehr, dass sie direkt mit auf die Schule zugeschnittenen Maßnahmen beginnen wollen. Da schneit Karla Kolumna in die Schule und präsentiert eine kleine Sensation…

Das Thema Klimawandel und Umweltschutz ist gerade bei Kindern und Jugendlichen aktuell populärer denn je und hat auch in deren Medien Einzug gehalten. Auch die 144. Episode von „Bibi Blocksberg“, der Kinderhörspielserie von Kiddinx, dreht sich um dieses Thema und geht es sehr praktisch an. Es zeigt ganz genau, wie Kinder selbst zum Energiesparen beitragen können, indem sie Wasserhähne abdrehen, Strom abschalten und die Heizung kleiner einstellen, aber beispielsweise auch dass der vegetarische Burger genauso lecker sein kann wie der mit Fleisch. Unterlegt ist das mit einigen Daten und Fakten, eingebunden in eine durchaus unterhaltsame Geschichte. Denn die Lernenden an der Schule wollen einen Wettbewerb gewinnen, was ihren Eifer gelungen zeigt, ihnen aber auch einige Hindernisse in den Weg legt. Vorrangig sind dies Erwachsene, die sich kaum oder gar nicht für den Klimaschutz interessieren. Diese Darstellung ist recht einseitig und feuert das Klischee an, dass sich nur die Jugendlichen für Klimaschutz interessieren – insbesondere der Bürgermeister kommt als Politiker schlecht weg. Mit Karla Kolumna gibt es immerhin eine etwas ausgewogenere Darstellung. Die Handlung ist durchaus unterhaltsam, auffällig ist nur, wie brav Bibi geworden ist: Sie fragt bei praktisch jedem Hexspruch vorher um Erlaubnis, denkt vernünftig nach anstatt impulsiv zu handeln und versucht mit Argumenten statt mit Taten zu überzeugen. Ein wenig mehr Chaos, Spontanität und Wildheit steht der Junghexe deutlich besser zu Gesicht, sodass diese Episode mich nicht vollkommen überzeugen konnte.

Es kommen ausschließlich die bereits bekannten Figuren vor, sodass die Stimmen allesamt schon bekannt sind. Gerrit Schmidt-Foß spricht Bibis Klassenkameraden wieder mit ebenso altkluger wie sympathischer Stimme und spontan wirkender Sprechweise, zumal er das Engagement des Jungen überzeugend darstellt. Eva-Maria Werth ist als Lehrerin Frau Müller-RIebensehl zu hören, ihre kratzige Stimme nimmt einen warmen und zugänglichen Klang an, gut gefällt mir, wie sie die anfängliche Zurückhaltung beim Thema Klimaschutz bald in Feiereifer werden lässt. Roland Hemmo gibt als Bürgermeister wieder einen wunderbaren Antagonisten ab, der arrogant und polternd wirkt, später aber auch wieder seine kleinlaute Seite zeigen kann. Weitere Sprecher sind Uschi Hugo, Ulrike Stürzbecher und Stefan Krause.

Klar, dass auch hier wieder der fröhliche und eingängige Titelsong die Handlung eröffnet, danach ist aber keine Musik mehr im Einsatz. Dass dennoch eine stimmige Atmosphäre entstanden ist, kommt durch die vielen eingebauten Geräusche, die gut auf die Dialoge zugeschnitten sind und beispielsweise auch Stimmgewirr an einer Schule im Hintergrund einsetzt. Witzig wird es, wenn Bibis Handy klingelt und dabei eine bekannte Melodie ertönt – ein gelungenes kleines Detail.

Die Szene, in der Bibi recht zu Beginn ihr Referat vor der Klasse hält, ist auch auf dem Cover zu sehen. An der Tafel sind passende Bilder gezeichnet, Frau Müller-Riebensehl, Marita, Florian und Monika (die im Hörspiel gar nicht vorkommt) hören der kleinen Hexe begeistert zu. Ergänzt wird das Ganze natürlich durch das Logo, in dem Bibi wieder augenzwinkernd zu sehen ist.

Fazit: „Der Klimawettbewerb“ greift das sehr aktuelle Thema von Energiesparen und liefert viele praktische Beispiele, wie das im Alltag gelingen kann. Das große Engagement der Kinder kommt dabei sehr gut zur Geltung, allerdings wirkt Bibi für meinen Geschmack zu brav und vernünftig, sodass das herrliche Chaos der Serie ausbleibt.

VÖ: 30. September 2022
Label: Kiddinx
Bestellnummer: 4001504256449


Bibi Blocksberg – 143. Zurück zur Märcheninsel



Bei einem Flug auf Kartoffelbrei entdecken Bibi und Marita eine Flaschenpost, die der Froschkönig von der Märcheninsel an die beiden gesendet hat. Ihre Freunde auf dem weißen Fleck auf der Landkarte scheinen in argen Schwierigkeiten zu stecken. Und so zögern die Freundinnen nicht, Karla Kolumna einzuweihen und sich zu dritt auf die Reise zu machen. Doch ihre Ankunft verläuft ganz anders als gedacht…

Es gibt Episoden von Hörspielserien, die sich noch mehr ins kollektive Gedächtnis eingebrannt haben als andere. Im Fall von Bibi Blocksberg, der ewig junggebliebenen Hexe aus dem Hause Kiddinx, ist da wohl als erstes „Auf der Märcheninsel“ zu nennen. Und da in letzter Zeit immer wieder Bezug auf die früheren Episoden genommen wird, ist es nur folgerichtig, dass die 143. Geschichte aus der Reihe „Zurück zur Märcheninsel“ heißt. Dabei kommen unweigerlich nostalgische Gefühle auf, wenn Bibi, Marita und Karla den langen Flug nach Mungo Bungo auf sich nehmen und die letzte Strecke durch den dichten Nebel auf dem Besen hinter sich bringen. Auch das Wiedersehen mit den markanten Märchenfiguren macht viel Spaß, fast alle Vertreter aus der ersten Geschichte tauchen auch hier wieder auf und werden in einen neuen Kontext gesetzt. Doch bezog sich die erste Geschichte noch auf leicht skurrile, aber vielfältige Ideen, gibt es hier nur eine Note: Fast alle Bewohner sind Handys und Social Media verfallen. Das sorgt zwar für einige witzige Gedanken, ist aber eben deutlich flacher und vorhersehbarer geraten. Ich mag den kritischen Umgang mit der heutigen Internetwelt, hier wird dies aber wie mit dem Holzhammer vorgetragen. Das lässt die feinen Zwischentöne vermissen und kommt in meinen Augen trotz einiger guter Ansätze und einer gelungenen Grundstimmung nicht an das Original heran.

Beate Gerlach übernimmt hier die Rolle der bösen Hexe aus Hänsel und Gretel, sie klingt wunderbar ruppig, abwertend und machtvoll, was sie mit der Liebe zu ihren Backwaren wieder ausgleicht – eine sehr lebendige und passende Sprechweise. Karlo Hackenberger ist als Gestiefelter Kater zu hören, den er exaltiert und sehr prägnant spricht. Mir gefällt, dass er durchaus Referenzen zur früheren Umsetzung des Themas hat, aber eben auch eine ganz eigene Sprechweise findet. Detlef Bierstedt ist ein wunderbarer Froschkönig und lässt seine Stimme immer so klingen, als würde er gleich quaken, was sehr witzig wirkt. Weitere Sprecher sind Lina Rabea Mohr, Friedel Morgenstern und Hannes Maurer.

Nach dem fröhlichen Titellied ist auch die übrige akustische Umsetzung wieder locker und passend eingebaut. Die Geräusche spielen sich meist nur im Hintergrund ab, sodass von den Dialogen nicht allzu sehr abgelenkt wird. An einigen passenden Stellen sind diese aber auch etwas lauter gedreht. Dabei entstehen dezente, aber überzeugende Stimmungen für die verschiedenen Szenen.

Die Ankunft von Bibi, Marita und Karla wird auf dem Titelbild thematisiert, verwundert stehen die drei am Strand der Märcheninsel unter Palmen und heller Sonne über blauem Meer und schauen die sieben Zwerge an, die merklich mit ihren Smartphones beschäftigt sind – alles natürlich im farbenfrohen und witzigen Zeichenstil. Die Namen der Sprecher der Zwerge sind übrigens aus Platzgründen nicht alle auf der Rückseite des Covers abgedruckt.

Fazit: „Zurück zur Märcheninsel“ punktet mit einigen charmanten Momenten, witzigen Ideen und einer großen Portion Nostalgie, sofern man die Referenzepisode der Serie kennt. Doch in meinen Augen ist das Thema zu flach und eindimensional umgesetzt, sodass es nach wenigen Minuten kaum noch Überraschungen gibt. Schade, die Wiederbelebung einer meiner Lieblingsfolgen hatte ich mir abwechslungsreicher vorgestellt.

VÖ: 3. Juni 2022
Label: Kiddinx
Bestellnummer: 4001504256432


Bibi Blocksberg – 142.UFOs über Neustadt



Endlich Ferien – zum Ende des Hexenschuljahres wollen die Junghexen ein großes Fest feiern, Bibi und Schubia sind für die Organisation zuständig. Ein Artikel in der Neustädter Zeitung bringt sie auf die Idee für ein Motto: Sie wollen eine Alien-Party mit UFOs und Außerirdischen feiern. Mit ihren verhexten Besen werden sie allerdings vom Bürgermeister und seinem Assistenten Pichler gesichtet – und die halten die „UFOs“ für echt…

Von der Idee, dass Wesen von anderen Planeten durch das All fliegen, sind auch schon junge Kinder fasziniert. Genau dieses Thema wird in der 142. Episode von „Bibi Blocksberg“ aufgegriffen, die pfiffige Junghexe sorgt gemeinsam mit ihrer Freundin Schubia mit ihren gehexten UFOs für ziemlich viel Trubel. Der Einstieg mit der geplanten Party ist dazu ein gelungener Vorwand und bietet auch während der Handlung einen roten Faden und ein Motiv für die beiden jungen Hexen – zumal so auch die Stimmung direkt fröhlich und ausgelassen ist. Mir gefällt, wie die Handlung dann eher durch Übermut und Zufall ins Rollen kommt, ab dann aber eine Eigendynamik entwickelt. Eins ergibt hier das andere, das Erzähltempo ist dabei recht hoch, aber auch für jüngere Zuhörer nicht überfordernd – auch weil wichtige Entwicklungen auch immer wieder vom Erzähler zusammengefasst werden. Ich mag die witzigen Ideen, die Schlitzohrigkeit und das gelungene Zusammenspiel der bereits bekannten Charaktere. Und obwohl es sehr hexisch und wild zugeht, steckt dann doch noch eine kleine Moral dahinter, jedoch ebenso pfiffig und nicht mit erhobenem Zeigefinger aufgelöst wird. Eine sehr kurzweilige Episode, die richtig Spaß gemacht hat.

Peggy Pollow übernimmt die Rolle der Schubia und bringt die wilde Freude und die freche Art der Junghexe sehr gut zur Geltung, wobei sie den Charme der Figur gekonnt umsetzt. Roland Hemmo ist als Bürgermeister von Neustadt wieder sehr ausdrucksstark und klingt wieder wunderbar arrogant, eigensinnig und hochnäsig, sodass einige witzige Momente entstehen. Und auch Stefan Krause gefällt mir als Herr Pichler wieder sehr gut, im Duo funktionieren die beiden Sprecher einfach wunderbar, die Aufregung des Sekretärs macht richtig Spaß. Weitere Sprecher sind Gunter Schoss, Ulrike Stürzbecher und natürlich Susanna Bonasewicz.

Musik ist – wie immer – nicht während der Handlung zu hören und beschränkt sich auf den anfänglichen Titelsong. Die Dialoge sind aber mit zahlreichen Geräuschen unterlegt, gelungen ist beispielsweise, wie sich das Fluggeräusch der Hexenbesen nach der Verwandlung in UFOs ändert. In einigen Szenen sind allerdings auch die Stimmen der Junghexen deutlich verändert und dann nur noch schwer verständlich – hier hätte es etwas weniger von dem Effekt sicherlich auch getan.

Bibi schaut von ihrem Balkon ziemlich erstaunt auf das golden schimmernde UFO mit blinkenden Lichtern und der durchscheinenden Silhouette von Schubia im Inneren – ein hübsches und prägnantes Titelbild. Die restliche Gestaltung mit den bunten „Hex Hex“-Schriftzügen wirkt auch hier wieder bunt und fröhlich, ist ja aber auch schon aus den übrigen Episoden bekannt.

Fazit: „UFOs über Neustart“ ist eine witzige Folge mit so einigen Verstrickungen, den wunderbar markanten Charakteren und einer ausgelassenen Grundstimmung. Es geht temporeich und kurzweilig zu, die Moral am Ende ist deutlich, aber nicht oberlehrerhaft umgesetzt. Schön, dass hier mal wieder ein ganz neues, noch unverbrauchtes Thema gefunden und sehr stimmig umgesetzt wurde.

VÖ: 25. März 2022
Label: Kiddinx
Bestellnummer: 4001504256425


Bibi Blocksberg – 141. Mit Papi allein zu Haus



Barbara Blocksbergs hexisches Klassentreffen wurde vorverlegt – gerade als ein großer Putz- und Aufräumtag geplant war. Doch auch die nächsten Wochenenden sind schon verplant, sodass kein anderer Tag frei ist, um dies nachzuholen. Und so überredet Bibi ihren Vater, dass beide gemeinsam den Putztag erledigen. Doch nachdem beide voller Eifer bei der Sache sind, kommt Oma Grete vorbei – und sorgt für Chaos…

Dass es in einem ziemlichen Durcheinander endet, wenn Barbara außer Haus ist und Vater und Tochter auf sich selbst gestellt sind, ist bereits in einigen vorigen Episoden von „Bibi Blocksberg“ thematisiert worden. In der 141. Folge soll nun das genaue Gegenteil erreicht werden, statt Chaos soll für Ordnung und Sauberkeit gesorgt werden. Nach dem wie immer unvermittelten Einstieg mitten in einer Szene, sodass die Geschichte lebendig startet, passiert danach jedoch erst einmal ziemlich wenig. Bibi und Bernhard beim Aufräumen zuzuhören ist nur mäßig spannend, ebenso wie mehrfach eine bestimmte Falttechnik für Pullover erwähnt wird, ohne dass der Zuhörer ein Bild davon bekommen könnte, wie diese nun eigentlich funktioniert. Und so dauert es ein wenig, bis die Folge in Schwung kommt, ein spezieller Raumduft von Oma Grete und eine alte Jacke von Barbara, die plötzlich dringend benötigt wird, bringen ab etwa der Hälfte der Laufzeit ein wenig von dem typischen Chaos der Serie in die Handlung mit ein. Doch insgesamt ist die Geschichte recht einfach gestrickt und auch in der Auflösung schlichter, als man es von der Serie gewohnt ist.

Susanna Bonasewicz ist selbstverständlich wie seit Beginn der Serie als Bibi Blocksberg zu hören und bringt die aufgeregte Freude der kleinen Hexe mit ihrer aufgeweckten Stimme sehr gut zur Geltung. Katharina Lopinski ist als Oma Grete ebenfalls sehr überzeugend, ihr angenehm gealterter Klang und die resolute, aber auch liebevolle Art passen auch in dieser Episode sehr gut. Und Gunther Schoss ist mit seiner waren und freundlichen Stimme auch hier ein sehr überzeugender Erzähler, er sorgt für eine angenehme Grundstimmung und lässt seine Texte sehr lebendig klingen. Gabriele Streichhahn und Bodo Wolf sind wieder als Bibis Eltern mit dabei.

Natürlich darf der fröhliche Titelsong als Einstieg in die Handlung auch hier nicht fehlen, weitere Musik ist aber wie immer nicht in die Handlung eingebaut. Eintönig wirkt die atmosphärische Gestaltung aber dennoch nicht, da die Dialoge durch zahlreiche Geräusche begleitet werden, die vorrangig die Handlungen der Protagnisten erklären. Aber auch ein paar leise Sounds, um eine passende Atmosphäre zu kreieren, sind ab und an zu hören.

Die Szenerie am Frühstückstisch ist eine der ersten Stationen des Hörspiels und wurde als Titelmotiv ausgewählt – und offenbar kann der Blocksbergsche Küchentisch trotz der Unordnung Bibi und Bernhard nicht die Laune verderben. Ein einfaches, aber fröhliches Motiv, und auch die restliche Gestaltung ist wie immer recht schlicht geraten.

Fazit: „Mit Papi allein zu Haus“ ist eine sehr gradlinige, kleine Geschichte, in der nicht sonderlich viel passiert, die aber mit einer angenehmen Atmosphäre und durchaus auch einigen motivierenden Tipps zum Aufräumen aufwarten kann. Die Auflösungen der hexischen Missgeschicke wirken recht simpel, sodass auch die letzten Szenen nur wenig mehr Aufregung versprechen.

VÖ: 7. Januar 2022
Label: Kiddinx
Bestellnummer: 4001504256418


Bibi Blocksberg - 100. Die große Hexenparty

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Erster Eindruck: 100 mal Hex Hex

Große Aufregung herrscht nicht nur bei der Familie Blocksberg, sondern bei allen Hexen: Eine große Party steht kurz bevor, die ein neues Hexenzeitalter einläuten wird. Diea alte Gruftia kann aber nicht nach den wichtigen Steinen suchen, die für das Fest notwendig sind. Und nur eine kommt in Frage, sie zu ersetzen: Bibi...

100 Folgen - was für ein Jubiläum. Die beliebte kleine Hexe Bibi Blocksberg, die schon in den 80er Jahren ein fester Bestandteil der Hörspielszene ist und ganze Generationen von Kindern begleitet hat, feiert das große Ereignis mit einer besonderen Folge, die doppelte Laufzeit hat. Die Vorfreude auf die große Hexenparty wird anfangs sehr gut dargestellt, alle Hexen sind in großer Aufregung, sowohl bei Familie Blocksberg als auch bei den Junghexen wie Flauipaui und Schubia dürfen wir zuhören und einen unterhaltsamen Start lauschen. Die Aufgabenstellung für Bibi wirkt leider etwas konstruiert, danach geht es aber stimmig und unterhaltsam weiter. Bibis Reise führt sie und ihren Vater um die ganze Welt, und dabei treffen sie auf bekannte aus den vorigen 99 Folgen, auch viele aus den früheren Teilen. Eine tolle Idee, einige der Geschichten einzubauen und entsprechend das gesamte Werk zu würdigen - und lustig ist es obendrein. Nach dem Abenteuer geht es natürlich mit dem Hexenfest weiter, und das bereitet dem Hörer wirklich Freude. Es wird wild, spaßig und unterhaltsam und schließt diese besondere Folge wunderbar ab. Eine Jubiläumsfolge, die sich hören lassen kann.

Viele der Sprecher sind nicht von Anfang an dabei, trotzdem kennt man mittlerweile sie meisten Stimmen. Da darf natürlich Susanna Bonasewicz als Bibi Blocksberg nicht fehlen, ihre immer noch helle und fröhliche Stimme ist nach wie vor die beste Besetzung für die kleine Junghexe. Gisela Fritsch ist natürlich in der Jubiläumsfolge als Karla Kolumna mit dabei, ihre deutlich gealterte Stimme setzt sie aber wie immer sehr prägnant ein - für viele Fans dürfte dies ein Highlight sein. Mit Hans Teuscher ist für Weihnachtsmann Pierre ein toller Sprecher gefunden worden, der die Rolle gut vorträgt. Weitere Sprecher sind unter anderem Tilo Schmitz, Luise Lunow und Gunter Schoß als Erzähler.

Die Geräusche sind Kult - das hört man immer wieder in U-Bahnen und Fußgängerzonen an dem berühmten Hexen-Pling-Pling als Klingelton. Auch hier sind sie das einzige Mittel, um Atmosphäre zu erzeugen, da auf Musik größtenteils verzichtet wird. Trotzdem kommt alles sehr lebendig herüber und verbreitet den typischen Stil der Serie.

Auch für das Cover hat man sich etwas Besonderes einfallen lassen: Ein Wackelbild zeigt einerseits ein großes Logo mit dem Schriftzug "Party mit Hex Hex", anderseits das eigentliche Titelbild. Auch hier wurde noch einmal Hand angelegt, die Grafik wirkt jetzt moderner. Ein tolles Bild mit vielen Hexen und Details.

Fazit: Zum 100. Jubiläum eine extra lange Folge, die sehr kurzweilig daher kommt und viel Spaß macht. Ein durchaus gelungenes Jubiläum

VÖ: 8. Oktober 2010
Label: Kiddinx
Bestellnummer: 400150425005

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