Kira Kolumna – 4. On-Off Liebeschaos

Kira Kolumna – 3. Verpeilte Weihnachten

Kira Kolumna – 2. Plötzlich beliebt

Kira Kolumna – 1. Umzugsalarm


Kira Kolumna – 4. On-Off Liebeschaos



Schon ein Jahr ist es her, dass Kira mit ihrem Vater aus Madrid nach Südberg gezogen ist – und ebenso lange hat sie auch Rafa nicht mehr gesehen. Dass er ihr momentan nicht aus dem Kopf geht, merken ihre Freunde sofort. Und so lädt sie ihn ein, sie in Deutschland zu besuchen, und tatsächlich sagt er spontan zu. Doch kurz vor seiner Ankunft gibt es Ärger mit Lauras Laden: Ein Sprayer hat ihre Hauswand beschmiert…

Die Serie um die aufgeweckte Bloggerin „Kira Kolumna“ startet mit ihrer Ankunft in dem eher verschlafenen, aber charmanten Südberg, doch in der vierten Episode gibt es zunächst einen kleinen Rückblick auf Kiras Zeit in Madrid. Dort war sie mit dem spanischen Raphael – genannt Rafa – sehr vertraut und ziemlich verliebt, ihr Wiedersehen wird in „On-Off Liebeschaos“ thematisiert. Dazu gibt es erst einmal längere Szenen zum Einstieg, und auch danach ist der Erzählstil – wie bereits in den vorigen Episoden – eher entspannt und ausführlich. Langweilig wird es dabei nicht, weil die Charaktere eine so angenehme Ausstrahlung haben und die Ereignisse charmant erzählt werden. Eingebunden ist dabei mit dem Sprayen von Graffitis und dem damit verbundenen Ärger ein weiteres Thema, welches als Motor der Handlung dient. Schön, dass es dabei nur wenig moralapostelisch zugeht, aber dennoch eine klare Meinung vertreten wird. Der Verlauf ist insgesamt sehr kurzweilig und authentisch geraten, ohne dass es große Aufregung geben würde oder Spannungsmomente eingebaut wurden. Die romantische Seite von Kira und ihr inniges Verhältnis zu Rafa sorgen dabei für eine sehr gelungene Note.

Nicolas Artajo ist als Gastsprecher als Raphael Perez zu hören und baut einen nicht überzogenen, sehr glaubwürdigen spanischen Akzent mit ein. Zudem lässt er seine Stimme lebendig und sympathisch klingen, sodass man Kiras Verliebtheit durchaus nachvollziehen kann. Maximiliane Häcke hat als Finn ebenfalls eine kleine, aber ausdrucksstarke Nebenrolle, die sie treffend umsetzt und die leicht naive Art des Jungen trifft. Und Yvonne Greitzke ist als Kira Kolumna sowieso wieder sehr überzeugend und aufgeweckt, ich mag ihre sympathische und aufgeschlossene Sprechweise der Rolle sehr gern. Weitere Sprecher sind Daniel Bublies, Hannes Maurer und Anna Carlsson.

Auch die akustische Umsetzung setzt nicht auf große, aufgezogene Momente, sondern passt sich dem ruhigen und unterhaltsamen Verlauf der Handlung gekonnt an. Dazu wurden insbesondere für die verschiedenen Handlungsorte passende Hintergrundlänge gefunden, sodass alles authentisch und nahbar wirkt. Musik ist ebenfalls im Einsatz, hält sich aber dezent und stimmungsvoll im Hintergrund.

Raphael zerzaust Kira in einer innigen Umarmung das Haar, beide wirken sehr vertraut und glücklich. Gepaart mit dem pastelligen Hintergrund in Orange, Smileys und einer stilisierten Weltkugel entsteht so ein hübsches Titelbild. Wie immer ist der Plastikanteil der Verpackung deutlich reduziert, lediglich eine dünne Schrumpffolie ist zum Schutz der stabilen und hübschen Pappverpackung eingesetzt worden.

Fazit: Das „On-Off Liebeschaos“ zwischen Rafa und Kira wird einfühlsam, aber nicht überzogen dramatisch geschildert, ebenso wie die Sprayer-Thematik gekonnt eingebunden ist und der Episode eine weitere Ebene verleiht. Das ist ruhig, aber durchgängig sehr unterhaltsam erzählt, ist herrlich normal und punktet mit charmanten Charakteren, die auch hier wieder gut zur Geltung kommen.

VÖ: 25. Februar 2022
Label: Kiddinx
Bestellnummer: 4001504224042


Kira Kolumna – 3. Verpeilte Weihnachten



Kurz vor Weihnachten ist Kiras Vater noch geschäftlich in London unterwegs, den gemeinsamen Brunch berietet die junge Kolumnistin aber schon einmal vor. Doch ein verpasster Flug macht ihre Pläne und eine gemeinsame Feier zunichte. Ablenkung erhält Kira jedoch durch ihre beste Freundin Nele, die einen neuen heimlichen Verehrer hat – aber keine Ahnung, wer er sein könnte. Und so versucht Kira, ihn ausfindig zu machen…

Weihnachtsfolgen von Hörspielserien stehen schon seit langem hoch im Kurs, bei der neuen Kiddinx-Serie „Kira Kolumna“ ist dies aber besonders früh eingebaut: Bereits die dritte Episode trägt den Namen „Verpeilte Weihnachten“. Und so wird nicht nur eine weihnachtliche Geschichte erzählt, in der es um stressige Vorbereitungen geht, um Pläne, die dann doch nicht funktionieren, um den Besuch auf dem Weihnachtsmarkt oder der Suche nach passenden Geschenken. Es geht auch um einen kleinen „Fall“, in dem Kira ihre Spürnase einsetzen muss, was der Handlung einen roten Faden gibt. Die romantische Note, die darin verarbeitet wurde, passt sehr gut zu der Serie und fügt sich organisch ein. Besonders gelungen ist aber, dass man sich von Klischees gelöst hat, wie weihnachtliche Hörspiele klingen oder ablaufen sollten, sondern einen glaubhaften Ausschnitt aus dem Leben einer aufgeweckten Jugendlichen gezeigt wird. Dabei sind es oft die kleinen Dinge, die eine besonders schöne Ausstrahlung haben: Statt mit den Freunden mit der netten alten Dame von nebenan auf den Weihnachtsmarkt zu gehen, sich trotz kleiner Widrigkeiten die Stimmung nicht verderben lassen, füreinander da zu sein und zuzuhören. Das gefällt mir wieder richtig gut, wirkt frisch und lebendig und unterstreicht weiter, welchen Weg die Serie einschlägt – und dieser macht List auf weitere Folgen.

Lina Rabea Mohr ist wieder in der Rolle der Nele zu hören, ihre authentische und spontan wirkende Sprechweise sorgen für einen gelungenen Eindruck des Teenagers, sie bringt die Gefühle in allen Situationen gut herüber. Auch Ozan Ünal macht als Serkan einen sehr überzeugenden Eindruck, er klingt sehr sympathisch, offen und glaubwürdig, sodass er sehr gut in die Atmosphäre der Serie passt. Yvonne Greitzke hat mir in der Hauptrolle der Kira Kolumna auch wieder äußerst gut gefallen, die witzige und einfühlsame Art und ihre angenehme Energie sorgen während der Dialoge, aber auch während ihrer Erzähltexte für eine gute Atmosphäre. Weitere Sprecher sind Anna Carlsson, Margot Rothweiler und Dirk Bublies.

Da es sich um eine Weihnachtsfolge handelt, darf ab und an auch ein wenig festliche Musik nicht fehlen, die im Hintergrund eingespielt wird und dennoch einen modernen Klang hat. Das zieht sich auch durch die restliche Handlung, ab und an wird Musik eingesetzt, vor allem werden aber viele passende Geräusche eingebunden, die das Geschehen lebendig wirken lassen.

Kira ist mit äußerst fröhlichem Gesichtsausdruck und Nikolausmütze auf ihrem wilden Haar zu sehen, ein Stapel hübsch verpackter Geschenke in der Hand – das Motiv auf dem Titelbild ist schlicht, aber sehr passend. Wieder ist die Verpackung nachhaltig und fast plastikfrei, nur eine dünne Schrumpffolie ist um die Pappbox gewickelt. Auch ein kleines Booklet liegt wieder bei, in dem Kira und ein paar ihrer Freunde vorgestellt werden.

Fazit: „Verpeilte Weihnachten“ verbreitet zwar auch weihnachtlichen Charme, macht dies aber auf moderne und authentische Weise, ohne viel Kitsch oder aufgesetzte Stimmung. Zudem sind die vielen kleinen Handlungen, die sich gekonnt miteinander verbinden, vor allem aber die Suche nach Neles Verehrer sehr lebhaft geraten und bieten einen unterhaltsamen Verlauf. Sehr hörenswert!

VÖ: 19. November 2021
Label: Kiddinx
Bestellnummer: 4001504224035


Kira Kolumna – 2. Plötzlich beliebt



Der erste Schultag startet in Südberg startet für Kira Kolumna turbulent: Nicht nur, dass sie verschläft und deswegen zu spät kommt, auf dem Weg stößt sie auch noch mit der gleichaltrigen Nele zusammen. Immerhin gehen die beiden in die gleiche Klasse und verstehen sich auf Anhieb gut – und das Thema der Projektwoche liegt Kira auch: Social Media. Und wer könnte da besser mitmachen als die erfolgreiche Jungbloggerin…?

Von der neuen Jugend-Hörspielserie „Kira Kolumna“ sind gleich Start zwei Episoden erschienen – eine dritte ist bereits angekündigt. Aber nachdem die erste Episode die ersten Figuren vorgestellt und einen kleinen Krimi erzählt hat, geht es in „Plötzlich beliebt“ mit weiteren Charaktervorstellungen weiter. Kira kommt in eine neue Klasse und muss sich nicht nur mit der zickigen Saskia auseinandersetzen, sondern lernt auch eine sehr gute Freundin kennen. Schön ist, dass die Beziehung zu Nele sehr authentisch wirkt – und auch gleich der erste Streit der Freundinnen beschrieben wird. Ein spannender Höhepunkt ist dabei auch eingebaut und sorgt für eine gelungene Schlusssequenz, aber eigentlich ist die Handlung des Hörspiels nicht sonderlich stark ausgebaut. Dennoch ist die Geschichte durchgängig unterhaltsam und kurzweilig, die Vorgänge in der Klasse und der unterschiedliche Umgang mit dem Thema Social Media bergen zudem einige wichtige Werte und stellen Fragen, ob Klicks tatsächlich so wichtig sind wie echte Freundschaften. Und: Es wird immer wieder hinter die Kulissen der Figuren geblickt, was ich als sehr gelungen empfunden habe. „Kira Kolumna“ konnte mich auch mit dieser Folge vollkommen überzeugen, die jugendlich-frische Ausstrahlung mit passenden Themen ist mit einer unterhaltsamen Geschichte verbunden.

Lina Rabea Mohr ist in der Rolle der Nele zu hören, die ebenso eine lebenslustige und leicht aufgekratzte Art hat wie Kira, aber auch sehr eigenständige Facetten zeigt. Besonders die oft eingeschüchterte Art des unsicheren Mädchens kommt gut zur Geltung. Margot Rothweiler hat wieder einen grundsympathischen Auftritt als Frau Machniowsky mit ihrer leicht aufdringlichen, aber auch sehr charmanten Art, was sie in ihrer Sprechweise gekonnt ausdrückt. Alice Bauer ist als zickige Saskia ebenfalls sehr gut besetzt, ihre spitze Zunge und das arrogante Auftreten passen sehr gut zu der Figur. Weitere Sprecher sind Anna Carlsson, Victoria Stumr und Yvonne Greitzke.

Die Dialoge der Charaktere stehen hier vollkommen im Vordergrund, im Hintergrund sind aber einige leise, passende Kulissen zu hören, ein bisschen Musik im Schönheitssalon, das Stimmgewirr im Klassenzimmer oder Vogelgezwitscher im Freien – dezent, aber gut ausgewählt. Der Titelsong wirkt modern und melodisch, ist mit über zweieinhalb Minuten Laufzeit aber etwas zu lang geraten – lieber hätte ich diesen am Ende in voller Länge gehört und am Anfang nur einen Ausschnitt.

Dass die „Jugend von heute“, die schließlich Zielgruppe dieser Produktion ist, deutlich umweltbewusster ist, schlägt sich lobenswerterweise auch in der Verpackung der CD nieder: Die Hülle ist komplett aus Pappe gefertigt und dabei sehr hübsch gestaltet – Nele und Kira sind beim Schießen eines Selfies auf dem Cover zu sehen, hübsch mit einigen grafischen Elementen verziert. Im Inneren gibt es ein kleines Booklet mit der Vorstellung einiger Charaktere, welches man schon aus der vorigen Episode kennt.

Fazit: Der kritische Umgang mit Sozialen Medien im Internet, Beliebtheit in der Schule, Freundschaften und ihr Wert – in einer unterhaltsamen Geschichte mit liebenswerten Figuren sind wichtige Werte versteckt, Spaß und Unterhaltung stehen in „Plötzlich beliebt“ aber im Vordergrund, sodass auch die zweite Folge von „Kira Kolumna“ sehr gelungen ist.

VÖ: 15. Oktober 2021
Label: Kiddinx
Bestellnummer: 4001504224028


Kira Kolumna – 1. Umzugsalarm



Kira Kolumna ist etwas stinkig auf ihren Vater, da sie – mal wieder – kurzfristig umgezogen sind. Statt des quirligen Madrids leben die beiden von nun an im verschlafenen Südberg. Doch schon beim Einzug muss ihr Vater, ein Mathematikprofessor, einen Termin auf der Arbeit wahrnehmen, sodass Kira erst einmal auf eigene Faust die Gegend erkundet. Schön, dass sie dabei nicht nur Laura kennenlernt, die nette Ladenbesitzerin von unten, sondern auch von einer merkwürdigen Diebstahlserie erfährt…

Kiddinx ist ja insbesondere für seine Kinderhörspiele bekannt – vor allem für diejenigen, in denen die rasende Reporterin Karla Kolumna eine Rolle spielt. Von diesem Erfolg erhofft man sich einen Synergieeffekt für die neue Serie „Kira Kolumna“, die zu Beginn der ersten Episode aber nur kurz auf die entfernte Verwandtschaft eingeht und ansonsten vollkommen eigenständig ist. Und Kiddinx geht hier noch eine Neuerung ein und richtet sich inhaltlich eher an Teenager, indem er die quirlige Hauptfigur als Bloggerin darstellt und ihr eine sehr moderne Art verleiht. Und auch wenn es Kira im Grunde sehr gut geht und sie sich den Mut durch den Umzug nicht nehmen lässt, werden auch Probleme mit ihrem Vater, der Tod der Mutter und Kabbeleien unter Jugendlichen angesprochen. Das gefällt mir sehr gut und bietet eine lockere, sehr angenehme Grundstimmung. Mir gefällt die klare, aber nicht stereotype Darstellung der Charaktere, die trotz ihrer Unterschiede sehr gut zusammenpassen. Und dann ist auch noch ein kleiner Krimi um eine Diebesserie eingebaut, der zwar nicht gerade zum Miträtseln anregt – die Täter sind einfach an dem ungehobelten Verhalten zu erkennen – aber doch ein wenig Spannung und einige brenzlige Situationen einbaut. „Umzugsalarm“ macht deswegen viel Spaß, ist locker und kurzweilig erzählt und geht auf den modernen Umgang mit Medien und die heutige Lebensrealität von Jugendlichen ein – sehr überzeugend!

Yvonne Greitzke ist in der Titelrolle der Kira Kolumna zu hören und bringt den lebenslustigen Teenager mit einer sehr zugänglichen und sympathischen Stimme gut zur Geltung, wobei sie die kesse Art und ihr Selbstbewusstsein sehr lebendig herüberbringt. Dirk Bublies spricht ihren Vater mit wunderbarem Humor und kombiniert gelungen die etwas steife Art des Mathematikprofessors mit charmanter Zerstreutheit und einer herzlichen Art kombiniert, was eine sehr liebenswerte Figur schafft. Als Lars Sommer, den Kira in dieser Folge kennenlernt, ist Marco Esser zu hören, der eine sehr sympathische Art an sich hat, auch wenn er anfangs noch etwas grantig und wortkarg ist. Weitere Sprecher sind Anna Carlsson, Margot Rothweiler und Rene Dawn-Claude.

Der Titelsong stammt aus der Feder von Peter Plate und Ulf-Leo Sommer, ist ganz auf die Hauptfigur zugeschnitten und hat eine angenehme Melodie, ist mit zweidreiviertel Minuten aber für meinen Geschmack deutlich zu lang geraten. Ansonsten wird weniger auf Musik gesetzt, dafür sind umso mehr Geräusche eingebaut. Das passt gut zusammen und ist abwechslungsreich auf die verschiedenen Szenerien zugeschnitten.

Kiddinx hat sich für diese Serie eine neue Art der Verpackung ausgedacht, die auf Plastik fast vollständig verzichtet, nur eine dünne Schutzfolie ist um die Pappbox gewickelt. Die CD wird von einer Papierlasche vor Bewegungen und damit Kratzer geschützt, während in dem kleinen Booklet einige Charaktere mit einer passenden Zeichnung vorgestellt werden. Dieser gelungene Stil wird auch auf dem hübsch gestalteten Cover angewendet, der sich auf Kira nebst einigen Umzugskartons konzentriert und in ansprechenden Farben und modernen Formen gehalten ist.

Fazit: Eine sympathische und flippige Hauptfigur, charmante und sehr überzeugend dargestellte Nebenfiguren, eine gut dazu passende Szenerie und ein lockerer Erzählstil mit überzeugend eingebautem Humor – der Start von „Kira Kolumna“ ist sehr überzeugend geraten. Schön, dass die Zielgruppe der Jugendlichen dabei ernst genommen wird und auch bei der Verpackung auf die Idee des gestiegenen Umweltbewusstseins eingegangen wird.

VÖ: 15. Oktober 2021
Label: Kiddinx
Bestellnummer: 4001504224011

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