TKKG Junior – 31. Zu viele Alibis

TKKG Junior – 30. Kletterhalle in Gefahr

TKKG Junior – Der widerliche Weihnachtswichtel (Adventskalender 2023)

TKKG Junior – 29. Die Geisterjagd

TKKG Junior – 28. Tatort Zirkus

TKKG Junior – 27. Abrechnung in der Westernstadt

TKKG Junior – 26. Achtung, Fahrraddiebe!

TKKG Junior – 25. Heiße Spur im Nebelhafen

TKKG Junior – 24. Das doppelte Klößchen

TKKG Junior – 20. Die gestohlene Stimme

TKKG Junior – 19. Verschollen im Stollen

TKKG Junior – 18. Stimmen aus dem Jenseits

TKKG Junior – 16. Trügerischer Paddelspaß

TKKG Junior – 15. In den Fängen der Felsenbande

TKKG Junior – 14. Eisige Diamanten

TKKG Junior – 13. Das verpfuschte Gemälde

TKKG Junior – 12. Schmierige Angelegenheiten

 

TKKG Junior – 10. Nachts im Gruselpark

TKKG Junior - 9. Gepanschter Punsch

 

TKKG Junior - 7. Zwischen Gauklern und Ganoven

TKKG Junior – 6. Bei Anruf Abzocke

TKKG Junior – 5. Die Dino-Diebe

TKKG Junior – 4. Der rote Retter

TKKG Junior – 3. Giftige Schokolade

TKKG Junior – 2. Vorsicht: Bissig!

TKKG Junior – 1. Auf frischer Tat ertappt


TKKG Junior – 31. Zu viele Alibis



Bei einem Spaziergang bemerken Tim, Karl, Klößchen und Gaby eine Auseinandersetzung um einen Nagel, der in eine alte Eiche geschlagen wurde. Und gleich beide Nachbarn kommen ihnen bekannt vor: Einer ist ein Golfpartner von Klößchens Vater, der andere der bekannte Rapper Ali Bi. Und nachdem die vier einen versuchten Betrug aufdecken konnten, werden sie von Ali in seine Villa eingeladen – und nur kurz darauf hat dieser einen neuen Fall für TKKG: Ihm wurde ein wertvoller Musikpreis aus seinem Wohnzimmer gestohlen…

Rap-Musik hat längst auch Kinder und Jugendliche erreicht und eignet sich deswegen auch hervorragend als Thema für die „TKKG Junior“-Serie. Im Fokus steht dabei der Rapper Ali Bi (natürlich mit beabsichtigtem Wortspiel), der sehr zugänglich und sympathisch wirkt. Schon nach wenigen Momenten lernen die vier Juniordetektive ihn kennen, schnell werden auch die ersten Hinweise geliefert und einige spätere Verdächtige samt Motiv präsentiert. Das ist alles sehr dicht und offensichtlich, sodass man der Geschichte noch gut folgen kann, auch wenn der Diebstahl erst später geschieht. Die vier Freunde – natürlich unterstützt von Ali Bi und Cockerspaniel Oscar – ermitteln danach in verschiedene Richtungen, befragen und belauschen, bekommen Alibis und Ausreden präsentiert, was sehr lebendig wirkt. Das Ende ist dann doch überraschend, auch wenn sich der Täter ziemlich unbeholfen benimmt und einen allzu offensichtlichen Hinweis hinterlässt und damit seine Identität unbedacht verrät. Auch wie die Episode zu Ende geht, ist nicht so recht befriedigend – Kindern ist es durchaus wichtig, dass Böse bestraft werden und Gerechtigkeit herrscht. Schön, dass der Serie auch nach über 30 Episoden die Puste noch längst nicht ausgeht.

David Berton ist in der Rolle des Ali Bi zu hören und bringt nicht nur die lockere Sprechweise mit passender, aber nicht übertriebener Lässigkeit herüberbringt, sondern auch einige Raps überzeugend darbietet. Katrin Gerken ist in einigen Szenen als seine Managerin Mona Money zu hören, die eine überhebliche und hektische Art präsentiert, was durch ihre recht schnelle und hektische Sprechweise noch unterstrichen wird. Als Alis Leibwächter Betong ist Frank Gustavus zu hören, seine gelassene und prägnante Stimme passt gut in die Szenerie der Handlung und sorgt für einige gelungene Facetten. Auch Eike Lüchow, Özgur Karadeniz und Katharina Stahl sind zu hören.

Passend zum Thema der Episode sind hier auch Rap-Klänge zu hören, im Hintergrund ist häufiger die Musik von Ali Bi eingespielt und sorgt für eine passende Atmosphäre. Auch die Zwischenmelodien passen sich gut an diese Idee an. Die Geräuschkulisse ist ebenso prägnant und lebendig, sodass eine lebendige und glaubhafte Stimmung entsteht.

Eine der letzten Szenen ist auf dem Titelbild zu sehen, wobei man auch direkt einen optischen Eindruck von Rapper Ali Bi bekommt. Mit Goldketten, lässiger Baggy-Jeans und Schirmmütze schaut er ebenso verdattert auf ein kleines Modellauto wie TKKG. Im Inneren gibt es wieder einige zusätzliche Infoboxen, in denen man mehr von Musikpreisen und Raps erfährt.

Fazit: „Zu viele Alibis“ wirkt mit dem Rap-Thema stimmig und frisch, die jugendliche Atmosphäre der Serie wird dabei einmal mehr unterstrichen. Die Charaktere bringen jeweils ein ganz eigenes Flair mit ein, während die Handlung kurzweilig und aufregend geraten ist. Immer neue Informationen sind eingebaut, sodass die Geschichte sich immer weiterentwickelt. Das Finale ist allerdings leider nicht so stark wie der Rest der Handlung und wirkt an einigen Stellen eher unglaubwürdig.

VÖ: 2. Februar 2024
Label: Europa
Bestellnummer: 196588601828


TKKG Junior – 30. Kletterhalle in Gefahr



Klößchen scheint endlich seine sportliche Bestimmung gefunden zu haben: In der Kletterhalle macht er sogar Tim etwas vor – jedenfalls bis er nach einer Panikattacke von der netten Trainerin Susanne Ehrlicher gerettet werden muss. Doch bald liegt ein Verdacht der Polizei gegen die Besitzerin der Kletterhalle vor und ein gestohlener Diamantring taucht in ihrem Schrank auf. Doch TKKG glauben eher, dass ihr jemand absichtlich Schaden zufügen will…

Zum dritten Mal steht schon die Null am Ende einer Folge von „TKKG Junior“, das Tempo der Veröffentlichung der Europa-Serie ist aktuell sehr hoch. Schön, dass dabei die Qualität der Geschichten nicht leidet, sondern auch „Kletterhalle in Gefahr“ eine hörenswerte Episode ist. Das liegt natürlich an dem Charme der Figuren, die auch hier wieder ihre Stärken ausspielen können und die auch mal in ein witziges Licht gerückt werden – Klößchens Schockstarre oder Gabys Vernarrtheit in Tierdokumentationen beispielsweise. Auch die Dialoge werden wieder locker und authentisch dargeboten und bekommen so eine angenehme Ausstrahlung. Der Fall um die Kletterhalle und den Diebstahl des wertvollen Diamantrings wird zu Beginn recht langsam erzählt, die Zuhörenden bekommen erst einmal viele Informationen geliefert, die sich allerdings erst einmal nicht einsortieren lassen, da das Verbrechen zu diesem Punkt noch nicht bekannt ist. Auch die allerletzte Szene wirkt etwas gestelzt, da das Verhalten des Verbrechers doch zu schnell einknickt und die Stimmung zu plötzlich von angespannt zu fröhlich wirkt. Der Mittelteil ist aber stark, da immer neue Elemente aufkommen und viele reizvolle Zusammenhänge zu entdecken sind – die Folge führt in eine andere Richtung als zunächst gedacht. Ein Hinweis am Anfang ist aber schon recht eindeutig, sodass der große Überraschungseffekt ausbleibt. Gelungen ist der Spannungsaufbau inklusive einer sehr bedrohlichen Szene gegen Ende, aus dem sich die vier nur mit einem Trick befreien können. Dass dieser einen Bezug zur vorigen Handlung hat, ist dabei sehr gelungen.

Eva Michaelis ist in der Rolle der sympathischen Trainerin Susanne Ehrlicher zu hören, die mit ihrer eingängigen Sprechweise und glaubhaften Emotionen punktet, sodass sie die Zuhörenden schnell für sich gewinnen kann. Tim Grobe ist als Dieter Schaluppke zu hören, wie er sehr flexibel auf die verschiedenen Situationen reagiert und diese mit viel Energie umsetzt, hat mir ebenfalls gut gefallen. Holger Umbreit spricht die Rolle von Helmut Pfaff und bringt noch einmal eine andere Note in die Handlung mit ein, sodass seine Szenen durchaus prägend wirken. Ebenfalls zu hören sind Patrick Stamme, Liza Ohm und
Erzähler Peter Kaempfe.

Die Musik ist zwar nicht sonderlich ausgefeilt, sondern wirkt manchmal recht schlicht produziert, greift aber die verschiedenen Stimmungen auf und kann die Wirkung der Szenen unterstreichen. Deutlich mehr Raum in der akustischen Gestaltung nimmt jedoch die vielseitige Geräuschkulisse ein, die mit zahlreichen passenden Sounds im Hintergrund, aber auch präsenteren Klängen im Fokus abwechslungsreich und lebendig geraten ist.

Auch wenn die Szenen beim Klettern nur einen sehr kleinen Raum im Hörspiel einnehmen, ist die erste Szene um den hochgekletterten und nun ziemlich ängstlichen Klößchen auf dem Titelbild zu sehen. Mit den klaren Formen und der bunten Optik ist ein Cover entstanden, welches der angestrebten Zielgruppe viel Spaß machen wird. Im Inneren gibt es wieder einige zusätzliche Informationen, die dank kleinerer Abschnitte gut gegliedert sind.

Fazit: „Kletterhalle in Gefahr“ spielt wieder gelungen mit den Eigenschaften der vier Hauptfiguren, was charmant und witzig geraten sind. Und auch wenn sowohl der etwas langsame Start sowie das konstruiert wirkende Ende nicht vollkommen überzeugen konnte, ist der Mittelteil stark, lebendig und spannend geraten. Schön, dass das Kletter-Thema zusätzlichen Reiz hinzufügt, ohne sich zu sehr in den Vordergrund zu stellen.

VÖ: 17. November 2023
Label: Europa
Bestellnummer: 196588438622


TKKG Junior – Der widerliche Weihnachtswichtel (Adventskalender 2023)



Klößchen hat sich schon sehr auf seinen Adventskalender gefreut, doch das erste Stück ist vollkommen versalzen. Als er dann auch noch eine verschlüsselte Botschaft hinter dem Türchen entdeckt, ist er sicher, dass es sich nicht nur um einen Streich handelt. Und tatsächlich ereignen sich in der Millionenstadt bald viele seltsame Ereignisse – ein gemeiner Wichtel scheint sein Unwesen zu treiben. Werden es TKKG schaffen, das Weihnachtsfest zu retten…?

Adventskalender zum Hören haben bei Europa bereits einige Jahre Tradition, von verschiedenen Serien sind bereits Hörspiele erschienen, die in 24 Kapitel unterteilt sind. Nun ist auch „TKKG Junior“ hinzugekommen, die einen sehr engen Bezug zur Adventszeit hat. Durch die Idee des sabotierten Adventskalenders, der immer neue Hinweise für die Juniordetektive bereithält, aber auch durch die vorweihnachtliche Atmosphäre, wirkt das alles sehr stimmig. Vor dieser Kulisse funktioniert auch die Handlung sehr gut, bei dem die vier Freunde dem bösartigen Weihnachtswichtel immer mehr auf die Spur kommen. Wie dabei eine Kombination aus Ermittlungen, Befragungen und Beobachtungen eingesetzt werden und nur wenige Zufälle zum Ziel führen, lässt die Spannung noch weiter ansteigen. Die vielen eingebauten Rätsel sind dabei ebenso reizvoll wie die Zusammenstellung der Nebenfiguren, sodass sich schnell der eine oder andere Verdacht ergibt. Besonders gefällt mir, dass der Spannungsbogen hier über die gesamte Laufzeit von etwa 94 Minuten gehalten werden kann und immer neue Elemente hinzugefügt werden – das hält die Handlung am Laufen und sorgt für eine gelungene Erzählweise.

In dieser Episode sind besonders viele Nebenfiguren zu hören, unter ihnen Robert Knorr als Chris Heller. Er spricht die Rolle mit viel Energie und einer passenden Attitüde, wobei er sich gut in das Ambiente mit den vier Juniordetektiven einfügt. Cosima Ertl spricht die Rolle der Miriam Haase authentisch und fügt der Figur einige Eigenschaften hinzu, die durch ihre Stimme gut zur Geltung kommen. Auch Santiago Ziesmer gibt sich hier als Erwin Krüger die Ehre, durch seine auffällige Stimme und die gekonnte Betonung seiner Sätze bleibt er trotz kurzer Dialoge positiv in Erinnerung. Auch Dagmar Dreke, Josephine Martz und Ela Nitzsche sind zu hören.

Ein paar weihnachtliche Melodien sind hier während der Handlung zu hören und verleihen ihr ein wenig passende Stimmung, ohne jedoch zu viel von der Stimmung der Serie einzunehmen. Die Balance ist dabei gut gelungen, was ebenso für die Mischung von Musik und Geräuschen gilt. Schön, dass die einzelnen Szenen so lebendig und treffend umgesetzt werden, was die Atmosphäre der Episode gelungen unterstreicht.

Auch auf dem Titelbild wird vorweihnachtliche Atmosphäre versprüht, die vier jungen Bandenmitglieder entdecken auf einem Bauverkauf etwas Schockierendes – eine Szene aus dem Hörspiel, die hier gelungen umgesetzt ist. Schön, dass das so detailreich umgesetzt wurde. Auch im Inneren setzt sich der positive Eindruck fort, eine witzige Bastelidee und ein simples Backrezept, das sich auch mit Kindern gut umsetzen lässt, lassen sich im Inneren finden.

Fazit: „Der widerliche Weihnachtswichtel“ hält die vier Juniordetektive über die gesamte Laufzeit auf Trab. Die Geschichte wird konsequent und mit immer neuen Elementen, aber nicht zu komplex erzählt. Schön, dass dabei auch die Charaktere gut zur Geltung kommen. Das weihnachtliche Thema wird gekonnt aufgegriffen und der Adventskalender-Gedanke dadurch unterstützt, dass auch in der Handlung 24 Tage vergehen. Ein gelungenes Hörspiel, nicht nur in der Weihnachtszeit.

VÖ: 29. September 2023
Label: Europa
Bestellnummer: 196587092122


TKKG Junior – 29. Die Geisterjagd



Hilde, eine langjährige Freundin von Karls Mutter, ist außer sich vor Angst. In dem alten Gemäuer, in dem sie mit ihrer Schwester und dessen Sohn Rufus wohnt, scheint es zu spuken. Immer wieder erscheint eine unheimliche Geisterfrau und erschreckt Hilde zu Tode. Natürlich will Karl helfen und beschließt, mit seinen Freunden von TKKG den Fall zu lösen. Doch die Begrüßung in dem alten Haus ist alles andere als herzlich…

Das Aufklären von scheinbaren Geistererscheinungen hat eine lange Tradition in Juniordetektivserien. In der adulten Version von TKKG mussten sich die vier Freunde schon des Öfteren mit solchen Problemen herumschlagen, in der 29. Episode des Junior-Ableger ist es nun auch so weit. Dabei wird auch viel Wert darauf gelegt, dass der Spuk der Geisterfrau sehr unheimlich, aber dennoch kindgerecht wirkt. Doch es gibt mehrere Szenen mit flackerndem Licht, nächtlichen Streifzügen, Schreckmomenten und direkten Auftritten der Geisterfrau, die sehr gut zur Geltung kommen. Abgemildert wird das Ganze durch die warmherzige Art von Hilde und die lockere Stimmung innerhalb der Jugendbande und einige witzige Sprüche. Zusätzliches Flair kommt durch die markanten Auftritte von Mechthild und Rufus und den sehr begrenzten Raum – das gesamte Hörspiel ist mit Ausnahme der Introszene im Haus angesiedelt und beinhaltet nur wenige Tage, sodass die Szenerie sehr dicht wirkt. Schön auch, dass es ein paar falsche Fährten gibt und die Auflösung trickreich ist, aber auch jüngere Zuhörende gut folgen können. Eine sehr runde und gelungene Episode der Serie.

Heide Kriegskotte klingt als Hilde äußerst charmant und bringt eine liebevolle, großmütterliche Ausstrahlung ein. Der Kontrast zu der unheimlichen Szenerie ist groß und betont beide Seiten der Handlung gekonnt. Gerlinde Dillge ist als ihre Schwester Mechthild das genaue Gegenteil, die klingt knurrig, abweisend und kühl, was ihre Figur sehr gut zur Geltung bringt und die vorherrschende Szenerie reizvoll ausgestaltet. Jogi Kaiser macht das Trio an Gaststimmen komplett, auch die Figur des Rufus bekommt durch ihn eine markante Ausstrahlung, die den Ausdruck de Episode noch verstärkt. Natürlich ist auch das Quartett aus Sebastian Fitzner, Felix Strüven, Julian Greis und Liza Ohm in den Hauptrollen zu hören.

Das unheimliche Ambiente der Geschichte wird durch die Geräuschkulisse bestens unterstützt, sodass man sich vollkommen in das Geisterhaus versetzt fühlt. Da gibt es gewittrige Nächte, quietschende Türen, hallende Räume und viele andere gelungene Elemente. Die Musik ist auch deutlich düsterer und dennoch lebendig, was die vorherrschende Szenerie sehr überzeugend unterstreicht.

Das Titelbild zeigt eine Szene aus dem Hörspiel, bei dem die unheimliche Szenerie gut zur Geltung kommt. Der dunkle Keller des alten Herrenhauses wird nur durch den Schein einer Taschenlampe beleuchtet, während drei der Freunde einen Sicherungskasten untersuchen und Klößchen genüsslich eine Tafel Schokolade kaut.

Fazit: „Die Geisterjagd“ ist eine sehr stimmungsvolle Episode der Serie und punktet mit vielen unheimlichen Szenen. Geistererscheinungen und kleine Schreckmomente sorgen für eine dichte Stimmung, die Begrenzung auf wenige Figuren und nur einen wesentlichen Schauplatz verstärken diesen Effekt. Das ist spannend, kurzweilig und lebendig geraten, sodass eine sehr starke Episode der Serie entstanden ist.

VÖ: 22. September 2023
Label: Europa
Bestellnummer: 196588057229


TKKG Junior – 28. Tatort Zirkus



Dass Tim seine Freunde statt in den Zirkus erst einmal zu einem abgelegenen Haus führt, finden diese erst einmal recht seltsam. Doch als sie erfahren, dass Tim seine Großtante Erna überraschen und an ihrem Hochzeitstag ebenfalls in den Zirkus mitnehmen möchte, sind sie schnell begeistert. Doch statt auf einen gemütlichen Abend in der Loge stoßen die vier Freunde auf einen neuen Fall, denn Elefantendame Rosi ist plötzlich verschwunden…

„TKKG Junior“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, in den Episoden der Hörspielserie nicht nur spannende und kindgerechte Fälle zu erzählen, sondern auch gesellschaftspolitisch relevante Themen einzubauen und auch für jüngere Zuhörende begreifbar zu machen. Die 28. Folge behandelt beispielsweise die Tierhaltung in Zirkussen, die zunächst von Gaby nur etwas mürrisch kommentiert wird, die Kritik später aber wesentlich deutlicher und kraftvoller eingebracht wurden. Doch es gibt noch mehr in diese Richtung, wenn auch nicht so ausführlich: Da werden Kommentare zu wirtschaftlichen Problemen oder dem scheinbar korrekten Verhalten im Alter gemacht, aber immer so, dass es wie nebenbei einfließt. Denn im Fokus steht der Fall der verschwundenen Elefantendame, der sich anfangs recht langsam aufbaut und ausführliche, aber charmant-unterhaltsame Szenen bietet. Die Suche nach Rosi geht von kleinen Spuren aus, schon vor Ort ermitteln die vier Juniordetektive erste Erkenntnisse. Davon ausgehend entwickelt sich eine kurzweilige und abwechslungsreiche Suche, die in einigen kraftvollen Szenen ausgelöst wird. Schön auch, dass die Charaktere der Figuren wieder so gut zur Geltung kommen und ihren Charme entfalten können.

Karin Rasenack spricht Tims Großtante Erna mit viel positiver Energie und liebevoller Ausstrahlung. Sie reagiert dabei immer authentisch, setzt mit ihrer wilden und ausdrucksstarken Art aber auch einprägsame Akzente. Zirkusdirektorin Isabella Rivaldi wird von der wundervollen Katja Brügger gesprochen, die auch gemeinsam mit Daniel Welbat für das Buch zuständig ist. Ihre raue Stimme kommt dabei wieder sehr gut zur Geltung und nimmt unterschiedliche Ausdrücke an, was sehr lebendig wirkt. Sehr gut gefallen hat mir auch Pascal Houdus, der dank seiner deutsch-französischen Abstammung einen sehr glaubhaften Akzent einbringt und die Rolle des Jean Dubois markant und einfühlsam spricht. Auch Deborah Mock, Patrick Bach und Michael Dibeller sind zu hören.

Die Musik macht einen frischen und jugendlichen Eindruck, sodass die Szenenwechsel einen passenden Klang bekommen. Die verschiedenen Stimmungen werden dabei überzeugend unterstrichen – besonders, wenn in besonders markanten Momenten im Hintergrund ebenfalls Musik erklingt. Die Geräuschkulisse ist überzeugend geraten und verleiht den Dialogen einen lebendigen Klang, drängt sich aber nie in den Vordergrund.

Der Hintergrund für das Titelbild zeigt das Zirkuszelt in bunten Farben, die Aufmerksamkeit lenken aber die Juniordetektive und Hund Oscar auf sich. Schön, dass dabei für jede Figur eine passende Pose gefunden wurde, so sieht sich Karl beispielsweise nachdenklich um, während Klößchen in seiner typischen Ruhe Erdnüsse kaut. Ein paar zusätzliche Informationen zum Zirkusthema sind im Inneren auch hier wieder zu finden.

Fazit: „Tatort Zirkus“ geht mit einem sensiblen Thema sehr gelungen um, die Tierhaltung im Zirkus wird aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und kindgerecht kommentiert. Der Fall ist kurzweilig gehalten, die vier Detektive gehen von kleinen Hinweisen aus und erfahren stückchenweise immer mehr über den Fall. Das ist unterhaltsam und flüssig geraten, sodass eine starke Episode der Serie entstanden ist.

VÖ: 21. Juli 2023
Label: Europa
Bestellnummer: 196588057120


TKKG Junior – 27. Abrechnung in der Westernstadt



Tim hat bei einem Preisausschreiben einen Aufenthalt in Dodge City gewonnen – ein Freizeitpark, in dem man die Stimmung einer alten Westernstadt erleben kann. Dabei gibt es einiges zu entdecken, es wurden sogar Schausteller engagiert, die Überfälle vortäuschen sollen. Doch nachdem Klößchen sein Gewinn beim Goldwaschen gestohlen wird und nicht wieder auftaucht, kommen bei den vier Juniordetektiven erste Zweifel auf…

Der Ableger der wohlbekannten Hörspielserie „TKKG“ um die „Junior“-Version der vier Jugendlichen geht in eine ähnliche Richtung wie Ursprungsserie und kombiniert Abenteuergeschichten mit Kriminalfällen. Dafür werden immer neue Ansätze gefunden, um die Szenerie jeweils lebendig zu halten. Die 27. Episode versetzt die Protagonisten beispielsweise in einen Freizeitpark mit Western-Thema und setzt dabei von Anfang an auf eine dichte Atmosphäre. Doch so sehr es auch Spaß macht, die einfallsreichen Attraktionen und Wettbewerbe mitzuerleben, dauert es einige Zeit, bis es hier wirklich zur Sache geht. So wirkt das Ganze zunächst ziemlich beliebig, zumal später auch kaum noch etwas davon für den Fall relevant ist. Ein ziemlich offensichtlicher Hinweis, in welche Richtung die Handlung gehen wird, wirkt dann sogar ziemlich deplatziert. Etwa ab der Hälfte der Laufzeit schlägt die Episode dann aber um und präsentiert dann eine ziemlich dramatische und gefährliche Handlung, die viel Spannung verbreitet. Die Ereignisse überschlagen sich dabei aber etwa, sodass die einzelnen Szenerien nicht mehr so recht zur Geltung kommen wollen. Das Timing der Episode ist nicht so stark wie sonst, auch das Thema wirkt insgesamt etwas aufgesetzt, sodass diese Episode leider nicht vollkommen überzeugen kann. Immerhin kommt der Humor der Figuren mit einigen überspitzen Szenen wieder sehr gut zur Geltung.

Julian Greis steht als Klößchen hier wieder sehr im Mittelpunkt und setzt den aufgedrehten und humorigen Charakter gelungen um. Mir gefällt der Humor, den er präzise und mit viel Charme einbringt. Julia Nachtmann spricht die Barfrau Kitty mit einer lebendigen und treffenden Art, sie wirkt in den verschiedenen Szenen sehr glaubhaft und sorgt in den richtigen Momenten für mehr Druck in die Handlung. Auch Frank Gustavus hat mir als Wild Bill gut gefallen, er bringt eine düstere Atmosphäre ein, übertreibt es dabei aber nicht und bleibt immer auf einer kindgerechten Ebene. Auch Tina Eschmann, Wolf Frass und Flemming Stein sind zu hören.

Die Musik, die zur Auflockerung der Szenenwechsel und Erzähltexte dient, hat einen angenehmen Western-Touch und bringt Schwung in die Handlung, ist aber nicht zu dominant. Während der Dialoge sind zahlreiche passende Hintergründe zu hören – oft mit passendem Stimmgewirr, wie man es von einem Freizeitpark erwartet, aber auch mit vielen Sounds und Geräuschen, die sich stimmig zusammenfügen.

Klar, dass das Titelbild ebenfalls das Western-Thema aufgreift. Gaby stellt sich darauf mutig drei vermummten Reitern auf einer staubigen Straße, während ihre drei männlichen Kollegen erschrocken aus einer typischen Saloon-Tür herausblicken. Durch den modernen Comicstil wirkt das sehr ansprechend, was sich auch durch die restliche Gestaltung zieht. Schön, dass wieder einige Informationen zum Wilden Western als Zusatz zu finden sind.

Fazit: „Abrechnung in der Westernstadt“ ist sehr stark durch das Western-Thema geprägt und setzt in der ersten Hälfte sehr auf die Ausgestaltung der Atmosphäre, was leider etwas langgezogen wird. Der spätere Schwenk auf den Kriminalfall funktioniert zwar gut und bringt dann mehr Dramatik in die Handlung, wird dann aber fast etwas zu überhastet erzählt. So wirklich mitreißen wirkt das nicht auf mich, auch wenn der Humor wieder zündet.

VÖ: 19. Mai 2023
Label: Europa
Bestellnummer: 196588046728


TKKG Junior – 26. Achtung, Fahrraddiebe!



Gabys Fahrrad wird gestohlen – und das, obwohl sie sich erst vor kurzem ein neues und hochwertiges Schloss gekauft hat. Als sie ihren Freunden von TKKG davon erzählt, kommt eine Mitschülerin auf sie zu: Auch ihr Rad wurde geklaut. Da die Polizei mit einer ganzen Serie an Diebstählen beschäftigt ist und nicht vorankommt, ermitteln TKKG natürlich auf eigene Faust – und die erste Spur führt zu einem Fahrradladen…

Da sich die „TKKG Junior“-Reihe schon dem Titel nach eher ein jüngeres Publikum richtet, sind natürlich auch die Verbrechen nicht so heftig – eine Diebstahlserie von Fahrrädern in der namenlosen Millionenstadt ist beispielsweise für die 26. Episode ausgewählt worden. Der Fall an sich zwar gradliig erzählt und ist damit auch immer gut nachvollziehbar, die Komplexität ist aber nicht so gering. Viele Nebenarme sorgen für Abwechslung, immer wieder neue Wendungen für einige Überraschungen. Mir gefällt beispielsweise, dass immer wieder neue Verdächtige ins Visier der Juniordetektive rücken, die Identität später aber kaum eine Rolle spielt: Diese ist etwa ab der hälfte schon recht klar, die Handlung zieht ihre Spannung dann aus der Vereitelung der Pläne und der Dingfestmachung der Täter. Dazu müssen Tim, Karl, Gaby und Klößchen viel selbst ermitteln und sich einige Male in Gefahr begeben – in den Schoss fällt ihnen hier nichts, was die Spannung noch weiter steigert. Das Ende wirkt fast ein wenig abrupt, direkt nach dem großen Finale mit dem Fang der Diebe ist schon Schluss. Das hat mch zunächst irritiert, aber tatsächlich waren dort schon alle Handlungsbögen abgeschlossen, sodass es keiner Abschlussszene mehr bedarf und die Episode rund wirkt.

Frau Gremse, die Besitzerin eines Fahrradladens, wird von Barbara Krabbe gesprochen, die sowohl eine nette und zuvorkommende als auch eine härtere Seite von sich zeigen kann und beides authentisch vermittelt. Auch bei Toini Ruhnke in der Rolle der Nele steht Dualität im Fokus, die sie mit viel Energie und jeweils einer passenden Attitüde vorträgt und dabei sehr nahbar klingt. Peter Kaempfe ist als Erzähler ebenfalls wieder sehr überzeugend, mit ruhiger und dennoch ausdrucksstarker Stimme führt er gekonnt durch die Handlung und lässt seine Texte atmosphärisch wirken. Auch Alexander Merbeth, Nils Rieke und Julia Fölster sind zu hören.

Die akustische Umsetzung der Episode wirkt, wie bei den vorigen Episoden jugendlich und frisch, auch wenn ich mich an den etwas holprigen Titelsong trotz witzigem Text und eingängiger Melodie noch nicht wirklich gewöhnt habe. Aber die zwischen den Dialogen eingebauten Musikstücke greifen die lockere Stimmung der Serie auf, während die vielen Geräusche für eine passende Kulisse sorgen.

Der Fahrradladen von Frau Grense ist ein wichtiger Schauplatz für diese Episode und wird auch auf dem Titelbild gezeigt. Tim, Karl, Gaby und Klößchen schauen sich verwundet zwischen all den Rädern um und werden von Kommissar Glockner begleitet, der in ebenso farbenfroher Kleidung zu sehen ist. Die restliche Aufmachung wirkt nicht nur lebendig und ansehnlich, sondern enthält auch eine Kapitelübersicht, Steckbriefe der vier Hauptfiguren und weitere Infos zum Thema der Episode.

Fazit: „Achtung, Fahrraddiebe!“ baut schnell eine spannende Handlung auf und präsentiert eine abwechslungsreiche Geschichte. Dabei werden verschiedene Stationen erzählt, wobei TKKG immer wieder neu kombinieren und ermitteln müssen. Das Thema ist gut gewählt und sensibilisiert zudem noch für Fahrraddiebstähle samt einiger Tipps, wie man die Gefahr verringern kann.

VÖ: 24. März 2023
Label: Europa
Bestellnummer: 196587748326


TKKG Junior – 25. Heiße Spur im Nebelhafen



Für ein Schulprojekt recherchieren TKKG im Rathaus der Stadt. Durch einen kleinen Unfall entdecken sie im Mast eines alten Miniaturschiffs eine geheimnisvolle Schatzkarte. Glücklicherweise können die vier schnell ein Foto machen, bevor die Karte dem Chefhistoriker der Stadt übergeben wird. Natürlich ist ihr Spürsinn geweckt, aber noch haben sie keine Ahnung, was sie an dem bezeichneten Ort finden werden…

Es muss nicht immer Erpressung, Diebstahl oder Täuschung sein, um eine Episode der Kinderhörspielserie „TKKG Junior“ zu füllen. In der 25. Episode „Heiße Spur im Nebelhafen“ geht es nämlich um eine ganze Rätselkette, die von den vier jungen Detektiven gelöst werden müssen. Der Fall wird mit dem schnellen Start um den Kartenfund zügig eingeläutet, das erste Rätsel ist schnell gestellt, viele weitere sollen noch folgen. Ich mag, wie diese trickreich und abwechslungsreich geraten sind und TKKG ganz unterschiedlich an diese herangehen müssen. Dass dabei auch ein wenig Wissen aus verschiedenen Themengebieten vermittelt wird, ist ein gelungener Bonus. Leider ist die Handlung aber nicht sonderlich flüssig geraten, manche Szenen kommen doch ein wenig ins Stocken. Hinzu kommt, dass nur sehr wenige Figuren eingebaut sind und der größte Teil der Handlung durch die vier Hauptcharaktere bestritten wird. Das wirkt wenig dynamisch, was den etwas gleichförmigen Eindruck noch verstärkt. Auch der Bösewicht der Episode kann nur wenig zusätzliche Spannung einbringen, trotz einer intensiven Szene wirkt er eher oberflächlich. Die Idee hinter der Folge gefällt mir gut, auch die ungewöhnliche Schlusssequenz hat ihren Reiz. Insgesamt ist diese Episode aber etwas schwächer als die anderen Teile der Reihe.

Santiago Ziesmer ist in dieser Episode als Guntbert Hengelein zu hören und lässt seine kratzige Stimme dieses mal dunkel und abweisend klingen – eine überzeugende Kombination, die hier gut zur Geltung kommt. Auch Claudia Schermutzki ist in einer kleinen Nebenrolle zu hören und macht einen sehr sympathischen und aufgeschlossenen Eindruck, was für eine warmherzige Ausstrahlung sorgt. Liza Ohm ist natürlich wieder als Gaby zu hören, ihre fröhliche und energiegeladene Stimme kommt auch hier wieder gut zur Geltung und sorgt für einen positiven Eindruck. Natürlich sind auch Sebastian Fitzner, Felix Strüven und Julian Greis zu hören.

Cockerspaniel Oscar scheint in dieser Episode eine Dauerbellattacke zu haben, immer wieder meldet er sich zu Wort und bringt seine Anwesenheit etwas zu aufdringlich zur Geltung. Ansonsten gibt es wieder eine stimmige und passende Geräuschkulisse, die die Wirkung der verschiedenen Szenerien unterstreicht. Die eingebauten Melodien sind besonders in den Szenenwechseln zu hören und bringen dann eine passende Stimmung ein.

Die Szenerie auf dem Titelbild wirkt hier ziemlich düster und unheimlich. Wie die vier Freunde samt Hund durch das nächtliche Hafengebiet gehen und sich erschrocken umschauen, ist wieder im ansprechenden Comicstil gehalten. Die dunkle Gestalt im Hintergrund ist dabei erst auf den zweiten Blick zu sehen und bringt zusätzliches Flair ein. Im Inneren gibt es in einigen Infoboxen wieder zusätzliche Informationen zum Thema der Episode.

Fazit: „Heiße Spur im Nebelhafen“ dreht sich zur Abwechslung mal durch eine vielseitige Rätselkette, bei der TKKG wieder einige Tricks einsetzen müssen, wobei der Humor nicht zu kurz kommt. Allerdings wirkt die Handlung etwas gleichförmig, vielleicht auch weil kaum Nebenfiguren eingebaut sind und auch die Szenen recht lang geraten sind. Deswegen ist leider nicht eine der stärkeren Episoden der Serie geraten.

VÖ: 27. Januar 2023
Label: Europa
Bestellnummer: 196587669423


TKKG Junior – 24. Das doppelte Klößchen



Tim und Gaby können kaum glauben, was sie sehen: Klößchen zerkratzt vor ihren Augen einen kostbaren Oldtimer und bricht auch gleich noch die Kühlerfigur ab. Zunächst sind sie sich nicht sicher, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Doch als sie Klößchen direkt darauf ansprechen, streitet dieser alles ab, will aber auch nicht sagen, wo er zum Tatzeitpunkt gewesen ist. Die Stimmung zwischen den Freunden ist angespannt – hält TKKG diese schwere Prüfung aus…?

TKKG haben auch in ihrer Junior-Version schon zahlreiche Fälle gelöst und sind zu einem engen Team zusammengewachsen, das sich blind aufeinander verlassen kann. Umso interessanter ist es, wenn diese Freundschaft auf eine harte Probe gestellt wird und plötzlich eines der Teammitglieder von den anderen verdächtigt wird. In der 24. Episode wird genau diese Szenerie aufgegriffen, was die Gruppendynamik ordentlich durcheinanderbringt. Das ist überzeugend gelöst und bringt noch einmal andere Facetten in die Handlung ein – beispielsweise wie wütend und aufgebracht Klößchen wird und wie unsicher der Rest der Bande ist. Schön, dass dennoch keine todernste Stimmung aufkommt, sondern immer noch Zeit für lockere Momente ist. Durch den Titel wird leider schon ein großer Teil der Auflösung verraten, sodass viel Spannung verloren geht. Ich hätte es viel interessanter gefunden, erst einmal gemeinsam mit „TKG“ im Dunkeln zu tappen. Doch auch wenn dieser Teil der Handlung etwa nach der Hälfte der Episode aufgedeckt wird, geht es noch reizvoll weiter, die Suche nach dem Übeltäter mit den wenigen Informationen bietet noch einige gelungene Entwicklungen inklusiver einer gut, wenn auch etwas überhastetet erzählten Auflösung. Und wieder wird auch ein Wortspiel eingebaut, dass eher Erwachsene (oder sehr musikbewanderte Kinder) verstehen werden.

Julian Greis hat sich in den vorigen Episoden bereits als Klößchen bewiesen, kann hier aber noch einmal andere Seiten der Figur zeigen. Er legt viel Energie in seine Stimme und bringt die Empörung des Jungen immer wieder gut zur Geltung, ebenso wie die humorvollen Momente. Erik Schäffler hat als Dr. Röhr ebenfalls einige gelungene Auftritte, in denen er verschiedene Facetten zeigen kann. Dabei passt er sich und seine Intensität immer wieder flexibel an die Stimmung an und klingt dabei immer glaubwürdig. Jan-Philipp Mähl hinterlässt insgesamt ebenfalls einen überzeugenden Eindruck, manche Momente wirken aber dann doch etwas steif und abgelesen. Auch Deborah Mock, Dagmar Bittner und Michael Bideller sind zu hören.

Die verschiedenen Szenen sind auch akustisch gelungen umgesetzt, was auch an den eingebauten Melodien liegt. Diese sorgen nicht nur in den Szenenübergängen für eine passende Stimmung, sondern auch während einiger besonders prägnanter Momente. Die Geräuschkulisse ist wie immer lebendig geraten und sorgt für mehr Atmosphäre, während die Dialoge nie zu sehr überdeckt wurden.

Klößchen im Schwitzkasten von – nun ja – Klößchen. Nicht nur der Titel, sondern auch die Illustration auf dem Cover decken direkt die wichtigste Information der Episode auf und nehmen so einiges an Spannung. Der Zeichenstil ist aber mit seinem comichaften Ausdruck und den hellen Farben sehr ansprechend, während im Inneren ein paar weitere Informationen zum Thema gegeben werden.

Fazit: „Das doppelte Klößchen“ ist im Grunde ein reizvolles und spannendes Hörspiel, das durch den Titel aber allzu schnell durchschaubar ist. Umso bedauerlicher ist dies, weil die Episode nicht nur mit einer kurzweiligen Handlung ausgestattet ist, sondern auch auf der Beziehungsebene einige reizvolle Momente zwischen TKKG aufzeigt. Schön, dass der Humor dabei dennoch nicht zu kurz kommt.

VÖ: 23. September 2022
Label: Europa
Bestellnummer: 194399775127


TKKG Junior – 20. Die gestohlene Stimme



Die Überraschung ist geglückt: Mit einer Party mit Freunden und Familie hat Gaby zu ihrem Geburtstag nicht gerechnet. Alles ist heimlich vorbereitet worden, auch von dem Geschenk von ihren Eltern hatte sie keine Ahnung: Karten für die Oper für sich und ihre Freunde. Die Freude der Kinder hält sich zunächst in Grenzen, doch die Aufführung ist interessanter als gedacht, insbesondere als der geheimnisvolle Opernsänger „Le Mystique“ zu singen beginnt – und nur ein peinliches Krächzen herauskommt…

Opern sind nun nicht gerade das, was Kinder der heutigen Zeit begeistert. Die Wahl dieses Themas für die 20. Episode von „TKKG Junior“ ist also durchaus ungewöhnlich, hat aber mit der interessanten Idee der „gestohlenen Stimme“ einen gelungenen Aufhänger gefunden. Und die Aufregung der vier Freunde vor und während der Oper, obwohl diese anfangs ebenfalls sehr ablehnend waren, bringt auch jüngeren Hörern das Thema nahe. Bis dahin dauert es für meinen Geschmack aber ziemlich lang. Das Intro ist ungewöhnlich lang und ist sicherlich mit einer gelungenen Grundstimmung erzählt und bringt dem Hörer die enge Freundschaft der vier Helden näher, zieht sich aber leider doch etwas, bis der erste schiefe Ton des Opernsängers erklingt. Doch da das Hörspiel insgesamt über 70 Minuten an Laufzeit bietet, ist noch genügend Raum für den reizvollen Ansatz der gestohlenen Stimme, viele Ermittlungen, einige Rätsel und markante Charaktere. Dabei sticht besonders Le Mystique hervor, der sich medienwirksam nur mit Maske inszeniert und auch ansonsten einiges zu verbergen hat. Das ist kurzweilig, kindgerecht und durchaus spannend geraten.

Peter Kirchberger spricht die Rolle des Le Mystique wundervoll aufgeblasen, exzentrisch und ausdrucksstark, was für eine sehr markante Figur sorgt, die gut im Zentrum der Episode platziert ist. Seine Assistentin Rafaela bekommt ihre schnippische und energische Art von Merete Brettschneider verliehen, die ihre sonst so freundliche Stimme hier sehr abweisend klingen lässt und das ebenso glaubhaft herüberbringt. Auch Douglas Welbat kommt als Wolle gut zur Geltung, er setzt seine lange Erfahrung gekonnt ein, um für einige markante Momente zu sorgen. Natürlich sind auch die vier Hauptsprecher Sebastian Fitzner, Felix Strüven, Julian Greis und Liza Ohm zu hören.

Natürlich ist in dieser Episode auch Opernmusik zu hören, was der Handlung einen gelungenen Anstrich verleiht. Aber auch ansonsten ist passende und modern wirkende Musik eingebaut, die die Stimmung der Handlung gekonnt aufgreift. Die Geräuschkulisse ist wieder vielfältig umgesetzt und gut auf die Dialoge abgestimmt, sodass eine passende Szenerie entsteht.

Ein vollausgestattetes Tonstudio, in dem ein gefesselter Mann neben einem halbleeren Pizzakarton sitzt und von Tim, Karl, Klößchen und Gaby besucht wird – auch für dieses Cover wurde eine Szene aus dem Hörspiel ansprechend gestaltet. Und natürlich ist auch die restliche Gestaltung wieder modern und ansprechend gestaltet, zumal der Platz hinter der CD viele zusätzliche Informationen zum Thema der Folge bereithält.

Fazit: „Die gestohlene Stimme“ punktet mit dem ungewöhnlichen Opern-Thema, einem wunderbar exzentrischen Sänger und einen trickreichen und vertrackten Rätsel. Die Handlung startet zwar etwas langsam, ist später aber mit unterhaltsamen Ermittlungen gelungen. Schön auch, dass die Hauptfiguren wieder so gut zur Geltung kommt.

VÖ: 28. Januar 2022
Label: Europa
Bestellnummer: 194398917429


TKKG Junior – 19. Verschollen im Stollen



Tim kann nicht schlafen – Klößchen schnarcht im gemeinsamen Internatszimmer einfach zu laut. Ein merkwürdiges Blitzen weckt dabei seine Neugier, doch wer gibt mitten in der Nacht Morsezeichen? Als dann ein Flugzeug das Internatsgelände überfliegt und eine Kiste abwirft, ist Tims Neugier endgültig geweckt. Gleich am nächsten Tag macht er sich mit seinen Freunden auf zu der Abwurfstelle, wobei sie tatsächlich noch auf ein paar Spuren stoßen…

„Verschollen im Stollen“ ist nicht nur ein wunderschöner Schüttelreim, sondern auch die 19. Episode von „TKKG Junior“. Dabei wird keine Zeit verschwendet, gleich in der ersten Szene sind die oben beschriebenen nächtlichen Beobachtungen von Tim zu hören, sodass ein schneller Einstieg in die Handlung geboten wird. Und auch wenn die nachfolgenden Ermittlungen eine Spur langsamer erzählt sind, ist die Stimmung durchgängig unterhaltsam. Mir gefällt, dass auch in dieser Folge die verschiedenen Charaktere charmant dargestellt werden, beispielsweise wenn Karl sich tatsächlich nicht an ein Detail von einem Schulausflug erinnern kann. Nach einigen Recherchen geht es dann mit vielen markanten Szenen in einem weitläufigen Bergstollen weiter, bei denen die vier Juniordetektive von zwei Ganoven verfolgt werden und immer kurz vor der Entdeckung stehen. Das ist sehr prägnant umgesetzt und auch wenn der Hörer natürlich mit einem Happy End rechnet, nimmt das der Spannung keine Kraft weg. Interessant ist auch die sehr verdichtete Szenerie mit nur wenigen zusätzlichen Sprechern und einem begrenzten Zeitraum, was eine intensive Szenerie schafft. Die eingebauten Themen sind gelungen miteinander kombiniert, sind aber auch nicht zu zahlreich eingebaut, sodass auch jüngere Hörer der Handlung gut folgen können. Eine weitere sehr überzeugende Episode, die mir mal wieder richtig gut gefallen hat.

Felix Strüven spricht natürlich wieder die Rolle des Karl und klingt ebenso aufgeweckt wie intelligent und clever, dabei aber auch sehr zugänglich. Seine Emotionen gibt er glaubhaft wieder und erschafft so eine gelungene Figur. Daniel Welbat ist als Wagner zu hören, seine markante Stimme passt er gut an die Szenerie an und sorgt in seinen Szenen für markante Momente. Erzähler Peter Kaempfe spricht ruhig, betont und lebendig, sodass die kurzen Texte dynamisch wirken und die Spannung der Folge unterstreichen. Weitere Sprecher sind Gosta Liptow, Michael Bideller und Christina Kutschera.

Die akustische Gestaltung des Hörspiels ist lebendig und kindgerecht geraten. Zwar ist einiges los, viele verschiedene Geräusche und passende Melodien sorgen für eine lebendige Stimmung. Doch das drängt sich nicht zu sehr in den Vordergrund, sodass die Dialoge immer im Vordergrund stehen. Schön, dass die verschiedenen Atmosphären aufgegriffen und durch die Umsetzung unterstrichen werden.

Gaby, Tim, Klößchen und Karl sind auf dem Titelbild gemeinsam mit Cockerspaniel Oscar in einem finsteren Gang zu sehen, die Taschenlampen in der Hand und mit erschrockenem Gesicht flüchten sie vor den dunklen Schatten, sie sie zu verfolgen scheinen – die Szene aus dem Hörspiel ist dabei in ansprechendem Zeichenstil umgesetzt. Auch die restliche Gestaltung ist ansehnlich und mit einigen weiteren Infos versehen. Wer dabei allerdings vor dem Hören liest, weiß schon vorher einen Teil der Lösung.

Fazit: „Verschollen im Stollen“ baut eine sehr abwechslungsreiche Handlung auf – mit geheimnisvollen Beobachtungen, kurzweiligen Recherchen und vielen spannenden und bedrohlichen Momenten. Die Charaktere kommen dabei gut zur Geltung und bringen ihren eigenen Charme in die Handlung ein, wobei die verdichtete Szenerie für einen intensiven Eindruck sorgt. Sehr gelungen!

VÖ: 12. März 2021
Label: Europa
Bestellnummer: 194398917320


TKKG Junior – 18. Stimmen aus dem Jenseits



Während Gaby gemeinsam mit Karl und Klößchen den Dachboden durchsucht, um ihrer Großmutter zu Geburtstag ihre alten Filmaufnahmen vorspielen zu können, begegnet Tim bei einigen Besorgungen auf den aufgebrachten Kinobesitzer Herrn Ambrosius. In seinem Kino laufen Stummfilme, doch erstaunlicherweise sind während der Vorstellungen plötzlich Stimmen zu hören. Stammen diese tatsächlich aus dem Jenseits oder steckt eine irdische Erklärung dahinter…?

„TKKG Junior“ gibt sich betont modern, immer wieder sind beispielsweise auch Anmerkungen zu sozialen Medien eingebaut. Umso interessanter ist es, dass in der 18. Episode „Stimmen aus dem Jenseits“ das Gegenteil im Fokus steht, hier geht es um die Ära des Stummfilms. Schön, dass der jungen Zielgruppe so auch nahegebracht wird, wie die heute völlig selbstverständliche Technik langsam entwickelt wurde. Der Aufbau der Handlung ist dabei etwas langsamer als man es von den vorigen Episoden gewohnt ist, doch es werden durchgängig neue Informationen geliefert. So entsteht dennoch ein unterhaltsamer Eindruck, wobei die Entwicklung der Handlung clever ist. Denn das Rätsel um die Stimmen im Kino wird schon recht früh, nach etwa zwei Dritteln der Handlung, präsentiert, danach geht es aber dennoch spannend weiter. Schön, dass hier eine deutliche Wendung vollzogen wird, auch wenn man das Ende in dieser Art wegen eines deutlichen Hinweises schon früh erahnen konnte. Für die Zielgruppe sind die Spuren aber wohl nicht allzu deutlich gelegt. Die Charaktere sind wieder markant gestaltet – nicht nur die der vier Hauptfiguren, sondern auch in den Nebenrollen, sodass insgesamt eine überzeugende Episode der Serie entstanden ist.

Sven Dahlem wählt eine sehr markante und vordergründige Sprechweise für seine Figur und gibt eine etwas verwirrte, tattrige Vorstellung des Kinobesitzers, setzt diese aber auch mit viel Energie um und schafft so einen gelungenen Charakter. Ingoborg Christiansen ist in der Rolle der Filmdiva Rita von Hohenfels zu hören und wirkt dabei wunderbar exzentrisch, aufgebracht und liebenswert, sodass ein weiterer spannender Charakter entsteht, der in Erinnerung bleibt. Michael Bideller ist als Kommissar Glockner zu hören und spricht die Rolle sympathisch, zugänglich und authentisch. Weitere Sprecher sind Martin May, Ela Nitzsche und Jens Wendland.

Die akustische Umsetzung des Hörspiels ist sehr sauber und abwechslungsreich gestaltet, sodass die verschiedenen Szenen gut zur Geltung kommen. Viele passende Geräusche im Hintergrund sorgen für eine lebendige Kulisse, aber auch die ausgewählten Musikstücke greifen die vorherrschende Atmosphäre auf und sind gut auf die Dialoge abgestimmt. Vor allem die titelgebenden „Stimmen aus dem Jenseits“ sorgen für einen prägnanten Ausdruck.

Das alte Kino ist auf dem Titelbild gelungen umgesetzt, besonders das Plakat mit dem Nosferatu-Plakat im Hintergrund ist ein gelungenes Detail. Und natürlich sind auch die Figuren wieder gekonnt in Szene gesetzt und zeigen eine passende Szene aus dem Hörspiel. Auf der Rückseite gibt es wie immer eine Übersicht über die Tracks, während die restliche Gestaltung wieder gut mit einer ausführlichen Übersicht der Mitwirkenden, kleinen Steckbriefen und weiteren Informationen zum Kino-Thema genutzt wird.

Fazit: „Stimmen aus dem Jenseits“ setzt das Thema des Stummfilmkinos gelungen um und bringt den Charme dieser Ära gut zur Geltung, während die unheimlichen Stimmen für einen leichten Gruseleffekt sorgen. Das Rätsel ist für geübte Hörer wegen der ausgelegten Spuren zwar schnell zu lösen, nichtsdestotrotz ist eine unterhaltsame Episode entstanden, die mit markanten und liebenswerten Charakteren gut funktioniert.

VÖ: 27. August 2021
Label: Europa
Bestellnummer: 194398917221


TKKG Junior – 16. Trügerischer Paddelspaß



Gemeinsam mit dem Ehepaar Glocker verbringen gemeinsam mit ihrer Tochter Gaby und ihren Freunden Tim, Karl und Klößchen ein paar Tage im Naturparadies Oberwald, wo sie eine Kanutour durch das Kanal- und Flusssystem unternehmen. Doch in einer Schleuse ist vorerst Schluss, da der Schleusenwart sie einfach sitzen lässt, als sie ihm kein ausreichendes Trinkgeld geben. Doch das ist leider nicht der einzige Vorfall, der den Urlaub der Reisegruppe stört…

Nachdem die Hörspielserie TKKG in den vielen Jahren seit der ersten Folge mittlerweile eine treue Hörerschar ansammeln konnte, die oft auch schon dem Jugendalter entwachsen sind, richtet sich „TKKG Junior“ wieder mehr an eine jüngere Zielgruppe und setzt dies auch bei der Wahl der Themen um. Aber auch die Erklärung einiger Begriffe spielt hier immer wieder eine Rolle, sodass in „Trügerischer Paddelspaß“ beispielsweise erklärt wird, wie eine Schiffsschleuse funktioniert. Eine gelungene und immer authentisch umgesetzte Ergänzung, die sich stimmig in die lebendigen Dialoge einfügt. Mir gefällt, dass in der Episode viele bedrohliche und unheimliche Szenen eingebaut sind, die aber dennoch kindgerecht sind und durch witzige und lockere Momente unterbrochen werden, sodass die Spannung zwar durchgängig präsent ist, aber eben nicht zu viel für zuhörende Kinder wirkt. Die Geschichte funktioniert auch so gut, weil nicht allzu viele Figuren auftauchen und sich auf wenige Charaktere fokussiert wird, die seltsamen Vorgänge aber dennoch rätselhaft bleiben. Und dann steckt da auch noch eine deutliche Aussage in dem Hörspiel, die eine wichtige Botschaft vermittelt und sehr gut in das Ambiente der Serie passt. Eine weitere gelungene Episode, die durch ihre dichte Stimmung im Naturpark sehr individuell wirkt.

Michael Bideller spricht in dieser Serie dir Rolle von Kommissar Glockner und klingt sehr sympathisch und warmherzig, er legt aber auch eine dynamische Sprechweise an den Tag und setzt die verschiedenen Szenen immer passend um. Julian Greis bringt als Klößchen wieder seine spitzbübische Art zur Geltung und sorgt so für jede Menge Humor, übertreibt es aber nicht und wirkt so durchgängig realistisch. Carla Becker ist in der Rolle der Bettina Mehring zu hören, die der Ausflugsgruppe hilfreich zur steht und mit ihrer freundlichen und zugänglichen Art für eine angenehme Stimmung sorgt, aber auch eine lebendige Sprechweise an den Tag legt. Weitere Sprecher sind Daniel Kirchberger, Stephan Benson und Christine Kutschera.

Bei der akustischen Umsetzung der Episode ist viel von den Klängen in der Natur zu hören, Grillenzirpen, Vogelgezwitscher oder Wasserplätschern sorgen neben einem leise knisternden Lagerfeuer für eine angenehme und lebendige Stimmung. Das ist lebendig umgesetzt und wird immer wieder durch stimmige Musik ergänzt, die die Szenenübergänge lebendig gestaltet und die Stimmung der jeweiligen Szene unterstreicht.

Die witzige Introszene, in der Klößchen Tollpatschigkeit zu einem „Wasserfall“ führt, ist auf dem Cover in gewohnt witziger und comichafter Weise dargestellt. Schön, dass dabei viele Details eingebaut sind und die Stimmung im Naturpark gut zur Geltung kommt. Im Inneren sind nicht nur die üblichen Angaben und die bereits bekannten Steckbriefe der vier Hauptfiguren zu finden, sondern auch eine Erklärung über die Funktionsweise von Schleusen.

Fazit: „Trügerischer Paddelspaß“ punktet nicht nur mit dem typischen Charme der Serie, sondern auch mit einer lebendigen Kulisse und einer abwechslungsreichen Handlung. Die Dialoge sind überzeugend und glaubhaft umgesetzt, immer wieder werden spannende Momente geboten, auch die Auflösung und die Aussage dahinter können punkten. Gelungen!

VÖ: 9. April 2021
Label: Europa
Bestellnummer: 194398206226


TKKG Junior – 15. In den Fängen der Felsenbande



Tim will seiner an der Grippe erkrankten Mutter besuchen und einige Besorgungen für sie erledigen. In dem Wohnblock, der von allen nur „der Felsen“ genannt wird, trifft er auf seine alten Freunde, die ihn zu einem krummen Ding überreden wollen. Währenddessen will Gaby sich um ihre Nachbarn kümmern, deren Tageszeitung regelmäßig gestohlen wird, die ihre Hilfe aber kategorisch ablehnen…

„In den Fängen der Felsenbande“ würde man als Titel wohl eher bei den „Fünf Freunden“ vermuten, schließlich haben „TKKG Junior“ bisher vor allem im städtischen Umfeld der Millionenstadt ermittelt – und weichen auch in der 15. Episode nicht davon ab. Das Wortspiel wird mit dem riesigen, grauen Wohnblick direkt am Anfang aufgeklärt, wobei die Kulisse eines sozialen Brennpunkts gekonnt aufgegriffen wird. Bei einem Jugendhörspiel steht das natürlich nicht im Vordergrund, wird aber dennoch eingängig und durchaus gesellschaftskritisch eingebaut. Wie Tim sich dabei seinen alten Freunden stellt und sich ihnen couragiert entgegentritt, aber auch die Bedrohung seiner Mutter nimmt einen großen Teil des Hörspiels ein, der Fall entwickelt sich aber auch in einige unerwartete Richtungen weiter und sorgt so für Überraschungen. Das ist spannend und abwechslungsreich erzählt, vor allem weil sich die Handlung sehr auf ihren Kern konzentriert. Für ein wenig gelungene Abwechslung ist mit dem Fall der gestohlenen Zeitungen gesorgt, die eher Randnotizen sind, aber eben auch die anderen drei Viertel von TKKG passend einbringen. Ein starke Episode, die mal keinen klassischen „Wer-ist-der-Täter“-Krimi erzählt, sondern direkt mit offenen Karten spielt und so einen abwechslungsreichen Verlauf präsentiert und sehr stimmungsvoll erzählt wurde.

Jonas Minthe ist in der Rolle des Tom sehr gut besetzt und schafft eine bedrohliche Stimmung um den Jugendlichen, sein harter Klang wird später aber auch überzeugend variiert und mit gelungenen Nuancen versehen. Auch Florentine Stein spricht die Rolle der Kimmi ebenfalls sehr engagiert und treffend, wobei sie die Stimmung am „Felsen“ gekonnt zur Geltung bringt. Tim Mutter bekommt ihre Stimme von Elena Wilms gesprochen, ihre freundliche und zugängliche Art und die überzeugende Sprechweise haben mir sehr gut gefallen. Weitere Sprecher sind Till Huster, Michael Bideller und Sebastian Fitzner.

Die Ausstattung mit Musik und Geräuschen ist stimmig geraten. Die Dialoge stehen dabei immer im Mittelpunkt, werden aber mit passenden Sounds unterlegt, die die Handlungen der Charaktere unterstreichen oder für eine lebendige Wirkung sorgen. Die Musik ist modern, fröhlich und passend eingebaut, sodass die Grundstimmung der Serie unterstrichen und die Dynamik der Folge unterstrichen wird.

Eine Szene aus dem Hörspiel, in der Tim seine Mutter besucht, ist sehr gelungen auf dem Titelbild dargestellt: Seine schniefende Mutter, eine erschrockene Katze und der ebenso erstaunt dreiblickende Tim und das mit einem Stein eingeworfene Fenster wurden wieder im ansprechenden Comicstil dargestellt. Auch die restliche Gestaltung ist ebenfalls übersichtlich und modern gelungen, wobei der Raum hinter der CD wieder für einige Zusatzinfos genutzt wird.

Fazit: „In den Fängen der Felsenbande“ erzählt von sozialen Brennpunkten und Jugendkriminalität, von falschen und richtigen Freunden, von Loyalität und Erpressung – ganz schön viel für ein Kinderhörspiel, aber sehr eingängig und lebendig erzählt. Das ist spannend geraten und einfühlsam erzählt. Eine starke Episode der Serie, die deren Qualität noch einmal unterstreicht.

VÖ: 26.Februar 2021
Label: Europa
Bestellnummer: 194398206127


TKKG Junior – 14. Eisige Diamanten



Die ganze Stadt ist eingeschneit, auf dem winterlichen Marienberg veranstaltet Tim, Karl, Klößchen und Gaby sich ein Wettrennen mit den Schlitten. Klößchen baut wegen des hohen Tempos einen Unfall – direkt vor einer Eishöhle, die schon seit einiger Zeit geschlossen ist. Die Abenteuerlust treibt sie hinein, und glücklicherweise ist der Besitzer Matteo Zanoni nicht sonderlich erbost über den kurzen Besuch. Doch gerade nach dem Verlassen der Höhle klingelt Klößchens Smartphone…

Auch wenn es sich bei „TKKG Junior“ um einfachere und weniger brutaler oder bedrohliche Geschichten für Kinder handelt als die ältere Version der bekannten Detektivbande, ist die Themenwahl dennoch eine ähnliche. In der 14. Episode „Eisige Diamanten“ geht es beispielsweise um den Einbruch bei einem Juwelier und den damit verbundenen Raub von wertvollen Diamanten. Der Weg zur Lösung ist aber etwas klassischer: Untersuchung des Tatorts mit der Aufnahme erster Hinweise, Zeugenbefragung, Ermittlungen im Umfeld von Verdächtigen. Die dabei eingebundenen Beweise sind sinnvoll und gut nachvollziehbar erzählt und unterhaltsam aufbereitet, wobei ein Thema nach dem anderen abgehandelt wird. Schon ist auch, dass dabei ziemlich viele interessante Erklärungen zu verschiedenen Themen eingebaut sind und der so eine Wissenskomponente eingebaut wurde. Da geht es um die Eigenschaften von Diamanten, um Eishöhlen und -skulpturen, aber auch Erklärungen zu bestimmten Begriffen und Fremdwörtern. Die Spannung wird dabei durchgängig gehalten, weil immer neue Verdächtige in den Mittelpunkt gerückt werden. Schön ist auch, dass das Ende dann doch noch einen kleinen Dreh hat, der eine sinnige Wendung mit einbringt. Eine weitere starke Episode der Serie.

Matteo Zanoni, der Besitzer der Eishöhle, wird von Patrick Bach gesprochen, der auch hier eine lockere und überzeugende Leistung abliefert und so einen authentisch wirkenden Charakter formt, der sich gut an die verschiedenen Situationen anpasst. Klößchens Mutter wird von Dagmar Dreke gesprochen, deren Stimme sehr gut zu der resoluten Frau passt und schnell die Sympathien des Hörers gewinnt, ohne ihre Figur zu sehr in den Vordergrund zu rücken. Achim Schülke ist ebenfalls in einer Gastrolle zu hören, die Rolle des Diamantenschleifers Henrik Klotz wirkt durch ihn zugänglich und warmherzig, was in seinen Szenen sehr überzeugend wirkt. Weitere Sprecher sind Arlette Stanschus, Franziska Hartmann und Josephine Martz.

Für ein Hörspiel, welches sich eher an jüngere Schulkinder richtet, ist in Sachen akustische Gestaltung im Hintergrund ziemlich viel los. Zahlreiche Geräusche sind zu hören und illustrieren die Handlungen der Charaktere oder schaffen eine passende Kulisse, aber auch leise Musik, um Spannung zu erzeugen oder eine unheimliche Stimmung zu schaffen. Dennoch wirkt das Hörspiel nicht überladen, sondern locker und modern inszeniert.

Das winterliche Thema wird auf dem Titelbild gelungen aufgegriffen, die vier Juniordetektive samt Cockerspaniel Oscar sind in der Eishöhle zu sehen, wobei Eisskulpturen, finstere Schatten und eine Truhe voller eisfarbener Diamanten für die richtige Atmosphäre sorgen – auch wegen des witzigen Zeichenstils. Im Inneren des kleinen Booklets gibt es nicht nur die bereits bekannten Steckbriefe der Hauptfiguren und ausführliche Sprecher- und Produktionsangaben, sondern auch wieder ein paar zusätzliche Informationen zu Eisskulpturen und -gebäuden.

Fazit: „Eisige Diamanten“ überzeugt mit einer kurzweiligen Geschichte und einem gut erzählten Ermittlungen in einem interessanten Fall. Lebendige Figuren und markante Schauplätze, eine überschaubare Anzahl an Verdächtigen, die nach und nach abgehandelt werden, was dann auch jüngere Zuhörer nachvollziehen können. Schön, dass dabei ein wenig Wissensvermittlung, charmante Figuren und ein passender Humor nicht fehlen.

VÖ: 20. November 2020
Label: Europa
Bestellnummer: 190759942727


TKKG Junior – 13. Das verpfuschte Gemälde



Tag der offenen Tür im Internat von TKKG – für Klößchen eine weitere Gelegenheit, den köstlichen Schokokuchen der Köchin Berta zu probieren. Doch dieser ist völlig versalzen, und das ist nicht das einzige Ärgernis auf der Feier: Aus dem Toilettenspülkasten scheint Blut statt Wasser zu laufen und das Kunstwerk von Jens Gutmann, einem ehemaligen Schüler, ist mit roter Ölfarbe verschmiert. Klar, dass TKKG sofort die Ermittlungen aufnehmen…

„TKKG“ sind seit Jahrzehnten fester Bestandteil der Jugendkultur und hatten natürlich vor allem in den 80er Jahren ihre Hochzeiten bei Jugendlichen. Eine kleine Renaissance findet mittlerweile mit „TKKG Junior“ an, die sich an noch jüngere Zuhörer widmet und nicht nur jüngere Protagonisten, sondern präsentiert auch einfachere und gradlinigere Handlungen. Die 13. Episode „Das verpfuschte Gemälde“ lässt dabei kaum Zeit vergehen, um die Charaktere oder die Szenerie vorzustellen und präsentiert mit dem versalzenen Kuchen gleich eine erste Missetat, bevor diese aufgeklärt wird, werden aber auch die beiden anderen oben beschriebenen „Verbrechen“ dargestellt. Die Ermittlungen verlaufen sehr konsequent und entwickeln sich von Punkt zu Punkt weiter, Nebenarme oder parallel spielende Szenen gibt es nicht, sodass auch jüngere Hörer einfach folgen können. Die Befragungen der vier Juniordetektive, ihre Beobachtungen und einige Tricks sind unterhaltsam aneinandergereiht. Schön ist, dass dabei nicht immer der offensichtliche Weg gegangen wird, sondern auch ein paar kleine Überraschungen eingebaut sind. Motiv und Vorgehensweise des Täters passen in die Lebensrealität der Kinder, ebenso wie die technischen Neuerungen und die modern wirkende Umsetzung, was den überzeugenden Eindruck der Episode unterstreicht.

Konstantin Graudus ist in der Rolle des Künstlers Jens Gutmann zu hören, der seine jahrelange Sprechererfahrung nutzt, um einen authentischen und überzeugenden Eindruck seines Charakters zu erschaffen und ihn mit einigen passenden Facetten zu verleihen. Stefan Brönneke hat mir als Dr. Hitzbein sehr gut gefallen, da er seine Figur wunderbar verschroben und vergesslich wirken lässt, was für einige humorvolle Momente sorgt. Flemming Stein und Tim Kreuer sind als Ben und Nick ebenfalls gut eingebunden und verleihen den rebellischen Schülern ein markantes Auftreten, sodass ihre dominante Art gut zur Geltung kommt. Weitere Sprecher sind Ursula Illert, Gerhard Garbers und Martin May.

Der Titelsong der Serie ist sehr prägnant– einerseits, wegen der augenzwinkernden Beschreibung der Figuren, andererseits aber auch, weil sich einfach gar nicht reimen will. Die Stimmung der Handlung ist aber gekonnt umgesetzt, besonders die vielen Geräusche im Hintergrund sorgen für eine lebendige Szenerie und werden mit passenden Melodien unterlegt, die die jeweilige Szenerie mit viel Atmosphäre unterlegen.

Auf dem Titelbild zur Episode wird eine der Eröffnungsszenen dargestellt, auf dem das verschmierte Gemälde dargestellt ist, aber auch das festlich geschmückte Foyer samt Rednerpunkt und verwirrtem Hausmeister. Klar, dass auch die vier Juniordetektive und Oscar auf dem Cover zu sehen sind und der kindgerechte, moderne und harmonische Zeichenstil Anwendung findet. Der Raum hinter der CD wird noch genutzt, um ein wenig Wissen über Kunst zu vermitteln.

Fazit: Temporeich erzählt und mit gut nachvollziehbaren Ermittlungen versehen ist „Das verpfuschte Gemälde“ eine hörenswerte Episode der Serie geworden. Schon der Einstieg ist kindgerecht aufregend geraten, auch später sind einige spannende Szenen eingebaut. Die markanten Figuren und die lebendige Stimmung sind ebenfalls gelungen, sodass auch die 13. Episode der Serie überzeugend ist.

VÖ: 14. Oktober 2020
Label: Europa
Bestellnummer: 190759942420


TKKG Junior – 12. Schmierige Angelegenheiten



Bei einem Ausflug im Wald der Millionenstadt beobachten Tim, Karl, Klößchen und Gaby, wie aus einem LKW Metallfässer in den See geworfen werden – und das, obwohl Umweltschutz immer wichtiger wird. Natürlich wollen die Hobbydetektive herausfinden, wer dahintersteckt und treffen noch am Tatort eine Taucherin, die die Fässer direkt wieder aus dem Wasser holen will – und eine erstaunliche Entdeckung macht…

Dass das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit längst auch Kinder und Jugendliche erreicht hat, sieht man nicht nur an den freitäglichen Demonstrationen, auch in der Pop-Kultur wird Müllvermeidung und Klimaschutz immer wieder aufgegriffen. So auch geschehen in der zwölften Episode von „TKKG Junior“, um die jüngere Version der bekannten Juniordetektive, in der Tim, Karl und Gaby dem wie immer unwissenden und unbedachten Klößchen über umweltfreundliche Alternativen zu Plastikfolie aufklären, aber auch im weiteren Verlauf werden wichtige Themenfelder des Umweltschutzes angesprochen. Verpackt ist das in einen Fall, der mit dem Versenken von Fässern im Wasser ein Motiv aufgreift, der schon mehrfach durchgekaut wurde, aber hier mit einigen neuen Elementen angereichert wurde. Der Verlauf ist schmissig und kurzweilig, die vier Charaktere geraten immer wieder in aufregende Situationen und müssen sich so einiges einfallen lassen, um den Umweltsündern auf die Spur zu kommen. Und dabei sind dann noch einige Wendungen eingebaut, die das Ganze sehr unterhaltsam wirken lassen. Lediglich die Darstellung von Klößchen als naives Dummerchen ist etwas zu aufdringlich geraten, ein bisschen mehr Grips würde man ihm dann schon zutrauen – und eine sinnvolle Dialogführung wäre auch ohne dieses Extrem ausgekommen. Davon abgesehen unterstreicht „Schmierige Angelegenheiten“ aber die Qualität der Serie und spricht gleichzeitig ein ebenso wichtiges wie modernes Thema an. Nur eine kleine Korrektur: Bienenwachstücher können mehrfach verwendet werden, sodass die biologische Abbaubarkeit nur eine zweitrangige Rolle spielt.

Kristina von Weltzien ist in dieser Episode in der Rolle der Umweltaktivistin Sana Michels zu hören und bringt die Rolle sehr glaubhaft und sympathisch herüber, die Energie der Figur kommt durch sie sehr gut zur Geltung. Michael Prelle hat als Karl-Heinz Kowallke eine genau konträre Rolle und wirkt mit seiner polternden und herablassenden Art sehr unsympathisch, die Energie und die Glaubwürdigkeit der Rolle ist aber ähnlich gelungen. Liza Ohm ist wie immer in der Rolle der Gaby zu hören und wirkt dabei jugendlich und frisch, besonders in der Kommunikation mit ihren Freunden wirkt die spontan und authentisch. Weitere Sprecher sind Joachim Kretzer, Tanja Dohse und Robert Kotulla.

Die Geräuschkulisse der Episode ist wieder vielseitig geraten und lässt die Dialoge lebendig wirken – mal durch eine passende Gestaltung des Hintergrunds, aber auch die beschriebenen Aktionen kommen so gut zur Geltung. In besonders spannenden Momenten oder während der Erzähltexte ist auch mal passende Musik eingespielt, die gut zur vorherrschenden Stimmung passt und diese gekonnt aufgreift.

Auf dem Titelbild ist eine Szene aus dem Hörspiel zu sehen, auf dem auf einem Schrottpatz die drei der Detektive von einem knurrenden Kampfhund bedroht werden. Der Gesichtsausduck von Tim, Karl und Klößchen ist sehr ausdrucksstark, aber auch der Hintergrund mit den vielen Details und der moderne Comicstil haben mir gut gefallen. Der Platz hinter der CD wurde sehr sinnvoll genutzt und enthält einige sehr gut umsetzbare Tipps zum Umweltschutz.

Fazit: „Schmierige Angelegenheiten“ überzeugt nicht nur mit einem kurzweiligen Verlauf und vielen spannenden Momenten, die dennoch immer kindgerecht geraten sind, sondern auch mit dem aktuellen Thema und vielen einfach umzusetzenden Tipps zur Müllvermeidung oder dem Klimaschutz. Gelungen, auch wenn sich Klößchen ab und an allzu unbesonnen und unwissend präsentiert.

VÖ: 26. Juni 2020
Label: Europa
Bestellnummer: 190759942321


TKKG Junior – 10. Nachts im Gruselpark



Von ihrem älteren Mitschüler Alex werden TKKG auf einen verlassenen Freizeitpark eingeladen, den die Natur schon lange zurückerobert hat. Nun werden Gruselführungen angeboten, wovon Tim sofort begeistert ist. Doch in der Dunkelheit ist es in dem Park tatsächlich sehr gruselig, sodass die Gruppe an Jugendlichen schnell verängstigt ist. Bald dazu kommt aber auch viel Ärger dazu, da plötzlich Handys, Geldbörsen und andere Wertgegenstände verschwunden sind…

„Lost Places“, also Orte, die seit langem nicht mehr ihrem eigentlichen Zweck dienen und nach und nach verfallen, sind momentan voll im Trend. Insbesondere Influencer haben die düstere Romantik dieser Orte entdeckt – und damit für Jugendliche äußerst attraktiv gemacht. Und so greift mit „Nachts im Gruselpark“ nun auch ein Hörspiel mit eben dieser Zielgruppe das Thema auf und kombiniert das mit einer ziemlich unheimlichen und düsteren Handlung. Denn auf einem verlassenen Freizeitpark geht es mitten in der Nacht ziemlich gruselig zu, was die Stimmung im ersten Drittel der Folge deutlich bestimmt. Das ist für Kinder sehr intensiv geraten, doch glücklicherweise wird jeder kurze Schockmoment kurz danach aufgelöst – perfekt für Kinder, um sich zu gruseln, aber eben nicht zu ängstigen. Danach entwickelt sich die Handlung nicht mehr durchgängig gruselig weiter, sondern erzählt vor allem einem typischen Krimi der Reihe, auch wenn immer wieder noch für unheimliche Momente im Park gesorgt ist. Es macht Spaß, den Recherchen der vier Juniordetektive zu lauschen, mit ihnen den Spuren zu folgen und so nach und nach auf die Täter zu kommen. Das ist kurzweilig geraten und ist mit einigen witzigen und charmanten Szenen garniert, in denen die Charaktere der vier Hauptfiguren mit ihren speziellen Eigenheiten gut zur Geltung kommen, ohne dass sich über jemanden lustig gemacht wird. Schön auch, dass einige wichtige Werte eingebaut werden, die jedoch eher nebenbei vermittelt werden und nicht mit dem Holzhammer präsentiert sind. Eine Episode, die mir sehr gefallen hat.

Thore Lütje ist in der Rolle des Alex zu hören und gestaltet die Rolle sehr authentisch, er schafft es, aus der recht unfreundlichen Gruppe älterer Mitschüler hervorzustechen und trotz seiner Rauheit zugänglich zu wirken, aber ebenfalls eine unheimliche Stimmung zu verbreiten. Gewohnt viel Energie legt Julia Fölster in ihre Darstellung, auch die Rolle der Selina wirkt so sehr präsent. Die Angst in ihrer Stimme wirkt echt und verstärkt die Wirkung dieser Szenen. Auch Erzähler Peter Kaempfe passt seine Erzählweise der vorherrschenden Atmosphäre an, er lässt seinen Klang düsterer und getragener wirken, was sehr lebendig wirkt. Weitere Sprecher sind Flemming Stein, Wolf Frass und Muriel Bielenberg.

Der Titelsong der Serie wirkt auch in der zehnten Episode noch sehr markant – einerseits einprägsam und zum Mitsingen bestens geeignet, andererseits stolpere ich aber auch immer wieder über den Rap-Teil, der zwar witzig getextet ist, sich aber auch einfach nicht reimen will. Die akustische Umsetzung der Handlung gefällt mir wieder gut, im Hintergrund werden zahlreiche Geräusche eingespielt, die die Szenen lebendig wirken lassen und ganz verschiedene Stimmungen entstehen lassen. Auch die eingesetzte Musik für die Szenenübergänge ist gelungen, sie wirken modern und jugendlich.

Das Cover zur Episode ist wunderbar unheimlich und gruselig geraten, durch den Clown mit dem verzerrten Gesicht, der verschmutzte, hohläugige Schwan, der die verängstigen Hauptfiguren darauf, aber auch die düsteren Farben sind sehr ansprechend gestaltet und unterstützen die Wirkung der Episode. Auch die restliche Gestaltung ist hübsch und modern.

Fazit: „Nachts im Gruselpark“ verbindet das Thema der Lost Places mit einer spannenden und vor allem gruseligen Juniordetektivgeschichte, die mir wegen ihres Tempos und der Fokussierung auf den Fall sehr gut gefallen hat. Viele unheimliche Momente, aber auch eine konsequente Nachforschung nach den Tätern ergänzen sich sehr gut, sodass „TKKG Junior“ ist dieser Folge besonders dicht und gelungen wird. Eine der bisher stärksten Episoden der Serie!

VÖ: 7. Februar 2020
Label: Europa
Bestellnummer: 190758814025


TKKG Junior - 9. Gepanschter Punsch



Gabis Mutter betreibt auf einem Öko-Weihnachtsmarkt einen Stand mit Punsch und Waffeln. Gemeinsam mit TKKG beobachten sie einen unschönen Vorfall am Nachbarstand, als die dortige Betreiberin beschuldigt wird, verdorbene Ware zu verkaufen. Doch nicht nur die nette Conni steht bald im Visier, bald gerät der ganze Markt in Verruf...

Fast schon ein Klassiker: Früher oder später gibt es bei zahlreichen Hörspielserien, insbesondere für Kinder, eine Geschichte, die zur Weihnachtszeit spielt. Bei dem "Junior"-Ableger von TKKG ist das sogar schon sehr früh der Fall, bereits die neunte Episode deutet mit dem Titel "Gepanschter Punsch" auf einen Bezug zum Weihnachtsmarkt hin. Das steht auch mehr im Vordergrund als das eigentliche Fest, die fröhliche und lebendige Stimmung auf dem Markt mit den vielen Leckereien kommt dafür in einigen Szenen sehr gut zur Geltung. Schön auch, dass es für Kinder viele Erklärungen zu bestimmten Themen gibt, Begriffe erklärt oder wirtschaftliche Zusammenhänge dargestellt werden, so können die jungen Zuhörer auch noch einiges lernen. Die Charaktere kommen dabei gut zur Geltung, wobei der Fokus natürlich auf Tim, Karl, Klößchen und Gaby liegt. Zugegeben, manches wirkt schon überzogen, beispielsweise dass Karl in dem Alter bereits perfekt einen Giftstoff mit seinem Chemiekasten identifizieren kann. Abgesehen von solchen Übertreibungen ist eine in sich stimmige Handlung entstanden, die sich gelungen weiterentwickelt und für Kinder durchaus spannend erzählt ist. Dabei ist kein klassischer Wer-hats-getan-Krimi entstanden, sobald klar ist, was hinter den Anschlägen steckt, kann man sich schon vieles zusammenreimen. Es geht dann eher darum, den Täter zu überführen, was lebendig und kindgerecht nicht allzu komplex geraten ist. Eine hübsche Folge, die am Ende jedoch ein wenig an Spannung verliert und das Finale ein wenig verpuffen lässt.

Christine Kutschera ist in der Rolle von Margot Glockner, Gabis Mutter, zu hören und lässt ihre Stimme sehr zugewandt und freundlich klingen, aber auch die aufgeregteren Szenen um den Verdacht auf ihr bekommt sie glaubhaft hin. Erzähler Peter Kaempfe macht seine Sache auch in dieser Episode einen guten Eindruck und führt mit ruhiger und angenehmer Art durch die Handlung, wobei die eher kurzen Texte durch seine eingängige Sprechweise gut zur Geltung kommen. Daniela Reidies und Tim Grobe geben als Ruth und Rüdiger Paschulski ein gelungenes Duo ab und bringen die Eigenheiten der Figuren gut zur Geltung, klingen aber manchmal auch ein wenig überambitioniert und verlieren dann an Glaubwürdigkeit. Weitere Sprecher sind Ela Nitzsche, Frank Gustavus und Gerlinde Dillge.

Bei den Dialogen sind besonders viele Gespräche und Stimmgemurmel im Hintergrund zu hören, sodass sowohl auf dem Weihnachtsmarkt als auch auf dem Schulhof eine lebendige Stimmung entsteht. Aber auch die zu den Dialogen passenden Geräusche sind gut eingefügt und lassen die Gespräche authentischer wirken. Viele der eingebauten Melodien sind bereits aus den vorigen Episoden bekannt, sorgen aber auch hier für passende Szenenübergänge.

Das Cover der Episode ist sehr stimmungsvoll geraten, der heimelig beleuchtete Weihnachtsmarkt mit den hübschen Holzständen bilden so einen ansehnlichen Hintergrund. Der witzige Comicstil der Serie ist auch hier gut umgesetzt, wobei die verdutzten Gesichter von TKKG ebenso wie der erstaunte Oscar für Lacher bei den Kindern sorgen. Das Innere ist bereits bekannt und auch hier wieder übersichtlich umgesetzt.

Fazit: Der Fall an sich ist zwar etwas leicht zu durchschauen, aber dennoch flüssig und lebendig erzählt. Das Finale hätte zwar etwas spannender geraten werden können, der Weg dorthin ist aber unterhaltsam geraten. Da auch Sprecher und Produktion stimmig sind, ist eine weitere unterhaltsame Episode entstanden.

VÖ: 8. November 2019
Label: Europa
Bestellnummer: 190758813721



TKKG Junior - 7. Zwischen Gauklern und Ganoven



Der Besuch eines Mittelaltermarkts hat für TKKG und Karls Vater seinen Höhepunkt in einer Jongleursvorstellung, bei dem Geldscheine der Zuschauer für einen spektakulären Trick eingesetzt werden. Der Schreck ist jedoch groß, als sich herausstellt, dass dabei Falschgeld verteilt wurde. Natürlich wollen die vier Freunde wissen, wer hinter der fiesen Masche steckt...

Es gibt so einige Klassiker bei den Verbrechen, die in den einschlägigen Juniordetektivserien vorkommen. Da macht auch TKKG Junior keine Ausnahme und bedient sich an dem gebotenen Portfolio, setzt diese aber sehr authentisch und spannend um. Die siebte Episode dreht sich um das Thema Falschgeld, verknüpft dies aber mit momentan so populären Mittelaltermärkten. Das startet in einer atmosphärischen Introszene, in der auch gleich ein wenig Kritik an der Kommerzialisierung der Spektakel geübt wird. Die Ermittlungen nach der Entdeckung des Falschgelds sind da schon deutlich ruhiger gehalten und können die Spannung nicht durchgängig hochhalten, zu lang sind einige Szenen geraten, ohne dass die Handlung wirklich vorankommen würde. Dieser Eindruck relativiert sich wieder etwas, als zum Finale ziemlicher Zeitdruck für die Juniordetektive aufkommt und sie in einer packenden Szene ein Unglück verhindern müssen. Besonders gut gefällt mir dabei, dass die Autoren ihre Hörer ernst nehmen. Denn auch hier gibt es ab einem gewissen Zeitpunkt offensichtliche Hinweise auf dem Täter, statt die Detektive aber scheinbar weiter im Dunkeln tappen zu lassen, setzt die Geschichte von dort an eher auf Action. Dass dabei auch ein kleines Familiendrama und ein Moment des gegenseitigen Verzeihens eingebunden sind, stärkt die Authentizität der Folge und macht auch „Zwischen Gauklern und Ganoven“ zu einer hörenswerten Folge der Serie.

Frank Jordan spricht in dieser Episode die Rolle von Karl Vater Albert Vierstein und bringt dabei die Rolle des leicht schusseligen, aber sehr klugen Wissenschaftlers sehr gut auf den Punkt, wobei er der Rolle viel Charme verleiht. Als sympathischer Veranstalter des Mittelaltermarktes ist Walther Wiegand zu hören, der einen bodenständigen Eindruck hinterlässt und „Wockel“ mit Energie und glaubhaften Emotionen ausstattet. Tetje Mierendorf hat einen Gastauftritt als Remigus, den er gekonnt umsetzt und seine Szenen mit Leben füllt. Weitere Sprecher sind Monty Arnold, Delio Malär und Kerstin Draeger.

Das Thema „Mittelaltermarkt“ bietet an sich ja schon eine schöne Vorlage für eine atmosphärische Gestaltung, die auch an einigen Stellen gut umgesetzt wurde, beispielsweise mit Marktschreiern im Hintergrund. Auch dass Gaby mal im Hintergrund eine Diskussion am Telefon mit ihrem Vater führt, ist ein gelungenes stilistisches Element, wobei alles gut zusammenpasst und gleichzeitig modern wirkt.

Das Cover zeigt die vier Detektive in verschiedenen Posen, die alle mit dem Mittelaltermarkt verbunden sind – Gaby und Tim beim Schwertkampf, Klößchen und auch Oscar beim Untersuchen weiterer Requisiten, Karl beobachtet skeptisch einen Gaukler. Schön, dass das Wesen der Charaktere schon auf dieser Zeichnung mit eingebunden ist.

Fazit: Auch wenn einige Passagen nicht ganz das Tempo halten können, entwickelt sich „Zwischen Gauklern und Ganoven“ auch nach der Introszene unterhaltsam und kurzweilig weiter. Die Kombination verschiedener Themen ist gelungen, da alles gleichberechtigt nebeneinander steht und gut verknüpft wurde. Schön ist auch das packende Finale, bei dem TKKG alle Hände voll zu tun haben.

VÖ: 21. Juni 2019
Label: Europa
Bestellnummer: 190758813424


TKKG Junior – 6. Bei Anruf Abzocke



Nach einem gemütlichen Kinobesuch beobachten Tim, Gaby, Karl und Klößchen, wie eine Polizistin einen alten Mann vor Trickbetrügern warnt. Doch als die den Rentner dazu drängt, ihr eine hohe Summe Geld zur Verwahrung zu geben, ahnen die Kinder einen Trickbetrug. Tatsächlich flieht die falsche Beamtin und TKKG nehmen die Verfolgung auf...

In der Serie um die jugendliche Bande von TKKG ging es schon um die verschiedensten Betrügereien. Nun hat dieses Thema auch Einzug in TKKG Junior gehalten, geht es aber deutlich realistischer an. Dabei werden so einige Tricks eingebracht, die Banden tatsächlich mit älteren Menschen anstellen, was einen gewissen erzieherischen Ansatz hat und Kinder aufmerksamer werden lässt, wie mit ihren eigenen Großeltern umgegangen wird. Auch der wunderbare Witz der Serie kommt sehr gut zur Geltung, sei es wegen der stimmig gestalteten Charaktere oder treffendem Wortwitz - und auch der wunderbare Running Gag a la Louis de Funes ist wieder vorhanden. Eingebettet ist das in eine spannende Handlung, die sich schnell entwickelt und die Gaunerbande immer wieder auf den Plan ruft, die aber auch immer wieder entwischen können. Es gibt einiges zu ermitteln, Fallen zu stellen und mit unvorhergesehenen Ereignissen umzugehen, was einen sehr flüssigen Eindruck hinterlässt. Und auch dass der Fall sehr eng an die Familie eines Mitglieds von TKKG heranrückt, bringt zusätzlichen Reiz in die Folge. So ist gerade das Finale von „Bei Anruf Abzocke“ sehr spannend geraten, da die Protagonisten in eine ziemlich brenzlige Situation geraten, die sehr gut umgesetzt wurde – und nebenbei auch noch das Thema Demenz aufgreift. Und so setzt diese sechste Folge den sehr positiven Trend der Serie fort und liefert eine überzeugende und sehr unterhaltsame Geschichte ab, bei der alles zusammenpasst.

Katja Brügger sticht auch in dieser Folge mit ihrer rauen und markanten Stimme gleich heraus, wobei die falsche Polizistin mit viel Energie versieht und sowohl die schmeichlerischen Passagen als auch die spätere Wut gelungen umsetzt. Auch Elga Schütz hat mich hier vollkommen überzeugt und bildet mit ihrer sanften Art einen guten Kontrastpunkt, Oma Glockner bekommt durch sie eine warmherzige Aura und viel Humor. Michael Bideller hat als Kommissar Glockner wieder einen größeren Auftritt in dieser Folge, den er souverän und glaubhaft umsetzt. Weitere Sprecher sind Douglas Welbat, Carla Becker und Bernd Stephan.

In dieser Serie geht es vorrangig um die Charaktere und die Handlung, die akustische Umsetzung spielt eine eher untergeordnete Rolle. Dennoch wird hier eine stimmige Umsetzung geboten, die mit vielen passenden Geräuschen die Dialoge lebendig werden lassen. Auch die Musikstücke passen nicht nur gut zur Zielgruppe der Serie, sondern sorgen auch für eine angenehme Atmosphäre.

Die falsche Polizistin auf der Flucht vor TKG, während Klößchen sich um den netten alten Herren kümmert. Umherfliegende Geldscheine und eine moderne Großstadtkulisse ergänzen das Titelbild mit dem ansprechenden Comicstil. Im Inneren sind wieder hinter der CD einige weitere Informationen zusammengetragen.

Fazit: Die sechste Episode von TKKG Junior ist wieder sehr stark und lenkt die Achtsamkeit der jungen Zuhörer gekonnt auf einen aufmerksamen Umgang mit älteren Menschen und betrügerischen Absichten. Verpackt ist das in eine abwechslungsreiche und spannende Handlung, die auch für jüngere Zuhörer gut verständlich aufbereitet wurde und Erwachsene dennoch nicht langweilt. Schön, dass die Charaktere wieder so gut in Szene gesetzt wurden!

VÖ: 12. April 2019
Label: Europa
Bestellnummer: 190758813325


TKKG Junior – 5. Die Dino-Diebe



Ein alter Freund von Karls Vater hat für sein Museum das uralte Skelett eines echten Dinosauriers aufarbeiten lassen und möchte es voller Stolz bald der Öffentlichkeit präsentieren. TKKG dürfen schon ein paar Tage früher in die Ausstellung, wobei Oscar jedoch voller Aufregung das Skelett beschädigt - nicht zum ersten Mal, denn immer mehr einzelne Knochen werden gestohlen. Ein neuer Fall für die vier Freunde...

TKKG Junior richtet sich - wie der Name schon vermuten lässt - eher ein jüngeres Publikum und wählt auch die Themen dementsprechend aus. Und da funktionieren Dinosaurier einfach immer gut und sprechen eine Vielzahl Kindern an. Zwar geht es in der fünften Episode nicht um lebendige Urzeitechsen, sondern lediglich um ein Skelett, die Szenerie funktioniert dennoch gut und sorgt für eine passende Stimmung. Die Handlung ist dann ein lupenreiner Krimi, bei dem in Zeugenbefragungen und verdeckte Untersuchungen durchgeführt werden müssen. Der Verlauf ist kurzweilig und flüssig erzählt, bietet einige Spannungsmomente und einen teils recht gruseligen Höhepunkt, bei dem sich der Täter aber ziemlich verplappert und seinen ganzen Plan recht unbeholfen präsentiert. Das hätte man sicherlich eleganter lösen können, tut dem insgesamt positiven Verlauf aber keinen Abbruch. Ansonsten sind die Dialoge nämlich ziemlich sinnig und authentisch geraten, wobei die vier Detektive wieder ihre eigenen Stärken entfalten können und jeweils ihren eigenen Anteil zur Lösung des Falles beitragen. Die Chemie zwischen ihnen stimmt, ebenso wie auch die anderen Charaktere ausdrucksstark sind und die Folge auf ihre eigene Weise prägen. Und dass sogar der Aufenthalt in einem Museum aufschlussreich und unterhaltsam sein kann, wird Kindern gut vermittelt – auch wenn man natürlich klar stellen muss, dass das nächtliche Einschleichen in die Ausstellung eigentlich nicht okay ist.

Sebastian Fitzner ist wie auch schon in den Vorgängerepisoden in der Rolle des Tim zu hören, dessen primäre Eigenschaften wie Mut und Sportlichkeit durch ihn gut zur Geltung kommen. Aber auch die anderen Seiten des Jungen werden von Fitzner überzeugend dargeboten. Die Stimme von Peter Weis sorgt als Pit Römer für einen starken Ausdruck und eine glaubhafte Sprechweise, sodass ein sehr gelungener Charakter entstanden ist. Auch Carla Becker hinterlässt als Frau Vogelsang einen positiven Eindruck, die einen eigenständigen Ausdruck bekommt. Weitere Sprecher sind Peter Kirchberger, Sönke Strohkark, Michael Bideller.

Klar, dass auch diese Episode mit dem fröhlichen Titellied beginnt, wobei Kinder sicherlich gut über den einen oder anderen allzu holprigen Reim hinwegsehen können. Ansonsten wird die bereits in den vorigen Episoden erfolgreich umgesetzte Mischung aus Geräuschen und Musik geboten, die den Fokus jedoch immer auf den Dialogen lässt und so auch für die kleinen Zuhörer verständlich macht.

Das Dino-Skelett ist ein markanter Aufhänger für die Episode und hat deswegen auch einen Platz auf dem Cover verdient. Die Aufregung um den verschwundenen Unterschenkelknochen wird gut durch die erschrockenen Gesichter der Protagonisten dargestellt, während der niedliche Comicstil gut zur Serie passt. Im Inneren gibt es direkt hinter der CD wieder einige gut zusammengestellte wissenswerte Fakten.

Fazit: „Die Dino-Diebe“ sorgen nicht nur für Aufregung im Museum, sondern auch für eine unterhaltsame Episode der Serie. Die Ermittlungen der vier Juniordetektive sind gut umgesetzt und bringen Abwechslung ein, vor allem am Ende wird es spannend und packend, eine bedrohlichen Szene sorgt dabei für einen sehr gelungenen Abschluss der starken Episode, die jedoch auch einige Klischees über Hörspiele allzu offensichtlich erfüllt.

VÖ: 1. Februar 2019
Label: Europa
Bestellnummer: 190758813226


TKKG Junior – 4. Der rote Retter



Die Polizei in der Millionenstadt steht momentan nicht sonderlich gut da. Denn schon der zweite Überfall wird nicht durch die Polizisten, sondern durch einen Superhelden in roter Kostümierung verhindert. Sogar die Presse ist vor den uniformierten Beamten vor Ort. Während sich Klößchen über das Auftauchen des roten Retters freut, ist Gaby über die unfaire Behandlung ihres Vaters verärgert – und TKKG stecken mitten in einem neuen Fall...

Der jüngere Ableger von TKKG zeigt sich seit dem Start recht veröffentlichungsfreudig, sodass schon wenige Monate später bereits die vierte Episode erschienen ist. Dabei wird ein Thema aufgegriffen, das schon seit vielen Jahren in seiner Popularität ungebrochen ist und durch diverse Filme momentan ein weiteres Hoch erlebt: Superhelden und deren mutige Taten zugunsten der Bevölkerung. TKKG erleben in der Eröffnungsszene genau dies mit, was aufregend dargestellt ist und viele Elemente gleichzeitig präsentiert. Denn schon hier werfen die Hobbydetektive einen Blick hinter die Kulissen und erfahren etwas mehr über den Mann im roten Kostüm, als dies der breiten Öffentlichkeit möglich ist. Dem Hörer (auch schon dem jüngeren) ist also von Anfang an klar, dass an der Sache etwas faul ist, im Laufe der Folge gilt es, genau dies zu ergründen. Dafür ist jede Menge klassische Ermittlungsarbeit notwendig, viele Befragungen und verdeckte Beschattungen sind notwendig. Das ist immer wieder aufregend in Szene gesetzt und bietet einige spannende Momente, aber auch genügend ruhigere Phasen, in denen das Gehörte noch einmal analysiert wird – das fördert das Verständnis für die Zielgruppe ungemein, ohne dass es für erwachsene Mithörer langweilig werden würde. Die Auflösung des Ganzen präsentiert sich dann auch stimmig und gut durchdacht, wobei die Frage der Schuld recht differenziert betrachtet wird. Es gibt hier eben nicht nur Gut und Böse, sondern auch einige Zwischenstufen.

Die vier Hauptsprecher machen ihre Sache wieder gut und stellen die speziellen Eigenschaften von TKKG gut heraus. So klingt Liza Ohm in der Rolle der Gaby recht energisch und mutig, kann aber auch die empathische und verständnisvolle Seite des Mädchens treffend darstellen. Patrick Stamme ist in der Rolle des roten Retters zu hören, den er mit genügend Pathos, später aber auch deutlich vielschichtiger spricht und so die Aufmerksamkeit der jungen Hörer geschickt auf sich zieht. Holger Umbreit hat ebenfalls einen gelungenen Auftritt, den er mit genügend Energie und Ausdruck absolviert. Weitere Sprecher sind Frank Gustavus, Michael Bideller und Nadine Schreier.

Der Titelsong der Serie eröffnet natürlich auch hier die Handlung und wirkt mit seinen Rap-Passagen modern und frisch, hat aber auch viel Ohrwurmpotenzial und ist damit gerade für die junge Zielgruppe eine gelungene Mischung. Während der Handlung sind recht viele Geräusche im Einsatz, die lebendig wirken und passende Kulissen für die verschiedenen Szenen schaffen.

Natürlich ist der rote Retter als zentrale Figur für diese Folge auch auf dem Cover zu sehen, in typischer Pose und breitem Lachen hält er einen der Räuber in die Höhe, während er von TKKG von höchst unterschiedlichen Emotionen beobachtet wird. Der witzige Comicstil passt sehr gut zu der Serie und wird auch im Inneren fortgeführt, wobei der Platz hinter der CD wieder für einige Zusatzinfos genutzt wurde.

Fazit: Spannend, witzig und modern ist diese Episode von TKKG Junior geraten und setzt damit den positiven Trend der Serie fort. Der rote Retter ist eine gelungene Figur für das Hörspiel, die Ermittlungsarbeit ist stimmig aufgebaut und kindgerecht und unterhaltsam umgesetzt. Schön, dass die Charaktere der Jugendbande dabei so gut zur Geltung kommt.

VÖ: 23. November 2018
Label: Europa
Bestellnummer: 190758496320


TKKG Junior – 3. Giftige Schokolade



Die Klasse von Tim, Klößchen, Karl und Gaby bekommt eine exklusive Führung durch die Schokoladenfabrik der Sauerlichs und dürfen sogar das brandneue Rezept probieren, welches aus dem Familienbesitz stammt. Als dieses Rezept verschwindet und die Schokolade völlig salzig ist, wittern die vier einen neuen Fall, doch wo sollen sie mit ihren Recherchen anfangen?

Noch recht jung ist der Junior-Ableger der erfolgreichen Hörspielserie TKKG, die sich nicht nur an ein jüngeres Publikum richtet, sondern auch die Anfänge der Freundschaft zeigt. Noch wissen die vier nicht alles übereinander, sodass auch kleinere Zuhörer schnell mit den Figuren warm werden. Auch in der dritten Folge erfährt man ein bisschen mehr von den Charakteren, die Schokoladenfabrik und der Beruf von Gabys Vater werden beispielsweise sehr deutlich thematisiert. Alle Figuren bekommen hier ein stimmiges Profil verpasst, hier besonders Klößchen, der mit seinem Hang zur Schokolade und den flapsigen Sprüchen Sympathien und Lacher auf seiner Seite hat. Viel wichtiger ist jedoch, dass die Geschichte so rund und stimmig hat, was diese Serie anderen Junior-Ablegern voraus hat. Die Ermittlungen schreiten in einem guten Tempo voran, nehmen immer mehr Fahrt auf und werden durch neue Beobachtungen am Laufen gehalten. Das Interesse des Hörers wird dabei durchgängig hochgehalten, langwierige oder unnütze Passagen kommen nicht vor. Am Ende wird dann alles sehr stimmig aufgeklärt, die einzelnen Elemente fügen sich gut ineinander und werden kindgerecht vermittelt. Das Schöne ist jedoch, dass auch an zuhörende Erwachsene gedacht wurde. So gibt es einen kleinen Running Gag mit einem bekannten Ausspruch, der bei mir für sehr viel Erheiterung sorgt, aber eben etwas versteckt ist. Alles andere als dümmlich, sondern gut durchdacht und spannend erzählt – so kann es mit der Serie weitergehen!

Julian Greis ist wie schon in den beiden ersten Folgen als Klößchen zu hören und macht seine Sache wieder richtig gut. Er spricht locker und bringt viel Humor in die Handlung ein, kann aber auch wie die anderen fieberhaft in dem Fall ermitteln. Sein Vater wird von Kai-Hendrik Möller gesprochen und passt sich gut an die Atmosphäre der Handlung an, auch er hinterlässt einen positiven und sympathischen Eindruck. Konstantin Graudus ist als Herr Fröhlich zu hören, mit viel Energie und einer passenden Ausdrucksweise hat auch er mich überzeugt. Weitere Sprecher sind Tanja Dohse, Achim Buch und Jesse Grimm.

Die akustische Umsetzung der Geschichte ist wieder eher zurückhaltend, aber sehr passend. So einige Geräusche unterstreichen das Geschehen und lassen insbesondere die Action-Szenen gut wirken. Auch ein bisschen Musik ist eingebaut, diese beeinflusst die Stimmung aber eher aus dem Hintergrund und wirkt nicht so präsent wie in der adulten Serie.

Das Cover zeigt eine der letzten Szenen des Hörspiels, die das actiongeladene Highlight der Folge ist. Tim und Karl sind von oben bis unten mit Schokolade beschmiert, während die vier Freunde durch die Schokoladenfabrik laufen. Die bunten Farben und der moderne Zeichenstil sind dabei wieder sehr passend umgesetzt.

Fazit: TKKG Junior macht einen weiteren Schritt in die richtige Richtung und präsentiert auch mit der dritten Folge „Giftige Schokolade“ spannende, witzige und gut erzählte Unterhaltung, an der Kinder Freude haben, die aber auch zuhörenden Erwachsenen Spaß machen wird. Es gibt einige Rätsel zu lösen, immer wieder etwas Neues zu Entdecken und auch viel zu Lachen – sehr hörenswert!

VÖ: 14. September 2018
Label: Europa
Bestellnummer: 190758496221


TKKG Junior – 2. Vorsicht: Bissig!



Bei den sommerlichen Temperaturen zieht es die Freunde von TKKG an den nahe gelegenen Badesee, wo sie Zeuge eines kleinen Tumultes werden. Eine Frau wird mitten im Wasser von einem unbekannten Wesen gebissen, nicht einmal Gaby kann sagen, von welchem Tier die Verletzungen stammen. Schnell wird auch die örtliche Presse auf den Fall aufmerksam, und bald spricht die ganze Stadt von nichts anderem mehr...

Zum Start von „TKKG Junior“ wurden von Europa gleich zwei Episoden auf den Markt gebracht, sodass man auch gleich „Vorsicht: Bissig“ zu hören bekommt. Auch in dieser Folge wird wieder aus den jüngeren Jahren der bekannten Jugendbande berichtet, wobei die Charaktere wieder deutlicher herausgearbeitet werden als in einigen der aktuellen Episoden der großen Vorlage. Besonders Klößchen sticht dabei positiv hervor und punktet mit echtem, leicht naiven Charme, und auch Gaby ist eben nicht nur „das Mädchen“, sondern wird durch Sportlichkeit, Mut und Tierliebe ausgezeichnet. Die Handlung startet dabei aus der Sicht der jungen Frau, die angegriffen wird, doch schon kurze Zeit später findet der Perspektivwechsel zu TKKG statt. Dabei wiederholen sich einige wenige Wörter aus dem vorigen Dialog – nicht das einzige Beispiel für die gelungene Erzählweise, die sich einige neue Wege einfallen lässt. Auch der Einfluss der Presse und die Reaktion einiger Einwohner und Mitschüler wird gekonnt eingebaut und bringt Leben in die Handlung. Die Ermittlungen der vier Hauptcharakter treten erst gegen Ende richtig hervor, sind dann aber in einigen spannenden und auch unheimlichen Szenen gut dargeboten. Die Auflösung macht durchaus nachdenklich und zeigt, dass auch jeder Bösewicht seine Motive hat, reine schwarz-weiß-Malerei findet hier nicht statt. Natürlich richtet sich das Hörspiel an eine jüngere Zielgruppe und ist deswegen nicht so komplex, was aber durch viel Atmosphäre und den kurzweiligen Verlauf allerdings auch nicht negativ auffällt.

Liza Ohm ist wie bereits in der vorigen Folge als Gaby Glockner zu hören, die sie sympathisch, aber auch mit Durchsetzungskraft und Mut ausstattet und dabei in jeder Szene sehr glaubhaft wirkt – eine sehr gelungene Besetzung für die Rolle. Auch Felix Strüven hat mir als Karl sehr gut gefallen, der eher nüchterne Charakter bekommt durch ihn viel Leben eingehaucht und sorgt mit seinem eigenen Charme für eine positive Atmosphäre. Christian Rudolf ist als Reporter zu hören und bringt viel Tatendrang mit ein, seine Auftritte sorgen hier für Abwechslung. Weitere Sprecher sind Michael Bideller, Celine Fontanges und Peter Kaempfe.

Nach dem aufgeregten und temporeichen Titelsong, der modern wirkt und die vier Hauptrollen in Raps vorstellt, ist die akustische Umsetzung der Handlung etwas ruhiger geraten. Auch hier sind kleine Melodien eingebaut, um die einzelnen Szenen voneinander abzutrennen, während die Geräusche stimmig umgesetzt sind und verschiedene Szenerien schaffen – alles gut aufeinander abgestimmt.

Das Titelbild zeigt eine der aufregenden Szenen, in denen Tim und Gaby vor dem bissigen Monster davonzuschwimmen versuchen – und das ist ansprechendem Comicstil. Im Inneren gibt es viele kleine Zeichnungen und Grafiken, dazu noch weitere Infos zum Thema der Folge. Auch die Steckbriefe der vier Detektive sind wieder zu finden.

Fazit: Auch die zweite Episode der Serie überzeugt mit viel Charme und Witz, dazu kommt eine kurzweilige Geschichte mit vielen prägnanten Szenen. Die Auswirkungen der Medien werden gut dargestellt, und trotz der einen oder anderen Übertreibung wirkt alles passend zusammengestellt. Schön, dass hier wieder eine Serie mit viel Flair entstanden ist.

VÖ: 6. Juli 2018
Label: Europa
Bestellnummer: 190758363622


TKKG Junior – 1. Auf frischer Tat ertappt



Tim, Karl und Klößchen sind ganz gespannt darauf, was Gaby von ihrem Vater zu berichten hat, der als Kommissar bei der Polizei arbeitet. Aber von der Einbruchsserie im Villenviertel hatten die drei schon in der Zeitung gelesen. Deswegen machen sie sich auf zum Badesee, nur Karl ist mit seinen Eltern in einem piekfeinen Restaurant zum Essen verabredet. Dort belauscht er ein merkwürdiges Gespräch zwischen einigen Mitarbeitern...

Nicht nur die „drei ???“, sondern auch einige andere Hörspielserien haben es vorgemacht: Mit einer Junior-Variante spricht man nicht nur eine jüngere Hörerschaft an, sondern sichert durchaus auch den Fortbestand der eigentlichen Serie, die so neue Käufer heranzüchtet. Deswegen ist es fast schon verwunderlich, dass erst nach über 200 Folgen von „TKKG“ nun eben auch eine Junior-Variante erschienen ist. Das Kennenlernen der Jugendbande wird hier zwar nicht thematisiert, aber die vier kennen sich in der ersten Episode erst seit wenigen Wochen und wissen noch recht wenig voneinander. Auch die jüngere, frischere Ausgabe der Charaktere ist gut gelungen und bringt Schwung in die Handlung, zumal sich die Autoren mehr auf die Grundzüge der vier Detektive besonnen und diese gut ausgearbeitet haben. Auch andere Elemente wie das Internats-Thema oder Gabys sportliche Erfolge fließen wieder stärker ein als zuletzt bei der Hauptserie. Bei einer Geschichte für Hörer um die zehn Jahre oder noch jünger darf diese natürlich nicht allzu komplex ausfallen, auch ist die Handlung für geübte Hörer schnell zu durchschauen – aber an eben diese richtet sich die Serie ja auch nicht. Dafür wird ein trickreiches Verbrechen erzählt, was temporeich erzählt ist und dennoch immer wieder genaue Erklärungen oder kleine Zusammenfassungen ernthält. So wird sehr gut auf die Bedürfnisse der Zielgruppe eingegangen, und am Ende wird es dann noch einmal richtig spannend. Wirklich aktiv ermitteln TKKG hier zwar nicht, doch die gute Kombinationsgabe sorgen dennoch für genügend Eigeninitiative. Ein gelungener Einstieg in die neue Serie, die mir wirklich Spaß gemacht hat.

Die Auswahl der Sprecher ist Europa ebenfalls geglückt, die vier Hauptfiguren wurden mit passenden und gut unterscheidbaren Sprechern besetzt. Sebastian Fitzner verleiht der Figur des Tim eine gehörige Portion Energie und bringt besonders die Neugier und die Abenteuerlust des Jungen gut zur Geltung, kann aber auch einen emotionalen Moment glaubhaft darbieten. Julian Greis ist als Klößchen ebenfalls gut besetzt, er klingt gemütlich und vertrauenswürdig, bringt naiven Charme mit ein und sorgt immer wieder für kleine Lacher. Erik Schäffler ist als Gastsprecher in dieser Episode zu hören und punktet mit glaubhafter Betonung und einigen prägnanten Auftritten. Weitere Sprecher sind Kerstin Drager, Dagmar Dreke und Volker Hanisch.

Der Titelsong der Folge ist gut auf die Zielgruppe zugeschnitten und wirkt mit einigen Rap-Einlagen ziemlich modern, wobei im Text die Hauptcharaktere vorgestellt werden. Da ist ganz schön viel los, sodass man beim ersten mal Hören wohl nicht alles aufnehmen kann. Die Handlung ist stimmig mit Musik und Geräuschen unterlegt, was einen guten Gesamteindruck hinterlässt.

Das Logo der Serie ist mit den dicken Buchstaben und der stilisierten Lupe ansehnlich, aber dennoch schlicht genug geraten, um nicht vom eigentlichen Motiv abzulenken. Der Comicstil gefällt mir dabei gut, TKKG sind dabei mit treffendem Gesichtsausdruck dargestellt. Im Inneren sind die Sprecher und das Produktionsteam übersichtlich aufgelistet, auch werden die vier Figuren in kurzen Steckbriefen und mit kleinen Zeichnungen noch einmal vorgestellt.

Fazit: Der neue Ableger von TKKG mit der jüngeren Ausgabe der vier Ermittler startet mit einer temporeichen Folge, die zwar recht leicht zu durchschauen ist, aber eine sehr stimmige Atmosphäre, gut ausgestaltete Charaktere und eine Handlung präsentiert, die gut nachvollziehbar und auch für jüngere Zuhörer gut geeignet ist. Sehr hörenswert!

VÖ: 6. Juli 2018
Label: Europa
Bestellnummer: 190758040721

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