Schlau wie 4 – 11. Wikinger – Bootsbauer und Seeräuber

Schlau wie 4 – 10. Fliegen – Ein Wunder der Technik

Schlau wie 4 – 9. Antarktis – Das Leben im ewigen Eis

Schlau wie 4 – 8. Fußball – Dem Kick auf der Spur

Schlau wie 4 – 7. Safari: Abenteuer in der afrikanischen Savanne

Schlau wie 4 - 6. Ritter und Burgen – Reise ins Mittelalter

Schlau wie 4 – 5. Delfine: Die Welt der Meerestiere

Schlau wie 4 – 4. Der Mars: Abenteuer im Weltall

Schlau wie 4 – 3. Das alte Ägypten: Ein Tag beim Kinderpharao

Schlau wie 4 – 2. Wildpferde: Reise in die Mongolei

Schlau wie 4 – 1. Dinosaurier: Der geheimnisvolle Knochen


Schlau wie 4 – 11. Wikinger – Bootsbauer und Seeräuber



Ein Schulausflug verschlägt Tobi, Samir, Pia und Lisa in eine Wikingerstadt, die als Museum umgebaut wurde. Blöderweise hat Samir seine Kappe verloren, sodass die vier eine große Suchaktion in der Umgebung starten. Die Mütze finden sie zwar nicht, aber dafür eine alte Kleidernadel mit seltsamen Schriftzeichen daraus. Natürlich wollen die neugierigen Kinder herausfinden, was es damit auf sich hat, glücklicherweise hat Samir den Navinauten mitgebracht...

Jaja, das ist der Fluch der Rezensenten. Da schreibt man so oft, dass Logiklücken vorhanden sind und einige Teile zu knapp erzählt werden. Und dann kommt die elfte Folge von „Schlau wie 4“ daher und erklärt alles sehr ausführlich, bringt dabei den ersten Teil aber auch ziemlich holprig daher. Da wird von den Kindern um so einige Details eine recht lange Diskussion gestartet, die richtige Vorgehensweise aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, der Fortlauf wird aber einfach zu sehr verzögert. Natürlich ist dem Hörer der Serie sofort klar, dass die Hauptfiguren den Wikingern einen Besuch abstatten, das ist aber erst nach recht langer Laufzeit der Fall. Danach findet die Serie dann aber zu ihrer alten Stärke zurück und stellt das Leben von damals sehr lebendig dar, zeigt besonders wie Kinder bei dem Volk der Seefahrer gelebt haben, räumt mit allerlei Vorurteilen auf und setzt dabei einige sehr markante Charaktere in den Mittelpunkt. Ein bisschen spannend, sehr unterhaltsam und gleichsam informativ wird das damalige Leben aus den Augen von modernen Kindern beleuchtet. Die Übergänge zwischen der Zeitreise und der Klassenfahrt sind gut gelungen, beides hängt gut zusammen und sorgt für einige sehr lebendige Momente. Toll auch, dass der Bogen von damaligen Erfindungen zu heutigen Selbstverständlichkeiten geschlagen wird. Auch die nordische Götterwelt wird immer mal wieder thematisiert, was der Folge zusätzlichen Reiz verleiht. Ein bisschen mehr Tempo hätte die Folge am Anfang dann aber doch vertragen.

Sven, der Wikingerjunge in der Vergangenheit, wird von Tim Kreuer gesprochen. Er wirkt dabei sehr spontan und lebendig, bringt viel Energie mit ein und liefert mal wieder eine sehr saubere Leistung ab. Christian Rudolf spricht seinen Onkel Sigtrygg und bedient schon etwas mehr das Klischee des polternden und lauten Wikingers, spricht ihn aber auch sehr gutmütig und liebenswert, was ihn zu einer sehr gelungenen Figur macht. Toll ist auch Iris Schumacher in der Rolle der ebenso geheimnisvollen wie resoluten Günhil, die mit ihrer rauen Stimme die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Weitere Sprecher sind Claudia Schermutzki, Tim Grobe und Max König.

Passend zu der Geschichte wirkt auch die Umsetzung modern und jugendlich. Die Geräuschkulisse ist dabei vielfältig geraten, wobei besonders die Szenen bei den Wikingern mit Möwengeschrei und Wellengeräuschen sind sehr gut gestaltet. Die Musik hält sich dabei wie immer eher zurück, der fröhliche Titelsong am Anfang darf aber natürlich nicht fehlen.

Einen guten Eindruck vom Leben der Wikinger bekommt man auch auf dem Cover geboten, das eine sehr vielfältige Szenerie zeigt. Viele Details aus dem Hörspiel sind hier zu sehen, der ansprechende und moderne Zeichenstil gefällt mir ebenfalls sehr gut. Im Inneren des kleinen Booklets gibt es neben den üblichen Informationen und einer kleinen Folgenübersicht noch viele weitere Informationen über die Wikingerzeit in kleinen Häppchen.

Fazit: Der Anfang der Folge ist zwar stimmig geraten, für meinen Geschmack aber deutlich zu lang, eine stärkere Konzentration auf die Szenen in der Wikingerzeit hätte mir besser gefallen. Diese sind nämlich wieder sehr lebendig geraten und vermitteln Wissen und Lebensgefühl der damaligen Zeit auf sehr unterhaltsame Art – besonders, da das Leben eines Kindes der Wikinger im Mittelpunkt steht.

VÖ: 8. Februar 2019
Label: Europa
Bestellnummer: 190759116623


Schlau wie 4 – 10. Fliegen – Ein Wunder der Technik



Den Beginn der Osterferien lassen die Freunde Samir, Tobi, Pia und Lisa gemeinsam in einem Park beginnen – lediglich von dem Checker aus der Parallelklasse, der mit seiner neuen Drohne angibt. Doch das freundliche Wetter schlägt plötzlich um, die Drohne landet versehentlich im Baum und sitzt fest. Spontan hat keiner der Kinder eine rettende Idee, sodass sich die schlauem Vier erst einmal zu einer Ideensammlung zurückziehen...

Bisher war meist ein Schulprojekt, ein Referat oder eine Strafaufgabe der Auslöser für eine Zeitreise der vier Hauptfiguren in „Schlau wie 4“, der noch recht neuen Wissensserie aus dem Hause Europa. Die zehnte Episode weicht hiervon ab, widmet sich dem Thema der Episode aber erst einmal auf andere Weise. Durch Samirs Vater, der als Pilot arbeitet, lernen die Kinder einiges über die moderne Flugtechnik, die Aufgaben von Lotsen und Towern oder die Technik in den Flugzeugen. Neben der heiteren Grundstimmung punktet die interessante Aufbereitung der vielen Informationen, die den Wissensdurst von Kindern stillt. Die eigentliche Handlung wird aber mit der oben beschriebenen Szene eingeläutet. Das führt zwar dazu, dass der Grund für die Zeitreise der Kinder etwas konstruiert wird, dafür sind die Szenen bei Luftfahrtpionier Otto Lilienthal. Seine fieberhafte Suche nach einer Lösung für das Fliegen des Menschen wird dabei ebenso gut dargestellt wie einige physikalische Voraussetzungen, die kindgerecht aufbereitet werden. Die abenteuerliche Stimmung, die dabei vorherrscht, wird immer wieder unterstrichen und in lebendigen Szenen dargeboten und durch so einige gelungene Elemente verziert. So erfährt man viel über weitere berühmte Flieger, was die Entwicklung der Technik im Laufe der Zeit greifbar werden lässt. Der Verlauf ist insgesamt flüssig und unterhaltsam, die Charaktere kommen gut zur Geltung, das Thema ist passend umgesetzt, sodass eine weitere runde Episode der Serie entstanden ist.

Flemming Stein ist natürlich wieder als Tobi mit dabei, wobei er die Lebensfreude und die Abenteuerlust des Jungen geschickt betont und so einen lebendigen Eindruck hinterlässt. Wolf Frass ist an der Rolle des Otto Lilienthal sehr gut besetzt, da er den Eifer des Forschers mit einer sympathischen und zugänglichen Art kombiniert. Seine Frau wird von Ela Nitzsche gesprochen, die den resoluten und dennoch sehr herzlichen Unterton treffend zur Geltung bringt. Weitere Sprecher sind Konstantin Graudus, Walter Wigand und Timo Kinzel.

Wie auch schon bei den vorigen Episoden ist die akustische Umsetzung der Folge gefällig und passend, wobei der Fokus immer auf den Sprechern und ihren Dialogen liegt. Die Geräusche im Hintergrund sind dabei treffend eingebaut und sorgen für mehr Lebendigkeit, ebenso wie die Musik die Szenenübergänge eleganter gestaltet. Dabei wird gut auf die Zielgruppe eingegangen, ohne zu kindlich zu wirken.

Das Cover wirkt in der Optik modern und ansprechend, während auch die Szenerie des 19. Jahrhunderts gut aufgegriffen wird – nicht nur in dem Flugobjekt, das gerade durch Tobi getestet wird, sondern auch durch die Kleidung der Menschen. Freundlich wie immer und mit vielen zusätzlichen Informationen gespickt kann auch die restliche Gestaltung überzeugen.

Fazit: Das Thema Fliegen wird hier auf unterschiedliche Weise angegangen, wobei die Entwicklung der Technik ebenso wie der moderne Flugverkehr behandelt werden. Der Grund für die Zeitreise wirkt zwar etwas konstruiert, dennoch ist die Geschichte lebendig umgesetzt und sorgt mit den vielen wissenswerten Fakten für den typischen Gesamteindruck der Serie.

VÖ: 9. November 2018
Label: Europa
Bestellnummer: 190758753720


Schlau wie 4 – 9. Antarktis – Das Leben im ewigen Eis



Tobi bekommt von seiner Klassenlehrerin eine Sonderaufgabe: Statt die verpasste Klassenarbeit nachzuholen, soll er einen Bericht über die Antarktis schreiben. Klar, dass Samir, Pia und Lisa ihm helfen und mithilfe des Navinauten direkt vor Ort recherchieren wollen. Doch auch der Checker aus der Parallelklasse hat diese Aufgabe bekommen und schnüffelt vor dem Chillroom der Clique herum...

Wissensvermittlung für Kinder kann natürlich auch mal eher trocken sein, doch je lebendiger alles dargestellt wird, umso mehr können auch jüngere Kinder die dargestellten Fakten behalten. Wie es richtig geht, zeigt immer wieder die Europa-Serie „Schlau wie 4“. Zum großen Teil liegt das an den pfiffigen und sympathischen Hauptcharakteren, bei denen so ziemlich jedes Kind eine Identifikationsfigur findet und denen auch Raum zur Entwicklung gelassen wird. In der neunten Episode ist es besonders der „Checker“, der sich hier mehr mit der Clique anfreundet und hinter der ganzen Arroganz auch eine andere Seite von sich zeigen kann – und das, ohne seinen speziellen Humor zu verlieren. Die Rahmenhandlung rund um die neue Aufgabe für Tobi ist locker und kurzweilig erzählt, ebenso wie die Handlung im ewigen Eis der Antarktis spannend geraten ist. Durch ein Missgeschick lernen die vier Freunde zudem nicht nur wie geplant in der Antarktis der Gegenwart, sondern auch viele Jahre in der Vergangenheit und sind hautnah bei den ersten Expeditionen zum Südpol dabei. Ergänzt durch niedliche Tiere, fast menschlich wirkende Technik und viel Humor ist eine sehr unterhaltsame Geschichte entstanden – nur dass eben noch viele wissenswerte Fakten eingebaut sind, die sehr präsent wirken und lebendig dargeboten werden. Schön, dass diese Kombination auch hier wieder so gut funktioniert.

Robert Knorr sorgt als Samir wieder für einige sehr witzige Momente, indem er von seiner riesigen und verschachtelten Verwandtschaft spricht und dabei mit viel Charme und Präsenz punktet. Angela Quest bringt in dieser Episode als Patricia eine sehr liebevolle und gutmütige, aber auch wissbegierige Stimmung herüber und passt damit perfekt zur Atmosphäre der Serie. Auch Kai Hendrik Möller hat mich als Forscher der deuten Station überzeugt, seine lockere und sympathische Art kommt gut zur Geltung. Weitere Sprecher sind Sven Nowatzky, Elena Wilms und Ingo Meß.

Die Region um den Südpol ist nicht unbedingt für eine typische Geräuschkulisse bekannt, dennoch sind beispielsweise die vielen Pinguine und die anderen tierischen Bewohner klanglich stimmig eingebaut. Auch in den anderen Szenen geht es lebendig und treffend zu, während Musik nur während der Szenenwechsel eingesetzt ist und gut an die jeweilige Stimmung angepasst wurde.

Samir, Lisa, Pia und Tobi sind in ihren dicken Schneeanzügen in den weißen Weiten der Antarktis zu sehen, umringt von den vielen Pinguinen und ausgestattet mit Schneemobil und Wanderstöcken. Auch die übrige Gestaltung ist stimmig umgesetzt, zumal zahlreiche kleine Infoboxen für zusätzliche Wissensvermittlung sorgen.

Fazit: Toll, wie lebendig und spannend die Antarktis hier dargestellt wird und wie gut sich die einzelnen Elemente zusammenfügen. Die Erzählweise ist locker und kurzweilig, zumal den Charakteren Raum gegeben wird, um sich zu entwickeln. Auch dass das Geheimnis der Kinder um den Navinauten fast aufgedeckt wurde, sorgt für zusätzlichen Nervenkitzel.

VÖ: 21. September 2018
Label: Europa
Bestellnummer: 190758331126


Schlau wie 4 – 8. Fußball – Dem Kick auf der Spur



Auch in der Eulenschule, die von Lisa, Pia, Samir und Tobi besucht wird, ist die Fußballweltmeisterschaft ein großes Thema. Alle Schule der Stadt stellen eine Mannschaft für ein Turnier, die Testspiele liefen für Lisa aber nicht allzu gut. Vielleicht wird sie ja besser, wenn sie mehr über die Ursprünge des Spiels erfährt? Da kann doch der Navinaut bestimmt weiterhelfen...

Traditionell geht auch das legendäre Hörspiellabel Europa alle vier Jahre auf die stattfindende Fußballweltmeisterschaft in verschiedenen Serien ein, die erste Möglichkeit für „Schau wie 4“ wurde dann natürlich auch genutzt – mit der ganz besonderen Herangehensweise der Serie, die viel Wissen mit einer kleinen Geschichte vereint. Diese ist recht unterhaltsam erzählt und zielt voll auf das abschießende Turnier ab, in dem es um Sportsgeist, Fairness und die Dynamik innerhalb einer Mannschaft geht. Doch im Vordergrund steht dieses mal die Geschichte des Fußballs, die in verschiedenen Szenen nachgezeichnet wird. Die vier Hobbyforscher reisen mit ihrem Navinauten zu verschiedenen Zielen in verschiedene Zeiten, erleben die Anfänge des Sports in Deutschland, eine ganz spezielle Partie, die der Hörer hautnah miterleben kann, den Ursprung eines legendären Spielers. Schön ist dabei, dass dabei auch jede Menge Zeitgeschichte vermittelt wird, die jeweiligen Sitten und Regeln der Zeit werden immer mit eingebunden und lassen die Szenen lebendig und nahbar wirken. Die Folge ist mit fast 80 Minuten recht lang geraten, durch die vielen Themen kommt aber keine Langeweile auf. Eine gelungene Art, sich dem Thema Fußball mal von einer anderen Seite zu zeigen.

Die Sprecherliste ist wieder recht lang geraten, dabei sind sowohl bekannte Stimmen als auch neue, eher unbekannte Namen versammelt – aber alle machen ihre Sache gut, unter ihnen Detlef Tams, Mathilda Charisius und Jesse Grimm. Daniel Kirchberger ist natürlich wieder als Samir zu hören und verleiht dem Jungen spitzbübischen Charme, der mit den Zitaten seiner umfangreichen Verwandtschaft wieder viele witzige Momente mit einbringt. Elena Wilms ist als Lehrerin Frau Krause dabei und findet wieder eine gute Mischung aus Gutmütigkeit und Strenge, vor allem beim Turnier kann sie den Sportsgeist gut vermitteln. Lino Böttcher ist in der Rolle eines bekannten Fußballers zu hören und bringt die Leidenschaft für den Sport gut zur Geltung.

Für die vielen verschiedenen Szenen wurde immer eine passende Stimmung geschaffen, sodass diese sehr gut zur Geltung kommen. Sei es eine lebendige Stadionatmosphäre, in die einige sehr berühmte Worte geschnitten wurden, Momente in der Schule – damals wie heute – oder eine Straßenszene, alles wurde mit passenden Geräuschen in Szene gesetzt, wobei ein wenig Musik zur Unterstützung eingebaut wurde.

Klar, dass auch das Titelbild das Thema aufgreift, ein rasantes Fußballspiel ist umgesetzt worden, wobei natürlich die vier Hauptfiguren nicht fehlen dürfen. Der witzige Comicstil mit den eher runden Formen wirkt modern und ansprechend. Die restliche Gestaltung ist sehr klar und wird immer wieder durch zusätzliche Informationen in kleinen Infoboxen ergänzt.

Fazit: Sich dem Thema Fußball über seine geschichtliche Entwicklung zu nähern, passt wunderbar zu der Reihe und wird mit vielen kleinen, aber einprägsamen Szenen erreicht. Das ist gut geschrieben und dynamisch dargeboten, wobei natürlich auch einige Spiele eingebunden sind. Schön, dass hier Fairness und Sportsgeist ein wichtige Bestandteil sind.

VÖ: 1. Juni 2018
Label: Europa
Bestellnummer: 190758086026


Schlau wie 4 – 7. Safari: Abenteuer in der afrikanischen Savanne



Erster Eindruck: Was an nicht alles für ein Referat tut...

Für den Schulausflug in den Zoo haben sich die Zwillinge Lisa und Pia vorgenommen, die ganze Klasse zu narren und für einen Tag die Rollen zu tauschen. Zwar durchschauen Samir und Tobias die Maskerade schnell, dennoch gibt es viel zu entdecken. Im Anschluss steht aber noch ein Referat für die vier an, und trotz vieler Informationen, die sie bereits haben, reisen sie gemeinsam mit dem Navinauten in die Savanne...

Die Rahmenbedingungen für „Schlau wie 4“ sind längst abgesteckt, die Charaktere gefestigt und vorgestellt. Jetzt gilt es, trotz großer Überraschungen immer neue Impulse zu setzen, um den Verlauf der Serie unterhaltsam wirken zu lassen. Der siebten Folge gelingt dies mit Bravour, was durch drei sehr passende Elemente geschieht: Das Offensichtlichste hiervon ist das gut gewählte Thema, das den Hörer in die fremde Welt Afrikas entführt, die faszinierende Tierwelt lebendig darstellt und auch einen Einblick in das Leben der Menschen gewährt – und überraschend reflektiert damit umgeht, wenn Touristengruppen in das ruhige Dorfleben einfallen. Viele hörenswerte Fakten aus der Tierwelt sind dabei wie immer gut eingebunden. Der zweite Teil ist der eigentliche Kern der Handlung, ein kleiner Fall, den die vier Freunde gemeinsam mit ihrer neuen Freundin lösen müssen. Ein Familiendrama, einige spannende Momente, ein packender Höhepunkt, in der die Freunde ihre Gewitztheit unter Beweis stellen müssen – auch das ist sehr stimmig erzählt. Nicht zuletzt und auch ein bisschen versteckt hat mich auch der dritte sehr positive Aspekt sehr gefreut: Eine sanfte Weiterentwicklung der Charaktere, die zeigt, dass Kinderserien eben nicht immer auf der Stelle treten müssen, sondern ihre jugendlichen Darsteller auch neue Fähigkeiten zuteil werden lassen können. Eine gelungene Zusammenstellung der Handlung, wobei auch die vertrauten Teile wie der nervige Checker gut eingebunden sind.

Julia Fölster ist in dieser Folge wieder als Lisa zu hören, die ihre Rolle erneut sehr lebendig und treffend gestaltet, aber eben nicht nur auf der Stelle tritt, sondern ihr auch eine kleine Weiterentwicklung erlaubt. Theresa Underberg ist in dieser Folge als afrikanisches Mädchen Nariku zu hören, ihre Stimme nimmt – wie auch in ihrer bekanntesten Rolle – einen vorsichtigen, aber sehr warmherzigen Klang an und passt gut in die Atmosphäre der Folge. Ihr Bruder Salaton wird von Timo Kinzel dynamisch umgesetzt, er fügt sich gut in die unterschiedlichen Situationen und Stimmungen ein. Weitere Sprecher sind Oliver Warsitz, Elena Wilms und Achim Buch.

Ohne sich allzu sehr zu verändern, nimmt die akustische Gestaltung leichte afrikanische Anklänge an, beispielsweise als kleine Melodie, die zwischendurch eingestreut wird, oder in den vielfältigen Geräuschen in der Savanne, ohne dass alle paar Minuten ein Elefant tröten oder ein Löwe brüllen muss. Das wirkt modern und in sich sehr stimmig und hat mir insgesamt gut gefallen.

Eine hübsche Szenerie ist als Covermotiv gewählt worden, die Safari der vier Abenteurer und ihrer neuen Freunde ist einen friedlichen Sonnenuntergang getaucht und zeigt die vielfältige Tierwelt der Savanne. Auch die Rahmengestaltung mit den Motiven aus dem Schulalltag funktioniert wieder sehr gut, ebenso wie die kleinen Infoboxen zu einzelnen Themen, die in der Gestaltung eingebaut sind.

Fazit: „Schlau wie 4“ macht hier wieder richtig Spaß, was an dem gelungenen Thema und dem flüssigen Verlauf liegt. Dabei wird viel Abwechslung geboten, sodass die Zeit geradezu verfliegt. Die sehr lebendige Darstellung im afrikanischen Dorf und eine kleine, aber sehr passende Weiterentwicklung der Charaktere runden die Folge sehr gut ab.

VÖ: 13. April 2018
Label: Europa
Bestellnummer: 190758088525


Schlau wie 4 - 6. Ritter und Burgen – Reise ins Mittelalter



Erster Eindruck: Die Abenteuer von Pius, dem Knappen...

Die Zwillingsschwestern Pia und Lisa besuchen mit ihren Freunden Samir und Tobi einen Mittelaltermarkt. Zwar wollen sie den Weissagungen einer angeblichen Hellseherin nicht glauben, doch ihr Interesse für die Zeit ist geweckt. Schnell machen sie den Navinauten startklar und reisen ins zwölfte Jahrhundert, wo sie auf den Knappen Hans treffen. Doch für ihre Reise müssen sich Pia und Lisa als Jungen verkleiden...

Meist werden die Geschichten der Wissenserie von Europa „Schlau wie 4“ von einer recht umfangreichen Rahmenhandlung begleitet. Diese ist in der sechsten Folge deutlich reduziert – kein Ärger mit dem Checker, kein Schulprojekt, für das recherchiert werden muss – sodass die vier wissbegierigen Kinder nach dem kurzen Besuch auf dem Mittelaltermarkt bereits weit in der Vergangenheit landen. So bleibt mehr Zeit für das eigentliche Abenteuer, das recht spannend gestaltet ist. Nicht nur, dass sie sich auf eine weite Reise begeben, die Mädchen sind auch in ständiger Gefahr, als solche erkannt zu werden. Auch die mittlerweile typischen Probleme mit dem Navinauten sind wieder ein fester Bestandteil und sorgen für noch mehr Spannung. In das eingebettet sind viele sehr informative Fakten über das Mittelalter – und zwar eben nicht die Standards, die man zu wissen glaubt, es wird vielmehr mit vielen Irrtümern aufgeräumt. Das kommt hier recht gehäuft vor und wirkt in der Masse manchmal etwas zu viel, doch dann kommt wieder eine spannende Szene und tröstet über die kleinen Längen hinweg. „Ritter und Burgen – Reise ins Mittelalter“ macht so wieder viel Spaß und kombiniert hektische und ruhige Szenen, die sich gut zusammengefügen.

Marek Harloff ist als Hans zu hören, seine altertümliche Sprache wirkt hier sehr natürlich und nicht überzogen, zumal er ein sehr sympathischer und lockerer Kerl ist. Katja Brügger sorgt mit ihrer tiefen und rauen Stimme für eine eindringliche Szene als Wahrsagerin, bringt aber auch wunderbar trockenen Humor mit ein. Julia Fölster ist natürlich wieder als Lisa mit dabei, wobei sie wieder viel Energie mit einbringt und ihre Rolle dynamisch gestaltet. Weitere Sprecher sind Christian Rudolf, Tim Kreuer und Martin Sabel.

Musik spielt in der Folge nur eine sehr untergeordnete Rolle, nur wenige Melodien sind in die Handlung eingebaut, sodass besonders der schmissige Titelsong prägend ist. Während der Dialoge sind dafür viele Geräusche eingebaut, die alles lebendiger und greifbarer wirken lassen und die Dynamik der Geschichte nachzeichnen.

Das Cover ist sehr farbenfroh gehalten, wobei der etwas dezentere Hintergrund mit der Schulheft-Optik Ruhe in das Titelbild bringt. Zu sehen sind die vier Kinder mit ihrem neuen Freund Hans auf ihrer Reise, wobei viele Elemente aus der Geschichte ihren Platz gefunden haben. Besonders die Burg im Hintergrund ist dabei besonders ansehnlich gelungen.

Fazit: Hier wird ein sehr umfassendes Bild vom Mittelalter gezeichnet – nicht nur, weil mit vielen Mythen und Halbwahrheiten aufgeräumt wird, sondern auch weil der Fokus auf dem alltäglichen Leben liegt. Gut gefällt mir, dass die Rahmenhandlung zugunsten des eigentlichen Abenteuers etwas zurücksteckt. Die Geschichte ist kurzweilig und unterhaltsam, sodass eine gute Folge der Serie entstanden ist.

VÖ: 23. Februar 2018
Label: Europa
Bestellnummer: 190758083124


Schlau wie 4 – 5. Delfine: Die Welt der Meerestiere



Erster Eindruck: Mit dem Checker in Kalifornien...

Als der Checker ein Pausenbrot in die Schule geliefert bekommt, das zu allem Überfluss auch noch mit Fisch belegt ist, werden Lisa, Pia, Samir und Tobi ziemlich sauer. Denn sie wissen genau, dass bei der Fischerei nicht immer Rücksicht auf andere Lebewesen genommen wird. Und so beschließen sie, etwas mehr über den Lebensraum der Meeressäuger herauszufinden und reisen mit ihrem Navinauten nach Kalifornien – habe dort aber eine ziemlich unangenehme Begegnung...

In den ersten vier Folgen von „Schlau wie 4“, der neuen Wissens- und Unterhaltungsserie von Europa wurde schon gezeigt, dass die Szenerie eine große Vielfalt an unterschiedlichen Themen abdecken kann. Auch die fünfte Folge hat mit Delfinen einen Aufhänger gefunden, der nicht nur die Zielgruppe ansprechen wird, sondern auch viele wichtige Informationen zum Umweltschutz weitergeben kann. Leider ist dies in einer Geschichte untergebracht, die nicht so sehr zündet wie ihre Vorgänger. Sie wirkt etwas unstrukturiert und verfolgt kein gradliniges Ziel, und im Gegensatz zu sonst ist nicht klar, welche „Mission“ die vier Freunde verfolgen. Auch die übrigen Charaktere sind nicht so recht prägnant und wirken eher etwas beliebig. Gut gefällt mir, dass auch wieder für den Checker ein wenig Verständnis aufgebracht wird, der in seiner Familie nur wenig Liebe und Zuneigung erfährt, was hier eindringlich dargestellt wurde. Und auch das Thema der Folge wird wieder sehr umfassend behandelt und von verschiedenen Seiten beleuchtet. Umweltschutz und der bedrohte Lebensraum der Delfine stehen im Mittelpunkt, was glücklicherweise ohne erhobenen Zeigefinger geschieht. Ich hätte mir für diese Folge etwas mehr Spannung und eine lebendigere Geschichte gewünscht, denn „Die Welt der Meerestiere“ konnte mich nicht so sehr packen wie seine Vorgänger.

Sven Nowatzky ist natürlich wieder als Checker mit dabei, sein arrogantes Auftreten bekommt hier aber Risse, wenn er etwas hinter die Kulissen blicken lässt und dies auch stimmlich gekonnt umsetzt. Robin Brosch ist als sein Vater zu hören, der seine Szenen sehr präsent gestaltet und so eine gekonnte Gegenzeichnung zu den freundlichen Hauptcharaktere darstellt. Jens Wendland ist in dieser Folge als Bud zu hören, er passt sich gut der Atmosphäre der Folge an und setzt seine Stimme gekonnt ein. Weitere Sprecher sind Kerstin Draeger, Jenny Böttcher und Jannik Endemann.

Akustisch ist hier wieder einiges los, zahlreiche Geräusche und Sounds gestalten die Handlung sehr lebendig. Diese sind mal leise im Hintergrung, mal sehr präsent zur Untermalung einzelner Vorgänge eingesetzt und sorgen so immer für die passende Stimmung. Musik ist dabei eher wenig im Einsatz, setzt aber an passenden Momenten Akzente.

Klar, dass hier wieder eine Szene aus dem Hörspiel zu sehen ist. Die vier Freunde sind samt ihrer freundlichen neuen Bekanntschaft auf einem Boot und beobachten die Delfine, die fröhlich aus dem Wasser springen. Im Hintergrund ist zudem noch das Motorboot mit Familie Checker zu sehen. Die restliche Gestaltung enthält auf kleinen Infoboxen noch mehr Texte über die Meeressäuger.

Fazit: Leider ist die Handlung nicht sonderlich spannend gestaltet und hat keinen wirklichen roten Faden, sodass sie mich nicht fesseln konnte. Andere Szenen sind allerdings zu überspitzt dargestellt, beispielsweise ist die Rettung des Checkers dann doch zu dick aufgetragen. Die wie immer stimmige Atmosphäre und viel eingebautes Wissen machen aber auch „Die Welt der Meerestiere“ zu einem soliden Hörspiel.

VÖ: 24. November 2017
Label: Europa
Bestellnummer: 889854726225


Schlau wie 4 – 4. Der Mars: Abenteuer im Weltall



Erster Eindruck: Ziemlich lasche Sicherheitskontrollen...

Gemeinsam mit ihren Freunden Samir und Tobi begleiten die Zwillingsschwestern Pia und Lisa ihre Mutter zu einem wissenschaftlichen Kongress nach Gran Canaria. Und natürlich hat der Navinaut einen festen Platz im Gepäck der vier Kinder. Doch die Vorträge sind deutlich langweiliger als erhofft, sodass sich Tobi auf eine kleine Tur durch das angeschlossene Museum macht – und einen Großalarm auslöst, als er sich ein Stück Marsgestein näher anschauen möchte...

Bisher ging es für die vier wissensdurstigen Kinder mit ihrem Navinauten in der Hörspielserie „Schlau wie 4“ immer in spannende Epochen unserer Erde, was sich mit der vierten Folge ändert: Der Mars ist dieses mal das Ausflugsziel von Pia, Lisa, Samir und Tobi. Das kommt eher ungeplant, uns bis es so weit ist, wird auch erst einmal ein unterhaltsames Intro erzählt. Die Reise auf die kanarischen Inseln, die brenzlige Situation bei der Sicherheitskontrolle, der Kongress der Astronomen – alles gut erzählt und schon einmal gespickt mit vielen Informationen über unser Weltall. So wird beispielsweise gut erklärt, was der Unterschied zwischen einem Stern und einem Planeten ist, auch die Dimensionen des Weltalls werden gut aufbereitet und Kindern begreiflich gemacht. Kernelement ist jedoch eindeutig die Reise zum Mars mit den vielen Entdeckungen, die es dort zu machen gibt. Man kann sich die triste Umgebung sehr gut vorstellen, wobei sich die Kinder in unterschiedliche Situationen begeben. Das wird gegen Ende noch einmal richtig spannend, da ihre Rückkehr auf einmal ziemlich unsicher erscheint. Und auch danach müssen sich die vier Freunde noch aus einer unangenehmen Situation befreien. Der Spannungsbogen ist hier stetig hoch, sodass die Vermittlung von Wissen tatsächlich wie nebenbei geschieht. Das Thema bietet dabei viele interessante Aspekte, die sehr gut dargestellt wurden. Gut gefällt mir auch, dass der Navinaut ein wenig mehr in den Mittelpunkt gerückt wird und ein paar menschliche Regungen zeigt.

Erzähler der Folge ist wieder Achim Buch, der mit seiner angenehmen Stimme gekonnt durch die Handlung führt und dabei die Spannung mit seiner Erzählweise zu steigern weiß. Flemming Stein spricht den draufgängerischen Tobi sehr glaubwürdig und sorgt immer wieder für zusätzliche Aufregung. Volker Harnisch ist die Stimme des Navinauten und schafft dabei eine gelungene Mischung aus technischen und menschlichen Aspekten. Weitere Sprecher sind Erik Schäffler, Joachim Ketzer und Kerstin Draeger.

Wie bereits die vorigen Folgen auch wird hier eine zum Thema passende Stimmung erzeugt. So wirken die Szenen auf dem Mars sehr futuristisch, was durch sanfte musikalische Untermalung und verzerrte Stimmen der Kinder erreicht wird. Aber auch die anderen Szenen sind sehr gut inszeniert und sorgen mit der passenden Geräuschkulisse für Kurzweil.

Klar, dass das Cover den Ausflug der Kinder auf dem Mars zeigt und dabei viele Details sichtbar macht. Der witzige Comicstil kommt dabei besonders in den Gesichtern der Kinder mit unterschiedlichen Emotionen gut zur Geltung, während in der restlichen Gestaltung wieder viele Infoboxen zu sehen sind, die auch kleine Zeichnungen zum Thema enthalten.

Fazit: Für die vierte Folge wurde ein sehr spannendes Thema ausgewählt, das bisher auch nicht in allzu vielen Hörspielen aufgetaucht ist. Die Handlung ist dabei voller spannender Momente, die sich gut zusammenfügen und das Wissenswerte über den Weltraum und insbesondere den Mars äußerst unterhaltsam wirken lassen.

VÖ: 22. September 2017
Label: Europa
Bestellnummer: 889854387525


Schlau wie 4 – 3. Das alte Ägypten: Ein Tag beim Kinderpharao



Erster Eindruck: Vom Schüler zum Herrscher...

Samirs Vater, der als Pilot arbeitet, überrascht seinen Sohn kurz vor einem Flug in der Schule und lässt es sich nicht nehmen, im ein ganz besonderes Geschenk zu machen: Eine Kette, die aus dem alten Ägypten stammt. Und da bald eine Projektwoche in der Schule ansteht, möchte sein Freund Tobi gleich mit dem Navinauten das Rätsel um die Ermordung von Tut-ench-amun aufklären. Doch den anderen ist das dann doch eine Nummer zu groß...

„Schlau wie 4“, die neue Wissensserie von Europa, hat einen ziemlich cleveren Weg gefunden, immer neue Themengebiete sinnvoll zusammenzuführen und nutzt diesen auch in der dritten Folge gekonnt aus: Der Navinauten, ein fantastisches Gerät, dass die vier Protagonisten mit einem Gegenstand aus der gewünschten Region und der passenden Zeit praktisch überall hin versetzen kann. Und so ist es innerhalb der Serienhandlung völlig schlüssig, dass die Reise für Samir, Pia, Lisa und Tobi ins alte Ägypten legt, nachdem eine kurzweilig erzählte Rahmenhandlung sie auf diese Idee gebracht hat. Und wie der Untertitel „Ein Tag beim Kinderpharao“ schon vermuten lässt, gibt es ein Treffen mit dem ziemlich arroganten und herrschsüchtigen Tut-ench-amun, der sich jedoch schnell den Freunden öffnet und von seinem Alltag erzählt, der bei weitem nicht so einfach ist wie man es vielleicht denken mag. Das ist schon ziemlich unterhaltsam erzählt, aber fast noch besser gefällt mir, dass auch das normale Volk der damaligen Zeit besucht wird. So bekommt man einen sehr interessanten Einblick in diese fremde Kultur und lernt so einiges über ägyptische Mythologie, die damalige Lebensweise oder das vorherrschende Regierungssystem. Auch nach der Rückkehr ins hier und jetzt lässt die Folge nicht nach und präsentiert einen lebendigen und unterhaltsamen Abschluss, in dem sogar der sonst so unsympathische Checker aus der Parallelklasse ein wenig nahbarer als sonst wirkt.

Tim Kreuer ist in dieser Folge als aufbrausender Tut zu hören, kann aber später auch seine sanfte und sympathische Seite zeigen – ein Zwiespalt, den er sehr gut zu gestalten weiß. Eberhard Haar ist als General Haremhab zu hören und bringt mit seiner markanten Aussprache eine für Kinder etwas unheimliche, aber sehr passende Note mit in die Handlung. Ben Hecker ist als Mister Eje zu hören und sorgt dafür, dass einem das normale Volk Ägyptens näher gebracht wird. Weitere Sprecher sind Tetje Mierendorf, Celine Fontanges und Erik Schäffler.

Gut gefällt mir die akustische Umsetzung der Folge, die vor allem aus zeitgemäßen Klängen besteht und so für Kinder und Jugendliche ansprechend wirkt. Dennoch wurde es nicht versäumt, auch einige altägyptische Passagen einzubauen und beispielsweise gesangartige Gebete einzubauen. Das macht das Ganze authentisch und lebendig, was sowohl für die Musik als auch für die Geräusche gilt.

Das Titelbild zeit natürlich eine Szene aus dem Hörspiel, in der die vier Freunde zusammen mit Tut in seinem Palastzimmer zu sehen sind. Schon hier gibt es viele Details zu entdecken, und das zieht sich durch die gesamte Aufmachung. Auch auf der Rückseite und im Inneren gibt es viele kleine Motive mit kleinen Infoboxen zum nachlesen.

Fazit: Die Reise ins alte Ägypten ist sehr lohnenswert, da man nicht nur eine unterhaltsame und spannende Geschichte erzählt bekommt, sondern auch nebenbei viel über die damalige Epoche lernt – und zwar nicht nur was Herrscher und Götter angeht, sondern auch das normale Volk betreffend. Das ist unterhaltsam und kurzweilig aufbereitet und sorgt für viel Hörspaß.

VÖ: 22. September 2017
Label: Europa
Bestellnummer: 889853638420


Schlau wie 4 – 2. Wildpferde: Reise in die Mongolei



Erster Eindruck: Zeitmaschine im Einsatz

Samir, Tobi, Pia und Lisa haben sich riesig auf den diesjährigen Schulausflug gefreut, der sie zu den einzigen wild lebenden Pferdeherde Deutschlands führt. Doch schon nach wenigen Minuten ist die Show vorbei, denn der Checker aus der Parallelklasse hat einen Böller geworfen, um den Actionfaktor zu erhöhen. Doch wie sollen die vier nun ihre Reportage für die Schulwebsite fertig bekommen?

Zum Start der neuen Wissensreihe „Schlau wie 4“ hat Europa gleich zwei Folgen auf den Markt gebracht, nach Dinosauriern kann man auch einiges über Wildpferde erfahren – natürlich wieder eingebunden in eine kurzweilige Handlung. Viele Informationen werden dabei von den vier Hauptcharakteren vorgetragen und wirken so lebendig, in den Gesprächen kommt das vermittelte Wissen natürlich herüber. Zudem kommt viel Aufregung um die gefährliche Aktion des Checkers mit ein, was für einen dynamischen Start sorgt und die Handlung in eine andere Richtung lenkt als anfangs gedacht. Denn wieder kommt das hervorstechende Element vor: Eine Zeitmaschine, die die vier Hauptcharaktere zur letzten komplett wild lebenden Pferdeherde in die Mongolei bringt und dabei noch einige sehr nützliche Funktionen offenbart. Dort lernen sie nicht nur einiges mehr über die Wildpferde, sondern erfahren auch viel über die Lebensweise der äußerst gastfreundlichen Mongolen, sodass das Themenspektrum noch erweitert wird. So ist eine sehr lebendige und vielseitige Folge entstanden, die nicht nur viel Wissen, sondern auch Lebensgefühl vermittelt und kindgerecht mit Freundschaften und Rivalitäten gestaltet ist.

Daniel Kirchberger ist in einer der Hauptrollen als Samir zu hören und gestaltet diesen sehr lebendig und aufgeweckt, auch seine frechen Sprüche passen gut in die Handlung und sorgen für einige witzige Momente. Julia Fölster ist als Lisa mit dabei und sorgt mit ihrer angenehmen Sprechweise für einen positiven Eindruck der Figur, sie bringt die Eigenheiten der Figur gut zur Geltung. In dieser Folge hat Emily Seubert einen Gastauftritt als mongolischen Mädchen Sarangerel, ihre sanfte und freundliche Art machen sie zu einem sehr liebenswerten Charakter. Weitere Sprecher sind Elena Wilms, Robin Brosch und Freya Trampert.

Die akustische Umsetzung ist sehr gut auf die zuhörende Zielgruppe zugeschnitten und bietet viele passende Geräusche – mal natürlichen Ursprungs wie in der Mongolei, mal technische Sounds wie von der Zeitmaschine. Das fügt sich alles gut zusammen, wobei Musik dabei eine eher untergeordnete Rolle spielt und nur dezent eingesetzt wurde.

Ein Wildpferd kümmert sich rührend um sein Fohlen und liegt im in der malerischen Landschaft der Mongolei, während sich Sarangerel und ihre vier neuen Freunde aus dem Hintergrund heranpirschen – das Cover ist auch hier ansprechend gelungen. Der comichafte Stil wird in der restlichen Gestaltung immer wieder von Fotos von Wildpferden unterbrochen, dazu gibt es noch zahlreiche zusätzliche Informationen.

Fazit: Auch die zweite Folge von „Schlau wie 4“ ist vollgepackt mit viel Wissen, aber auch mit einer kurzweiligen Geschichte. Vom anfänglichen Chaos beim Rodeo-Event bis hin zu der mit Atmosphäre vollgesogenen Szene in der Mongolei – alles fügt sich stimmig und unterhaltsam zusammen. Eine liebenswerte Folge!

VÖ: 9. Juni 2017
Label: Europa
Bestellnummer: 889853638321


Schlau wie 4 – 1. Dinosaurier: Der geheimnisvolle Knochen



Erster Eindruck: Vier Freunde auf Zeitreise

Tobi soll für die Schule ein Referat über Dinosaurier vorbereiten, hat dazu aber so gar keine Lust und macht deshalb lieber mit seinem Kumpel Samir und den beiden Schwestern Pia und Lisa einen Ausflug zum alten Steinbruch. Dabei stoßen die vier auf einen versteinerten Knochen, welcher nur von einem Dinosaurier stammen kann. Viel besser als ein Referat, findet Tobi, doch nachdem er den Knochen der Lehrerin Frau Krause gezeigt hat, geht alles schief...

Europa, der Klassiker unter den Hörspiellabeln, hat mit „Schlau wie 4“ eine neue Wissensserie für Kinder auf den Markt gebracht und beginnt zum Start gleich mit zwei Folgen. Den Anfang macht eine Folge rund um Dinosaurier, die auf Kinder ja nach wie vor eine große Faszination ausüben und Jungen und Mädchen gleichermaßen ansprechen. Und auch die vier Hauptcharaktere sind eine bunte gemischte Truppe, mal wissbegierig, mal mutig, mal sportlich, sodass jedes Kind schnell eine passende Identifikationsfigur finden dürfte. Die Handlung ist kurzweilig und konzentriert sich zunächst auf das normale Leben der kleinen Clique, was mit einem arroganten Mitschüler, einer netten Lehrerin und einem lockeren Forscher angereichert wurde. Später geht die Folge dann noch einmal in eine ganz andere Richtung und lässt die Kinder dank einer Zeitmaschine ins Reich der Dinosaurier reisen – ein ungewöhnliches Element für eine Wissensserie, die aber gut funktioniert und viel Leben mit in die Handlung bringt. Da gibt es einige brenzlige Situationen und Begegnungen mit den Urzeitechsen, was kindgerecht spannend gelungen ist. Gepaart mit einer guten Portion Humor und sehr vielen Fakten über Dinosaurier ist eine gute erste Folge der Serie gelungen, die gleichzeitig neugierig darauf macht, wohin die Kinder mit der Zeitmaschine noch reisen werden.

Flemming Stein ist in der Rolle des Tobi zu hören, hier spielt er seine mittlerweile gar nicht mehr so kleine Erfahrung als Hörspielsprecher voll aus und liefert eine sehr solide und glaubhafte Sprechweise ab. Alina Degener ist als Pia zu hören, sie gibt ihrer Figur die nötige Energie und kann auch die Fakten über Dinosaurier gut vermitteln. Tetje Mierendorf hat mir als Herr Echsle auch gut gefallen, den Forscher bringt er sehr locker herüber und lässt ihn sympathisch wirken. Weitere Sprecher sind Elena Wilms, Robin Brosch und Volker Hanisch.

Der Titelsong der Serie ist flott und mit einem pfiffigen Text versehen, sodass Kinder schon nach ein paar mal zuhören sicherlich mitsingen können. Ansonsten erklingt nur in den Szenenübergängen Musik, ansonsten haben die Macher auf eine stimmige Geräuschkulisse gesetzt, die zu jeder Szene den passenden Sound erklingen lässt. Insbesondere die Szenen in der Urzeit sind dabei sehr vielfältig umgesetzt.

Das Design des Covers zeigt viele Schulmaterialien inklusive dem typischen Kästchenpapier als Hintergrund. Das eigentliche Motiv zeigt aber die drei Ausflügler in die Urzeit, die nicht nur einen riesigen Fußabdruck entdeckt haben. Sondern auch eine große Horde Dinosaurier entdeckt haben. Im Inneren sind nicht nur alle Mitwirkenden aufgelistet, sondern noch einmal viele Zahlen, Daten und Fakten zu Dinosauriern abgedruckt.

Fazit: Die neue Wissensserie von Europa startet nicht nur mit einem interessanten Thema, sondern auch mit einer kurzweiligen Handlung. Szenen in der Schule wechseln sich mit einer ungewöhnlichen Idee an, die die Kinder durch Raum und Zeit reisen lässt. So gibt es noch eine spannende Handlung, die ganz nebenbei noch viele Informationen über Dinosaurier bereit hält.

VÖ: 9. Juni 2017
Label: Europa
Bestellnummer: 889853638222

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