Die Fuchsbande - 9. Die Sockenklaumaschine / Die neuen Haare

Die Fuchsbande – 7. Fall 13: Die gerissene Seite / Fall 14: Der Melonenschwund

Die Fuchsbande - 6. Fall 11: Die seltsame Schatzkarte / Fall 12: Das eintönige Mittagessen

Die Fuchsbande – 5. Die kurzen Blumen / Der verrückte Roller

Die Fuchsbande – 3. Das geheimnisvolle Geschenk / Das gerupfte Bäumchen

Die Fuchsbande – 2. Der verschwundene Apfel / Der dicke Schmutz

Die Fuchsbande – 1. Der Skandal im Hof / Die Spur des Riesen


Die Fuchsbande - 9. Die Sockenklaumaschine / Die neuen Haare



Niklas braucht beim Anziehen etwas länger, da er seine alten, rauen Socken nicht mehr anziehen möchte. Ausnahmsweise bekommt er von Mama ganz neue. Doch als am nächsten Tag noch andere Socken verschwunden sind, verdächtigt seine Mutter ihn, diese absichtlich versteckt zu haben... („Die Sockenklaumaschine“)
Die Frisörin im Kindergarten ist nicht nur Tills Mama, sondern auch die beste Frisörin der Stadt. Auch die Erzieherin Frau Bär lässt sich einen neuen Schnitt und etwas Farbe verpassen, ist aber ganz und gar nicht zufrieden mit dem Ergebnis... („Die neuen Haare“)

Mit Kriminalfällen für die ganz kleinen Zuhörer hat sich „Die Fuchsbande“ von Europa eine Zielgruppe erschlossen, die bisher nur wenig angesprochen wurde. Natürlich sind deswegen auch an die mittlerweile neunte CD mit zwei weiteren Geschichten ganz andere als bei Hörspielen für Jugendliche oder gar Erwachsene ganz andere Ansprüche zu stellen – dass die Fälle sehr schlicht sind und sich entweder leicht vorausahnen lassen oder im Gegenteil mit einer allzu plötzlichen und ungewöhnlichen Auflösung überraschen, ist den beiden Episoden nicht anzulasten. Dafür werden die Ermittlungen der drei Hauptfiguren sehr gut aufbereitet, logisch erklärt und dabei Wert darauf gelegt, dass die einzelnen Schritte gut nachvollzogen werden können. „Die Sockenklaumaschine“ greift dabei witzig das Phänomen auf, das wohl jeder kennt: Verschwundene Socken. Dass dabei Niklas unter Verdacht gerät und wie die drei Mitglieder der Fuchsbande damit umgehen, ist sehr stimmig in Szene gesetzt und vermittelt ganz nebenbei auch wichtige Sozialkompetenz. Ein ähnliches Motiv findet sich auch in der zweiten Episode wieder, wenn Tills Mutter mit der misslungenen Frisur der Erzieherin zu kämpfen hat. Hier sind die Befragungen einzelner Verdächtiger und Zeugen sehr gut dargestellt, und auch das Ermittlungsbuch der Fuchsbande spielt wieder eine passende Rolle. Dass Füchsin Fritzi immer wieder auftaucht und die Szenerie auflockert, macht Kindern besonders viel Spaß.

Elias Esser ist natürlich wieder als Till mit dabei, er spricht den Jungen voller Elan und Tatendrang, aber auch als er selbst verdächtigt wird, setzt er dies stimmig um. Ulrike Kapfer ist als Tills Mama ebenso unter Verdacht, sie spricht die Rolle sehr höflich und charmant, die Emotionen der Frisörin werden sehr klar und deutlich von ihr dargestellt. Detlef Bierstedt hat einen kleinen Auftritt als Hausmeister, wobei er sich zurücknimmt, um den kleinen Sprechern nicht die Show zu stehlen. Weitere Sprecher sind Rainer Doering, Luise Lunow und Traudel Sperber.

„Wir sind die Fuchsbande“ - dieser Ausruf ist dem geneigten Hörer durch den Titelsong bekannt und schallt auch hier zu Anfang der beiden Episoden aus den Boxen. Ansonsten ist kaum Musik eingesetzt, auch die Geräuschkulisse hält sich in diesen beiden Geschichten eher zurück. Doch an einigen prägnanten Stellen sind einige Songs eingebaut, die das Geschehen gekonnt untermalen.

Die Verwirrung der drei Mitglieder der Fuchsbande ist auf dem Cover deutlich zu sehen, sie betrachten die Socken auf der Leine oder die einsamen Wäscheklammern. Ziemlich bunt und mit klaren, einfachen Formen spricht der Zeichenstil die Zielgruppe wieder gekonnt an. Auch die restliche Gestaltung punktet mit einer hübsch aufbereiteten Optik.

Fazit: Die Ermittlungen in diesen beiden Geschichten sind besonders gut aufbereitet und sind so auch für Kinder sehr gut verständlich. Alles fügt sich gut ineinander, auch wenn die Auflösungen vielleicht nicht ganz optimal eingebaut sind. Schön, dass besonders prägnante Themen ausgewählt wurden, die sich Kinder gleich bildlich vorstellen können.

VÖ: 21. September 2018
Label: Europa
Bestellnummer: 190758331027


Die Fuchsbande – 7. Fall 13: Die gerissene Seite / Fall 14: Der Melonenschwund



Ohne ihr Fuchsbuch wäre die Fuchsbande ziemlich aufgeschmissen, schließlich tragen sie dort alle ihre Ermittlungsergebnisse ein. Doch im Kindergarten merken die drei, dass eine Seite herausgerissen ist. Niklas und Till sind sich aber nicht sicher, ob es nicht ein Missgeschick von Nele war... (Die gerissene Seite)
Für ihre Erzieherin schauen die drei Kinder noch einmal beim Gemüseladen vorbei, um sich drei Melonen zu reservieren. Doch der Gemüsehändler berichtet, dass in letzter Zeit immer wieder einige der Früchte verschwinden. Natürlich wollen die drei herausfinden, warum... (Der Melonenschwund)

Krimis für die ganz kleinen Hörer aus deren Alltag – das ist das Konzept der Fuchsbande, das nun schon in der siebten Folge mit zwei weiteren Episoden angewendet wird. Abgesehen davon, das der Text in dem Titel Song mit „das ist unser dreizehnter Fall“ etwas holpert, geht es dabei wie gewohnt weiter – jedenfalls fast. Denn „Die gerissene Seite“ stellt erstmals einen Bezug zu einem vorigen Fall her, lässt die damalige Täterin erneut unter Verdacht geraten. Zudem ist auch der enge Bezug zum Fuchsbuch, in dem dieses mal nicht nur Hinweise eingezeichnet werden, sondern das auch im Mittelpunkt des Falls steht, sehr gelungen. Durch einige interessante Fragetechniken und das ausschießen von Tätern kommen die Nele, Niklas und Till langsam dem Täter näher, was gut aufbereitet wurde. Besonders interessant ist dabei, dass sich die drei erstmals so richtig uneins sind und ein bisschen Streit in der Luft liegt, sich die drei aber auch schnell versöhnen. Während sich der erste Fall vor allem auf den Kindergarten konzentriert, führt der zweite die Fuchsbande auch an ganz andere Orte, wobei der Aufbau der Folge eher auf glückliches Raten zurückzuführen ist denn auch wirkliche Ermittlungen. Dafür wird es am Ende dann aber auch rührend, die Auflösung bringt eine traurige Stimmung mit sich, die aber mit einem positiven Dreh noch gewendet wird.

Lina Isabell Sturm ist wieder als Nele zu hören, sie bringt die Rolle wieder glaubhaft herüber und kann besonders die Enttäuschung über Tills und Niklas' Verdacht passend darstellen. Robert Frank ist in dem zweiten Fall als Gemüsehändler Herr Petersilie zu hören, er klingt dabei sehr gutmütig und passt damit gut in die Szenerie der Serie. Elvira Schuster sorgt hier ebenfalls für einige gelungene Momente und führt ihre Rolle mit einer ebenso sanften wie gefühlsbetonten Stimme aus. Weitere Sprecher sind Peter Weis, Simona Kabst und Nora Jokhosha.

Natürlich konzentriert sich das Hörspiel vor allem auf die Dialoge, damit die sehr junge Zielgruppe den Geschichten auch folgen kann. Doch manchmal gibt es eben doch Geräusche oder eine kleine Melodie, die dann beide gut an die Handlung angepasst wurden und nicht zu sehr ablenken. Sehr kindgerecht und stimmig umgesetzt.

Das Cover zeigt eine Szene aus dem Zoo aus der zweiten Geschichte, in einfachem und kindgerechtem Zeichenstil sind die drei Mitglieder der Fuchsbande zu sehen, während Niklas einem freundlichen Elefanten den Rüssel streichelt. Hier kann man mit Kindern schön noch einige Tiere erklären oder ein Suchspiel machen. Das Innere ist wieder übersichtlich gestaltet und stellt im kleinen Booklet die Kinder und Füchsin Fritzi vor.

Fazit: Mit einem kleinen Sprung in die Vergangenheit (auch wenn sich vermutlich nicht alle Kinder daran erinnern können), einem kleinen Streit in der Bande und einem emotionalen Ende kommen noch einige neue Elemente in die Serie ein. Beide Episoden sind wieder solide erzählt und können von den kleinen Zuhörern gut nachverfolgt werden.

VÖ: 4. Mai 2018
Label: Europa
Bestellnummer: 190758086125


Die Fuchsbande - 6. Fall 11: Die seltsame Schatzkarte / Fall 12: Das eintönige Mittagessen



Erster Eindruck: Zwei herbstliche Geschichten..

Beim Spielen finden Niklas, Nele und Till im Park ein Quartettspiel. Doch darin ist noch etwas merkwürdiges versteckt: Eine kleine Schatzkarte. Und tatsächlich finden sie am Ziel eine Blechdose mit einem merkwürdigen Inhalt... (Die seltsame Schatzkarte)
Beim Mittagessen ist die Erzieherin im Kindergarten ziemlich verwundert: Fisch, Blumenkohl und Reis sind komplett gelb. Sollten die Kinder mit verschimmelten Essen vergiftet werden oder steckt ein anderes Geheimnis dahinter? (Das eintönige Mittagessen)

Krimis für die ganz kleinen Zuhörer, die gerade erst das Medium Hörspiel im Kindergartenalter für sich entdecken - „Die Fuchsbande“ von Europa hat ein klares Konzept und präsentiert pro CD immer gleich zwei kleine Episoden, die den Hauptfiguren neue Rätsel aufgeben. Auch die sechste Folge der Serie folgt diesem Konzept und verfolgt zwei witzige Ansätze: Sowohl das Auffinden des Kartenspiels und der Schatzkarte als auch das gelb gefärbte Mittagessen versetzen die Kinder in Aufregung, was auch beides mal sehr treffend dargestellt wurde. Sie haben richtig Spaß an den Ermittlungen, und das merkt auch der Hörer. Ein schönes Element ist auch der liebevolle Großvater mit seiner etwas schrulligen Art, der in der ersten Episode den Kindern auf die Sprünge hilft. In der zweiten Episode ist es dann die aufgeweckte Szenerie im Kindergarten und der warmherzige Auftritt des Vaters, aber auch recht viele Charaktere. Allzu komplex wird es dann aber doch nicht, jeder Verdächtige wird recht schnell ausgeschlossen, sodass Kinder allem gut folgen können. Beide male ist die Auflösung eine gelungene Überraschung, sodass wieder ein guter Einstieg in die Hörspielwelt entstanden ist.

Der wundervolle Peter Weis passt sehr gut zu der Rolle des Opi Rudi, er klingt herrlich warmherzig und ein bisschen verschroben, sodass man ihn in seiner kurzen Szene sofort lieb gewinnt. Traudel Sperber ist hier mal wieder zu hören, sie bringt die Rolle der Putzfee authentisch und kindgerecht herüber. Auch Sven Brieger macht seine Sache als Koch mit dem bezeichnenden Namen Herr Suppe gut, auch er spricht klar und mit deutlichen Emotionen in der Stimme. Weitere Sprecher sind Oliver Rohrbeck, Roman Roth und Lukas Sperber.

Akustisch ist hier nicht allzu viel los, sodass die kleinen Zuhörer nicht von der Handlung abgelenkt werden und sich voll auf die Dialoge konzentrieren können. Im Hintergrund sind aber leise Geräusche oder ein paar Stimmen zu hören, die die Szenen lebendiger wirken lassen. An Musik prägt sich der eingängige Titelsong ein, bei dem natürlich wieder aufgezählt wird, welcher Fall als nächstes gelöst wird.

Eine Szene aus dem ersten Fall ist auf dem Cover zu sehen, neben den drei Kindern ist natürlich auch das Maskottchen der Bande zu sehen: Füchsin Fritzi. Doch auch das herbstliche Wetter und die Schatzkarte sind hier gut in Szene gesetzt. Die restliche Gestaltung ist wieder hübsch geraten und punktet mit hellen, freundlichen Farben.

Fazit: Die beiden Geschichten dieser Folge sind wirklich etwas zum Knobeln, denn sowohl die Schatzkarte als auch das gefärbte Mittagessen geben den drei Kindern Rätsel auf. Dabei sind viele Figuren zu hören, die alle gut in Szene gesetzt wurden. Durch die kurzen Abschnitte können auch Kinder der Handlung gut folgen.

VÖ: 2. Februar 2018
Label: Europa
Bestellnummer: 190758082820


Die Fuchsbande – 5. Die kurzen Blumen / Der verrückte Roller



Erster Eindruck: Zwei überraschende Auflösungen...

Alle Kindergartenkinder freuen sich über die schönen Blumen, die in ihrem Garten wachsen. Doch irgend jemand hat fünf von ihnen abgeschnitten. Niklas, Nele und Till sind ratlos, wer so etwas machen könnte... (Die kurzen Blumen)
Die drei Kinder fahren mit Neles Vater zu einem Waldspaziergang, und da kann Tills Roller leider nicht mit. Gemeinsam mit Füchsin Fritzi soll dieser an einem Feldweg bleiben. Bei ihrer Rückkehr ist jedoch keine Spur von dem Roller zu sehen – und Fritzi ist auch verschwunden („ Der verrückte Roller“)

Wer seine Kinder schon früh zu Hörspielen hinführen möchte, kann getrost zu der „Fuchsbande“ von Europa greifen, die drei Freunde im Kindergartenalter als Hauptfiguren hat. Die Geschichten sind kleine Rätsel aus dem Alltag der Kinder und sehr einfach gestrickt. Auch in der fünften Folge mit zwei neuen Fällen wird dazu angeregt, logisch zu denken und aus den vorliegenden Hinweisen die richtigen Schlüsse zu ziehen – und etwas anderes macht ein Sherlock Holmes ja auch nicht. „Die kurzen Blumen“ ist dabei auch für Verhältnisse der „Fuchsbande“ ein recht schlichter Fall, gibt aber mit einer gelungenen Fragestellung Rätsel auf. Auch wenn die Auflösung eher zufällig entdeckt wird, kann diese mit einer niedlichen und naturverbundenen Idee punkten. Etwas kniffeliger ist da schon „Der verrückte Roller“, bei dem mehr Ermittlungsarbeit auf die drei Kinder wartet. Noch mehr Reiz erhält der Fall dadurch, dass das Maskottchen der Serie, Füchsin Fritzi, ebenfalls verschwunden ist. Das Ganze wird stimmig aufgelöst und strahlt wieder eine sehr ruhige Grundstimmung aus.

Jacob Weigert ist als Neles Papa zu hören und strahlt dabei eine große Wärme Ruhe aus, sodass trotz der Aufregung um die verschwundene Fritzi auch den zuhörenden kleinen Kindern die Aufregung genommen wird. Matthias Kunze ist als Förster zu hören, er wirkt sympathisch und geht bei seinen Erklärungen gut auf die Bedürfnisse der Kinder ein, indem er diese ruhig und gut verständlich vorträgt. Elena Wilms ist als Frau Rosenblatt zu hören, ihre Stimme nimmt einen sehr angenehmen Klang an, wobei sie mit einer glaubhaften Sprechweise überzeugt. Weitere Sprecher sind Mélanie Fouché, Tilda Zimmermann und Eva Thärichen .

Um die sehr junge Zielgruppe nicht abzulenken und den Fokus auf das Verständnis der Handlung. Der kleine Titelsong kommt aber natürlich auch hier vor und stimmt gut auf das Kommende ein. Auch Geräusche sind nur wenige eingefügt, diese sorgen aber für ein besseres Verständnis der Handlung und machen die Vorgänge plastischer.

Das Cover der Folge ist natürlich im gleichen Stil wie die vorigen gehalten und zeigt in bunten Farben und einfachen, klaren Formen die drei Kinder bei ihrer Ermittlungsarbeit. Die verschwundenen Blüten der Margeriten und die hübsche Hintergrundlandschaft kommen dabei ebenso gut zur Geltung wie die Untersuchungen der Kinder mit prägnanten Gesichtsausdrücken.

Fazit: Beide Fälle dieser CD können mit logisch aufgebauten Ermittlungen, klarer Rollenverteilung und einer gewissen Naturverbundenheit überzeugen. Ein bisschen Moral kann man sich auch daraus ziehen, die Auflösungen sind stimmig und gut konstruiert, sodass die zuhörenden Kinder ebenfalls eine Chance haben, mitzuraten und zu kombinieren.

VÖ: 24. November 2017
Label: Europa
Bestellnummer: 889853840427


Die Fuchsbande – 3. Das geheimnisvolle Geschenk / Das gerupfte Bäumchen



Erster Eindruck: Zwei neue Kinder im Kindergarten

Niklas, Nele und Till entdecken in der Einfahrt vom Kindergarten ein großes Geschenk, doch vor ihren Augen wird es von einem Mann in einem Lieferwagen gestohlen. Doch für wen war das Geschenk gedacht? (Das geheimnisvolle Geschenk)
Nele ist zu Besuch bei ihrer Kindergartenfreundin Hannah. Sie beobachtet, wie ihre Mutter eine verdorrte Topfpflanze auf den Komposthaufen wirft. Sie ist sehr traurig, denn das kleine Bäumchen stammt noch von ihrem Vater. Nele will unbedingt wissen, was mit der Pflanze passiert ist (Das gerupfte Bäumchen)

Krimiserien gibt es unzählige, und das für alle Altersgruppen. Sogar für die ganz kleinen Zuhörer im Kindergartenalter gibt es mittlerweile eine Serie von Europa: Die Fuchsbande. Die Protagonisten sind im gleichen Alter wie die Zielgruppe, und auch die beiden Fälle der dritten Folge sind so simpel gestrickt, dass auch Hörspielhörer in diesem Alter gut folgen können. Der Aufbau ist immer gleich: Zunächst gibt es eine Beschreibung der Situation, in der sogar schon die ersten Hinweise eingebaut sind. Dann folgt die Beobachtung des kleinen Falles und die Ermittlungen des Gespanns. Hier wird gut gezeigt, wie die drei mittlerweile erfahrenen Detektive vorgehen und welche Dinge sie in ihr Tagebuch eintragen. Dass sich dies wiederholt, schärft tatsächlich bald die Denkweise von Kindern, die sich an den immer gleichen Fragen orientieren. Dennoch wurden auch hier zwei neue Ansätze gefunden, die das Interesse der Kinder wecken können. Besonders gefallen hat mir dabei, dass in der ersten Folge ein aktuelles Thema aufgegriffen und sehr kindgerecht erzählt wird, während die zweite Episode die teils sehr aufbrausende Gefühlswelt von Kindern gut aufbereitet.

Das Sprechertrio aus Elias Esser, Lina Isabell Sturm und Leopold Schill setzt ihre Rollen gelungen um, sie klingen sehr spontan und authentisch. Roman Roth ist als der Vater von Niklas zu hören, er klingt sympathisch und bringt in seinen kurzen Szenen Schwung und Witz mit in die Handlung. Simone Kabst spricht die Kindergärtnerin Frau Bär, sie klingt sehr freundlich und bringt eine mütterliche Art mit ein. Detlef Bierstedt spricht den Hausmeister des Kindergartens, auch er passt sich gut den zuhörenden Kindern an und reduziert dabei – wie alle anderen auch - das Sprechtempo.

Der Titelsong greift schon ein wenig die Ermittlungsweise der Kinder auf und bleibt mit seiner einfachen Melodie schnell im Ohr hängen. Während der Handlung sind insbesondere viele Geräusche im Einsatz, die die Handlung besser erklären und lebendiger wirken lassen. Besonders Fuchdame Fritzi ist immer wieder zu hören und bringt einen großen Niedlichkeitsfaktor mit ein.

Der Zeichenstil des Covers ist mit einfachen Formen und klaren Farben sehr kindgerecht geraten. Zu sehen ist eine Szene aus dem ersten Fall, bei dem die Fuchsbande gerade das hübsch verpackte Geschenk findet. Im Inneren ist nicht nur ein kleiner Stadtplan von Kreiselstadt zu finden, sondern auch eine Beschreibung der Charaktere und kleine Infos zu Themen aus der Folge.

Fazit: Zwei kleine, aber feine Episoden der Serie, die mit einer sehr einfachen und kindgerechten Entwicklung und gradlinigen Ermittlungen des Trios überzeugen. Das ist unterhaltsam geraten und lädt kleine Zuhörer zum Miträtseln ein, zumal die Atmosphäre gelöst und liebevoll ist. Schön, dass sogar ein aktuelles Thema gekonnt vermittelt wird.

VÖ: 9. Juni 2017
Label: Europa
Bestellnummer: 889853637621


Die Fuchsbande – 2. Der verschwundene Apfel / Der dicke Schmutz



Erster Eindruck: Füchsin Fritzi im Einsatz

Luise, ein Nachbarkind der Fuchsbande, hat sich lange rührend um ihren kleinen Apfelbau gekümmert, der jetzt eine wunderschöne Frucht trägt. Doch auch wenn diese noch nicht reif ist, wird er Luise gestohlen. Diese bittet die Fuchsbande um Hilfe... (Der verschwundene Apfel)
Im Kindergarten hat ein Unbekannter die Wände ordentlich beschmiert. Zunächst gerät zwar die Fuchsbande unter Verdacht, doch dann ermitteln sie selbst, wer der Übeltäter ist... (Der dicke Schmutz)

Zum Start der Fuchsbande, einer neuen Krimiserie für ganz kleine Zuhörer von Europa, sind gleich zwei Folgen mit je zwei kleineren Episoden zu hören – also gleich vier Geschichten um die Kindergartenkinder Niklas, Nele und Till. Immer in Begleitung ihrer zahmen Füchsin Fritzi lösen sie auch auf der zweiten CD einfache Fälle ohne großen Schnickschnack, sodass auch kleine Kinder gut zuhören können. Im ersten Fall geht es um einen Diebstahl, der bei Luise ziemlich emotional belastet ist, sie gerät sogar schnell ins Weinen. Gut gefällt mir die Verknüpfung zum Märchen Schneewittchen und die einfach und logisch aufgebauten Ermittlungen. Auch „Der dicke Schmutz“ ist trotz einer ganzen Reihe von Verdächtigen so aufgebaut, dass Kindergartenkinder allem gut folgen können. Der direkte Bezug zum Kindergarten hilft dabei zudem, sich zurecht zu finden. Auch dieser Fall ist stimmig erzählt, hat aber einen nicht ganz so guten Aufhänger wie die Vorgänger. Gepaart mit den glaubhaften Charakteren und der liebevollen Erzählweise sind zwei kurzweilige Geschichten entstanden, die ab einem Alter von etwa zehn Jahren aber verständlicherweise wieder an Reiz verlieren.

Lisa Isabelle Sturm ist in der Hauptrolle der Nele zu hören und bringt den bedächtigen und klugen Charakter gut zur Geltung, für ihr junges Alter ist das eine tolle Leistung. Hannah Kunze ist als Luise zu hören, auch sie macht ihre Sache richtig gut und kann die Trauer des kleinen Märchens glaubhaft darstellen. Ulrike Kapfer ist als Mutter von Till zu hören, mit warmer und liebevoller Stimme wirkt sie sehr freundlich und liebevoll. Weitere Sprecher sind Ana Purwa, Oliver Nitsche und Anik Todtenhaupt.

Zu Anfang der ersten Geschichte wird es etwas hektisch, weil sich mehrere Stimmen überdecken: Erzähler Oliver Rohrbeck wird gleichzeitig mit den Dialogen eingeblendet, was etwas verwirrend wirkt. Ansonsten ist dieses Hörspiel sehr sauber produziert, mit passenden Geräuschen unterlegt und von kurzen, fröhlichen Keyboardmelodien aufgelockert.

Auf dem Cover sind die drei Mitglieder der Fuchsbande zu sehen, sie spähen hinter einem dicken Stamm auf den kleinen Apfelbaum, unter dem auch Füchsin Fritzi zu sehen ist. Der einfache und niedliche Zeichenstil passt gut zu der Serie und spricht die Kinder in der Zielgruppe mit den fröhlichen Farben an. Nichtsdestotrotz sind natürlich auch im Inneren alle Mitwirkenden ansehnlich und hübsch aufbereitet aufgelistet.

Fazit: Die drei Ermittler sind sehr gut und lebendig dargestellt, jeder mit seinem eigenen Charakter, gemeinsam ein tolles Team, sodass die beiden einfach erzählten und kurzweiligen Episoden um den gestohlenen Apfel und den verschmutzten Kindergarten gut zur Geltung kommen. Für Kindergartenkinder und jüngere Schulkinder eine spannende Angelegenheit.

VÖ: 10. März 2017
Label: Europa
Bestellnummer: 889853637522


Die Fuchsbande – 1. Der Skandal im Hof / Die Spur des Riesen



Erster Eindruck: Spannende Hörspiele für kleine Zuhörer

Die Freude bei Niklas, Nele und Till ist riesig, als sie für den Garten ein tolles Spielhaus geschenkt bekommen. Doch dies währt nicht lange, denn schon am nächsten Tag ist das ganze Haus von einer roten Paste beschmiert. Doch schon kurz nachdem sie herausgefunden haben, was dahinter steckt, hat ein Riese einen enormen Abdruck im Sandkasten des Kindergartens hinterlassen...

Mit „Die Fuchsbande“ hat sich Europa eine neue Hörspielserie für die ganz kleinen Zuhörer ab etwa 3 Jahren ausgedacht, ein Segment, dass beim Traditionslabel bisher nicht regelmäßig bedient wurde. Herausgekommen ist eine einfache, aber sehr liebenswerte Krimireihe, die so klar verständlich und gradlinig erzählt wird, dass die angesprochene Zielgruppe tatsächlich schon die Handlung verstehen kann. Im Mittelpunkt stehen Niklas, Nele und Till, tolle Identifikationsfiguren mit jeweils einem eigenen Charakter, aber allesamt neugierig und mutig. Die erste CD ist in zwei kleine Episoden von jeweils einer halben Stunde aufgeteilt, sodass die Aufmerksamkeitsspanne der Zuhörer nicht überfordert, aber dennoch gefördert wird. Es kommen immer mehr Hinweise und Komponenten hinzu, die aufeinander aufbauen und gut nachvollziehbar sind. Mir gefällt die fröhliche und entspannte Atmosphäre dieser Folge, die niedliche Ausstrahlung und die kleinen, kindgerechten Geschichten, die locker und unterhaltsam erzählt werden.

Elias Esser ist in der Rolle des Niklas zu hören, er klingt aufgeweckt und kann die Texte trotz seines jungen Alters flüssig und glaubhaft darstellen. Peter Weis ist als Opa Rudi zu hören, mit seiner sanften und warmen Klangfarbe sorgt er hier für einen liebenswerten Ausdruck und ist für die Kinder so ein toller Anhaltspunkt. Als Erzähler ist Oliver Rohrbeck im Einsatz, er gestaltet seine Passagen sehr kurzweilig und erklärt die Dinge sehr eingängig und kindgerecht. Weitere Sprecher sind Lina Isabell Sturm und Peter Lontzek.

Akustisch sind die beiden Episoden sehr zurückhaltend und sanft umgesetzt, wobei einer sehr fröhliche Atmosphäre geschaffen wird. Dabei sind die Geräusche sehr stimmig eingesetzt und lassen die Handlungen verständlicher wirken, aber auch einige Sounds für die passende Atmosphäre sind im Einsatz. Musik ist kaum zu hören, sodass nicht allzu sehr von den Dialogen abgelenkt wird.

Auf dem Cover ist eine niedliche Zeichnung zu sehen, das bunt und die Stimmung des Hörspiels gut transportiert. Die drei Mitglieder der Fuchsbande untersuchen darauf den riesigen Fußabdruck aus der zweiten Episode, der Hintergrund ist mit freundlichen Farben und einfachen Formen gestaltet. Und natürlich darf auch das Maskottchen der Serie, der niedliche Fuchs, nicht fehlen.

Fazit: Eine Serie für die ganz kleinen Zuhörern, die wegen der einfachen und kindgerecht spannenden Geschichten auch von Dreijährigen gut nachvollzogen werden kann. Das Setting ist niedlich, die Charaktere gut ausgestaltet, die Atmosphäre fröhlich und spannend. Ein toller Start der Serie, die mit zwei kleineren Geschichten gut unterhalten kann.

VÖ: 10. März 2017
Label: Europa
Bestellnummer: 889853637423

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