Der kleine Hui Buh – 11. Das verrückte Klassenzimmer / Freitag, der 13.

Der kleine Hui Buh – 9. Der kleine Geisterjäger / Der weltbeste Detektiv

Der kleine Hui Buh – 8. Der verlorene Schlüssel / Die geistreiche Geisterbahn

Der kleine Hui Buh – 7. Die geschrumpfte Hexe / Monster unter dem Bett

Der kleine Hui Buh – 6. Verspukte Weihnachten / Schreck zu Silvester

Der kleine Hui Buh – 5. Schatzjagd im Museum / Magische Meisterschaft

Der kleine Hui Buh – 4. Der blubbernde Brotteig / Alarm in der Geheimzentrale

Der kleine Hui Buh – 3. Die wilde Koboldjagd / Der fluchende Papagei

Der kleine Hui Buh – 2. Wie Hui Buh seine Rasselkette bekam / Die Halloween-Party

Der kleine Hui Buh – 1. Die verschwundene Stunde / Sven will zur Feuerwehr


Der kleine Hui Buh – 11. Das verrückte Klassenzimmer / Freitag, der 13.



Die neue Aufgabe für Hui Buh bringt ihn schier zur Verzweiflung: Ausgerechnet er soll für Ordnung sorgen, dabei richtet er doch so gern Chaos an. Hedda Hex soll etwas erfinden und ist damit schon deutlich zufriedener, doch auch bei ihr will es nicht so recht klappen... („Das verrückte Klassenzimmer“)
Am Freitag, den 13. sind die Prüfer der obersten Hexen- und Gespensterkommission unterwegs, um die Schüler zu prüfen. Doch wer genau dazu gehört, wissen Hui Buh und Hedda Hex nicht genau. Sie müssen also erstmal jedem helfen... („Freitag, der 13.“)

Mit über 75 Minuten ist die elfte Folge von „Der kleine Hui Buh“ ziemlich voll geraten, fast die ganze Laufzeit einer CD wurde dabei ausgenutzt. Erstaunlich einerseits, da die Folgen sogar noch recht günstig verkauft werden, umso mehr aber, da es sich um Kinderhörspiele handelt. Andere Label hätten die beiden hier erzählten Geschichten wahrscheinlich getrennt und zwei CDs zu je 37 Minuten veröffentlicht. Doch auch ohne diesen positiven Aspekt überzeugt die Serie wieder auf voller Linie und bringt den Charme einiger 80er Jahre-Hörspiele zurück, ohne jedoch nur ansatzweise altbacken zu wirken. Toll ist zum Beispiel, wie die vielen Wortspiele und verdrehten Begriffe immer wieder für Spaß sorgen, ohne sich aufzudrängen oder allzu albern zu wirken, was durch die tollen und liebenswerten Charaktere noch unterstrichen wird. Beide Episoden dieser Folge ähneln sich stark, der Aufbau und die Spannungskurve haben einen fast identischen Verlauf – was wegen der witzigen Gestaltung aber nicht sonderlich negativ auffällt. Wie sich die beiden scheinbar so unterschiedlichen Aufgaben der beiden Hauptfiguren am Ende ergänzen ist dann ein sehr gelungener erzählerischer Kniff, der für ein paar hübsche Überraschungen sorgt. Die zweite Episode erzählt an einigen verschiedenen Ecken und hat nicht einen so starken roten Faden, punktet aber mit so einigen gelungenen Einfällen und bringt das Thema Aberglaube auf sehr amüsante Weise herüber. Insgesamt also wieder sehr hörenswerte kleine Geschichte mit Witz und Charme.

Stefan Krause ist in der Rolle des kleinen Hui Buh wieder hervorragend, spricht das aufbrausende und liebenswerte Gespenst mit viele Facetten und kann vor allem die vielen Wortspielereien sehr genau auf den Punkt bringen. Andreas Fröhlich ist passenderweise in der Rolle des Lehrers Herrn Fröhlich zu hören, klingt sehr gutmütig und verständnisvoll, wobei er sympathisch und spontan wie eh und je wirkt. Alicia May macht ihre Sache als Lotte auch sehr gut und bringt das aufgewühlte Mädchen gut zur Geltung. Weitere Sprecher sind Christian Holdt, Bert Franzke und natürlich auch wieder Cathlen Gawlich als Hedda Hex.

Der Titelsong der Serie gefällt mir immer noch sehr gut, die fröhliche Flötenmelodie geht schnell ins Ohr und stimmt gut auf die Atmosphäre der Handlung ein. Diese geht eher sparsam mit weiterer Musik um und setzt diese vor allem als kleine Trenner ein, Geräusche sind da schon häufiger zu hören und bringen viel Leben in die Dialoge, ohne dass diese überfrachtet wirken.

Jede Menge Wollfäden, die durch das gesamte Klassenzimmer gespannt sind, aufgehängt von dem fröhlichen Hui Buh und der konzentrierten Hedda Hex. Das Wesen der beiden Figuren wird dabei sehr ansprechend dargestellt. Dieses Motiv wird auch im Inneren einige Male wiederholt, die wichtigsten Informationen sind dennoch übersichtlich dargestellt.

Fazit: Wie Hui Buh und Hedda Hex durch Burgeck ziehen und den Menschen helfen, wie dabei einiges schiefgeht, wie sie am Ende doch alles zurechtgebogen bekommen, ist sehr unterhaltsam und kurzweilig aufgebaut, selbst wenn die beiden Episoden recht ähnlich sind und keine großen Überraschungen bieten. Dafür funktionieren Charme und Witz der Charaktere umso besser.

VÖ: 1. Februar 2019
Label: Europa
Bestellnummer: 190758784922


Der kleine Hui Buh – 9. Der kleine Geisterjäger / Der weltbeste Detektiv



Da Frederik gerade zu einem Notfall mit einem ängstlichen Raben aufbrechen muss, sollen sich Hui Buh und Hedda Hex sich ihre Aufgaben dieses Mal gegenseitig stellen. Gar nicht so einfach, zumal der kleine Robert auf der Suche nach übernatürlichen Wesen ist... („Der kleine Geisterjäger)
Die Spukaufgabe von Hui Buh hat es in sich: Er soll mit einem Kostüm die Menschen davon überzeugen, jemand ganz anderes zu sein. Hedda Hex soll hingegen dafür sorgen, dass ein Tier nach ihrem Willen handelt. Gemeinsam ziehen die beiden los, und da entdeckt Hui Buh bei einem Kostümverleih eine Verkleidung des bekannten Detektivs Herlock Shaums... („Der weltbeste Detktiv“)

Frederik hat sich bisher als strenger und gewissenhafter, aber auch gutmütiger Lehrer für die beiden Hauptfiguren von „Der kleine Hui Buh“ erwiesen und sowohl dem kleinen Schlossgespenst als auch der Haxe in Ausbildung Hedda Hex mit durchdachten Aufgaben versorgt. In der neunten Folge ist er jedoch mit anderen Dingen beschäftigt und kann seinen Schülern bei der Lösung der Aufgaben auch nicht unter die Arme greifen. Und das sorgt für zwei neue, aufregende Geschichten, die in kindgerechten Happen erzählt werden, aufregend sind und dadurch auch Erwachsenen viel Spaß bereiten. Beide Male bekommen sie knifflige Aufgaben gestellt, die ihnen ganz schöne Schwierigkeiten bereiten und am Ende pfiffig aufgelöst werden, jedesmal mit einem kleinen, sehr gelungenen Kniff. Dabei ist auch die Figur des Robert mit seiner Neugier und seiner Begeisterung gut angelegt, während es in der zweiten Episode eine recht intrigante und gehässige Katze ist, die für zusätzlichen Reiz sorgt. Und auch die Erwähnung einiger bekannter Figuren und besonders von dem bekannten Detektiv hat mir gut gefallen, ist aber wohl eher auf zuhörende Eltern zugeschnitten. Toll eingebaut sind wieder die Versprecher und Wortverdreher von Hui Buh, die zu vielen witzigen Momenten führen. Das Tempo ist angenehm, auch wenn sich die beiden Lehrlinge vielleicht etwas zu lang an einzelnen Etappen ihrer Aufgaben aufhalten. Das stört jedoch nur minimal, sodass wieder zwei kurzweilige und spaßige Episoden von „Der kleine Hui Buh“ entstanden sind.

Cathlen Gawlich ist als kleine Hexe Hedda wieder mit sehr viel Energie dabei und sorgt mit ihrer positiven Ausstrahlung für viele sehr gelungene Momente, die einen starken Hauptcharakter schaffen. Bert Franzke ist als Frederik hier noch etwas grummeliger als sowieso schon, bekommt aber am Ende immer die Kurve und wirkt sympathisch – zumal er hier auch mal einen Rat seiner Schüler annimmt. Reinhard Kunert bereichert die zweite Episode als Kater Herr Brumm mit einer ausdrucksstarken und sehr präsenten Aura, in die er immer wieder kleine Gemeinheiten einfließen lässt. Weitere Sprecher sind Benjamin Stoffers, Nora Börner und Marius Claren.

Die akustische Umsetzung der Serie orientiert sich zwar an der Serie des großen Hui Buh, die ebenfalls von Stil produziert wird, ist aber insgesamt kindlicher und verspielter. So ist beispielsweise das große Uhrpendel der ersten Episode mit fast comichaften Sounds untermalt, aber auch viele andere Momente bestechen mit einer passenden und nicht zu aufdringlichen Kulisse.

Sehr gut kommen auf dem Cover Hui Buh und Hedda Hex zur Geltung, mit ihren fröhlichen Gesichtern wirken sie direkt sehr sympathisch und nahbar. Auch die Schule im Hintergrund und der kleine Robert sind ansehnlich dargestellt. Dieses Motiv wird im Inneren an verschiedenen Stellen öfters wiederholt, wobei alles übersichtlich in kleinen Infoboxen untergebracht ist.

Fazit: Herrlich abgedreht und voller Humor, mit liebenswerten Charakteren gespickt und alles andere als dümmlich: Der kleine Hui Buh nimmt junge wie alte Zuhörer ernst und überzeugt hier mit zwei weiteren gelungenen Episoden, die pfiffig aufgelöst und unterhaltsam erzähl wurden. Und auch eine kleine Moral lässt sich hier ausmachen, die Kindern spielerisch vermittelt wird.

VÖ: 6. Juli 2018
Label: Europa
Bestellnummer: 190758095820


Der kleine Hui Buh – 8. Der verlorene Schlüssel / Die geistreiche Geisterbahn



Auf der Straße treffen Hui Buh und Hedda Hex auf den kleinen Timmy, dem sein Schlüssel in den Gully gefallen ist. Doch nun parkt auch noch ein Auto direkt darauf, sodass er keine Chance hat, ihn wieder herauszufischen. Doch beim Helfen richten die beiden ein ziemliches Durcheinander an... (Der verlorene Schlüssel)
Eigentlich wollten Hui Buh und Hedda Hex ihre Aufgaben für die Schule ganz schnell erledigen. Doch ihr erster Anlaufpunkt, die Schule, ist komplett leer. Alle Kinder sind schon auf den Rummel, der in Burgeck gastiert... (Die geistreiche Geisterbahn)

Das Konzept der einzelnen Episoden von „Der kleine Hui Buh“ ist eigentlich immer gleich: Von der gelehrten Fledermaus Frederik bekommen das Gespenst in Ausbildung und die ebenfalls noch lernende Hexe Hedda eine neue Aufgabe gestellt, die sie als Hausaufgaben lösen sollen. Dabei begegnen sie einem Menschen in Not und helfen, während sie praktischerweise nebenbei die Aufgaben erledigen können. Klingt eintönig? Von wegen, wie auch die achte Folge mit zwei weiteren Geschichten beweist. Denn auch hier sprüht alles voller Wortwitz und witzigen Einfällen, sodass ein sehr kurzweiliger Eindruck entsteht. Besonders gut gefällt mir auch, dass der Charme der Hochzeiten des Labels hier wieder aufersteht und Erinnerungen an die ursprüngliche Serie oder auch „Die Hexe Schrumpeldei“ aufkommen lässt. So ist – noch vor der Handlung mit dem Schlüssel – schon eine ziemlich witzige und chaotische Szene zu hören, in der ein grantiger Polizist etwas auf die Schippe genommen wird. Klar, dass dieser auch später wieder auftaucht und die herrlich witzige Geschichte bereichert. Die zweite Episode mit der geistreichen Geisterbahn ist ebenfalls mit Schwung und kleinen Szenenwechseln erzählt, enthält aber auch eine kleine, aber wichtige Moral. Und auch hier sind viele witzige Szenen eingeflossen, die sowohl Kindern als auch Erwachsenen viel Spaß bereiten.

Cathlen Gawlich ist natürlich wieder als Hedda Hex mit dabei und spricht immer mit leicht aufgekratztem, aber auch sehr liebevollem Unterton, sodass eine lebendige und wunderbare Hauptfigur für die Serie entsteht. Cornelius Beck spricht Timmy trotz seines jungen Alters schon sehr flüssig und bringt die Verzweiflung des Jungen gut zur Geltung. Sehr spaßig wird es auch mit Sebastian Kaufmane als Polizist, der mal streng, mal völlig verdattert klingt und auch mit dem angehexten Sprachfehler sehr treffen herüber bringt. In der zweiten Episode sind unter anderem Jakoba Nickau, Tim Daxelhofer und Flora Herrligkofer zu hören.

Schon allein der Titelsong, gesungen von den beiden Hauptsprechern, macht richtig Spaß und überzeugt mit eingängiger Melodie und charmantem Text. Doch auch die restliche Handlung ist mit einigen Melodien gut gestaltet, wobei die Geräusche etwas mehr Raum einnehmen und die Dialoge sehr lebendig gestalten.

Eine Szene aus der zweiten Episode ist auf dem Cover dargestellt, der Rummel wird mit Riesenrad im Hintergrund angedeutet, die Geisterbahn ist mit vielen kleinen Elementen sehr hübsch gestaltet. Und natürlich sind auch Hui Buh und Hedda Hex zu sehen, wie immer im niedlichen Comicstil. Im Inneren sind die Mitwirkenden übersichtlich und hübsch aufgelistet.

Fazit: Auch die achte Folge von „Der kleine Hui Buh“ hat mir sehr gut gefallen, da beide Episoden so lebendig und kurzweilig geraten sind. Die Charaktere sind liebevoll gestaltet, die Geschichten immer mit einer kleinen Moral gestaltet, und alles versprüht viel Charme und eine sehr positive Ausstrahlung – eine tolle Kinderserie, die auch Erwachsenen viel Spaß bereiten wird.

VÖ: 4. Mai 2018
Label: Europa
Bestellnummer: 190758085524


Der kleine Hui Buh – 7. Die geschrumpfte Hexe / Monster unter dem Bett



Erster Eindruck: Frederik auf dem Prüfstand...

In der Schule für magische Wesen ist äußerst unangenehmer Besuch eingetroffen: Clementine Schweinebraten will prüfen, ob Fledermaus Frederik seine Aufgaben als Lehrer auch richtig erledigt. Doch sie hat einiges am Unterricht auszusetzen... (Die geschrumpfte Hexe)
Auf der Suche nach Gegenständen für ihre neue Aufgabe treffen Hui Buh und Hedda Hex auf den kleinen Casimir, der fürchterliche Angst hat. Denn unter seinem Bett wohnen schreckliche Monster, die ihm des nachts in die Füße kneifen wollen. Natürlich sind das Gespenst und die Hexe in Ausbildung sofort bereit, ihm zu helfen... ( Monster unter dem Bett)

Auch die siebte Folge von „Der kleine Hui Buh“ spielt wieder wunderbar mit dem Wortwitz des kleinen Gespenstes. Das ist mal albern, mal herrlich verschroben, manchmal auch überraschend hintersinnig – aber immer zünden diese Momente mit ihren kreativen Ideen. Und auch die beiden Geschichten konnten mich überzeugen, wieder sind diese sehr unterschiedlich ausgerichtet. „Die geschrumpfte Hexe“ bringt eine gehörige Portion Chaos mit ein, die strenge Hexe mit dem witzigen Namen verunsichert Schüler und Lehrer gleichermaßen, sodass einiges schief geht. So gibt es immer neue Situationen, mit denen sich Hui Buh und Hedda auseinandersetzen müssen, das Tempo ist recht hoch. Die Auflösung kommt dann zwar etwas überraschend und fügt sich nicht so ganz stimmig ein, schließt die Folge dann aber fröhlich ab. „Monster unter dem Bett“ ist eine dieser Geschichten, in denen Hedda und Hui Buh einem Kind bei einem Problem helfen. Schön, dass hier ein durchaus komplexes Thema für Kinder gut verständlich aufbereitet wird und mit vielen magischen Elementen angereichert wird – schließlich haben die beiden Zauberschüler eigentlich noch eine Aufgabe zu lösen, die gekonnt in die Handlung eingebunden wird. Auch die Familie des kleinen Cas wird gekonnt dargestellt, wobei die spukige und ziemlich aufgeregte Auflösung richtig viel Spaß macht.

Kerstin Sanders-Dornseif ist in der ersten Episode als Clementine Schweinebraten zu hören. Sie klingt sehr streng, herrisch und schlecht gelaunt, was sie sehr treffend und lebendig vertont, am Ende aber auch eine versöhnlichere Seite von sich zeigen kann. Oskar Paul Ehrhorn spricht die Rolle des kleinen Cas sehr lebendig, glaubhaft und energiegeladen, trotz seines jungen Alter hat er eine sehr gute Leistung abgeliefert. Erzähler Marius Clarén gestaltet seine Passagen sehr kurzweilig, wobei er den Spannungsbogen gut mit seiner Stimme nachzeichnet. Weitere Rollen werden von Simon Spatzker, Victoria Glück und Reinhard Kuhnert.

Akustisch ist hier jede Menge los, nach dem schwungvollen und witzigen Titelsong geht es mit einigen kleinen Melodien weiter, aber auch viele Geräusche sind eingebaut und sorgen für einen positiven Eindruck. In der ersten Episode sind auch an einigen Stimmverzerreffekte im Einsatz, die gut an die Handlung angepasst sind. Trotz der vielen Elemente werden auch kleinere Kinder nicht zu sehr von der akustischen Gestaltung abgelenkt.

Auf dem Cover kommen die beiden Hauptfiguren der Serie wieder sehr gut zur Geltung, durch die dargestellten Bewegungen wirkt dieses sehr dynamisch. Hui Buh und Hedda Hex fliegen hierauf über eine Wohngegend, die bunte Szenerie wirkt sehr fröhlich und ansprechend. Auch die übrige Gestaltung kann mit der hübschen Aufmachung überzeugen.

Fazit: Während die erste Geschichte mit ihrem recht chaotischen Verlauf und den misslungenen Spukereien überzeugt, ist es in der zweiten Episode das Thema und die sehr gute Darstellung des Problems von dem kleinen Cas. Beiden gemein ist eine herrliche Atmosphäre und der wunderbare Wortwitz, sodass mich auch diese Folge der Serie wieder überzeugen konnte.

VÖ: 9. Februar 2018
Label: Europa
Bestellnummer: 19075808262


Der kleine Hui Buh – 6. Verspukte Weihnachten / Schreck zu Silvester

Erster Eindruck: Spukereien zur Winterzeit

Weihnachten steht kurz vor der Tür, aber Hedda Hex und Hui Buh haben vorher noch einige Aufgaben von ihrem Lehrer bekommen. Hui Buh soll ein schauriges Lied spielen, Hedda etwas ganz prächtig zaubern. Und wo könnten Sie das besser erledigen, als auf dem kleinen Weihnachtsmarkt von Burgeck? (Verspukte Weihnachten)

Auch an Silvester haben die beiden nicht frei und müssen das Zaubern und Spuken üben. Doch dies ist auch die einzige Nacht des Jahres, an dem Hubert und Ernestine aus ihrem Gemälde steigen und durch die reale Welt wandern können. Da ist Chaos schon vorprogrammiert... (Schreck zu Silvester)

Immer mehr etabliert sich „Der kleine Hui Buh“ als veritabler Nachfolger einiger klassischer Europa-Serien, die niedliche, magische Figuren mit der realen Welt kombiniert. Auch das Motiv, dass Kindern und traurigen Menschen geholfen wird, zieht sich durch die Serie, wie man besonders gut in der sechsten Folge mit zwei weiteren Episoden hören kann. Denn in „Verspukte Weihnachten“ begegnen Hedda und Hui Buh auf dem Weihnachtsmarkt gleich mehreren Personen, denen das Fest ordentlich vermiest wird. Mit viel Herz und Humor lassen sich die beiden einiges einfallen, um alle zufrieden zu machen, und auch untereinander helfen sich die Menschen, wo sie nur können. Da kommt jede Menge festliches Flair auf, was in einer liebevollen und witzigen Geschichte verpackt ist. Die Handlung ist dabei eher zweitrangig, sodass auch Kinder nicht überfordert werden.

Die zweite Episode um den letzten Tag eines jeden Jahres hat einen ähnlichen Ansatz, wirkt aber etwas chaotischer. Die Idee eines Schneemannwettbewerbes hat mir dabei besonders gut gefallen, zumal gezeigt wird, dass Kreativität und ungewöhnliche Ideen oft mehr wert sich als technische Perfektion. Und mit den beiden Figuren Hubert und Ernestine, die bisher eher Randnotizen waren, bekommen hier ihren großen Auftritt. Der wunderbare Charme der Figuren kommt dabei sehr gut zur Geltung, dabei kommt auch eine große Portion Anarchie mit herüber. Schnelle Wortwitze sorgen ebenso wie die vielen schrägen Einfälle für Lacher, was nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene für gute Unterhaltung sorgt.

Tim Weiland ist in der ersten Episode dieser Folge als schlecht gelaunter Marktleiter zu hören, seine ruppige Art wirkt sehr präsent. Seine spätere Wandlung kommt zwar etwas plötzlich, doch auch hier legt er viel Energie in seine Stimme. Antje von der Ahe übernimmt die Rolle der sehr freundlichen Lebkuchenverkäuferin und überzeugt dabei mit ihrer herzlichen Art, doch auch die Traurigkeit in ihrer Stimme wirkt glaubhaft. Nele Zech spricht in der zweiten Episode die Rolle der Viola, trotz ihres jungen Alters macht sie das meist flüssig und authentisch. Natürlich sind auch Stefan Krause, Cathlen Gawlich und Marius Claren wieder mit dabei.

So schnell bekomme ich als ohrwurmaffiner Mensch den Titelsong der Serie nicht wieder aus dem Kopf, der mit witzigem Text, flotten Beat und eingängiger Melodie sehr zum Mitsingen einlädt. Auch die restliche musikalische Umsetzung ist schmissig, kindgerecht und gelungen, die Geräusche wirken präsent, ohne von den Sprechern und ihren Dialogen abzulenken.

Natürlich gibt es auf dem Cover wieder eine Szenerie aus dem Hörspiel, Hedda und Hui Buh schweben darauf über dem kleinen Weihnachtsmarkt. Mit ihren fröhlichen Gesichtern und dem lebendigen Zeichenstil sind beide sehr gut gelungen, während auch Burgeck detailgetreu samt Schloss im Hintergrund gut zur Geltung kommt.

Fazit: Die beiden Episoden der sechsten Folge verbreiten nicht nur eine sehr schöne Stimmung, sondern punkten insbesondere mit ihrem flotten Wortwitz und viel Herz. Denn die kleinen Geschichten, denen auch schon sehr junge Zuhörer gut folgen können, zeigen ganz normale ituationen und wie sie gut aufgelöst werden. Sehr hörenswert.

VÖ: 24.11.2017
Label: Europa
Bestellnummer:


Der kleine Hui Buh – 5. Schatzjagd im Museum / Magische Meisterschaft



Erster Eindruck: Zwei verspukte Geschichten

Hui Buh soll als neue Aufgabe von Frederik einen Gegenstand zu leben erwecken, hat aber nicht so recht eine Idee, was das sein könnte. Sein Weg führt ihn ins Naturkundemuseum, wohin auch die Hexe Hedda unterwegs ist. Denn sie will die kleine Pauline zu ihrer Geburtstagsfeier begleiten, die ihr von ihrem Bruder ordentlich vermiest wird... (Schatzjagd im Museum)
Die Einladung zu den magischen Schulmeisterschaften lassen sich Frederik, Hui Buh und Hedda Hex natürlich nicht entgehen. Beim Zaubern sind sie zwar gar nicht mal so schlecht, aber wie sollen sie gegen die anderen beim Staffelflug bestehe? (Magische Meisterschaft)

Vergleicht man die neuen Serien, die bei Europa in den letzten Jahren entstanden sind, sind die Übereinstimmungen mit den Anfängen des Labels recht gering. „Der kleine Hui Buh“ hebt sich angenehm davon ab und beinhaltet tatsächlich einige Elemente, die an die Hochzeiten des Labels erinnern, was auch in der fünften Folge sehr gut herauskommt. Das liegt nicht nur an der bekannten Figur des Hui Buh, der hier in seiner neuen Interpretation fast noch mehr überzeugen kann als in den neuen Folgen des „erwachsenen“ Hui Buh. Freche Sprüche, witzige Versprecher und ein leicht aufgedrehtes Auftreten sorgen dabei für gute Unterhaltung. Vielmehr ist es der Gedanke, in den Folgen ganz normalen Kindern in ganz normalen, aber bedrückenden Alltagssituationen zu unterstützen und dabei mit allerlei magischen Tricks noch etwas Chaos zu stiften. Das kommt in „Schatzjagd im Museum“ besonders gut zur Geltung, wobei auch zwei Steinlöwen eine wichtige Rolle spielen. Vollgepackt mit aufregenden Szenen ist dabei eine sehr gute Episode entstanden. „Magische Meisterschaft“ kann dabei nicht ganz mithalten, zeigt aber einige spannende Aspekte der magischen Welt. Das Turnier mit den verschiedenen Runden bringt immer neue Situationen mit sich und sorgt für einen dynamischen Eindruck, konzentriert sich aber nicht genug auf einen Aspekt, um wirkliche Spannung zu erzeugen. Aber das ist wirklich Kritik auf ganz hohem Niveau, beide Episoden dieser Folge haben mir sehr gut gefallen.

Auch die Sprecher der Folge haben mir sehr gut gefallen. Die kleine Pauline wird von Klara Gerberon gesprochen, was ihr sehr glaubhaft und mit viel Charme gelingt. Trotz ihres jungen Alters wirkt sie spontan und keine Spur hölzern. Peter Lontzek ist als Steinlöwe Wollkel zu hören, der das aufgeregte Wesen mit viel Ausstrahlung und einer ebenso wilden wie niedlichen Sprechweise versieht. Robert Rausch ist in der zweiten Episode als Minister Brechbohne zu hören, auch er liefert eine sehr professionelle Leistung ab und geht gut auf die zuhörenden Kinder ein. Weitere Sprecher sind Edelgard Hansen, Otto Strecker und Thomas Sauermann.

Die Musik von Simon Berteling und Christian Hagitte passt wunderbar zu der lebhaften und witzigen Atmosphäre. Die magischen Elemente sind auch akustisch gut ausgearbeitet und sorgen für einen lebendigen Eindruck der folgen, sie wirken wunderbar chaotisch und lebendig. Alles ist hier stimmig zusammengebaut und unterstützt die Wirkung der Handlung.

Der durchscheinende Hui Buh, die farbenfrohe Hedda Hex und der graue Steinlöwe Wollkel sind auf dem Cover zu sehen, jeder mit seinem ganz eigenen Charme, aber allesamt sehr niedlich und fröhlich. Das Museum wird im Hintergrund ansehnlich angedeutet, während sich dieses Motiv in der restlichen Gestaltung häufiger wiederholt.

Fazit: Witzig, temporeich und magisch geht es in diesen beiden Folgen zu. Die beiden äußerst liebenswerten Hauptcharaktere stehen im Mittelpunkt und werden von markanten Nebenrollen in spannenden Geschichten umgeben. „Schatzjagd im Museum“ hat mir dabei besonders zugesagt und ist bisher eine der stärksten Episoden der Serie.

VÖ: 15. September 2017
Label: Europa
Bestellnummer: 889854398125


Der kleine Hui Buh – 4. Der blubbernde Brotteig / Alarm in der Geheimzentrale



Erster Eindruck: Gespenst und Hexe mit schwierigen Aufgaben...

Frederik hat neue Aufgaben für Hui Buh und Heda Hex: Während das Gespenst üben soll, Dinge unsichtbar zu machen, soll die Hexe versuchen, etwas an einen anderen Ort zu zaubern. Beides scheint nützlich zu sein, doch wie können sie Emil helfen, dessen Teig viel zu sehr aufgeht? (Der blubbernde Brotteig)
Als Hui Buh üben soll, die Leute als Poltergeist zu erschrecken, beschließt er, auf Schloss Burgeck zu spuken. Dort trifft er auf Emil und Ede, die nichts Gutes im Sinn haben. Aus Versehen erzählt er den beiden von der geheimen Kommandozentrale auf dem Dachboden der Schule. Gemeinsam mit Hedda Hex muss er ihr Versteck nun verteidigen... (Alarm in der Geheimzentrale)

„Der kleine Hui Buh“ ist eigentlich für ein jüngeres Publikum konzipiert, schon ab etwa drei Jahren können Kinder den kleinen Geschichten folgen. Nichtsdestotrotz werden auch viele ältere Kinder (und im Übrigen auch Erwachsene) ihren Spaß an der vierten Folge haben. Besonders die erste von den beiden hier vorhandenen Episoden ist dabei äußerst gelungen und ist fast nach alter Manier klassischer Europa-Produktionen gehalten. Die beiden Protagonisten müssen darin Emil helfen, richten aber noch mehr Chaos an als vorher. Das ist sehr kurzweilig geraten und macht richtig Spaß, wobei auch die kleine Konkurrenzsituation zwischen Hedda und Hui Buh gut herausgearbeitet wird. Auch Frederik wird hier gut eingebaut, und nach einigem Trubel gibt es dann ein sehr versöhnliches Ende, welches mir sehr gut gefallen hat. Auch „Alarm in der Geheimzentrale“ hat mir gut gefallen, ist aber eine kleine Spur schwächer – vielleicht weil es nicht so eine starke Identifikationsfigur gibt wie Emil. Aber der Humor der Serie funktioniert hier wirklich sehr gut, besonders durch die Unachtsamkeiten von Hui Buh und Hedda kommen witzige Szenen mit ein. Aber auch die beiden Diebe Emil und Ede haben ihren Charme, zumal beide in einer furiosen Schlussszene in die Flucht geschlagen werden. Wieder eine sehr gelungene Folge der Serie, die mir nach wie vor äußerst gut gefällt.

Bert Franzke ist als Frederik sehr gut besetzt, trotz seines jungen Alters spricht er sehr locker und glaubwürdig, zudem bringt er die Aufregung des kleinen Bäckers sehr gut zur Geltung. Elias Chamlali und Roman Kretschmer geben ein gutes Gespann als Emil und Ede ab, sie spielen sich einander die Bälle zu und harmonieren gut in ihren jeweils zugeschriebenen Rollen. Und auch Cathlen Gawlich ist als Hedda Hex wieder sehr stark und bringt jede Menge Energie mit ein. Weitere Sprecher sind Andi Krösing, Matthias Klages und Rüdiger Kuhlbrodt.

Auch in der Junior-Version der Serie kommt eine lebendige und zauberhafte Atmosphäre auf. Das liegt insbesondere als den vielen eingesetzten Geräuschen, die die Zaubereien der beiden Hauptfiguren untermalen und die Dialoge auflockern. Gerade in den etwas chaotischeren Szenen ist dies für die Zuhörern an der unteren Altersgrenze schon eine Spur zu viel.

Die erste Episode dieser Folge wurde als Titelbild sehr gekonnt in Szene gesetzt, überall ist der blubbernde Brotteig zu sehen. Frederik hüpft auf einem Bein herum, Hedda macht einen leicht verzweifelten Eindruck, während Hui Buh viel Spaß zu haben scheint. Das alles ist im witzigen Zeichenstil gehalten und wird bei der restlichen Gestaltung öfters wiederholt.

Fazit: Jede Menge Spaß, Chaos und gute Laune: Auch die vierte Folge von Der kleine Hui Buh ist vollgepackt mit magischen Elementen und kurzweiligen Geschichten. Besonders der blubbernde Brotteig hat mir dabei äußerst gut gefallen und erinnert an einer moderne Version des Klassikers.

VÖ: 9. Juni 2017
Label: Europa
Bestellnummer: 889854248529


Der kleine Hui Buh – 3. Die wilde Koboldjagd / Der fluchende Papagei



Erster Eindruck: Zauberwesen und entflogene Piepmätze

Kenny, ein kleiner frecher Kobold, hat sich in der Schutasche von Elias eingenistet und stellt so allerlei Unfug an. Doch als Elias für einen Dieb gehalten wird, ist der Spaß endgültig vorbei. Hui Buh muss etwas einfallen lassen, um den Kobold wieder loszuwerden... (Die wilde Koboldjagd)
Hedda Hex hat von ihrem gestrengen Lehrer die Aufgabe bekommen, die Sprache der Tiere zu lernen. Gar nicht so leicht, doch schon bald muss die kleine Hexe genau diese Fähigkeit einsetzen, um einen entflogenen Papagei zu finden... (Der fluchende Papagei)

Die Neuauflage des Europa-Klassikers Hui Buh läuft sehr erfolgreich, und so hat man nun auch unter „Der kleine Hui Buh“ eine Version für noch jüngere Kinder entwickelt. Die Handlungen sind dabei etwas schlichter gestrickt, die Figuren niedlicher, die Geschichten nicht so gruselig und eher auf die Lebenswelt von jungen Schulkindern abgestimmt. Dabei enthält auch die dritte Folge der Reihe wieder zwei einzelne Episoden, die jeweils in sich abgeschlossen sind. Gut gefällt mir, dass auch dieses mal die Schulstunden bei dem griesgrämigen Uhu thematisiert werden, so ergibt sich durch den Lernfortschritt der beiden Schüler doch so etwas, wie ein leichter roter Faden durch die Handlungen. Die erste Geschichte um den kleinen Kobold wirkt durch diesen ziemlich frech und aufregend, jede Menge Chaos und eine gewisse Wildheit sorgen für sehr kurzweilige Minuten. Trotz der einfach gestrickten Handlung wirkt dies jedoch keineswegs zu kindlich oder albern, sondern nimmt seine kleinen Zuhörer dennoch ernst. Die zweite Episode konzentriert sich eher auf die liebenswerte Hedda Hex, die mit ihrer aufgeweckten Art so allerlei bewältigen kann, was am Anfang der Folge nicht absehbar war. Dabei wurden einige kleine Kniffe eingebaut, sodass scheinbar für sich stehende Elemente doch miteinander verknüpft werden und so eine Einheit bilden. Eine sehr gelungene Veröffentlichung von Europa, die mir wieder viel Spaß bereitet hat.

Das liegt auch an den tollen Sprechern, die ihre Rollen der gekonnt darstellen. So hat mich Cathlen Gawlich als Hedda Hex wieder völlig begeistert, ihre Stimme nimmt hier einen ganz besonderen Klang an und sorgt für eine sehr liebenswerte Erscheinung der kleinen Hexe. Julius Walch hat hier die Rolle des Elias eingenommen und bietet in der ersten Geschichte einen etwas ruhigeren Fixpunkt inmitten der vielen aufgedrehten Szenen und spricht dabei sehr flüssig. Erzähler Marius Claren macht seine Sache ebenfalls sehr gut, mit seiner ruhigen und angenehmen Sprechweise führt er gekonnt durch die Handlung. Weitere Sprecher sind Katharina Hagitte, Gerald Schaale und Bert Franzke.

Die akustische Umsetzung der beiden Geschichten hat mir wieder gut gefallen, die leicht aufgedrehte Atmosphäre der Handlung kommt auch hier gut zur Geltung. Dafür sorgen zahlreiche Sounds, die teilweise aus der eigentlichen Serie entnommen sind und auf jede Szene gekonnt eingehen. Der flotte Titelsong bleibt schnell im Ohr hängen und lässt sich von Kindern bestens mitsingen.

Richtig niedlich ist die Gestaltung des Covers gelungen, auf dem Kinder auch gleich einen Eindruck von den Figuren bekommen. So ist nicht nur die rothaarige Hedda auf ihrem Besen zu sehen, die mit Hui Buh durch die Abenddämmerung schwebt, auch ihr schlecht gelaunter Lehrer, Uhu Frederik, schaut von einem Ast auf die beiden herunter.

Fazit: Die dritte Folge von „Der kleine Hui Buh“ beweist die Kreativität des Macherteams und erzählt zwei kleine Geschichten voller Witz und phatasievoller Einfälle. Dabei werden die Kinder mit spannenden Handlungen versorgt, der Humor ist keinesfalls flach, sondern sehr niedlich. Die Geschichte um den Papagei hat mir etwas besser gefallen und ist für ein Kinderhörspiel recht komplex, doch auch das Chaos mit dem kleinen Kobold ist sehr hörenswert.

VÖ: 10. Februar2017
Label: Europa
Bestellnummer: 9783803267023


Der kleine Hui Buh – 2. Wie Hui Buh seine Rasselkette bekam / Die Halloween-Party



Erster Eindruck: Auf dem Bauernhof und in der Schule

Auf seinem Weg zum Unterricht bei Fledermaus Frederik trifft der kleine Hui Buh auf Anton, dessen Eltern große Sorgen plagen. Denn ihr Bauernhof-Hotel muss dringend renoviert werden, ansonsten müssen sie ihr Haus an den gierigen Herrn Münzsack verkaufen. Klar, dass Hui Buh helfen will, doch obwohl er die kleine Hexe Hedda mit einspannt, will der Plan gar nicht so einfach gelingen...

Die Neuauflage der legendären Europa-Hörspielserie Hui Buh richtet sich eher an ältere Kinder, denn die Folgen sind recht komplex und stellenweise auch sehr gruselig. Doch da sich auch jüngere Zuhörer für Geistergeschichten interessieren, werden nun auch die Erlebnisse des jungen Hui Buh erzählt, die zwar nicht in die Kontinuität der ursprünglichen Serie passen, aber dafür einen hohen Unterhaltungswert besitzen. Auch die zweite Episode mit zwei etwa halbstündigen Geschichten ist nämlich flott erzählt und punktet mit starken Charakteren sowie einer sehr gekonnten Atmosphäre. Auch hier wird das Konzept beibehalten, dass die beiden Protagonisten Hui Buh und Hedda Hex auf ein Kind treffen, dem sie helfen und dabei noch in ihrer Ausbildung weiter kommen. Die Geschichte um den Bauernhof rückt dabei ernste Probleme in den Mittelpunkt, vermittelt diese aber sehr kindgerecht und legt den Fokus auf die witzigen Spukereien, bei denen so einigen schief geht. Die zweite Geschichte widmet sich der Halloween-Party an einer Schule, bei der Hui Buh und Hedda der kleinen Finnia helfen wollen, die von ihrem Bruder geärgert wird. Dabei kommt ihnen noch die sauertöpfische Direktorin in die Quere, was sehr spritzig und humorvoll umgesetzt wurde. Besonders der Wortwitz in den Dialogen kommt hier sehr gut zur Geltung, das kleine Rededuell zwischen Hui Buh und der Direktorin mit dem passenden Namen Frau Sauermilch ist äußerst amüsant. Auch diese zweite Folge der Serie hat mir sehr gut gefallen, eine liebevolle Kinderserie mit viel Charme!

Cathlen Gawlich ist in der Rolle der quirligen Hexe Hedda zu hören und setzt diese sehr knuffig und energiegeladen um. Mit viel Esprit und einem immer etwas frechen Unterton bringt sie eine sehr liebevolle Figur herüber, die eine sehr gute Ergänzung zu Hui Buh ist. Die Fledermaus Frederik, die als Lehrer für Hui Buh und Hedda im Einsatz ist, wird von Bert Franzke gesprochen, der immer etwas übellaunig, aber im Grunde doch gutherzig und fast schon väterlich wirkt. Heide Domanowski ist als Frau Sauermilch zu hören, mit ihrer zickigen und arroganten Art ist sie ein wunderbarer Gegenspieler für die beiden Spukgestalten. Weitere Sprecher sind Tobias Kluckert, Ben Ersson und Claire Bertling.

Akustisch wird eine gute Leistung abgeliefert, die gekonnt auf die Handlung abgestimmt ist. Dabei werden einige Elemente aus der eigentlichen Serie übernommen, besonders die Geräuschkulisse ähnelt sich sehr. Doch es werden auch viele individuell angepasste Sounds mit aufgenommen, sodass insgesamt ein eigenständiger und eingängiger Eindruck entsteht.

Auf dem Cover sind Hui Buh, Hedda Hex und Fledermaus Frederik zu sehen, die auf dem Dach eines Hauses sitzen und das in der Ferne gelegene Schloss Burgeck beobachten. Die nächtliche Szenerie samt Vollmond und dem kleinen Dorf ist ein wenig gruselig und ebenso verträumt, wobei mir der witzige Zeichenstil richtig gut gefällt.

Fazit: Die beiden Geschichten um den kleinen Hui Buh sind mit viel Witz und Humor versehen, gehen aber auch auf die Probleme von Kindern ein und lösen diese auf sehr charmanre und liebevolle Art. Die wundervollen Charaktere und die lebendige Szenerie sorgen für einen sehr positiven Gesamteindruck.

VÖ: 14. Oktober 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 889853637225


Der kleine Hui Buh – 1. Die verschwundene Stunde / Sven will zur Feuerwehr



Erster Eindruck: Als Hui Buh das Spuken lernte...

Hui Buh ist noch ein kleines Gespenst, hat aber ein klares Ziel vor Augen: Er möchte unbedingt auf dem nahe gelegenen Schloss Burgeck herumspuken. Doch dafür muss er erst einmal sein Handwerk bei der Fledermaus Frederik lernen, der gleichzeitig auch die junge Hexe Hedda Hex unterrichtet. Beide bekommen zum Start eine knifflige Aufgabe gestellt, wollen aber gleichzeitig der kleinen Emma helfen...

Nach dem Neustart der 80er Jahre-Hörspielserie Hui Buh bei Europa mit einer leicht modifizierten Szenerie und neuen Geschichten hat das freche Gespenst seitdem viele neue Fans gefunden. Nun wird zusätzlich noch ein weiterer Ableger produziert, der sich auf die Kinderjahre des frechen Gespenstes konzentriert. Das steht zwar im Gegensatz zum Hintergrund der älteren Version - hier ist der Geist schließlich aus dem bereits erwachsenen Ritter Balduin entstanden. Doch diese Tatsache mal außer acht gelassen ist die erste Folge mit zwei etwas kürzeren Geschichte ein sehr gut gelungenes Kinderhörspiel, das mit witzigen Figuren und einer sehr charmanten Ausstrahlung punkten kann. Dabei wird kurz die Situation um die etwas griesgrämige Fledermaus Frederik erklärt, die Charaktere vorgestellt. Doch schon kurz nachdem die beiden Schüler Hui Buh Und Hedda Hex ihre Aufgaben erhalten haben, lernen sie ein Kind kennen und versuchen ihm zu helfen – was nicht immer so gelingt wie geplant, aber schlussendlich doch zum Ziel führt. Dieses Konstrukt wird in beiden Folgen verwendet, doch sehr unterschiedlich ausgestaltet. Die Geschichte um die kleine Emma ist emotionaler, sowohl mit ernsten als auch mit heiteren Momenten versehen, während es bei Sven und der Feuerwehr chaotischer und verhexter zugeht. Besonders positiv empfinde ich, dass dabei durchaus Anklänge an andere Kinderhörspiele genommen wird – dass man in jeder Folge ein anderes Kind trifft und diesem zu helfen versucht, ist schließlich kein ganz neues Konzept. Mir hat diese erste Folge wegen ihres treffenden Wortwitzes, den einprägsamen Figuren und den einfachen, kindgerechten Geschichten äußerst gut gefallen.

Stefan Krause ist in dieser Umsetzung als junger Hui Buh zu hören. Er spricht diesen mit Inbrunst und viel Energie, sodass die vielen Wortspiele und Versprecher ebenso gut zur Geltung kommen wie der aufgedrehte Charakter des jungen Gespenstes. Timmo Niesner ist in der Rolle von Emmas Vater zu hören, er spricht diese Rolle sehr souverän und in einem angenehmen Sprechtempo, was gerade in einem Kinderhörspiel natürlich sehr wichtig ist. Erzähler ist Marius Claren, seine kurzen Texte spricht er lebhaft und fröhlich, was die Atmosphäre der Produktion noch weiter unterstreicht. Weitere Sprecher sind Helen Blaschke, Jürgen Wolters und Comso Claren.

Die akustische Gestaltung hält sich sehr nahe an der Erwachsenen-Version von Hui Buh, viele Sounds wurden eins zu eins übernommen, beispielsweise wenn Hui Buh sich unsichtbar macht. Dabei wird besonders auf eine vielfältige Geräuschkulisse wert gelegt, wobei auch der schmissige Titelsong um die beiden Hauptdarsteller zu einem Ohrwurm werden kann.

Als Titelbild wurde eine Szene aus der zweiten Geschichte gewählt, in der Hui Buh mit Hedda und Sven in einem Heißluftballon festsitzt. Das ist in einem niedlichen Zeichenstil gestaltet und setzt die Figuren sehr niedlich um, wobei viele Motive aus der Handlung aufgegriffen werden. Im Inneren des kleinen Booklets werden die wichtigsten Figuren noch einmal zum Nachlesen vorgestellt.

Fazit: Ich war zugegebenermaßen anfangs recht skeptisch, ob es eine jüngere Version des frechen Gespenstes benötigt, doch nach dieser Folge lautet die Antwort für mich: Ja! Denn die liebevollen und stark dargestellten Charaktere und das wunderbare Konzept, in jeder Episode einem anderen Kind zu helfen, passen bestens zueinander und werden durch viel charmenten Wortwitz ergänzt. Eine sehr humorige, aber dennoch nicht flache Kinderserie!

VÖ: 14.Oktober 2016
Label: Europa
Bestellnummer: 889853637126

Datenschutzerklärung