Raumschiff Promet – 8. In den Klauen der Riddler

Raumschiff Promet: Angriff aus dem Nichts – 7. Gestrandet!

Raumschiff Promet: Dunkle Energie – 6. Allein im Nichts

Raumschiff Promet: Dunkle Energie – 5. Diener der Zukunft

Raumschiff Promet: Sprung ins Ungewisse – 4. Das Auge des Bösen

Raumschiff Promet: Sprung ins Ungewisse – 3. Der verlorene Sohn

Raumschiff Promet: Aufbruch – 2. Auf zu den Sternen

Raumschiff Promet: Aufbruch - 1. Geboren in der Dunkelheit


Raumschiff Promet – 8. In den Klauen der Riddler



Die Besatzung der Promet erkundet den geheimnisvollen Planeten Riddle, der unserer Erde in vielen Dingen ähnelt. Und so entdeckt die Crew auch zahlreiche Spuren außerirdischen Lebens und ist beeindruckt von deren Technologie. Währenddessen muss sich Harry T. Orell den Attacken der Space Police erwehren und dabei tief in die Trickkiste greifen...

Nach einiger Pause und der eigentlich schon gefallenen Entscheidung, die Space-Opera „Raumschiff Promet“ nicht fortzusetzen, hat WinterZeit sich nun doch noch entschieden, neue Folgen auf den Markt zu bringen. Toll, denn es wäre sehr schade um diese ernsthafte und hörenswerte Science Fiction-Serie, die gleich an mehreren Handlungssträngen erzählt wird. Wer jetzt erst einsteigt, wird demnach kleine Schwierigkeiten haben, allen Details folgen zu können. Kernelement dieser Folge ist die Entdeckung des fremden Planeten, hier wird eine sehr eigene Stimmung erzeugt, immer neue Details hinzugefügt und immer viele Fragen aufgeworfen. Das ist sehr gelungen umgesetzt und wird durch zwei weitere Handlungsstränge ergänzt, von denen die Spionin Leslie Stewart wieder etwas heraussticht und in ihren wenigen Szenen ihren Plan weiter verfolgt, wobei gar nicht so sehr auf die Science Fiction-Thematik eingegangen wird. Toll auch wieder die Szenen um Harry T. Orell und seinen Kampf gegen die Space Police, was abwechslungsreich und mit kleinen Finten versehen ist. Dabei wird nicht nur eine eigenständige Handlung erzählt, sondern eben auch die Geschichte der Serie weiter vorangetrieben, sodass eine weitere sehr lohnende und unterhaltsame Episode entstanden ist.

Die Zusammenstellung der Charaktere ist sehr gelungen, was sowohl für die Hauptsprecher als auch für die Nebenrollen gilt. Wunderbar ist es beispielsweise, dem wunderbaren Peter Groeger lauschen zu können, der Harry T. Orell einige neue Facetten entlocken kann, seinen unverkennbaren Charme aber auch hinter einer harten Fassade verbergen kann. Yvonne Greitzke macht als Leslie Stewart wieder eine sehr gute Figur und wirkt in ihren Szenen sehr präsent. Constantin von Jascheroff hat in der Serie die Rolle des Jörn Callaghan übernommen und präsentiert einen eingängigen Sprechrhythmus. Weitere Sprecher sind Corinna Dorenkamp, Tom Jacobs und Florian Seigerschmidt.

Die Musik ist auch hier wieder sehr gut auf die Handlung angepasst und steigert so die Stimmung der Folge, aber es sind besonders die Geräusche, die hier für viel Flair sorgen. So ist das leise Rauschen des Windes auf Riddle perfekt eingesetzt und geht mit den Sprechern eine stimmige Symbiose ein, um den so interessanten Planeten zum Leben zu erwecken. Aber auch die restlichen Sounds sorgen immer für eine sehr treffende Untermalung.

Das Cover zur Wiederauferstehung der Serie ist deutlich bunter geworden und bekommt so eine neue Stimmung verpasst. Wieder ist ein Raumschiff auf dem Weg zu einem riesigen roten Planeten, ein Sternenhimmel und ein Komet ergänzen die Szenerie. Im Inneren des Booklets sind neben den Fotos zweier Sprecher einige einleitende Worte zu lesen, warum die Serie nun doch fortgesetzt wird.

Fazit: Die Wiedereinstieg in die Serie ist mit dieser Folge sehr gut gelungen, wieder wird eine recht komplexe, aber auch sehr gut erzählte Handlung erzähl geboten, die ganz unterschiedliche Stimmungen zaubert und so sehr abwechslungsreich ist. Toll besonders die Entdeckung des fremden Planeten, die packend umgesetzt wurde. Schön, dass es hier nach einiger Pause doch noch weitergeht!

VÖ: 30. März 2018
Label: WinterZeit
Bestellnummer: 978-3-9456-2473-9


Raumschiff Promet: Angriff aus dem Nichts – 7. Gestrandet!



Das Raumschiff Promet ist mit seinem neuen Antrieb erstmals in der Lage, Reisen außerhalb unseres Sonnensystems vorzunehmen. Und so machen sie sich auf nach Alpha Zentauri, um auf dem erdähnlichen Planeten nach Spuren von Leben zu suchen. Doch was sie dort finden, übertrifft ihre Erwartungen bei weitem – und sorgt auch bei Harry T. Orell auf der Erde für Aufsehen...

Innerhalb der ersten sechs Folgen von „Raumschiff Promet“ hat sich die Serie schon deutlich weiterentwickelt, was auch in „Gestrandet!“ fortgesetzt wird. Hier bringt die neue Antriebstechnologie im wahrsten Sinne neuen Schwung in die Handlung und ermöglicht der Crew um Peet Orell einen deutlich weiteren Flug, der aber auch nicht ungefährlich ist – insbesondere für Arn Borul ist der Sprung durch den Raum ein Wagnis. Das bringt zu Anfang eine hübsch bedrohliche Stimmung mit ein, später konzentriert sich die Folge aber auf die Entdeckungen in dem fremden Sonnensystem. Und das ist sehr treffend in Szene gesetzt und bietet dem Hörer einige unerwartete Überraschungen, die die bisherigen Kenntnisse in Frage stellen. Zwei Dinge fallen dabei noch positiv auf: Einerseits gefällt mir, welche neue Bedeutung Arn Borul hier bekommt und die Forschergruppe der Promet immer wieder auf neue Erkenntnisse stößt. Andererseits ist die Handlung gestraffter, nicht mehr so breit gestreut, ohne dass es der Handlung etwas fehlen würde. Immer noch gibt es verschiedene Handlungsstränge, diese sind aber enger miteinander verbunden und insgesamt weniger geworden. Raumschiff Promet zeigt hier, was noch alles in der Serie stecken kann und überzeugt mit der konsequent fortgeführten Handlung.

Sascha Rotermund kann mit seiner lebendigen Sprechweise des Peet Orell wieder einen sehr positiven Eindruck hinterlassen, er kann wieder mit viel Energie und einer treffenden Betonung eine lebendige Figur erschaffen. Tom Jacobs gelingt es, Arn Borul in jeder seiner Szene sehr intensiv wirken zu lassen und mit viel Überzeugungskraft zu sprechen, er wirkt ernst und passt dabei sehr gut in die Atmosphäre der Serie. Patrick Keller hat als Pino Tak eine Nebenrolle erhalten, die er sehr passend und treffend umsetzt. Weitere Sprecher sind Ricardo Richter, Detlef Bierstedt und Guiliana Jakobeit.

Die akustische Umsetzung der Serie ist wieder sehr vielseitig gelungen, wofür insbesondere die vielen eingebauten Geräusche sorgen. Doch diese sind immer zurückhaltend, es wird nie zugunsten der Sounds und gegen die Dialoge entschieden, was den ernsthaften Charakter der Serie unterstreicht. Die Musik ist dazu stimmig ausgewählt und sorgt für noch mehr Atmosphäre.

Die Promet ist auf dem Cover im Anflug auf einen rötlichen Planeten zu sehen, der mit nur wenigen, verwaschen wirkenden Elementen nur angedeutet wird und nicht allzu viel von der Handlung erfährt. Der Hintergrund mit dem Sternenhimmel geht dabei fast ein bisschen unter. Die Mitwirkenden und insbesondere die vielen Sprecher sind im kleinen Booklet übersichtlich aufgelistet.

Fazit: Die Handlung startet in dieser Folge recht schnell, die Stimmung ist hübsch bedrohlich und rätselhaft, die gewonnenen Erkenntnisse spannend und wichtig für den weiteren Verlauf der Serie. Bestens plaziert sind dabei die Charaktere, die sehr gut zur Geltung kommen, sowie die Reduzierung auf ein paar weniger Themen. So wirkt alles sehr stimmig und macht beim Hören viel Spaß.

VÖ: 7. April 2017
Label: WinterZeit
Bestellnummer: 978-3-9456-2472-2


Raumschiff Promet: Dunkle Energie – 6. Allein im Nichts



Die Spionageaktionen gegen Orells Firma nehmen immer größere Dimensionen an, an allen Stellen machen sich Misstrauen breit. Arn Borul hat einen riskanten Plan, den Maulwurf im Team um Peet Orell zu enttarnen, doch auch an Bord der HTO X-P3 hat sich eine feindliche Agentin eingeschlichen und sorgt für Aufruhr in dem Frachter...

„Raumschiff Promet“ erzählt jeweils einen der bestehenden Romane in zwei Folgen, wobei sich herauskristallisiert, dass die jeweils zweite Episode die stärkere ist. Das ist auch bei dem Abschnitt „Dunkle Energie“ der Fall, bei dem die insgesamt sechste Folge wieder direkt in die Handlung einsteigt und so einen flüssigen Einstieg garantiert. Durch die Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse kommt an dabei auch nach einiger Abwesenheit von der Serie wieder schnell in die Handlung hinein, Kenntnisse aus den vorigen Folgen sollte man allerdings schon haben, um allem gut folgen zu können. Wieder entwickelt sich die Geschichte auf verschiedenen Ebenen weiter, wobei immer mehr Charaktere im Mittelpunkt stehen. Besonders gut gefallen hat mir, dass auch Leslie Stewart als gegnerische Agentin einige Aufmerksamkeit bekommt, wobei man einen durchaus zwiespältigen Eindruck von ihr gewinnt. Ihre Gedanken widersprechen ihrem freundlichen Auftreten, was sehr gut miteinander verbunden wurde. Auch die Handlung um die fremde Raumstation wird gekonnt weitergeführt, sodass eine sehr runde und hörenswerte Episode entstanden ist, die alle positiven Aspekte der Serie beinhaltet – und einen kleinen Ausblick auf den kommenden Handlungsstrang bietet.

Anita Hopt trägt viel zum Gelingen der Figur der Leslie Stewart bei, klingt mal hart und abweisend, dann wieder schmeichlerisch und freundlich, sodass die Doppelrolle der jungen Frau gut zur Geltung kommt. Olaf Reichmann ist als Captain Warner zu hören, mit viel Präsenz in der Stimme und eingängiger Betonung macht auch er eine sehr gute Figur. Der wunderbare Christian Rhode sticht als Dr. Roth in seinen wenigen Szenen sehr positiv hervor und überzeugt wie immer mit sehr treffender Sprechweise. Weitere Sprecher sind Gerald Paradies, Ricardo Richter und Wolfgang Rüter.

Markus Winter hat für die Serie einen sehr realistischen Ansatz gewählt, wie Science Fiction klingen kann und dabei mit gut plazierten Elemente eine passende Weltraumatmosphäre geschaffen. So sind immer wieder kleine Sounds eingebaut, die ein technisch wirkendes Umfeld erzeugen. Gut auch die leicht unterschiedliche Klangart bei den Gedanken und den Dialogen von Leslie, so kann der Hörer beides sehr gut unterscheiden.

Wieder wurde für den Zweiteiler das gleiche Motiv als Cover verwendet, sodass auch hier ein bärtiger Mann mit erschrockenem Gesichtsausdruck zu sehen ist. Die Einfärbung ist dabei allerdings nicht rot, sondern bläulich-schwarz, was gleich einen ganz eigenen Ausdruck erzeugt und so dennoch einen individuellen Ausdruck bekommt.

Fazit: Wieder ist man hier schnell mit der Handlung verwurzelt, die Stimmung ist erneut sehr dicht und eingängig. Vor dieser Kulisse entwickelt sich die Handlung spannend und eingängig weiter, greift alte Handlungsstränge auf und setzt neue Charaktere in den Mittelpunkt. Das ist sehr gut gelöst und spannend erzählt, zumal sowohl eine eigenständige Geschichte erzählt wird, die dennoch die Serienhandlung beeinflussen wird.

VÖ: 28. Oktober 2016
Label: WinterZeit
Bestellnummer: 978-3-9456-2471-5


Raumschiff Promet: Dunkle Energie – 5. Diener der Zukunft



Die Promet wird angegriffen, aus unbekannten Gründen geraten Peet Orell ins Feuer eines Kugelraumers. Nur mit kanpper Not können sie entkommen, doch währenddessen muss sich auch Peets Vater Harry Attacken ganz anderer Art erwehren: Sein Konzern wird von der Space Police beobachtet, und auch die Konkurrenz schläft nicht...

„Dunkle Energie“ heißt der dritte Abschnitt der WinterZeit-Hörspielserie um das titelgebende „Raumschiff Promet“ und wird durch die fünfte Folge der Serie eröffnet. Zunächst muss natürlich der immer noch in den Knochen steckende Cliffhanger des Vorgängers aufgelöst werden, was eine lebensbedrohliche Aufgabe für das Team des Raumschiffs ist. Hier kommt direkt eine packende Dramatik mit ein, die die Folge natürlich nicht über die gesamten 50 Minuten Laufzeit halten kann. Verglichen mit dem hervorragenden Vorgänger ist die Erzählweise hier auch nicht ganz so stringent und scheint etwas mehr auszufransen, hat dafür aber auch eine breitere Themenvielfalt parat. Insbesondere der Aspekt der Wirtschaftsspionage und Sabotage von Harry T. Orells Projekten kommt hier deutlicher zum Vorschein. So kann sich der Hörer wieder an mehreren Schauplätzen erfreuen, die sich dynamisch abwechseln und so Schwung in die Handlung bringen. Dennoch kann sich der Hörer zu jedem Zeitpunkt gut zurechtfinden, sofern er die bisherigen Ereignisse verfolgt hat. Schön auch, dass Science Ficiton hier nicht nur Action und viel Druck bedeutet, sondern auch leisere Momente eingemischt sind und der Bezug zur Erde niemals verloren geht.

Florian Seigerschmidt ist als Erzähler eine gue Wahl, er führt mit ruhiger und fester Stimme durch die Handlung und setzt an den besonders spannenden Stellen gekonnt Akzente, sodass diese gelungen eingeleitet werden. Tom Jacobs ist wieder als Arn Borul im Einsatz, sein dunkler Klang passt wunderbar zu dem ungewöhnlichen Charakter, den er sehr stimmig in Szene setzt und ihm wieder einige neue Facetten entlockt. Sven Hasper ist als Poul Ederson zu hören, er passt seinen unverkennbaren lang sehr gut an die vorherrschende Atmosphäre an. Weitere Sprecher sind Patrick Keller, Manuel Straube und Dirk Hardegen.

Ebenso vielfältig wie die Besetzung der Sprecher ist auch die akustische Gestaltung geraten, die für jede Szenerie einen passenden Klang bereit hält. So werden sowohl die Momente im Weltall als auch auf der Erde gelungen umgesetzt, während sich die Musik an den Spannungsbogen der Handlung anpasst und diesen weiter unterstreicht.

Das Cover ist dieses mal ein wenig rötlich gefärbt und wirkt dabei sehr düster, was auch an dem erschrocken verzerrten Gesicht des Mannes liegt, der darauf zu sehen ist. Der weite Sternenhimmel und einige futuristische Elemente sorgen dabei für die passende Science Fiction-Atmosphäre. Das Booklet ist um Gegensatz zum Vorgänger etwas abgespeckt und enthält neben den üblichen Produktionsinformationen vorrangig Werbung.

Fazit: Die Handlung der Serie entwickelt sich hier an mehreren Punkten weiter, was interessant und abwechslungsreich gelungen ist. Ganz so sehr wie der Vorgänger hat es mich hier zwar nicht gepackt, aber immer noch wird eine sehr hörenswerte und kreative Umsetzung des futuristischen Themas geboten.

VÖ: 6. Mai 2016
Label: WinterZeit
Bestellnummer: 978-3-9456-2470-8


Raumschiff Promet: Sprung ins Ungewisse – 4. Das Auge des Bösen



Auf einem Erkundungsflug mit einer neuen Antriebstechnik gelangt der Trupp um Peet Orell bis an den Rand des Sonnensystems und entdeckt dort eine offensichtlich außerirdische Raumstation. Von Entdeckergeist getrieben machen sich Peet und Arn Borul auf den Weg dorthin. Doch die neue Technik hat auf der Erde eine Erschütterung ausgelöst und ist alles andere als unbemerkt geblieben...

Wurden in den ersten drei Folgen von Raumschiff Promet noch viele Parameter festgesteckt, geht es in „Das Auge des Bösen“ direkt mit der eigentlichen Handlung los. Zwar wird eine kurze Zusammenfassung geboten, sodass man auch nach längerer Abwesenheit oder ohne Vorkenntnisse schnell einsteigen kann, doch die ausführlichen Vorstellungen der Charaktere und Parameter wurden bereits abgehandelt. Das tut der Handlung sehr gut, da so schnell Spannung aufkommt, spätestens mit der Reise zur fremden Raumstation war ich völlig in der Geschichte versunken. Toll ist, wie sich die Handlung dann auf zwei Ebenen weiterentwickelt, die sich gegenseitig beeinflussen, denn neben der Erkundung der Station ist auch die Entwicklung der HTO, der Gesellschaft, die die Expeditionen finanziert, sehr gelungen dargestellt. Hier geht es unter anderem um Spionage und den Druck, sich schneller zu entwickeln als alle anderen – und das um fast jeden Preis. Hier kommt eine kleine moralische Ebene mit ein, die der Folge neben dem gelungenen Spannungsbogen sehr gut tut. Hier geht die Serie richtig los und gewinnt deutlich an Tempo, erzählt eine eigenständige Geschichte, lässt aber auch den Verlauf der Handlung nicht außer Acht – und endet in einem ziemlich fiesen Cliffhanger. Das ist wirklich gut geschrieben und beweist einmal mehr, dass Science Fiction und das Medium Hörspiel sehr gut zusammenpassen.

Sascha Rotermund ist in der Rolle des Peet Orell wieder sehr gut plaziert, seine Stimme ist markant und variabel, sodass er in jeder Szene den richtigen Ton trifft und die Dramatik der Folge passend, aber nie überzogen darstellt. Corinna Dorenkamp ist als Vivian Raid präsent und setzt ihre Figur authentisch und mit passender Attitüde um, sodass ein weiterer interessanter Charakter entstanden ist. Peter Groeger verlässt in der Rolle des Harry T. Orell seine Komfortzone, hat mal nicht seinen typisch gutmütigen lang, sondern klingt kompromisslos und hart, was er ebenso treffend und eingängig umsetzt. Weitere Sprecher sind Tom Jacobs, Sven Hasper und Markus Raab.

„Raumschiff Promet“ zeigt eine eher ruhige Umsetzung des Science Fiction Themas ohne große Knalleffekte oder bombastische Sounds, klingt aber nicht minder eindringlich und vor allem stimmig. Da passt alles gut zusammen, wird mit treffenden Soundeffekten unterlegt und hat einige Melodien zu bieten, die die Stimmung gut einfangen. Und am Ende darf es ab und an auch noch etwas lauter werden.

Da hier der zweite Teil von „Sprung ins Ungewisse“ erzählt wird, ist das Motiv das Covers das gleiche wie in der Vorgängerfolge, wurde lediglich ein bisschen anders eingefärbt. Das bläuliche Cover mit der riesigen, runden Raumstation und einem Planeten im Hintergrund ist auch hier passend ausgewählt. Im Inneren gibt es noch Fotos und Infos zu einigen Sprechern.

Fazit: Die Handlung kommt sehr schnell in Fahrt und präsentiert so schnell erste spannende und dramatische Momente, entwickelt sich auf verschiedenen Ebenen weiter und zeigt auch die Vorgänge auf der Erde, sodass ein ebenso runde wie dynamischer Eindruck entstanden ist. Die Charaktere kommen trotz der dichten Handlung immer noch gut zur Geltung.

VÖ: 22. Mai 2015
Label: WinterZeit
Bestellnummer: 978-3-9437-3298-6


Raumschiff Promet: Sprung ins Ungewisse – 3. Der verlorene Sohn



Erster Eindruck: Der größte Schritt der Menschheit

Die Besatzung des Raumschiffes Prometh hat den Kontakt zur Erde vollständig abgebrochen, zu groß das Risiko, von der Space Police behindert zu werden. Auf sich allein gestellt macht sich allerdings Misstrauen an Bord breit, denn die Besatzungsmitglieder kennen das Geheimnis von Arn Borul nicht – noch nicht! Als dann die Tests der neuen Technologien wirkungsvoller sind als gedacht, müssen einige schwere Entscheidungen getroffen werden...

Nachdem in den ersten beiden Folgen die Rahmenbedingungen für die Science Fiction-Reihe „Raumschiff Promet“ abgesteckt und das Team um Peet Orell auf die Reise geschickt wurde, geht es im Zweiteiler „Sprung ins Ungewisse“ nun so richtig los, jetzt kommt typisches Weltraumflair auf, jetzt steht eine Reise durch das Sonnensystem im Vordergrund. Dabei gefällt mit der Ansatz sehr gut, die Handlung eher nüchtern und wissenschaftlich zu halten, statt ultraschneller Raumflitzer ist die Menschheit hier noch nicht über die Grenzen des Sonnensystems vorgedrungen und mit der Erforschung der anderen Planeten noch nicht wirklich weit. Leider wirkt die Handlung gerade dadurch manchmal etwas trocken und bleibt zu still, gerade der Einstieg in die Folge ist streckenweise etwas langwierig geraten. Und auch die Zurückhaltung der Bordmitglieder auf die Offenbarung des Außerirdischen Arn Borul ist etwas blass in Szene gesetzt, allesamt wissenschaftlich angehaucht hätten sich doch eigentlich mehr für das fremdartige Volk interessieren müssen. Seis drum, „Der verlorene Sohn“ ist konsequent erzählt und gelungene Weltraumunterhaltung, die eine stimmige Atmosphäre und starke Charaktere mit einer technisch anmutenden Handlung vereint.

Constantin von Jascheroff gehört als Jörn Callaghan zur Stammbesetzung der Prometheus und kann mit seiner prägnanten Stimme und der spontan wirkenden Betonung einen gelungenen Charakter schaffen. Tom Jacobs hinterlässt als Arn Borul auch hier wieder eine stimmige Umsetzung seiner Rolle, er wirkt sympathisch und fügt der Crew einige gelungene Facetten hinzu. Erzähler Florian Seigerschmidt hat hier deutlich weniger Text als in den beiden Vorgängerfolgen, doch auch diese gestaltet er lebendig und dynamisch. Weitere Sprecher sind Peter Groeger, Sven Hasper und Patrick Keller.

Die Geschichte präsentiert sich meist recht unaufgeregt, und daran passt sich auch die akustische Umsetzung an. Die Musik ist zurückhaltend, kann aber die Stimmung gekonnt unterstützen, während die Geräusche die Dialoge lebendiger wirken lassen. Stellenweise hätte ich mir diese aber etwas prägnanter gewünscht, sie kommen nicht immer richtig gut zur Geltung.

Eine riesige, kreisförmige Raumstation ist auf dem Cober abgebildet, als Hintergrund ist ein unendlicher Sternenhimmel nebst einem riesig wirkenden Planeten zu sehen. Die gräuliche Farbgebung ist ansehnlich und wird durch das bunte Logo und die rote Seitenlasche aufgelockert. Im beiliegenden Booklet gibt es neben einigen Produkthinweisen noch Fotos und Informationen einiger Sprecher.

Fazit: Die Serie zeigt hier, in welche Richtung sie sich entwickeln wird und lässt die Crew zu einem Team zusammenwachsen, was unterhaltsam und konsequent erzählt wird. Die eher ruhige Umsetzung passt zu der wissenschaftlichen Atmosphäre, die Charaktere kommen gut zur Geltung, die Spannung steigt gerade im letzten Drittel noch einmal an.

VÖ: 20.März 2015
Label: WinterZeit
Bestellnummer: 978-3-9437-3282-5


Raumschiff Promet: Aufbruch – 2. Auf zu den Sternen



Erster Eindruck: Kollision zweier Lebensformen

Auf seiner Suche nach einem neuen Planeten für sein Volk ist Arn Borul auf der Erde gelandet, doch mit seinen Sinnen kann er nicht in Kontakt mit den Menschen treten. Doch durch das Bestreben des jungen Wissenschaftlers Peet Orell nähern sich die beiden Spezies langsam an, doch nur eine gefährliche Operation kann dafür sorgen, dass sie tatsächlich als Einheit zusammenwachsen...

„Auf zu den Sternen“ heißt der zweite Teil der Space-Opera – so die Bezeichnung, die auf der Rückseite genannt wird – von Raumschiff Prometh aus dem Hause Winterzeit. Dabei wird zwar nahtlos an den direkten Vorgänger angesetzt, dennoch sind ganz andere Vorzeichen vor der Handlung: Arn Borul ist von seinem weit entfernten Heimatplaneten auf der Erde angekommen. Das schafft eine ganz andere Richtung für die Geschichte, die sich nicht auf wilde Raumschlachten konzentriert, sondern auf die langsame Annäherung der beiden Spezies. Gemeinsamkeiten und Unterschiede werden ausgelotet, die ganz fremdartigen Eindrücke voneinander dargestellt, technische Visionen der Verständigung aufgenommen. Hierauf konzentriert sich die Handlung, doch es werden weitere stimmige Elemente eingebaut: Die Space Police, die den Fortschritt des Forscherteams begrenzen will, das befürchtete mediale Interesse, und auch die weitere Handlung der Serie wird hier bereits eingeleitet. Diese Folge hat mir richtig gut gefallen, sie ist stimmig erzählt und lenkt den Fokus auf sehr interessante Fragestellungen.

Peet Orell bekommt seine Stimme von Sascha Rotermund geliehen, der mit viel Energie und seinem markanten Klang für einen gelungenen Mittelpunkt sorgt, er kann die Leidenschaft des jungen Mannes sehr gut in den Vordergrund rücken. Peter Gröger ist als sein Vater Harry zu hören, seine unverkennbare Stimme passt auch hier wunderbar, er kann die Atmosphäre der Folge noch weiter steigern. Corinna Dorenkamp ist als Vivien Raid zu hören und hinterlässt einen positiven Eindruck, auf die Entwicklung der jungen Frau hat sie mich neugierig gemacht. Weitere Sprecher sind Constantin von Jascheroff, Sven Hasper und Patrick Keller.

In dieser Folge tauchen einige Male heftige Sinneseindrücke auf, und das wird natürlich auch akustisch mit den passenden Geräuschen untermalt, was mehr Schärfe in die Handlung bringt und die Wirkung sehr gekonnt unterstützt. Ansonsten ist die akustische Gestaltung eher zurückhaltend, was zu der wissenschaftlichen Stimmung der Handlung bestens passt.

Das Cover ist fast identisch zu der Vorgängerfolge, was natürlich den engen Zusammenhang der beiden Episoden unterstreicht, aber auch zu Verwechslungsgefahr führen kann. Ein sehr gelungenes Detail ist jedoch, dass als Eyecatcher für Folgentitel und die Seitenlasche dieses mal statt Rot das Blau des Logos verwendet wurde. Im Booklet sind wieder einige Informationen zu den Mitwirkenden gesammelt.

Fazit: „Auf zu den Sternen“ ist der eigentliche Startpunkt der Serie und führt Arn Borul auf die Erde, die langsame Annäherung der beiden Spezies wird hier sehr unterhaltsam dargestellt. Die ruhige Erzählweise mit dem wissenschaftlichen Anklang sorgt dabei für eine eigenständige Atmosphäre, die mir noch besser gefallen hat als als der Vorgänger.

VÖ: 24.Oktober 2014
Label: WinterZeit
Bestellnummer: 978-3-9437-3281-8


Raumschiff Promet: Aufbruch - 1. Geboren in der Dunkelheit



Erster Eindruck: Nach der Vernichtung...

Arn Borul kennt in seinem Leben nur Tod und Zerstörung, denn kurz nach seiner Geburt wird sein Heimatplanet von einer finsteren Macht angegriffen. Doch er findet bei dem Eremiten Thosro Ghinu Halt, der ihm Vater und Lehrer gleichsam ist, und trotz seines eigensinnigen Handels wird er von ihm zum Raumfahrer ausgebildet, um später eine neue Heimat für sein entwurzeltes Volk zu finden...

„Raumschiff Prometh – Von Stern zu Stern“ ist zumindest für Science Fiction-Fans eine feste Größe, auch wenn die Romane schon in den 70er Jahren erschienen sind. Das engagierte Label Winterzeit hat sich dennoch diesem Stoff angenommen und startet mit „Geboren in der Dunkelheit“ den ersten Zweiteiler mit dem Übertitel „Aufbruch“. Kernelement ist dabei die Entwicklung von Arn Borul vom kleinen Jungen bis hin zum ausgebildeten Raumfahrer, der erste Teil beschäftigt sich nach einem kurzen Intro sehr intensiv damit. Dabei gibt es immer wieder Zeitsprünge, sodass wichtige Episoden erzählt werden, die den Protagonisten geprägt haben. Diese sehr genaue Betrachtung ist löblich und gut inszeniert, wirkt aber in dieser Form etwas statisch – eine Verknüpfung mit der späteren, eigentlichen Handlung hätte eine größere Dynamik erlaubt, denn auch dieser Teil zerfasert etwas und will nicht so recht in Schwung kommen. Dennoch ist „Geboren in der Dunkelheit“ ein gelungener Start für die Serie, denn der Hörer wird gut auf das Thema eingestimmt, Arn Borul wird gut vorgestellt, eine interessante Geschichte erzählt.

Tom Jacobs ist als Arn Borul zu hören, er setzt seine Stimme sehr gekonnt ein, um ein sehr genaues Bild des jungen Mannes zu zeichnen, kann seine Gefühlsregungen gekonnt nachzeichnen und sorgt für einen angenehmen Ausdruck. Bert Stevens ist in der Rolle des Thosro Ghinu zu hören, auch er macht seine Sache sehr gut und setzt prägnante Akzentpunkte mit seiner Stimme. Den deutlich meusten Text hat jedoch Erzähler Florian Seigerschmidt, denn oft erinnert „Geboren in der Dunkelheit“ eher an eine inszenierte Lesung. Doch durch seine gelungene und eingängige Sprechweise gestaltet er diese Parts lebendig und kurzweilig. Weitere Sprecher sind Sascha Rotermund, Corinna Darenkamp und Peter Gröger.

Akustisch ist eine sehr ansprechende Leistung abgeliefert worden, die Szenerie wird mit viel stimmungsvoller Musik unterlegt, die sich aber eher im Hintergrund hält und von dort die Atmosphäre beeinflusst. Auch die Geräusche sind gut eingefügt und sorgen für passendes Weltraumfeeling. Leider sind hier immer wieder Sprünge in der Lautstärke festzustellen, was den Hörfluss etwas stört.

Eine stimmige Weltraumszenerie mit dunklem Sternenhimmel und zahlreichen Planeten ist auf dem Cover dargestellt, düstere Hände greifen nach ihnen. Zusammen mit dem rot-blauen Logo wirkt das wunderbar retro und ist durchaus ansehnlich. Im dicken Booklet sind neben zahlreichen Kurzniographien der Sprecher auch Infos zum Autor und ein Interview mit Regisseur Markus Winter zu lesen.

Fazit: „Geboren in der Dunkelheit“ ist ein vielversprechender Start in die Weltraumsaga, die allerdings mit kleineren Stolpersteinen in der Handlung zu kämpfen hat und manchmal etwas starr wirkt. Doch die sehr intensive Vorstellung der Charaktere und der Szenerie kann überzeugen und sorgt für eine eingängige Stimmung.

VÖ: 22.August 2014
Label: Winterzeit
Bestellnummer: 978-3-9437-3280-1

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