Hexe Lilli - 22. und der Weihnachtszauber

Hexe Lilli – 21. auf der Ponyinsel

Hexe Lilli – 10. auf Schloss Dracula

Hexe Lilli – 9. und das magische Schwert

Hexe Lilli – 8. und das Geheimnis der versunkenen Welt

Hexe Lilli – 7. und das Geheimnis der Mumie

Hexe Lilli – 5. wird Detektivin

Hexe Lilli – 4. bei den Piraten

Hexe Lilli – 3. und der Zirkuszauber

Hexe Lilli – 2. macht Zauberquatsch

Hexe Lilli – 1. stellt die Schule auf den Kopf

Hexe Lilli – 25. wird Prinzessin

Hexe Lilli – 24. im Wunderland

Hexe Lilli – 26. und die Zaubernacht im Kindergarten

Hexe Lilli – 25. und der kleine Eisbär Knöpfchen

Hexe Lilli – 23. Die Reise nach Mandolan

Hexe Lilli – 23. Das Buch des Drachen

Hexe Lilli - 22. und Hektors verzwickte Drachenprüfung

Hexe Lilli - 21. in Lilliput

Hexe Lilli - 20. fliegt zum Mond


Hexe Lilli - 22. und der Weihnachtszauber



Lilli vertreibt sich die Vorweihnachtszeit mit Vorliebe damit, bekannte Gedichte zu verquatschen und neue Reime dafür zu finden. Doch ab und an geht es dann eben doch mit ihrer Mutter in das Kaufhaus, und da herrscht Hektik, Drängelei und schlechte Laune allerorten. Lilli denkt sich, dass das doch anders gehen muss und sucht in ihrem Hexenbuch nach einem passenden Spruch...

Die Neuveröffentlichung der Hörspielserie um Hexe Lilli lässt natürlich auch die Weihnachtsfolge nicht aus und setzt diese als 22. Episode ein, die dann zeitig zur Vorweihnachtszeit erhältlich ist. Dass diese zeitlich deutlich früher entstanden ist, merkt man an der Erzählweise: Sehr auf den jeweiligen Moment bedacht, mit wenig Handlung und recht langen Dialogen. Was sonst manchmal etwas störend wirkt, passt in dieser Folge jedoch sehr gut, da es hier eben um die ganz besondere Atmosphäre am Ende des Jahres geht, dass man den Gedanken an Weihnachten nicht durch Hektik und Kommerz verderben lassen sollte. Nach den umgeschriebenen Weihnachtsgedichten in der Introszene geht es recht schnell mit der deutlich weniger besinnlichen Hektik im Einkaufszentrum, unfreundlichen Verkäufern und gelangweilten Weihnachtsmännern weiter. Der Folge konzentriert sich sehr auf die Gemütsstimmungen der Menschen und Lillis Ideen, für mehr Besinnlichkeit und Nächstenliebe zu sorgen. Das ist hübsch erzählt und stimmt tatsächlich gut auf die Weihnachtszeit ein, lässt auch Kinder gut spüren, worauf es eigentlich ankommt. Eine schöne Folge, die bestens in diese ganz besondere Zeit passt.

Natürlich ist Thea Frank wieder als Hexe Lilli zu hören, mit ihrer prägnanten Stimme und der Fröhlichkeit, die sie ausstrahlt, hinterlässt sie auch in dieser Folge einen sehr guten Eindruck und sorgt zudem für weihnachtliche Stimmung. Reinhilt Schneider ist als garstige Verkäuferin zu hören, kann aber auch später ihre Verwunderung gut zum Ausdruck bringen, was sehr gut zur Geltung kommt. Jannik Endemann gibt hier wieder mit viel Energie und einer guten Ausstrahlung Lillis kleinen, ein bisschen nervigen Bruder Leon. Weitere Sprecher sind Hans Sievers, Micaela Kreißler und Renate Pichler.

Natürlich geht es bei dieser Folge auch akustisch etwas weihnachtlich zu, sodass sich der Hörer auf Glöckchengeläut und einige bekannte Melodien freuen kann. Aber auch die Hektik im Einkaufzentrum mit Stimmgewirr und passenden Geräuschen sehr gekonnt umgesetzt, sodass der Kontrast sehr prägnant zur Geltung gebracht wurde.

Natürlich wurde auch für die Wiederveröffentlichung dieser Folge ein neues Cover gemacht. Oben ist Lilli mit einem Berg an Geschenken für dem sternenübersähten Nachthimmel zu sehen, während unten eine ganze Schar an Weihnachtsmännern Socken strickt und an einer Leine aufhängt. Der Zeichenstil wirkt dabei deutlich moderner als noch in der Erstauflage und passt dennoch gut zu der leicht nostalgischen Erzählweise der Serie.

Fazit: Auch so viele Jahre nach ihrer Entstehung funktioniert die Weihnachtsfolge von Hexe Lilli noch sehr gut – vor allem wahrscheinlich, weil das Plädoyer für mehr Besinnlichkeit und weniger Hektik so zeitlos ist. Die Geschichte ist schnell erzählt und wird in recht langen Dialogen erzählt, Langeweile kommt wegen des charmanten Witzes und der tollen Grundstimmung jedoch nicht auf.

VÖ: 21. September 2018
Label: Europa
Bestellnummer: 889854895525


Hexe Lilli – 21. auf der Ponyinsel



Hexe Lilli freut sich schon seit langem auf den Ausritt im wilden Gelände, welche der Reiterhof jährlich veranstaltet. Doch der Trainer Herr Streng ist der Meinung, dass Lilli noch nicht genug Erfahrung dafür hat und reitet mit den anderen Schülern ohne sie los. Doch die kleine Hexe will ihren Willen durchsetzen und schnappt sich kurzerhand ein Pony, welches ebenfalls auf dem Hof geblieben ist. Doch aus der Not heraus muss Lilli einen Hexensprung anwenden und landet auf den Shetland-Inseln...

Die Bücher um die kleine „Hexe Lilli“ von Knister werden momentan in einer Neuauflage veröffentlicht, gleiches gilt auch für die Hörspielserie von Europa. Doch es gibt auch neue Folgen zu lesen und zu hören, sodass als 21. Episode „Hexe Lilli auf der Ponyinsel“ in den Regalen steht. Bevor es mit Pferden losgeht, sind allerdings erst einige Szenen mit einem Hund an der Reihe – wie so oft startet die Handlung bei Lilli und ihrem Bruder Leon zu Hause und bildet einen Rahmen für die eigentliche Geschichte. Interessant ist aber, dass Lilli den Hexensprung dieses mal nicht gezielt, sondern aus Not ausspricht und dann auch ganz woanders landet als geplant. Vielen Mädchen dürfte dann auch das Herz aufgehen, wenn Lilli bei die Tarna und ihrem Großvater landet, die auf den Shetland-Inseln die berühmten Ponys züchten und einige Tiere vermissen. Um ihnen zu helfen, muss Lilli noch einige male den Hexensprung anwenden, was allerdings kommt dabei die magische Komponente der Serie kaum zu tragen. Auch wirkt die Szenerie trotz gelungener Szenenwechsel nicht sonderlich aufregend, wirkliche Spannung kommt jedenfalls kaum auf. Gut gefallen mir haben mir allerdings einige moralische Ansätze, bei der sich Lilli fragen muss, ob sie immer richtig gehandelt hat.

Immer noch wird Lilli von Thea Frank gesprochen, die über die vielen Jahre seit dem Start der Serie nicht von ihrer Jugendlichen Strahlkraft verloren hat und immer noch frisch und energiegeladen klingt. Birte Kretschmar hat von der wundervollen Michaela Kreißler die Rolle von Lillis Mutter übernommen und klingt warmherzig und mütterlich, sie bringt eine recht ruhige Stimmung mit sich. Eberhard Haar ist als Großvater zu hören, wobei er seiner markanten Stimme einen gütigen Klang verleiht. Weitere Sprecher sind Chistian Rudolf, Heidi Schaffrath und Nicola Schäffler.

Klar, dass der hübsche Titelsong der Serie geblieben ist und die Handlung passend eröffnet. Im Vergleich zu den früheren Folgen ist der Klang hier etwas moderner, die Musikstücke sind besser an die einzelnen Handlungen angepasst. Die Geräusche sorgen für eine passende Atmosphäre und lassen die verschiedenen Szenerien authentisch wirken.

Das Cover ist viel in pastelligen Farben gehalten, sodass Lillis rote Haare etwas herausstechen, die weit über den Hals ihres Ponys einen wilden Ritt hinzulegen scheint. Im unteren Drittel des Titelbild sind drei weitere, freundlich dreinschauende Tiere zu sehen. Auch die restliche Gestaltung bietet immer wieder kleine Zeichnungen, während im Inneren des kleinen Booklets dieses mal ein Rezept für Hufeisen-Kekse zu lesen ist.

Fazit: Die neueste Folge von Hexe Lilli ist leider recht spannungsarm geraten und hat nur wenige aufregende Szenen zu bieten. Auch kommt die Atmosphäre nicht immer sonderlich prägnant zum tragen, sodass einige gute Ansätze etwas im Sand verlaufen, während andere Ideen gut funktionieren. Eine solide, aber nicht wirklich starke Episode der Serie.

VÖ: 1. Juni 2018
Label: Europa
Bestellnummer: 889854895426


Hexe Lilli – 10. auf Schloss Dracula



Bei Hexe Lilli geht beim Zaubern manchmal noch einiges schief. Beispielsweise ist vor einigen Tagen ein junger Vampir bei ihr im Zimmer gelandet und seinen Handschuh vergessen, bevor Lilli ihn weghexen konnte. Doch das bringt sie in die glückliche Lage, mittels Hexensprung in sein heimatliches Schloss zu reisen. Eigentlich wollte sie nur mal ganz kurz nachsehen, wie es dort so ist. Aber als sie jammervolle Schreie hört, will sie unbedingt helfen...

Durch die unterschiedlichen Themen, die bei Hexe Lilli aufgegriffen werden, kommen auch ganz verschiedene Stimmungen in die Serie ein. Die jüngst als zehnte Episode der Neuauflage erschienene Folge „Hexe Lilli auf Schloss Dracula“ bringt dabei eine sehr unheimliche Stimmung mit sich, bei der sich viele Kinder der Zielgruppe auch ordentlich gruseln werden. Wie immer ist der Beginn unterhaltsam und heiter gestaltet, doch schon bald kommt Lilli auf dem Schloss des bekanntesten aller Vampire an und geht auf ihre Entdeckungstour. Die entdeckt dunkle Winkel, Särge, Verliese, was ziemlich dicht erzählt wurde. Später gelingt ihr noch eine für ein Kinderhörspiel recht spektakuläre Rettungsaktion, die von einer sehr gelungenen Schlussszene beendet wird, in der Lilli so einige clevere Tricks anwendet, um die Dorfbewohner vor dem Vampirangriff zu beschützen. Sicherlich gibt es dabei auch einige heitere Momente, die die Stimmung auflockern, aber auch Lillis mutiges und selbstsicheres Auftreten sorgt dafür, dass die Szenerie nicht allzu düster wirkt. Am meisten Humor bringt ein witziges Fledermauspaar mit ein, welches Lilli hilfreich zur Seite steht und immer wieder flotte Sprüche bringt. Dennoch: Die Präsenz von den Vampiren und insbesondere Graf Dracula ist immer sehr bedrohlich, was mir sehr gut gefallen hat. Das Thema wird gut aufgegriffen und in einer sehr spannenden Geschichte verpackt, sodass eine starke und lebendig wirkende Episode der Serie entstanden ist.

Achim Schülke und Eberhard Haar ergänzen sich als die beiden Fledermäuse sehr gut, spielen sich gegenseitig die Bälle zu und verleihen ihren Stimmen einen niedlichen Klang, was die Szenerie immer wieder auflockert. Heinz Lieven spricht Graf Dracula mit fester, bedrohlicher Stimme und verleiht ihm so eine sehr präsente Aura, was den Kindern einige Angstschauer über den Rücken jagen wird. Und auch Thea Frank macht als Lilli eine sehr gute Figur, sie lässt ihre Stimme sehr neugierig und selbstbewusst klingen, sodass sie auch die gefährlichen Situationen gut übersteht. Weitere Sprecher sind Fabian Harloff, Traudel Sperber und Celine Fontanges.

Natürlich wird die dunkle Szenerie auch durch eine passende Geräuschkulisse unterstützt. So kommen besonders die Szenen im Schloss mit ihrer unheimlichen Aura überzeugen, während der letzte Kampf im Dorf mit vielen akustischen Elementen sehr lebendig geraten ist. Musikalisch ist etwas weniger los, da wird auch schon mal die Titelmelodie als Zwischenmusik eingesetzt, was ein kleiner Bruch in der Stimmung ist.

Lilli mit kämpferischem Gesichtsausdruck, Taschenlampe und Knoblauchkette, im Hintergrund da schwarze Schloss der Vampire, oben noch Dracula inmitten eines Vollmonds und eines Fledermausschwarmes, dazu der pfiffige Schriftzug – das Titelbild ist wieder stimmig komponiert und mit einem kleinen Bastel- und Spieltipp im Booklet ergänzt.

Fazit: „Hexe Lilli auf Schloss Dracula“ ist eine sehr starke Episode der Serie und punktet mit ihrer sehr dichten und düsteren Stimmung. Die Handlung ist dabei kurzweilig und entwickelt sich über mehrere Szenarien weiter. Mit Witz, Charme, viel Aufregung und einer bedrohlichen Atmosphäre erzählt passt alles wunderbar zusammen und sorgt für gute Unterhaltung.

VÖ: 4. Mai 2018
Label: Europa
Bestellnummer: 889854894221


Hexe Lilli – 9. und das magische Schwert



Lilli hat zwar schon viele Zeitsprünge gemacht, im Mittelalter war sie aber noch nie. Als ihr durch Zufall ein Gegenstand aus der Zeit in die Hände fällt, zögert sie aber nicht lange und besucht eine alte Burg. Als sie mit Mut und ihren Hexenkräften ein Feuer löschen kann, wird sie vom Magier Merlin in seine Privatgemächer bestellt – und bekommt von ihm eine aufregende Aufgabe...

In der Neuveröffentlichung der „Hexe Lilli“-Serie wird von der ursprünglichen Reihenfolge deutlich abgewichen, sodass die Geschichte um „das magische Schwert“ nun schon als neunte Folge erschienen ist. Dabei ist eine sehr kreative Geschichte entstanden, da sehr viele Motive aus bekannten Erzählungen miteinander verbunden, modernisiert und angereichert wurden. Dabei ist die Introszene für die Serie recht klassisch: Eine kleine Streiterei mit Leon, ein plötzlicher aber heftiger Anflug von Neugier und Abenteuerlust, die Vorbereitungen auf ihre Reise. Mit der Ankunft in der Vergangenheit geht es dann mit einer recht aufregenden Szene los, was direkt das Tempo steigert. Später geht es dann mit Merlins Auftrag mystisch los, die Verbindung zum legendären Schwert Excalibur ist sehr gut geknüpft und wartet am Ende mit einer dicken Überraschung auf. Besonders toll ist aber auch Rabe Ambrosius, vorlaut, frech und Lillis Begleiter auf ihrer Reise. Mit seiner kecken Art bringt er eine sehr liebevoll witzige Stimmung ein und wird ein toller Sidekick für die kleine Hexe. Das ist sehr lebendig und flüssig umgesetzt, vereint Humor, Spannung und eine magische Atmosphäre – eine sehr gelungene Episode.

Rolf Nagel spricht in dieser Folge die Rolle des Merlin, orientiert sich dabei an einer klassischen Umsetzung und lässt den bekannten Magier weise und bedächtig wirken, was gut in die Szenerie passt. Als Feuerdrache ist Konstantin Graudus zu hören, seine tiefe und sonore Stimme nimmt einen leise bedrohlichen und machtvollen Klang an, der seinen Szenen besonders viel Aufmerksamkeit verleiht. Wunderbar ist auch Oliver Böttcher als Rabe Ambrosius, mit einem krächzenden Unterton und ziemlich frechem Klang schafft er eine sehr gelungene und präsente Figur, die einfach Spaß macht. Weitere Sprecher sind Heidi Berndt, Martin Lohmann und Aaron Ullmer.

Die akustische Umsetzung der Folge ist wieder lebendig gelungen, wobei die Musik hier zwar manchmal eine Spur zu lang geraten ist. Dennoch kann sie die jeweilige Stimmung gut aufgreifen und verstärken. Die Geräuschkulisse ist vielfältig und treffend, sodass eine lebendige Atmosphäre entsteht und alles wir aus einem Guss wirkt.

Hexe Lilli reitet mit einem goldenen Schwert in der Hand auf einem feuerspeienden Drachen und scheint an dem wilden Ritt richtig viel Spaß zu haben. Unten ist die prachtvolle Burg mit mehreren Türmen zu sehen, was das Cover gut ergänzt. Im Inneren gibt es dieses mal die Bastelanleitung für einen Papierflieger, den man passend zur Folge als Feuerdrachen bemalen kann.

Fazit: Lillis Reise ins Mittelalter ist ziemlich magisch und abenteuerlich geraten, die Verknüpfung der modernen Figur und mythischen Themen ist sehr gut gelungen. Und neben der starken Handlung überzeugen vor allem auch die Figuren, allen voran der freche Rabe und der Feuerdrache, die das berühmte Tüpfelchen auf dem i darstellen.

VÖ: 4. Mai 2018
Label: Europa
Bestellnummer: 889854894122


Hexe Lilli – 8. und das Geheimnis der versunkenen Welt



Lilli ist vollkommen fasziniert von der Legende von Atlantis, dem sagenumwogenen untergegangenen Reich. Und was liegt da näher, als mittels eines Hexensprungs dorthin zu reisen? Zwar gestaltet es sich etwas schwierig, einen passenden Gegenstand zu finden, doch schließlich kommt Lilli doch in der Unterwasserwelt an – und trifft schon bald auf dessen König Schnurtelpomp, der in Schwierigkeiten steckt...

Die Neuauflagen der Hörspiele um Hexe Lilli werden von Europa zügig nacheinander veröffentlicht, die Reihenfolge ist allerdings eine andere als bei den früheren Auflagen. Und so ist „das Geheimnis der versunkenen Welt“ als achte Folge erschienen, die eine der lebendigsten Episoden der Serie ist. Der Beginn ist wie immer zu Hause bei Lillis Familie kurzweilig geraten, wobei ihre Faszination für Atlantis sehr gut zur Geltung kommt und sie sich wie im Fiebereifer auf die Suche nach einem passenden Gegenstand für den Hexensprung begibt. Richtig toll wird es aber mit der Ankunft in der versunkenen Welt und dem Treffen auf die sehr liebevoll gestalteten Bewohner. Hier kommt eine niedliche und lebendige Atmosphäre auf, wobei Schildkrötenkönig Schnurtelpomp mit seiner vorlauten Art besonders hervorsticht. Doch das war es noch nicht, denn auch die Handlung kann mit der tollen Stimmung mithalten. Auf eine kindgerecht spannende Art entwickelt sie sich weiter und stürzt Lilli in ein abwechlungsreiches Abenteuer. Schön auch, dass der zeitliche Aspekt mit ihrer Rückreise wieder so gut eingebunden ist und auch das Ende sehr kurzweilig geraten ist. Eine sehr starke Folge der Serie, die ich sehr gern erneut gehört habe.

Mirko Reh bringt als König Schnurtelpomp unglaublich viel Charme und Witz in die Handlung ein, er legt viel Energie in seine Stimme und sorgt für viele sehr komische und unterhaltsame Momente. Volker Bogdan ist als „Ältester“ zu hören, seine wandlungsfähige Stimme nimmt hier wieder einen andreen Klang an und passt damit sehr gut in die fantasievolle Atmosphäre der Handlung. Auch Tobias Schmidt hat mir als Turtelpunk gut gefallen, er bringt noch einmal eine andere Note in die Handlung mit ein und hat ebenfalls eine Lacher auf seiner Seite. Weitere Sprecher sind Heidi Berndt, Utz Richter Rainer Schmidt.

Klassisch konzentriert sich ein Kinderhörspiel ja meist auf die Dialoge und nicht so sehr auf die akustische Gestaltung. Das ist auch hier der Fall, doch natürlich gibt es auch einige passende Elemente, die den Hörer in die Unterwasserwelt versetzen. Dabei sind Musik und Geräusche gleichberechtigt nebeneinander plaziert und ergänzen sich gut.

Das Cover der Folge gefällt mir ebenfalls sehr gut, Lilli mit einem langen Dreizack in der Hand reitet darauf auf einem riesigen Seepferdchen, ergänzt durch Fischschwärme, Wasserblasen und einen ziemlich grimmig dreinblickenden Kugelfisch. Das Innere ist ebenfalls sehr liebevoll und mit vielen kleinen Motiven gestaltet, ein witziger Zaubertrick ist ebenfalls nachzulesen.

Fazit: Mit „Hexe Lilli und das Geheimnis der versunkenen Welt“ ist eine richtig tolle Hörspielproduktion erschienen, die mit ihrer etwas mystischen, aber insbesondere auch sehr lebendigen und witzigen Art begeistert. Die Figuren sind liebevoll in einer spannenden Geschichte arrangiert, das Tempo ist angenehm hoch, ohne durch die Handlung zu hetzen, das Finale ist aufregend – da passt alles zusammen!

VÖ: 4. Mai 2018
Label: Europa
Bestellnummer: 889854894023


Hexe Lilli – 7. und das Geheimnis der Mumie



Lilli und ihre Schulklasse besuchen eine Ausstellung im Museum über das alte Ägypten, was ihr Interesse an Mumien und Pyramiden so richtig in Fahrt bringt. Als der nette Museumsführer ihnen dann von einem Rätsel erzählt, das sich seit vielen Jahren hält, möchte Lilli dieses lösen. Doch für den Hexensprung benötigt sie ja etwas aus der passenden Zeit...

Der Hexensprung ist eine der Kernideen, die in die Serie „Hexe Lilli“ eingeflossen sind, die nach den Buchvorlagen von Knister entstanden sind und nun als Neuauflage veröffentlicht werden. So sind viele verschiedene Szenarien möglich, was auch ganz besonders „das Geheimnis der Mumie“ prägt. Bis es zur Reise ins alte Ägypten kommt, gibt es aber einige unterhaltsame Introszenen: Zum einen mit Leon, der einen Verband um den Arm bekommt und prompt mit einer Mumie verglichen wird, zum anderen eine sehr lebendige Museumstour – wenn die Führungen für Kinder genau so stattfinden, müssen sich die Museen des Landes keine Sorgen um ihre Zukunft machen. Doch der Hauptteil dreht sich eben um Lillis Abenteuer bei den Pharaonen, was sehr atmosphärisch gelungen ist – und vor allem wird es ziemlich gruselig und düster. Genau das macht hier den Reiz aus, wobei die Stimmung auch für Kinder noch gut auszuhalten ist. Lilli bekommt als zusätzliche Identifikationsfigur noch einen ägyptischen Jungen an die Seite gestellt, und wieder wird es ziemlich eng für die Geheimnhexe. Die Auflösung ist dann pfiffig und bringt ein gutes Gedankenspiel in die Handlung mit ein. Dabei bekommen die Kinder noch sehr viele Informationen über das Thema geliefert, was die Folge gekonnt abrundet.

Jona Mues ist als Achmed an Lillis Seite gut plaziert und bringt eine lebendige Stimmung in die Handlung mit ein, er setzt die Figur mit viel Energie um. Richard Klüsner und Mego Tom Broke ergänzen sich als Grabräuberduo gut und bringen trotz der düsteren Momente ein wenig Witz mit in ihre Stimmen ein. Lars Lächel ist als Museumsführer Waldemar zu hören, klingt ziemlich sympathisch und locker, sodass er die Neugier von vielen Kindern für das Thema wecken kann. Weitere Sprecher sind Konstanze Ullmer, Lotte Bublitz und Holger Mahlich.

Der instrumentale Titelsong der Serie stimmt auch hier wieder gut auf die Handlung ein, wird aber auch manchmal als Trennung zwischen einzelnen Szenen eingesetzt. Auch die anderen Melodien sind gut eingebaut, die Dialoge werden aber auch von einigen Geräuschen begleitet, die die Szenerie lebendiger wirken lassen.

Auf dem Hauptteil des Covers schleicht Lilli mit ziemlich ängstlichem Gesichtsausdruck durch die dunklen Gänge einer Pyramide, ihre Taschenlampe offenbart den Blick auf einige der typischen Zeichnungen, während einer der Schatten ziemlich unheimlich wirkt. Die Düsternis des Bildes wird durch die gelbe Rahmenfarbe wieder aufgelockert, und auch die Sphinx im oberen Drittel ist dort gut plaziert.

Fazit: Schön, dass in dieser Folge die Faszination für das alte Ägypten, für Pharaonen, Pyramiden und Grabkammern so gut transportiert wird auch auch heute noch viele Kinder packen wird. Nach dem lebendigen Intro und der tollen Szene im Museum wird es nach dem Hexensprung ziemlich düster und packend, aber auch mit viel Witz erzählt.

VÖ: 4. Mai 2018
Label: Europa
Bestellnummer: 889854893927


Hexe Lilli – 5. wird Detektivin



Seit Lilli nicht nur stolze Besitzerin des Hexenbuchen von Surulunda Knorks, sondern auch von einem Detektivset für Kinder, will sie lieber einen spannenden Kriminalfall lösen als zu hexen. Allerdings hat sie schnell herausgefunden, wer in ihre Tafel Schokolade gebissen hat. Doch als ihre Mutter wütend und traurig nach Hause kommt, weil ihr Fahrrad gestohlen wurde, hat Lilli tatsächlich ihren ersten Fall. Und vielleicht geht das ja mit Hexerei etwas einfacher?

In etwas anderer Reihenfolge als bei der Erstauflage veröffentlicht Europa momentan die Hörspielserie um Hexe Lilli neu und hat die Optik gleich auch an das neue Design der Bücher angepasst. Als fünfte Folge ist – gleichzeitig mit den vier Vorgängern – „Hexe Lilli wird Detektivin“ erschienen, welche wie immer mit einer kleinen, witzigen Szene mit Lilli und Leon beginnt. Kleine Streitigkeiten, dieses mal garniert mit dem Detektivthema, und schon ist mal wieder mitten drin im Alltagsleben der Familie. Das ist kurzweilig geraten und läutet die eigentliche Handlung um das gestohlene Fahrrad gekonnt ein. Der Fall ist nicht sonderlich komplex und damit auch für kleinere Zuhörer geeignet, dennoch ist ein gelungener Kniff enthalten. Und natürlich kommt auch die magische Seite der Serie gut zur Geltung, wobei auch der Hexensprung, der in der vorigen Folge eingeführt wurde, in einer interessanten Variante eingebunden. Der Zauber, den Lilli zusätzlich anwendet, ist recht – nun ja – experimentell und sorgt für einen gut funktionierenden Gag aufgrund einer dauerhaften olfaktorischen Beeinträchtigung. Witzig wird es mit einer aufgeregten Frau, die sich sorgen um Lilli macht, und einem Polizisten, dem Lilli in nichts nachsteht. Eine sehr solide Folge der Serie, die zwar nicht so aufregend ist wie andere, aber dafür sehr unterhaltsam erzählt wurde.

Thea Frank ist in der Rolle der Hexe Lilli auch hier sehr gut aufgehoben, sie spricht sehr flüssig und bringt die aufgeweckte Neugier und den Eifer der jungen Hexe gut zur Geltung. Karin Lieneweg spricht die oben erwähnte Dame mit ihrer gutmütigen und angenehmen Art, bringt aber auch die Aufregung der Szene gut zur Geltung. Henning Schlüter ist als Polizist zu hören, er bringt viel Humor mit ein und wirkt dabei sehr überzeugend. Weitere Sprecher sind Eberhard Haar, Günter König und Micaela Kreißler.

Auch in dieser Folge bleibt die Serie ihrer akustischen Gestaltung treu und fährt nach der etwas aufwändigeren Folge „bei den Piraten“ wieder etwas runter. Die Musik fügt sich unauffällig und stimmig ein und gestaltet die Szenenübergänge sanfter. Geräusche gibt es natürlich auch, diese wirken klassisch erzeugt und hübsch nostalgisch, auch hier wurde sehr solide Arbeit geleitet.

Lilli mit einer Lupe und einem Beweisstück in der Hand, viele Spuren auf einem Gartenzaun, im oberen Abschnitt dazu Polizist und besorgte Frau – ein zurückhaltendes und passendes Titelbild. Die grüne Grundfarbe des Covers zieht sich auch durch das Innenleben der Folge, die mit vielen kleinen Zeichnungen sehr hübsch geraten ist. Ein kleiner Detektivtrick im Inneren darf natürlich nicht fehlen.

Fazit: Auch das Detektivthema passt sehr gut zur der Folge und wird durch die Hexentätigkeiten von Lilli gut gewürzt. Dabei geht es witzig, turbulent, aber auch familiär und locker zu, sodass mir auch diese Folge der Serie gut gefallen hat. Schön, dass die Serie nun auch wieder von einer jüngeren Generation entdeckt werden kann.

VÖ: 27. April 2018
Label: Europa
Bestellnummer: 889854893729


Hexe Lilli – 4. bei den Piraten



Das ihr Bruder Leon die ganze Zeit nur noch mit seinem Piratenschiff spielt und auch Lilli Spaß an den erdachten Schlachten hat, bringt die junge Hexe auf eine Idee: Auch sie möchte einmal echte Seeluft schnuppern und Piraten auf ihrer Reise erleben. Schnell durchsucht sie in ihrem Hexenbuch nach einem passenden Spruch, aber das ist gar nicht so einfach...

Die Serie um „Hexe Lilli“, die momentan bei Europa wiederveröffentlicht wird, lebt auch von der Idee des Hexensprungs, mit der sich die Hauptfigur in jede beliebige Zeit und an jeden beliebigen Ort transportieren kann. In der vierten Folge der Wiederveröffentlichung wird diese Idee erstmals eingeführt, was wie nebenbei in einigen eher kleinen Szenen geschieht und damit nicht zu viel Raum einnimmt – gut so, denn der Schwerpunkt auf dem Piratenthema ist richtig gut gelungen und reißt dadurch nicht ab. Das anfängliche Spiel zwischen Lilli und Leon ist typisch für die Serie und zeigt einen weiteren Einblick in das turbulente Familienleben, aber schon nach einiger Zeit macht sich Lilli dann auf zu den Piraten, was spannend und mit einigen sehr starken Szenen geschehen ist. Nicht nur Lillis Begegnung mit einem Schiffsjungen und sein gut aufbereitetes Schicksal, sondern auch die Stimmung auf dem Boot wird dabei gekonnt eingefangen, wobei es für Lilli durchaus brenzlig wird. Die letzte Szene auf dem Schiff ist dann mit gewitztem Humor versehen, bei dem Lilli die Piraten so richtig an der Nase herumführt, was sehr lebendig wirkt. Ein bisschen gefüttert wird der Hörer dann auch mit der Rolle der Frau in der Piratenwelt, wobei erdachte und echte Seefahrerinnen vermischt werden. An sich eine gute Idee, nur wird kleinen Zuhörern nicht so recht klar sein, was jetzt Realität und was Fiktion ist.

Leonhard Mahlich ist in dieser Folge als Piratenjunge zu hören, den er aufgeweckt und sympathisch wirken lässt, in den richtigen Momenten betont er aber auch die spannende Situation für Lilli auf dem Schiff. Der grandiose Wolfgang Völz spricht hier den Kapitän mit seiner volltönenden Stimme und einer sehr passenden Attitüde, die wild und sehr präsent wirkt. Hans Sievers ist natürlich wieder als Erzähler zu hören, mit seiner warmen Stimme gestaltet er seine Texte kurzweilig und führt damit kindgerecht durch die Handlung. Weitere Sprecher sind Hartmut Kollakowsky, Hans Herrmann und Marius Claudius.

Während die ersten Szenen bei Lilli zu Hause wieder eher ruhig und unauffällig gestaltet sind, ist der zweite Teil auf dem Piratenschiff schon von etwas mehr Geräuschen begleitet, unter anderem natürlich von Wellenrauschen oder hektischen Schritten auf den Schiffsplanken. Besonders die letzte Szene kann mit einigen speziellen akustischen Elementen punkten. Das ist stimmig umgesetzt, überdeckt aber die die Dialoge.

Die Gestaltung der neuen Auflage wirkt mit den pastelligen Farbtönen moderner und sehr ansprechend, wobei nicht nur beim Cover, sondern auch ansonsten auf hübsche Details geachtet wurde. So sind auch im Inneren viele kleine Zeichnungen zu sehen, was sich bis auf den Bereich hinter der CD erstreckt. Im Inneren des kleinen Einleger sind – passend zum Thema – einige Seemannsknoten zum Nachmachen zu finden.

Fazit: Mit der Idee des Hexensprungs, die hier erstmals eingeführt wurde, kommt mehr Schwung in die Handlung. Lillis Abenteuer bei den Piraten ist mit vielen spannenden Momenten versehen und überzeugt mit der sehr dichten Atmosphäre. Das macht richtig Spaß und lässt die Geschichte sehr kurzweilig wirken.

VÖ: 27. April 2018
Label: Europa
Bestellnummer: 889854893620


Hexe Lilli – 3. und der Zirkuszauber



Die Aufregung bei Lilli und Leon ist groß, als der Zirkus in der Stadt gastiert und Mama drei Karten für die Galavorstellung organisiert hat. Doch die Sache hat einen Haken: Lilli möchte gern gemeinsam mit ihrer Freundin die Show genießen, aber Leon will seine Karte partout nicht tauschen, obwohl er auch mit seinem Freund ein paar Tage vorher gehen könnte. Da muss sich doch was mit Lillis Hexenbuch machen lassen...

Im Laufe der Zeit hat sich die Serie um Hexe Lilli immer weiterentwickelt, anfangs wurden noch eher Alltagsszenen aus dem Leben der Hauptfigur gezeigt, die mit Magie aufgepeppt wurden und dadurch eine kleine Wendung bekommen haben. Anders ist das auch nicht bei der dritten Episode mit Lillis „Zirkuszauber“, die deutlich zweigeteilt ist. Zunächst dreht sich alles um Lillis Versuche, Leon zum Tausch seiner Karte zu bewegen. Das ist sehr lebendig gelöst und mit einigen witzigen Momenten ausgestattet, beispielsweise wenn Lilli sich einige unglaubliche Vorfälle bei der Galavorstellung ausdenkt. Toll ist aber besonders die Idee, was nach Lillis Zauber mit Leon passiert, das sorgt für viel Trubel und komischen Wortspielen, was diesen Teil gekonnt abschließt. Der zweite Schwerpunkt liegt beim eigentlichen Zirkusbesuch, und auch hier hat sich Lilli einige Zaubereien herausgesucht, die viel Chaos entstehen lassen – nur leider kommt das beim Zuhörer nicht so recht an. Denn alles wird aus der Perspektive der Zuschauer beschrieben, und das wirkt recht steif und kann die „Action“ in der Manege nur bedingt wiedergeben. Auch kommt die Komik eines Clowns hier nicht so recht zur Geltung, was den Szenen einen steifen Eindruck verleihen. Durch den sehr gelungenen ersten Teil ist dennoch eine hörenswerte Folge entstanden, zumal die eingeflossenen Ideen gut in die Handlung passen.

Micaela Kreißler ist als Lillis Mutter ganz wunderbar, warmherzig, aufgeweckt, bestimmt und dennoch gut auf die Kinder eingehend – eine sehr gute Mischung, die sie mit viel Charme versieht. Leons Freund Tobias hat zwar keinen sonderlich großen Auftritt, dieser wird von Wanja Mues aber authentisch und mit viel Schwung gesprochen. Utz Richter ist als Zirkusdirektor zu hören, was er sehr professionell macht und die wachsende Verwirrung treffend zu Gehör bringt. Weitere Sprecher sind Hans Sievers, Thea Frank und Harmut Kollakowsky.

Die Folge ist insgesamt recht ruhig und unauffällig umgesetzt worden, sodass der Fokus immer auf den Dialogen und den Sprechern liegt. Ein bisschen mehr Zirkusflair hätte da durchaus vorkommen können, eine kleine Drehorgelmelodie hätte beispielsweise nicht geschadet. Dennoch ist alles gut zusammengefügt und wirkt passend zusammengestellt.

Im Inneren des kleinen Booklets gibt es dieses mal keinen Zaubertrick zum Nachmachen, sondern eine witzige Idee für einen kleinen Sketch, der natürlich mit dem Zirkusthema verknüpft ist. Das Cover zeigt Lilli und Leon einhellig lächelnd vor dem Eingang, während im oberen Drittel das prächtige Zirkuszelt zu sehen ist. Die gesamte Gestaltung wirkt mit den neuen Zeichnungen moderner.

Fazit: Interessant, dass mit die Vorbereitung auf den eigentlichen Teil hier besser gefällt. Die Dialoge zwischen Lilli und Leon sind aber kurzweilig geraten, mit Lillis Zauber wird es dann sehr witzig und regt Kinder zum Nachmachen der sprachlichen Besonderheit ein. Die Szenen im Zirkus vereinen zwar auch viele gute Ideen, sind aber nicht ganz so lebendig umgesetzt.

VÖ: 27. April 2018
Label: Europa
Bestellnummer: 889854893521


Hexe Lilli – 2. macht Zauberquatsch



Lilli freut sich schon riesig auf den nächsten Abend bei ihrer Oma, denn gemeinsam lassen sie sich immer ganz neue Wendungen für die bekannten Märchen einfallen. Aber sie will noch einige Vorbereitungen treffen und passende Zaubersprüche aus ihrem Buch heraussuchen – nur ihr Bruder Leon lässt sie nicht in Ruhe und muss erst mit einer der umgewandelten Märchen beruhigt werden...

Die Hörspiele um Hexe Lilli haben nun schon einige Jahre auf dem Buckel, auch wenn sie nicht zu den absoluten Klassikern aus dem Programm von Europa gehören. Vor kurzem sind die Buchvorlagen dazu in einer Neuauflage erschienen, und das gleiche passiert momentan auch mit den Umsetzung in einer überarbeiteten Optik – die Hörspiele selbst haben allerdings keine Änderungen erfahren. „Hexe Lilli macht Zauberquatsch“ wirkt heute deswegen etwas aus der Zeit gefallen, denn eine wirkliche Handlung ist nicht zu erkennen. Zunächst eine lange Szene von Lilli und Leon, dann der Abend bei ihrer Oma, der sich jedoch vor allem auf die Begegnung mit einem Mann namens Herr Glück konzentriert. Hier wird es dann ziemlich magisch und chaotisch, die Handlung ließe sich aber auch in wenigen Worten komplett zusammenfassen. Das hat dennoch viel Charme, da eben viele witzige Ideen eingebaut sind und Lillis aufgedrehte Art sehr gut zur Geltung kommt. Schön auch die Idee, klassische Märchen einzubauen und mit der Geschichte zu verknüpfen. Nostalgisch wird es dann, wenn auch eine kultige Videospielkonsole samt den Spielen erwähnt wird – hier merkt man deutlich, in welcher Zeit das Hörspiel entstanden ist. Die Dialoge mögen etwas zu lang geraten sein, aber durch einige witzige Momente ist der Folge dennoch ein gewisser Unterhaltungswert nicht abzusprechen. Auch der Charme der Figuren kommt hier gut zur Geltung.

Janik Endemann ist als Leon zu hören, der die Rolle des nervigen kleinen Bruders vollkommen ausfüllt und sehr viel Energie in seine Sprechweise liegt, dabei aber auch sehr authentisch klingt. Susann von Loessl spricht Lillis Oma mit viel Wärme in ihrer Stimme und einer verschmitzten Art, sodass ihre wenigen Passagen dennoch gut in Erinnerung bleiben. Franz Rudnick ist in der Rolle des Herrn Glück zu hören, die sich steigernde Verwirrung des Mannes wird von ihm passend umgesetzt. Weitere Sprecher sind Harmut Kollakowsky, Michael Poelchau und Hans Sievers.

Die magischen Momente, die Lilli in dieser Folge heraufbeschwört, sind durch passende Geräusche unterlegt. Das wirkt dann herrlich präsent und chaotisch, dennoch werden die Kinder nicht zu sehr von den Dialogen abgelenkt. Die Musikuntermalung ist dezent und ebenfalls sehr kindgerecht, tritt aber nur an wenigen Stellen wirklich hervor.

Das überarbeitete Cover ist wieder in drei Balken unterteilt, wobei der mittlere weiß gehalten ist und das Logo mit dem Farbklecks-i-Punkt nebst Folgentitel zeigt. Ansonsten sind viele der vorkommenden Tiere zu sehen, während Lilli sich das Lachen kaum verkneifen kann. Im Inneren gibt es viele weitere Zeichnungen und einen kleinen Zaubertrick zum Nachmachen.

Fazit: Die Folge zeichnet sich zwar gerade zu Anfang durch lange Dialoge aus, in denen nicht viel passiert. Dafür wird das Märchen-Thema gut eingebunden und verleiht der Folge eine interessante Note. Auch die Familie von Lilli in Form von Bruder und Oma kommt gut zur Geltung, während später herrlich chaotisch gehext wird, wobei natürlich einiges schief geht. Dieser Schwung wäre allerdings auch vorher schon schön gewesen.

VÖ: 27. April 2018
Label: Europa
Bestellnummer: 889854893422


Hexe Lilli – 1. stellt die Schule auf den Kopf



Lilli ist eine waschechte Hexe, seitdem sie eines Tages das Zauberbuch einer schusseligen Magierin gefunden hat. Als sie erfährt, dass ihre Lehrerin am nächsten Tag eine Prüfung des Unterrichts durch einen Schulrat hat, will sie unbedingt helfen. Den gesamten Nachmittag sucht sie in dem Buch nach Sprüchen, die die Stunde besonders gut machen würden. Doch schon beim leisen Murmeln der Sprüche richtet sie unbemerkt einiges Chaos an...

Hexe Lilli ist nicht nur als Buchreihe für Grundschüler erfolgreich gelaufen, sondern auch in der Hörspielumsetzung der Vorlagen von Europa, bei der wieder die legendäre Heikedine Körting Regie geführt hat. Einige Jahre später kommt nun eine Neuauflage der CDs auf den Markt, die bei Folge eins startet und in einer neuen, moderneren Optik daherkommen. Bemerkenswert ist für den Start einer Serie, dass eben nicht erst alle Hintergründe erklärt werden. Am Anfang gibt es lediglich eine kurze Einführung durch den Erzähler, die aber vor jeder Folge ist, und schon geht es mit der eigentlichen Handlung los – auch wenn diese ziemlich langsam startet. Der Höhepunkt der trubeligen und magischen Schulstunde ist sehr gelungen, der Weg dahin wirkt allerdings etwas zäh und hat nur wenige aufregende Elemente. Toll ist aber, dass später wirklich viele gelungene und spannende Elemente einfließen und die Situationen mit viel Charme und Humor aufgelöst werden. Auch der Fokus auf das Familienleben von Lilli, ihrer Mutter und ihrem Bruder wird hübsch eingebunden und gestaltet gerade das Intro und den Schluss gelungen.

Thea Frank ist in der Hauptrolle der Lilli zu hören und verleiht der Figur viel Witz und eine neckische Ausstrahlung, auch die Neugier der jungen Hexe kommt gut zur Geltung. Michaela Kreißler sprich die Lehrerin von Lilli und klingt sehr sympathisch und warmherzig, die aber auch die Verwunderung über die chaotische Schulstunde sehr kindgerecht darstellt. Hermut Kollakowski ist als Schulrat Neizel zu hören und gestaltet die Rolle glaubwürdig und passend. Weitere Sprecher sind Anna Friesbach, Michael Meißner und Theresa Underberg.

Der Titelsong kommt – ungewöhnlich für ein Kinderhörspiel – ohne Text aus und präsentiert eine kleine Melodie, die gut zu der Stimmung der Serie passt und wunderbar unaufgeregt wirkt. In der Handlung wird weniger auf Musik gesetzt, dafür sind einige Geräusche eingefügt, die gut angepasst sind und auch eine eher ruhige Ausstrahlung haben.

Das Coverdesign wurde zur Neuveröffentlichung überarbeitet, der Zeichenstil wirkt moderner, die Aufteilung ist klar in drei Bereich unterteilt. Mittig der gewohnte Schriftzug, unten eine Zeichnung von Lilli mit fröhlichem Ausdruck, oben einige Schulkinder, die kopfüber an der Decke laufen. Alles ist in auch im Inneren pastelligen Tönen gehalten und bietet Kindern einen kleinen Zaubertrick zum Nachmachen im Booklet an.

Fazit: Die erste Folge der Serie fühlt sich nicht wie der Start in die Handlung an, sondern setzt schon mitten in Lillis Alltag an und kommt ohne große Erklärungen aus. Dennoch ist der Anfang der Handlung etwas holprig gehandelt und nimmt erst später Fahrt auf, präsentiert dann aber einige lockere und witzige Szenen, die Lillis erstes Abenteuer gut wirken lassen.

VÖ: 27. April 2018
Label: Europa
Bestellnummer: 889854893323


Hexe Lilli – 25. wird Prinzessin



Erster Eindruck: Im Land der Drachen und Schlösser

Schon wieder muss Lilli ihr Zimmer aufräumen, dabei gefällt ihr ein bisschen Chaos ganz gut. Da kommt sie auf die Idee, sich in die Märchenwelt als Prinzessin zu hexen, denn Prinzessinnen müssen schließlich niemals aufräumen. Dort begegnet sie einer richtigen Prinzessin, die gerade auf der Flucht vor ihrer strengen Gouvernante ist, denn sie kann auch nicht alles machen, was sie will. Und so reiten die beiden aus dem Schloss in die Landschaft...

Nach einigen einfachen Folgen für kleinere Kinder ist mit „Hexe Lilli als Prinzessin“ wieder eine Folge erschienen, die für Kinder im Grundschulalter gedacht ist. Das märchenhafte Thema spricht dabei wohl vorrangig Mädchen an, die sich selbst oft in die Rolle einer Prinzessin träumen – dass auch hier nicht immer alle nach Plan läuft kann hier miterlebt werden. Auch Lilli ist fasziniert von dem scheinbar sorgenfreien Leben und erfährt bald, dass viele Pflichten damit verbunden sind. Auch die Flucht aus dem Schloss verläuft nicht gerade glatt, die beiden geraten in die Fänge eines wilden Drachen – der sie dann auch noch zum Aufräumen zwingt. Dass ist alles stimmig erzählt und wird gekonnt weitergeführt und zu Ende erzählt. Doch insgesamt wirkt die Handlung etwas zu flach und vorhersehbar, wirkliche Spannung kommt nur bei den Szenen mit dem Drachen auf. Beim ersten Hören ist das Hörspiel wirklich noch ganz witzig, doch zum Dauerbrenner im Kinder-CD-Spieler wird es wohl nicht avancieren.

Linda Fölster ist hier als Prinzessin zu hören, die sich bald mit Lilli anfreundet. Ihre helle und freundliche Stimme passt gut zu dem vorsichtigen und zögerlichen Charakter, der aber gegen Ende aufblüht, was Fölster auch mit ihrem Klang ausdrücken kann. Isabel Navarro ist als gestrenge Gouvernante zu hören, was sie mit einer gewissen Härte in der Stimme gut zur Geltung bringt. Sehr gut gefallen hat mir Wolf Frass als Drache, der durchaus bedrohlich wirkt, ohne die Kinder allzu sehr zu erschrecken. Weitere Sprecher sind Thea Frank, Micaela Kreißler und Klaus Dittmann.

Die Geschichte wurde insgesamt stimmig umgesetzt, wirkt aber eher dezent und zurückhaltend – nicht unüblich für ein Kinderhörspiel, damit diese nicht von der Geschichte abgelenkt werden. So gibt es während der Szenenübergänge einige kleinere Musikstücke, während der Dialoge passend eingesetzte und glaubwürdige Geräusche, die die Szenen lebendiger machen.

Das Coverdesign wurde hier angepasst und ein wenig modernisiert, auch der niedliche Drache Hektor, der in dieser Folge nicht vorkommt, hat wegen der großen Popularität seinen Platz gefunden. Lillis Haare sind etwas kürzer, der Look etwas frischer, während die in einem schlichten Prinzessinnen-Kleid und Krönchen im Haar auf einem weißen Pferd reitet – ein mädchenhaftes Cover. Im Inneren gibt es einige Tipps für Seifenblasen.

Fazit: Lillis Ausflug in das Märchenland zu Prinzessinnen und Drachen ist eine witzige und kurzweilige Angelegenheit, ist aber etwas vorhersehbar erzählt worden. Einige lustige oder spannende Momente reihen sich hier aneinander, die zeigen, dass man es als Prinzessin auch nicht immer leicht hat.

VÖ: 21.November 2014
Label: Europa
Bestellnummer: 888430909328


Hexe Lilli – 24. im Wunderland



Erster Eindruck: Ein eisiger Herrscher

Auf der Suche nach neuen Zielen für ihren Hexensprung hat Lilli eine tolle Idee: Zusammen mit ihrem kleinen Flugdrachen Hektor zaubert sie sich mit Hilfe einer Schneeflocke in das Wunderland. Doch dort angekommen erfährt sie von einer großen Gefahr: Fürst Pückler, der Herrscher über die Winterberge, greift immer weiter um sich und bedroht das Frühlingsland. Natürlich will Lilli helfen und macht sich auf die Reise…

Nach einem Ausflug zum jüngeren Ich von Hexe Lilli ist man in der 24. Folge der Serie, die nach den Büchern des Autors Knister entsteht, wieder bei der wohlbekannten Lilli angelangt, die ja mittlerweile zur Oberhexe geworden ist. Dieses mal begibt sie sich in ein Phantasieland, die ganz anderen Gesetzen gehorcht als unsere Welt, sie ist aufgeteilt in verschiedene Länder, in denen jeweils eine Jahreszeit fortgehend vorherrscht. Es macht Spaß, nach dem Ankommen von Lilli dieses Lad zu entdecken, seine Bewohner kennenzulernen und Lilli bei ihrer Reuse zu begleiten, das ist kurzweilig und launig umgesetzt. Abenteuerlich wird es dann, als Lilli und Hektor im Winterland angekommen sind, der dort herrschende Fürst Pückler – lustiges Wortspiel! – zeigt, dass nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Diese Moral ist wie nebenbei eingestreut und passt organisch zu der Geschichte, wirkt nicht aufgesetzt. Wieder eine gelungene Folge von Hexe Lilli, in der wie so oft der freche Hektor für Stimmung und gute Laube sorgt.

Tim Kreuer ist es hier, der als Hektor so viel Freude bereitet. Mit seiner verstellten Stimme spricht er sehr niedlich und putzig, kann mit seinen frechen Kommentaren und witzigen Anmerkungen für gute Stimmung sorgen. Josephine Martz ist hier als Eichhörnchen Nusella zu hören, sie spricht flüssig und locker, passt gut in die Atmosphäre der Serie. Gut gefallen hat mir Christian Rudolf als Fürst Pückler der Grausame, der verschiedene Seiten von sich zeigen kann. In weiteren Rollen sind Lutz Harder, Sven Dahlem und Stephan Benson zu hören.

Hat man schon die vorigen Folgen gehört fällt schnell auf, das hier immer wieder die gleiche Musik zu hören ist. Die fröhliche Titelmelodie passt sehr gut zu der Serie, und auch die anderen Stücke – die teilweise auch schon in Produktionen der 80er Jahre genutzt wurden – können die Stimmung der Geschichte verstärken. Allerdings wirkt die Auswahl auf die Dauer doch etwas eintönig, hier hätte mehr Pfiff nicht geschadet.

Das Wackelbild auf dem Cover ist ja mittlerweile zum Markenzeichen der Serie geworden, und auch hier ist es wieder prächtig anzusehen. Im Hintergrund ist eine phantasievolle Landschaft zu sehen, inklusive Bäume mit rosafarbenen Kronen und dem schneeweißen Eispalast. Lilli sitzt im Vordergrund mit dem Eichhörnchen Nusella auf einer grünen Wiese, während Hektor dank des Wackelbildes immer näher geflogen kommt.

Fazit: Schön, auch mal wieder eine Folge mit der älteren Lilli zu Ohren zu bekommen, die Geschichte im phantasievollen Wunderland gefällt insbesondere wegen der gelungenen Nebenfiguren.

VÖ: 24.Februar 2013
Label: Europa
Bestellnummer: 887654281920


Hexe Lilli – 26. und die Zaubernacht im Kindergarten / und der verrückte Ritter



Erster Eindruck: Chaos mit Hektor und Don Quichotte

In Lillis Kindergartengruppe findet eine Lesenacht statt, wo die Kinder auch übernachten werden. Doch Leo langweilt sich zu Hause ziemlich und durchstöbert deswegen Lillis Zimmer – und findet die Drachenschuppe von Hektor... (Lilli und die Zaubernacht im Kindergarten)
Eigentlich soll die Nachbarin Frau Knorz auf Lilli und Leon aufpassen, doch die beiden können sie überreden, dass sie allein bleiben können. Lilli erinnert sich an die Geschichte von Don Quichotte und erzählt Leon davon. Da kommt ihr eine witzige Idee... (Lilli und der verrückte Ritter)

Hexe Lilli kennt man aus den Hörspielen eher im Schulalter, doch wie auch schon die vorige Folge macht die Serie in Folge 26 wieder einen Sprung und ist wieder eher für Kindergartenkinder konzipiert – dementsprechend ist die Hauptfigur im gleichen Alter. Das ist erst einmal kein Problem, zumal die beiden hier enthaltenen Geschichten recht unterhaltsam sind. Merkwürdig ist es dann aber, wenn frühere Abenteuer von Lilli erwähnt werden, die eigentlich erst später passiert sind. Nun gut, der angesprochenen Zielgruppe wird dies kaum negativ auffallen, von daher ein näherer Blick aus die positiven Seiten, die deutlich überwiegen. In der ersten Episode geht es zunächst vorrangig um Leon, Lillis Nacht im Kindergarten fällt etwas ab und dient insbesondere zur Vorstellung der Situation. Viel spaßiger ist es da mitzuhören, wie Leon Hektor ruft und der putzige Flugdrache unbedingt zu Lilli will. Gerade im letzten Drittel der Geschichte geht es spannend und witzig zu, Lilli kommt hier ganz schön in Nöte. In der zweiten Episode geht es recht schnell chaotisch zu, Don Quichotte taucht schon kurz nach dem Start auf und bringt alles durcheinander. Hier kommt es weniger auf die Handlung an als auf witzige und turbulente Momente, die eng aneinandergereiht sind. Frau Knorz, die etwas unleidliche Nachbarin bringt zusätzliche Würze mit ein. Zwei gelungene Geschichten um die junge Lilli ohne viel brimborium und mit Konzentration auf eher alltägliche Situationen, die durch Hexerei durcheinander geraten.

Sascha Draeger spricht den putzigen (und etwas pummeligen) Drachen Hektor und klingt dabei sehr niedlich und putzig, kann seine Aufregung und Sorge um Lilli gut umsetzen. Frau Pisak, die unfreundliche Hausmeisterin des Kindergartens wird von Katja Brügger gesprochen, die ihre Stimme sehr hart klingen lässt und immer einen sehr genervten Unterton mitschwingen lässt. Peter Weis spricht den ebenso aufgedrehten wie witzigen Don Quichotte mit Leidenschaft und Temperament, sodass eine wirklich interessante Figur entsteht. Weitere Sprecher sind unter anderem Kerstin Draeger, Kim Mayhew und Sabine Hahn.

Nach dem kurzen und instrumentalen Titelsong folgt bei beiden Episoden eine nicht ganz kurze Einführung um Lilli, die gerade für kleinere Kinder ein guter Start ist. Ansonsten ist nicht allzu viel an Musik zu hören, um die kleinen Zuhörer nicht von den Dialogen abzulenken. Dafür sind recht zahlreiche Geräusche zu hören, die die einzelnen Handlungen erklären und so einen intensiveren Eindruck von den Szenen hinterlassen.

Auf dem Cover ist ein Motiv von der ersten Geschichte zu sehen, bei dem Lilli, Leon, Hektor und jede Menge Bücher zu sehen sind, verziert mit kleinen Wolken und Sternchen. Ein weiteres kleines Bild in der rechten unteren Ecke zeigt zudem die beiden Geschwister mit Don Quichotte. Im Inneren gibt es neben den üblichen Produktionsangaben und einer übersichtlichen Trackliste ein kleines Spiel für Kinder im Kindergartenalter.

Fazit: Bei der Zaubernacht wird es spannend und mit Hekor niedlich, bei Don Quichotte chaotisch und witzig – zwei gelungene kleine Geschichten um die jüngere Lilli.

VÖ: 23.November 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 887254425823


Hexe Lilli – 25. und der kleine Eisbär Knöpfchen



Erster Eindruck: Alles neu bei Hexe Lilli

Bei einem Zauberspruch von Lilli geht einiges schief. Eigentlich wollte sie nur einen kleinen, niedlichen Eisbären herbeihexen, doch dann liegt im ganzen Zimmer Schnee. Und auch bei ihrem Bruder Leon ist einiges los… (und der kleine Eisbär Knöpfchen)
Beim Spielen möchte Lillis Bruder Leon Amerika entdecken wie einst Christoph Kolumbus. Lilli will ihm dabei helfen und hext einige Zaubersprüche. Doch was wird Mama dazu sagen? (entdeckt Amerika)

Einen starken Umbruch in der Serie „Hexe Lilli“ von Europa gibt es in Folge 25: In der Kontinuität der Serie ist Lilli eigentlich zur Oberhexe geworden und hat die Zauberei ziemlich gut im Griff, nun springt man einige Jahre zurück, die Geschichten richten sich nun auch an jüngere Kinder ab 3 Jahren. Auch die Sprecher wurden komplett ausgewechselt, ältere Lilli-Fans werden sich anfangs also ziemlich wundern. Neu ist auch, dass nun zwei abgeschlossene, kürzere Geschichten zu hören sind, die sich beide mehr auf durch Lilli angerichtetes Hexenchaos beziehen. Das ist kindgerecht erzählt und macht der anvisierten Zielgruppe sicherlich Spaß, ist für ältere Kinder aber wohl etwas zu einfach gestrickt. Der Niedlichkeitsfaktor spielt bei der Eisbärgeschichte und dem putzigen Knöpfchen eine große Rolle, während bei der Amerika-Folge mehr Abenteuer-Feeling herüberkommt. Der Umbruch kommt überraschend und wird nicht allen Fans gefallen, für jüngere Kinder sind diese Geschichten aber ein schöner Einstieg in die Hörspielwelt.

Lilli wird nun von Julia Fölster gesprochen, die pfiffig und witzig klingt, in den etwas turbulenteren Szenen kann sie die zusätzlich Spannung auch mit ihrer Stimme nachzeichnen. Malon Stahlhuth spricht Lillis jüngeren Bruder Leon mit viel Charme, klingt aber manchmal etwas hölzern, mit der Zeit wird er aber sicherlich mehr Spontanität entwickeln. Neuer Erzähler ist Oliver Böttcher, der mit Witz und einem Gespür für den richtigen Moment an die Sache heran geht. Saskia Weckler, Heikedine Körting und Stefanie Kirchberger sind weitere Sprecher dieser Folge.

Auch die Titelmelodie wurde ausgetauscht, ist nun nicht mehr ganz so schwungvoll, kann aber mit einem hübschen Arrangement und einer netten Melodie für Kinder eine gute Wahl sein. Hörspielkennern könnte sie noch von der 80er-Jahre-Serie Pops, der Sternenjunge bekannt sein. Während der Handlung ist weniger Musik eingesetzt, hier sind dafür einige passende Geräusche eingesetzt.

Rein am Cover ist leider nicht erkennbar, dass dieser Bruch passiert ist. Zwar hat das Bild hier einen hellblauen Rahmen bekommen, ein entsprechender Hinweis wäre aber eine gute Sache gewesen – dieser verbirgt sich auf der Rückseite. Das Titelmotiv zeigt mit dem verschneiten Kinderzimmer eine Szene aus der Folge, Lilli und Leon sind im lustigen Comic-Stil darauf zu sehen, und auch Knöpfchen darf natürlich nicht fehlen.

Fazit: Ein Hörspiel für jüngere Kinder und da sicher auch eine gute Wahl, die älteren Lilli-Fans dürften aber stark verwundert sein und mit dieser verjüngten Version nicht viel anfangen können.

VÖ: 21.September 2012
Label: Europa
Bestellnummer: 887254086321


Hexe Lilli – 23. Die Reise nach Mandolan



Erster Eindruck: Ein Großwesir in Not

Kaum ist Lilli die neue Superhexe geworden, bekommt sie auch schon einen Hilferuf aus einem fernen Königreich. In Mandolan wirft der Thron immer wieder den Herrscher von allein ab, und Lilli soll einen Gegenzauber finden. Das ist gar nicht so einfach, und dann erfährt sie auch noch, dass in der Wüstenstadt einiges im Argen liegt...

Innerhalb der Serie „Hexe Lilli“, die nach den Büchern von Knister im Tonstudio Europa als Hörspiel umgesetzt wird, bleibt nicht alles beim Alten, Entwicklungen sind durchaus spürbar umgesetzt. So ist Lilli nun zur Superhexe geworden und damit erste Ansprechpartnerin in allen Fragen in Sachen Magie. Das eröffnet der Serie natürlich völlig neue Möglichkeiten, was in der 23. Folge auch gut ausgenutzt wird. Hier ist nicht nur die Reise per Hexensprung Ausgangspunkt wie in vielen vorigen Folgen, sondern auch ein magisches Problem. Doch in dieser Folge steckt noch mehr, im Laufe der Zeit erfährt Lilli immer mehr über das Land, kann sogar ein großes Komplott aufdecken und lernt wie immer neue, interessante Charaktere kennen. Schön ist auch, dass der kleine witzige Drache Hektor zwar vorkommt und seine feste Rolle eingenommen hat, aber nicht überpräsent ist. So sind seine Auftritte echte Highlights, lockern die Handlung auf und machen einfach Spaß, ohne dass das Besondere verloren geht oder der Drache einem auf die Nerven gehen kann. Eine sehr flüssig erzählte, spannende und witzige Folge, die eine runde Angelegenheit ist.

Die Auswahl der Sprecher ist gelungen, jeder kann seine Rolle glaubwürdig ausstatten. Als Großwesir Guliman ist Tim Grobe zu hören, der den Witz der Figur gut erkannt hat und immer wieder herrlich jammert. Hofmagier Abrasch ist eine zwielichtige Gestalt, dessen Heimtücke durch das gekonnte Spiel von Wolf Frass sehr gut zur Geltung kommt. Gut gefallen hat mir auch Eberhard Haar als Nandi gefallen, der hier einen rundum positiven Eindruck hinterlässt. Weitere Sprecher sind Julia Fölster, Achim Schülke und Jesse Grimm.

Die Musik stammt wie immer aus den Archiven des Labels, die aus einem großen Fundus schöpfen, Wiederholungen aber auftauchen. Und so wird hier häufig eine Melodie eingesetzt, die für eine andere Serie von Europa sehr prägend war und Hörspiel-Fans unweigerlich diese Assoziation haben werden. Die Geräusche fügen sich wie immer gut in die Dialoge ein.

Äußerlich hat diese Serie insbesondere eines geprägt: Ein Wackelbild als Cover. Auch hier ist Lilli, die zusammen mit Hektor auf einem Elefanten reitet, gleich in zwei Posen zu sehen. Im Inneren findet sich immer ein zusätzliches Gimmick, und so ist neben den üblichen Angaben zur Produktion noch ein kleines Suchspiel zu finden, das auf der Internetseite aufgelöst wird.

Fazit: Hexe Lilli macht mit dieser kurzweiligen und vielseitigen Folge wieder so richtig Spaß!

VÖ: 16.September 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886978880826


 Hexe Lilli – 23. Das Buch des Drachen



Erster Eindruck: Wie alles begann...

Dass Lilli zur Hexe wurde, als sie das mächtige Zauberbuch der alten Surulunda Knorx bekommen hat, wird wohl jeder wissen. Doch wie ist sie an das mächtige Werk gekommen? Alles fing damit an, dass der Magier Hieronymus eine Weltbeherrschungsmaschine bauen will und dafür das Buch benötigt. Surulunda will es unbedingt vor ihm in Sicherheit bringen...

Hexe Lilli begeistert nicht nur die Leser des Autors Knister, sondern mittlerweile seit mehreren Jahren auch die Hörspielwelt und sogar Kinobesucher. Der gleichnamige Film mit dem animierten Drachen Hektor erzählt die Vorgeschichte, wie Lilli an das magische Buch gekommen ist – und genau diese Geschichte wird jetzt auch von der 23. Folge der Hörspielserie aufgegriffen. Dabei wird auch ein wenig die dunkle Seite der Serie hervorgekehrt, denn währenddessen die übrigen Folgen eher niedlich und humorvoll sind, sind die Szenen mit dem dunklen Magier Hieronymus für die jüngere Zuhörerschar durchaus ziemlich gruselig – was aber durch die liebenswert schusselige Surulunda Knorx und besonders den niedlichen Drachen Hektor abgemildert wird. Die Geschichte wird dabei sehr gut erzählt und erfährt recht viele Wendungen und überraschende Momente, verliert aber trotzdem nicht den Flair, der der Serie ansonsten innewohnt: In komischen Situationen darf auch gelacht werden, und Lilli versprüht wieder jede Menge Charme. Warum nun allerdings die Betonung auf Hektor auch in der Hörspielserie sein muss, habe ich nicht so ganz verstanden, denn auch ohne den Drachen wurden bisher sehr kreative und liebevolle Geschichten erzählt, während der Drache mit seiner witzigen Attitüde doch eher auf Humor abzielt. Diese Folge unterscheidet sich recht deutlich von dem Rest, bietet aber trotzdem gute Unterhaltung.

Der Stammcast der Serie ist natürlich geblieben, und so ist auch Tim Kreuer wieder als Hektor zu hören, der mit putzigem Klang für viele erheiternde Momente sorgt und hörbar Spaß an der Rolle hat. Wolf Frass darf als Hieronymus wieder seiner dunkle Seite zeigen und kann seiner Stimme eine furchteinflößende Note verleihen, die der Figur den nötigen Nachdruck verleiht. Katja Brügger spricht Surulunda Knorx, auch sie passt sehr gut zu der Rolle und kann sie gut darstellen. Weitere Sprecher sind Patrick Bach, Marion von Stengel und Jesse Grimm.

Neben der Geschichte hat auch die akustische Untermalung ein wenig an Düsternis hinzugewonnen, was sich besonders in den Szenen mit dem bösen Zauberer Hieronymus zeigt. Hier erhalten die Sprecher starke Unterstützung durch atmosphärische Musik, aber auch die spaßigen Momente sind gut und wesentlich fröhlicher umgesetzt worden.

Lilli läuft auf dem Cover durch ein Haus voller Treppen, welches auch in der Handlung eine wichtige Rolle spielt, während sie das Zauberbuch unter den Arm geklemmt hat und Hektor über ihr fliegt. Das Besondere daran ist, dass es sich um ein Wackelbild handelt: Kippt man es, bewegt Hektor sich plötzlich und der Hexe Lilli Schriftzug erscheint in anderen Farben.

Fazit: Diese Vorgeschichte zu der Serie weicht stark von den übrigen Folgen ab und bringt ganz neue Elemente mit ein, die die gesamte Wirkung verändern.

VÖ: 11. Februar 2011
Label: Europa
Bestellnummer: 886972139924

 

Hexe Lilli - 22. und Hektors verzwickte Drachenprüfung



Erster Eindruck: Brezelschnappen und Rätselraten

Hexe Lilli beschließt, ihren Freund, den verfressenen Flugdrachen Hektor mal wieder zu besuchen. Tatsächlich hat der Lillis Hilfe dringend nötig, denn seine Drachenprüfung steht kurz bevor. Unerlaubterweise schaut Lilli zu und merkt schnell, dass mit dem dreiköpfigen Drachen Uruguru etwas falsch läuft...

Ein neues Abenteuer von Hexe Lilli steht bevor, und nachdem der putzige Drache Hektor im Kinofilm schon viele Fans gefunden hat, hat er nun auch in den Hörspielen seinen großen Auftritt. Und wirklich kann das feuerspuckende Fabelwesen immer wieder für witzige, skurille und äußerst niedliche Momente sorgen und ist das Tüpfelchen auf dem "i" dieser Folge. Grundlage ist der Wettkampf um die Drachenlizenz, bei dem ein Kanditat ordentlich bevorzugt wird. Dies geht durchaus spannend voran, immer wieder gerät Lilli in Gefahr, die Prüfungen sich abwechslungs- und einfallsreich. Die Figuren sind gut gelungen, seien es die vielen Drachen, der Leiter des Wettkampes Trotzdemus oder Madame U, die mit einem kleinen Sprachfehler für ein typisches Motiv bei Kinderhörspielen sorgt. Eine rundum gelungene Folge, die mit witzigen Einfällen zu überzeugen weiß.

Als Hektor ist Tim Kreuer zu hören, der wie oben bereits geschrieben eine putzige Vorstellung abliefert. Holger Mahlich spricht Uruguru und stellt den Drachen, der offensichtlich etwas im Schilde führt, gekonnt mit lauter, dröhnender Stimme dar. Sehr überzeugend ist Tina Eschmann als Madame U, einer Komplizin von Uruguru, die anstelle eines "u" immer ein "ü" spricht und somit neben der gelungenen Darstellung des Charakters für viel Spaß sorgt. Weitere Sprecher sind Wolf Frass, Eberhart Haar und Gerhart Hinze.

Akkustisch ist diese Folge erneut sehr ausbalanciert, Sprecher, Geräusche und Musik bilden eine harmonsche Einheit. So fällt es leicht, sich in die Geschichte hineinzuversetzen, wobei auch Kinder nicht mit zu lauten oder zu vielen Sounds überfordert werden. Die Titelmelodie ist ebenso unaufdringlich, hat aber trotzdem Wiedererkennungswert.

Großes Lob gebührt wieder dem Titelbild, denn die Serie liefert da immer etwas sehr Besonderes: Ein Wackelbild, auf dem Lilli und Hektor schön in Szene gesetzt werden. Im Inneren ist neben den üblichen Informationen noch ein Rezept für leckere Drachenbrezeln zu finden.

Fazit: Hektors Drachenprüfung ist eine unterhaltsame und spaßige Angelegenheit, die mit vielen Einfällen überzeugen kann.

VÖ: 12. Februar 2010
Label: Europa
Bestellnummer: 88697613512


Hexe Lilli - 21. in Lilliput



Erster Eindruck: Riesengroßer Spaß

Lilli wundert sich, warum die Lilliputaner, die wegen Gullivers Reisen so bekannt sind, fast genauso heißen wie sie selbst. Klar, dass sie der Südseeinsel sofort einen Besuch abstatten will. Doch ihre Hexerei mit dem Fernglas muss irgendwie schief gelaufen sein, denn sie ist genauso groß wie Mougoul, einem Lilliputanermädchen. Als sie sich dann in ihr Zimmer zurückhext, gibt es eine böse Überraschung...

Mit einem Kinofilm dürfte Hexe Lilli, das magisch begabte Mädchen aus der Feder von Knister, nun auch einem etwas breiterem Kinopublikum bekannt sein. Die Hörspielumsetzungen bringen es mittlerweile mit "Hexe Lilli in Lilliput" auf 21 Folgen, und auch diese neueste Folge versprüht viel Charme. Inspiriert von dem Buch "Gullivers Reisen" von Jonathan Swift will Lilli auf die Südseeinsel Lilliput und hat wie immer mit einigen Problemen zu kämpfen. So ist die Geschichte eigentlich zweigeteilt, denn bevor sie in ihrer normalen Größe ankommt, erlebt sie ein kleines, lustiges und spannendes Abenteuer in ihrem Zimmer. Der zweite Teil der Geschichte ist ähnlich gestrickt wie dir Vorgängerfolgen: Sie lernt die Eigenheiten des kleinen Volkes kennen und hilft ihnen in einer bedrohlichen Situation. Das ist dann nicht mehr sonderlich innovativ, trotzdem ist die Geschichte einfach bezaubernd und überzeugt mit viel Charme und lustigen Einfällen, die sowohl den kleineren als auch den größeren Zuhörern Spaß machen dürften.

Zu Anfang des Hörspiels klingt Thea Frank, Sprecherin von Hexe Lilli, etwas zu alt für die Rolle, im Laufe der Zeit fällt dieses aber nicht mehr so stark auf. Weiterhin klingt sie sehr vergnügt und sympathisch. Als Lilliputanermädchen Mougoul ist Saskia Weckler zu hören, auch sie haaucht ihrer Figur Leben ein und sorgt dafür, dass man sich auf die Geschichte einlassen kann. Mit Thomas Fritsch ist die Rolle des Kaisers Aururom hochkarätig besetzt, denn auch hier hört man die jahrelange Erfahrung einfach heraus. Weitere Sprecher sind Dietmar Mues, Patrick Bach und Micaela Kreißler.

Die Musik stammt wieder aus den umfangreichen Archiven von Europa, sodass aufmerksamen Hörspielhörern recht viele Melodien bekannt vorkommen dürften. Das macht aber nichts, denn diese sind sehr geschickt, abwechslungsreich und passen platziert, sodass sie immer zum aktuellen Geschehen passen und die Situationen gut untermalen. Nur ein wenig mehr Südseegefühl hätte ich mir noch gewünscht.

Das Cover ist wieder nicht nur sehr liebevoll gezeichnet, sondern bietet zusätzlich wieder eine kleine Besonderheit: Es ist ein Wackelbild, sodass man beim Kippen der Hülle gleich zwei Bilder betrachten kann. Auch die restliche Aufmachung kann sich sehen lassen.

Fazit: Eine weitere unterhaltsame und lustige Geschichte von Hexe Lilli, der ich sehr gerne gelauscht habe.


Hexe Lilli - 20. fliegt zum Mond

Erster Eindruck: Lilli erobert den Weltraum

Lilli besucht mit ihrer Klasse ein Raumfahrtmuseum, dort werden ihnen auch echte Steine vom Mond gezeigt, da kommt in Lilli die Idee auf, sich mit Hilfe ihres Hexensprunges auch mal auf den Mond zu wagen. Aber sie braucht etwas vom Mond, damit sie sich dort hin hexen kann, aber was? Dann hat Lilli eine Idee, sie hext sich erst in das Museum um dort an einen Mondstein zu kommen und mit seiner Hilfe würde sie sich dann auf den Weg zum Mond machen. Wird Lilli unbemerkt in das Museum kommen und landet sie wirklich auf dem Mond?

Mit "Hexe Lilli fliegt zum Mond" legt Europa unter der Regie von Heikedine Körting die mittlerweile 20. Folge dieser Serie nach den Büchern von Knister vor. Auch diesmal ist die Geschichte wieder sehr kindgerecht, bei der die Zuhörer auch einiges über die Mondgeschichte vermittelt bekommen. Und so, wie das bei Hexe Lilli bisher immer war, kommt auch der Spaß und das Abenteuer nicht zu kurz. Die Story ist sehr schön umgesetzt worden, was nicht zuletzt an der tollen Buchvorlage liegt.

Als Hexe Lilli ist auch diesmal wieder Thea Frank im Einsatz, seit Mitte der 90er Jahre im Einsatz. Mit viel Liebe haucht sie der kleinen Hexe Leben ein. Wie immer auch dabei Leon, Lillis kleiner nerviger Bruder den sie aber sehr lieb hat, im Laufe der Jahre wurde er von verschiedenen Leute gesprochen, hier ist nun Lukas Sperber zu hören. Weiter zu hören sind einige Europa-Bekannte wie Kerstin Draeger, Gernot Endemann und Lutz Mackensy. Jede Rolle ist passend besetzt und man merkt, dass alle Beteiligten mit viel Spaß bei der Sache waren.

Was soll man zu den Geräuschen noch schreiben, jeder, der seit Jahren Hörspiele aus dem Hause Europa hört, kennt so ziemlich jedes Geräusch das vorkommt. Allerdings muss erwähnt werden, dass die Effekte nicht alt klingen, sie passen nach wie vor in die Hörspiele und haben über die Jahre einen Wiedererkennungswert entwickelt. Die Musik, die hier zum Einsatz kommt, fügt sich auch ohne Mängel in das Hörspiel ein.

Das Cover zeigt Hexe Lilli auf dem Mond und die Sportrakete mit der sie dann wieder heimfliegt. Die Illustration aus der Feder von Birgit Rieger ist wieder mal gelungen, nicht zu bunt, aber dennoch aussagekräftig. Was ich nach wie vor sehr schon finde ist die Idee mit dem Wackelcover, so kommt noch eine Menge Bewegung in die ganze Sache.

Fazit: Hexe Lilli ist eine schöne Kinderserie die viel Charme besitzt und viel Spaß beim zuhören macht. Schade nur, dass so wenig Folgen erscheinen, das mag aber daran liegen, dass man hier auf die Buchvorlage von Knister angewiesen ist

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