Foster – 11. Hinter dem Spiegel

Foster - 10. Das Böse im Guten

Foster – 9. Das Tote-Welt-Phänomen

Foster – 8. Der Zerstörer

Foster – 7. Im Körper eines Menschen

Foster – 6. Ein Dämon mir zu dienen

Foster – 5. Die Hexe

Foster – 4. Todeshochzeit

Foster – 3. Die Pforte zur Verdammnis

Foster – 2. Das Erlöschen des Lichtes

Foster – 1. Prolog: Die Seele eines Dämons


Foster – 11. Hinter dem Spiegel



Erster Eindruck: Tiefe Einblicke...

Foster ist verschwunden, wie vom Erdboden verschluckt, ohne eine wirkliche Spur zu hinterlassen. Bei der Suche nach ihm müssen sogar einige recht ungewöhnliche Allianzen bilden, doch nur er kann einen Krieg verhindern, der die ganze Welt ins Chaos stürzen würde. Foster ist währenddessen in seiner ganz eigenen Hölle eingesperrt und kann sich von selbst nicht befreien...

Wenn die Folge einer Hörspielserie mit einem fiesen Cliffhanger endet, erwartet man für gewöhnlich eine Auflösung in der darauffolgenden Episode. Oliver Döring hat genau dies in der elften Folge seiner düsteren Mystery-Serie „Foster“ jedoch nicht getan, sondern setzt an einem ganz anderen Punkt an – nicht die einzige Überraschung, die der Hörer hier erleben kann. Denn hier werden mal wieder ganz andere Wege eingeschlagen, man muss sich auf eine neue Szenerie einstellen und beschäftigt sich beim Hören mit der Psyche, den dunkelsten Abgründen der Hauptfigur. Das ist atmosphärisch, aber auch etwas verworren, so ganz leicht steigt man nicht durch die Szenen. Der Handlungsstrang in der realen Welt ist da schon eingängiger in Szene gesetzt und enthält einige starke Szenen, die Dynamik der Folge sorgt dabei mit den schnellen Wechseln für einen flüssigen Verlauf. Interessant ist auch, dass eine weitere ungeschriebene Regel des Genres gebrochen wird und auf Actionszenen weitgehend verzichtet, sodass eine sehr eigenständige Stimmung erzeugt wird. „Hinter dem Spiegeln“ setzt zwar die Ereignisse um den Kampf mit Sebul gekonnt fort, findet dafür aber neue Wege. Dabei wird dem Hörer viel Aufmerksamkeit abverlangt, was aber mit einer sehr dichten Stimmung versehen wurde.

Hans Bayer ist in der Rolle der Sergei Andropow zu hören und passt wunderbar zu der düsteren Ausstrahlung der Serie, seine Passagen setzt er mit viel Energie und treffender Betonung um. Maximiliane Häckle spricht die Dunja Ivanova mit hartem, leicht abgehacktem Klang und lässt die Russin so in einer ganz eigenen Aura leuchten, was auf mich einen sehr positiven Eindruck gemacht hat. Auch Antje von der Ahe ist als Jazz wieder in Hochform und setzt den individuellen Charakter auf ihre ganz eigene Weise um. Weitere Sprecher sind Gerrit Schmidt-Foß, Frank Glaubrecht und Julia Kaufmann.

Akustisch ist Oliver Döring und seinem Team hier wieder ein sehr eindrucksvolles Werk gelungen, das für jede Szene die passende Umsetzung parat hat. Die Szenen um Foster wirken so sehr atmosphärisch und düster, während sich die Momente in der Realität auch akustisch hiervon absetzen. Das gilt sowohl für die stimmungsvolle Musik als auch für die Geräusche, wobei sich die Kulisse hier mehr zurückhält als in den übrigen Folgen.

Ein Mann kniet im Schein der untergehenden Sonne auf dem Boden, einen Blumenstrauß in der Hand, das Haupt gesenkt. Doch dieses melancholische Cover wird wieder gebrochen durch die reptilienartigen, böswilligen Augen, die über dieser Szenerie schwebt und in den Farben des Hintergrundes gehalten ist – sehr ansehnlich.

Fazit: „Foster“ schafft es mal wieder, zu überraschen und Neues auszuprobieren. So ist die sehr intensive Beschäftigung mit Fosters Seelenleben eine etwas anstrengende, aber auch lohnenswerte und intensive Angelegenheit. Durch die Szenen um Jazz und das ungewöhnliche Bündnis kommt mehr Dynamik und Spannung mit in die Folge.

VÖ: 22. Dezember 2017
Label: Imaga
Bestellnummer: 978-3-946207-28-3


Foster - 10. Das Böse im Guten



Erster Eindruck: Die Reise nach Moskau

Während sich Foster und Jazz weiter annähern, erreicht den übernatürlichen Ermittler eine ungewöhnliche Nachricht. Denn in Russland hat ein von den Behörden verfolgter Mann, der sich in die britische Botschaft retten konnte, explizit nach dem Geisterjäger verlangt. Sofort macht er sich auf den Weg nach Moskau, und trifft dort auf seinen russischen Kollegen Artjorn...

Mit „Das Böse im Guten“ startet Oliver Döring das dritte Buch seiner ebenso düsteren wie schwarzhumorigen Mystery-Hörspielseire „Foster“. Dabei müssen natürlich neue Handlungsstränge aufgelegt werden, wobei hier auch einige bereits bekannte Elemente vertieft werden. So gibt es noch recht am Anfang eine sehr interessante Szene, wie sich Foster und Jazz in einem kleinen Machtspiel verlieren, bei der Jazz ein recht undurchsichtiges Spiel treibt. Und natürlich ist auch der Oberdämon Sebul wieder Thema, auch wenn er die Fäden aus dem Hintergrund zieht. Die Haupthandlung spielt sich dann in Russland ab, was ziemlich actiongeladen ist. Auch das Tempo ist dabei ziemlich hoch, wobei sich die Geschichte über mehrere Ebenen hinweg entwickelt – man muss sich der Handlung also schon mit etwas Aufmerksamkeit widmen, um alle wichtigen Einzelheiten mitzubekommen. Da sich die Spannung immer weiter steigert und die Atmosphäre dicht und beeindruckend ist, fällt dies aber glücklicherweise recht leicht. Das Finale ist dann der packende Höhepunkt – und endet dann abrupt in einem fiesen Cliffhanger. „Das Böse im Guten“ will vielleicht manchmal etwas zu viel erzählen und hetzt sich dann durch die Handlung, aber auch hier wird wieder sehr intensive und düstere Unterhaltung geboten – schließlich steht die nächste Apokalypse kurz bevor...

Michael Iwannek ist in der Rolle des Artjom quasi das russische Gegenstück zu Foster und liefert auch eine ähnlich intensive Leistung ab, schafft eine raue und vierschrötige Figur mit derbem Humor, die sehr gut in die Atmosphäre der Serie passt. Maximiliane Häcke ist als Dunja Ivanowa ebenfalls sehr gut besetzt, sie wirkt in ihren Szenen sehr präsent und kann die verschiedenen Gefühlsregungen der Frau sehr präzise umsetzen. Und natürlich ist auch Thomas Nero Wolff wieder in der Hauptrolle dabei, die er mit seinem typischen, dunklen Humor umsetzt und dem Hörer wieder sehr viel Spaß bereitet. Weitere Sprecher sind Hans Bayer, Erich Räuker und Berenice Weichert.

Natürlich darf man sich hier auch auf eine hervorragende akustische Umsetzung freuen, die den Vorgängern in nichts nachsteht. Jede einzelne Szene hat eine passende Hintergrundgestaltung bekommen und sorgt so für einen packenden Ausdruck. Dabei gehen Musik und Geräusche eine sehr gelungene Symbiose ein und lassen besonders die unterirdischen Szenen beklemmend wirken.

Ein düsterer, äußerst bedrohlich wirkender Schatten ragt auf dem Cover mit rot leuchtenden Augen empor und starrt wütend den auf dem Boden kauernden Mann, der die Hände voller Entsetzen auf seine Ohren geschlagen hat. Das detailreiche Cover punktet mit seinem gelungenen Spiel aus Licht und Schatten und passt sehr gut in die bisherige Covergalerie.

Fazit: Der Auftakt zum dritten Abschnitt von Foster ist sehr tempo- und actionreich geraten, wobei ganz unterschiedliche Szenarien gezeigt werden. Dabei geht es wieder düster mit wunderbar trockenem Humor versehen zu, wobei alte Handlungsstränge mit den neuen Elementen verknüpft werden. Das macht auf jeden Fall Lust auf mehr!

VÖ: 24. November 2017
Label: Imaga
Bestellnummer: 978-3-946207-27-6


Foster – 9. Das Tote-Welt-Phänomen



Erster Eindruck: Jeder kennt jeden...

Nach dem Biss von Jazz ist Foster mit neuen Kräften ausgestattet – und diese hat er auch bitter nötig, denn eine neue Bedrohung bedroht die ganze Weltordnung. Denn der Höllenfürst Moreor macht sich ein bekanntes Prinzip zum Nutzen, doch noch ist nicht klar, wo er zuschlagen wird, sodass Foster die ganze Macht des Militärs ausnutzen muss – sofern ihm dies zur Verfügung stünde...

Mit „Das Tote-Welt-Phänomen“ schließt Oliver Döring das zweite Buch der Hörspielserie Foster. Dabei wird der Handlungsstrang der Serie wieder stark voran getrieben, sodass diese Episode ihren festen Platz im Gefüge hat – man kann sie nicht einfach auslassen, ohne etwas Wichtiges zu verpassen. Und dennoch schafft die Folge eine ganz eigene Stimmung mit einer individuellen Geschichte, und diese ist wie immer sehr energiereich erzählt. Die Ereignisse werden dicht aneinander gereiht, das Tempo ist dementsprechend hoch, dennoch werden alle Elemente ausreichend beleuchtet und entfalten so ihre Wirkung. Dreh- und Angelpunkt ist dabei der hinterhältige Plan von Moreor, dem eine sehr interessante Idee zugrunde liegt und die Bedrohung durch den Höllenfürsten sehr greifbar werden lässt. Doch auch Jazz – zu Beginn des Buches noch eine ganz normale Frau – spielt wieder eine gewichtige Rolle und baut ihre mysteriöse Aura dabei noch weiter aus. Zum Finale hin spitzt sich die Lage natürlich noch einmal deutlich zu, hier wird ein wahres Feuerwerk gezündet. Das verlangt wieder viel Aufmerksamkeit vom Hörer, man verliert schnell den Anschluss, wenn man nicht alle wichtigen Informationen aufnimmt. Doch das ist gerade das Reizvolle an dieser hervorragenden Mystery-Serie mit diesem packenden Staffel-Finale.

Asad Schwarz hat mich in seiner Rolle als Sniffer vollkommen überzeugt. Er passt wunderbar in die harte Atmosphäre der Folge und sorgt mit einigen Kommentaren für einen hübschen Humor-Faktor. Frank Glaubrecht ist wieder als Gerald Norris mit dabei und sorgt mit seiner markanten Stimme für viele prägnante Momente und einen sehr authentischen Ausdruck. Und auch Gerrit Schmidt-Foß bringt die Rolle des Kyle Jones wieder wunderbar herüber und bringt die Rolle auf den Punkt. Weitere Sprecher sind Frank Röth, Detlef Bierstedt und Natascha Geisler.

Die Umsetzung von Musik und Geräuschen ist wie immer bei Oliver Döring äußerst präzise und nicht gerade zurückhaltend. Passend zur Handlung kracht und knallt es an allen Ecken und Enden, die actiongeladene Szenerie wird dadurch sehr gut unterstützt. Aber auch die etwas leiseren Momente werden mit passender, stimmungsvoller Musik unterlegt, die die Atmosphäre immer sehr dicht wirken lassen.

Eine junge Frau steht mit dem Rücken zum Betrachter spärlich bekleidet zum Betrachter und zieht sich gerade eine gelbe Bluse über, während sich von hinten ein blut- und dreckverschmierter Mann nähert – das Cover ist im modernen Comicstil gehalten und sticht etwas aus der bisherigen Galerie heraus, ist aber ansprechend gelungen. Die vorherrschenden Farben grün und schwarz sind auch im Inneren des Booklets zu finden.

Fazit: Präzise, temporeich, spannend – Oliver Döring bietet seinen Zuhörern wieder das, was man von ihm gewohnt sein darf. Dabei setzt er nicht nur auf eine stetige Weiterentwicklung der Serienhandlung, sondern auch auf eine eigenständige und sehr spannende Geschichte. Toll, wie die vielen losen Fäden hier zu einem packenden Finale zusammengeführt wurden.

VÖ: 1. September 2017
Label: Imaga
Bestellnummer: 978-3-946207-23-8


Foster – 8. Der Zerstörer



Erster Eindruck: Der Schlüssel zum Krieg...

Nicht nur Foster hat längst erkannt, dass der Schlüssel im Kampf gegen das Böse in Jazz liegt. Und so macht er sich auf, um sie aus ihrer Gefangenschaft zu befreien – gegen den Willen seiner Vorgesetzten. Doch dann wartet auch schon der nächste Fall auf den Dämonenjäger, der ihn zu einem hochrangigen Politiker führt...

„Der Zerstörer“ - ein Titel, der an ein riesiges Wesen denken lässt, dass wie einst Godzilla durch die Straßen zieht und wahllos Häuser, Autos und insbesondere Menschen zerstört. Doch für die so betitelte achte Folge von Foster hat Oliver Döhring mal wieder einen anderen Weg gewählt und stellt den Zerstörer ganz anders dar, und gerade in den letzten Szenen ist das unglaublich beängstigend und gruselig geraten. Auch wenn man im entscheidenden Moment schon eine Ahnung hat, in welche Richtung sich dies entwickeln wird, nimmt dies keineswegs den Schrecken aus diesen Szenen, die wahrlich zelebriert und sehr gut ausgeführt werden. Dem vorgeschaltet ist noch eine wichtige Szene, die die Ereignisse aus den vorigen Folgen fortsetzt und erneut Jazz als Schlüsselfigur im Krieg der Mächte positioniert. Dabei kommt dann auch die schillernde Figur von Foster wieder sehr gut zur Geltung, sein unkonventioneller Auftritt sorgt auch hier wieder für die ganz spezielle Ausstrahlung der Serie. Eine packende und wie immer düstere Episode der Serie, die mit einigen sehr gut platzierten Wendungen und einem dramatischen Finale bestens unterhält.

Thomas Nero Wolff ist natürlich wieder als Foster mit dabei, seine markante Sprechweise und der gut dargestellte finstere Humor der Figur machen auch hier wieder viel Spaß. Sebastian Rüger spricht die Rolle des Bill sehr eindringlich und kraftvoll, seine Szenen kommen durch in gut zur Geltung. Luisa Wietzorek hat mich völlig begeistert, sie ist als kleine Lisa sehr variabel und setzt immer wieder überraschende Akzente. Weitere Sprecher sind Philipp Schepmann, Marion von Stengel und Bernd Vollbrecht.

Gut gefallen hat mir auch hier wieder die akustische Umsetzung der Folge, die sich an dem Klang der vorigen Episoden orientiert und dennoch einige eigenständige Elemente mit einbringt. So ist die Musik wieder sehr düster und unheilvoll, steigert sich während der Handlung immer weiter und betont die jeweilige Stimmung sehr gekonnt. In einigen der brutaleren Szenen sind die Geräusche sehr plastisch im Einsatz, aber auch ansonsten sorgen sie für eine sehr präsente Stimmung.

Das Cover zeigt eine ziemlich dämonische Erscheinung mit einem rotäugigen Gesicht, das ansonsten aus Nebelschwaden zu bestehen scheint. Sie fliegt über eine erleuchtete Großstadt, was eine sehr gute Ergänzung darstellt. Ergänzt durch den knallgrünen Schriftzug der Serie wird daraus ein eigenständiges und ansehnliches Titelbild.

Fazit: Die achte Folge der Serie ist sehr prägnant erzählt und sorgt dafür, dass die Rahmenhandlung gelungen weitererzählt wird, ist aber auch sehr eigenständig und begeistert dort mit einem sehr dämonischen Auftritt, der lange im Gedächtnis haften bleibt. Sehr dynamisch erzählt und mit markanten Highligts versehen ist so eine der bislang stärksten Folgen der Serie entstanden.

VÖ: 2. Juni 2017
Label: Imaga
Bestellnummer: 978-3-946207-14-6


Foster – 7. Im Körper eines Menschen



Erster Eindruck: Unfreiwilliger Zusammenschluss

Die von einem Dämon bessesene Jazz hat zwar mit der Ermordung von Rogers schwere Schuld auf sich geladen. Dennoch – oder gerade deswegen – kann sie Foster noch gute Dienste leisten. Denn in einem rätselhaften Buch findet der etwas andere übernatürliche Ermittler Hinweise auf den Zugang zu einer anderen Dimension, und gerade Jazz soll ihn dorthin begleiten...

Mit seiner Foster-Reihe hat Oliver Döhring mal wieder bewiesen, dass er sich immer wieder neu erfinden kann. Denn die Serie ist so ganz anders als der bekannte Stoff des Produzenten und unterscheidet sich auch deutlich von anderen Geisterjäger-Serien. Denn Foster wirkt roher und hat eigentlich gar nicht viel heldenhaftes an sich, was auch in der siebten Folge der Serie exzellent in Szene gesetzt wurde. Dabei werden die Ereignisse aus der vorigen Folge als bekannt vorausgesetzt, um die Geschichte um Jazz nachvollziehen zu können. Und so wird von Anfang an mit recht hohem Tempo eine Handlung gesponnen, die sich ganz anders entwickelt als es sich zunächst andeutet. Das ist sehr spannend umgesetzt und entbehrt vor allem auch nicht einer großen Portion Humor, die sich insbesondere in der wundervollen Hauptfigur begründet. Ganz locker geht diese Folge dann aber nicht von statten, trotz der kurzweiligen Erzählweise benötigt man etwas Konzentration, um allen Details gut folgen zu können, die Komplexität der Serie nimmt auch hier noch einmal zu. Doch das tut auch gut, denn die Mischung ist einfach sehr stimmig und sehr hörenswert.

Antje von der Ahe ist wie in der vorigen Folge auch schon als Jazz zu hören und spricht die junge Frau sehr differenziert, verleiht ihr in jeder Szene eine starke Aura und ist eine echte Bereicherung für den sowieso schon sehr starken Sprechercast. Gerrit Schmidt-Foß ist als Kyle Jones ebenfalls sehr gut besetzt, seine dynamische Sprechweise mit der gekonnten Akzentsetzung bringt auch hier eine lebendige und authentische Figur hervor. Frank Glaubrecht ist in einer für ihn eher ungewöhnlichen Rolle zu hören, die er aber kraftvoll und akzentuiert umsetzt und dabei genau den richtigen Ton trifft. Weitere Sprecher sind Philipp Schepmann, Bodo Wolf und Asad Schwarz.

Auch akustisch ist eine sehr saubere Leistung abgeliefert worden, wobei wie fast immer bei Döring-Hörspielen eine gewisse Portion Bombast nicht fehlen darf. Die Musik zeichnet dabei den Spannungsbogen der Handlung sehr gekonnt nach, während die Geräusche sehr präzise eingefügt wurden und gerne mal etwas knalliger sind. Das führt zu einer ausdruckstarken und sehr lebendigen Folge.

Das Cover ist für ein düsteres Mystery-Hörspiel überraschend hell geraten, die Szenerie ist jedoch bedrohlich wie immer. Zu sehen ist ein dämonisches, klobig wirkendes Wesen, das aus einer hellen Lichtpforte heraus ein Auto verfolgt – eine Szene, die aus dem Hörspiel stammt. Der Farbverlauf des Covers steigert den Reiz des Titelbildes noch einmal mehr.

Fazit: Die siebte Folge von Foster bringt nicht nur die Handlung des zweiten Abschnitts ordentlich in Schwung, sondern ist auch ziemlich spannend geraten. Und auch der Charakter der Jazz, der in der letzten Folge eingeführt wurde, bringt noch einmal eine neue Note mit ein. Die kurzweilige Geschichte ist mit Tempo, Humor und einer sehr guten akustischen Gestaltung in Szene gesetzt worden.

VÖ: 31. März 2017
Label: Imaga
Bestellnummer: 978-3-946207-12-2


Foster – 6. Ein Dämon mir zu dienen



Erster Eindruck: Ein weiterer Schritt zum Großen Ganzen

Eine junge Frau hat plötzlich riesigen Hunger auf frohes Fleisch, in ihrer Verwirrung ruft sie um Hilfe – nicht ahnend, welche Wandlung sie noch durchmachen wird. Währenddessen erhält Foster einen neuen Auftrag von Rogers, der weitere Informationen Informationen zum großen Krieg von Gut und Böse verspricht. Doch sein Weg führt ihn geradewegs zu einem mächtigen Dämon...

Noch immer ist „Foster“ mit sechs Folgen eine recht junge Hörspielserie – ein heikler Zeitpunkt, denn hier schleicht sich langsam Normailtät ein, und der Hörer will weiter überrascht werden, um am Ball zu beiben. Oliver Döhring beweist dabei einmal mehr ein Händchen für das richtige Timing und treibt die Rahmenhandlung orgentlich voran, lässt aber auch einiges im Argen. Diese Mischung ist typisch für ihn und wird durch eine zweigeteilte Handlung noch verschärft. Einerseits wird die äußerst packende Geschichte über die junge Frau im Wandel erzählt, andererseits wird Foster wieder etwas mehr in den Mittelpunkt gerückt. Das tut der Serie sehr gut, denn gerade der raue Charme des unkonventionellen Ermittlers ist einer der positivsten Aspekte. Es kommt besonders gut zur Geltung, dass er eben nicht der strahlende Geisterjäger ist, der moralisch immer richtig liegt und deswegen am Ende die Lage im Griff hat. Ihm passieren Fehler, er vergreift sich im Tonfall, er übergeht gern mal die ein oder andere klare Anweisung. Dass sich die Handlung dabei äußerst dynamisch und packend entwickelt, macht „Ein Dämon mir zu dienen“ zu einer sehr hörenswerten Folge der Serie und unterstreicht deren Qualität.

Thomas Nero Wulff ist natürlich wieder in der Rolle des Fosters zu hören, dabei klingt er wieder sehr abgehärtet und cool, lässt aber auch immer wieder einen Funken Emotion aufblitzen und schafft damit eine sehr facettenreiche und glaubhafte Figur. Frank Schaff ist als Rogers eine ebenso gute Besetzung, seine markante Stimme passt bestens in die harte Kulisse der Serie. Debora Weigert hat mir in der Rolle der Sophia äußerst gut gefallen, sie trifft die Rolle auf den Punkt und bringt jede Menge Energie mit ein. Weitere Sprecher sind Bodo Wolf, Phillipp Schepmann und Ulrike Hübschmann.

Typisch für Döring-Hörspiele ist auch die perfekte akustische Umsetzung, die auch hier wieder für eine sehr lebendige und eindringliche Atmosphäre sorgt. Da knallt und kracht es an allen Ecken und Enden, da gibt es aber auch ruhige Momente für einen dynamischen Eindruck und die richtigen Schockmomente. Und auch die Musik ist sehr treffend eingesetzt, sie verstärkt den intensiven Eindruck der einzelnen Szenen noch weiter.

Neben dem knallgrünen und ziemlich großen Schriftzug ist das Cover ansonsten in einem dunklen Blau gefärbt. Gezeigt wird eine junge Frau mit Krallenhänden, Reißzähnen und geld leuchtenden Augen, was einen sehr düsteren und bedrohlichen Eindruck erweckt. Im Inneren sind wieder die wichtigsten Informationen übersichtlich dargestellt, weitere Extras sind allerdings nicht vorhanden.

Fazit: Die zweigeteilte Geschichte entwickelt sich konsequent weiter und beinhaltet sehr unterschiedliche Stimmungen. Dabei kommt sowohl der raubeinige Charme des Hauptcharakters als auch die bedrohliche Grundsituation bestens zur Geltung. Schön, wie sich die beiden Stränge später annähern und zu einem gemeinsamen, sehr eindringlichen Finale führen.

VÖ: 9. Dezember 2016
Label: Imaga
Bestellnummer: 978-3-946207-01-6


Foster – 5. Die Hexe



Erster Eindruck: Auftakt zum zweiten Buch

Die junge Sandra bemerkt eines abends eine Gestalt im Treppenhaus und geht zuerst noch von einer verwirrten alten Dame aus, doch als sie sich nähert wird sie von einem unheimlichen Wesen angegriffen. Ihr Nachbar, der ihr zur Hilfe eilt, kann jedoch nichts merkwürdiges feststellen. Als Foster und sein Kollege Kyle Jones von der Sache erfahren, beschließen sie, mit ihren Ermittlungen zu beginnen – nicht ahnend, welcher Schrecken auf die beiden wartet...

Mit „Die Hexe“ beginnt die Dark Mystery-Serie Foster die zweite Staffel – hier „Buch“ genannt – und damit einen neuen Handlungsstrang, der auch getrennt von den bisherigen Ereignissen gehört werden kann. Zwar ist es durchaus interessant, die Weiterentwicklung der Charaktere zu erleben, doch notwendig ist das nicht – zumal sich die Grundsituation schnell aus der Handlung ergibt. Im Mittelpunkt dieser Folge steht Sandra Fischer, die mit der oben erlebten Szene nur den Anfang einer Reihe von schrecklichen Ereignisse erlebt hat. Was sich danach entwickelt, ist sehr mystisch, sehr rätselhaft und ziemlich bösartig erzählt. Denn Produzent Oliver Döring hat mal wieder tief in seine Trickkiste gegriffen und nicht nur die allseits beliebten Schockmomente hervorgeholt, sondern gleich ein Szenario geschaffen, in dem auch der Hörer nicht mehr weiß, wem man trauen kann und in welche Richtung sich die Handlung entwickeln wird. Immer wieder gibt es kleine und große Überraschungen, übernatürliche Momente, heftige Szenen voller Irrsinn, von denen eine starke Aura der Bedrohung ausgeht. Und darin eingebettet ist noch eine sehr spannende Geschichte, die ein sehr gelungener Auftakt zum neuen Handlungsstrang darstellt und die Serie in eine ganz andere Richtung führt als der Vorgänger – sehr hörenswert!

Gerrit Schmidt-Foß beweist, dass er in zahlreichen Genres zu Hause ist und meistert auch hier die Rolle des Kyle Jones sehr gut, mit seiner wandelbaren Stimme setzt er seine Szenen sehr dynamisch und glaubhaft in Szene. Lina Rabea Mohr verdient als Sandra Fischer besonderes Lob, sie spricht so eindringlich und voller Energie, dass es mich völlig mitgerissen hat – eine hervorragende Leistung! Thomas Nero Wolf ist als Foster natürlich wieder gesetzt, mit seiner coolen und harten Art ist er ein wunderbarer Hauptcharakter, der einen ganz eigenen Charme einfließen lässt. Weitere Sprecher sind Frank Schaff, Markus Pfeiffer und Marco Göllner.

Die akustische Umsetzung ist sehr dynamisch in die Geschichte angepasst, läuft wellenförmig mit und unterstützt dabei den Spannungsbogen der Folge ungemein. Besonders die kleinen Schockmomente stechen wieder heraus und sorgen für einige heftige Momente, während die Musik sehr stimmungsvoll und hart ist. Das alles ergibt eine sehr intensive Atmosphäre, die perfekt auf die Handlung abgestimmt ist.

Die anfänglich beschriebene Szene, in der Sandra von dem unheimlichen Wesen auf dem Flur attackiert wird, ist auch auf dem Cover umgesetzt worden. Die düstere Beleuchtung und die nicht zu erkennende Gestalt wirken düster und unheimlich, der moderne, computeranimierte Look bringt dabei eine kühle Note mit ein. Die restliche Gestaltung wurde auf das Wesentliche reduziert.

Fazit: „Die Hexe“ ist ein sehr gelungener Auftakt des neuen Buches und bietet sich auch für Neueinsteiger in die Serie an. Schnell wird eine düstere und mysteriöse Stimmung geschaffen, und lange Zeit bleibt unklar, was hinter all dem steckt. Besonders das knallige Finale hat es mir angetan, da hier auch gleich weitere Handlungsstränge ausgelegt werden.

VÖ: 14.Oktober 2016
Label: Imaga
Bestellnummer: 978-3-946207-00-9


Foster – 4. Todeshochzeit



Erster Eindruck: Ein Kapitel schließt sich, ein anderes öffnet sich...

Foster erholt sich im Krankenhaus von den schlimmen Verletzungen, die er sich im Kampf gegen das Böde zugezogen hat. Doch auch von seinem Vorgesetzten droht Ungemach, denn er will dem ungewöhnlichen Ermittler nicht mehr ohne weiteres vertrauen – und schickt einen Spion, der Foster auskundschaften soll. Dabei hat sein Team gerade alle Hände voll zu tun, denn die Höllenfürsten haben sich einen Weg auf die Erde gebahnt...

Mit „Todeshochzeit“ schließt Oliver Döring das erste Kapitel seiner noch recht jungen Geschichte um den unkonventionellen Geisterjäger ab – nur um gleich einen neuen Handlungsstrang aufzumachen und dabei ganz im Stil des erfolgreichen Hörspielproduzenten einen bombastischen Cliffhanger an das Ende der Folge zu setzen. Doch bis dahin kommt noch einiges auf den Hörer zu, denn die Geschichte geizt mal wieder nicht mit spannenden Szenen und dynamischen Wechseln. Dabei sollte man die Ereignisse aus den vorigen Folgen noch recht gut parat haben, sonst wird man von der Handlung, die ohne großartigen Anlauf startet, schnell überrollt. Und auch die vielen Wechseln zwischen den unterschiedlichen Handlungssträngen wollen aufmerksam verfolgt werden – was wegen der sehr unterhaltsamen Darstellungsweise aber auch nicht schwer fällt. Im Mittelpunkt steht der Kampf gegen die Höllenfürsten, aus deren Sicht auch streckenweise erzählt wird, aber auch der Konflikt innerhalb der Police Departments ist ein wichtiger und unterhaltsamer Bestandteil. Der derbe, raubeinige Witz der Serie kommt dabei auch wieder sehr gut zur Geltung, wobei die Geschichte immer mehr an Fahrt aufnimmt und sich zu einem düsteren, dramatischen und fesselnden Sturm ausweitet, der mich wieder voll in seinen Bann gezogen hat – inklusive des oben erwähnten Cliffhangers.

Thomas Nero Wolff scheint die Rolle des unkorrekten, fluchenden und angriffslustigen Foster auf den Leib geschneidert, so sehr ist er mit der Rolle verwachsen, so lebendig und eingängig agiert er, so gekonnt setzt er Akzente. Lutz Riedel ist als Wolf zu hören, mit seinem markanten Klang und seiner ganz eigenen Sprechweise sorgt er auch hier wieder für einige eindringliche Momente. Asad Schwarz beweist einmal mehr seinen Hang zu den nicht ganz glatten Charakteren, als Sniffer passt er wunderbar in das harte Umfeld, das von der Geschichte geschaffen wird. Weitere Sprecher sind Gerrit Schmidt-Foß, Frank Schaff und Wolfgang Wagner.

Oliver Döring hat sich natürlich auch hier wieder nicht lumpen lassen und hat seine Geschichte in ein sehr vielseitiges und eingängiges Soundgewand gekleidet. Die Musik ist sehr präsent und beeinflusst dabei die Stimmung, hebt die heftigeren Szenen auch dementsprechend um. Natürlich sind auch die Geräusche wieder sehr präzise eingebaut, auch diese dürfen etwas lauter sein und sorgen für kleinere Schockmomente.

Das sehr düstere Cover ist ein echter Bickfang geworden, denn aus der Dunkelheit des Hintergrundes schält sich eine dämonische Fratze heraus, den Mund mit den langen, spitzen Zähnen gefletscht, die Augen gelb und stechend, das Gesicht mit langen, dunklen Haaren bedeckt – das macht ordentlich etwas her. Das kann auch gegen den großflächigen grünen Schriftzug bestehen. Ingo Römling hat hier ein sehr ansprechendes Titelbild geschaffen.

Fazit: Oliver Döring hat sich mal wieder nicht lumpen lassen und eine perfekte Inszenierung geschaffen, wobei auch die Handlung verdammt stark ist. Die verschiedenen Stränge wechseln sich dynamisch ab und ergänzen sich wunderbar, wobei alles auf einen packenden Höhepunkt hinausläuft – sehr gelungen.

VÖ: 12.August 2016
Label: Imaga
Bestellnummer: 978-3-9410-8297-7


Foster – 3. Die Pforte zur Verdammnis



Erster Eindruck:

Foster ist immer noch auf der Suche nach der entführten Emily Blake und stößt dabei auf eine gefährliche Sekte, die schon seit langem einen finsteren Plan ausheckt. Doch noch ahnt er nicht, welche Kreise der Fall durch höhere Gesellschaft und Politik zieht. Doch er bekommt Unterstützung von einem jungen Hacker, der ihn schon bald auf eine interessante Spur bringt...

Oliver Döring legt mit seiner neuen Höspielserie „Foster“ ein ordentliches Tempo vor – nicht nur, dass die ersten drei Folgen in recht kurzer Zeit erschienen sind, auch die Handlung entwickelt sich rasant weiter. Dabei sind zum Genuss von „Die Pforte zur Verdammnis“ Kenntnisse aus der Vorgängerfolge unerlässlich, denn die Handlung knüpft nahtlos an diese an, auch eine anfängliche Zusammenfassung der Ereignisse gibt es nicht. Und so ist das Tempo sofort sehr hoch, schnell laufen die Ermittlungen von Foster voran, und auch seine Gegenspieler haben wieder viel Raum, sich zu entfalten. In ihren Szenen gibt es wieder einige überraschende Offenbarungen, die die bisherigen Ereignisse in einem anderen Licht erscheinen lassen. Währenddessen entdeckt auch Foster neue Details über seinen Gegenspieler, den geheimnisvollen Sebul, dessen düstere Aura dadurch noch verstärkt wird. Actionszenen gibt es nur wenige, dennoch ist das Tempo sehr hoch, die Geschichte sehr spannend und dynamisch erzählt. Und auch die Mystery- und Horrer-Elemente fließen wieder gekonnt ein, ohne den realistischen und modernen Eindruck der Serie zu trüben.Wieder endet die Folge ohne wirklichen Abschluss, sodass sich der Hörer auf die kommenden Ereignisse bereits jetzt freuen darf.

Torsten Michaelis ist als William Blake zu hören, der dem hochrangigen Politiker auch hier wieder eine kühle und abweisende Art verpasst und seinen Charakter sehr intensiv ausgestalten kann. Hans-Georg Panczak ist als Nolan zu hören, auch er schafft mit seiner ausdrucksstarken Stimme eine sehr individuelle und einprägsame Rolle, die sehr gut in das recht harte Umfeld passt. Gerrit Schmidt-Foß hat mir als Kyle Jones sehr gut gefallen, seine Sprechweise wirkt sehr authentisch und eingängig. Weitere Sprecher sind Philipp Schepmann, Matthias Haase und Dietmar Wunder.

Im Booklet wird wieder vor akustischen Schreck-Effekten gewarnt, und tatsächlich eignet sich diese Produktion wieder nicht zum Einschlafen. Die Geräuschkulisse ist recht laut, überdeckt aber nie die Dialoge und sorgt für einen intensiven Ausdruck. Und auch die Musik ist hart und rau, sodass sich eine intensive Atmosphäre bildet, die typisch für die Produktionen von Oliver Döring sind.

Der große, grün leuchtende Schriftzug prangt auch hier wieder leicht gebogen auf dem Cover, das eigentliche Motiv zeichnet diese Form etwas nach. Zu sehen ist ein düsterer, felsiger Berg mit sehr zerklüfteter Oberfläche, wie er in dem Hörspiel auch als Handlungsschauplatz beschrieben wird. Das Innere ist schlicht und pragmatisch aufgebaut und enthält die wichtigsten Informationen.

Fazit: Viele schnelle Szenenwechsel, eine harte Atmosphäre, eine düstere und mit übernatürlichen Elementen gespickte Handlung – Oliver Döring bleibt seinem Stil treu, schafft aber mit dieser aufregenden Geschichte wieder etwas ganz Eigenständiges. Die Handlung verdichtet sich hier immer weiter und wird mit vielen gelungenen Elementen angereichert.

VÖ: 17. Juni 2016
Label: Imaga
Bestellnummer: 978-3-941082-96-0


Foster – 2. Das Erlöschen des Lichtes



Erster Eindruck: Jetzt geht’s richtig zur Sache

Emily Blake, die Tochter eines hochrangigen Politikers, verschwindet spurlos aus der Schule. Wegen seine unkonventionellen, aber sehr erfolgreichen Arbeitsweise besteht William Blake auf Foster als Ermittler, der schnell unangenehme Fragen stellt und Unstimmigkeiten bei dem Verhalten des Mädchens entdeckt. Bei seinen Ermittlungen begibt er sich jedoch in größte Gefahr, denn finstere Mächte wollen Verhindern, dass er den Fall aufklärt...

Mit „Das Erlöschen des Lichts“ ist die erste reguläre Folge um den ungewöhnlichen Ermittler Foster erschienen, nachdem „Die Seele eines Dämons“ als Prolog gekennzeichnet wurde und die Hintergründe der Serie erklärt. Und schon gleich zu Beginn wird der Hörer in ein großes Geheimnis eingeweiht, denn bei der Entführung von Emily Blake ist tatsächlich nicht alles so, wie es scheint. Dieser Wissensvorsprung vor dem Ermittler drosselt aber keinesfalls die Spannung der Folge – im Gegenteil. Denn diese Szenen sind sehr düster und bedrohlich umgesetzt, was durch die skrupellosen Entführer sehr gut zur Geltung kommt. Ein unheilvolles Ritual steht dabei im Vordergrund, das langsam und akribisch vorbereitet wird. Und es gibt immer noch sehr viel zu Entdecken, bei seinen Ermittlungen stößt Forster auf immer neue Details, die den Fall noch weiter ausschmücken und eine düstere Faszination ausstrahlen. Die Geschichte steigert sich so immer weiter, bringt aber auch neue Aspekte mit ein, die scheinbar nicht direkt mit den aktuellen Geschehnissen in Verbindung bringen – ein typischen Stilmittel von Oliver Döring, um die Spannung auf die nächsten Folgen hochzuhalten. Bleiben noch die sehr gut ausgemalten Charaktere zu erwähnen, bei denen Foster mit seiner coolen und respektlosen Art heraussticht und eine ebenso interessante wie zwiespältige Hauptfigur abgibt.

Der Sprechercast ist hervorragend ausgewählt, alle Stimmen passen bestens zu den Charakteren. Dabei sticht besonders Thomas Nero-Wolff hervor, der den Foster mit seinem tiefen Klang und der raubeinigen Art sehr differenziert und mit viel Ausdruck darstellt. Luisa Wietzorek ist als Emily Blake zu hören, mit ihrer hellen und klaren Stimme kann sie die Angst und Verzweiflung der jungen Frau bestens zur Geltung bringen. Liane Rudolph hat mich als ihre Mutter Martha begeistern können, sie trifft immer genau den richtigen Ton und bringt so eine sehr eindringiche Stimmung mit ein. Weitere Sprecher sind Hang-Georg Panczak, Thorsten Michaelis und Asad Schwarz.

Kennt man bereits Produktionen von Döring, kann man erahnen, was einen hier erwartet: Eine sehr ausgeklügelte und beeindruckende Szenerie, die jeder Szene viel Ausdruck verleiht und nicht gerade zimperlich mit den Hörern umgeht – kleine Schockmomente, laute Geräusche und harte Musik sind dabei inklusive. Dennoch entwickelt die Serie auch ihre eigene Dynamik und hebt sich von Dörings anderen Produktionen ab.

Ein finsteres Monster mit rot glühenden Augen entsteigt einem unruhigen Gewässer, den Betrachter direkt unheilvoll anblickend – das Motiv des Covers ist wieder eindringlich umgesetzt. Besonders durch die spärliche Beleuchtung und die grünliche Färbung der Szenerie bekommt es ein düsteres Flai verliehen. Das Innere ist – ebenso typisch für Döring – schlicht aufgemacht und enthält lediglich die wichtigsten Produktionsinformationen.

Fazit: Direkt zu Anfang wird eine düstere und bedrohliche Szenerie aufgebaut, deren Reiz sich über die gesamte Folge zieht – einerseits weil dem Hörer einige Informationen mehr als Foster gegeben werden, andererseits weil immer neue etschreckende Details ans Licht kommen. Die sehr interessante Figur des Foster kommt dabei jetzt schon sehr gut zur Geltung, wobei man direkt Lust auf die weitere Entwicklung der Serie bekommt.

VÖ: 15. April 2016
Label: Imaga
Bestellnummer: 978-3-941082-93-9


Foster – 1. Prolog: Die Seele eines Dämons



Erster Eindruck: Mystischer Auftakt zur neuen Dämonenjäger-Serie

Eine Gruppe amerikanischer Agenten wird in den Wirren des zweiten Weltkrieges auf eine ebenso ungewöhnliche wie unglaubliche Mission geschickt: Sie sollen die Mönche in einem deutschen Kloster schützen, da nur diese können ein Ritual verhindern, das die ganze Welt verändern könnte. Denn im Nazi-Regime wurden finstere Pläne geschmiedet, um einen machtvollen Dämonen zu beschwören...

Kurz nach dem Ende der Miniserie „End of Time“ bringt Oliver Döring eine neue Hörspielserie auf den Markt, dieses mal auf deutlich mehr Folgen angelegt. „Foster“ ist dabei im Genre der Geisterjäger angesiedelt, doch davon ist in der ersten Folge „Die Seele eines Dämons“ noch nicht viel zu spüren, denn hier wird die Vorgeschichte, der Prolog erzählt – mit dem Ergebnis, dass Foster nur in einer kleinen, aber sehr eindrucksvollen Szene ganz am Ende auftaucht. Doch der Weg dorthin ist äußerst hörenswert und – wie eigentlich immer bei Döring als Produzenten – sehr düster und bedrückend. Die oben erwähnte Gruppe von Agenten steht dabei anfangs im Mittelpunkt, trotz der knappen Zeit hat man den Eindruck, sehr viel von ihnen zu erfahren und das durchaus komplexe Beziehungsgeflecht zu durchschauen. Präsentiert wird dabei eine Geschichte, die mit der Verknüpfung von den Mächten der Hölle und den Nazis etwas zu tief in die Klischeekiste greift, dafür aber eine hochspannende und packende Handlung zu bieten hat. Diese entwickelt sich immer weiter und macht keinen Punkt nach den eingangs erwähnten Ereignissen, sondern erzählt diese Geschichte konsequent bis in die heutige Zeit weiter. Das ist schon sehr gut erzählt und bereitet dem Hörer einen sehr eindringlichen Überblick über die Mythologie hinter der Serie, was mich bestens unterhalten konnte.

Um die Spannung auf den Sprecher des Hauptcharakters aufrecht zu erhalten, wurden in dieser Folge keine Sprecherangaben gemacht. Dabei hat Döring wieder einen Cast zusammengestellt, der sich hören lassen kann und der jede einzelne Rolle mit einem sehr engagierten Sprecher besetzt. So kommen die Charaktere sehr gut zur Geltung, auch kleine Gefühlsregungen lassen sie mit ihren Stimmen glaubhaft durchklingen.

Wo Döring draufsteht, ist auch Döring drin! Und so gibt es hier wieder ein wahres Spektakel zu hören, das die Geschichte noch weiter in ihrer Wirkung unterstützt und den Hörer völlig in seinen Bann zieht. Besonders die vielen Sounds und Effekte stechen dabei hervor, die sehr düster und durch ihre Lautstärke auch sehr heftig wirken. Leichte Stimmeffekte und ein beeindruckender und präzise eingesetzer Score runden das Gesamtpaket sehr gelungen ab.

Der Schriftzug der Serie ist schon recht schlicht, in grünen Lettern prangen die sechs Letter in leicht geschwungener Optik auf schwarzem Hintergrund. Als Motiv ist darunter auf dem Cover ein Totenschädel zu sehen, dem Mund bedrohlich aufgerissen, mit zusätzlichen spitzen Knochen versehen und durch technisch anmutende Schläuche ergänzt. Dieses Motiv ist auch als kleines Poster im ausklappbaren Booklet zu sehen.

Fazit: „Foster“ startet ungewöhnlich – mit einem Blick weit in die Vergangenheit. Von den unheimlichen Vorgängen im Mönchskloster behält die restliche folge die bedrückende und bedrohliche Stimmung, kostet diese voll aus und erzählt eine packende Handlung, die bis in die Gegenwart reicht und dann erst den Helden der Serie vorstellt. Das ist sehr packend und macht viel Freude auf die kommenden, regulären Episoden.

VÖ: 19.Februar 2016
Label: Imaga
Bestellnummer: 978-3-941082-92-2

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