Pater Brown – 73. Mord mit Handicap

Pater Brown – 72. Aus heiterem Himmel

Pater Brown – 71. Schuld und Vorurteil

Pater Brown – 70. Verräterisches Odeur

Pater Brown – 69. Drei Mörder, eine Leiche

Pater Brown – 68. Schottische Abgründe

 

Pater Brown – 66. Ein Mörder zum Dinner

Pater Brown – 52. Das Rätsel der schwarzen Nonne

Pater Brown – 51. Die Todesschlinge

Die Geheimnisse des Pater Brown – 6. Raue See

Die Geheimnisse des Pater Brown – 5. Pater Brown macht Urlaub

Die Geheimnisse des Pater Brown – 4. Die Leiche im Strassengraben

Pater Brown – 27. Penelope

Pater Brown – 26. Todbringende Eucharistie

Pater Brown – 25. Heiteres Pfarrfest

Pater Brown - 24. Pater Browns Auferstehung

Pater Brown - 23. Das Zeichen des zerbrochenen Säbels

Pater Brown - 22. Die purpurfarbene Perücke

Pater Brown - 21. Das Märchen des Pater Brown

Pater Brown - 20. Der Gott des Gongs

Pater Brown - 19. Ein Pfeil vom Himmel

Pater Brown - 18. Der geflügelte Dolch

Pater Brown - 17. Der Fluch der Pendragons

Pater Brown - 16. Ein Fehler in der Maschine

Pater Brown – 15. Die seltsamen Schritte

Pater Brown 14. Das Verhängnis der Darnaways

Pater Brown 12. Die Ehre des Israel Gow 


Pater Brown – 70. Verräterisches Odeur



Den sonnigen Tag kann Pater Brown doch nicht wie geplant mit Gartenarbeit verbringen. Aufgeregt kommt der junge Jack Gallow bei ihm angelaufen und bittet dringend um Hilfe. Der Galerist Mister Gordon, bei dem er angestellt ist, wird von einem Kunden, dem adeligen Lord Avezbury bedroht. Der Grund: Er soll ein teures Kunstwerk gegen eine Kopie vertauscht haben. Diese ist zwar perfekt gemacht, aber der immer noch vorhandene Geruch nach Ölfarbe kann nicht darüber hinwegtäuschen…

Durch Hercule Flambeau, der als genialer Kunstdieb von Pater Brown gewissermaßen bekehrt und auf die Seite des Rechts gezogen wurde, hatten bereits einige vorige Episoden der Maritim-Serie um den geistlichen Ermittler ein Kunst-Thema. Mit „Verräterisches Odeur“ kommt eine weitere hinzu, bei der natürlich auch Flambeau wieder seine Expertise einbringen kann und einige entscheidende Hinweise liefert. Dennoch fühlt sich diese Episode nicht repetitiv an, da viele interessante Elemente eingebunden sind. Mir gefällt beispielsweise, dass Pater Brown unmittelbar bei der Konfrontation von Galerist und Sammler anwesend ist, ebenso wie der aufgebaute Zeitdruck durch ein Ultimatum Lord Avezburys, in dem der Fall aufgeklärt sein muss. Wie man sich hier den Möglichkeiten nähert, wann und durch wen das Gemälde ausgetauscht werden könnte, ist in unterhaltsamen Dialogen aufbereitet. Die Hinweise werden alle geliefert, sodass es ehrlicherweise keine große Überraschung für mich war, wer hinter allem steckt. Doch der Weg dorthin ist mit reizvollen Aspekten gespickt, die mich gut unterhalten haben.

Natürlich ist es wieder Hans-Georg Panczak, der die Rolle des Hercule Flambeau spricht. Ich mag den Charme, den er dabei versprüht und die hörbare Freunde an dem unkonventionellen Charakter, sodass er wieder einige einprägsame Momente hat. Tetje Mierendorf überzeugt ebenfalls mit einer lebendigen Sprechweise und glaubhaftem Auftreten, besonders in den Konfliktsituationen bringt er viel Energie mit ein. Ebenfalls punkten kann Helmut Gauß, der in seinem Charakter aufgeht und eine sehr präsente Sprechweise abliefert. Unter anderem sind noch Felix Strüven, Kim Hasper und Dirc Simpson zu hören.

Die Serie an sich ist ja bereits dezent umgesetzt, meist sind nur wenige Melodien und ausgewählte Geräusche zu hören. Das ist hier nicht anders, aber es sind mir durchaus einige Momente in Erinnerung geblieben, die ruhig noch etwas mehr Sounds vertragen könnten. Die ruhige Inszenierung lenkt aber den Fokus vollkommen auf die Dialoge, was auch hier wieder gut funktioniert.

Das Kunstfälscher-Thema wird auf dem Titel wieder in einer effektvollen schwarz-weißen Fotografie umgesetzt: Mit scharfem Blick wird darauf ein Gemälde von einem bebrillten Mann genau unter die Lupe genommen, wobei der reduzierte Bildausschnitt eine interessante Perspektive bietet. Wie immer wird dies durch die klare Aufteilung der Covergestaltung ergänzt wird.

Fazit: „Verräterisches Odeur“ kommt erfreulich schnell auf den Punkt und bringt das Thema innerhalb der ersten Minuten auf den Punkt. So entwickelt sich die Handlung zügig weiter und kommt dem Kunstverbrechen Stück für Stück auf die Spur. Die Auflösung kommt dabei kaum überraschend und ließ sich schon erschließen, der Weg dorthin ist aber mit unterhaltsamen Szenen angefüllt.

VÖ: 6. Mai 2022
Label: Maritim
Bestellnummer: 4260507173157


Pater Brown – 69. Drei Mörder, eine Leiche



Lange ist Pater Brown noch nicht aus seinem Urlaub in Schottland zurückgekehrt, da wird er von der dortigen Polizei erneut um Hilfe gebeten. Denn auch wenn der Sohn seines ermordeten Vaters die Tat gesteht, legen auch seine beiden Brüder ein umfassendes Geständnis mit gleichem Inhalt ab. Doch als Pater Brown auftaucht, um bei den Befragungen zu unterstützen, schweigen die drei plötzlich beharrlich…

Es gibt nur wenige Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Episoden der „Pater Brown“-Reihe von Maritim, ein grundlegender Handlungsstrang ist nicht vorhanden. Das ändert sich auch in der 69. Episode nicht, „Drei Mörder, eine Leiche“ schließt aber thematisch leicht an den direkten Vorgänger an und lässt den Geistlichen nach St. Andrews in Schottland zurückkehren. Die beiden Fälle sind aber vollkommen voneinander unabhängig, hier geht es ausschließlich um das oben beschriebene Konzept. Und das geht gut auf, der reizvolle Grundgedanke wird schon wenige Momente nach dem Start eingebracht und danach immer weiter verfeinert. Mir gefällt, wie viel Zeit sich die Handlung beispielsweise lässt, um die Verhöre der drei Brüder mit ihrer zunächst sehr abweisenden Haltung darzustellen – sicherlich bewegt sich die Geschichte in diesen Momenten nicht wirklich weiter, wirkt dadurch aber sehr atmosphärisch und bringt die Charaktere sehr gut zur Geltung. Immer weitere Details aus dem Leben der unglückseligen Familie, aber auch den anderen Mitgliedern der kleinen Gemeinde kommen langsam, aber sehr unterhaltsam ein, bis in einem gelungenen Twist eine dramatische Wendung das Ende einläutet und eine sehr präsente Szenerie schildert, in die man sich gut hineinversetzen kann – auch wenn mit grausigen Details glücklicherweise gespart wird. Eine starke Episode der Serie, die mit ihrer gediegenen, aber sehr dichten Ausstrahlung überzeugt.

Natürlich ist Volker Brandt auch hier wieder als Pater Brown zu hören. Mir gefällt, wie sich seine Stimme im Laufe der Serie weiterentwickelt hat und gereift ist, ohne ihren spitzbübischen Charme zu verlieren. Tammo Kaulbarsch spricht seine Rolle sehr solide und glaubhaft, er verleiht seinem Charakter feine Facetten und bringt seine Szenen intensiv zur Geltung. Auch Kevin Kasper passt sich gut an die Atmosphäre der Episode an und sorgt für einige ausdrucksstarke Momente. Auch Werner Wilkening, Rainer Fritzsche und Marcel Mann sind zu hören.

Die akustische Gestaltung des Hörspiels passt sich natürlich an den eher ruhigen Ablauf an, mit Knalleffekten oder hochdramatischer Musik wäre dies auch viel zu überladen. Doch gerade die eher feine, aber präzise Begleitung bringt die Handlung gut zur Geltung. So sind es jazzig angehauchte Musikstücke sowie lebendig und glaubhaft wirkende Geräusche, die die Szenen in ein passendes Licht tauchen.

Das Titelbild ist erneut sehr schlicht, aber passend umgesetzt. Als Hauptmotiv wurden die Beine der drei Männer gewählt, die auch im Titel der Episode genannt werden. Die Leiche wurde dabei ausgespart und hätte auch nicht zu der Ausstrahlung der Serie gepasst. Natürlich ist die Fotografie wieder in schwarz und weiß gehalten.

Fazit: „Drei Mörder, eine Leiche“ gefällt mir wegen seines interessanten Ansatzes sehr gut. Mir gefällt auch, wie fein und durchaus spannend sich die einzelnen Hinweise und Beweise aufbauen und so langsam ein komplettes Bild entsteht, das am Ende mit einer gelungenen Wendung noch einmal umgeworfen wird. Das ist ein klassisch wirkender Krimi, der überzeugend umgesetzt wurde.

VÖ: 8. April 2022
Label: Maritim
Bestellnummer: 142029696


Pater Brown – 68. Schottische Abgründe



Endlich kommt ein Besuch von Pater Brown bei seinem Freund und Kollegen Pater Graham im schottischen St. Andrews zustande – schon lange haben die beiden sich auf gemeinsame Schachpartien gefreut. Doch als ein junger Student von Turm der örtlichen Kapelle stürzt und umkommt, ist Pater Brown plötzlich wieder in einen Kriminalfall verwickelt. Denn anders als die Polizei glaubt er nicht an die Schuld des besten Freunds des Opfers…

Ein kleiner Ortswechsel kann ja schon neuen Schwung in eine langlebige Hörspielserie bringen – das hat sich auch das Team um „Pater Brown“ gedacht und hat den geistlichen Ermittler für die 68. Episode nach Schottland verfrachtet. Tatsächlich kommt die Szenerie um die Universität dadurch auch noch einmal einen neuen Dreh, der mit gut gefallen hat. Auch ansonsten ist „Schottische Abgründe“ ein gelungen konstruierter Krimi, der sehr klassisch wirkt: Die Polizei hat einen offenkundigen, aber dann eben doch zu einfachen Verdacht, Pater Brown muss zum Schutz des scheinbaren Täters weitere Personen mit einem Motiv ermitteln und schließlich unter ihnen den wahren Schuldigen herausfinden. Das geschieht insbesondere mit vielen Befragungen, die immer nur einen kleinen Teil zu Lösung beisteuern – insbesondere weil ja nie so ganz klar ist, welche Hinweise denn nun relevant sind. Das ist aber trotz der Länge des Hörspiels kurzweilig und unterhaltsam geraten, auch weil immer wieder charmante Momente eingebaut sind – beispielsweise wenn Pater Brown und sein Freund immer wieder beim Schachspielen unterbrochen werden. Eine feine Folge der Serie, die mit ihrem gelungenen, nicht zu schnellen Tempo überzeugt.

Werner Wilkening überzeugt in dieser Episode mit einer authentischen und gradlinigen Sprechweise, die sowohl die ernsten wie auch die heiteren Momente gelungen betont. Auch Sina Zadras prägnante Stimme passt gut in die Atmosphäre der Serie, sie kann die nostalgische Atmosphäre der Episode gekonnt aufgreifen. Felix Strüven schafft mit seinem markanten Klang ebenfalls eine interessante Figur, die in den verschiedenen Situationen authentisch agiert. Auch Sebastian Fitzner, Kevin Kasper und Peter Kirchberger sind zu hören.

Mir gefällt, wie in den Szenenwechseln hier gediegene und atmosphärische Melodien eingebunden sind, die die vorherrschende Stimmung unterstreichen. Während der Szenen ist kaum Musik zu hören, dafür sind einige passende Geräusche eingebaut. Dabei werden eher die Handlungen der Protagonisten illustriert als eine Kulisse im Hintergrund zu schaffen.

Als Titelbild der Episode wurde eine Ansicht der altehrwürdigen Universität gewählt, die sich mit ihrem Backsteingemäuer von dem wolkigen Himmel abhebt. Das Ganze ist natürlich eine Fotografie in Schwarz-Weiß, wie bei dieser Serie üblich. Das Motiv ist gut gewählt, wegen der digitalen Veröffentlichung gibt es aber kein Booklet oder ähnliches.

Fazit: „Schottische Abgründe“ gefällt mir nicht nur wegen des anderen Ambientes und den launigen Momenten zwischen Brown und Graham sehr gut. Auch der Kriminalfall ist gut durchdacht und spannend erzählt. Wie sich mehrere Verdächtige herauskristallisieren, langsam die kleinen Einzelheiten zusammengefügt und ein überzeugendes Finale alles zusammenführt, ist unterhaltsam erzählt.

VÖ: 4. März 2022
Label: Maritim
Bestellnummer: 142029672


Pater Brown – 73. Mord mit Handicap



Als Pater Brown mit einem Hund in die Pension von Mrs. Merr zurückkehrt, ist diese außer sich und stellt den Geistlichen zur Rede. Und so muss er ihr erklären, wie er nach einem Golfturnier zu dem Tier gekommen ist. Denn dort gab es nicht nur sportliche Höhepunkte, sondern auch eine Explosion und eine Leiche – und Finley ist ein wichtiger Zeuge in dem Fall…

Das Coverbild gepaart mit dem Titel der Episode lässt es bereits erahnen: In der 73. Episode von „Pater Brown“ dreht es sich ums Golfspielen. Und während das Intro um die oben beschriebene Szene um Browns Pensionswirtin lebendig und heiter geraten ist und danach eine kurze Vorstellung einiger Charaktere zu hören ist, steigt man dann sehr tief in dieses Thema ein – inklusive zahlreicher Regeldetails und Vergleichen zum realen Leben. Das hat an einigen Stellen durchaus seinen Charme, ist aber recht lang geraten, vor allem weil zu diesem Zeitpunkt noch nichts vom eigentlichen Fall zu hören ist – wenige, kaum ausgebaute Andeutungen im Intro mal ausgenommen. Erst nach etwa einem Drittel der Laufzeit wird auf den Fall umgeschwenkt, der natürlich ein wenig mit den vorangegangenen Hinweisen verbunden ist. Da man aber noch keinerlei Ahnung hatte, worauf man achten sollte, gehen diese einfach verloren. Sicherlich: Der Fall ist solide zusammengestellt und punktet mit einigen Überraschungen und Wendungen, passt zudem sehr gut in das Ambiente der Serie. Auch der Ablauf der Ermittlungen und die Unmittelbarkeit der Ereignisse gefallen mir. Doch wegen des zu langsamen Starts hat mich die Folge nicht so sehr überzeugt wie frühere.

Jürgen Thormann ist in dieser Episode als Lord Angus zu hören, der Pater Brown das Golfspielen näherbringt. Mit seiner unverkennbaren, kratzigen Stimme sticht er auch hier wieder hervor, bringt die Rolle aber auch sehr glaubhaft und mit einer eingängigen Sprechweise zur Geltung. Überzeugend ist auch Hans Eckart-Eckhardt, der in dem aristokratischen Ambiente sehr gut besteht und einen passenden Klang mit gehobener Wortwahl einbringt. Maria Koschny versteht es auch hier, ihre Rolle eingängig umsetzen und ihr eine authentische Aura zu verleihen, was ihre Szenen gekonnt wirken lässt. Auch Jörg Pintsch, Liane Rudolph und Douglas Weltbat sind zu hören.

Die meisten Dialoge kommen nur mit den Stimmen der Schauspielenden aus, die ihren ihre Wirkung verleihen. An einigen passenden Momenten gibt es auch Geräusche, die sich aber eher dezent im Hintergrund halten, was den klassischen Ansatz der Serie unterstreicht. Auch Musik wird nur selten, dann aber durchaus charmant und stimmungsvoll eingebracht.

Ein Golfball, der von einem behandschuhten Spieler auf dem Rasen platziert wird, daneben ist im sonnigen Gegenlicht ein passender Schläger zu sehen – das Titelbild fokussiert sich ganz auf das Golf-Thema der Episode. Zu der schwarz-weißen Fotografie wurden wie immer schwarze und gelbe Blöcke für die Schriftzüge kombiniert.

Fazit: Dieser Fall von Pater Brown startet sehr langsam und lässt die Zuhörenden erst einmal in die Welt des Golfs eintauchen, was zwar launig, aber leider nicht sonderlich aufregend oder spannend geraten ist. Der spätere Fall ist zwar überzeugend erzählt, kann dann aber nicht mehr so recht Fahrt aufnehmen, sodass dies eine Episode geworden ist, die zwar solide, aber nicht vollkommen überzeugend geraten ist.

VÖ: 23. Dezember 2022
Label: Maritim
Bestellnummer: 4260507177568


Pater Brown – 72. Aus heiterem Himmel



Gerade hat Pater Brown seine sonntägliche Predigt beendet, als ein Mann vom Himmel auf den Kirchplatz stürzt. Seine Identität ist schnell geklärt: Es handelt sich um einen populären Rennfahrer, der aus einem Flugzeug gestürzt ist. Doch handelt es sich um einen Unfall, um Selbstmord oder doch um ein Tötungsdelikt? Pater Brown benötigt bei seinen Ermittlungen mehr denn je die Hilfe von Hercule Flambeau…

Oft wird in den „Pater Brown“-Episoden von Maritim die berufliche Passion der Hauptfigur zwar erwähnt, in der 72. Folge ist man aber hautnah mit dabei, wie er einen Gottesdienst mit den Gemeindemitgliedern begeht – ein gelungener Start für die Handlung, die unmittelbar zu dem eigentlichen Fall umschwenkt und somit keine Zeit verliert. Auch bei den nachfolgenden Ermittlungen ist ein durchgängiger Fluss an Informationen vorhanden, sodass ich nie das Gefühl hatte, dass die Handlung auf der Stelle tritt. Dennoch wird genügend Zeit aufgewendet, um die einzelnen Einfälle ausführlich darzustellen, das Tempo ist somit sehr überzeugend gewählt. Wie sich die Ermittlungen den Umständen des Todes und dem Leben des Opfers gleichermaßen widmen, wirkt ebenfalls sehr rund, so bekommt man einen umfassenden Eindruck von dem Fall, der am Ende dann doch noch einige Überraschungen parat hat. Mir gefällt, wie man auch dann noch ein wenig überrascht wird, wenn eigentlich schon alles klar scheint – das sorgt am Ende noch einmal für mehr Aufregung. Auch das Zusammenspiel von Pater Brown und Hercule Flambeau funktioniert gut, sodass für viel Charme gesorgt wurde.

Volker Brandt spricht die Rolle des Pater Brown auch hier wieder mit sehr präsenter Stimme. Dabei arbeitet er die verschiedenen Aspekte seines Charakters gut heraus und kann sowohl ernste wie auch heitere Momente überzeugend umsetzen. Peter Lontzek punktet ebenfalls mit einer sehr authentischen Sprechweise, er formt dabei eine ausdrucksstarke Figur und passt sich gelungen an die vorherrschende Stimmung an. Sandra Schwittaus unverkennbar rauer Klang nimmt hier mal wieder eine andere Färbung als gewohnt an, auch in dieser Rolle besteht sie mit Bravour. Auch Romanus Fuhrmann, Sina Zandra und Stefan Krause sind zu hören.

Die Serie hält sich in Sachen akustische Begleitung ja eher zurück, auch hier wird da keine Ausnahme gemacht. Insgesamt gefällt mir das zwar gut, die Aufregung bei der Entdeckung des Toten nach dem Gottesdienst wirkt dabei aber zu schwach untermalt. Die wenigen eingesetzten Melodien passen gut zu der Stimmung der Serie und untermalen die Szenenwechsel auf angenehme Weise.

Der Blick von eben aus einem Flugzeug auf die Landschaft, die sich weit unten erstreckt und interessante Formationen offenbart: Das Titelbild greift den anfänglichen Sturz aus dem Flugzeug auf, ohne dabei zu buchstäblich zu werden. Gut gewählt und natürlich wieder in schwarz-weiß, dass auch dieses Bild gut in die bisherige Galerie passt.

Fazit: „Aus heiterem Himmel“ ist ein sehr solider Krimi, der sich der Tat aus verschiedenen Perspektiven nähert. Dabei wird ein umfassender Blick auf das Opfer und die Umstände gewährt, was durch die bereits bekannten Figuren eine gelungene Färbung verpasst bekommt. Das Tempo ist sehr gut gewählt und erlaubt jedem Element so viel Aufmerksamkeit, dass ein gelungener Erzählfluss entsteht.

VÖ: 2. Dezember 2022
Label: Maritim
Bestellnummer: 4260507177445


Pater Brown – 71. Schuld und Vorurteil



Die Gruppe Roma, die seit einigen Tagen auf einem ungenutzten Weidestück kampiert, erweckt in Pater Browns Gemeinde Misstrauen, auch wenn der Geistliche sich redlich bemüht, eine gute Beziehung zu diesen aufzubauen. Die Vorurteile schlagen in offene Anschuldigungen um, als aus einigen Häusern Dinge verschwinden und schließlich auch Silvia Miller, ein freundlicher Teenager aus der Nachbarschaft, nicht mehr zu Hause auftaucht. Doch Pater Brown will nicht glauben, dass die Roma tatsächlich dafür verantwortlich sein sollen…

Mit den Sichtweisen auf einige Bevölkerungsgruppen hat sich glücklicherweise auch der Umgang mit diesen geändert – und auch bei Begrifflichkeiten sind viele Menschen sensibler geworden und meiden Bezeichnungen, die sich die angesprochenen nicht selbst gegeben haben. Genau diese Themen werden auch in der 71. Episode von „Pater Brown“ aufgegriffen, Pater Brown erklärt dies kurz und stellt dabei einiges richtig. Das wirkt sicherlich etwas aus der Zeit gefallen, in der die Krimis angesiedelt sind, setzt heutzutage aber ein wichtiges Statement. Und so ist natürlich von Anfang an klar, dass die freundlichen Roma keineswegs Schuld an den verschwundenen Gegenständen und dem vermissten Teenager sind – Pater Brown hält sich auch gar nicht lange damit auf, diese zu verteidigen, sondern hat noch in der ersten Hälfte der Handlung die schuldige Person ausgemacht. Nunmehr geht es darum, alles wiederzubekommen und der Spur von Silvia Miller zu folgen. Dieser zweite Teil baut einen eigenen kleinen Handlungsbogen auf, beide zusammen greifen zwar gut ineinander, wirkliche Überraschungen kommen dabei aber nicht auf. Die Geschichte ist insgesamt eher ruhig erzählt, hat aber unbestreitbar ihren Reiz und hat mir insgesamt gut gefallen.

Volker Brandt kann in dieser Episode wieder einmal einen größeren Teil seiner Arbeiter als Vorstand einer Kirchengemeinde darstellen und legt dabei viel Energie in seine Stimme – mal besonders freundlich beim Kontakt mit den Roma, aber auch wütend und leidenschaftlich, wenn er seiner Gemeinde den Kopf wäscht. Uschi Hugo bringt mit ihrer unverkennbaren Stimme sorgt ebenfalls für einige markante Momente, auch sie legt viel Energie in ihren Klang und stellt die Bewohnerin der Gemeinde überzeugend dar. Anke Reitzenstein passt sich ebenfalls gut an die Atmosphäre der Episode an und bringt ihre Figur authentisch herüber. Auch Tammo Kaulbarsch, Torsten Münchow und Susanne Meikl sind zu hören.

Auch diese Geschichte um Pater Brown ist akustisch eher dezent umgesetzt, nur wenige Melodien sind eingebaut. Diese gestalten die Szenenwechsel aber atmosphärischer und weicher. Auch die Geräuschkulisse ist eher zurückhaltend, sodass beispielsweise die fröhliche Stimmung im Lager der Roma gar nicht so recht zur Geltung macht. Insgesamt wirkt das aber stimmig.

Die Covergalerie der Fälle von Pater Brown zeigt zu jeder Episode ein Foto in schwarz-weiß, das ein Thema aus dem Hörspiel aufgreift – und diese Folge macht da keine Ausnahme. Zu sehen sind einige Planwagen, offenbar bewohnt und auf einer Weide abgestellt: Das Lager der Roma wird dabei gelungen angedeutet.

Fazit: „Schuld und Vorurteil“ macht einerseits ein wichtiges Statement, der Umgang mit den Roma, die ihnen entgegenschlagenden Vorurteile und wie Pater Brown sich (zumal zu seiner Zeit) dagegenstellt, haben mir gut gefallen. Der eigentliche Fall ist unterhaltsam, aber nicht überragend erzählt, viele Elemente konnte man sich bereits denken oder sind nicht sonderlich überraschend. Eine solide Episode.

VÖ: 8. Juli 2022
Label: Maritim
Bestellnummer: 4260507175182


Pater Brown – 66. Ein Mörder zum Dinner



Pater Brown wird zu einem Abendessen eingeladen, das keinesfalls so harmlos ist, wie die anderen Gäste zunächst denken. Denn der eigentliche Sinn ist, den Tod an einem der reichsten Männer Englands aufzudecken – und der Mörder muss mit am gedeckten Tisch sitzen. Um ihn aus der Reserve zu locken, schlägt der Pater ein kleines Gesellschaftsspiel vor, das die Stimmung unter den Gästen aber schnell kippen lässt…

Neben seiner ausgeprägten moralischen Seite und dem schelmisch-humorvollem Wesen ist auch der Trickreichtum von Pater Brown ein wesentliches Element der von Gilbert Keith Chesterton geschaffenen Figur. Die 66. Episode der Serie von Maritim wird besonders das letztgenannte sehr gekonnt dargestellt, denn schon innerhalb der ersten Minuten des einstündigen Hörspiels wirkt sein Plan, den Mörder zu entlarven, ziemlich ausgeklügelt. Dennoch haben die Zuhörenden zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dem kirchlichen Ermittler lägen wichtige Informationen vor, die einem selbst vorenthalten werden. Vielmehr lernt man gemeinsam mit Pater Brown mehr über die anwesenden Personen und ihre Beziehung zum Toten, aber auch ihre gegenseitigen Vorbehalte. Jeder einzelne hat dabei einen starken Charakter vorzuweisen, was die Figuren immer weiter gegeneinander ausspielt. Undurchsichtige Aussagen und Verschleierungen der Wirklichkeit nehmen immer weiter Form an, bis in einem geschickt gelösten Finale der Täter entlarvt wird. Teile davon konnte man sich durch die vorigen Hinweise schon erschließen, sodass die dann hinzugefügten Details stimmig wirken und dennoch ein Überraschungseffekt austritt. Durch die Begrenzung auf eine kurze Zeitspanne und nur einen Schauplatz wirkt die Episode zudem klassisch und sehr dicht, sodass sie mir gut gefallen hat.

Uschi Hugos Stimme kommt in diesem Hörspiel sehr gut zur Geltung, da sie einen sehr harten, oft spöttischen oder sarkastischen Ton anschlägt und die Szenerie dabei immer wieder neu zu prägen weiß. Auch Lutz Mackensy sorgt für viele eindrucksvolle Momente, er bringt die angespannte Stimmung auf den Punkt und verleiht der Stimmung immer wieder neue Impulse. Auch Till Hagen verleiht seiner Figur eine markante Ausstrahlung und viele starke Momente, wobei er durch geschickte Betonung und glaubhaftes Auftreten punktet. Auch Arianne Borbach, Gordon Piedesack und Rüdiger Schulski sind zu hören.

Da sich die Handlung sehr auf den Dinnerabend konzentriert und der Schauplatz und die Personenkonstellation kaum wechseln, kann in der akustischen Gestaltung natürlich nur wenig Abwechslung geboten werden. Doch die Szenerie wirkt stimmig und wird mit passenden Geräuschen und einigen stimmigen Melodien unterlegt, sodass alles eine gut zusammenpassende Ausstrahlung bekommt.

Auf Hochglanz poliertes Besteck, feine Weingläser, eine edle Tischdecke – das Titelbild der Episode spielt auf die Dinner-Szenerie an, die den wesentlichen Teil der Handlung ausmacht. Das ist schlicht in Szene gesetzt, aber durchaus passend und individuell geraten. Und natürlich ist auch dieses in schwarz eingerahmte Bild in Schwarz-Weiß, sodass es sich gut in die bisherige Covergalerie einfügt.

Fazit: „Ein Mörder zum Dinner“ wirkt in seinem Aufbau fast klassisch: Ein begrenzter Kreis an Verdächtigen, die alle in einem Raum zusammenkommen. Mit den aufkommenden Beschuldigungen, Streitigkeiten und Verschleierungen nimmt die Handlung immer neue Richtungen und wirkt spannend und aufregend – und trotz des begrenzten Schauplatzes abwechslungsreich. Besonders die markanten Figuren lassen die Folge lebendig wirken.

VÖ: 17. Dezember 2021
Label: Maritim
Bestellnummer: 4260507170729


Pater Brown – 52. Das Rätsel der schwarzen Nonne



Erster Eindruck: Ermittlungen im Sanatorium

Pater Brown macht sich auf bitten eines Gemeindemitgliedes auf in das Sanatorium in Manderley Cove, da sich eine alte Freundin, die dort als Rezeptionistin arbeitet, seit langem nicht gemeldet hat. Auch ihre Tochter Lucy ist in großer Sorge und ist sehr dankbar für die Hilfe des Geistlichen. Doch ansonsten stößt ihm viel Misstrauen entgegen, was seine Recherchen deutlich erschwert...

Oft haben die Geschichten um Pater Brown einen religiösen Bezug, schließlich ermittelt auch ein Geistlicher in den unterschiedlichsten Fällen. Auch in den neu erdachten Geschichten, die für Maritim umgesetzt werden, ist dies mal mehr, mal weniger der Fall. „Das Rätsel der schwarzen Nonne“ klingt zwar nach Ermittlungen im Kloster, die genannte Gestalt kommt aber nur am Rande vor. Die Handlung startet eher gemächlich und lässt sich viel Zeit, die verschiedenen Charaktere und die Grundsituation vorzustellen, was unterhaltsam gelungen ist. Doch auch die Ermittlungen kommen nur langsam voran, immer werden dem Ganzen nur kleine Puzzlestücke hinzugefügt. Und auch die Auflösung kommt nur sehr verzögert beim Hörer an, sodass die Spannung immer wieder nachlässt. Die 70 Minuten Laufzeit des Hörspiels wirken insgesamt zu lang für die erzählte Geschichte. Diese wird am Ende dann aber wieder stark und präsentiert eine Auflösung, mit der man so nicht unbedingt gerechnet hätte und zwar nicht durchgängig logisch, aber dafür interessante dargeboten wird. Schade, dass der Mittelteil so sehr in die Länge gezogen wurde, so hinterlässt diese Folge leider nur einen soliden Eindruck.

Marie Bierstedt ist in der Rolle der Lucy Paxton zu hören, ihre sanfte und helle Stimme passt sehr gut zu der Figur, zumal sie die Sorge um ihre verschwundene Mutter sehr gefühlvoll in Szene setzt und auch im Finale einen sehr markanten Eindruck hinterlässt. Michael Bideller spricht hier Dr. Frank Enderby und hinterlässt einen guten Eindruck, da er eine facettenreiche und prägnante Sprechweise an den Tag legt. Auch Uschi Hugo hat mir gut gefallen, sie spricht die Dr. Kim Warden sehr dynamisch und passt sich gut der Szenerie an. Weitere Sprecher sind Helmut Krauss, Sascha Rotermund und Bodo Wolf.

Die akustische Umsetzung dieser Folge ist unauffällig und natürlich gelungen, die verschiedenen Klänge sind gut aufeinander abgestimmt. Dabei spielt die Musik nur eine untergeordnete Rolle, ist aber passend ausgewählt und setzt auf passende Melodien. Die Geräusche sorgen für einen glaubwürdigen Eindruck der verschiedenen Szenen und lassen diese greifbarer erscheinen.

Der Pater ist in weißem Gewand, die Arme grüßend erhoben, vor einigen afrikanischen Ureinwohnern zu sehen, die festlich geschmückt sind. Das Ganze hat rein gar nichts mit der Handlung zu tun und ist einer der bekannten Verfilmungen entnommen. So passend ich die schwarz-weißen Fotografien für diese Serie auch finde, hier hätte man sicherlich noch ein anderen Motiv gefunden.

Fazit: Nach einem gut erzählten Auftakt, der Charaktere und Situation umfassend vorstellt, ist der Mittelteil leider zu lang geraten und kann die Spannung nicht durchgängig halten. Zu oft hat man das Gefühl, dass gleich die Auflösung kommen müsse, wobei dann aber doch nicht viel dabei herauskommt. Dafür ist die Auflösung dann wieder gut erzählt und schließt die Folge gekonnt ab.

VÖ: 28. April 2017
Label: Maritim
Bestellnummer: 978-3-960660-33-0


Pater Brown – 51. Die Todesschlinge



Erster Eindruck: Wiedersehen nach vielen Jahren...

Der eisige Winter hat das Land voll im Griff, und auch ein kleiner Gasthof wird eingeschneit und ist völlig von der Außenwelt abgeschnitten. Neben Pater Brown hat dort auch eine Gruppe von vier ehemailigen Schulkameraden unterschlupft gefunden, dessen Mitglieder mittlerweile gestandene Männer sind. Doch niemand von ihnen hat den Streich vergessen, den sie einst dem Hausmeister ihrer Schule gespielt haben und der schreckliche Folgen hatte...

Über 100 Jahre ist es mittlerweile her, dass Pater Brown von seinem geistigen Schöpfer Gilbert Keith Chesterton erdacht wurde, und immer noch ist der christliche Ermittler äußerst beliebt. Und so erscheinen bei Maritim mittlerweile auch Hörspielfolgen mit eigens erdachten Geschichten, wobei sich diese meist an den ursprünglichen Erzählungen orientieren. „Die Todesschlinge“ greift dabei ein sehr prominentes Motiv aus einigen älteren Krimis auf: Eine Gruppe von Menschen ist von der Außenwelt abgeschnitten, während sie sich durch einige Morde immer weiter verkleinert. Dies wird hier jedoch durch einige gelungene Elemente angereichert, denn eine gemeinsame Vergangenheit verbindet die Anwesenden. Und so wird zunächst ein sehr starkes Mordmotiv vorgegeben, doch ganz so einfach liegt der Fall dann doch nicht. Und so nähert sich der Hörer gemeinsam mit dem ermittlenden Pater Brown immer näher an den Täter, wird dabei aber auch über mehrere Umwege gelotst. Sehr gut gefällt mir dabei die Unsicherheit, die aufkommt, den scheinbar klare Sachverhalte werden dennoch immer wieder in Frage gestellt. Das macht das Ganze dynamisch und unterhaltsam, zumal auch nach der klassischen Auflösung im Kreise der verbliebenen Verdächtigen die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt ist, sondern in einem packenden Finale sein Ende findet.

Bodo Wolf ist in der Rolle des Hausmeisters zu hören, den er verbittert und vergärmt klingen lässt, aber dennoch mit viel Energie und angestauter Wut umsetzt. Besonders die Szene, in der er seine Gedanken zur Vergeltung präsentiert, wirken sehr intensiv. Michael Pan spricht Norman Cassbrick, einen der ehemaligen Schulkameraden, seine klangvolle Stimme lässt ihn einzigartig wirken und verleiht ihm ganz eigene Charakterzüge. Gleiches gilt für Klaus Dieter Klebsch, der als Bruce Mc Bannister eine sehr gelungene Darbietung präsentiert. Weitere Sprecher sind Viktor Neumann, Hans-Jürgen Dittberner und Rita Engelmann.

Die akustische Umsetzung der Folge ist zurückhaltend, wie man es seit Beginn der Serie gewohnt ist. Besonders Musik wird nur sehr sparsam eingesetzt, dafür sorgen einige Geräusche für eine passende Kulisse. So kommt auch die Stimmung in der Herberge gut zur Geltung, wobei die meiste Atmosphäre hier von der guten Sprecherleistung ausgeht.

Auch hier wird das Cover wieder von einem Szenenbild aus einem der bekannten Verfilmungen der Originalgeschichten geziert, wobei Pater Brown einsam auf einem ausladenden Sofa sitzt. Das hat mit der Folge an sich nur wenig zu tun und wirkt austauschbar, wobei auch im Inneren keine weiteren Extras zu finden sind.

Fazit: Eine Gruppe von der Außenwelt abgeschnittene Menschen, unter ihnen ein skrupelloser Mörder – was nach einem ziemlich konventionellen Ausgangspunkt klingt, ist eine sehr spannende Erzählung, die den Hörer auf diverse falsche Fährten lockt und für überraschende Wendungen sorgt. Besonders das Ende ist ungewöhnlich und sehr stark erzählt.

VÖ: 9. Dezember 2016
Label: Maritim
Bestellnummer: 978-3-960660-32-3


Die Geheimnisse des Pater Brown – 6. Raue See



Erster Eindruck: Mord auf hoher See

Pater Brown wird selbst für ihn zu einem ungewöhnlichen Einsatz gerufen – auf einer Bohrinsel in der Nordsee ist neue Seelsorger ausgefallen, nun soll der gewitzte Brown seine Stellung übernehmen. Doch neben einem schweren Sturm macht der Besatzung auch noch ein Saboteur das Leben schwer, und schließlich erschüttert ein grausamer Mord nicht nur den Geistlichen...

Die neue Veröffentlichung in Boxen hat für Fans der Pater Brown-Serie – die jetzt unter „Die Geheimnisse des Pater Brown“ läuft – den Vorteil, dass gleich drei Fälle auf einmal von der beliebten Detektiv-Figur gelöst werden. Den Abschluss der zweiten Box bildet der Fall Raue See“, der stärker als bisher von den früheren Geschichten abweicht. Da wäre zum einen das ungewöhnliche Szenario, die Ölplattform. Anders als bisher spielt die Folge also nicht in einer eher ländlichen Gegend, der Pfarrer muss sich noch mit dem beengten Raum und der fehlenden Möglichkeit zur freien Bewegung auseinandersetzen. Das bringt durchaus interessante neue Aspekte mit ein und ist eine Bereicherung für die Serie. Was allerdings ein wenig sauer aufstößt ist der grausame Mord – er wird zwar nicht in allen Einzelheiten geschildert, will aber nicht so recht in die Grundstruktur der Serie passen und fällt somit eher negativ auf. Hier wäre eine „herkömmlichere“ Todesart vielleicht doch besser platziert gewesen. Am Verlauf der Folge ist nichts auszusetzen, sie ist spannend erzählt und bietet einige Überraschungen sowie eine gekonnte Auflösung. Insgesamt eine gute Folge, die die Serie auf leicht andere Pfade führt.

Die Besetzung der Rollen ist wieder gut gelungen, die Stimmen gehören talentierten Schauspielern, die ihre Rollen verkörpern können. Jürgen Kluckert ist als Ing. Bullard eine sehr gute Wahl und zeigt wieder einmal, wie wandlungsfähig und vielseitig er ist. Stefan Kaminski spricht Dr. Bergström und kann auch diesem Charakter etwas sehr Lebendiges verleihen. Christian Rode hat einen kurzen, aber erheiternden Auftritt als Bischof Wooley, den er sympathisch wie immer darstellen kann. Weitere Sprecher sind Melanie Fouche, Kai-Henrik Möller und Ole Pfennig.

Nach dem gelungenen und beschwingten Titellied, welches die Folgen stets gut gelaunt eröffnet, ist noch weitere Musik zu hören, die dieses mal aber sehr in den Hintergrund tritt und eher den Geräuschen die Gestaltung der Atmosphäre überlässt – was sich bei dem gewählten Spielort auch sehr anbietet. Das Wellenschlagen und der Sturm bilden eine passende Atmosphäre.

Die Gestaltung der Box bringt etwas mehr Farbe ins Spiel als die ursprüngliche Serie, ansprechende Gelb- und Ockertöne wurden gewählt und ziehen sich durch die komplette Box. Das Cover wird neben einem Konterfei des Paters noch durch eine schwarz-weiß Fotografie einer stürmischen See geziert, im Inneren des Booklets herrscht Schlichtheit, alle Angaben wurden auf ein Minimum reduziert.

Fazit: Der Mord in dieser Folge schlägt ein wenig aus der Reihe, ansonsten eine spannende Folge mit einigen neuen Elementen, die sich gut einfügen.

VÖ: Mai 2011
Label: Maritim
Bestellnummer: 978-3-86714-314-1

Diese Folge ist nur in der zweiten "Die Geheimnisse des Pater Brown" Box erhältlich, die die Folgen 4-6 enthält.


Die Geheimnisse des Pater Brown – 5. Pater Brown macht Urlaub



Erster Eindruck: Suche nach dem wahren Motiv

Endlich hat sich Pater Brown dazu entschlossen, einen ruhigen Urlaub zu verbringen. Doch schon kurz nach der Ankunft in dem kleinen Hotel wird er mit einem Mord konfrontiert. Die überaus unbeliebte Frau Rosenberg wurde umgebracht, und praktisch jeder der anderen Hotelgäste hätte ein Motiv gehabt. Dem kriminalistischen Geistlichen bleibt nicht anderes übrig, als zu ermitteln...

Weiter geht es mit der Neuauflage von Pater Brown, in der neu geschriebene Fälle der Figur von G. K. Chesterton vertont werden. „Pater Brown macht Urlaub“ stammt von Thomas Tippner und ist die zweite Folge der zweiten 3er Box. Auch hier wird eher auf ein klassisches Szenario gesetzt als allzu viele Neuerungen einzubringen, die zu weit von den ursprünglichen Fällen angesiedelt sein könnten. Ein Mord, eine stattliche Anzahl an Verdächtigen und jede Menge aufschlussreiche Gespräche von Pater Brown, die nach und nach auf die richtige Spur des Mörders führen sollen. Mir gefällt, dass sich während der laufenden Ermittlungen keine Verdächtigen ausschließen, Brown dies im Stillen macht, so ist bis zum Schluss ungewiss, wer der Täter ist, jeder kann seine eigenen Schlussfolgerungen ziehen und überprüfen, ob er richtig lag. Das ist auch recht spannend erzählt und findet seinen Höhepunkt in einer Versammlung aller Hotelgäste, in der in alter Manier eines klassischen Krimis der Mörder überführt wird, nachdem die Ereignisse noch einmal Revue passiert sind. Ein kleines Manko gibt es dann doch: Die Figur der Clara Mitchel, einer netten jungen Frau, mit der sich der Pater anfreundet, wirkt zu offensichtlich wie ein Hilfsmittel, um Gedankengänge und Ermittlungsfortschritt aufzuzeigen, ihr Charakter an sich bleibt zu farblos, um in die ansonsten gut aufgestellte Szenerie zu passen. Ansonsten ein starker Fall für die Serie mit einem klassischen Aufbau und interessanten Figuren.

Die Sprecherauswahl ist gelungen, zahlreiche bekannte Stimmen haben sich einmal mehr um das Mikrofon versammelt. Udo Schenk spricht Cliff Parker, seine unverwechselbare Stimme verleiht auch dieser Figur das gewisse Etwas und lässt ihn recht mysteriös wirken. Volker Bogdan spricht Walter Rosenberg, den verwitweten Mann, auch er kann seinen Charakter mit einer glaubhaften Sprechweise und guter Betonung ausstatten. Tatjana Auster gefällt mir hier als Clara Mitchel nicht allzu gut, ein wenig zu übertrieben ihre Darbietung. Weitere Sprecher sind Anita Hopt, Karin Eckhold und Michael Harck.

Akustisch gesehen ist auch diese Folge auf einem guten Niveau, die Musik ist einmal mehr ansprechend ausgewählt und schafft eine angenehme Stimmung. Hier wurde wieder mit einigen Geräuschen gearbeitet, die das Flair des kleinen Hotels und der schönen Umgebung widerspiegeln können sowie einzelne Szenen besser nachvollziehbar machen.

Die Gestaltung der Box bringt etwas mehr Farbe ins Spiel als die ursprüngliche Serie, ansprechende Gelb- und Ockertöne wurden gewählt und ziehen sich durch die komplette Box. Das Cover wird neben einem Konterfei des Paters noch durch eine schwarz-weiß Fotografie einer stürmischen See geziert, im Inneren des Booklets herrscht Schlichtheit, alle Angaben wurden auf ein Minimum reduziert.

Fazit: Ein wirklich gut erzählter, interessanter und ansprechender Fall, der den Hörer geradezu zum Mitraten einlädt.

VÖ: Mai 2011
Label: Maritim
Bestellnummer: 978-3-86714-314-1

Diese Folge ist nur in der zweiten "Die Geheimnisse des Pater Brown" Box erhältlich, die die Folgen 4-6 enthält.


Die Geheimnisse des Pater Brown – 4. Die Leiche im Strassengraben



Erster Eindruck: Mit Julius auf Reisen

Mitten auf einer einsamen Landstraße und bei strömendem Regen hat der Wagen, in dem Pater Brown und Julius sitzen, eine Panne. Zu allem Überfluss entdecken sie, dass vorher ein Unfall passiert ist, bei dem die Insassen umgekommen sind. Doch Pater Brown fallen sofort einige Ungereimtheiten ins Auge, und so hat er schnell wieder einen neuen Fall...

Was tun, wenn sich die Vorlagen zu einer erfolgreichen Serie dem Ende zuneigen? Eine Frage, mit der sich auch Maritim konfrontiert sah, als keine Geschichten mehr von G. K. Chesterton und seiner Figur Peter Brown vorhanden waren, die man als Hörspiel umsetzen konnte. Die Lösung: Krimiautoren, die auch schon Vorlagen für andere Serien des Labels geschrieben haben, erschaffen neue Fälle für den pfiffigen Geistlichen. Dies wurde gleichzeitig als Anlass genommen, die Veröffentlichung wie bei Mimi Rutherfurt auf Boxen zu je drei CDs umzustellen, deren zweite nun erschienen ist. Den Auftakt macht „Die Leiche im Strassengraben“, die tatsächlich große Ähnlichkeit mit einem der originalen Fälle hat. Unvermittelt stößt Pater Brown auf ein Verbrechen, langsam muss er die Verhältnisse verschiedenster Personen zueinander aufdröseln, um nach und nach Verdächtige ausschließen zu können – lupenreine Ermittlungsarbeit, bei der auch der Zuhörer miträtseln kann. Falsche Fährten und zunächst verwirrende Fakten werden langsam, aber stetig aufgeklärt, bis schließlich in einem fast schon traditionell zu nennenden Finale alles aufgelöst wird. Dabei sind es wieder einmal die Nebenrollen, die den Pepp in die Handlung bringen und sie abwechslungsreich wirken zu lassen. Ein guter Fall des geistlichen Ermittlers, der eine knappe Stunde unterhaltsamen Krimi zu bieten hat.

Gerade einmal fünf Sprecher sind hier zu hören, mehr braucht es nicht, um den Fall zu erzählen. An vorderster Stelle steht natürlich wieder Volker Brandt und seine unvergleichliche Interpretation der Hauptfigur, die er wieder mit jede Menge Witz, Charme und Cleverness umzusetzen weiß. Michael Tietz spricht erneut den Julius und ist damit auch stimmlich eine gute Ergänzung zu Brandt. Susanne Meikl kann mit Lady Gloria eine interessante und vielseitige Figur gekonnt darstellen. Stefan Staudinger und Walter von Hauff ergänzen die Liste zum Quintett.

Der wunderbare Titelsong ist natürlich geblieben, sodass auch die neuen Fälle von Pater Brown beschwingt beginnen können. Und auch die restliche akustische Gestaltung ist gleich geblieben, einige Melodien lockern das Gehörte auf und verleihen ein Ambiente, das ein wenig Druck von der Geschichte nimmt und eher auf das pfiffige Gemüt der Hauptfigur zugeschnitten sind.

Die Gestaltung der Box bringt etwas mehr Farbe ins Spiel als die ursprüngliche Serie, ansprechende Gelb- und Ockertöne wurden gewählt und ziehen sich durch die komplette Box. Das Cover wird neben einem Konterfei des Paters noch durch eine schwarz-weiß Fotografie einer stürmischen See geziert, im Inneren des Booklets herrscht Schlichtheit, alle Angaben wurden auf ein Minimum reduziert.

Fazit: „Die Leiche im Strassengraben“ erinnert stark an eine der früheren Folgen, der Aufbau ist gelungen und die Figuren kommen gut zur Geltung.

VÖ: Mai 2011
Label: Maritim
Bestellnummer: 978-3-86714-314-1

Diese Folge ist nur in der zweiten "Die Geheimnisse des Pater Brown" Box erhältlich, die die Folgen 4-6 enthält.


Pater Brown – 27. Penelope

wysiwyg image

Erster Eindruck: Mord in der Kirche

Pater Brown hat in seiner Karriere als Hobbydetektiv schon etliche merkwürdige Fälle untersuchen müssen, doch dass mitten in einer Messe der Kirchenmusiker erschossen wird ist ihm auch noch nicht untergekommen. Sofort macht er sich daran, den Mord zu klären, doch lediglich ein Zettel mit einer kleinen Notiz kann ihm erste Anhaltspunkte liefern...

Der typischste Kriminalfall wird zu etwas Besonderen, wenn er von einem ungewöhnlichen Ermittler aufgeklärt wird. Das beweist einmal mehr die 27. Folge von Pater Brown, der in seiner Tätigkeit als Pfarrer mal wieder in einem Mordfall ermitteln muss. Dieser ist keineswegs profan oder schnell durchschaubar, sondern entwickelt sich insgesamt recht spannend und kurzweilig. Dennoch wäre es „nur“ ein weiteres Krimihörspiel, wenn es nicht aus der Serie „Pater Brown“ stammen würde und damit einen pfiffigen, witzigen und ungewöhnlichen Ermittler hätte, dessen Eigensinn viele reizvolle Momente und ein ungewöhnliches Ambiente schaffen würde. Diese Figur ist das Salz in der Suppe und lässt auch diese Folge zu einem richtig guten Hörspiel werden.

Erich Räuker ist in dieser Folge als Chief Inspektor zu hören und setzt seine markante Stimme wieder vielfältig und präzise ein, er verleiht dem Charakter etwas sehr Bodenständiges. Helmut Krauss ist als William zu hören und kann auch hier durch seine wunderbare Sprechweise überzeugen. Ingeborg Christiansen setzt als Mrs. Selma Roach wieder Akzente, ihre angenehme Stimme höre ich immer wieder gern. Weitere Sprecher sind unter anderem Stefan Staudinger, Christian Tobernetz und Ariane Borbach.

Die pfiffige Titelmelodie der Serie findet nicht nur am Anfang Verwendung, sondern taucht in Variationen auch immer wieder im Verlauf der Handlung auf, um Szenenübergänge sanfter zu gestalten. Das ist ein gelungener Wiedererkennungswert und bildet einen gelungenen roten Faden durch die Handlung.

Fast schon als minimalistisch ist die Covergestaltung zu bezeichnen. Auf dem für die Serie typischen Foto in schwarz und weiß ist dieses mal jedoch keine Filmszene zu sehen, sondern ein schlichtes Gotteshaus. Die restliche Aufmachung enthält nur die notwendigsten Informationen, ist aber übersichtlich gestaltet.

Fazit: Ein fast schon klassischer Kriminalfall, der durch die wunderbare Hauptfigur und das interessante Ambiente stark aufgewertet wird.

VÖ: Oktober 2010
Label: Maritim
Bestellnummer: 978-3-86714-312-7


Pater Brown – 26. Todbringende Eucharistie

wysiwyg image

Erster Eindruck: Eine verhängnisvolle Beichte

Mit den Schattenseiten seines Berufes muss sich Pater Brown am Sterbebett seines Freundes Pater Hayworth auseinandersetzen. Denn dieser hat vor über 25 Jahren in einer Beichte von einem Mord erfahren, sich aber an seine Schweigepflicht gehalten. Nun will er sein Gewissen erleichtern und für Gerechtigkeit sorgen – Pater Brown greift ein...

Nicht immer wird in der Maritim-Serie „Pater Brown“-Serie um den kriminalistischen Geistlichen die Kirche von ihrer besten Seite beleuchtet. In der 26. Folge der Serie geht Autor Ben Sachtleben sogar noch einen Schritt weiter und stellt einen anderen Pfarrer als Verbrecher dar. Die Hintergründe der Tat werden dabei an den Anfang gestellt, das Beichtgeheimnis dient als interessanter Startpunkt der Folge. Die Gewissensfrage, ob ein Pater einen Mord decken kann, ist gut beleuchtet und wird von verschiedenen Sandpunkten aus betrachtet. Doch auch der sich daraus entwickelnde Kriminalfall hat seinen Reiz, stets ist der Hörer in einigen Punkten im Unklaren und fiebert so mit Pater Brown mit. Die angenehm ruhige Atmosphäre, die dabei von dem Hörspiel ausgeht, lässt auch diese Folge der Serie zu einem richtig guten Krimihörspiel werden.

Lediglich sechs Sprecher sind in der Produktion zu hören, allen voran natürlich der wunderbare Volker Brandt als Pater Brown, der mit seiner sehr fröhlichen und lockeren Art den pfiffigen Geistlichen sehr sympathisch wirken lässt. Peter Groeger ist als Pater Hayworth mit dabei und kann mit seiner markanten Stimme wieder zum Gelingen seiner Rolle beitragen. Auch Stephan Schwartz ist in der Rolle eines Paters zu hören, Pater Gidding bekommt von ihm eine ganz eigene Note verpasst. Ebenfalls zu hören sind Volker Bogdan, Kai-Henrik Möller und Claudia Gahrke.

An der Produktion gibt es nichts Gewichtiges auszusetzen, wie immer ist sie sehr schlicht gehalten. Einige wenige Melodien lockern das Geschehen auf, während passende Geräusche einige der Szenen glaubwürdiger machen. Die Konzentration liegt allerdings bei den Protagonisten, was der Geschichte sehr zu Gute kommt.

Noch schlichter als die akustische Gestaltung präsentiert sich das Cover, ein einfaches Foto in schwarz-weiß mit einer Filmszene, ansonsten einige gelbe Absetzungen, sonst nichts. Sogar der Titel der Serie ist in einfachem Fließtext geschrieben, ohne eine optische Aufarbeitung erfahren zu haben. Den Hörgenuss trübt dies jedoch wie immer keineswegs.

Fazit: Ein außergewöhnlicher und reizvoller Ausgangspunkt, eine spannende und kurzweilige Geschichte – eine hervorragende Folge der Serie.

VÖ: September 2010
Label: Maritim
Bestellnummer: 978-3-86714-280-9


Pater Brown – 25. Heiteres Pfarrfest

wysiwyg image

Erster Eindruck: Feuer in Glastonbury

Mit einer Gruppe von Waisenkindern nimmt Pater Brown an einem Pfarrfest im benachbarten Ort Glastonbury teil. Doch ein Feuer bricht auf einem in der Nähe gelegenen Landsitz auf, und der Pfarrer macht sich Sorgen um die Kinder. Hätte er jedoch schon vorher gewusst, wie tatkräftig sie ihn bei der Auflösung des Falles des Verschwundenen Mr. Carroll unterstützen, wäre dies nicht wirklich nötig gewesen...

Die Geschichten von Gilbert Keith Chesterton sind aufgebraucht, sodass Maritim auf andere Autoren zurückgreifen muss, die nach den Motiven der Reihe eigene Kriminalfälle erdenken. Schön ist es natürlich, wenn dies so gut funktioniert wie bei der 25. Folge der Serie mit dem Titel „Heiteres Pfarrfest“ aus der Feder von Ben Sachtleben. Präsentiert wird eine Geschichte, die sich nahtlos in das Werk Chestertons einfügen würde und einige spannende Momente bietet. Die Einleitungsphase ist vielleicht etwas zu lang geraten, dafür werden aber die Charaktere genau und unterhaltsam vorgestellt. Erst mit dem Brand im Ort kommt die Geschichte so richtig in Schwung und ist in ihrer gewohnt charmanten Art erzählt. Besonders die Waisenkinder Billie und Matt bringen frischen Wind in die Handlung, lockern das Ganze auf. Die Auflösung präsentiert sich gewohnt pfiffig, wenn sie auch schon seit einiger Zeit abzusehen war. Insgesamt hat mir diese Folge wirklich gut gefallen.

Die Mischung der Sprecher ist erneut gelungen, besonders die Kinder passen gut in die Handlung. Da wäre zum einen Lisa Sternberg, die die Rolle der Billie mit viel Schwung und Engagement spricht. Aber auch Lukas Sperber kann als Matt glaubwürdig klingen und kann für einige witzige Momente sorgen. Als Inspektor Kirley ist Michael Harck zu hören, dessen einprägsame Stimme für genügend Aufmerksamkeit sorgen kann. Weitere Sprecher sind unter anderem Christian Rode, Peter Buchholz und Wolf Frass.

Nicht gerade aufwändig ist das Sounddesign geworden, Handlung und Dialoge stehen hier klar im Mittelpunkt. Etliche kleine, fröhliche Melodien haben sich jedoch schon eingefunden, um das Ganze ein wenig aufzulockern und die beschwingte Grundstimmung zu betonen. Die wenigen eingefügten Geräusche passen ebenfalls gut.

Wie immer ist die Aufmachung der CD äußerst schlicht und auf das Wesentliche beschränkt. Das Titelbild ist einem Pater Brown-Film mit Heinz Rühmann entnommen und in schwarz weiß. Da der Hintergrund ebenfalls schwarz ist, sind die kleinen gelben Absetzungen der einzige, effektvolle Farbklecks.

Fazit: Die Waisenkinder bringen frischen Wind in die Handlung, die auch so schon zu einer guten Folge gereicht hätte. So macht Pater Brown richtig Spaß!

VÖ: September 2010
Label: Maritim
Bestellnummer: 978-3-86714-279-3


Pater Brown - 23. Das Zeichen des zerbrochenen Säbels



Erster Eindruck: Spuren der Vergangenheit...

Die freundliche Fremdenführerin Gwen Sinclair bittet Pater Brown in einem ganz besonderen Fall um seine Mithilfe: Ihr Onkel wurde ermordet, ein zerbrochener Säbel um seinen Hals geschlungen. Doch das Verbrechen geschah vor Jahrzehnten, lebende Zeugen gibt es nicht mehr. Trotzdem stürzt sich der pfiffige Geistliche sofort auf die Arbeit...

Dass nach 22 vorangegangenen Kriminalfällen um den sympathischen und pfiffigen Geistlichen Pater Brown noch echte Innovationen stattfinden, darf wohl kaum erwartet werden. Trotzdem ist die 23. Folge "Das Zeichen des zerbrochenen Säbels an einigen Stellen recht überraschend, da die bekannten Motive um einige Details erweitert wurden. So ist besonders die Idee, dass es kaum noch Spuren für die lange zurückliegende Tat gibt, reizvoll. Denn Pater Brown löst den Mord fast ausschließlich durch logisches Kombinieren und gute Kenntnis vom menschlichen Handeln. Streckenweise sind die Dialoge zwar recht lang geraten, doch größtenteils wird hier kurzweilige Unterhaltung geboten, da die fröhliche Hauptperson wie immer viel Charme versprüht. Sehr gut gefallen hat mir die leicht ironische Anfangsszene, die nur bedingt mit dem Fall zu tun hat. Doch das sich streitende Ehepaar auf der Fremdenführung ist sehr amüsant anzuhören. Eine eher ruhige Folge mit einigen interessanten Winkelzügen, der ich gerne gelauscht habe.

Der wunderbare Eberhrdt Prüter ist als Mortimer Symons der hauptsächliche Gesprächspartner von Pater Brown in dieser Folge. Mit seiner unverwechselbaren Stimme, die besonders in den leicht genervten Tonlagen einzigartig ist, verleiht er seiner Figur einen prägnanten Ausdruck. In der Rolle des Captain Keith ist Udo Schenk zu hören, auch er kann eine punktgenaue Darstellung seines Charakters vollbringen. Das streitende Ehepaar am Anfang besteht aus Viola Sauer und Michael Iwannek, die hörbar Spaß an der Situation hatten. Weitere Sprecher sind Frank-Otto Schenk, Stefan Staudinger und Susanne Meikl.

Wie immer eher schlicht ist die musikalische Begleitung der Handlung. Die bereits bekannte Titelmelodie eröffnet die Folge eher klassisch, danach folgen noch einige nette Musikstücke und glaubhafte, aber wenige Geräusche. Der Fokus liegt so ganz auf den Sprechern, was während der langen Dialoge nicht immer von Vorteil sein muss.

Auch bei der Gestalung des Cover gibt es keine Neuigkeiten, ein Bild aus einem Pater Brown-Film ziert das Titelbild, der auffällige gelbe Streifen lässt sich auch im Inneren wiederfinden. Etwas irreführend ist die Bezeichnung "Hörbuch" auf dem Titelbild, vielleicht klingt "Hörspiel" für die angestrebte Zielgruppe doch einfach zu kindlich?

Fazit: Einige geschickte Einfälle und ein interessantes Thema helfen, die teilweise langen Dialoge unterhaltsam zu halten.

VÖ: April 2010
Label: Maritim
Bestellnummer: 978-3-86714-277-9


Pater Brown - 22. Die purpurfarbene Perücke



Erster Eindruck: Eine alberne Kopfbedeckung und ein entstelltes Ohr...

Francis Finn, Journalist für eine Klatsch-Zeitung, soll über den angeblichen Fluch über ein Adelshaus in Devonshire berichten. Zufällig begegnet er Pater Brown, dessen Freund Dr. Eduard Mull Bibliothekar am herzöglichen Hofe ist. Doch ein Toter lenkt Finn schnell von der ursprünglichen Geschichte ab, denn es ist niemand anders als der unsympathische Mr. Nutt, Verwalter des Adelssitzes...

Um es gleich vorweg zu nehmen: "Die purpurfarbene Perücke" aus der Maritim-Serie Pater Brown gehört zu den besten Geschichten der Reihe. Der harmlose Anfang, der gleichzeitig ein wenig Sozialkritik an der Klatschpresse übt, wandelt sich schnell zu einem schwierigen Krimifall für den aufgeweckten Pater mit vielen Wendungen und Überraschungen. Die ruhige Erzählart bringt uns die handelnden Personen näher, schafft aber auch genügend Raum um die Umstände des Todesfalls genau zu beleuchten. Auch wenn die Spannung nie überpräsent ist, befindet sich der Hörer in einem Zustand ständigen Interesses für die vielschichtigen Umstände. Die Präsenz von Pater Brown lässt einen intensiven Blick auf seine Ermittlungen zu. Gegen Ende folgen gleich zwei Höhepunkte: Die Entlarvung des Täters und der kompletten Situation einerseits, wie Pater Brown mit den Fakten umgeht andererseits. Rundum gelungen und ein absolutes Highlight der gesamten Serie.

Mit Erich Räuker geht ein sehr fähiger Sprecher für die Rolle des Francis Finn ans Mikrophon und stellt den neugierigen Journalisten mit klarem Sprachrhythmus dar. Peter Weis spricht den zurückgezogenen, aber gutmütigen Herzog von Exmoor und kann dabei eine breite Palette an Stimmfärbungen zeigen. Als unfreundlicher Mr. Nutt ist Wolf Frass zu hören, der bei seinem kurzen Auftritt einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Weitere Sprecher sind Gisela Fritsch, Andreas von der Meden und Norbert Gastell.

Nicht sonderlich auffällig ist die musikalische Gestaltung des Hörspiels, die sich nur in den Szenenübergängen hervortut. Diese werden so sanfter gestaltet und schaffen dem Zuhörer Raum, über die Entwicklungen nachzudenken. Angenehm sind auch die wenigen eingebauten Geräusche, die nicht überpräsent wirken.

Wieder wurde für die Covergestaltung ein Bild aus dem Pater Brown-Film entnommen, doch es fällt recht schwer, dieses mit der Handlung in Einklang zu bringen. Vielleicht könnte man für die nächsten Folgen doch noch einmal eine andere Idee entwickeln.

Fazit: Durchgängig Krimiunterhaltung auf hohem Niveau mit überraschendem Ende. Hervorragend!


Pater Brown - 21. Das Märchen des Pater Brown



Erster Eindruck: Wo ist die Kugel?

Im kleinen Fürstentum Heiligenwaldstein regiert ein herrischer Mann mit großen militärischen Aufgebot, denn seine Angst gilt unter anderem den aufständigen Arnhold-Brüdern. Als er tot im Wald gefunden wird und offenbar erschossen wurde, entwickelt Pater Brown seine ganz eigene Theorie, wie er getötet wurde...

Ein Gespräch mit seinem Freund Hercule Flambeau ist die Grundlage für die 21. "Pater Brown"-Folge, der pfiffige Geistliche erzählt dem ehemaligen Meisterdieb einen seiner Fälle. Hier wird schön der Bezug zu Märchen und den Gebrüdern Grimm geschlagen, die Beschreibung der Landschaften und die Herrschsucht des Fürsten enthalten märchenhafte Elemente. Auch der Verlauf des Falles ist spannend geraten, bietet vielleicht etwas zu wenig Ermittlerarbeit der Hauotfigur und hartgesottenen Krimifans zu wenig Definitives und zu viel Spekulation, ist gerade dadurch aber auch eine interessante Abwechslung in der Hörspielkrimilandschaft. Besonders das Ende des Gesprächs zwischen Pater Brown und Flambeau birgt noch eine kleine Überraschung und einen witzigen Gedankenanstoß. Entstanden ist also eine kurzweilige und unterhaltsame Folge der Serie.

Als Fürst von Heiligenwaldstein ist Edgar Bessen zu hören, der die negativen Eigenschaften wie Gier und Wut vorzüglich zu bündeln weiß und eine tolle Vorstellung abliefert. Michael Harck ist in einer recht kurzen Szene als Herinrich Arnoldus zu hören und steigert sich vom friedlichen Mönch zum Racheengel, was sehr intensiv dargestellt wird. Dr. Ludwig Grimm, ein Freund von Pater Brown, wird von Norbert Gastell ebenso überzeugend gesprochen. Weiterhin zu hören sind Kai Hendrik Möller, Claus Wilcke und Tina Eschmann.

Nette kleine Melodien gestalten die Szenenübergänge kurzweiliger und schaffen eine willkommene Abwechslung zu den Dialogen. Während der Szenen dominieren die Sprecher zwar eindeutig, eingebaute Geräusche verleihen aber eine zusätzliche Dimension und machen das Gesprochene glaubwürdiger.

Die sehr schliche Aufmachung des Booklets und der Covergestaltung hinterlässt einen zweispältigen Eindruck. Zwar ist alles übersichtlich und klar gegliedert, wirkt aber leider zu unauffällig und kann neben anderen Produktionen leicht untergehen. Lobenswert ist das aufgedruckte empfohlene Alter, das Eltern eine Orientierung gibt.

Fazit: Eine unterhaltsame, wenn auch nicht sonderlich spannende Folge für Pater Brown, die mit einem netten Gedankenspiel abschließt.


Pater Brown - 20. Der Gott des Gongs



Erster Eindruck: Ein gemütlicher Strandspaziergang und eine Leiche

Mit seinem Freund Flambeau will sich Pater Brown endlich einmal die winterliche englische Küste ansehen. Doch in einem Pavillion entdecken die beiden einen männlichen Leichnam. In einem nahegelegenen Hotel wollen sie die Polizei anrufen, werden jedoch wegen eines anstehenden Boxkampfes abgewisen und fortgeschickt. Aber Pater Brown wäre nicht Pater Brown, wenn er die Spur nicht weiterverfolgen würde, was ihn dieses mal in höchste Lebensgefahr bringt...

Unermüdlich ermittelt der detektivisch veranlagte Pater Brown in diversen Kriminalfällen, so auch in jenem mit dem schönen und bedeutungsvollen Namen "Der Gott des Gonges". Die Leiche ist schnell gefunden und auch die Täter sind dem Ermittlerteam schnell bekannt. Dass es diese 20. Folge dennoch auf satte 72 Minuten bringt liegt daran, dass selbst nach der Aufklärung des Mordes große Hektik herrscht: Peter Brown und Hercule Flambeau werden von den Verdächtigen verfolgt, was eine neue und abwechslungsreiche Situation für die Serie darstellt. Der anschließende Teil bei einem Boxkampf ist das Herzstück der Folge und bietet nicht nur für den Hörer einige Überraschungen. Gelungen ist, dass Pater Brown ein weiteres Verbrechen vorhersagt, man sich aber einfach nicht erklären kann, wie er darauf kommt. Die Auflösung dieser Tatsache ist nicht nur überraschend, sondern vom Pate sehr stimmungsvoll und sogar leicht gruselig umgesetzt. Trotz der recht langen Laufzeit kommt keine Sekunde Langeweile auf, und da der spannende Fall mit einigen humoristischen Diskussionen gespickt ist, habe ich auch Nummer 20 der Serie in vollen Zügen genossen.

Die Rolle des Pater Brown scheint dem wundervollen Volker Brandt wie auf den Leid geschnitten, denn so kann er seine einprägsame Stimme jenen liebenswerten verschmitzten Klang geben, aber auch mal ganz ernst und fast wütend sein. Als Nigger Ned, eine der Schlüsselfiguren der Serie, ist Claus Wilcke zu hören, der den Mann sehr hart und beeindruckend wirken lässt. Und als Boxveranstalter Lord Pooley hören wir Volker Bogdan, der den hektischen Mann ebenfalls sehr gut darstellt. Weitere Sprecher sind Michael Harck, Donald Arthur und Kai Henrik Möller.

Die Musik ist Hörern der Serie schon gut bekannt und bietet während der Szenenübergänge entspannte Klänge, die sehr gut ins Konzept passen und den Geist der ganze Serie einzufangen scheinen. Auch die verwendeten Geräusche können sich hören lassen und schaffen glaubhafte Klangkulissen, die die Sprecher in ihrem Wirken unterstützen.

Konnte man sich mit einfachen Fotos aus dem Pater Brown-Film mit Heinz Rühmann noch halbwegs anfreunden, ist die dieses mal verwendete Szene völlig unpassend. Sie steht in keinerlei Bezug zum Geschehen dieses Teils und führt damit jeden Käufer auf eine falsche Fährte. Die restliche Aufmachung (in der das Motiv ebenfalls verwendet wird) ist wie immer schlicht.

Fazit: Wieder eine gute Folge der Serie, die spannende und überraschende Krimiunterhaltung bietet. Eine Empfehlung kann ich guten Gewissens aussprechen!


Pater Brown - 19. Ein Pfeil vom Himmel



Erster Eindruck: (K)ein erholsamer Urlaub

Pater Brown wollte sich eigentlich ein paar Tage im weit entfernten Amerika erholen, doch prompt nach seiner Ankunft wird er von der örtlichen Presse belagert. Auch ein weiterer Fall kommt auf ihn zu: Der gut bewachte Millionär Merton, der im Bsitz eines wertvollen Kelches ist, wird bedroht. Und prompt ist Pater Brown in der Villa, schlägt der Täter zu und ermordet den Mann. Doch wie konnte er durch das offene Fenster mit einem Pfeil treffen?

Eine weitere Folge von "Pater Brown" steht ins Haus - doch wer denkt, dass die Serie schon ihr ganzes Pulver mit den hervorragenden letzten Folgen verschossen hat, irrt sich ganz gewaltig! Denn sämtliche Attribute, die die Serie zu etwas Besonderem machen, kommen hier zusammen: Der äußerst verschmitzte und ebenso intelligente Geistliche ist wieder in Hochform und zieht aus kleinsten Hinweisen die richtigen Schlüsse, dabei darf sein trockener britischer Humor natürlich nicht fehlen. Einige undurchsichtige und gerne auch mal leicht merkwürdige Gestalten machen die Ermittlerarbeit zwar schwer, aber am Ende einer spannenden und abwechslungsreichen Recherche wird ein logisch durchdachter und überraschender Fall aufgedeckt, der die Abgründe eines Menschen zeigt. Schön war, dass sich Szenen mit Flambeu einerseits und Pater Brown andererseits teilweise abgewechselt haben, was insgesamt sehr lebendig und temporeich herüberkam. Hier wiederhole ich mich gerne: Einmal mehr schöpft die Serie ihr Potenzial aus und präsentiert eine wunderbare Folge, die es sich zu hören lohnt.

Als Flambeau hat Hans Geord Panczak ja mittlerweile seine eigene - sehr empfehlenswerte - Serie, doch auch in den Pater Brown-Hörspielen ist er immer wieder mit seinem Charme und seiner lockeren Art dabei und trägt zum großen Unterhaltungswert der Serie bei. Als John Wilton Horder können wir Mogens von Gadow hören, der den konsequenten Mann mit einer betonten Sprechweise sehr glaubwürdig darstellt. Und auch Ole Pfennig beweist einmal mehr sein Talent und erweckt seinen Charakter Peter Wayne zum Leben. Weitere Parts übernehmen Eckert Dux, Garhard Acktun und Norbert Gastell.

Die Titelmusik wirkt wieder sehr beschwingend und weckt viel Freude auf das Kommende, zumal sie gut zum Charakter von Pater Brown passt. Während der Handlung hält sie sich angenehm im Hintergrund, sodass man den Kriminalfall in aller Ruhe genießen kann, ohne sich auf den Hintergrund konzentrieren zu müssen. Stimmige Geräusche in der richtigen Lautstärke machen den positiven Gesamteindruck komplett.

Lediglich die Aufmachung halte ich nach wie vor nicht für optimal. Auch wenn Heinz Rühmann sicherlich ebenfalls einzigartig in der Rolle des Pater Brown war, als Titelfoto lehnt es schon im Gegensatz zum Hörspiel zu nah an den Film an und erhöht die Verwechslungsgefahr zu einem O-Ton-Hörspiel. Auch die Bezeichnung "Hörbuch" oben auf dem Cover ist nicht ganz korrekt und sollte doch "Hörspiel" ersetzt werden. Wenn dann noch das Booklet etwas umfangreicher wäre, würde ich mich noch zusätzlich freuen.

Fazit: Auch "Ein Pfeil vom Himmel" ist ein hervorragendes Krimihörspiel mit spannendem Verlauf und einer überraschenden Auflösung. Krimifreunden sehr zu empfehlen!


Pater Brown - 18. Der geflügelte Dolch



Erster Eindruck: Dämonen oder irdische Übeltäter?

Von einem befreundeten Polizeiarzt wird Pater Brown zu einem neuen Fall gebeten: Abgeschieden vom Rest des Dorfes fristet der geistig verwirrte Mr. Elison sein Dasein in einem alten Haus. Er erhält angeblich Morddrohungen und wird von Dämonen verfolgt. Entspringt dies alles wirklich nur seinem Verfolgungswahn oder hat er es auch mit realen Feinden zu tun?

Auch die 18. Folge der Pater Brown-Serie von Maritim bestärkt die Ansicht, ein der besten Kriminalserien vorliegen zu haben. Denn neben einer Hauptfigur mit einem eingespielten Profil überzeugt hier besonders die Geschichte: Der Hörer ist immer hin und her gerissen, weiß nie genau, was er denken soll und wird mit geschickt eingebauten Ereignissen immer wieder verwirrt. Die Auflösung am Ende habe ich in dieser Form überhaupt nicht erwartet und kam völlig überraschend. Auch die Erzählweise sagt mir sehr zu: Pater Brown erzählt seinem geschätzten Freunde Flambeau von den Ereignissen und lässt so auch die nötigen Hintergrundinformationen sehr lebendig wirken. Besonders die Übergänge zwischen eigentlicher Handlung und Browns Erzählungen sind geschickt gelöst. Für mich die bisher beste Folge der ganzen Serie!

Die Figur des verschmitzten und äußerst intelligenten Pater Brown wird wieder von Volker Brandt ganz hervorragend umgesetzt und es wird gezeigt, dass er den Hörer ganz schön an der Nase herumführen kann. Als Polizeiarzt Dr.Boyle können wir Klaus Dittmann hören, der seine kleine Passage sehr eindringlich gestaltet. Auch Reent Reins ist als John Strake ein besonders gute Wahl, auch er wirkt sehr glaubwürdig. Hans Georg Panczak, Thomas Karallus, Christian Toberentz und Michael Tietz schließen die Sprecherriege ab.

Schon immer hat mir die atmosphärische Gestaltung der Serie gut gefallen, die sehr warm und ruhig wirkt. Hier kommen während der Szenen im Haus noch einige gruselige Elemente ins Spiel, während die Gespräche mit Flambeau mit fröhlichen Kneipengeräuschen unterlegt sind, was sie noch einmal sehr gut von der eigentlichen Geschichte abgrenzt.

Wieder halte ich das gewählte Titelbild für fragwürdig. Zwar passt das Foto aus einem Pater Brown-Film thematisch sehr gut, ist aber eben leider nicht eigenständiges, sodass Verwechslungen auftreten können. Eine einfache Darstellung eines wichtigen Gegenstandes hätte mir hier mehr zugesagt.

Fazit: Ein absoluter Volltreffer der Serie, hoch überraschend und fantastische gespielt. Für Krimifans quasi ein Muss.


Pater Brown - 17. Der Fluch der Pendragons



Erster Eindruck: Ein Fluch der Spanier oder bloßer Humbug?

Eine erholsame Reise sollte es werden, die Pater Brown und sein Freund Hercule Flambeau angetreten sind. Doch in dem Hafen, in dem sie ankern, stoßen sie auf einige Merkwürdigkeiten. Zudem soll der alte Turm der Pendragons, das Wahrzeichen des Dorfes, mit einem Fluch belegt sein und immer neue Opfer fordern. Schon ist der kriminalistische Spürsinn des Paters geweckt...

Von wegen Entspannung - der angeordnete Urlaub des fröhlichen Pater Brown führt ihn direkt in einen neuen Fall, der in der gleichnamigen Serie von Maritim als 17. Folge mit dem Titel "Der Fluch der Pendragons" erschienen ist. Der Geistliche mit dem Hang zu kriminalistischen Zusammenhängen stolpert auch hier wieder in einen Fall voller dubioser Gestalten. Hier ist auch sein Humor gefragt, der auch gerne mal eine Portion deftiger sein darf und dem Hörer während der Geschichte immer wieder eine kleine Auflockerung beschert. Die Story an sich ist gut durchdacht, viele Elemente fügen sich am Ende zu einem logischen Ganzen zusammen, wobei der Fall dieses mal nicht sonderlich schwer zu durchschauen ist. Das tut dem Hörvergnügen aber keinen Abbruch, den die knappen 50 Minuten Laufzeit vergehen wie im Fluge und schließen mit einem fröhlichen Ende ab. Besonders gefallen hat mir wieder, wie der Erzähler durch Gespräche zwischen Pater Brown und Flambeau ersetzt wurde.

Hans Geord Panczak, der als Flambeau schon eine eigene extrem lohnenswerte Serie hat, spricht den ehemaligen Meisterdieb auch hier voller Elan und sehr professionell. Als mürrischen Pendragon erleben wir einen Gernot Endemann in Hochform. Katrin Decker spricht eine Zigeunerin, die eine wichtigere Rolle in der Geschichte spielt als man anfangs annimmt, ebenso überzeugend und glaubwürdig. Weitere Sprecher sind Fritz von Hardenberg, Michael Habeck und Niels Clausnitzer.

Statt bombastischer musikalischer Arrangements wird hier mehr auf die Sprecher wert gelegt. Daher treten immer wieder Teile des beschwingten Titelsongs auf. Mit den Geräuschen wird immer wieder eine schöne Atmosphäre erzeugt, zum Beispiel während der Szenen am Hafen.

Heinz Rühmann verkörperte in den Filmen den Pater Brown, und so wurde wieder ein Foto aus einem Film für das Titelmotiv gewählt. Keine schlechte Wahl, allerdings besteht so die Gefahr, dass potenzielle Käufer hier an ein O-Ton-Hörspiel denken.

Fazit: Pater Brown kann auch mit seinem 17. Fall komplett überzeugen und schafft eine wohlige und spannende Atmosphäre.


Pater Brown - 16. Ein Fehler in der Maschine



Erster Eindruck: Die Tücken der Technik...

Der Geistliche mit dem ausgeprägten Spürsinn, Pater Brown, begleitet einen amerikanischen Inspektor bei seinem Dienst. Schnell ist im Umfeld eines Kostümfestes eines ortsansässigen Millionärs ein angeblicher Flüchtling aus dem Gefängnis gefasst. Als zum Verhör ein Lügendetektor eingesetzt wird, zweifelt Pater Brown an der Richtigkeit des Geräts...

Ein neuer Fall für Pater Brown, Nummer 16. trägt den Titel "Ein Fehler in der Maschine". Besonderheit hierbei ist, dass der Pater seinem Freund und ehemaligen Meisterdetektiv Hercule Flambeau diese Geschichte berichtet und somit gleichzeitig als Erzähler fungiert. Für die Polizei ist die Sache schnell klar: Mit einer eindeutigen Morddrohung gegen einen Millionär flieht ein Häftling aus dem Gefängnis und wird kurz darauf noch in seiner Sträflingskleidung vor der Villa des Bedrohten aufgegriffen. Noch schnell ein Lügendetektortest, und schon steht ein Schuldiger fest. Doch aufgrund der Befragung des Millionärs und einiger anderer Vorfälle ist Pater Brown sicher, dass etwas nicht stimmt. Seine Schlussfolgerungen und Ermittlungen sind dabei von Daniela Wakonigg, die das Buch von Gilbert Keith Chesterton adaptiert hat, sehr kurzweilig aufgearbeitet und enden in einem überraschenden und aufschlussreichen Finale, sodass diese Folge zu einer der besten der Serie gehört.

Volker Brandt ist definitiv die Idealbesetzung für den pfiffigen Pater, denn er spricht ihn mit solch einer Lebendigkeit, einer fröhlichen und unkonventionellen Art, dass das Zuhören eine wahre Freunde ist. In dieser Folge ist zudem noch Ghadah l-Akel zu hören, die als zickige Millionärstochter zwar grundsätzlich gut agiert, manchmal jedoch zur Übertreibung neigt. Als verdächtiger Drugger ist der viel beschäftigte Klaus Dieter Klebsch zu hören, der auch hier seine Stimme wieder gut zur Geltung bringt. Weitere Sprecher sind Michael Habeck, Peter Gröger und Wolfgang Condrus.

Martin Böttcher ist für die Titelmusik verantwortlich, und diese ist sehr gut gelungen. Lässige Klänge im Jazz-Stil inklusive vordergründigem Blechbläser sind eine tolle Einleitung, die auch während der Szenenübergänge gerne und gekonnt eingesetzt wird. Die Geräusche tun ihr übriges zur gelungenen Atmosphäre.

Auch hier ist wieder ein Foto aus einem Pater Brown-Film das Titelmotiv geworden, das wunderbar den Charme der 60er Jahre wiedergibt. Der auflockernde gelbe Balken ist auch im Rest der Aufmachung wiederzufinden.

Fazit: Pater Brown mit einer sehr guten Folge, die ich jedem Krimifans wärmstens ans Herz legen möchte.


Pater Brown – 15. Die seltsamen Schritte



Erster Eindruck: Ein merkwürdiger Club und ein gewitzter Pater

In einer verregneten Nacht sucht Pater Brown Unterschlupf in einem abgelegenen Hotel. Doch erst wird er abgewiesen, weil „der Club der zwölf Fischer“ strenge Auflagen hat, wie viele Menschen in dem Hotel während ihrer Hauptversammlung sein dürfen. Als der Pater dann doch eingelassen wird erfährt er, was für merkwürdige Regeln der Club ansonsten noch hat. Und als er dann noch merkwürdige Schritte über seinem Zimmer vernimmt, ist sein detektivischer Spürsinn wieder geweckt…

Ein elitärer Club mit reichen, eingebildeten Mitgliedern und ziemlich vielen unsinnigen Regeln, schon allein der Ausgangspunkt der 15. Pater Brown-Folge sprüht vor Gesellschaftskritik. Und auch der Klassenunterschied zwischen Dienern und Bedienten wird auf humoristische Weise hinterfragt, denn niemand kann mehr erkennen, wer zu welcher Schicht gehört. Doch das ist alles nur Beiwerk, denn spätestens nachdem der pfiffige Geistliche „Die seltsamen Schritte“ gehört hat, ist jedem klar, dass mehr hinter der Versammlung steckt. Zwar ist der Fall nicht sonderlich überraschend gelöst, doch immer noch spannende Krimiunterhaltung, die von der liebenswerten und außergewöhnlichen Figur des Paters aufgepeppt wird und ein schönes Ende hat. Sehr schön gelöst ist, dass die Religiosität des Kirchenmannes nicht zu sehr in den Vordergrund gestellt wird und eher für einige lustige Anspielungen dient. Trotz des wenig überraschenden Endes ein gutes Hörspiel, das besonders im Mittelteil die volle Stärke dieser Serie entfaltet.

Henry Fullham, ein junger Diener beim Clubtreffen, wird von Norman Matt gesprochen, der die Rolle reaistisch und glaubwürdig spricht. Auch die Mitglieder des Clubs der zwölf Fischer werden von verschiedenen Sprechern, zum Beispiel Eberhard Prüter oder Klaus Dieter Klebsch, wunderbar arrogant und herrscherisch gesprochen. In gewohnt verschmitzter Weise vertont Volker Brandt wieder den Pater Brown auf seine unnachahmliche Art. Weitere Sprecher sind unter anderem Marianne Groß, Tobias Lelle und Thomas Kästner.

Die musikalische Gestaltung hält sich während der Szenen zwar zurück, ist aber bei den Szenenübergängen mit kleinen beschwingten Einlagen aber umso erfreulicher und regt geradezu zum Mitwippen ein. Die Geräusche sind zwar auch eher leise und im Hintergrund, schaffen aber verschiedene Stimmungen. Lediglich bei der Auflösung des Falls sind die ruhigen Gespräche der Clubmitglieder etwas unglaubwürdig und hätten besser angepasst werden können.

Auch die Gestaltung ist angenehm unaufgeregt. Ein schlichtes Foto aus den Pater Brown-Filmen reicht, um die Atmosphäre des Hörspiels wiederzugeben, ansonsten wird auf schlichtes schwarz mit einem gelben Balken gesetzt. Auch das passt gut zur Serie und zieht sich auch durch die Gestaltung des kleinen Inlays.

Fazit: Pater Brown wieder mit einer äußerst unterhaltsamen Folge und Sprechern auf hohem Niveau. Für einen ruhigen Krimiabend genau das richtige!


Pater Brown 14. Das Verhängnis der Darnaways



Erster Eindruck: Pater Brown in alten Gemäuern

In der schon stark verfallenen Burg der ehemals wohlhabenden Familie Darnaway wird die Hilfe des detektivisch Veranlagten Pater Brown benötigt: Lady Ellen Darnaway soll mit einem vermögenden Mann verheiratet werden, ist aber depressiv, sodass Lord Darnaway den Geistlichen zur Unterstützung bestellt hat. Doch auch ein zwielichtiger Arzt und zwei Kunstexperten, die die Gemälde im Besitz der Familie schätzen und verkaufen sollen, sind auf der Burg zu Gast. Doch schnell kommt eine Legende in der Familienchronik zutage: Ellens Zukünftiger wird demnach sterben. Pater Brown glaubt nicht an derartigen Unfug, doch was steckt dann wirklich dahinter?

Ein kriminalistisch veranlagter Geistlicher, der immer wieder in Mordfälle hineingezogen wird wenn das kein viel versprechender Ansatz für eine Hörspielserie ist… Und nun geht Pater Brown schon in die mittlerweile 14. Runde. Die Geschichte um die angeblich verfluchte Adelsfamilie ist durchaus spannend und bietet dem Zuhörer einige Möglichkeiten, mitzurätseln. Und doch ist es gar nicht so leiht, durch die verwobenen Verhältnisse durchzublicken und an die Hintergründe des Falls zu kommen. Die Story an sich mit seinen Nebencharakteren würde schon für eine gute Produktion sorgen, doch das Salz in der Suppe ist die unkonventionelle Figur des Pater Brown. Er hat immer einen flotten Spruch auf den Lippen und sorgt so nebenbei für eine gehörige Portion Humor. Die Serie mag nicht die innovativste sein, gehört aber durch ihren Witz und die gute Produktion zu den besten des Genres.

Der Pater wird auf äußerst verschmitzte Art von Volker Brandt gesprochen, dem man die Rolle absolut abnimmt. Schön ist auch, dass er sowohl im Mittelpunkt stehen kann, sich aber auch gekonnt zurückzieht, wenn der Fokus auf anderen Rollen liegt. Roswitha Benda spricht Lady Ellen Darnaway glaubwürdig und haucht ihr Leben ein. Toll ist auch Klaus Dieter Klebsch, der durch gewisse Modifikationen in seiner Stimme wieder zum Unsymphaten wird. Weitere Rollen übernehmen Michael Habeck, Christian Mey und Ole Pfennig.

Typisch Maritim ist die Musik. Sie ist eher gemäßigt eingesetzt, gestaltet aber die Szenenübergänge sehr angenehm und bietet auch während einiger wichtiger Sprachparts eine gelungene Untermalung mit schönen Orchesterarrangements. Die Geräusche sind wieder glaubhaft und helfen dem Hörer, die Handlungen zu verfolgen.

Auf dem Cover ist Hein Rühmann zu sehen, der in den Verfilmungen der Geschichten von Gilbert Keith Chesterton zu sehen war. Die schwarz-weiße Abbildung spiegelt den Charme der Hörspiele wieder, was durch die gelben Balken aufgelockert wird und einen schönen Kontrast bietet. Die Aufmachung ist auch wieder recht schlicht, passt aber gut zu der Produktion.

Fazit: Die 14. Folge von Pater Brown überzeugt mit einer durchdachten Story und einer toll gespielten Hauptfigur.


Pater Brown 12. Die Ehre des Israel Gow



Erster Eindruck: Es ist nicht alles Gold, was glänzt…

Pater Brown besucht mit seinem Freund und ehemaligen Meisterdieb Hercule Flambeau Insector Craven, der ins weit entfernte Schottland versetzt worden ist. Doch statt eines erholsamen Urlaubs wird Craven zu einem Fall gerufen, und da lassen es sich Pater Brown und Flambeau natürlich nicht nehmen, dem Inspector unter die Arme zu greifen. Lord Glengyle ist verschwunden, und der wortkarge Diener Israel Gow, der von der Dorfgemeinschaft verachtet und gefürchtet wird, ist auch nicht gerade eine Hilfe. Hat er den Lord wirklich ermordet?

Pater Brown, der detektivischte aller Geistlichen, auf neuer Mission in Schottland. Der Fall um den toten Lord Glengyle ist wieder äußerst gut durchdacht und selbst für geübte Krimihörer nur wieder schwer durchschaubar. Insbesondere die Figur des Israel Gow ist dabei ausschlaggebend für die gelungene Geschichte: Wortkarg, abweisend, Sündenbock des ganzen Dorfes. Doch so leicht lässt sich Pater Brown nicht hereinlegen und zieht jede Möglichkeit, jeden kleinsten Beweis zur Lösung des Falls hinzu, obwohl die Beweislage erdrückend scheint. Dabei ist auch die leise Sozialkritik äußerst passend und angebracht. Doch das Interessanteste an der Reihe ist und bleibt nach wie vor der wunderbare Pater Brown, der mit seinem Witz, seinem scharfen Gedächtnis und mit etwas Hilfe Gottes den Fall auf spannende und unterhaltsame Art löst. Ganz große Krimiunterhaltung!

Als Hercule Flambeau, der ja mittlerweile seine eigene Serie bei Miritim bekommen hat, ist Hans-Georg Panczak zu hören, der hier beweist, dass er auch in einer Nebenrolle ganz wunderbar agieren kann. Auch Eckart Dux ist mit seiner Präsenz und seiner einprägsamen Stimme eine wunderbare Wahl für die Rolle des Bürgermeisters. Den anspruchsvollen Part als Israel Gow hat Helmut Krauss übernommen, der wieder sehr professionell und trotzdem mit genug Einfühlungsvermögen spricht. Weitere Sprecher sind unter anderem Thomas Karallus, Dagmar Dempe und natürlich Volker Brandt als Pater Brown.

Die akustische Gestaltung ist wieder eher spärlich, und so stehen die Sprecher voll und ganz im Mittelpunkt. Doch im Hintergrund werden immer wieder andere Szenen angedeutet, zum Beispiel der Besuch in einer Kneipe. Das reicht, um das Ganze in einen passenden Rahmen zu setzen und für den Hörer interessant zu gestalten, zumal der beschwingte Titelsong und die ebenso beschwingten Szenenübergänge ihren Rest dazu beitragen.

Das Cover ist wieder recht schlicht gehalten. Ein Foto in schwarz-weiß aus den Verfilmungen von Pater Brown mit Heinz Rühmann, ein gelber Balken, um das schwarz aufzulockern, das ist es auch schon. Aber genau das passt hervorragend zur Produktionsweise des Hörspiels, zumal alle wichtigen Angaben immer noch ihren Platz finden.

Fazit: Eine tolle Folge einer tollen Krimiserie, die viel zu wenig Beachtung findet. Für Leute die Sherlock Holmes mögen ist Pater Brown sicher genau das richtige.

Datenschutzerklärung