Dorian Hunter – 48.2 Vater des Schreckens – Lebendig begraben



Die Jacht, die Lukretia Mahan Kal in ihre Gewalt gebracht hat, steuert das Festland an. An Bord auch die schwangere Coco Zamis und Dämonen-Killer Dorian Hunter, die sich nicht sicher sind, auf welcher Seite die Vampirin steht. Die beiden müssen fest zusammenstehen und ihr Vertrauen schnell wieder aufbauen. Doch kann Dorian seiner früheren Partnerin tatsächlich trauen oder spielt auch sie ein falsches Spiel…?

„Vater des Schreckens“ heißt der Zweiteiler von der kraftvollen Geisterjäger-Serie „Dorian Hunter“, der den aktuellen Handlungsstrang um die Vereinigung von Olivaro und Coco Zamis abschließt. Nachdem in „Blut für Lukretia“ bereits einige Geheimnisse aufgedeckt wurden, geht es in „Lebendig begraben“ nahtlos weiter. Dabei geht es Schlag auf Schlag zu, immer weitere Wendungen, Überraschungen und Hintergrundinformationen sorgen für eine sehr dicht erzählte Geschichte. Diese kommt weitgehend ohne Actionszenen aus, unheimlich, bedrohlich und düster geht es dennoch zu. Wie der Titel schon verrät wird Dorian Hunter erneut unter die Erde gebracht – allerdings unter ganz anderen Umständen als zu Beginn der Serie. Es ist sehr trickreich geraten, wie er sich und Coco aus der Situation befreien kann, wobei sich der Schrecken, den er erleiden muss, eher stiller Art ist – sehr gelungen. Und obwohl so vieles aufgelöst wird, werden auch die Schienen für die kommenden Episoden gelegt, indem das Kind der schwangeren Coco bereits nun eine entscheidende Rolle einnimmt. Das fügt sich alles gekonnt zusammen, ist durch die magischen Elemente sehr eindringlich geraten und vermittelt einen sehr intensiven Eindruck – ein gelungener Abschluss des Handlungsstrangs.

Natürlich ist es wieder Claudia Urbschat-Migues, die als Coco Zamis zu hören ist und die Rolle wieder sehr intensiv gestaltet. Ich mag es, wie sie mit feinen Facetten ihrer Stimme ihre Szenen sehr lebendig gestaltet und dabei immer die Düsternis der Figur durchscheinen lässt. Christian Gaul hat als Enrico Buanarotti ebenfalls ausdrucksstarke Momente, mit kraftvollem und leicht pathetischem Klang weiß er es, diese richtig zur Geltung zu bringen. Auch die Rolle des Phillip wird in dieser Episode noch einmal weiterentwickelt, was Tim Kreuer unglaublich gut zur Geltung bringt und die veränderte, aber dennoch unverkennbare Stimme sehr ausdrucksstark klingen lässt. Weitere Sprecher sind Piet Rose, Tana Dohse und Frank Gustavus.

Atmosphärisch hat die Serie seit Beginn eine sehr eigenständige und hörbar hochwertig produzierte Stimmung zu bieten, die natürlich auch hier wieder gelungen den Spannungsbogen der Episode nachzeichnet. So gibt es wieder den bekannten Mix aus harter, elektronischer Musik und einer Vielzahl an Geräuschen, gepaart mit einigen Schockeffekten und Momenten der Stille, was sehr rund und markant wirkt.

Ein Sarg mit einem umgedrehten Pentagramm, getragen von sechs Männern in weiten Mänteln, die nur von hinten zu sehen sind, während ihr dunkler Weg nur spärlich beleuchtet ist: Das Titelbild der Episode ist stimmungsvoll und ansehnlich geraten, zumal die Szene aus der Handlung sofort erkennbar ist. Im Inneren des kleinen Booklets gibt es wieder einen kurzen einleitenden Text, der dieses Mal einen kleinen Ausblick auf die weitere Entwicklung der Serie gibt.

Fazit: „Vater des Schreckens – Lebendig begraben“ setzt die begonnenen Ereignisse gekonnt fort und offenbart zahlreiche weitere Geheimnisse, gibt dem Hörer aber auch wieder neue auf. Die Handlung ist nicht schnell, dafür aber sehr intensiv erzählt und beeindruckt nicht nur mit den geschliffenen Dialogen, sondern auch mit gelungenen Wendungen und düsteren Gedankenspielen – sehr gelungen.

VÖ: 21. Oktober 2022
Label: Zaubermond
Bestellnummer: 9783954267101

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