Die Playmos – 80. Der verschwundene Hengst



Die Playmos landen auf einem Reiterhof und treffen auf die traurige Jessy. Sie soll zwar den besten Hengst des Stalles, Jupiter, auf dem anstehenden Springturnier reiten, die anderen Kinder scheinen ihr das aber nicht so recht zu gönnen. Doch schon kurz drauf ist die Aufregung groß: Jupiter ist verschwunden. Sam, Liv und Emil bieten sich natürlich direkt an, bei der Suche zu helfen und begegnen dabei dem unsympathischen Besitzer eines konkurrierenden Stalls…

Auch wenn die einzelnen Abenteuer der Playmos auch eigenständig gehört werden können und nur selten auf bereits bekannte Nebenfiguren zurückgegriffen wird: Die Rahmenhandlung entwickelt sich immer ein wenig weiter. In der 80. Episode der floff-Kinderhörspielserie sucht Pauls Mutter fieberhaft nach einem Beweis, dass die Spielfiguren wirklich lebendig werden können, während Paul mehr und mehr das Interesse an den Abenteuern verliert. Beides gemeinsam sorgt für einen interessanten Rahmen um den Besuch der Playmos auf dem Reiterhof. Mir gefällt, wie schnell dabei eine passende Stimmung aufkommt und die Atmosphäre auf dem Reiterhof lebendig erfasst wird: Ausritte, Freundschaften, aber auch Eifersüchteleien und Konkurrenz – das wirkt sehr stimmig und wird gerät die Playmos-typischen Wortgefechte und die sehr charmanten Charaktere sehr witzig. Die Handlung entwickelt sich dabei über verschiedene Konstellationen weiter, wobei durchaus Druck und Spannung entsteht. So gibt es auch einige aufregende Szenen, die in einem Herzschlag-Finale beim Springreitturnier enden. Für erwachsene Zuhörer sind die Fährten zur Auflösung zwar recht offensichtlich gelegt, für Kinder gibt es aber noch viele Überraschungen und damit eine aufregende und hörenswerte Episode.

Jenny Löffler spricht in dieser Episode die Rolle der Jessy und hinterlässt dabei einen sehr überzeugenden Eindruck. Sie bringt die Emotionen des Mädchens während der Handlung auf den Punkt und spricht sehr lebendig und zugänglich. Auch Marie Bierstedt ist als Claire sehr passend besetzt, ihre helle Stimme passt sich sehr gut an die Rolle an und bringt viele gelungene Facetten mit ein. Detlef Bierstedt darf als Herr Drescher mal seine unsympathische und fiese Seite zeigen, woran er hörbare Freude hat, sodass ein markanter Bösewicht mit viel Ausstrahlung entsteht. Weitere Sprecher sind Peter Flechtner, Antje von der Ahe und Gerrit Schmidt-Foß.

„Was sind wir? Freunde!“ der Titelsong bietet auch nach 80 Episoden Ohrwurm- und Mitsingpotenzial, auch diese Folge wird wieder gelungen davon eingeläutet. Musik ist danach nicht mehr im Einsatz, die Dialoge sind aber mit zahlreichen Geräuschen versehen. Das sorgt für eine lebendige Atmosphäre und hilft bei der Orientierung, da man sich immer schnell vorstellen kann, wo die Playmos sind oder was passiert.

Natürlich ist der Reitstall auf dem Titelbild von dem bekannten Spielzeughersteller, ebenso die vielen Figuren und Pferde, die sich darauf tummeln. Ergänzt durch lebendige Farben im Hintergrund ist ein hübsches Cover entstanden. Natürlich gibt es auch hier in der restlichen Gestaltung neben einer Übersicht der Mitwirkenden und einem Folgenindex weitere Fotos, die das Thema der Episode ausgreifen.

Fazit: „Der verschwundene Hengst“ kombiniert die überzeugend umgesetzte Stimmung auf dem Reiterhof mit einem kleinen Krimi- und Abenteuerfall, was lebendig und durchaus spannend umgesetzt wurde. Die drei Hauptfiguren kommen dabei wieder sehr gut zur Geltung und sorgen für viel zusätzlichen Charme – erneut eine sehr liebevolle und hörenswerte Episode.

VÖ: 9. September 2022
Label: floff
Bestellnummer: 4260229664919

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