Dorian Hunter - 47. Duk Duk



Dorian Hunter hat den Tod von Coco Zamis mit eigenen Augen beobachtet. Doch kann er seinen Sinnen wirklich trauen? Gerüchten zufolge hat sie sich Olivaro, dem neuen Oberhaupt der Schwarzen Familie, angeschlossen. Umgehend reist er nach Neubritannien, um der Sache auf den Grund zu stoßen. Dort stößt er aber zunächst auf einem unheimlichen Kult um den Duk Duk…

Denis Ehrhardt hat für seine „Dorian Hunter“-Serie zwar die Heftromanserie um den Dämonen-Killer zur Vorlage genommen und folgt grob deren Ablauf. Doch er erlaubt es sich eben auch, eigene Akzente zu setzen, auf Handlungsstränge zu verzichten oder den Fokus auf andere Themen zu lenken. So konzentriert sich auch die 47. Episode mit dem Titel Duk Duk“ auf andere Schwerpunkte, was dem Erfolg der Produktion sehr zuträglich ist. Die Handlung wirkt sehr dicht und die Szenerie um den bedrohlichen Duk-Duk-Kult eindringlich und atmosphärisch, die Szenen auf den exotischen Inseln verbreiten sehr viel Flair. Und auch der Verlauf der Handlung kann überzeugen: Eine Rahmenhandlung um Martha Pickford und Phillip, die von Dorians Reise erfahren und dabei versuchen, ein Rätsel zu lösen, darin eingebettet viele spannende Spielszenen mit weiteren Entwicklungen. Hinzu kommt noch die Fortführung der Rahmenhandlung um Coco, Olivaro und Dorian, die ebenfalls präsent und rätselhaft wirkt. Durch die kompakte Erzählweise, in der sich viele Informationen und schnelle Schnitte abwechseln, ist das gerade zu Beginn recht anspruchsvoll geraten, hat man sich aber in die gelungene Struktur eingefunden, ist eine sehr starke und atmosphärische Episode mit einem hervorragenden Finale entstanden.

Regina Lemnitz hat in der Rolle der Martha Pickford mal wieder einen größeren Part und schafft es einmal mehr, der resoluten und durchsetzungsstarken Frau eine sehr sympathische und zugängliche Aura zu verleihen, sodass ihre Szenen positiv hervorstechen. Alexandra Lange spricht die Rolle der Elena sehr dynamisch und eingängig, sodass ihre Dialoge sehr lebendig wirken. Schön, wie sie den steigenden Druck auf die Figuren mit ihrer Stimme nachzeichnet und damit den Spannungsbogen unterstützt. Auch Michael Ojake macht als Te-ivi-o-Atea einen sehr überzeugenden Eindruck, mit markanter Stimme und sehr eingängiger Sprechweise ist auch durch ihn eine sehr eindringliche Figur entstanden. Weitere Sprecher sind Fang Yu, Gen Seto und Kim Pfeiffer.

Die Abmischung der Episode ist auch hier wieder sehr überzeugend geraten, durch sie entsteht wieder die besonders düstere Stimmung der Serie. Es gibt wieder viele prägnante Klänge, die die Szenen in ihrer Wirkung unterstützen, aber auch viel dräuende, atmosphärische Musik, die mit ihren elektronischen Klängen eine treibende Wirkung hat und die Dynamik der Folge unterstreicht.

Der Einleitungstexte zu dieser Episode ist dieses Mal etwas länger geraten – schön, dass hier so anschaulich erklärt wird, warum manche Änderungen der Vorlagen sinnvoll sind. Das Titelbild der Episode ist mit Totenschädeln, wabernden Flammen und der dunklen Farbgebung wieder stimmungsvoll geraten. Und auch eine Fotografie zum Duk Duk-Kult und eine Übersicht der bislang erschienenen Episoden ist im Inneren zu finden.

Fazit: „Duk Duk“ setzt die exotische Szenerie sehr eindringlich um und erzählt eine dynamische und treibende Handlung, die sich aber auch viel Zeit für unheimliche Momente und rätselhafte Zusammenhänge nimmt. Die verschachtelte Erzählweise ist gelungen und bietet Entwicklung auf verschiedenen Zeitebenen, das Thema ist eindringlich aufbereitet und sehr spannend geraten – eine weitere sehr starke Episode der Serie.

VÖ: 17. Juni 2022
Label: Zaubermond
Bestellnummer: 9783954267088

Datenschutzerklärung