Fünf Freunde – 145. und die Suche nach dem Mondgestein



Die fünf Freunde übernachten ein paar Tage draußen im Zelt, mitten im August lassen sich dabei die herrlichsten Sternschnuppen beobachten. Dabei lernen sie den freundlichen Jake Seeker kennen, der ihnen nicht nur erklärt, wie die Himmelskörper entstehen, sondern erzählt auch von einer nahe gelegenen Sternwarte. Und dort hält die Astronautin Patricia Sherman einen Vortrag, der jedoch nicht störungsfrei abläuft…

Dass sich die Fünf Freunde in ihren Ferien immer wieder nicht im Quirrin aufhalten, sondern sich immer wieder an neuen Orten aufhalten, ist in vielen Folgen der langlebigen Hörspielserie zu Beginn thematisiert, auch die 145. Episode wird mit einer solchen kurzen Szene eingeläutet. Der Schwenk zu Sternschnuppen, Mondgestein und dessen Wert wird ebenfalls recht schnell abgehandelt, sodass der Einstieg zügig, vielleicht sogar etwas zu knapp geraten ist. Die nachfolgende Handlung konzentriert sich bald auf den Diebstahl von Mondstein der Astronautin Patricia Sherman, was mit viel Wissen um Gestein aus dem All angereichert wird – inklusive einiger wissenschaftlicher Aspekte und moralischen Fragen. So richtig rund läuft die Handlung allerdings nicht, spannende Szenen wechseln sich mit ziemlich langen Dialogen ab, aber dem Kern scheint man einige Zeit nicht näher zu kommen. So entsteht der Eindruck merkwürdiger Tempowechsel, in denen mal schnell und überhastet, mal langsam und zu ausführlich erzählt wird. Den Verlauf kennt man in ähnlicher Weise zudem aus vielen vorigen Episoden der Serie, das Thema ist aber interessant gewählt und bringt einige gelungene Aspekte mit in die Handlung ein.

Martin Brückner lässt in dieser Episode den passionierten Himmelsbeobachter Jake Seeker sehr sympathisch und aufgeschlossen klingen, wobei er eine authentisch wirkende Sprechweise findet. Auch Remé Mignon hat mir in der Rolle der Patricia Sherman gut gefallen, die Astronautin macht einen freundlichen Eindruck und spricht ihre Dialoge glaubhaft, was gut in die Atmosphäre der Handlung passt. Stephanie Kirchberger lässt in die Rolle der Liza Conrad viel Energie fließen und scheut sich auch nicht, grob und ungehalten zu klingen, um die Wirkung ihrer Szenen zu unterstreichen. Weitere Sprecher sind Christian Rudolf, Rüdiger Schulski und Detlev Tams.

Viele der Musikstücke, die hier im Einsatz sind, kennt man bereits aus vorigen Episoden der Serie, insgesamt sind sie aber gut ausgewählt und passen zur jeweils vorherrschenden Stimmung. Die Geräusche wirken authentisch und lebhaft, mal dienen sie zur Gestaltung eines passenden Hintergrunds, mal lassen sie die Handlungen der Charaktere glaubhafter klingen. Eine runde Mischung.

Die fünf Freunde sind zumindest auf dem Titelbild nur zu viert, Hund Timmy ist nicht in der Sternwarte zu sehen, das von Julian, George, Anne und Dick inspiziert wird. Schön ist, dass die Stimmung dabei gut eingefangen wurde. Das Innere ist wie immer recht schlicht gestaltet, neben den üblichen Angaben zu den Mitwirkenden ist aber ein kompletter Folgenindex der Serie vorhanden.

Fazit: Sternschnuppen, Mondgestein, eine Astronautin – die 145. Episode „Fünf Freunde“ steht ganz im Zeichen des Weltalls und bringt dabei einige interessante Fakten zum Thema mit ein. Die Handlung ist aber in einem ungewöhnlichen Tempo gehalten und ist mal sehr schnell, mal sehr ausführlich erzählt. Auch der Verlauf kann nicht wirklich überraschen und orientiert sich stark an einigen vorigen Episoden.

VÖ: 5. November 2021
Label: Europa
Bestellnummer: 194399354629

Datenschutzerklärung