TKKG – 221. Beim Raubzug helfen Ahnungslose



Tim, Gaby, Karl und Klößchen sind gemeinsam mit Tims Mutter eingesperrt – dieses Mal aber freiwillig. Doch in dem Escape Room wird Frau Carstens plötzlich schlicht. Die Situation verschärft sich, als der Notausgang abgesperrt ist und dann auch noch das Licht ausgeht. Und nun scheinen die fünf wirklich in Gefahr zu sein, denn dann schleicht ein Unbekannter durch den Raum…

Fast scheint es so, als sei der ganze große Trend zu Escape Rooms als neuartige Freizeitaktivität bereits wieder etwas abgeflaut, da wird das Thema auch schon in der 221. Episode von TKKG aufgegriffen. „Beim Raubzug helfen Ahnungslose“ startet dann auch mit dem missglückten Besuch im örtlichen Escape Room, die aber nur als Startpunkt der Handlung dient. Danach kommt noch einiges anderes auf: Die Kritik an Schönheitsoperationen, Geltungssucht, der Bezug zu einer (auch im echten Leben) populären Fernsehshow – das wird zwar alles passend zusammengeführt, was allerdings stellenweise etwas zu langatmig wirkt. Hinzu kommen noch etliche Ungereimtheiten, so haben es die vier Jugendlichen leicht, sich als Casting-Agenten auszugeben, ihnen fallen wichtige Informationen erst viel zu spät ein, Fernsehsendungen werden in Windeseile produziert – vieles wirkt reichlich konstruiert. Das ist schade, der Fall an sich wirkt gar nicht mal so übel, wird aber eben mit ziemlich vielen Mitteln künstlich aufgepumpt. Der Spannungsaufbau nimmt im Laufe der Zeit zwar zu, es gibt aber eben auch immer wieder einen deutlichen Abfall des Handlungsbogens. Und auch der Humor der Serie und der Charme der Figuren kommen hier etwas kurz, sodass die Episode insgesamt leider nicht überzeugen kann.

Auch die Sprecher sind nicht vollkommen in Hochform, insbesondere Manou Lubowksi klingt als Klößchen nicht so charmant wie sonst und wirkt fast ein wenig träge, er hätte stellenweise etwas mehr Energie einfließen lassen können. Ivo Möller spricht die Rolle des Hauke Hupe solide und glaubhaft, seine Szenen bekommen dadurch insgesamt einen authentischen Eindruck – zumal er später mehr Druck in seine Stimme legt. Helmut Zierl ist als eitler Reality-TV-Darsteller Denis Uckmann zu hören, die Rolle wirkt aber etwas zu brav und gradlinig angelegt, ein wenig mehr Exzentrik hätte hier wohl markanter gewirkt. Weitere Sprecher sind Ursula Sieg, Mignon Reme und Rasmus Borowski.

Die akustische Gestaltung der Episode ist wieder stimmig geraten und sorgt für passende Atmosphären im Hintergrund, wobei insbesondere die eingesetzten Geräusche passend wirken. Die Musik, die vor allem während der Erzähltexte und der Szenenwechsel zu hören sind, wirken stellenweise aus den Tiefen der 80er Jahre entsprungen, doch auch hier wird insgesamt eine solide Produktion geboten.

Das Titelbild verrät schon einiges über den Inhalt der Folge, indem eine recht späte Szene der Handlung dargestellt wurde. Dabei hätte es sicherlich auch andere Aufhänger gegeben, die für ein ebenso passendes Titelbild gesorgt hätten. Der Zeichenstil und der hübsche Rahmen mit der Zeitungsoptik sind aber ohne Zweifel wieder ansprechend geraten.

Fazit: Hier werden ziemlich viele Themen miteinander kombiniert, was jedoch nicht immer stimmig oder organisch wirkt – insbesondere, weil sich doch einige Ungereimtheiten in die Handlung eingeschlichen haben. Trotz interessantem Konstrukt ist die Folge zudem etwas stockend geraten, viele Entwicklungen werden nur sehr langsam vorangetrieben. Deswegen leider keine Episode, die mich wirklich überzeugen konnte.

VÖ: 4. Februar 2022
Label: Europa
Bestellnummer: 194398917627

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