Asterix – 39. und der Greif



Hinter der Grenze zum römischen Reich, im Land der Barbaren, sollen einige ebenso mystische wie gefährliche Wesen leben. Insbesondere der Greif gilt dabei als besonders mächtig, und Cäsar will ein solches Wesen für seine Zirkusspiele haben. Terrine, ein Druide der Barbaren, hat seinem Kollegen Miraculix telepathisch eine Bitte um Hilfe zukommen lassen, um dies zu verhindern. Und dieser bricht mit Asterix und Obelix auf, um die römischen Legionäre an der Entweihung eines Heiligtums zu hindern…

Karussell bleibt bei der Umsetzung der bekannten Asterix-Comics auf dem neuesten Stand und hat kurz nach der Veröffentlichung des 39. Bands „Asterix und der Greif“ vertont. Dabei gibt es nur sehr wenige Szenen im Dorf der Gallier zu hören, die bekannten Figuren sind schon gleich zu Beginn der Handlung auf einer Reise. Dafür kommt auch viel Bewegung auf, es gibt unterschiedliche Orte zu entdecken und sowohl die Gallier als auch die Römer verharren nie lange auf einem Fleck. Dadurch sind aber auch viele Erklärungen notwendig, wer nun wo gerade was macht, was ein wenig störrisch wirkt und den Erzählfluss nicht wirklich in Gang kommen lässt. Es gibt aber durchaus einige spannende Momente und gegen Ende dann auch ein sehr kurzweilig und unterhaltsam erzähltes Finale. Dabei kommt der Humor natürlich wieder nicht zu kurz, die charmanten bekannten Figuren mit ihrer großen Ausstrahlung, dazu aber auch interessante neue Nebenrollen in dieser Episode, die ganz eigenen Witz mit einbringen – nicht zuletzt auch durch die wie immer sprechenden Namen mit aktuellem Bezug. Überhaupt sind die Gags aufs aktuelle Weltgeschehen wieder sehr treffend, sodass eine hörenswerte und unterhaltsame Episode der Reihe entstanden ist.

Peter Weis und seine unverkennbare Stimme sorgen als Terrine für einen sehr markanten Ausdruck des Druiden, wobei er sich gekonnt der lockeren Atmosphäre der Serie anpasst. Auch Samina König ist als Kalaschnikowa überzeugend, den Dialekt der Barbarin bringt sie witzig, aber nicht überzeugend herüber und setzt dabei immer wieder gekonnt Akzente. Die wundervolle Katja Brügger ist dank ihrer rauen Stimme wieder sehr präsent und gestaltet ihre Figur authentisch und lebendig. Weitere Sprecher sind Oliver Warsitz, Frank Jordan und Kristina von Weltzien.

Akustisch wird die gewohnte Mischung aus den bekannten Melodien und vielen comichaft wirkenden Geräuschen geboten. Das ist lebendig und sehr dicht untermalt, vielleicht wirkt das aber stellenweise schon etwas zu überladen, was dann von den Dialogen ablenkt. Doch insgesamt wird eine stimmige Szenerie aufgebaut, die die verschiedenen Szenen gekonnt untermalt.

Als Titelmotiv dient natürlich das Cover der Comicvorlage, was mit dem verschneiten Wal und der unheimlichen Holzfigur die Stimmung der Handlung gekonnt aufgreift. Dabei kommen auch die Figuren gut zur Geltung. In der restlichen Gestaltung gibt es einige weitere Motive aus dem Comic zu sehen, während im Inneren neben den üblichen Angaben zu den Mitwirkenden auch eine Übersicht der bisher erschienenen Episoden samt deren Cover zu sehen ist.

Fazit: „Asterix und der Greif“ ist eine vielseitige Episode mit immer neuen Schauplätzen und verschiedenen Szenerien, was lebendig und abwechslungsreich wirkt, durch die vielen notwendigen Erklärungen aber auch stellenweise ins Stocken kommt. Die Sprecher sind in guter Form, der Humor ist treffend und witzig, sodass eine gelungene Episode entstanden ist.

VÖ: 18. Februar 2022
Label: Karussell
Bestellnummer: 0602438829682

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