Geister-Schocker – 96. Das Phantom von Xanten



Das erste Opfer ist ein Fotomodell, das für einige neue Bilder posieren sollte. Doch das unsichtbare Phantom im ruhigen Städtchen Xanten ist damit noch lange nicht am Ende. Und bei jedem seiner Opfer hinterlässt er einen Hinweis auf Christoph Schwarz, den Detektiv des Übersinnlichen. Dieser will um jeden Preis verhindern, dass das Phantom weitere Opfer findet und muss sich dafür schmerzhaften Erinnerungen seiner Vergangenheit stellen…

Auch in der 96. Episode kehrt Romantruhe Audio in seiner „Geister-Schocker“-Reihe zu Christoph Schwarz zurück. Der Geisterjäger hat mittlerweile einen festen Platz gefunden und taucht immer wieder in Form einer „Serie in der Serie“ auf. Dabei wird auch in „Das Phantom von Xanten“ ein wenig auf die Rahmenhandlung eingegangen, beispielsweise durch den Erwerb eines Schlosses oder der Rückkehr zu einem früheren Fall am Rande. Doch das ist nicht so exzessiv geraten, dass man der Handlung nicht auch ohne Vorkenntnisse folgen könnte. Nach einem ersten Mord mit unheimlicher Stimmung geht es recht schnell mit den ersten Szenen um Christoph Schwarz los, die für kurze Zeit eher ruhig gehalten sind, doch auch hieran hält sich die Handlung nicht lange auf und geht zügig zu einem gelungenen Mix aus Ermittlungen, unheimlichen Szenen und etwas Action über. Die Erzählweise ist temporeich und stimmig, insbesondere da immer wieder auf Uwe Pace eingegangen wird, der bereits aus einer vorigen Episode bekannt ist und hier erneut in den Mittelpunkt gerückt wird. Von ihm geht eine bedrohliche und düstere Stimmung aus, die sehr prägnant ist – zurückhaltend ist diese Episode jedenfalls nicht und passt sich damit noch mehr an die Atmosphäre der Serie an als die anderen Folgen um Schwarz. Das ist schon manchmal etwas übersteuert, für kurzweilige Unterhaltung ist aber gesorgt.

Ingo Abel ist wieder in der Rolle des Uwe Pace zu hören, der Mörder von Schwarz‘ Freundin, der in intensiven Szenen seine Mordlust auf sehr prägnante Weise darstellt. Für meinen Geschmack hätte dies mit etwas weniger Pathos noch unheimlicher gewirkt, sein Auftritt ist aber sehr präsent. Matthias Ubert ist als Josef Mutter zu hören, sein ruhiger und markanter Klang ist überzeugend in der Episode und wirkt glaubhaft und passend. Auch Sascha Rotermund punktet in der Hauptrolle des Christoph Schwarz mit seiner lebendigen und akkuraten Sprechweise, die er auch hier durchgängig zum Besten gibt. Weitere Sprecher sind Christin Deuker, Melinda Rachfahl und Franciska Friede.

Akustisch ist die Episode wieder sehr solide umgesetzt, fast jede Szene hat passende Hintergrundklänge bekommen – und wenn mal nichts zu hören ist, ergibt das auch Sinn. Hinzu kommt viel harte, rockige Musik, die die Szenenübergänge lebendig gestalten oder besonders dramatische und spannende Szenen betonen. Das ist alles sehr prägnant und wenig subtil geraten, wie es die Handlungen der Serie ja ebenfalls sind.

Das Titelbild ist nicht ganz passend und wurde aus einem Archiv für diese Episode ausgewählt, obwohl das Phantom hier grausig entstellt ist, anstatt unsichtbar zu sein. Der Hintergrund erinnert mit den kräftig eingefärbten Formen weckt einige nostalgische Erinnerungen an die 60er Jahre. Im Inneren gibt es neben den üblichen Angaben auch wieder die Fotos einiger Sprecher.

Fazit: „Das Phantom von Xanten“ ist etwas enger mit den anderen Geschichten über Christoph Schwarz verwoben, da zurückliegende Ereignisse aufgegriffen werden. Doch auch Neueinsteiger werden sich dank einer guten Einleitung schnell zurechtfinden. Das Tempo ist hoch, die Stimmung sehr prägnant, das Ganze wirkt aber oft ein wenig überzogen. Eine solide Episode.

VÖ: 19. November 2021
Label: Romantruhe Audio
Bestellnummer: 9783864737244

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