Die Playmos – 77. Schmuggler im Hafen



Die Playmos landen in einem Containerhafen, wo sie auf die gewissenhafte Luise treffen, die ordentlich Ärger mit ihrem Chef bekommt. Denn niemand glaubt ihr, dass in der Ladung von Waschmaschinen wertvolle Kunstschätze versteckt sein könnten. Die Playmos beschließen, der Sache auf den rund zu gehen, doch auf dem riesigen Gelände ist es gar nicht so einfach, nach Spuren zu suchen…

„Die Playmos“ haben in der gleichnamigen Kinderhörspielserie von floff schon in zahlreichen unterschiedlichen Welten Abenteuer erlebt, in viele davon kehren die Figuren auch mehrmals zurück. Doch Folge 77 sorgt noch einmal für frischen Wind, auf einem modernen Frachthafen haben Sam, Emil und Liv noch kein Abenteuer erlebt. Die Idee mag zunächst merkwürdig klingen, doch der kleine Krimi, der mit Abenteuerelementen versehen wurde, ist nicht nur sehr kurzweilig und spannend erzählt, sondern bekommt auch eine einzigartige Atmosphäre. Man kann sich richtig auf die riesigen Schiffe versetzen, zumal viele kindgerechte Erklärungen eingebaut sind – und das auf die typisch charmante Art, beispielsweise wenn Liv nicht an sich halten kann und in einer spannenden Szene einige Vorträge zu verschiedenen Schiffsbegriffen hält. Und auch die anderen Playmos kommen mit ihren individuellen Eigenschaften sehr gut zur Geltung und sorgen für viel Freude. Schön, dass dies trotz der vielen Folgen noch weit davon entfernt ist, repetitiv zu wirken, sondern einfach mit viel Herz geschrieben ist. Der Fall an sich ist dann auch sehr spannend, die Playmos geraten in allerlei gefährliche Situationen und machen unerwartete Entdeckungen, während die Nebenfiguren gut darum platziert wurden. Witzig, spannend, aufregend – eine sehr gelungene Episode der Serie.

Zollbeamtin Luise wird von Marianne Graffam, die einer sehr angenehme und warme Stimme hat, die gut in die Szenerie der Episode passt. Und auch wenn sie an einigen Stellen ruhig noch mehr Energie mit einbringen könnte, ist sie insgesamt sehr überzeugend. Auch Rainer Fritzsche macht seine Sache mal wieder sehr gut, die Rolle des Fiete bekommt durch ihn einen sehr markanten Ausdruck. Und auch Dietmar Wunder ist hier zu hören, er spricht den Hein mit seiner typischen Präsenz und geht sehr gut auf die vorherrschende, norddeutsche Atmosphäre ein. Weitere Sprecher sind Marius Claren, Mario Hassert und Roman Knizka.

Akustisch wurde ein sehr lebendiger Eindruck erweckt, jede Szene hat einen passenden Klang bekommen – vom Rauschen der Wellen über das Knistern der Funkgeräte bis hin zu den Motorengeräuschen oder den lauten Schiffshupen. Auch die Aktionen der Figuren werden gelungen in Szene gesetzt. Musik ist dafür nur wenig eingebaut, neben dem hörenswerten Titellied sind kaum Melodien eingebaut. Das wirkt alles sehr stimmig und sorgt für eine glaubhafte Szenerie.

Das Szenario des Containerhafens wurde auf dem Cover sehr überzeugend dargestellt, neben einigen Zollbeamten, einem fahrenden Boot auf dem Wasser und einem riesigen Schiff samt Kran ist auch der Hintergrund sehr ansehnlich geraten. Weitere Motive werden auch in der restlichen Gestaltung verwendet, die im typischen Playmobil-Blau gehalten ist.

Fazit: „Schmuggler im Hafen“ ist eine sehr aufregende Folge der Serie geworden, in der die Playmos in immer neue gefährliche Situationen geraten. Das ist abwechslungsreich und dynamisch geraten, dennoch können auch Kinder der Handlung noch gut folgen. Schön, dass nicht nur die Atmosphäre am Hafen sehr gut zur Geltung kommt, sondern auch die Figuren wieder ihren Charme versprühen können. Das hat mir richtig Spaß gemacht!

VÖ: 5. November 2021
Label: floff
Bestellnummer: 4260229664643

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