Fünf Freunde – 144. und die große Meuterei



Julian, Dick, Anne und George machen gemeinsam eine Führung durch den Londoner Hafen, doch Timmy ist aufgeregt, reißt sich los und rennt in einen offenstehenden Container. Doch bei seiner Rettung werden auch die Kinder eingeschlossen und der Container auf ein Frachtschiff verladen. Die fünf Freunde sitzen in der Falle und können sich zwar befreien, doch die Lage an Bord hat sich zusätzlich verschlimmert: Entführer haben das Schiff unter ihre Kontrolle gebracht…

Schon seit einigen Jahrzehnten begleiten die „Fünf Freunde“ nach dem Vorbild der Autorin Enid Blyton Generationen von hörspielbegeisterten Kindern, wobei meist eine Kombination aus Krimi, Abenteuer und Umweltschutzthemen präsentiert wird. Die Handlung der 144. Episode „Fünf Freunde und die große Meuterei“ startet hier recht unvermittelt, statt einer langen Introszene um den neuen Grund für die Reise der fünf Freunde geht es hier direkt mit der Führung durch den Londoner Hafen los – sehr gut, da so mehr Raum für die eigentliche Handlung ist und der Hörer direkt am eigentlichen Geschehen teilhat. Und das hat es in sich und entscheidet sich deutlich von den anderen Folgen der letzten Zeit. Denn die fünf Freunde sind auf dem Schiff gefangen und sind dadurch ständig von Entdeckung durch die Entführer bedroht. Zudem wird ein Plan nach dem anderen vereitelt, die Rettung der Kinder rückt immer weiter in Ferne. Hinzu kommt das Rätsel, was das Ziel der Entführer gibt und wie sie ihren Coup ausführen wollen. Dazu gibt es immer wieder Hinweise, die die Spannung zusätzlich erhöhen. Das ist insgesamt wirklich packend geraten, ist durchgängig aufregend und mit vielen spannenden Szenen versehen, sodass eine der besten Episoden der letzten Zeit entstanden ist.

Stephan Schad ist in der Rolle des Cramer zu hören, er lässt seine Stimme sehr rau und kantig klingen, was zu dem skrupellosen Entführer sehr gut passt und seinen Szenen eine sehr prägnante Stimmung verleiht. Tim Grobe bringt als Peabody ebenfalls eine düstere Atmosphäre mit ein, sorgt aber auch für einige witzige Momente, da er seine tollpatschigen und gedankenlosen Momente gekonnt umsetzt. Sabine Kaack ist Nadine Keppler ebenfalls gut besetzt und bringt eine freundliche und engagierte Figur mit ein, die sehr gut in die Atmosphäre der Episode passt. Weitere Sprecher sind Peter Bieringer, Leonhard Mahlich und Achim Buch.

Da sich die Szenerie fast vollständig auf das große Containerschiff konzentriert, ist die akustische Gestaltung von nicht sonderlich vielen Hintergründen geprägt, die Handlungen der Charaktere sind aber passend und vielseitig umgesetzt. Sehr gelungen ist die musikalische Begleitung, die düster und unheimlich wirkt, was der Episode eine sehr passende Stimmung verleiht.

Die fünf Freunde stehen mit ziemlich erschrockenen Gesichtern in dem Container, den sie gerade erst geöffnet zu haben scheinen. Die Szene aus dem Hörspiel wird gelungen auf dem Cover dargestellt, zumal auch die vielen weiteren Container und die weite See sehr ansehnlich dargestellt sind. Die restliche Gestaltung ist wie immer übersichtlich und ansehnlich geraten, wobei auch eine Übersicht der bisher erschienenen Episoden vorhanden ist.

Fazit: „Fünf Freunde und die große Meuterei“ unterscheidet sich deutlich von den vorigen Folgen, startet unvermittelt in die Handlung und präsentiert sich dann durchgängig sehr spannend. Die ständige Bedrohung vor Entdeckung, die vielen fehlgeschlagenen Befreiungsversuche und die sehr präsente Stimmung der Episode funktionieren sehr gut zusammen. Sehr hörenswert!

VÖ: 17. September 2021
Label: Europa
Bestellnummer: 194399131121

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