Dorian Hunter – 46. Mörder der Lüfte



Nachdem Coco Zamis in einer Versammlung der mächtigsten Dämonen verkündet hat, dass nicht Oivaro, sondern Dorian Hunter der Vater ihres ungeborenen Kindes ist, wird sie in die lebensfeindliche Sierra Madre vertrieben. Nachdem Dorian Hunter nach langem Warten die entsprechenden Hinweise bekommt, macht er sich selbst sofort auf die lange Reise – nur um festzustellen, dass Cocos Leben nicht nur durch die glühende Hitze bedroht wird…

Auch wenn sich „Dorian Hunter“ vom Zaubermond-Verlag immer mal wieder in mehreren Episoden anderen Themen zuwendet, bleibt die Geschichte um den Geisterjäger und die Hexe Coco Zamis ein fester Bestandteil der Rahmenhandlung. Folge 46 „Mörder der Lüfte“ widmet sich wieder vollkommen einem weiteren Teil dieser Handlung und steigt noch einmal mit den wichtigsten Informationen um Cocos Position an Olivaros Seite und ihre Schwangerschaft ein, um direkt darauf die Wüste der Sierra Madre zum Leben zu erwecken. Ein Blick auf die Geschichte einer Nebenfigur dieser Episode ist sehr stimmungsvoll geraten, und auch danach geht es nach einer kurzen Szene, in der Dorian auf seine Reise aufbricht, schnell mit dieser dichten Stimmung weiter. Und auch wenn vor allem der Weg von Dorian Hunter nachgezeichnet ist, der immer mehr von den Hintergründen erfährt, in einige bedrohliche Situationen gerät oder Pläne schmiedet, wird auch immer wieder aus der Sicht von Coco erzählt. Das erzeugt eine gelungene Dynamik, zumal die Szenerie sehr dicht und packend geraten ist. Das alles auf ein packendes Highlight, ein scharf erzähltes Finale zusteuert, ist schnell klar, dennoch hält dieses sehr gelungene Überraschungen und Wendungen parat. Doch neben diesen großen Umbrüchen gibt auch wie immer einige humorvolle Szenen und bissigen Humor, sodass eine sehr runde und hörenswerte Episode gelungen ist.

Victor Oller ist in der Rolle des Enrique Castuto zu hören und setzt seine Stimme sehr ausdrucksstark und fein moduliert ein, um den diabolischen Mann sehr intensiv darzustellen. Mit seinem spanischen Akzent verstärkt er zudem die Atmosphäre der Handlung und setzt sehr gekonnte Highlights. Auch Manuel Sanchez Fraguas überzeugt als Jiminez Ortuga mit sehr glaubhafter und eindringlicher Aussprache, Verzweiflung, Wut und Heißblütigkeit werden durch ihn sehr gekonnt dargestellt. Claudia Urbschat-Mingues ist wie immer in der Rolle der Coco Zamis sehr stark und sicher, wobei sie ihre Stimme sehr abwechslungsreich einsetzt und auch Kraftlosigkeit und Bedauern sehr überzeugend einbringt. Weitere Sprecher sind Martin Flavio Nunez, Jan-David Rönfeldt und Andrea Pani Laura.

Die Sierre Madre ist als Haupthandlungsort der Episode auch akustisch sehr überzeugend eingebaut worden, fremdartige Tierklänge und der rauschende Wind, aber beispielsweise auch eine alte Cessna sorgen für einen sehr stimmigen Eindruck, der in den passenden Momenten immer intensiver wird. Auch einige der Musikstücke sorgen für eine andere Atmosphäre, aber es gibt natürlich auch wieder die typischen, harten Industrial-Klänge.

Der riesige weiße Adler, der eine zentrale Rolle in der Geschichte spielt, ist auf dem Titelbild gekonnt in Szene gesetzt und hat einen wahrhaft dämonischen Ausdruck, während die Landschaft gelungen angedeutet wird. Die fahle Farbwahl der Covergalerie kommt dabei ebenfalls wieder gut zur Geltung. Im Inneren des Booklets gibt es neben den üblichen Informationen zur Produktion wieder einen kleinen einleitenden Text. Wem die Illustrationen der Serie so gut gefallen, dass er sie am liebsten ein ganzes Jahr betrachten möchte, kann sich übrigens den Kalender für das Jahr 2022 zulegen.

Fazit: Nicht nur der Handlungsort ist stimmungsvoll und eingängig umgesetzt, auch die Handlung ist packend, schnell erzählt und sehr düster geraten. Dabei gibt es dramatische Wendungen in der Serienhandlung und packende Actionszenen, aber natürlich auch den typischen Humor der Serie, der sich sehr gut mit der drückenden Stimmung ergänzt.

VÖ: 1. Oktober 2021
Label: Zaubermond
Bestellnummer: 9783954267064

Datenschutzerklärung