John Sinclair – 147. Die Schwert-Legende



Eine Attacke mitten in London auf ein Hotel – sofort eilen John Sinclair und Suko an den Ort des Geschehens. Sie erwarten, auf den dämonischen Shimada zu treffen, doch stattdessen wartet in einem der Zimmer ein alter Mann. Er berichtet ihnen von alten japanischen Clans und einem geheimnisvollen Geheimbund, dem Club der weißen Tauben. Doch um mehr erfahren zu können, müssen die beiden Geisterjäger noch einige Gefahren auf sich nehmen…

Während die Lübbe Audio-Serie um „John Sinclair“ oft zwischen verschiedenen wiederkehrenden Gegnern im Laufe weniger Episoden hin- und herwechselt, konzentrieren sich die aktuellen Episoden stark auf den Kampf gegen Shimada mit der zweifelhaften Unterstützung der Sonnengöttin Amaterasu. Dazu wurde ein weiterer Zweiteiler auf den Weg gebracht, den Start macht Nummer 147 der Serie mit dem Titel „Die Schwert-Legende“. Nach einer kurzen, aber sehr atmosphärischen Introszene geht es dann auch gleich actionreich und hektisch zu, der Hörer ist also schnell mitten im Geschehen, dennoch wird sich auch immer wieder Zeit genommen, eine stimmige und spannende Geschichte zu erzählen, in der verschiedene Mächte Einfluss nehmen – und nicht immer ist direkt klar, was deren Ziele sind. Gut gefällt mir auch, dass sich die Handlung in mehrere Stränge aufteilt und nicht nur John Sinclair, sondern auch Suko und Yakup Yalcinkaya begleitet werden, was nicht nur dynamisch wirkt, sondern auch immer wieder für Cliffhanger und Wendepunkte in der Handlung sorgt. Dabei kommen auch immer wieder gruselige Momente auf, nicht nur bloße Action und Spannung, was mir gut gefallen hat. Das Ende kommt natürlich plötzlich, da der Abschluss ja erst in der nächsten Folge erzählt wird – die List darauf wird hier auf jeden Fall geweckt.

Dietmar Wunder ist als John Sinclair auch hier wieder sehr überzeugend und setzt zwar auch den trockenen Humor des Geisterjägers gelungen um, bringt hier aber vor allem die ernsthafte Seite der bekannten Figur zur Geltung. Eva Michaelis hat mit als Amenouzme ebenfalls sehr gut gefallen, sie passt sich gekonnt an die düstere Szenerie der Episode an und schafft so einen ausdrucksstarken Charakter. Achim Buch hat als Tokito Gazzanawa ebenfalls einige gelungene Szenen, die er mit seiner lebendigen und facettenreichen Stimme zum Leben erweckt. Weitere Sprecher sind Gerlinde Dillge, Silke Haupt und Bernd Stephan.

Das Team um Regisseur Dennis Ehrhardt hat wieder sehr überzeugende Arbeit bei der akustischen Untermalung der Episode geleistet und eine sehr dichte und atmosphärische Geräuschkulisse geschaffen, die abwechslungsreich an die verschiedenen Szenen angepasst ist. Toll sind beispielsweise auch unheimliche Stimmeffekte und wie immer auch die überzeugende Musik, die immer wieder für mehr Dramatik sorgt.

Bei dem Cover mag es zunächst verwundern, dass die Episode wieder in einem sehr japanischen Setting angesiedelt ist, erinnert das dunkle Schwert in dem Stein steckend doch eher an die Artus-Sage, wozu auch die verschneite Landschaft und die Raben erinnern. Doch der Zusammenhang wird im Laufe der Episode klar, sodass ein passendes und ansprechendes Titelbild entstanden ist.

Fazit: Actionszenen, ein gelungener Spannungsaufbau und immer wieder auch gruselige Momente – „Die Schwert-Legende“ baut trotz der temporeichen Handlung eine packende Szenerie über mehrere Stränge hinweg auf, was für gelungene Cliffhanger und einen spannenden Verlauf sorgt. Da dabei noch weiter in die Szenerie um Shimada und Amaterasu eingedrungen wird, sollte man die vorigen Ereignisse durchaus noch auf dem Schirm haben.

VÖ: 30. Juli 2021
Label: Lübbe Audio
Bestellnummer: 9783785782675

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