Die Schule der magischen Tiere – Endlich Ferien – 6. Hatice und Mette-Maja



Hatice freut sich sehr, als die Ferien anstehen und sie gemeinsam mit ihrer Familie nach Dänemark an die See fährt – insbesondere weil sie jetzt dank der Hilfe ihres magische Tiers Mette-Maja selbst schwimmen kann. Doch wie groß ihr Abenteuer werden wird, ahnt sie dann noch nicht, denn eine Schatzkarte sorgt bei ihr und ihren Brüdern für ordentlich Wirbel…

Mit dem Ableger „Endlich Ferien“ der momentan äußerst erfolgreichen Kinderbuch- und Hörspielreihe „Die Schule der magischen Tiere“ widmet sich die Autorin Margit Auer der Reihe nach den Kindern der Schulklasse, sodass sich diese noch einmal von einer anderen Seite zeigen können und ein eigenes Abenteuer erleben. Die sechste Folge um „Hatice und Mette-Marit“ greift dabei noch einmal das Grundthema von Hatice mit ihrer Ängstlichkeit vor dem Schwimmen auf, die sie nur durch ihre Freundschaft zu der freundlichen Robbe überwinden konnte. Doch es wurden noch viele weitere Themen miteinander telefoniert: Streit in der Familie, neue Freundschaften, aber auch die Sorge um einen geliebten Freund und ein schlechtes Gewissen, was dieser alles für einen in Kauf nimmt. Die Urlaubsgeschichte nimmt dabei eher langsam Fahrt auf und scheint in der ersten Hälfte kein rechtes Ziel zu haben, sondern reiht eher einige recht gewöhnliche Situationen aneinander. Erst kommt mit dem Fund der Schatzkarte ein kleiner Spannungsbogen auf. Die Entwicklung von Hatice ist dabei durchgängig überzeugend dargestellt, und Fans der Serie dürfte sich auch nicht an der gemächlichen Erzählweise stören – schließlich gibt es ja einiges zu entdecken. So entsteht ein solides Hörspiel, das wieder eine sehr gelungene Grundstimmung bietet.

Alina Degener ist als sehr erfahrene Hörspielsprecherin auch in der Rolle der Hatice sehr sicher und bringt die Gefühle des Mädchens sehr gut zur Geltung, wobei ihre Fröhlichkeit die Stimmung des Hörspiels bestimmt. Auch Eva Michaelis bringt als Robbe Mette-Maja eine überzeugende Leistung ein, ihre gradlinige und freundliche, aber auch bestimmende Art kommen gut zur Geltung. Felix Strüven ist in dieser Episode als schüchterner Junge Noah zu hören, er passt gut in die Szenerie der Episode und bringt eine leicht nachdenkliche Art mit ein. Weitere Sprecher sind Tom Wiedemann, Laszlo Charisius und Joachim Kretzer.

Die akustische Umsetzung ist wieder sehr sauber und überzeugend geraten, wobei die Szenerie auch nicht überladen wurde und eine gute Mischung für ein Kinderhörspiel gefunden wurde. Da gibt es während der Szenenwechsel einige fröhliche Melodien, während der Dialoge wiederum einige Geräusche, die verschiedene Szenerien schaffen. Schön beispielsweise, dass das Meeresrauschen zwar für eine schöne Urlaubsstimmung sorgt, aber eben nicht allgegenwärtig ist.

Die Gestaltung orientiert sich natürlich stark an der grundlegenden Optik der bisherigen Episoden und zeigt in bunten Farben einen Kreis mit den beiden Hauptfiguren in der Mitte. Dennoch wurde hier genügend Individualität geschaffen, nicht nur weil Hatice und Mette-Maja abgebildet sind, sondern auch weil das Meer- und Schatzsucherthema mit vielen grafischen Elementen aufgegriffen wird. Klar, dass es in Innerem neben den Mitwirkenden und einer Übersicht der bisherigen Episoden auch wieder eine kleine Trackliste zu finden ist.

Fazit: Auch die sechste Episode von „Die Schule der magischen Tiere – Endlich Ferien“ punktet mit einer gelungenen Urlaubsstimmung, erlaubt mit dem genaueren Blick auf Hatice aber auch eine gelungene Entwicklung zu einem selbstsicheren Mädchen. Die eingebauten Themen sind vielfältig und werden geschickt miteinander verknüpft, sodass Kinder viele Identifikationsmomente geschaffen werden.

VÖ: 28. Mai 2021
Label: Karussell
Bestellnummer: 0602435412740

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