Kati & Azuro - 29. Die grüne Grotte



Kati und ihre Cousine Cleo können eine ganze Woche mit ihren Pferden in einem Naturreservat verbringen – lediglich einen Bericht für die heimische Zeitung über ihre Erfahrung müssen sie dafür schreiben. Doch relaxte Erholung soll es für die beiden anscheinend nicht geben, schon kurz nach ihrer Ankunft beobachten die beiden zwei Männer, die rücksichtslos mit ihren Quads durch die Gegend fahren – nicht die einzige unangenehme Begegnung mit den beiden…

Zentrales Thema von „Kati & Azuro“ ist neben der besonderen Beziehung von Mensch du Pferd auch immer wieder der Umwelt- und Naturschutz, was auch in der 29. Episode im Vordergrund steht. Die Hintergründe der Reise in das Naturreservat wirkt zwar etwas konstruiert, wird aber anfangs recht fix abgehandelt, sodass mit der eigentlichen Handlung begonnen werden kann – auch wenn zunächst nicht so recht klar ist, was eigentlich erzählt werden soll. Klar, die rücksichtslosen Quad-Fahrer halten immer mal wieder für einen Aufreger her, die recht langen Nachforschungen über die Muscheln des Perlentals liefern zunächst viele Hintergrundinformationen. Und das ist recht langwierig geraten und wirkt nicht gerade aufregend, zumal nur ein Bruchteil der Fakten für die eigentliche Handlung notwendig ist. Für den späteren Verlauf werden dabei noch einige recht offensichtliche Hinweise hinterlassen, doch es dauert einfach zu lange, bis eine wirkliche Handlung mit einem flüssigen Verlauf entsteht. Dann gibt es zwar einige aufregende Szenen mit einem kleinen Spannungsbogen, der Eindruck der Folge ist aber eher solide denn wirklich überzeugend.

Nadine Schreier ist in der Rolle der Sina zu hören, die sich gut in die Szenerie einfügt und besonders die beiden Hauptfiguren gut ergänzt. Sie mit einer leichten Aufregung in der Stimme, sodass sie viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Als Dr. Gabi Noller, einer Naturforscherin, ist Ulrike Johannson zu hören, deren etwas schroffe, aber durchaus auch herzliche Art passt gut zu der resoluten Frau, die einen authentischen Ausdruck hinterlässt. Patrick Bach spricht Lukas Makenroth mit der ihm eigenen Dynamik und viel Ausdruck, wobei er seine Energie in die richtigen Bahnen lenkt. Weitere Sprecher sind Joshua Goralsky Rudolf, Gerhart Hinze und Erik Schäffler.

Die Geräuschkulisse des Hörspiels ist lebendig geraten, besonders die Szenen in der unberührten Natur sind mit passenden Geräuschen untermalt, beispielsweise einem lebendigen Froschkonzert. Doch auch der Anteil an Musik ist gestiegen, die Erzähltexte und einige Dialoge sind mit zeitgemäßen Melodien unterlegt, die sich stimmig einfügen und für passende Szenerien sorgen, wobei recht viel Abwechslung geboten wird.

Das Titelbild vermittelt einen hübschen Eindruck von dem Naturreservat mit seinen vielen Wasserfällen und der grünen Umgebung, aber auch die abenteuerliche Komponente wird aufgegriffen, wenn die beiden Hobbydetektivinnen gemeinsam mit ihrer Begleitung Sina eine Höhle entdecken. Auch die restliche Gestaltung präsentiert sich fröhlich bunt und übersichtlich, das Titelbild wird dabei noch einige Male wiederholt.

Fazit: „Die grüne Grotte“ entwickelt sich leider recht langsam und bietet in den ersten zwei Dritteln kaum eine zusammenhängende Handlung, sondern viele Hintergrundinformationen und einzelne Szenen. So kommt ein eher langwieriger Eindruck auf, der erst später aufgelockert und gebessert wird.

VÖ: 12. Januar 2021
Label: Europa
Bestellnummer: 194397975123

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