Die Teufelskicker – 88 Ei! Ei! Eigentor



Schorschi, der Greenkeeper der Teufelskicker, ist eigentlich sehr zuverlässig, lässt sich auf dem Trainingsgelände seit einiger Zeit aber kaum noch blicken. Kurzerhand statten ihm einige Teammitglieder einen Besuch ab, nachdem sie erfahren haben, dass er sich in eine alte Waldhütte zurückgezogen hat. Und es lohnt sich, denn Schorschi verbirgt dort ein äußerst putziges Geheimnis: Er hat entschlossen, einige Eier auszubrüten…

Dass sich die Teufelskicker schon längst nicht mehr allein um Fußball drehen, ist schon seit vielen Folgen der Fall, immer wieder wurden die neuen Themen aber auf die eine oder andere Weise mit dem gewählten Sport verbunden. Nicht immer ist das stimmig geraten, wofür die 88. Episode ein Paradebeispiel ist. Denn die niedlichen Küken, die Schorschi ausbrütet, tragen anfangs in ein Fußballspiel aus – in Mehmets Gedanken dann auch als ausgewachsene Hennen in einem Match gegen den VfB – eher albern als witzig, für die angepeilte Zielgruppe kann das aber durchaus funktionieren. Die Handlung selbst ist dabei dann auch ziemlich langsam erzählt, wirklich viel passiert gerade zu Anfang der Episode nicht, auch später ist die Ereignisdichte eher gering – vielleicht entsteht dieser Eindruck auch, weil nicht ganz klar ist, in welche Richtung sich die Handlung entwickelt. Sicherlich gefällt mir, dass wieder einige wissenswerte Fakten vermittelt werden und dass die Teufelskicker Verantwortung übernehmen wollen, doch so richtig in Fahrt will die Episode einfach nicht kommen, sodass sie zu den schwächeren Ausgaben der Serie gehört.

Natürlich wird die Rolle des Schorschi wieder von Gerhard Hinze gesprochen, der dem sympathischen Greenkeeper der Teufelskicker eine zugängliche und warmherzige Aura verleiht und mit viel Engagement bei der Sache ist. Flemming Stein ist als Mehmet ebenfalls wieder sehr sicher, den frechen Torhüter der Mannschaft spricht er spontan wirkend und authentisch, was gut zu der Ausstrahlung der Serie passt. Bernd Stephan ist als Gastsprecher in dieser Episode als Dr. Hanno Bleiweiß zu hören und sorgt ebenfalls für einen stimmigen Eindruck seines Charakters. Weitere Sprecher sind Alina Degener, Sven Nowatzky und Thomas Karallus als Erzähler.

Akustisch wird eine solide Leistung erzeugt, die verschiedenen Szenen sind mit passenden Hintergrundgeräuschen unterlegt und machen so einen glaubhaften Eindruck – natürlich auch wegen des aufgeregten Piepens der Küken. Die eingebauten Melodien sind größtenteils bereits aus den vorigen Episoden bekannt und werden meist nur während der Szenenwechsel eingesetzt.

Tazman, der sonst so freche Hund von Enes und Mehmet, wirkt auf dem Cover sehr friedlich, während einige der niedlichen Küken um und auf ihm herumwuseln, während sie von Moritz und Catrina beobachtet werden – ein niedliches Cover, welches wieder in dem modernen Comicstil umgesetzt wurde. Im Inneren werden einzelne Elemente dieser Zeichnung wiederholt, und auch die witzige Auflistung der Mitwirkenden in Form einer Spielaufstellung darf nicht fehlen.

Fazit: „Ei! Ei! Eigentor“ ist mit dem Thema der ausgebrüteten Küken vom Jugendfußball sehr weit entfernt, eine sinnvolle Kombination aus beiden zu schaffen scheint hier kaum möglich zu sein. Zudem entwickelt sich die Handlung gerade zu Beginn der langsam weiter, ich hatte nicht das Gefühl, dass dabei irgendetwas Spannendes oder Aufregendes passieren würde. Sprecher und Produktion sind gut, aber mit der Handlung konnte ich dieses Mal nur sehr wenig anfangen.

VÖ: 19. März 2021
Label: Europa
Bestellnummer: 194397502329

Datenschutzerklärung