John Sinclair – 144. Im Tempel des Drachen



Im Kampf gegen Shimada ist John Sinclair weiterhin auf der Suche nach den machtvollen Artefakten der Sonnengöttin Amaterasu und wird während eines Dimensionssprung mit Suko und Shao angegriffen. Zwar ist er wie geplant in Tibet angekommen, allerdings ohne Suko. Doch was hat nun Priorität: Die Handschuhe der Sonnengöttin zu finden oder Suko zu retten – und welchen Schritt plant Shimada als nächstes…?

Dass „Im Tempel des Drachen“ keine Episode ist, die für sich alleine steht, könnte zur kleinen Überraschung für den unbedachten Hörer von „John Sinclair“ von Lübbe Audio sein, ein entsprechender Hinweis ist zumindest auf der Hülle nicht zu finden. Doch wie immer bei den Zweiteilern der Serie gibt es auch hier eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse. Und das Tempo der Episode ist deswegen gleich ziemlich hoch, die Reise in den Tibet führt John Sinclair und Suko in zwei unterschiedliche Richtungen. Nach ein paar gelungenen Actionszenen und einer bedrohlichen Szenerie bekommt der Hörer erst einmal mehr Hintergrundinformationen zu der Geschichte der Shaolin und dem Drachengott, den man bereits aus der vorigen Episode kennt. Doch schon bald kommen auch wieder mehr Ereignisse mit ein, neue Mit- und Gegenspieler sorgen für eine lebendige Entwicklung, aufregende Actionszenen sorgen für eine dichte Stimmung. Die Handlung ist durchgängig dicht und sehr unterhaltsam geraten, spitzt sich immer weiter zu und überzeugt auch mit den verschiedenen mystischen Hintergründen. Dass alles in einem Actionspektakel endet, deutete sich zwar schon länger an (und ist keine große Überraschung in der Serie), ist aber auch sehr gelungen ausgeführt und schließt die Handlung des Zweiteilers sehr gekonnt ab.

Shao wird natürlich wieder von Silke Haupt gesprochen und macht die Wandlung der wiedererweckten Dienerin von Amaterasu auch in ihrer Stimme deutlich, klingt härter und kühler, spricht aber auch sehr markant und ausdrucksstark, was der Rolle eine sehr interessante Ausstrahlung verleiht. Rajvinder Singh ist in der Rolle des Jinpa zu hören und bringt eine markante Aura mit ein, zumal er in den verschiedenen Szenen authentisch und kraftvoll wirkt. Und natürlich ist Martin May als Suko zu hören, wie immer spricht er die Rolle mit viel Energie und unterstreich die vorherrschende Atmosphäre. Weitere Sprecher sind Gen Seto, Tobias Lelle und Alexandra Lange als Erzählerin.

Die akustische Gestaltung ist – wie immer bei der Serie – sehr sorgsam umgesetzt und punktet mit einer detailverliebten Szenerie. Dabei gibt es natürlich zahlreiche unterschiedliche Geräusche, die den Hintergrund lebendig gestalten oder die Actionszenen krachen lassen. Aber auch die Musik ist mystisch, abwechslungsreich und stimmungsvoll geraten, was durch gelungene Stimmeffekte ergänzt wird – sehr gut abgerundet!

Das Titelbild ist mal wieder außerordentlich düster geraten, das Spiel mit Licht und Schatten sehr ansehnlich geraten. Das Motiv ist nicht ganz so auffällig und markant wie in anderen Episoden, wirkt aber gerade durch diese dunkle Stimmung sehr ansehnlich – der Ninja in der blauen Robe, sein Gegenspieler und die grob gehauene Steinmauer im Hintergrund sind gut zusammengestellt. Die restliche Gestaltung ist wie immer schlicht und übersichtlich geraten, allerdings ohne weitere Extras in der CD-Version.

Fazit: Die Ereignisse dieser Folge sind dicht aneinander getaktet und werden mit vielen mystischen Hintergrundinformationen angereichert. Die Zweiteilung der Handlung, die Zuspitzung der Ereignisse mit einem Actionspektakel als Abschluss und die vielen markanten Charaktere sind klassische Elemente der Serie, werden aber wieder sehr gekonnt aufbereitet und sorgen für eine sehr gelungene Geschichte.

VÖ: 26. Februar 2021
Label: Lübbe Audio
Bestellnummer: 9783785780794

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