Irene Adler – 8. Sog des Verbrechens



Nachdem Frankenstein sich einen riesigen Magneten beschafft hat, um Schiffe von ihrem Kurs abzubringen und damit reiche Beute zu machen, hat er auch Irene Adler und Phileas Fogg in eine Falle gelockt. Die Sonderermittlerin der Krone steht nun vor der schwierigen Entscheidung, entweder sich und Fogg zu retten oder eine riesige Katastrophe heraufzubeschwören, bei der zahlreiche Menschen ums Leben kommen würden. Doch dann kommt ihr ein Geistesblitz…

Nachdem die vorige Episode von „Irene Adler“ mitten in einem fiesen Cliffhanger endete, wird der Hörer hier schnell wieder in die Szenerie um die gefangene Sonderermittlerin und ihren neuen Verbündeten Phileas Fogg hineingeworfen – und das ohne vorige Erklärungen, sodass man die Ereignisse noch gut auf dem Schirm haben sollte, um die diabolische Falle verstehen zu können, aber auch um die Situation der anderen Agenten zu verstehen. Dieser direkte Anschluss sorgt aber auch von Anfang an für eine sehr dramatische und packende Szenerie, sodass der Druck auf die Charaktere direkt sehr hoch ist. Die ersten Szenen sind direkt sehr heftig und sorgen mit Verlusten auf Seiten der Guten für Aufsehen, aber auch danach wird die Geschichte mit vielen dynamischen Szenen und packenden Momenten fortgesetzt. Und wieder gibt es viel Flair um den Zirkel der Sieben, die mit neuen teuflischen Plänen für Aufsehen sorgen, ebenso wird die Verbindung zur Schwesterserie um Phileas Fogg vertieft. Mir gefällt, wie die Agentenszenerie weiter ausgebaut wird und actionreiche, aber auch überraschende Momente voller Abenteuer bietet. Durch die verschiedenen Szenarien mit immer neuen Voraussetzungen ist eine sehr lebendige Handlung entstanden, die von Anfang bis Ende sehr druckvoll erzählt wurde. Die Serie steigert sich hier noch einmal in Sachen Ausdruck und Dramatik, sodass eine sehr einprägsame Episode gelungen ist.

Yvonne Greitzke zeigt als Irene Adler noch einmal eine andere Seite von sich, klingt dann hart, unnachgiebig und voller Wut, bringt aber auch die humorvoll-bissige Agentin gekonnt herüber und sorgt mit ihrem ganz eigenen Charme für viele gelungene Momente – sehr überzeugend. Auch Gabrielle Pietermann ist als Theodora Sachs sehr gut besetzt und sorgt mit markantem Auftreten besonders in dramatischen Momenten für eine intensive Szenerie, was den Hörer völlig in die Handlung hereinzieht. Peter Kirchberger hat als Dr. Jacob Mahler ebenfalls einen gelungenen Auftritt und passt sich der dramatischen Szenerie gekonnt an. Weitere Sprecher sind Marc Schülert, Kevin Kasper und Romanus Fuhrmann.

Bei der dramatischen Szenerie der Episode wurde auch die akustische Umsetzung dementsprechend angepasst und präsentiert viele dramatische Melodien, die die jeweilige Szenerie unterstreichen du zu noch mehr Wirkung verhelfen. Doch auch die Geräuschkulisse ist überzeugend – nicht nur wegen vieler Geräusche, die Kämpfe oder Handlungen der Figuren illustrieren, sondern beispielsweise auch mit dem Brummen von Generatoren im Hintergrund.

Ein riesiges Dampfer-Schiff, welches dem Betrachter nicht unbekannt vorkommen dürfte, ist auf dem Titelbild zu sehen. In die grünliche Atmosphäre getaucht, die auch die vorigen Titelbilder geprägt hat, ergibt das mit der weiten See und dem wolkenverhangenen Himmel ein sehr ansehnliches Titelbild. Im Inneren geht es eher schlicht zu, weitere Informationen sind nicht zu finden, und wie immer ist auch auf der Rückseite bereits die Sprecherübersicht zu sehen.

Fazit: „Sog des Verbrechens“ startet mit einer packenden und dramatischen Szenerie und lässt im Laufe der 74 Minuten Laufzeit dabei kaum nach – selbst kürzere ruhigere Momente werden bald mit neuen Ereignissen und dramatischen Wendungen zu packenden Szenen. Das Zusammenspiel der Charaktere und der kurzweiluge und packende Verlauf sorgen für eine sehr hörenswerte Episode, die ich für die bisher beste der Serie halte.

VÖ: 12. Februar 2021
Label: Maritim
Bestellnummer: 9783962823481

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